1 bit. 1822 — erg Oc N 15 It Eng. f Sermitiage 9 f . Lantebetg'u — Neusladt krgeselln Arden gegen zun Wießler, trebt- Hesel Tü Epiegel 0 n D. Loeb. ——. 7 Aaentut Geschäfts des cum, ier t sorderlich. t Arent“ abe& Cie. 1 — ert 1 — Donnerstag den 10. October. 119. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. begonnen; An 1. October derselbe wird auch ferner 38 kr., mit Bestellgeld 47 kr. bat ein neues Abonnement auf den„Ober hessischen Anzeiger“ wöchentlich dreimal Das Abonnement beträgt bei den Kais. Reichs Poststellen vierteljährlich erscheinen. 30 Kreuzer. Bei der Verlags- Expedition kostet der„Anzeiger“ pro 4. Quartal n LAkonnements⸗ Anmeldungen bitten wir baldigst zu machen, damit voll ständige Exemplare geliefert werden können. Betreffend: Das Militärersatzgeschäst. Amtlicher Theil. Friedberg am 5. October 1872. Der Civilvorsitzende der Kreisersatzcommission an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. In Gemäßbeit des§. 65 der Militärersatz-Instruction fordere ich Sie auf, einzusenden, damit die dorten vorgeschriebene Berichtigung derselben erfolgen kann. die Stammrollen von 1870%71 binnen 8 Tagen anher Trapp. Deutsches Reich. Darmstadt. Wie dem„Fr. J.“ von hier gemeldet wird, soll die Pensionirung des Präsi⸗ denten des Ober-Appellations- und Cassations- gerichts, Benner, in Kürze bevorstehen und diese Stelle wahrscheinlich dem Präsidenten des Hof⸗ gerichtes der Provinz Starkenburg, Dr. Krug, übertragen werden. — Bezüglich der Vorlage des Großherzog- lichen Ministeriums des Innern betreffend die Minimalgehalte der evang. und kath. Pfarrstellen aus Staatemitteln beantragt der Ausschuß der 2. Kammer: 1) einstimmig, die Kammer wolle die Proposition der Regierung, so, wie sie gestellt it, zur Zeit und namentlich bis dahin, wo das Verhältniß zwischen Staat und Kirche und insbe⸗ sondere die Concurrenzpflicht des Kirchenvermögens, der Patrone und der Gemeinden zur Aufbringung der kirchlichen Bedürfnisse, sowie die Steuerfreiheit der Pfarrgüter gesetzlich neu geordnet sein wird, ablehnen, 2) die Majorität, die Kammer wolle, unter Verwahrung gegen jede Anerkennung einer Verbindlichkeit des Staates zur Aufbringung der zur Erhöhung der Pfarrbesoldungen im Allge- meinen für nöthig erachteten Mittel, zum Behuf der Unterstützung der Inhaber von mit einem gegenwärtigen reellen Einkommen von 800 fl. nicht versehenen inländischen, wirklichen evange⸗ lischen und katholischen Pfarreien bis zu einem dieser Summe gleichkommenden Betrage 20,000 fl. für 1872 verwilligen. Die Minorität beharrt bei einer puren Ablehnung der Regierungsproposition. — Nach der jüngsten Volkszählung leben im Großherzogthum Hessen unter 852,894 Bewohnern 25,373 oder 2,97 pCt. Jeraeliten. Im Jahre 1822 zählte das Land 20,600, im Jahre 1849 aber 29,131 Köpfe. Mit letzter Zahl war der 1 Culminationspunkt erreicht; im Jahre 1864 gab es noch 27,409, im Jahre 1867 nur nech 25,268 Juden oder 105 Köpfe weniger als in 1871. Gleichwohl sind sie in Hessen relativ so zahlreich vorhanden, wie in keinem einzigen Staate des ganzen deutschen Reiches, mit alleiniger Aus mahme von Hamburg, das 4,39 pCt. Israeliten unter seinen Bewohnern zählt. In Elsaß⸗Loth⸗ ringen bilden sie 2,7 pCt., in Baden 1/78, in Preußen 1,33, in Bapern 1,03, in Würtemberg 60,66, in Sachsen 0,09 pCt. der Bevölkerung. Vergleicht man hinsichtlich ver jüdischen Bevölke. nung die übrigen Staaten Europas mit Hessen, sso ergibt sich, daß nur in Oesterreich und Rumänien wie Israeliten stärker vertreten sind, und zwar 7 4 in ersterem mit 3,83, in letzerem mit 3,0 pet. Rußland hat deren 2,83, die Niederlande 1,95, das deutsche Reich(½ Million) 1,24, die Türkei 0,37, Frankreich 0,3, Großbritannien 0,15, Italien 0,11 pCt. — Mittwoch den 9. d. M. wird die gemein- schaftliche Sitzung der Ausschüsse beider Kammern stattsinden, in welchen der Gesetzentwurf, die Zu- sammensetzung der beiden Kammern der Stände und die Wahlen der Abgeordneten betr. zur Berathung kommt. Berichterstatter in der ersten Kammer ist Graf von Görtz, in der zweiten Ober-⸗Appellations- gerichtsrath Zentgraf. In dem Ausschusse der zweiten Kammer hat bereits am 5. l. M. eine Vorbesprechung stattgefunden, in welcher man sich über die Fassuag des zu erstattenden Berichtes vorläufig getinigt hat. Mainz. Am 13. d. M. wird das von der Stadt Mainz dem vormaligen Gouverneur der gierung des Herrn Thiers es für gut befunden, diesen Paßzwang in ganzer Strenge ausschließlich an der jttzigen deutsch-französischen Grenze aufrecht zu erhalten In Folge dessen hat sich die deutsche Regierung veranlaßt gesehen, auch ihrerseits an der deutsch⸗französischen Grenze den bei uns be⸗ kanntlich längst abgeschafften Paßzwang wieder einzuführen. Paderborn. Wie ein Hirtenbrief des hie⸗ sigen Bischofs bekannt gibt, haben die in Fulda versammelt gewesenen deutschen Bischöfe u. A. beschlossen, die Katholiken Deutschlands in den gegenwärtigen Bedrängnissen der Kirche zu ge⸗ meinsamen Gebeten aufzufordern. Insbesondere haben sie sich dahin vereinigt, daß an allen Frei- tagen von Allerheiligen d. J. bis zur h. Fasten⸗ zeit vor ausgesetztem hochwürdigsten Gute eine Festung General Prinz Woldemar von Holstein öffentliche Andacht zum göttlichen Herzen Jesu für errichtete Denkmal auf dem Friedhof feierlich ent- hüllt werden.