I. 2 tee, 2 S der Nat — t Nai M Betten 70 * 8* 1 8 1 Ok. S 19. b 2 111 2 nr * 1. K 2 — 2 ee 2 M ie verkansen tin: Iten, Voll. Geschäfts. 9„ Artz. 1 17 3* 1 16 25 1 a 7 . 71 11 71 * * * 0 f 1* 1872. Dienstag den 16. Januar. M6. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag ö Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: Nr. 1. ub 1. Friedberg am 13. Januar 1872. Edikt, die Mitglieder des Staatsraths für 1872 betreffend. Betreffend: Die Einsendung der Kostenverzeichnisse über Beitreibung der Gemeinde- Intraden vom 4. Quartal v. J. Groß herzogliches Kreisamt Friedberg. . Friedberg am 13. Januar 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nur wenige von Ihnen haben die rubricirten Kostenverzeichnisse oder Bericht, daß keine entstanden, eingesendet, weshald wir hier rar mit en die sofortige Einsendung erinnern. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Philipp Aletter von Bad⸗Nauheim wurde als Fleischbeschauer und Karl Sprengel von da als dessen Stellvertreter für die Gemeinde Bad⸗Nauheim ernannt und verpflichtet. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie— rungsblatt Nr. 2 enthält: I. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des In⸗ nern, die Feststellung der Mintmaltrößen der Modil⸗ machungspferde nach dem vom 1. Januar 1872 an gel⸗ tenden Maße betreffend. II. Bekanntmachung desselben Ministeriums, das Octroireglement und den Octroitarif der Stadt Mainz betreffend. III. Bekanntmachung Großh. Commission für Post⸗ Angelegenheiten, Veränderungen im Postcourswesen in den Provinzen Starkenburg und Rheinhessen betreffend. IV. Bekanntmachung Großh. Oberrechnungekammer, die Vergütung für die in 1872 in Geld zu berichtigenden Besoldungs⸗ und Pensionsnaturalien betreffend. V. Abwesenheitserklärung. Durch Urtheil Großber⸗ zoglichen Bezirksgerichts Mainz vom 30. Dezember 1871 wurde Behufe demnächstiger Abwesenheitserklärung des vordem auf dem Haxtbäuserhof, Gemarkung Nieder⸗Ingel⸗ heim, wohnhaft gewesenen Ackersburschen Heinrich Boller, Sohn von Johann Philipp Boller, das Zeugenbeweisver⸗ fahren angeordnet. VI. Ermächtigungen zur Annabme und zum Tragen eines fremden Ordens. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 21. Dec. 1871 dem Eduard Humann zu Mainz die Erlaubniß zur An⸗ nahme und zum Tragen des ihm von der französischen Regierung verliehenen Ritterkreuzes des Ordens der Ehrenlegion und am 23. Dec. dem Ludwig August Lohn⸗ stein zu Frankfurt a. M. die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Majestät dem Kaiser von Rußland verliehenen Stanislaus-Ordens 3. Klasse zu ertheilen. VII. Dienstnachricht. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 29. Dec. 1871 der unterm 4. desselben Monats von Seiner Majestät dem deutschen Kaiser vollzogenen Ernennung des bis⸗ herigen Großh. Badischen Postraths Deininger zum Ober— Postdirector für das Großherzogthum Hessen die landes— herrliche Genehmigung zu ertheilen. Darmstadt. Der Abgeordnete Backe hat seinem bereits im September v. J. an die Kammer gerichteten Antrag auf Erhöhung der Besoldungen der Staatsdiener um 75 pCt. einen weiteren Antrag folgen lassen, in welchem zunächst die Be— handlung dieser Frage durch den Finanzausschuß, der selbst den Kammermitgliedern eine Darlegung seiner Ansichten resp. eine Orientirung in dieser Angelegenheit vorenthalte, getadelt und beantragt wird, die Kammer wolle in geeigneter Weise vor— sorgen, daß 1) diejenigen Bezüge, auf welche einzelne Kategorien von Beamten bei geringer fixer Besoldung als Ergänzung ihres amtlichen Einkommens angewiesen find, 2) die Bezüge der- jenigen Personen, welche gar keine sixen Besol⸗ dungen beziehen, sondern nur gegen Gebühren im Staatsdienste verwendet werden, 3) die Pensionen sämmtlicher in Ruhestand versetzten Staatsdiener — gleichzeitig und in gleichem Verhältnisse wie die Gebalte der mit fixer Besoldung angestellten Staatsdiener aufgebessert werden. Darmstadt. Die„Darmst. Ztg.“ zeigt officiell an, daß der Großherzog den wirklichen Geheimerath Heinrich v. Gagern„auf sein Nach— suchen und unter Anerkennung seiner treuen und vorzüglichen Dienste“, sowie unter Verleihung des Großkreuzes des Ludwigsordens in seiner Eigen- schaft als außerordentlicher Gesandter und bevoll— mächtigter Mintster am österreichischen Hofe in den Ruhestand versetzt habe. Berlin. Die Ausschüsse des Bundesrathes für die Verfassung und für das Justizwesen haben nunmehr ihren Bericht über den Lasker'schen An⸗ nothwendige Maß nicht überschritten werde. Es gebe viele Punkte, welche über dieses Maß hinaus- fallen und doch in das Gebiet der Gerichts-Organi⸗ sation gezogen werden können. Die Folge werde aber dann sein, daß von der den Bundesstaaten durch die Verfassung gewährleisteten Justizhoheit nichts übrig bleibe— ein um so bedenklicherer Zustand, als in diesen Staaten die