er 1872. Donnerstag den 15. August. e e 1 4 Nag N 9 05 9. * Weiz f 9 6 fr.„ Kati f 8 e Ert. 1 3 1 3 3 *. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. . 1873: 1 4 22 Amtlicher Theil - Au J 5 t 1 Betrefsend: Die von C. D. Magirus in Ul f Anleitung ündung ve e i a 4 ben 1 111 Lundslädten und Oö fern, 5 ee e 1 Friedberg den 21. Juni 1872. Heilbun Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. * 1 Von dem Vorsitzenden des Comités für die Deutsche Feuerwehr“ löschwesens enthalten, so empfehlen wir Ihnen zufolge Verfügung * versammlungen C. D. Magirus zu Ulm sind folgende beiden Schriften:[Großherzoglichen Ministerums des Innern vom 14. d. Mts. zu Nr. eticht. 1 Anleitung zur Gründung von Feuerwehren in Landstadten und M. d. J. 7043 deren Anschaffung zu Lasten der Gemeindekasse. U 0. 1 Dörfern; 8 a Wir bemerken hierbei, daß eine Anschaffung der unter 2) ge— 9 Klett D Uebungs- und Feuerlöschregeln nannten Schrift die gleichzeitige Anschaffung der Schrift unter 1) en neuerdings verfaßt worden. Sterg Jm laid des 2 N derselben zu beziehen. ulze. 1* un m Neil dee kt Da diese beiden Schriften, deren erstere 40 kr., letztere 12 kr. gebunden kostet, sehr schätzenswerthe Andeutungen und Belehrungen, sowie die neuesten Erfahrungen im Gebiete des Feuer⸗ Beide obgenannte Schriften sind in der Buchhandlung von Bindernagel& Schimpff in Friedberg vorräthig und von voraussetzt, indem die Uebungs- und Feuerlöschregeln für Feuer wehrcorps berechnet sind. Trapp. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Wilhelm Nees zu Friedberg ist zum Todtenauskleider daselbst bestellt worden. D- Hanbria Jute Schin Deutsches Reich. „ 21 Darmstadt. Der Beginn der Vorlesungen 2 an der polßytechnischen Schule dahier für das olree Wintersemester 1872— 73 wird für den 7. Oc⸗ „ gem ober l. J. angekündigt. Studienjahr und Auf 435 gahmeprüfungen beginnen am 4. October. Die Außer ett Nil Anmeldungen und Aufnahme geschehen schriftlich eeskl oder auch persönlich vom 30. September an bei 9 der Direction. ige en Eguyin— Das den Ständen zur Berathung vorge— n„ den e gelegte Gesetz in Betreff der Pensionirung der r„mt f Z vilstaatsdiener ist den Betheiligten entschieden 84% 6 ungünstiger als die seitherigen Bestimmungen der — n e, Dienstpragmatik vom 12. April 1820. Hervor⸗ verdagtbl, 110 fe erufen wurde die Vorlage durch die auf jedem gandtag wiederholten Klagen über die Höhe des Hensiousetats, der fortwäbrend im Steigen begriffen senschaft st, am 1. Januar 1863 242,648 fl. betrug, im er am 1. Sept. v. J. bereits auf 324,700 fl. ** ungeschwollen war. In den Beamtenkreisen, ins- Apettol usondere aber bei den auf Widerruf angestellten g Staatsdienern ist der neue Gesetzentwurf nicht 2.7 Aft fünstig aufgenommen worden und werden dieser— delt 2 1 lalb Schritte bei dem demnächstigen Zusammen— tn e, bitt der Stände resp. Berathung des in Rede lleski fahenden Gesetzes sicherlich zu gewärtigen sein. pelle L Zum Berichterstatter über den Gesetzts⸗ e tutwurf, die Gehalte der Volksschullehrer betreffend, in der Abg. Kempff ernannt. Der für Mitte 1 äeses Monats in Aussicht genommene Zusammen- mir, tütt des zweiten Ausschusses wurde wegen Ab— Husa vesenheit mehrerer Mitglieder desselben vertagt 8s Bassa⸗ ind ist vor Mitte September nicht zu erwarten. 4700 vor Ende September wird hiernach auch die 1 zweite Kammer ihre Berathungen nicht wieder auf— Grü tehmen können. 7 1 L— Wie die„Hess. Volksbl.“ vernehmen, ist I den dem Ministerium des Innern dieser Tage an V roßherzogliche Provinzialdirection in Mainz ein gilb Fart(rlaß abgegangen, welcher die alsbaldige An— nundung des Reichsgesetzes vom 4. Juli d. 3. ö auf die in Mainz wohnenden Jesuiten verfügt. 1. 6˙ů n Berlin. Der persönliche Adjutant des Groß— n e. iasten Thronsolgers Prinz Wladimir Variatinsky bereits aus Petersburg hier angekommen. Auch ir kaiserlich russische General- Gouverneur der Ostsee-Provinzen Fürst Bagration ist gleichzeitig An getroffen. Auf Allerhöchsten Befehl des Kaisers el das 1. Brandenburgische Ulanen- Regiment Fäaiser von Rußland) Nr. 3 aus Fürstenwalde resp. Beeskow ebenfalls zu der diesjährigen großen Parade bei Berlin, welch; nach den getroffenen Festsetzungen am 7. Seplember c. stattfinden wird, herangezogen werden. — Während der Reichsanzeiger nur mittheilt, der Feldmarschall Graf Moltke sei, nach mehr— fachen Berathungen mit dem dem Kaiser nach Gastein gefolgten Militärkabinet von Gastein ab— gereist, will die Wiener„Presse“ wissen, Graf Moltke sei nach Belfort gegangen, um eine In- spectionsreise in den occupirten Departements zu unternehmen. — Die Disciplinar-Ordnung für das deutsche Heer, welche durch eine in der nächsten Woche zusammentretende Commission festgestellt werden soll, wird sich, wie die„Spen. Ztg.