— Man spricht hier sehr bestimmt davon, daß der Provinzialdirector der Provinz Rheinbhessen und Territorialcommissär zu Mainz, Geheimerath Schmitt, in der Kürze in den Pensionsstand versetzt werden soll. Berlin. Die Angelegenheit einer weiteren Aufbesserung der Beamtengehalte ist, wie nach der „Kreuz Zeitung“ verlautet, insofern in eine neue Lage gekommen, als die gleichzeitige Erhöhung der Ofsiziersgehalte damit in Verbindung gebracht werden soll. Diese Nachricht wird indessen von der„Spen. Ztg.“ als„ungenau“ bezeichnet und zwar schon aus dem Grunde, weil die Regelung der Militärverhältnisse bekanntlich auf dem Reichs- gebiete liegt und hier der Militäretat vorläufig bis zum Jahr 1875 als Pauschquantum bewilligt ist. — Vor Kurzem ist das erste Heft der fran⸗ zösischen Uebersetzung des großen Generalstabswerks über den Krieg von 1870/71 und zwar in der Verlagshandlung des deutschen Originals erschienen. Die Verlagshandlung hat die Einrichtung ge— troffen, daß in Zukunft die französische Ausgabe gleichzeitig mit der diutschen erscheinen soll. — Die„Kreuz⸗ Zeitung“ und die„Nord- deutsche Allgem. Zeitung“ dementiren die Nachricht von einer bevorstehenden Aenderung in der Leitung des Justiz- und Cultus Ministerkums. — Die Berliner„Nat. Ztg.“ schreibt: Die franzbsische Regierung hat bekanntlich den seit Beendigung des Krieges an den französischen Grenzen eingeführten Paßzwang zuerst zu Gunsten der in Calais oder Boulogne u. s. w. landenden Engländer, dann an der belgischen, spanischen und die Anliegen der katholischen Kirche in Deutschland in allen Pfarrkirchen ihrer Diöcesen abgehalten werden soll. b Trier. Bischof Matthias von Trier hat einen Hirtenbrief erlassen, in welchem er die Gläubigen zu einer Abendandacht für die Anliegen und den Frieden der Kirche im Vaterlande auffordert und mittheilt, daß von den Resultaten der in Fulda zwischen den Bischöfen gepflogenen Erwägungen seiner Zeit den Gläubigen Kenntniß gegeben werden solle. Dresden. Der König und die Königin von Sachsen feiern am 9. November ihre goldene Hochzeit.— Braunschweig. Das braunschweigische Staatsministerium erläßt in den„Braunschweiger Anzeigen“ eine Bekanntmachung, in welcher dasselbe alle auf die Angelegenheit der braunschweigischen Erbfolge bezughabenden Mittheilungen als jeder Begründung entbehrend und falsch bezeichnet. Eisenach. Die Versammlung zur Besprechung der socialen Frage, welche am 6. d. dahier ihre erste Sitzung hielt, war sehr zahlreich besucht. Professor Schmolle(Halle) eröffnete dieselbe mit Darlegung der Prineipien, welche die Veranstalter der Versammlung geleitet. Das Präsidium wurde dem Professor Gneist übertragen, der dasselbe dankend annahm. Zu Vieepräsidenten wurden Freiherr v. Roggenbach und Hildebrandt(Jena) gewählt. Der erste Gegenstand der Tagesordnung war eine Rede des Prof. Brentano über Aus- führung und Weiterbildung der deutschen Fabrik gesetzgebung. In den folgenden Sitzungen wurde über„Gewerkbvereine und Arbeitseinstellungen“ und italienischen und schliißlich an der Schweizergrenze über die„Wohnungsfrage“ berhandelt. Ein stün⸗ wieder aufgehoben. Dagegen hat aber die Re- diger Ausschuß, bestehend aus den Mitgliedern des diesmaligen Einladungscomites, constituirt. Demselben sleht das Recht der Cooptation zu. Zum Sitz des Ausschusses wurde Berlin bestimmt. Straßburg. Die officiöse„Elsässische Corre⸗ spondenz“ meldet: Bei den elsaß ⸗lothringischen Behörden erfolgten Optionserklärungen für die französische Nationalität für 164,633 Personen. Nach unsicherer Schätzung ist dieselbe wirksam durch Auswanderung für 38,800 Personen. Es wanderten ferner aus von am 2. März 1871 in Elsaß⸗ Lothringen domizilirten Franzosen ungefähr 12,000. Von obigen Zahlen kommen auf Ober- Elsaß 92.662 Optanten, aber nur 7450 Auswanderer; für den Unter Elsaß 42,394 Optanten und 10,200 Auswanderer. Die Behörden stellen noch die Zahl der wirklichen Auswanderer fest. Es sind Anzeichen vorhanden, daß Viele zurückzu⸗ kebren wünschen, was ihnen als deutsche Staats- bürger mit allen Verpflichtungen möglich ist. Ausland Oesterreich. Wie der„Karlsr. Ztg.“ von Wien geschrieben wird, hat der Kaiser Franz Josef die sämmtlichen deutschen Fürsten, welche in Berlin anwesend waren, persönlich zu der Wiener Welt⸗Ausstellung eingeladen und sie ersucht, als seine Gäste zu erscheinen. Frankreich. Paris. Das„Journal offi⸗ ciel“ schreibt:„Fünf Infanterie Offtzirte von der Garnison von Grenoble haben die Zurückhaltung, welche ihnen ihr militärischer Character zur Pflicht macht, außer Acht gelassen und an einer poli⸗ tischen Kundgebung Theil genommen, die in dieser Stadt kürzlich stattgefunden hat. Die Rolle der Armee besteht im Innern darin, das Gesetz zu vertheidigen und die Ordnung aufrecht zu erhalten, was jede pokitische Parteinahme ausschließt; es ist von Wichtigkeit, daß Alle, welche die Ehre haben, eine Uniform zu tragen, dies nie vergessen. So⸗ bald daher der schwere Fehler, welchen diese fünf Offiziere begangen hatten, zur Kenntniß des Kriegs- ministers gelangte, verfügte er, daß sie sofort ihr Regiment verändern und nach ihrem Eintreffen bei ihren neuen Corps je eine Strafe von 60 Tagen Arrest abbüßen sollten. Es verdient übrigens be⸗ merkt zu werden, daß das Offiziercorps ihres Regiments durch dae Organ der ältesten Offiziere jedes Grades gegen das von ihren fünf Kameraden am Abend des 26. September beobachtete Ver⸗ fahren Verwahrung eingelegt haben.