4 egges brd krlichen Jubres 6 1 At se oft m Feindes nagt. Ie iclagen, Oda, idatt Ancdbeln 9 ·˖ 1872. 7 nn 8 Dienstag den 10. Dezember. „ 145. berhessischer? il uzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Stirdberger Iutelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Statistik der Bewegung der Bevölkerung im Jahr 1872. f f Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Pfarrämter, Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Großherzoglichen Polizei-Commissär zu Wickstadt. Wir machen Sie auf die pünktliche Einsendung der vorgeschriebenen Uebecsichten 4 Wochen nach Jahtesschluß, 8 9 Ja Instruftion vom 31. Oktober 1872 5. 6— Vorschriften pünktlich befolgt und die seither nothwendigen Ausstellungen bei Friedberg am 6. Dezember 1872. in obigem Betreffe— innerhalb der ersten schon jetzt aufmerksam und müssen erwarten, daß die gegebenen den nächsten Uebersichten vermieden werden. T r a p p. Bt kan nt ma ch un. Betreffend: Die Generalversammlung des landwirlhschaftlichen Bezirks ⸗ Vereins Friedberg. Die Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirks⸗Ver⸗ eins Friedberg fur 1872 findet Mittwoch den 11. Il. M., Nachmittags 1 Uhr, auf dem Rathbause zu Friedberg statt und werden hierzu die Mit⸗ glieder des Bezirks Vereins und sonstige Freunde der Landwirthschaft mit der Bifte eingeladen, wegen der Kürze der Tage sich recht vräcis einzufinden. Zur Verhandlung kommen: 1) Mittheilung über die Thätigkeit des Ausschusses des Bezirks⸗ Vereins in 1872. Friedberg den 2) Vorlage der Vereins⸗Rechnung für 1871. 3) Berathung über die Verwendung der Vereinsmittel in 1873. 4) Ergänzungswahl des Aus schusses des Bezirks, Vereins. 5) Exsatzwahl der Commission für Besichtigung des Faselviehes. Sodann wird Herr Rückert, Lehrer an der Ackerbauschule dahier, einen Vortrag über„die Mäuseplage und die Mittel zu deren Beseiti⸗ gung“ halten, worauf ich der Wichtigkeit des Gegenstandes gerade in dermaliger Zeit wegen noch ganz besonders gufmerksam mache. 6. Dezember 1872. Der Director des landw. Bezirks⸗Vereins Friedberg. Ter g p p. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Heinrich Mai von Nieder⸗ Mörlen wurde als Todtenbeschauer für diese Gemeinde ernannt und vorschriftsmäßig in Pflichten genommen. Deutsches Reich. Darmstadt. Wie das„Fr. J.“ nunmehr mit Bestimmtheit mitibeilt, werden vom 1. Januar un versuchsweise die directen Steuern nur alle wei Monate für je zwei Monate zusammen er⸗ oben werden. Sollte die neue Einrichtung sich ewähren, d. h. sollte sie ohne erhebliche Nach- heile für die Steuer pflichtigen durchzuführen sein, würde die Zahl»der Distriets Einnehmereien in dem den Ständen zunächst vorzulegenden neuen Dersonal- und Besoldungs⸗Etat um 23 vermindert derdeg.—,Dasselbe Blatt ist in der Lage, seine neuliche Notiz wegen beabsichtigter Aufhebung der Obermedicinal⸗ Direction nur zu wiederholen.— Durch die Ausscheidung derjenigen seitherigen Wahlberechtigten, welche durch Nichtzahlung ihrer Steuer im letzten Halbjahre ihre Wahlberechtigung serloren haben, sind die Wahlen derart verzögert orden, daß der Landtag selbst am 15. Dez. noch licht zusammentreten kann, sondern wahrscheinlich irst in den letzten Tagen desselben. Berlin, 6. Dez. Sitzung des Herrenhauses. Nach der Vereidigung der Generäle, Steinmetz, Peucker und Stosch(Herwarth v. Bittenfeld war abwesend) wurde die Vorberathung über die Heisordnungs-Vorlage eröffnet. Münster sprach sur die Vorlage und erklärte, er werde gegen jede Imendirung stimmen; er wünschte eine vollständige Nesorm des Herrenhauses auch deshalb, weil die zeuen Provinzen nicht genügend vertreten seien, tan dürfe dem übrigen Deutschland kein Beispiel inerten Zwiespalts geben. Nachdem Kröcher gegen de Vorlage gesprochen, erklärte der Minister des Innern: Es sei Phrase, wenn die rechte Seite des Hauses aus dem Gesetze, welches pie große Wajorität des Volkes hinter sich habe, den Um— surz präjudictre. Die Regierung sti fest ent⸗ wlossen, die Vorlage, von deren Nothwendigkeit und Nützlichkeit sie überzeugt ist, unverändert durchzusetzen und mußte die Annahme durch Neu- „rusung ven Herrenbausmitgliedern sichern. Wenn ran Dankbarkeit für die Haltung des Herren- hauses in der Conflictszeit verlange, sei zu er⸗ widern: der einzelne Mensch müsse dankbar sein, der Staat könne es nicht. Der König könne den Minister, der ihm einst guten Rath ertheilt habe, darum nicht immer conserviren. Man könne ebeuso die einstige correcte Haltung eines parlamenta— rischen Factors nicht immer berücksichtigen. Die Vorlage sei nicht, wie der Vorredner meine, der Todeskampf des Conservatismus, sondern der erste neubildende Schritt zur inneren Reform. — 7. Dez. Herrenhaus. Specialdiscussion der Kreisordnungs-Vorlage. Die§§. 