zer II. gescheiten u. Friedrich „ G heil ert Donnerstag den 18. Januar. M7. ber hessischer Anzeiger. Friedberger Intelligenzblatt. 1872. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Abonnement auf den Oberhessischen Anzeiger, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interefsantesten und bemerkenswerthesten Tagesbegebenheiten, besonders wichtige Neuigkeiten durch Extrablätter, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Rätbsel, Bilderräthsel ic. Das Abonnement beträgt bei der Verlags⸗Expedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel⸗ jährlich 47 kr. mit Bringerlohn. Inseratgebühren werden die einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit 3 kr. berechnet, bei Tabellen- und Ziffersatz mit 8 kr. — Der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗ brechung eintritt. Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neut Jahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Abbestellung erfolgt. Die Redaction. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Statistik der Bewegung der Bevölkerung. Friedberg den 15. Januar 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Pfarrämter und Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Indem wir Sie hiermit davon in Kenntniß setzen, daß Ihnen in den nächsten Tagen je ein Exemplar einer uns von Großherzogl. Centralstelle für die Landes ⸗Statistik zugekommenen„dritten Anleitung zur Anwendung der Instruktion für die Führung der Register über die Bewegung der Bevölkerung vom 31. Oktober 1862, unter Couvert zugehen wird, empfehlen wir Ihnen, die darin enthaltenen Bestimmungen, soweit sie bereits bestehende Vorschriften betreffen oder irrige Auffassungen berichtigen,— soweit noch möglich,— bei Führung der Register vom verflossenen Jahr, die ergänzenden resp. abändernden Bestimmungen aber vom 1. Jauuar 1872 an zur Aus⸗ führung zu bringen. e 0 — Deutsches Reich. Darmstad t. S. K. H. der Großherzog hat am 8. d. M. den Regierungs- Accessisten Dr. Wilh. Zeller aus Darmstadt zum Kreis- assessor ernannt. — Die großherzogliche Regierung hat den Ständen neuerdings die Nachweisungen über die definitiven Einnahmen und Ausgaben bei dem Bau und Betrich der Staatseisenbahnen und der Staats telegraphen, sowie bei der Eisen bahnschulden⸗ tilgungscasse während der Jahre 1866— 1868 übergeben. Es ist daraus zu entnehmen, daß bei der Main⸗Weser⸗ Bahn, deren Verwaltung mit dem 1. Aug. 1868 bekanntlich an Preußen über⸗ gegangen ist, in den drei Betriebsjahren einer Gesammteinnahme von 13,327,200 fl. 50 kr. eine Ausgabe von 8,363,606 fl. 51 ¼ kr. gegen- überstand, mithin ein Reinertrag von 4,963,591 fl. 58 ½ kr., der sich nachträglich durch Zahlungen für Militärtransporte auf 5,123,311 fl. 19 kr. berechnete. Die hess. Staatscasse erhielt hiervon 1,537,106 fl. 27½ kr., d. h. etwas mehr als 6 Proc. des Baucapitals.— Die Main-Neckar⸗ Bahn hatte in der gleichen Periode einen Ein— nahme⸗Ueberschuß von 2,581,877 fl. 51 kr.(Ge⸗ sammteinnahme 11,269,353 fl. 50 kr., Aus gabe 8 687,975 fl. 59 kr.) Als eigentliche Reinein- nahme wurden unter die betheiligten 3 Staaten vertheilt 2,293,545 fl. 39 kr., und es entfielen auf Hessen 986,716 fl. 41 kr., d. h. 6,17 Proc. des Baucapitals— die Eisenbahnbauschuld, welche sich Ende 1865 auf 11,353,167 fl. 28 kr. be— lief, betrug Ende 1868 nur noch 10,621,778 fl. 37 kr.— hatte sich also um den Betrag von 731,388 fl. 51 kr. vermindert. AF riedberg. Nachdem erst kürzlich Offen- bach die Gehalte der dortigen Lehrer regulirt hat (Maximum 1400 fl.) ist nun auch das 35386 Stelen zählende Bensheim an der Bergstraße diesem schönen Beispiele gefolgt. Vom 1. Januar 1872 an erhält jeder Vicar 400 fl. und jeper definitiv angeflellle Lehrer 600 fl. und von 5 zu 5 Jahren je 100 fl. Zulage bis zum Maximum von 900 fl., so daß jeder der gegenwärtigen Lehrer in Bens heim, der 15 Jahre definitiv angestellt ist, 900 fl. bezieht. Diese Thatsache ist sehr erfreulich und von Herzen gönnen wir den Lehrern in Bensheim diese den Zeitverhältnissen entsprechende Aufbesse⸗ tung. Aber, so fragen wir, wo bleiben denn die übrigen Städtchen in Hessen? Warum lesen wir nicht mehr derartige Beschlüsse? Auf, nehmt Euch ein Beispiel an Bensheim, Offenbach, Worms, Gernsheim und besoldet euere Lehrer, daß sie nicht mehr darben müssen! Auf Ihr Stadtvorstände verbessert die Lage Eutrer Lehrer! Was Bens heim, Bessungen ic. gekonnt, das könnt Ihr alle, wenn Ihr nur wollt. Sputet Euch, wenn Ihr Euere Lehrer behalten wollet, denn von überall he winken bessere Stellen und wenn ein Lehrer einmal fort ist, so werdet Ihr an den Ausspruch des Abgeordneten Keil von Fürth zu denken ge— zwungen sein:„Für 300 fl. bekommt man keinen Lehter mehr.“ viel Stellen gegenwärtig unbesetzt sind und han— delt, derweil es noch Zeit ist. Viele Lehrer warten nur die viel besprochenen Vorlagen ab und je nachdem diese ausfallen, erleben wir unter Um- ständen eine Massenauswanderung dahin, wo besser bezahlt wird. Wer seine Schuldigkeit thun soll, will sorgenfrei gestellt sein. Wohl darum den Städten, die zur Zeit erkannt haben, was ihnen noth thut! Darum nochmals:„Thut des— gleichen!“ Berlin. Zum Etat des Cultusministertiums beantragen die Abgg. Virchow, Müller und Karsten als Commissarien des Hauses; die Ge— hälter der Unsversitäte richter als künftig wegfallend zu bezeichnen und die Staatsregierung aufzu— fordern, einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher die Aufhebung der akademischen Gerichtsbarkeit aue spricht. — Bei der Berathung des Etats des aus- wärtigen Ministeriums im Abgeordnetenhause be— tonte Fürst Bismarck die Nothwendigkeit der preu— Bedenkt, Ihr Gemeinden, wie ßischen Gesandten an deutschen Höfen. Dieselben hätten wichtige Aufgaben zu erfüllen, die Stimmung der Bundesregierungen gegenüber den im Bundes- rathe beantragten Maßregeln zu erforschen und etwaigen Mißstimmungen getzen dieselben zu be— gegnen. Es handle sich hierbei auch um die Auffassung der Landtage, wobei Fürst Bismarck erklärt, er sei weit entfernt von der grundfalschen Theorie, daß dae Votum der Vertreter der Bundes⸗ staaten von der Zustimmung der Partikularland⸗ tage abhänge. Sämmtliche Positionen wurden mit großer Majorität angenommen. Bei der Be- rathung des Eisenbahn-Etats erklärte der Regie- rungstcommissär, das Budget sei so vorsichtig abgefaßt, daß der Regierung die Mittel zur voll⸗ ständigen Wiederherstellung des regelmäßigen Eisen⸗ bahnbetriebes nicht fehlen würden. Bezüglich des Systems der Eisenbahnbauten erklärte der Handels- minister, für die Zukunft daran festzuhalten, daß baue, den Bau von Nebenlinien aber der Privat- industrie überlasse mit staatlicher Beihülfe in Ge⸗ stalt von Fonds perdus. Dem Spstem der Zinsgarantie sei er von jeher abbold. — In Berlin verfolgt man gegenwärtig, wie- wohl die Beziehungen zu Frankreich momentan durchaus nichts zu wünschen übrig lassen, jeden Schritt und Tritt des unruhigen Nachbars auf- merksamen Auges. französischen Gouvernements gibt es, wie ein mit den deutschen Regierungskreisen in Contact stehen⸗ [der Correspondent der„Köln. Ztg.