nd stidegte 7 0 cher Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Sriedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag dich Wirrgteells Möller, 2 Ludandslehm. barzet Hund t i an Datz Saettraget erh e Mind en der Ba e — Farne Anitige, eie dat unsere —— ** dd, f 8 7. Need 5 a. Naa Ot a tpel N tine uud Lal W Lertan 1872. Donnerstag den 14. November. * 134 hessischer Anzeiger. ie an ae e Betreffend: Die Wiener Welt⸗Ausstellung 1873. Amtlicher Theil. m a. ch., u . Nachstehend bringe ich eine Bekanntmachung Großherzoglicher Centralstelle für die Landwirthschaft und die landwirthschaftlichen Vereine zur Kenntniß der Mitglieder des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg und sonstiger Interessenten mit dem Wunsche, daß Friedberg den 12. November 1872. Mit der allgemeinen Wiener Welt-Ausstellung 1873 werden C temporäre Ausstellungen solcher Gegenstände verbunden werden, welche d. ührer Beschaffenheit nach nur während eines kürzeren Zeitraums zur e Nach den Bestimmungen der Kaiserl. Ausstellung gelangen können. Desterr. Commission dauert 1. die Pferde ⸗Ausstellung(mit Pferderennen) vom 18. bis einschl. 27. September, 2. die Ausstellung von Rindern, Schafen, Schweinen, Ziegen, Eseln auch bei der angeordneten temporären Ausstellung eine recht zahlreiche Betheiligung mit einschlagenden Gegenständen aus unserm Bezirke eintreten möge. Der Director des landwirthschaftl. Bezirksvereins Friedberg. 15. Oetober, von Pflaumen, 23. September, f. von Trauben, Aepfeln, Birnen und Schalenobst vom 1. bis F von Beerenobst und Kirschen vom 15. bis 25. Juni, von Pflaumensorten und Frühbirnen vom 20. bis 30. August, Herbstbirnen und Aepfeln vom 18. bis 6. die Ausstellung von Erzeugnissen des Gartenbaues(Blumen, Blattpflanzen, Gemüsen ꝛc.) in vier Zeitabschnitten und zwar: und Maulthieren vom 31. Mai bis 9. Juni, a. vom 1. bis 10. Mai, 3. die Ausstellung von b. S 257 Jani, a, lebendem Geflügel, Tauben, Hunden, Kaninchen, Katzen und c.„ 20.„ 30. August, Fischen vom 18. bis 27. September, d.„ 18.„ 23. September. b. todtem Geflügel vom 20. bis 22. September. c. Wild in lebendem und todtem Zustande vom 4. bis 6. October. 4. Die Ausstellung von Producten der Milchwirthschaft, ihren Hilfs⸗ stoffen und Betriebsmitteln vom 4. bis 6. 5. die Ausstellung von A. Producten der Baum und Rebschulen, von Darstellungen der Schnitt⸗ und Erziehungsarten von Oostbäumen und Wein⸗ reben vom 1. bis 15. October, b. von getriebenem und frisch aufbewahrtem Obst v. 1. bis 10. Mai, October. Die Anmeldungen zur Ausstellung haben dei der unterzeichneten Stelle oder der Großh. Landescommission für die Wiener Ausstellung dahier noch vor Ablauf dieses Jahres zu geschehen. bis einschl. 4 bezeichneten Gegenstände sind besondere Anmeldebogen zu benützen, welche nebst dem auf diesen Theil der Ausstellung bezüg⸗ lichen Programme ebendaselbst zu beziehen sind. Darmstadt am 30. October 1872. Großh. Centralstelle für die Landwirthschaft und die landw. Vereine. Dr. Goldmann. Für die sub 1 v. Langsdorff. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie⸗ zungsblatt Nr. 49 enthält: I. Gesetz, die Zusammensetzung der beiden Kammern er Stände und die Wahlen der Abgeordneten betr. II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums nes Innern, die Bildung der Wahlbezirke für die Wahl ger Abgeordneten zur zweiten Kammer der Stände des evorstehenden Landtags betr. III. Bekanntmachung desselben Ministeriums, die Ein⸗ heilung der evangelischen Dekanate, insbesondere die Ein⸗ peisung der neuernannten Dekane in ihre WDienstwvetrich⸗ ungen betr. Darmstadt. Der Assistenz-Veterinärarzt im . Dragoner⸗(Garde⸗Dragoner⸗) Regiment Nr. 13 Or. Rudolph Güngerich wurde zum Kreis- teterinärarzt in Oppenheim, der Kreisveterinärarzt or. Friedrich Wilhelm Theodor Wolpert zu Schotten zum Kreis veterinärarzt zu Mainz und g ler practische Veterinärarzt Dr. Gustav Lorenz eus Obbornhofen Schotten ernannt. f — Ministerialrath Knorr ist mit der Ausar⸗ leitung eines Schulgesetzes, Ministerialrath Fischer nit derjenigen eines Gesetzentwurfs betreffend die zum Kreisveterinärarzt in Stellung der Kirchen und kirchlichen Genossen⸗ swaften zum Staat betraut. — Der Zusammentritt der außerordentlichen bandessynode der evangelischen Kirche soll in Bälde, nan spricht zu Ansang des nächsten Jahres, er⸗ röglicht werden. — Die„Z. f. D. L.“ berichtet von Metz, 11. Nov.: Die feierliche Einweihung des Denk- v als, welches das Osftziercorps(2) der hessischen Piviston den im Felrzug von 1870— 71 ge- lliebenen Kameraden in der Nähe von Aman- lers hat errichten lassen, fand am Samstag Morgen gegen 10 Uhr dort statt. Zu der Feier baren außer einer sehr zahlreichen Deputation ber Prinz Ludwig von Hessen, am denkwürdigen 18. August Führer der 25. Division, nebst hoher Gemahlin und Bruder, dem Prinzen Heinrich ven Hessen, erschienen. Herr Garnisonspfarrer Strack, welcher vor der blutigen Schlacht den letzten Feld- gottesdienst bei der hessischen Division abgehalten hatte, ließ zunächst zwei Strophen des Liedes „Jesus meine Zuversicht“ singen und hielt als- dann eine wirklich ergreifende Weihrede mit Zu— grundlegung des Textes aus dem Hebräerbriefe: „Wir gedenken der vergangenen Tage“. Nach Schluß seiner Rede