* — chrkohlen 9 1872. 2 Samstag den 14. Dezember. N 147. Oberhessischer Anzeiger. Friedberger Intelligenzblall. Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Sam ftag 2 Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Abonnement auf den Oberhessischen Anzeiger, welcher auch fern ö i i Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die n Erlasse, 5 eine Ne 11 7 60 und bemerkenswerthesten Tages begebenheiten, besonders wichtige Neuigkeiten durch Extrablätter, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mitiheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte Betreffend: Die Feterabendstunde. Anekdoten, Räthsel, Bilderräthsel ic. Das Abonnement beträgt bei der Verlags⸗Expedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel⸗ jährlich 47 kr. mit Bringerlohn. Inseratgebühren werden die einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit 3 kr. berechnet, bei Tabellen und Ziffersatz mit 5 kr. der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. brechung eintritt. 8 Abbestellung erfolgt. Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗ Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Jahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Die Expedition. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: Nr. 54 sub 1. Landtagsabschied. Friedberg den 12. Dezember 1872. Groß herzogliches Kreisamt Friedberg. Ter a p p. Betreffend: Die Versicherung der Gebäude gegen Feuersgefahr und die Vergütung von Brandschäden. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und den Gr. Polizei⸗Commissär zu Wickstadt. Wir erinnern die Säumigen an die Erledigung unserer Verfügung vom 16. v. Mis. binnen 8 Tagen bei Meidung der Abholung. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Wir empfehlen Ihnen das nachstehende personal darnach zu instruiren. Ter a p p. Local⸗ Reglement Friedberg am 11. Dezember 1872. 1 2 Friedberg am 11. Dezember 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Großhe Polizeiverwaltung Bad-Nauheim und den Großh. Polizeicommissär zu Wickstadt. Localreglement öffentlich bekannt machen zu lassen und das Ihnen untergedene Polizei⸗ die Einhaltung der Feierabendstunde in den Gemeinden des Kreises Friedberg. Nach Anhörung der Localpolizeibehörden und mit Ermächtigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 3. December 1872 Nr. M. d. J. 12081 wird hiermit verordnet: 1) Die Feierabendstunde, zu welcher die Gast und Schenkwirth⸗ schaften geschlossen werden müssen, wird für alle Gemeinden des Kreises Friedberg auf Abends 11 Uhr festgesetzt. zu Belresfend: Den Besuch des Gottesdienstes von Seiten der Schulkinder. Die Großh. Kreis⸗Schul⸗Commission Friedberg an die Die Saumigen werden an sofortige Erledigun Ter a p p. 2) Uebertretungen dieser Bestimmung werden beim Vorhandensein der in§. 365 des Strafgesetzbuchs für das Deutsche Reich vor⸗ gesehenen Voraussetzungen mit Geldstrafe von 35 Kreuzern bis 5 Thaler bestraft. 3) Die entgegenstehenden Polizeireglements sind aufgehoben. Ter a p p. Friedberg den 11. Dezember 1872. Schulvorstände des Kreises. g unserer Auflage vom 21. v. Mts., Amtsblatt ohne Nr., erinnert. Deutsches Reich. Darmstadt. Nach der„Darmst. Zeitung“ wird der Landtag auf den 19. d. M. einberufen und von S. K. H. dem Großherzog in Person eröffnet werden. Friedberg. der Stadt Friedberg wurde am Buchhändler Scriba erwählt. Die Wahl der Wahlmänner fand auch dahier, wie in vielen anderen Orten des Landes, eine verhältnißmäßig geringe Betheiligung. Von 600 stimmberechtigten Urwählern hatten sich nur 278 an der Wahlurne eingefunden und von diesen hatten 270 resp. 274 den ausgegebenen gedruckten Vorschlag von 20 Wablmännern adopfirt. Den Ausfall der Wahl konnte man indeß mit Gewißheit voraus- sehen, da weder ein Gegencapdidat, noch ein Gegenvorschlag in Bezug auf die proponixten Wahlmänner bekannt geworden wax. Die Wahlmänner Wahlen im Wahlbezirke Friedberg Nauheim sind zwar ebenfalls abgehalten, jedoch sollen, wie man hört, eine größere Anzahl der⸗ Zum Landtagsabgeordneten 12. d. M. Herr selben wegen Formfehler Beanstandung gefunden haben und deßhalb in den betreffenden Orten abermalige Wahlen in Aussicht stehen. Unter diesen Umständen dürfte der Abgeordnete des II. Wahlbezirke der für den 19. d. angekündigten Eröffnung der Kammer nicht beiwohnen können. Gießen. Der Vertreter der Philologie an der Gießener Universität, Prof. Lübbert, hat einen Ruf nach Kiel erhalten. Wie die Sp. Ztg. hört, hat Prof. Lübbert denselben jedoch abgelehnt; es wird daher diese bedeutende Kraft der Gießener Hochschule erhalten bleiben. Worms. Bei der Abgeordnetenwahl wurde der Candidat der demokratischen Partei, Edinger, gewählt. Berlin, 11. Dez. Abgeordnetenhaus. Der Antrag Duncker Rickert, betreffend den Eintritt von Staats beamten in den Aufsichtsrath von Actien⸗ Gesellschaften, wurde von der Tagesordnung ab⸗ gesetzt, weil ein eingegangenes Minisserialschreiben die gesetzliche Regelung der Frage für die nächste Zeit zugesagt hat. Die zur Berathung kommenden Petitionen wurden meist nach den Commissions⸗ anträgen genehmigt. Eine längere Discussten führte die erste Lesung des Gesetzentwurss über die Dotation der Provinzialverbände herbei, welcher schließlich an eine besondere Commission von 21 Mit⸗ gliedern verwiesen wurde. Der nämlichen Com- mission wurde der Kechenschaftsbericht über die Beihülfen an Reserve- und Landwehrmänner nach der ersten Lesung zugetheilt. Das Haus genehmigte endlich in erster und zweiter Lesung den Gesetz- entwurf betreffs der Abstandnahme von dem Esch⸗ hofen-Camberger Eisenbahnbau, wobei der Regie⸗ rungs-Commissär unter dem Beifall des Hauses die Concessionirung der Hessischen Ludwigsbahn zum Bau einer Eisenbahn über den Westerwald anzeigte. — In der Petitionscommission des Abge- ordnetenhauses kam kürzlich die Petition einer Ossizierswittwe zur Verhandlung, welche die Theil⸗ nahme der Commissions mitglieder in nicht ge⸗ ringem Grade erregte. Der Gatte der Petentin, ein Hauptmann, erkrankte in Folge des Feldzuges und rang schwer mit seinen Leiden. Das Gesetz spricht den Hinterbliebenen verstorbener Militärs nur dann eine Penstion zu, wenn der Tod inner- halb Jahresfrist erfolgt. Als ein tiefrührendes Moment mag es gelten, daß jener todtkranke Offizier, dessen Sohn gleichfalls vor dem Feinde siel, wiederholt das sebnliche Verlangen nach seinem eigenen Tode aussprach, damit durch die Pension seine Frau und Töchter von den Sorgen des Daseins befreit würden. Es kam indessen anders. Der Offizier starb einige Zeit nach Verlauf eines Jahres, und die Witwe verlangt nun von der Befürwortung des Abgeordnetenhauses, was der strenge Buchstabe des Gesetzes nicht zuläßt. Die Commission mußte zur motivirten Tagesordnung schreiten, empfiehlt aber in den Motiven den außer- gewöhnlichen Fall einer Beurtheilung an com- petenter Stelle, welche humane Rücksichten gebieterisch verlangen. Die Commissäre der Regierung sprachen sich in demselben Sinne aus und stellten eine Aenderung des betreffenden Passus im Gesetze in Aussicht. — Die„Prov.⸗Corresp.