1872. Dienstag den 17. September. 109. Oberhessischer Anzeiger. te. den donm i l . Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Ang. „ 1 2 hessen Amtlicher Theil. 16 Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: Nr. 40. sub 1. Bekanntmachung, Abänderung des Post⸗-Reglements vom 40. Nov. 1871 betr. Friedberg am 13. September 1872. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. N Ter a p p. nstlerin. 1 Betreffend: Die Aufbewahrung seuerfangender und gefährlicher Gegenstände. Friedberg am 12. September 1872. in Sratt Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg mm die Großherzoglichen Bürgermeistereien, die Großherzogliche Polizeiverwaltung Bad⸗Nauheim, den Großherzoglichen Polizeicommissär Kult zu Wickstadt und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises. — 5 Da nach verschiedenen Wahrnehmungen die in obiger Beziehung bestehenden Vorschriften nicht überall beachtet werden, so folgen * bieselben nachstend in Abdruck und weisen wir Sie an, solche in Ihren Bürgermeistereien wiederholt bei der Schelle veröffentlichen, auf deren an Buünktlichste Handhabung durch das Polizeipersonal achten und Zuwiderhandlungen zur Anzeige bringen zu lassen. In gleicher Weise wird N er Gensdarmerie aufgegeben, Ihr Augenmerk auf diesen Gegenstand zu richten und in eintretenden Fällen Anzeige zu erheben. ppenhtinern 5 Trapp. „§. 367 sub 6 des Reichsstrafgesetzbuchs.§. 368 sub 5 des Reichsstrafgesetzbuchs. Ati ½8 Ul. Mit Geldstrafe bis zu fünfzig Thalern oder mit Haft wird bestraft: nt u kn Ser Waaren, Materialen oder andere Vorräthe, welche sich leicht von selbst ent⸗ % ei en, finden oder leicht Feuer fangen, an Orten oder in Verhältntssen aufbewahrt, wo rige Abe: dre Entzündung gefährlich werden kann, oder, wer Stoffe, welche nicht ohne Ge⸗ aht einer Entzündung bet einander liegen, ohne Absonderung aufbewahrt. köckert. Art. 147 des Polizetstrafgesetzbuchs. —— 9 Stroh, unausgedroschenes Getreide, Deu, Grummet, dürrer unbereiteter Hanf ind Flachs, dürre Streumittel und dergleichen leicht entzündliche Gegenstände dürfen 5 0 8 5 inter freiem Himmel zum Zwecke längerer Aufbewahrung in größerer Menge, bet Hoffnann. Zermeidung einer Strafe von 1 bis 3 fl., nicht anders als in einer Entfernung don hundert Fuß von jedem nicht feuersicher gedeckten, fünfzig Fuß von jedem feuer⸗ N scher gedeckten und mit einer Feuerung versebenen, endlich dreißig Fuß von jedem 8 on- anderen feuetsicher gedeckten Gebäude, aufgeschichtet werden. —— Art. 152 des Polizelstrafgesetzbuchs. Wer den Verordnungen der Staatsregierung wegen der bei dem Verkehr U inn db. nit Streichfeuerzeugen(Zündhölzchen) zu beobachteten Vorsichtsmaßregeln“) zu⸗ 1 Mit Geldstrafe bis zu zwanzig Thalern oder mit Haft bis zu vierzehn Tagen wird bestraft: Wer Scheunen, Ställe, Böden oder andere Räume, welche zur Auf⸗ bewahrung feuerfangender Sachen dienen, mit unverwahrtem Feuer oder Licht be⸗ tritt, oder sich denselben mit unverwahrtem Feuer oder Licht nähert. Art. 167 des Polizeistrafgesetzbuchs. In den in dem vorhergehenden Artikeln bezeichneten Orten, wo leicht feuer⸗ fangende Gegenftände fich befinden, bei der Zubereitung von Flachs und Hanf, sowie dei dem Auf- und Abladen von Heu und Stroh innerhalb der Ortschaften darf, bet Vermeidung einer Strafe von 30 kr. bis 5 fl., nicht Tabak geraucht werden. Bet gleicher Strafe ist es verboten, an den bezeichneten Stellen und dei den erwähnten Arbeiten die noch gümmende Asche aus der Tabackspfeise auszuleeren oder die noch brennenden Cigarren auf die leicht feuerfangenden Gegenstände oder nahe an solche hinzuwerfen. chemischer Reibfeuerzeuge und Zündhölzer auf dem Rhein und Art. 59 der Neckar⸗ piderhandelt, soll mit einer Geldbuße von 1 bis 10 fl. bestraft werden. er Beinel. 111— schifffahrtsordnung vom 1. Juli 1842(S. 62 des Reggbl. v. 1843) wegen Ver⸗ 2) Vergl. Verordnung vom 4. April 1856(S. 109 des Reggsbl.) und sendung von Streeichfeuerzeugen und Zündhölzern auf dem Neckar. aten, Hekanntmachung vom 27. Dezbr. 1843(S. 33 des Reggsbl.) wegen Versendung(Siehe Anhang: Verordnung v. 4. pril 1856.) —— betreffend: Die Einführung einer allgemeinen Einkommensteuer. Friedberg den 15. September 1872. 8 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürger meistereien des Kreises. elbmachel. Seitens eines Großherzoglichen Steuercommissariats ist uns mitgetheilt worden, daß in einzelnen Gemeinden die nach Art. 33 des . 