wurde noch eine Strophe des Liedes:„Lobet den Herrn“ gesungen, worauf Prinz Ludwig nach einer kurzen Ansprache ein dreimaliges Hoch auf Kaiser Wilhelm ausbrachte. Nach diesem Hoch spielte das Musik-Corps die preußische Nationalhymne und endete so eine Feier, welche einfach, aber schön war. Auch zahlreiche Offiziere unserer Garnison waren erschienen. Unser Herr Gouverneur und unser Herr Bezirks⸗Präsident waren ebenfalls anwesend. — In den Kreisen Neustadt, Büdingen, Lauter⸗ bach und Schotten gab es seither keine Volks- schullehrerstellen, welche ein Gehalt von 500 fl. und mehr besaßen. „ Friedberg. Mit dem nächsten Regie- rungsblatte erwartet man die Veröffentlichung des Wahlgesetzes sowie der Neueintheilung der Wahl- bezirke. Mittlerweile ist die Wahlbewegung bereits in Fluß gekommen und es haben am verflossenen Sonntage schon zwei Wähler Versammlungen stattgefsunden, die eine zu Frankfurt, die andere zu Gießen. Die erstere ist alsbald mit einem Wahlaufrufe vor die Oeffentlichkeit getreten. Die Verhandlungen der letzteren sollen vorzugsweise auf Wahrung der Interessen der Provinz durch geeignete Wahlen gerichtet gewesen sein und wurde die Aufstellung von Wahlcandidaten für spätere Versammlungen vorbehalten. Aus Oberhessen. Am Sonntag fand zu Frankfurt eine zahlreich besuchte Versammlung hessischer Reallehrer statt, welche einen aus fünf Realschulmännern bestehenden Ausschuß wählten, dem der Auftrag wurde, Namens der Standes- genossen ein Gesuch an die Staatsregierung zu richten, daß dieselbe den Ständen ein Gesetz vor⸗ lege, welches die Gehälter der Reallehrer in ähn⸗ licher Weise regele, wie die der Elementarlehrer. Als Minimalgehalt werden 1100 fl. gewünscht. Je nach den lokalen Verhältnissen soll dieses Gehalt durch besondere Zuschüsse erhöht, und allen Real⸗ lehrern sollen von fünf zu fünf Jahren Alters- zulagen von 300 fl. gewährt werden, dis das Gehalt nach 25jähriger Dienstzeit 2600 fl. Caus⸗ schließlich der besonderen lokalen Zulagen) erreicht hat. Zwar wurde von der Versammlung die unlängst gewährte Aufbesserung dankbar anerkannt, dabei aber hervorgehoben, daß dieselbe sich in manchen Orten nicht ausreichend erwiesen habe, da das Gehalt, nach welchem die Aufbesserung in Prozenten gewährt wurde, an und für sich ein hinter den Bedürfnissen der Zeit weit zurück gebliebenes war. Berlin. Während der letzten Tage wurden beim Minister Eulenburg mehrfach Conferenzen mit Abgeordneten sämmtlicher Fractionen abge- halten. Auf Ersuchen des Ministers wird strengste Verschwiegenheit beobachtet. Eine Subcommission beräth über die Ergebnisse der Conferenzen.— Die Eröffnung des Landtags geschieht am 12. d. durch den Grafen Roon. — Um 10. d. M. wohnten der Sitzung der Kreisordnungscommission Eulenburg und Persius bei. Es hat eine allgemeine Besprechung stattge⸗ funden und darauf ist eine Specialcommission zu⸗ sammengetreten, bestehend aus den Herren Persius, Lasker, Bender, Friedberg und Rauchhaupt, um —xů——ůů ů—Q 1 5.—— 2 ä ů—ů—ůů ů — 2 5 25. 2 .—.— 2 6 2 — ä 2 5 2—— ein Compromiß anzubahnen. Die Commissions verhandlungen mit der Regierung werden fortgesetzt. — Der„Spener'schen Zeitung“ zufolge be⸗ rechtigen die stattgehabten Conserenzen zwischen der Regierung und den Commisstons⸗ Mitgliedern zu der begründeten Hoffnung, daß ein neuer Com promiß über die Kreisordnung eine große Mehr⸗ heit des Abgeordnetenhauses vereinigen wird. — Trotz aller eirculirenden Gegengerüchte glaubt ein Correspondeat der„Köln. Ztg.“ ver⸗ sichern zu können, daß der Rücktritt irgend eines Mitglieds des Ministeriums für die allernächste Zeit zwar nicht zu erwarten stehe, daß aber wohl im Laufe der wieder beginnenden Session eine oder die andere Veränderung im Ministerium mehr als wahrscheinlich sei. — Nach der„Vossischen Zeitung“ sollen zur Armirung der Küsten⸗Befestigungen ein neues 28 Centimeter-Geschütz, welches laut Probe zwölf. zöllige Panzerplatten durchschlägt und ein zwölf⸗ zölliges Krupp'sches Ring Hinterladungsgeschütz, welches Geschosse von 666 Pfund mit 114 Pfund Pulverladung versendet und wahrscheinlich vierzehn⸗ zöllige Panzerplatten durchschlägt, verwendet werden. — Seitens des Handelsministers wird dem Landtage kurz nach dem Beginn der Session ein Gesetzentwurf vorgelegt werden, welcher einen Kredit von 120 Mill. Thaler zu Eisenbahnzwecken in Anspruch nimmt. — Wie bereits gemeldet, bleibt der Großh. hess. Minister⸗Präsident, Hr. Hofmann, einstweilen acereditirter Gesandter beim königl. preuß. Hofe. Der bisherige Geschäftsträger Dr. Breidert be- sorgt die laufenden Geschäfte. Außerdem wird der zum Bevollmächtigten bei dem Bundesrath ernannte Ministerialrath Dr. Neidhart in der Regel hier anwesend sein und voraussichtlich für etwaige Spezial⸗Verhandlungen committirt werden. — Der Bundesrath hat dem Gesetzentwurf über die Veräußerung der Tabaks-Manufactur in Straßburg seine Zustimmung ertheilt. — 12. Nov. Bei der heute erfolgten Er- öffnung des Landtages im Weißen Saale des königlichen Schlosses waren etwa 100 Mitolieder beider Häuser, darunter die Präsidenten derselben, anwesend. Geheimerath Zitelmann überreichte dem Grafen Roon die Thronrede, welche derselbe verlas. Die Rede kündigt am Schlusse Vorlagen an, welche bestimmt sind, die Beziehungen