Gerichts- Organisation im Allgemeinen mit der Organi- sation anderer staatlicher Institutionen verwachsen ist. Die Ernennungen des Regierungspräft⸗ denten v. Ernsthausen zu Trier zum Bezirkepräsi⸗ denten in Straßburg, sewie des provisorischen Präfeeten v. d. Heidt zum Bezirkspräsidenten in trag auf Abänderung der Nr. 13 des Artikels 40 Colmar dürften, der„Kreuzzeitung“ zufolge, un- der Reichsverfassung dahin gehend, der Reichs- gesetzgebung die gemeinsame Gesetzgebung über das gesammte bürgerliche Recht, das Strafrecht und das gerichtliche Verfahren einschließlich der Gerichts⸗Organisation unterzuordnen, erstattet, und in demselben die Erwägungen, welche die Mehr— heit in den Ausschüssen zu dem Antrage geführt haben, dem Lasker'schen Entwürfe nicht zuzu— stimmen, mitgetheilt, dann aber auch die Argu— mente der Minderheit ausführlich geltend gemacht. Die Mehrheit ist zunächst dagegen, jetzt schon die kaum vereinbarte Verfassung wieder abzuändern, zumal weder bezüglich des Civilrechtes noch be— züglich der Gerichts-Organisation ein sehr drin— gendes sachliches Bedürfniß für die vorgeschlagene Abänderung vorliege. Mit Vorbedacht und aus guten Gründen set bei der Schöpfung der Ver— fassung die Competenz der Reichsgesetzgebung auf das Obligationsrecht, Handels- und Wechselrecht beschränkt worden. Eine gleichheitliche Normirung des nur in beschränkteren Kreisen wirkenden Per— sonen-, Familien-, Sachen- und Erbrechtes werde bei den verschiedenartigen Verhältnissen nicht ohne empfindliche Schädigung berechtigter Interessen möglich sein. Die Annahme des Entwurfes werde auch die nachtheilige Folge haben, daß, obwohl das Zustandekommen eines deutschen Civilgesetz— buches erst von einer entfernteren Zukunft zu er— hoffen wäre, doch schon jetzt die Thätigkeit der Landesgesetzgebungen in allen Gebieten des Civil— rechtes lahmgelegt, die Abhülfe selbst empfindlicher Mißstände im Wege der Landesgesetzgebung fac— tisch unmöglich gemacht werden würde. In Be— treff der Gerichts-Organisation werde allerdings die Einführung der Reichsprozeßgesetze die Auf— stellung gewisser einheitlicher Normen zur Folge haben müssen; hierzu werde es aber einer Ver- fassungs- Aenderung nicht bedürfen, wofern das verweilt veröffentlicht werden. Ueber die Besetzung des Präsidiums zu Metz soll noch keine Bestim- mung getroffes sein. — Gegenwärtig werden die in den Schloß kellern aufgestapelten Fässer französischer Goldmünzen mittels Postpacketwagen aus diesen nach der K. Münze behufs deren Amprägung übergeführt. — Zu den Gästen, welche zu den Carnevals- festlichkeiten am Hofe erwartet werden, zählen u. A. auch der Prinz Alfred von Großbritannien und der Prinz und die Prinzessin Ludwig don Hessen.— Zu dem am 18. d. stattfindenden Capitel des Schwarzen Adlerordeus wird Graf Beust und der Graf Bernstorff, wahrscheinlich auch General v. Manteuffel hierher kommen. — Es sind Delegirte aller liberalen Parteien zusammengetreten, um sich über einen gemeinsamen Operationsplan gegen den Cultusminister Mügler und alle von demselden ausgegangenen Vorlagen zu verstaͤndigen.— Die„Köln. Ztg.“ schreibt; Die eisernen Vorschüsse für die einzelnen Militär- Contingente werden in der nachsten Zeit im Be- trage von 6,270,000 Thalern an die einzelnen Staaten überwiesen werden und zwar: an Preußen 4,765,000 Thlr., an Bapern 753,000 Thlr., an Sachsen 378,000 Tahler, an Wuürtemderg 278,000 Thlr., an Mecklenburg 96,000 Tolr. — Die Blätter bringen Auszüge aus einem Briese, den ein bei dem ersten Zuaven-Regiment in Algier stehender junger Elsässer an seinen Vater geschrieben hat und in welchem es u. A. beißt: „Bei uns werden alle Vorbereitungen getrossen, um über Deutschland mit einem großen und tapferen Heere herfallen zu können; wir halten immerfort die angestrengtesten rerzier- Uebungen, liefern blinde Schlachten und schlafen im Bivoualł; aber wir lassen uns Alles und mehr gern gefallen, denn bald, ja bald kommt der Tag der Rache, rr e 0 wo wir Euch wieder durch das Schwert den Händen der Preußen entreißen werden; unser einziger Gedanke ist nur der der Rache an den Barbaren. Und sie wird kommen, verlaßt Euch darauf!