2. Hesetzes vom 21. Juni 1869, die Einführung einer allgemeinen Einkommensteuer betreffend, zu bildenden örtlichen Einschätzungscommissionen nicht gesetzlich zusammengesetzt sind, indem alle gewählten Mitglieder dem Ortsvorstande angehören, was unzulässig ist. It, Es ist weiter bemerkt worden, daß die nach der Anweisung vom 17. April 1870 eingeführten Personenstandsregister im Jahre 1870 ken in den meisten Gemeinden zwar richtig aufgestellt, in vielen jedoch sehr unvollständig fortgeführt werden. Auch sollen die nach der genannten r. Anweisung in§. 16 ꝛc. vorgeschriebenen Ab- und Zugangsverzeichnisse aus den einzelnen Gemeinden den Steuercommissariaten fast gar nicht zukommen. dt Bum Wir sehen uns deshalb veranlaßt, Sie auf die deßfallsigen Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam zu machen, daß die Nicht— „ irfüllung oder unpünktliche Erfüllung der Ihnen bezüglich der Einkommensteuer zugewiesenen Functionen unangenehme Maaßregeln zur Folge 5 1 laben würde, eventuell das Versäumte durch Commissäre auf Ihre Kosten erledigt werden müßte. Gelegentlich der Rundreisen werden wir Lem ins verlässigen, ov Sie Ihren Obliegenheiten nachkommen. 56 a 5 — un Da wo eine ungesetzliche Zusammensetzung der örtlichen Einschatzungscommission vorhanden ist, hat sofort nach Maaßgabe des K Gesetzes eine Neubildung zu erfolgen. Ter a p p. „ e ent m de c un *, ee Letreffenb: Die Ausstellung von Obst⸗ und anderen Erzeugnissen der Landwirthschaft zu Friedberg. ö * In Verbindung mit einer Obstausstellung sollen, wie bekannt,[die Buͤrgermeister Schmid zu Reichelsheim, Reitz zu Södel, Weiß de zur Wiener Ausstellung gesammelten landwirthschaftlichen Produete] Schneider zu Ostheim, die Lehrer Epple zu Ockstadt, Hahn zu ——— vor ihrer Absendung im Simon'schen Saale dahier ausgestellt werden.] Södel und Bergrentmeister Nebhurh zu Friedberg— oder direct Um dabei ein vollständiges Bild von der Mannigfaltigkeit und[hierher an die Herren Beigeordneten Steinhäuser, Lehrer Lang m. Vorirefflichkeit der Wetterauer Felderzeugnisse zu gewinnen und zu und Weinel, sowie Productenbörse- Secretair Fa atz. „ gewähren, sollen, außer Obst und den für Wien gesammelten Gegen— Was das Obst anbelangt, so haben die Herren Buͤrgermeister lach, landen, auch diejenigen landw. Erzeugnisse hier Ausstellung finden, bei der bevorstehenden Versteigerung und Nberntung des den Gemeinden 7 de zu einer langeren Aufbewahrung und dem weiten Transport nach zustehenden Obstes die beste Gelegenheit, eine ausgedehnte Sorge um * Bien nicht geeignet sind. Dahin gehören, neben Obst, auch Wurzel⸗ unsere Ausstellung zu bethätigen. Gerade hierum will ich mit Gegen⸗ n gewächse aller Art, Kraut ic. wärtigem dringend gebeten haben. 5 Z eptht Alle Landwirthe ersuche ich daher, schöne und interessante Das Naͤhere der Ausstellung wird vorher zur allgemeinen gab bel remplate aller Producte des gesammten Feld⸗ und Gartenbaues für[ Kenntniß gebracht. N. de bezeichnete hiesige, Anfangs October stattfindende Ausstellung noch Friedberg, den 15. September 1872. 91. n Laufe dieses Monats abzuliefern, entweder an die Herren, welche Die Ausstellungscommission. 30— de Wiener Gegenstände sammeln: die Oeconomen Hill zu Fauer⸗ Für dieselbe: „ ach b. Fr., Friedr. Keil zu Melbach, Kammer zu Gambach; Haas, Kreisassessor. ———— formation über die dort eingeführten Einrichtungen. Deutsches Reich. Darmstadt. Nach dem Reichsanzeiger wurden v. Strantz, Major, beauftragt mit der Führung des 2. Großh. Hess. Drag.⸗Regts.(Leib⸗Drag.“ Regts. Nr. 24), zum Commandeur dieses Regi- ments ernannt. v. Lepel, Major vom Rhein. Kür. Regt. Nr. 8 und commandirt als Adj. beim Gen.⸗Commando XIV. Armee⸗Corps, unter Ent⸗ bindung von diesem Commando, zum etatsmäß. Stabsoffizier im Regiment ernaunt. Berlin. Der„Reichsanz.“ veröffentlicht die Verordnung, betreffend die Einführung der Militär⸗ Ersatz ⸗Instruction in Elsaß Lothringen, vom 26. März 1872. — Um die Schnellzüge auf einen möglichst hohen Grad von Vollkommenheit zu bringen, be⸗ reisen gegenwärtig technische Oberbeamten der Staate⸗Eisenbabnen ausländische Routen zur In- — Laut Verfügung vom 5. d. M. sind Post⸗ karten mit angefügten Waarenproben fortan unbe— dingt von der Beförderung auszuschließen. — Seit 1859 sind acht feste Brücken über den Rhein erbaut worden und dem Verkehr über⸗ geben, bei Straßburg, Mannheim, Mainz, Coblenz, Köln, Hamm, Kuilenburg und Rommel; zwei stehende Brücken sind im Bau begriffen: bei Duis- burg und bei Wesel; projectirt sind weitere feste Rbeinbrücken bei Breisach, Worms, Mainz, Köln, (zwei neue) und Ruhrort. Zur Erleichterung des Verkehrs zwischen dem elsässischen und badischen Ufer werden auf Rechnung der beiden Regierungen acht Schiffbrücken hergestellt — Der„A. Allg. Ztg.