— — — L 2 DN Nat — Nat, Haaf 2 ier 120 96. S U— k. . = 4.— 8 — 2 5 H rkaufen sbeim tt Pulver attessels, tis cler. rwe fangt Laien. ritbberg. Dienstag den 12. März. * 30. Oberhessischer Anzeiger. Entbslt die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger utelligenzblatt. Erschelnt jeden Dienstag, Donnerßg und Samstag Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: Nr. 12. sub l. Bekanntmachung, die Auwendung des neuen Flächenmaßes bei Aufnahme der Etrwerbsurkunden, bet Führung det Multationsverzeichnisse, bei Fortführung der Grundbücher und der Grundbuchskarten betreffend.— sub 2. Bekanntmachung, die Errichtung einer Handelskammer zu Gießen betreffend. Friedberg den 8. März 1872. Großherzogliches Kreigaut Friedberg. . Betreffend: Die Abbaltung einer allgemeinen Pferde-Musterung im Frühjahre 1872 unter Zuziehung von Militär⸗Commissarien. Friedberg den 9. März 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nachdem die Abhaltung einer allgemeinen Pferde-Musterung im Frühjahre 1872 unter Zuziehung von Militär-Commissarien on- geordnet und für den Kreis Friedberg hierzu Termin vom 8. bis 13. April J. J. vorbestimmt worden ist, weisen wir Sie an, ein genaues Verzeichniß der sämmtlichen Pferdebesitzer in Ihren Gemeinden unter Beifügung der Zahl der denselben gehörenden Pferde, nach Formular 1 zu dem Reglement vom 28. August 1868,(Re⸗ gierungsblatt Nr. 53), aufzustellen und bis zum 20. l. M. bei Meidung der Zusendung von Wartboten auf Kosten der Säumigen uns mitzutheilen. Eine Unterscheidung der Brauchbarkeit zu Reit, Pack-, Stangen und Vorder Pferden in diesen Listen ist nicht er⸗ forderlich, es sind vielmehr die hierfür bestinmmte Spalten des For— mulars offen zu lassen, damit solche uin dem Musterungster min zum Eintrag der erwähnten Eigenschaften benutzt werden können. In dem Musterungstermin haben Sie uns weiter eine Liste über die etwaigen Ab⸗ und Zugänge an Pferden, welche seit Aufstellung der Hauptliste stattgefunden haben, zu behändigen. Sobald die Tage, an welchen die Musterung in den einzelnen Musterungsorten— Butzbach mit 12, Münzenberg mit 8, Södel mit 8, Friedberg mit 7, Assenheim mit 8 und Nieder⸗ Wöllstadt mit 6 Gemeinden— stattfinden soll, festgesetzt sein wer⸗ den, geht Ihnen weitere Verfügung zu. Tur a pp. Betreffend: Die Ausführung der Gesetze über den Unterstützungswohnsitz. Friedberg den 8. März 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die evangelischen Kirchenvorstände zu Beyenheim, Bönstadt, Gambach, Kirch⸗Göns, Langenhain, Münster, Bad⸗Nauheim, Reichels⸗ heim, Södel, Steinfurth und Wölfersheim, sowie an die katholischen Kirchenvorstände zu Friedberg, Ilbenstadt und Ober-Mörlen. Unser Ausschreiben vom 23. Januar bezw. 9. Februar d. J., Oberhessischer Anzeiger Nr. 13 und 18, bringen wir in Exinnerung. N e v p. n uν⁰ι Bu En en Fa ng. Die Ackerbanschule zu Friedberg betreffend. Die Prüfung der Schüler unserer Lehranstalt findet Montag den 23. März d. J. Vormittage von 8— ½ 12 und von 12— 2 UÜUbr im großen Saale des Hotel Trapp zu Friedberg statt. Wir laden hierzu die Eltern unserer Zoͤglinge, die Mit- glieder des landwirthschaftlichen Vereins und alle Freunde der Landwirthschaft und unserer Anstalt ergebenst ein. Friedberg den 1. März 1872. Das Curatorium der Ackerbauschule des landwirthschaftlichen Proviuzial-Vereins für Oberhessen zu Friedberg. Trapp, Regierungsrath. Linde, Rentamtmann. Haas, Kreisassessor. Lan dwirthschaftlich es. Die Mitglieder der landwirthschaftlichen Section Butzbach und sonstige Freunde der Landwirthschaft werden auf Samstag den 16. März, Nachmittags 2 Uhr, zu einer landwirthschaftlichen Besprechung nach Ober Mörlen(Saal des Herrn Bürgermeister Jeckel) ergebenst ein⸗ geladen. Gegenstände der Verhandlung werden sein: 1) Die Zusammenlegung der Grundstücke uit Weganlagen und Ge ⸗ wann⸗Regulirungen; deren große Bedeutung für jede gründliche Bewirthschaftung und Darlegung der Erfolge, welche gerade in der hiesigen Gegend damit erzielt werden können. Herr Rentamtmann Mengel wird dieses wichtige Thema einleiten. 2) Auf welche Weise und mit welchen Mitteln ist im Frühjahr bei Wintersaaten nachzuhelfen, die in Folge von ungünstigen Witterungsverhältnissen mehr oder weniger gelitten haben. Herr Oeconom Kammer von Gambach wird hierüber geeignete Mittheilungen machen. 3) Herr Deconom Bender von Gambach wird den erfolgreichen Anbau und die Verwendung mehrerer Futtergewächse besprechen. 4) Wird Herr Rückert, Lehrer an der Ackerbauschule in Friedberg, über die Frage:„durch welche Mittel kann der Obstbau gehoben werden, einen Vortrag halten. Butzbach den 10. März 1872. Hech ler. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Der pensionirte Lehrer Heßler in Assenheim ist als Postagent, daselbst von Kaiserlicher Ober-Post⸗Direction bestellt worden. Deutsches Reich. Darmstadt, 6. März. Ministeriums beendet. anstalten Hofheim und Heppenheim. Für In der zweiten landwirtbschaftlichen Vereine und für die Staats- Kammer wurde dle Berathung über den Etat des unterstützungskasse wurden der Regierung bedeutend Bei der Rubrik:„Aus-[größere Mittel zur Verfügung gestellt, als dies in gaben für Regulirung nicht schiffbarer Flüsse“ früheren Jahren der Fall war. die viele Fälle aus Hessen bei jenem Gerichte abge— urtbeilt worden als aus Baden; er müsse daher wünschen, daß Hessen auch in jenem Gerichte ver- treten sei, zumal auch Baden eine Richterstelle zu besetzen habe. Redner sieht bierin eine Zurück— Die sämmtlichen lenken die oberbessischen Abgeordneten die Auf- Positionen der Specialetats des Justizministeriums setzung. Minister v. Lindelof gibt die Zusicherung, merksamkelt auf die häufigen, großen schwemmungen der Nidder, Nidda und Horloff, nehmigt. Ueber- wurden ohne Debatte nach dem Voranschlag ge- dae Ministerium werde Alles thun, um das Recht Abg. Hallwachs stellte die Anfrage an der Besetzung einer solchen Stelle mit einem Hessen und bitten die Regierung um dessallsige Abhülse, die Regierung, ob noch keine Aussicht 1„ erlangen. welche soweit thuylich auch zugesagt wird. bewilligte die Man] daß eine Richterstelle kei dem Bundesoberbandels— von der Regierung geforderten gerichte zu Leipzig mit einem Hessen besetzt werden Kammer wurde zur Berathung des Etats des Mini- — 7. März. In der heutigen Sitzung der zweiten Summen von je 30,000 fl. für die beiden Jrren-(Es seien im verflessenen Jahre doppelt sofsteriume des Innern übergegangen. Die geforderten Summen für Besoldungen und Kanzleikosteu werden gewährt, zugleich aber an großh. Regierung das Ersuchen gerichtet, verschiedene Stellen, z. B. bei der Flußbau⸗ ꝛc. Casse, der Ober Steuer- Direction u. s. w. eingehen zu lassen, sowie bei sich demnächst ergebenden Dienstveränderungen auf umfänglichere Reduction der Oberforst- und Do- mänen- Direction, in so lange die gegenwärtige Organisation besteht, Bedacht zu nehmen. Abg. Dumont stellte den Antrag, die Staatsregierung zu ersuchen, die Oberbau Direction ganz aufzu- heben. Bei der Abstimmung wurden die von der Regierung geforderten Summen bewilligt und der Dumont'sche Antrag verworfen. Ferner wurde bei der Bewilligung für die Rentämter die Re— gierung wiederholt ersucht, einen neuen Organi- sationsplan der Rentämter zum Zweck ihrer Ver⸗ minderung und Ersparniß an Kosten vorzulegen, eventuell die Rentämter ganz einzuziehen, die Gelderhebung den Districtseinnehmern, die Ver⸗ waltung der Cameralgüter aber den Oberförstern zu übertragen. Auch bei den Besoldungen der Forstmeister wurde die Regierung ersucht, auf weitere Verminderung der Forstmeisterstellen bis zur absolut nothwendigen Anzahl Bedacht zu nehmen. Nach cinem Antrage der Abgg. Hofmann von Dieburg und Haberkorn wurden jedem Ober förster, der gezwungen ist, ein Dienstpferd zu halten, eine Vergütung für dasselbe von 300 fl. gewährt. Die Regierung beantragte, für jeden Forstschützen 1. Classe 444 fl., 2. Classe 400 fl., 3. Classe 360 fl. zu bewilligen. Nach Antrag der Abgg. Backe und Dernburg gewährte man den Forstschützen 1. Classe 480 fl., 2. Classe 440 fl. und 3. Classe 400 fl. ais Besoldung. Das Ersuchen, durch Vereinfachung in den Ge— schäften auf eine Verminderung des Personals hinzuwirken und eine hierauf bezügliche Vorlage den nächsten Ständen zu machen, wiederholte sich auch bei dem Etat der Distriets⸗Einnehmereien. — 8. März. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer wurden die Besoldungen der Be⸗ amten bei den Hauptsteuerämtern, bei den Neben- zollämtern, bei den Salzsteuerämtern, bei der Hauptstempelverwaltung, für die Hypothekenbewahrer in Rheinhessen, für die Ortscinnehmereibeamten und für die Brückenzollbeamten u. s. w. ohne Debatte bewilligt. Bei Genehmigung der Kosten zur Unterbaltung der Staats- und Pervinzial- straßen nahm die Kammer den Antrag der Abgg. Curtman und Keil von Melbach an;„die Regie— rung zu ersuchen, durch genaue Untersuchung er— mitteln zu lassen, welche Vieinalstraßen sich durch große Frequenz auszeichnen, und den betreffenden Gemeinden Subventionen zu Theil werden zu laffen.“ — Nach dem Reichsanzeiger wurden Schäfer, Seconde⸗ Lieutenant vom 2. Gr. Inf.⸗Regiment (Großherzog) Nr. 116, in das Ostfries. Inf. Regt. Nr. 78 versetzt, Walter, Kanonier vom Gr. Art.