“ — Ueber den Prozeß Bazaine theilt der „Rappel“ Einiges mit. Die Zeugen sind sämmt⸗ ich vernommen. Der Marschall steht unter einer doppelten Anklage, der, ohne Nothwendigkeit capi- tulirt, und der, verrathen zu haben. Es scheint, daß man, was den ersten Punkt anbelangt, die Schuld des Marschalls vollständig erwiesen hält, die gerichtliche Instruction soll zu dem nämlichen Resultat gelangt sein, wie der von dem Marschall Baraguay d'Hilliers praͤsidirte Kriegsrath. Der Marschall selbst soll überführt worden sein, daß er capitulirt hat, während er anders hätte handeln können. Die Untersuchung wegen Verraths dauert noch fort. r. — Wie der„Bien public“ meldet, ist General Faidherbe, von dessen Ernennung zum Corps- tommandanten Nichts mehr verlautet, zum Mit⸗ glied der Centralcommission der Eisenbahnen ernannt. Das Blatt erwähnt, daß der General überhaupt den activen Militärdienst zu quittiren gedenke. — Ein Gesuch von Freunden Rocheforts, welche die Umwandlung der Strafe desselben durch Thiers bei der Gnaden Commisston befürwortet wissen wollten, wurde abschlägig beschieden. Herr St. Hillaire bemerkte den Petenten, der Präsident könne ihr Gesuch nicht unterstützen, zumal Rochefort bereits mit außergewöhnlicher Milde behandelt werde. — Der„Messager de Paris“ sagt: In Folge der anticipirten Einzahlungen auf die Anleihe hat der Baarbestand des Staatsschatzes die Höhe von 1425 Millionen Francs erreicht. — Gambetta ist nach Paris zurückgekehrt. Graf Wesdehlen ist in Paris eingetroffen. Graf Aruim reiste nach Baden-Baden ab. — Der„Temps“ veröffentlicht eine erste Liste von Supscriptionen für die ausgewanderten Elsaß⸗ öffentlichen berger, Direktor der Banque des Paris et des Pays-Bas und Bruder des deutschen Reichstags ⸗ Abgeordneten dieses Namens mit einer Zeichnung von 5000 Fres. und der Banquier Leopold Goldschmidt mit dem nämlichen Betrage. Großbritannien. Der Pariser Corre⸗ spondent der„Times“ bestätigt die Richtigkeit der Nachricht betreffs der Aeußerungen Timaschesf's gegenüber Thiers bezüglich des ungünstigen Ein⸗ drucks, den die aggressive Haltung der franzö⸗ sischen radikalen Partei in Rußland hervorgerufen habe. Der Correspondent fügt hinzu: Zwei Ver⸗ treter fremder Mächte führten in Paris eine ähn⸗ liche Sprache. Ein daselbst eingetroffener Vertreter Frankreichs im Ausland habe berichtet, daß in anderen Ländern derselbe Eindruck vorherrsche. Spanien. In Madrid fand am 6. Oct. eine öffentliche Kundgebung von Hausbesitzern gegen die Seitens der Stadt auf Thüren und Fenster gelegte Steuer statt. Es entbehrte diese Kundgebung jedes politischen Characters, doch ließen die daran Theilnehmenden mehrmals die Freiheit und die Regierung leben. Im Augenblick indessen, in welchem die Versammlung sich aufzu⸗ lösen im Begriffe stand, versuchten die Feinde der Ruhe Unordnungen hervorzurufen. Die Behörden unterdrückten den Versuch sofort ohne Schwierigkeit. b Amerika. In Cincinnati hat ein Zusammen⸗ stoß zwischen einem Negermeeting und einer von der demokratischen Partei veranstalteten Prozession stattgefunden, wobei die Schußwaffen gebraucht wurden. Mehrere Personen wurden verwundet. * Friedberg. Unsere Ausstellung von Obst und anderen landwirthschaftlichen Produkten wird viel besucht und findel allgemeinen Beifall. Nur einzelne Stimmen sprech en sich dahin aus, als hätte die hiesig⸗ Ausstellung in Rückficht auf die gleichzeitig in Gießen stallfindende Obstausstellung unterbleiben sollen; allein es bürsie diese Ansicht leicht zu widerlegen sein. Die lokalen Ausstellungen siehen offenbat ihrem Zwecke viel näher als die größeren; denn jene(die lokalen Ausstellungen) gewähren mehr Anregung da, wo es Noth thut und beabsichligt wird.— Ob nach Wien einige Weiterauer Landwirthe gehen werden, ist sehr fraglich, da selbst die, welche in Mainz waren, leicht zu zählen. Aehnlich ist es mit der Ausstellung in Gießen. Wir geben indessen zu, daß dort m Folge der von uns gemachten Concurrenz vielleicht drei Aussteller und vielleicht sechs Besucher weniger eischienen sind. Aber was will das heißen für Gießen und was will dieses heißen für die Werterau? Diejenigen Landwirthe, welche im Interesse ihtes Berufes Reisen unternehmen und Geldopfer ohne directen Nutzen vringen, können den in der Ausstellung gebotenen Au⸗ schauungsunterricht leichter enibehren, als die indolent zu Hause bleibenden. Diesen muß man nachgehen und gerade für diese, die immense Mehrzahl der Landwirihe, sind lokale Aussiellungen zu empfehlen. Wir wünschen darum dringend, daß, wie versprochen, in Friedberg jedes