Samstag den 14. September. 108. berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 2 E — Amtlicher Theil. betreffend 0 r für den Zeitraum vom 1. September 1871 Friedberg am 12. September 1872. e Das Gr Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und den Gr. Polizei-Commissär zu Wickstadt. 8 Mit der Einsendung der Waisenhausbüchsengelder stehen noch viele zurück, N e wir unter Bezug auf unser Ausschreiben vom r 17. v. Mis. Nr. 97 des Oberhessischen Anzeigers an die sofortige Einsendung erinnern. T r d p p. m.. 8. Oeffentliche Nachricht. Nachstehend bringe ich die summarische Uebersicht über Einnahmen und Ausgaben des Mathildenstifts des Kreises Friedberg für das Münch Rechnungsjahr 1870 zur öffentlichen Kenntniß. 8 Friedberg den 20. August 1872. Der Präsident des Mathildenstifts des Kreises Friedberg. hen Tra u. 5 ö Sum marische e der 1 und e bei dem Mathildenstift für den Kreis Friedberg für das Jahr 1870. 1——— 2—— Z————-¼iÄ a 8 Aus vorderen Rechnungsjahren bis Ende 1869 Rechnungsjahr 1870 nefer E Ein n a hb me. Friedberg Butzbach[ Zusammen 1 Friedberg Butzbach Zusammen pig—— fl. I.-r.. f 8 1 1 I.] Einnahme⸗Ueberschuß aus voriger Rechnung 205583 33 2636 6 23189 39 au a. N II.] Geschenke — III. J Einlagen 1) unverzinsliche 17 2) zu 4% verzinslich 94732— 4590 46 140633 46 8 IV.] Zinsen von Darlehen auf Obligationen 4127 31 ö 13529 9 ö 22 0 auf Schuldschein bis 100 fl. f 2899 18 1111 7283 18 19564[31 2080 54 3651040 25 auf Schuldschein über 100 fl. 144 56 i 1336 6 22 V.] Zurückbezahlte Darlehen ö 22 0 1) auf gerichtliche Oypotheken g 19300— 25142— 44442— 7 0 2) gegen l de von Gemeinden und 2 Privaten bis zu 10 5 251 11518—— 2 7 10 3) über 100 fl. 58682 14227 2 84427— — 4) Staatsobligationen un binchen VI.] Mietbe von Häusern und Pacht von Gütern — Dmuscht VII.] Erlös von Häusern 450 50— 509 t, det Well“ VIII.] Sonstige Einnahmen 78 37 78 37 ie bet Belage VIIIa.] Rückersatz auf Kaufschillinge 152 52 152 52 14436 3⁴ 5802 50 20239 24 Schluß,- VvuId.] Zinsen von Kausschillingen 21 3 21 8 516 8 310 8 4 Summe der Einnahme 23605 43 70419 30646 52 206715 5 120182 30 326897 35 Zusammenstellung. Aus vorderen Rechnungsjahren bis Ende 1869 23605 43 7041 9 30646 52 Rechnungsjahr 1870 2067155 120182 30] 326897 35 Summe der Einnahme 230320 28 127223 39 357544 27 elender Ausgabe. S IX. Darlehen 5 5 1) auf gerichtliche Hypotheken 33581— 37465— 71046— glüchll, 2) gegen Bürgschaftsleistung 3 a. bis zu 100 fl.. e. 0 5 Sa dame b. b. über 100 fl. de ie 1 intens, 3) Staatsobligationen 0 1 X.] Zutückbezahlte Einlagen ä 1) unverziusliche ohlen 3 verzinsliche 63616— 35174— 98790— . XI.] Zinsen von Einlagen zu 3½ und 4% 676 5 343 45 1019 50 14842 35 13689 43 28532 18 zich. XII.] Verwaltungekosten . 1) Gehalte 1150— 1150— 2300— ö giuyf U 2) sonstige Kosten 920 581 844 24 2 1 XIII.[J Steuern und Abgaben von Häusern und Gütern XIV.] Unterhaltungskosten derselben f 8 XV.] Darlehensforderung nebst Zinsen und Kosten, welche in 0 425 1 Folge Abjudication erloschen sind 2333 e 2339 1 1 XVI.[ Sonstige Kosten 34135 98 45 380 2⁰ 1 xv n die Kasse Butzbach ungen 75 8 f 9004 45 ½ 2924 16 14929 17½ „ Kyle, Sebrte Kaussch lange 27210 44 2621—[ 209831 44 Helben XvIId.] Zinsenvorlage auf Werthpapiere pegel. 1 Summe der Ausgabe 670 5 343 45 1019 50 208553 59575 121582 48] 329036 47½ 75 ac unge en dis Ende 1869 676 5 343 4 10149 50 f 1 N ngsjahren bis Ende 4 0 . Megane 1870 i 208053 59¼ 1215 48[ 32960 47¼ f 50 Summe der Ausgabe] 208790 4½ 121926 33] 330656 37 ½ 2470 lei chung. e 1 N 1 Die 3 9 85 230020 4, 127228 39] 37844 27, . en Die Ausgabe beträgt 208730 4½ 12192633 330656 37 Init Einnahme⸗Ueberschuß 21590 43½ 5297 6 26887 49½ g 6 1 3 1% e 17839 15½½ 1092 42 189310 57 g 2) in Rückständen arne eee eee Gleiche Summe wie oben 21590 43 ½ 5297 0 20887 49 ½ ö Nachweisung des Aetiv⸗ und 8 5 e Passiv⸗ Standes. A. Actiost and. Butzbach Friedberg Zusammen Gesammtbetrag fle kt fl. kr. fl kr. fl.. fl. b E 1) Ende 1869 betrugen die Kapitalien 330931— 374336— 705267— g während 1870 wurden a. neu ausgeliehen 63121— 91575— 154696— b. zurückbezahlt 50887— 77982— 128869— folglich mehr ausgeliehen 12234— 13593— 25827 2 5 daher Ende 1870 Kapitalbestand 731094— 2) Ende 1869 betrugen die cedirten Kaufschillinge 10717 10 1915112 29868 22 während 1870 wurden a. neu angekauft 202— 27581 50 30202 50 b. zurückbezahlt 5802 50 12240 2 18042 52 folglich mehr angekauft 15341 48 weniger„ 3181 50 12159 58 daher Ende 1870 Ausstand 0 42028 20 3) Ende 1869 betrug der Werth des adjudicirten Güter 1000— 1000— während 1870 wurden a. neu adjudicirt b. zurückbezahlt folglich mehr adjudicirt weniger„ daher 1870 Ausstand 1000— 4) Einnahme⸗Ueberschuß das Soll der Einnahme beträgt 127223 39 230320 48 die Ausgabe⸗Abstattung ist 121593 45 208059 31½ f Ueberschuß 5629—4 22261 167 27891 10½ Summe des Ackiostandes 802013 30% B. Passivostan d. 1) Bestand der Einlagen Ende 1869 33575 44 55482731—„ 690248 44 während 1870 wurden a. neu eingelegt 7590 40 72 b. zurückbezahlt 35174 63616— folglich mehr eingelegt 2 0 31116— 41843 46 daber Ende 1870 Stand der Einlagen 732092 30 2) Die noch nicht bezahlten Zinsen von Einlagen betragen 332 48 670 33 5 1003 21 3) Restkaufschilling auf adjudicirte Immobilien 2333— 2333— abjudicirt in 1870 a. zurückbezablt e d. mehr zurückbezablt 2333— daher Schuld Ende 1870 e Summe der Schulden 733095 51 Ber gleichung. Das Vermögen beträgt 357330 14 444683 16 ½ 802013 30½½ Die Schulden betragen 347036 18 386059 33 733095 51 Verglichen ist Reservefonds 28 35 58623 J43½ 68917 39½ Hiervon kommen auf die vorhergehenden Jahre 10293 56 58623 43½ 68917 39½ 1 15„ das Jahr 1870. 49 Zusammen wie oben 10293 56 58623 43½ df 397% Am Ende 1869 betrug der Reservefonds 10772 48 6248 45 72921 33 und hat sich sonach in Folge gegebener Unterstützungen verringert um 478 52 352⁵ 157 4003 53½ Friedberg den 22. Juli 1872. Der beauftragte Rechnungsrevisor F a a tz. Be bal n t m a ch u 91 Betreffend: Die Mathildenstiftung zur Reitung verwahrloster Kinder im Kreise Friedberg. Nachstehenden Auszug aus dem auf der diesjährigen General⸗Versammlung des Mathildenstiftes zum Vortrag gekommenen Rechen⸗ schaftsbericht der Mathildenstiftung für das Verwaltungsjahr 1871 bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß. J. Einnahme. fl. kr II. Ausgabe. n 1) Beitrag Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs 100— 1) Verwaltungskosten 120 30 2) Beitrag der Kreiskasse 1000— 2) Besondere Belohnungen, Taggelder, Reisekosten 55 27 3) Zinsen von temporären Einlagen im Mathildenstift 64 23. 