t Sit. 46) epertrt. 1022 ant u per 1 gather St tung, dascrtiät, rt Zaphlu ag 1872. Samstag den 13. April. A 43. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Sam stag 3 Am 1. April dreimal erscheinen. 38 kr., mit Bestellgeld 47 kr. Das Abon⸗ begann ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“; derselbe wird auch ferner wöchentlich nement beträgt bei den Kais. Reichs-Poststellen vierteljqährlich nur 30 kr. Bei der Verlagsexpedition kostet der„Anzeiger“ pro 2. Quartal Abonnements- Anmeldungen bitten wir baldigst zu machen, damit vollständige Exemplare geliefert werden können. 199 Betreffend: Die Verpachtung der Gemeindefagden. Amtlicher Theil. Friedberg am 10. April 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Da nach uns gemachter Anzeige nicht überall den Großherzoglichen Odersörstereien von den neuen Jagdverpachtungen vorschrifts— mäßige Keuntniß gegeben wird, so weisen wir Sie an, da, wo es noch nicht geschehen ist, dies alsbald nachzuholen. Betreffend: Den Ankauf guter Zuchtstuten im Auslande, behufs deren Wiederverkaufs an inlägdische Pferdezüchter. g. Friedberg den 12. April 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung in Nr. 41 des Oberbessischen Anzeigers, benachrichtigen wir Sie, daß die im Auslande an— gekauft werdenden 8 bis 10 Stück Zuchtstuten Donnerstag den 18. dieses Monats, Vormittags 10 Uhr, im Großherzoglichen Hosstalle zu Darmstadt unter den eröffnet werdenden Bedingungen an inländische Pferdezüchter öffentlich meistbietend versteigert werden sollen. Wir beauftragen Sie, dies in Ihren Bürgermeistereien thunkichst zu veröffentlichen. den Faselmarkt zu Bad Nauheim Bekanntmachung, Trapp. betr. Nachdem zu Folge Mittheilung Großherzoglichen Kreisveterinar Amtes Friedberg die Maul- und Klauenseuche zu Bad- Nauheim und über⸗ haupt in hiesiger Gegend erloschen ist, soll der Fa abgehalten werden. selmarkt zu Bad- Nauheim nunmehr Freitag den 26. April d. J. Indem wir uns im Uebrigen auf unsre Bekanntmachung vom 22. Februar d. J. beziehen, laden wir zu recht zahlreicher Betheiligung ein. Die Großherzoglichen Bärgermeistertien wollen Vorstehendes noch besonders zur Kenntniß der Landwirthe ihrer Gemeinden bringen. Friedberg den 10. April 1872. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. Deutsches Reich. ö Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- rungsblatt Nr. 18 enthält: I. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern, Schenkungen an verschiedene Wohlthätigkeiie⸗Anstallen beir. II. Bekinntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die Anberaumung eines anderweiten Prä⸗ clusiviermins für die Gültigkeit der älteren, aus der Creirung vom Jahre 1855 herrührenden Königlich Sächsi⸗ schen Kassenbilleis betreffend.— Der Umtausch derselben bei der Finanzhaupikasse zu Dresden und der Lotteriedar⸗ lehnkasse zu Leipzig bleibt noch bis mit dem 29. Juni 1872 gestattei.— Von diesem Zeitpunkte ab sind alle bis dahin nicht umgetauschten derartigen Kassenbillets als gänzlich werthlos zu betrachten, und es kann weder eine nachträg⸗ liche Umtauschung derselben, noch die Berufung auf die Nechtswohlthat der Wiedereinsetzung in den vorigen Sland dagegen satifinden. III. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Worms, die nachträgliche Erhebung der Umlagen für die ieraelitischen Religionsgemeinden Hamm⸗Eich und Heppen⸗ heim a. b. W. pro 1869/71 betreffend. IV. Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 7. März dem Bürgermeister der Bürgermeisterei Rodheim, im Kreise Nidda, Heinrich Schäfer, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:„Für langjährige treue Dienste“ zu verleihen. V. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen eines fremden Orbens. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht; am 18. März dem Gutsbesitzer Ferdinand Scipio in Mannheim die Etlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Mafestät dem Könige von Württemberg verliehenen Mitterkieuzes 1 El. des Ordens der Württembergischen Krone, sowie des ihm von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog von Baden verliehenen Exrinnerungezeicheng und am 20. März der Ehefrau des Regierungsraths Strecker, Minna, geb. Vermann und dem Hofgerichterath Weber zu Darmstadt, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihnen von Seiner Majestät dem König von Bayern verliehenen Verdiensikcenzes für die Jahre 1870- 1871 zu ertheilen. a VI. Eribeilung von Erfindungspatenten. Seine Königliche Hoheit der Großberzog haben allergnädigst ge⸗ ruht am 21. März dem Fabrikanten Heinrich Bertrams zur Kaltenherberg bei Bourscheid in Rbeinpreußen, auf dessen Nachsuchen ein Eisindunge patent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte mechanische Vorrichtung zur Anfertigung von Knieblechröhren unter dem ausdrück⸗ lichen Vorbehalte jedoch, daß durch das verliehene Patent Niemand in der Anwendung bereits schon bekannt ge— wesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten drei Jahre für den Umfang des Großherzogthums; und dem Fabrikanten Christ. Wein⸗ taub jun. zu Offenbach auf dessen Nachsuchen ein El findungepatent auf die durch Zeichnung, Beschreibung und Modell näher erläuterte Construction eines Verschlusses von Porteseuille-Wagten unter dem ausdrücklichen Vor⸗ behalte jedoch, daß durch das verliehene Patent Niemand in der Anwendung bereits früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten 5 Jahre für den Umsang des Großherzogthums zu ertheilen. VII. Dieustnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großberzog haben allergnädigst gerubt; am 15. März den Gerichte vollzieher-Aspiranten Jae. Walter von Pfedders⸗ heim zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Wöll⸗ stein, den zweiten Landgerichtsdiener bei dem Landgerichte Zwingenberg Georg Zacheis zum ersten Landgerichtsdiener bei diesem Gerichte