ur Kinder m halbem G.. se. een der Schl N 0 Picard Leteiden. ves trt ert un 2 1 K.— Zutitt *. nt 1 lter, bet et tu bent 8. er habt c gew Tertment iu bien tm et lag das enttbte sehen Meteag 21 Oer r „ 0 r n dedenkt 97 7tu. 1872. 2 80. * Donnerstag den 11. Juli. rhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Iuteligenblatl. 1 Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Amtlicher Theil. Zetreffend: Die Bildung der Ortsschulvorftände im Kreise Ftiedberg, hier die Wahl neuer Schulvorfstandsmitglieder. Friedberg den 10. Juli 1872. Die Großherzogliche Kreisschulcommission an die Ortsschulvorstände des Kreises. Wir bringen die Erledigung unserer Verfügung vom 5. v. Mts. in Nr. 66 des Oberhessischen Anzeigers bei denjenigen von Ihnen welche damit noch im Rückstande sind, in Erinnerung. ine Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie— ungsblatt Nr. 31 enthält: I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums es Großherzoglichen Hauses und des Aeußern, die Be— dellung der Postanweisungen und der zugehörigen Geld— eträge beir. Die Bekanntmachung des Reichskanzlers, U. d. Berlin den 26. Juni lautet: Zur Exleichterung des Zerkehrs sollen fortan allgemein die Beträge auf Post⸗ nweisungen an Adressaten im Ortsbezirke zugleich mu en Postanweisungen durch die bestellenden Boten sämmt— icher Reichs⸗Postanstalten abgetragen werden. Eine Ab⸗ zolung der Postanweisungsbeträge von der Post kann emnächst nur noch in den Fallen statifinden, wenn nach Abgabe der vorgeschriebenen Erklärung auch die Post— anweisungen selbst von der Post abgeholt werden. Für ie Ueberbringung einer jeden von weiterher eingegangenen Zostanweisung nebst dem zugehörigen Geldbetrage wird allgemein eine Gebühr von ½ Gr. bez. 2 Kr. erhoben; Do bisher höhere Gebührensatze Anwendung gefunden zaben, werden dieselben entsprechend ermäßigt; gevühren— reie Bestellungen finden nicht mehr statt. II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums ver Justiz, betreffend die Errichtung eines Familien⸗Fidei⸗ wmmisses durch die Freiherren Schenk zu Schweinsberg uf Rülfenrod. III. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen änes fremden Ordens. Seine Königliche Hoheit der Broßherzog haben allergnädigst geruyt: am 16. Juni dem Sommerzienrath Julius Mönch zu Offenbach die Erlauv— ß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Najestät dem deulschen Kaiser und König von Preußen erliehenen Kronenocdens dritter Classe am Erinnerungs— ande, am 17. Juni dem Lederfabrikanten Dörr zu Worms aud dem A. Lachmann zu Offenbach die Erlaubniß zur Innahme und zum Tragen des ihnen von Seiner Majestät em deutschen Kaiser und König von Preußen verliehenen Söniglichen Kronenordens vierter Classe am Erinnerungs— ande und dem Professor Dr. von Klippstein zu Gießen ie Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des m von Seiner Majestät dem Kaiser von Oesterreich zerliehenen Ritlerkreuzes des Franz-Joseph-Ordens, am 2. Juni dem Weichenwärter der Hessischen Ludwigs Eisen⸗ ahn⸗Gesellschaft, Jakob Schlick, die Erlaubniß zur An⸗ sahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät lem deutschen Kaiser und König von Preußen verliehenen Algemeinen Ehrenzeichens am Erinnerungsbande und am 43. Juni bem Major à la suite, Grafen von Otting⸗Fünf⸗ lätten, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen es ihm von Seiner Majestät dem deutschen Kaiser und Fönig von Preußen verliehenen Ritterkreuzes dritter Classe les Kronenordens am Exinnerungsbande zu ertheilen. IV. Nameneperänderungen. Seine Königliche Hoheit er Großherzog haben allergnädigst geruht: am 13. Juni er Elise Getrude Juliane Schmidt zu Gießen zu ge— tatten, daß dieselbe statt ihres bisherigen, künfug den samiliennamen Kratzenberger und am 20. Juni dem zohannes Conrad Heck zu Rumpenheim zu gestatten, daß lexselbe in Zukunft stalt des bisherigen den Familten⸗ gamen Walter führe. V. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Broßherzog haben allergnädigst geruht; am 11. Juni dem „ erang. Pfarrer zu Nidda, im Dek. Nidda, Johannes Hofmeyer, die 1. evang. Pfarrstelle daselbst zu übertragen; um 18. Juni den Hofkelleroffietanten Balthasar Rilsert um Hofkellermeister, mit Wirkung vom 1. Juli 1872 an, n besördern; am 20. Juni den von dem Herrn Grafen on Schlitz, genannt von Görtz, auf die 1. evang. Schul⸗ elle zu Schlitz, im Kr. Laulerbach, präsentirten Schul⸗ ehrer an der 2. Elemenlarschule zu Schlitz, Wilhelm Strack, für diese Stelle und den von dem Hrn. Grafen on Schlitz, nannt von Görtz, auf die 1. evangelische glemenlarschulstelle zu Schlitz, im Kr. Lauterbach, prä. ang. Schullehrer zu Hartershausen, im Kr. Lauterbach, Carl Kern, für diese Stelle zu bestäligen; an dems. Tage em Schulamts⸗ Aspiranten Johann Heinrich Döll aus Borsdorf, im Kr. Nidda, die evang. Schulstelle zu Ober— Schmitten, im Kr. Nidda, und dem Schulamtsaspiranten Michael Gruber aus Heubach, im Kr. Dieburg, die kath. Schulstelle zu Kolmbach, im Kr. Lindenfels zu übertragen. VI. Dienstentlassung. Seine Königliche Hohett der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 22. Juni den Haupisteueramts⸗Assistenten 1. Classe bei dem Hauptsteuer⸗ amt Bingen, Georg Stahl, auf sein Nachsuchen aus dem Dienste zu entlassen. VII. Characterertheilungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 3. Juni dem Schreinermeister Heinrich Gärtner in Bessungen den Charakler als Hofschreiner und dem Schlossermeister Georg Ludwig Fey daselbst den Charakter als Hofschlosser zu er⸗ theilen; und am 10. Juni den Weingutsbesitzern und Weinhändlern Friedrich Lichtenberger und Weiner in Ludwigshafen, im