1 bis 7 wurden unverändert angenommen. Das erste Amendement der Fraction Stahl zu F. 8, welches der Minister des Innern für unannehmbar er⸗ klärte, wurde in namentlicher Abstimmung mit 114 gegen 87 Stimmen verworfen, die folgenden Amendements zu§. 23 und 26 wurden gleichfalls abgelehnt. Die Fraction Stahl zog alle weiteren Amendements zurück und verzichtete auf jede weitere Discussion(lebhafter Beifall), worauf alle Para— graphen der Vorlage ohne Debatte unverändert angenommen wurden. Das Herrenhaus beschloß, daß die Schlußabstimmung über das ganze Kreis- ordnungsgesetz Montag stattfinden solle, nachdem ein Antrag, die Abstimmung nach einer halb— stündigen Pause oder in einer Abends abzuhalten den Sitzung vorzunehmen, abgelehnt worden war. — Im Abgeordnetenhause eirculixt die Ana- lyse eines acht Seiten langen eigenhändigen Briefes des Königs an Hrn. v. Frankenberg-Ludwigsdorf. Dieses älteste Mitglied des Herrenhauses wandte sich nämlich schriftlich an den Monarchen mit der Bitte, den verderblichen Kreisordnungs-Entwurf nicht zum Gesetze werden zu lassen. Man ent— nimmt der Analpse des königlichen Briefes Fol- gendes: Er(der König) danke ihm für seine wohlgemeinte offene Aeußerung, sei aber nach reif licher Ueberlegung von der Nothwendigkeit der Kreis- ordnunges⸗Reform überzeugt. Er müsse ihn daran erinnern, daß zur Zeit der Stein-Hardenberg'schen Reformen auch nicht zwei Menschen am Hofe ge— wesen seien, die daraus nicht den Untergang des Grundbesitzes und des preußischen Staats vorher- gesagt. Er selbst habe damals etwas Aehnliches geglaubt und sei jetzt auch davon überzeugt, daß auf jenen Reformen die heutige Größe Preußens beruhe. Auch bei der Grundsteuer seien ähnliche Befürchtungen laut geworden, die sich doch nicht erfüllt hätten. In Preußen seien jetzt, wenn er nicht irre, 62,000 Beamte(zwei mobile Armee⸗ corps). Alle seien schlecht besoldet und verlangten Erhöhung ihrer Einnahmen. Mit jedem Jahr würde die Anstellung von noch mehr Beamten nöthig. Auch in dieser Beziehung erwarte er Abhülfe durch die Kreisordnung und bäte Herrn v. Frankenberg, sich selbst wie seine Freunde für deren Zustandekommen zu interessiren. — Wie den Behörden bereits mitgetheilt ist, steht der Erlaß eines Reichs⸗Kriegsleistungsgesetzes in Aussicht. Das vor 22 Jahren erlassene diese Materie behandelnde preußische Gesetz entspricht allerdings den Anforderungen, welche man gllseitig an ein solches Gesetz machen muß, nicht mehr, beruht auch keineswegs auf solchen Erfahrungen, wie sie die Kriege von 1866 und 1870, nament- lich der Letztere, an die Hand gegeben daben. Bei diesem Anlasse werden auch gesetzliche Rege- lungen über die Gestellung der Landwehrpferde im Kriege zu erwarten sein, über welche jetzt der Mobilmachungsplan von 1867 verfügt. — Nach der„Voss. Ztg.“ beabsichtigt die Regierung, falls die Verhältnisse in Versailles einen bedrohlichen Character annehmen, die Truppen in den noch besetzten vier Departements auf volle Kriegsstärke zu bringen, wozu Vertrags- Bestim⸗ mungen sie berechtigen. — Gegenüber den Gerüchten, daß der Kriegs- minister und der Minister für die Landwirthschaft ihre Entlassung nachgesucht hätten, vermag die „Kreuzzeitung“ mit größter Bestimmtheit mitzu⸗ theilen, daß der Kriegswinister einen längeren Urlaub nachgesucht und bis zum März erhalten habe. — Im Abgeordnetenhause besteht die Frartion 77... der Conservativen aus 69, die der Neuconserva⸗ tiven aus 44, die Fraction der Freiconservativen aus 39, die des Centrums aus 58, die der Nationalliberalen aus 116, die der Fortschritts⸗ partei aus 48, die des liberalen Centrums aus 11, die der Polen aus 19; keiner Fraction an- gehörigen 16, erledigter Mandate sind es 12, zu- sammen 432 Sitze.. b — ueber die Cholera in der Provinz Preußen meldet die„Danz. Ztg.