“, die Kreisoldnung besprechend, sagt: Die Regierung des Königs ist nach wie vor überzeugt, daß sie mit der Durch⸗ führung der angebahnten, ächt freisinnigen Reform gerade im gegenwärtigen Moment eine unzweifel⸗ hafte Pflicht ihres conservativen Berufs übte. Die Regierung rechnet mit vollster Zuversicht darauf, daß bei der nunmehr beginnenden schwierigen Aufgabe der praktischen Ausführung des Gesetzes die conservativen Kräfte des Landes eben so willig wie die liberalen Kreise aus Patriotismus sowohl wie aus eigenem Juteresse ihr zur Seite stehen und ihre ganze Kraft hineinwerfen werden, um in den neuen Zuständen sich oben an der Spitze der Bewegung und des Einflusses zu halten. — Das vorgenannte Blatt schließt einen die Zustände Frankreichs besprechenden Artikel: Aus den neuesten Anzeichen geht hervor, daß beide Theile den Wunsch einer erneuten Verständigung hegen. Die öffentliche Meinung Frankreichs und Europas wird es sicher mit Befriedigung begrüßen, wenn ein dauerndes Einvernehmen zwischen der Nationalversammlung und Thiers und neue Bürg⸗ schaften für einen festen Bestand der Dinge in Frankreich gewonnen werden. — Die Rückkehr des Reichskanzlers nach Berlin wird zwischen dem 15. und 20. d. M. erwartet. — Dem Abgeordnetenhause blieb die neue Präsidentenwahl für diese Session erspart. Herr v. Forckenbeck ist als Oberbürgermeister von Bres⸗ lau allerdings für das Herrenhaus präsentirt worden, dagegen ist jetzt als gewiß anzusehen, daß er bis zum Schlusse der Session nicht in das Herrenhaus eintreten wird. — Das aus Herrenhauskreisen von der„Kreuz⸗ zeitung“ gemeldete Gerücht, wonach der Minister des Innern ein Entlassungsgesuch an den Kaiser eingereicht hätte, wird von der„Nordd. Allg. Ztg.“ als grundlos bezeichnet. Aus dem Elsaß. In den letzten Tagen trafen, wie man der„Karlsr. Ztg.“ meldet, die ersten Baarsendungen zur Abzahlung der noch rück ⸗ ständigen 200 Millionen der driften Milliarde ein. Die Gelder werden gegen Quittung des Ober⸗ präsidenten, der hiezu von Seiten des Reichskanz⸗ lers bevollmächtigt ist, in Straßburg in Empfang genommen, um alsbald an ihre Bestimmungsorte weiter transportirt zu werden.— Aus zuver- lässiger Quelle verlautet, daß die Fortdauer der Lehrwirksamkeit der Ordensschwestern und Ordens⸗ brüder durch ein fast einstimmiges Gutachten der Schul⸗Inspetoren befürwortet wurde. Das Desi⸗ cit an Lehrkräften beträgt nämlich jetzt schon nahe an 250 Köpfe, und würde sich durch Abschaffung der geistlichen Lehrer weitaus mehr als verdoppeln, während keine Hoffnung vorhanden ist, dasselbe in den nächsten Jahren auch nur annähernd aus dem Laienstande decken zu können. Ausland. Oesterreich. Wien. Das Abgeordneten⸗ haus nahm am 12. d. die Sitzungen wieder auf. Die Abgeordneten von Tyrol und Voralberg waren äbwesend. Die Regierung legte Gesetzentwürfe zor, betreffend die Jorterhebung der Steuern für das erste Quartal 1873 und die Rekrutenaus⸗ hebung für 1873, sowie einen Postvertrag mit Deutschland. Der nach Schluß der Sitzung zu⸗ sammengetretene Finanzausschuß genehmigte die Forterhebung der Steuern, wobei der Finanz- minister erklärte, daß demnächst ein Gesetzentwurf betreffs der definitiven Regelung der Beamtenge⸗ halte vorgelegt werden soll. Frankreich. Nachrichten aus Paris vom 10. d. melden: Seit heute Abend 5 Uhr wüthet ein orkanähnlicher Sturm in Paris. Eine Masse Schornsteine sind von den Dächern heruntergestürzt. Die Seine ist fortwährend im Steigen. Die Quais in Bercy sind seit gestern Abend über⸗ schwemmt. In vielen Straßen steht das Wasser 1½ ͤ bis 2 Fuß hoch und die Bewohner müssen in Nachen nach ihren Häusern fahren. Von heute Morgen 9 bis Abends 5 Uhr, d. b. bis zum Ausbruch des Sturmes, regnete es fortwährend stark. Der Himmel ist aber immer noch mit dicken Wolken bedeckt. — In der Nationalversammlung beantragte Lambert Saint Croix, die Petitionen wegen Auf⸗ lösung der Nationalversammlung am nächsten Sonn⸗ abend zu berathen. Gambetta unterstützte den Antrag und erklärte, daß die Linke mit Ungeduld der Berathung entgegensehe. Baragnon hoffte, daß am nächsten Sonnabend die Niederlage Derer, welche für die Auflösung der Nationalversammlung agitirten, besiegelt werden würde. Die Versammlung beschloß, daß die Berathung der Petitionen am Sonnabend stattfinden solle. — Die republikanische Linke hat ein von 105 Mitgliedern unterzeichnetes Manifest erlassen, welches die Petitionen zu Gunsten der Auflösung der Nationalversammlung billigt und erklärt, daß die Linke für die vollständige Erneuerung der Versammlung stimmen werde, ohne die theilweise Erneuerung ganz auszuschließen. J Belgien. In der Kammer kündigte Minister⸗ Präsident de Theux an, daß der König die Ent⸗ lassung des Kriegsministers angenommen und Herrn d' Aspremont⸗Linden mit der Vertretung des Portefeuilles betraut habe. Das Ministerium hält die Organisation der Armee vom Jahre 1870 und das Contingent von 12,000 Mann aufrecht und wird das bisherige System der Heeres ⸗Er⸗ gänzung beibehalten. Amerika. Eine Feuersbrunsl in Newyork zerstörte das große Hotel in der fünften Avenue. 22 Personen vom Dienstpersonal der obersten Stockwerke sind in den Flammen umgekommen. — Die Zahl der bei der Feuersbrunst im Hotel der fünften Avenue Umgekommenen beträgt, wie sich inzwischen herausgestellt hat, nur elf. Der Brandschaden wird auf 130,000 D. geschätzt. 7 Friedberg. Am 4. d. Mts. hielt das hiesige landwirthschafiliche C'sino seine zweite Versammlung im laufenden Wintersemester und feierte bei dieser Gelegen⸗ heit zugleich sein einjähriges Stiftungssest. Hr. Kreisassessor Haas warf einen Rückblick auf die seithetige Thätigkeit desselben und erinnerte an die verschiedenen Instilute, welche es in's Leben gerufen habe, wie die Produk enböcse, den Consumvetein, die Obstausstellung ꝛc. Es habe das Casino gewiß alle Ursache mit seinen Erfolgen zufrieden zu sein und müsse er nur wünschen, daß Alle, welche bei den verschiedenen Veschlüssen mitgewirkt hätten, auch den Instituten ihre Unterstützung zu Theil werden ließen. In der darauf folgenden Vorstandswahl wurde Herr Kreis⸗ assessor Haas zum Vorsitz nden und Herr Rückert als Schriftführer durch Acclamalion gewählt. Herr Director Gaul von Darmstadt referirte nun in einem längeren Vortrag über Viehversicherung und empfahl zum Schlusse die Ecrichtung eines Thierschutzvereins. Die Versammlung erachtete die Errichtung eines solchen Vereins für sehr ersprieß⸗ lich und betraute die Herren Direklor Steinberger, Dr. Born und Dr. Nücker mit einem Commissions⸗ gutachten für die nächste Versammlung. Der folgende Gegenstand, die Vertilgung der Unkräuter, wurde von Herrn Lehrer Welnel durch einen sehr eingehenden Vor⸗ trag eingeleitet. Der Herr Referent betonte, wie auf den Fluren eine Masse von Unkräutern vorkomme, welche den Culturgewächsen großen Schaden zusüglen; er besprach dann die verschiedenen Arten von Unkläutern, deren Eigen⸗ schaften und empfahl die Mitlel zu deren Bekämpfung. Der Vortrag bot des Intercssanten und Belehrenden recht viel dar und war die daran sich knüpsende Discusston eine recht lebhafte. Herr Rückert verbreitete sich