“ berichtet, verschiedene Versionen und Ansichten. Nach den Einen will Thiers persönlich den Frieden, hat auch ernstlich die Zahlung der weiteren drei Mil- liarden im Auge, glaubt sich aber nur dadurch halten zu können, daß er dem Nationalgefühl, das heißt dem Chauvinismus, einige Zugeständ— nisse macht. Dies wäre indessen jedenfalls ein gefährliches Spiel und könnte sich rächen. Be- denllicher nech lautet die andere Lesart, nach welcher die französische Regierung in der Voraus- der Staat Hauptstrecken(3. B. Coblenz Trier) Ueber die Zukunftspläne des N sicht, daß sie wegen der Zahlung der übrigen drei Milliarden einen Aufschub im Frühjahre 1874 verlangen müsse, die Verhandlung, auf eine neu organisirte Armee gestützt, mit besserem Nachdruck zu führen in der Lage sein wolle. Diese Rech nung bewegt sich ersichtlich schon auf abschüssiger Bahn und könnte Frankreich theuer zu stehen kommen. — Wie die„Börsen-Zeitung“ mittheilt, kam die Müblersche Angelegenheit auch bei dem letzten parlamentarischen Diner des Reichskanzlers(am Sonnabend) zur Sprache. Fürst Bismarck theilte, wie das Blatt„zuverlässig“ erfährt, einigen Herrn des Landtages mit, der Cultusminister habe beim Könige sein Entlassungsgesuch eingereicht und das- selbe sei vom Staatsministerium einstimmig befür- wortet worden. Demzufolge könne die Königliche Entscheidung jede Stunde erwartet werden. Köln. Das Kriegsministerium in Berlin hat dem Vorstande des biefigen Localvereins der Altkatholiken die staatliches Eigenthum bildende Garnisonskirche zur Abhaltung eines regelmäßigen Gottesdienstes bewilligt. München. Man erwartete schon am Neu— jahr einen großen Armeebefehl, derselbe ist aber bis heute noch nicht erschienen. Wie es heißt, soll die Pensionirung von über 200 Offizieren in Antrag sein, und in den Bedenken, die dagegen obwalten, der Grund der Verzögerung des Armce— befehls liegen. — Seit Einführung des neuen Fabrplans für die durchgehenden Bahnzüge auf der deutsch— italienischen Route über den Brenner gelangen dahier Britfe und Zeitungen aus Italien um 13 Stunden früher als sonst zur Ausgabe. Stuttgart. Gegen 300 Schriftsetzer haben dahier die Arbeit eingestellt und feiern. Viele derselben sind abgereist. Die Polizei warnt in Maukranschlägen vor Gewaltthätigkeiten. Das Weitererscheinen der Zeitungen ist gesichert. Metz. Ueber das Resultat der Volkszählung dahier erfährt die„Straßb. Ztg.“, daß dieselbe die Anwesenheit von 29,301 männlichen und 22,087 weiblichen Individuen, also eine Ge— sammtbevölkerung von 51,388. Seelen ergab; da⸗ runter befindet sich eine 10,955 Köpfe starke Militärbevölkerung. 1866 war die Gesammtbe— völkerung 54,817 Seelen und darunter ca. 8000 Militärs, mittzin ist eine Verminderung von etwa 6000 Stelen eingetreten. Ausland. Oesterreich. Wien. Wie aus einer sonst unterrichteten Quelle, nämlich dem Wiener Preß- büreau, verlautet, hätte die französische Regierung das italienische Kabinet in formeller Weise um Aufklärung über die Bedeutung und den Zweck der von demselben neuestens angeordneten mili— tärischen Vorkehrungen ersucht. Man wird indeß gut thun, die anderweitige Bestätigung dieser Nachricht abzuwarten, sie klingt etwas unglaublich. — Die internationale Telegraphen-Conventien wurde am 14. d. im Beisein Visconti-Venosta's, des Ministers des Aeußern, unterzeichnet und der telegrapbische Congreß geschlossen. Schweiz. Bera. Um dem Wunsche der Gesandtschaften mebrerer benachbarten Staaten zu entsprechen, ließ der Bundesrath durch das statistische Bureau aus dem Volkszählungs material von 1870 eine Zusammenstellung der am 1. December ge— nannten Jahres in der Schweiz befiadlichen Aus- länder ausarbeiten. Diese Zusammenstellung ist nun fertig geworden und weist folgende Ergebnisse auf: Es hielten sich am bezeichneten Tage in der Schweiz auf: Deutsche 57,243, Ocsterreicher und Ungarn 6231. Engländer 2274, Franzosen 62,226, Italiener 18,073, aus ubrigen Ländern 4734, Ausländer, deren Heimathbland unbekannt 123, im Ganzen 150,904. Frankreich. Paris. Von dem franzö⸗ sischen Clerus ist in dessen Hauptorgan dem„Uni— vers“ ein Kreuzzug gegen das Volksschulgesetz des Herrn Jules Simon eröffnet worden. An der Spitze stehen die Prälaten der Normandie, in erster Neihe der Cardinal Bonnechose von Rouen, nach dessen Vorgang dann auch der Erzbischof von Aix, der Bischof von Aire u. A. die Natio— nalversammlung mit Petitionen gegen den gott— losen Entwurf des Schulzwanges bestürmen. Der Bischof von Beauvais hält sich für verpflichtet, „trotz der Unpopularität, welcher eine solche Be— hauptung begegnen könnte“, zu erklären, daß der Mangel an Bildung lange nicht, wie man allge⸗ mein behauptet, die ärgste Gefahr für Frankreich sei. Der Erzbischof von Orleans schweigt noch und scheint die Blitze seiner Beredtsamktit für die Debatte in der Nationalversammlung aufzube— wahren. f — Das„Journal officiel“ meldet amtlich, daß Graf Harry von Arnim am 9. d. M. dem Präsidenten der Republik die Schreiben übecreicht hat, welche ihn als außerordentlichen Botschafter und Bevollmächtigten Sr. Majestät des deutschen Kaisers und Könige von Preußen beglaubigen. — Der Herzog v. Persigny ist in Nizza ge— storben. — Der Antrag Picard's, betr. Proclamirung der Republik als definitive Regierungsform, scheint aufgegeben zu sein.— Der„Moniteur“ ladet die Frauen Frankreichs ein, eine Substription zu eröffnen, um die Räumung der occupirten Departe— ments zu erlangen. — Am 1. März soll mit dem Neubau der Festungswerke von Paris begonnen werden.