Jabr eine landwirihschaftliche Ausstellung stalifinde. Die größeren Zwecke der Landes- und Weltausstellungen werden durch die lokalen Ausstellungen keineswegs beeinttächtigt; im Gegeniheil, sie werden durch dieselben gefördert. S. Friedberg. Der in hiesiger Siadt bestehende Verein für V Generalversammlung beschlossen, in dem kommenden Winter alle 14 Tage(Dienstag Abends) eine öffentliche Ver⸗ sammlung zu halten, worin Fragen der freien Volks⸗ bildung behandelt werden sollen. Die Einrichtung dieser Versammlungen soll folgendermaßen sein. Ein Miiglied des Vereins wird zuerst einen kurzen Vortrag über einen angemessenen, vorher angekündigten Gegenstand halten. Alsdann wird der Vortragende einige kurz gefaßte Sätze über seinen Gegenstand geben, die der Diseussion ausgesetzt werden. An dieser Diecussion kann sich jeder der An⸗ wesenden betheiligen, auch diejenigen, die nicht Mitglieder des Vereins sind. Zu diesen Versammlungen, die ganz freie und ungezwungene Vereinigungen bei einem Glase Bier sein werden, laden wir schon jetzl alle Bewohner Friedbergs ein, die Trieb zur eignen geistigen Förderung und Interesse an Fragen, die unsere Zeit bewegen, haben. — Der erste Gegenstand der Besprechungen wird die Einwohner Friedvergs zu empfehlen. Errichtung einer Fortbildungsschule zu machen. es angemess Eothringer. Auf derselben sigurirte Henty Bam⸗ tem Charakter gegründet werden solle. olksbildung hat in seiner letzten Fortbildungsschule sein. Diese erste Besprechung soll zugleich dazu dienen, ein anderes Unernehmen, das der Bildungsverein in Angriff zu nehmen gedenkt, zu allge⸗ meiner Verständniß zu bringen und der Unterstütung der Der Verein beab⸗ sichtigt nämlich ferner in dissem Winter einen Veisuch mit der i Da aber hier schon eine Schule ähnlicher Art, die s. g. Gewerbe; schule(haupisächlich für Bauhandwerker), besteht, so erschien anf n, die neu zu errichtende Fortbildungsschule mit dieser Gewerbeschule zu verschmelzen, weil 2 Schulen so verwandter Art in unserer Stadt vorgussichtlich nicht lebensfähig wären. Es wurden deshalb Verhandlungen mit dem Vorstande des hiesigen Gewerbvereins eingeleitet, die zu dem Resultal führten, daß eine Schule mit doppel⸗ Bildung zu vertiefen und zu erweitern suchen. Ferner wird sie Fachschule für das Bauhandweik sein. Als Fächer der neuen Schule sind in Aussicht genommen; schh (Aussatz und Lesen), Rechnen, Geomel rie, Nafurkunde, Geographie und Geschichte. Hieran schließen sich die eigent- lichen Fachnunden: Darsiellende Geometrie, Zeichnen (Freihaud⸗ und technisches Zeichnen), Materialkunde(Bau⸗ material), Buchführung und Voranschläge. Die Schüler werden natürlich nicht gezwungen sein, sämmtliche Stunden zu besuchen, sondern es wird verstattel sein, nur die all⸗ gemein bildenden Fächer, oder nur die Fachstunden zu besuchen, jedoch muß sich jeder Eintretende zu regel⸗ mäßigem Besuch der einmal erwählten Stunden verpflichten. Die Stunden werden sämmtlich Abends von 7½ bis 9½ oder 9 gehalten werden, mit Ausnahme der Zeichenstunden, die wie seither Sonntags am Tage abgehalten werden sollen, Aus Grosßkarben wird berichtet, daß vergangene Woche daselbst unmittelbar neben der Eisenbahnstation anf dem Grundbesitze des Herrn Müller-Marchand eine neue Quelle von kohlensaurem Wasser durch Herrn Dr. Volger von Frankfurt erbohrt worden sei. 2 R. Giesen. Der im Jahre 1869 gegründete miltel⸗ rheinische Gartenbau-Verein hat vom 5. bis 7. d. M. seine erste Aussiellung in den Räumen der Turnhalle dahier veranstaltet und war dieselbe über Erwarten reich⸗ haltig beschickt mit Sammlungen der schönsten Obstserten und Gemüse, sowie Blumen. Von den Hauptaussiellern verdienen Erwähnung: die Gartenbaugesellschaft zu Frank⸗ furt, die Herren Touchon aus Hohenheim bei Mainz, Garteninspector Fischer in Homburg v. d. H., Hofgärtner Junker in Lich. Die Gruppe des Herrn Lehrer Rückert aus Rodheim, des Herrn Hofgörtner Welle zu Assenbeim. des Herrn Kammertath Fresenius daselbst, der Gräflich Leiningen'schen Hofgärmnerei in Ilbenstadt, sowie des Herrn Büchsler in Groß⸗Buseck bolen an Früchten auch des Sehenswerihen viel und erregten namentlich die Kartoffel⸗ sorten des Herrn Rückert und Büchsler die Ausmerksamkeit der Beschauer. Frankfurt. Auf die Wiederergreisung des hier aus dem Gefängni ausgebrochenen Raubmörders Völker ist nun ein Preis von 100 Thalern ausgesetzt. Frankfurt. Am Montag fand im Landsberg eine zahl⸗ reiche, aus den drei Provinzen des Großherzogthums Hessen besuchte Landesversammlung in Sachen des zum Andenken der im letzten Kriege gefallenen Hessen zu er⸗ richtenden Denkmals statt. Zum Präsidenten der Ver⸗ sammlung wurde durch Acel mation Fürst von Isenburg und Büdingen berufen. Man einigte sich über die zur Einleitung der Sammlungen für das Denkmal nöthige Organisalion, deren Spitze ein Central⸗Comile von 45 Mutliedern(15 aus jeder Provinz) bilden wird. Zur Büldung von Localcomites in allen Tbeilen des Landes werden Einleitungen getroffen werden, und die demnüchst erfolgenden offiziellen Veröffemtlichungen werden die Details des deschlossenen Programms geben. Wenn