ausführlich über die Vertilgung des Hederich und Herr Dr. Nücker über die der Quccke. Herr Seminarlehrer Wahl hielt von botanischem und wissenschafilichem Standpunkie die Unkeäuter für nothwendig, welche Ansicht jedoch zahlreichen nicht mehr vorgenommen werben konnte. Widerspruch fand. Die Zeit war indessen schon soweil vorgeschritten, daß der dritte Gegenstand der Tagesorbnung Die nächsit Versammlung wird Samstag den 14. d. Mts., Abend ½7 Uhr, im Gasthaus„Zu den drei Schwertern“ fla“ finden und wird in dieser Versammlung Herr Dr. Born über die Maul⸗ und Klauenseuche und Herr General sekretär v. Langsdorff von Darmstadt über ländliche Creditwesen referiren. Letzterer Gegenstand hat gerabe in der Gegen wart erhöhte Bedeutung und wollen wir nicht verfehlen, auf denselben hiermit besonders ausmerksam zu machen. = Bad⸗ Nauheim. Am 9. d. Mts. feierte det hiesige Lehrer Reuß seine silberne Hochzeit. Derselbe, welcher schon viele Jahre Präsident des hiesigen Turn vereins ist und sich um denselben durch seine ausgezeich⸗ nete Leitung große Verdienste erworben bat, wurde in Folge des allgemeinen Vertrauens, dessen er sich hier erfreut, in neuerer Zeit auch zum Dirigenten des hiesigen Gesangverelns ernannt. Nachdem dem Jubilar von ver— schiedener Seite Gratulationen und zahlreiche Geschenke den Tag über zu Theil geworden waren, wurde ihm am Abend von dem hiesigen Gesangverein ein Ständchen gebracht. Herr Lehrer Wagner, weicher hierbel die An sprache hielt, hob besonders hervor das friedliche Ver⸗ hältniß, welches zwischen dem Jubelpaar von jeher be⸗ standen, daß Jubilar sich stets mit Treue und unermüdlichem Eifer seinem Berufe hingegeben und deshalb derselbe der allgemeinen Theilnahme an dem heutigen Familienfeste sich zu erfreuen babe. Reöner schloß mit den herzlichsten Glückwünschen und einem Hoch auf das Jubelpaar, welches von dem sehr zahlreich versammelten Publikum mit dem größten Enihusiasmus aufgenommen wurde. Darauf überreichte ihm ber hiestge Gesangverein zwei silberne Leuchter, nachdem ihm schon vorher von dem biesigen Turnverein ein silbener Becher mit einem warmen Gralulationsschreiben überbracht worden war. Möge dieser Mann, der die Achtung und das allgemeine Vertrauen der hiesigen Bevölkerung genießt, noch lange Zeit unserer Stadt erhalten bleiben. R. Bad⸗Nauheim. Die aus den Jahren 1870—71 zurückgekehrten Krieger Nauheims haben einen Verein gegründet, welcher den Namen deusscher Kriegerverein führt. Der Zweck des Vereins ist im Falle einer Mobil⸗ machung oder Erkcankung, die Mitglieder zu unterstützen. Gleichzeitig dient dem Publikum zur Nachricht, daß auch Ehrenmitglieder nach§. 9 jederzeit freundlichst aufge⸗ nommen werden können. r Assenheim. Feuerwehr betr.— Von mehreren Seiten angeregt, hat sich dahier vor Wochen schon eine Anzahl junger Männer zusammengethan, um eine freiwillige Feuerwehr zu errichten, es will aber trotz der eifrigen Bemühungen Einzelner mit der ganzen Sache nicht recht vorwärts gehen. Es ist dies um so unerklär⸗ licher, als bekannt ist, daß die Staatsbehörden und ins⸗ besondere der Vorstand unseres Kreises mit besonderem und vollkommen richtigem Verständniß des Bedürfnisses unserer Stadtgemeinde dieses Beginnen nach Möglichkeit zu fördern sucht, als wie auch die Hohe Herrschaft hier⸗ selbst mit besonderem Genügen diese Rührigkeit in der Gemeinde begrüßt und noch nie einem gemeinnützigen Bestreben die hülfreiche Hand versagte. Es muß also eine demmung wo anders liegen, und nach einigem Umschauen glauben wir denn auch diese Hemmung in der allgemeinen Erfahrung gefunden zu haben, daß eben der Landbewohner einzuführenden Neugestaltungen viel schwerer zu änglich, viel zäher festhält am Althergebrachten. Man scheut da gar zu gerne zurück vor Ausgaben, deren eigentlicher Vortheil nicht sogleich in die Augen springt, und dieses ist ja wohl allerdings zum Theil auch bei Errichtung einer freiwilligen Feuerwehr der Fall, man hört da gar oft sagen: ach, wir habrn auch gelöscht, wir haben es auch bei einem Brande nicht an uns fehlen 77 5 Ja, das ist gewiß wahr,— aber wie viel auch durch die zu große Hülfbereitwilligk it— verbrannt und zu Grunde geht, das sieht man erst, wenn man eine gut organisirte Feuerwehr in Thätigkeit sieht, da weiß Jeder, wo er anzugreifen hat, da baut sich am Hause unter der Hand so zu sagen eine Stiege von außen, da leeren sich von kundiger Hand geleitet in Ruhe die be⸗ wohnten Räume, und Speicher und Keller und Scheuer und Stall entleeren sich, während wieder andere Hände mit unermüdlichem Eifer die Spritzen bedienen und kühne Männer das entfesselte Element bekämpfen, rastlos vor⸗ schreitend, jeden Fuß ihm abzugewinnen suchend;— und gelingt es gar, ein bedrohtes Menschenleben dem sicheren, schrecklichen Tode zu entreißen, welch' erhebendes Gefühl durchdringt da die Mannschaft, welche doch freiwillig sich der Arbett, den Mühen und auch Gefahren hingibt! und wer, darf ich wohl fragen, wer will die Errichtung eines solchen Instüiuts hemmen?— Sind denn die Kosten so bedeutend? wird nicht vielleicht in einer Unglücksnacht, vor welcher euch die Vorsehung bewahren möge, der ganze Kostenpunkt gedeckt und aufgewogen durch rechtzeitige, energische und richtige Hülfe, die das Feuer niederdrückt, die eure Habe bewahrt, die ein Menschenleben gerettet?! — O zaudert nicht! erschwert den Männern, die sich dafür hergeben wollen, nicht die Sache, damit nicht ihr Muth, nicht ihr Gemeinfsinn erkalte! In der jetzt alles nivelltrenden Zeit soll man mit Freuden begrüßen ein Instiiut ächten Bürgersinns, das ist doch die Feuerwehr, denn nicht umsonst führt sie den Wahlspruch:„Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr!“— Also srisch ans Werk! und hoffentlich begrüßen wir recht bald die„Assenheimer freiwillige Feuerwehr“ als ein tüchtiges frisches Corps für Stadt und Umgegend. Dies wünscht von Herzen ein alter Feuerwehrmann. senbulh, d Dorn sich unlet blesuchen/ 1 hollän Wor ben Jah Bataillon gegen ein Geschüße, sowie me Tages ba Nachmitta tin(trat dle Bede aten zt wurden. des Adend wieder den Mapolton sunmengese dach Ruß! lich an ben putlosen Stutt bektils 10, die Osse⸗ Parie tin Seilen Fflege kau, Ane zwei Deutsche u beben geh Familie— don sechs beraubt u was herb Zellungen Patrioten allem fink welchen Iffennicht Angedlagt Murnt) dit sie fü der Anna ihrer Ver Zahl, S vernomme großem fei bor. Prö ben Beseh füt preuß *— 898 Waar a graphie. Vörsen ö 0 (Sticker, N 14—* W e * 2 8 5 n det ger 1 115 Dolleg 1 Wonders f eee 1 Sießen. Der„Gieß. Anz.