des Staates zu den Religionsgesellschaften nach verschiedenen Richtungen hin klar zu stellen und fährt dann fort: Vor Allem werden Sie wiederum mit der Umgestaltung der bisherigen Kreiseinrichtungen be- faßt werden. Die Regierung Sr. Majestät ist fest durchdrungen von der Nothwendigkeit, die Reform, deren Ausführung durch Bereitstellung der dazu erforderlichen Geldmittel erleichtert wird, als Grundlage der Lösung mannichfacher anderer Aufgaben des Staates ins Leben zu rufen. Es wird Ihnen ein Entwurf der Kreisordnung vor⸗ gelegt werden, in welchem unter Festhaltung der wesentlichen Grundlagen des früheren Entwurfs eine Reihe von solchen Veränderungen vorgeschlagen ist, deren Nothwendigkeit oder Zweckmäßigkeit sich aus den bisher stattgefundenen eingehenden Be⸗ rathungen ergeben hat. Die Regierung Seiner Majestät hofft zuversichtlich, eine allseitige Verein- barung über diesen Entwurf zu erreichen, und ist entschlossen, die Durchführung der bedeutsamen Aufgabe durch alle Mittel, welche die Verfassung der Monarchie an die Hand gibt, zu sichern. Hierauf brachte der Präsident des Herrenhauses, Graf Stolberg, ein dreifaches Hoch auf den Kaiser und König aus, in welches die Versammlung leb- haft einstimmte. — Die Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde um 2 Uhr durch den Präsidenten v. Forckenbeck mit einem dreimaligen Hoch auf den Kaiser und König eröffnet. Nach der Bildung eines provi⸗ sorischen Bureaus erfolgte die Verloosung in die Abtheilungen, wobei die Anwesenheit von 245 Mit- gliedern constatirt wurde. — Das Herrenhaus wählte den Grafen Stol⸗ berg mit 79 von 85 Stimmen zum Präsidenten, den Geh. Justizrath Plötz mit 77 von 85 Stimmen engerer zweiter Wahl mit 41 gegen 38 Stimmen, welche auf Bernuth sielen, zum zweiten Vicepräsi⸗ denten gewählt. — In der„Nat. Ztg.“ wird positiv be⸗ hauptet, dem Ministerkonseil am Freitag habe eine eingehende Auseinandersetzung des Ministerpräst ⸗· denten über die Herrenhausreform vorgelegen und dem Gedanken ihrer Nothwendigkeit hätten sich sowohl die Minister als insbesondere der Kron ⸗ prinz und Se. Majestät der Kaiser und König angeschlossen, für welchen es maßgebend gewesen sein soll, daß Preußen mit dem jetzigen Herren- hause unmöglich seiner Stellung in Deutschland genügen kann. 5 — Nach der„Spen. Ztg.“ wird der Aus- gang der Conferenz wegen der Kreisordnung von parlamentarischer Seite als befriedigend bezeichnet und auch die Fortschrittspartei werde sich zum Kreisordnungsentwurf im Ganzen zustimmend verhalten. — Im Reichsmünzgesetz vom 4. Dez. 1871 ist vorgeschrieben, daß die noch umlaufenden alten Goldmünzen deutschen Gepräges auf Reichskosten eingezogen werden sollten. Das Reichkanzleramt ist dieser Aufgabe gegenwärtig näher getreten. Es hat an die verbündeten Regierungen ein Rund schreiben erlassen, worin sie aufgefordert werden, hierher mitzutheilen, welche Arten alter Goldmünzen ihres Staates noch im Umlaufe sind und zu welchen muthmaßlichen Beträgen. Göttingen. Die Diphtheritis tritt hier, wie fast jedes Jahr um diese Zeit, in einzelnen Fällen auf und hat dieser Tage den Prorector der Universität, Professor Dr. Clebsch, als Opfer gefordert. Ausland. Frankreich. Das„Journal offiziel“ sucht in einem längeren Artikel den Nachweis zu führen, daß die von einigen Blättern angestellten Be rechnungen der mit der Deportation der Com- mune⸗Verurtheilten verbundenen Kosten durchaus unrichtig seien. Die Kosten dieses Transports, die man zuerst auf 82, dann noch auf 27½ Mil- lionen Francs angegeben hatte, berechnet das amt liche Blatt auf rund 8 Millionen. — In Frankreich scheint die Regierung endlich müde geworden zu sein, sich durch lächerliche und gefährliche Proclamationen von Generälen à la Ducrot compromittiren zu lassen. Sie hat näm- lich eine aus den Zeiten des Kaiserreichs stammende Verordnung wieder aufgefrischt, wonach kein Truppenbefehlshaber einen Tagesbefehl oder son⸗ stige Proclamationen erlassen darf, ohne dieselben vorher dem Kriegsministerium vorgelegt zu haben. — Die Handelsverträge, die dem englischen folgen werden, sollen genau nach dem Muster des selben ausgearbeitet werden. Die Ratification des genannten Vertrags ist in diesen Tagen zu er ⸗ warten.— Alle Officiösen melden, daß die Bot- schaft des Präsidenten Thiers gegen Mitte oder Ende dieser Woche verlesen werden wird. Die Kammer solle vorher ihr Bureau ernennen. Die Botschaft wird die Finanzfrage erörtern.— Un⸗ mittelbar darauf wird, nach Angabe des„Siecle“, der Finanzminister Goulard seinen Bericht über die Drei⸗Milliarden⸗Anleihe einbringen. Das ge⸗ nannte Blatt weiß zu melden, daß bereits mehr als die Hälfte der Anleihe effectiv an den Staats⸗ schatz eingezahlt ist. — Während sämmtliche Blätter der östlichen Departements über die Ordnung und Präeision, mit welcher die deutschen Truppen die Räumung der Haute-Marne und Marne ausführten, ihre Anerkennung aussprachen, muß dagegen das in Vitry le Frangais erscheinende„Echo de la Marne“ zu seinem Leidwesen berichten, daß die dortigen, nach dem Abzuge der Preußen unbewacht gelassenen, Baracken sogleich von diebischer Hand geplündert und neben andern Gegenständen mehrere wollene Decken gestohlen worden seien. Versailles, 11. Nov. Nationalversamm-⸗ lung. Präsident Grévy legt das an ihn gerichtete Schreiben des Prinzen Napoleon vor. Wolonceki stellt den Antrag, daß für die Elsaß⸗Lothringer eine Summe bewilligt werde, welche der für die zum ersten Vicepräsidenten. Graf Brühl wurde in von der Invasion betroffenen Departements votirten gleichkomme. Morgen wird die Versammlung die Mitglieder des Prässdial-Büreaus wählen. Ge. rüchtweise verlautet, daß Changarnier morgen über die Rundreise Gambetta's interpelliren werde. Großbritannien. Aus London wird gemeldet, daß am 11. d. eine große, 24 Stunden dauernde Feuersbrunst die Getreidespeicher in der Upper Thamas⸗Street total eingeäschert hat. Be. trächtliche Getreidevorräthe sind zerstört. Der Schaden beziffert sich auf 100,000 Pfd. Sterling. Amerika. Der Telegraph meldet von einer furchtbaren Katastrophe, welche die reiche ameri⸗ kanische Seestadt Boston betroffen. Eine Feuers. brunst, welche 20 Stunden währte, hat am 10. d. Abends alle Gebäude auf einem Raume von 70 Morgen eingeäschert. Das Innere der Börse, des Postamtes ist ausgebrannt, die Trinithkirche gänzlich zerstört. Außerdem wurden vorzugeweist Geschäftshäuser und Speicher mit Wolle, Leder und Trockenwaaren von dem Unglüßk betroffen, Man hofft, daß der Schaden 100 Mill. Dollar nicht übersteigen werde. Mehrere Personen sind umgekommen, viele verletzt. Um Mitternacht, nach⸗ dem man glaubte Herr des Feuers zu sein, griff dasselbe nochmals heftig um sich und zwar ver— anlaßt durch eine Gas- Explosion und verzehrt noch sechs weitere Speicher. — Der Brandschaden in Boston wird in einem Telegramm vom 12. d. auf nur 80 Mill. Doll. geschätzt. Dortige Capitalisten mit reichen Mitteln find am Meisten betroffen. 930 Geschäfts⸗ häuser, 60 Wohnungsgebäude sind eingeäschert, Zeitungsmeldungen zufolge können die hiesigen Versicherungsgesellschaften 50 pCt. der Versiche⸗ tungssumme tragen. Die Besorgniß wegen Finanz schwierigkeiten ist geschwunden. Es trifft allseitig Hülfe ein. Der Wiederaufbau der zerstörten Stadt⸗ theile wird vorbereitet. » Friedberg, 13. Nov. Während sich vorgestern schon der nahe Winter durch das erste mit Regen vermischtt leichte Schneegestöber ankündigte, war gestern in den nord. östlichen Abhängen des Taunus bereits eine dünne Schnee schichte sichtbar und der kahle und kalte Vogelsberg halt es sich nicht nehmen lassen, mit seinen weithin leuchtende schneebedeckten Höhen sein althergebrachtes Vorrecht bei den Beginne der Wintersaison zu wahren. Heute schueit es indessen auch in den Niederungen der Wetterau ganz lui und wir sehen ein Bild des Winters vor uns aufgerolll Homburg. Der hiesige Gemeindevorstand bat zun Kurdirector Hrn Schultz⸗Leitershofer von Berlin ernannt, Frankfurt. Den Unternehmern der Franksfurke Pferdeeisenbahn, Herrn de la Hault und Dörner zu Brüssel ist, wie wir hören, jetzt auch die Concession für Anlage und Betrieb der projektirten Pferdeeisenbahn von Bocken⸗ heim nach Rödelheim ertheilt worden. Darmstadt. Die bei Griesheim angestellten Vor⸗ arbeiten um unsere Residenz von dort aus mit den nöthigen Wasser zu versehen, sollen auf ein günstiget Endresultat schließen lassen.— Der Justizpalast, eine neut Zierde unserer Stadt, wird in Kürze vollständig unte Dach sein; ein Gleiches gilt von dem Saalbau. Arnsberg. Prinz Friedrich Wilhelm v. Wittgenstein⸗ Hohenstein(Bruder des regierenden Fürften) wurde vol dem hiesigen Appellationsgerichte wegen Mißhandlung eing im schwangeren Zustande sich befindenden Frau zu viel Wochen Gefängniß verurtheilt. Vom Bodensee. Die berüchtigte Hochstaplerii Bertha Weiß von Insterburg, welche im vorigen Jahn u. A. im Breslauer barmherzigen Brüderkloster in Männer kleidern mehrere Wochen als Novize zugebracht, dan unter Verübung eines bedeutenden Diebssahls heimlit entflohen war und durch diese That viel von sich reden gemacht hatte, ist am 23. vorigen Monats in Bregen verhaftet worden. Dieselbe hatte sich nämlich in Hoch grumbach bei einem Bauer als Knecht vermiethet un! nach achitägigem Dienste unter Erbrechung eines Kasteng und Mitnahme von Geld und Kleidern ihres Dienst gebers und eines Knechtes sich geflüchtet, war sogleich abe verfolgt und arretirt worden. Nach Constatirung ihreh Geschlechts gab sie an, in einem Findelhause zu Goness. bei Paris geboren zu sein, woselbst sie den Namen Andre erhalten, als Knabe auferzogen worden sei und ihr ganze Leben unter diesem Namen und als Mann zugebrach habe. Schließlich gelang es, sie als die berüchtigte Bertha Weiß zu entlarven. Sie hat in Folge dessen ein ziemlih umfassendes Geständniß abgelegt und namentlich ihre gu einstudirte Rolle des gebrochenen Deutschsprechens aufe geben. Außer dem bezeichneten Diebstahle hat sie bereit bekannt, daß sie auch einen Diebstahl am 9. Septembel in Eriskirch, Oberamt Tettnang, und unter dem Namen Leboeuf einen andern Diebstahl in Einsiedeln begangel habe. Das Sündenregister dieser durchtriebenen Hochstap⸗ lerin dürste sich noch um ein Bedeutendes vermehrei wenn ihre Antecedenzien an's Tageslicht kommen sollles da doch mit Bestimmtheit angenommen werden kan daß sie seit dem 18. October 1871, als dem Tage ihrel heimlichen Entfernung von Breslau, sich vagabundiren unte bett Les Jrntrt der Vor die Trinitlirhe arden dorzugeweie nit Welle, gar tte Urgluf betrofn, u 100 Nil. Dollag Ardter Personen sud 45 Ninernacht, nat Feuas iu sein, gef dich und zwar 96 een und vergeht in Beten wird it b. auf zur 80 Nil Cepitaliten mit rtichn teftn. 