“ hört, im Großen und Ganzen der preußischen Disciplinar-Gesetz⸗ gebung anschließen und nur da von derselben ab— weichen, wo das Militär Strafgesetzbuch eine Aendexung erheischt. — Wie die„Spen. Zeitung“ hört, ist im Unterrichtsministerium die Ausarbeitung eines all— gemeinen Unterrichtsgesetzes in Angriff genommen, in der Voraussetzung, daß über die Reform der Kreisordnung nach Ablauf der Vertagung des Landtags eine Verständigung erzielt werden wird. — Die östers geäußerte Absicht, das gesammte Eisenbahnwesen zur Reichssache zu machen, ist in letzter Zeit von verschiedenen Seiten angeregt worden. Auch jetzt scheinen die Hauptbedenken da- gegen, wie früher, von dem preußischen Handels- ministerium erhoben zu werden. — In dem Etat des Cultus ministeriums werden bedeutende Mehrforderungen für die Universitäten und das Volksschulwesen den Schwerpunkt der Veränderungen gegen die bisherige Aufstellung bilden. Bei der glänzenden Finanzlage des Staates ist kaum anzunehmen, daß gerade diese Forderung eine Bemängelung im Finanzministerium erfahren soll. — Die Berliner Abendblätter melden über einen Zwischenfall der Berliner Wechelerbank mit dem Bankhaus Gedalia in Kopenhagen anläßlich der französischen Anleihe: Die Wechslerbank war vertragsmäßig zu der Annahme von Zeichnungen auf die Anleihe gegen ¼ pCt. Provision bevoll— mächtigt und nahm solche bis zu 573 Millionen Frs. Höhe an, da sie schriftlich und telegraphisch eine feste Basis hatte. Der französische Finanz- minister hat die ganzen Zeichnungen refüsirt. Die haltung fordern im Falle die eingeleitete diplo⸗ matische Intervention die Anerkennung der Zeich⸗ nungen nicht herbeiführen sollte. München. Wie die„Allg. Ztg.“ vernimmt, hat der Generaladjutant Freiherr v. d. Tann, welcher bekanntlich den deutschen Kaiser in Nürn⸗ berg empfing und nach Regensburg begleitete, dem König einen in Regensburg geschriebenen Brief des Kaisers nebst dessen freundschaftlichen Grüßen überbracht. — Der Kronprinz des deutschen Reichs ist am 12. d. dahier eingetroffen und hat sich fol⸗ genden Morgens nach Hohenschwangau begeben. In seiner Begleitung befinden sich General v. Blumen- thal und Oberstlieutenant Mischke. Kaiserslautern. Die Kaiserin von Deutsch⸗ land war am 11. d. dahier anwesend zur Be⸗ sichtigung der pfälzischen Ausstellung. Die Fahrt durch die Stadt erfolgte unter dem jubelnden Zuruf der zahlreich versammelten Bevölkerung. Die Kaiserin verweilte zwei Stunden im Aus- stellungsgebäude. Straßburg. Die„A. A. Ztg.“ veröffentlicht den Wortlaut einer Monstreadresse, die augen- blicklich in Elsaß Lothringen zur Unterzeichnung im Umlaufe ist. Die Adresse protestirt gegen die Jesuitenaustreibung und wird, wie der„Karlsr. Ztg.“ geschrieben wird, auf Befehl des Bischofs von allen Geistlichen der Straßburger Dibeese colportirt. seit einigen Tagen eine Gesellschaft deutscher Banquiers an Fabriken, was zu kaufen ist, und hat bereits 6, darunter ein paar der bedeutendsten (eingegangenen) Fabriken erworben; andere Ankäufe stehen noch bevor. Man darf hoffen, daß die Wiederaufnahme der Fabrikthätigkeit auch die fleißigen, zumeist wegen Mangel an Arbeitsver- dienst ausgewanderten Arbeiter und Arbeiter- Familien zurückführen und daß Bischweiler bald wieder seinen früheren Rang unter den elsässischen Fabrikstädten einnehmen wird. Ausland. Oesterreich. Gastein. Kaiser Wilhelm, welcher sich des besten Wohlseins erfreut, trifft am 31. August in Berlin ein. Der Zusammenkunst der drei Kaiser in Berlin geht eine Zusammen- kunft des Kaisers Wilhelm mit dem Kaiser von Wechslerbank wird von Gedalia volle Schadlos— Oesterreich in Ischl voraus. Der Kaiser von — Aus dem Elsaß. In Bischweiler kauft — Rußland, der Großfürst Thronfolger, die Groß⸗ fürsten Nicolaus und Wladimir kommen in Berlin am 5. Sept. in Begleitung der Grafen Schuwaloff und Adlerberg an. Schweiz. Bern. Der Bischof von Frei burg bat die von dem Genfer Staatsrath ver⸗— lanate Wiederbesetzung von zwei erledigten Pfarr stellen abgelehnt, indem er erklärte, es sei dies Sache Mermillod's. Itrankreich. Parise. Das„Journal offi⸗ ciel“ bestäligt, daß die Ziffer der Repartition der Zeichnungen auf 7.88 pCt. festgesetzt sei. Die Certificate sind noch nicht zur Ausgabe bereit. —„Avenir National“ glaubt zu wissen, daß die Regierung beim Wiederzusammentritt dee Nationalversammlung offen die Rückkehr nach Paris vorschlagen wird. — Herrn Thiers selbst soll die Kaiser- Zu— sammenkunft in Berlin sehr viel Kopfbrechens machen, er beklagte sich darüber, daß der franzö⸗ sische Botschafter in Petersburg ihm nichts darüber mitgetheilt habe. Als man ihm erwiderte, daß die Zusammenkunst nicht in Petereburg statfinde, sondern in Berlin, meinte er:„Von Petersburg aus hätte ich unterrichtet werden müssen; was kann ich von Berlin erfahren?“— Der Besuch, welchen der Prinz von Wales in Berlin machen soll, gibt in Trouville ebenfalls zu vielen Com- mentaren Anlaß. Man weiß nämlich, daß der englische Thronerbe auf sehr vertrautem Fuße mit Napoleon steht, und befürchtet daber, daß es sich in Berlin um bonapartistische Restaurationspläne handeln könne.