“ schreibt: Während man in Isenburg, wie unser Blatt meldet, aus Anlaß der Wahlen sich todt schoß und weidlich durchprügelte, wurden dei der hiesigen Landtagswahl mehrere Personen bei der zu starken Betheiligung todt gedrückt; es wählten nämlich von 1600 Wahlberechtigten in drei Tagen nur 192. Frankfurt. Ein von hier flüchtig gegangener Kauf⸗ mann R., welcher unter der Anklage eines bekrügerischen Bankerotts verfolgt wird, wurde in Köln verhaftet und befindet sich auf dem Weg hierher. Müller und Frucht⸗ händler aus der Wetterau sollen an den Gemeinschuldner „ Ni fig nicht unerbebliche Summen zu fordern haden. „ diecg„ Offenbach. Von den dei den Excessen in Neu⸗ u ue Dek, Wien 21* Tun den dn Ae the 1 1 8 al. durde Isenburg Betheiligten sind 11 Personen in das hiesige 1 Bezirksgefängniß eingebracht worden. Darmstadt. Nach amtlichen Mittheilungen befinden . e d i sich unter den Auswärligen, welche die hiesige Realschule Der , besuchen, 7 Nordamerikaner, 1 Peruaner, 1 Portugiese, I Holländer, 1 Engländer und 3 Ostindier. * he G, Worms. Am 9. Dez. feierte das hiesige Bataillon * vnde den Jahrestag der Erstürmung von Chambord. Das — Süug; Bataillon hatte bort durch Muth und Enlschlossenheit e bent e, gegen eine colossale Uebermacht gekämpft und 5 bespannte e wg 2 Seschütze, eine größere Anzabl Munitionswagen erobert, datt den an i wie mehrere Hundert Gefangene gemacht. Zur Feier des Tarn spti filbem * un d biesiger au mum warmen u n. Aua ditser u UMnntm Sanguer Tages batten die Mannschaften des Bataillons gestern Nachmittag keinen Dienst und wurde ihnen des Abends in extraordinäres Abendbrod mit Bier gereicht, wobei vie Bedeutung des Tages hervorgeboben und die Mann⸗ in chaften zur Nacheiferung in ähnlichen Lagen angefeuert wurden. Die Offiziere des Bataillons versammelten sich es Abends zur Feier des Tages zu einem Festmahl im Hotel Hartmann. Zur bleibenden Erinnerung an den eenkwürdigen Tag baben schon vor einigen Tagen S. K. H. der Großherzog dem hiesigen Bataillon 2 der bei Chambord croberten Geschütze geschenkt, welche ihrer Aufftellung in hiesiger Garnison demnächst entgegensehen. Köln. Ende der vorigen Woche haben wir einmal Steder den prachtvollen Galla⸗Eisenbahnzug des Exkaisers Napoleon in Köln geschaul. Dieser aus 7 Waggons zu⸗ ammengesetzte Extrazug passirte auf der Fahrt von Paris ach Rußland die hiesige Station. Der Zug ist angeb⸗ ich an den Kaiser von Rußland verkauft und die Trans⸗ 1 vortkosten sollen sich auf 48,000 Frs. belaufen. Stuttgart. Von der ghiesigen Sammelstelle wurden sereits 10,000 Thaler an den deutschen Hülfsverein für ie Ostsee⸗Beschädigten übersandt. Paris. Die Affairen Tonnelett und Bertin haben in Seitenstück erhalten, welches der französischen Rechts- * iflege kaum in geringerem Grade zur Unehre gereicht. date Hertschafl dien e 9 A ickrit in e t bach din g „ denmung 1 „ 545 K, daß 00 K aten. 1 Ama zcbrechn 7 70. Aabzaben, d 1 0 de spring beben zehn ehemalige Franktireurs, welche eine deuische gene zwei Männer wurden freigesprochen, weil ibre Opfer Deutsche waren. Von dem zweiten Kriegsgerichte sind nun familie— wenigstens hielt man sie für eine deutsche— don sechs Personen, darunter eine Frau und zwei Kinder, beraubt und ermordet hatten, freigesprochen worden; und, das hervorgehoben zu werden verdient, die französischen zeitungen sprechen mit wahrem Stolze von diesen zehn Tatrioten und triumphiren über ihre Freisprechung. Vor Gem finde hier ein Auszug des Sitzungsberichtes Platz, nelchen„Siecle“ über die betreffenden Verhandlungen ver⸗ Hfentlicht:„Am 26. November 1870 arretirten die zehn angeklagten in der Nähe von Sezanne(Departement de Narne) eine deutschredende Familie unbekannter Personen, be sie für preußische Trödler hielten. Alles berechtigt zu br Annahme, daß sie sich nicht täuschten. Am Tage nach iter Verhaftung wurde über die Gefangenen, sechs an der Zahl, Standrecht gehalten.— Die Angeklagten werden u rnommen. Die braven Franclireurs antworten mit goßem Freimuthe. Zumal das Verhör des Angeklagten Folland ruft im Zuhörerraum berechtigte Theilnahme her⸗ bet. Präsident: Angeklagter Rolland, wer hat Ihnen den Befebl ertheilt, die sechs Personen zu erschießen, welche lin preußische Spione gehalten wurden?— Angeklagter: N war Greollot.— Präsibent: Sie haben sie abseits m Hause geführt? Es war Nacht? Erzählen Sie den organg.— Angeklagter: Wir banden sie los; alsdann sagte Lelarge zu mir:„Rolland, der Tag bricht an, wir müssen sie abthun.“ Dann nahmen wir sie paarweise vor. — Ptäsident: Sie sagten zu ihnen:„Der Augenblick ist da, wir müssen ein Ende machen; umarmt Euch!“— Angeklagter: Das ist wahr.— Präsident: Fahren Sie in Ihrer Schilderung fort.— Angeklagter: Ich gab dem Mann einen Bajonettstoß, er fiel in's Wasser. Als er sich an den Baumzweigen festhalten wollte, gab ich ihm einen zweiten Stoß, um ihn zum Loslassen zu zwingen, worauf er untersank. Dann holten wir die beiden Kinder und töteten sie auf dieselbe Art, mit einem Bajonettsteß. Es war ausgemacht, keinen Schuß zu thun, um nicht die Aufmerksamkeit des Feindes zu erwecken. Endlich wurden die beiden letzten herbeigebracht.— Präsident: Sie haben sie vorher bürchsucht?— Angeklagter: In der Mütze des Einen fanden wir 51 Thaler und einen deutsch geschriebenen Brief. Wir waren Alle überzeugt, daß wir es mit Preußen zu thun hatten. Was wir thaten, geschah in wohlmeinen⸗ der Absicht.— Es braucht wohl kaum hinzugefügt zu werden, daß auch diesmal die Vertheidigung nicht zufrieden den„Patriotismus“ dieser Banditen zu preisen, sie durch die niederträchtigsten und gröbsten Verdächtigungen des deutschen Heeres zu rechtfertigen trachtete. Wie gesagt: die Mörder wurden freigesprochen, und das nennt man in Frankreich: Justiz. London. Das Tagesgespräch in der literarischen Welt ist Stanley's Werk„HOW I FOUND LIVING“ STONE“, welches, lange erwartet, jetzt erschtenen ist. In einem Tage wurden, trotzdem das Buch 21 Spillings (7 Thlr.) kostet, 10,000 Exemplare verkauft. Auf dem Gebiet der Reise- Literatur ist seit langer Zeit keine in⸗ teressantere Erscheinung zu verzeichnen. Abgesehen von den merkwürdigen Erlebnissen, welche, wie zu erwarten war, die kühne Expedition begleiteten, enthält das Buch bedeutende Bereicherungen unserer geographischen Kennt—⸗ niß desjenigen Theiles von Central⸗Afrika, welcher bisher nur aus Burton's Berichten bekannt war. Das„Athenäum“ sagt mit Recht:„Stanley hat seinen Anspruch auf den Namen eines Entdeckers gerechtfertigt.“ Wie wir erfahren, wird das Werk in Berlin in„Asher's Collection of Eng- lish Authors“ in brei Bänden erscheinen; auf dem Con⸗ tinent wird man also für 1½ Thaler kaufen können, was man in London mit 7 Thlr. bezahlen muß. Literarisches. Unter den vielen und mannigfachen Erzeugnissen der Kunst, welche den diesjährigen Weihnachtsmarkt erfüllen, wird ein seit Jahren vorbereitetes und nun endlich zum Abschluß kommendes Werk des Malers Leopold Bode von Offenbach a. M. der Aufmerkfsamkeit der Kenner sicherlich nicht entgehen. Es ist dies eine Reihe von Bil⸗ dern, welche Schillers„Lied von der Glocke“ illustriren und welche photographisch vervielfältigt im Kunstverlage von Heinr. Keller in Frankfurt a. M. erscheinen. Leopold Bode, ein Schüler Steinle's,— wegen mehrfacher Compositionen von Stoffen der Sagen- und Legendenwelt ein unter den Kunstkennern schon längst mit Auszeichnung genannter und durch sein im Auftrag des deuischen Vereins für historische Kunst gemaltes Bild„Der Graf von Habsburg? renommirter Name,— bringt uns in seinen Bildern zur Glocke das eigenthümliche, die Seele so tief ergreifende Wesen dieses Gedichtes, wie vor ihm kein anderer Künstler, zur Anschauung. Indem er aus den so lebenswahren Schilderungen des Gedichtes die zwölf Hauptscenen herausgriff, schuf er einen Ciclus der wesentlichsten Momente, durch die das menschliche Leben hinducchschreitet. Ein Zwiefaches ist es, was er in diesen zwölf Bildern bekundet und was aus ihnen so ergreifend an unser Herz redet,— mit der innigsten Empfindung und tiessten Erfassung des poetischen Liebreizes, den Gedicht in sich schließt, verbindet er ein Verständnz eine Kenntniß des Lebens, wie sie so sichtbar m anderen Maler abgeht. Darum sind diese Bilder so poetisch und dabei so wahr, zugleich aber, wie das Gedicht, so edel und so einfach. Sie sind ganz geeignet, dem Haus⸗ schatz der gebilbeten deutschen Familie einverleibt zu werben. Die Ausstattung der zwölf Blätter ist eine nobele und ihr Preis— in verschiedenen Größen 16, 12 und 6 fl.