— stident ek r üg de nher ber Fel. — ͤ ͤ———ͤ̈— 0 irt, Net b Fertsch. g 1 le. Nuntitn. N un Y engine se 2 gener Naß 5 Un 111 1111 chu 1 D. Leeb heim. e es 2 dem Schullehrer an der kaih. Schule zu Zahlbach, im em vormaligen Sberstabsarzl Dr „Für fünszigjährige treue Dienste“, am 18. Sept. dem Bayern verliehenen Verdiensikreuzes für die Jahre 1870/71, 1872. Samstag den 19. October. 1 123. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Hiedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. . Amtlicher Theil. Betreffend: Nachforschungen nach dem verschollenen K. K. Husaren⸗Oberlieutenant Ludwig von Szoll. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Großh. Polizei Verwaltung Bad⸗Nauheim, Großh. Polizei-Commissär zu Wickstadt Laut Mittheilung des K. K. Oesterreichisch-Ungarischen Character quittirte K. K. Husaren⸗Oberlieutenant Tudwig von Széll im Januar 1863 eine Reise und Großh. Gendarmerie des Kreises. Friedberg am 17. October 1872. Ministeriums des Aeußern an die Großherzogliche Regierung hat der mit nach Deutschland, Frankreich, Eng⸗ land und Amerika unternommen, ohne seit dieser Zeit seinen Verwandten Nachrichten gegeben zu haben. Einer deßfalls hierher gelangten Ministerialverfügung vom 11. d. Mis. zu Nr. M. d. J. 12251 entsprechend, beauftragen wir Sie in geeigneter Weise Nachforschungen über den Verschollenen anstellen zu lassen und uns das Resultat derselben binnen 2 Wochen anzuzeigen. ad che Mac inhaussaal zu Alsfeld anberaumten Ausschußsitzung soll auch die Wahl Verein von Oberhessen, nach Mittheilung der Großh. Centralstelle vom Be Betreffend: Ausschußfitzung des lanwd. Bereins von In der auf den 21. d. Mis. Vormittags 11 Uhr in den We wer drei Vereinsmitglieder vorgenommen werden, welche der landw. 12. d. Mis. in die erweiterte Centralstelle fur Friedelhausen, 11. October 1872. Be Ed, un en tem Oberhessen. die Landwirthschaft zu wählen berechtigt ist. Ter a p p. Der Präsident des landw. Vereins von Oberhessen: A. Freiherr von Feen nem c en Nen znr Raben a u. n g. Die Ackerbauschule zu Friedberg betreffend. Auf mehrseitige Anfrage geben wir bekannt, Ackerbauschule im kommenden Wintercursus besuchen wollen, daß diejenigen jungen Landwirthe aus Friedberg nächstgelegenen Orten, welche die wenn die Verhältnisse dies gestatten, jeden Abend nach Hause zurückkehren und zu diesem Behufe unter Umständen Dis pens von den Arbeits- und Wiederholungsstunden erhalten können. Friedberg, 17. October 1872. Das Curatorium der Ackerbauschule des landw. Trapp, Regierung Lindeck,. srath. Rentamtmann. Vereins für die Provinz Oberhessen zu Friedberg. Haas, Kreisassessor. een eee e Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- wungsblatt Nr. 45 enthält: 1. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern, die(neue Redaction der) Statuten der landwirihschasi⸗ ichen Vereine des Großherzogthums betreffend. 1I. Bekanntmachung Groß. Commission für Post⸗ angelegenheiten, die Errichtung einer Personenannahmestelle zu Schafhausen, im Kreise Alzey, betreffend. III. Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 5. Sept. reise Mainz, Joh. Georg Kleespieß, aus Anlaß der am 30. Sept. statifindenden Feier seines 50 jährigen Dienst⸗ ubiläums das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: Bürgermeiter der Bürgermeisterei Büßfeld, im Kreise Alsfeld, Johannes Heß I., das allgemeine Ehrenzeichen tit der Junschrist:„Für langjährige treue Dienste“, am 19. Sept. dem Kaufmann Aegidius Bausch in Darmstadt „as Ritterkreuz 2, Classe des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen. IV. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen lremder Orden. Seine Königliche Hoheit der Großherzog gaben allergnädigst geruht die Erlaubsuß zu ertheilen: am 25. Juli dem praktischen Arzt Dr. Lebrecht zu Mainz zur An⸗ nahme und zum Tragen des ihm von S. M. dem Könige von am 12. Sept. dem Advocatanwall Dr. Karl Jung, zur Annahme und zum Tragen des ihm von S. M. dem Rönige von Bayern verliehenen Verdiensikceuzes für die Zahte 1870/71, sowie der ihm von S. M. dem Deulschen staiser und König ron Preußen verliehenen Kriegsdenkmünze für Nicht⸗Combaltanten, am 15. Sep. dem Geh. Medicingl⸗ rath und Projessor Dr. A. Wernher zu Gießen und dem Geh. Medieinaltalh Dr. Bode zu Bad⸗Nauhelm zur Annahme ves ihnen von S. M. dem Deulschen Kaiser und König zon Preußen verliehenen Kronenordens 3. Classe am Er⸗ mnerungs bande, am 16. Sept. dem Ministerialrath in Pension Friedrich Frhrn. v. Preuschen zu Darmstabt und Reißner daselbst zur Unnahme des ihnen von S. M. dem Deulschen Kalser derliehenen Kronenordens 3. Classe am Erinnerungsbande, „em Geh. Mebicinalrath Dr. Weber zu Darmstadt zur Annahme bes ihm von S. M. dem Könige von Bayern zerliehenen Verdiensitreuzes für die Jahre 1870/71, am 17. Sept. dem Kaufmann Ludwig Felmer zu Mainz zur Annahme des ihm von S. M. dem Deutschen Kaiser ver⸗ liehenen Kronenordens 4. Ctasse am Erinnerungsbande, am 18. Sept. dem praktischen Arzt Dr. Iran Baptist Mogk zu Offenbach zur Annahme des ihm von S. M. des Deuischen Kaiser verliehenen Kronenordens 3. Classe am Erinnerungsbande, am 19. Sept. dem Kreisarzt Medicinaltath Dr. Eduard Stammler die Annahme des ihm von S. M. dem Deuischen Kaiser verliehenen Kronen⸗ Ordens 3. Classe am Erinnerungsbande, dem Branddirector Mathias Weiser, dem Brandmeister Heinrich Reiff und dem Braudmeister Heinrich Vögler II., sämmllich von Malnz. zur Annahme der ihnen von S. M. dem Deutschen Kaiser verliehenen Kriegsdenkmünze für Nichteom baltanten pro 1870/71, am 20. Sept. dem Kreisarzt Dr. Köhler zu Offenbach zur Annahme des ihm von S. M. dem Deutschen Kaiser verliehenen Kronenordens 3. Classe am Erinnerungsbande, am 21. Sept. dem Obermedieinalrath Dr. Buxmann zu Darmstadt zur Annahme des ihm von S. M. dem Deutschen Kaiser verliebenen Kronenordens 3, Classe am Erinnerungsbande, am 24. Sept. dem praktischen Arzt Dr. Karl Wolf zu Worms zur Annahme des ihm von S. M. dem Deulschen Kaiser verliehenen Kronenordens 3. Classe am Erinnetungsbande, und am 5. Oct. dem Minister des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern und Präsidenten des Gesammtministeriums Carl Hofmann zur Annahme des ihm von Ihren Durchl. den Fürsten zu Schwarzburg gemeinsam verliehenen fürstlich Schwarzburgischen Ehrenkreuzes 1. Classe zu ertheilen. V. Namens veränderungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst gerubt: am 16. Sept. der Margarethe Daniel, dem Philip Daniel und dem Adam Daniel, sämmtlich von Darmstadt, zu gestatten, in Zukunft statt ihres bisherigen den Familiennamen Steuer, am 18. Sept. dem Georg Daum don Darmstadt zu ge⸗ statten, statt des bisherigen den Familiennamen Daum⸗ Schlosser, und am 26. Spibr. der Katharina Rühl von Griesheim zu gestatten, in Zukunft stalt des bisherigen den Familiennamen Schick zu führen. VI. Diensinachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 23. Septbr. dem katholischen Geistlichen Gustav Marlin Helm aus Bensheim, im Kr. Bensbeim, die 2. Lehrerstelle am Schullehrer⸗Seminar zu Bensheim zu übertragen, sewie den von dem Standesherrn dem Fürsten zu Isenburg⸗ Birstein für die erledigte Stelle eines Lehrers an der Realschule zu Offenbach präsentirten prov. Lehrer an dieser Schule, Georg Karl Fresenius aus Frankfurt a. M., für diese Stelle zu bestäligen; am 27. Scpi, dem Schulamts⸗ Aspiranten Ludwig Gompf von Veitsberg, im Kreise Grünberg, die evang. Schulßelle zu Veitsberg, im Kreise Grünberg, zu übertragen. VII. Charakterertheilungen. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 30. August dem Weißwaarenhändler Phipp Orth in Darmstadt den Charakler als Hoflieferant und am 21. Sept. dem Kunst⸗ und Handelsgärtner Heinrich Henkel in Bessungen den Charokler als Hofbouquelieserant zu ertheilen. VIII. Oienstentlassungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 27. Sept. den Landgestülsdiener bei dem Landgestüt, Georg Jakob Schmidt, auf sein Nachsuchen vom Dienste und am 30. Sept. den 2. evang. Pfarrer zu Michelstadt, im Dekanate Erbach, Friedr. Meyer, auf sein Nachsuchen aus dem Dienste der edang. Landeskirche zu entlassen. IX. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 23. September den Landgestütsdiener bei dem Landgestüt, Johannes Hammann, auf sein Nachsuchen bis zur Wieder⸗ herstellung seiner Gesundheit mit der Erlaudniß zum Foritragen der Unisorm der activen Diener, den Schul⸗ lehter an der 1. Elementarschule zu Gießen, Kr. Gießen, Ludwig Übrich, auf sein Nachsuchen in den Ruhesland zu versetzen. X. Concurtenzeröffnung. Erledigt ist: die 2. evang. Schulstelle zu All⸗Buseck, im Kr. Gießen, mit einem jäyrlichen Geyalt von 304 fl. 51¾ kr.; die evangelische Schulstelle zu Reuters, im Kr. Lautertach, mit einem jährlichen Gehalt von 300 fl. — Das Gr. Regierungsblatt Nr. 46 enthält: 1. Verordnung, die Erhebung und Controlirung der inneren Abgaben von Wein und Obfiwein betressend. 11. Bekanntmachung des Präsidenten Großherzoglichen Gesammiministeriums, das äußere Erscheinen der Civil⸗ beamten in Uniserm beireffend. 111. Dienstnachrichten. Darmstaut. Die Zeitungsnachricht von dem Tode des früheren Kriegsministers Dornseiff, welche auch die vorige Nummer unseres Blattes brachte, wird als falsch bezeichnet. Der Genannte wurde von einem Schlaganfalle betroffen, es soll jedoch Hoffnung auf Wiedergenesung vorhanden sein. — 15. Oct. II. Kammer. Das von der Regierung vorgelegte Pensions-Gesetz wurde von n der Kammer auf Antrag des Abg. Metz und Consorten abgelehnt. Auch dem Ersuchen der Re⸗ gierung auf Beseitigung des Vorbehaltes, welcher gelegentlich der letzten Gehalts aufbesserung, bezüglich der Pensionirung gemacht wurde, sodaß bei einer etwaigen Pensionirung nur die alte Besoldung bei Berechnung der Penston in Anschlag gebracht wird, wurde nicht entsprochen. — 17. Oct. II. Kammer. In Bezug auf die heute auf der Tagesordnung befindliche Vor⸗ lage der Regierung, die Erhöhung der Minimal- gebalte der protestantischen und katholischen Pfarr stellen aus Staatsmitteln betreffend, beantragt die Majorität des Ausschusses Verwilligung der ange; forderten 20,000 fl. für 1872 zur Unterstützung der Inhaber von mit einem gegenwärtigen reellen Einkommen von 800 fl. nicht versebenen wirklichen tvangelischen und katholischen Pfarreien. Die Minorität dagegen beantragt gänzliche Ablehnung der Regierungsvorlage, von der Ansicht ausgebend, daß eine weitere Beihülfe des Staates zu firch lichen Bedürfnissen dem kirchlichen Leben und seiner