nicht sehr beachtenswerihe Gegenvorschläge(z. B. für Aufrichtung des Monuments an der Bergstraße) auftauchen, dürfte dasselbe voraussichtlich in Darmstadi seine Stelle finden. Darmstadt. Ein, hiesiges Blatt bringt solgende Berechnung: In Berlin sind im 2. Quartal d. J. von einer Bevölkerung von ca. 800,000 Seelen consumirt worden: 1386 Ochsen, 8347 Kühe, 28103 Kälber, 26930 Schafe und 88231 Schweine. In Darmstadt dagegen mit einer Bevölkerung von ca. 32,000 Seelen in demselben Quartal: 637 Ochsen, 147 Kühe, 2763 Schweine, 1572 Kälber und 469 Hämmel. Die beiderseitige Bert kerung in Betracht gezogen, war also in dem genannten Zeit⸗ raume verhältnißmäßig in Darmstadt der Fleisch⸗Consum ganz außerordentich viel höher gewesen, und zwar stellt sich heraus, daß nach dem gewöhnlichen Durchschnitige⸗ wicht obiger Schlachtviehgattungen auf 1 Berliner circa 26 Pfund Fleisch pro Quartal ireffen, wovon 2 in Schweinefleisch und der Rest größten theils in Kuhfl⸗isch besteht, während der Darmstädter durchschnittlich 34 Pfund, und zwar zur Hälste in krästigem Ochseufleisch verzehrt. Mainz. Am Sonntag Abend fand auf dem Graben ein Milnäl⸗Exceß statt, bei welchem einem Soldaten der Kopf gespalten wurde. Alzey. Die hiesigen Bewohner wurden vorigen Miliwoch Abend, wie die„Alz. Z.“ berichtet, durch Alarm⸗ signale der dortigen Feuerwehr erschreckt. Auf die Frage; „wo brennt's!“ wurde die Anlworl, daß der neugewählte Commandant seine Mannschaft zu einem Faß Bier zu⸗ sammenrufen lasse. Hier galt's gewiß einen tüchtigen Brand, oder doch einen grimmigen Durst zu löschen! (Wenn Aehnliches in Friedberg einmal passtren sollte, allwo zu der bereits längere Zeit vorliegenden gleichen Veranlassung nur noch der gute Wille zu kommen hälle, wud man nach dieser Mittheilung wohl nicht mehr allzusebr erschrecken dürfen. Der Setzer.) Köln. Am Morgen des 6. Ocl. fließ der von Frank- surt kommende Schnellzug auf einen in demselben Geleise stehenden Vieh⸗Transpoxl. Eine Reihe von Personenwagen wurden theils in und ausein ander geschoben, andere ent⸗ gleiten oder stützten um. Der Packmeister erlitt einen Armbruch und wurde ins Hospital gebracht; desgleichen eine andere Person. Man bebauptet allgemein, die Passa⸗ giere seien mit dem bloßen Schreck davon gekommen, was inbeß kaum glaublich, ovschon dieser Zug in der Regel nur schwach besetzt isl. Einen böchst traurigen Anblick ge⸗ währte der Vieh⸗Transport: mehrere Ochsen waren sofor todt geblieben; zwei N umgebenden Trümmern und auf beiden stand ein, noch lebender. Im Ganzen dürften 12 Ochsen umgekommen ein. Dieselbe wird Det Gesammischaden soll sich auf 50,000 Tpaler beziffern. 55 N 5 5* einmal allgemeine Fortbildungsschule sein, d. h. sie wird an die Elementarschule anknüpfen und die n deen 1 lagen aufeinander zwischen den ste 1 0 die kunt e Arp n Herb Der eh e ⸗Jemit von 1 Filten wild. True det Lande! 15d dit demie du du Dull Sen nicht * * München. Dem bayerischen Feuer wehrver bande ist in Anerkennung seines verdienstvollen Wirkens durch Berfügung des Ministeriums ein Fundationsbeitrag von 10,000 fl. für die Unierstützungskasse desselben zugewlesen worden. In Breslau if kürzlich ein eisernes Haus errichtet worden. Es wurde in London angefertigt, in Kisten ver⸗ laden und nach Breslau unter Begleitung eines Monteurs ztansportirt, welch' Letzterer die Aufstelluag besorgte, die wa 14 Tage in Anspruch nahm. Auf einem Ziegel⸗ ae ruhend, hat das nur aus einem Parterre be⸗ chende luftige Gebäude eine Länge von 11 Meter, eine Breite von 10 Meter und eine Hoͤbe von 5 Meter, wäh⸗ zend es in seinem Innern weder Keller- noch Boden täume, sondern nur 5 mitselgroße Stuben enthält. Das Skelett wilden ca. 16 Holzsäulen, welche innen mit Brettern ver⸗ schalt und mit einander verbunden sind, die in ihrer Ge⸗ ammtheit die Wände des Hauses und die einzelnen Zimmer bilden. Von der Außenseite sind diese Holzsäulen mit starkem verzinnten Eisenvlech in Wellenform überzogen, welches Metall auch zur Bildung des Daches in Verwen⸗ dung genommen wurde. Die ca. 3 Centimeter slarken Szulen bewirken nun, daß zwischen den Holz⸗ und den Tisenwänden ein bandbreiter leerer Raum entsteht, welcher die Külte und Wärme zurückzuhalsen bestimmt ift. Die inneren Brelterwände der Stuben sind außerdem noch mit englischem Filz, dann mit Gaze und schließlich mit Tapete Ubeckleidet. Die gemauerten Schornsteine und die Oefen mußten von dortigen Arbeitern erbaut werden.— Der Preis des Hauses hat sich auf circa 3000 Thaler incl. Trans portkosten herausgessellt. Luzern. Nachdem bereits seit zwei Jahren die Eisen⸗ bahn von Vitznau am Vierwaldftädter⸗See aus nach Rigi⸗Kaltbad und letzten Sommer auch nach Rigi⸗Staffel im Betriebe ist und eine zweite Bahn von Arth aus über Goldau auf den Rigi sich im Bau befindet und nächstes Jahr ebenfalls dem Betrieb übergeben wird, kommt nun noch eine dritte Rigi⸗Eisenbahn dazu. Eine Gesell⸗ schaft hat nämlich beim Luzerner Regierungsratbe das Gesuch um Ertheilung der erforderlichen Concession zum Bau einer Gisenbahn von Rigi⸗Kaltibad nach Rigi⸗Scheldegg eingereicht.