Königreich Bayern, den Character als Großherzoglich Hessische Hoflieferanten zu ertheilen. VIII. Versetzungen in den Ruhestand. Seine König⸗ liche Hoheit der Großherzog haben alletgnädigst geruht: am 17. Juni den Kreisdiener bei dem Kreisamte Büdingen, Julius Wettstein, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand und den Hofkellermeister Conrad Ritsert, in Anbetracht seincs hohen Lebensalters und dadurch bedingten körper— lichen Dienstuntauglichkeit, unter Bezeigung der aller⸗ gnädigsten Zufriedenheit mit seinen lang und treu ge⸗ leisteten Diensten, sowie mit der Erlaubniß, die seitherige Uniform fortiragen zu dürfen, mit Wirkung vom 1. Juli 1872 an, in den Ruhestand zu versetzenz am 22. Juni den Ministerialkanzlisten 1. Classe bei Gr. Ministensum des Gr. Hauses und des Aeußern, Wilhelm Weingarten, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen und dem— selben die Erlaubniß zu ertheilen, die Uniform der Pen— sionäre tragen zu dürfen. IX. Concurtenzeröffnungen. Erledigt ist: die 1. evang. Schulstelle zu Homberg an der Ohm, im Kr. Alsseld, mit einem jährl. Gehalt von 498 fl. 49½½ kr. die Stelle ist mit einem Theologen zu besetzen; die 1. evang. Schul⸗ stelle zu Eberstadt, im Kr. Darmstadt, mit einem jährl. Gehalt von 426 fl. 27 ke.; die 2. evang. Schulstelle zu Eberstadt, im Kr. Darmstadt, mit einem jährl. Gehalt von 334 fl. 27 kr.; die 1. kathol. Schulstelle zu Lauben⸗ heim, im Kr. Mainz, mit einem jährl. Gehalt von 360 fl. 26 kr.; die Gemeindeschulstelle zu Hahnheim, im Kreise Oppenheim, mit einem jährl. Gehalt von 300 fl.; die Slelle ist mit einem Schullehrer evang. Confession zu be— setzen; die 1. evang. Schulstelle zu Lützel⸗Wiebelsbach, im Kr. Neustadt, mit einem jährl. Gehalt von 300 fl. 35 kr. 3 dem Hrn. Fürsten zu Löwenstein⸗Wertheim-Rosenberg und dem Hrn. Grefen zu Erbach-Schönberg steht das Präsen⸗ tationstecht zu derselben zu. Darmstadt. Dem Vernehmen nach wird das großh. hessische 4. Infanterieregiment Nr. 118 (seither in Mainz) mit dem großh. hess. 3. In- fanterieregiment Nr. 117(seither in Darmstadt, Offenbach und Worms) die Garnisonen in Kürze wechseln. Berlin. Das Reichs- Gesetzblatt publieirt das Militär-Strafgesetzbuch für das deutsche Reich vom 20. Juni 1872. Nach dem Einführungs- gesetz tritt dasselbe im ganzen Umfange des Bundes- gebiets mit dem 1. October 1872 in Kraft, und zwar der Gestalt, daß mit diesem Tage im ganzen Bundesgebiete alle Militärstrafgesetze, insoweit sie materielles Strafrecht zum Gegenstand haben, außer Kraft treten. — Der Reichskanzler Fürst Bismarck findet sich bewogen, auf's Neue und zwar diesmal in einem eigenen Schreiben aus Varzin, 4. Juli, das die„Nordd. Ztg.“ in hervorragender Weise veröffentlicht, darauf aufmerksam zu machen, daß er sich außer Stande befindet, ferner während der Dauer seines Urlaubs direkt oder indirekt an ihn gerichtete Schreiben oder Telegramme zu beant⸗ worten. — Durch Kultusministerialreseript vom 29. Juni wucden die Kreisregierungen aufgefordert, im Ein⸗ vernehmen mit den Gymnastalrektoraten diejenigen Persönlichkeiten in Vorschlag zu bringen, welche geeignet seien, den Geschichtsunterricht in den Gymnasien zu übernehmen, der von nun an an keiner Studienanstalt mehr konfessionell geschieden werden soll. — Die Gesetze, betreffend die französischen Kriegs-Kosten-Entschädigungen und die Aus- dehnung des Jesuiten-Gesetzes auf Elsaß-Loth- ringen sind vom Kaiser genehmigt und vollzogen worden. — Der Bundesralh hat beschlossen, daß von dem Werthe des bis Ende October zur Aus- prägung kommenden Goldes/ in Zehnmark⸗ stücken ausgeprägt werden soll. — Die Wiener„Deutsche Zeitung“ schreibt: Wie von verläßlicher Seite mitgetheilt wird, ist von Berlin eine Einladung an den Kaiser von Rußland ergangen, den Herbstmanövern des Garde Corps am 8. und 12. September beizu⸗ wohnen. Da an diesen Tagen der österreichische Kaiser in Berlin weilen wird, so würde die viel- besprochene Zusammenkunft der drei Kaiser zur Wahrheit werden. Bis jetzt ist die Antwort des Zaren noch nicht in Berlin eingetroffen. Vom Taunus. Dem„Mainzer Journal“ zufolge ist dem Pfarrer Menzel zu Homburg v. d H. in Folge der jüngsten Anordnungen des Kriegs- ministers die Militärseelsorge durch den dortigen Commandeur entzogen worden. Nassau. Nach einem Telegramm der„Frankf. Presse“ ist die Enthüllung des Stein- Denkmals programmgemäß verlaufen, leider bei Regenwetter. Die Versammlung der Gäste hatte im Kielmanns⸗ egge'schen Schlosse, der früheren Wohnung Stein's um 11 Uhr stattgefunden. Um 11½ Uhr traf Ihre Majestät die Kaiserin mit dem Kronprinzen Kaiserl. Hoheit ein; kurz darauf begrüßte auch Se. Majestät der Kaiser das Comite. Seitens des Vorstandes hielt Simson die Anrede; Bankrofft, der Gesandte der Vereinigten Staaten Amerikas, erinnerte an seinen Aufenthalt beim Minister Stein. Der von demselben gelegte Funke der Reichseinheit wäre durch die Einwirkung der Zeit und die Unterstützung höberer Mächte zur Flamme empor⸗ gewuchert. Am Fesiplatze übergab Simson Namens des Comites das Denkmal an den Landstands- ausschuß. Um 1¼ Uhr fiel die Hülle. In glänzender Festrede entwickelte Sypbel die Ver- dienste Stein's, schließend mit einem Hoch dem Vaterland und dem Kaiser. Auch ein Urenkel Stein's brachte dem Kaiser ein Lebehoch; den ersten Toast Fürst Hohenlohe gleichfalls auf den Kaiser. München. Am 7. d. M. ist unter großem Andrange des Volkes vom Erzbischof von Utrecht Gottesdienst und Firmung vollzogen worden. Durch Prof. Friedrich ließ der Erzbischof vor der Er- theilung der Firmung eine„apostolische“ An- sprache an das Volk, die Firmlinge und den