natürlichen Entwickelung nur nachtheilig sein könne. Der Antrag der Majorität die Regierungevor⸗ lage, wie sie gestellt ist, abzulehnen, sowie die verlangten 20,000 fl. pro 1872 definitiv zu be⸗ willigen, wird angenommen. Als Kosten der zu berufenden Landessynode wird die geforderte Summe von 12,000 fl. definitiv verwilligt. Die Eingabe der Frankfurter Versammlung von evangelischen Geistlichen des Großherzogthums wird hierdurch für erlevigt erklärt. — Aus der weiter erschienenen Fortsetzung des Berichts des Ausschusses der zweiten Kammer über das Wahlgesetz ist zu entnehmen, daß man das System der indirecten Wahlen billigt, weil es ermögliche, durch eine vernünftige und ruhige Berathung der Wahlmänner die tüchtigsten Ab⸗ geordneten zu finden. Eine Minorität will für Personen des Soldatenstandes, so lange als die; selben sich bei der Fahne befinden, die Berechtigung zum Wählen eingestellt wissen. Bezüglich der Aufhebung des Passivcensus wird zugegeben, daß der seitherige Zustand viele Mängel gehabt, und die Hoffnung ausgedrückt, daß das zu ihrer Heilung vorgeschlagene„Radicalmittel“ sich zum Wohl des Staates erprobe, daher Annahme beantragt.— Die erste Kammer tritt Anfangs November zu⸗ sammen und der Schluß des Landtages ist gegen Mitte künftigen Monats zu gewärtigen. — Zu Mitgliedern der Civildiener-Wittwen kesse⸗Commission wurden ernannt: der Rath bei dem Oberappellations- und Cassations- Gericht Dr. Friedrich Kraft, sowie der Rath bei der Ober Steuer Direction Franz Wörner. — Die„Darmst. Zeitung“ widerspricht die Nachricht mehrerer Zeitungen, daß das Referat über evangelische Kirchen- und Schulsachen im Ministerium des Innern an Regierungsrath Jaup und dasjenige über Landwirthschaft, Gemeinde— vermögens- Angelegenheiten 1c. an Ministerialrath Knorr übergegangen sei. Vielmehr wird Ministerial⸗ rath Knorr das Referat in evangelischen Kirchen und Schulsachen, Regierungsrath Jaup dasjenige über Landwirthschaft ꝛc. führen. — Der k. preuß. Generalmajor v. Winckler, seither Commandeur der Gr. Hess. 1. Inf.⸗Bri⸗ gade, ist zum Commandanten der Festung Königs- berg und zum Nachfolger desselben der k. preuß. Oberst v. Förster ernannt worden. Major v. Lyncker rom bess. Artillerie-Corps ist zum Garde Feld- Artillerie-Regiment nach Berlin versetzt. Berlin. Der am 15. d. verstorbene Prinz Albrecht von Preußen war der jüngste Bruder des Kaisere Wilhelm, geboren 1809, und ver- mählt in erster Ehe mit der Prinzessin Marianne von den Niederlanden. Von dieser 1849 geschieden, vermählte sich der Prinz im Jahre 1853 morga⸗ natisch mit der Gräfin Rosalie von Hohenau. Er war General-Oberst der Cavalerie mit dem Range eines Felrmarschalls. — Nach Anordnung des Handelsministeriums soll der Wagen- und Locomotirenpark der Ost— bahn, Hannover'schen, Nassauischen, Bergisch— Märkischen und Main- Weser Bahn im nächsten Juhre beträchtlich verstärkt werden. Namentlich zist die Beschaffun von bedeckten Güterwagen mit einer Tragfahigkeit von 200 Centnern in Aus: sicht genommen. — Die„Prov. Corr.