— In der äußeren Weggisgasse in Luzern ist seit einigen Tagen ein architcktonisches Curiosum zu schauen, nämlich ein Haus, das einen kohlschwarzen Ver⸗ putz erhält, wie ein Sarg. Der Exsinder dieser schätzbaren Idee will damit an einigen Nachbarn Rache nehmen, sie ärgern und ihnen zugleich ihre Verkaufsläden verdunkeln, alles weil sie zur Zeit gegen sein Bauproject Einsprache erhoben haben, und zwar mit Erfolg. Amerika. Der Baltimore„Wecker“ fordert zu Sammlungen für den einzigen Sobn des Turnvaters Jahn auf. Derselbe, Arnold mit Vornamen und ein sechzigjäbriger Greis, lebt als Arbeiter in Baltimore und erwirbi für sich und seine Familie nur ein kümmerliches Brod. In Chieago wird, wie die dortige„Tribune“ be⸗ richtet, durchschnittlich in jeder Stunde ein Haus gebaut. Wenn man die Anzahl der seit dem 15. April begonnenen und bis zum 1. Dec. d. J. completirten Häuser veran⸗ schlagt und berücksichtigt, daß dieselben innerhalb 200 Tagen (die Sonntage abgerechnet), den Tag zu acht Stunden, auf⸗ gebaut sein werden, ergibt dies genau läglich acht Häuser, ein Wachsthum, wie solches noch nie gesehen worden ist. D. Frankfurt a. M., 8. October. Die Baissiers hatten heute wieder einmal einen guten Tag, die Course wichen heute auf allen Linien, zunächst aber bei den 3 Haupt⸗ speculationspapieren, wo sie um 3 fl. gegen gestern Mittag zurückblieben. Spezielle Gründe lassen sich indes auch heute nicht angeben, man muß das Motiv dieses ständigen Weichens in der allgemeinen Lage des europäischen Geld⸗ marktes suchen, der diesmal an allen Punklen durch die Geldknappheit zu leiden hat. Zwar meint man, daß das nicht lange mehr so fortdauern könnte, aber diese Meinung begte man schon vor Wochen, und noch immer gehen die Course constant abwärts, die Verkaufsofferten mehren sich täglich und der Muth zu kaufen ist auf Null gesunken. Nichsdestoweniger sucht die hiesige Börse wenigstens immer noch eine Art Opposition gegen die übrigen Märkie zu bilden, indem sie soviel als möglich denselben ihr Material abnimmt, was freilich aus naheliegenden Gründen auch nut in beschränktem Maß geschehen kann. Lomberden z. B. wurden heute relativ sehr lebhaft umgesetzt, aller⸗ dings bei 4 fl. niederem Preis als gestern. Im Laufe des Geschäfts besserte sich die Stimmung auf bessere aus⸗ wärtige Notirungen und holten Staatsbahn und Credit⸗ actien wieder 1 fl. ein. Banken wichen gleichfalls unter die gestrigen Notirungen, namentlich waren hiesige In⸗ stitute matt. Oesterreich. Nationalbank relativ sest. Bahn⸗ actien offerirt und billiger, namentlich Galizier und Böhmen, Alte bayr. Ostbahn beachtet. Prioritäten, Staatspapiere, Loose ohne Geschäft. Amerikaner stagnirend. Marktbericht. Frankfurt, 7. Oct. Waizen, wetterauer,(100 Kilo) 14½- 14%,) fremder 14½.— Korn(100 Kilo) 9½ /.— Gersie(100 Kilo) 10% 11½—Haser(100 Kilo) 8—½.— Rips(100 Kilo) 18¼—19 fl.— Rüböl(50 Kilo) 23.— Obligations Verloosung. 2640 Bei der stattgebablen Verloosung der Partial Obligationen der Gemeinde Armsbeim wurden die Nummern 17, 19, 69, 123 und 124 zur Abtragung pro 1872 gezogen, welches mit dem Anfügen dekannt gemacht wird, daß der Werth dafür von jetzt an schon won hiesiger Gemeindekasse bezogen werden kann und paß der Zinsenlauf derselden vom 1. Januar 1873 an nufpört. b Wiederholt wird delannt gemacht, daß die Partial- Obligationen Nr. 76 in 1869 und Nr. 4 in 1871 zur Abtragung gezogen wurden. Die Zinseoupons pro 1872 Lönnen ebenfabs jetzt schon eingelöst werden. TErmsbeim am 18. September 1872. Großherzogliche Bürgermeiflerei Armsheim. Zimlich. Güter ⸗ Verpachtung. 2789 Sam stag den 12. Octoder, Vormittags 10 Uhr, vollen auf dem Rathhause zu Rockenberg die dem Augustiner Schulfond Friedberg gehörenden Grundstücke: 1) In der Gemarkung Rockenberg. 29 Stück Ackerland, enthaltend 11957 Klafter. 2 Wiesen 1„ 2) In der Gemarkung Oppersbofen. 2 Stück Ackerland, enthaltend 552 Klftr. 2„ Wiesen 342 3) In der Gemarkung Griedel. 1 Stück Ackerland, enthaltend 277 Kelftr. 4) In der Gemarkung Stelnsurtb. 1 Stück Wtesen, enthaltend 201 Klftr. muf die Dauer von zwölf Jahren parzellenweise an die Meifibietenden öffentlich verpachtet werden. Die Pachtzelt deginnt Martinitag 1872. Friedberg den 3. October 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fou car. Bekanni machung. 2825 Der Grabgarten an der Klosterkaserne Flur II. Nr. 289 mit 29,1 Klftr., sowie der Acker an der See⸗ wlese Flur III. Nr. 12= 104 Klftr. groß, soll vom H. Januar 1873 an auf unbesfimmte Zeit Dienstag den 15. Oktober d. J., Mittags 1 Uhr, auf dem Rentamtsbüreau öffentlich an den Meistbietenden werpachtet werden. Friedberg den 9. Oktober 1872. Groß herzogliches Rentomt Frtedberg. Linde ck 7 *„ Obligations-Verloosung. 2768 Von den Partial⸗ Obligationen des Anulebens piesiger Stadtkirche vom 1. Juli 1844 find durch Berloosung zur Rückzahlung auf 1. Januar 1873 bestimmt Nr. 24, 31, 37, 48 4 100 fl. Nr. 81 3 2000 fl. 5 Die Inbaber dleser Schuldverschreibungen werden lersucht den Betrag derselben bis zum 1. Januar 1873, imtt welchem Tage die Verzinsung aufbört, bei Kirchen⸗ rechnet Heldt in Empfang zu nehmen. Frlebberg den 1. Oktober 1872. Für den evang. Kirchenvorfland: Stlusles Vorschrßmehl e e M. D. Loeb Bei Bindernagel& Schimpff sind alle in den hiesigen Lehranstalten eingeführten Schulbücher in neuester Auflage und guten Einbänden stets vorräthig. 