Klerus vortragen. Alles ging in gehobener Stim; mung vorüber. Von bier reist der Erzbischof nach Kiefersfelden und nach Mering, um dort zu firmen. In Kempten wird er Sonntag functioniren. Straßburg. Die Gründung von Acker- bauschulen sell nach Anordnung des Herrn Oberpräsidenten von Elsaß Lothringen noch im laufenden Jahre vorgenommen werden. An die Bezirkspräsidien erging deßhalb bereits Auftrag zur Erforschung von Orten und Persönlichkeiten, welche zur Uebernahme dieser hochwichtigen Bil— dungs⸗Anstalten geeignet erscheinen. Ausland. Frankreich. Paris. Dem„Evénement“ wird aus Bar- le- Duc unter dem 7. d. M. tele⸗ graphirt: Hr. v. Saint ⸗Vallier hatte eine lange Unterredung mit dem General von Manteuffel. Es handelte sich um folgende Fragen: Wie sollen in den Departements Meurthe⸗-et⸗Moselle, Meuse, Ardennes und Voges die 16,000 Mann vertheilt werden, welche zu der bisberigen Garnison hinzu— treten werden? In welche Orte werden neue Garni— sonen zu legen sein? Die Wahl der Punkte, an welchen Barackenlager zu errichten sein werden, soll durch eine Cemmission von Genie Offizieren beider Staaten getroffen werden. Das„Eveéne— ment“ hört von anderer Seite, daß man nicht bloß die Soldaten, sondern auch die Offiziere in Baracken, welche für die Letzteren mit möglichstem Comfort ausgestattet werden sollen, unterzubringen gedenkt, und daß für die Einwohner, welche gleich- wohl vorübergehend in Anspruch genommen werden würden, eine Entschädigung aus dem französischen Staatsschatze normirt werden soll. Versailles, 7. Juli. Der Vertrag mit Deutschland ist am 6. d. M. ratificirt worden. Finanzminister Goulard wird einen Gesetzentwurf einbringen, durch welchen die Regierung zur Aus- gabe der Anleihe ermächtigt wird. Der Gesitz⸗ entwurf stellt der Regierung die Wahl des Zeit— punktes und der Bedingungen anbeim. — 8. Juli. Nationalversammlung. Der Finanzminister brachte den Gesetzvorschlag in Be— treff der Anleihe von 3 Milliarden Francs in SpCt. Rente ein, indem er erklärte, die Regierung könne mit der Bank von Frankreich und andern Finanz⸗Instituten unterhandeln, um die Zahlungen noch vor den vertragsmäßig bestimmten Terminen leisten zu können. Die Versammlung sprach sich für die Dringlichkeit der Vorlage aus. — Die vom deutschen Kaiser am 7. d. M. vollzogene Ratifications-Urkunde zu dem am 6. d. durch die Nationalversammlung ratifieirten deutsch— französischen Vertrag ist durch einen Feldjäger hier eingetroffen.— Graf Arnim wird Montag nach Ems abreisen.— Es wird bestätigt, daß Marschall Mac⸗Mahon auf der am Freitag bei dem Präsi— denten der Republik stattgehabten Soiree erschienen ist, um gegen die circulirenden Gerüchte über dem Präsidenten feindliche Schritte zu protestiren. Hin- sichtlich der parlamentarischen Ferien wünscht Thiers dem Vernehmen nach dringend, daß dieselben noch vor Ende des Monais beginnen möchten. Großbritannien. London. Ein Tele- gramm der„Times“ aus Paris meldet, es gehe das Gerücht, die deutsche Reichsregierung haue bei vier katholischen, das Vetorecht bei der Papst— wahl besitzenden Mächten vertraulich angefragt ob nicht dem künftigen Conclave gegenüber ein Einverständniß zu erzielen sei. Drei dieser Mächte hätten ihr Einverständniß mit einem derartigen Schritte erklärt, die vierte Macht einen solchen für inopportun erklärt. Amerika. Philadelphia. Während der letzten Woche herrschte eine ungeheure Hitze in den Vereinigten Staaten Der atlantischen Küste entlang zeigte das Thermometer beinahe täg lich 100 Grad Fahrenheit= 30 Grad Reaumur. Eine in Folge des Sonnenstichs außergewöhnliche Sterblichkeit, besonders unter den Kindern, ist zu melden. In Newyork sind 200 Todes- und 1000 Erkrankungsfälle bekannt. In anderen Städten herrscht eine entsprechende Sterblichkeit. Am 5. Juli war die Hitze etwas mäßiger. Thermometer: 90 Grad Fahrenheit. 0 Gießen. Während der am 5. d. beendigten Sitzungen des Schwurgerichts vom 3. Quartal hat der Schwurge⸗ richtshof in nachbemerkten Anklagesachen erkannt: Am 1. Juli gegen Marie Schäfer aus Garbenteich, wegen schweren Diebstahls, eine Gefängnißstrafe von 4 Monaten. Denselben gegen Johannes Noll VI. von Schwarz, wegen einfachen und schweren Diebstahls, eine Zuchtbausstrafe von 1 Jahr und 1 Monat, an welcher jedoch 1 Monat als durch die unverschuldet erlittene Untersuchungshaft be⸗ reits verbüßt in Abzug zu kommen hat. Den 2. Juli, gegen Curt Hofmeier von Rainrod wurde, da die auf Diebstabl gerichtete Anklage von Seiten der Bestohlenen zurückgenommen worden war, das Strafverfahren unter Verurtheilung desselben in die Kosten eingestellt. Derselbe hatte sich nämlich zwei Obligationen seines inzwischen verstorbenen Bruders Johannes Hofmeier zu Rainrod, im Nominalwerth von je 100 fl., mittelst Einsteigens in dessen Wohnung auf rechtswidrige Weise angeeignet. In dem heutigen Verhandlungstermine erklärte jedoch die Wittwe des Johannes Hofmeier, die Anklage unter der Bedingung zurücknehmen zu wollen, wenn der Augeschul; digte sämmtliche Kosten berichtige. Dieser erklärte sich hierzu bereit, weshalb die oben angegebene Entscheidung erfolgte. Denselben gegen Johannes Groß IV. von Lehn⸗ heim, wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg, eine Gesängnißstrafe von 3 Jahren. Den 3. Juli gegen Johannes Schmitz von Flittard, wohnhaft in Gießen, wegen schweren Diebstahls, eine Gefängnißstrafe von 5 Monaien. Denselben gegen Ludwig Döringer von Wieseck, wegen zweier schweren Diebstähle, eine Zuchthausstrafe von 3 Jahren und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren. Den 5. Juli gegen Wilhelm Zinßer aus Gladenbach, zuletzt Postexpeditionsgehülfe