3) Schreibmaterialien, Drucksachen, Buchbinderlohn 2 13 4) Beitrag des Hoch⸗Weiseler Clausefonds 8— 4) Botenlohn, Postgeld, Verkündigungskosten 1 26 5) Beitrag des Mathildenstiftes 3500— 5) Pfleggelder für 68 Pfleglinge 3702 398/ 6) Temporäre Zuschüsse verschiedener Gemeinden 114 518 6) Für ärztliche Behandlung und Arzneien 51 28 7) Kassevorrath aus 1870 110 287) Verschiedene Ausgaben 1 36 8) Von den im Mathildenstift auf kurze Zeit verzinslich 8) In dem Mathildenstift wurden temporär verzinslich angelegten Kapitalien wurden zurückgezogen 2240— angelegt N 2850— Summe der Einnahme 7137 16 Summe der Ausgabe 6785 19 Abschluß. fl. kr. Die Einnahme beträgt 7137 16 Die Ausgabe 6785 19¼ Hiermit verbinden wir die weitere Anzeige, daß die während 1871 in Veryflegung gewesenen 68 Kinder 32 verschiedenen Gemein— den des Kreises angehört haben und in 27 verschiedenen Gemeinden des Kreises und 1 außerhalb des Kreises untergebracht waren, daß die niedrigste Pflegsumme 40 fl., die höchste 90 fl. betragen hat und daß wir mit den Erziehungsresultaten im Allgemeinen zufrieden ge— wesen sind, wofür wir den Pflegeltern, namentlich aber auch den Bleibt Kassevorrath 351 56¼½ Herren Lehrern und Geistlichen, die sich der ihrer Obhut unterstellten Kinder überall mit wohlwollender Theilnahme und liebevoller Fürsorge angenommen haben, unsern aufrichtigsten Dank darzubringen uns [gedrungen fühlen. Friedberg am 17. August 1872. ö Für den Vorstand: Steinberger. Polizeiliche Nachrichten, bezüglich welcher die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Localpolizeibeamten und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises Recherchen anzustellen und geeigneten Falls Anzeige zu erstatten haben. 3 Gestohlen in Obbornhofen bei Verwalter Röth: ein Paar gestreifte gute Tuchhosen, eine graue Juppe mit grünen Aufschlägen, eine gesteppte seidene Mütze, ein blauer Kittel, eine Weste. Beschuldigt: Heinrich Limburg aus dem Kreise Eisenach, Großherzogthum Sachsen⸗Weimar. Derselbe ist bei Betretung anzuhalten und mit Effecten vorzuführen. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Ambros Strauß zu Friedberg wurde als Waagmeister bei der hiesigen Productenbörse in Pflichten genommen. 8 5 2 4 8 — bol 1 204 Be gerloosunt o folgen b 1) Am a Zubabe wt dem 2 1. April f. neindefasse und d. Li und daß bergütet w Bleich G1 Per 212 Die 10 Uhr, 3. Septen Carl gt Schuldenm 3 kup 1 eise 1 eh 3 Ke öffentlich Frie — Liefk 2305 J werden de 1 7²⁵ 9 8 9) 3 dreita für 1873 J) ehre 95 90 dle unter 9 — 15 * — 0 1 Hofraithe⸗Versteigerung. 2430 Montag den 16. September d. J., Vormistaas 11 Ubr, sollen in biefigem Rathbause die zum Nachfasse des Friedrich Karl Waßmuth gehötenden beiden Hofratthen: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. II. 659. 7.6. Hofratthe in der Stadt, II. 660. 23,7. Hofralthe daselbst, auf freiwilligen Antrag der Erben behufs Erbverthellung öffentlich meiftbietend verfteigert werden. Frledberg am 31. August 1872. Groß berzogliches Ortsgericht Frledberg. Fouc ar. c Verloosung pon Partial⸗ Obligationen. 2454 Bei der am 30. August J. J. stattgefundenen Verloosung der Bleichenbacher Partial Obligationen find folgende Nummern zur Abtragung gezogen worden: 1) Am 1. Januar 1873 rückzablbar Litra A. Nr. 18. 45 1000 fl. B.„ n 200 f. Or i bn, 2) Am 1. April 1873 rückzahlbar Nitra B. Nr. 63. 27. 38. 24. 22 1000 fl. Inhabern dieser Obligationen wird solches hierdurch mit dem Anfügen mitgetbeilt, daß vom 1. Januar und 1. April 1873 ab die Kapitalien bei der hiesigen Ge— meindekasse oder bei S. Findheimer in Frankfurt a. M. und D. Lißmann in Büdingen erhoben werden können und daß von diesem Tage an keine welteren Zinsen vergütet werden. Bleichenbach den 30. Auguff 1872. Großherzogliche Bürgermelsterei Bleichenbach. Bickel. Versteigerungs ⸗ Anzeige. 2512 Dienstag den 17. September d. J., Vormittags 10 Ubr, werden auf landgerichtliche Verfügung vom 3. September d. J. in der Bebausung des Gastwirths Carl Friedrich Walz dahter nachstehende zu dessen Schuldenwesen gehörende Gegenstände, als: 3 kupferne Braulessel, 1 eisernes Küblscheff mit Malzdarre, 1 esserner Roßgang, 3 Kelter und mehrere Pumpen öffentlich an den Meifibietenden verstetgert. Friedberg den 7. September 1872. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. Lieferung von Victualien ꝛc für das Landeszuchthaus. 2505 Wittwoch den 18. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, werden dahler zur Lieferung versteigert: 1) 725 Malter Kartoffeln, 2) 8 Centner Zwiebeln, 33 untererdige Kohlraben. Freitag den 20. J. Mts., Vormittags 10 Uhr, wird ür 1873 im Soumissionswege vergeben, die Lieferung von: 2 circa 20 Centner Reis, 5 5 geschälte Gerfte, 331 1118„ Kaffee, O Nudeln, I gedörtte Zwetschen, 6)„ 20 20 Maaß Mohnöl, 7)„ 6 Faß Efsig(à 100 Liter), 8)„ 45 Pfund Pfeffer, 9)„ 37 Faß Petroleum, 10)„ 50 Centner Bohnen, 11)„ 50„ Erbsen, 47„ Linsen, 13)„ Kernsetfe, 1 Qualität weiße(sind Mufler einzusenden), 14)„ 1½„ Schmierseife, 15) 1.. Salz, 16)„100 Etter Leinöl, 17)„ 50„ Rüböl, 18)„ 100„ Helltbran. Die unter pos, 1 bis 8, unter 13 und 14 und unter 18 bits 18 aufgeführten Gegenstände werden zusammen, die unter 9, 10 11, 12 und 15 aber einzeln vergeben. Schriftliche Offerten stad bis zu dem obigen Termin und zwar getrennt für die zusammen und für die einzeln u vergebenden Gegenstände, in den vor dem Directions Fureau aufgebängten„Soumissionskafien“ einzulegen und die Lieferungsbedingungen täglich von 8 bis 12 Uhr Jormittags und von 2 bis 6 Uhr Nachmittags bei unterzeichneter Direction einzusehen. 0 Marienschloß am 6. September 1872. Großherzogliche. e ce J. B. d. O.: Dr. Frith e 4 1 Lieferung eines Mantels 2541 Montag den 16. September d. J., Vormittags 0 Uhr, wird in biesigem Ratbbaufe die Lieferung eines Tlenfmantels für die Flurschützen an den Wensgssfor⸗ dernden in Accord gegeben. Frtedberg den 10. September 1872. Großherzogliche Nürgermeisteret Frtedberg. Der. Aepfel⸗Versteigerung. 2550 Mittwoch den 18. September l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, und die folgenden Tage, sollen an Ort und Stelle in den Obstbaumanlagen der Stadt Friedberg circa 400 Malter Aepfel, welche besonders zur Obstweinfabrikation geeignet sind, sowie eine große Partie feineres Tafelobst, in passenden Abtheilungen öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Zusammenkunft am viereckten Weier. 5 Friedberg den 10. September 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. en. Großherzogliche Nealschule zu Friedberg. 2467 Dienstag den 24 und Mittwoch den 25. September werden die Prüfungen im Realschulgebäude(Anfang Morgens 8 Uhr), sodann Freitag den 27. September der Aectus im Saale des Hotel Trapp(Anfang Mittags 523 Uhr) stattfinden, zu welchen Schulfeierlichkeiten wir die Eltern und Freunde der Schule hiermit ergebenst einladen. Nachrichten über Anmeldungen neu aufzunehmender Schüler werden wir im Verlaufe der Ferien nächstens mittheilen, Großherzogliche Direction der Realschule zu Friedberg. Dr. Möller The dinger Manufacturing Ce. Jen-Lork. Größte Nähmaschinen⸗Fabrik der Welt, hat im Jahre 1871 181,260 Stuck verkauft und empfiehlt hiermit ihre, vom besten Material und durch die vollkommensten Hilfsmaschinen hergestellten B. A. Jamilien-Maschinen und Handwerker- Maschinen zu billigen und festen Preisen unter reeller Garantie und mit Ursprungs— Attest versehen. Georg Sellin un Friedberg. Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft. Directe Post-Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG A NEW-TORR vermittelst der Post⸗Dampfschiffe Cimbria, Mitiwech, 25. Sept. Frisia, Mittwoch, 9. October. Silesia, Mitiwoch, 2. October. Morgens. Westphalia, Minwoch, 16. Oct. Allemannia, Sonnabend, 5. Oet. Holsatia, Miuiwoch, 23. October. Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Crt. Rthlr. 165, Zweite Cajüte Pr. Crt. Riblr. 100, Zwischendeck Pr. Crit. Rthlr. 58. Näheres bei dem Schiffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Hamburg, sowie den allein für das Großherzogthum Hessen zum Abschluß von Ueberfahrtsver⸗ trägen concessionirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie F. J. Bothof in Mainz (früher Carl Racké& Cie.) Friedberg bei Chr. Hecht. Morgens. 25 Die deliebten Stollwerek'schen Brust- Bonbons 48 N aus der Fabrik des Hoflieferanten Franz Stollwerck in Köln a. Nh. gegen Husten, Helserkett, Verschleimung c. bringe in empfehlende Erinnerung. in Friedberg bei Wilh. Fertsch. Schule für Damen! 2522 Junge Mädchen, die das Maaßnehmen, Zeichnen, Zuschneiden aller vorkommenden Damenkleider nach einer neuen, auch für die Ungeübtesten leicht faßlichen Methode erlernen wollen, können sich an einem am 20. d. M. beginnenden Cursus betheiligen. Nähere Auskunft, sowie Anmeldungen sind zu erfragen bei Stets vorrätbig 2406 Ich empfeble mein reichhaltiges Lager in Weißwagren. Gardinen, Cattun, sowie alle Arten Kleiderstoffe ꝛc. ꝛc. J. H. Haußer vormals R. E. Haufsser, 61. Töngesgasse. Frankfurt a M. Töngesgasse 61. AUeuc hol. Pollhäringe! Herrenkragen Wilh. Fertsch. und Manschetten ze. bei K. Friedrich neben der Post. 2098 bei Ossenheimer Wäldchen. Kirchweihsest dahier statt. Für Platz ist bestens gesorgt. Freundlich ladet ein G. F. Korndörfer. 2530 Nachsten Sonntag als am 15. d. M. findet bei Harmonie- und Tanzmusik das 5 Hretwillige Bürger ⸗Feuerwehr. 2576 Sonntag den 15. d., Morgens 7 Uhr, Ausrücken. Sammlung am Sprttzenhaus. Georg Hileronimus. Lundwirthschaftlicher Consumperein Kiedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Waarenbestellung. 2544 Nach Beschluß der Generalversammlung vom 11. August d. stellungen auf nachfolgende Gegenstände erfolgen: A. Saatfrucht: B. Kleesamen: Zeeländer Roggen, Deutscher rother, Johannis- Roggen, Luzerne. Probsteter Waizen, C. Palmmehl. „ Zeeländer Waizen, DD. Steinkohlen. e Hallets genealogischer Waizen, E. Kartoffeln: e Probsteier Gerste, Sächsische Zwiebelkartoffel, e Probsteier Hafer, Rio⸗Frio, i Vogelsberger Hafer, Chardon. i Waldecker Hafer. F. Kaffee. Fi G. Petroleum. e Anmeldungen haben bis zum 29. d. Mets. zu geschehen. 1 Anmeldungsformulare sind bei Cassier Faatz dahier zu erhalten. 10 die in dem Bestellzettel angegebenen Anzahlungen beizufügen. e Saatfrucht, Kaffee, Palmmehl und Kleesamen in 50 Kilo= 1 Centner; i 1 Waggon= 200 Centner; bei Petroleum in 1 Faß. i Friedberg den 11. September 1872. I Landwirthschaftlicher Consumverein Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Was den. Aundwirthschastliche Ausstellung in Mainz vom 17. bis 22. September l. J. in der neu errichteten Halle auf dem Schloßplatze. Feierliche Eröffnung der Ausstellung Dienstag den 17. September, Morgens 8 Ubr. Preisvertheilung Donnerstag den 19. September, Vormittags 10 Uhr im Ausstellungslokale, dabei Vorführung der prämiirten Thiere. Außer den Ehrenpreisen, welche Se. Kgl. Hoheit der Großherzog, sowie Mitglieder des Großherzoglichen Hauses für die besten Leistungen auf dieser Ausstellung zu destimmen geruhten, kommen die von der Stadt Mainz und dem Verwaltungsrathe der Hessischen Ludwigsbahn gegebenen Ehrenpreise, sowie eine größere Zab! Geldpreise, Medaillen und Diplome zur Vertbeilung. Schluß der Ausstellung Sonntag den 22. September, Abends 5 Uhr. Verloosung von in der Ausstellung angekauften Gegenständen, als: Vieh, Pflanzen, Garten und anderen Geräthen, Maschinen ꝛc. ꝛe., Montag den 23. September, Vormittags.— Loose à 36 Kreuzer sind bei den Agenten und im Ausstellungslokale zu baben. Eintrittspreis 18 kr. Kinder unter 14 Jahren 9 kr. Bei gleichzeitiger Lösung eines Ausstellungsbillets gewährt die Hess. Ludwigsbahn von allen ihren Stationen freie Rückfahrt auf einfaches Billet. Mainz, 4. September 1872. f 2476 Das Ausstellungs⸗Comité&. Local-Gewerbe- und Industrie-Ausstellung u Worms. 2500 Den verehrlichen Besuchern 3a localen Gewerbe- und Industrie-Ausstellung zu Worms machen wir hiermit die ergebene Anzeige, daß sämmtliche Stationen der hessischen Ludwigs⸗ bahn, sowie die Stationen Bobenheim, Frankenthal, Oggersheim, Ludwigshafen, Speyer, Neustadt, Dürkbeim, Landau, Weißenburg, Lambrecht, Kaiserslautern und Zweibrücken der pfälzischen Eisenbahnen, bei gleichzeitiger Lösung von Ausstellungsbilleten einfache Fahr⸗ karten ausgeben, die zur freien Rückfahrt berechtigen. Die Eröffnung findet statt am 11. Sertember, Morgens 11 Uhr. Der Eintrittspreis ist auf 12 kr. à Person festgesetzt. Einem zahlreichen Besuche sieht entgegen Das Gesammt⸗Comité der localen Gewerbe- und Industrie-Ausstellung. Porschuß- und Credit-Vercin zu Kriedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) 2450 Um vielen Anfragen zu begegnen, zeigen wir an, daß wir uns auch mit dem An⸗ und Verkauf von Staatspapieren, Aetien, Loosen, Coupons ꝛe. unter der Zuficherung billiger Provisionssätze und prompter Bedienung befassen. Der Vorstand: J. sollen die nächsten Be⸗ Den Bestellungen sind Die Waare neinheit bestebt bei bei Steinkohlen in 2573 Dank dem Freunde unserer Capelle für die über⸗ 1180 Gedenktafel zu unserem ersten, am 9. Oktober d. J. stattfindenden Jahrestag. Die Capelle Schellhaas. Kirchweihfest, Dorheim. 2583 Sonntag den 15. und Montag den 16. d. M. ist in meinem Saale gut besetzte Tanzmufsik anzutreffen. Auch wird bei dieser Gelegenheit eine filberne Taschen⸗ uhr auf meiner Kegelbahn ausgespielt Es ladet höflichst ein Dorheim am 12. September 1872. Konr. Bingel. Gastwirih. * 2 2 2 Kirchweihfestu nieder-Mörlen. 2570 Sonntag den 15. und Montag den 16. d. M. findet dei dem Unierzeichneten gut N Tanzmusfik flat. Auch wird Sonntag den 22. d. M. bei dem: selben ein Hammel herausgekegelt. Für gute Speisen und Getränke 1 beffens gesorgt. Hierzu lader höflich ein Franz Dietz III., Lehrer-Conferenz. 2557 Seetion Ockstadt. Mittwoch den 18. September.(Bücherablieferung.) lepskuchen! 2402 dels frisch von der 100 7 Wilh. Fertsch. Feinstes Vorschußmehl 2578 billigst bei Friedberg. M. D. Loeb. Vorzügliche Ruhrkohlen find stets bei mir zu haben. Ph. Dan Kümmich. Pariser Pendules 2311 Friedberg. 