“:„Neuerdings sind in zwei Ortschaften des Berenter Kreises, Gr. Klinisch und Dohrzin, drei Fälle mit tödtlichem Ausgange vorgekommen. Auch in Zeisgendorf und in der Ortsckaft Baldau des Pr. Stargardter Kreises sind vier Cholerafälle und in Zuckau, Karthauser Kreises, ein Fall neu aufgetreten. — In Tilsit hat sich die Cholera, welche einige Tage hindurch schon zu erlöschen schien, plötzlich wieder in höherem Grade gezeigt, Die Zahl der hier vorgekommenen Fälle beläuft sich nun bereits auf 19, von den Kranken sind 3 ge⸗ nesen, 12 gestorben und 4 noch in Behandlung. Karlsruhe Die Wendung zum Guten in dem Befinden des deutschen Kronprinzen schreitet gleichmäßig und rasch fort. Derselbe wird, sobald die Reise ohne zu befürchtende Nachtheile statthaft ist, sich zum Zwecke einer ärztlich für nothwendig erachteten Nachkur nach Wiesbaden begeben. Straßburg. Ueber das Aushebungsgeschäft schreibt vie„Elsässische Correspondenz“:„Vor den Kreis ⸗Ersatz-Commisstonen in Elsaß⸗Lothringen haben sich 7454 Militärpflichtige gestellt, von welchen 3392 als gleich tauglich befunden wurden. Von diesen sind 553 wegen häuslicher Verhält⸗ nisse zurückgestellt. Nach seiner Bevölkerung würde Elsaß Lothringen jährlich 5296 Mann zu stellen haben. Daß diese Zabl jetzt nicht erreicht werden würde, nachdem die Regierung gerade mit Rück⸗ sicht auf die Vermeidung des Militärdienstes Aus- wanderungefreiheit gegeben, nachdem sie alle vor 1851 Geborenen und alle, welche in der franzö sischen Armee im Kriege gedient baben, für nicht dienstpflichtig erklärt hatte, war von voraherkin klar. Die erreichte Ziffer hat vielmehr die Er- warlungen übertroffen, zumal darunter die vielen Freiwilligen nicht begriffen sind. Ueberdies wird vielfach erwartet, daß sich vor den Departements Ersatz- Commissionen noch Mancher stellen wird, der die Muslerung vor der Kreiscommission ver säumt hat.“ — Auf die Tabaksmanufactur sind die nach- stehenden Offerten von folgenden Bankhäasern, resp. Consortien abgegeben worden: a) J. Gold⸗ mann und E. Treibel in Berlin 1,507,000 Fre.; p) die Bank von Elsaß Lothringen im Namen mehrerer Betbeiligten in Straßburg Frankfurt a. M., Mannheim ꝛc. 2,780,000 Frs.; c) Joseph Jaques in Berlin 4,237,500 Frs.; d) Disconto⸗Gesell⸗ schaft in Berlin für sich und Namens der Pro- vinzial-Disconto-Gesellschaft in Berlin, Bank für Handel und Industrie in Beclin und Darmstadt, S. Bleichröder, W. A. v. Rothschild u. Söhne, Sal. Oppendeim jun u. Comp. ir Köln 5,500 000 Frs.; e) Breslauer Wechslerbank 6,826,500 Frs.; 1) Schottländer in Breslau 7,050,000 Frs. Ausland Schweiz. Der Vertrag dee Professor Reinkens hat unter großer Betheiligurg in der protestan- tischen Kirche zu Luzern stattgefunden. Die Ruhe blieb ungestört. Frankreich. Das officibse„Bien public“ gibt eine Reihe von Dementis und sonstigen offt ciösen Erklärungen. Als ganz unbegründet bezeich— net es die Angaben, 1) daß der General Ducrot nach Versailles berufen worden sei, 2) daß Herr Calmon zum Gouverneur der Bauk von Frank reich ernannt werden solle, 3) daß die pireußische Regierung an den französischen Grenzen Truppen ammenziehe. ars 1775„Journal des Débats“ ist der An- nchen daß in, Folge der Wahlabstimmung der Wilteaux 6165 not wieder auf demselben Punkt eee agf agch Her Wahl, den Com- Paten Kepgret„ eh, l N f ene reh . Auftosung der National- versammlung ist. Das Blatt ergreift sofort die Initiative zu einem Petitionssturm in diesem Sinne. — Die Rechte rechnet mit Sicherheit auf eine Umbildung des Cabinets in ihrem Sinne. Unter den Minister-Candidaten für ein solches Cabinet werden genannt: Dufaure für das Innere, Martel für die Justiz, Fourton für die Arbeiten, Vitet für den Unterricht. Gerüchtweise verlautet, daß Thiers mit dem früheren kaiserlichen Finanzminister Magne wegen Uebernahme des Finanzministeriums verhandelt habe. — Die Fraction der Linken beschloß um⸗ fassendste Agitation für in weitestem Rahmen vor zunehmende Neuwahlen zur Ration alversammlung ins Werk zu setzen, sowie Massen- Petitionen in diesem„inne zu organistren. — ueber die Ermordung eines deutschen Sol- daten in Nancy werden folgende Details bekannt: Am letzten Sonntage, gegen 7 Uhr Abends, fand man in der großen Straße der Altstadt vor der Thür der Ställe des Gasthofes zur Stadt Luxem- burg einen preußischen Soldaten, der auf dem Boden lag und in seinem Blute schwamm. Der Mann, der bewußtlos nach dem Spitale gebracht wurde, war ein Kanonier von der 1. Batterie des 10. Artillerie-Regiments, welches in Nancy liegt. Er hatte am Kopfe eine tiefe Wunde, welche man ihm mit einer eisernen Stange beigebracht hatte, die neben ihm gefunden wurde. Aus den Aus- sagen mehrerer Zeugen geht hervor, daß dieser Soldat, der sich ohne Zweifel im trunkenen Zu- stande befand, in die Ställe des Wirthshauses eindringen wollte, weil er sie für die seines Regi- ments hielt. Im Innern des Stalles befand sich ein Individuum, das man wegen der Dunkelheit nicht erkennen konnte und das sich bemühte, dem Soldaten klar zu machen, daß er sich irre. Dieses Individuum