“, die Denkschrift der deutschen Bischöfe besprechend, sagt: Wenn die preußische Regierung nach Erlaß der Verfassung, im Vertrauen auf die damaligen Beziehungen zu den Kirchengewalten, es zunächst unterließ, den Artikel 15, nach weichem die evangelische und katholische Kirche, sowie jede andere Religions: gesellschaft ihre Angelegenheiten ordnet und ber- waltet, in seiner Bedeutung und Tragweite durch ausdrückliche Ausführungsgesetze festzustellen, wie solche sonst fast zu allen ähnlichen Verfassungsbe⸗ stimmungen ergingen, so ist es jetzt, nachdem die Bischöfe das Gebiet kirchlicher Angelegenheiten eigenmächtig zu bestimmen und willkürlich auszu⸗ dehnen versucht haben, unerläßlich geworden, durch unzweideutige und unantastbare Staatsgesetze die⸗ jenigen Gebiete zu regeln, welche nicht lediglich Kirchenangelegenheiten sind, sondern zugleich zum bürgerlichen und staatlichen Leben irgend eine Be⸗ ziehung haben. Das jetzige Auftreten der Bischöfe wird unzweifelhaft das Wort des Reichskanzlers in Erfüllung gehen lassen, daß die Regierung den Ansprüchen von Personen des geistlichen Standes gegenüber, wonach es Landesgesetze geben könne, welche für sie nicht verbindlich seien, ihre volle und einheitliche Souveränetät mit allen Mitteln aufrecht erhalten werde. Die Souveränetät kann nur eine einheitliche sein und muß es bleiben: die Souveränetät der Gesetzgebung. — Nach der„Deutschen Wochenschrift“ hat sich das Staatsministerium unlängst mit den Ver- änderungen beschäftigt, welche der Titel des Königs von Preußen infolge der seit dem Jahre 1866 veränderten Besitzverhältnisse annehmen müßte, und die gefaßten Beschlüsse sollen jetzt dem König vor⸗ liegen. Wie verlautet, dürfte neben der Vervoll⸗ ständigung auch eine Abkürzung des Titels in Betracht gezogen sein. — Nach Zeitungsmittheilungen wären die Doctoren Varrentrapp in Frankfurt und Hirsch in Berlin zu einem Gutachten über die bekannten Vorschläge des Reichskanzlers bezüglich der Er⸗ richtung eines Reichsamts für öffentliche Gesund heitspflege aufgefordert worden. — Die Ernennung Professor Hermann's zu Heidelberg zum Präsidenten des evangelischen Ober. kirchenraths hat, wie die„Nordd. Allgem. Ztg.“ hört, jetzt die königl. Bestätigung erhalten. Straßburg. Es scheint— schreibt man der„Karlsr. Ztg.“— daß die franzöfische Re- gierung nun doch dem Friedensvertrage gerecht werden will. Kürzlich wurden mehrere junge Leute von hier, die ohne Eltern ausgewandert waren, um französische Kriegsdienste zu nehmen, von Nanzig aus wieder nach Hause gewiesen. — Am 15. d. hat die Probefahrt auf der neuen Bahystrecke Saarburg Saargemünd stattge funden, welche glücklich verlief. Der Oberpräsident. die beiden Bezirkspräsidenten und viele Bahndirec toren waren anwesend. An den Stationen fanden sympathische Kundgebungen der Bevölkerung statt. Schlettstadt. Dem„Straßburger Boten“ schreibt man: Die Unterhandlungen, welche ein Vertreter der Militärbehörde mit der Stadt wegen Schleifung der Festungswerke geführt hat, sind zu einem beiderseits befriedigenden Ergebniß gediehen. Nach dem Vertrage, der noch der kaiserlichen Ge⸗ nehmigung bedarf, übernimmt die Stadt etwa zwei Drittel der Festungswerke behufs Schleifung innerhalb zweier Jahre. N Metz. Die Verthe diger des Marschall Ba- zaine baben, wie die„Pattie“ meldet, zwei Man danten rach Elsaß Lothringen geschickt, um einige besondere Details zu untersuchen und Zeugen zu dem Zweck aufzutreiben, gewissen materiellen That. sachen zu widersprechen, aber dieser Schritt soll ohne Erfolg geblieben sein. Unter der ganzen Bevölkerung herrsche eine unbeschreibliche Feind: seligkeit gegen den Marschall, und man könne die Eröffnung der Debatten bier kaum erwarten. Ausland. Frantrei b. Am 15. d. begann mit dem Abzuz aus St. Dizier die Räumung des De— Brandenburger. Die neuen Standquarkiere d: Bar ⸗le⸗ Duc, Ligny, Chateauneuf, Verdun und Clermont. 