bei der Kaiserlichen Postexpedition in Kirtorf, wegen Unter⸗ schlagung und Verbrechen im Amte, eine Zuchthausstrafe von 4 Jahren und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren nach verbüßter Strafe. Gießen. Der biesige„Anzeiger? schreibt: Unter den zahlreichen Einsendungen, welche die Oberhessische Gesell— schaft für Natur- und Heilkunde aus den Ländern Europas und anderer Exoͤtheile erbält, finden sich nicht sellen ge— nauete Angaben über die geographische Lage des kleinen Gießen, die nicht ohne ein gewisses Interesse sind. Namenk⸗ lich die Italiener sind slark in solchen Angaben; bald heißt es: Gießen, Imper. Germanico; bald Gießen, Autriche. Aber auch Gießen, Prassia oder Gießen, Prusse ist sehr häufig. Gießen, Herzogthum Hessen kammt aber auch richtig an, ebenso wie, Gießen, Deutschland oder Gießen, Germania, Europa. vießen. Am Montag fand man in der Lahn am Wehr der Goldschmidt'schen Mühle die Leiche eines seit Freitag vermißten Gärtnerburschen. Dieselbe war voll⸗ ständig angekleidet und soll es überhaupt zweifelhaft sein, ob der Todte ein Selbstmörder oder Verunglückter sei, oder ob demselben Gewalt angethan wurde, da nament- lich das Gesicht sehr zerkratzt war. Frankfurt. Am Samstag Vormittags gegen 12 Uhr wurde bei dem Rangiren eines Zuges auf dem Main⸗ Neckarbahnhof ein auf dem Trittbrett stehender Arbeiter des im Gange befindlichen Zuges, an einer Kreuzung des Schienengeleises, gegen einen an diese Kreuzung vorge— laufenen Wagen gedrückt und auf der Stelle getödtet. Ein einige Schritte hinter ihm auf demselben Triitbrette stehender Arbeiter rettete sich durch Herabspringen. Eigene Unvorsichtigkein der Arbeiter, welche den wvorgelaufenen Wagen vorher auf das Seitengeleise gefahren halten, soll Schuld an dem Unglücksfalle sein. Frankfurt. Um die Preise bei dem Felbbergfest rangen 169 Turner. Als erster Sieger ging aus dem Wettkampf hervor E. Kämmerer vom Frankfurter Turn und Fechtelub, den zweiten Preis erhielt J Schadt von der Hanauer Turngemeinde, den driten Preis K. v. Bon— hörst vom Wiesbadener Turnverein, den vierten Preis F. Göring vom Frankfurter Turn- und Fechtklub, den fünften Preis G Düppner von demselben Verein, den sechsten Preis R. Lenz vom Sachsenhäuser Turnverein u. s. w. Im Ganzen gelangten 29 Preise zur Ver— theilung. Die meisten Preise, welche ein einzelner Verein erkämpfte, acht an der Zahl, erhielt der Turn- und Fecht— elub zu Frankfurt a. M. Offenbach. Am 8 d. Abends zwischen 8 und 9 Ubr entlud sich über unserer Stadt ein Gewitter, wie es in gleicher Heftigkeit hier seit Menschengedenken nicht erlebt wurde; wir sahen die Blitze in nordwestlicher und südlicher Richtung sich entladen, und besonders die letzteren direct über den südlichen Stadttheilen. Der Blitz hat mehrfach in Bäume ꝛc. eingeschlagen, jedoch glücklicher Weise ohne zu zünden Von einem Hause im Suden der Stadt deckte er den Schornstein ab und fuhr dann am inneren Eisenrohr in den Boden. Darmstadt. Oie Capelle des Leibgarde-Regiments ist von ihrer Kuustreise aus Berlin, wo sie mit großem Betfall concevlis te, wieder hierher zurückgekehrt. A, C. Darmstadt, 7. Juli. Die heute im Banket⸗ saal der Feimauferloge statigetabte erste Sitzung der 2. ordenilichen Generalversammlung der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung war außerordent⸗ lich zablreich besucht. Unter den Anwesenden befanden sich Prinz Ludwig von Hessen, die Minister v. Lindelof und v. Bechtold, sowie verschiedene hochstehende Staats; beamte.— Schulze⸗Delitzsch eröffnete um 9 Uhr Morgens die Versammlung mit einer zündenden Ansprache, in welcher er den Verein gegen den ihm gemachten Vor— wurf materialistischer Tendenzen vertheidigte und die ideelle Seite seiner Bestrebungen bervorhob. Nach Bildung des Burecaus hieß Hr. v. Langsdorff(Darmstadt) Namens des hiesigen Zweigvereins die Anwesenden willkommen, worauf Franz Dunker(Berlin), der Schatzmeister der Gesellschaft, den Rechenschaftsbericht über das verflossene Vereinsjahr erstattete. Wir entnehmen demselben die Thatsache, daß die Gesellschaft nahezu 1700 Mitglieder zählt, wovon die meisten auf die Rheinpfalz, ee N das Großherzogtbum Hessen und die Provinz Branden⸗ burg entfallen. Zuerst kam zur Verhandlung der Bericht über die obligatorische Fortbildungsschule von Professor Dr. J. B. Meyer(Bonn) und der An⸗ trag von Pache(Zittau) und Meyer(Bonn):„Die Generalversammlung möͤge beschließen, die Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung erklärt die Einführung von obligatorischen Fortbildungsschulen für unbedingt noth⸗ wendig. Sie hält deshalb den sächsischen Schulgesetz⸗ entwurf, insofern er die Fortbildungsschule als einen unablöslichen Theil der Volksschule hinstellt, für einen Fortschritt und verpflichtet ihre Mitglieder und Zweigver⸗ eine, in sämmtlichen deutschen Staaten mit allen Kräften für Herbeisührung gleicher gesetzlicher Bestim mungen zu wirken.“ Nachdem hierzu verschiedene Amendement gestellt worden, begründet der Referent Meyer(Bonn) in klarem Vortrage unter unpartheiischer Würdigung der einer allge⸗ meinen Verpflichtung zum Besuch von Fortbildungsschulen entgegensiehenden Ansichten und mit Heranziehung eines ausführlichen statistischen und historischen Materials die von ihm gestellte These, daß man den Fortbildungsschulen die Aufgabe stellen dürfe, den Schulunterricht zu ergänzen und je nach den örtlichen Verhältnissen durch diesen Unter⸗ richt insbesondere die Zwecke des praktischen Lebens zu jördern. Er führt weiter aus, daß es auch zu den Auf— gaben der Fortbildungsschule gehöre, den Einzelnen in das gesammte Verfassungs- und Rechtsleben einzuführen und ihn für das politische Leben heranzubilden. Redner führt weiter aus, daß der Fortbildungs-Unterricht gleichmäßig für Männer und Frauen nothwendig sei; der Frau alle die Aufgabe zu, für ein gesundes Geschlecht zu sorgen. Endlich stellt Meyer mehtere Thesen auf, inhalllich derer der Staa verpflichtet sein soll obligatorische Fortbildungs⸗ schulen jür Jünglinge und Mädchen zu errichten, welche, aus Staatsmiitteln unterstützt, für die Knaben einen drei⸗ jährigen, für die Mädchen einen zweijährigen Besuch fest⸗ setzen. Die Lehrer sollen für ihre Thätigkelt an diesen Schulen angemessen honotirt werden.