verlor zuletzt die Geduld und ergriff die eiserne Stange mit der es dem deutschen Sol— daten über den Kopf schlug, worauf dieser todt zu Boden stürzte. Die deutschen Behörden ließen zuerst den Stallknecht des Wirthshauses(er heißt Vallée) verhaften, welchen die Zeugen als den Thäter zu bezeichnen schienen. Vallce betheuerte seine Unschuld, ohne aber weitere Aussagen machen zu wollen. Als man ihm drohte, ihn bis zur Entdeckung des wahren Schuldigen im Gefängnisse zu lassen, gab er an, daß der Mörder der Sohn des Wirthes Hutin sei. Derselbe wurde sofort verbaflet. Ueber dessen Schicksal ist noch nichts bestimmt worden. — Thiere hatte eine längere Unterredung mit dem Herzog von Audiffret-⸗Pasquier, Vicepräst⸗ denten der Commission Dufaure. Die Unterhaltung soll einen sehr ve.söhnlichen Character getragen haben.— Wie die„Agence Havas“ mittheilt, so erschtint die Situation weniger gespannt, als An- fangs. Einem glaubwürdigen Gerüchte zufolge würden Goulard zum Minister des Innern, Léon Say zum Handelsminister und Fourton zum Mi⸗ nister der öffentlichen Arbeiten ernannt werden. — Thiers empfing zahlreiche Mitglieder der Linken, welche ihn baten, trotz des Sieges der Rechten keinerlei Zugeständnisse zu machen. Es verlautet, daß sämmtliche Minister ihr Entlassungs · gesuch wiederholt hätten. — Eine Commission berieth den Antrag Boyer's auf Absteckung besonderer Friedhöfe für die Per- sonen, welche keinem von dem Staate anerkannten Bekenntnisse angehören. Giraud unterstützte diesen Antrag nit dem Vorbehalt, daß man den Per— sonen, welche absolut nichts glauben, den Soli⸗ tariera, überhaupt keine Grabstätte anweisen selle.(I) Der protestantische Abgeordnete Pressensé bekämpfte den Antrag. Seiner Ansicht nach soll der Friedhof eln Gemeinde- und kein kirchliches Inst tut sein; der Priester möge die Gräber der Angehörigen seines Glaubens segnen, aber sich kein Eigenthums recht über ein eommunales Grund- stuckanmaßen In Frankreich gebe es keine Staats- religion Mit der Einführung besonderer Friedhöfe für Bekenntnisse, welche man verpönen wolle, würde man den Scandal, statt ihm ein Ziel zu setzen, nur vermehren und der Sache der positiven Reli— gionen einen schlechten Dienst leisten. Die Com- miiston ernannte schließlich mit großer Majorität in der Person Vital's einen Gegner der zelotischen Vorlage zum Berichterstatter. Belgien. Die erfolgte Zahlungs-⸗Einstellung der katholischen Bank„Union“ in Brüssel macht ungebeueres Aufsehen. Fürst Orloff verliert allein eine Million; der Peterspfennig 1,100,000 Fres., welche vom päpstlichen Nuntius deponirt waren. Der gesammte katholische Adel Belgiens ist betroffen. Italien In der Deputirtenkammer theilte Minister Sella auf eine Interpellation mit, daß er gemäß des Garantiegesetzes die Auszahlung der vorgeschriebenen Renten an den päpstlichen Stuhl angeordnet und Antonelli hiervon verständigt habe, welcher indetz dankend erklärt hätte, daß er es nicht annehmen könne. Donaufürstenthümer. Die Regierung hat der Kammer ein Project wegen des Anschlusses der rumänischen an die austro- ungarischen und russischen Bahnen vorgelegt. —1— Friedberg.(Durch Zufall verspätet.) Die Reihe der Winterconcerte in unserer Stadt wurde am 17. v. Mts. durch den Männergesangverein Liederkranz unter Leitung seines Directors Herrn Semmarlehrer Schmidt eröffnet. Das Concert brachte eine Reihe von Chören und Soloquartetten, eine Cantate mit Orchester⸗ begleitung und Inst unentalsolovorträge für Violine und Horn. Die Leistung des Vereins ließ in Bezug auf Präci⸗ sion und Reinheit des Vortrages in der Tha; kaum etwas zu wünschen übrig und verdiente die vom Publicum ge⸗ zollie warme Anerkennung im vollsten Maaße. Dem Programm, gediegenen und ausschließlich ernsten Inhaltes, hätte man im Interesse größerer Abwechslung vielleicht den Zusatz einer Nummer von mehr lyrischem oder auch heilefem volksthümlichem Character wünschen mögen. Neu war für unsere Stadt dte durch Miwickung der hiesigen Dilettanten Capelle ermöglichte Vorführung eines dem Oratorienstyle angehörigen Werkes mit Orchesterbegleitung. Dasselbe, eine Cantate von Heinrich Neeb, gehört nicht zu den ganz leichten Tonstücken. Die Ausführung, sowohl von Seiten bes Chores als des Orchesters, muß als recht gelungen bezeichnet werden und darf zu weiteren Schritten auf dieser Bahn ermuthigen. Als Solisien hörten wir Herrn Hänseroth von Nauheim und Herrn Henri Joyau aus Paris, dermalen zu Frankfurt wohnhaft. Eisterer, unserer Stadt schon lange als sehr gediegener Künstier bekannt, erwies