“ Was dieser Zuave da phantasirt, das ist und bleibt bis auf Weiteres die Meinung der Mehrzahl der Franzosen. — Die„Kreuz ⸗Zeitung“ erklärt, daß die Mitebeilungen der hiesigen Presse über den an⸗ geblich schon erfolgten Rücktritt des Cultusministers von Mübler wesentlich Vermuthungen seien; die Angelegenbeit befinde sich noch in einem Stadium, daß sich die Details der öffentlichen Kenntniß und Besprechung entzögen. München. Die Prägung der erssen Abthei- lung der auf den Friedeneschluß vom 10. Mai 1871 bezüglichen bayerischen Friedensthaler ist beendet; es wurden gegen 17,500 Stück geschlagen. Sollte diese Anzahl nicht dem Bedarf entsprechen, dann wird eine weitere Prägung vorgenommen. Konstanz. Ein gewisser Charles Dupont, der im Frühjahr 1870 dahier ein„Journal des Familles“ berausgab, redigirt jetzt in Paris eine neue„Französische Correspondenz“. Darin wird u. A. versichert, daß in Paris die Stimmung gegen die Deutschen eine viel mildere geworden sei. Nicht weniger als 20,000 deutsche Familien seien nach Paris zurückgekehrt und könnten ohne Unannehmlichkeiten ihren Geschäften nachgehen. Ausland. Oesterreich. Wien. Im Verlaufe der Generaldebatte über den Adreßentwurf erklärten die Polen, daß sie gegen die Regieruag kein Miß trauen hegten, aber das in dem Entwurfe aus gedrückte Vertrauens votum für verfrüht erachteten. Dieselben kündigten ein Amendement betreffs der Trennung der galizischen Frage von der Wahl— reform an. Nach Schluß der Generaldebatte gab der Ministerpräsident folgende Erklärung ab: Die Regierung wird an dem in der Thronrede aus— gesprocheren Programm unerschütterlich festhalten; dieselbe erblickt in dem Adreßentwurf ein Ver— trauenes votum des Abgeordnetenbauses. Die Re— gierung wünscht aber auch über Vergangenes einen Schleier geworfen zu sehen und bofft, daß die vollständige Uebereinstimmung mit dem Reichs- rathe gesichert ist. — Anläßlich der 70jährigen Geburtatagsfeier des Dichters Bauernfeld hat der Kaiser demselben das Comthurkreuz des Franz⸗Joseph-Ordens ver- liehen und seine Yension auf 1000 fl erhöht. Schweiz Bern. Dem Wunsche der deutschen Regierung entsprechend, hat der Bundesrath die Anordnung getroffen, daß der schweizerisch⸗deutsche Handels- und Zollvertrag, sowie der Vertrag zum Schutze des geisligen Eigenthums von 1869 auch auf Elsaß Lotbringen Anwendung finden sollen. Frankrei b. Paris. Wie ein Correspon- dent der„Indépendance belge“ entgegen anders lautenden Gerüchten versichern zu können glaubt, hat die Regierung nicht nur die am 15. Januar fällig werdende erste Zahlung auf die vierte halbe Milliarde der deutschen Ktiegscontribution schon bertit liegen, sondern der Finanzminister würd⸗ sogar, sollte es im Intercsse des Landes liegen, in der Lage sein, die ganzen 500 Millioren nebst den Zinsen auf die noch restirenden 3 Milliarden, sofort zun zahlen. — Die„C. H.“ versichert, daß die Enquete— Commission der Kapitulationen dahin erkannt habe, daß den General Wimpffen wegen des Unglücks von Sedan kein Tadel treffe. Dieselbe Commission hat Sonnabend den Marschall Bazaine vernommen, dessen Auesagen zu ziemlich lebhaften Entgeg— nungen geführt haben sollen. — Wie man erfährt, sind bereits verschieden Städte dem Beispiel des Municipalraths von Aix gefolgt, welcher die Wiederherstellung der Spiel- banken reclamirt. Die städtischen Behörden von Pierresonds, St. Cloud, Vichy, Bagndres»de— Bigorre haben bereits Petitionen in diesem Sinne an die Nationalversammlung votirt. hör noch fortgesetzt wird, sind Hure, der Greffier von La Roquette, Poidevin, Hérault, Larmeroux, Lesénéchal, die dem Executionspeloton des Haupt- mann Véry angehört oder zur Zeit der Hinrich— tung in La Roquette auf Posten gewesen sein sollen, Péchin, der Koch, und Vattier, der Lampen anzünder des Gefängnisses unter der Commune, nur untergeordnete Mitwirkende des Trauerspiels. Dagegen lastet auf Pigerre die Anklage mit aller Schwere: schon wegen Theilnahme an dem Auf— verurtheilt, wird er von den Angeklagten Ramain, Picou, Vattier und Latour mit Bestimmtheit als der Offizier erkannt, der das Executionspeloton befehligte. Pigerre leugnet hartnäckig und erklärt, er kann nicht begreifen, warum die Genannten, die ihm ganz fremd seien, sich zu seinem Ver— derben verschworen hätten. — Im„Grand Hotel“ versammelten sich 7—800 Pariser Kaufleute und Fabrikanten, um sich wegen der Finanzprojecte der Regierung und wegen Kündigung des Handelsvertrags zu be— rathen. Nach den dort gemachten Mittheilungen haben sich 25 Handelskammern einfach für Han— delsfreiheit ausgesprochen; 17 beantragen die Aufrechthaltung des Handelsvertrags unter gleich- zeitiger Herabsetzung des Eisenbahntarifs,— nur 7 Kammern sind für die Kündigung des Ver— trages. Nach einer Rede des Herrn Wolowsky für die Einkommensteuer wurde eine Tagesordnung votirt, in welcher die Versammlung energisch gegen die Besteuerung der Rohstoffe protestirt. — Der deutsche Botschafter, Graf v. Arnim und der französische Minister des Auswärtigen, Rémusat, haben die Ratificationen der Zusatzcon— vention zum Friedensvertrage ausgetauscht. — Wie verlautet, ist die Zahlung der fälligen Rate von 80 Millionen Francs auf die vierte balbe Milliarde für den nächsten Montag voll— ständig angewiesen. — Trotz neuer Freilassungen gibt es immer noch 12,554 Gefangene auf den Pontons und in den Gefängnissen, die noch nicht vor Gericht standen. — Vor der Untersuchungscommission machte Leboeuf bei dem Verhöre Gramonts folgende Aussage. Im Ministerrathe sei die von Gramont seiner Zeit verlesene Erklärung, welcher zufolge die Regierung, gedrängt von Kammer und Land, den Fehdehandschuh Preußens aufnehmen müsse, zwar verlesen, aber jene Stellen gestrichen worden, welche von der Kriegsbegeisterung des ganzen Volkes sprechen. Der Herzog v. Gramont gab zu, diese Stellen ohne Wissen des Ministerrathes verlesen und damit sein Mandat allerdings über- schritten zu haben, all in er habe dies nur auf das Drängen der bonapartistischen Abgeordneten, vor Allem Cassagnacs gethan. Also seine eigenen Collegen hat der Exminister hintergangen.