2543 noch zum alten Preis ohne Ausschlag. L. Hanau, Hofuhrmacher und Goldarbeiter. 2487 Alle Sorten Tafel-, Wand-, Küchen- u. Hängelampen, sowte auch alle Lampentheile einzeln bringe ich zu billigen Preisen in empfehlende Erinnerung. Georg Groß. Kirchliche Amzeigen für Priedberg. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. 16. Sonntag nach Trinitatis. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Helfrich. Nachmittags: Herr Pfarrer Köhler. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Baur. Nachm.: Kalechismusgottesdtenst Herr Pfarrer Diegel. Katholische Gemeinde. Samstag um 5 Uhr Nachmittags Beichte. 17. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags: ½9 Uhr Hochamt und Predigt, 5 Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Morgens 7 Uhr. Die Ordens versammlung wird erst Sonntag den 29. September abgehalten. Einladung. Sonntag den 22, September, Nachmittags 3 Uhr, wird in Nieder⸗Mörlen eine katholische Volks⸗ und Vereins versammlung abgehalten, wozu alle katholischen Männer und Jünglinge von nahe und ferne mit der Bitte um recht zahlreiche Betheiligung ergebenst eingeladen werden. 40 Fr. Hecht. Ermus. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlog von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs-Blatt Nr. 37, Praktischer Rathgeber Nr. 8 und eine Beilage.) 1 1 Gaftwirth zum weshen Roß. Fri 3 lh fad, gam then deß H des G v. S Inner des J lof, in Ri Dat. Nichereg 1 bon dem Mbeikekes ur Berat 4 f die! Wirksamf, Oiganisat auf Grun Orgamssaf erschienen, Leuben tre. — 1 unterm 1 5 heute J v. Lindel zu derselb Frack erf Erledigu Ansprac personal neuen llexieco b Il, .—— G—ę—(„———.— Seilage. L 108. Oberhessischer Amzeiger. Deutsches Reich. Friedberg, 13. Sept., Nachmittags 3 Uhr. Soeben erhalten wir aus Darm- stadt, 2 Uhr 49 Min., folgendes Tele- gramm: Geheimerath Hofmann wurde Minister des Hauses und Aeußern sowie Präsident des Gesammtministeriums, Ministerialrath v. Starck Direktor des Ministeriums des Innern, Hofgerichtsrath Kempf Direktor Linde⸗ sind des Ministeriums der Justiz. v. lof, Franck, v. Rodenstein in Ruhestand versetzt. Darmstadt. Wie man hört, wird von der Reichsregierung in Kürze dem Bundesrathe ein von dem preußischen Handelem'nisterium aus ge⸗ arbeitetes Gewerbesteuergesetz für das deutsche Reich zur Berathung vorgelegt werden.— Mit Rücksicht auf die mit dem 1. October l. J. in Hessen in Wirksamkeit tretende Aenderung in der Territorial⸗ Organisation der Distriets ⸗Einnehmereien, sowie auf Grund gemachter Erfahrungen ist eine neue Organtsation des Steueraufsichtspersonals nunmehr erschienen. Djeselbe wird am 1. Oct. d. J. ins Leben treten und zunächst nur eine provisorische sein. — Dem„Frankf. J.“ schreibt man von hier unterm 10. d.: Das jetzige Justizministerium hielt heute Morgen seine letzte Sitzung. Minister v. Lindelof und Geh. Staatsrath Franck waren zu derselben nicht in Unisorm, sondern im schwarzen Frack erschienen und verabschiedeten sich nach der Erledigung der dringendsten Geschäfte durch eine Ansprache von den Secretären und dem Kanzlei— personal. — Sicherem Vernehmen nach soll nach der neuen Artillerie-Organisation unser hessisches Ar- tilleriecorps auf ein Feldartillerieregiment gebracht werden, während die reitende Batterie aufge⸗ löst würde. * Aus Oberhessen. Die am 11. d. in Frankfurt stattgehabte Versammlung evangelischer Geistlichen aus dem Großberzogthum Hessen war von etwa 100 Geistlichen der drel Provinzen be— sucht. Die Versammlung, geleitet von Professor Dr. Köhler aus Friedberg, beschloß eine Ein— gabe an den Großherzog und eine zweite an die Landstände zu richten, in welchen ein Minimal- gehalt von 1000 fl. und Alterszulagen von je 5 Jahren zu 5 Jahren von 150 fl. bis zum Maximalgehalt von 2000 fl. für die evangelischen Geistlichen gefordert werden. Berlin. Die„Kreuz⸗Zeitung“ meldet, daß Kaiser Wilhelm einige Tage nach der Rückkehr von Westpreußen sich nach Baden-Baden begeben wirb, wo die Kaiserin nächster Tage ihren Aufent- halt nimmt. 11. Sept. Der Kaiser von Oesterreich trat Abends um 8 Uhr die Abreise nach Wien vom Görlitzer Bahnhof an, wohin ihn Kaiser Wilbelm geleitete. Auf der Fahrt nach dem Verabschiedung trug den herzlichsten Charakter. 12. Sept. Kaiser Wilhelm und Kaiser Alexander, die Großfürsten Nicolaus und Wladimir reisten heute früh um 7 Uhr gemeinschaftlich ab. In der Begleitung des Kaisers Wilbelm auf seiner Reise nach Marienburg befanden sich der Kron⸗ prinz und Prinz Carl. Beide Kaiser fuhren ge— meinschaftlich nach dem Bahnhof und wurden trotz des regnerischen Wetters und frühen Morgens von zahlreichen Menschenmassen mit den wärmsten Zurufen begrüßt. Der Großfürst-Thronfolger reiste bereits gestern Abend zu seiner Gemahlin nach fopenhagen ab. — Die bier anwesenden fürstlichen Gäste sind am 12. b. fast sämmtlich abgerelst. Auch Fücst Gortschakoff kehrte nach Petersburg zurück. Bahnhof wurden die Monarchen von dem sehr zahlreichen Publikum aufs Wärmste begrüßt Die — Wie der„Voss. Ztg.“„ein Augenzeuge“ schreibt, ist Graf Moltke bei der Fahrt zu dem Feste in Potsdam(am Sonntag) beim Heraus- springen aus dem Eisenbahncoupé gefallen, und zwar ziemlich heftig auf den Kopf. Doch versicherte er den Umstehenden, daß er keinen Schmerz empfinde. — Die„Spener'sche Zeitung“ berichtet über die Ueberreichung der Ehrenbürgerdiplome an den Fürsten Bismarck und den Grafen Moltke Folgen⸗ des. Fürst Bismaick äußerte über die Drei— Kaiser-Zusammenkunft: Die Thatsache derselben werde überall als ein den Frieden verbürgender Abschluß der bisherigen großen Ereignisse ange— sehen werden. Der allgemeine Glaube an den Frieden sei für die emporblühende Gewerbthätigkeit ebenso wichtig als die Erhaltung des Friedens selbst. Diese Bedeutung der Drei- Kaiser-Zu— sammenkunft scheine auch von der Bevölkerung ge⸗ fühlt und anerkannt zu werden. Die kaiserlichen Gäste seien von ihrer warmen Aufnahme in Berlin höchst befriedigt. Graf Moltke bezeichnete als Schwerpunkt der Entrevue ebenfalls die Befesti⸗ gung des Vertrauens auf den Frieden, worin die Nation mit Recht den Werth dieses Ereignisses finde. — Bei dem großen Zapfenstreich gelegent- lich der Drei-Kaiser-Zusammenkunft hat sich ein schweres Unglück ereignet, das bedeutender ist, als die ersten Nachrichten über dasselbe annehmen ließen. Nach der deutschen Reichscorrespondenz sind zwanzig Personen als todt und noch mehr als schwer verwundet gemeldet. Der amtliche Polizeirapport nennt bis jetzt die Namen von 8 Unglücklichen, welche todtgedrückt und von 10 Schwerverwundeten. In der„Staatsbürger⸗ Zeitung“ wird der Sachverhalt in folgender Weise angegeben: Von Augenzeugen wird uns versichert, daß die beklagenswerthe Catastrophe hauptsächlich durch unzweckmäßige Anordnungen Seitens der FE herbeigeführt worden ist; denn bis zum