sich durch den Vortrag eines Conceristückes für Horn als wahren Virtuosen auf diesem ebenso schwierigen als schönen Instrumente. Letzterer, ein Schüler des Herrn F. Fritsch, erfreute die Herzen durch sein Violinspiel, dessen Reinheit und anmuthige Sicherheit in überraschendem Contraste mit seinem jugendlichen Alter stand. Hoffen wir, daß Herr Joyau uns Gelegenheit geben möge, die weitere Entfaltung seines schönen Talentes durch eigene Wahrnehmung zu versolgen. Aus Kirtovf bei Homburg wird gemeldet, daß in dortiger Gemarkung ein reichballiges Eisensteinlager ent⸗ deckt, welches von der Roßbacher Vergwerks⸗Gesellschaft erworben wurde. Gießen. Die Sitzungen des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen vom 1. Quartal 1873 werden Montag den 6. Januar, Vormittags 9 Uhr, unter dem Vorsitze des zum Präsidenten bestimmien Großherzoglichen Hof⸗ gerichisraths Herrn Muth, beziehungsweise des zu dessen Stellvertreter ernannten Großherzoglichen Hofgerichtsraihs Herrn Dr. Klein eröffnet werden und sind demzufolge in der statigehabten öffentlichen Sitzung Großherzoglichen Hofgerichis dieser Provinz die Haupt ⸗Geschworenen in folgender Reihenfolge aus der Urne gezogen worden: 1) Johann Peter Bickel, Occonom in Heldenbergen; 2) Johannes Serth II., Müller in Münster; 3) Ferdi⸗ nand Burk, Müller in Gießen; 4) Ludwig Bücking Reniner daselbst; 5) Georg Fendt, Eisenhändler in Hungen 6) Jalius Wallach, Leinwandbändler in Gießen; 7) Con⸗ rad Nispel, Landwirth in Gedernz 8) Emil Pistor, Kauf⸗ mann in Gießen; 9) Heinrich Schneider II., Landwirth in Birklar; 10) Simon Reis, Branntweinhändler in Gießen; 11) Ludwig Schütz, Gastwirth in Lauterbach; 13 Karl Emil Scriba, Buchhändler in Friedberg; 13) Wilhelm Jacobi II, Landwirth in Rodheim, Kr. Vilbel; 14) Philipp Heinrich Roth, Schildwirth in Langsdorf; 15) Georg Wilhelm Wenzel, Fabrikant in Laulerbach; 16) Kaspar Hofmann II., Landwirth in Fleschenbach; 17) Adam Simon, Oeconom in Vilbel; 18) Conrad Schultheiß, Landwirth in Bernsseldz 19) Bernhard Schwarz, Fabitkant in Reichelsheim; 20) Theodor Kübel, Packtuchhändler in Herbstein; 21) Friedrich Habicht, Branniweinhändler in Lauterbach; 22) Georg Ludwig Schudt, Müller in St insurth) 23) Emanuel Reis 1, Fruchthändler in Echzell; 24) Philipp Slumpf, Landwirth in Ossenheim; 25) Georg Ewald IV., Landwirth in Ockstadt; 26) Friedrich Uhl, Bierbrauer in Nidda; 27) Wilhelm Wetz I., Schildwirth in Griedel; 28) Pbinipp Reinhard Fischer I., Rothgerber in Lich; 29) Dr. Wilbelm Stabl, Professor in Gießen; 30) Georg Keller I., Landwirth in Melbach. Groß⸗Umstadt. Wie das Gerücht verbreitet, hat ein hiesiges Mädchen vor etwa 4 Wochen ein Kind, männlichen Geschlechts geboren und ermordet. Am 1. d. M. erfolgte darüber bei Großb. Landgericht Groß⸗ Umstadt eine anonyme Anzeige. Die Thäterin wurde augenblicklich verhaftet. Ihr anfängliches Leugnen hatte aber alsbald andere Folgen; schon am dritten Tag stellie wartend Kurzem ihr nu Hündin Blut; fi leckte sie spaler 3e Stene u Zelt bei Bauchleil füt die lüstenbel der Reg demselde solge ein Vat nun der zu, daß 2 3861 wird au Lol öffenklie pofraitt darin E Betrled Aff In! sich heraus, daß sie das 210 der Geburt, nachdem sie dasselbe, mit dem Tode ringend, in einen Topf steckte und in ihrem Garten begrub. Das Gericht begab sich an Ort und Stelle und fand die Angaben bestätigt Am 3. December wurde die Kindesleiche der Section unter⸗ worfen, über den Erfolg wird man später Bericht hören. Pirmasens. Vor einigen Abenden verabredeten ch 3 Bursche von noch nicht 20 Jahren, sie wollten noch emanden umbringen. Das Loos traf einen durchaus unbeschol tenen jungen Schustergesellen aus Stuttgart, der ihnen zunächst in die Hände fiel, und, wie man behauptet, ohne alle Ursache durch eine Anzahl Messerstiche ermordet wurde. Einer der obigen Bursche ist flüchtig, zwei davon verhaftet, worunter der Haupttbäter, ein übelbeleumun— detes, schon öfter bestraftes Subject. Dresden. Vor einigen Tagen wurden zwei Tiger im Zoologischen Garten geboren. Willig begab sich „Mathilde“, die Mutter derselben, als wenn sie es fühle, daß sie die erste Nahrung den Jungen nicht bieten könne, in den benachbarten Raum, durch den sie von den Neu⸗ geborenen getrennt wurde, und nun überbrachten Hände der Wärter sofort die schreienden Kleinen der bereits wartenden Hühnerhündin„Diana“, von der man vor Kurzem drei ihrer eigenen Jungen entfernt hatte, so daß ihr nur vier verblieben. Jedenfalls hielt die sanfte Hündin die jungen Katzen für ihr eigen Fleisch und Blut; sie ließ dieselben nicht allein sofort saufen, sondern leckte sie auch zärtlich. Wir waren ein paar Stunden später Zeuge dieser sich wiederholenden höchst interessanten Scene und saben, wie sich die jungen Tiger in kurzer Zeit dei der fremden Mutter ein gar staatliches rundes neueste Wochenstatus(minus 47,000 fl.) wurde als kein Bäuchlein angetrunken. Fürsten nach Wien geschickt haben, um die Errichtung einer Spielbank in Vaduz zu erwirken, nicht ohne einen Erfolg geblieben sei. Der Fürst soll nämlich die Con⸗ cession vorläufig für sechs Jahre ertheilt baben. D. Frankfurt a. M., 7. Dec.