— ein verhältnißmäßig sehr geringer. Luft. Das Dezember⸗Heft der„Musikalischen Welt“ jährlich 54 kr.) enthält: Ausgabe 4. J.⸗B. Ronge, LIEtoilé od Pon saime.— mann, Immergrün. Aug. M. Canthal, Vöglein flieg! — A. Loeschhorn, Princesse royale. Valse de Salon.— Franz Behr, Veilchen am Bach.— Fr. Brisson, Souven de Voyage. Espagne.— Musikalische Rundschau.— Ausgabe B und C. Lieder für hohe resp. tiefe Stimme. Joseph Schulz Weida, Champagnerlied.— W. Tschirch, Ich möchte singen.— Walter von Rosen, Wem Gott ein braves Lieb bescheert.— Carl Oberthür, Ständ⸗ chen.— Sustav Wagner, Du grüß' sie lieber nicht!— Eduard Tauwitz, Singe mit. Duett.— Musikalische Rundschau.— Ferner eine neue Ausgabe D, Clavier⸗ stücke und Lieder mit Pianofortebegleitung enthaltend, erscheint vom Januar ab zu gleich billigem Preise. (viertel Clavierstücke. Albert Jung⸗ ür die F* Sturmflut)-Beschädigten sind ferner folgende Gaben eisgechndd: Bei D. Nebhuth: E. Löb 1 fl., Frau Hilbrecht's Wiltwe 1 fl. 10 kr., Frau Dr. Renner 1 fl., A. Feiling 1 fl. Simon Strauß 1 fl., Productenbörse-Sekrelär Faatz 30 kr., H. Schudt zu Görbelheimer Mühle 7 fl., ein Dorheimer Bergmann 35 kr. Bei br Schmid: Frau Professor Dieffenbach 1 fl., Frau Dr. Wagner 1 fl. 10 kr., Bergdirector Stift 1 fl. 45 kr., Schüler der 1. Klasse der Realschule 2 fl. 12 kr. Bei G. Hieronymus: F. R. 5 fl., Ad. Rausch 1 fl. 45 kr., G. H. 1 fl. 30 kr. Bei Th. Tecklenburg in Nauheim: Durch Frl. Else Bode und Frau Bergmeister Tecklenburg in Nauheim gesammelt 64 fl. 40 kr. und zwar von: Geh. Medlcinal⸗ rath Bode 5 fl., Baron Fischer 5 fl., Baron Hertz 5 fl. 30 kr., Bergmeister Tecklenburg 5 fl., Major v. d. Hardt 3 fl., Frau Amalie Schmidt 3 fl., Frau Dr. Bromeis 1 fl., Postsekretär Foucar 1 fl., Ph. J. Weiß 2 fl., Dr. Bode 5 fl., Kaufmann Grünbaum 3 fl. 30 kr. George 3 fl. 30 kr. Lehrer Knoll 1 fl., Schulinspectok Schaub 1 fl., Diarikts⸗Einnehmer Wenzel 1 fl 30 kr., Landrichter Ulrich 2 fl., Frau Rieß 3 fl. 30 kr. Pfarrer Münch 1 fl., Bürgermeister Schutt 1 fl. 10 kr., Frl. Münch 1 fl. 45 kr., Salineninspector Weiß 1 fl. 45 kr., Rentmeister Dr. Siebert 2 fl., Forsimeister Wilhelmi 2 fl. Frl. M. Meinhardt 30 kr., Frau Inspector Wilhelmi 1 fl., Oftermeier 1 fl., Frau Dr. Gassner 1 fl. Bei der Exp. d. Bl.? Ungenannt von Weckes heim 1 fl. 45 kr., Lehrer Bullmannn in Bauernheim und seinen Schulkindern 2 fl. 30 kr., Frau Neg.⸗Rath Trapp 1 fl., Pfarrer Breidenstein in Södel 5 fl., G. Schulhof 1 fl. 12 kr. Durch Kreisassessor Haas gelegentlich der Bezirksralhswahl in Münzenberg gesammelt von den Herren Dr. Völker, Pachter Kammer, Kaufmann Lölsler, Verwalter Lorenz, Eberhard Fenchel, Oeconom Schmidt, Bürgermeister Gorr, Oeconom Gorr, Bürgermeistet Krämer, Oeconom Diehl, Wirth Müll, Bürgermeister Laux, Bürgermeister Schöpf, Oeconom Reitz, ODeconom Schäfer, Lehrer Metzler, Bürgermeister Jäger, W. Jäger und ihm selbst 8 fl. 30 kr., E. Haustein 1 fl. Gleichzeitig empfehle Stickereien. 3398 Auf bevorstehende Weihnachten empfehle mein wohlassortirtes Lager in Portefeuille⸗ Waaren, als: Wandtaschen, Uhrenhalter, Kalender, Notes, Schreib“, Poesie. und Photo- graphie⸗Album, Notenmappen, Schreibmappen, Cigarren Etuis, Portemonnaies, Necessaires⸗ börsen, Hausschlüssel⸗Etuis ꝛc. ꝛc. zu den dilligsten Preisen. mich den verehten Damen im Verfertigen aller Arten von Wilh. Weis zwischen den Apotheken. Bad⸗Nauheim im November 1872. nm gänzlich damit zu räumen 3954 verkaufe von heute ab eine Partie Sommer-, Winter-, Glacé, und Dänische Hand⸗ schuhe, Herren- und Damenbinden, seidene Kopf⸗ und Umknöpftücher, Weißwaaren, Papier. hagen und Manschetten, Corsetten und Crinolines, Strümpfe, Socken, Beinlängen, Bänder und Besatzartikel, farbige Sammtbänder, Moiréeschürzen ꝛc. unter dem Einkaufspreise. Carl Hartmann. Alicen platz. Georg Groß Jorzellanwaaren, weiß, las, sowie böhmische Crystallwaaren, wlligsten, aber festen Preisen. 3372 empfiehlt auf bevorstehende Weihnachten sein neu assortirtes Lager in Steingut und bemalt und vergoldet, ordinäre, Gypsfiguren und broncirte Thon waaren u schöner Auswahl, alle Sorten Tampen, Spiegel nit braunen und vergoldeten Rococo, glatten Nußbaum“ in Friedberg feine und vergoldete Hohl— in allen Größen, viereckig und oval und Mahagoni-Rahmen zu den Productenbörse zu Friedberg am 12. Dezember. Heutiger Preis loco Waizen, gute Qualität, fl. 14. 40—45. Korn, fl. 9. 5010. Gerste, fl. 10. Hafer, fl. 7. 15. Alle Preise verstehen sich 200 Pfund= 100 Kilo. Nächste Börse Donnerstag den 19. December. Mobiliar-Versteigerung. 3431 Donnerstag den 19. Dezember 1872, Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in der Behaufung des ver⸗ storbenen Heinrich Anton Backes II. Erben zu Ober⸗ Rosbach gegen gleich baare Zahlung versteigert: 2 Kühe, Gänse. Hübner, 1 Wagen mit Zubehör, 2 Pflüge, 1 Egge, 10 bis 15 Ctr. Heu, eine Parte Grummet, mehrere CTentner Stroh aller Gattung, ferner alle Sorten Hausgeräthschaften und eine Hobelbank nebst sämmtlichem Schreinerwerkzeug. 3439 Bei meiner Abreise nach Amerika allen Freundes und Bekannten ein herzliches Lebewohl, besonders Herrn Uhrmacher Stadelmann und Denen, die mich so zahlreich zur Bahn begleitet. Bremen den 12. Dezember 1872. Adolph Garde Pindernagel c Schimpff in Friedberg empfehlen ihr reichhaltiges Weihnachtslager zur Auswahl von Festgeschenken für die Jugend und für Erwachsene. um Pesten der Peschädigten an der Oftser 3415 findet Sonntag den 15. d. M. Großes Concert, ausgeführt von der Kapelle Schellhaas, verbunden mit Theatralischen Vorstellungen, gegeben von der theatralischen Abtheilung des Turnvereins, in der hiesigen Turnhalle statt. Zur Aufführung kommt: Das eiserne Kreuz von Wichert. Kleine Mißverständnisse. Von Berger. Anfang 7½ Uhr.— Kasseöffnung 7 Uhr. Entrée erster Platz 24 kr., zweiter Platz 12 kr., ohne jedoch der Mildthätigkeit Schranken zu setzen. RMestauration von Carl Preußer. Oeffentliche Versammlung des Volksbildungsvereins. 3432 Die für Samstag den 14. Dezember angekündigte Versammlung kann wegen des gleichzeitig anberaumten landwirthschaftlichen Casinos nicht stattfinden. des be Ba shliks, Kaputzen, In 2718 Palatins und Seelenwärmern zu reellen Preisen bei K. Friedrich neben der Post. Große Weihnachts- Ausstellung 3283 in Kinderspielwaaren, Marmorgegenständen, Chatullen, Ehristbaum⸗ verzierungen bei J. Hoffmann. 8 3299 Zur Saison halte ich mein reich assortirte Pelzwaaren⸗Lager bestens empfoblen. Seiden- und Filzhüte sowie Kappen in großer Auswahl. Reparaturen des Pelzes werden promptest besorgt. G. A. Velte. Uhren, Gold, Silber und versilberte Waaren. Friedberg. L. Han au, mit guten Zeug⸗ 3440 Hof⸗Uhrmacher und Goldarbeiter. es a Mädchen a en ee Einen geübten Schuhmachergesollen Familie auf dem dande gegen guten Lohn auf Pemitag tüchtiges erstes 3438 sucht 1 f gesucht. Friedberg. Wolf Buchsweiler. für Friedberg und Umgegend. halb 7 Uhr, im Gostbaus„Zu den drei Schwertern“, Tagesordnung: 17 nnn 1) Ueber Maul⸗ u. Klauenseuche. Referent pen Dr. Born. vr 2) Ueber Hebung des ländlichen Credits. Referent Herr Generalsecretär v. Langsdorff. 110 Der Vorfitzende: Der Schriftführer: 9 pa as. Rückert. 2 Einladung. 3405 Die Schmiedmeifler des Kreises Friedberg un Umgegend werden hiermit aufgefordert, wegen Be sprecheng über den Bezug besserer und billigere Steinkohlen sich Sonntag den 15. d. M., Nachmiitagt 2 Uhr, in dem oberen Locale der Reichskrone in Fried berg einzufinden und wäse die Betheiliaung sämmtilichet Schmiedmeister des wichtigen Interesses wegen sehn erwuünscht. 0 Die am 8. d. in Friedberg versammelten Schmiedmeister. Aerztlicher Verein. 3445 Heute Samstag, Bbends 5 Uhr. Versammlung im Hötel„Zu den drei Schwertern.“ 81 2 Unierzeichnete empfiehlt sich im Anfertigen von Zöpfen, Locken, Haarbouquets und Kränzen, Aufträge werden dessens und schnell besorgt. Auch werden Haare angekauft. Friedberg. 3444 der Post gegenüber. Schirm-Aeparaturen, 3428 sowie das Ueberziehen in allen Stoffen werden dilligst ausgeführt bei 1 Friedberg. K. Grillenberger, 0 Metz gergasse Nr. 316. 3424 Einen zum Schlachten oder zur Zucht geeig⸗ neten 1½ jährigen Faselochsen hat iu verkaufen Nieder ⸗Ros bach. H. Vorbach. Ein Damenstiefel 3420 wurde auf dem Weg von Nauheim bis oder in Friedberg verloren. Der Finder wird gebeten, denselben in der Exped. d. Bl. abzugeben. 5 3441 Etwas ganz vorzügtiches für FKüllöfen, Maschiner⸗ beizung. Läckerei und Schmiede. Ohne jeden Gruß. In Quantitäten von 20 Centner und darüber. Zu badei bet Gebr. Groedel in Friedberg. 2 3422 Für ein größeres Etablissement wird ein in allen Zweigen der Haushaltung küchtige i gesucht. Gute Zeugnisse find unerläßlich. Franco Offerten sub Chiffre F. O. 137 befördert die Annoncen furt a. M. Das Neueste in Halsbinden 42 und Sblips ꝛc. in schöner Auswahl, sowte Fonulards, seidene Umknöpftücher und schwarze seidene Halskücher bel K. Friedrich, neben der Pot, Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Pfartamtewoche: Herr Pfarrer Bau r. 3. Advent. Gottesdienst in der Stadtkirche: Nech mittags: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormiuags: Herr Pfarrer Köhler.“ Nachmittags: Herr Candidat Schneider. Abends 5 Uhr: Herr Diakonus Meyer. Katholische Gemeinde. Samflag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. 3. Sonntag des Advents. Vormittags: 10 Uhr Hochamt und Predigt. f Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. gens ½8 Uhr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. 5 Druck und Verla von Bindernagel& Schimpff. — (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 50 und eine Heilage.) 3407, Versammlung Samstag den 14. Oecember Aber Frau Obernhöfer, Haushälterin 1 andwirthjchaftlices Casins Expedtnon von Haasenstein& Vogler in Frauk ö Söhmische Pech-Stückkohlen. Beginn des Goltesdienses an den Wochentagen Mor ⸗ gli — ö 311 8 maßen 0 wisende von Obe gelbes“ gefordel, drei moͤgen de gusgenom U nehme! des Mal tiklaͤrt u. den gese wiesen 1 Bad — Def 3202 Ne bing Oben um 84 fl. , den fo ale Glaus gteltag schewiß d zu begrün wachen, a perden, Zuglei. Fall ie k dusschuß wegen Bei Alle nicht werden ul schienenen ltetend er, Frier Jlur, 9 3. 2 6. 2 öffenllich Frie — N Die e Wu J ola 1. [beben einge Alken Aisstonen 1 0 Gunten 0 wertet 1d Krdin Aung. dug werde Oderubofer, r dei vente kaluttu, 1 it Stoffen den . Seillenberget, Argesst Kt. 11 n r Zucht 6 le fen 9 Verba enstiefel n Krnbeim bis e e tecttn, deen Sfiahuhe 1%%% N Ota: jeden St. r b batte br Stoedel 1 Furderz. hst m n Beilage. Oeffentliche Ladung. 3171 Der am 10. August 1800 geborene, bescheintgter⸗ maßen bereits über 50 Jahre alte, undekannt wo? ab⸗ wesende Peter Franz Geck, Sohn des Anton Geck 1. don Ober-Mörlen und bezlehungsweise dessen etwaige deldes⸗ und resp. sonstige Erben werden hiermit auf⸗ zefordert, so gewiß binnen einer zerstörlichen Frist von »rei Mona ten sich dahier anzumelden und das Ver— nögen des Peter Franz Geck, welches nach dem bierüber zufgenommenen Inventar 706 fl. beträgt, in Empfang u nehmen, als sonssen auf Grund des§. 11, Tit. XIV. des Mainzer Landrechts der Peter Franz Geck für todt nklärt und dessen Vermögen den sich legitimtirt haben⸗ zen gesetzlichen Erben desselben ohne Caution über- wiesen werden wird. Bad⸗Nauheim am 8. November 1872. Großberzogliches Landgericht Bad-Nauheim. Ulrich, Schnittspabn, Landrlchter. Landgerichts Assessot. Oeffentliche Aufforderung. Betreffend: Das Schuldenwesen der Jacob Gerhard Bopp Eheleute von Assenheim. 202 Nachdem Großberzogliches Hofgericht der Pro⸗ uinz Oberhessen über das rubrieirte Vermögen, das um 84 fl. 59½ kr. und um 4 fl. 55½ kr. überschuldet , den förmlichen Concurs- Prozeß erkannt hat, werden alle Gläubiger derselben aufgefordert, im Termin Freltag den 20. Dezember J. J., Morgens 9 Uhr, ogewiß Forderungen und Ansprüche anzumelden und u begründen, sowie etwalge Vorzugsrechte geltend zu nachen, als sie sonst damit stillschweigend ausgeschlossen derden. Zugleich soll im Termin die Güte versucht und im Fall sie nicht zu Stande kommen sollte, Gläubiger⸗ tueschuß und Massecurator erwählt, sowie Beschlüsse vegen Verfülberung des Massevermögens gefaßt werden. Alle nicht erscheinende oder nicht vertretene Gläubiger verden überall den Beschlüssen der Mebrhelt der er⸗ shienenen und genügend vertretenen Gläubiger bei— cetend erachtet. Friedberg den 13. November 1872. Großberzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Allwohn, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 289 Montag den 13. Januar 1873, Vormittags 1 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die zur Concurs⸗ nasse des Zoseph Geck II. dahier gehörenden Immo⸗ Iclien: Gemarkung Friedberg. Hur. Nr. Kiftr. 3. 56. 68. Pofraitbe in der Vorstadt zum Garten mit einer Looshbolzberechtibung, 6. 95. 198. Acker auf der Warte. Gemarkung Fauerbach b. Fr. ur. Nr. Klftr. 3. 27. 96. Acker rechterhand dem Mainzerthorweg, 6. 28. 