— In der Nationalversammlung brachte der Abge— ordnete Brunet solgenden Antrag ein:„Art. 1. Frankreich, das sich regeneriren will, weiht sich Gott und seinem Christus. Art. 2. Frankreich wird in Paris einen Tempel an der Stelle er— richten, welche zweimal den Namen Platz des Königs von Rom getragen. Art. 3. Dieser Tempel wird folgende Devise tragen: Gott schützt Frankreich, Christus ist Sieger, beherrscht und leitet uns.“ Brunet erregte mit diesem Antrage in der Nationalversammlung große Sensation, besonders als er die Dringlichkeit für denselben beantragte. Der Antrag wurde der Initiativ⸗ commission überwiesen. Großbritannien. London. Die Prin- zessin Ludwig von Hessen ist mit ihren Kindern nach Deutschland zurückgereist. Vor ihrer Rück— kehr nach Darmstadt wird sie in Brüssel auf einige Tage beim König von Belgien zu Gaste bleiben. Italien. Rom. Die radikalen Blätter, voran die durchaus nicht deutsch gesinnte„Capi— lale“, mißbilligen auf's Entschiedenste die Haltung Frankreichs in der Frage der Militärorganisation. Das genannte Blatt schreibt:„Es scheint also, — Unter den Angeklagten in dem Prozesse der Mörder der Geißeln von Roquette, deren Ver- stande zur Deportation nach einem befestigten Platze], Zaun brechen will, um sich an Preußen zu rächen. Frankreich ist gegenwärtig von keiner Seite her bedroht. Zu welchem Zwecke verdoppelt es also sein Heer, da doch seine Finanzen so von Grund aus ruinirt sind 2“ Amerika. Newyork. Dem Vernehmen nach wird die Legislatur des Staates Newpork ein Comite ernennen, welches die Angelegenheit der Eriebahn prüfen und die jetzige Verwaltung ihres Amtes entheben soll. Frankfurt. Die hiesige Strafkammer erkannte im Jahre 1871 gegen 407 Spitzbuben, welche sie aburtheilen mußte, nicht weniger als 3014 Wochen Freiheitsstrafen. Darmstadt. In der jüngnen Nummer des„Südd. Polizei-Telegraph“ macht der Gr. Polizeicommissär im Auftrag Großh. Kreisamts Darmstadt bekannt, daß bei der am 28. Nov. dahier stattgehabten Großh. Hoftafel wiederum eine silberne vergoldete Desertgabel, auf der Rückseite des Stieles ein doppeltes L. mit Krone gravirt, mit dem Zeichen J. W. und 13 gestohlen worden sei und wird um Nachforschung der Behörden gebeten. Dresden. Täglich kommen neue Thatsachen an's Licht, welche die so ft in fremden Zeitungen und leider auch in gewissen deutschen Blättern ausposaunten angeb⸗ lichen Räubereien der deuischen Truppen in Frankreich kräftigst widerlegen. So hieß es in verschiedenen Zei— tungen, daß insbesondere in der Nähe von Poctot und Dieppe von den einrückenden Truppen viel geplündert worden sei. Nachträglich aber hat sich herausgestellt, daß ein Franzose, Namens Cousin, und zwei seiner Söhne, mit denen er sich jetzt vor den Assisen de la Seine in⸗ serieure deshalb zu verantworten hat, von der Infasions— panique der dortigen Einwohnerschaft in der Weise Nutzen gezogen haben, daß sie als preußische und sächsische Sol⸗ daten verkleidet in die Häuser eindrangen und unter Be— drohung mit Mord und Todtschlag, Geld, Uhren und sonstige Werthgegenstände raubten. Namentlich be⸗ nutzten sie zu ihren Raubzügen die Nacht, sie feuerten blindlings in die Häuser, bis sie endlich einmal auch in das Haus eines beherzten Bauecs einfielen, der ihnen mit Pulver und Blei antwortete und dadurch den einen der Gebrüder Cousin verwundete. Durch des letzteren Gefangennahme wurde die Sache entdeckt. Daß die fran⸗ zösischen Blätter so viel Ehrenhaftigtkeit nicht besitzen, um dieser Entdeckung so eine große Publicität zu geben, als der angeblichen Räuberlust unserer tapferen deutschen Truppen, ließ sich voraussehen; darum aver— schreiben die„Dresd. Nachr.