⸗Corps, zum Porteépér⸗Fähnrich befördert, Schulze, Garnison⸗Verwaltungs-Inspector von Hofgeismar nach Darmstadt versetzt. — Der Privatdocent bei der philosophischen Facultät der Landes- Universität Dr. Max Joseph Höfner wurde zum außerordentlichen Professor bei der genannten Facultät ernannt; ferner ist der mit der Verwaltung des Kreises Offenbach beauf— tragte Kreisassessor Ludwig von Grolman zum Kreisrath des Kreises Offenbach ernannt worden. Berlin, 8. März. Herrenhaus. Special— debatte über das Schulaufsichtsgesetz. Der erste Paragraph wird in der Commissionsfassung bei namentlicher Abstimmung mit 126 gegen 75 Stim- men abgelehnt und alsdann in der Fassung des Abgeordnetenhauses mit großer Majorität genehmigt, nachdem Borries und Kleist⸗Retzow gegen das Gesetz gesprochen hatten, Graf Eulenburg aber dasselbe befürwortet und der Cultusminister wieder— holt die Verfassungsmäßigkeit ves Gesetzes darge— than und nachgewiesen hatte, da das Anrecht der Kirche auf die Schule durch das Gesetz nicht alterirt werde. Die§§. 2, 3 und 4 werden in der Fassung des Abgeordnetenhauses mit großer Majorität und hierauf das ganze Gesetz bei namentlicher Abstimmung mit 125 gegen 76 Stim- men angenommen. Der Autrag des Grafen Brühl, das Schulaussichtsgesetz als eine Verfassungsände⸗ rung zu betrachten, wird abgelehnt. Die nächste Sitzung findet am Samstag statt.— Abgeord— netenkammer Sitzung. Der Gesetzentwurf, be— treffend die Todes- Erklärungen von Personen, welche am Kriege von 1870 und 1871 Theil nahmen, wird angenommen. — Der Handelsminister erklärt im Abgeord; netenhaus, daß er die Interpellstion Elsner's, ob die Regierung beabsichtige, den Bau einer directen Eisenbahn Berlin-Frankfurt a. M. in die Hände einer Privatgesellschaft übergehen zu lassen, in acht Tagen beantworten werde. Dresden. Die zweite Kammer beschloß, dem Antrage ihres Ausschusses gemäß, und zwar mit 53 gegen 17 Stimmen, den Religions-Unter— richt in der Volksschule auf wöchentlich drei Stunden zu beschränken. Karlsruhe. In der Abgeordnetenkammer interpellirte Eckhard die Regierung wegen ihrer Stellung zur Altkatholikenfrage, insbesondere 1) ob sie etwaige altkatholische Priester im Genuß ihrer Pfründen und ihrer Amtsverrichtungen zu schützen gedenke; 2) ob die Regierung etwaigen altkatho⸗ lischen Gemeinden Rechtsschutz gewäbren wolle, z. B. durch Ueberlassung von Kirchen; 3) ob sie am obligatorischen Religions-Unterricht auch dann festhalte, wenn die Eltern solchen von infallibi⸗ listischen Geistlichen für ihre Kinder verschmähen. Staatsminister Dr. Jolly erwidert: Die Regie— rung habe durch Erlaß vom September 1870 erklärt, daß sie den Beschlüssen des vaticanischen Concils keinerlei staatsrechtliche Geltung zuerkenne, sie seien für die Staatsregierung nicht existirend. In Folge dessen antworte er ad I. und II. ein- fach mit„Ja“, ad III. mit„Nein“. — Die Abgeoronetenkammer genehmigte mit großer Majorität den von den Abgg. Schmidt und Genossen gestellten Antrag, die Regierung wolle eine genaue Untersuchung aller im Lande bestehen⸗ den älteren Lehr- und Erziehungs⸗Institute klöster— licher Art, sowie der in den rerschiedensten Formen neu entstandenen klösterlichen Anstalten und Ein— richtungen veranlassen und das Resultat dem nächsten Landtage vorlegen. Straßburg. Von der Kriegsentschädigung wurden wieder 350 Millionen Fr. dahier an die deutsche Regicrung gezahlt. — In der Gemeinderathssitzung vom 16. Febr. kam auch die Schulfrage zur Sprache. Es wurden bei dieser Gelegenheit einige rückschauende Mit; theilungen über den Stand des Schulbesuches ge— geben. Daraus ergibt sich, daß jetzt 800 Kinder die hiesigen Schulen besuchen, welche früher nicht zur Schule gegangen sind. Ausland. Frankreich. Paris. Die„Mittheilung des„Constitutionnel“, wonach die Ernennung Pouyer⸗Quertiers zum Botschafter in Berlin be absichtigt wäre, ist, der„Agence Havas“ zufolge unbegründet. Es heißt, daß Pouper-Quertier versprochen habe, den neuen Finanzminister bei den bevorstehenden Unterhandlungen zu unterstützen. Goulard soll definitiv zum Finanzminisier, Ancel, Deputirter von Havre, zum Handelsminister er— nannt worden. — Der deutsche Geschäftsträger v. Wesdehlen und der bapyerische Geschäftsträger v. Rudardt theilten dem Minister des Auswärtigen, Grafen Rémusat, officiell mit, daß die Begnadigung der in deutschen Festungen Vergehens halber bisher gefangen gehaltenen Franzosen, mit Ausnahme derjenigen, welche noch nach der Verurtheilung sich eine Bestrafung zugezogen hätten, erfolgt sei. — Der Kriegsminister General Cissey hat in der Armeereorganisations-Commission erklärt, die Regierung stimme zwar im Princip der Einfüh— rung der allgemeinen Wehrpflicht bei; es reichten aber die Mittel des Budget absolut nicht dazu aus, um jedes Jahr sämmtliche junge Leute der betreffenden