(Börsenwoche vom 30. Nov. bis 7. Dec.) Die Lage des internationalen Geldmarkts ist noch immer zu unsicher, um der Speeu—⸗ lation das gewünschte Vertrauen einzuflößen und den Geschäftsverkehr zu einem elastischeren und lebhafteren zu gestalten. Die Börse vermag daher ihre feste Tendenz nicht dauernd zu behaupten, indem die schwankende Basis, auf welcher die stets à ja Hausse geneigte überladene Speculation ihre Courspositionen aufgebaut hat, durch den geringsten contrairen Windhauch erschüttert wird. Bald sind es politische Ereignisse, wie bei Schluß der Vorwoche, bald eine neue Umwölkung des Geldmarkt⸗ Horizonts, die tagelange Irritationen und Tendenzab— schwächungen herbeiführen. Der fromme Wunsch, welcher in der üblichen Form eines Gerüchts ans Licht trat, daß die in Berlin für den 7. d. fälligen französischen Gelder von der preußischen Reglerung prolongirt worden seien, scheint nicht in Erfüllung zu gehen und ist daher für die nächste Zeit eine mißlichere Gestaltung der Geldverhält⸗ nisse nicht unwahrscheinlich. Unter diesen Einflüssen ver⸗ kehrte die Börse schon gestern in matter Tendenz und zeigte sich heute bei ausgesprochener Verkaufslust eine geradezu ernstliche Verflauung der Course. Von den Hauptspeculationseffeeten verloren Staatsbahn seit letztem Samstag, heute zu 363 schließend, ca. 4½ fl. Der glänzender betrachtet. Creditactien, welche zu 361 ½ sicher rentablen Eisenbahnlinie und dürfte daher dlese Actie zu einer gute Zinsen tragenden Kapitalanlage zu empfehlen sein. Die an den belden letzten Tagen herr⸗ schende Tendenz machte ihren Einfluß zumeist auf Bank⸗ werthe geltend, die, alte wie junge, eine starke Cours⸗ reaction aufweisen. Wiener Bankactien gingen seit letztem Samstag 20, Darmstädter nur 10 fl. herab. Um Prozente niedriger waren Mitteld. Creditbank, Provinzialdisconto, Würtemb. Vereinsbank, Vereinsbank und Bankverein. Behauptet blieben deutsche Effectenbank, Rheinische Credit⸗ bank und Brüsseler. Von den zwei neu eingeführten Bankactien wurden Hamburger Bankverein mit 25 ge⸗ handelt um gestern auf 122 zurückzugehen; Dresdener Bank, trotz der Lauheit aller Course behauptete sich fest auf ihrem Einführungsedurs von 111. Von deutschen Bahnen Neue bayr. Ostbahn, Pfälz. Max⸗ und Nordbahn hoher. Von fremden Fonds Silberrente fest, Papierrente höher. Spanier in einiger Nachfrage. Für Madrider Loose lagen Käufer vor. Von Devisen London matter, Wiener besser. Friedrichsd'or und Dollars niedriger. WMarklberichte. Grünberg, 7. Dezember. Die Preise auf unserem beutigen Fruchtmarkie beiragen: Waizen(100 Kilo) 14 fl. 48 k.; Korn(90 K.) 8 fl. 44 kr.; Gerste(80 K.) 7 fl. 30 kl.; Hafer(60 K.) 4 fl. 24 kr.; Molter(90 K.) fl.— ke.; Erbsen(110 K.) 10 fl. 10 kr.; Linsen (400 K) 11 fl.— kr.; Saamen(90 K.) 15 fl. 22 kr.; Kartoffeln(100 K.) 2 fl. 37 kr. Mainz, 6. Dez. Am heutigen Markte war das Ge In Straßburg hat sich eine große Carnevals⸗ bleiben, büßen seit der Vorwoche ca. 5 fl. ein. Lom⸗ schäft wenig nusgedehnt und nicht lebhaft. Zu nolixen ist: Gesellschaft gebildet, welche den diesjährigen Fasching barden, ohne Leben, sind zu 214½, um 2 fl. niedriger. Wa zen effecliv 14⅝ bis 15 fl., per März und Mai In österreich. Bahnen und Prioritäten war wenig Be- 141½2—15 fl., Korn effectiv 10½—10¼ fl. per März Metz. Auch bier hat sich ein Comite gebildet, das wegung. Von ersteren erlitten böhm. Westbabn, Elisabeth, und Mai 10%— ½ fl., Gerste, Pfälzer, 10½— 10¼ fl., für die von der Ueberschwemmung heimgesuchten Osisee⸗ Galizier, Donau⸗Drau, Voralberger, Franz-Joseph, Nord⸗ Franken 11—11½ fl., Hafer effectiv 42½ fl., per März nach niederrheinischer Weise begehen will. küstenbewohner sammelt. der Regierungspräsident und der Maire, der Bischof ist demselvden fern geblieben, soll jedoch der Zig. f. D.