— Der Referent Pache(Zittau) rechtfertigt im Hinweis auf Sachsen und die dortigen Erfahrungen bei obligat. und nicht obligat. Fortbildungsschulen den von ihm gestellten Antrag und glaubt, daß die Ueberzeugung von der Nothwendigkeit des obligatorischen Foribildungsunzerrichts sich ebenso wie die von der Nothwendigkeit der allgemeinen Wehrpflicht Bahn brechen werde.— Es erfolgt nun eine interessante Deballe an welcher sich zunächst mehrere Redner betheiligen zur Begründung der von ihnen gestellten Anträge.— Auch Schulze-Delitzsch ergreift das Wort zur Begründung seines inzwischen in Gemeinschaft mit Franz Dunker ein⸗ gebrachten Antrags, dahin gehend:„Die General-Versamm⸗ lung fordert ihre Müglieder und Zweigvereine auf, in sämmtlichen deutschen Staaten für die Gründung von Foribildungsschulen und Herbeiführung des obligetorischen Besuchs derselben zu wirken.“— Für den obligatorischen Foribildungsunterricht traten auf Grund ihrer praktischen Erfahrungen noch Dr. Dielitz(Berlin) und Reg.⸗Rath Firnhaber(Wiesbaden) ein, worauf der Schluß der Debatte angenommen wird und Referent Meyer(Bonn) feinen Antrag zu Gunsten desjenigen von Schulze- Dunker zu⸗ rückzielt, was vorher schon Dr. Gareis ebenfalls gethan han. Dieser Antrag findet alsdann mit allen gegen eine Stimme Annahme. Die übrigen Amendements werden mit weit überwiegender Majorität verworfen.— Ueber den Antrag des Centralausschusses: die Generalversamm⸗ lung möge beschließen, die Zweig- und Ortsbildungsver⸗ eine aufzufordern mit der Einrichtung von Volksbiblio⸗ theken vorzugehen, referirt an Stelle des nicht erschienenen, verhinderten Dr. Löwe(Kalbe) Dr. Gareis(Würzburg) der in den Volksbibliorheken das Mittel erblickt, die Resultate der Wissenschaft unter die Masse des Volkes zu bringen. Der gestellte Antrag, der mit dem von Meher (Bonn)„die Generalversammlung möge beschließen: den Mangel geeigneler Volksschristen und etwaige Vorschläge zur Abhilfe zur Sprache zu bringen“ gemeinsam zur Dis⸗ kussion gestellt wurde, fand nach längerer Debatise die Zu⸗ stimmung der Versammlung. Nachdem noch die Referenten Gareis und Meyer diesen Ausführungen im Wesenk⸗ lichen zugestimmt hatten, wurde wegen der vorgerückten Zeit(5 Uhr Nachmittags) die Debatte geschlossen und der betreffende Anirag des Centralcomité's einstimmig ange⸗ nommen,— Nach 5 Uhr veteinigte ein Banket über 10 der Theilnebhmer im Saale des Hotels Zur Traude bis zur späten Abendstunde, wobei die die Gemüther erfüllenden mit den Ziclen des Bildungsvereins, verknüpften Ideen in zahlreichen Toassen ihren Ausdruck fanden. b Dieburg. um Sonntag Nachmittag wurde zwischen bier und Gundernhausen ein Mann aus Altheim von 8 Kerlen angehalten, derselbe, rettete sich aber durch schleunige Flucht.— An demselben Tage wurden noch 3 Individuen, von welchen man vermuthet, daß sie die Angreifer des Altheimer Mannes sind, verhaftet und hierher ins Gefängniß abgeliefert.. Worms. Bei einer dieser Tage dahier staktgefün⸗ denen Versteigerung kam auch ein Pack„alte Lumpen“ zum Ausgebol. Bevor jedoch der Zuschlag erfolgte, wulde beim zufälligen Untersuchen der Lumpen eine Brieflasche darunter entdeckt, welche amerikanische Papiere und Wechsel auf Amerika im Werthe von 3300 fl. enthielt. Der ver⸗ storbene Besitzer dieser Brieftasche hatte längere Jahre in Amerika gewohnt und zuletzt in unserer Stadt seinen Wohnsitz genommen. Gi Gon b gehe ber fem A bern 00. Gigl Zeitz. Gegen die Lehrerbärte that sich ein gar heiliger Grimm kund als jüngst zu Zeitz die Lehrer in einer Conferenz versammelt waren. Dort bat auch ein bärtiger Lehrer um's Wort, dasselbe wurde ihm jedoch vetsagt. In Folge dieses Vorganges ist nun ein Schriftchen er⸗ sschienen, worin die Gefahren des Barttragens eine ein— gehende Schilderung finden. Danach bewirken die Bärte ider Lebrer Folgendes: Sie verleiten zur Hoffahrt, ent— jremden dem stillen Berufe, führen zur Demagogie, zum Atheismus und Materialismus, sie stören das gute Ein⸗ wernehmen mit den Vorgesetzten und die Andacht bei den Conferenzen. Das Schriftchen schließt seine salürischen Ergüsse also: Drum kehre um, du Lehrerheer, Zeug' förder keine Bärte mehr, Schmück' wieder deinen Kopf Mit einem braven Zopf. Dann wird das Wort dir nicht versagt, Wenn du bescheiden angefragt. Berlin. Das Reichs-General-Postamt ver⸗ Iffentlicht in seinem Verwaltungsblatte die Ergebnisse seiner Statistik für das Jahr 1871, der wir gachstehende interessante Einzelheiten entnehmen: Zahl der Postanstalten 4927, Gesammipersonal 42,736 Köpfe. Auf⸗ Jestellte Briefkasten 24 703 Stück. Es wurden befördert im ersten Semester 1871 rund 30,170,000 Packete ohne Werthdeclarauion. Geldpackete und Geldbriefe wurden dersandt rund über 15 Millionen Stück mit einem Werth— Setrage von 3, 705,443,730 Thlrn. Postpassagiere(Per— sonenposten) wurden bei den norddeutschen Posten pro 1871 gezählt rund 6 Millionen Personen. Freimarken und Freicouverts wurden verkauft 374½ Millionen Stück im Portowerthe von 13½ Millionen Thalern. Die