— Die Commission zur Untersuchung der während des Kriegs vorgekommenen Capitulationen hat sich zur Fällung eines sehr strengen Urtheils über den Marschall Bazaine veranlaßt gesehen. Die Armee— Cemmission hat, einer Depesche der„Indép. belge“ zufolge, beschlossen, daß alle diejenigen Soldaten, die nach Schluß ihres ersten Dienstjahres nicht lesen und schreiben gelernt, so lange bei der Fahne zurückgehalten werden sollen, bis sie diese Fertig— keiten erlangt haben. — Ueber die Thätigkeit der militärischen Com— missionen, welchen die Prüfung der Listen der Gefangenen aus der Communezeit obliegt, erfährt die„Indép. belge“, man habe die noch Inter— nirten jetzt in drei Kategorien getheilt. Die erste enthält diejenigen, welche sich am Aufstand be— theiligt, ohne irgend eine Charge zu bekleiden und ohne Verbrechen oder gemeines Vergehen begangen zu haben; es sollen dieselben nach und nach in Freibeit gesetzt werden. Die zweite Kategorie, die Unteroffztere der Commune, die abgesehen bieroon, ebenfalls schuldfrei sind, werden freige— lassen, bleiben aber unter Polizeiaufsicht. Vor cin Kriegsgericht dagegen werden alle Offiziere und solche Individuen gestellt, welche ein Ver— brechen eder gemeines Vergehen verübt haben. Man hofft nach Verlauf von 3 Monaten die Sache derart erledigt zu haben. — Man kennt jetzt die genaue Ziffer der— jenigen, welche in Paris während der Belagerung (vom 17. September bis 28. Januar) gestorben sind. Es sind im Ganzen 65,291 Personen, von denen 13000 vor dem Feinde sielen oder an den Wunden starben, die sie auf den Schlachtseldern erhielten. — Das„Journal officiel“ meldet, daß nach— dem Graf Arnim in Versailles und Vicomte v. Gontaut⸗Biron in Berlin als Botschafter empfangen worden sind, die bisher bestandene besondere Mission bei dem Obercommando der deutschen Occupationsarmee ihr Ende erreicht hat. Ueber dringende und lokale Fragen, die sich aus der militärischen Besetzung ergeben, wird in Zu- kunft mit dem deutschen Hauptquartier durch einen außererdentlichen Commissär verhandelt werden. Diese Funktionen sind dem Grafen Saint⸗Vallier übertragen worden. — Das„Bien Public“, das officiöse Organ des Präsidenten der französischen Republik, kommt nochmals auf die Nachricht zurück, der zufolge die deulsche Regierung in Versailles wegen der Reorganssation der französischen Armee und der Erhöhung des Militärbudgets Vorstellungen ge— macht.„Wir können“, so sagt dasselbe,„be— haupten, daß diese Nachricht vollständig unbe— gründet ist. Die Beziehungen des Cabinets von Versajlles motiviren solche Voraussetzungen nicht, und dann ist auch nichts im Frankfuster Vertrage, was sie rechtfertigen könnte.“ Versailles. In der Nationalversammlung befürwortete Thiers in längerer Rede die Besteue- rung der Rohstoffe, welche der einzig mögliche Modus wäre, indem er zugleich an den Pattio- tismus der Versammlung appellirz. Die Regie- rung habe vor Allem zwei Aufgaben, ersteus das Uebereinkommen von Bordeaux, dessen Bruch un⸗ berechenbare Nachtheile zur Folge haben würde, unter den Parteien aafrechtzuerhalten, und zweitens alle Apstrengungen zu machen, um nicht nur die politische, sondern auch die intellectuelle Anarchie zu verhindern. Die Rede des Präsidenten wurde seht beifällig angenommen. Belgien. Brüssel. Der„Etoile belge“ zufolge haben in mehreren Gruben des Kohlen- beckens von Charleroi bedeutende Arbeitseinstel— lungen stattgefunden. Bis jetzt find keine Unord— nungen vorgefallen. Die Directoren der Graben beschlossen, die Arbeiten so lange, als es noth— wepbig erscheine, ruhen zu lassen. Großbritannien. London. Eige De⸗ pesche der„Times“ meldet aus Paris: Der fran— zösische Finanz- Minisier sandte letzten Freita n 84 Millionen Francs in kurzsichtigen Wechseln auf London und deutsche Plätze nach Berlin. Eine gleiche Sendung soll am 27. d. erfolgen. — Der schwedische Gesandte erklärt in einer Zuschrift an die„Times“, die Mittheilung einer Correspondenz dieses Blattes, wenach ein Artikel des Journals„Aftonbladet“, welcher heftige Aus- fälle gegen Deutschland enthielt, von dem König von Schweden bertühre, sei unbegründet. Der König habe sich niemals mit Zeitungspolemik beschäftigt, sondern nur einige Gedichte unter der Chiffte„C“ veröffentlicht..— Der„Times“ zu- folge beabsichtigt die canadische Regierung, eine Eisenbabn durch das britische Gebiet bis zum stillen Octan zu bauen. Amerika Die Regierung von Columbia, schreibt die„New. Handelszeitung“, ist banquerott und nicht im Stande, ihren Verpflichtungen gegen die Regierung der Verein. Staaten nachzukommen. Der Gesandte Columbig's in Washington har um ine vierjährige Stundung nackgesucht, da seine Regierung nicht in der Lage ist, die Summe don 147,000 Dollar, welche selbe gemäß den Ver⸗ trägen der Jahre 1857 und 1867 an die Re- gierung der Ver. Staaten schuldet, zu bezahlen; auch hat selbe seit dem Jahre 1868 keine Ab- schlagszahlung geleistet. Frankfurt. Vor einigen Tagen stellte sich ein Fremder aus Stuttgart in einem biesigen Hotel auf die Brüstung seines Fensters, durchschnitt sich mit einem Rasir⸗ messer den Hals und stüczte so auf bas Pflaster aus be⸗ trächtlicher Höhe herab. Die Schnitiwunde in Verbindung mit der totalen Zerschmetterung des Schädels dewirkten augenblicklichen Tod. Der Uuglückliche defand sich im Besitz von mehreren Tausend Gulden. Bonn. Bezüglich des für dieses Jahr in Aussicht genommenen deutschen Turnfestes theilt man mit, daß die Stadtwerordneten-Versammlung in Bonn den Stadtratb ermächtigt habe, die Erfüllung der vom General-Commando des 8. Armee⸗Corps für Ueberlassung des Zelttagers ge⸗ stellten Bedingungen zu übernehmen. Es ist damit wieder ein Schriet zur Sicherung des Festes gethan. Aus Bayern. In den obecbayerischen Bergen liegt eine ungeheure Masse Schnee. In der Jachenau hat sich ein Bauer von seinem ganz eingeschneuten Hause zwei Gänge unter dem Schnee gegraven; der eine führt zur Kirche, der andere zum Wirthshause. Leipzig. Am Abend des 11. d. passirte auf der Tour von Berlin nach München ein Extrazug mit vier verschlossenen Wagen und kostbarer Ladung bier durch. Die Wagen entgielten 37,600 Pfd. in Gold- und Silber⸗ barren und geprägtem Salber. Berlin. Als in diesen Tagen— so berichtet die Trivüne— ein in der Bernburger Straße wohuhafler Adjutant des Kronprinzen mit seiner Gemaplin seine Wohnung verlassen, klingelte es au derselben, worauf der einzige sort auwesende Diener öff eie. Zwei fein ge⸗ kleideie Herren traten ein und begehrten die Herrschaft zu sprechen. Als ihnen gesagt wurde, dieselbe