⸗L. zu folge eine Summe von 1000 Franken beigesteuert haben. Vaduz. Entgegen den bisherigen Nachrichen geht nun der„Feldkircher Zeitung“ aus Ragatz die Meldung zu, daß die Deputation, welche die Lichtensteiuer zu ihrem Coursherabsetzungen. In Betreff der Emission der Mährisch-Schlesischen Centralbahn, kann das Bezugsrecht auf dieselben vom 3. bis 17. December hier durch Vermittelung der österreich.-deutschen Bank und J. J. Weiller Söhne ausgeübt werden. Der Zweck der Emission(Cours 139) ist der Ausbau und Betrieb einer An der Spitze desselben sieht west und Siebenbürger mehr oder weniger erhebliche 4/61 fl. Rüböl wird fest gehalten, der Umsatz ist neuen Aetien- daher sehr beschränkl, effectiv 22¾—23 fl. ohne Faß, per Mu 23½½ fl. per Ocl. 23 ¼ fl. mit Faß. Lenz 23½ “/ fl., Mohnöl 36 fl.. Kohlsamen 19½—20 fl., Klee⸗ samen stille, Deutscher 26— 27 fl., Luzerner 30—31. fl. Ju Hülsensrüchten wenig Geschäft. Bobnen 13—13½ fl., Erbsen 1012 fl., Linsen 10-13 fl. Repskuchen 81— 90 fl. Versteigerungs anzeige. 3361 Mittwoch den 18. d. Mts., Vormittags 11 Ubr, wird auf biesigem Ratbhause die Pofraithe der Adam Lortz Wittwe dahier mit circa 43 Localmorgen Gelände öffentlich meistbletend verkauft. Bemeikt wind daß die Hofraitbe in gutem Zustande und geräumig ist, bisher darin Gastwirthschaft betrieben wurde und sich auch zum Betrieb eines anderen Geschäfts eigner. Assen heim den 5. Dezember 1872. In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Frledberg: G Assenheim. e fl. Holz-Versteigerung. 3370 Donnerftag den 12. d. Mis. Morgens 9 Uhr anfangend, sollen in der Behausung det Andreas Danflein Witwe dahier folgende Holzsortimente: 1 Eichflamm, 10 Stämmchen zu Wagenarmen, eine Partie eichene Naben, eichen Steckenholz zu Spangen, eine Partie Eschenborden, mehrere hundert Speichen, eine Partie Bachendorden, elne Partie duchene Pflug⸗ kringen, eine Partie buchene Stöcke und Nüftbretter, eine Partie Birken⸗, Eichen- und Rüsterstangen so⸗ wie Nußbaumborden, öffentlich meistbietend verstelgert werden. Friedberg. In Auftrag: Schwarz, Hoftaxator. Holz-Versteigerung. 3390 Montag den 16. J. M., Vormittags 10 Uhr, werden bel dem Ae Graß, ½ Stunde von Hungen, olgende Holzsorten versseigert; 136 Stämme Erlen⸗ zus. 68 Cubikmeter, 52 Eschen⸗,„ 27 15 F 22 5 Pappeln, 17 7 60 5 Nadelholz“, zus. 13„ a 80 7 Eichen, Buchen-, Platanen⸗ und Bir⸗ ken⸗, zus. 20 Cubikmeter, sowie 8 Raummeter Scheit⸗, 89 Raummeter Prügel. und 490 Raummeter Reiserholz obiger Holzsorten. Kloppenheim den 5. Dezember 1872. Gräflich v. en Renteiverwaltung. a h l. Proc lam. 1 4 3305 Nachdem durch Verfügung vom heutigen Tage uber das Vermögen des Johannes Heßler von Mittelbuchen der förmliche Concurs erkannt worden. ist Termin zur Anmeldung von Forderungen an dieses Vermögen beim Rechtsnachtbell der Ausschließung auf den 7. Januar f. J., Vormittags 9— 10 Uhr, in das Local des unterzeichneten Gerichts, Schloß straße Nr. 26, anberaumt worden. Das ergebende Präclustodccret wird nur durch An⸗ schlag im Gerichtslocal eröffnet. Panau am 3. Dezember 1872. Königliches 67 Abthellung II. 1 „dt. Strohmaper. 3323 missionswege geschehen. Abschrift gegen Erstattung der Copialgebühren mit 1 Thlr. bezogen werden. mit der Aufschrift„Verpachtung der Kur-Restaurationen betreffend“ sind versiegelt bis zum 20. d. M., Morgens 10 Uhr, anher einzureichen und geschieht die Eröffnung am genannten Termin in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenden. Bad⸗Nauheim den 1. Dezember 1872. Großherzogliche Bade- Direktion Nauheim. Bad⸗Nauheim. Die Verpachtung der Kur-Restaurationen im neuen Kurhause und dem Teichhause soll vom 1. k. M. an auf 6 Jahre im Sub⸗ Die Bedingungen können auf unserem Büreau eingesehen oder in Die Submisstonen Nach gebote bleiben unberücksichtigt. Bad ⸗ Nauheim. 3392 Der Verkauf auf den Abbruch des der Saline gehörigen Wohnhauses mit Stallungen an den deiden Usabrücken soll im Submtissionswege geschehen. Die Bedingungen können in unserem Büreau eingesehen werden. Offerten find dis zum 21. d. M., Vormittags 10 Ubr, bei uns einzureichen. Bad⸗Nauhelm den 6. Dezember 1872. Großherzogliches Salnenamt Nauheim. Weiß. Guts-⸗Versteigerung. 3397 Samstag den 14. Dezember 1872, Vormittags 11 Ubr, soll auf dem Rathhause zu Rockenberg das dem Augustiner Schulfond Friedberg gebörige Gut, beffehend in 35 Normalmorgen, 78[OOKlftr. und 2½ Pferdeibeilen Holz, in den Gemarkungen Rockenberg. Oppershofen, Steinfurth und Grtedel gelegen, parzellen⸗ weise, zu 8 Zahlungsterminen, öffentlich an die Meist⸗ bietenden verkauft werden. Bemerkt wird, daß nur eine Verstelgerung ftatt— finden und bet annehmbarem Gebot der Zuschlag ertbeilt werden soll. Die Holzberechtigung wird ebenfalls für sich allein versteigert. 