“— ist es doppelte Pflicht der deutschen Blätter, das uns aus glaubwürdigster Quelle mitgeiheilte Thun und Treiben der Familie Cousin mög⸗ lichst zu verbreiten. Petersburg. Der wegen Diebstahls an Büchern zur Deportation nach Sibirien verurtheilte Professor Pichler ist dieser Tage mit einem Transport anderer Ge— fangenen nach Sibirien abgegangen. Man hatte erwartet, daß er ein Gnadengesuch einreichen, und daß es dann mit einer Beförderung über die Grenze sein Bewenden baben werde. Er hat indeß den Weg der Gnade ver⸗ schmäht und sich dem Strafurtheil gefügt. Verloos ungen. Köln, 11. Jan. Bei der heute eröffneten Ziehung der siebenten Dombau-Lolterie wurden solgende Geldge— winne gezogen: 5000 Thlr. auf Nr. 31947, 1000 Thlr. auf Nr. 190162, 500 Thlr. auf Nr. 47750 und 255467; 200 Thlr. auf Nr. 74512 98043 184578 349172 342685 508 19651 227093 55915 79471 95602 255778 51748 277301 326512 und 140962; 100 Tulr. auf Nr. 53746 213515 320876 55086 15503 138401 67806 89285 173763 183716 164374 89756 43501 303855 101342 152370 136849 283112 337756 327420 210511 31834 300487 117643 167941 208604 306999 8990 und 295254. Zur Linderung der Hungersnoth der Ssoraeliten in Persien sind bei dem Unterzeichneten die nachfolgenden Gaben eingegangen von: J. L. Rappolt 2 fl., A. Strauß 1 fl. Gesammelt durch die Herren L. Oppenheimer und Elias Mayer von: L. Oppenheimer 5 fl., Elias Mayer 5 fl., Löb Herz 5 fl., W. Bendheim 1 fl. 10 kr., K. Bendheim 1 fl., Liebmann Stern 1 fl. 45 kr., R. Reifenberg 1 fl., L. H. Strauß 1 fl. 45 kr., David Mayer 3 fl. 30 kr., Mayer Mayer 1 fl. 45 kr., Witiwe Grödel 2 fl. 30 ke., Aron Löser 2 fl. 30 kr., Frau Elise Hanau 1 fl. 30 kr., S. A. Nauheimer 3 fl. 30 kr., L. Fürth 2 fl. 30 ke., Eduard Oppenheim 1 fl. 10 k., Gebrüder Grödel 5 fl., Becker& Engel 5 fl., Frau Katzenstein 2 fl., A. Maaß 1 fl., R. Hirschhorn 30 kr., Georg Hanau 3 fl., G. Schulhof 5 fl., J. Mannheimer 1 fl., L. Leopold 1 fl., C. Neuhof 1 fl., Mayer Hirsch 2 fl., Eduard Hirsch 1 fl. 10 kr., L. Goldmann 2 fl. 30 ke., Gebrüder Arnstein 3 fl. 30 ke., S. Schloß 36 kr., Eduard Grödel 3 fl. 30 ke., Simon Strauß 1 fl., M. Bing 1 fl., Moses Stern 1 fl., L. Stern aus Flor⸗ stadt 30 kr., Herz Aron 30 ke., B. K. Stern 3 fl., Gebrüder Löb 3 fl. 30 kr., Moriz Löser 5 fl., Hirsch Grödel 3 fl., Ungenannt 8 kr. Im Ganzen 100 fl. Um weitere Gaben bittet dringend daß Frankreich absolut einen zweiten Krieg vom Mayer Hirsch. liegenden seints vereinsa außetor Outsbes 5 größeren sondern Zuserat wollen die in den l elngetrage thum dar Auf 2 stgend el sprüche a andurch von beutt zu mache außtrunge und det verztichni Bad. 2 110 7 11 lr. Antrag fehende blelend fügen, sosort ert drtt erwallung Landwirthschaftliche Creditbank zu Frankfurt a. M. Die am 4. December in Frankfurt gegründete Landw. Creditbank entspringt offenbar einem wahren Bedürfniß und wird eine längst gefüblte große Lücke in dem geschäftlichen Leben der Land— bevölkerung ausfüllen. Während der Kaufmann und Industrielle in der Regel seine geschäftliche Verbindung mit einem bestimmten größeren Bank- hause in einer. Stadt bat, während er bei einem Vermögen von Hundert oder Tausend Gulden mit dem doppelten oder mehrfachen Betrage ar— beitet, wie man zu sagen pflegt, steht dagegen der Landwirth schon wegen der mehr zerstreut liegenden Wohnplätze und wegen der Besonderbeit seines Geschäftebetrsebes in der Regel ziemlich vereinsamt in dem bei allen Geschäftszweigen so außerordentlich rege gewordenen Verkehr. Der Gutsbesitzer arbeitet nicht allein nicht mit einem größeren Capital als sein Vermögen werth ist, sondern mit einem geringeren. Wer ein Ver- mögen in Grundbesitz von 10,000 fl. hat, kann nicht mit 10,000 fl. oder gar wie der Kaufmann mit 20,000 fl. arbeiten, sondern er erhält, wenn er eine Hypothek aufnimmt, wobel in der Regel doppelter Werth verlangt wird, nur 5000 fl. Dazu kommt noch, daß der Landwirth nicht blos steben bleiben, sondern auch fortschreiten will und daher bei den veränderten Cultur- und Ar— beiterverhältnissen ein größeres Beteiebs-Capital offenbar nöthig hat. Außerdem hat der Land- wirth weit mehr als jeder Andere mit Hinder— nissen und Zufälligkeiten aller Art zu kämpfen, und wie Mancher ist schon dadurch auch bei großem Immobiliarbesitz in Verlegenheit geratben, daß ibn irgend ein, an sich nicht bedeutender Unglücksfall an der Erndte, an Haus oder Hof betroffen hat; denn die Steuern und die vielen nothwendigen Ausgaben bleiben dieselben und müssen bezahlt werden. Es ist daber entsch'eden sebr vernünftig von den Landwirthen, sowohl mit kleineren wie mit größerem Brundbesitz, ein Assenbeim Institut in's Leben zu rufen, welches, unter ihrer eigenen Leitung und Controle stehend, ihre Geld— angelegenbeiten an einem Platze wie Frankfurt besorgt, die Anlage von Geldern übernimmt und ebenso bei Bedürfniß Geld beschafft, überhaupt die Vermittlung zwischen Stadt und Land in jeder geschäftlichen Beziehung bildet.“) g. *) Der bei der Constimirung vom 4. Dezember ge⸗ wählte Aussichterath der Bank besteht aus 36 Personen, an dessen Spitze Se. Erlaucht Graf Otto zu Solmso⸗ Lauvach als Ehren Präsitent, Justizratb Dr. Geyger in als Präsident und S. A. Scheidel in Frank⸗ furt a. M. als Biccprästdent. Zu Directotren wurden ge⸗ wäblt: Dr. Fr. Borgnis⸗Betbmann und W. Güntßher in Frankfurt a. M., zu stellveriretenden Directoten L. W. Baist, Fabrik- Director in Griesheim und P. Behrends, Kaufmann in Frarkfurt a. M., zu Ausschußmitgliedern: Dr. Geyer in Assenbelm, S. A. Scheidel, Dr. Bender, Gutepäch ter Angelbeim und Dr. Habn in Frankfurt a. M., L. Diefenbach auf Mönchbof, K. Kaibel in Oberingelheim, Gentral⸗Sectetär v. Langodorff in Darmsladt und Domänenpächter Oiterborg auf Klein⸗Schwalbacher Hof in Nassiu.