sei nicht zu sprechen, baten sie um Papier und Feder. Der Diener öffnete ein Zimmer, wurde aber nunmehr von den Ein- getretenen überfallen und chloroformirt. Die Räuber baben unter anderen Werthgegenständen auch eine goldene Uhr, die auf der Rückteite das Bildniß des Kronprinzen trägt(ein Geschenk desselden) nebst starker goldener Kette, sowie ein Packet Coupons entwendet. Metz. Die„Zeisung f. Deutsch⸗Lolbringen“ erzählt Folgendes von zwei Hyänen des Schlachifeldes: Schon seit längerer Zeit beklagten sich die Bewohner jener Ort— schaften, in deren Nähe die gefallenen Thiere und Menschen massenweise beerdigt liegen, daß Gräber sich Nachts öffnen 2 klärte auf von hiest dürste we Herten lassen l — 90% U Jehung 12 Frein meindewa! sorümente 8 2 Fa 1 Die soll ein de geeigneter vrrsteiger Rei ung tintt n Ariel und in unbegreiflicher Weise durchwühlt werden, waren wohl gar der Ansicht, das ginge nicht mit richtigen Dingen zu, es müßte spuken u. s. w. Die beiden in Moulins stationirten Grenzausseber R. und F., welche von verschiedenen Seiten aus auf die Gespenster ausmerk— sam gemacht worden waren, beschlossen vergangene Nacht, trotz des abscheulichen Wetters, in desagter Gegend zu paltouilliren. Sie fanden die Aussage der Baueru ganz richtig, die Gräber öffneten sich, zwar nicht von selbst, sondern mit Hülse von Spaten, Hacken u. s. w., welche von zwei Metzer Strolchen ziemlich geschickt gehandhabt wurden, und daraus ersichtbar war, daß unsere Hyänen den einem hiesigen Wagenverleiher zugebörigen Karren mii fünf Maltersäcken voll Knochen verschiedener Art und Gattung neben sich gehen hatten. Dieselben wurden von den besagten Grenzaufsebern nebst Karten und Knochen, sowie noch leeren Säcken der diesigen Polizei-Behörde überlieser! und dürfte denselben, falls eine Arztliche Ex⸗ pertise das Vorbandensein von Menschenknochen bestätigt, eine schwere Strase bevorstchen. Einer der Burschen er⸗ klärte auf Befragen, daß die noch ziemlich frischen Knochen von biesisen Leimsiedern geschätzte Artikel seien, jedoch dürfte wohl mit Sicherheit vorauezusetzen sein, daß die Herren Leimsteder diesen Artikel wohl werden fallen lassen müssen. Berloos ungen. 3% Preußische Prämien- Anleihe Gewinn⸗ Ziehung am 15. Januar. Haupipreise: Nr. 33544 25,000 Thlr., Nr. 79487 10.000 Thlr., Nr. 66466 botenen erstreckt sich auf alle Zweige des politischen und 2000 Thlr., Nr. 106914 1000 Tor., Ni, 22680 und soctalen Lebens, der Wissenschaft und Kunst. Dem Ver— 116212 je 500 Tolr. u. s. w. ständniß des Textes gehen die vorzüglichsten Illustrationen Madrider Loose. Ziebung am 2. Jan. Nr. 365927(jäbrlich über 1000 Abbileungen), welche nicht, wie bei 100,000 Fr., Nr. 169827 und 180046 je 2000 Francs, äbnlichen Unternehmungen, andern Journalen entlehnt, Nr. 65199 134261 181887 und 403686 je 1000 Fr., sondern nach Originalzeichnungen geschuitten sind, er— Nr. 53041 59370 129404 207672 258917 300113 gänzend zur Hand. Die Anregung, Unterbaltung und 415060 419385 419734 und 422666 je 300 France, Belehrung, welche bie Illustrirte Zeitung für alle Kreise Nr. 3729 31597 63485 96683 98084 112963 171414 kictet, empfishlt ihre Anschaffung nicht nur Lesegesell⸗ 189905 192026 203309 252313 255903 262026 266249[schaften, Muscen, öffentlichen Bibliotheken 280365 312991 314868 341642 346270 364173 568268 und Hotels, sondern auch einer jeden gebilbeten Familie, 396381 und 413461 je 200 Fr. und ist ihre Anschaffung durch den verhälinißmäßtg billigen Petersburg, 15. Jan. Bei der heute stattgehabten Pecis(vierteljäbtlich 2 Thaler) erleichtert. l Prämienziebung der russischen Prämien-Auleihe vom Jahre 1864 fielen folgende Haupttrefser: Auf Serie 341 Frankfurt a. M., 15. Jan. Die heutige Medio⸗ Nr. 11 200,000 Siiber⸗Nubel, S. 9884 Nr. 21 75,000 Regulirung verlief unter einem äußerst günstigen Stern. S. N., S. 4430 Nr. 7 40.000 S.⸗R., S. 11478 Nr. 27] Die Prolongationen stellten sich sehr leicht. Geld war „R., S. 2394 Nr. 24, S. 8194 Nr. 42 und] teichlich angeboten und waren die heutigen Coutrse be— Nr. 46 je 10,000 S.⸗R., S. 2673 Nr. 39 deutend böher, als an der Samstags-⸗Börse. Wiener . 2847 Nr. 43, S. 12078 Nr. 36 7934] Bank⸗Actien überschritten 900, Sreditactien 355½ umge⸗ 8000 Nr. 47 61, S. 14863 Nr. 9. S. 9695 setzt. Staatobahn 419. Für östr. Loose trat in Folge Nr. 41, S. 15939 Nr. 39, S. 11058 Nr. 9, S. 7603] der von Wien hierfür gemeldelen höheren Nolirungen Nr. 32, S. 9879 Nr. 18 und S. 2956 Nr. 30 je 5000 S.⸗R. eine Preissteigerung von 2% ein und wurden 1800er 1 Loose bis 94½ bezahlt. Die Hausse ziebt immer einen größeren Kreis, und scheint ses, daß alle bis jetzt noch — 0 89 22 — 2 5528 — ( D ( „Wer Vieles bringt, wird Jedem Etwas zurückgebliebenen Effecten nach und nach an die Reihe [bringen.“ Auf 21 Folioseiten bringt die Neujahrs-kommen sollen So z. B. wurde Frankfurter Wechsler⸗ nummer der Illustrirten Zeitung einen so reich- bank heute bis 110 bezahlt, Oestr. Rudolphbahn 175. Nur baltigen und mannigialligen Stoff, wie er in keinem] in Silberrente hal das Geschäft bedeutend nachgelassen, äbulichen Unzernehmen zu finden ist. Die Fülle des Ge- dieselben gingen beute zu 64 um. Holz ⸗Verstei gerung. 125 Freitag den 19. d. M. kommen im dicsigen Ge⸗ meindewald, Distrikt Auwald, nachverzeichnete Holz- sortimente zur Verstelge rung 28 Naummeter Eichen-Scheitboln 22 1„ Prugelbolz 52½ 5 0 Stochbeln 4½* 4 Wellen 51 Eichen⸗Stämme Die Zusammeakunft ist 10 Ubr. Assendeim am 13. Jaruat 1872. Großherzogliche Bürgermeifleret Assenbeim Be ft. Faselochs⸗Versteigerung. 122 Dtenstag den 23. d. M., Vormittags um 11 Übr, soll ein det hiesigen Gemeinde gehörendet, zum Schlachten geeigneter Jastlochse im Ralhdause dadiec meistbietenr verstetgert werden. Reicheloebelm den 13. Januar 1872 Großberzogliche Hürgermeisteret Reichelsheim. Sch mir. Eichenlohrinden-Versteigerung. 147 Die diesfäbrigen Erttäge der Eichenlebtinden aus dem Gemeindewald von Selters mit citea 250 bis 300 CTentner, sowte aus dem Gemeindewald von Wippenbach mit circa 150 Centner kommen Montag den 29. Januar l. 3. Vormittags um 11 Uhr, auf dem Bureau Grohberzoglicher Bürgermeisterei Selters zur öffentlichen Versteigerung. Sellers und Wippenbach den 15. Januar 1872. Gtoßberzogliche Bürgermeistertt Selters und Wippenbach. 21416 K 1 i. am Auwald Morgens Vergebung von Bau- Arbeiten. 