zu ernennen, am 18. März den Pro⸗ vinzial Director Dr. Theodor Goldmann zu Darmsladt zum landesherrlichen Deputgtus für die Vollziehung des Gräflich Erbach-Fürstenauischen Stamm Schulden Til— gungs- Statuts zu ernennen, am 20. März den Probator zweiter Classe bet der zweiten Jusustegtur⸗Abthellung det Ober-Rechnungekammer Lubwig Emil Gerhardt zum Protecollisten und Registratur-Gehülsen bei dem Ober— consistorium zu ernennen; den von dem Herrn Fürsten zu Isenburg-Bierstein auf bie neunzehnze evangelische Schul— slelle zu Offenbach, im Kreise Ossenbach, präsentirten Schulamtsaspiranten Michael Krapp aus Königstädten, im Kreise Groß-Gerau, den von dem Herrn Fürsten zu Isendurg⸗Binstein auf die dritte katholische Schulstelle zu Offenbach, im Kreise Offenbach, präsentirten Schullehrer an der katholischen Schule zu Viernheim, im Kreise Hep⸗ penheim, Peter Joseph Fiedler— und den von dem Herrn Fürsten zu Isenburg⸗Bierstein auf die stebente katholische Schulstelle zu Offenbach, im Kreise Ofsendach, präsentiten Schulamtsaspiranten Peter Paul Frei aus Büdesheim, im Kreise Bingen, für diese Stellen zu de⸗ stätigen. VIII. Dienstenthebung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst gerudt: am 18. März den Praͤstdenten der Medicinal⸗ Direktion, Geheimeralh Dr. Withelm Cyristian Georg Goldmann auf sein Nach⸗ suchen von der Stelle eines landesherrlichen Deputatus für die Vollziehung des Gräflich Erdach Fürstenauischen Stamm⸗Schulden⸗Tilgungs⸗ Statuts zu entheben. Darmstadt. Am 10. d. traf der Comman⸗ dirende des 14. Armeccorps, General v. Werder, von Karlsruhe kommend zum Besuche des Großb. Hofes hier ein. Der General wurde am Bahn- hof empfangen und fand zu seinen Ehren Nach⸗ mittags im Großh. Schloß Gallatasel statt, zu welcher die Spitzen der Militaͤrbehörden geladen waren.— Zu Ehren des berühmten Generals hatten eine Anzahl Hausbesitzer der Rheinstraße und der angrenzenden Straßen, sowie auch mehrere öffentliche Gebäude geflaggt. — Dem Kreisassessor G. v. Marquard wurde in seiner Eigenschaft als Mitglied des Ad- ministrativ-Justizhofs der Amitstitel Regierungsrath verlieben;— ferner wurde der mit der Verwal- tung des Kreises Gießen beauftragte Kreisrath Ludwig Freiherr Röder v. Diersburg zum Kreisrath des Kreises Gießen und Provinzial⸗ director der Provinzialdirection Oberhessen,— der mit der Verwaltung des Kreises Lindenfels beauf- —.. fragte Rreisassessor E. Lauteschläger zum Kreis · rath des Kreises Lindenfels— und der mit der Verwaltung des Kreises Schotten beauftragte Kreis⸗ assessor Dr. B. Jaup zum Kreierath des Kreises Schotten ernannt. — Geeichtsacessist Dr. Otto Jochem aus Wieseck wurde zum Landgerichtsassessor bei dem Landgericht Ulrichstein ernannt. Mainz. Am verstossenen Sonntag akte sich ein hessischer Dragoner zu dem letzten nach Darm- stadt gehenden Zuge verspätet und begab sich daher derselbe in eine Wirtbschaft, wo er später von einer preußischen Patrouille zu Vorzeigung seines Urlaubspasses aufgefordert wurde. Da der Dra⸗ goner keinen solchen Paß hatte, sollte er in mili⸗ tärischen Gewahrsam gebracht werden; auf dem Wege dahin aber suchte eine rasch zusammenge⸗ laufene Menschermenge ihn zu befreien, wodurch ein großer Tumult entstand, bei welchem auch Steine gegen Unterossieiere und Soldaten ge- schleudert wurden. Die Gr. Bürgermeisterei warnt nun in einem Aufruf an die Bewohner der Stadt vor Wiederholung derartiger Ausschreitungen. a Berlin, 10. April. Reichstagssitzung. Wabl der Präsidenten. Zum Präsidenten wurde Simson mit 192 von 203 Stimmen, zum ersten Vice präsidenten Fürst Hohenlohe mit 176, zum zweiten Viccpräsidenten wurde im dritten Wahlgange und in zweimaliger engerer Wahl mit Graf Eulen burg, Bernuth, Graf Münster und Frankenberg, v. Bennigsen mit 106 Stimmen gewählt. Simson und Fürst Hohenlohe nahmen die Wahl an, v. Bennigsen war nicht im Hause anwesend. Die Verkündigung der Schriftführerwahl findet am Freitag statt. 8 ö — Nach neuer Bestimmung über die neue Eintheilurg der Landwehr werden sich dem Garde⸗ Corps künftig 18 und dem 1. bis 13. deutschen Corps je 17, dem 14. deutschen Corps hingegen nur 10 und dem 15. Corps 11 Landwehr⸗ Bataillone zugetheilt befinden. Noch tritt dazu die bekanntlich mit dem 11. deutschen Corps bei⸗— gegebene hessische Division mit 6 Landwehr ⸗Batail lonen, so daß diese inbegriffen das gedachte Armeecorps also eigentlich 23 Landwehr Bataillone besigen würde. Die beiden baverischen Armee⸗ Corps endlich geben schon seit 1867 je 16 Land- wehr⸗Bataillone. Die Gesammtstärke der deutschen Landwehr⸗Infanterie würde sich demnach jetzt mit Abschluß der neuen Landwehr ⸗Organisation auf 208 Bataillone berechnen. Beim 13., 14. und 15. deutschen Corps sind hiervon jedoch zunächst noch nicht mehr als die Cadres vorhanden, und auch beim 9., 10. und 11. Corps hat eine Ueber⸗ welsung eines Reserve⸗ Jahrgangs zur Landwehr noch nicht stattgefunden. Der Sachverhalt bei dem 12.(sächsischen) Corps entzieht sich zu nächst noch der Beurtheilung. Von der bayerischen Land- wehr sind hingegen im Felezuge von 1870— 1871 bereits 16 Landwehr⸗ Bataillone factisch aufge— boten und zur Verwendung gestellt worden. Aehn⸗ lich verhält sich dies auch mit den anderen Waffen⸗ 1 7 der Landwehr, welche mit dem Erreichen der vollen Landwehrstärke in 36 Cavalerieregi- mentern, 51 resp. 54 Feldbatterien, 118 Compag; nien Festungs⸗ Artillerie, je 36 Jäger- und Piovier⸗ compagnien und 18 Landwehr ⸗Trainbalaillonen beslehen würde. Die Gesammistärke der deutschen Landwehr würde mit dem gleichen Termin zwischen 10 bis 370,000 Mann betragen. Dieser ispunkt steht jedoch für Süddeutschlaud erst mit 1884, für die norddeulschen Staaten und die 1806 neuerworbenen preußischen Landestheile hin gegen 1878 in Aussicht. — Die„Prop. ⸗Corresp.“ bemerkt, daß bei Nichteröffnung des Reichstags durch den Kaiser keineswegs überwiegend Gesundbeitsrücksichten maß · gebend waren, obwohl das Befinden des Kaisers auch nach rölliger Beseitigung des jüngsten Un⸗ wohlseins noch einiger Schonung bedürfe. Von eytscheirentem Gewicht war, daß bei der dies maligen Reichstagecröffnung weder in allgemeiner politischer noch parlamentarischer Beziehung Um: stände vorlagen, welche ein persönliches Eintreten des Kaisers zu erfordern schienen. ö — Der„Allg. Ztg.“ wird aus guter Quelle unsere frühere Meldung bestätigt, daß die preu⸗ ßische Regierung in der Frage der Excommuni⸗ dem widerspenstigen Episcopat gegenüber und die Auflösung der bisherigen Feldprobstei in's Auge gefaßt habe. 3 — Als dauernde Unterstützung für das römisch⸗ germanische Museum in Mainz werden von Reichs ⸗ wegen 3000 Thaler gewährt, und ist damit die Petition des Gesammtvereins der deutschen Ge⸗ schichts- und Alterthumsvereine im Sinne der Petenten erledigt.. — Wie der„Spen. Zig.“ aus Frankfurt a. M. geschrieben wird, soll die Instruirung der in Fulda zusammentretenden Bischöse durch Verwitt⸗ lung des Pater Randon erfolgt sein, nachdem derfelbe sich in Genf mit dem dortigen Comite der Jesuiten, welches die„Correspondance de Gendve“ redigirt, in Verbindung gesetzt hat. Es scheint also, daß die Parole aus dem jesuitischen Lager und zwar von der avancirtesten Fraction kommt. — Ein Circular⸗Erlaß des Ministeriums des Innern theilt mit, daß nach einem Berichte des Geschäftsträgers zu Paris in neuerer Zeit die Einwanderung mittelloser gewerbtreibender Deutschen dort außerordentlich zugenommen hat, obwohl es für diese Einwanderer zur Zeit noch den größten Schwierigkeiten unterliegt, in Paris Beschäftigung zu finden. In Folge dessen gerathen die gedachten Personen gewöhnlich schon bald nach ihrer Ankunft daselbst in die bedrängteste Lage und können sich derselben um so weniger ent- ziehen, als der in Paris bestehende Hülfsverein bei seinen sehr beschränkten Mitteln ganz außer Uaterstützunas⸗Gesuche zu berücksichtigen, auch die kaiserliche Bolschaft keine Hülfe gewähren kann, endlich aber die Kosten der Rückkehr nach der Heimath, da die französischen Eisenbahngesellschasten gegenwärtig keine Fahrbillets zu ermäßigten Preisen mehr gewähren, sehr erheblich sind. Die Regie- rungen werden angewiesen, vor solcher Einwande⸗ rung Mittelleser zu warnen. — Nach der letzten Notiz über die Aus- prägung von Reichsgoldmünzen waren bis zum 25. Marz d. J. in den Münzstätten des deutschen Reiches in Zwanzig ⸗Markstücken 66,583,540 Mark ausgeprägt worden. In der Zeit vom 24. bis 30. März sind ferner in solchen Stücken geprägt, in Berlin 3,754,980 Mark, in Hannover 492,400 Mark, in Frankfurt a. M. 1,679,980 Mark, in München 478,100 Mark, in Stuttgart 99,000 Mark und in Kailsrube 276.000 Malk, zusammen 6,780,400 Mark; die Gesammt⸗ Ausprägung stellt sich daher bis 30. März auf 73,364,000 Mark. Aus Thüringen. In den letzten Tagen kam in Erfurt ein Transport von einigen 30 Mann deutscher Soldaten an, welche noch in alte Unisormstücke der französischen Fremdenlegion in Algerien gekleidet waren. Dieselben waren im Kriege von 1870— 71 in französische Kriegsge⸗ fangenschaft gerathen, nach Algerien transportirt, dort nach ihrer Aussage zwangsweise zum Eintritt in die Fremdenlegion bewogen und jetzt erst ent⸗ lassen worden. Nach ihrer Aussage sollen noch sehr viele Deutsche in dieser Legion dienen, die dringend zurückzukehren wünschen, sobald nur ihre Capitalationszeit erst abgelaufen ist. München. Der Abgeordnete Dr. Gerstner hat den Antrag eingebracht, an die k. Staats- regierung die Bitte zu richten, dieselbe wolle thunlichst bis zum nächsten Budgetlandtage Ee sparungen im Staatshaushalt durch eine gründliche und zweckentsprechende Umgestaltung der Verwaliung erzielen, zu diesem Behufe haupt- sächlich die Verminderung der Kreisstellen, die Trennung der Kammern des Innern von jener der Finanzen und die Arsdehnung der Selbst⸗ verwaltung der Distriete und Kreise vorbereiten, und die hierzu erforderlichen Gesetzentwürse in Vorlage bringen. Die Kammer hat den ersten Tpeil dieses Antrags angenommen, den letzten jedoch abgelehnt. Ausland. Oesterreich. Wien. Die Verlobung der Erzherzogin Gisela, ältesten Tochter des Kaisers, cationen unter Umständen eine Temporaliensperre. Stande ist, die täglich massenhaft eingehenden „Indépendance“ mit dem Prinzen Leopold von Bayern, Sohn des 1 Prinzen Luitpold, wird offiziell von hier gemeldet. Die Vermäblung des Brautpaares wird wegen des jugendlichen Alters der Erzherzogin Gisela, sie tritt am 12, Juli d. J. in ihr 16. Jahr, im Sommer 1873 erst stattfinden.* — Das„Telegraphen⸗Correspondenzbureau“ meldet: Gegenüber den verbreiteten Gerüchten über angebliche friedens bedrohliche politische Nachrichten aus Petersburg constatirt die Mehrzahl der Blätter die gänzliche Grundlosigkeit der erwähnten Ver sionen. Nach dem„Neuen Fremdenblatt“, welches an maßgebender Stelle Informationen eingezogen hat, ist auf dem hiesigen Ministerium des Aeußern keinerlei Bericht eingelaufen, der derartig gedeutet werden könnte. Frankreich. Versailles. Die Aufhebung der Pässe für den Verkehr zwischen England und Frankreich ist beschlossen. Diese Maßregel wird sofort eingeführt werden. nach dem Namen der Reisenden fragen. Belgien. Brüssel. Man schreibt der aus Versailles: Der Herzog v. Broglie hat definitiv seine Demission gegeben. Der Gesandtschaftsposten in London ist in Folge dessen Casimir Périer angeboten, von diesem aber abgelehnt worden. n Italien. Rom. Die„Voce della Verita“ erklärt das Gerücht, daß Herr Chigi, apostol. Nuntius in Paris, bei seinem letzten Besuche in Rom dem heiligen Vater gerathen habe, sich nach Malta zu flüchten, im Falle er die Hauptstadt der katholischen Welt verlassen müßte, für durch⸗ aus falsch. Dasselbe Journal bezeichnet das Ge⸗ rücht als eine Verläumdung, nach welchen der Papst die Jahresrente von 3,225,000 Fr., die ihm von der italienischen Regierung bewilligt wurde, angenommen hätte. Spanien Madrid. Die amtliche„Gazeta“ veröffentlicht Depeschen der k. Behörden in Barte⸗ lona, Gerona und Valencia, welchen zufolge ein- zelne kleine carlistische Banden aafgetreten sind, sich jedoch größtentheils wieder zerstreut haben, als sie Seitens der Bevölkerung ungünstig empfangen wurden. 5 X Bad Nauheim. Der hiesige Zweig⸗Hülfsverein für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde, welcher wähtend des deulsch⸗französischen Kriegs in den Nauheimer großen Llzarethen nach und nach 876 ve wundete und kranke Soldaten mit einer Summe von 2561½ Verpflegungstagen nach Vertrag mit der Militär⸗ beyörde verpflegte, bat den auf unserem Friedbof beerdigten 29 deuischen Soldaten ein Denkmel setzen lassen, welches am vorigen Sonntage in felerlicher Weise eingeweiht worden. Die Braven, meist in den blutigen Schlachten vor Metz schwer verwundet und vom Schlachtfeld hierher verbracht, lie zen auf bevorzugtem Platz in der Mitte des Todtenhoses je 2 und 2 nebeneinander gebettet, der ganze Raum von 16 Meter Länge und 5 Meier Breite ist mit schönem eisernen⸗broncirten Geländer anf Sandsteinsockel umgeben; in der Mitte erhebt sich ein Obelisk auf einem massiven Wütfel, dessen vorderer Seite die Widmung ten drei anderen Seiten die Namen der Soldaten Regiment, Charge ꝛc. eingebauen sind. Das Monument ist 4 Meter hoch, von polirtem sogenannien Bel gischen Granit, und aus dem Elabliss ment des Herrn Dechaleau in Bockenbeim in vortrefflicher Ausführung hervorgegangen; es sitzt erhöbt, Quatzuselsen reichen dis an den Fuß des Seckels, und diese Felsengruppirung sowohl, wie auch die Aupflinzung des Platzes, wozu die Herren Gebrüder Siesmaier in Bockenheim die meisten G wächse dem Verein schenkien, ist von Hrn. Kunsig rinet Ostermeter davier auf das Geschmackvollste ausgefühet. Jedes Grab ist durch ein Sandst inprisme mit besond ret Nummer gekennzeichnet, und dieser Nummer enisprechend findet man den mit gleicher Nummer versehenen Namen detz Beerdigten auf den Seiten des Würfels. Das ganze Grabmal ist in seiner ruhigen, sehr geichmackdollen Aus- jüghrung eine wahre Zierde um eres Fri dhofs und ein würdiger Gedenkstein an die glorreichen Thalen der Ges fallenen, welche im Kampfe fier das Vaterland ihr Leben so frühzeitig lͤssen mußten. Es war am Einweihungs⸗ tage in den vier Ecken des Geländers geschmückt uit vier deuischen Fahnen, welche den Trauesflor wugen, und der Obeliek, sowie die vier Ecken des Würfels waren mit je einem Lorbeerk.anz umdangen.— Um 3 Ubr Nachmittags setzte sich der Festzug von der Trinkhalle in folgender Ordnung in Bewegung: Zwei Veieranen aus der Zeil der deuischen Freiheitekriege; Nauheimer Soldaten auf U lub, Reservisten und Landwehrleute(63 Mann); die Geistlichkeit mit dem Voistand des hiefigen und einet Deputalion des Friedverger Hülfsvereins und dem Siadi⸗ raih z di freiwilligen Pfl gerinnen; die freiwillige Santläts. mannschaft; der Gesangverein Concordia; der Gesange verein Frosian z der Turnverein; die übrige Einwohnerschalt, Man wird künftig nur 1 Dehn babe, sich dit Haupiin ite, fit du 5.000 Fr zuerst Frauen e Mädchen, sodann das 3 8 lecht. Am Friedhofstbor angelangt, 7 ng den Zug 0 deim Ge ifgestellie piesige Kurk pelle unter Direction des Herrn Kap. meisters Neumann mit einem Trauermarsch, und nach Ausstellung des Festzudes um das Denkmal trugen die Gesangvereine mit Musikbegleitung den Psalm:„Singet dem Herrn ein hohes Lied? von Gellert, comp. von Rossint vor. Hierauf hielt Herr Melropolitian Münch die sehr schöne, ächt patriotische Festrede, gefolgt von dem Vortrag der Gesangpereine: Motette,„der Mensch lebt und besteht nur eine kucze Zeit“ von H. G. Nägeln, Gedicht von Mathias Claudius und nachdem die ganze Gemeinde noch unter Musikoe— gleitung den Choral:„Jauchze, auserwählt Geschlechte“ ꝛc. (Nr. 452 unsercs Gesangbuchs) gesunzen, schloß die weibe⸗ volle Feier mit dem Segen der Geistlichkeit.— Das Fest, wozu sich einige Tausend Menschen eingefunden, vetlief bei herxlichstem Welter und erhielt seinen besonderen Schmuck durch die Milwirkung der Gesangvereine und die anerkennt vortreffliche Musikbegleiuung des Herrn Kapellmeisters Neumann. Gießen. Die weiteren vor dem Schwurgerichtshofe zur Verhandlung kommenden Anklagesachen sind: Den 15. April Bormittags 9 Uhr Jobannes Schneider von Wallern hausen, wegen Diebstabls; Verih idiger: Großher⸗ zoglicher Hofgerichts⸗Adrocat Labrosse. Denselben Vorm. 11 Uhr Conrad Leistner von Miniel-Gründau, wegen Uikundensälschung; Vertheidiger: Großh. Hofg.⸗Adv. Dr. Muhl. Den 16. April Vorm. 8 Ubr Elisabetha Höbeler von Freiensteinau, wegen Diebstabls und Dieb⸗ stahlsversuchs; Verib.(noch nicht bestellt). Dens. Vorm. 11 Ubr gegen Philipp Ratz von Schlitz, wegen Dieb⸗ stahls; Verth.(noch nicht bestell!). Deuf. Nachm. 3 Uhr Jacob Seip, Schullebrer von Klein⸗Linden, wegen Ver⸗ brechen gegen die Sinlichkeit(Contum icialsacht). Den 17. April Morg. 8 Üdr Jovannes Töpfer von Lauterbach, wegen Di bstabls; Verih.(noch nicht bestelltz. Frankfurt. Am ersien Pferdemarkttage, den 15. d. wird Abends um 5 Uhr im Hotel Drexel eine große Reunion der Mitglieder des landwirthschaftlichen Clubs und fonstiger Freunde der Landwißtbschaft flail⸗ finden.— Gegenüber der Rennbahn des Rkeinischen Renn⸗Vereins an dem Forsthaus wird von einem Ameri⸗ aner eine Stuterei nach englischem Muster angelegt. Das erforderliche Grundeigenshum ist beteits erworben sund wird der Bau großartiger Stallungen so sehr als möglich beeilt, damit das garze Elablissement bis zu dem großen Herbst⸗Meeung(das kleinere findet Sonntag vor Pfingsten stan) sertig ist. Coblenz Am 9. Morgens 3 Uhr hatte man dahier tin für diese Jabreszeit selienes, jedoch sctzr starkes Ge— wilter, von heftigem Blitzschlag und Regen begleitet. Berlin. Der Kaiser erhielt, einer Miltheilung der Bresl. Zig.“ zufolge, u. A. von dem bekannten Kölner Bar kier, Geb. Commeiziemaih von Oppenheim, einen prachtvollen und kuustteich ausg führten Tafelaussatz von massivem Suber. Derselbe stellt eine Scene nach der Schlacht von Gravelotte dar, in welcher der Kaiser den Mittelpunkt bildet. Bei der Besichtigung des kostbaren Kunsiwerkes äußerte der Monacch in der ibm eigentbüm⸗ lichen Weise, daß er selbst nicht in der Lage wäre, irgend Jemandem ein ähnliches Geschent von so hohem Wer the zu machen. Die bei Altberun in Schlesien gelegene Dyamit⸗ Fabrik ist am Moniag Nachmittag in die Luft geflogen. Zum Glück ist bierbei ein leben vernichtei wor⸗ den, weil bereits die Schichten in der Fabrik blendet waren. In dem eine e entfernten Neuberun wurde zer Knall gehört und der Luftdruck empfunden, indem Türen und Fenster klirrten, in manchen Häusern sind wogar die Thüren aufge prungen. In dem ½ Meile von ter Fabrak entsernten Städtchen Altberun wurden fast kümmtliche Feuster vom Luftdruck eingedrückt. In Preston(England) stand ein Ta löhner vor em Poltzeigericht, um sich wegen brutaler Mißbandlung Einer Frau zu verantworten. Er hatte seine Frau, die ehm Geld für die Hausbaltung abforder te, in ben unkenem ziustande ergriffen und über das Herd feuer gehallen, ibre Kleiber lichterloh aufflammten. Die Aermsie 30 erbebliche Brandwunden dayon, so N. Hospltal gebracht werden mußte, und da Gefahr schwebt. D. Frankfurt a. M., 11. April 1872. Auf bessere Wiener und Paxiser Nolirungen befestigte sich gestern Abend trotz der noch immer anhaltenden Gele kuappbeit die Stim- mung wieder etwas und schlossen namentlich die Specu⸗ lationspapiere höher. Indeß waren letztere heute anfangs trug sie nach dem ihr Leben in wieder matter, namentlich Credilactien und Staatsbahn, für welche erst gar kein Aulmo vorhanden war, so daß erstere wieder 1 fl., letztere 3 fl. gegen gebsern Abend ein— büßten und zwar auf die abermalige Mindereinnahme von fl, 109,000. Später aber, als bessere Berliner Notirungen einliesen, befestigten sich auch Speculations⸗ effecien wieder und wurden namenklich Lombarden stark gebandelt, da, wie die Neue fteie Presse zuverlä sia ntit⸗ theilt, der Ve/waltungsrath sich über Dioidende von 20 Fr. pro 1871 definuiv geeinigt habe und det Maicoupon also mit 12½ Fr. zur Veriheilung komme. Sie nollren daher beute um 4 fl. höher als gestern Mittag. Dagegen kam die festere Stimmung bei Bankwerthen mehr zum Durch⸗ bruch und gewannen Darmstädzer, die gestern verloren, fl. 10 wieder zurück, wä prend Oesterteich⸗Deutsche bei leb⸗ baftexer Kauflust wieder 124 und Deutsche Vereinsbank so gar 129 ½ erzielte. Auch Baubank in Frage und bayr. Wechelervank um ½— 1% theuerer. Fremde Banken jüngeren Datums blieben allerdings noch zurück, mit Ausnahme der Propinzial-Discontactien, die ewas besser bezahlt wurden. Auch in Babnen machte sich ein schwacher Anfang zur Besserung bemerklich und wurden beute Elisa⸗ deth bei 261 gern wieder genommen, auch Donau⸗Drau um 2 und Buschterader um 3 fl. höber, ebenso Nordwest um 4 fl., Alsöld und Galizier in kleineren Posten bei anziehendem Preise gekauft. Bayerische Ost 10% niederer. Wenn erst die Geldknappheit überwunden sein wird, wer⸗ den sich auch die Preise wieder erbolen, da sich mittler⸗ weile ein für die Gesundung der Geschäfte nur wohltbälig wirkender Besitzwechsel vollzogen haben wird. Prioritäten zogen heule auch wieder elwas an, wie z. B. Lsvorneser um%, Staatsbahn um ½ und Ungarisch Galizische um %%. Pfandbriefe, die Lon der Baisse wenig oder gar nicht alterirt worden, preisbaltend und sind namentlich Finnländer beliebt. Auch für die morgen zur Subscription gelangenden S üddeulschen-Bodencredit-Pfandbriefe herrscht aute Meinung und ist der Subfeription auf die bereits vorliegenden Anmeldungen hier jetzt schon ein guter Er— folg vorauszusehen. Von Loosen notiren beute Ocster. 607 ein ganzes Procent böher, was auch bei österreich. Silberrente der Fall ist. Die Nachbörse schlug wieder in ausgeprägte Flaubeit um und zwar auf Wiener Kurse und Gerüchte von dort zinkulirenden polilischen Präocu⸗ palionen(die russische Politik betr.), die jedoch offenbar nur zum Vorwand für die innere Schwäche der Böise die neu. Creditaclien 354, Staatsbahn 398, Lombarden 208. Musfik. Die musikalische Welt Monatshefte aus⸗ gewählter Compositionen unserer 8411. Herausgegeben ron Franz Abt und Clemens Schultze. Braun schweig, Henry Litto lf's Verlag.— Ein in so großartigem Style angelegtes und umfassendes Unternehmen wie„Die musikalische Wel!“ darf in einer Zei, wo alle Welt“„musikalisch“ i, sicher auf die freundlichste Aufnahme Sestens des Publfkums rechnen. Die rübrige Verlagshandlung, welche sich schon um die Popularisirung unserer classischen Meisterwerke der Tonkunst ein so hervorragendes Verdienst durch Ber- anstaltung der ebeuso billigen wie eleganten und correcten Ausgaben der„Collection Litolff“ erworben, läßt es sich nun angelegen sein, auch die neuesten Erzeugnisse der modernen Musik dem gesammten deutschen Volke durch die Monatshefte aufs leichteste zugänglich zu machen. Um Jeden nach seinem musikatischen Talente das Ent sprechende ohne sonstigen für ibn wertblosen Ballast zu bis! bieten— dem Clavierspieler also nur Clavierstücke, dem Sänger je nach selner Stimmlage nur Lieder für bohe oder nur Lieder für tiefe Stimme— ver⸗ austaltete die Verlagshandlung drei verschie dene Ausgaben, deren jede bei geschmackvollster Ausstattung und klarstem Druck nur 51 kr. vierteljährlich kestet. Jedes Monatsheft, 6 resp. 5 Musikbogen stark, kommt also nicht theurer als 18 kr. zu steben, und für diesen geringen Preis, für welchen man sonst kaum das kleinste neue Tonstück kaufen konnte, chäll der Abonnent der -Musikalischen Welt“ in jedem Hefle derselben gleich eine nze Reihe bi her woch nirgends erschienener Originalwerke det besten Componisten der Gegenwart. So btingt das uns in den brei verschie⸗ denen Ausgaben vorliegende Jamuarheft der„Musikali⸗ schen Welt“ in der Ausgabe 4 allein fünf durchweg 755 fällige, melodiöse und nicht zu schwer spielbare Claviersiücke von Cbwatal, Krug, Lchner, Jungmann und Metzdoiff, während die Ausgaben B und 0 für hohe und liefe Stimme nicht weniger als acht überaus ansprechende Lieder von Taubert, Abt, Schulz, Metzdorff. Neßler, Stark, Heiser und Jansen enthalten. Auch für die näcosten Hefte ist bereits die mannichfichste Auswahl von Musikstücken der berühmtesten Tonmeister der Jetztzeit getroffen worden. Bei der sichern Bürgschaft, welche die Namen der Heraue⸗ geber Franz Abt und Clemens Schultze für die volks⸗ thümliche und dabei gediegene Richtung des zeiigemäßen Unternebmens leisten, zweifeln wie keinen Augenblick, daß die Verlagsbandlung ihre nicht geringen Opfer und An⸗ sitengungen mit e reichem Erfolge gekrönt sezen wird. Denn welcher Musikfreund sollse nicht mii Freuden die ihm hier so äußerst beguem und wohlfeil gebotene Gelegenbeit be⸗ nutzen, um sich aus den Dissonanzen der Aliagswelt so oft als möglich in die Harmonien ber„Mustkalischen Wel!“ zu flüchten. Die ersten Hefte der verschirdenen Ausgaben werden durch die Buchhandlung von Bindernagel& Schimpff in Friedberg gerne zur Einsicht vorgelegt. Die Allgemeinen Anzeigen zur Garten⸗ laube sind vor einigen Tagen durch Kauf in den Verlag von G. L. Daube& Co. ber bek innen Annonce n⸗ Expedition übergegangen und unzerliegt es wohl keinem Zweifel, daß unter der Aegide dieser außerordentlich thä rigen und weitverzweigten Firma dieses Publikationsorgan einen weiteren raschen Ausschwung nehmen wird. Die ganze Organisation der genannten Annoncen- Expedition. deren Central⸗Bürcau sich in Frankfurt a. M. befindet, ist eine deratlige, daß. sie durch ihre. Vexlrelungen Lurch Generalagenzen an allen Haupiplätzen in allen Gegenden in der Lage ist, den Anforderungen des Jnserenten nach jeder Richtung auf das Prompteste zu geunlgen.— Die Acquisison der all gemeinen Anzeigen zur Garten- laube gibt der genannten rührigen auf solidester Basis begründeten Annoncen-Expedition neuerdings Gelegenbeit ihte auf langjähriger Erfatzrung beruhenden Kenntmisse des Inscratenwesens in ausgesehntesser Wiskiamkeit zu verwerihen und kann es dem inserirenden Puel kum nur auempfohlen werden sih in ganzem Vertrauen an dieselbe zu wenden.— Die Garzenlaube, deren Auflage n Hunderttausenden zählt und im ganzen deutschen Neiche eine Verbreilung erlangt hat, wie kein zweites Blatt, träu auch über den Ocean, selbst in die vom großen Wellverkehr entlegenen Hütten, wo Deuische weilen in Schrift und Bild die Kunde von der deutschen Heimath, und die mit ihr verbundenen„Allgemeinen Anzeigen“ bringen die Grüße der im Vaterlande Weilenden und die Kunde von frehen wie traurigen Ereignissen im Kreise der Familie in die Ferne; in ihnen stellt so zu sagen der deuische Gewerkfleiß seine Producte aus und sie bahnen in ihren Annoncenkolonnen dem deulschen Handel mit den Weg in die eutlegensten Länder. Schwarze seidene Halstücher, 18 sowie farbige Umkaöpftücher und Foulards bei K. Frieorich, neden der Pofl in Frtetberg⸗ 4 Kochherde für Private, größere Oeconomien, Gasthäuser und Hötels 1008 liefert in jeder beliebigen Größe ür 30 bis 40 Procent Brennmaterial imd Preis⸗Courante gratis. nach neuester verbesserter Construction und garantirt Ersparniß zu äußerst billigen Preisen. Zeichnungen P. Knödler, Herdfabrikant. Großgartach(Wüurtemberg). 180 In Bad⸗Naubelm wird eine Wobnung von D Zimmern nebst allem Zubehör zum J. Mal l. J. zu mleihen gesucht von Schnittspahn, Landgerichts ⸗ Assessor. Malz⸗Extrakt, 67 ganz rein, in der Hofbrauerei bel S ea arc Schwarze Naiser-Cinte ieee.& Sci bh Zwei Eber 1055 leben in Melbach zum Verkauf. bei dem Schweinseberten daselbft. fAletsanen in unübertroffener Prima Qualität bei W Jertsch. Ein zweites Nienswädchen, 921 welches ein Kind mitverseben muß, werd zum so⸗ sortigen Einttitt gesucht. Naͤheres bel der Erp. d. Bl. Das Nähere 662 Für Confirmanden. 32 Gut abgezogene und regulirte Cplindet⸗Ubren und Tallolsketlen. Frtedberg. L. Hanau, Ddof Ubrmacher und Goldardeiter. 682 Belgische und süddeutsche Uegulir-Caselherde, Marmormantclösen mit Regnlieinrichtung in prachtvollen Mucern, gewögn⸗ liche Requ iröfen, Alles in seht reicher Augwadl, empfielt zu den billigsten Preisen Carl Marburg, Allerbelltgenstraße 67 nächfl der Spnagoge in Frankfurt a. M. Bel Bindernagel& Schimpff in Jriedderg ist vorrät hig Der neue Münzberechner. Umrechnung der neuen Reichemünze in Thalerwäbrung, suddeuische Waͤbrung ͤsterreichische Währung, sranzoͤsische Währung une um gekehrt. Preis 9 kr. 2 Ergebenste Anzeige. 1035 Einem hochgeehrten Publikum hiesiger Stadt und Umgegend zeige ich hiermit ergebenst an, daß ich Samstag den 13., Sonntag den 14. und Montag den 15. April das 10 Jahre alte Niesenkind, 300 Pfund schwer, ein Naturspiel, das gewiß einzig in der Weit dasteht, zu zeigen die Ehre haben werde. Da das Kind das Großartigste ist, was je gezeigt worden, und für Jedermann von größtem Interesse sein muß, dieses einzig und allein in der Welt dastehende Naturspiel zu sehen, so bitte ich um recht zahlreichen Besuch. F. A. Lehmann. Preise der Plätze: Erster Platz 12 kr.— Zweiter Platz 6 kr. der Schauplatz befindet sich in einer eigens dazu erbauten Bude, mit Gas er⸗ leuchtet, auf der Freiheit. Damen ⸗Paletots 984 von Tuch, Caschemir und Seide von 3 fl. an bis zu den feinsten Sorten bei Friedberg. S. Hirschhorn. Tuch und Bukskin in allen Qualitäten und Farben, sowie Aleiderstoffe für Damen nach dem neuesten Geschmacke zu den äußerst billigen Preisen bei Friedberg. S. Hirschhorn. 15 1 Strohhüten, Arten Sonnen-& negenschirmen 660 empfiehlt zu reellen Preisen K. Friedrich, neben der Post. wbputzarbeiten jeder Art werden möglichst rasch und geschmackvoll ausgeführt. Großes Tapetenlager in Butzbach. 906 Der Unterzeichnete empfiehlt hierdurch sein Lager, welches wieder mit den neuesten und geschmackvollsten Tapeten in großer Auswahl versehen ist.— Die Preise sind fest und sehr billig gestellt. 1 Ludwig Ferber, Butzbach. Ecke der Wetzlarer Straße und Marktplatz. Juein Piano-Magazin und Leih-Anstalt in schönster Auswahl befindet sich nunmehr zu Bad Nauheim in meinem Hause in der Parkstraße neben Café Germania.(Auch ältere Claviere sind stets vorräthig.) Butzbach und Bad⸗Nauherm im März 1872. Jean Marguth, Instrumentenmacher. Die als probates Hausmittel gegen Husten, Heiserkelt, Verschleimung ꝛc. rühmlichft bekannten Stollwerck'schen Brust-Gonbons in Original⸗Packeten 2 14 kr. ftete vorrärhig in Friedberg bet Wilh. Fertsch, in Butzbach bei Val. Wießler, in Hungen bet A. Buch, in Bad⸗ Nauheim bei 6 Weiz. 2 366 Kinderwagen Sommer-Pantoffel sowie allen Das Gas Stinkt wieder wie ein Aas.— zür Alte wie für Kinder Ist's ungesund nicht minder, Es brennel üb und sch wärz lich, Füt Brust und Auge schmerzsich— Drum ruft mein Schmerzensschret: Wo sleckt die polizei 2—1! Anzeige. 1053 Indem ich mich wiederholt im Waschen und Färben von Handschuhen, sowte im Waschen von Spitzen, Seide und Wolleffoffen empfehle, zeige ich zu⸗ gleich an, daß ich von fetzt an bei Frau Pb. Engel's Wiuwe in der Usagasse wohne. Frau Spamer. Empfehlung. 1054 Unterzeichneter erzpfiebtt sich im Anfertigen von Herrenkleidern in und außer dem Hause. 0 Fauerbach b. Fr. Heinr. Holler. Strohhüte 1061 in großer Auswabl und neuefter Fagon billigst bet Heinrich Diehl, Ufagasse. Empfehlung. 1060 Esserne Gartenflühle zum Zusammenlegen, mit eichenem Sitz, neucfler Fogon... 5 Johs. Fillmar, Mechanikus. Ein möblirtes ZBimmet 1059 in unserem vorderen Hause ist zu vermiethen. A. M.& L. Werner. Todesanzeige und Janhksagung. 1064 Dem Allmächtigen hat es gefallen unseren geliebten Vater, Großvater und Schwiegervater Johannes Seibert in seinem 87. Lebensjahre nach kurzem Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. Zugleich sagen wir allen Denen, die denselben zu seiner letzten Ruhestätte geletteten, unsern verdindlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Todes Anzeige. 1069 Nach längerem Krankenlager verschied heute unser theurer Gatte und Vater, der hiesige Lehrer Johannes Sauer. n Um stille Theilnahme bittend, wirmen wir diese schmerzliche Anzeige den vielen Freunden und Bekannten des Verblichenen mit dem An⸗ fügen, daß die Beerdigung Samstag Mittag 1 Uyr stattfindet. f Okarben den 11. April 1872. Die trauernden Hinterbliebenen. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. g Evangclische Gemeinde. Pfarramtsweche: Herr Pfarrer Diegel. 1 Sonntag Misericordias domini. 10 Gottesdienst in der Stadtkirche Vormittags: Herr Pfarrer Baur. Nachmiltags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirchez Vormitiags: Herr Pfarrer Köhler. 0 Nachmittags: fällt aus. a Katholische Gemtindt. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. 2. Sonntag nach Ostern. Heute wird der Gottesdienst schon Mor- gens 8 Uhr gehalten wegen der Feier der e heiligen Kommunion der Kinder in Bad-Nauheim, die daselbst Vormittags ½10 Uhr statlfindet. Beginn des Goltesdienstes an den Wochentagen Morgens 7½ Uhr.. — Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. 749 in td 7600 d ds gslembletf öl großer Auswahl und bester Qualität bel Jos. Hoffmann. H. Diehl, Usagasse. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterbaltungs- Blatt Nr. 15 und eine Beilage.) 10 Einen Lehrling Sa ea, re 8„ 12—1 e e. Waschen en aschen dir . seigte i 0 u: . Engel Spamer. —2‚1-ñf 9. aan 1 eilgen den aut. . Holler. N zu egen billigt I, Eagasse. ng. Aantnlegen, 8. Acchanilul. lagust Franc ett, l immel ie verntihtt Werner. —— r.. glg. tt unscten or tgterdaler um beiden iu gt ch sagen seintt Apien duden Da rrdüt det M43. Oeffentliche Aufforderung. 752 Die in der öffentlichen Aufforderung vom 1. Februar l. J. aufgeführten Befitzer der dort verzeichneten Immobilien wollen dieselben theils verpfänden, theils veräußern, theils ibren Erwerbtliel nachtragen lassen. können sich aber üder den Erwerd derselben nicht urkandlich ausweisen. irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche an diese Immodilien glauben bilden zu können, aufgefordert, solche binnen 3 Monaten so gewiß dahter geltend zu machen, als sonst die Vetäußerungsurkunden ohne Rücksicht auf sie bestätigt, beziedungsweise die betreibenden Theile im Grundbuche nach Maßgade des Art. 29 des Gesetzes vom 21. Fedruar 1852 als vermuthete Eigenthümer werden eingeschrieben werden. Friedberg am 1. Februar 1872. Es werden deßdalb Dritte, welche aus Groß berzogliches Landgericht Friedberg. Ne. Beueffend: Den Conkurs des Philipp Stier von Pohl! Göns. 5 753 Nachdem von Großherzoglichem Hofgericht der Provinz Oderhessen über das Vermögen des Phlipp Stier von Pohl⸗Göns der förmliche Conkurs erkannt worden ist, werden bessen Gläubiger zu dem auf: Moniag den 29. April a. o., Vormitiags 8 Uhr, anberaumten Liqui- dationstermin zur Anmeldung und Begründung ihrer Ansprüche an den Cridar unter Geltendmachung eiwaiger Vor zugsrechte— bei Meidung des, ohne besonderes Präclusiodektet, erfolgenden Ausschusses von der Conkurs⸗ masse hiermit vorgeladen. Zugleich soll in dieser Tagfahrt über Zustandekommen eines Arrangements, Bestellung eines Massekuratore, Ver- silberung der Masse und Wahl eines Gläubigerausschusses verhandelt werden und werden die ausbleibenden oder durch genügend Bevollmächtigte nicht vertretenen Gläubiger als den von der Mehrheit der erschienenen gefaßt werden den Beschlüssen beigetreten angesehen werden. Butzbach den 8. März 1872. Großherzogliches Landgericht Butzbach. Dr. Gilmer, Fresenius, Landrichter. Landgerichis⸗Assessor. Hofraithe-Versteigerung. 1025 Montag den 15. April d. J., Bormittags 11 Uhr, soll in husigem Ralhbause die den Simon Batten⸗ dergs Erden dahier zustehende Poftauhe: Flur. Nr. Klit. Gemarkung Friedberg. 2 511 12.2 Hofranbe in der Judengasse, nochmals und zwar zum letztenmale mit unbedingtem Zuschlage öffentlich meifidietend versteigett werden. Friedberg am 6. April 1872. b In Auftrag: Groß berzoglichen Landgerichts Friedberg Gtoßherzogliches Ortsgericht Friedberg. FZoucar. Bekanntmachung. 1003 Da eine nochmalige Vertelaung der zelt mäuse mittelst Vergiftung in biesiger Gemarkung für nötig trscheint, werden die biesigen Grundbesitzer aufgefordert. sofort im Winterfelde der Stadtaemarkung sowie im soge nannten Burgfelde auf ihren Acckern die vorhandenen Mäuselöcher durch Zustampfen zu entfernen. Friedberg den 11. April 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Zoucar. Bekanntmachung. 1066 Montag den 15. Apel d. J., Vormittags 10 Ubr, soll in biesigem Rathhause das Halten eines Zasel— schweins auf drel Jahre öffentlich an den Wenigsifor⸗ dernden in Accord gegeben werden. Filedberg den 11. April 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Frledberg. Sou car. Die städtischen Bleichen. 1067 Montag den 15. April d. J., Vormittags 11 Uhr, wird in hlesigem Rathbause das Einkommen der flädtischen Bleichen pro 1872 öffentlich an den Meist, dietenden in Accord gegeben. Friedberg den 11. April 1872. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg. Fouc ar. Arbeits ⸗Versteigerung. 4062 Montag den 15. d. M., Morgens 9 Uhr, sollen auf dem Bürgermeiflerei-Bütrtau zu Dorbetm: Maurcrarbelt, veranschlagt zu 42 fl. 45 kr. 16 Zimmerarbelt„ Weißt inderarbeit 6„ 36„ Liesern von 2 eisernen Trägern Ian Liesern von 4 Tonnen Cement n Liesern von 16, Cubikmeter Rocken⸗ berger Steinen 9„ Fertigung eines eisernen Geländers 132„— an den Wenigsinehmenden in Accord gegeben werden. Bad⸗Nauheim den 11. April 1872. Der Bezirks-Bauausseher Brücke l. Vergebung von Bau- Arbeiten. 1065 Die zur Herstellung der Wilhelms kirche zu Bad⸗ Nauheim volgesthenen, nachslehend verzeichneten Arbeiten sollen auf dem Submissionswege vergeden werden. Diejelben find veranschlagt: Steinhauerarbelt 6 fl.— kr. Schreineracbeit 59 N Weißbinderarbeit 1120„20„ Tapczierardeit Nei Voranschlag und Accordsbedingungen(tegen auf unterzeichnetem Kreisbauamt zur Einsicht effen. Die Offerten, welche die Abgebote nach Prozenten der Voranschlagssumme entholten müssen, sind spätestens dis Samstag den 20. April 1871, Vormittags 10 Uhr, daselbst veischlossen und mit der Ausschrift„Submission zur Uebernahme der.. Arbeiten an der Wilhelms⸗ kirche zu Bad⸗Naubetim“ abzugeden. Friedberg am 11. April 1872. Großheizogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u 65. Arbeits⸗Versteigerung. 1048 Montag den 15. d. M., Nachmittags 3 Ubr, sollen auf dem Bürgermeisteret Bürcau zu Rödgen folgende Arbeiten an die Wenigfenehmenden in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeit, vetanschlagt zu 114 fl. Plantrarbeit 410„ Chauffirarbeit 3 Kalkliefern 61 Schlockensandliefern 34„ Steinorechen 181 Steinfahten 18 Steinsetzen 45„ Bad- Naußeim den 10. April 1872. Der Bezirks- Bauaufseher Brücke l. Arbeits- Versteigerung. 1049 Montag den 15. April, Vormittags 9 Ubr, sollen auf dem Rathhaus zu Zauerbach bei Fr. nachflehend aufgeführte Arbtiten unter den vor der Verstelgerung dekannt gemacht werdenden Vedingungen an die* fordernden vergeben werden:. Grabenarbeiten, veranschlagt zu 179 41 Brechen, Anfahren und Zerschlagen von Unterhaltungssteinen— Maurerarbeiten 5— Schreinerarbeiten 39 20 Assenheim den 9. April 1872. Der Bezirks⸗Bauaufseher Wenc. Holz. ⸗Versteigerung. 1050 Im Gemeindewald Nieder-Rosbach werden Mitt⸗ woch den 17. d. W. in den Otstrikten Wasserdöll und alter Heegwald nachstehende Holzsortimente öffentlich meisibietend versteigert: 6,5 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 123 1„ Prügelholz, 3,5 5 Eschen⸗ 1 1 Nadel⸗ 5 3 5 Ac pen; 2 48 4 Buchen⸗Stockholz, 1„ Eichen ⸗ 1 1.5* Nadel⸗* 250 Stück Buchen⸗Wellen, 130„ Eichen⸗„ 120„ Nadel⸗ 20„ Aspen? 7 Läfte Allerleiholz, 2 Stück Nadel⸗Stammholz, 0,34 Cublkmeter eut⸗ haltend, 3„ Buchen⸗Stangenhbolz, 0,10 Cublkmeter enthaltend, 1„ Eichen Stangenholz, 0,12 Cubikmeter ent⸗ haltend, 57„ Nadel- Stangenbolz, 2,57 Kubikmeter ent⸗ haltend. l Anfang und Zusammenkunft der Versteigerung Mor⸗ gens balb 9 Uhr am Pflanzgarten in der Wasserdöll. Nieder-Rosbach den 10, April 1872. Bekanntmachung. 1051 Die am 8. und 9. d. Mis. in den Freiberrlich v. Fran ckenficin'schen Wald distrikten Klentzeschlag und Diezenberg, sowie in dem Straßbeimer Hübnerschafts⸗ walde abgeballene Polzversteigtrung ist genehmigt. Erster Fahrtag: Donnerstag den 18. April 1872. Ockstadt den 10. April 1872. Der Freiherrlich von Franckenstein'sche Oberfötster Rumpf. Holzversteigerung. 1003 Mittwoch den 17. d. M., Vormittags 10 Uhr anfangend, wird in dem Matbacher Gemeindewald, Distrikt Rolblauf und PDaasenberg, nachfolgendes Gehölz öffentlich an den Meislbietenden versteigert: 9 2 Raummeter Buchen⸗Scheitbolz, 2 34„ Prügclbolz, 3) 85* Stockholz, 3) 4070 Stück Buchen⸗Wellen, 5) 300„ Nadel-* Bau⸗, Werk und Nutzholz. 1) 3 Stück Eichen Stammbolz, 0.28 Cubikmeter, 2) 1„ Nadel⸗— 0.21„ r„ Stongenholz, 284 5 Die Zusammenkunft ist in loco Maibach. Es wird noch bemerke, daß das Holz gegen vor⸗ schrifis mäßige Bürgscheine dis zum 1. September d. J. geborgt wird. Maibach den 10. April 1872. Großherzogliche Bürgermelsserei Maibach. Lip pi. Steinkohlen, 34 namentlich auch Schmiedekohlen, verkauft zu dilligen Preisen die Zlegelti am Bahnhof zu Nauheim. Durchsichtige Glycetinseife! 30 anerkannt deßes Mitte! zur Verschönerung der Haut, empfiehlt in Stücken zu 4. 6. 9. 10. 12 18 kr. Wilb. Fertsch. 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