(2) Spanien. Madrid. Der König hat mittelst eines veröffentlichten Decrets einer Anzahl von Individuen, welche wegen Theilnahme am Car- listen⸗Aufstande verurtheilt worden waren, voll— ständige Straflosigkeit gewährt. Donaufürstenthümer. Abermals kam es zwischen Kolaschiner Tirken und Montenegrinern auf montenegrinischem Boden zu einem Kampfe; zehn Türken fielen. Amerika. Newyork. Der Präsident der Republik Peru, Oberst Balta, wurde von dem Obersten Gutierrez ermordet, welcher hierauf eine Revolution machte und sich zum Dictator erklärte, indessen bei der Bevölkerung keine Anerkennung fand und von einer Volksmenge an einem Laternen pfahl aufgehängt wurde. »Friedberg, 14. Aug. Die in Butzbach liegenden zwei Escadronen des 2. hess. Drogoner-Reg menis find gestern auf dem Marsche zu den demnächst in der Gegend von Darmstadt staufindenden Uebungen durch unsere Stadt gekommen. Dieselben defilirten auf dem Paradeplatze in der Burg vor S. K. H. dem Großberzoge.— Heute is. eine Ablheilung des 11. hess. Artillerie-Regiments, das von den bei Mainz abgehaltenen Schießübungen in seine Garnison Cassel zurückkebrt, dahier eingetroffen und wurde bei den Emwoynern einquartirt. Die vortreffliche Mufik dieses Regiments wird heute Abend im Garten von Müller& Hertlein concertiren. Frankfurt. In„Intelligenzbl.“ lesen wir eine Auf⸗ forderung an die Frankfurter Frauen, sich einige Mukttage lang des Einkaufs der Butter zu enthalten, damit der sheillose Wucher? bei einem so überreichen Futterjahre, wie das veurige es ist, zu Schanden gemacht werde. Darmstadt. Der weithin bekannte Verfasser von „Kraft uno Stoff“, Dr. med. L. Büchner, begibt sich demnächst zeitweilig nach Amerika, um dort eine Reihe von Vorlesungen zu halten. Darmstadt. Vor einiger Zeit kam eine Bäuerin aus dem Odenwalde nach Darmnadt, um ihren Sohn, der baselbst in Garnison lig, zu besuchen. Vor der Kaserne angekommen, wandte sie sich an den Posten:„Lieber Herr Soldat, könne Se mer net sage, wo mei Bu is, er sull bie bei dem Milidär sei, wos do liegt.“—„Hier sind keine Buben bei dem Milidär“, lautete die Antwort, „sondern lauter Männer.“—„Ach, Herrje“, rief die Bäuerin aus„ber Schlingel werd doch net gehei'ert hawe?“ In Gotha ist es dieser Tage, wie vor einigen Wochen schon in Blauaschweig, ebenfalls zu einem Butterkrawall gekommen, indem einige Weiber, welche den für die Butter geforderten Preis zu hoch fanden, die Körbe zweier Ver— käuferinnen geplündert, die Butter nebst Käse und Milch- köpfen zur Erde geworfen und mit Füßen getreten, auch die Verkäuferinnen selost so mißhandell haben, daß dieselben blutige Wunden davon trugen. Die Polizei sah sich, um eine größere Ausdehnung des Krawalles zu verhindern, zum Einschreiten genöthigt. Auch in Eisenach ist es am Samstag zu ähnlichen Auftritten gekommen. Aus Berlin wiro nichstehendes Suückchen berichtet: Einer unserer ersten Aerzte wurde dieser Tage Abends in eine hiesige Familie gerufen, da das erstgeborne Kind heftig an Krämpfen erkrankt war. Bet seinem Erscheinen fand er bereits ein Hausmittel,„Baldrianthee“, ange⸗ wendet, da er aber in der Tasse, worin der Thee enthalten war, ein Stückchen schwarzen Stoffes schwimmen sab, frug er, wir das sei? und erfuhr zu seinem Elstaunen, daß der schwarze Stoff„der abgeschnuttene Z'pfel des Hochzeits frackes des Ehemannes“ wäre, der mu aufgekocht, da der Aberglaube in der Heimath der Frau dies als einziges Mittel gegen Krämpfe dei Erstgebornen bezeichnet. Berlin. In Bezug auf die Betheiligung der Deutschen Turnerschaft an dem Deulsch Französischen Kriege 1870—71 gibt die nachstehende Uebersicht in eressanten Ausschluß. Die Anzahl der Deulschen Turnvereine betrug am 1. August 1869 1360(110,353 Mitglieder) von denen 1051 mu 81,737 Mitgliedern über ihre Tlätiskeit während des Feldzuges berichteten. Von diesen 81,737 Mann waren 14,909 einberusen worden und zwar aus den einzelnen Turnkleisen in folgender Anzahl: Aus Nordosten 413 Schlesten und Südposen 1101, Pommern 214, Mark Brandenburg 1015, Provinz Sachsen und Anhalt 521, Norden 660, Hannover 694, Niederrhein und Westphalen 1281. Mitielrhein 1122 Oberrhein 428, Schwaben 787, Bayern dicsseits des Rheins 2358, Thüringen 1436, Sachsen 2819.— Von den 14,909 Einberufenen standen in Feindeslond 11,591 und von diesen wurden 1243 ver⸗ wundet, 617 aber blieben, beziehungsweise starben an den erbaltenen Wunden, 191 erlagen den Strapezzen und Krankheiten, 580 wurden mit dem Eisernen Kreuze decorir (auf ca. 20 Turner 1 Kreuz), 1119 standen als Kranken— pflͤger in Feindesland.— Von der Gesammtzahl gebörten 59,61 Procent dem Alter von 21 bis 30 Jahren an. Mailand wurde am 1. August von einem schreck— lichen Unwetter heimgesucht, das unerhörten Schaden an⸗ richtete. Der Sturm riß die stärkten Bäume um, aber die größten Verwüstungen erfuhr der öffentliche Garten, wo die hecrliche, vom Erzheczog Ferdinand vor drei Jahr⸗ bunderten gepflanzte und von Guiseppo Pavini besungene Ume umstürzte. Produktenbörse in Friedberg. In der auf den 11. August anberaumten, von vielen Mitgliedern aus nah' und fern' be— suchten Versammlung wurde die Produktenbörse in Friedberg constituirt, die Statuten festgestellt und die Herren: 1) Kreisassessor Haase, zugleich Vorsitzender, 2) Fruchthändler Em. Lö b, 3) Berg⸗ rentmeister D. Nebhuth, 4) Mehlhändler und Stadtrath A. Rausch, 5) Bierbrauer und Stadt- rath G. Philippi dahier, sowie 6) Mühlen⸗ besitzer H. Schudt zu Görbelheimer Mühle und 7) Ockonom Friedr. Keil in Melbach zu Mit- glievera des Börsenvotstandes gewählt. Aus den festgestellten Statuten bringen wir hiermit nachstehende Hauptpunkte zur öffentlichen Kenntniß: 1) In der Regel soll in und bei der Börse nur gehandelt, nicht zugleich auch geliefert werden. 