Ge— ammteinnahme pro 1871 belief sich auf 26 Millionen Thaler, der Ueberschuß auf 3½ Millionen Thaler. Der Ueberschuß pro 1870 betrug circa 2,159,000 Thaler. Eingesandt Friedberg. Auch in hiesiger Stadt hat ich, wie bekannt, ein Verein für Verbreitung von Volksbildung constituirt. Dessen Anschluß an den deutschen Centralverein in Berlin ist vollzogen und Friedberg war bereits bei der am 7. Juli zu Darmstadt abgehaltenen Generalversammlung aller veutschen Bildungs- Vereine vertreten. Dort sind wichtige Beschlüsse gefaßt worden, auch derjenige, vaß für den Besuch der Fortbildungsschulen eine zesetzliche Verpflichtung aller jungen Leute bis zum 6. oder 18. Jahre zu erstreben. Die Zeit vom „4. bis zum 18. Lebensjahre ist ja für jeden Menschen, der die Elemente des Wissens aus der Bolksschule sich angeeignet hat, die beste Lernzeit, welche bis daher leider aber von so vielen jungen Männern und Jungfrauen ganz unbenutzt geblieben st. Und doch hat heut' zu Tage das ganze Zolk„mehr Bildung“ so dringend nöthig, weil gas wirthschaftliche, sociale, politische, ja, weil as ganze Menschenleben höhere Anforderangen tellt, als dieses früher der Fall war. Je mehr Fähigkeiten und Sinn für Wirthschaftlichkeit aber ein Mensch besitzt, desto leichter wird es ihm, sich eine Existenz zu gründen, und mit Erfolg für die Zukunft zu sorgen, das Erworbene zu erhalten und zu vermehren. Ob und wie man dieses in in Friedberg einsieht, wird sich im pächsten Winter bildungsverein alle Vorbereitungen auszuführen, um alsdann seine schwere Aufgaben erfassen und lösen zu können. Dieses soll zunächst geschehen: 1. In Gründung einer Fortbildungsschule, die, eine Ergänzung neben der bereits bestehenden Handwerkerschule bildend, mehr die Gegenstände allgemeiner Bildung, das allgemein Nützliche lebrt. 2. In Abhaltung öffentlicher Versamm⸗ lungen, bei welchen über wichtige Fragen Referate erstattet und allgemeine Discussionen veranlaßt werden. Dabei soll zugleich eine anständige-Ge⸗ selligkeit Pflege und Uebung finden. 3. Wofern die Mittel dazu vorhanden, in Gründung einer Bibliothek mit einem Lesezimmer, welches im Winter geheizt, den Jünglingen Gelegenheit ge— währt, ihre freie Zeit nützlichst zu verwenden, ihre Kenntnisse durch Lesen guter Bücher zu bereichern. Bei dieser vielseitigen und schweren Aufgabe er— scheinen die bis jetzt vorhandenen Mittel all zu gering. Hoffentlich aber findet der Verein noch recht viele Mitglieder und sonstige Unterstützungen. Der jährliche Beitrag eines Mitgliedes besteht nur in 1 fl. 10 kr. Aus dem Ertrag der Vor— 3 des letzten Winters sind dem Volksbil— dungsverein 80 fl. zu geflossen. Möchten andere Vereinigungen dieser Art sowie auch und besonders die Geldinstitute hiesiger Stadt in gleicher Weise der wichtigen Sache, um die es sich hier handelt, kräftigst unter die Arme greifen! Literarisches. Im Verlage von Arnold Bergsträßer in Darm⸗ stadt ist dieser Tage eine sehr interessante Broschüre er— schienen unter dem Titel: evangelischen Kirche im Großherzogthum Hessen von Dr. d. Theol. u. Phil. K. Köhler, Professor am evang. Predigerseminar in Friedberg. Preis 24 Kreuzer. Im Augenblick wo die kirchliche Verfassungsfrage im Großherzogthum Hessen ihrer Lösung entgegengeht und vielleicht zu eingreifenden Kämpfen Anlaß geben wird, wird eine auf gründlicher Kenntniß und unbefangener Würdigung der Thatsachen ruhende Untersuchung des jetzigen Verfassungszustandes der Landeskirche nebst Pro— gramm für die Zukunft vom liberal- kirchlichen Stand— punkte aus willkommen sein. Eine solche versucht der Verfasser obiger Broschüre zu geben. Zugleich werden herausstellen. Bis dahin gedenkt der hiesige Volks⸗ B. C. Lieder für hohe resp. tiese Stimme. Denkschrift, betreffend die der malige Lage der von ihm die Prinecipien und Forderungen der confessio⸗ nellen Partei eingehend geprüft und widerlegt. Gegen Einsendung von 25 kr. in Marken erfolgt die Uebersendung franed durch Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Bad-Nauheim. Das Juli⸗-Heft der„Musikalischen Welt(vierteljähr⸗ lich 54 kr.) enthält: Ausgabe A. Clavierstücke. Carl Hause, Idylle.— Josef Löw, Märchen am Spinnrade. — Friedrich Baumfelder, Moosröschen.— A. Löschhorn, Akolina. Melodic variée.— Albert Jungmann, Brennende Liebe.— Joseph Schulz⸗Weide, Letzle Rheinsahrt des armen Geigers.— Musikalische Rundschau.— Ausgabe Fr. Kücken, Fahr' wohl.— F. X. Chwatal, Perle des Jabres.— Franz Behr, Wenn ich ein Vöglein wär'.— C. Ober⸗ thür, Einsamkeii.— Wilhelm Franz, Siehe der Frühling währt nicht lang'.— Richard Metzdorff, Liebesfeier.— Carl Santer, Trinkerweisheit.— Musikalische Rundschau. nnen 5 Wien, 1. Juli. Bei der heute stattgefundenen Ziehung der fl. 250 ⸗Loose von 1854 wurden folgende Serien gezogen: 451 473 490 573 646 656 795 1337 1430 1549 1802 1840 1848 2033 2203 2216 2318 2490 2597 2599 2616 2722 2914 2988 3082 3595 3616 und 3765. Die Prämien⸗Ziehung erfolgt am 1. October. Mailänder 45 Frs.⸗Loose. Ziehung am 1. Juli. Serien 5175 1349 2034 6122 253 925 7593 5874 3228 2038. 3190 1600 1586 4987 6191. Hauptpreise: Serie 1600 Nr. 47 80,000 Fr., S. 5175 Nr. 27 3000 Fr. S. 253 Nr. 31 3 à 1000 Fr. Madrider Loose. Ziehung am 1. Juli. Haupt⸗ preise: Nr. 75624 100,000 Frs., Nr. 7639 und 281689 1000 Fr., Nr. 285068 308099 377004 178724 je 1000 Fr. 5 7 Theater. (Eingesandt.) Ueber die Dienstag-Nachmittag stattgefundene Kind Vorstellung können wir das Erxfreulichste berichten. Publikum und Direction war vollständig zufrieden, der ganze Garten war gefüllt von Alt und Jung und amüsirte sich auf das Beste, so daß wir der Wieder⸗ holung einer zweiten Kinder ⸗Vorstellung nächster Woche entgegen sehen.