“ wird telegraphirt: „Wie verlautet hat der Kaiser von Oesterreich die Einladung des Kaisers Alexander zu einem baldigen Besuch in St. Petersburg angenommen. — Gegenüber von verschiedenen Deutungen des vom Kaiser Alexander von Rußland beim Gala⸗ Diner am 7. d. M. im königlichen Schlosse aus- gebrachten Toastes, wird hiesigen Blättern durch Ohrenzeugen versichert, daß derselbe nicht auf die „tapfere preußische Armee“ gelautet, sondern daß Kaiser Alexander sich an den Deutschen Kaiser wendend die Worte gebraucht habe:„Auf das Wohl Ihrer braven Armee!“— Die„Spen. Ztg.“ enthält das Dankschreiben, welches Fürst Bismarck an den Mr. Kinnaird für Ueberreichung der Adresse englischer Notabeln gerichtet hat. Das⸗ selbe lautet:„Berlin den 10. Sept. 1872. An den ehrenwerthen Herrn Arthur Kinnaird, Mitglied des Parlaments von Großbritannien und Irland. Ich sage Ihnen und den Herren Mitunterzeichnern der Adresse, welche Sie mir zu überbringen die Güte gehabt haben, für diesen ermuthigenden Zu⸗ spruch meinen verbindlichsten Dank. Ihre Kund⸗ gebung hat einen um so höheren Werth, als sie aus dem Lande kommt, welches Europa in den letzten Jahrhunderten als Bollwerk der politischen und religibsen Freiheit schätzen gelernt hat. Sehr richtig würdigt die Adresse die Schwierigkeiten des Kampfes, welcher uns gegen den Willen und gegen die Erwartung der deutschen Regierungen aufge⸗ nöthigt worden ist. Die staatliche Aufgabe, den confessionellen Frieden und die Gewissensfreiheit Aller gleichmäßig zu schützen, würde auch dann keine leichte sein, wenn sie den Regierungen nicht durch den Mißbrauch berechtigter Einflüsse und und durch künstliche Beunruhigung gläubiger Ge— müther erschwert würde. Ich freue mich, mit Ihnen in dem Grundsatze einverstanden zu sein, Herren Mitunterzeichneter bringen zu wollen und die Versicherung meiner vorzüglichen Hochachtung zu genehwigen. gez. v. Bismarck.“ das Gerücht von einem Ausfall in den Steuer⸗ Erträgnissen im Betrage von 90 Millionen. D Minister des Innern erklärte, daß die angegebenen Ziffern unrichtig seien. Aboville verlangte Auf⸗ daß in einem geordneten Gemeinwesen jede Person und jedes Bekenntniß das Maß von Freiheit ge nießen soll, welches mit der Freiheit der übrigen und der Sicherheit und Unabhängigkeit des Landes vereinbar ist. In dem Kampfe für diesen Grund⸗ satz wird Gott das deutsche Reich auch gegen solche Gegner schützen, welche Seinem heiligen Namen den Vorwand für ihre Feindschaft gegen unsern innern Frieden entnehmen; aber jedem meiner Landsleute wird es gleich mir zur be: sonderen Genugthuung gereichen, daß Deutschland in diesem Kampfe die Zustimmung der zahlreichen und gewichtigen englischen Stimmen gefunden hat, Ich bitte Sie, meinen aufrichtigen Dank zur Kenntniß Ihrer deren Ausdruck ihre Adresse enthält. spruch der anderen Schiedsrichter bezüglich der durch die„Alabama“ verursachten Schäden, nicht aber bezüglich der anderen Kaperschiffe beistimmt. Zu Ehren des glücklichen Ausganges der Conferenz wurden 22 Kanonenschüsse gelöst. Sclopis hielt eine Schlußrede, welche mit Befriedigung aufge- nommen wurde. Frankreich. Paris. In der Permanenz⸗ Commission verlangte Renneville Aufschlüsse über erhalten für die 6 wöchentl. Dauer des Cursus ein Stipen dium von je 40 Thlr. Die Unterrichts⸗Gegenstände um! fassen Geometrie, Chemie, Leben der Pflanzen und Thiere mit Demonstrationes Obstbau, landw. Betriebslehre und Exkursionen. 10 Lehrer fungiren die Herren v. Langsdorff, Generalsecrelst der Centralstelle für Landwirthschaft, Dr. Metzler, Dr. K Dr. Hallwachs, Prof. Kumpa und Hofgärtner Noack. Barmstadt. Ein Herr v. Schlagintweit, welcht Physik, Zeichnen, Uebungen in Ansiellen chemischer und physikalischer Versuche, Bau und sich seit längerer Zeit hier aufhält, wurde am 11.. 1 — In diesen Tagen, so heißt es, gehen von 2 hier Cireularschreiben an die deutschen Gesandten schlüsse über die Einstellung der Minir- Arbeiten 4775 bei den auswärtigen Höfen ab, worin dargethan am Eingange des Mont Cenis Tunnels. Der 1 05 10 ist, was die Kaiser-Entrevue gewollt und was Minister erwiederte, daß die Regierung keinem J 4 sie zu Stande gebracht hat. Oesterreich und fremden Einflusse oder Druck gehorcht habe. Auf ume! Rußland werden ihre Gesandten in gleicher Weise eine Anfrage Pagés-⸗Duport's erklärte der Minister, 10 informiren. daß die Unterhandlungen wegen Erneuerung der J 115 — Der Kaiser, der Kronprinz und Prinz Handelsverträge mit guter Hoffnung auf eine Dutch Karl sind von Marienburg wieder zurückgekehrt. Verständigung betrieben würden. a sopie Danzig. Der„Danziger Zeitung“ wird— Bezüglich der Antwort des Ministers des ae aus Marienburg gemeldet, Bischof Krementz habe Innern auf die Anfrage Renneville's, den Ausfall! Cg dorthin die Anzeige gelangen lassen, daß er zur in den Steuer- Erträgnissen betreffend, ist nachzu⸗ empfe Säcularfeier nicht kommen werde. tragen, daß der Minister des Innern hinzufügte, Besuch Marienburg. Am 12. Sept. traf Se. daß die Einnahmen des zweiten Halbjahres die gore Majestät der Kaiser mit dem Kronprinzen und Verminderung des ersten ausgleichen würden. 