9 INI 55 Bekauntm 2824 Zur Vermeidung irriger und mißbräuchlicher Auslegung der Pos. 1 alinea 1 und 4 des Abschnitts II. Gepäckdeförderung auf Seite 6 des Tarifs für den Lokalverkehr der Main- Weser⸗ Bahn vom 1. Februar 1869 bringen wir hierdurch zur Kenntniß, daß die Reisenden III. Klasse 50 Pfund Freigepäck, oder freie Besörderung elner nicht zu großen Traglast, nicht aber beides zugleich zu beanspruchen haben. Es kann somlt demjenigen Reisenden, welchem auf ein Billet III. Klasse Rrelgepäck expedul wird, nicht auch noch die srete Be földerung einer Traglast und umgekehrt bei Aufgabe einer Traglafl nicht auch die freie Beförderung von Reisegepäck gewährt werden. Cassel den 30. September 1872. Königliche Direktion der Maln⸗Weser⸗Bahn. Hofraithe⸗Versteigerung. 2823 Montag den 14. Okiobec d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in biefigem Rathhause die zum Nachlasse des Friedrich Karl Waßmuth dahler gehörenden belden Hofralthen: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. II. 659. 7,6. Hofraithe in der Stadt, II. 660. 23,7. Hofraithe daselbst auf freiwilligen Antrag der Erben behufs Erbabthei— lung nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Frtedberg am 7. Oktober 1872. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fou car. Obligations- Verloosung. 2832 Bel der heute stattgehablen Verloosung der Partial Obligationen der Gemeinde Eichloch wurde die Nr. 21 zu 100 fl. zur Rückzahlung gezogen. Der Inhaber dleser Obligatlon wird hiermlt aufgefordert, gegen Rückgabe derselden und der noch nicht fälligen Zinscoupons den Betrag am 31. Dezember J. J. bei dem Handlungshause S. Lindhetmer Söhne zu Frankfurt a. M. in Empfang zu nehmen, indem mit diesem Tage der Zinsenlauf aufbört. Eich loch den 7. Oktober 1872. eee ieee Eichloch. reis. Obligations ⸗Verloosung. 2834 Bei der beute stastgehabten Verloosung der Partial⸗Oosigatienen der Gemeinde Fauerbach b. gr. wurde die Nummer 23 à 200 fl. gezogen. Der Inhader derselben wird hiermit gufgefordert, den Betrag der⸗ selben bis zum 31. Dezember d. J. bel dem Gemeinde⸗ einnehmer von Fauerbach d. Fr. in Empfang zu nehmen, da von diesem Tage an die Verzinsung aufbört. Fauerbach b. Fr. den 7. Oktober 1872. Großherzogliche Bürgermeißteret Jauerbach b. Fr. pelf rich. 85 Beginn des neuen Jabrganges! 22 28 Jeste Zeit zum Abonntment. 22 ** 25 5 1 5 heim. * 22 88 22 Am 1. October eröffnet das Daheim ein neues Abonnement und ladet dazu jedes Haus ein, wo das Bedürfniß nach einer guten, werthvollen Unterbaltungs⸗ lectüre vorhanden ist. Möglichste Gediegenheit in Wort und Bild, allseitige Anregung und Unterhaltung find Bestrebungen des Daheim. Nach Ablauf eines Jabtes bildet der Jahrgang einen stattiichen Band von über 800 Seiten mit gegen 150 künstlerischen Bildern, ein werthvoller Bestandtbeil jeder Famtlienbibliothek. Zu Beflellungen empfeblen sich Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Wagen ⸗Verkauf. 2687 Zwei gebrauchte Chaisen, Asitzig, zum Ein⸗ und Zweispaͤnnigfahren, find zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 2 Ein vollständiges Schreiner- Zu verkaufen. werkzeug in bestem Zuflande mit 6 Fournierböcken und 2 Hodelbänken wird wegen Niederlegung des Geschäfts, im Einzelnen oder Ganzen, aus freier Hand verkauft. Niedet⸗Florstadt den 8 Oktober 1862. 2827 Jakob Emmerich, Schreinermeisser. Ein Pranntweinbrenner 2826 kann sofort eintreten bei Zriedberg. W. Ulrich. An- und Verkauf 1744 pon Staats ⸗ Papieren, Anlehens⸗ loosen, Coupons zc. ꝛc. unter Zusicherung reeller Bedienung. Friedberg. J. A. Nauheim. Geld Cours. Frankfurt am 8. October 1872. Preußische Friedrichsd'orr... fl. 9 58—59 Pele ng 9 41—43 Holländische fl. 10-Stücke eis 3835 Ducaten„ l» 65 34—36 Ducaten al marco. e 35—37 20⸗Frankenstücke Wedeln Englische Sovereigns.„ 11 47—49 Russische Imperiales„ 9 42—44 Dollars in Gold n 5 228 ½—26½ * Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg ist vorräthig: Die dermalige Lage der evang. Kirche im Großherzogthum Hessen. Aktenmäßige Darstellung gegenüber der Denkschrift des Professor Köhler, herausgegeben von G. Chr. Dieffenbach und G. Schlosser. Preis: 54 kr. Empfehlung. 2831 Hierdurch mache die ergebene Mittheilung, daß ich die bisher von Herrn C. F. Walz inne gehabte Bierbrauerei „Zur goldnen Reichskrone“ käuflich an mich gezogen habe. Die damit verbundene Wirthschaft werde am nachsten Donnerstag den 10. d. Mts. eröffnen und halte mich alsdann dem Wohlwollen des hiesigen, sowie auswärtigen Publikums bestens empfohlen. Friedberg den 6. Oktober 1872. Hochachtungs voll Eduard Henn. Mädchen ⸗Institut in Friedberg. 