2) Es soll jedoch auch das An- und Auf- fahren von Früchten gestattet sein. 3) Die Börse errichtet ein Lager zum Ein⸗ stellen unverkauft gebliebener oder gekaufter Frucht. Darauf können bei dem Vorschuß⸗ und Credit: verein dahier, auf Anweisung und Conto der Börse, Vorschüsse bis zu/ des Werthes der eingestellten Frucht geleistet werden. 4) Die geringe Bezahlung dafür wird immer für je 14 Tage berechnet. Dieselbe soll z. B. für 50 fl. und 5 Säcke Weizen, ohne Wiegerlohn, 30 kr. betragen. Daraus bestreitet die Börse die Miethe für das Lager, den Lohn für dessen Ver⸗ walter, die Feuerversicherung und Zinsen an den Vorschußverein. Prolongationen auf weitere 14 Tage genehmigt der Börsenvorstand. 5) Nur minderjährige, fallite und solche Per ⸗ sonen, welche durch Urtheil die bürgerlichen Ehren⸗ rechte verloren haben, können nicht Mitglieder der Böcse werden. 6) Zulässige Personen, welche die Börse be⸗ suchen wollen, um daselbst Geschäfte abzuschließen, ohne dieses regelmäßig oder oft zu thun, zahlen dafür nichts, sind aber von einem Börsenmitgliede einzuführen. Im Firmenregister eingetragene Han⸗ delsleute genießen diese Begünstigung nicht, sind vielmehr gehalten, als Mitglieder beizutreten. 7) Die Börsenzeit ist für jeden Donnerstag von 8—1 Uhr festgesetzt. 8) Im Börsenlokal sind die für die hiesige Börse geltenden Handelsgrundsätze angeschlagen. 9) Während der Börsenzeit liegen in dem Börsenlokale Offertenbücher offen, eins für Ver⸗ kauf(Angebot) ein anderes für Kauf(Nachfrage). den Verkehr zwischen der Wetterau und dem Vogels⸗ In beide Bücher können die Offeranten selbst. 1 oder durch den Börsensekretär ihre Einträge für bauschule, 4 Fabriken, viele Gerbereien— alle f feste und auf die Dauer des Marktes verbindlich Offerten machen. ö a 10) Streitigkeiten über Börsengeschäfte schlichtet- das Börsenschiedsgericht nach den Handelsgrund⸗. sätzen und nach kaufmännischem Ermessen. Aus vorstehenden Mittheilungen wird jeder denkende Mann die Ueberzeugung gewinnen, daß die Produktenbörse zu Friedberg, inmitten der an landwirthschaftlichen Produkten aller Art so reichen Wetterau, eine nützliche, ja eine nothwendige Ver⸗ kehrsanstalt ist. An einer gewissenhaften, sorg⸗ samen Leitung werden die Vorstände der Börse es nicht fehlen lassen. Mögen nun auch die Verkäufer und Käufer das Ihrige zu einer ge⸗ sunden Entwickelung und Pflege der Anstalt bei⸗ tragen! Die erste Börse soll Donnerstag den 29. August statifinden. Jedes Mi'glied erhält zu seiner Legitimation eine persönliche Eintrittskarie. Als Börsenlokal hat die Generalversammlung das Walz'sche auf der breiten Straße(zur goldenen Reichskrone) gewählt. Wenn viele Veikäufer kommen, dann fehlt es ganz gewiß auch nicht an Käyfern. Wir laden darum alle Landwirthe und Hind⸗ ler ein, unsere Böl se fleißig zu benutzen. Bei⸗ tritiserklärungen können zu jeder Zeit noch erfolgen. Wie aber bemerkt, haben alle ehrbare Landwirthe, auch wenn sie nicht Mitglieder sind. Zutritt, einerlei ob sie 5 oder 500 Morgen Landes bebauen. Also, ihr Interessenten alle, kommet, bethätigt euere richtige Einsicht und beweiset wie nothwendig und wie segensreich unsere Verkehrsanstalt zu wirken im Stande ist. Ueber die Verbindung det Oberhessischen Bahn mit der Main-Weserbahn brachte kürzlich die„Fr. Pr.“ einen Artikel, in welchem die Vollziehung derselben in Nieder- Wöllstadt vorgeschlagen wurde, als demjenigen Orte, nach welchem der Harptverkehr aus der nördlichen Wetterau und dem Vogelsberge in kür— zester Linie seinen Weg nehme. Hiermit wird sich Niemand einverstanden erklären wollen, sagt das⸗ selbe Blatt in einer späteren Erwiederung, der berge zu beurtheilen im Stande ist. Offenbar handelt es sich bei der hier angeregten, sehr noth⸗ wendigen und darum schon vielbesprochenen Zweig⸗ bahn nicht allein darum, die Oberhessische Bahn mit der Main⸗Weser⸗Bahn in gerader Mittellinie zu verbinden und so rasch wie möglich nach Frank- fuct zu kommen, sondern es muß diese Verbindungs⸗ bahn, wenn sie ihren Zweck erfüllen und auf Ren- tabilität rechnen will, dem loralen Verkehr dienstbar sein. Der locale Verkehr des südlichen Vogels⸗ berges und der nördlichen Wetterau hatte und hat aber seine Richtung nach Friedberg. Große Massen Brennholzes kommen aus jenen Gegenden nach Friedberg und von hier geht viel, sehr viel Floß und anderes Brauchholz dorthin; in Colonial⸗ und Manufakturwaaren haben die Friedberger Kaufleute nach Norden hin einen lebhaften Absatz. Alles, was man in Friedberg beziehen kann, wird man nicht mit mehr Kosten in Frankfurt kaufen wollen. Vornehmlich ist aber der Verkehr mit landwirthschaftlichen Producten