Anmarsch der Musikcerps war dem Publikum die Besetzung der Schloßbrücke freigegeben, im Mo— ment des Abmarsches aber deren Räumung ur— plötzlich und mit rücksichtsloser Wucht bewirkt, daß die Menschenmasse von dort unter tausendfachem Hülfegeschrei als unentwirrbarer Knäuel gegen die vor der Schloßfreiheit aufgestellte Menge gedrängt, wurden. Bei dem ersten Anprall wurde ein un— bespannter Arbeitswagen, der dort als Tribüne aufgestellt und von 16 Personen besetzt war, förm⸗ lich zusammengedrückt, so daß die auf demselben befindlich gewesenen Zuschauer zu Boden stürzten und von den sich nachwälzenden Menschenmassen zertreten wurden. Als nun noch gar berittene Schutzleute in diesen Knäuel hineinsprengten, stieg die Verwirrung auf das Höchste, das Aechzen und Stöhnen der am Boden liegenden Verwundeten wurde von grellem Angstgeschrei übertönt, während kaum, einige hundert Schritte von der Stätte des Schreckens entfernt, die Musik muntere Märsche aufspielte und das freudige Hurrah des ahnungs⸗ losen Publikums erscholl. Breslau. Die„Breslauer Zeitung“ meldet: Die Generalversammlung der Katholiken Deutsch— lands nahm in ihrer Sitzung den Antrag an, die Katholiken Deutschlands aufzufordern, den An— dachten häufig beizuwohnen, ferner den Antrag, eine Adresse an die in Fulda versammelt ge— wesenen Bischöfe Deutschlands zu erlassen und denselben unbedingte Treue gegen die Kirche und ihre Hirten auszusprechen und sie um Unterstützung der Vereinsbestrebungen zu bitten. Außerdem wurde die Erweiterung, resp. die Einführung der Michaels Bruderschaft, sowie des Kaverius-Missionswesens dringend empfohlen — Von der Katholikenversammlung wurden weitere Anträge angenommen, betreffend die Grün— dung eines Lokalcomites des Bonifaeiusvereins und die Bildung von Standes- und Familien— Einigungen. Die Versammlung nahm darauf eine Reihe von Anträgen des Domherrn Moufang (Mainz) über die sociale Frage an, welche sich beziehen auf die Gründung von Einrichtungen, um die Arbeiter der Verarmung zu entziehen, Er⸗ richtung von Pfandleihanstalten und Sparkassen und Bildung von Vorschuß- und Consumvereinen auf christlicher Grundlage. Endlich wird die Be— theiligung an dem Raphaelvereine zum Schutze der Auswanderer dringend empfohlen. Fulda. Zur Bischofsconferenz sind ange⸗ meldet die Bischöfe von Limburg, Paderborn, Mainz, Eichstädt und der Erzbischof von Bamberg. Auch diesmal wird den Kirchenfürsten Seitens der Stadt kein Empfang bereitet. München. Gasser soll folgende Ministerliste vorgelegt haben: Gasser Acußeres, Lipowski Inneres, Lobkowitz Finanzen, Lerchenfeld Cultus, Völdern⸗ dorff Justiz, Walther Krieg. Die Entscheidung des Königs ist noch nicht erfolgt. Ausland. Frankreich. Paris. Die Nachrichten über das Ergebniß der indirecten Steuern, auf welche die Regierung ihr Budget etablirt hat, fahren fort, ungünstig zu sein. Der Verkauf von feinen Cigarren z. B. hat seit der erhöhten Steuer um 40 Procent abgenommen. Das Erträgniß der Briefmarken hat sich gleichfalls bedeutend verringert. In der Versendung von Mustern ist eine enorme Abnahme eingetreten. Im ersten Quartal des Jahres 1870 liefen in die französischen Häfen 11266 fremde Schiffe mit einem Gehalte von 2,342,711 Tonnen ein. In dem entsprechenden Quartale dieses Jahres betrug die Anzahl der in die hiesigen Häfen eingelaufenen fremden Schiffe blos 9863 mit 2,182,405 Tonnengehalt. Das sind die Folgen der erhöhten Steuern. — Den Nachrichten aus Neu⸗Caledonien zu⸗ folge sind die ersten Deportirten bereits dort ein⸗ getroffen, und auf der Insel des Pius und Halb- insel Ducos, 7 Kilom. von der Hauptstadt Nouméa untergebracht worden. Die Regierung hat dem Gouverneur befohlen, die Deportirten nicht zu strenge zu behandeln, und es ihnen an Lebens- mitteln nicht fehlen zu lassen. Das Clima ist dort nicht so schlecht, als es manche Journale ge— schildert haben. Man wird den Deportirten auch die benachbarte Insel Maré einräumen, welche sehr fruchtbar ist. — Am 7. Oktober wird das Monopol der Fabrikation von Zündhölzchen öffentlich an den Meistbietenden vergeben werden. Jeder Bewerber muß vorher eine Million Frances deponiren. — Die Verleger von Almanache für 1873 sind benachrichtigt worden, daß nur solche den Colportagestempel erhalten werden, welche weder etwas über die Commune und die„Prussiens“, noch Portraits von dem Kaiser Wilhelm, dem General von Moltke, dem Ex-Empereur, dem Grafen v. Chambord und den Orleans enthalten. — Die„Döbats“ bringen einen Artikel über die Kaiserbegegnung, worin als Hauptresultat dieses politischen Ereignisses die Thatsache con— statirt wird, daß der Schwerpunkt der continen- talen Politik fortan von Paris und London nach Berlin verlegt sei. Frankreich habe sich diese Wendung selbst zuzuschreiben. Frankfurt. Wie verlautet, soll vou bier aus nochmals das Ersuchen an den Magistrat gerichtet werden, bei der k. Regierung Schritte zur einstweiligen Erbaltung der Stadilotterie zu thun. Die Frankfurter meinen, die Braunschweiger und Berliner Lotterien, welche auch ferner sortbestehen dürfen, seien beide nicht mehr und weniger unsüitlich, als die hiesige, und wäre deßhalb kein Grund vorbanden, die letztere allein aufzuheben. In Breitenbrunn im Odenwald starb am 2. Sept. ein S6jähriger Invalide, Namens Johann Balthasar Lauten⸗ schläger, der seiner Zeit die Napoleonischen Kriege als hessischer Chevauxlegers mitmachte und am 22. Mai 1809 in der Schlacht bei Aspern in einem ußerst kritischen Momente Napoleon, als er von den Feinden umzingelt war, zu Hülfe kam und ihn aus seiner gefährlichen Lage befreite. Der Tapfere vorlor dabei einen Arm, bezog aber von Frankreich eine jährliche Reute von 1200 Fres. Mainz. Ju dem Hause eines Metzgers auf der Augustinerstraße explodirte am 10. d. Nachmittags ein Küchenherd. Mit einem gewaltigen Schlage fuhren Mauer⸗ werk und schwere Eisenplatten an die Wände der Küche, und ein dicker Qualm erfüllte das ganze Haus. Die Ur⸗ sache dieser eigenthümlichen Erscheinung ist bis jetzt unbe⸗ kannt; man vermutbet, daß sich eine Quantität Spreng⸗ pulver in den Koblen defunden habe. Aus Winkel wird dem„Rh. K.