Altersklasse einstellen zu können. — Die Untersuchungscommission für die Capitu⸗ lation der Festungen hat die Delegirten der Stadt Metz vernommen. Die Aussage dieser Notabeln lautete für den Marschall Bazaine sehr belastend. obige Miuheilung freundlichsten Dank sagen. Sie betonten namentlich, daß die ganze äußere Zone der Festung, welche durch die Forts ge⸗ schützt war und bedeutende Proviante enthielt, niemals von den französischen Truppen besetzt worden sei, daß der Marschall während der Schlacht vom 18. August sich nirgends gezeigt und eine auffallend passive Haltung beobachtet hätie, daß im Augenblicke der Capitulation die Stadt noch auf mehr als acht Tage mit Lebens- mitteln versehen gewesen sei u. dgl. m. Versailles. Man glaubt allgemein, daß nach der Berathung über den Lefranc'schen Ge— setzentwurf im Ministerium Personalveränderungen erfolgen werden. Die Nationalversammlung fährt in der Discussion über die Internationale fort. Mehrere Redner griffen in beredeter Sprache diese Verbindung als eine Gefahr für die ganze Ge— sellschaft an. Italien. Rom. Man meldet von hier, daß unter unbeschreiblichem Andrange der Be— völkerung am 5, d. die italienische Bibel ⸗ gesellschaft ins Leben getreten ist. Die auf tretenden Redner Pater Hyacinth, welcher die evangelischen Priister als Brüder in der Wahrheit und im Evangelium begrüßte, Scianelli und Pater Garazzi wurden mit stürmischer Begeisterung von den Versammelten bewillkommnet. Ein römischer Bürger zetchnete einen Beitrag von 2500 Frs. Spanien. Eine Depesche aus Madrid meldet: Eine Versammlung von 4000 Wählern der Verfassungspartei hat sich unter Begeiste⸗ rung für die Verfassung von 1869 mit der Dynastie Amadeus und der Gebietsintegrität ausgesprochen. * Friedberg, 9. März. Da wider Erwarten in dem Oberhessischen Anzeiger Nr. 29 über Erdbeben vom 6. d. Mis. von hier aus keine Mittheilung ge⸗ macht ist“) so berichten wir hiermit noch nachträglich, daß dasselbe auch hiec etwa 10 Minuten nach ½4 Uhr und zwar in ziemlich bedeutender Szärke gespürt worden ist. Die 3 bis 4 unmittelbar aufeinandersolgenden Stöße gingen von Norden nach Süden oder umgekehrt und barten fast die gleiche Heftigkeit. Dem Schreiber, in seiner Arbeitsstube am Fenster sitzend und lesend, waren die Rucke, die sein Stuhl erhielt, seyr bemerklich,— eine im Zimmer auf einem Blumentisch stehende baumartig gewachsene Dracäne gerieth in heftig schüttelnde Bewegung, — die an einem Fenster hängenden Lichtbilder schaukelten hin und her und schlugen wider die Scheiben und im Gebälk des neu und sehr solid gebauten Hauses ertönte ein Krachen, wie wenn mit einem Hammer irgendwo aufgeschlagen würde; bis man aber über all diese Er⸗ scheinungen zum Bewußisein kam, waren sie vorüber. Dabei war das schönste sonnigste Weiter, wie es in dieser Jahreszeit nur selten ist, und kein Windstoß und kein Geräusch in der Luft oder aus dem Erdinnern kommend wurde beobachtet. Friedberg. Nach den Miitheilungen Darmstädter Blätter ist die Agentur der Bank für Süddeutschland (Darmstädter Zettelbank) in Gießen von den Herren G. Wortmann, früher Preuß. Consul in Gibraltar, und A. v. Jungenfeld, diejenige in Mainz von den Herren Schmitz, Heidelberger u. Co., in Offenbach von den Herren Aug. Kugler und Hermann Ostner, in Worms von den HH. Eduard Herz übernommen worden. Die Agenturen, welche am 15. März ihre Wirksamkeit eröffnen, werden den Disconto und Lombardverkehr mit der Bank ver⸗ mitleln und deren Noten nach Maßgabe des Bankstatuts in baar einlösen. Fraukfurt. Die Direction der Homburger Eisen⸗ bahn beabsichtigt in Kürze Arbeilerzüge zwischen Frankfurt und Homburg einzurichten. Nach dem Plane sollen diese Morgens um 5 Uhr von Homburg abgelassen werden. Der Preis für je eine Fahrt soll 2 Silbergroschen betragen. Die vorderen Taunusortschasten liefern ein bedeutendes Contingeni Arbeiter, welche als Maurer und Zimmerleute ihr Brod in Frankfurt finden und denen diese Einrichtung unstreitig von großem Vortheil sein wird. Offenbach. Die Blattern-Epidemie ist hier immer noch nicht vollsändig erloschen; in einer hiesigen Fabrik erkrankten daran im Laufe des vorigen Monals beinahe ein Dutzend Arbeiter und mußten in das Blatternspital verbracht werden; doch darf der Character der Seuche im Allgemeinen als gutartig bezeichnet werden. Hachenburg. Ein großes Unglück hat sich in unserer Nachoarschaft ereignet. Auf der circa zwei Stunden von hier entfernt liegenden Eisensteingrube„Herkules“ haben durch den Einsturz eines Schachtes acht Bergleute das Leben verloren. Zwei der Verunglückten wurden noch gestern Abend als Leichen aus der Tiefe hervorgeholt und ein Dritter heute Morgen, während mit dem Aussuchen der weiler verunglückten fünf Bergleute eine Anzahl von zwanzig Arbeitern noch fortwährend beschäftigt ist. „) Wir hatten uns vergeblich bemüht zu erfahren, ob am 6. d. auch dah ier Erdstöße wahrgenommen worden waren. Um so mehr müssen wir dem Herrn Einsender für Die Red. 677 wald sorttm Vgtißerung tb nischer Ire Madrid ) Wätlern Begeiste⸗ mit der bintegritat Oeffentliche Aufforderung. Betreffend; Die Offenlegung der Grundbücher und Parzellenkatten der Gemarkungen Ober⸗Flotstadt und Nieder- Forstadt, Kreis Frtedberg. 