1 f dem Prinzen Friedrich Karl hier ein und hielt— Eine Note im„Journal officiel“ gibt ein Cee unter Glockengeläute und Kanonendonner, sowie Exposé über den Frankfurter Friedensvertrag, Erk unter dem enthusiastischen Jubel einer zahllosen welcher in Frankreich und Deutschland hinsichtltih— Menschenmenge seinen Einzug in die festlich Nie Hauptpunkte verschieden ausgelegt werde, schmückte Stadt. nämlich 1) betreffs der französchen Untherthanen, 365 — Bei der Huldigung der Vertreter der Kreise welche in den abgetretenen Gebieten geboren und 19 Westpreußens, Ermelands und des Neerinele gegenwärng daselbst domicilirt seien, und 2) be⸗ undi hielt der Oberpräsident der Provinz Preußen eine treffs der Nationalität der Minderjährigen. Die fo d Ansprache an den Kaiser, worin er nach einem Note schließt:„Die Regierung bält es für ihre 0 Hinweise auf die Huldigung von 1772 und die Pflicht, den Betheiligten diese Verschiedenheiten der an Geschichte Westpreußens seit diesen Jahren der Auslegung, welche sie soviel als möglich be- tiefgefühlten Dankbarkeit der vertretenen Landes- kämpfte, ohne daß es ihr sie zu beseitigen ge: theile Ausdruck gab, das Gelübde unverbrüchlicher lungen wäre, bekannt zu geben.“ 1 Treue und unbegrenzter Hingebung in deren Namen— Das amtliche Blatt veröffentlicht ferner 3 erneuerte und die Bitte aussprach, der Kaiser eine Aufstellung, betreffend die Einnahme des J möge diese abermalige Huldigung Westpreußens, ersten Semesters von 1872. Danach ergaben dien Ermelands und des Netzdistriets gnädigst entgegen- directen Steuern 22 Millionen mehr als die voran: zur nehmen und diesen Landen sein Vertrauen und gegangenen Monate im Durchschnitt ergeben batten. 8 seine Huld bewahren. Der Oberpräsident schloß Die indirecten Steuern ergaben 88 Millionen l mit den Worten:„Gottes Schutz und Segen sei weniger als man veranschlagt hatte. Diese Min⸗ immerdar Ew. Majestät.“ Der Kaiser antwortete: dereinnahme sei das vorhergesehene Resultat von 22 „Der Frühjahrsdeputation habe ich mein Er- voraus bewirkten Anschaffungen und Schmuggel. scheinen versprochen, wenn Zeit und Gesundheit Die Einnahmen stiegen indeß schon wieder rapid 201 es gestatten. Beides ist zu meiner Freude einge⸗Tund würden die Voranschläge Ende 1872 erreichen. 0! treten. Deshalb bin ich hier zu Ehren des Tages.— Thiers ist am 14. in Havre angekommen“ eite Große Ereignisse sind über das Vaterland ge⸗ und wurde ihm ein enthusiastischer Empfang zu kommen, die größten in den letzten Jahren, die Theil. Der Maire hielt eine Ansprache an den Preußen an die Spitze Deutschlands gestellt. Die Präsidenten der Republik, worin er Namens der— Gefühle, die Sie darbringen, nehme ich mit voller Bevölkerung der Stadt Havre den Gefühlen der Ueberzeugung, mit Dankbarkeit und in der Hoff- Dankbarkeit, von welchen die letztere gegen den 10 nung an, daß auch Die, welche ein volles Ver- Präsidenten beseelt sei, Ausdruck gab und den 15 ständniß für das Geschehene noch nicht haben, Präsidenten ermutbigte, die Republik zu begründen. 10 dasselbe bald erlangen werden. Gebe der Himmel, Thiers dankte und sprach sein Vertrauen in die daß solche Erwartungen sich erfüllen.“ Größe Frankreichs aus. Gegen die Mitglieder Coblenz. Die hiesige königl. Regierung hat(des Municipalraths äußerte Thiers:„Die neuen. eine Verfügung an die Landcäthe und Schul: Steuern werden ermöglichen, das Gleichgewicht“ Inspectoren ihres Bezirks gerichtet, worin sie vor des Buogets zu erreichen. Wir haben sehr gute“ 2 der Theilnahme der Beamten an dem in Mainz Nachrichten aus England; wir wollen nicht den[ 100 ins Leben gerufenen und auch hier im Entstehen Freihandel vernichten und wir werden wohl dahin“ 2. begriffenen„Verein der Katholiken Deutschlands“ gelangen uns zu verständigen. In einem Jahre 5 warnt, und zwar wegen der„reichsfeindlichen werden wir Ueberschüsse haben. Man muß 1 Tendenzen“ des genannten Vereins. Frankreich und Europa für das Vertrauen, welches“ Nürnberg. Ludwig Feuerbach ist am 13. d., sie bei der letzten Anleihe bewiesen haben, dankbar 68 Jahre alt, verschieden. sein. Die Departements Marne und Haut- Marne 4 sind im Begriff geräumt zu werden. Sie würden Ausland es schon sein, wenn die in den anstoßenden De“ Schweiz. Bern. Das Diner zu Ehren partements für die deutschen Truppen zu errichten 1 des Alabama⸗ Schiedsgerichts nahm einen glänzen. den Barackenlager fertig gestellt wären. In deen f den Verlauf. Bundes präsident Wilti toastirte auf Wochen wird dies der Fall sein. Der äuß e. das glückliche Resultat des Schiedsgerichtes, Graf Frieden ist gesichert. Ich werde es mit angelegen 1 Sclopis auf die gastliche Schweiz. sein lassen, den innern Frieden herzustellen un: 1 40 Genf. In der Sitzung des Schiedsgerichts werde fortfahren in dem bisherigen Geiste 6 vom 14. d. verlas Präsident Sclopis das Er- regieren.