147. Acker auf der Töpfenkaut, iffentlich meißbietend versteigert werden. Friedberg am 28. November 1872. f Groß betzogliches Ortsgericht Irtedberg. Fouc ar. Bad⸗Nauheim. Jie Verpachtung des Ceiches 332 zur Errichtung und dem Betriebe einer Bade⸗ anstalt, zum Betriebe der zischerel wie der Gondel und Eksfahrten, sowie bezüglich der Etsgewinnung soll vom . k. M. an auf 6 Jahre im Submissionswege ge⸗ soehen. Die Bedingungen können auf unsetem Büreau üingesehen oder in Abschrift gegen Erstattung der Copial⸗ bühren mit 1 Thlr. bezogen werden. Die Sub. zisstonen mit der Aufschrift„Verpachtung des Teichs ind verfiegelt bis zum 20. d. M., Morgens 11 Uhr, anher einzureichen und geschieht die Eröffnung am ge⸗ gannten Termin in Gegenwart der etwa et schlenenen eubmittenden. Nachgebote bleiben unberückfichtigt. Bad- Nauheim den 1. Dezember 1872. Großherzogliche Badedtrekllon Nauheim. Mühlen⸗Verkauf. 139 Donnerstag den 19. d. M., Vormtttags 10 Ubt, ell die zwischen Nieder⸗Rosbach und Ober⸗Wöllstadt v legene sog. Brunnenmüble mit einem Mahlgang, mit er dazu hinreschenden Wasserkraft, sowle mehtere Mor⸗ zin Aderland und Wiesen auf der Rathsstube zu Nieder⸗ Jos bach öffentlich meifibtetend versietgert werden. Nleder⸗Rosbach den 2. Dezember 1872. In Auftrag: N Groß berzoglichen Landgerschts Friedberg. Groß herzogliches 9 4 Nievet⸗Ros bach. t o h. Vberhessischer Amzeiger. M 147. 1 3 Bad ⸗Nauheim. Die Verpachtung der Kur⸗Restaurationen 3323 im neuen Kurhause und dem Teichhause soll vom 1. k. M. an auf 6 Jahre im Sub⸗ missionswege geschehen. Die Bedingungen können auf unserem Büreau eingesehen oder in Abschrift gegen Erstattung der Copialgebühren mit 1 Thlr. bezogen werden. Die Submisslonen mit der Aufschrift„Verpachtung der Kur⸗Restaurationen betreffend“ sind versiegelt bis zum 20. d. M., Morgens 10 Uhr, anher einzureichen und geschieht die Eröffnung am genannten Termin in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenden. Nachgebote bleiben unberücksichtigt. Bad⸗Nauheim den 1. Dezember 1872. Großherzogliche Bade ⸗ Direktion Nauheim. II. Oberhessischer Wahlbezirk. 3427 Nach Beschluß desjenigen Theils der Wahlmänner des II. Wahlbezirks(Friedberg ⸗ Bad⸗Nauheim), welche am 11. d. M. in Friedberg versammelt waren, soll eine letzte Wahl⸗ männersammlung dieses Wahlbezirks den Tag vor der Wahl des Abgeordneten in der Wirthschaftslocalität des Ossenheimer Wäldchens, Mittags 1 Uhr, stattfinden. Da alle Wahlmänner durch die ihnen mindestens 2 Tage vor der Wahl des Abgeordneten zugestellte schriftliche Einladung des Wahleommissärs von dem Tag der Wahl genau unterrichtet sind, so kann auch kein Zweifel uͤber den Tag unserer letzten Wahlmännerversammlung aufkommen. In Auftrag: Dr. Siebert, Wahlmann zu Bad⸗Nauhe im. Flanellhemden 3429 in ausgezeichneter Qualität per Dutzend fl. 20. und fl. 26., eine vorzügliche Qualität, 100 Centimeter lang fl. 32.— Köperflauellhemden in derselben Größe zu fl. 34. empfiehlt in großer Auswahl L. Hirsch nächst der Burg. Ausverkauf 3442 von Winterschuhen verschiedener Art. Beste Sorten bis zu den kleinsten Kinderfilzstiefeln werden sehr dillig verkauft. Gleichzeitig bringe mein Schuhlager aller Art von bekannter Güte zu den bevorstehenden Weihnachten in empfehlende Erinnerung. Louis Leopold, Schuhmacher. Wegen vorgerückter Saison ver⸗ kaufen wir Pelz, Damenmäntel und Herrenüberzieher zu außerordentlich billigen Preisen. 3443 Becker& Engel. Bad Nauheim. Große Weihnachts-Ausstellung 3411 Albums, Damentaschen und Portemonnaies, Mädchen- und Knaben-Schulranzen. in Christbaum Verzierungen. L. K 0 ch. in Kinderspielwaaren, Porzellan- und Glaswaaren, Lederwaaren, als Schreibmappen, Das Neueste 3399 Mein Lager in Porzellan⸗ und Glaswaaren ist neu assortirt und bringe solches nebst Spiegel aller Art in großer Auswahl fur beror⸗ stehende Weihnachten in empfehlende Erinnerung. Besonders empfehle als schoͤnes und praktisches Weihnachts geschenk Tassen mit Namen; solche mit Familiennamen lasse nach Angabe schnellstens anfertigen. Friedberg. M. D. Loeb. Amerikanische frühste Rosen- Kartoffel(zur Saat) s durch ibr frübes Reifen, enormen Ertrag, Haltbarkelt der Knollen, ausgezeichneten ann 125 Sigettrelc thun ebenso empfehlenswert für den Markt als auch für landwirthschaftliche Zwecke. Probesendungen per Pfund 6 kr., im Centner billiger. torg Andreas, Samenbandlung, steinernen Haus, Frankfurt a. M. Auch zu haben dei Theodor Andreas, Bad- Naubelm. = ¶ů¶ů¶ p(p p———— Holz- Versteigerung. 3362 Montag ven 16. d. Mis. werden in dem Frelberr! 6 von Franckenstein'schen Walddistrict Engelsborn ver igert! eig 46 Raummeter Buchen Scheitholz, 20 7 Buchen Prügelholz, 7,5„ Eichen⸗Prügelbolz, 55 2 Buchen Stockholz, 19 75 Eichen⸗Stockholh, 1870 Wellen Buchen Relsholz, 475„ Eichen Retsholz, 38 Gschen⸗Stämme von 15—40 Centimeter Durch messer und 414 Meter Länge, mit 14,41 Cubikmeter, 97 Huchen Stämme von 10— 39 Centsmeter Durchmesser und 4— 10 Meter Länge, mit 28,77 Cubitmeter Inhalt(Wagner holz). Anfang Morgens 10 Uhr bei Nr. 1 des Brennholzes im Distriet Engelsborn an der Ufinger Straße. Erevit bis 1. September 1873. Odstadt den 5. Dezember 1872. Der Fretherrlich v. Franckensteln'sche Oberförster Rumpf. Aufforderung. 39426 Auf den Grund elnes angeblich am 11. November 1870 erfolgten, mit 5% verzinelschen Darlehens von 99 fl. 13 kr. bat Lehrer F. Rollp in Bechtolsbeim gegen den Georg Adam Anfang von Rockenberg auf Nückjablung des Kapitals nebst Zinsen von dem be⸗ merkten Tage an Klage erheben lassen. Da der Aufent⸗ balt des Beklagten unbekannt ist, so wird derselbe, bez. werden dessen etwaige lelbliche Nachkommen, unter Gestattung Elnsichts der Klage bel Gericht, andurch aufgefordert, sich binnen drel Monaten, f vom Tage der ersten Bekanntmachung an, bei Strafe Elngefländnisses und Einrede⸗Ausschlusses auf die Klage zu erklären. 9 6 a1 172 Butzbach den 6. Dezember 1 2 Großberzogliches Landgerscht Butzbach. Dr. Gl mer. — Markt⸗Anzeige. 3435 Es wirr hierdurch zur Offenkunde gebracht, daß der letzte dessäbrige Vieh und Krämermarkt nächsten Olenstag den 17. d. M. dabter abgebalten wird. Bad⸗Naubeim am 12. Dezember 1872. Grob herzogliche Bürgermelsterel Bad Nauheim. Schutt. Faselochs-Versleigerung. 3436 Mutwoch den 18. d. M., Vormittags 11 Uhr, wird eln gemeinheitlicher Faselochs auf hiesigem Rath⸗ hause nochmals meisibtetend versleigert. Bad⸗Nau beim am 12. Dezember 1872. Großherzogliche Bürgermelsierel Bad Nauheim. Schu ft. Mobiliar Versteigerung.. 3437 Gebverthellungehalber wollen die Vormünder des minderjährigen Peintich Mörler von Ockstadt Dlens⸗ tag den 17. d. Mis. nachverzeichnete Mobiliargegen⸗ slände an die Meistbietenden in der Rehausung der ver; slorbenen Gottfried Mörler's Eheleute dahier durch den Unterzelbacten versteigern lassen, als: ein Pferd, drei Kühe, zwei Rinder, ver Schafe, zehn Hübner, einen vollfländigen einspännigen Wagen, Pflug, Egge, elne Fruchisegemühle; feiner eine Partie Peu, Grummet und Stroh aller Art, Spieu, Kartoffeln, Dickwurz und verschledene Dausgeräihschasten. Ole Verstelgerung beginnt Vormittags 9 Uhr und wird mit dem Vieh der Anfang gemacht. Ockstad i den 12. Dezember 1872. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Ockstadt. Grönltn ger. Holz- Versteigerung. 