269 Es wird biermit zur öffentlichen Kenntniß ge⸗ bracht, daß die neu errichteten Grundbücher der Ge⸗ markungen Ober- und Nieder ⸗Forstadt ned den dazu geboͤrigen Parzellenkarten in den Geschäftslocalen der Vorsteber der Großherzoglichen Ortsgerichte Ober- Flor⸗ fadt und Nleder⸗Florstadt offen gelegt worden sind. Die Betheiligten sind defugt, dieselben während der Zeit der Offenlegung in diesen Localen einzuseben, auch gegen die Gebühr von den Vorstebern der genannten Ortsgerichte Grundbuchsauszüge(Geschosse) zu ver— langen. Auch werden sie durch letztere auf die von den Feldgeschworenen entdeckt werdenden, sie betreffenden Febler aufmerksam gemacht werden. Allen Denkenigen, welche sich dei den Angaben des Grundbuchs rückfichtlich des Besitzfsandes und der Größen- angabe für beschwert erachten, fleht ses frei, binnen einer unerfitecklichen Frist von 6 Monaten ibre Anstände ent— weder auf gütlichem Wege oder dei dem Vorsteber des betr. Großherzoglichen Ortsgerichts, vor welchen sie ihren elwaigen Gegner vorladen lassen können, zu be— seitigen und insosern dies nicht von Erfolg ist, ihre Ansprüche bei dem für Besitzstreitigketten zuständigen Gerichte geltend zu machen. Ist dieses ein anderes, als das unterzeichnete, so haben sie davon, daß letzteres geschehen, binnen eben dieser Frtst Anzeige davon zu machen. Dieseide Anzeige liegt ibnen binnen derselben Frist alsdann ob, wenn sit vor Offenlegung des Grund- buchs gegen den daseldst eingetragenen Besitzer eine Besitzklage angestellt dab. Nach Ablauf dieset Frist wird der Besitz, wie ibn das Grundbuch angibt, in Bezug auf die Person der Besitzer und die Größen— angaben in allen den Fällen für richtig angenommen, in welchen weder eine gütliche Beseitigung bei dem Vorflebet des Großberzoglichen Ortsgerichts zu Pretokoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deshalb erboben und erforderlichen Falls bei dem unterzeichneten Gerichte zur Anzeige gebracht worden ist. Zugleich werden Diejenigen, welche die in Gemäß heit des Art. 30 des Gesetes vom 21. Februar 1872, die Erwerbung des Grundeigentbums betr., brigefügten Erwerbtitel berichtigt zu sebhen wünschen, aufgefordert, die erforderlichen Anträge binnen der festgesetzten Frist von 6 Monaten bei dem zuftändigen Gerichte zu stellen und wenn dieses ein anderes, als das unterzeichnete ift, bet diesem die Anzeige zu machen. Die unerftreckliche Frist von 6 Monaten geht mit dem 1. August 1872 zu Ende. Zriedberg den 31. Dezember 1871. Großherzogliches Landgertcht Friedberg. Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts Assessor. Bekanntmachung. 655 Gegen doppelte gerichtliche Sicherheit und 5% Zinsen liegen zum Ausleihen dahier bereit in dem Wasserftubensonds fl. 200. und in dem Armenfonds fl. 100. Reischelsbeim am 5. März 1872. Großberzogliche Bürgermelsterei Reichelsheim. Schmid. Holz-Versteigerung. 677 Donnerstag den 14. d. Mts., werden im Gemeinde⸗ wald Ockstadt, sog. Jungerwald, nachverzeichnete Holz sortimente an die Meißbietenden verfleigett, als: 2 Raummeter Scheltbolz, Buchen, 4 Scheitholz, Eichen, * 106 5 Prügelbolz, Buchen, 54 5 Prügelbolz, Eichen, 6 4 Prügelholz, Aspen, 143 1 Stockholz, Buchen, 2325 Slück Wellen Buchen, 900„„Eichen, 200„ 1 Klefern, welche an den Wald⸗ ftücken am Ockftädter Feld fitzen. Anfang der Versteigerung um 9 Uhr. Bemeikt wird, daß in dem Holzschlag sich das auf— gefundene Römer ⸗Castell befindet. Gegen votschriftomäßige Bürgscheine wird Zahlungs- frist bis 11. November J. J. gestattet. Ocksladt den 7. März 1872. Großherzogliche Bürgermeisleret Ockstadt. Grönlin ger. n Universal-Heinigungs-Falz. 123 Von allen Aerzten als das einfachsie und billigsse Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufffoßen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magen— beschwerden in ½, ½, ½ Pfund Orlginal-Packeten mit Gebrauchsanwelsung à 30, 18 und 9 kr. nur allein acht und direkt bezogen von J. A. Windecker iu Friedberg. Een gutes Zugpferd 675 ohne Fehler bat zu verkaufen Frledberg. Heinrich Hanstein V. 711 Ich suche für mein Geschäft einen Lehrling, welcher sofort guten Lohn erhält, sowie einen jungen Mann, wescher an elner Maschine beschäftigt wird, W. May, gammmacher. Holz-Versteigerung. 