“ 2 K kenntniß, demzufolge England zur Zahlung von eder Reihe von Ja 15,500,000 Dollars in Gold verurtheilt wird. dad dene redn lrende s Uene lee 9 Das Urtheil ist von vier Schiedsrichtern unter- 1 e e Ae Ms zeichnet, während der fünfte Schiedsrichter, Cock⸗ Nersede ist von ehrern esucht, von denen 1 5 %%% ̃ abgegeben hat, in welchem er nur dem Urtheils⸗ Letztere sind von der preußischen Regierung gesandt und f Man f 1 ist nacht dinznee „ dinzufugn un daldiabres N tigeben batte 88 Million 4. Diese Mir „ aiultat be Gunten ad Schnugg A witdtt rah 1872 entichn 1. angtkounn tt U 9 kracht uu der u Nentnt dl Gefühlen dt ——————ꝛů—— ů— — e unweit des neuen Friedhofs von einem verdächtig aussehen⸗ den Individuum hinterrücks überfallen und erhielt mit einem Stocke einen gewaltigen Schlag auf Bensheim. Am 24. d. wird hier permanente Lehrmittel Ausstellung ist nicht allein von localer hauptsächlich darauf berechnet, sammten“ sowie die mit Fachkenntmiß ge unter der Leitung des Gr. hierselbst, wird sie von großem Schulmänner, überhaupt für jeden empfehlen allen Interessenten auf's Besuch, der ihnen ein anschauliches Bild währen wird. Von der Bergstraße. Gegend eine recht gesegnete. Ertrag wie seit langen Jahren nicht. ihn betäubt zur Erde warf. Offenbar hatte der Verbrecher, als welchen man den Raubmörder Völker(7) vermuthet, einen Beraubungsversuch beabsichtigt, an dessen Ausführung er nur durch eine unerwarset herbeigeeilte Hülfe, welche ihn nötbigte, die Flucht zu ergreifen, gehindert wurde. Ausstellung eröffnet werden. Bedeutung, sondern das Interesse der„ge— deutschen Lehrerwelt anzuregen und zu erhalten. Durch die Reichbaltigkeit der ausgestellten Gegenstände, troffene Anordnung derselben, Seminarlehrers Herrn Köpp Interesse für Gebildeten sein. Angelegentlichste den Forischritts auf dem Gebiete des Lehrmittelwesens ge: den Kopf, der] je E eine allgemeine Die 9 d b des modernen d Gerste und Hafer waren sowobhl quantitativ als auch qualitativ vortrefflich, Der Tabak verspricht ebenfalls in Dickrüben ꝛc. stehen sehr schön sagen, denn es hängen im Ganzen wenige Trauben an hofft forbdauernder günstiger Witterung der Wein ein guter werde. zu unserer landwirthschaftlichen Ausstellung im höchsten Grade. erheben konnten, ob man bis zum Eröffnungstage das Blumenbeeten, Gebüsch und Springbrunen binzustellen, be so ist dieses heute nicht der Fall. E Lehrer, und Leben. Wir noch von den Axt und Hammers genommen und so erfolgen denn in d noch Anmeldungen, Die Ernte war in unserer Bei der großen Rolle, Die Wiesen lieferten einen zucht spielt, bei der Wichtigkeit, Kobl, Korn, Spelz, Rheingau im Weinbau, die umgebenden g vorzüglich zu werden. Auch Kartoffeln, und versprechen reichen Von den Weinbergen läßt sich nicht dasselbe genommen nur sehr den Stöcken; doch hofft man, daß bei der Beziehun rttag. Au Mainz. Das Wetter begünstigt die Vorbereitungen Wenn sich vor einigen Tagen noch leise Zweifel dem harten öden Boden roße Werk vollenden werde, auf mit es, Schloßplatzes eine große geschmackvolle Halle Alles gewinnt Form Die Auspackung hat schon begonnen, obschon Wie es gewöhnlich geschieht, haben die In- egleitet. zu Anfang zu leicht ustriellen die Bedeutung der Sache die besser früher geschehen die Mainz selbst in der Blumen⸗ 9 hessens u. s. w. für die Landwirthschaft so regen Industrie kann unsere Stabt als ein glücklich werden und es steht wobl außer allem Zweifel, daß de r veste Erfolg das große we 8 ke. 30 ke.; Hafer(60 K.) 4 fl. chlägen der Handwerker 7 fl. 4 1(90 K.) er l tzten Stunde(per wären. 100 Kilogr.) 9 fl. 22. die der nahe gelegene Spelz(per Provinzen Rhein-(per im Ackerbau haben, im Centrum einer gewählter Mittelpunkt bezeichnet mühevolle Werk des Comites krönen rde. Die Zahl der Aumeldungen beläuft sich im igenblick schon nahe an Tausend, da aber, wie gesagt, deren noch fortwährend erfolgen, so kann diese Ziffer noch nicht als definitives Schlußresultat betrachtet werden. Warnktberichte. Grünberg, 14. Sept. Die Preise auf unserem uligen Fruchtmarkle betragen: Watzen(100 Kilo) 13 fl. Korn(90 K.) 8 fl. 14 kr.; Gerste(80 K.) 7 fl. 10 kr.; Molter(90 K.) 30 k.; Erbsen(110 K.) 8 fl. 53 kr.; Saamen 15 fl. 5 kr.; Kartoffeln(100 K.) 2 fl. 15 kr. Mainz, 13. Sept. In der Halle: 169 Sack Wa zen Sack 100 Kilogr.) 14 fl. 37.— 17 Korn(per Sack — 6 Gerste(per Sack 100 Ktlogrt.) fl. 30.