980 Geschäst kärtt sind tingtäschet Katt dit biesen It, der Versich griß wegen Finan Nu. Et trifft allstitg — ʒꝶ.C—— Aernb sich vorgeffern sen vermischg u den not unt Schnt berg halt 12 n Deutschland umhergetrieben hat und voraussichtlich auf * ören Irrfahrten bis nach der Schweiz noch viele solche Baunerstreiche ausgeführt haben wird. Aus Leipzig wird berichtet: Vor Kurzem waren die u der Kreutzberg'schen Menagerie anwesenden Zuschauer zeugen einer höchst aufregenden Scene. Es befindet sich gaselbst zur Linken des Elephantenkäfigs derjenige, welcher e, beiden herrlichen Löwen beherbergt und durch eine ide Räume verbindende Thüre erscheinen zur Dressur⸗ orführung dann stets die beiden Löwenbrüder, nachdem vorher ihr Nachbar, der Elephant, in den„Wartesalon“ nachts abgetreten ist. An diesem Abend nun hatte sich urch irgend welchen Zufall die für gewöhnlich festge⸗ chlossene Thür geöffnet, als eben der am linken Vorderfuß ungekettete Elephant sich noch in dem großen Mittelkäfig fand. Den Löwen war natürlich die Benutzung dieser Chüre ganz geläusig, und so erschien denn plötzlich der ne Löwe, Mustapha, in der offenen Thür, und als er en mit dem Hintertheil ihm zugekehrten, nichts ahnenden Flephanten erblickte, erhob er sich sofort auf die Hinter⸗ füße, packte das angekettete, also wehrlose Thier am Kreuz und schlug gierig Klauen und Zähne in die Haut des⸗ alben ein. Ein surchtbares Brüllen des gequälten Ele⸗ shanten durchschmetterte die ganze Bude, und diejenigen zuschauer, welche sich gerade vor dem Käfige befanden, griffen bereits die Flucht. Sei es nun, daß das Brüllen en Löwen erschreckt, oder etwas Anderes, oder behagte Im die harte und in ihrer großen Fläche schwer zu gackende Haut des Elephanten nicht, genug, plötzlich ließ er Löwe von seinem Opfer ab und sprang in seinen käfig zurück. Aber kaum daß das geschehen, besann er ich wieder und war eben wieder im Begriff, durch die chon halb passirte Thür seinen Angriff zu wiederholen, els endlich einige Wärter erschienen und durch eiserne Stangen den erregten Löwen zum völligen Rückzug zwangen, vorauf es gelang, die Thür zu schließen. Die Spuren zer Löwenkrallen trägt der Elephant sehr deutlich zur Schau, und mit großer Betriebsamkeit suchte er sich nach⸗ ber mit diesen Stellen an der Wand zu reiben. Die Er⸗ segung des Löwen war noch lange nachher selbst bei der Furz darauf folgenden Vorstellung bemerkbar, während der uindere Löwe, Pascha, bei der ganzen Geschichte, obgleich er volle Freiheit hatte, an der Partie Theil zu nehmen, sich ganz passiv verhielt und dadurch den guten Verlauf der Sache bedeutend erleichtecte. In Berlin hallen sich gegenwärtig zwei japanesische Seistliche auf, um sich über die christliche Religion zu unterrichten. Herr Prediger Dr. Lisco hält ibnen die betreffenden Vorträge, in welchen hauptsächlich die charak⸗ seristischen Verschiedenheiten der christlichen Confessionen zrörtert werden. Paris.( Originell.) Ein reicher und bekannter dinancier frühstückte in einem der elegantesten Pariser Taffeehäuser, als sich ein bescheidener Bauersmann im lauen Kittel und die Peitsche in der Hand in der Nähe in einem andern Tische niederließ. Der neue Gast zeigte eines jener gutmüthigen Gesichter, wie man sie an seines Sleichen gewöhnt ist; nur hatte die Luft, durch die er zekommen und die Verlegenheit, da hereingerathen zu ein, ihm eine etwas lebhafte Couleur gegeben. Ex bestellt echs Austern. Kaum hatte er die dritte verzehrt, da köhnte er und fährt mit der Hand an sein Kauweikzeug. „Wahrhaftig, ich glaub', ich hab' mie einen Zahn ausge— bissen!“ Bei diesen Worten rollte er den Grund seiner Schmerzen über die Lippen in Gestalt einer prächligen, schwarzen Perle, die noch vom Fleisch der Molluske ge⸗ trübt ist, aber durch ihre Größe ihren hohen Werth sofort errathen läßt. Der Nachbar Bankier sieht natürlich die Perle und wünscht dem Finder zu seiner unerwarteten Entdeckung Glück.„Mag sein, daß sie schön ist,“ versetzte der Bauer;„aber ich wollte, sie wäre beim T... denn davon bekomme ich keinen neuen Zahn!“„Macht nichts, guter Freund, sie wird Ihnen etwas Schönes einbringen?“ „Was ist denn das Kieselsteinchen werth?“„Zweihundert Frauken, zum Mindesten.“„Weil Sie gerade da sind .. ich geb' sie Ihnen um die Hälfte; dann brauch' ich nicht lange nach einem Käufer zu suchen.