685 Freitag den 15. März 1872, Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in den Fretherrlich v. Ritter'schen Waldungen zu Hof Hasselheck öffentlich meiftbtetend verfleigert werden: 6 Raummeter Kiefern Scheitholz, 16 2 Birken Prügelbolz, 70 5 Kiefern-* 2 4 Aspen ic.„ 11 Kiesern Stockholz, 3358 Wellen Birken Reiserholz, 450„ geringeres„ 550„ Ascspen- und Welden⸗Relserholz, 6182„ Kiefern⸗Reiserholz, 130 Gebund Ginstern 1 Eichen ⸗Stammbolz. 0,45 Cublkmeter enthaltend, 57 Kiesern⸗ und Lärchen-Stämme von 16 Centi— meter Durchmesser und 7 Meter Länge, 308 Kiefern Stangen von 11 Centmeter Durch— messer und 7 Meter Länge. Mit dem Brennbolz wird der Anfang der Versteige⸗ rung gemacht und sodann das Bau:, Werk- und Nutz- bolz zum Ausgebet gebracht. Das Letztere ist zu Pumpenstéöcken, geringem Baubolz, Dachsparren, Baum— pfäblen ꝛc. brauchbar. Sämmtliches Holz liegt nabe an der Hasselbeckecstraße und ist bequem abzufahren. Friedberg den 8. März 1872. Im Auftrag der Freihertlich v. Ritter'schen Guts— verwaltung zu Rüdesheim. Heidt. Arbeits Versteigerung. 690 Freitag den 15. d. M., Nachmittags 3 Ubr, sollen auf dem Rathhause zu Ober⸗Wöllstadt nachfolgende Arbeiten an den Wenigfinchmenden in Accord gegeben werden, als:. 1) Maurerarbeit, veranschlagt zu 124 36 2) Stetnhauerarbeit 67 30 3) Zimmerarbeit 193 4) Dachdeckerarbeit 89 16 5 Schreinetardeit 20 16 6) Schlosserarbeit 30 12 7) Spenglerarbeit 11— 8) Weißbinderarbelt 79 26 9) Stein- und Sandliefern 123 44 10) Setzen und Messen derselben 9 48 11) Russenfteinliefern 154— 12) Kalkltefern 60— 13) Robrsteine zum Kamin zu liefern 8 24 14) Waschkessel von Kupfer zu liefern 24— 15) 2 Meterstangen von je 5 Meter Länge zu liefern 8— Bad⸗ Nauheim den 7. März 1872. Der Bezüks⸗Bauaufseher Brück el. 693 In Sachen des Phillpp Puh II. zu Langenhaln, dermalen Feld⸗ poftillon zu Verdun, Klägers gegen seine Ebefrau Gertrude Huth, geb. Rudolf, früber wohnhaft zu Langenhalp, dermalen abwesend zu Amerika, unbekannt wo, Beklagte Ebescheidung betr. Der mit undekanntem Aufenthalt abwesenden Gerttude, Ebefrau des Philipp Putd II. von Langenbain, ged. Rudolf, wird hiermit eröffnet, daß ihr Ehemann auf den Grund angeblich böslicher Verlassung Klage auf Trennung der Ede vom Bande gegen sie erhoben hat. Unter Gestattung der Einficht der Klage bei Gericht wird dieselbe andurch aufgefordert, fich binnen drei Monaten, vom ersten Erschelnen der Aufforderung an, entweder in Selbdfiperson oder durch einen Anwalt aus der Zahl der Pofgerichts- Advokaten auf die Klage zu erkklären, widrigenfalls sie derselben als gesländig betrachtet, mit Einreden ausgeschlossen und nach deß⸗ fallsigem Antrag, unter Trennung der Ehe vom Bande und Verurtheilung in die Prozeßkosten, schuldig erkannt werden soll, den vierten Theil ihres Vermögens,-even— tuell ihte dos an den Kläger berauszugeden. Zugleich wird ibr eröffnet, daß die wetteren Verfügungen in dteser Rechtssache durch Anschlag an der Gerichtstafel publicirt werden sollen. Butzbach den 5. März 1872. Großherzogliches Landgericht Butzbach. N iet een Dlejenigen Gläubiger des Johannes Schmidt II. von Trais-Münzenberg, welche gegen das am 28. Juli v. J. mit demselben resp. dessen Frau abd— geschlossene Arrangement, dessen Einsicht an hiesigem Gerichte freistebt, Etwas zu erinnern finden, haben ihre Einwendungen dei Meidung Beftätigung des Arrange— ments im Termin Dienstag den 9. April a. o., Vormittags 9 Uhr, dahier vorzubringen. Butzbach den 1. März 1872. Großherzogliches Landgericht Butzbach. Dr. Gtlmer, Fresensius, 696 Landrichter. Landgerichts Assessor. 095 Ein von Tauchsteinen gebauter Backofen steht auf den Abbruch zu verkaufen. g Reichelsheim. Christian Erle. — Marktverlegung. 697 Man bringt hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß der im Großh. Landkalender auf Mittwoch den 27. März d. J fallende Ostermarkt nicht an diesem Tage, sondern Dienstag den 26. März l. J. dahier abgehalten werden soll. Butzbach den 26. Februar 1872. Großberzogliche Bürgermeisterei Butzbach. Küche l. Vergebung von Bau-Arbeiten. 701 Die zur Unierbaltung des neuen Badbauses zu Bad- Nauheim für das Jabr 1872 vorgtsehenen, nochßebend verzeichneten Arbeiten sollen auf dem Sud⸗ missienswege vergeben werden. Diese find veranschlagt: Maurcrardeit 342 fl. 43 ke. Zimmeratbeit 00„ 11 Schreinerarbeit 675„39„ Schlosserarbeit. Welßbinderarbeit 1 Mechantketarbeli 145„ 30„ Kupferschmiedarbeit 450—— 6. Voranschlag und Accordebedineungen liegen auf unter⸗ zeichnetem Kreisdauamt zur Einsicht offen. Die Offerten, welche die Abgebote nach Prozenten der Voranschlags⸗ summe enthalten müssen, find spätestens bis Samflag den 16. März 1872, Vormittags 10 Uhr, daselbst ver⸗ schlossen und mit der Aufschrift„Submission zur Ueber⸗ nohme der... Arbeiten am neuen Badhaus zu Bad⸗ Naubelm“ abzugeden. Friedderg am 9. März 1872. Grobherzogliches Kreisdauamt Friedberg. Reus. Bekanntmachung. 