— 3 Hafer(per Sack 100 Kilegr.) 8 fl. 12.— ack 100 Kilogr.)— fl.—. 1 Kartoffeln 100 Kilogr.) 2 fl. 20 bis 3 fl. tag den 19. l. Mis. Nachmittags 1 Ubr, schaftsgebäude des Herrn Melchlor zu den vor det 1) 680 Cubikmeter Rickenderger Sand⸗ fieine(oder Pohl und Kirch⸗Gönser Kalksteine] veranschlagt zu 2) 27000 Stück Russensteine 3) 270 Bütten Kalk 439) 156 Cubikmeter Rockenberger Sand Ote Bedingungen und Voranschlag kö zur Versteigerung täglich auf unierzeichnetem Bureau eingesehen werden. Friedberg am In Verhinderung des Schnitzel, Bauaccessist. 1 Aepfel-Versteigerung. 2547 Freisag den 20. September d. 1 10 Ubr, sollen die der biesigen Gemeinde geböri circa 150 bis 200 Malter, stammweise versteigert werden. Berstadt den 9. Septemder 1872. Großberzogliche Bürgermeisterei Berstadt. W. O bst ⸗ ten A 2512 Dienstag den 17. September d. 10 Uhr, werden auf landgerichtliche 3. September d. J. in der Bebausung des Gastwirths Carl Friedrich Walz dahler nachstehende Schuldenwesen gehörende Gegenstände, 3 kupferne Braulessel, 1 elsernes Kühlschiff mit Malzdarre, 1 eiserner Roßgang, 3 Kelter und mehrere Pumpen öffentlich an den Meiftbietenden verstelgert. rg den 7. September 1872. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 5 Fouc ar. Friedbe Versteigerung von Maurermaterialien. 2563 Die zur Erbauung eines neuen Haftlokals zu Butz⸗ bach erforderlichen Mautermaterialen(welche im Herbste und im Laufe des Winters anzufahren sind) sollen Donners⸗! Verfsleigerung vorgelesenen Bedingungen an den Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden: 10. September 1872. Großberzogliches Kretsbauamt Friedberg. Versteigerung. 2548 Mittwoch den 18. d. M., des Morgens 10 Uhr, bestehend in Aepfeln Vormittags gen Aepfel, befinden, öffent- nzeige. J., Vormittags Verfügung vom zu dessen als: Lieferung von Steinkohlen⸗Oefen verbunden mit Schlosser-Arbeit. Künftigen Mittwoch den 18. d. Mis, Vormittags sollen auf dem Büreau der Garnison⸗Verwal⸗ 6 Stück neue Steinkohlenöfen à elrea im Ganzen veranschlagt zu 84 Thlr., mit verbundene Schlosser⸗ arbeit, veranschlagt zu 70 Thlr., mittelst öffentlicher Lusttragende wollen ihre chen die Abgebote in Prozenten anzu⸗ geben sind, frankirt und mit der Aufschrift„Submission Lieferung und Schlosserarbeit in der auf genanntem Büreau, zur Einsicht offen 2586 10 Uhr, tung Butzbach 210 Pfund schwer, a in Lieferung, sowie die da Submission verdungen werden. Offerten, in wel auf Steinkohlenöfen⸗ Dragoner⸗Caserne zu Butzbach“ ö woselbst die Kostenanschläge sederzeit liegen, abgeben. Butz bach de Steinerne Töpfe, 2577 Glas und Porzellan, Spiegel in großer Auswahl und billigst bei zrtedberg. M. n 13. September 1872. Großherzogliche Garnison verwaltung. Grüntg. tretend erachtet. 1 Friedberg den 6. September 1872. Groß herzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Allwohn, Landrichter. Landgerichts Assessor. Aepfel⸗Versteigerung. 2598 Freitag den 20. d. M., Vormitiags 10 Ubr, sollen die der biesigen Gemeinde zustehenden Aepfel elrca 15 bis 20 Malter, an Olt und Stelle öffentlich verfleigert werden. Ziegenberg am 11 September 1872. Großberzogliche Bürgermeisteret Langenhaln. Rumpf. Arbeits ⸗Versteigerung. 2587 Dienstag den 17. September, Vormittags 10 Uhr, soll in der Wuüthschaft der Frau Rosenbecker Wittwe zu Steinfurth für 119 fl. Weißbinderarbeit einer offentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Gambach am 12. September 1872. Schneider, Obst⸗ Versteigerung. 2588 Mittwoch den 18. d. M., Nachmittags 1 Ubr, soll das hiesige gemeinheitliche Obst, circa 150 Malter Aepfel(größtentheils Tafelob) und einige Bäume Zwetschen verfseigert werden. Södel am 13. September 1872. eee ftetet Södel. e Utz. O bst ⸗ Versteigerung. 2591 Donnerfiag den 19. d. M., Mittags 1 Uhr, sollen durch den Unterzeichneten in der Freiherr v. Löw'schen Allee zu Wisselspeim„ 1) circa 25 Malter Aepfel, 2) 1 Baum mit Birnen an Ort und Stelle an den Melstbietenden versteigert werden. Wisselsheim am 14. September 1872. Großherzogliches Ortsgericht Wisselsheim. 0 dofman n. Wurmpatronen das Stück zu 3 kr., Brustpastillen, 1585 ärztlich empfoblen als bestes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Hals u. Brustleiden, in Schachteln à 17 kr zu haben bei Hofapotheker Sturmfels. Blauer Vitriol Aufforderung. Fe a Jar 5 0 2590 Nachdem Großberzogliches Hofgericht der Provinz AI. 9 01 1 me Oberbessen durch Verfügung vom 8. Jult d. J den förm⸗“ 7 ichen Concursproceß über das Vermögen des Karl Let 2578 billigst bei in dem Wirth⸗bäuser von Ober-⸗Florstadt, welches um 560 fl. 38½ kr. Friedberg. M. D. Loeb. Butzbach unter üderschuldet ist, erkannt bat, so werden alle Gläubiger ä 2 desselben aufgefordert, Forderungen und sonftige Ansprüche Ohne Medtein. 