— Am 1. Januar 1872 hat die Bank ihre Geschäfte bereits cröffpet. Oeffentliche Aufforderung. 3231 Die in Nr. 149 von 1871 dieses Blattes unter Inserat 3128 aufgefübrten Personen oder ihre Erden wollen die dei ibren Namen angegebenen und auf solche in den Flur⸗ oder Grundbüchern oder Steuerkatastern eingetragenen Immobilten veräußern, obne ihr Eigen⸗ thum daran urkondlich nachweisen zu könnten. Auf Anstehen derselden werden Alle, welche aus irgend einem Grunde Eigenthums⸗ oder sonstige An— sprüche an diese Immobtlien dulden zu können glauben, andurch aufgefordert, diese sogewiß in sechs Wochen, von beute an, bei unterzeichneter Gerichtsstelle geltend zu machen, als sonst ohne Rücksicht darauf den Ver⸗ dußerungs⸗Urkunden die gerichtliche Bestätigung ertbeilt und der Eintrag der Erwerbtitel in das Mutattons⸗ verzeichniß verfügt werden wird. Bad- Nauheim am 13. Dezember 1871. Groß berzogliches Landgericht Bad Naußbeim. 3 Mrs. Bekanntmachung. 110 Mittwoch den 17. Januar d. J., Vormittage 11 Ubr, soll in hiesigem Ratbbause auf freiwilligen Antrag die dem aufgelösten Schützenverein dabter zu— stebende neuerbaute Schießballe nochmals öffentlich meist— bietend versteigert werden unter dem desonderen An— fügen, daß dem Letztdietenden nunmehr der Zuschlag sofort ertheilt werden soll. Friedberg den 12. Januar 1872. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Long a r. Hol z⸗Versteig erung. 105 Nächsten Donnerstag den 18. d. M., Morgens 9 Ubr, werden in biesigem Stadtwalde, Distrikt Bauwald: 39½ Raummcter Eichen⸗Scheitholz, 6 Prügel holz, *. 2³ 5„ Stodbolz, 736 Wellen„ Reisoholz und 32 Eichen Stämme von 38-62 Centimeter Durch⸗ messer und 5— 14 Meter Länge, öffentlich an den Melfbietenden verstelgert. Das Stammbholz kommt um 11 Uhr zum Ausgebot. Bad Nauheim am 11. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeistere! Bad-Nauheim. Schutt 106 aus dem Jabre 1871 zur unterzeichneten Rent— amtskasse müssen bei Vermeidung gerichtlicher Beitrel— bung bis zum 22. d. M. abgeführt werden. Hungen am 11. Januar 1872. Fürstliches Renamt daselbst. Dem me. Holz-Versteigerung. 123 Freitag den 19. d. M. kommen im biesigen Ge— meindewald, Olstrikt Auwald, nach verzeichnete Holz— sortimente zur Verftelgerung: 23 Raummeter Eichen-Scheitholz 22„ Prügelholz, 52½* Stochholz, ö 4 5„ Wellen. ö 51 Eichen⸗Stämme. Die Zusammenkunft ist am Auwald Morgens 10 Ubr. Assenbelm am 13. Januar 1872. Großherzogliche ae Assenhelm. er. Versteigerungs- Anzeige. 134 Mitwoch den 17. Januar d. J., Nachmittags 2 Uhr, wirr in biesigem Rathbause eine Nähmaschine öffentlich meistbtetend gegen Baarzablung versteigert. Friedberg den 15. Januar 1872. Groß herzogliches Ortsgericht Friedberg. Nan a r. Freßlust, bei blauer und dünnet Milch, sowie besonders Jagd Verpachtung hne nns. 116 Freitag den 26. d. M., Vormittags 10 Ubr, sollen in dem Gasthause zur Ttaube in Nidda die nach— verzeichneten, mit dem 7. Februar 1872 leib lälligen Jagden auf eine Bestantzeit von 12 Jahren verpachtet werden. 1. In der Oberförsterei Ortenderg: 1 Die Jagd in dem Domantalwald-Distrikt Pain, circa 340 Morgen groß. II. In der Oberförsteret Nidda: Die Jage in der Gemarkung Nidda, enthaltend circa 3800 Morgen Feld und Wiesen und circa 200 Morgen Wald. III. In der Oberförsterei Bingenbelm: 1) Ote siscalische Jagd in der Gemarkung Oder Widders beim, circa 1300 Morgen Feld und Wald ent— haltend; 2) die Jagd in der Gemarkung Grund Schwalbeem, circa 750 Morgen geld und Wald ent baltend; 3] die Jagd in dem am Bingenbeimer Forsbaufe gelegenen siscalischen Wald und Feld, cirta 177 Mor⸗ gen groß. Nur sosche können zum Mitbieten zugelassen werden, von welchen eine vorschristsmätzige Behandlung der Jagd zu erwarten steht. Jagd-, Fischerei- oder Forft frepler, Leute obne Vermögen oder Personen, welche durch die Ausüdung der Jagd in ibten Vermögens— verhältinsssen voraussichtlich zurüdkemmen würden, bleiden ausgeschlossen. Pachtlustige, deren Besähtgung biernach nicht oll⸗ gemein bekannt ist, haben dieselde spatestens 8 Tage vor dem Verpachtungstermin dei unterzeichneter Stelle nachzuweisen. Salzbausen am 7. Januar 1872. Großberzogliches Forstamt Nidda. ern Faselochs Versteigerung. 122 ODtenstag den 23. d. M., Vormittags um 11 Udr soll ein der hiesigen Gemeinde gebörender, zum Schlachten geeigneter Fastlochse um Ralhdause dabiec meistbietend versteigert werden. RNeichelebelm den 13. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Reichelsheim. Schmid. Jagd- Verpachtung. 