3433 gm Ober Rosbacher Gemeindewald, Diflriet Katzensteln, wird Dienssag den 17. d. M., von Morgens 0 Übr an, folgendes Polz öffentlich meistbtetend verstetgert: 1) 2 Raummeter Kaßanlen Scheitholz, 2) 3 1 Natel-Scheitholh, 90 22 1„ P ugelholz, 99 12 1„ Stockholz, 5) 159 Wellen Kastauten Reiserdolz, 6) 141„ Gicheen-, Buken⸗Reiserholz, 79 1657„ Nadel ⸗Reiserholz, 8) 158 Welden⸗, „ L 9) 9 Nadesholzsͤmme von 18 Centimeter Durch- messer, 4 bis 7 Meter Länge, 10) 21 Fichten-Stangen, besonders für Wagner. Ole Zusammenkunft ist an der steinernen Brücke auf der Sayg. Ober Rosbach am 12. Dezember 1872. Großberzogliche Bürgermelsteret Ober Rosbach. Blecher. —— Hosenträger 2 5 Por aguet 4 5. W. eu nal und 3 2 N N e Stloi 4 4 8 Ni,,. N wenge 3 8 10.,, 38 S N 8 eee N NN 3 8 22 72 t— 1 3 en= 2 8 8 8 Stollwerck sche Brust Non 2 Aus der Fabrik des Hoflieferanten Franz Stollwerck in Köln a. Rh. prämtirt 1867, 1860, 1857, 1855. Beliebtes Dausmittel gegen Reifbusten, Rauhhelt im Halse, Verschlelmung und jegliche, Bruflaffeetlon Mit Gebrauchsanweisung in verflegelten Packeten à 14 kr., flets vorräthig in Friedberg bet Wilh. Fertsch in Butzbach bel Val. Wießler, in Pungen bei A. Buch, in Bad⸗Naube im bei Ph. Jac. Weiß — — — Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actien-Gesellschaft. Directe Post-Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG& NEW- TORK vermittelst der Post Dampfschiffe Eimbria, Mittwoch, 23. Dez. Westphalia, Mittwoch, 15. Jan. Silesia, Mittwoch, I. Jan. 4 Morgens. Holsatia, Mittwoch, 22. Januar. Frisia, Mittwoch, 8. Jan. 1873. Thuringia, Mittwoch, W. Jan. bassagepreise: Erste Cajüte Pr. Ert. Rihlr. 168, Zweite Cate Pr. Crt. Rthlr. 100, Zwischendech Pr. Cri. Nihlr. 55. 25 Näheres bei dem Schliffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Damburg, sowie den allein für das Grosherzogthum Hessen zum Abschluß von Ueberfahrtsver⸗ Morgens. trägen concessionirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie F. J. Bothof in Mainz Friedberg bei Chr. IIecht. 3446 Einladung auf das mit dem 1. Januar 1873 beginnende Neu- Abonnement für den Frankfurter Anzeiger für Politik, Handel, Land- und Volkswirthschaft nebft dessen Unterhaltungsblait Frankfurter Familienblätter. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements-PFreis per Ouartal: 1) in Frankfurt a. M. von der Verlags⸗Expeditlon zu beziehen: 1 fl. 36 kr. 2) in Baden, Bapern, Württemberg, Oesterreich, Luxemburg, sowie in den Staaten des Nolddeuischen Bundes außer Preußen 27 Sgr.= 1 fl. 34 kr. 3) in ganz Preußen: 1 Thlr. 3 Sgr. 2 1 fl. 33 kr, Bei seinem außerordentlich billigen Preise bietet der 0 7 1 10 dem Leser durch die Reichhaltigkeit und Fülle seines Inhaltes alle„Frankfurter Anzeiger Annebmsichkeiten einer größeren Zeitung und ermöglicht es einem Jeden, dem Laufe der Tagesereignisse folgen zu können. Der Anzeiger bringt täglich mit der größten Raschhett in wabrhettsgetreuer unpartetischer Dar⸗ stellung eine kurz gefaßle, für Jedermann verständliche, vollständige Uebersicht der Weltereigntisse; nebenbei die (tkrüher Carl Racké& Cie.) neuesten Nachrichten aus Nähe und Kerne, sowle Pandel 5 z alle nöͤthigen Pandels⸗ und Verkehr unter der zusammenfassenden Rubrik der„Economist berichte, Course, Lotterteztehungen, Verloosungen von Staatspapleren c.“) Gerichtliche und Communal⸗ 8 ser te für den öffentlichen Verkebr und Bedarf, Aa sowie N E a Dienstgesuche We bilden gleich alls einen Theil des Blattes 2 8 wie seither für den Familienkreis fort und und werden die Frankfurter Familienblaͤtter fort dazu beitragen, deutsche Bildung, Kultur, S(tte, Wissenschaft und Industrle durch(hren Inhalt zu hegen und zu fördern. Dteselben er— scheinen ebenfalls täglich und bilden jährlich zwei starke Bände. Für dieselben findet keine Extravergütung statt, Man abonnirt bel der zunächsi gelegenen Poststelle, bierorts bei der Expeditlon, Buchgasse 8. r) Gegenüber der immer größeren Bedeutung, welche die Börse im bürgerlichen Leben gewinnt, sehen wir uns veranlaßt, unseren zahlreichen Lesern in Stadt und Land neben dem täglichen in unserem Blatte zu findenden Courszettel Über vie wichtigsten auf der Frankfurter Vörse gehandelten Staatspaplere, Prlorttäten, Actlen ꝛc,. auch noch zwelmal wöchentlich ein vollfländiges Coursblatt nach den Aufzeichnungen des ver eidigten Mechsel Makler-Syndikats mit vergleichenden Coursen, d. h. die Course der drei zuletztvergangenen Tage nebeneinander gefellt, zu bieten, wodurch dieselben nicht allein in den Stand gesetzt sind, die Nollrungen wie in jedem großen Blatt zu finden, sondern auch den Fluktualtonen leicht zu folgen und so einen Werthmesser ihrer Speculatlonen vor Augen zu haben. Auch über die sogenannten Nebenvaplere werden wir allwöchentlich genaue Nottrungen nach amtiichen Quellen bringen. Somit darf unser Blatt auch in dieser Pinsicht als keinem andern Blatte nachstebend betrachtet werden. Langandanernde Heiserkeit gehoben. Herrn W. H. Zickenheimer in Malnz! Beebre mich Ibnen miszulbellen, daß ich mit dem Erfolg Ihres Trauben Brust⸗Honigs“), welchen ich nach langandauernder Helserkeit gebraucht habe, sehr zufrieden gestellt bin, und dürfen See üderzengt seig, daß dieses Mittel jedem an chronischer Heiserkeit Leidenden auf's Beste zu recom⸗ mandiren ist. Mit vorzüglicher Hochachtung Eich stedt(Bapern), 20. Junt 1872. Groebl, Hauptmann im 3. Jäger-Bataillon. Alle veröffentlichte, sordsie viele Tausend nscht veröffenttichte Atteste, Zeugnisse und Dankesschrelben(von personen aus allen Ständen und Klassen). wovon Copien gratis und franco versendet werden, können in Origtnal auf dem Comptoir der Fabrik in Mainz, Pfaffengasse 20, sederzeit eingesehen werden. * Vertausoslelle befindet sich in Friedberg bei Herrn pof⸗Apotheker W. Sturmfels. Staats⸗ und Gemeinde⸗Obligationen 20 werden angekauft und verkauft durch den Großherzoglichen Hof Agenten 3419 503 billig bet K. Friedrich, neben der Post. Jacob Engel. sonderk aufertt 2 3430 Auswe rinnt — 50 3425 sollen a geelgnel berstelge Ka. Obne Medlcin. N00 nne 3112 Laa — Ueberfahrtsper schifflinie 0 Hecht. 2 2121 fut den zer 5 1 Antes u beiten % u dcr Staal 1 Tar. 3 ef 71 iu Anztiger Tasttert aa fan Aittischtt Le rer gie talrtis fo LU 1 1 its Für bevorstehende Weihnachten empfehle ich wiederholt mein auf's Reichhaltigste aus gestattes Lager in Porzellan-& Glaswaaren. Gleichzeitig mache ich auf Tassen mit Namen, die sich zu Geschenken be— sonders eignen, aufmerksam; auf Wunsch lasse ich solche auch nach Vorschrift schnellmöglichst anfertigen. 3356 Louis Simon Wittwe, vis-à-vis der Post. = eihnachtsausstellung. 3430 Meine Ausstellung beginnt mit dem 15. d. Mis. und bringe ich hiermit eine reiche Auswahl Conditor-Waaren einem hiesigen, Erinnerung. sowie auswärtigen Publikum in empfehlende M. Philippi, Hof. Conditor. Faselochsen⸗Versteigerung. 3425 Donnerfsag den 19. d. M., Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem dlesigen Rathbause 2 zum Schlachten geeignete Gemeinde⸗Faselochsen öffentlich meisbietend verfieigert werden. Kalschen den 11. Dezember 1872. Großherzogliche Bürgermetsterel Kalchen. Wiß mer. hum de Jamaica, Arge de Batavia und feinste Punsch⸗Essenzen 3348 bei Wilh. Fertsch. Einen Lehr jungen 3351 sucht Jean Rausch, Sqcubmacher, Kirchgasse in Friedberg. Obne Medicin. 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