der ganzen nörd⸗ lichen Wetterau von Hungen bis Nidda ꝛc. in und bei Friedberg concentritt durch viele Frucht- handlungen und Handelsmühlen, welche großes Ansehen genießen und Bezugsquellen haben bis Grünberg, Alsfeld und weiterhin. Diesen sehr bedeutenden, der reichen Urproduction sich an- schließenden Handelszweig in Friedberg, als dem gelegensten Platze inmitten der Wetterau, zu orga- nisiren und zu vereinigen, soll daselbst eine Pro- ductenböise errichtet werden, wozu gegenwärtig die Vorbereitungen im Werke sind. Aus diesen Handelsbeziehungen entspringt zugleich auch ein lebhafter Personenverkehr, welcher durch die An⸗ bit m 90 Gl Oe. des stalten und Aemter in Friedberg eine noch größere Bedeutung erlangt. Ein Kreisamt, ein Gericht und andere Aemker, ein Landwehrbataillon, ein Lehrer- und Prediger Seminar, eine Realschule, eine Taubstummen⸗ und Blindenanstalt, eine Acker. diese Etablissements ziehen eine Menge Personen e und Güter aus der oberen Wetterau und dem * dg Vogelsberge nach Friedberg. Diese alte, berühmte * Stadt, zu lange an der alten Herrlichkeit und in W Bequemlichkeit hängend und bis daher die Freunde int 10 des wirthschaftlichen Fortschrittes wenig befriedi⸗ dulden zu gend, scheint gerade jetzt mit größerer Energie die neuen wirtbschaftlichen Forderungen zu verstehen und zu beachten, so daß die Bedeutung Friedbergs ganz gewiß noch zunehmen wird. Die in sicherer Aussicht stehenden Babnen nach Hanau und Hom— burg erhöhen die bereits eingetretene Aufmunterung. Beide Bahnen sollen zugleich auch Entlastungs— bahnen für Frankfurt werden. Jene thatsächlichen Verbältnisse und vielleicht auch strategische Gründe sprechen entschieden für die Anschlüsse an Fried— berg. Der Verkehr dieser Stadt mit den nächsten, nördlich gelegenen Oberhessischen Landschaften ist so natürlich, daß er auch durch eine Oberhessische Zweigbahn nicht nach Nieder-Wöllstadt verlegt werden kann. Eine Verbindung mit Nieder-⸗Wöll⸗ ftadt fördert nicht den Verkehr, also auch nicht die Rentabilität der Zweigbahn und ist somit dieses Projecl ein wahres Krähwinkelproject. Doch, soviel wir wissen, ist bereits ein besseres Project ausgear⸗ Heitet, wonach die Oberhessische Zweigbahr zwischen Fauerbach und der Görbelheimer Mühle unter der Weserbahn her und neben der Homburger Bahn nach Friedberg geht. Diesen Plan haben Sachverständige schon seit Jabren als den besten und billigsten bezeichnet. Derselbe ist auch in underer Beziehung für den Personenverkehr be⸗ ebend. In Friedberg angekommen, sind die Homburger, Hanauer und Oberhessen sozusagen auch in Nauheim, da man in wenigen Minuten dahin gelangen kann, während in Nieder⸗Wölltadt ein dörfliches Verlassensein schon manchen ausge— setzten Reisenden veranlaßt hat, den Wanderstab zu ergreifen, um, statt auf eine Fahrgelegenheit zu warten, zu Fuß weiter zu wandern. Nach Frankfurt und dem Süden kommt man aber über Friedberg eben so rasch wie über Nieder— Wöllstadt, denn dazu dient die einzige Main— Weser- Bahn. Kurz, Friedberg ist und bleibt der Knotenpunkt für Oberhessen; darum gehen auch die Bahren von Homburg und Hanau dorthin und darum muß und wird auch die Oberhessische Bahn ebenfalls nach Friedberg gehen. Land wirthschaftliches. Ein neues landwirthschaftliches Instrument. Unter dem Namen„Diemen-Ventilator“ bringt die Maschinensabrik von Garret ein einfaches Instrument in den Handel, welches den Zweck hat, zur Euldeckung und raschen Besettigung von Hitze im Innern von Heudiemen und Kornmietben zu dienen. Diesee Apparat besteht aus einer drei Zoll wetten schmiedeeisernen Röhre, welche lang genug ist, um bis in die Mitte der Dieme zu keichen; dieselbe ist ähnlich den Norton'schen Röhrenbrunnen, am vorderen Ende mit einer kegelförmigen Spitze versehen und auf etwa zwei Drittel der Länge mit zahlreichen Löchern durchbrochen; am hintern Ende trägt dieselbe eine Verschraubung, um ein mitgeliefertes Abzugsrohr mit derselben verbinden zu können. Dieser Apparat wird in die zu untersuchende Dieme hortzontal hineingettieben, entweder mittels eines Holzschlegels, oder derselbe ist mit bohrerartiger Schnecke versehen und wird bineingeschraubt, und es läßt sich dann sofort die Innen-Temperatur der Dieme feststellen, indem man einen Thermometer an einem Stocke in die Röhre bineinbringt. Zeigt sich so an irgend einem Punkte der Dieme eine zu hohe Temperatur, so wird an das äußere Ende der Röhre ein Rohr aus Eisen— blech vertical aufgeschraubt und damit sofort eine Luft⸗ sttömung vom Innern der Dieme nach außen hergestellt, bei welcher die Hitze schnell entweicht, ohne irgend welche Beschädigung der Dieme. An der Spitze des Instruments können keine Haken angebracht werden, mittels deren beim Herausziehen der Röhre kleine Proben aus dem Mittelpunkte der Dieme mit herausgebracht werden. Es dürfte in Jahren, wo bei unbeständigem Weiter viel Heu, Klee und Getreide feucht eingebracht worden ist, dieses ein⸗ fache Instrument alle Beachlung der Landwirthe verdienen. D. Frankfurt a. M., 13. August. Die Gewißheit, daß die Welt gestern nicht