1 bel Meidung des stillschweigend erfolgenden Ausschlusses von der Mosse im Termin— ee rei e. 0 87— „ ene ee en ene, 324,—„anzumelden und zu begründen, sowie etwaige Vorzugs⸗ kranke fiaden auf naturgemäßem Wege selbft 540˙5„echte getend zu machen, 5 in verzweifelten und von den Aerzten für E 200%— 9 Im Termin soll die Güte versucht und im Falle sie 2 unbeilbar erklärten Fällen radicale Hei⸗ 2 anen auch bis sehlschlagen sollte, Gläubigerausschuß und Massecurator lung hres Leidens— erwählt und sonstige Beschlüsse wegen Veräußerung der 8* 2 Masse gefaßt werden. Die Gläubiger, welche nicht S 9 ohne Mediein. 2 erscheinen oder welche mit genügender Vollmacht nicht ach spezieller Beschreibung der Krank⸗ 2 vertreten find, werden den Beschtüssen der Mehrheit der 150 e 3 reisbaumeisters. erschienenen und genügend vertretenen Gläubiger bei 2013 Dir. e e — 1 Odne Mediein. -Meue holl. Vollhäringe! Wilb Fertsch Mühlsteine Friedr. Holl in Worms. 2000 Gulden Vormundschaftogeld liegen gegen genügende Wo? sagt die Expe⸗ 2525 Sicherheit zum Ausleihen bereit. ditton d. Bl. 5 Bäume Aepfel, 2565 gute Sorten, am Riedweg, bin ich Willens aus der Hand zu verkaufen. Gedote wolle man bald an mich richten. Gießen. Frau Louise Seibel. A Ulauer Vittiol! 2381 in bester Qualttät dei Wilh. Fertsch. 8 5 a. Eine zahnschmerzfreie Menschheit. unn sionirt. 5 8— Wen 2 Kein lahnsehmer: S —erxistirt, welcher nicht augenblicklich durch E mein weltberübmies Universal Zabnwasser E „ sicher vertrieden wird, wovon sich Zabn. 28 2 schmerzleidende auf Verlangen unentgelt Is 2 2 2 S 5 + lich überzeugen können. 8 82 J. Thiele in Berlin, Jüdenstr. 24. 2 5 — 8* E Zu baben in Flaschen à 18 kr. in * der alleinigen Niederlage für Friedberg 2 Sund Umgegend bei derrn Wilhelm— 6Bernbeck. 1333— Meiflso- 8 r bab Eine zabnschmerzfreie Menschbett. mein em: belobt.—— 8 Lyfohlen. 2* 5 Ein Realschüler 2145 kann bei einer hiesigen Famtlie in Pension ge⸗ nomwen werden. Nachhülfe im Englischen und Fran zösischen. Näberes bei der Exped. d. Bl. Ein Frauenzimmer, 2602 welches als Stütze der Hausfrau einer kleinen Hausballung vorsteden kann, wird zum alsbaldigen D. Loeb. 2600 empfiehlt Ph. Dan. Kümmich. Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. Aepfel⸗Versteigerung. 2550 Mittwoch den 18. September l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, und die folgenden Tage, sollen an Ort und Stelle in den Obstbaumanlagen der Stadt Friedberg circa 400 Malter Aepfel, welche besonders zur Obstweinfabrikation geeignet sind, sowie eine große Partie feineres Tafelobst, in passenden Abtheilungen öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Zusammenkunft am viereckten Weier. Friedberg den 10. September 1872. 5 Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Foucar. Lotal-Gewerbe- und Industrie-Ausstellung zu Worms. 2500 Den verehrlichen Besuchern der localen Gewerbe, und Industrie-Ausstellung zu Worms machen wir hiermit die ergebene Anzeige, daß sammtliche Stationen der hessischen Ludwigs⸗ bahn, sowie die Stationen Bobenheim, Frankenthal, Oggersheim, Ludwigshafen, Speyer, Neustadt, Dürkbeim, Landau, Weißenburg, Lambrecht, Katserslautern und Zweibrücken der pfälzischen Eisenbahnen, bei gleichzeitiger Lösung von Ausstellungsbilleten einfache Fahr⸗ karten ausgeben, die zur freien Rückfahrt berechtigen Die Eröffnung findet statt am 11. September, Morgens 11 Uhr. Der Eintrittspreis ist auf 12 kr. à Person festgesetzt. Einem zahlreichen Besuche sieht entgegen Das Gesammt⸗Comité der localen Gewerbe- und Industrie-Ausstellung. Lundwirthschaftliche Ausstellung in Mainz vom 17. bis 22 September l. J. in der neu errichteten Halle auf dem Schloßplatze. Feierliche Eröffnung der Ausstellung Dienstag den 17. September, Morgens 8 Ubr. Preisvertheilung Donnerstag den 19. September, Vormittags 10 Uhr im Ausstellungslokale, dabei Vorführung der prämlirten Thiere. Außer den Ebrenpreisen, welche Se. Kal. Hoheit der Großherzog, sowie Mitglieder des Großherzoglichen Hauses für die besten Leistungen auf dieser Ausstellung zu bestimmen geruhten, kommen die von der Stadt Mainz und dem Verwaltungsratbe der Hessischen Ludwigsdahn gegebenen Ehrenpreise, sowie eine größere Zab! Geldpreisc, Medaillen und Diplome zur Vertheilung. Schluß der Ausstellung Sonntag den 22. September, Abends 5 Uhr. Verlobung von in der Ausstellung angekauften Gegenständen, als: Vieh, Pflanzen, Garten und anderen Geräthen, Maschinen ꝛc. ꝛc., Montag den 23. September, Vormittags.— Loose à 36 Kreuzer sind bei den Agenten und im Ausstellungslokale zu haben. Eintrittspreis 18 kr. Kinder unter 14 Jahren 9 kr. Bei gleichzeitiger Lösung eines Ausstellungsbillets gewährt die Hess. Ludwigsbahn von allen ihren Stationen freie Rückfahrt auf einfaches Billet. Mainz, 4. September 1872. 