25 Dienstag den 8. Februar 1872, Morgens um 10 Ubr, soll die Jagd in der Gemarkung Münster auf 6 Jahre im Gemeindehaus dabter durch den Unter⸗ zeichneten verpachtet werden, wozu die Pächter einladet Münfter am 12. Januar 1872. Großherzoglich: Bürgermetsterct Münster. Rein eck Nindviehpulver. 115 Bet Verftopfung, Abmagerung und Mangel an zur Verhütung des Milchstebers wird dieses pulver mit sehr gutem Erfolge angewendet. Das Vieb bekommt dadurch ein besseres Ausseben und die Mulch wird reicher an Butter. Ein Pfundpacket mit Gebrauchs- anweisung 30 kr. Butterpulver verkürzt die Zeit des Busterns von Stunden auf Minuten, macht die Butter sester und schmackhafter und verbindert das rasche Ranzigwerden, deiselben. Ein Pfundpacket, aus kteichend für reichlich 1000 Maaß Milch 30 r., balde Packete 10 kr. vorrätbig bet J. A. Windecker in Kriedberg. Hofapolheke zum Engel 136 empfeblt Frostspiritus. Oerselbe besettlgt in kurzer Zett seden noch nicht aufgebrochenen Frostballen. Stets Kuhfleisch, gem., In der Gemeindekasse zu Steinfurtbd find gegen gerich iich desellte Pppothek auszulethen. 176 fl. 30 kr. 124 Brodpreise vom 16. bis 31. Januar. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: ½ Waizen, ½ Korn. ½ Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 48 20 kr. Zweite Sorte 48 18 tr. ** 2„ 10„ 77. 2 9* 1 5 2„ 7 Lolh Milchwaaren kr. 3 Loth Wasserwaaren 1 kr. Für Bad- Nauheim: Kasseler Brod 4 8 21 kr. —. 2„ 10½„ 8 5 1 Erste Sorte 48 20 kr. Zweite Sorte 48 18 kr. 8„„ 9 1 5. 5 1 5 5 1 Ausnahmspreise: Bei Bäcker Meier 1. Sorte 19 kr. 2. Sorte 17 kr. Für Butzbach: 19 kr. Zweite Sorte 4 17 957**„ 2 1 8¹ 8 45 412 Erste Sorte 4 8 5. 5 5 63 kr., 194 7* 0 1 1 Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Ochsenfleisch pr. 8 22 kr. Schweinefleisch pr. Z 19 Kuhfleisch, gem. 6 Kammstüch 20 —— — Rindfleisch, gem. 18 Leber- u. Blutwurst 24„ Ham melfleisch 18„ Bratwurst 1 Keil und Carre—„ Schwartenmagen 28 1 Kalbfleisch 15„ JGeräucherter Speck 32„ Keil und Carre—„ Scale 28 8 Niereusett 24„ Schinken 9 Hammelofett 18„ Schmalz, ausgel. 32„ Schmalz, unausgl. 28„ Ausnahmspreise: Bei N. Engel. A. Vogt's Erden, Py. Windecker Schweinefleisch 20 kr.— Bei N. Engel, A. Vogts Erben, Py. Windecker Kam mstück 21 kr.— Bei A. Vogr's Erben Schinken 26 kr.— Bei W. Heß Kammstück 19 kr., Liber und Blutwurst 20 kr., Bralwurst und Schwactenmagen 24 kr. Fur Bad⸗- Nauheim: Och seufleisch pr. 2 22 kr. Schweinefleisch pr. g 19 kr. Kuhfleisch, gem. 19„Leber- u. Blutwurst 24„ „ ungem.—„ Bratwurst 8 amm elfleisch 18„ Schwartenmagen 30„ Keil und Carre—„ Cervelatwurst 88 Kalbfleisch 10„ Fleischwurst 3 Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 32„ Rierensett 21„ Dörrfleisch 8 Hammelssett 16„Schinken 1 Schaaffleisch„ Solpeifleisch— Schmalz, ausgelassen 36 kr., unausgelassen 32 kr. Ausnahmspreise: Bei D. Fritz Schwartenmagen 28 ke., Schmalz, ungusg. 30 kr.— Bet W. Krauch Wilrwe Döreflisch 26 kr., Schinken 26 ke., Leber⸗ und Biutwurst 24 kr., Schwartenmagen 24 kr. Fleischwurst 26 kr., Bratwurst 28 kr., Schmalz, ausgel. 30 kr., ungusgel. 28 kr. Butzbach: kr. Schweinefleisch pr. g 20 kr. Für Ochsenfleisch pr. N 22 18„Leber- u. Blutwurst 22 8 Nindfleisch, gem, 18„ Bratwurst 26 1 Hammeefleisch 10„ Schwartenmagen 28„ Keil und Karre 17„Geräucherter Speck 32 0 Kal bfleisch 13„ ODörrsleisch 28 Schaaffleisch—* chinken 8 Mierensett 20„Schmalz, ausgel. 30 Damme 18„Schmalz, unausgel. 28 —— .—— r 7% Oregon- und warum dieser ungere fleben heute 75— 76. 6% California⸗ und Oregon⸗Bonds fteben eirca 84 0%, 7% Oregon- und California-Gonds müssen steigen! California-Bonds chtfertigte Unterschied?? 109 Ich zeige biermit an, daß ich hlerher zurückgekehrt bin und meine ärztliche Praxis wieder aufgenommen habe. Sprechßunvden: Morgens bis 9 Uhr, Nach⸗ mittags von bis 3 Ubr. Meine Wohnung beflndet sich bei Herrn Kaufmann Stamm nächsl dem Bahnhofe. Friedberg im Januar 1872. Dr. Steinhäußzer. Frische Schellfische, russische Sardinen 131 fl. 1. 45 kr. pr. Fässel von 10 Pfund. Ph. Dan. Kümmich. Vorlesungen im Saale der drei Schwerter. 135 Dienstag den 16. Januar, Abends 8 Uhr, Seminarlehrer Dr. Heid: Feuer und Wasser, die Elemente der Küche. Vorschuß- und Credit-Petrein zu Fricdberg. (Eingetragene 75 Wir ersuchen die Inhaber von Spar-Einlage- Bucher und Schuldscheinen, gegen Vor— längstens bis zum 31. Januar l. J. an unserer Kasse in Empfang nehmen zu lassen. zeigung derselden, die Zinsen pro 1871 Friedberg den 4. Janua 1872. Geuossenschaft.) Der Vorstand F. Hecht. Ermus. Holl. Vollhäringe fl. 4. 15 kr. pr. ½ Tonne. 132 Ph. Dan. Kümmich. 8 Empfehlung. 