3 pCt. ——— 220902. — 2 — S — goed 1872. S A Donnerstag den 17. October. 2 122. ans mMn es dto nan berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Sam stag r —— Zetreffend: Die Ackerbauschule zu Friedberg. Amtlicher Theil. Friedberg den 15. October 1872. An die Herren Bürgermeister. Aus dem Programm des Curatoriums der Ackerbauschule zu Friedberg über den mit dem 2. November l. J. beginnenden Lehrcurs, welches in verschiedenen Nummern des Oberhessischen Anzeigers vor Kurzem veröffentlicht worden ist und wovon Ihnen noch besondere ubdrücke zugehen, werden Sie entnommen haben, welche Aufgabe diese Anstalt hat und in we Wird die Wichtigkeit dieser Anstalt erkannt und dieselbe von recht vielen angehenden beichen Segens für sie werden, ich finde mich deshalb veranlaßt, er Ackerbauschule, der ja mit geringen Kosten für sie verknüpft ist, da die Kasse des landwi ie Hauptausgaben bestreitet, aufzumuntern, zugleich auch denselben An di e Der Director des landwirt lcher Weise dieselbe zu losen beabsichtigt wird. Landwirthen besucht, wird solche eine Quelle an Sie das Ersuchen zu richten, junge strebsame Landwirthe zum Besuche rihschaftl. Vereins für die Provinz Oberhessen Exemplare des Programms einzuhändigen. hschaftlichen Bezirksvereins Friedberg. Trapp. Herren Lehrer. Anknüpfend an das Vorstehende ersuche ich auch Sie, junge befähigte und strebsame Landwirthe zum Besuche der Ackerbauschule unzuregen; Sie sind in der Lage, die Eigenschaften ꝛc. der betreffenden Persönlichkeiten aus deren Schulzeit zu beurtheilen und es wird hewiß Ihren einflußreichen Bemühungen unter kramms erheben können, gelingen, Ihr Scherflein zur Forderung und zwecke der Ackerbauschule beizutragen. Mitwirkung der Herren Bürgermeister, bei we Der Director des landwirt lchen Sie die benöthigten Exemplare des Pro⸗ Erreichung der in den Wohlstand der Landwirthe tief eingreifenden hschaftlichen Bezirksvereins Friedberg. Tur a pp. Deutsches Reich. Darmstadt, 14. Oct. Bei dem heutigen Wiederzusammentritt der zweiten Kammer gab Minister⸗Präsident Hofmann Namens der Staats- Regierung folgende Erklärung ab: „Da die Großh. Regierung in ihrer neuen zusammensetzung heute zum erstenmale vor dieser Zersammlung erscheint, so liegt mir, den das Zertrauen unseres Allergnädigsten Landesherrn an ie Spitze der Geschäfte berufen hat, die Pflicht I, Ihnen, meine hochzuverehrenden Herren, in urzen Zügen die von Sr. Kgl. Hoheit dem Broßherzog ausdrücklich gut geheißenen Brundsätze kundzugeben, nach welchen die Re- dierung fortan die Verwaltung des Landes zu ühren beabsichtigt. Wenn ich dabei zunächst das Verhältniß um deutschen Reiche in's Auge fasse, so ist er Weg, den wir zu gehen haben, klar vorge⸗ richnet. Die großen Ereignisse der Jahre 1870 und 1871 haben Deutschland die lang erstrebte Zinheit und zugleich eine Machtstellung verschafft, —* Kein deutsches Land aber hat mehr Ursache gehabt, bie Gründung des deutschen Reiches mit aufrichtiger Freude zu begrüßen, als gerade Hessen. Denn Hessen par der einzige deutsche Staat, dessen Gebiet von ber Mainlinie durchschnitten wurde. Die Schwierig⸗ beiten, die hieraus entstanden, sind noch zu lebhaft * Ihrem Gedächtnisse, als daß ich sie hier aus⸗ Ahrlic schildern sollte. Bei dem raschen Voran ⸗ breiten der norddeutschen Bundesgesetzgebung nußte der Zustand der Theilung unseres Landes n ein dem Bunde an gehöriges und ein demselben nemdes Gebiet trotz aller Verträge, die man zur nusfüllung der Kluft zwischen Nord- und Sud⸗ vessen abschloß, auf die Dauer geradezu unhaltbar erden. Aus diesem Zustande hat die Gründung nes Reiches uns erlöst und es ist schon deßhalb batürlich, daß in Hessen lebhafte Sympathien für Taiser und Reich vorhanden sind. Die Regierung veiß, daß sie mit den Gesinnungen der überwiegenden Mehrzahl der Bevölkerung des Landes überein Aimmt und daß sie zugleich das Interesse des DBroßh. Hauses und des Landes am besten wahr- »immt, wenn sie ihre Pflichten gegen das Reich nit voller, freudiger Hingebung an die großen wie es sie in früheren Zeiten kaum jemals einnahm. nationalen Aufgaben des deutschen Gemeinwesens erfüllt und wenn sie in demselben Geist das ihr durch die Reichs verfassung gewährte Recht der Mitwirkung bei den gemeinsamen deutschen Ange- legenheiten ausübt. f Was sodann die inneren Verhältnisse des Landes angeht, so ist es zunächst die Reform des Wahlgesetzes, hinsichtlich deren die Re- gierung Ihre Mitwirkung in Anspruch nimmt. Die Regierung hofft, daß es gelingen wird, auf der Grundlage des von ihr umgeänderten Entwurfs zu der dringend wünschenswerthen baldigen Vereinbarung über das neue Wahlgesetz zu gelangen. Nicht minder ist es der Wunsch der Regierung, daß von den Ihnen bereits vorliegenden Gesetzes- entwürfen insbesondere diejenigen, welche sich auf die Gemeindeausgaben, auf die Pensionirung der Civilbeamten und auf die Besoldungen der Getst⸗ lichen, sowie der Lehrer beziehen, noch auf dem gegenwärtigen Landtage erledigt werden möchten. Außer diesen bereits in Verhandlung begriffenen Gegenständen, sind in der nächsten Zeit noch eine Reihe wichtiger Aufgaben zu lösen. Es wird sich darum handeln, veränderte Personal⸗ und Besoldungsetats auf Grundlage einer möglichst vereinfachten Verwaltungsorganisation zu entwerfen. Zugleich wird die Regierung ihr Bestreben darauf richten, Einrichtungen zu treffen, durch welche die Bevölkung zur Theilnahme an der Verwaltung in größerem Maße, als dies bisher geschehen war, herangezogen wird. Einer besonderen Sorgfalt bedarf die weitere Behandlung der kirchlichen Verhältnisse, soweit das Staatsinteresse dabei in Betracht kommt. Es gilt, unter vollständiger Wahrung der Glaubens- es vor allen Dingen darauf ankommen, den Rechts⸗ boden für das Verhältniß zwischen Staat und Kirche soweit erforderlich auf dem Wege der Ge⸗ setzgebung wieder klar und sicher zu stellen. Die Schule und das Unterrichtswesen überhaupt in allen seinen Abstufungen wird von Zweiges der öffentlichen Verwaltung durchdrungen ist, mit dem regsten Eifer gefördert werden; ins⸗ besondere wird dafür gesergt werden, daß die Verhältnisse, welche in Bezug auf das Volksschul⸗ wesen einer gesetzlichen Regelung bedürfen, so geordnet werden. Es versteht sich ferner von selbst und bedarf deshalb kaum einer Versicherung, daß die Regie- rung es sich angelegen sein lassen wird, auch dem materiellen Interesse des Landes gerecht zu werden, die Landwirthschaft zu heben, Handel und Industrie zu pflegen und den schwierigen Fragen, welche durch die Lage und die Bestrebungen der Arbeiterklasse angeregt sind, die ernsteste Auf⸗ merksamkeit zuzuwenden. Die Regierung verhehlt sich die Schwierigkeit ihrer Aufgaben nicht, allein sie geht mit der Zu⸗ versicht ans Werk, welche aus dem Bewußtsein redlichen Strebens entspringt. Es ist keine Parteiregierung, m. H., die vor Ihnen steht. Es ist eine Regierung, die kein anderes Programm hat, als das Wohl des Landes, und die deßhalb auf die Unterstützung aller der⸗ jenigen glaubt zählen zu dürfen, welchen dieses Wohl am Herzen liegt, und welche gleich der Re⸗ gierung wünschen, mit Gottes Hülfe die reichen Keime der Wohlfahrt, die unser Land in sich birgt, zur vollen Entwickelung zu bringen, und Hessen und Gewissensfreiheit, die Rechte Sr. K. Hoheit des Großherzogs auch den kirchlichen Gemein schaften gegenüber aufrecht zu erhalten und zur Förderung des confessionellen Friedens in An⸗ wendung zu bringen. Der evangelischen Kirche des Landes steht eine Reugestaltung ihrer Verfassung bevor. Erst wenn diese Neugestaltung vollzogen ist, wird auch das Verhältniß des Staates zur evangelischen Kirche neu geordnet werden können. Was die katholische Kirche betrisst, so wird zu einem treuen und kräftigen und deßhalb ange⸗ sehenen und geehrten Mitgliede der deutschen Staatenfamilie zu machen.“ — 14. Oct. II. Kammer. Vor einem un- gewöhnlich zahlreichen Publikum nahm heute die zweite Kammer ihre Sitzungen wieder auf. Bei Eintritt in die Tagesordnung erschien das neue Ministerium und verlas Minister Hofmann das vorstehend im Abdruck mitgetheilte Programm des Ministeriums. Der Präsident erklärte Namens der Kammer die Bereitwilligkeit derselben, die der Regierung, die von der Wichtigkeit dieses schleunig wie möglich im Wege der Gesetzgebung 2 ä— Regierung in diesen Bestrebungen zu unterstützen und setzte hierauf die Kammer von der erfolgten Neuwahl im zehnten Wahlbezirk, aus welcher Bürgermeister Heydenreich von Affölterbach hervor- ging, und von der Mandatsniederlegung der Ab⸗ geordneten Hallwachs und Kempf in Kenntniß, welche letztere jedoch, im Hinblick auf einen früheren analogen Vorgang, von der Kammer nicht aner⸗ kannt wurde. Die Kammer genehmigte hierauf den Gesetzentwurf über die Verschmelzung der zweiten und dritten Classe der Communal- Umlagen, eine langjährige Forderung der Kammer. Ein dritter Gesetzentwurf, welcher die Genehmigung der Kammer erhielt, dehnt gemäß den Bestimmungen der Militärconvention die in Preußen über den Waffengebrauch des Militärs in Friedenszeiten und dessen Mitwirkung zur Herstellung der öffent- lichen Ordnung geltenden Bestimmungen auf das Großherzogthum Hessen aus. — Wie man vernimmt, sind die Verhand- lungen wegen Verkaufs der Nauheimer Saline und Bade ⸗ Anlagen Seitens der Regierung abgebrochen worden und soll man beabsichtigen, die Interessen Nauheims nach Aufhebung des Spiels in jeder Hinsicht auf das Weitgehendste wahrzunehmen. — Der Stadtgerichts⸗Assessor bei dem Stadt⸗ gericht Gießen Otto Becker wurde zum Hof⸗ gerichts-Assessor bei dem Hofgericht der Provinz Oberhessen, der Landgerichts-Assessor bei dem Landgericht Altenstadt Alexander Römheld zum Landgerichts-Assessor bei dem Landgericht Butzbach und der Gerichts Accessist Exnst Mickel aus edern zum Landgerichts-Assessor bei dem Land- gericht Altenstadt ernannt. — Der erste Druckbogen des von dem Abg. Zentgraf serstatteten Berichts über das neue Wahl⸗ gesetz hat soeben die Presse verlassen. Hiernach haben sich die Ausschüsse beider Kammern ein— stimmig für Beibehaltung des Zwei⸗Kammersystems ausgesprochen. Bezüglich der Zusammensetzung der ersten Kammer wird von einer Minorität bean— tragt, daß der Großherzog nicht zwölf, sondern nur zehn Mitglieder zu ernennen habe; ferner, daß nicht der Kanzler der Landes-Universität, sondern ein von den ordentlichen Professoren, ge— gebenen Falles dem Senat, zu wählender Ver⸗ treter auf sechs Jahre aufzustellen sei. Was das Wahlrecht der Städte zur zweiten Kammer be⸗ trifft, so ist ein Mitglied für Aufhebung des seit⸗ berigen Privilegs und Eintheilung des ganzen Landes in fünfzig nach der Einwohnerzahl gleiche Wahlbezirke. — Der pensionirte Kriegsminister Oberst Dornseiff ist gestorben. — Wie man hört, ist Hofgerichtsrath Weber dahier der Reichsregierung zu der von Hessen zu besetzenden Rathsstelle im Reichsoberhandelsgericht zu Leipzig vorgeschlagen worden. — In Betreff des Religionsunterrichts an Gymnasien und Schulen ist eine für die religiöse Freiheit höchst wichtige Principieufrage zur Ent. scheidung gekommen. In einem Falle nämlich, in welchem die Theilnahme eines der unirten Ge⸗ meinde angehörenden Schülers des hiesigen Gym · nasiums an dem Religionsunterricht des ortbodox lutherischen Lehrers verweigert wurde und die Schul- und Kirchenbehörden das Gesuch um Dis⸗ pensation wegen der obligatorischen Natur des Religionsunterrichts abgelehnt hatten, ist diese Dispensation unter der Bedingung des Nach weises, daß der Schüler überhaupt einen ordnungs- mäßigen Religionaunterricht genieße, vom Groß' herzoge ertheilt worden. Mainz. Dem„Frankf. J.“ wird von hier geschrieben: Die Meldung bezüglich der Redaction der Denkschrift der Bischöfe muß insoweit berichtigt werden, als die erste Red action vom hiesigen Bi- schof, die desinitive vom Bischof zu Paderborn herrühren soll. Berlin. Der Kaiser wird, nach einer Mit- theilung der„N. H. Z.“, am 19. d. von Baden nach Hannover abreisen, wo er Abends einttifft und über den 20. verweilt. Am 21. begibt sich der Karser zur Jagd nach Springe und wird am 22. Mittags nach Berlin zurückkehren. — Bei der im 3. Berliner Wahlbezirk statt⸗ Minister finden. ö verleugnen sie vie Prineipien der Achtung dees Sie schließen sich der radicalen Politi! gebabten Ersatzwabl zum Landtage wurde an Stelle Schulze Delitzsch' der Candidat der vereinigten liberalen Partei, Geh. Regierungsrath Kerst, mit 463 Stimmen zum Abgeordneten gewählt. Er⸗ schienen waren 482 Wahlmänner. — Die aus ganz Deutschland äußerst zahl- reich besuchte Generalversammlung des deutschen Tabakvereins sprach sich fast einstimmig gegen jede Erhöhung des Tabakszolles, sowie gegen die Ein- führung einer Tabakssteuer aus und beschloß die Einreichung einer bezüglichen Petition und Denk: schrift an den Bundesrath und Reichstag. — Die von betheiligter Seite lang begehrte Regulirung des Apothekergewerbes im deutschen Reiche soll von den Regierungen der nächsten Reichstagsession als Aufgabe überwiesen werden. Officiös wird darüber berichtet: Man habe in Regierungskreisen der Ueberzeugung Raum gegeben, daß die Dinge, so wie sie jetzt liegen, nicht auf⸗ recht zu erhalten seien, daß aber einer Regulirung im Sinne der Petenten auch große Schwierig⸗ keiten entgegen stehen. Es sei nach wie vor die Meinung, daß die staatliche Controle über den Apothekenbetrieb aufrecht erhalten werden müsse. Die Hoffnung auf eine gänzliche Freigebung des Apo thekergewerbes werde sich getäuscht seben. Eine größere Schwierigkeit biete die Entschädigungs— frage; man verhehle sich nicht, daß die Besitzer von Privilegien nicht ohne Weiteres durch ein neues Gesetz ihre Rechte verlieren könnten. — Die„Nordd. Allgem. Zeitung“ dementirt die Zeitungs ⸗Nachricht, daß Fürst Bismarck wegen seiner angegriffenen Gesundheit seinen Urlaub noch über ein Vierteljahr verlängern ließ. Das Blatt fügt hinzu: Fürst Bismarß nahm einen unbe— stimmten Urlaub zur Wiederherstellung seiner Ge— sundheit; wann dieser Zweck erreicht wird, ist zun Zeit noch unbekannt. Jedenfalls wird eine so lange Abwesenheit von den Aerzten nickt als wahrscheinlich betrachtet, — Prinz Albrecht(Vater) von Preußen ist am 14. d. Abends verschieden. Aus dieser Ver⸗ anlassung wird der Kaiser schon am 16. dahier zurücker wartet. — Das„Militär Wochenblatt“ berichtigt in Bezug auf das Generalstabswerk:„An dem Ge— rüchte, der Generalstab habe die Druckbogen des zweiten Heftes seines Werkes über den Krieg 1870%ũ71 dem Marschall Mat- Mahon zur Ver- besserung etwaiger Unrichtigkeiten zugesandt, ist eben so wenig etwas Wahres, wie an dem, daß etwa Hrn. Thiers die erste Lieferung des Werkes zu demselben Zweck zugesandt worden wäre.“ Wie man sich erinnern wird, ward in verschiedenen Zeitungen gemeldet, Graf Moltke habe dem Marschall Mac-Mahon die Aushängebogen über die Schlacht bei Wörth zu etwaiger Berichtigung übersandt. Mülhausen. Ueber die Stimmung, welche gegenwärtig unter den in Belfort sich aufhaltenden Emigranten herrscht, berichtet einem Mülhauser Correspondenten des„Niederrh. Cour.“ ein von dort gekommener Geschäftsmann das Traurigste. Es soll da die prößte Rathlosigkeit herrschen. Mangel an Wohnungen und übertriebene Theue⸗ rung der Lebensmittel machen es Vielen fast un⸗ möglich, dort zu verbleiben, und die Weiber, die zu einem großen Theile schuld an dem unüber⸗ legten Auswandern waren, dringen am meisten auf Abreise, entweder weiter hinein nach Frank- reich, wo man keine Preußen mehr sieht, oder zurück ins Elsaß, das ist ihnen einerlei! Die Männer überlegen die Sache etwas mehr: sie be⸗ rathen mit ihren Freunden und ihrem Geldbeutel. Ausland. Frankreich. Prinz Napoleon hat wegen der gegen ihn verhängten Maßtregel einen Protest an den Prästdenten der Nationalversammlung, Hrn. Grevy, gerichtet, an dessen Schluß es heißt: „In Wirklichkeit ist der Name Napoleon, den zu tragen ich die Ehre habe, mein einziges Verbrechen in den Augen der Regierung. enn er Argu⸗ mente suchen wolle zu Gunsten der individuellen eue Heute im Besitze der Ge Rechtes. an, welche durch einen Delegirten in Toure Bordeaux angewendet und mit so großem Cyni mus kürzlich in einer Rede dargelegt wurde. Na tionglversammlung möge seh antwortlichkeit theilen will. Bitterkeit ab, welche ich nicht verhehlen will, und constatire, daß meine Gemahlin, welche die In⸗ Frankreich zwischen Gendarmen der conservativen appellire ich, der Gewalt weichend, wie immer an Stimmrecht, an den nationalen Willen.“ halten der Regierung in Bezug auf den Prinzen politisch zugleich. Ungerecht, weil kein Gesetz die teren geben würde u. s. w. Die nzepublikanischen von dem der Prinzessin Clotilde zu trennen, indem sie hervorheben, daß dem Präsidenten, als er die erwähnten Maßregeln gegen den Prinzen an⸗ ordnete, völlig unbekannt gewesen sei, daß die Prinzessin ihren Gemahl begleite. — Der Bischof von Orleans hat, der„Es pérante“ du peuple“ zufolge, aus Anlaß der Ruhestörungen zu Nantes an Herrn Thiers einen sehr heftigen Brief gerichtet, welcher mit den Worten schließt:„Sie haben den Ehrgeiz, Herr Präsident, die Republik in Frankreich zu gründen. Nun eine Regierung, unter deren Schutze man täglich den Glauben und die Armee beschimpft, in diesem Lande Aussicht auf dauernden Bestand baben. Eine Regierung, welche nicht die Sympathien der Armee und der Geistlichen desjenigen Kultus be⸗ sitzt, dem die Majorität angehört, wird immer nur von ephemerer Dauer sein.“ Das ist wenigstens deutlich gesprochen. r — Wie es sich nun herausstellt, hat Picard, der französische Gesandte in Brüssel, niemals ein Entlassungsgesuch eingereicht. Das betreffende, dem Präsidenten Thiers zugegangene Schreiben war eine Fälschung und die Handschrift des Gesandten täuschend nachgemacht. Amerika. Von den Antillen wird ge⸗ meldet, daß das französische Schiff„Jacques Semin“, das am 6. April von Macao absegelte, am 4. Sept. mit einer Ladung Chinesen in der Havana eintraf. Kurz nach der Abfahrt des Schiffes meulerten die Chinesen, und der Capitän tödtete, wie es heißt, mebrere derselben. Auf der ganzen Fahrt wurden die Unglücklichen unbarm⸗ herzig mit Peitschenbieben traktirt. Die Chinesen kamen in schrecktichem Zustande an. Von 300 waren unterwegs 65 gestorben; die am Leben ge⸗ bliebenen sahen krank und elend aus und viele von ihnen waren nicht im Stande, zu gehen. Nur französische und spanische Schiffe, vorzüglich aber französische, find beim Rulihandel beteiligt. Gießen. Eln äußerst frecher Diebstahl fand am 1 Sonntag Abend auf dem Lony'schen Bierkell e stall. Einem Besucher dieses Lokals wurde beim Betreten desselben die Uhr mit Keite aus der Tasche gerissen. Der Thäter konnte der Dunkelzeit wegen nicht versolgt werben, wurde aber am Montag Morgen von Polizeidiener Blizz in einer biesigen Wirihschaft ergriffen, ihm das gestohlene Bei einer dahier arretirsen Taschendiebin fand man bei Durchsuchung der Wohnung derselben mehrere Tausend Gulden vor. Dieselbe wurde durch einen Feuerwehrmann entdeckt. So oft die Gaunerin nämlich am rankfurt. Freiheit, werde er sie zum Ueberflusse in den Reden des Präsiderten der Republik und aller verflossenen Markt ein Portemonngie gezogen hatte, kam sie in den Hof der Feuerwache und zählte dort den Inhalt. 5 „ob sie die Oe. Ich reise mit einer denn, ich appellire an Ihre Einsicht und an Ihre U Kenntniß der geschichtlichen Gesetze: niemals wird Baß abgenommen und er selbst in Sicherheit gebracht. * furgenten des 4. September respectirten, heute Republik verläßt. So wehrlos ich auch sein mag, unseren einzigen Souverän, an das allgemeine — Ein Theil der conservativen und gemäßigten 3 Organe aller Schattirungen mißbilligen das Ver. Napoleon. Sie nennen dieselbe ungerecht und un⸗ Regierung berechtige, einen nicht feindlichen fran ⸗ zösischen Bürger zu vertreiben; unpolitisch, weil sie den Glauben erwecken wird, der Bonapartis- mus könne der Regierung gefährlich werden, was eine traurige Vorstellung von der Macht der letz- Organe und ein Theil der übrigen Blätter stellen sich dagegen auf die Seite der Regierung, sind jedoch auffällig bemüht, in ihrem Urtheile die Empfindlichkeit der italienischen Nation möglichst zu schonen und den Fall des Prinzen Napoleon — 8 dinijg eiligen das* n e wugrricht uu eil lan Gen d. seinklichen 1 Anpolitisch,* „der Benahnr ilch verdti, 11 r Nacht da Lr Tablilansth rigen Blätter sch 1 Regierung, f ren Ulitheilt 1 Nate is Fuazn Nai K Utnttz, i täftenlen, a: den Paz sestn sti, daß u t. t bat, der „ i ale derte Thiert un en dit den Bun 1. pen dn 1 minen in 600 und u dt: nitnalt ef rh: n en in din 1 btiad babe eren, eungte Kult 0 uu un i. Des n 51 ——— r Das oftmalige Erscheinen ein und derselben Person unter Zornahme derselben lation erregte Aufmerksamkei! und führte schließlich zur Fesinahme nach vergeblscher Flucht. Die fünf bel ior vorgefundenen Geldtaschen sollen usammen 70 fl. enhalten haben. N 5 stag brachte ein Bauer aus Schwaben einen Transport Aepfel mit der Bahn hierher. sstachdem er sie abgeliefert und das Geld einkassirt hatte, geckte er das Silbergeld in seine verschlossene Reisetasche, das Papiergeld, ca. 130 fl., in eine nicht verschließbare Seitentasche derselben, hängte die Tasche an den Puffer zines Eisenbahnwaggons und ging dann gemüthlich setner Wege. Als er nach einer Stunde zurückkam, war zwar ver Zug nicht elwa abgefahren, wohl aber die Tasche um ein Weniges leichter geworden, indem das Papiergeld fehlte. Darmstadt. Am Samstag Abend stürzte der neu⸗ erbaute große Keller des Herrn Bierbrauer Winter theil⸗ weise zusammen. 2 Pferde eines Mannes aus Ueberau ver Gersie abgeladen, stürzten mit in die Tiese und wurde bas eine derselben von den Trümmern geiödtet, während das andere mit nur leichten Verletzungen zu Tage geför⸗ bett wurde. Als ein Glück kann es noch bezeschnet werden, vaß die Katastrophe zu einer Zeit eintrat, als die Arbeiter zämmllich sich entfernt batten, da im andern Falle sicher Menschenleben zu beklagen gewesen wären. Der durch den Einsturz erlittene Schaden wird auf 10,000 fl. geschätzt. Bei Darmstadt stießen Montag früh 5 Uhr zwei Hüterzüge der hessischen Ludwigsbahn zusammen, wodurch der um diese Zeit eintreffende Münchener Schnellzug Aufentbalt und Verspälung erfuhr.. Aus der Provinz Starkenburg wird berichtet: Eine früver kaum für möglich gehaltene Erscheinung, die Einfuhr oberhessischer Kartoffeln, ist dieses Jahr zu ver⸗ leichnen. Dieselben werden in guter, auserlesener Quali⸗ zt zu 1 fl. 45 kt. an die betr. Stationen der Main⸗ Weser⸗Baähn geliefert, angebolen, während man noch in Kürze in Alsbach, Seeheim ꝛc. für ächte goldgelbe 4 bis 4½ fl. freilich vergeblich verlangte.„ Mainz. Die Enthüllung des Denkmals, welches die Stadt dem früheren Gouverneur der Festung, dem Prinzen Dol demar von Schleswig⸗Holstein errichten ließ fand am Sonntag in feierlicher Weise statt. In der Pfalz, nämlich in Wachenheim, Deidesheim, Dürkbeim, Forst und der ganzen dortigen Gegend, bat die Weinlese begonnen; in anderen Gegenden des Gebirgs hat man schon während der letzten ach! Tage zu lesen angefangen. Was die Qualität anlangt, so ist man sehr zufrieden, desto weniger mit der Quantität. Heidelberg. Der als ausgezeichneter Operateur be⸗ rühmte Professor Franz v. Chelius verläßt seinen langjährigen Aufenthaltsort Heidelberg und siedelt nach Dresden über. Karlsruhe. Der neulich hier ermordete russische Schrifisteller v. Reiff ist ein geborener Neuenburger (Schweiz). Er ging jung als Lehrer nach Rußland, machte sich durch seine Werke, über die russische Gram- matik und Sprache verdient, so daß er geadelt und zum Ritter des Wladimir-Ordens ernannt wurde. Im Jahre 1835 ertheilte ihm die vussische Akademie die große Gold⸗ Medaille. 1853 erhielt er von dem Großherzog von Baden den Zähringer Löwen-Orden. Sein Mörder ist vom Schwurgericht zu Karlsruhe zum Tode verurtheilt worden. Aus Vilsbiburg erzählt ein Artikel des„Kur. j. Nederbayern“, daß ein dortiger Nagelschmied u. A. auch solche Nägel fertigt, welche den bei der Kreuzigung, Cheisti gebrauchten angeblich sehr ähnlich seien, lasse dann solche durch die Redemptoristen weihen und suche sie, zur Heilung von Menschen- und Thierkrankgheiten dienlich, auf die einträglichste Weise anzubringen. Berlin. Vor einigen Tagen ist der seit dem deutsch⸗ französischen Kriege wohl über die Grenzen Europas hinaus bekannt gewordene ehemalige Koch, Herr Günberg, Er— finder der Erbswurst, im Alter von 53 Jahren gestorben. Thorn. Amllicher Bekanntmachung zufolge sind hier Fälle von asiuischer Cholera vorgekommen; die Ktankheit soll durch Holzflößer aus Polen eingeschleppt worden sein. Bis zum 12. d. waren bier 12 Erkrankungssälle an Cholera zu constatiren, darunter 5 mit lödilichem Erfolg. Paris. Dem dänischen Gesandten in Paris, Herten von Moltke, ist, als er kürzlich von Wien auf seinen hiesigen Posten zurückkehrte, wie die Blätter erzählen, in Straßburg ein kleines Ungemach passirt, welches er wohl nur sich selbst zuzuschreiben hatte. Er fragte dort die Babnbedmien, ob es ihm nicht etlaubt wäre, in seinem Schlafwaggon zu bleiben, während ber Zug auf ber Gürtelbahn nach dem andern Bahnhof führe, und als man ihm dies abschlug, ließ er die Bemerkung laut werden:„Zur Zeit der Franzosen war man artiger.“ Die Aeußerung mag wohl etwas schärser gewesen sein, denn kaum war er auf den Wartesalon zugegangen, als auch schon ein Commissär in Begleitung von vier Mann Wache erschien, um den Reisenden festzunehmen. Herr v. Moltke berief sich auf seinen diplomalischen Charakter, und wurde, nachdem er seine Identität erwiesen, wieder auf freien Fuß gesetzt. London. Der Geschützfabrikant Sir Joseph Whit⸗ worth hat ein neues Geschütz aus Stahl hergesiellt, das eine Tragweite von beinahe sechs englischen Meilen bei sehr geringer Abweichung der Flug bahn haben soll. Verloosungen. Madrider Prämien⸗Anleshe. Ziebung vom 1. October. Hauptpreise: Nr. 10401 25,000 Francs, Nr. 200049 und 396884 je 2000 Fre., Nr. 47012 108252 155753 und 289393 je 1000 Fr. Productenbörse zu Friedberg am 15. October. Heutiger Preis loco Waizen, aute Qualität, fl. 14¼—fl. 15. Korn, fl. 9½— /. Gerste, fl. 10½. afer, fl. 7½. artoffeln, fl. 2½¼— ½. Alle Preise verstehen sich 200 Pfund= 100 Kilo. Nächste Pobuctenbörse wegen des(sraeliuschen Feiertages Dienstag den 22. October. Marzibericht. Frankfurt, 14. Oct. Waizen, wetterauer,(100 Kilo) 14¾— 15 fl., Korn(100 Kilo) 9—10 fl., Gerste (100 Kilo) 10¾— 11 ½ fl., Hafer(100 Kilo) 7/8—6 ½ fl., Repo(100 Klo) 1920 fl., Nit.(50 Kilo) 23 fl. Arbeits Vergebung. 2852 Die zur Herstellung der Schloß gartenmauer im Droßh. Schlosse zu Friedberg ersorderliche Steinhauer⸗ urbeit veranschlagt zu... 448 fl. soll im Submassionswege vergeben werden. Die Uedernehmer haben ibre Offerten versiegelt mit ver Aufschrift: Submission für Steinhauetarbelt zur Derstellung der Schloßgartenmauer zu Friedberg dis längstens den 26. October. Vocmitiags 11 Uhr, bei unterzeichnetet Stelle einzureichen, woselbst Voranschlag und Bedingungen offen liegen. Friedberg am 10. October 1872. Gtoßherzogliches ae Friedberg. Re u 5. Mobiliar ⸗Versteigerung. 2878 Nächsten Doanerstag den 17. und Freitag den 18. d. Mie. jedesmal von Morgens 9 Uhr ab, werden vie zum Nachlaß des Gaftwirths Jakob Schimpf II., Zriedrichstraße Nr. 390, gehörtgen Mobiliargegenftäude, namentlich: 1 Cassaschrank, eine große Partie Möbel, Bettwerk, Leinengeräthe, alle Wirtbschaftsgeräthschaften, eine große Partie rothe und weiße Weine, Champagner, Branntwein, Essia, Cigarren, Stein⸗ und Mohnöl, Fässer, mehrere Waagen, Bohlen, Bretter u. dgl., ssodann sämmtliche Paus“, Küchen⸗ und Kellergeräth⸗ sschaften öffentlich an den Meisibietenden gegen Baar⸗ gahlung versteigert. Bad⸗Naubeim am 12. Oktober 1872. N Bad Nauheim. 5 chu tt. Arbeits Versteigerung. 8888 Samstag den 19. Oktober, Nachmittags 3 Uhr, ollen auf dem Büreau des Greßberzoglichen Bürger⸗ mmeissers zu Münzenberg nachstehende Arbeiten einer öffentlichen Verstrigerung ausgesetzt werden: fl. kr. 1) Maurerarbeit, It. Kostenüberschlag für 140— 2) Zimmerarbeit 237— Dachdeckerarbeit 100— b Schleinerarbeit 8— Schlosserarbelt e 6) Glaserarbelt 8 20 7) Pflastererarbeit 31 15 8) Wagnerarbeit 9 30 9) Weißbinderarbent 17 40 100 Liefern von Kalk 75— 11) Nefern von Russensteinen 154— 12) Liefern von Mauersteinen aus den Münzen berger Steinbrüchen 2 30 13) Liefern von Pflastersteinen 32— 14) Liefern von Sand 40— 15) Anfabren der Steine und Aussetzen der⸗ selben 40— Gambach am 12. Oktober 1872. Schneider, Benrts Bauaufseher. 10 Zimmergesellen 833 können noch Arbelt erhalten. Heinrich Füller J., Zimmermeister. Die dermalige Lage Beil Bindernagel& Schimpffu in Friedberg ist vorräthig: der evang. Kirche im Großherzogthum Hessen. Aktenmäßige Darstellung gegenüber der Denkschrift des Professor Köhler, herausgegeben von G. Chr. Dieffenbach und G. Schlosser. Preis: 54 kr. Versteigerung 2895 Samstag den 19. or., Vormittags 10 Uhr, werden in der büfigen vormaligen Burgeaserne die der Milttär⸗ verwaltung gehörigen Turngeräthschaften, als: Schwede; baum, Seile ꝛc. ꝛc. öffentlich verflelgert. Friedberg den 16. Oktober 1872. Großherzogliche Garnisonverwaltung. 1 pri d. Arbeits- Versteigerung. 2887 Donnerfiag den 24. Oktober, Vormittags 11 Ubr, sollen auf dem Gemeindebause zu Oppershofen nachstehende Arbeiten einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden: fl. kr. 1) Maurerarbeis, It. Kostenüberschlag für 9— 2) Steinhaue rarbeit 20— 3) Wagneraxbeit 6 20 4) Brechen, Anfahren und Aufsetzen von Mauerstieinen aus den Steinbrüchen von Rockenderg 23— 5) Liefern von Erment 10 12 6) Planirarbeit 430— 7) Chauffi arbeit 500— Gumbuch am 12 Ottober 1872. Schneider, Bezirks⸗Bauaufseher, Obligations ⸗Verloosung. 2889 Bei der heute flattgebabten Verloosung der lorgel. Religionsgemeinde Obligattonen wurde die Obligation Nr. 12 à fl. 100. zur Rückzahlung auf den 1. Januar 1873 ausgeloost. Bemerkt wird, daß der Inhader zur Verfallzeit gegen Ablieferung der Obligation nebst Coupon und Talon bet dem Rechner der israel. Religionsgemeinde den Bettag in Empfang nehmen kann, indem dir Verzinsung von der Verfallzett an aufhört. Munzenberg den 13. Oktober 1872. zür den Vorstand der istgel. Religtonsgemeinde Münzenderg Marcus Engel. Steinerne Töpfe, Auswahl und billigst bei Friedberg. M. D. Loeb. Ein gewandtes Mädchen, 2881 wesches kochen kann und ein Hausmädchen werden gegen guten Lohn gesucht. Näheres dei der Expedition d. Bl. 2892 e Beginn des neuen Jahrganges! 23 28 esit Zeit zum Abonnement. 82 E Daheim. 8 0* S5 E- 2 88 2 8 Am 1. October eröffnet das Daheim ein neues Abonnement und ladet dazu jedes Haus ein, wo das Bek ürfniß nach einer guten, wertbvollen Unterbaltungs⸗ lectüre vorhanden ist. Möglichste Gediegenbeit in Wort und Bild, allseitige Anregung und Unterbaltung find Besirebungen des Dahelm. Nach Ablauf eines Jahres bildet der Jahrgang einen flattlichen Band von über 800 Seiten mit gegen 150 künstlerischen Bildern, ein werthvoller Bestandtbeil jeder Familiendibltothek. Zu Bestellungen empfebler sich Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Obstbäume. Hochstämmcen von Zwetschen, Mirabellen, Raine⸗ clauden und anderem Steinobst sowie Zwergstämmchen von verschiedenen Kernobstsorten sind in größerer Menge aus meiner Baumschule abzugeben. Friedbera. An- und Verkauf don Staats- Papieren, Anlehens⸗ 1744 loosen, Coupons zc. ꝛc. anter Zuficherung rerller Sedienung, Friedberg. J. A. Nauheim. Geld Cours. Frankfurt am 15. October 1872. 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Es werden deshalb Dritte, welche aus irgend einem Rechisgrunde Ansprüche an diese Immobilien glauben bilden zu können, aufgefordert, solche binnen 3 Monaten so gewiß dahler geltend zu machen, als sonst die Veräußerungsurkunden ohne Rücksicht auf 1 sie bestätigt, beziehungsweise die betreibenden Thelle im Grundbuche nach Maßgabe des Art. 29 des Gesetzes vom e 1 21. Februar 1852 als vermuthete Eigentbümer werden eingeschrieben werden. e Friedberg am 6. September 1872.. e Friedberg. Winterhandschuhe, 2717 Stauchen ꝛc. ꝛc. in schöner Auswahl bei Friedrich neben der Post. 2897 Unterzeichneter empftehlt Vorschriften Nr. 1 Besten Münchener Hefenansatz selbst zu bereiten ohne Hülfe einer anderen Brauerei, schützt gegen wilde, falsche Gährung und befördert kraftvolle Biergährung, wodurch glanzhelle, gesunde Biere erzielt werden. Nr. 2. Feinstes neuestes Bierbouquet zur Gäbrung nicht schädlich. Nr. 3. Junge Wiere schnell hell und altschmeckend zu machen. Nr. 4. Neustes Klärmittel ohne Spahne und Hausenblase, 10 Eimer mit 5 Sgr. Diese 4 gedruckten Vorschriften kosten 5 Thaler mit Garantie und stehen mehr, als 300 Zeugnisse zu Diensten. pr. Chemiker Ereuzburg, Verfasser der Theorie und Praxis der Bierbrauerei.(5888.) A. Ereuzburg in Heldburg bei Coburg. Faͤsser⸗Versteigerung in Frankfurta. M. 2900 Mittwoch den 23. Oktober. Vormittags 9½ Uhr, werden auf Bauer's Felsenkeller, Hainerweg Nr. 37, circa 250 überzählige gepichte in gutem Zustand befindliche Transport- und Lagerfässer 8—— versteigert. Das Auctionsbüreau von Janson& Bangel. Verloosung der Schwalheimer Kirchtnobligationen von 1872. 2902 Verloost wurden die Nummern 61, 84, 86 und 90. Die Beträge derselben sind am Schlusse d. J. bei dem Unterzeichneten in Empfang zu nehmen. Weitere Zinsen können nicht beansprucht werden. Schwalheim den 12. Oktober 1872. Wiederhol dd, Kirchenrechner. Mein Baumstück 0 0 0 2863 am Pfaffenbrunnen geht aus freier Hand zu ver⸗ ö kaufen. Ehr. Hofmann Wittwe. 2891 Ein Candidat der Theologle wünscht Privat⸗ Unterricht zu erthellen. Näheres bet der Expe⸗ ditlon d. Bl. Wurmpatronen das Stück zu 8 kr., Brustpastillen, 1585 ärzilich empfoblen als bestes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Hals- u. Brustleiden, in Schachteln à 17 kr zu haben bei Hofapotheker Sturmfels. filische Schellsische! 2829 jede Woche dlrekt aus der Nordsee, bet Wilh. Fertsch. von 30 bis 1500 Litres nebst einer Partie neuer Bodenstücke öffentlich gegen Baarzahlung“ Turnerfeuerwehr. 2904 Zum Begräbntsse unseres 2 0700 Herrn Friedrich Nees, welches um 4 Uhr Donnerstag slaltfindet, ladet sümmi· liche Mitglieder ein Der Verwaltungsrath der Turner⸗Feuerwehr. 7 4 2 Casino. 2890 Erstes Damen⸗Casino Sonntag den 20. 9920 ber 1872. Der Präfident: Curt ma n. Kitchweihfest zu Steinfurth 2899 Sonntag den 20. und Montag den 21. Oktober, wozu ergedenst einladet H. Rosenbecker's II. Wittwe. Lupe's Abschied. 2898 Am 13. d. M. reiste der verffandesschwache Ludwig Jung von bier, allgemein Lupe genannt, unter der Obhut des Herrn Wilh. Becker von hier nach Amerika zu seinen dort befindlichen Geschwistern, die ihn dringend verlangt hatten. im Bahnhofe trug er mir auf „ganz Friedberg Adieu zu schreiben.““ Durch die Wiedergabe seiner eigenen Worte glaube ich die Erinnerung an unseren„Lupe“ am besten aufrecht zu erhalten. L. G. 2901 Auswärtige Schüler(Real⸗, Einjährige ꝛc.), gute, ihre Ausbildung fördernde Aufnahme. Auskunft bei den Herren Seminarlehrer Wahl und a Bergrentmeister Nebhuth. Ein Metzgerbursche 2903 wird gesucht von. Frankfurt. Mühlsteine Friedr. Holl in Wormé. M. Sundheimer. 263 N find von ht on Die Sprechstunden wieder Morgens voa 9— 11 und Nachmittags von 3— 4 Uhr. Obrenarzt Dr. Wolf 2896 in Frankfurt a. M., Hochstraße 17. 65000) Jeinstes Vorschußmehl 2578 billigst bei M. D. Loeb Friedberg. Hillige Limburger Käse 2684 bei 8 Friedberg. A. Stahl Wittwe. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimupff. Bei seiner Abfahrt Ackerbauschüler, auch Schülerianen finden geeignete, 2 2 220 82 822 aber losen enorm feld. — wehr. tt 50 e, late u 17: tet . 1 1 175 0 *. Obober, I. Diet. 3 hie d. ant sscvet Lap tnt dettt ven in rel 6 Siu . seit Tn criben““ — t glault 5 eden n 12* 4 —— 1 uU! 80 46t anti. . neten Güterstücke, thötend: e —— —— Beilage. M123. Pfänder-Versteigerung der Pfand⸗ und Leih ⸗Austalt zu Friedberg 2788 Montag den 4. November l. J., Vormittags 9 Uhr anfengend, werden in biesigem Ratbhause alle bis zu diesem Termin die Verfallzeit erreicht habenden lund nicht aus gclösten Pfänder der hiesigen Pfand- und Leibanstalt, desteheyd in Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weißzeug, Manns und Frauerkleidern, goldenen und sbernen Taschenuhren, sowie sonsiege Gegenßände öffent⸗ lich meistbietend gegen Baarzahlung verfeigert. Gleichzeitig wird bemerkt, daß die Auslösung und Renovatson der Pfänder nur an den hierzu bestimmten Tagen, Dienssag Donnerstag und Samstag, stat finden kann und daß das Pfandbaus vom 2 November bis zu deendigter Verfleigerung geschsossen bleibt. Die Groß berzoglichen Bürgermeisteren des Kreises Friedberg werden ersucht, dies im Interesse ihrer Ge⸗ meint eangehörtgen ortsüblich bekannt machen zu lassen. Friedberg am 3. October 1872 Großherzogliche Bürgermetsterei Friedberg. Fouc ar. Holz- Versteigerung. 2877 Mitwoch den 23. d., Vormittags 10 Ubr, sollen um 5 Died'schen Kirchwalde dahier 1) 300 Buchenaflholz⸗ a 2) 200 Nadelholz.. Wellen, sowie alles Stecken⸗ unt Wellenbolz, welches von der früheren Versteigerung sitzen geblieben, aber noch nicht bezahl! üst, öffentlich an Ort und Stelle versleigert werden. Ziegendeig den 12. Oktober 1872. Rech Freihertlich v. Died'scher Oberförfler. Vergebung von Lieferungen. 2905 Mutwoch den 30. Oktober d. J., Vormittags 10 Uhr, werden in dem Landeszuchthause zur Lieferung ir 1873 im Summissionswege vergeben: 1) blaues und graues Leinengarn, Nr. 20, 2) Arbelts Utenftiten für Schuhmacher, Schneider und Näherinnen, 3) gebleichtes Leinengarn, Nr. 20(find Muster ein⸗ zufenden), 4) Seilerwaaren, 5) Roßbaare(sind Muster einzusenden), 6) Dielen und Latten, 7) Stahl, Eisen und Eisenwaaren, 8) Cölner Leim(find Proben einzusenden), 9) Zensterglas, 10) Eichenholzvauben zu Küferwaaren, 11) Soitttus, 12) Soda, cal fintrte, 13) Papier und sonstige Schreibmatertalien, 14) Reiserbesen(sind Muster einzusenden), 15) aus geschniuenes Leder zu Fußbekieungen, Rind⸗ leder, Schafleder und Webeischurzfelle. Die Summisfionen find bis zum obigen Termine in den vor dem Büreau der unterzeichneten Direktton nufgehängten„Summisssons kalen“ verschlossen und mi wer Aufschrist„Summission über Lieferung vonn 1 dersehen einzulegen und können dite Lieferungsbedingungen zäglich von 8—12 Uhr Vormittags und von 2—6 Uhr Nachmittags dabiet eingesehen werden. Marienschloß den 15. Oktober 1872. Gros herzogliche Landeszuchthaus⸗ Direktion. e e eee SGüter Der pach tung. 2906 Montag den 21. October d. J., Vormtitags 1 Uhr, sollen in hiesigem Ratbhhause die nachverzelch⸗ dem Augufstiner Schulfond dahier Gemarkung Friedberg. 1) Flur 7 Nr. 28 398 Klftr. Acker im kleinen Wartfeld, 8 214 79 3 2294 Acker im Groß⸗ 8. 79.6201 Kiftr. wartfeld nochmals öffentlich an den Melfibletenden verpachtet mit dem Anfügen, daß den Letztbietenden der Zuschlag urthellt werden soll. Zttedberg den 16. October 1872. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg. gouc ar. Güter ⸗ Verpachtung. 2937 Otlensag den 22. October d. J., Vormittags 10 Utr, sollen in hlesigem Ralhbause die der ersten Pfarret Friedberg gehörenden leihfälligen Güterßlücke in den Gemarkungen Frterberg, Zauerbach und Odlfsarl, sowelt solche nicht bereits genehmigt worden find, noch · mals öffentlich meifibietend verpachtet und bei ent⸗ prechenden Geboten den Letzibletenden unmitlelbar nach ber Verpachtung die Genehmigung ertbeilt werden. Friedberg den 17. October 1872. Orc ßherzogliche Bürgermeislerei Friedberg. Jouc ar. Oberhessischer Anzeiger. „ Bei Bindernagel& Schimpff sind in neuester Auflage und guten Einbänden alle in den hiesigen SJ f Ib 7 ch chu u er stets vorräthig. Lehranstalten Gekündigte Morddeutsche Zundes- Obligationen eingeführten 2868 nehme im Umtausche gegen andere Staats Obligationen zu 101 ¼ 9% als Zahlung ohne Spesen an. Friedberg. J. A. Nauheim. Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft. Directe Post-Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG& NEW-I10ORR vermittelst der Post⸗Dampfschiffe Germania, Sonnabend, 26. Det. Eimbria, Mittwoch, 6. Nov. Thuringia, Mitiwoch, 30. Oct. Morgens. Silesia, Mittwoch, 13. Mov. Morgens. Hammonia, Sonnabend, 2. Nov. Frisia, Mittwoch, 20. Nov. bassagepreise: Erste Cajüte Pr. Ert. Nihlt. 165, Zweite Casüte Pr. Crt. Rihlr. 100, Zwischendech Pr. Cri. Nthlr. 55. 25 Näheres bei dem Schiffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Hamburg, sowie den allein für das Großherzogthum Hessen zum Abschluß von Ueberfahrtsver⸗ trägen concessionirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie F. J. Bothof in Mainz (früher Carl Racké& Cie.) Friedberg bei Chr. Hecht. 228 Die als probates Hausmittel gegen Husten, Heiserkett, Verschleimung ꝛc. rühmlichst bekannten Stollwerck schen Orust-Gonbons in Original⸗Pocketen à 14 kt. ssets vorräthig in Friedberg bei Wilh. Fertsch, in Butz dach del Val. Wießler, in Hungen bet A. Buch, in Bad⸗ Nauheim bei Ph. Jace. Weiß. 366 Pferde- und Wagen- Dersleigetung in Homburg b. d. 9. Dienstag den 22. Oktober l. J., Vormittags 9 Uhr ansangend, läßt der Unterzeichnete in sesher Nebausung„Schwedenhof“ in Hombulg v. d. H. gegen gleich baare Zahlung versseigern: 30 Pferde, e 9 nemlich: 6 Landauer, wenig gebraucht, elegant; 4 Glas⸗Caleschen eine neu, die 20 Wagen, andern ein und zweispannig; 2 Mnlords, Victoria, zweisitzig; 1 Phaeton, zum Veisetzen, elegant; 1 Coupé, wenig gebraucht; 2 Breaks, vielsitzeg; 1 Break, achtsitzig mit Verdeck, in gutem Slant; 2 Korbwagen, drei, und vierfitzig, ein⸗ und zweispännig, 1 Korbwagen, viersitzig, mit Doppel⸗Verdeck 5 gerner Schlitten⸗Untergestelle zu den dorbwagen, mehrere gutgehaltene Pferdegeschirre, Schellen⸗ geläute ꝛc. ꝛc. i Nähere Auskunft kann Herr Kreisthierarzt Rübsamen in Homburg v. d. H. ertheller. 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