130 Die zur Derstellung der Wetierbtücke in Bruchen⸗ brücken erforderlichen nachstebenden Arbeiten nebft Malerial-victerung, vetanschlagt zu: fl. kr. 1) Mauxcrarbeit 366 24 2) Steinbauerarbeit 736 45 3) Zimmerarbeit 159 28 4) Malertal⸗Leferung 651 42 5) Chaufsirarbeit 11 24 ollen auf dem Sub misslonswege an die Wentgsifordernden vergeben werden. Die Abgetote haben in Procenten lu gescheben und find verslegelt, versehen mit Aufschrift: „Sub missien für de..... Arbelt der Brücke zu Bruchenbrücken“ längstens bis zur Eröffnung Mittwoch den 24. l. Mie., Nachmittags 2 Uhr, bel uns einzu- telchen. Pläne, Bedingungen neb Voranschlag liegen auf unterzeichnettem Bürcau zur Einficht offen. f Bruchenbrücken am 15. Januar 1872. Groß berzogliche Bürgermetsterei Bruchendtrücken. Wagner. Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Vataloge verde auf Verlangen pottofrei verssudt, Obligations„Ver oosung. Par 8 8 g n l 0 69 In Heuberger's Verlag in Bern ist erschenen 146 In der deute fatigedabten Gemeinderalbsversamm⸗und in allen Buchbandlungen zu haben in dritdberg lung wurde die nachsledend verzeichnete Partial⸗Obli⸗ bei Bindernagel& Schimpff: gation durch das Loos auf den 1. April J. J. zur Na ch Amerika! Rückzablung besteimmt Handbuch für Auswanderer Nr. 162 über 100 fl. Der Inhader dieser Nummer witd diermit von 81 N 10 1 65 erf 2 aN a e e e ier ver nac eigenen Etsaprungen geschrleden, nebst einer An⸗ dhe zum ctlung zur schnellen Erlernung der englischen Spracze. 1. Aprild J. dei dem Gemeinde Einnebmer dadier in Bon Conrad Conzett. Empfang zu nehmen, da von diesem Tage an die Ber- 8e. eleg. br. Preis 54 kt. zinsung aufhört Ern zuverlässiger Ralhgeber für den Aus⸗ Gleichzeitig ergeht dienmit wieder dolt die nochmalige wanderer nach Amerika, der iom tren und wahr üder Aufforderung an den Vestßer der im Jabre 1870 schen ales Auskunft gidt, was idm för die Reise, den orrloosten Obligation NI. it üder 100 fl, welche ersten Aufenthalt in Amerika, den Apkauf von Land und bis jetzt zur Rücktablung noch nicht präsentert worden den Verkehr mit ver Bevölkerung wissenswerih ist. Die fl. diesen Kapttalbettag um so gewisser sosort in Em, Zeuilleton-Beilage zur Gartenlaube nennt dieses Pand⸗ pfang zu nehmen als schon vom 1. April 1870 keine] duch mit vollem Recht sein wirklich redliches und gründ⸗ Verunsung gedachter Odugation mehr slattfindet. liches Büchlein.“ Okarden am 1. Janudtf 1872. UTC... ͤͤ ˙ A Großberzoglide Bütgermeiseret Okarden. g. 8 1 Sen e— Drei steinerne Schweintröge, Müͤhlen-Verpachtung. e e de Jauer d ach. Artedbderg. P. Lebeau. 4 Mitwoch den 24. Januar l. J. läßt der— ä(( unterzeichnete seine Möhle, die sog. Oder 138 Ein junger Meusch, mit den nötbigen Schulkennt— mühle bet Nautebach v. d. H., destebend in—— verseden, kann det 3 Jadren Lehrzeit und freiem K Mabl und Oelmüdte mit gutem Gefäll und ittaags- N n M die Handlung ansehnlichet Wasserkraft, nebst etwa 24 Morgen Aeckern lisch in Frankfurt a. M. erlernen. und 8 Moruen Wtlesen auf 6 Jahre detpa dien. Auf] Näberes bei Bindernagel& Schimpf Verlangen kann die Mudle mit oder obne Javentar f Ein dunkelbraunes Wallachpserd, abgegeden werden.— Zauerbach v. d. H. den 16. Januer 1872. 6 Jaber alt, dehl Im Perkausen bet 181 Dorbeim. H. Reuß. 145⁵ Johs. Schmidt IX. 5 Geld Cours. Frankfurt am 16. Januar 1872. Meinen Burggarten, 140 sowie ein halbes Viertel Land auf dem Krämer will ich aus freier Pand verkaufen oder vervachten. preußische Friedrichsd'er. f. 9 37—38 Dr. Pilger, Hofrath. eien e s den„ 91042 ——— 8 1. 10. Stücke„ 9 53—53 ucaten 1„ 5 81—33 2 5 f i ilt! Ducaten al marce. en * Jtdts Itiden wird gründlich geheilt! eee ee e e ee 107 desonders Rheumatismus, Gicht, Englische Sove rein.„ 11 45—47 Hexenschuß, Jsschias und Magenleiden Mussische Imperiales Ie senses unter Garantie durch Debate in GG 61447 25% Mardurg, Hessen. D. Schinke, Nat. Aft. Fruchtprei fe. — Per Malter. 8 Friedberg, 16. Januar. Waizen 15 fl. 15 tr.; 5H and c Ul E scor 10 fl.— tr.; Gerüe 7 fl. 50 kr. 3 Haier 5 fl. 10 kr. Frankfurt, 15. Januar,(200 Zollpfund.) Warzen 15½% Nor: 11½—11½; Gerte—; Hafer 8½—9; Rüböl(100 Zollpfd.) ohne Faß 27½; Brannt- wein(50% Tr. per 160 Lit.) obne Faß—. Grünberg, 13. Januar. Waizen 15 fl. 30 kr. Cor) 11 fl. 20(r.; Gerne 7 fl. 38 tr. Hafer 4 fl. 35 kr. z Molter 9 fl. 50 kr.; Erbsen 10 fl. 50 kr. 3 Linsen— fl. — kr.; Saamen 16 fl. 15 kr.; Kartosseln 3 fl. 14 kr. Mainz, 12. Jauuar. Waizen 15 fl. t kr.z Korn 0 11 fl. 5 kr. z Gerste— fl.— kt.; Hafer 9 fl. 35 kr.; I E U I E I Kartoffeln 5 fl.— kei; Reggenstrob per 100 Gedund 25 fl. 0. und Unterhosen raclilisc N iedbert 89 zu waschen und zu revartren wird bestens desorgt. J Weng. Wohnung bet Herrn Schubmachermeister Staubi, Engelsgasse Nr. 336. Wollene und baumwollene Iscaclitischer Goltesdiensl in Friedberg. 66 zu verschledenen Preisen bei Beginn: ö Freitag Adend 3½ Ubr. K. Friedrich neben der Post in Friedberg.. Samstag Morgen 81 1 Ur. ———— r ͤ————————— —— Für Land und Ackerwirthe. 1. Engl. Futterrüben-Samen. Diese Rüben, die schönsten und ertragreichsten von allen jetzt bekannten Futterrüben, werden 31 Neuzoll dis 1 Meter(1—3 Fus nach alt. Maaß) im Umfange groß und 2½ Kllogramm, ja 5-7 ½ Kilo⸗ gramm(5, 1015 Pfd. Zoll- Gewicht) schwer, ohne Bearbeitung, denn sie verlangen weder das Hacken noch das Häufen. Ote erste Aussaat geschieht, sobald es die Witterung erlaubt, Ausgangs März oder im April. Die zweite Aussaat im Junt, Juli auch noch Anfangs Auguß und donn auf solchein Acker, wo man schon elne Vorfrucht adgeerntet dat, z. B. Grünfutter, Frübkartoffeln, Raps, Lein und Roggen. In 14 Wochen sind die Rüden vollfländig ausgewachsen, und werden die erstgebauten bis zum Anfang des Winters verfüttert, dagegen die zuletzt gebaulen zum Winterbedarf aufbewabrt, da dieselben bis im bohen Frübjahr ihre Nahrbaftig⸗ keit und Dauerbaftigkett dehalten. Das ½ Kilogramm(1 Pfd. Zoll⸗ Gew.) Samen von der großen Sorte koftet 2 Thlr., Mittelsorte 1 Thlr. Unter 125 Gramm(¼ Pfd. Zoll- Gew.) wird nicht abgegeden. Aussaat pro 2500 UMeter(1 Morgen alt. Maaß) 250 Gramm( Pfd. Zoll⸗Gew.). 