unterging, gab der Bötse so rohen Muth, daß sie in ihrem Hausselauf um weitete Procente vorsprang und die Course derart in die Höhe trieb, daß den Interessenten das Herz im Leibe freudig hüpfte. In der That drebte sich auch heut wieder das Haupigeschäst um die Banken, hinter denen die andern Effeclen mehr oder weniger zurücktreten mußten, or wohl sie im übrigen auch von der hochgehenden Stimmung profiürten. Wie gestern waren es auch heute wieder österreich. Nationalbank und Darmstädter, die hinsichtlich der Größe des Umsatzes, wie Steigerung des Courses an der Spitze standen, ebenso Provinzial-Disconto und Fekj. Bankverein. Oesterreich-Deutsche stieg um 1%, Deutsche Effeclenbank beliebt und ebenfalls 10% böher. Alte und junge Meininger, Deutsche Handelsgesellschnft, Deuische Vereinsbank, Brüsseler, Rheinische Credit, Württemberg. Vereinsbank, sämamtlich steigend. Von Bahnen waren Elisabeth beliebt und fest, Buschterader gefragt und 1 fl. böher. Oberhessen ca. ½% besser und gesucht. In Prioritäten fand guter Umsatz bei festen Coursen stakt. Von internationalen Speculationswerthen verkehrten sehr lebhaft Creduactien und Lombarden, letztere steigend, während Staatsbahn vernachlässigt blieben. Oesterreich. Renten besserten sich heute wieder, nachdem bekannt ge⸗ worden, daß sich die Staats Einnahmen Oesterreichs für das erste Halbj ihr sehr gut genallet haben. Französ. Anleihe still, Türken gleichfalls, Russen beliebt. Süd⸗ deutsche Fonds rar. 18601 Loose etwas höher, Raab⸗ 25 0 Loose offerirt. Geld für Prolongationszwecke a 0. de ien Jaht Arbeits ⸗- Vergebung. 1 4 2191 Freitag den 16. J. M. sollen die zur inneren Her⸗ zellung der Kirche zu Nieder Mörlen erforderlichen Weiß⸗ inder“, Lacktrer- und Malerarbeiten, veranschlagt zu 300 fl., auf dem Sub missionswege ar den Wentast⸗ lordernden vergeden werden. Bedingungen, Voranschlag 5 nebffl Zeichnung liegen auf unserem Büreau zur Ein⸗ 64 t offen. f 1 1 91. Abgebote, welche in Prozenten zu gescheben Haben, müssen versiegelt und verseben mit der Aufschrift Submiffion für die innere Herstellung der Kirche zu Mieder-Mörlen“ bis zu obigem Termin, Morgens 10 Uhr, 719 vei uns eingereicht sein. Friedberg den 9. August 1872. Groß herzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u 5. Jagd ⸗ Verpachtung. 2192 Dit leibfällia gewordene, der Stadt Assenbeim 1 75 5 bestebend in circa 2400 Mergen Feld: unt circa 100 Morgen Wald, soll Dienstaa den 20. August 4872, um 1 ÜUbr, Nachmittags, auf biesigem Raibbaus unte den bei der Verpachtung bekannt gemacht werden; en Bedingungen vom 25. l. M. an auf 6 auf einander tolge de Jahre verpachtet werden. i Assendeim den 10. August 1872. Großherzogliche 1 Assenheim. e ** f Hafer ⸗Versteigerung. 1201 Montag den 19. August, Mittags 1 Ubr, sollen „ rca 7 Morgen Gemeindebafer bet Wirth Georg 2 Lonrad Lindt dabier öffentlich verfletgert werden. Weckesbeim am 10. August 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Weckesheim. Hilger. * 2 55 Scheuer-Versteigerung. 2207 Freitag den 23. August d. J., Vormittags 11 Uhr, 855 in 9 0 Ratbheuse die zur Concuts masse des (Garl Friedrich Walz dahier gebörende Scheuer: Gemarkung Friedberg. Oust-Versteigerung. 2204 Montag den 19. August l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen im Schloßgarten dahier: 12 Bäume Mirabellen, 2 1 Reineclauden, 1 Baum Fiöläpfel, 1„ Bestebirnen öffentlich an den Meifibtetenden versteigert werden. Schloß Ilbenstadt den 12. August 1872. Gräflich v. Leiningen Wefferburgische Rentei. Bieta u. O bst⸗ Versteigerung. 2209 Freitag den 16. d. M., des Mittags um halb 12 Ubr, soll eine große Partie Mirabellen und Reine⸗ clauden auf der Kirchenanlage, sowie zwet Bäume mit Rrübbirnen an dem Wiesenweg nach Friedberg an die Meistbietenden auf Ort und Stelle versteigert werden. Ockstadt den 14. August 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Ockstadt. Grönin ger. Steinkohlen⸗- Lieferung. 2217 Dienstag den 20. August d. J., Vormtttags 11 Uhr, soll in hiesigem Ralhhause die Lieferung von circa 300 Centner Steinkoblen für die städtischen Schulen ꝛc. an den Wenigfifordernden in Accord ge— geben werden. Friedberg den 13. August 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg. Fouc ar. Anfahren von Braunkohlen. 2218 Dienstag den 20. Au gust d. J., Vormittags 11 Ubr, soll in hiesigem Ralhhause das Anfahren von circa 800 Centner Braunkohlen vom Melbacher Braun⸗ kohlenwerk an den Wenigstfordernden in Accord gegeben werden. Friedberg den 13. August 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg. Fouc ar. 4„ Kit. 1 7 0 e e g. 10,8. Sener in ber Sladt, Gulsberpachtung oder Verkauf. ele 2. 613. 