117 Einem geehrten biesigen und auswärtigen Publikum zur Nachricht, daß ich im Hause des Herrn Schäfer vis-à- vis der Post wohne. Gleichzeitig empfehle mich in allen vorkommenden Schuhmacherarbeiten und bitte um zahlreichen Zuspruch. F. Löwenstein. Ein Mädchen d en wache Haus-, Garten- und Feld— arbeil versteht, 4 Jahre gedient hat, davon 2 Jahre in einer gebildeten Familie, und vorzügliche Zeugnisse von ihren beiden früheren Hertschaften beibringen kann, sucht in Friedberg oder Nauheim auf Petritag einen Dienst, womöglich in einer vornebmen Familie. Darauf Reflectlrende wollen innerhalb 8 Tagen ihren Wunsch bei der Expedition d. Bl. zu erkennen geben. Neues Quaral und Abonnement! 2 5 8 SE 25 — 5* 22 0 7 2 — 19 8 — 8 l b 1 I. 2 8 .— 212 — 2 8 88 Die soeben erschienene Nr. 16 enthält: 33 Der Achmüller und sein Recht. Erzählung aus den bair schen Bergen. Von Tb. Messerer.(Fortsetzung.) — Mirza Schaffy im Liede und in der Wuklichkeit. Eine literar-historische Skizze von F. Bodenstedt. Mit Illufration.— Vom vlamischen Bruderstamme. Von Richard Andree. II.— Der Sturz des Meisters. Vater⸗ ländischer Roman von Georg Hütl.(Fortsetzung.)— Medicinische Gardinen predigtev. III. Eine Gasfabrik im menschlichen Körper.— Am Famtilientische: Die neue deutsche Katserkrone. Mit Abbildung.— Lebens- Feierabend. Mit Illustration von F. Tüshaus: Wer alte Emeritus.— Der entlarvte Kutschke. Zu Bestellungen empfeblen sich Bindernagel& Schimpff in Friedberg. 2 ¶õyꝗ d Jedes Leiden wird gründlich geheilt! 107 besonders Rheumatismus, Gicht, Hexenschuß, Jeschias und Magenleiden untet Garantie durch Marburg, Hessen. D. Schinke, Nat. Arzt. „b ͤ v0 bbb Universal-Heinigungs⸗Salz. 123 Von allen Aerzten als das einfachsse und billigste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufffoßen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magen⸗ beschwerden in /, ½, ½ Pfund Original-Packeten mit Gebrauchsanweisung à 30, 18 und 9 kr. nur allein acht und direkt bezogen von J. A. Windecker in Friedberg. Die Gartenlaube. N. 2. Inhalt: Am Altar. Erzaͤhlung von E. Werner, Verfasser des„delden der Feder“.(Fortsetzung.)— Schloß Scharfenberg dei Meißen. Mit Ab⸗ bildung von Herbert König.— Ein Stillteben in der Havel. Von Georg Horn.(Schluß.)— Deutsche Gräber in der Fremde. 3. Der Organist von Treuen. Von Fritz Rödiger. Mit Abbildung: Ruheffätte Karl Böhme's in St. Manz.— Der Wunder- mann auf der 6-Saite. Mustkalische Erinnerung aus Weimar von J. C. Lobe.(Schluß.)— Thserbudiker. Von Franz Schlegel. Direktor des Zoblogischen Gartens in Breslau.— Blätter und Blüthen: Aus der Hoch— ebene Norwegens. Mit Abbildung: Schneehuhn— jäger auf der Hochebene Norwegens. Nach der Natur aufgenommen von Vincent Lerche in Düsseldorf. Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen sich zu geneigten Aufträgen. Uuhrer Flammkohlen 130 bei Abnabme von mindestens 20 Centner à 38 kr. pr. Centner, Doppelwaggon 40 Thlr. Ph. Dan. Kũümmich. Handschuhe 89 zu waschen und zu repariren wird bestens besorgt. Heng. Wohnung bei Herrn Schuhmachermelster Staubi, Engelsgasse Nr. 335. 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Hess Hausfreund 8* Gustav- Adolf Kalender 8„ Lahrer Hinkende Bote, gestempelt 11- Herriedener Laubfroschkalender 9 Adreßkalender 3 Wand. und Notizkalender 4„* Kleiner Wandkalender 233 Vorräthig bei Bindernagel& Schimpff. Kine Vanille-Chocolade, per Pfund 36 und 48 fr., in Tafeln zu 12, 8, 4, 3 und 2 kr. entölten Cacao Hermann Bechstein in Friedberg, vis-à-vis dem Hötel Trapp. 2 Gebrau Treber 129 woͤchentlich abzugeben bei* G. Steinhäußer II. und Manschetten ꝛc. Herrenkragen del K. Nrssdricd Für Schulen: Die Wacht am Uhein für zwei Stimmen mit Text. Preis: 1 kr. Bindernagel& Schimpff. sowie 120 det Todes ⸗ Anzeige. i 126 Unseren Freunden und Bekannten hiermit 8 die schmerzliche Mittheilung, daß unser geliebter Herr David Löb am 12 Januar nach längerem Leiden sanft ver— schieden ist. Friedberg im Januar 1872. Die trauernden Hinterbitebenen. 133 Freunden und Bekannten machen wir die schmerzliche Mittheilung, daß unsere liebe Mutter und Tante Frau Marianne Vitriarius, geb. Bach, am 13. d. M. in Darmstadt sanft verschieden ist. Gleichzeitig sagen wir allen Denen, welche der Verstorbenen die letzte Ebre erwiesen, unsern innigsten Dank. Frledberg den 14. Januar 1872. Die Hinterbliebenen. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Beerdigte: Elisabetba Katharina Den 9. Jon. Frttsch, geb. 1 Weckerling, Ehefrau des pensiontrten Lehrers, Organisten unt Kirchendteners Wilhelm Friisch, alt 70 Jadre, 6 Monale, 10 Tage, gest. den 6, Jan. Den 11. Jan. Charlotte Phtlippine Gerth, geb. Jung, Ebefrau des verfforbenen hiesigen Bürgers und Meßzger⸗ meisters Johann Phil. Gerth, alt 74 Jahre, 5 Monate, 1 Tag, gest. den 9. Jan. Den 11. Jan. Marla Margaretha Sophie Ehrhardt, Töchterchen des hiesigen Bürgers und Schuhmacher⸗ melsters Michael Ehrhardt, alt 22 Tage. Verantw. Redact.: Hermann Schimpf. Heinrich Gerth. Druck und Verlag von Vinbdernagel& Schimpff. e 1 enthält —— Diensta u nd b Aufsäßt und lot. Anekbolt jahr ic Belreff Das Central die Ber Bestimr Führun sübrun,