1 15*—*— 2. Bokharascher Riesen-Honig-Klee. Dieser Klee ift so recht berufen, Fulterarmutb mit einem Male abzubelfenz; denn er wächst und gedeiht nicht allein auf gutem, sondern auf jedem leichten Boden, sogar auf solchem, wo weißer Klee nicht mebr fortkommt. Er wird, sobald offenes Wetter eintritt, gesäet und gibt im ersten Jabre 3— 4 Schnitt und im zweiten Jahre 5—6 Schnitt. Man kann denselben unter Gerste und Hafer säen. Mit letzterem zusammen geschnitten, gibt er ein herrliches Futter für Pferde, auch ist der Klee seines großen Futterreichthums wegen ganz desonders für Milchkühe und Schaafvieb zu empfeblen. Vollsoa: pro 2.500 OMeter(1 Morgen alt. Maaß) 6 Kilogramm(12 Pfd. Zoll⸗Gew.) mit Gemenge 3 Kllogramm(6 Pfd. Zoll⸗Gew.). Das ½ Kilo- gramm(1 Pfd. Zoll Gew.) Samen ächte Original- Saat kostet 1 Tbir. Unter 125 Gramm(½ Pfd. Zoll⸗Gew.) wird nicht abgegeben. 3. Schottischer Riesen-Turnips-Runkel-Rüben- Samen. (Champion Lellow Globus.) Zum ersten Male in den Handel gebracht. Diese Rüben baben ganz glatte Form, fast obne Nebenwurzel, orangefarben ßleisch und große saftreiche Blätter; im liefgeockerten Boden werden die Rüben 9—11 Kilogramm(18—22 Pfd. Zoll⸗Gew.] schwer. Da der Samen doppelt gereinigt ift, so beträgt die Aussaat pro 2.5000 UMeter(1 Morgen alt. Maaß) nut 1½ Kilogramm(3 Pfd. Zoll⸗ Gew.). Das ½ Kilogramm(1 Pfd. Zoll-Gew.) kostet 20 Sgr. Eine Kultur⸗ anweisung wird jedem Auftrag beigegeben. Es offtrirt diese Samen: Ferdinand Bieck in Schwedt a. O. Frankirte Aufträge werden mit umgebender Post erpedirt, und wo der Betrag nicht beigefügt, wird solcher per Postvorschuß entnommen. 143 Wir erlauben uns darauf aufmerksam zu machen, daß unsere Leihbibliothek unter anderen mit folgenden neuen Werken ergänzt wurde: Armand, Der Krösus von Phila—— Sorgenlose Stunden in heiteren Reid, Capitäne Mayne, Blanche. delphia. 4 Bde. Geschichten. 2 Bde. Roman aus zwei Welten. Aus dem Braddon, M. E., Enilarvt. Roman Höfer, Edmund, Land und See. Englischen. 4 Bde. e aus dem Englischen. 4 Bde. Noveilen. 2 Bde.. Schücking, L., Deutsche Kämpfe. 3 J., Die Königin im Traum. Aft 1 5 1 v. See, Von Rhein und e. 5 8 Carion, Fr., König August und sein 15 5 A, Die Enterbien. Ae d r th Den p W d. K. el 3 B0— Der Nonnengrund. 2 Bde. Steffens, A., Standes-Vorurtheile. 3 ee 8 de. Mühlbach, L., Kaiser Joseph und Roman. 4 Bde. f Gerstäcker, Fr. In Mexiko. 4 Bde. sein Landesknecht. 1. und 2. Ab⸗ Temme, J. D. H., Ein Gottver⸗ — Der Flatbootmann. theilung. 8 Bde. trauen. 5 — Der Wahnsinuige. Polko, E., Frische Bläfter. Volkshausen, Ad., Das Kind aus Habicht, L., Zwei Höfe. 2 Bde. Raimund, G., Durch zwei Men⸗] dem Ebräergang. Raman. 2 Bde. Hackländer, F. W., Der letzte Bom] schenalter. Waldmüller, R., Das Vermächt⸗ bardier. 4 Bde. Rau, H., Deulschlands Kassandta.] niß der Millionärin. 3 Bde., W Französische und englische Werke. Lesegebühren pr. Tag 2 kr., pr. Monat 30 kr., zwei Bände 45 kr. Abonnements können zu jeder Zeit erfolgen. Friedberg. Bindernagel& Schimpff. —— 2 Wir halten bei Vorkommen sowohl für kleinere wie größere Aufträge unser Central⸗Bureau für Inserate bestens empfohlen. Die uns übergebenen Annoncen werden sofort direct an die betr. Zeitungs⸗ Expeditionen befördert und nur zu den Ortginalpreisen der Zeitungs Expeditionen berechnet, Kosten⸗ voranschläße graus und umgebend. Größere, umfangreiche Aufträge nach Vereinbarung zu möglichst günstigen Bedingungen, Belege gratis und Uebersendung derselben nebst Rechnung franco. Jäger che Buch, Papier- und Landkarten Handlung. Frankfurt a. M., Domplatz Nr. 8. * 2** 0 Kalender für 1872.“ Hermann Vechstein Landkalender, durchschossen 6 kr. 5„ E. 7 Hess. 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Sollten Zeichen abdanden gekommen sein, so können die Stoffe doch verabfolgt werden. Friedberg, 15. Januar 1872. A. Metzendorf, Schnfärber. 82 Ein gesetztes Frauenzimmer aus guter Familie wird zur Stütze der Hausfrau gesucht. Näbere Auskunft wird im Hötel Trapp ertheilt. 142 Tüchtige Agenten für eine Feuerversicherungs⸗ Gesellschaft werden gesucht. Offerten snd M. D. 833 an dte Annoncen⸗Expedition von G. L. Daube e Cie. Frankfurt a. M. 1 Danksagung. 139 Für die mir in meiner Kraykheit so vielfach be⸗ wiesene Theilnahme meinen berzlichsten Dank. Friedberg den 15. Januar 1872. Dr. Pilger, Hofrath. Uuhret Flammkohlen 130 bet Abnabme von mindestens 20 Centner 2 38 kr. pr. Centner, Doppelwaggon 40 Thlr. Ph. Dan. Küm mich. Todesanzeige und Danksagung. 149 Am 13. d. M., Abends gegen 8 Uhr, starb nach längerem Leiden unsere innigst geltebte Gattin, Mutter und Schwiegermutter Louise Schwarz, geb. Cassella, in ihrem 54. Lebensfahre. Mit dieser Todes⸗ anzeige zugleich unsere Dankfagung für die uns bel diesem Trauerfalle gewordene Theilnahme verbindend Meier Schwarz, Groß h. Hoftaxator. Johannette Arnstein, geb. Schwarz. Meier Arnstein. f Todes Anzeige. 148 Heute Morgen ½ vor 10 Uhr starb 75 Jahre alt an den Folgen einer Brustentzündung nach kurzem Krankenlager sanft und gostergeben mein theurer Bruder, der penfionixte Großherzogliche Seminarlehrer Professor Wilhelm Roth, was ich seinen zahlreichen Freunden und Be⸗ kannten mit der Bitte um stille Theilnahme hier⸗ durch mittbeile. Die Beerdigung findet Donnerstag den 18. Jay., Nachmittags 4 Uhr, statt. Friedberg am 16. Januar 1872. Die trauernde Schwester. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. * 4 1 3 1 ich de 1 Glacée-Nandschuhe, Fre g ch ber darm ze datarsen. 5, Pilger, Hoftalh Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu eine Beilage.) Zeit! Gtenz Was das Hegi Meigul erreich! bluͤhen — au für de fürste derkün Jortse das 7 bestim kampf dazu rühri Unter Dr. 8 aaf der 850 duden und iu ustern 1 ed 802 r irn Le. „% Ferm Feen 12 etertrehirs, rdnte durch 1 der destedte tee Zins, Maaß un chimpff u Ander, Neße be 5015 11 t t Her- 1 2 des. dincker. tt Jane 5 pen. stertge M b. L baude ale, Oberhessischer Anzeiger. n: Aufruf. Weit verbreitet lebt im deutschen Volke der Wunsch, dem Andenken an die gewaltigen Ereignisse der jüngst vergangenen großen Zeit bleibende Wahrzeichen zu widmen. Schon steigen sie zahlreich empor in allen deutschen Gauen; Friedenseichen rauschen von Grenzrain zu Grenzrain und manches Denkmal von Stein oder Erz wird der heimatblichen That von heimathlicher Hand bereitet. Was aber das deutsche Volk gemeinsam errungen in einmüthiger Erbebung, seine Einigung, die Wiederaufrichtung des deutschen Reichs, das will gemeinsam gefeiert, der nationalen That soll ein Nationaldenkmal geweiht werden. Dasselbe darf nur da seinen Platz finden, wohin sich beim Ausbruch des Krieges des deutschen Volkes Zorn und seine Begeisterung in unwiderstehlichem Strome ergossen; wo Deutschlands