707 Donnerstag den 14. März d. J., Vormittags 11 Uhr, wird am flädtischen Faselffall eine Partle Dünger öffentlich meiftbietend versteigert. Friedberg den 11. Mätz 1872. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. n Holz⸗Versteigerung. 698 Montag den 18. d. M., Vormittags 10 Ubr an⸗ fangend, wird in dem Maidbacher Gemeindewald, Distritt Sauffallköppel und Müh kopf, nachflebendes Gehölz öffentlich an den Meißdietenden versteigert: 1 6 Raummeter Buchen Prügelbolz, 2) 6 2 Eichen⸗ 1 3 2 1 Erlen 7 4) 34— Buchen⸗Stockholz, 5) 1800 Stück Buchen⸗Welen, 6) 370„ Sichen d 7) 3450 R— Nadel⸗„ 8) 80„ eg„„ Bau-, Werk und Nutzbolz. 9) 28 Stück Eichen⸗Stammpbolz, 3,03 Cudikmeter, 100 3„ Nadel- 2 0,64 11) 6„ Eichen⸗Stangenholz. 0.26 7 12) 383„ Nadel⸗— 1,66* Es wird noch demerkt, daß das schristsmäßige Lürgscheine dis zum 1. geborgt wird. Die Zusammenkunft ist in loco Maibach. Maldach den 9. März 1872. Groß berzoglicht Bürgermelsteret Maibach. Bsp. Holzversteig erung. 699 Im Walde der Gemeinde Soͤdel kommt solgen⸗ des Holz zur Versteigerung: Donnerstag den 14. März, Morgens 9 Uhr. 321 Stück Eichen- Stämme= 7232 Cubikmeter, olz gegen vor⸗ eptember d. J. 186 Nadel 16 1 74„ Eichen⸗Stangen, 10* Nadel 77 Freitag den 15. März, Vormittags bald 9 Ubr. 140 Raummeter Buchen⸗Scheitbolg 155/*„ Prägelbolz, 102 8„ Stockzolz, 80 Stück Buchen Wellen, 76 Raummeter Eichen Prügelbolz, 1910 Stück Eichen⸗Wellen, 4 Raummeter Nadel-Scheitholz, 42*„ Prügelbolz, 23 5„ Stockhocg, 1405 Stück Nadel-Wellen, 75„ Welden„ Södel am 8. Maͤrz 1872. Großberzogliche Bürgermeisterel Soͤdel. Re lg. Faselochs Versteigerung. 702 Oonnerstag den 14. d. M., Vormittage 10 Ubr, wird ein der blesigen Gemeinde zu schwer gewordener Faselbulle meistbietend vezstetgert. Schwalbeilm den 7. März 1872. Großherzogliche Bürgermetstereil Schwalbeim. Penne 9 re e ee 1 0 Geschäfts⸗ Eröffnung. 694 Mit dem heutigen Tage eröffne am hiesigen Platze, 5 Bleidenstraße Nr. 17, a ein Herren-Garderobe-Magazin, verbunden mit Anfertigung nach Maaß. Mein Lager enthält die reichhaltigste Auswahl fertiger Herren-Garderobe in allen Preisen, in den neuesten Facons und von den besten niederländischen Stoffen angefertigt Preis- Courant. Complette Anzüge, Rock, Hose und 24 bis 40 fl.; Weste, von egalem Stoff von 16, 20, Frühiabrs⸗Paletots in den elegantesten Farben von 10, 12, 15 bis 25 fl.; Tuchröcke von 10 fl. an und höher; Hosen und Westen von egalem Stoff Haus⸗ und Comptoir⸗Röcke, Jagd · von 7, 8, 10 bis 15 fl.; Röcke, Schlaf⸗ Röcke, Regenmäntel, Kinder ⸗Anzüge ic. zu den billigsten Preisen. Anfertigung nach Maaß binnen 24 Stunden. Feste Preise. Julius Tischler 17 Bleidenstraße 17. In Aachen Holzgraben 18. Frankfurt a. M., In Coblenz Firmungsstraße 23. Holz-Versteigerung in den Domanialwaldungen der Oberfoͤrste rei Eichelsdorf. 704 Mittwoch den 20. März werden in den Distrieten Salztackenkopf und Ulfaer Re'perts nach stehende Holzsorttmente versteigert: IJ. Brennholz. Holzart. Scheitbolz. Prügelbolz. Stockholz. Reis holz. Ra u ume ter. Buchen 5 224 41 956 (Stammretser) 6 Eichen— 2— Nadelholz—— 1 38 Aspen— 16— 48 II. Bau- ꝛc. Holz. 2 Nadelstämme von 15—16 Centimeter Durchmesser und 8—10 Meter Länge mit 0 34 Festmeter. 59 Buchenstangen meist zu Lenkwieden geeignet. 100 Nadelholzstangen von 6—14 Centimeter Durchmesser und 4—10 Meter Länge mit 3.40 Festmeter. Die Versteigerung deginnt Morgens präcis 9 ÜUbr, Zusammenkunft im Diffrict Salzlackenkopf bei Holz- nummer 1. Das Holz sitzt durch neu gebaute Wege gut abfahrbar. Eichelsdorf am 1. März 1872. Großberzogliche Oberförsterel Eichelsdotf. Dei er. Holz⸗Versteigerung in den Gräflich Laubach schen Waldungen. 703 Montag den 18. März sollen im Revier Ruppertsburg in nachverzeichneten Districten: a 1) Borngraden. Scheitholz. Astprügel. Stammprügel. Stockh. Reish. Dchforstgsreiser. Stecken. 99 22— 24 60— 2 2) Glas hau. 55— 1080 15½ 58 60⁰ 3) Lenzesberg. . 75 86 1 584 4) Hübberg. 12 W 32⁴ und Dienstag den 19. März 5) Hlrschrotb. 458 130— 99 versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am ersten Tage im District Borngraben und am zwelten Tage im Difßfriet Hirsch⸗ roth jedesmal um 9 Uhr Morgens. Laubach am 9. März 1872. Zung, Verwalter. Atpfel und Birnen, 4 5 275 Zwetschen, Mtrabellen. Pflaumen zu 30, 36, 24 kr. 15 Stück, 50 fl. per 100 Stück. Aepfelpflanzungen ür Gemeinden werden unter Garantie übernommen. 