“ über einen in der Nacht vom 9. auf 10. d. daselbst verübten Raubmord geschrieben: Eine mit ihrem Dienstmädchen allein lebende vermögende ältere Person fand man heute Morgen im Blute schwimmend und mit einer Axt ermordet. Die Geldschubladen standen offen ohne ihres Inhaltes entleert zu sein. Vermuthlich war die Hausbesitzerin bei der An⸗ wesenbeit der Diebe erwacht und haite dieselben erkannt und diese baben ihr dann mit einem Mordinstrument den Mund verschlossen. Die Untersuchung ist bereits im Gange. Die Ermordete heißt Leyendecker. Man glaubt in dem Tbäter den in Frankfurt entsprungeuen, dieser Tage in Wiesbaden gesehenen Raubmörder Völker vermuthen zu müssen. Böden Böden Vor einigen Abenden entdeckte ein englischer Advocat, der Praxis im Veriheidigen von Spitz⸗ buben hat, nicht weniger als„14 englische Taschendiebe“, die Cigarren rauchend und Tabak kauend bei einander vor der Ristauration saßen. Darum ist es auch nicht zu verwundern, wenn jeden Abend in den Spielsälen Porte⸗ seuilles mit Geld abhanden kommen, und auf dem ersten Renntage stiegen die auf diese Art verlorenen Summen zu einem hohen Betrage. Zwei von diesen Gesellen wurden auch am Abend in den Spielsälen bei neuen Versuchen ertappt und soll dem Vernehmen nach über ihre Stellung in den Kreisen der Escamoteurs kein Zweifel existiren. Berlin. In der Concurrenz für Entwürse zu einem Nationaldenkmal auf dem Niederwald sind eingegangen: 12 Modelle, und zwar S architectonische und 4 ins Bereich der Sculpiur gehörige; sowie 17 Entwürfe in Z ichnungen, welche ausschließlich architectonisch gehallen sind. Die Austellung der Entwürfe im Locale der kal. Academie der Künste beginnt wahrscheinlich am 8. September und dauert vier Wochen. 8 Aus der Schweiz. Wie der„Landschaftler“ erzählt ist letzter Tage der Gemeinde Ziesen(in Baß lland) von Frankfurt aus eine Kiste zugekommen, in welcher sich unter Kleidern der Leichnam eines etwa 6 Monate alien Kindes befand. Als Thäterin ist eine übelbeleumundete, wegen Kindsmord bereiis bestrafte Bürgerin der Gemeinde verdächtig. Die Untersuchung ist sowohl in Frankfurt wie n Baselland im Gange. D. Frankfurt a. M., 12. S piember. Die heutige Börse zeigte wieder eine elwas freundlichere Physiognomie, indem der Geldstand wieder besser und die Aus sichten für den Medio minder schwierig geworden sind. Da auch Berlin mehr Zuversicht an den Tag legt und die befürchtete * Discontoerhöhung in London nicht statt fand, stellte sich auch bier wieder mebr Kauflust ein, die sich zunächst für Creditactien und Staatsbahn documenkirte, so daß erstere ca. 2½ fl. anzogen. Bei Staatsbahn konnte man wieder Börsenlogik studiren, auf eine Mindereinnahme von 130 000 fl. für die letzte Woche zahlte man 2—3 fl. mehr! „Erklärt mir Graf Oerindur diesen Zwiespalt der Natur.“ Lombarden anhaltend beliebt und sest bei 230, Auch für Banken machte sich heute mehr Animo bemerklich als gestern, ohne daß jedoch die Course wesentlichere Avancen zu erringen vermochten. Am beliebtesten sind immer noch hiesige Instiiute von denen Bankverein, Deutsche Effecten⸗ bank, Baubank und Deuische Handelsgesellschaft in erster Linie stehen und für süddeutsche Private aus dem Markl genommen werden. Indeß bat heute nur Effectenbank eine Preisaufbesserung von 1% aufzuweisen, während die übeigen das gestrige Coursniveau sesthielten. Ockerr. Nationalbank und Provinzialdisconto, ebenso Darmstädter und Maininger beliebt. Schlesißßhe Vereinsbank war heute ½0% über Emissionscours offerirt. Von Bahnactien waren beute ungarische Sorten, wie Ungarisch-Galizische und Donau-Drau recht gut gefragt. Elisabeth anhaltend fest. Oberhessen nicht unbeliebt und alte bayr. Ostbahn 3 beachtet. Auch bei Prioritäten, in welchen das ungarische Element die Vorhand hatte, war heute wieder mehr Ge— schäft. Oesterr. Renten, Loose und Amerskaner unverändert. Productenbörse zu Friedberg daher ging das Geschäft recht lebhaft und stellten sich folgende Preise: loco Waizen gute Qualität fl. 14. 25. geringere 95 fl. 14.— Korn, fl. 9. 20. Gerste, fl. 10. 15. Hafer, fl. 7. 5. Mohnsamen, fl. 24. Alles 200 Pfund= 100 Kilo. Nächste Börse Donnerstag den 19. September. Theater. Die hier noch verweilenden Schauspieler Herr Jung Theatervorstellungen zu arrangiren.— Indem dadurch vielfach laut gewordenen Wünschen entsprochen wird, und das Programm unter Verwendung dieser besten Kräfte mit Zuziehung von Damenpersonal gut durchführbar und vielversprechend ist, so dürfte es den uns Liebgewordenen 8 9 am 12. September* Die Productenbörse war stark besucht, auch Producenten 85 hatten sich zahlreich eingefunden mit Fuhren und Proben, und Herr Köckert erhielten die Genehmigung, noch zwei 5 Die Verloosung zum Besten der katbolischen Kirche in Bad⸗ Nauheim wird Donnerstag, 19. Sep: tember, Nachmittags 2 Uhr, im alten Kursaal in Bad⸗Nauheim unter polizeilicher Auf⸗ sicht stattfinden. Friedberg am 13. September 1872. Gabel, Pfarrer. 2 0 Der Wahrheit die Ehre! Vor einigen Wocben übersandten Sie die Pa- raischen Klostermittel für die Frau Sperling von hier gegen tief eingewurzeltes Leiden ihrer Tochter, die Mittel haben mit Gottes Hilfe wunderbar geholfen, Auf Grund dessen hoffe auch ich Abhilfe meines alten Leidens durch dieselben zu erhalten u. s. W Nr. 1540. Pelplin. SzotowWSs k y, Pfarrer. Was den Erfolg anbetrifft, so spüre ich eine merkliche Erleichterung. lech schliesse hieran die Bitte um weitere Zusendung, um das eingewurzelte Uebel jetzt auch gründlich zu be- seitigen. Nr. 1540. Pelplin. Szotowsky, Pfarrer. 90 80 Zunächst meinen herzlichen Dank mit der er- gebensten Meldung, dass ich eine bedeutende Besserung verspüre. Der Flechtenaus- schlag hat sich schon ziemlich ver- loren. Während ich früher an Schlaflosigkeit und Appetitmangel litt, habe ich jetzt ziemlich guten Schlaf und normalen Appetit u. s. w. Jezewo bei Leskowitz. Steinig ke, Pfarrer. Die Paraischen Klostermittel bei Epilepsie, Frauenkrankheiten, Flechten, Hämorrhoiden, Im- potenz Rheumatismus, Verdauungsschwäche, Syphylis und Wassersucht sicher und dauernd wirkend, sind zu beziehen durch den General- Correspondenten Herrn Dr. Kietz in Duis- burg am Rhein. 2558 ECC ⁰ 3 ²˙—w- ę]q ́‚..... 2575 Wir suchen einen angehenden Commis für unser vor ihrem Scheiden an Zuspruch nicht fehlen. Lager und Comptoir. 5 Friedberg. Gebrüder Groedel. O bst⸗Versteigerung. 2489 Dienstag den 17. September l. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, soll das der Gemeinde Schwalheim zufsehende Obst, bestehend in a. circa 325 Malter Aepfeln, 8% 10% Birnen, 9 38. Nüssen, in mehreren Abtheilungen öffentlich meistbietend ver— steigert werden. Schwalheim den 6. September 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Schwalheim. Hen sei Pferde⸗Verstergerung. 2519 Montag den 16. September er., Vormittags 10 Übr, werden in der Dragonercaserne zu Butz bach circa 25 zum Cavalleriedienstie unbrauchbare Reiipferde gegen Baarzohlung verstelgert werden. C. QO. Langen den 9. September 1872. von Stockhausen, Rittmeister und Escadronschef. O bst⸗Versteigerung. 2520 Montag den 16. d. Mis. Mutags 1 Uhr, soll das der hüsigen Geweinde zustehende Obst, Aepfel und Birnen, in Abtheilungen verstelgert werden, die feineren Sorten werden baumweise ausgebolen. Rödgen im Kr. Fr. den 9. September 1872. Pi meide n bereie Rödgen. 0. Versteigerung von Maurermaterialien. 2563 Die zur Erbauung eines neuen Haftlokals zu Butz⸗ bach erforderlichen Maurermaterialen(weiche im Herbste und im Laufe des Winters anzufahren sind) sollen Donners tag den 19. J. Mis, Nachmittags 1 Uhr, in dem Wirth⸗ schaftsgebäude des Herrin Melchtor zu Batzbach unter den vor der Verfleigerung vorgelesenen Bedingungen an den Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden: 1) 680 Cubikmeter R ckenderger Sand⸗ steine(oder Pohl und Kirch Gönser 3 21 Kaiksteine] veranschlagt zu 6 fl.— kr. 2) 27000 Stück Russensteine 324„— 3) 270 Bütten Faik 540„—„ 4) 156 Cubikmeter Rockenberger Sand 260„—„ Ote Bedingungen und Voranschlag können auch bis zur Versteigerung täglich auf unlerzeichnetem Bureau eingesehen werden. Frtedbergß am 10. September 1872. Großherzoaliches Kretsbauamt Friedberg. In Ve a hinderung des reisbaumeisters. Schnitzel, Bauacceffiß. Immobiliar⸗Versteigerung. 2579 Montag den 30. September d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathbause auf freiwilligen Antrag die den Erben des verstorbenen Heinrich Wilhelm und Christoph Weckerling dahter ge⸗ hörenden Güterstücke, in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung gelegen, nochmals öffentlich meistbietend verstefgert werden.. Friedberg den 13. September 1872. Großherzogliches Ortsgerichts Friedberg. Fo uca'r Immobiliar⸗Versteigerung. 2580 Dienstag den 24. September l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in biefigem Rathbause auf freiwilligen Antrag die nachverzeichneten Gülerstücke, dein Gr. Land⸗ gerichtsassessor Fritz gehörend, in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung gelegen, nämlich: Gemarkung Frledberg. Flur. Nr. Kiftr. 9. 105. 949. Acker auf der Sauweide. 10. 18. 271.„ im Lachenfeld. 10. 287. 348.„ Krummgewann. 11. 127. 469.„ Lachenfeld. Gemarkung Fauerbach b. Fr. Nr. Rth. 19. 121. Acker an der Wingertsgasse. 11. 169½.„ an der Sauerbornshöhle öffentlich meisbietend versteigert werden, mit dem An⸗ fügen, daßnureine Versteigerungstattfindet. Friedberg den 13. September 1872. Großberzegliche Bürgermeisterei Frsedberg. Foucar. O bst-Versteigerung. 2568 Dten gag den 17. d. Mis., des Mittags um 12 Uhr, soll das Gemeindeobst, bestehend in Aepfeln und Birnen, abtheilungsweis an die Meistbietenden auf Ort und Stelle versteigert werden. Die Zusammenkunft ist in der Zweschendorfgasse. Ockstadt den 11. September 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Ockstadt. Gröninger. Aepfel⸗Versteigerung. 2547 Freitag den 20. September d. J. Vormittags 10 Uhr, sollen die der biesigen Gemeinde gebörigen Aepfel, circa 150 bis 200 Malter, stammweise versteigert werden. Berstadt den 9. September 1872. Großberzogliche Bürgermeisterei Berstadt. Güter ⸗ Verpachtung. 2546 um 9 Uhr anfangend, sollen in hiesigem Rathhause die Gemarkungen, Fauerbach, Ockstadt und Friedberg, welche unmittelbar nach der Erndte leihfällig werden, ander⸗ weitig auf 9 Jahre öffentlich parzellenweise verpachtet werden. Friedberg den 10. September 1872. Der Großherzogliche Beigeordnete Stein bhäußer. O bst⸗-Versteigerung. 2548 Mittwoch den 18. d. M., des Morgens 10 Uhr, soll das hiesige Gemeinde ⸗Obfl, beftehend in Aepfeln und Birnen, darunter sich gute Sorten befinden, öffent⸗ lich an Ort und Stelle versteigert werden. Dorheim den 10. September 1872. Großherzogliche N Dorheim. e u 5. Bekannt machung. 2549 Dienstag den 17. d. M., des Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhaus ein zum Schlachten geeigneter Gemeinde⸗Faselochs öffentlich versteigert werden. Dorheim den 10. September 1872. Großherzogliche e Dorheim. e u 5. Aepfel⸗Versteigerung. 2551 Nächfikommenden Montag den 16. J. M., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, sollen die der hiesigen Gemeinde gehörigen Aepfel in Abtheilungen an Ort und Stelle meifibietend versteigert werden. Zusammenkunft in loco Ober⸗Wöllstadt. Ober⸗Wöllstadt den 10. September 1872. Groß berzogliche Burgermeisterei Ober⸗Wöllstadt. Feuerbach. O bst⸗Versteigerung. 2366 Frettag den 20. d. Mis. von Morgens 9 Uhr ab, wird das gemeiabeitliche Obst bestehend in: ca. 50 Malter Aepfel, 1„ Birnen und 32„ Zwetschen in passenden Abiheilungen an Ott und Stelle meist⸗ bietend verstelgert und der Anfang an der Steingasse gemacht. Bad ⸗Nanheim am 12. September 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad⸗Nauheim. Well. Schutt. Dienstag den 24. September d. J., Vormittags zur ersten Pfarret dabier gebörenden Güterstücke in den lich men Wo 2585 anfang siehend Birne d0 82 2 8 S 1 mis ür dun Hroedel. — 1119 V Sermitiags ehause dit andet⸗ rdte — lich meistbietend versteigert werden. Wirtyschasts-Verpachtung. —————a „ 1 2554 Donnerflag den 19. d. M., Vormittags 11½ Ubr, wird auf hiesigem Rathhause die zum Nachlaß des Gastwirtbs Jacob Schimpf II. dabier gehörige Be⸗ bausung. f bestehend aus 2 Wirthszimmern, Küche, Metzger⸗ schirne, 6 Fremdenzimmern, 2 Kammern, 4 Kellern, 1 Waschküche, 1 großen Garten mit Trinkhalle, Hof⸗ raum und Stallungen, in welcher eine frequente Wirthschaft betrieben wird, auf 6 Jahre öffentlich an den Meifidietenden verpachtet. Bad⸗ Nauheim am 11. September 1872. Großherzogliches Ortsgericht Bad⸗Nauheim. Schutt. Versteigerungs⸗ Anzeige. 2555 Nächsten Mittwoch den 18. d. M., Vormittags 11 Ubr, wird auf hbiesigem Rathbause ein gemeinhelt⸗ licher schwerer Faselochs öffentlich an den Meistbieten⸗ den verfleigert. Bad⸗Naubeim am 12. September 1872. Groß berzogliche Bürgermeifsetei Bad⸗Nauheim. Schutt. Obligations ⸗Verloosung. 2552 Von den Partial ⸗Obligattonen der israel. Ge meinde Vilbel ist die Nummer 4 à 100 fl. zur Rück zahlung auf den 31. Dezember 1872 gezogen worden. Der Inhaber derselben wird hierdurch aufgefordert, den Betrag derselben gegen Rückgabe dieser Obligation nebst den noch nicht fällig gewordenen Zinscoupons dei dem Rechner vorgenannter Gemeinde am 31. Dezember 1872 zu erheben. Vilbel am 11. September 1872. Der Vorstand der israel. Gemeinde Vilbel. Aepfel⸗Versteigerung. 2553 Mittwoch den 18. d. M., Morgens 10 Uhr, sollen die der hiefigen Gemeinde gehörigen Aepfel, circa 50 Malter, an Ort und Stelle in Abthetlungen öffent Wölfers beim den 11. September 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Wölfersheim Heyer. O bst⸗ Versteigerung. 2585 Freitag den 20. l. Mis. Mitiage um 12 Uhr anfangend, soll das hiesige gemeinheitliche Odfl, de⸗ fiebend in circa 30 Malter Aepfeln und 3— 4 Malter Birnen, in Abtheilungen meiflbietend versteigert werden. Fauerbach v. d. H. den 12. September 1872. Großberzogliche Bürgermeisterei Fauerbach. Philipps. Aepfel⸗Versteigerung. 2556 Dienstag den 17. d. Mio., Vormittags 10 Uhr, sollen die der hlefigen Gemeinde zustehenden Aepfel, circa 70 bts 80 Malter, in Abtheilungen auf Ort und Stelle meiftbietend versteigert werden. poch⸗Wetsel am 10. Septembec 1872. Groß herzogliche 8 Hoch⸗Welsel. o ber. Aepfel ⸗Versteigerung. 2562 Montag den 16. d. Mis., Nachmittags 1 Ubr, sollen auf blefigem Ratbhause die der Gemeinde gehörigen Aepfel, circa 80 bis 100 Malter, nach Gewicht, unter den dabei bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meistbtetend verfeigert werden. Bönfßadt den 11. Septemder 1872. e eee eee Bönstadt. e i bel Aepfel-⸗Versteigerung. 