* Eingesandt. Friedberg am 9. Juli 1872. Der gegenwärtig dahier unter dem Directorium des Herrn Grünwald gastirenden Theater-Gesellschaft steht in Kürze ein bebeu⸗ tender Verlust bevor. Herr Schauspieler Köckert, der sich sowohl durch sein treffliches Spiel als durch seine Liebens⸗ würdigkeit und Bescheidenheit während der kurzen Zeit seines Aufenthaltes dahier rasch die Liebe und Achtun, des kunstliebenden Pubkikums zu erwerben verstand, wich in einigen Tagen von hier scheiden, um nach Frankfurt überzusiedeln.— Wir hallen es deßhalb für unsere Pflicht das Publikum Friedbergs und der Umgegend auf die in einigen Tagen stattfindende Beneftzvorstellung des scheidenden Künstlers schon jetzt aufmerksam zu machen.— Main⸗Weser⸗Bahn. 1868 Die Ausführung der sämmtlichen Bauarbeiten mel. Materlal Lieferungen bei Erbauung von Bahn— pvärter⸗Wohnhäufern und zwar: 2 doppelten auf Station Lollar, 1 doppelten auf Station Nauheim und 1 einfachen auf Station Butzbach soll auf dem Submissionswege vergeben werden und ist llerzu Termin auf Freitag den 19. l. Mts., Vormittags 11 hr, auf dem Büreau der unterzeichneten Betriebs- nspektion anberaumt, woselbst auch die Zeichnungen, Nasbenen cot age und Uebernahmebedingungen eingesehen werden können. 5 Die Submissions⸗Offerten mit der Aufschrift:„Sub⸗ ulssion auf Bauarbeiten zut Herstellung von Bahnwärtet⸗ ohnhäusern“ versehen, find bis zu dem bezeichneten Fg ebendaselbßß portofrei und versiegelt einzureichen. Frankfurt den 5. Juli 1872. Königliche Betriebs-Inspektlon. Se * Arbeits ⸗Versteigerung. 887 Fteitag den 12. Jult, Nachmittags 2 Uhr, sollen dem Gemeindebause zu Nieder⸗Weisel nachstehende Irbeiten und Leferungen unter den vor der Versteigerung kannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert und Accord gegeben werden, nämlich: fl. kr 1 Wauetatbel veranschlagt zu 26 15 2) Weißbinderarbeit 19 4⁰ 3) Steinhauerarbeit 4) ca. 3 Cubikmeter gute lagerhafte Mauer⸗ steine zu brechen 15 5) Dieselben zur Baustelle anzufahren 3 6) 3 Cubikmeter Sand anzulie fern 5 7) 4 Bütten Kalk anzullesern 11 Bußbach den 9. Jult 1872. Der Bezirks Bauaufseher But k Oeffentliche Aufforderung. 1884 Forderungen und Ansprüche jeder Art an den Nachlaß des Gastwirths und Posthalters Philtpp Speck in Nieder- Wöllstadt find binnen 3 Wochen bet Meidung der Nichtberücksichtigung dahier anzumelden. Friedberg am 30. Juni 1872. Großberzogliches Landgericht Frtedberg. Reiß, Zimmermann, Landrichter. Landgerichte Assessor. Holz ⸗Versteigerung. 1869 Dienstag den 16. Juli, von Morgens 9 Uhr an, kommen im Domantialwald-Oistrikte Burgwald, Schlag IV, zur Verfleigerung: 10 Raummeter Schäl Eichen⸗Scheitbolz, 111 15 5„ Prügelholz, 17891 Stück Schäl⸗Eichen Wellen, 101 Läste Allerxletholz, 3 Stämme Schäl-Eichen von 24 und 25 Centi⸗ meier Durchmesser mit 0,73 Festmeter, 425 Baumslützen Schäl Eichen. Ober⸗ Rosbach am 8. Juli 1872. Großherzogliche Obersörsterei Ober-Rosbach. rc Mobiliar ⸗Versteigerung. 1882 Montag den 15. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, wird in hlesigem Rathhause der Mobiltar Nachlaß der verstorbenen Daniel Dörr Wittwe da⸗ hler, als; f 1 balbrunder Tisch, 1 nußbaumene Betlflelle, 1 Commode, 1 Kleiderschrank, 2 Stüble, Beiwerk, Weißzeug, Frauenklelder, sowie sonflige Haus- geräthschaften. öffentlich an den Melsibietenden versteigert. Friedberg den 9. Jult 1872. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. J. V. d. V.: Der dienssältesie Gerichtsmann Fa ld. Faselochs⸗Versteigerung. 1883 Dienftag den 16. Juli J. J., Vormittags 11 Uhr, soll im Faselstall der Stadt Friedberg ein schlachtbarer fetter Ochse an den Meistbietenden versteigert werden. Friedberg den 9. Juli 1872. eric Nen Friedberg. „Bi dB. Der Großherzogliche Beigeordnele Steinbäußer. Arbeits- Versteigeru ng. 1871 Montag den 15. Jult, Vormitsags 10 Uhr, sollen auf dem Ratbhause zu Reichelsbeim nachflehende, zur Herstellung der Kirche erforderliche Arbeiten an den Wenigsinehmenden vergeben werden; Schreinerarbeit, veranschlagt zu 17 fl. 16 kr. Weißbinderardelt 6725 Assenheim den 8. Juli 1872.— Der Bezirksbauaufseher n mend * Fruchtfegemühlen 0 1806 Den Herren Interessenten diene hiermit zur ge⸗ fälligen Nachricht, daß bei mir stets vorräthige Frucht⸗ fegemühlen besler Construktion unter Garantie zum Preis von 16 fl. per Stück zu baben find. Bestellungen werden schnell und prompt ausgesübrt. Helden bergen den 2. Juli 1872. Johannes Seitz, 4 Schreinermeister. Hofapotheke zum Engel 1872 von C. Görtz empfiehlt Soda⸗Wasser, starkvergiftetes Fliegen⸗ papier, condensirte Milch, Fleischertrgkt, Liebig's Kinder nahrung zu den dilligsten Preisen. . —. — Wiederholt die Anzeige, daß wir Holländisches Süber nur nach Cours nehmen. 1873 vorschuß⸗ X Credit-Perein. (Eingetragene Genossenschaft.) F. Hecht. Ermus. Schwalheimer Brunnen. 1880 Sonntag den 14. Juli Harmonie und Tanzmusik, wozu freundlichst einladet Georg Bailly. Für Sattler und Schuhmacher. 1857 Eine greße Partie Sattel in gutem Zustande, sewie mehrere Hundert seinse Pferdegeschirre, größtentheils neu, sowie ferner 10,000 Stück fast neue Filzdecken und mehrere andere bedeutende Vorräthe Lederzeug find unter günfligen Bedingungen aus freier Hand zu verkaufen. Franko⸗ Offerten sub Chiffre F. 4875 besötdert die Annoncen Expedition von Rudolf Mosse, Frankfurt a. M. Bel Bindernagel& Schimpff in Friedberg ist zu haben: Die Welt geht unter! Schlußscene des großen Weltdramas. Von Heinrich am Stern. Preis 11 kr. Vorzügliche Nuhrkohlen, 1773 bei mate e Aütnich. Hermann Bechstein in Friedberg, 70 Breitestraße 70, 1334 empfiehlt eine große Auswahl fertiger Herrenhemden, sowie Kragen, Man- schetten und Chemisetten, Herrenbinden, Glacé⸗, Seiden⸗ u. Fil-d'Ecosse-Pandschuhe, wollene u. baumwollene Unterjacken, Hosen⸗ träger u. s. w. zu den billigen Preisen. Ein Mädchen, 1850 welches in allen häuslichen Arbeiten erfahren ist, wird gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Fußboden Lack, 1333 mit und ohne Farbe, empfiehlt billigst Wilh. Bernbeck. Empfehlung. 