10 8. vesg eichen dasel. ft 2214 In der Gegend von Schweinfurk ic ein Fret⸗] eee, jdochmals öffentlich meiftbietend versteigert werden. herrlich v. Tettenborn'sches Bauerngut von 112 „ FPriedderg den 13. Auguft 1872. balr. Tagwerken Feld und Wiesen, sammt den vötbigen]! nen, In Auftrag: Wobn⸗ und Occonomsegebäuden, unter höchst günfsigen nb, Groß berzoglichen Landgerichte Frledberg Bedingungen auf eine oder die andere Art abzugeben. e Großherzogliche Ortsgericht Friedberg. Bevollmächtigt GE. Weismantel, Güter⸗Agent in hl a Fou c a k. Frankfurt o. M. 1 n, 1 5* 8 e. bertengesnch... Blüthenmehl f 12 90 1193 Der General- Agent einer bekannten feinen , Feuer versicherungsActien⸗Gesellschaft mit lüberalfsen 2149 und neues Grün⸗Koru bel „ Fecdingungen, sowze von elner sollden Viehversiche⸗ M. D. Loeb. 8 11 gd tungs Anftalt stellt überall in Hessen noch solide und 12 .* 9 h, e an die Ein braves Mädchen , imnoncen Expedition von Haasenstein& Vogler in 2206 vom Lande wird sofort gesucht. Näheres bei 7 g 7 11 Frankfurt a. M. zu richten. der Exped. d. Bl. eee 99 Preußische Friedrichsd'or.„„ 90 Pisidennnnßnß;;„ 9 41—43 Holländische fl. 10- Stücke.. 9 53—55 Ducaten e„ 5 34—36 Ducaten al marco, 8„ 5 35—37 20⸗Frankenstücke a n 9 21 ½.—22½ Englische Sovereignse,„ 11 4951 Nussische Imperiales.„ 9 43—45 Dollars in Gold„ 225—26 Don Frankfurt a. M. direct mit jeder Post be ördere ich, die meiner Annoncen⸗Expedition zur Vermittlung aufgegebenen Inserate, ohne Anrechnung don Provifion oder Porto, zu den Original- Zeitungspreisen an die für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten Zeitungen des In und Auslandes. Meine Proviston deziehe ich als offizieller Agent von den betreffenden Zeitungen. Rudolf Mosse, Annoncen⸗ Expedition 45 Zeil, Frankfurt a. M. Zeil 45. Berlin, Wien, Nürnberg, München, Hamburg, Stuttgart, Straßburg, Zürich, Leipzig, 5 a. S., Breslau, 5 Alleinige e uclitgende Plätter“,„Kladderadatsch“, ychigaro“. Hermann Bechstein in Jriedberg, 70 Breitestraße 70, 1334 empfiehlt eine große Auswahl fertiger Herrenhemden, bowie Kragen, Man- schetten und Chemisetten, Herrenbinden, Glacé⸗, Seiden u. Fil-d' Ecosse-Dandschuhe, wollene u. baumwollene Unterfacken, Hosen, tträger u. s. w. zu den dilligssen Pretsen. i An- und Verkauf 1744 von Staats Papieren, Anlehens⸗ loosen, Coupons c. ꝛc. unter Zusicherung reeller Bedienung. Friedberg. J. A. Nauheim. Geld Cours Frankfurt am 13. August 1872. Ossenheimer Mäldchen. 2216 Nächsten Sonntag als am 18. d. Mts. dahier bei Harmonie- und Tanzmusik großes Erndtefest. Freundlichst ladet ein 1 G. F. Korndörfer. Rheinischer Renn⸗Verein. Pferde-Wettrennen in Frankfurt a. M. am 17., 18. und 19. August 1872, Nachmittags 3 Uhr, am Forsthaus. 18 Rennen mit Preisen zusammen im Werthe von circa Thlr. 13,500. Eintrittspreise: Erster Platz für Herren Damen 3 Ein Herrenbillet für 3 Tage Equipagen per Tag fl. 10. und für jede Person darin fl. 2., Sämmtliche Karten sind sichtbar zu tragen. 7 7„ 2122 era f 50 See, den wn 4 „10.— Stehplatz„— 18 Rheinisechen Renn⸗Vereins. Reiter fl. 2. 30, Das Directorium des Brodpreise vom 16. bis 31. August. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: / Waizen, ½ Korn. 2/3 Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 48 19 kr. Zweite Sorte 48 17 tr. * 12„ 9 52„ 77„ 8„ *„ 4,** 1„ 47 5 Ausnahmspreise: 3. Sorte 15 kr. bei A. Engel. Für Bad⸗Nauheim: Kasseler Brod 4 8 20 kr. ** 2* 10* *— 1* 5„ Erste Sorte 488 19 kr. Zweite Sorte 48 17 kr. ** 2* 9½ 7** 2* 85* *„ 1* 43/8*** 1„ 474* Für Butz bach: Erste Sorte 2 Kilogr. 19 kr *„* 90* ** 7* 43/ U . Zweite Sorte 2Kilogr. 16 kr., 1* 1 U . 2 „ Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16 bis 31. Aug. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Ochsenfleisch pr. 8 22 e 22 ki. mit hobem Lohn in Frankfurt a. M. durch das Stelen⸗ Kuhfleisch, gem. 19„[Kammstück 23 gesuchsbüreau der Frau L. Weismantel, Ziegel⸗ Rindfleisch, gem. 19„Leber- u. Blutwurst 24„ gasse 13 in Frankfurt a. M 2215 Ham melfleisch 1 8 2 5 3. 8 Keil und Carre 22„Schwartenmagen 28„ er Kalbfleisch 20„Geräucherter Speck 32„ A u nm 9 e n Keil und Carre 22„Dörrfleisch 28„2166 können unter vortheilhaften Bedingungen das Nierenfett 24„ Schinken 28„Eingeschäft erlernen. Hammelsfett 18„Schmalz, ausgel. 32„ E. Heimel in Hanau. [Schmalz, unausgl. 28„ Ausnahmspreise Bei Joh. Hanstein III. Kuhfleisch, gem., 20 kr., Rindfleisch, gem., 20 kr., Nierenfett 20 kr. — Bei K. Neuhof Kubfleisch, gem., 20 kr., Rin fleisch, gem., 20 kr.— Bei Py. Windecker Kammstück 24 ki., Schwartenmagen 30 kr.— Bei E, Engel und Adolph Engel Schmalz ausgel., 30 kr., bei K. Friedrich 28 kr. — Bei W. Heß und K. Friedrich Kammstück 22 tr.; bei J. Wind's Witwe 24 kr. Für Bad ⸗ Nauheim: Ochsenfleisch pr. 7 23 kr. Schweinefleisch pr. 7 22 kr. 2210 Den 20. d eröffnet zur schnellen und i 5 fl 6 N 79 22 8 praktischen Kuhfleisch, gem. 20„ Leber— u. Blutwurst 26„[Erlernung des Kleidermachens resp. Maaßnehmen, „ ungem.—„[Bratwurst 30„ Zucchneiden, Richten und Anprobiren einen weiteren Hammelfleisch 20„ Schwartenmagen 28„ Tutsus Frau Lehrer Heß, Keil und Carre—„ Cervelatwurst 48„ breite Straße bei Bäckermeister Rumpf. . 5 24„ Fleischwurst 22 E 5 eil und Carre—„Geräucherter Speck 32 ine ro Art! Rierenfert 24„örrflaisch 28 1 2211 bat zu„große P. rt K Spreu Hammelsfett 16„Schinken 3 5 G. Stei 2118 Schaaffleisch„Solpenfleisch 3. Stein häußer II. Schmalz, ausgelassen 36 kr., unausgelassen 32 kr. Ausnahmspreise: Bei Sam. Löb Kuh- und Rind— fleisch 19 kr.