“ Der Finanz⸗ mann gibt ibm ein Hundert-⸗Francsbillet und steckt die Perle ein. Dann beeilt er sich, sein Frühstück zu Ende zu bringen und zu seinem Juwelen-Händler zu kommen, dem er seine billige Kostbarkeit doch zeigen muß. Aber o Schrecken! Die Perle war eine falsche Perle und der Bauer ein falscher Bauer, aber ein echter Gauner, der den ehrenwerthen Geschäftsmann geprellt hatte. Aus Rußland. Die russischen Blätter entwerfen ein schreckenerregendes Bild von den Verheerungen, welche die Cholera in vielen Gegenden Rußlands anrichtet, und von der verzweifelten Lage, in die sie die von ihr betroffene ländliche Bevölkerung versetzt. In sehr vielen Ortschaften, z. B. im Gouvernement Pultawa, wo die Cholera⸗Epi⸗ demie schon seit Monaten mit zunehmender Heftigkeit grassirt, wird ihre Verbreitung dem gänzlichen Mangel an allen sanitätspolizeilichen Vorkehrungs-Maßregeln zu⸗ geschrieben. In den Städten übt die Polizei noch eine gewisse Wachsamkeit, und die Leichtigkeit, mit der dort wenigstens für den Wohlhabenden ärztliche Hilfe zu be⸗ kommen ist, bewirkt, daß die Schrecknisse der Epidemie sich nicht in so grellen Farben darstellen, aber auf dem Lande, wo die bitterste Noth herrscht, wo in einer Hütte oft mehrere Familien und ganze Generationen mit Frauen und Kindern zusammenwohnen, wo in einem engen Stübchen alle häuslichen Verrichtungen vorgenommen, die Speisen gekocht und gegessen werden und Schweine und Federvieh mit den Menschen zusammen ihr Nachtlager haben, wo also die Atmosphäre mit faulenden Stoffen reichlich geschwängert ist, dort verbreitet sich die Cholera⸗ Epidemie mit rasender Schnelligkeit und nimmt den bös— artigsten Charakter an. An Aerzten fehlt es auf dem Lande gänzlich. Der einzige Kreisarzt beschränkt seine ganze ärztliche Hilfe darauf, daß er von Zeit zu Zeit in's Dorf kommt, beim Gemeindewoyd Choleratropfen oder ein Desinfectionsmittel zurückläßt, und dann sich eiligst wieder entfernt, ohne den im Orte befindlichen Kranken auch nur den flüchtigsten Besuch gemacht zu haben. Die Gutsbesitzer kümmern sich nicht um die Bauern, weil diese sie nichts mehr angehen; die Kreis— stände sind gesetzlich ebenfalls nicht verpflichtet, die Ini⸗ liative zu Vorkehrungsmaßregeln gegen die Verbreitung der Epidemie zu ergreifen, und die Behörden, denen diese Pflicht gesetzlich obliegt, sind völlig sorglos und entbehren auch der Mittel zu energischem Handeln. Unter solchen Umständen kommt es häufig vor, daß ganze Hütten und Ortschaften aussterben und die Leichen so lange unbeerdigt bleiben, bis irgend Jemand der Mühewaliung der Be— erdigung sich freiwillig unterzieht. Die Nachbarn fliehen die von der Cholera befallenen Hütten, und die Kranken und Sterbenden werden oft von den eigenen Angehörigen verlassen. Bei dieser Lage der Dinge und bei der gänz⸗ lichen Pflichtvergessenheit der Staats- und Communal⸗ behörden ist es kein Wunder, daß Rußland schon seit Jahren das Hecknest der Cholera ist, von wo aus sie sich periodisch über Europa verbreitet. Verloosung. Neufchatel, 5. November. Bei der am 1. d. statt⸗ gehabten Ziehung fielen auf Nr. 45357 5000 Frs., Nr. 46094 und 67753 je 200 Frs., Nr. 19574 70569 und 123003 je 100 Frs., Nr. 4006 44162 65361 71962 73436 87821 90046 106919 112792 und 119154 je 50, Frs., Nr. 1308 13211 42870 43592 56433 56585 61699 68734 77074 und 93203 je 40 Frs. Die Zah⸗ lung erfolgt am 1. Februar k. J. 2 Frankfurt a. M., 12. Nov. Trotz der schwie⸗ rigen Geldverhältnisse(Geld ist heute abermals theurer geworden und Prolongationen nur zu 8 ½ bis 10% zu machen), bewährte die Börse eine Zähigkeit des Wider⸗ stands im Kampf der Kurse gegen den Geldstand und eine so seste Zuversicht auf den endlichen Sieg der Hausse, daß sie keine Opfer scheut, ihre Medioverbindlichkeiten zu prolongiren. Die Spekulation läßt sich weder durch die nicht sonderlich befriedigenden Bankausweise der Preußischen, sowie der Frankfurter Bank noch den Brand von Boston, der die Veranlassung geben wird, die Ansprüche an den Geldmarkt abermals zu steigern, in ihrem Haussevor⸗ marsch mit Hindernissen beirren. Auswärtige Kurse waren heute verhältnißmäßig fest(in Wien scheint Geld wieder momentan flüssig zu sein) und die Böcse eröffnete, dieser Anregung folgend, in recht guter Haltung, die im Laufe des gegen die Vortage belebteren Geschäfts, immer größere Consistenz gewann. Gegen Schluß fand indeß eine kleine Abschwächung der Kurse statt. Für Creditactien waren bedeutende Kaufordres am Platze und bewegten sich die⸗ selben von 360¼—2—2½.— 28/3 Staatsbahn von 3568¾ 7/ 755%, Lombarden von 218½—8¼. Silberrente schloß etwas höher wie gestern Abend. Oesterreich. Bahn⸗ actien und Prioritäten waren in regem Verkehr zu meist unveränderten Kursen. Von Banken gingen Wiener Bank⸗ actien in lebhafterer Nachfrage wie gestern, mit einer Avance von ca. fl. 4. zu 1067 um. Besondere Beachtung fand von Deutschen Banken Provinzial-Diskonto, die zu 185 gesucht war. Darmstädter fest zu 563. Es bestätigt sich nunmehr, daß das Gerücht, der Aussichtsrath hade beschlossen 10 Millionen fl. neue Actien auszugeben, be— gründet war. Brüsseler zu 121 bebauptet. Oesierreich. Deutsche, welche von heute ab mit 600% Einzablung ge— bandelt werden, fest und gefragt. Hahn'sche Effectenbank ebenfalls gesucht. Es geht dies solide Papier allmälig in den Besitz des Privatkapitals über. Die Subscription auf Rjask⸗Wiäsma⸗Eisenbahnactien erzielte einen sehr befriedigenden Erfolg und wurden die Actien heute zu 89— 90 gehandelt. Auch die Suoscriplion auf die Actien des Duxer Kohlenvereins hatte ein günstiges Resultat. Marzkibericht. Frankfurt, 11. Nov. Waizen, wetterauer,(100 Kue! 14—/ fl., Kon(100 Kue) 97%— 10 fl., Gerste(100 Kilo) 9½— 11 fl. Hafer(100 Kilo) 7—8½½ fl., Reps(100 Kue) 19½ fl., Nübl(50 Kilo) 228,—23 fl. Oeffentliche Aufforderung. 