7 — Der„Progrös de l'Est“ behauptet, die Zahl der elsässischen Auswanderer, die sich in Luneville niedergelassen hätten, belaufe sich auf 13,000. Es sei dies ebensoviel, als die Bevölke⸗ rung der Stadt betrage. 1 — Thiers wird in den nächsten Tagen mit den Ministern wieder nach Versailles übersiedeln, So behaupten mehrete Blätter. Der„Temps“ gibt indeß den 25. October an. Belgien. Brüssel. Ein Mensch über⸗ lieferte sich hier den Behörden mit der Aussage, er sei ein Mitschuldiger des Mörders Troppmann und habe als Offizier der Commune das Peloton zur Erschießung der Geiseln befehligt. 1 Z. Gießen. Die Direction der hiesigen Veterinär, anstalt, Professor Dr. Pflug, macht bekannt, daß vom 1. Nov. d. J. an in dem neuerbauten Thierspital dahier kranke Thiere, insbesondere Pferde, zu jeder Zeit aufge⸗ nommen werden und daselbst, wie bisher, kranke Thiete zur Untersuchung und Behandlung vorgeführt und zur Beobachtung und Untersuchung auf Gewähr⸗ und andere Fehler eingestellt werden können. Behandlung der kranken Thiere, allenfallsige Operationen, wie z. B. Castration det Hengste, dann jede Untersuchung und endlich die Ab⸗ wartung der Thiere geschehen unentgelilich. Nur die Baarauslagen, wie z. B für Arznei und Fütterung, werden berechnet. Doch steht es den Thiervesitzern auch frei, das vorgeschriebene Futter in Natur zu liefern. Mit dem Thierspiial steht eine gut eingerichsete Hufbeschlag⸗ werkstäite in Verbindung, welche in nächster Zeit dem Publikum zur Benutzung geöffnet werden wird, um darin Pferde und Rindvieh mit gefunden und kranken Hufen, beziehungsweise Klauen, durch den Lehrschmied Herrn J. Höß beschlagen lassen zu können. Nürnberg. Der„Nürnb. Korr.“ hat die hübsche Entdeckung gemacht, daß sich unter den 65 Oberinnen von Diakonissen-Anstalten und anderen geistlichen Genossen⸗ schasten, welche auf Vorschlag der Kaiserin für ihre Ver⸗ dienste um die Pflege der Verwundeten und Kranken das Verdienstkreuz für Frauen und Jungfrauen erhalten haben, sich auch drei männlich: Vorsteher solcher frommen An⸗ stalten befinden. Es tritt somit, gewiß zum ersten Male, und Jungfrauenkreuz decorirt wird. ein scheußlicher Mord. Ein dortiger Bürger, ein Maurer⸗ meister(so viel bekannt, geborener Badner), wurde auf der Hauptstraße in der oberen Stadt Nachts ein Viertel zwölf Uhr mit fast gänzlich abgeschnittenem Kopfe auf- gefunden; zwei seiner Arbeiter, in denen man die Thäter entdeckt zu haben glaubt, sind verhaftet. Die That läßzt sich nicht anders erklären, als daß der Eine den Er⸗ mordbeten vom Rücken her packte, während der Andere den Hals durchschnitt. Am gleichen Abend soll ein Sol⸗ dat, welcher am Kopfe durch 2 Hiebe ziemlich bedeutend verwundet worden ist, ins Lazareth gebracht worden sein. London. Eine furchtbare Explosion in einer der zahlreichen Kohlengruben von Morley in Porkesbie hat bedeutendes Unheil angerichtet. Zur Zeit der Explosion waren in dieser Grube, in der 150 Arbeiter zu sein pflegen, glücklicherweise nur 45 beschäftigt. Die Bevölkerung Mor hys eilte auf die Schreckens nachricht herbei, und es wurde sofort eine Avtheilung Freiwilliger gebildet, die in den Schacht sich hinunterwagen wollten. Ihre Austrengungen wurden durch den Dampf und die Niederschläge verzögert; es gelang ihnen indessen nur zu' bald, die Opfer an? Licht zu schaffen. Siebenzehn Leichen wurden aus der Erde gebracht und achtzehn schwer verletzte Arbeiter, von denen viele mit dem Tode kämpften. Nur wenige kamen mit leichteren Verletzungen davon, während von den Schwerverletzten mehr als die Hälfte wohl mit dem Tode abgeben wird. 5 5 Chicago ersteht aus seiner Asche glänzender, als es vor dem Brande war. Besonders zeichnen sich die Hotels durch großarlige Pracht und Schönheit aus. Pater Palmers feuersicheres Hotel kostet nicht weniger als 1,500,000 Doll. und ist in der Fionde dem Palais des Dozen in Genua, der St. Marcuekiche in Venedig und einer inneren Ab⸗ tbeilung des Louvre in Paris ähnlich. Eine Ecke ist die Copie eines Theiles der Vaudeville Theaters in Paris, und die Front auf der Vabash- Avenue ist im rein fran zösischen Style erbaul. Das Gebäude hat auf der Stalestrect eine Frontlänge von 254, auf der Vabash⸗ Abdenue eine von 125“ und auf der Monrealseite eine von Zimmer enthalten und Platz für 1000 Fremde baben. Das Pacific Hotel ist 325“ lang, 130“ breit und wird 475 Zimmer entbalten. Dieses Hotel ist im Renaissance⸗ Hotel mii 275 Zimmeen kostet 600,000 Doll. Diese Hotels werden alle im Mai für den Gebrauch fertig sein. [Die Hotels Auonahmen da. Viele andere Hotels, Geschäfishäuser und Privatbauten geben den obenerwähnten an Glanz Nichts nach, und man kann sich daher von der Schönheit des neuen kraft einen Begsiff machen. In Gebweiler im Elsaß ereignete sich am 6. b. 253“ Das Hotel, das sieben Stockwerke hat, wird 830 siyl erbaut und kostet ewa 800 000 Doll. Das Sherman 1 stehen keineswegs allein und als glänzende Chicago, aber auch von amerikanischer Thale partements der Marne durch die 6. Diviston, der Fall ein, daß ein katholischer Priester mit dem Frauen⸗ — * 0 . N 235 Die Güterbesitzer in der Gemarkung Friedberg kerden hiermit aufgefordert, ibre Herbsigewächse von ute an innerhalb acht Tagen von ibren Grundflücken kättelft Vergiftung vorgenommen werden kann. Fur 2. Nr 528. Klftr. 10. Hoffraithe in der Stadt. Sauere phosphorsauere Kalke(Superpdosppate) ohosphorit⸗Phosphat, das robe Knochenmehl er⸗ Billige Preise. 2569 Etwa 1000 bochstämmige Kern und Stein Obst⸗ bbäume, sowle Zwergstämme in verschledenen Sorten, bells zu künfflichen Formen vorgeblldet, können ab⸗ cgegeben werden in den Baumschulen von Bekanntmachung. entfernen, damit die Vertilgung der Feldmäuse Friedberg den 17. October 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. o uc a r. Hofraithe-Versteigerung— 36 Mittwoch den 23. October d. J., Vormittags u Ubor, soll in biesigem Rathh tuse die zum Nachlasse us Koppel Marx dahler gehörende Hofraltbe Gemarkung Friedberg. m letztenmale öffentlich meistdietend verffeigert und ei entsprechendem Gedot dem Letztbietenden alsbald ne Genehmigung ertheilt werden. Friedberg den 17. Octoder 1872. Groß berzogliches Ortsgericht Friedberg. Fü cd. Düngemittel der Chemischen Fabrik Griesheim 30 kr. bis fl. 25. Perspeetive von fl. 1. 45 kr. bis fl. 10. Stereoskopen mit Bildern; Microskopen in Mahagoni⸗ Barometer(Weckerform), läfichen; struction, à fl. 15. Lorgnetten in Elfendein und Schildkrot von fl. 1. 45 kr. bis fl. 5. 15 kr. Alle Brillen, Pincenez Mit Hülfe der Professor Jäger'sch Stande, für ein jedes, auch das schwächste Aug Das optische Lager von L. Hanau, Hof⸗Uhrmacher und Goldarbeiter in Friedberg, neueste Con- ꝛc. sind mit feinen 2862 ist durch directen Einkauf in Paris wieder aufs beste assortirt in: Goldnen Brillen für Herren und Damen von fl. 5. 48 kr. an. 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Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterbaltungs- Blatt Nr. 42 und eine Beilage.) ä Bett Vert kung Mit Zelt! daß d befte werd geset Anze erme Bet. schei 0 U — 5 und Bel