— Bei W. Vieler Kalbfleisch 22 kl., Hammelfleisch 24 kr.— Bei Löb Hirsch Kall flaisch 20 kr., Hammelfleisch 18 kr.— Bei D. Fritz Leber⸗ und Blutwurst 24 kr.— Bei H. Klinkersuß Fleisch⸗ wurst 30 kr.— Bei W. Krauch Wiliwe Schweine fleisch 21 kr., Schinken 28 kr., Leber- und Blutwurst 24 k., Bratwurst 28 kr., Schmalz, ausgel. 30 kr., unausgel. 28 kr. Für Butzbach: Ochsenfleisch pr. T 22 kr., Schweinefleisch pr. 7 21 kr. Kuhfleisch, gem, 19„Leber- u. Blutwurst 24 Thalia-Perein Friedberg 2205 Tanzkränzchen Samstag den 17. Auguff im döliel Idurg in Bad Nauheim. Anfang 5 Ubr Nach- mütags Für Nichtmitglieder find Eintrittskarten an „der Kasse zu haben. Der Vorstand. Liebe Turnbrüder! 2203 Eingedenk so mancher schönen Stunde, welche ich gar traut und frob in Eurer Mitte verlebte, fühle ich mich dei meinem Scheiden gedrungen, Euch Allen noch herzlich Lebewohl zu sagen, begleitet mit meinen besten Wünschen sür das fernere Blühen und Gedeihen Eures Vereins. Obgleich getrennt, weile ich doch noch manchmal unter Euch und hege die Hoffnung, daß auch mir in Eurem Bunde ein Andenken bewahrt bleibe. Mit Turnergruß scheidet. Bad Nauheim, 12. August 1872. H. Bernhöft. eue holl. Vollhäringe! 2098 dei Wilh. Fertsch. 1 sowohl männliche als weibliche Dienstboten, finden iederzett gute Stellen Eine Partie guter Spreu 2212 verkauft billigst Friedberg. Carl Mulch. Hosenträger 503 billigst bei K. Friedrich neben der Poff. Avis für Damen. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 13. August. Neuer Waizen 15 fl.— fr.; 9 fl.— k,; Cersse 7 fl. 20 kx.; Hafer d f k Frankfurt, 12. August.(Per 100 Kilo.) Walzen 15½— 155,6; Korn 9½— ½; Gerste 10- ½; Hafer 8— ¼; Rüböl(per 50 ilo) ohne Faß von 50 Ctr. 23 fl; Branntwein(50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß.— Grünberg, 10. August. Waizen 14 fl. 54 kr. Kor) 8 fl. 50 kr.; Gerste 7 fl. 28 kr.; Hafer 4 fl. 31 kr.; Molter 3 fl.— kr.; Erbsen— fl.— kr.; Linsen— fl. — k.; Saamen 15 fl. 10 kr.; Kartoffeln— fl.— kr. Mainz, 9. August. Waizen 15 fl. 40 kr.; Korn 10 fl. 20 lr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 8 fl. 12 9 6 Kartoffeln 3 fl. 15 kr. Reggenstrob per 100 Gebund 256 fl. Astatlitischer Gottesdienst in Friedberg e in en Freitag Abends Kor Rinofleisch, gem, 19„Bratwurst 26 5 Hammelfleisch 20„ Schwartennagen 28„ Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 32„ Kal bfle isch 18„(Dörrfleisch 255 Schaaffleisch—„ chinken 23 Nierenfett 24„Schmalz, ausgel. 30„ Hammel 18„Schmalz, unausgel. 28„ 6 Uhr. G e mit Gesang in 7 roße Posse m es a lis 2219 * 5 5 7 Einladung. Einladung. 2208 Zur Feier des diesjährigen Kirchwelbfestes findet dei Unterzeichnetem Sonntag den 18. und Montaa den 19. August gut besetzte Tanzmufik flatt, wozu höͤflichff mit dem Bemerken eigladet, daß für gute Speisen und Getränke beftens gesorgt sein wird. Auch findet bei dieser Gelegenheit auf meiner Kegel⸗ bahn die Ausspielung eines Hammels statt. Rödgen den 12. August 1872. Jean Truschel, Wirthschaft zur Linde. 2189 Samfiag den 17. d. Mis. findet auf dem Selzer⸗ bru nen ein g l Ball für Israeliten statt, wozu freundliichst einladet 5 P Weitzel. 2213 Da Sonntag den 18. d. M.(Gedenktag an Gravelotte) auf dem Selzer brunnen (Station Groß⸗Karben) eine Zusammenkunft von mehreren Gesangvereinen flatt⸗ finden wird, so soll zu gleicher Zeit ein Instrumental⸗ Concert damit verbunden werden, wozu freundlichst einladet 5 P. Weitzel. 2202 Zur Erinnerung an den rubmvollen Aniheil der Hessischen Division an dem Siege bei Gravelotte Harmonie⸗& Tanzmusik Sonntag den 18. August. Hurrah! Euch tapfern Hessen An Eurem Ebrentag; Den können wir nimmer vergessen, Er hallet immer nach. Wir klangen so freudig zum Streite Wohl Trommeln und Hörner darein; Drum wollen wir nun zur Freude, Den Tag mit Reigen Euch weih'n. Hier untet den schönen Linden, Da könnet Ihr fröhlich sein, Dier können auch Alle wohl finden Beim Tanze recht guten Wein. Ziegenberg den 12. August 1872. J. Möckel, Gastwirth. Sommertheater in Friedberg. Im gedeckten Felsenkeller des Hrn. G. Philippi. (Gesellschaft des Thalla-Theaters in Darmfladt.) Donnerstag den 13. August 1872: Zum Benefiz für Herrn Georg Jung. Unter Mitwirkung der Militärkapelle des 2. Hess. Inf.⸗Reg. Pech⸗Schulze. Große Posse mit Gesang und Tanz in 3 Akten und 7 Bildern von H. Sallngré. Musik von Zang. Freitag, 16. August 1872: Grande Soirée in dem Gebiete der indischen, chinesischen und japanesischen Magie gegeben von dem berühmten Professor der Phpsik Henri de Rapelleski, Prestidigitateur des Vice- Königs von Egypten. 1 4 Dir wie mir, oder: Dem Herrn ein Glas Wasser. Lustspiel in 1 Akt von Roger. Sommertheater in Jad- Nauheim. Im Garten der Wittwe Jacob Schimpf. Freitag, 16. August 1872 Gastspiel des Herrn 80 Jung-Kläger aus öln. Einer von unsere Leut. Bildern von Berg und * Es ladet ergebenst ein 5 Direktor Grünwald. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Samstag Morgens 8 Uhr. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. g Glace-Iandschuhe r 88—ů