2567 Dienstag den 17. September, Nachmittags 2 Uhr, sollen die der hiesigen Gemeinde zustebenden Aepfel, circa 100 Malter, in Abtheilungen verstetgert werden. Rockenberg den 11. September 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Rockenberg. Krämer. Obne Mediein. Brust- und Lungen- kranke finden auf naturgemäßem Wege selbft 2 in verzweifelten und von den Aerzten für 8 2 un dbeillbar erklärten Fällen radicale Hei⸗ 2 S lung libres Leidens 55 8 2 ohne Mediein. 8 3 Nach spezieller Beschreibung der Krank- 5 beit Näheres brieflich durch Dir. J. H. Fickert, Berlin, 2013 Wallfitaße Nr. 23. Ohne Medicin. Purchsichtige Glycerinseife! 30 anerkannt beßses Mittel zur Verschönerung der Reis! Re 2571 à fl. 9 /. p Bad⸗ Nauheim. S Proben werden auf Verlangen gratis die Exped. d. Bl. vermittelt werden. 1 is! Reis! Durch besondere Gelegenheit kann ich, so lange Vorrath, offer iren: Schönen ganzen Java⸗Tafel⸗Reis, per Pfund 7 kr., bei 25 Pfund 6½ kr., bei 100 Pfund 6 kr., bei Ballen von 2 Centnern er Centner. 187 Ir Bamberger Zwetschen, per pfund 6 kr. Ph. J. Weiß. zugesandt und können bezügliche Wünsche durch Annonce! 2471 Herrn Wilbelm Fertsch baben wir den Ver kauf unserer Seifen übertragen und denselben in den Stand gesetzt zu Ortginalpreisen zu verkaufen. Frankfurt a. M. Dalton& Cie. In Zazug auf Vorssebendes empfeble Elycerin⸗ seifen⸗ Abfall das Pfund 30 kr. Toilettenseifen⸗ Abfall das Pfund 24 kr. ꝛc. ꝛc. Wilh. Fertsch. Hofraithe⸗ Verkauf“ — Hofraithe- Verkauf. 2506 Meine auf dem Haagk dadier gelegene, aus Wohnhaus, Scheuer, Stallungen, Wagnerwerkftätte und Hofraum bestehende Hofralthe, die sich vermöge ihrer Geräumigkeit und guten Lage zu jedem Geschäftsbetriebe eignet, will ich aus der Hand verkaufen. Bedingungen für den Käufer äußerst günstig. Uster Umständen bin ich auch bereit, die Wagnerwerkstätte allein zu vermietben. Friedberg den 8. September 1872 Andreas Hanstein's Wuütwe. Bewährt bei Schwäche und Appetit- 1 losigkeit. 2560 Kein Heilnahrungsmtttel bat sich so wirk— sam und in jeder Beziehung so stärkend erwiesen, als die Malzpräparate des Königl. Hof⸗ lieferanten Johann Hoff in Berun. E. d. titte ich um weitere Zusendung Ibres herrlichen Malzextrakt⸗Gesundheitsbieres, da das⸗ selbe sich bet meiner zrau in Bezug auf Stär— kung nud Appetit anregend so trefflich de- währt bat. Ph. v. Witzleben, Prem.⸗ Lieutenant im Ziethen'schen Husaren-Regiment Nr. 3 in Siechow, den 11. Dezemder 1871.— Ich ersuche freundlichst um möglichst baldige Zusendung einer Partle Schachteln Ibres vorzüglichen Choco⸗ laden-Pulvers. Mein Kind nährt sich schon seit einem halben Jabre von demselben und ver— dankt dieser schätzenewerthen Nahrung seine Lebensfähligkett und Kraft. J. W. Laufke in Saaz in Böhmen den 20. Dezember 1872. Berkaufsstelle bei Jos. Hoffmaun und Hofapotheker Wilh. Sturmfels in Frted⸗ berg und Dr. W. Uloth, Apotheker in Bad⸗ Nauheim. ** get Allzeige 2 Versteigerungs- Anzeige. 2564 Mittwoch den 18. d. 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Sowohl hierdurch, als durch viele angreifende oplische und feine mathematische Ausführungen war meine Sehkraft so sehr geschwächt, daß ich um so mehr den völligen Verlust derselben befürchten mußte, als sich eine fortwährende entzündliche Disposition eingestellt hatte, welche mehrjährigen Verordnungen der geschicktesten Aerzte nicht weichen wollte. Unter diesen betrübenden Umständen gelang es mir, ein Mittel zu finden, welches ich nun schon seit 40 Jahren mit dem ausgezeichnetsten Erfolge gebrauche. Es ist nicht allein jene fortdauernde Entzündung vollständig beseitigt, sondern auch meinen Augen die volle Schärfe und Kraft wiedergegeben, so daß ich jetzt, wo ich das 75. Lebensjahr antrete, ohne Brille die feinste Schrift lese und mich, wie in meiner Jugend, noch der voll— kommensten Sehkraft erfreue. Dieselbe günstige Erfahrung habe ich auch bei Andern gemacht, unter welchen sich Mehrere befinden, welche früher, selbst mit den schärfsten Brillen bewaffnet, ihren Geschäften kaum noch vorzustehen vermochten. Sie haben bei beharrlichem Gebrauche dieses Mittels die Brille hinweggeworfen und die frühere narürliche Schärfe ihres Gesichts wieder erlangt. Dieses Waschmittel ist eine wohlriechende Essenz, deren Bestandtheile die Fenchelpflanze ist. Dieselbe enthält weder Drastiea noch Narcotica, noch metallische oder sonstige schäbliche Bestandtheile. Die Bereitung der Essenz erfordert indessen eine verwickelte chemische Behandlung, und ich bemerke daher, daß ich dieselbe seit längerer Zeit in vorzüglicher Güte von dem hiesigen Chemiker, Herrn Apotheker Geiß, beziehe; derselbe liefert die Flasche für einen Thaler, und ist gern erbötig, dieselbe nebst Ge⸗ brauchs Anweisung auch auswärts zu versenden. Ich raihe daher den Leidenden, die Essenz von hier zu beziehen, indem eine solche Flasche auf lange Zeit zum Gebrauche zureicht, da nur etwas Weniges, mit Flußwasser gemischt, eine milchartige Flüssigkeit bildet, womit Morgens und Abends, wie auch nach angreifenden Arbeiten, die Umgebung des Auges befeuchtet wird. Die Wirkung ist höchst wohlthätig und erquickend, und erhält und befördert zugleich die Frische der Hautfarbe. Es wird mich freuen, wenn vorzüglich Denen dadurch geholfen wird, welche bei dem rastlosen Streben nach dem Lichte der Wahrheit oft das eigene Licht ihrer Augen gefährden und einbüßen müssen. Vielleicht kann auch durch den Gebrauch dieses Mittels das leider in der jungen Welt so sehr zur Mode gekommene entstellende Brlllen— tragen vermindert werden, da dieses in den meisten Fällen die Augen mehr verdirbt als verbessert. Brillen können nur einer fehlerhaften Organisation des Auges zur Hülfe kommen, aber nie gesunde oder geschwächte Augen stärken und verbessern. Aken a. d. Elbe. Dr. Romershausen. Um den geehrten Reflectanten bei directem Bezuge von mir die bisher durch Rückfragen, Retournirungen und Unbestellbarkeit entstandenen Unkosten zu ersparen, bitte ich, den Bestellungsbriefen deutlich ausgeschriebene Adressen unterzusetzen. r. F. G. Geiss. Nicht zu übersehen! Das Magazin für Herrengarderobe Aachen. Coblenz. D 5 von Julius Tischler, Bleidenstr. 17. Frankfurt a. M., Bleidenstr. 17. 2495 ist für die Herbst⸗ und Winter⸗Saison auf das Großartigste assortirt und empfiehlt als besonders preiswürdig: Herbst⸗Paletots von fl. 10. an und höher. Complette Anzüge von fl. 16. an und höher. Hosen in schwerer Waare von fl. 4½ an und höher. Westen in schwerer Waare von fl. 2¼ an und höher. Ratiné und Double⸗Saes von fl. 8. an und höher. Großes Stofflager in Aachener und ausländischem Fabrikat zur Anfertigung nach Maaß. Julius Tischler, Frankfurt. a. M. Bleidenstraße Aachen. 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