2476 Das Ausstellungs⸗ Comité. Frankfurter Lebensmittel-Verein. Submission auf Kartoffeln. Für unseren diesjahrigen Bedarf von Kartoffeln nehmen wir bis 30. September d. J. Lieferungsantrage in Quantums nicht unter 200 Etr. entgegen und bitten desfallsige schriftliche Offerten, unter Angabe der Sorten, an unser Bureau zu adressiren. Frankfurt a. M. im August 1872. 2293 Die Direktion: (4804) Carl Rauft. L. W. Baist. Die deutsche Frauen-Industrie-Vereinigung, Berlin, Wilhelmstr. 23, 2589 übernimmt für die Damen besserer Berufsklassen die Verwerthung der häuslichen Hand⸗ arbeiten, Anstellungen, Besorgungen und Einkäufe.— Beitrag nur 1 Thlr. Bei den ersten Anfragen 10 Sgr. in Marken für alle Nebenunkosten einzusenden. Hochachtungsvoll Vorsteherinnen: Frau v. Lühmann, Frau Intze, Frl. Plautz. Die Ehrendamen und Vorsteherinnen in den meisten deutschen Städten vertreten. Eiumach⸗Zwetschen, Dr. med. Krüger, Augenarzt, 2603 täglich frisch gebrochen das Hundert 8 kr. 2411 Kochäpfel billigst in der Kunst⸗ und Handelsgärtnerei sprechen von 8—9 und 3—4 Ubr. FTonlards, Die feierliche Herbstentlassung aus dem evangelischen Predigerseminar mittags 10 Uhr, in hiesiger Burgkirche statifinden, zu welcher die Freunde der Anstolt ergebenst eingeladen werden. Friedberg den 14. September 1872. 1 Großh. Direktion des evang. Predigerseminars. Dr. Sich wa be. 2592 Nächsten Mittwoch den 11. d. M., Abends 8 Uhr, wird die diesjährige Gene ralversammlung des Armen⸗ vereins im Lokal des Herrn Jakob Burck dahier abgehalten werden, zu welcher wir sämmtliche Mitglieder mit dem Bemerken einladen, daß 1) die Rechnung für 1871 vorgelegt, 2) die statutenmäßige Ergänzung des Vorstandes vor⸗ genommen, b 3) über etwaige Anträge berathen werden soll. Friedberg am 14. September 1872. Für den Vorstand: Steinberger. Sängerfest-Comitésitzung 2595 der Obmänner Donnerstag den 19. d., des Gesammt⸗Comité's Freitag den 20. d., Abend 8 Uhr, in Hertleins Productenbörse in Friedberg 2593 jeden Donnerstag, des Vormittags, im Walz'schen Hause auf der breiten Straße. 2504 Im Verlagsbureau in Altona erschien: Des alten Schäfer Thomas seine 24. Prophezeihung für die Jahre 1873 und 1874. 4 kr. Der alte Schäfer Thomas prophezeit uns leider wiederum Krieg und seine unausbleiblichen Folgen. Der vielen Nachahmungen wegen sehe man auf den Verlagsort Altona und Hamburg, sie ist die einzig ächte Prophezeibung. Vorräthig dei Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg. 2594 In der v. Harnter' schen Gärtnerei Echzell werden sehr bübsche Blattpflanzen, zur Zimmerdecoration geeignet, sowie Gummibäume in verschiedener Größe verkäuflich abgegeben. 2596 Dienstag den 17. d. M., Nachmittags 3 Uhr, soll das Stroh aus einer größeren Anzahl Matratzen im Hof des Schullehrer-Seminars öffentlich versteigert werden. Steln berger. Todes Anzeige. 2599 Verwandten, Freunden und Bekannten hlermit die schmerzliche Mittheilung, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, meine innigst geliebte Gattin Anna Margaretha Germer, geb. Kniß, nach langem und schwerem Leiden in ihrem 67. Lebensjahr am 15. d. Mts. in ein besseres Leben abzurufen. Die Beerdigung findet Dienstag den 17. September, Nachmittags 3 Uhr, ftatt. Friedberg. Der tiefbetrübte Gatte. Heinrich Germer. KAirchenbuchsauszüg e. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 8. Septbr. Dem Bürger zu Amtgehren in Schwarz⸗ burg⸗Sondershausen und Handschuharbetter dahter Bern⸗ hard Koch eine Tochter Elisabeth Antonie, geb. den 18. August. Beerdigte: 10. Sept. Heinrich Weber, hlesiger Bürger und Weichenwärter, 49 Jahre 5 Monate 14 Tage alt, 1 den 8. Sept. Katholische Gemeinde. Getraute: 20. Mat. Heinrich Wilhelm Opper aus Friedberg und Margaretha Kraus aus Gladbach. 2. Junt. Heinrich Happel aus Josbach und Helena in Frankfurt a. M., Bleichstraße(5 zu] Boland aus Niedernkleiv. 966) 8. Juni. Johannes Burck zu Bad⸗ Nauheim und Sophie Bender von Steinfurth. 6. Jult. Peler Nicolaus Steegmans aus Bedburg und Juliana Musset von Dillenburg. 15. Augufl. Friedrich Gustav Heinrich Gräbel von Ruhla und Maria Margaretha Steuder aus Rensbach. Dotzügliche Ruhrohlen 119 seldene Umknöpftücher, schwarze seidene Halstücher im Waggon 3 37 per Ceniner. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. 2601 bet Abnahme von 20 Centner à 40 kr. per Centner, Ph. Dan. Kümmich. und Halsbinden bet K. Friedrich neben der Poft, Druck und Verlog von Bindernagel& Schimpez 2597 wird nächsten Mittwoch den 18. September, Vor⸗ Generalpersammlung des Armen vereins. — S E . betreffe Ul eines Großh⸗ em 8 mächti 850