2799 Beginn des Wintersemesters am 14. October. Aufnahme neuer Schülerinnen. Wöchentlich zweimal französische und englische Conversationsstunden für confirmirte Mädchen. Anmeldungen werden von den Unterzeichneten entgegengenommen. Amalie, Marie& Lina Werner. Für bevorstehende Saison erlaube mir mein Putz- und Modewaaren-Geschäft 2767 in empfehlende Etinnerung zu bringen. Aufträge werden bei reellen Preisen möglichst rasch und geschmackvoll ausgeführt. K. Friedrich, neben der Post. Für Kunstfreunde. 2738 Die große Sammlung von Kunfswerken, bestehend aus interessanten und werthvollen Original⸗Oel⸗ gemälden ꝛc., welche sich in der Kunfihalle im Palmengarten in Frankjurt a. M. zu einer Ausstellung vereint de findet, wird mittelst Verloosung am 18. Oktober 1872 zur Vertheilung gebracht. Das ausführliche Programm nebf Verzeichniß der Kunftwerke wird an Jedermann euf gefl. Verlangen gratis und franco überschickt. Der Erlös aus diesen Kunstwerken ist zum Besten des Baufonds zur Errichtung eines Künstlertzauses bestimmt. Wohl selten dürfte sich eine schönere Gelegenbeit bteten, um in den Besitz von Kunflwerken zu gelangen. Die Künstler⸗Gesellschaft in Frankfurt a. M. Bestellungen auf Loo se à 1 Thaler find zu richten an unser Vorstandsglied Herrn . g Otto Cornill Frankfurt a. M. Die Ziebungslisten und Gewinne werden den Theilnehmern pünktlich überschickt. Magenbitter alter Schwede! 2197 Schon zu allen Zeisen spielten die Magenliqueure unter den Gesundbeitsmitteln eine Hauptrolle, weil Magenkrankheiten und Verdauungsbeschwerden zu den allgemelnsten Leiden der Menschen gehören. Der alte Schwede ist von den feinsten Spirituosen und dem besten Batavta-Atrac, sowte den edelsten Wurzeln, Kräutern und Blüthen fabrieirt, welche bel Magen⸗ und Unterlelbsleiden aller Art, als: Magenverschleimung, Appetit⸗ losi keit, Blähungen, Verdauungsbeschwerden, Magenschwäche, Cholera ꝛc., bel Nieren⸗, Milz-, und Leber⸗ leiden, bei Hämorrholden, Hypochondrie, Angst und Bangigkett ꝛc. ꝛc. fich stets als heilkräftig und wirksam bei diesen Leiden erwitsen. Er ist zu haben in Nauheim dei Ant. Bittong, C. Kramm auf dem Teich haus, Hch. Klinker fuß zum Gambrinus, E. Geberinger, Johs. Wörner und Ph. J. Welß; in Friedberg bei Kaufmann Bernbeck und 8 1 e ene J. Grimmel, alleiniger Destillateur des ächten Magenbitters„alter Schwede.“ 1221 Obsthaum-Derkauf. 22: 2632 Aus der Seehof-Hüttenfelder Baumschule können i bste wied fä t n sch en im Herbsse wieder ungefähr 10,000 Stück starke Aepfel, hochstämmige, per Stück zu 28 kr. per Hundert zu 40 fl., Birnen, 2 15„. 75 05„ 45 1. 75 Zwerg, zu Pyramiden auf Quttten veredelt per Stück 18 kr. Kir schen, hochstämmige, per Stück zu 24 kr. Kataloge werden auf portofreies Begebren gerne versendet. Bei unbekannten Abnehmern findet, wenn nicht Baarzahlung oder sonffige Verständigung erfolgt, Nachnahme flatt. Die Scipio'sche Gutsperwaltung zu Hüttenseld bei Hemsbach a. d. Vergstraßt. 95 0 Im Berlagsbureau in Altona erschi wieder angekommen: i seine 24. Prophezeihung für die Jahre 1873 und 1874. 4 kr. Der alte Schäfer Thomas prophezeit uns ledet wiederum Krieg und feine unausbleiblichen Folgen. Verlagsort Altona und Hamburg, sie ist die einzig Prophezeibung. Vorräthig bei Bindernagel Schimpff in Friedberg. 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Plankenau.— Ein Orangenzweig. Erzählung von A. Godin.(Schluß.)— Blätter und Blüthen; Aus hessischer Zeit. Von d. B.—„Wer viel ertragen und tragen kann!“ Gedicht von Katharina Koch. Kleiner Briefkasten. Nr. 40. Inhalt:„Und er soll Dein Herr sein.“ Der Wirk⸗ lichkeit nacherzählt von E. Rud orff.— Verwaiste Vögel. Von Brehm. Mit Abbildung: Verwaiste Vögel im Berliner Aquarium. Nach der Natur aufge⸗ nomen von Emil Schmidt.— Ein deutsches Heiligthum und sein Untergang. Von Julius Keßler in Ilmenau. Mit zwei Abbildungen: Das Goethehäuschen auf dem Kickelhahn.— Goetbe's Handschrift im Kickelhahn⸗päuschen.— Der Vater des Klad⸗ deradatsch und der Berliner Posse. Von Max Ring. — Was die Schwalbe sang. Erzählung von Friedrich Spielhagen.(Fortsetzung.)— Das schwimmende Path⸗ chen.— Blätter und Blüthen: Lulbers Trauring. Mit 4 Abbildungen.— Ein kritischer Augenblick. Mit Abbildung: Uederrumpelung Bazaine's durch braunschweigische Pusaren in der Schlacht bei Vionville. Origtnalzeichnung von Otto Fikent⸗ scher.— Die Frau des Paters.— Der Meisler der Panoramen.— Das Langenbeck'sche Mittel zur Stärkung schwachen Haares. Von Stabsarzt Dr. J. Pincus, Do⸗ cent a. d Untverfität in Berlin. Binderuagel& Schimpff in Friedberg empfehlen sich zu geneigten Aufträgen. Hemden, Wollene wollene und baumwollene Unter jacken und Unterhosen 66 zu verschledenen Preisen bei g K. Friedrich neben der Post in Friedberg. Steinerne Töpfe,„„Flechteuübel, 5 5 2833 sowie alle veralteten Hautausschläge, heilt gründ⸗ 2577 Glas und Porzellan, Spiegel in großer] lich auf brieflschem Wege Dr. Kleinhans, Spec.“ Auswahl und billigst bei Arzt für Pautkranke zu Bad⸗Creuznach.(5766.) M. D. Loeb. Friedberg. Villige Limburger Küse Eine Köchin 2684 bei f A. Stahl Wittwe. 2819 gegen guten Lohn zum alsbaldtgen Eintritt gesucht. e d b Näheres bei der Exp. d. Bl. 8 1 55 3 2328 Zwel Mannshemden und 6 2 5 12 4 isch 8 Usisch tuch sind vom Haagk bis in die Se 11 k che 1 k gangen. 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