Wacht war, muß Deutschlands Ehrendenkmal sich erheben. Wo am Ausgange des Aheingaues, weite Rebengelände überragend, der Niederwald ansteigt und seine Hügel in sanfter Neigung zum deutschen Strome sich herabsenken, sichtbar vom vorüberbrausenden Dampfer aus und dem Schritte des Wanderers leicht erreichbar;— wo des Auges weite Schau über den anmuthigsten Wechsel von Wald und Flur, von gewerbreichen Städten und blühenden Dörfern hinweg zum fernen Saum der Vogesen hinüberreicht;— wo die bedrohte Nahe Schutz fand beim sichern Rhein; — auf dem Felsen, wo Deutschlands Fuß feststand von der Römer Zeiten her bis auf den heutigen Tag,— da ist die Stätte für den Malstein deutscher Kämpfe, deutscher Siege, deutscher Einigkeit. Hier zogen die Kaiser vorüber, wenn sie neu gekrönt ihren Umritt hielten durch das deutsche Land, hier sah man die Kur— fürsten nach dem Königstuhl wallen. Aber hier hat auch in neuerer Zeit weise Fürsorge dem Gewerbfleiße die Bahn gesprengt, hier verkünden in gedrängter Folge Hunderte von Bahnzügen und Fahrzeugen eine Stätte der Bildung, des Wohlstandes, des allseitigen Fortschritts, während aus Strom- und Waldesrauschen der erfrischende Hauch der deutschen Natur- und Sagenwelt weht. Hier soll, umgeben von Weinbergen und blühenden Wohnsitzen, hoch uͤber den Burgen des Mittelalters das Kunstwerk ragen, das Deutschland und seine Erhebung durch Kriegs- und Friedensthat, durch Waffensieg und politische Wiedergeburt zu verhertlichen bestimmt ist;— in welcher Form, ob als plastisches Kunstgebild, ob als edles Bauwerk, das wird dem Rath und dem freien Wett— kampf der deutschen Künstlerwelt anheimgestellt sein. Die Unterzeichneten haben sich vereinigt, um diesem Gedanken die Ausführung zu sichern. Nicht karger Mittel werden wir dazu bedürfen; aber unerschoͤpflich fließt der Born, wenn er nationaler Zustimmung entströͤmt, wenn Aller Gemüther und Hände rührig sind, ihren Stein zum Bau heranzutragen. In dieser Zuversicht wenden wir uns an alle Vaterlandsfreunde daheim und in der Ferne mit der Bitte um Förderung des Unternehmens, an die deutsche Presse zumal mit dem Ersuchen, um Verbreitung unseres Aufrufs und Annahme von Beiträgen. Berlin im November 1871. Dr. Achenbach, Geheimer Ober-Regierungsrath in Berlin. von Ammon, Geheimer Justizrath in Cöln. Andreae, Commerzienrath in CTöln Arndts, Regierungsrath in Wiesbaden, Mitglied des Preußischen dane der Abgeordneten. Graf von Arnim-Boytzenburg, Mitglied des Reichstags. Dr. Becker, Buürgermeister in Dortmund, M. d. R. von Behr⸗Schmoldow, M. d. R. Bene, Spediteur in Ober-Lahnstein. R. von Bennigsen, Landesdirector in Hannover, M. d. R. Graf von Bethusy-Huc, M. d. R. Bleichröder, Geheimer Commerzienrath in Berlin. Bloem J., Advocatanwalt in Düsseldorf. Bode, 15 logerichtsditeckor in Braunschweig, M. d. R. von Bonin, Wirklicher Geheimer Rath, Staateminister a. D, M. R. Boos, Oberbaurath a. D. in Wiesbaden. Borsig, Geheimer Commerzienrath in Berlin. von rei iich. Gebeimer Regierungsrath z. D., M. d. R. Dr. Carl Braun, M. d. R. Carl Brentano, Gutsbesitzer in Geisenheim. Buzzi, Kaufmann in Frankfurt a. M. von Cramer⸗-Klett, Reichsrath in Nürnberg. von Dachröden, Schloßhauptmonn in Berlin. von Davier, Landrath, M. d. R. von Dechen, Wirklicher Geheimer Rath in Bonn Denninger, Fabrikbesitzer in Mainz. von Denzin, Rittergutsbesitzer, M. d. R Freiherr von Diergardt in Bonn. Diez, Kirchenrath in Biebrich. von Diest, Regierungs-Präsident in Danzig, M. d. R. Theodor Dilthey, Kaufmann in Rüdesheim. Dr. Ebner in Frankfurt a M. Eckhard, Anwalt in Mannheim, M. d. R. Dr. Elben in Stuttgart, M. d. R. Graf zu Eulenburg, Oberburggraf und Regierungs- Präsident in Marienwerder, M. d. R. Graf zu Eulenburg, Regierungs-Präsident in Wiesbaden. Evelt, Kreisgerichts- Direktor in Hechingen, M. d. R. Fonck, Landrath in Rüdesheim. von Forckenbeck, Justizrath in Elbing, M. d. R. von Frankenberg-Ludwigsdocf, Wirklicher Geheimer Rath, M. d. R. Fresenius, Geheimer Hofrath und Professor in Wiesbaden. Dr. Friedenthal— Gießmannsdorf, M d. R von Gerstenberg-Zech, Staatsminister in Altenburg. Gräff, Handelskammer— * Präsident in Bingen. Dr. Grimm, Justizrath in Marburg, M. d. R. Günther(Dt. Crone), Rittergutsbesitzer, M. d. R. Dr. Harnier, Director der Landeskreditkasse in Kassel, M. d. R. von Heemskerck, Präsident in Biebrich. Hehner, Ober-Appellationsgerichts-Rath in Wiesbaden, Mitglied des ane Hauses der Abgeordneten. Hergenhahn, Erster Präsident des Appellationsgerichts in Wiesbaden. F. Hey'l, Schiftsteller in Wiesbaden. Hilf, Justizrath in Limburg. Hoelder, Rechtsanwalt in Stuttgart, M. d. R derfaan, Oberbaurath a. D. in Wiesbaden. Fürst von Hohenlohe-Schillingsfürst in München, M. d. R. Jacobi, Baumeister in Homburg. Dr. Jung, Advocatanwalt in Mainz. Fr. Kalle, Fabrikbesitzer in Biebrich. Kempf, Commerzienrath in Nürnberg. Dr. Kirchenpauer, Bürgermeister in Hamburg. Graf von Kleist auf Tzschernowitz, M. d. R. Knapp,* besitzer in Dauborn, M. d. R. Kochhann, Stadtverordneten-Vorsteher in Berlin. Dr. Hans Köster, M. R. Freiherr von Krosigk, Staatsminister in Meiningen. Dr. Krüger, Minister-Resident der freien und Sunset in Berlin. von Kusserow, Legations-Secretaͤr in Berlin, M d. R. Ed. Ladé, General-Consul in Geisenheim. Ir. Lad é, Gutsbesitzer in Geisenheim. Freiherr von Landsberg, Landrath in Lüdinghausen, M. d. R. Lanz, Oberbürgermeister in Wiesbaden. Lauteren, Geheimer Commerzienrath in Mainz. Lent, Justizrath und Stadtver— ordneten⸗Vorsteher in Breslau, Mitglied des Preußischen Hauses der Abgeordneten. von Lindenau, Koͤniglich Saächsischer Legationsrath, M. d R. Lotichius, Handelskammer-Präsident in St. Goarshausen. Graf von Matuschka⸗ Greiffenclau auf Schloß Vollrads. H. H. Meier, Consul in Bremen. von Mittnacht, Königlich Württem⸗ bergischer Justizministr. von Möller, Ober⸗Präsident in Straßburg. A. G. Mosle in Bremen, M. d R. Friedr. Franz Müller, Weinhändler in Eltville. r. Wolfgang Müller von Königswinter. Graf zu Münster, Erblandmarschall von Hannover, M. d. R. Dr. Mumm, Oberbürgermeister in Frankfurt a. M. Nasse, Landrath in Diez. von Nathusius-Hundisburg. G. de Neufvpille, Commerzienrath in Frankfurt a M. Oderuheimer, Geheimer Bergrath a. D in Wiesbaden. von Oheimb, Landrath zu Holzhausen, M. d. R Freiherr Eduard von Oppenheim, General- Consul in Coln. Parcus, Bank-Direktor in Darmstadt Parcus, Kreisrath