1855 Der Unterzeichnete empfiehlt sich dem geehrten Publikum bestens mit seinem geu angeschafften ele- ganten Landauer. Friedberg. Wilhelm Ulrich, Hoflohnkutscher. Dachdecker-Gesellen. 1876 Tüchtige Dachdeckergesellen werden bei einem wöchentlichen Lohn von 12— 14 Gulden gesucht. Dau⸗ ernde Beschäftigung. Reisekosten werden vergütel. Abt& Mühe, Frankfurt a. M., Fahrgasse 47. 1874 Auf der Parkstraße zu Bad⸗Nauheim wurde am 3. Juli eine anscheinend goldene Brosche gefunden und kann dieselbe gegen Erstattung der Inseratgebühren bei Steiger Ewald auf der Grube Wölfersheim in Empfang genommen werden. Mehrere Ohm Obstwein, 1870 Prima⸗Qualität, hat zu verkaufen C. Holler in Fauerbach b. Fr. Zum Einmachen von Früchten etc. 1885 empfehle meinen ganz vorzüglichen alten Weinessig nebst den dazu gehörtgen Gewürzen und Pergamentpapter zum Zubinden der Gefäße. 1888 Nächsten Sonntag ⸗ Nachmittag wird auf dem Felsenkeller des Herrn G. Philippi nach der ersten Tbeatervorstellung die Ausloosung der zwei Oelgemälde, Morgen und Abend vorsfiellend, vor sich gehen. Die Taxation der genannten Oelgemälde ist 35 fl. und werden durch 100 Loose à 30 kr. auf beide Bilder, 15 fl. Mehrgewinn erzielt, welche nach Abzug der Stempelkosten der hiefigen Kleinkinder-Bewahranftalt überlassen werden. Loose find bei dem Unterzeichneten zu haben. M. Grünwald. Wohnung:»Zur Stadt New⸗ Jork.“ Ein erfahrenes Hausmädchen 1848 wird gegen guten Lohn gesucht. Näheres zu erfragen bet der Exped. d. Bl. Ein Portemonnaie 1875 mit etwas Geld wurde auf dem landwirthschaft⸗ lichen Fesie zu Bad- Nauheim in einer Wlrthschaft ge⸗ funden und kann dasselbe von dem rechtmäßigen Eigen⸗ Ilbenstadt. 1881 weiß und braun, sowte Gelséegläser in allen Größen verkaufe zum Ankaufspreise aus. Friedrich Hilbrecht. n- und Verkauf 1744 don Staats ⸗ Papieren, Anlehens⸗ loosen, Coupons ꝛc. ꝛc. unter Zusicherung 9 reeller Bedienung. 5 Friedberg. J. A. Nauheim. Geld Cours. Frankfurt am 8. Juni 1872. Preußische Friedrichsd'or... fl. 9 58-59 Pisteie n Holländische fl. 10 Stücke.„ 9 53—55 Ducaten uiid„„ e ee Ducgten al marco enn,„ 5 34-36 20⸗Frankenstüke„ 9 2324 Englische Sovereigns. 11 49—51 Russische Imperiales. 18 1» 9 42—44 Dollars in Gold„ 2 25½—26½ Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 9. Juli. Waizen 16 fl. 10 tr.; Kor i 9 fl. 50 kr.; Gerste 7fl. 25 kr.; Hafer 5 fl. 10 kr. Frankfurt, 8. Juli.(Per 100 Kilo.) Waizen 16½— ½; Korn 10— 10%; Gerste 8¾; Hafer 8½¼ñ— ½; Rüböl(per 50 Kilo) ohne Faß von 50 Ctr. 23 fl.; Branntwein(50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß. Grünberg, 6. Juli. Waizen 15 fl. 46 kr.; Korn 10 fl. 3ükr.; Gerste 7 fl. 45 kr.; Hafer 4 fl. 30 kr.; Molter 5 fl.— kr.; Erbsen— fl.— kr.; Linsen— fl. — kr.; Saamen 13 fl. 46 kr.; Kartoffeln 4 fl. 57 kr. Mainz, 5. Juli. Waizen 16 fl. 14 fr.; Korn 10 fl. 9 kr. Gersse— fl.— kr.; Hafer 9 fl.— kr. Tartoffeln 5 fl. 20 kr. neue 7 fl. 30 kr.; Reggenstroh Wilh. Sturmfels, pof⸗Apotheker. per 100 Gebund 25 fl. Bei Bindernagel& Schimpff in Friedbert und Nauheim ist vorrätbig: an dun 18 Denkschrift, betr. die dermalige Lage det evangel. Kirche im Großherzogthum Hessen von Prof. Dr. K. Köhler. i Preis 24 fr. 5 Comité d Sängerfeste Sitzung Mittwoch den 10. Juli, Abends 8 Uhr, und Freitag den 12. Juli. Abends 8 Uhr, in Hertleins. 1879 Sommertheater in Friedberg. Im gedeckten Felsenkeller des Hrn. G. Philippi. (Gesellschaft des Thalia⸗Theaters in Darmstadt.) Freitag, 12. Juli 1872: Das Lorle vom Schwarzwald, o dee x.: Dorf und Stadt. Charakterbild in 5 Akten von Charlotte Birch⸗ Pfeiffer. 10 Sonnabend, 13. Juli 1872: Rufsisch. Hierauf: Franz ösisch. Lustsplel in 1 Akt von C. A. Görner. Zum Schluß: Englisch. Lustspiel in 1 Akt von C. A. Görner. Es ladet ergebenst ein 5 g 1889 Direktor Grünwald. Abziehbilder (zum Aufkleben auf Möbel, Tassen, Gläser de.) in größter Auswabl bei 7179 Bindernagel& Schimpff. Halsbinden 42 und Sblips ꝛc. in schöner Auswahl, sowie Fonlards, seidene Umknöpftücher und schwarze seidene Halstücher be⸗ K. Friedrich, neben der Post. Ein Hausmädchen, 1878 welches Herrschaften bedienen kann, findet gegen guten Lohn Stelle. Wo? sagt d. Exped. d. Bl. Danuksagung. 1877 Sowohl Denen, welche uns während des langen und schweren Leidens unserer am 6. d. M. sanft dem Herrn entschlafenen guten Gattin, Mutter, Schwlegel⸗ mutter und Großmutter CEhristine Blum so viele Beweise liebevoller Theilnahme gegeben, all auch Denen, welche ihr die letzte Ehre erwiesen haben, sagen wir unsern tiefgesühlten Dank. D 0 Die trauernden Hinterbliebenen. 5 Todesanzeige und Danksagung. 1886 Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, unsern unvergeßlichen Gatten und Vater, den 5 Bäckermeister Wilh. Schreiber, am 8. d., Morgens um halb 9 Uhr, in ein besseres N Leben abzurufen. Für die vielen Beweise der Theilnahme wäbrend seiner Leiden, sowie Allen, welche den Verblichenen zu seiner Rahestätte geleitelen, unsern innigstgefüblten Dank. 1 Frtedberg den 10. Jult 1872. 1 Die trauernden Hinterbliebenen. Istatlitischer Gottesdienst in Friedberg, Be gien m: Freitag Abends 7½ Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. f Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf.