1872. Samstag den 12. October. 120. 1 . esuch. Amtliche n Betreffend: Das Militärersatzgeschäͤst. Der Civilvorsitzende der Kreisersatzcommission Da Einzelne von Ihnen nur die Stammrollen von 1870 vorgel vom 5. d. Mts., daß dieselben für die Jahre 1870, 1871 und 1872 sof r Theil. Friedberg am 10. October 1872. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. egt haben, so bemerke ich Ihnen nachtraglich zu meinem Ausschreiben ort einzusenden sind. n Friedberg den 11. October 1872. Bürgermeistereien des Kreises. meinden als solche, und zwar der Aepfel, Birnen, Zwetschen, Kirschen und Nüsse; b) den Ertrag and Erlös der verschiedenen(unter a. genannten) Obstsorten der Privaten, und haben Sie ssch für diese Zusammenstellung des Musters, das Ihnen in den Verhandlungen des landw. Bezirksvereins Friedberg vom 14. Dezember 1867 mitgetheilt wurde, zu bedienen. rig p p. abt: f. Kunnig —— Betreffend: Die Obsterndte im Jahre 1872. auh, Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen 0 Bezug nehmend auf unsere früheren Erlasse in obigem Betreffe (Oberheff. Anzeiger Nr. 6 von 1868, Nr. 103 von 1868, Nr. 126 1 won 1869 und Nr. 142 von 1870) tragen wir Ihnen auf, eine 1 1 2 Zusammenstellung über die Obsterndte dieses Jahres thunlichst genau . N. uam und sorgfältig zu fertigen und uns solche binnen 8 Tagen vor⸗ cu zulegen. 8 Dieselbe hat zu enthalten: 95 8 a) den Ertrag und Erlös der verschiedenen Obstarten der Ge— trtetg- An Nu mien Deutsches Reich. urgechen n 12 Darmstadt. Gleichzeitig mit seinen An- T urägen binsichtlich der Vorlage die Erhöhung der r val rien m Minimalgebalte der evangelischen und katholischer e le, e Sfarrstellen betreffend hat der Ausschuß folgenden Antrag wegen Bewilligung der Kosten zur Ab⸗ haltung der außerordentlichen evangelischen Landes- ssynode aus Staatemitteln gestellt: Die Kammer wolle der Regierung den angeforderten Betrag won 12,000 fl. zur Bestreitung der durch die Ab. haltung der zur Berathung des Entwurfs einer Verfassung der evangelischen Kirche des Groß- werzogthums zu berufenden außerordentlichen Synode unter dem Vorbehalt den Ständen nach deren „en De Be — Samet Bee! tiitt Bi b det Natut a let peilt ett n Ante Fetns i Verwendung darüber abzugebender besonderer spe⸗ — An In scieller Rechenschaft, nach Antrag des einen Theils un ben rng des Ausschusses definitiv, nach dem Antrag des 57 ant uf anderen Theils vorlageweise zur Verfügung stellen. 10 4— Dem vortragenden Rathe im Ministerium 10 4 0 des Innern, Dr. Jaup, ist das Referat der 2207760 evangelischen geistlichen Angelegenheiten und des 8 i kin Schulwesens zugetheilt worden. — Pfarrer Ewald dahier wurde vom Groß ee, berzog zum Dekanats verwalter des Dekanats A Darmstadt ernannt. Die definitive Ernennung der 1 Dekane des ganzen Landes wird erst erfolgen, das wenn die Wahlen der Dekanatssynoden überall . statigefunden. — Wie es heißt, dürfte der den 14. d. M. zusammentretende Landtag in der ersten Hälfte des f. M. geschlossen und würden sofortige Neuwahlen ausgeschrieben werden. — Man spricht davon, daß in der nächsten Zeit sehr umfassende Personalveränderungen im Offizierscorps der hessischen Division, namentlich des 1. Infanterieregiments Nr. 115, durch Ver⸗ ofen 8 setzung 5 Pensionirung bevorstehen würden. 4— ie es scheint, ist die Militärbehörde Auurbeng nunmehr gewillt, von der Mitversetzung der Militär- — ö Aerzte namentlich des niederen Grades bei ein- tretendem Garnisonswechsel abzugehen. Sie hat U den Assistenz-Aerzten des nach Mainz verlegten b 3. hess. Infanterieregiments Nr. 117 gestattet, in 3 ihren seitherigen Garnisonen Darmstadt, Offenbach becher, und Worms zu verbleiben. Sie soll durch den e sehr empfinrlichen Mangel an Aerzten hierzu ge- 1 I zwungen worden sein; auch war nur durch diese 1 Maßregel der Abgang aller Assistenz⸗ Aerzte des 1. Regiments zu umgehen. *— Dem„Fr. 3.“ wird von bier berichtet: Das noch in Mainz besindliche erste Bataillon des großh. hess. vierten Infanterieregiments Nr. 118 wird nebst Stab jetzt doch, und zwar schon Ende dieses Jahres, hierher verlegt werden. Die Mainzer Garnison wird zwar um ein Bataillon verstärkt, man soll jedoch entschlossen sein, diese Verstärkung durch Verlegung des in Hanau garnisonirenden Bataillons des Füsilierregiments Nr. 80 zu be— werkstelligen.— Wie wir hören, soll dem hiesigen Mangel an Casernen durch Einrichtung des Kriegs ministerialgebäudes, nach Abwicklung der dem früheren hessischen Kriegsministerium noch obliegen— den Geschäfte, in eine solche abgeholsen werden. An Stelle des auf seinen Wunsch von den Functionen als Großherzoglicher Bevollmäch⸗ tigter zum Bundesrath des Deutschen Reichs ent— hobenen Großherzoglichen Obersteuerdirectors Ewald ist der Großherzogliche Ministerialrath im Miai— sterium des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern Dr. Carl Neidhar dals Großherzoglicher Bevollmächtigter zum Bundesrath des Deutschen Reichs ernannt worden, — Der seither im Ministerium des Innern verwandt gewesene Regierungs⸗Accessist Max v. Gagern ist zum Ministerialsecretär vorgerückt. Mainz. Wie die„Mainz. Ztg.“ aus guter Quelle vernimmt, werden Seitens des bessischen Ministeriums die zur Verwirklichung des Stadt. erweiterungsvertrags noch erforderlichen Schritte mit solcher Raschheit bethätigt, daß voraussichtlich in sehr kurzer Zeit diese Angelegenheit zum defi⸗ nitiven Abschluß gelangen wird. Berlin. Bezüglich der jüngsten Eisenacher Versammlung schreibt die„Prov. Corresp.“: Die tiefgehende Wichtigkeit der verhandelten Fragen und der damit zusammenhängenden Staatspflichten wird von der Reichsregierung so entschieden an- erkannt, daß dieselbe im Begriffe steht, sich über die allgemeinen Gesichtspunkte und Aufgaben zu: nächst mit der österreichischen Regierung ins Ein verständniß zu setzen. Gemeinsame Bergthungen werden in wenigen Wochen stattfinden. — Bekanntlich beabsichtigt der Reichskanzler die Errichtung eines Reichsamts für öffentliche Gesundheitspflege. Nach neueren Meldungen soll dieses Amt, welches übrigens nur eine Oberauf— sichtsbehörde über den in einzelnen Staaten zu gründenden besonderen Gesunpbeitsämtern darstellen soll, aus ordentlichen(practisch thätigen und or— ganisirenden) und außerordentlichen(theoretisch beobachtenden und begutachtenden) Mitgliedern bestehen. — In den Münzstätten, welche mit Aus- herrscht andauernd eine sehr lebhafte Thätigkeit. Für die volle Durchführung der Goldwährung ist die Ausprägung einer Menge von Goldmünzen im Betrage von 500 Millionen Thalern erforder⸗ lich. Davon sind seit Beginn der Ausprägung, also in etwa ¼ Jahren, 100 Millionen Thaler gefertigt. Es sind dazu 3,600,000 Stück Napoleons; diors, das übrige in Barren erforderlich gewesen. Monatlich werden für 13 Millionen Thaler Gold⸗ stücke geprägt. Der Bezug des erforderlichen Materials erbeischt, soll einer störenden Einwirkung auf die Goldverhältnisse entgegengearbeitet werden, ein nach jeder Richtung hin vorsichtiges Verfahren. — Bei dem landwirthschaftlichen Ministerium sind neuerdings wieder Nachrichten über den Stand der Rinderpest zusammen gestellt worden. In Galizien berrscht bie Seuche an 5 Orten, in der Bukowing an einem Orte. In den übrigen Ländern Oesterreich Ungarns ist die Krankheit nicht vorhanden. — Nach hiesigen Blättern sind die Schul⸗ verfügungen, welche an Stelle der Regulative treten sollen, so weit gefördert, daß sie noch vor Eröffnung des Landtages publieirt werden können. Man darf allgemein begierig sein, ob sich mehr als der Name am System ändert. Die voraus- gegangenen Berathungen mit Schulmännern waren in ihren Ergebnissen nicht geeignet, auch nur be⸗ scheidene Hoffnungen auf eine freisinnige Behandlung der Schulfrage zu ermuthigen. — Wie die„Mont.-Ztg.“ mittheilt, wird Fürst Bismarck schwerlich vor Ende des Jahres nach Berlin zur Wiederaufnahme seiner gesammten Amtsgeschäfte gelangen. Mit ziemlicher Gewißheit wird angenommen, daß er sich an den Landtags- verhandluagen gar nicht betheiligen wird. Der Abbruch der letzten Baracken im Weichbilde der Stadt Berlin ist jetzt erfolgt. Es hat sich dabei berausgestellt, in wie hohem Grade die Angaben und Gerüchte über die Wohnungs⸗ notb in Berlin übertrieben waren. Die Durch- schnittszahl der Obdachlosen, welche im Arbeitshause untergebracht wird, beläuft sich auf 200 bis 300 Köpfe. Sie erreichte durch den Wohnungs- wechsel nur eine Steigerung um 100 Köpfe, ob- wohl für 1200 Personen Raum geschafft war. Der letzte Abbruch der Boracken hat die Obdach losen im Arbritshause um sechs Familien mit 23 Köpfen vermehrt. Königsberg i. Pr. Nach einer hier einge⸗ gangenen telegraphischen Nachricht hat der der prägung der Reichs goldmünzen beauftragt sind, hiesigen Rhederei angehörige Dampfer„Saladin“ ——. schrift Barthelemy's an den Savoyer Deputirten, bestreitet indeß, daß Thiers zu der Zuschrift die im Sunde einen schwedischen Schooner übersegelt. Von der Mannschaft des letzteren sollen nur 3 Per- sonen gerettet sein. Nürnberg. Die Ende dieser Woche hier stattfindenden Conferenzen des bayerischen und des würtembergischen Justizministers sind, dem Ver- nehmen nach, durch das Reichsgesetz über die Ge währung der Rechtshülfe veranlaßt und bezwecken die Abänderung resp. Beseitigung der in den be— züglichen Jurisdictionsverträgen beider Staaten dem Reichsgesetze enigegenstehenden Bestimmungen. Ausland. Oesterreich. Im Auftrag des Vorstandes des österreichischen Hauptvereines der Gustav-Adolf— Stiftung wurde eine tabellarische Darstellung der evangelischen Volksschulen Oesterreichs gefertigt. Wir entnehmen derselben Folgendes: In den 13 Provinzen des Kronlandes befinden sich 395 evangelische Schulgemeinden mit einer Seelenzahl von 354,849 An denselben wirken 216 Pfarrer und 16 Vicare, 526 Lehrer und 16 Lehrerinnen, unter diesen sind 32 akademisch, 112 in Seminarien gebildet. Die geringste Besoldung beträgt 30 fl. in Galizien und die böchste 2000 fl. im Küsten: lande. In 218 Schulen ist die deutsche, in 119 die böhmische, in 34 die ungarische, in 18 ge— mischt deutsch ⸗slavische und die polnische Sprache die Unterrichtssprache. Schweiz. In Basel soll ein elsässisch⸗ lothringisches Lyceum errichtet werden, um einem „Bedürfniß“ zu entsprechen, das noch etwas räthselbaft ist. Eine anonyme Gesellschaft soll mit einem Capital von 100,000 Fr. zu jenem Zwecke erst noch gebildet werden. Frankreich. Der„Temps“ sagt: Ein Brief Barthelemy St. Hilaire's an einen Deputirten von Savoyen kritisirt, indem er die persönlichen Eindrücke Thiers resümirt, das Benehmen Gam- betta's und wirft ihm vor, die Republik compro- mittirt und dem Anscheine nach den Volkshaß gegen die Bourgevisie erregt zu haben.— Die „Agence Havas“ bestätigt die Richtigkeit der Zu- Veranlassung gegeben habe. Die Zuschrift gebe lediglich Barthelemy's persönliche Ansichten wieder. — Der oberste Kriegsrath ist jetzt definitiv zusammengesetzt; man nennt als Mitglieder des- selben den Marschall Mac-Mahon, den Prinzen von Aumale, den Gouverneur von Paris l' Ad- mirault, und, trotz einer früheren Meldung, den Marschall Canrobert. Letztere Ernennung würde im Publikum einen sehr schlimmen Eindruck machen; man versichert, daß mehrere Minister Thiers zu bestimmen suchten, den Marschall von der Liste zu streichen. Seine Mitwirkung an dem Staats- streiche und die Stellung, die er am kaiserlichen Hofe einnahm, sind noch in zu frischer Erinnerung, — Die Demission Picards, des französischen Bevollmächtigten in Brüssel, wurde von Thiers angenommen. — Wie aus unterrichteter Quelle verlautet, hätte Italien dem Cabinet von Versailles in den Unterhandlungen bezüglich des Handelsvertrages wichtige Zugeständnisse gemacht und würde der Abschluß der Verhandlungen als bevorstehend betrachtet. Belgien. Brüssel. Am 29. d. M. ver⸗ sammelt sich hier eine internationale Conferenz ieraelitischer Deputirter Behufs Bildung einer Commission zu Untersuchung der Lage der Juden Rumäniens. Amerika. Da die Vereinigten Staaten noch immer keinen Postvertrag mit Frankreich haben, und dadurch viele Unannehmlichkeiten entstehen, so hat Washburne, der amerikanische Gesandte in Paris, Verhandlungen zur Erreichung eines solchen begonnen.— Der Opiumconsum in den Ver- einigten Staaten nimmt in erschreckender Weise überhand. Vom 30. Juni 1869 bis 30. Juni 1870 wurden 4,073,744 Unzen importirt, in dem darauf folgenden Jahre aber bereits 5,041,936 Unzen. Also in einem einzigen Jahre eine Zunahme von 24 Procent. In Homburg soll nach dem„Schw. M.“ ein wunderliches Gerücht verbreitet sein und dort Glauben finden. Herr Blanc soll nämlich mit dem Gedanken um⸗ gehen, in den oberen Räumen des Kurhauses nach Schluß der Spielbank, also wohl vom 1. Januar 1873 an, ein „internationales Kasino“ zu errichten, dessen Besuch nur durch ein sehr bedeutendes Entree ermöglicht werde. Dort sollen Concerte gegeben und allerhand Unterhaltungen ge⸗ boten werden, wie sie eben in den höheren Gesellschaften Gebrauch sind, also wohl auch Kartenspiele ꝛc. Gießen. Nachdem in voriger Woche am Bahnhof ein Korb voll Butter, 56 Pfund, gestohlen worden war, ist in der Nacht vom 8. auf dem Perron ein Rehbock gestohlen worden. Bereits ist es der Polizei gelungen, die drei Reh⸗ bockdtebe zu ermitteln. Zwei davon— den Material⸗ Verwalter der Main-Weser-Bahn J. und einen Bureau⸗ gehülfen derselben Bayn N., hat sie in's Gefängniß ge⸗ bracht. Hoffentlich werden sich jetzt die Diebstähle auf unseren Bahnen vermindern. Frankfurt. Der Hauptmann im viesigen Lösch⸗ bataillon, J. Gramm, wurde von der Krupp'schen Fabrik in Essen beauftragt, einen nach dem von ihm er— dachten Systeme construirten Feuerwehr⸗Mannschaftswagen, der gleichzeitig als Requisiten- und Rettungsgeräthschafts⸗ wagen dienen kann, anfertigen zu lassen. Derselbe bat seine Aufgabe gelöst und der Wagen wurde von Fach— männern Ende verflossener Woche geprüft und einstimmig als höchst praktisch befunden. Der Wagen, welcher gleich— zeilig die Spritze mit zur Brandstätte befördert, hat Platz für 12 Mann Feuerwehr und führt neben Hydranten, Handspritzen, Steigleitern, Feuerhaken, Brecheisen, Schaufeln, leinene Feuereimer, Gurten, Leitern ꝛc., noch 700 Fuß des besten Schlauchs in Längen von 50 und 25 Fuß mit sich. Frankfurt. In der Sitzung des Landwirth⸗ schaftlichen Monatsclubs vom 7. d. kam, durch die Gräflich Laubach'sche Guts verwaltung angeregt, die Mangelhaftigkeit und Unzuverlässigkeit der Notirungen der Frankfurter Fruchtpreise zur Sprache und die Mittel, diesem Uebelstande abzuhelsen. Man verkannte allseitig die großen Schwierigkeiten nicht, welche sich einem genauen Frucht- und Viehmarkiberichte entgegenstellen. Um wenigstens annähernd einen der Wahrheit entsprechenden Bericht auf zustellen, beschloß der Club, diese Angelegenheit vorerst ver— suchsweise für seine Mitglieder in die Hand zu nehmen. Frankfurt. Die Sechskreuzertage des Zoologischen Gartens wurden in dem zurückgelegten Sommer von circa 24,000 Menschen benutzt. Die Zwölfkreuzertage von circa 20 000. Seligenstadt. Vor einigen Tagen feierte die biesige evangelische Kirchengemeinde ein ebenso schönes, wie in seiner Ausführung gelungenes Fest, nämlich das 25jährige Jubiläum der hiesigen evangelischen Kirche, mit welcher im Jahre 1847 der Gustav-Adolph⸗Verein die hiesigen Prote⸗ anten beschenkt hat. Darmstadt. Der am 9. d. eröffnete deutsche Frauen⸗ tag war zahlreich besucht. In der im Palais der Prin- zessin Ludwig staltgefundenen Delegirten-Versammlung waren 50 Damen als Delegirte anwesend. Die Bethei— ligung von Darmstädter Damen ist eine zahlreiche. Mainz. In unserer Zeit der Arbeitseinstellungen dürfte ein Fest, wie es kürzlich in der Gastell'schen Waggon⸗ fabrik geseiert worden ist, zu den selteneren gehören. Die Fabrikbesitzer veranstalleten nämlich zu Ehren eines braven Arbeiters, welcher seit 50 Jahren ununterbrochen als Schmied in der genannten Fabrik beschäftigt war, ein sest⸗ liches Mahl, überreichte ihm ein werthvolles Ehrengeschenk und pensionirte ihn mit seinem ganzen nicht unbedeutenden Gehalt— gleich ehrend für Arbeitgeber und Arbeitnehmer! In wenigen Monaten wird diesem Jubilar in derselben Fabrik ein zweiter nachfolgen. Wiesbaden. In Folge des Concurrenz⸗Aus⸗ schreibens für ein National⸗Denkmal auf dem Niederwald sind 37 Entwürfe eingegangen. Das Preisgericht hat jetzt nach eingehender Prüfung sieben Projecte für die engere Concurrenz ausgewählt, von denen drei als die besten anerkannt wurden. Dennoch konnte die Jury keinen dieser Entwürfe zur Ausführung empfehlen, da kemer der vor⸗ liegenden Aufgabe vollständig genüge und außerdem die Kosten eines jeden derselben die vorgesehene Bausumme mehrsach übersteigen würden. Obgleich nun nach den Be⸗ stimmungen des Programms die Jury berechtigt war, gar keinen Preis zu erteilen, so nahm man doch im Interesse ber Kunst von dieser Bestimmung Abstand und erkannie Ehienpreise von 1500 Thlr., 1000 Thlr. und 500 Thlr. Die Verfasser der dret prämürten Entwürfe sind, wie sich nach Eröffnung der mit Moltos versehenen Couverts ergeben hal, von Nr. 7 Architect A. Eggert zu Berlin, von Nr. 27 Prof. Jobannes Schilling zu Dresden und von Nr. 13 Architect A. Paper in Dresden. Wiesbaden. Das letzte Betriebsjahr der Spielbank liefert außerordentlich günstige Resullate; die Dividende für das Sommerhalbjahr wird 53 pCt. für die noch nicht amortisitten und 50 pCt. für die bereits amortisirten Actien beiragen. Der Kursonds für Wiesbaden und Ems ist schon ganz gebildet; außerdem wird beabsichtigt, bei Auflösung der Gesellschaft sämmilichen Bank- Angestellien ansehnliche Gralificalionen zu verwilligen.— Dieser Tage in ein Engländer wegen an der Spielbank versuchter Aus⸗ gabe falscher 25 Tyalerscheine verhaftet und in das Kreis⸗ gerichtsgefängniß abgeliefert worden. Wiesbaden. Nach wochenlanger Verhandlung ist jetzt der Verkauf des gesammten Kurhaus Inventars (Mobiliar und ein Theil der Orangenbäume) an die Siadtgemeinde perfect geworden. In den Verkauf einge— schiossen sind auch einige Immobilien, Musikpavillon, Gas⸗ leitungen u. s. f. Durch diesen Verkauf, der für beide Theile, Stadtgemeinde wie Kurhaus-Administration resp. kann, ist der Gemeinde die Möglichkeit geboten, den Winter über ohne Unterbrechung die Kursäle offen zu balten und gründete Kurcapelle kaun nunmehr mit Januar ihre Thätigkeit beginnen, und, wie wir hören, sollen jetzt, nachdem die Mobiliarfrage entschieden ist, sofort die An⸗ auswärtigen Journalen publicirt werden. 8 Stadt sogenannte übergesiedelte amerikanische Familien, geben an, auf einem Landgute in der Nähe zu wohnen, machen in Juwelter- und Manufactur⸗Läden kleine Ein⸗ käufe und geben meistens 10, bis 50⸗Dollar⸗Noten als Zahlung, um desto größere Summen an deutschem Gelde als Herauszahlung zu erhalten; da nun diese Noten(der consöderirten Staaten) längst entwerthet sind, so haben die unkundigen Verkäufer somit ihre Waare und ihr baares Geld verloren. Wahrscheinlich werden diese amerikanischen Schwindler auch andere Orte mit ihrem Besuche beglücken, weßhalb eine Warnung im allgemeinen Interesse liegen dürste. Aachen. lingen verkaufte seinen Jagdhund an einen Jagofreund in Verviers. Das Thier wurde Station Lindern auf der Eisenbahn verladen und mit nach Verviers genommen. Am Tage nach der Ankunft wußte der Hund sich loszu⸗ arbeiten und gelangte am zweitfolgenden Tage in seiner alten Heimath an. Das Thier hat vorausfichtlich der Eisenbahn entlang seinen Weg zum alten Herrn gefunden. Vor Zeiten verkaufte derselbe Jäger eine Hündin nach einem ungefähr 1½ Stunde entfernt liegenden Orte. Dort wurde der Hund drei Monate lang festgehalten bis er Junge geworfen. In der Voraussetzung, daß derselbe nun nicht mehr sortlaufen werde, ließ man ihn los. Am darauffolgenden Morgen fand der alte Besitzer ihn mit sieben Jungen in seiner Behausung. Es scheint also, daß die Hündin ihren Jungen zu lieb in einer Nacht sieben Mal den Weg hin- und zurückgelegt hat. Greifswalde. In der Baltischen Waggonfabrik (früher Keßler und Sohn) in Greifswalde explodirte vorigen Samstag Nachmittag der Dampfkessel, während Alles in der Fabrik in voller Thätigkeit war. Das Kessel⸗ haus und die anstoßende Schmiede wurden zertrümmert; 15 verheirathete Arbeiter fanden sefort ihren Tod, 73 Ar⸗ beiter wurden mehr oder weniger verletzt. St. Gallen. Der bei dem schweizerischen Truppen⸗ Zig.“, Herr Th. Curti, schreibt dieser:„Von den Zürchern und Graubündnern wissen unsere Soldaten mitunter elwas zu erzählen. Märchen vor Allem. Weil in Thun einige scharfe Patronen Unglück angerichtet, hat man auch hier schon scharfe Patronen sausen hören. Glücklicherweise war es nur bei den Zürchern und Graubündnern, oder, wie wahrscheinlich die Zürcher wissen, bei den St. Galler n und Graubündnern, oder wie die Bündner sich sagen werden, bei den St. Gallern und Zürchern. Außer diesen Gespenstersehereien ist nur noch von einigem Belang, daß die Zürcher im Commando durch ihren„Dialäkt“ sich auszeichnen und auffallender Weise sehr höflich sind; so heiße es bei ihnen nicht: Ossiziere und Unseroffiziere vor! sondern:„Die Herre Offizier und Unkcroffizier möchted jetzt au so guet si und gschwind e schli vor d' Front füre cho.“ Eingesandt. 2850 Gegen alle, oft mit vielem Gepränge angekündigte Zahnmittel, besonders solche, die Zahnschmerzen unfehlbar zu stillen im Stande sein sollen, ist man nachgerade etwas mißtrauisch geworden, da keines sich derart zu bewähren vermochte, daß es mehr als vorübergehende Aufmerksaw⸗ kit erregte. Ein Mittel dieser Art jedoch, das freilich etwas weniger betäubend, als reinigend und stärkend auf Mundtheile und Zähne wirkt, dadurch die Mund- und Zahnkrankheiten allmählig aber gründlich und dauernd deseitigt, macht von obiger Regel eine erfreuliche Aus⸗ nabme. Es ist dies das k. k. österr. ausschl. priv. und erste amerik. und engl. patentirte Anatherin⸗Mund⸗ wasser des k. k. Hofzahnarztes Herrn Dr. J. G. Popp in Wien, das seit länger als 22 Jahren nicht nur seinen Ruf erhalten, sondern denselben slelig weiter verbreitet und fester begründet hat. Eingesandt. 2851 Wie uns mitgetheilt wird, will Herr Leinenfabrikant Frank aus Bielefeld, welcher augenblicklich ein großes Leinen-Lager in Gießen zum Ausverkauf gestellt hat, das⸗ selbe zu Anfang nächster Woche nach hier auf 2 bis 3 Tage zum Ausverkauf verlegen. Die Fabrikate dieses Herrn sind bekaunt als ausgezeichnet, welches wir einem geehrten Publikum mitzutheilen uns für verpflichtet halten Productenbörse zu Friedberg am 10. October. 5 Heutiger Preis loco Waizen, gute Qualität, fl. 14½ /. Korn, fl. 9½. g Gerste, fl. 10¼— ½ Hafer, fl. 7—7¼. Kartoffeln, fl. 27— 5/12. N Alle Preise verstehen sich 200 Pfund= 100 Kilo. Nächsie Poduclenbörse wegen des leraelitischen Feiertages Dienftag den 15. October. g zusammenzug sich befindende Redacteur der„St. Galler Actionäre, in jeder Weise zufriebenstellend genannt werden noncen der slädtischen Kur⸗ Verwaltung, welche auf die ununterbrochene Winterkur aufmeiksam machen, in den Coblenz⸗ Seit einigen Tagen bewegen sich in hiesiger — Ein Jägersmann im benachbarten Gei⸗ in Wahrheit eine Winter⸗Kur anzubahnen. Die neuge⸗ 1 Di. N 12 * — 11 fils. 10 * 2 ul, 2862 Stahlbrigen, ganz gehärtet, fl. 1. bis fl. 2. Abonnement auf Zeitschriften. ie Unter zeichneten empfehlen sich zur Besorgung aller Journale und Heilschriflen wissenschaftlichen und populären Inhaltes, deren Zusendung moglichst Gartenlaube und Daheim rasch und regelmässig erfolgt. die Wochenummern werden jedesmal Sonntags Vormittags ausgegeben. Alle neuen Erscheinungen der Literatur stehen auf Wunsch zur Ansicht zu Diensten. Zu gef. Aufträgen halten sich auch ferner bestens empfohlen Bindernagel& Schimpflf. Das opti che Lager von L. 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Hofzahnarzt in Wien, am sichersten geheilt; zahlreiche Zeugnisse beftätigen diese Aussage, unter andern dasfenige von Herrn Prof. Oppolzer. Rector magnif, an der k. k. Hochschule in Wien. Desgleichen wird dies Zabnwasser von zahlreichen auswärtigen, sowie auch biesigen Aerzten als empfehlenswerth er— probt und häufig verordnet. Dr. J. G. Popp's Anatherin Jahnpasta. Zum Reinigen der Zähne. Besonders zu empfeblen ist selbe Reisenden zu Wasser und zu Lande, da sie weder ver⸗ schüttet werden kann, noch durch den täglichen nassen Gebrauch verdirbt. Depot in Bad Naubeim: in der Apotbeke von Dr. W. Uloth. 2839 Uueue russ. Jardinen! 2702 5 in Fässel von eirca 10 Pfund à fl. 1. 45 kr. per Fässel det Wilh. Fertsch. Eine Köchin 2819 gegensguten Lobn zum alsbaldigen Eintritt gesucht. Näheres bei der Exp. d. Bl. Ein vollständiges Schreinerwerkzeug 2857 wird unter annehmbaren Geboten Otenstag den 15. d. Mts., Nachmittags 2 Ubr, im Hause der Schreiner Friedrich Salzmann Wittwe gegen Baarzadlung verkauft. Bad-Naubeim den 9. Oktober 1872. Als Aufseher suche b. 650 Thlr. einen zuperl. Mann. Fachkenniniß nicht bedingt. Dübner. Berlin, Gtischinerstr. 85. 2856 Weiße leinene Caschentücher, 113 gestickt u. glatt, Kragen, Manschetten, Aermel, Herrenkragen, Vorhemden, Kragen& Manschettenknöpfe, Hosen⸗ träger, Moiréschürzen sowie Myrten⸗ kränze bei H. Friedrich neben der Post. Bad-Nauheim. 2859 Zur Feier der Nachkirchweihe Sonntag den 13. October Tanuzmusi Zu recht zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein F. C. Kramm. Bei Bindernagel& Schimpff sind alle in den hiesigen Sch ulbüche U Lehranstalten Einladung. eingeführten 2818 Sonntag den 13. October d. J feiert die unterzeichnete Capelle ihren ersten Jahres- tag. Dieselbe hält im engeren Kreise ein Festessen ab, beadsichtigt aber zugleich ihren ver⸗ ehrten Musikfreunden einen genußreichen Abend zu bereiten.— Demgemäß soll Abends 7778 Uhr im Simon'schen Saale eine entsprechende Feier stattfinden, zu welcher sie alle Freunde der Musik und des geselligen Vergnügens hiermit ergebenst einladet. Die Capelle Schellhaas. Bad⸗ Nauheim. Sonntag den 13. d. Mts. findet. Tanzmusik statt, wozu freundlichst einladet. D. Fritz. Obst- etc. Ausstellung zu Friedberg. 2864 Am 10. October, des Nachmitlags, geschah öffentlich die mit der Ausstellung verbundene Verloosung. Dabei waren noch viele Besucher gegenwärtig. Die Ziehungsliste ist bei Börsensekretär Faatz einzusehen. Gewinyste und Ausstellungsgegenstände sind sosort und längstens bis zum 14. October in Empfang zu nehmen, als sonst die Commission darüber verfügt. Wir können nun zum Schlußberichte schreiten. Unser Versprechen, die Ausstallung interessant, lehrreich und schön auszuführen, dürfte gelöst sein. Die all⸗ gemeinen Urtheile und der lebhafte Besuch der Ausstellung sind uns Beweise dafür. Letzterer, der Besuch, beziffert sich nahezu auf 1200 Personen. Am 9. October, des Abends,(bei Beleuchtung) waren 150 Personen, trotz Regenwetter, erschienen, darunter mehrere sogar, von auswärts. Der Zweck der Ausstellung, Anregung und Auf— munt erung zu gewähren für Ovst⸗, Garten- und Feldbau ist hiernach ganz gewiß erreich. Viele besuchende Land- wirlbe baben bereits ihre Betheiligung für die nächstjährige Ausstellung zugesagt. Ein specielles Verzeichniß über die Aussteller und Ausstellungsgegenstände ist aufgestellt und kann eingesehen werden. Dessen Aufnahme in diesen Blättern wollen wir unlerlessen, weil wir dadurch zu viel Raum beanspruchen müßten. Eine ortsweise Auskunft in dieser Beziehung dürfte iudessen allgemein interessiren, darum möge sie bier folgen: Bönsladt 1, Bruchenbrücken 1,(Schudt zu(örkelbeimer Müble), Torbeim 1, Fauerbach bei Fr. 2 Friedberg 34, Gambach 4, Nieder-Wöllstad tel, Nieder-Weisel 1, Ockstadt 45, Ostheim 4, Reichelsheim 7, Södel J, Steinfurth 2, im Ganzen 144 Ausssell er. Wir danken denselben und allen anderen Stadt und Bezirksangebörigen, welche unser Unternehmen unter- stützt und zu dessen Gelingen beigetragen haben. Hoffentlich haben wir auch den kleineren lokalen Ausstellungen diejenige Gunst erworben, welche sie verdienen und ihre Wiederholung ermöglichen. 5 Friedberg den 11. October 1872. 9 Ausstellungs⸗ Com missi on: Lang. Nebhuth. Rausch. Supp. Steinhäuser, Beigeordneter Wabl. Werner. Weinel. Mädchen-Institut in Friedberg. 0 2799 Beginn des Wintersemesters am 14. October, Aufnahme neuer Schülerinnen. Wöchentlich zweimal französische und englische Conversationsstunden für confirmirte Mädchen Anmeldungen werden von den Unterzeichneten entgegengenommen. Amalie, Marie& Lina Werner. e org Groß 5 b S 2 4 in Friedberg 2238 empfiehlt sein neuassortirtes Lager in Steingut und Porzellanwaaren, weiß, bemalt und vergoldet, ord., feine und vergoldete Hohlglas“, sowie böhmische Crystall⸗ wagten, Gypssiguren in schöner Aus wahl, Spiegel in allen Größen, viereckig und oval mit braunen und vergoldeten Rococo, glatten Nußbaum und Mahagoni⸗Rahmen, Tapeten und Borduren in den neuesten Mustern zu den billigsten, aber festen Preisen. N kl(n! Eine Wohnung, f 9 0 12848 bestebend aus 2 Stuben und einer Kammer, wird flels frisch von der Mühle bei sofort zu miethen gesucht. Neflectanten wollen Wilh Fertsch. tion diesen in neuester Auflage und guten Einbänden stets vorräthig. 2854 Haas, Kreis ⸗Assessor. 2402 Productenbörse in Friedberg Da Donnerstag den 17. Oktober israel. Feiertag, so ist nächsten Diens⸗ tag den 18. Oktober Ausnahmebörse⸗ tag. 2865 Preis⸗Kegel⸗ Schieben. 2855 Sonntag den 10. d. M. findet das Stechen auf den Hammel stalt, wozu sreundlichst einladet Bad Nauheim. H. Aletter, „Zur Wald lust.“ Uachkirchweihfest zu Porheim. 2553 Sonntag den 13. d. Mts. findet in meinem Saale Tanzmusik statt, wozu höflichst einladet 8 5 K. Bingel. ee Ball für Zstacliten. 2858 Donnerftag den 24. d. Mis. findet in dem Gast⸗ haus zum deutschen Haus in Rodheim Ball für Israeliten statt. Hierzu ladet höflichsf ein Das Comité. Heuer Laberdan! 2847 bei Wilh Fertsch. 0 i 9 Unterhosen. Hefen i Zu verkaufen. 8. 2840 Abzugs halber find billig zu haben 12 doppel⸗ wändige Dzierzonstöcke, elegant gebaut, wovon mit deutschen Bienen be⸗ 5 setzt sind; dazu ein schönes und solldes, in Holz gebautes Bienenhaus; 2 deutsche Bienenvölker in Strohflulpen; verschledene zur Blenen⸗ zucht gehörige Gegenstaͤnde. Näheres zu erfragen bei Herrn F. Möckel en Bad Naukeim. Annonce. 2861 Eine geräumige Hofraithe in der besten Lage der dreiten Straße, in weicher seit Jahren ein Ladengeschäft mit bestem Erfolge betrieben wurde, ift aus freier Hand zu verkaufen. Näberts zu erfragen bet der Exp. d. Bl. Urgenschirme 67 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen Preisen bei K. Friedrich neden der Post. Kirchliche Anzeigen für Iriedberg. Eouoangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr, Pfarker, Baur. 20. Sonntag nach Trinitatis. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Pfaxter Köhler. Nachmitlags: Herr Pfarrer Baur.. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags; Herr Pfarrer Diegel. ö Katholische Gemeinde. Samstag um 4 Uht Nachmitlags Beichte. 21. Sonntag nach Pfingsten. Vormillags: 10 Uhr Hochamt und Predigt. Nachneittags: ½2 Uhr Cbristenlehre und Andacht. des Gottesdienstes an den Wochentagen sich gef. an die Expeditlon dieses Blattes wenden. Mein Baumstück Ein Backofen— Arotzsteine 2863 am Pfassenbrunnen staht aus sreier Dand zu ver⸗ 2860 ißt auf den Abbruch zu verkaufen. Armengasse kaufen. Chr. Hofmann Witwe. Nr. 4 in Bad- Homburg. (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 41, Praktischer Rathgeber Nr. 10 und eine Beilage.) Beginn a Morgens ½d8 Uhr. 2 f Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel&. Schimpff. 4 A A Ä 1 2 17. Oktetg sten Dien snadacbö — Schielen det Sata 1 rttt „Alettet, Denn! 2 — Hachen 1211 eb! Fertsch. 1 . He verkaufen, eth in 7aber LL Beilage. Ober 120. hessischer Anzeiger. . eee Pfänder-Versteigerung der Pfand⸗ und Leih ⸗Anstalt zu Friedberg. 2788 Montag den 4. November l. 3., Vormittags 9 Ubr anfangend, werden in biesigem Rathhause alle bis zu diesem Termin die Verfallzelt erreicht habenden und nicht ausgelösten Pfänder der hiefigen Pfand- und Leibanstalt, destehend in Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weißzeug, Manns Bund Frauenkleidern, goldenen und sudernen Taschenuhren, sowie sonfiige Gegenstände öffent- lich meistbietend gegen Baarzahlung versseigert. Gleichzeitig wird bemerkt, daß die Auslösung und Renovation der Pfänder nur an den hierzu bestimmten Tagen, Dienssag Donnerstag und Samflag, statifinden kann und daß das Pfandhaus vom 2. November dis zu deendigter Versteigerung geschkossen bleibt. Die Großherzoglichen Bürgermeisteren des Kreises Friedberg werden ersucht, dies im Interesse ihrer Ge⸗ meindeangehörtgen ortsüblich bekannt machen zu lassen. Friedberg am 3. October 1872 Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Foucar. 2824 irriger und mißbräuchlicher Zur Vermeidung Auslegung der Pos. 1 alinea 1 und 4 des Abschnitts II. Gepäckdeförderung auf Seite 6 des Tarifs für den Lokalverkehr der Maln⸗Weser⸗Bahn vom 1. Februar 1869 bringen wir hierdurch zur Kenntniß, daß die Reisenden III. Klasse 50 Pfund Freigepäck, oder freie Beförderung einer nicht zu großen Traglast, nicht aber beides zugleich zu beanspruchen haben. Es kann somtt demfenigen Reisenden, welchem auf ein Billet III. Klasse Freigepäck expedirt wird, nicht auch noch die frete Be⸗ förderung einer Traglast und umgekehrt bei Aufgabe elner Traglast nicht auch die freie Beförderung von Reisegepäck gewährt werden. Cafsel den 30. September 1872. Königliche Direktion der Maln-Weser Bahn. * Hofraithe-Versteigerung. 2823 Montag den 14. Oktober d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in biesigem Rathhause die zum Nachlasse des Friedrich Karl Waßmutßh dahier gehörenden delden Hofraithen: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. II. 659. 7,6. Hofraithe in der Stadt, II. 660. 23,7. Hofraithe daselbst auf freiwilligen Antrag der Erben behufs Erbabthei⸗ lung nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Frtedberg am 7. Oktober 1872. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. Arbeits- Vergebung. 2852 Dte zur perstellung der Schloßgartenmauer im Großh. Schlosse zu Friedberg erforderliche Steinhauer arbeit veranschlagt zu.... 448 fl. soll im Subuassions wege vergeben werden. Die Uebernehmer haben ihre Offerten verstegelt mit der Ausschrift: Submission für Steinhauerarbelt zur Herstellung der Schloßgartenmauer zu Friedberg bis längstens den 26. October, Vormittags 11 Uhr, bei unterzeichneter Stelle einzureichen, woselbst Voranschlag und Bedingungen offen liegen. zrtedberg am 10. October 1872. Großherzogliches Kreisbauamt Frledberg. Reuß. Versteigerungs⸗ Anzeige. 2838 Montag den 14. October d. J., Vormittage 11 Uhr, werden in hiefigem Rothhause ea. neun Malter Hafer und ca. acht Ceptner Grummet öffentlich an den Meistbtetenden verstelgert. Zrledberg den 8. October 1872. 10 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. eee Güter ⸗ Verpachtung. 2870 Montag den 14. Oktober d. J., Abends 5 Uhr, sollen auf dem Ralhhause zu Ober Rosbach die dem Augustiner Schulsonds gehörenden, in der Ge⸗ markung Ober⸗ und Nleder-Rosbach gelegenen Grund⸗ fie parzellenweise, etwa 2½ Morgen, nochmals oͤffentlich meiftbietend verpachtet werden. Frtedberg den 11. Oktober 1872. Suacgh Mead n üg 2770 Mit dem neuen Schuljahre, welches Dienstag den 22. Oktober beginnt, mögen— Anmeldungen von 10jährigen Schülern und alteren Samstag den 19. Oktober, Vor— mittags von 9— 12 Uhr, in dem Realschulgebäude(Conferenzzimmer) unter Beibringung von Zeugnissen der bisherigen Lehrer bei der unterzeichneten Behörde gemacht werden, worauf Montag den 21. Oktober, Vormittags 8 Uhr, für die neu aufzunehmen— den Schüler die Prüfung stattfinden wird. Für die Aufnahme der 8; und gjahrigen Schüler in n wird der Termin(etwa 3 Wochen später) noch besonders bekannt gemacht werden. Bedingungen fuͤr die Aufnahme solcher Sjährigen Schüler sind Keunntniß der Addition und Subtraction mit ganzen unbenannten Zahlen, einige Sicherheit im Lesen und Schreiben deutscher Schrift(letzteres noch ohne Feder), für ältere Schüler die aus unserm Programme zu ersehenden Kenntnisse. Wir machen besonders darauf aufmerksam, daß der französische Unterricht mit dem 9. Jahre in der Vorschule beginnt. Großherzogliche Direktion der Realschule zu Friedberg. Dr. M b ler M erkauf von abgängigem Grubenholz. 2830 Mittwoch den 16. d. Mts., Nachmittags 2 Ubr, sollen auf dem Dorheimer Bergwerk 55. gängiges Grubenholz und Zimmerspäne öffentlich verkauft werden. 5 g. Bad⸗Nauheim den 10. October 1872. Großberzogliches Bergamt Dorbelm. e cklen burg. Selters⸗ und Sodawasser 2634 aus der Mineralwasser-Anstalt von Julius Zeiße in Marburg empfiehlt in stets frischer Füllung zu den billigsten Preisen C. Th. Kranz in Friedberg. Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actien-Gesellschast. Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG& NEW-vooRR vermittelst der Post-Dampfschiffe Westphalia, Mittwoch, 16. Oct. Thuringia, Mittwoch, 30. Det. Holsatia, Minwoch, 23. October.“ Morgens. Hammonia, Sonnabend, 2. Mov. Germania, Sonnabend, 26. Oet. Eimbria, Mittwoch, 6. Nov. Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Crt. Rihlr. 165, Zweite Cajüte Pr. Crt. Rihlr. 100, Zwischendeck Pr. Crt. Rthlr. 55. 25 Näheres bei . dem Schlffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Hamburg, sowie den allein für das Großherzogthum Hessen zum Abschluß von Ueberfahrtsver⸗ trägen concessionirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie F. J. Bothof in Mainz (krüher Carl Racké& Cie.) Friedberg bei Chr. ** Morgens, Hecht. * egen II 1 ue Gunphf a0%.!.......... 2 3 Per Paguet 4 Sgr. S oder 14 Kr,. rustleiden 2 Sachen 4 Sr fee S 2 2 S SMENTIONS 2 ee N WIN K.— 2 ere) e 5 5 e * 2 5 ane 1 5 2 2 300 Aus der Fabrik des Hoflieferanten Franz Stollwerck in Köln a. kih. Prämtirt 1867, 1860, 1857, 1855. Beltebtes Hausmittel gegen Reizbusten, Raubhekt im Halse, Verschlelmung und jeglsche Brufsaffectlon. Mit Gebrauchsanweisung in versiegelten Packeten 3 14 kr., ßets vorrätbig in Friedberg bet Wilh. Fertsch, u Butzbach bel Val. Wießler, in Hungen bei A. Buch, in Bad⸗Naube lm bei Ph. Jac. Weiß. Pferde- und Wagen Versteigerung in Homburg v. d. H. Dienstag den 22. Oktober l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, läßt der Unterzeichnete in seiner Rebausung„Schwedenhos“ in Homburg v. d. H. gegen gleich baare Zahlung verffeigern: 30 9 f de meistens Luxus- und Oeconomie-Pferde, darunter 4 Paar gut gefahrene Doppel⸗ er Ponnys. 20 W᷑̃ n nemlich: 6 Landauer, wenig gebraucht, elegant; 4 Glas⸗Caleschen, eine neu, die age 7 ondern ein- und zweispännig; 2 Mylords, Victoria, zweisitzig; 1 Phaeton, zum Versetzen, elegant; 1 Coupé, wentg gebraucht; 2 Breaks, vierfitzig; 1 Break, achtsitzig mit Verdeck, in gutem Stand; 2 Korbwagen, drei- und viersitzig, ein- und zwelspaͤnntg, 1 Korbwagen, viersitzig, mit Doppel⸗Verdeck Ferner Schlitten⸗Untergestelle zu den geläute ꝛc. ꝛc. ü Nähere Auskunft kann Herr Krelsthierarzt Rübsamen in Pomburg v. d. H. ertheilen. Wilhelm Nuppel, orbwagen, mebrere gutgehaltene Pferdegeschirre, Schellen⸗ Großherzogliche Bürgermelsterel Friedberg. Nouc ar. 2813 Schw edenhof. — —— . TTT . M. Fuhrländer Nachfolger, 85 Fahrgasse 85 in Frankfurt a. M. 2772 Durch große Partie-Einkäufe in Leipzig und durch meine direkten Beziehungen mit den ersten Fabriken ist es mir möglich, auch für nächste Saison mein reich sortirtes Lager zu den bekannten billigen Preisen zu empfehlen. Die Preise sind nicht nach halbem Meter, sondern nach Ellen berechnet. Großes Manufakturwaaren⸗Lager. 1000 Stück/ breite ächtfarbige, lila, rosa, gelbe, braune Cattune für Kleider und Uederzüge, die Elle 9 und 10 kr. 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Stück fl. 4. 30 kr. 500 Stück schwere graue Belt und Pferdedecken, das Stück fl. 2. 30 kr. fl. 3. 500 Paar schwere weiße Piquedecken und Vietoriadecken mit Fransen für zweischläfrige Betten, das Stück fl. 2. 30 kr. b 100 Dutzend weiß seine Tischtücher, 2½ Ellen lang, 2 Ellen breit, das Stück 45 kr. 100„ Haadtücher, das Dutzend von fl. 3. an, die Elle von 6 ke. an 500„ weiße, rein leinene Danentaschentöcher, das Dußend fl. 2. 30 ke. Große rothe Cachemires⸗Tischdecken, das Stück fl. 1. 45 kr., fl. 2. g Gtoße rothe Cachemtres⸗Commodedecken, das Stück fl. 1. fl. 1. 24 kr. 8/1 breiten, reich ramagirten Vorhangsmull mit Bogen, die Elle 12 kr. 10% breiten, reich ramagirten Vorhangs mull mit Bogen, die Elle 18 kr. Prima⸗Shirting, grau, weiß, schwarz, die Elle 7 kr. g 5 und 10% bretten Zwillich, Federleinen, Strohsackleinen und graue, gelbe weiße Servietten zum Fabrikpreise. Musterabschnitte sämmtlicher Artikel sende in reichster Auswahl franco per Post. Auch die kleinsten Aufträge werden wie bisher bestens besorgt und bitte mir das bisher bewiesene Vertrauen auch weiter zu erhalten. Sonntags ist mein Laden den ganzen Tag offen. Bekanntmachung. 2871 Montag den 14. Oktober d. J., Vormittags 10 Uhr, werden in hiesigem Rathhause die nachverzeich⸗ neten Gülerstücke, dem Augustiner Schulfonds gehörend, nämlich: emarkung Friedberg. 1) Flur 7 Nr. 28 398 Klftr. Acker im kleinen 8 Wartseld, 2734 11 Acker im Groß- „ 79.6—294 wartfeld nochmals öffentlich an den Meistbietenden verpachtet. Friedberg den 11. Oktober 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Foucar. Arbeits ⸗Versteigerung. Ernst Eichel berg, Haasengasse 9, am neuen Markt Frankfurt a. M., Bank- Commissions-Geschäft. An- und Verkauf aller Arten von Staatspapieren, Actien, Anlehensloosen ꝛc. 2837 Dienstag den 15. Octoder 1872, sollen auf dem Prompteste Ausführung aller Aufträge für die Börse. Raihhause zu Nieder⸗Weisel, Nachmittags 2 Uhr, nachstehende Arbeiten einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden: Incasso aller Sorten hiesiger und auswärtiger Coupons und Wechsel. 1) Maurerarbeit laut Kostenüberschlag 18 fl. 2) Steinbauerarbeit 38 Schneider, Bezirks-Bauaufseher. Jecker Verpachtung. 2867 Oienstag den 15. Oktober, Nachmittags 1 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhaus ungefähr 22 Morgen Ackerland an der Hockenmühle und Kubweide, der hie— sigen Gemeinde gehörig, parzellenweise auf weltere 9 Jahre öffentlich meiftbietend verpochtet werden. Fauerbach b. Fr. den 10. Oktober 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach b. Fr. Helfrich. Annonce! 2471 Herrn Wilhelm Fertsch haben wir den Ver kauf unserer Seifen übertragen und denselben in der Stand gesetzt zu Originalpreisen zu verkaufen. Frankfurt a. Mm. L. Dalton& Cie. In Bezug' auf Vocstebendes empfehle Clycerin⸗ seifen⸗Abfall das Pfund 30 kr., Toilettenseifen⸗ Abfall das Pfund 24 kr. ꝛc. c. Wilh. 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