in Bingen. Freiherr von Patow, Staatsminister a. D., M. d. R. Graf von Plessen— Ivenack Dr. Presber in Fraukfurt a. M. Probst, Geheimer Commerzienrath in Mainz Dr. Prosch, Regierungs- und Geheimer Legations-Rath a. D. in Schwerin, M. d. R. Freiherr Nordeck zun Rabenau in Friedelhausen bei Gießen. M. d. R. Racké, Buürgermeister in Mainz Richter-Schreitlacken, Generallandschafts⸗ Rath. Emil Rittenshaus in Barmen Römer, Senator in Hildesheim, M. d R. Freiherr pon Roggenbach, M. d R Or. Rossel, Staats-Archivar a. D. in Wiesbaden. Freiherr Julius von Rotenhan, Koniglich „ Bayperischer Regierunas- Direktor a D. auf Schloß Cyrichshof bei Cberu. Freiherr Sigmund von Rotenhan— Sartorius, Regierungsrath in Wiesbaden. von Saucken⸗Julienfelde, Mitglied des Preußischen Hauses der Abgeordneten. Schendt, Geheimer Commerzienrath in Kettwig. Dr. Schenk, Professor in Friedrichsdorf bei Homburg— G. A. Schön in Hamburg, Md R. Graf von der Schulenburg⸗Filehne, M. d. R. Dr Schwarze, General- Staatsanwalt in Diesden, M. d. R von Seydewitz, Landeshauptmaun und Landesältesser der Oberlausitz, M. d. R. Seydel, Oberbürgermeister in Berlin. von Simpson-Georgenburg, Rittergutsbesitzer, R. d R. Dr. Simson, Appellationsgerichts-Präsident in Fronkfurt a. M., M. d. R Otto Graf zu Solms-Laubach, Erbgraf zu Solms-Laubach, M. d. R. Graf von Spee, Canonikus in Aachen, M d. R. Spieß, Professot in Dillenburg. Freiherr Franz von Stauffenberg in München, M. d. R A. Stein, Buchdruck rei⸗ Besitzer in Wiesbaden Dr. Stephani, Vicebürgermeister in Leipzig, M d. R. Carl von Stetten in Augsburg. Otto Graf zu Stolberg-Wernigerode, Oberpräsident in Hannover, M. d. R Stumm, Commeizieurath in Neunkirchen, M. d. R von Sybel, Piofessor in Bonn. Dr. Thilenius, Sanitäterath in Soden, Mitglied des Preußischen Hauses der Abgeordneten Freihert von Unruhe-Bomst, Landrath in Wollstein, Md R. Graf von Villers, Regierungs-Präsident in Coblenz. von Wedell- Malchow, Ritterschafts Rath, M. d R. Dr. Weigel, Rechtsanwalt in Kassel, M. d. R. Weyland, Geistlicher Rath und katholischer Stadtpfarrer in Wiesbaden. Dr Wilhelmi, evangelischer Landesbischof in Wiesbaden. Will, Geheimer Regierunge-Rath in Homburg. von Wilmowski, Geheiiner Cabinetsrath Seiner Majestät des katsers und Königs. Winter, Regierungs-Präsident a. D. in Elmehausen, M. d R. von Winter, Oberbürgermeister in Danzig, M d. R. F. von Wittgenstein in Cöln. Dr. Wolffson in Hamburg, M d. R Wrede, Commerzienrath in Berlin. An die Bewohner des Kreises Friedberg. 91 Von den vorstehend genannten deutschen Männern durch ihren geschäftsführenden, unter dem Vorsitz des Herrn Grafen zu Culen burg, Regierungs-Prasidenten zu Wiesbaden, zusammengetretenen Ausschuß aufgefordert, die Sache des deutschen Nationaldenkmals innerhalb des Kreises Friedberg in Fluß zu bringen und zu vertreten, haben wir an unsere nächsten Lands— leuse und Mitbürger, unsere lieben Kreisgenossen, nur wenige Worte zu richten. Wie Euere Herzen in der Zeit des Krieges höher schlugen in lebendigem Hochgefühle Angesichts der Großthaten unseres vaterländischen Heeres, und wie Euere Hand, im Helfen und Geben nicht ermüdend, stets bereit war, das blutende, zum nationalen Siege, zur Einheit und politischen Vollkraft sich emporringende Vaterland mit ganzer Liebe zu stützen, so seid Ihr auch jetzt— das wissen wir sicher— mit Leib und Seele bei jedem Unternehmen, das zum Zweck hat, unserem lieben Deuschland den Ehrenschild zu schmücken, diesem Deutschland, dessen bloßer Name und traute Sprache unseren Söhnen in der Ferne. in wundersamer Wonne das Herz eischüttert, Deutschland, das berufen ist, das Salz der Erde zu sein und der starke Hort der Freiheit und des Friedens den Völkern unseres Erdtheils Wer könnte hier sich ausschließen? Die eine Frage:„Was wäre aus uns geworden, wenn wir in diesem Kriege unterlegen wären?“ ist zu tief in Euere Herzen eingegraben, als daß Ihr je mit kalter Zurückhaltung auf die rettende That unseres, nach des Kaisers Wort„unvergleichlichen“, Kriegsheeres, auf das Jahr unserer znadenvollen Bewahrung vor einer uns zugedachten beispiellosen Erniedrigung hinblicken könntet Es gilt jetzt, ein bleibendes, herrlich stolzes, des deutschen Namens und dieser großen Zeit wür— diges Monument, ein geheiligtes Gedenkzeichen, mahnend an Tage, wie sie seit Geschichte geschrieben wird, unserem Volke noch nicht geworden, in begeisterter Liebe emporzurichten Win, die wir in gesegneter, wohlhabender Gegend nahe wohnen dem blutig umworbenen deutschen Strome, wir, die wir im Falle des Unterliegens mit die Ersten gewesen wären, an welchen der raub- und ländergierige Fremde seine zermalmende Hand gelegt haben würde, wic sind vorzugsweise zu lebendigem Danke und zur opferwilligen That verpflichtet Wir, die Unterschriebenen, find dessen sicher, daß wir keine Fehlbitte thun, wenn wir Euch ermahnen: Gebet, steuert zum Ehrendenkmal Deutschlands! „Nicht karge: Mittel werden wir bedürfen“,— so wurde uns gesagt. Nua denn:„Kein karges Herz ist unter uns zu finden!“— Das sei unsere Antwort. Wir werden in allen Gemeinden unseres Kreises Vertrauenspersonen zur gemeinsamen Arbeit aufrufen; ihnen werden die Sammellisten zugehen; und wie sich Jeder von uns Unterzeichneten, insbesondere unser mit der Gesammtverrechnung bekrauetes Aus— schußmitgsied Collector Kuhl, verpflichtet, eingehende Geldspenden in Empfang zu nehmen und darüber zu quittiren, so werden wir nach Abschluß der Sammlungen die Gaben der einzelnen Orte durch die Presse veröffentlichen, um, wie wir hoffen, mit freudiger Anerkennung des bewiesenen edlen Wetteifers constatiren zu können, daß man„zwischen Taunus und der Rhön“ so kräftig und innig, wie nur irgendwo, singt und fühlt: „Deutschland, Deutschland über Alles, Ueber Alles in der Welt!“ Dr. Bode, Mekicinalrath zu Bad⸗Nauheim. Curtman, Advocat zu Friedberg. Engelbach, Pfarrer zu Butzbach. Kuhl, Collector daselbst. Seriba, Buchhändler zu Friedberg. Trapp, Regierungskath daselbst. Buchdruckerei von Uindernagel& Schimpff in Friedberg. weisung Erlerignt — Dat! baben in unt Bee Pelition rgereit! bunden 1 dnn Staat sions Oer machung, des Cant Erlennin schuldig 50 Thal Btrurthe berg Aag Ber des Cultu zeitung“ am Dom Aussicht bat und nüthig 1 desselben Inter den dalen an Obrrustz i. Die solgt, dec suche fag wind dur Artisen 0 die Burg möchte, d unhaltbar nr: Ein altrhöchf vorhanden