3090 Die gerichts bekannten Gläubiger des verstorbenen Hlasermeisters Ludwig Schulze von bier haben »ezüglich der Vertheilung dessen Nachlasses unterm Heutigen ein Arrangement abgeschlossen. Alle bis jetzt znbekannten Gläubiger, denen die Einsichtsnahme der ukten auf der Gerichtsregistratur gestattet wird, werden viermit aufgefordert, so gewiß binnen 4 Wochen— von »eute an Kaen e— Einwendungen gegen das Arran⸗ zement geltend zu machen, als sonst dasselbe gerichtlich veffätigt und in Vollzug gesetzt werden würde. Frledberg den 30. Oktober 1872. Großberzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Langermann, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Anf for de nu ng 095 Philipp Stler von Pohl-Göns hat sich in zolge selner Coneurserkennung mit seinen gerichtsbe⸗ annten Gläubigern in ihrer bedeutenden Maforität im (quidattons⸗Termine arrangirt; dieses Arrangement, sessen Einsicht in biesiger Registratur freisteht, wird be⸗ sätigt und vollzogen werden, wenn nicht etwaige unbe⸗ nnte Gläubiger, die man hierzu auffordert, im Termine Freitag den 22. November l. J., Vormittags 8 Uhr, ahler Elnwendungen vorbringen. Butzbach den 2. November 1872. Eroßherzogliches Landgericht Butzbach. Dr. Gllmer, Fresenius, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Dilige Cimdurger Käse eng A. Stahl Wittwe. Die Sprechstunden sind von fetzt an wieder Morgens von — 11 und Nachmittags von 3— 4 Ubr. Ohrenarzt Dr. Wolf in Frankfurt a. M., Hochstraße 17.(5900) 2896 Main ⸗Weser-Bahn. 3155 Es sollen die sämmtlichen Bauarbeiten zur Her— stellung von 8 Feuerlöschgruden, Verlängerung eines Durchlasses und Fundation einer Drehschelbe, einschließ⸗ lich Lieferung aller Materialien, im Wege öffentlicher Submisfion verdungen werden. b Die Offerten sind portofrel und versiegelt mit der Aufschrüt:„Submission auf Feuerlöschgruben, eine Drehschelben⸗Fundation und Canalbauten auf Statton Gießen bis zum Submissionstermin am 18. November l. J., Vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Be— triebs⸗Inspection zu Frankfurt a. M. einzureichen, wo⸗ selbst auch die Zeichnungen, Kosten⸗Anschläge und Be⸗ dingungen eingesehen und die Submissions⸗Jormulare in Empfang genommen werden können. Frankfurt a. M. den 8. November 1872. Königliche Betriebs- Inspektlon. A ei l. Frucht ⸗Versteigerung 3156 An Domankal⸗Früchten aus der 18721 Erndte kommen zur öffentlichen Versteigerung: Donnerstag den 28. November er., Vormit⸗ tags 10. Uhr, bei Königlichem Domaͤnen⸗ Rentamte zu Usingen circa 85 Pectollter Walzen, 5* Roggen, 64 7 Gerste und 234 5 Hafer. usingen“ den 9. November 1872. Königliches Domänen Rentamt. Engelbach. Faselochs Versteigerung. 3151 Donnerstag den 14. d. M., Vormittags 11 Ubr, wird ein der hlesigen Gemeinde gehöriger Faselochs meistbietend auf unserem Büteau verstetgert. Rodheim am 19. November 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodhelm. Jacob. Mobilien-Versteigerung. 3116 Nächsten Freitag den 15. d. Mis., Vormittags 9 Ubr, werden in der Judengasse, Hausnummer 264, verschiedene Mobilten, bestehend in Bettstellen, Tischen. Stüblen, Bettzeug, Kleidungsffücken und sonstigen Haus⸗ und Küchengeräthen, in Auftrag des Curators der L. Strauß II. Kinder öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung wegzugsbalder versteigert. Friedberg den 7. November 1872. Mayer Schwarz, Hoftaxator. Gesu cht 4 ꝗtüchtige Arbeiter, die in Holzgeschäften gearbeitet haben, desgleichen 2 Fuhrleute. Näberes bei S. Frank Holzbandlung, 3154 Frankfurt a. M. An- und Verkauf 1744 von Staats⸗ Papieren, Anlehens⸗ loosen, Coupons zc. ꝛc. unter Zusicherung reeller Bedienung. Friedberg. J. A. Nauheim. Geld ⸗ Cours. Frankfurt am 12. November 1872. Preußische Friedrichsd'or... fl. 9 57½—8589 Piste tag Ae. e d eee Holländische fl. 10 Stücke„ 9 53—35 Ducaten. e 5 35—37 Ducaten al mare„ 5 36—38 W ale! e, er Englische Sovereign„ 1158480 Russische Imperiales..„ 9 43—45 Dollars in Gold..„ 229½—26½ Wir exlauben uns, unsere ꝛeihbibliothek, welche durch die neuesten und besten Romane c. c. abermals ergänzt wurde und sich nach Schließung des Nauheimer Geschäfts für die Wintersaison wieder in Friedberg befindet, zu gefälliger Benutzung zu emp Lesegebühren: pr. Tag 2 kr., pr. Monat 30 kr., zwei Bände 45 kr. Abonnements können zu jeder Zeit erfolgen. Von den neuangeschafften Becker, A., Der Nixenfischer. 2 Bde. Bibra, Dr. E., Erb⸗ und Liebes⸗ händel. 3 Bde. Bodenstedt, Fr., Aus deutschen Gauen. 2 Bde. Brachvogel, A. E., Das Räthsel von Hildburghausen. 4 Bde. Byr, R., Nomaden. 5 Bde. Detlef, K., Nora. 2 Bde. Dincklage, E. v., Durch die Zeitung. 2 Bde. Francois, L. v., Erzählungen. 2 Bde. Frenzel, C., Geheimnisse 2 Bde. Hackländer, Fr. W., Geschichten im Zickzack. 4 Bde. — Der Sturmvogel. 4 Bde. fehlen. Werken erwähnen wir: Hoefer, Ed., Unter fliegenden Fahnen. 2 Bde. Kohlenegg, L. K. v., Moderne Sirenen. 3 Bde. Lindau, P., Kleine Geschichten. 2 Bde. Mühlbach, L., Mohamed Alt und sein Haus. 4 Bde. — Mohamed Ali's Nachfolger. 4 Bde. Müller, O., Zwei Sünder an einem Herzen. 2 Bde. Otto, L., Die Stiftsherren von Straß⸗ burg. 2 Bde. Putlitz, G. zu, Walpurgts. Raabe, W.,(Corvinus.) Unseres Herrgotts Canzlei. 2 Thle. — Die Leute aus dem Walde, ihre Sterne, Wege und Schicksale. Roquette, O., Welt und Haus. Sauer, C. M., Am Rhein und an der Adrig. 5 Scherr, J., Michel. 4 Bde. Schixmer, A., Altkatholisch. 