5 Die Verkaufsbedingungen werden vor der Versteige— rung näher bekannt gemacht. I den 9. Dezember 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg. Foucar. Faselochs Versteigerung. 3389 Mittwoch den 11. d. M., Vormittage 10 Ubr, soll ein der Gemeinde Wölfersheim zugehöriger Fasel— ochs, zum Schlachten geeignet, auf dem Gemeindehaus daselbst an den Meistbietenden versteigert werden. Wölfersheim den 6. Dezember 1872. f Großherzogliche 1 Wölfersheim. e per. Sitil. Haselnüsse, ies jährt rucht, empfiehlt 3 Wilh. Bernbeck. ö Bekanntmachung. 3388 Freitag den 10 Januar k. J., Vormittags 10 Uhr, werden circa 5 Centner ältere ausgeschiedene Acten unter den im Verfieigerungstermin bekannt gemacht werdenden Bedingungen im diesigen Gerichtslocale meistbietend versteigert. Altenstadt am 4. Dezember 1872. Großberzogliches Landgericht Altenfsadt. Mittler. 18 Sgr. Nummer. 1 Daheim. Die soeden erschienene Nr. 9 entbält: Der Buüchfübrer von Lemgo. Roman von Georg Hesektiel.(FJorisetzung).— Auf dem Felde. Origtnal⸗ zeichnung von L. Dartmann.— Pabfibiograpdien von Dr. Czerwenka. VI. Eugen IV.— Polizei- und Kultur⸗ fludien. Von Dr. F. Cbr. B. Avs Lallemant. 1. Das Beitler- und Gaunergefindel in Deuischland.— Georg Hutl's vollendetes Kriegswerk. Mit 6 Illustrationen. — Durch Gosen zum Sinat.— Am Familtentische: Nachklänge von der Sedanfeier.— Was dedeutet der Name Berlin? Eine Reliquie aus dem Escorial von Madrid. Mit Abbtldung der Mumle Kaiser Karls V. — Eine amerikanische Wablurne. Mit Addildung. Zu Besselungen empfebler sich Bindernagel& Schimpff in Friedberg. 1 1 .— Muhlsteine Friedr. Holl in Worms. een e ec en enhau pn n Vierteljsbrlich Wöchentlich 263 und Manschetten c. bei K. Friedrich Hertenkragen neben der Post. n. 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Mehrere Urwähler. 3898 Auf bevorstehende Weihnachten empfehle mein wohlassortirtes Lager in Portefeuille Waaren, als: Wandtaschen, Uhrenhalter, Kalender, Notes, Schreib-, Poesie- und Pboto⸗ graphie⸗Album, Notenmappen, Schreidmappen, Cigarren Etuis, Portemonnaies, Neeessaires⸗ Börsen, Hausschlüssel⸗Etuis ꝛc. ic. zu den billigsten Preisen. Gleichzeitig empfehle mich den verehten Damen — e 88. De im Verfertigen aller Arten von Wilh. Weis zwischen den Apotheken. Ainderspielwaaren 3358 in schöner Auswahl zu den billigsten Preisen. Gleichzeitig erlaube mir mein auf das Beste ausgestattetes Lager in Bürsten jeder Art bis zu den feinsten Sorten in empfehlende Erinnerung zu bringen. Wilh. May. 3399 Mein Lager in Porzellan⸗ und Glaswaaren 1 neu assortirt und bringe solches nebst Spiegel aller Art in großer Auswahl für beror⸗ stehende Weihnachten in empfehlende Erinnerung. 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Hoffmann. 2880(Falssucht.) heilt brieflich Epilepsie unter Garantie De Dr. Olsehowsky, Breslau. Versteigerung von Militärmänteln, Teppichen ꝛc· 3377 Donnerstag den 12. d. Mis, Vormittags 9 Uhr anfangend, soll in der Bebausung des Herrn Ca Preuß er dabler eine große Partte gut erhaltene hessische Milttär⸗Mäntel, Bett- und Pferde Decken, Riemen⸗ zeuge u. s. w. öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Frledberg den 6. December 1872. In Auftrag: Jos. Butzbach, Auctionator. Feinster Jamaica⸗Rum, 3382 ànter Garantie für ächt, bei Wilh. N 5 Ohne Medtein. Stern 1. 00 Brust- und Zangen kranke figden auf naturgemäßem Wege selbst in verzweifelten und von den Aerzten für unbeilbar erklärten Fällen radicale Hei⸗ lung ihres Leidens ohne Mediein. g Nach spezieller Beschreibung der Krank- beit Näheres brieflich durch Dir. J. H. Fickert, Berlin, Wallstraße Nr. 23. 1 Ohne Mediein. ace endete Kitchen buch s an 3 ü f e. Evangelische Gemeinde. Getaufte: (Nachträglich) 3. Nov. Zu Bockenheim. Dem Bürger und Schneider Georg Grein ein Sohn Tobtas, geb. den 8. October. 5. Nov. Daselbst. Dem Statlons⸗Assistenten Luv. wig Heinrich Schenck eine Tochter Pauline Awönssse Ohne Medtiein. ieee ehe 2013 geb. den 12. October. ö Beerdigte: Dezember. Karl Phil pb Christtan Spamer, bies. 1 Uurgeh und Gerbermeifler, 35 Jahre 2 Monate 13 Tagt alt, 4 den 29. November. 2. Nov. Ein todtgeborenes Töchterchen des blesigen [Bürgers und Oeconomen Friedrich Ludwig Netz, geh, Iden 8 1. Dezember. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Dfuck und Verlag von Bindernagel& Schim pff. gub 3. bekannt — Betteff 7 4 Nr. 13 mehr g. etre. aun die Ober- Mider⸗ zufallen Betreff Fasse v Hroßhe Betriff an die Bettef ö Mastoch — Da wängsble Un. Wöcung 0 meinde