1 Rosen“, hoch, halbhoch und niederstämmig ver Stück 36, 30, 24 kr., per 100 Stück 40 fl. Baumschule von Gebr. Schultheis, Steinfurth bei Bad-Nauheim. —Bestes amerikanisches Schweineschmalz! 525 in Originalfässern von eirea 3 Centnern, à fl. 32. per Centner, ist angekommen bet Wilh. Fertsch. 143— Holz-Versteigerung. 710 Montag den 18. März soll in dem Fürstlich Solms ⸗Lich'schen Walddistriet Mönchwald nachverzeich⸗ netes Polz versteigert werden: Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Reis holz. Raummeter. Wellen. Buchen——— 1850 Eichen 4 154 144 3550 Nadelbolz— 38 26 4870 Dierunter eine Partle 10füßiges Eichenprügelholz. Ferner 20 Nadelbolzstämme von 16—25 Centimeter Durchmesser und 5— 12 Meter Länge mit 4,77 Kubik⸗ meter und 887 Nadelstangen von 5-13 Centimeter Durchmesser und 3—14 Meter Länge mit 41,29 Kubikmeter Inhalt. Zusammenkunft Morgens 9 Ühr auf dem Schlagweg beim Weidensee⸗Eck am Burkhardsfelder Feld. Lich am 10. März 1872. Fürflliche Oberförstetei Lich. Wimmenauer. 645 Das Neuesse in 1 Herrenbinden, Glacé⸗Handschuhen, Baumwoll. Unterjacken, sowie Hosenträger in großer Augzwahl bei Hermann Bechstein in Friedberg, 70 Breitestraße 70. 263 672 All: Sorsen Mühlsteine Friedr. Holl in Worms. Gartensamen find frisch und ächt angekommen bei Friedberg. Rindviehpulver. 115 Bet Verfopfung, Abmagerung und Mangel an Freßluft, bei blauer und dünner Milch, sowie besonders zur Verhütung des Milchsiebers wird dieses Pulver mit sehr gutem Erfolge angewendet. Das Vieb bekommt dadurch ein besseres Ausseben und die Milch wird reicher an Butter. Em Pfundpacket mit Gebrauchs⸗ anwelsung 30 kr. Butterpulver verkürzt die Zeit des Butterns von Stunden auf Minuten, macht die Butter fester und schmackhafler und verhindert, das rasche Ranzigwerden derselben. Ein Pfundpacket, ausreichend für reichlich 1000 Maaß Milch 30 r., halbe Packete 15 kr. Stets vorräthig bet J. A. Windecker in Friedberg. Eine leichte Chaise, 708 zum Ein- und Zweispännigfahren eingerichtet, hat zu verkaufen Hungen am 11. März 1872. Phitipp Becker. F. Damm. Foul ards, 119 seldene Umknöpftücher, schwarze seidene Halstücher und Halsbinden bei K. Friedrich neben der Poß. Von der Frankfurter Later (Neues Abonnement) 0 ist Nr. 1, 2, 3 à 6 zu haben bei. Bindernagel& Schimpff Landw. Wanderkränzchen der Orte Melbach, Södel und Wölfersheim. 705 Nächste Versammlung Mittwoch den 18. d. M., Abends 7 Uhr, im Saale des Gaftwirths Wilhelm Philippt zu Melbach. Tagesordnung: f 1) Beratbung über die auf voritzer Tagesordnun stehende, aber nicht zur Berathung gekommene Frage: Welches i die gecignetesie Behandlung der Saatkartoffeln?(Referent Herr Bürgermeister Reitz in Södel.) 2) Beratbung der Statuten des provisorisch gegrün⸗ deten Vorschuß- und Credit⸗Vereins. Melbach am 9. März 1872. Der I für Melbach: Keil. Bekanntmachung. 706 Die Mitglieder des landwirthschaftlichen Consum⸗ Vereins Friedderg(eingetragene Ge⸗ nossenschaft) werden aufgefordert, das Eintrittsgeld mit 30 kr. an Caffir Faatz bagg bits zum 15. d. M. ein⸗ zusenden. Nach Ablauf des Termins wird der rück. ständige Betrag mittelst Postvolschuß erhoben. Friedberg am 8. März 1872. 1 Landwirthschaftlicher Consum⸗ Verein Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) e. e ee ee Direktor. Secretär. Eine silberne Taschenuhr 700 wurde auf dem Weg zwischen Friedberg und Ilbenffadt von einer Botenfrau verloren. Der redliche Finder ist gebeten, dieselbe an die Exp. d. Bl. abzugeben. Korbwaaren 1756 empfiehlt K. Friedrich neben der Post. 7 fleht zu verkaufen. Eine neue Hobelbank da wen z gl die Expeditton d. El. 596 673 Deutschen, ewigen oder Luzerner Kleesamen billigst bei F. Damm. Obstbäume! 671 Hochstämmchen von Zwetschen. Mixabellen, Reine; clauden und anderm Sseinobst, sowie Zwergstämmchen von derschiedenen Kernobstsorten find in größerer Menge aus meiner Baumschule dillig abzugeben. Friedberg. Thurn. Kleesamen 662 in unübertroffener Prima⸗ Qualität bei W. Fertsch. 50 Centner Dickwurz 709 hat zu verkanfen. Ockstadt. Johannes Klein IX. Bei Bindernagel 8 Schimpff in Friedderg st vorräthig: 1 Der neue Münzberechner. Umtechnung der neuen Reichsmünze in Thalerwährung, sud deutsche Wäbrung, österreichische Währung, franzoͤsische Währung une umgekehrt. r Preis 9 kr. Kirchen buchsanszüg e. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 6. März. Dem Großherzoglichen Landgericht ⸗Assessor Karl Langermann ein Sohn Wilbelm Karl Georg Ludwig Rudolf Reinhard, geb. den 13. Januar. 6. März. Dem biesigen Bürger, Wirth und Metzger⸗ meister Adolf Engel ein Sohn Peter Ernst, geb. den 31. Januar. — e Verantw. Nedact.: Hermann Schimpff. Druck urd Verlag von BAndernagel& Schimpff.