3 Bde. Schlägel, M. p., Die Helden der Arbeit. Tharau, H., Amata. — Herbstzeitlose. — Wedenschaft und Liebe. Vacano, E. M., Geheimnißvoll. Wellner, A., Bruder Studio! Werder, Dr. C., Der Fürst von Hochland. 5 Winkler, W., Die deutschen Klein⸗ städter in Amerika. 2 Bde. W Französische und englische Werke. Friedberg. Bindernagel& Schimpff. a 1 0 jollene wollene und baumwollene 2659 zu sehr billigen Preisen bei Unterjacken& Unterhosen Hemden, K. Friedrich neben der Post. Louis 3157 bringt einem verehrten Publikum sein wohlassortirtes Schuhwaaren-Lager in empfehlende Erinnerung; ganz besonders für die Wintersaison alle Sorten Winterschuhe und Stiefel, Filz und Gesundheitssohlen in reicher Auswahl zu den billigsten Preisen. Wa as Todes⸗Anzeige. 3152 Verwandten und Freunden machen heute Morgen 7 Uhr nach langem schweren Großmutter und Scheoester Frau Dorothea Friedberg und Frankfurt a. M. den 11. November 1872. wir die schmerzliche Mittheilung von dem Leiden erfolgten Tode unserer guten Mutter, Ockel, geb. Heidt. Die trauernden Hinterbliebenen. Ein noch wohlerhaltener Flügel, 3160 der die Stimmung sehr got hält, wegen Mangel an Raum für nur 90 fl. zu verkaufen. Windmühle 58 in Frankfurt g. M. Kische Repskuchen 2914 bei M. D. Loeb. Einige Hundert leere Säcke sind billig zu verkaufen bei Louis Uhrig, 3159 Schäfergasse 10, Frankfurt a. M. 2 8 1 Sö del. 3128 Sonntag den 17. d. M., Abends 7 uhr, Tanz⸗ schüler⸗Ball im Saale des Herrn Karl Schneider. Eintritts⸗Karten für Fremde find von heute ab bei Unterzeichnetem zu haben. Kasse findet am Ballabend Aicht ftatt. Achtungsvollst Möller, Tanz ⸗ und Anstandslehrer. Marinirte Häringe 3145 bel Wilh. Bernbeck. * Ein Lehrling, Lohn gesucht bet Friedberg. A. Vorbach. Holzschuhe 3138 mit Filz⸗ und Lederbesatz bei 1 Louis Waas. Reparaturen werden bestens besorgt. 3161 In meiner Mühle wird fortwährend Oel geschlagen. Friedberg. Müller Falck. Große wollene und seidene Halstücher 2658 in den schönsten Farben, für Herren und Damen, äußerst billig bei K. 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Dieses Recht erffreckt sich auch auf diejenigen Famillen⸗ angehörigen der außerordentlichen Mitglieder, die noch keinen selbfiständigen Haushalt bilden.— Die Be⸗ wohner der Umgegend Frtedbergs auf eine Entfernung von zwei Stunden werden von Seiten des Liederkranzes nicht als Fremde angesehen und können demnach den Abendunterhaltungen, Bällen u. dgl. nur dann bei⸗ wohnen, wenn sie Mitglieder des Vereins geworden find. §. 13. Nur Mitgliedern des Vereins it der Zulitt l. den Abendunterhaltungen und Bällen des Lieder⸗ ranzes geffattet. f §. 14. Damen, deren männliche Angehörige Mit⸗ glieder des Veteins werden können, dürfen bei Abend⸗ unterhaltungen u. dgl. nicht eingeführt werden. Friedberg. Der Vor sst an d. Brodpreise vom 16. bis 30. Nov. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: ½ Waizen, ½ Korn. J Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 2Kilo 18 kr. Zweite Sorte 2 Kilo 16 kr. ** 1 1 4* 77,** i* „„ 7j„„ 1 4. Für Butzbach: Erste Sorte 2 Kilo 18 tr.] Zweite Sorte 2Kilo 15 kr. „ 1* 77* 1 4 572 1„ 77* 4⁰½ 77* E 7e* 30%, Für Bad⸗ Nauheim: Kasseler Brod 2 Kilo 19 kr. ** 1 97 97 1 1* 57e„ 4⁰ 1 Erste Sorte 2 Kilo 18 kr. Zweite Sorte 2Kilo 16 kr. ** 1„* 9 7** 1 15 0 „** 2* 42*„ 7. 7„ 4 1 Fleisch⸗ ꝛe. Preise vom 16.—30. Nov. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Pr. ½ Kilo. Ochsenfleisch 22 kr. Schweinefleisch 22 10 Kuühfleisch, gem. 19„ Kammstück, 23 Rindfleisch, gem. 19„Leber- u. Blutwurst 24„ Hammelfleisch 17„ Bratwurst 28 655 Keil und Carre—„Schwartenmagen 28„ Kalbfleisch 18„I Geräucherter Speck 32„ Keil und Carre—„Dörrfleisch 28 Nierenfett 24„Schinken 28„ Hammelsfett 18„Schmalz, ausgel. 32„ Schmalz, unausgl. 28„ Ansnahmspreise: Bei K. Neuhof Kußhfleisch, gem., 20 kr., Rindfleisch, gem., 20 kr.— Bei Ph. Windecker Kammstück 24 kr., Schwartenmagen 30 kr.— Bei E. Engel und Adolph Engel Schmalz, ausgel., 30 kr., bei K. Friedrich 28 kr.— Bei W. Heß und K. Friedrich Kammstück 22 kr.; bet J. Wind's Wittwe 24 kr. Für Bad ⸗ Nauheim: Pr. ½ Kilo. Ochsenfleisch 22 kr. Schweinefleisch 23 Kuhfleisch, gem. 20„Leber- u. Blutwurst 26„ „ ungem.—„ Bratwurst 307* ammelfleisch 18„ Schwartenmagen 30„ Keil und Carre—„(Cervelatwurst 48„ Kalbfleisch 18„ Fleischwurst 32 51a Keil und Carre—„Geräucherter Speck 32„ NRierenfett 24„ Dörrfleisch 32% p Hammelsfett 20„Schinken 34 Schaaffleisch—„ö Solperfleisch 28 Schmalz, ausgelassen 32 kr., unausgelassen 30 kr. Ausnahmspreise: Bei W. Bieler Hammelfleisch 20 kr., Fleischwurst 30 kr. Für Butzbach: Pr. ½ Kilo. Ochsenflei 23 kr., Schweinefleisch 22 kr. A e 19„Leber- u. Blutwurst 24„ Rindfleisch, gem, 19„Bratwurst. Hammelfleisch 20„Schwartenmagen 8 Keil und Carre—„(Geräucherter Speck 38„ Kalbfleisch 20„ Dörrfleisch 30„ Schaaffleisch—„ Schinken 3 Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 30 Hammelsselt Is„Schmalz, unausgel. 28 Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Samstag Morgens 8½ Uhr. Druck und Verlag von Bindernagel& Schim pff. 1 Bett. bessis Bette an di. urch herige 9 J 4 gemel Artill Cava Seite Die des 9 Kaser in de und Nan die O vorkot ster ein Phar Mini große letzt dersel Kreis Apoth Die f bon d den 8 sobun e dach die h Man Dip