1872. 2 Samstag den 10. August. 125 5 —— — neee 1 Oberhessischer! zeiger. * U* 0 1 5 8 5 8 7 55 e enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 155 zun eat! 2 5 1 Aus dem Großherzoglichen Negierungsblatte ist zu publieiren: Nr. 32. Nichts.— Nr. 33. Nichts.— Nr. 34. sub 1. Bekanntmachung, die Ausführung des Friebensvertrags zwischen dem deutschen Reiche und Frankreich um 10. Mai 1871 betr.— sub 2. Bekanntmachung, die Befreiung des zu landwirlhschaftlichen und gewerblichen Zwecken bestimmten Salzes von der Salzabgabe betr.— + i I l L ftich, 35. sub 1. Organssation der Großberzoglichen General-Adjutantur betr. 4 1 Friedberg am 8. August 1872. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr p p. Les tt A baus Angust Iz: Nach verzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden: Nr. 25. Nr. 865. Gesetz, betr. die Feststellung des Haushaltsetats des deutschen Reichs für das Jahr 1873. Vom 10. Juli 1872.— Nr. 866. Verordnung, 1 t een: „ Wanntmachung, die Approbationen für Aerzte, Zahnärzte ꝛc. Vom 19. Juli 1872. tet Mei un gu- r K zn. die Fesistellung des Etats der Verwaltung des Reichsheeres für das Jahr 1873. Vom 10. Juli 1872.— Nr. 867 und 868. Die Bestellung von Consuln.— . 26. Nr. 869. Gesetz, betr. die Uebernahme der Verwaltung der Wilhelm⸗Luxemburg⸗Eisenbahnen. Vom 15. Juli 1872.— Nr. 870. Postvertrag zwischen Deutschland 1 Luxemburg. Vom 19. Juni 1872.— Nr. 871. Gesetz, betr. die Einführung des§. 29 der Gewerbeordnung in Elsaß-Lothringen. Vom 15. Juli 1872.— Nr. 872. den Jalitt Nin Aagast 1872: Friedberg den 7. August 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg f fl. Jun Sir t. die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Großherzogliche Polizeiverwaltung Bad-Nauheim, Großh. Polizei-Commissariat Wickstadt. Aa m ing Indem wir das nachstehende Ausschreiben des Königl. Preuß. 10 plizeiprästdiums zu Frankfurt a. M. zu Ihrer Kenutniß bringen, ret sköchin nuftragen wir Sie dasselbe öffentlich bekannt zu machen und Nach— „ern fe schungen, welche zur Aufklärung des fraglichen Vorfalls dienen „inen, sich möglichst angelegen sein zu lassen, auch dazu das Polizei f Frsonal anzuweisen. Insbesondere sind Ermittelungen nach der N Ersönlichkeit des Führers des Leiterwagens anzustellen und ist zu 1 Je)-Aaaben ussem Behufe Umfrage bei allen am fraglichen Tage im Felde oder e Aff der Straße beschäftigt gewesenen Ortsangehoͤrigen zu halten. Tagat 172: n Jug-Klögtt u m gam da a * N; da Kulahelt Am 1. August C. gemachter Anzeige zufolge wurde am 31. Juli c. (Bittwoch) Morgens 9 Uhr Frln. Z. von hier, am Petersthor durch % Blumenmädchen,(9— 10 Jahre alt, blond, zerlumpte Kleidung, be fuß) veranlaßt, behufs Umwechslung von Geld nach einer an der Pomenade am Petersthor haltenden Chaise(Wagen älterer Form, Onsfenster, bespannt mit 2 braunen Pferden, bei welchem außer dem Aascher noch ein Diener in schwarzem Anzug, mit weißer Halsbinde 1 Cylinderhut, an welchem vielleicht eine silberne Borde befindlich) ulreten, darauf von einer im Wagen sitzenden, schwarz gekleideten u verschleierten Dame mit Hülfe des Dieners erfaßt und in den Jagen gezogen, auch durch Vorhaltung eines Bouquets sofort be mut. Erst Nachmittage etwa um 3 Uhr will Frln. Z. wieder zum Nwußtsein gekommen sein und sich auf Stroh auf einem Bauern⸗ lner⸗Wagen(bdespannt mit zwei Pferden, Fuhrmann in blauem Kittel) lend, befunden haben, zugedeckt mit ihrem Regenmantel. Sie will n von dem Wagen gesprungen sein, nachdem sie sich noch von um Stricke befreit, mit welchem sie am Wagen befestigt gewesen, will dann querfeldein etwa eine Stunde gelaufen sein, nach becher Zeit sie an einen Ort gekommen, den ihr Vorübergehende ö Friedberg bezeichnet. Von Friedberg ist sodann Frln. Z. Nach⸗ g rags zwischen 4 und 5 Uhr zu Fuß nach Nauheim gegangen, um 9 1 een dm ige Bekannte aufzusuchen, ist vollig erschöpft in Nauheim ange⸗ K amen, und ist ihr da noch ein Strick vom Arme gelöst worden. Beim Entspringen vom Wagen hat laut der Anzeige der Fuhr⸗ flirt Grünmel — Aller Wahrscheinlichkeit nach ist Frl. 3. in der Gemarkung Ober— Wöllstadt, Nieder⸗Rosbach oder Bruchenbrücken westlich der Eisenbahn von dem Wagen gesprungen, und ist gestern festgestellt worden, daß sie auf der Flucht durch die Wiesen nach dem Bauernheimer Steg zu laufend, östlich der Vicinalstraße von Friedberg nach Fauerbach b. Fr. gesehen werden ist, weshalb den Großherzoglichen Bürgermeisteresen der genannten und umliegenden Orte besonders eifrige Recherche empfohlen wird. Ter a p p. Ausschreiben. 50 Gulden Belohnung! doch eingefangen werden. Frln. Z. war elegant schwarz gekleidet, auch mit schwarzem Hütchen, und vermißt seit ihrer Ankunft in Fried⸗ berg ein rothjuchtenes Portemonnaie mit Messingverschluß, enthaltend c, fl. 1 Geld und einige Notizen, Recepte ꝛc. Die stattgehabten Recherchen haben ergeben, daß eine der oben beschriebenen ähnliche Chaise am Mittwoch Vormittag Vilbel, Okarben und Niederwoͤllstadt passirt hat, dann vielleicht über Rodheim, Holz- hausen in der Richtung nach Friedrichsdorf, Homburg weiter gefahren ist und zwar nachdem vielleicht in der Gegend von Oberwöllstadt die Verbringung der Z. aus der Chaise auf den Leiterwagen stattge— gefunden hatte. Eine Zeugin hat die Z. wohl kurz, nachdem sie dem Wagen entsprungen, zwischen Fauerbach und Friedberg im Felde laufen sehen und zwar aus der Richtung Oberwöllstadt, Niederrosbach her kommend. Die Recherchen bezüglich des Leiterwagens haben zu einem haltbaren Resultate bis jetzt nicht gefuhrt. Es wird Jedermann ersucht, zur Aufklärung dieser Sache dien⸗ liche Wahrnehmungen bezüglich der Chaise, des Leiterwagens, des Ortes, wo sie bestellt oder genommen worden, der Stelle, wo, etwa die Verbringung aus Chaise auf den Wagen vor sich gegangen, über Durchpassiren von Chaise oder Wagen, sowie bezüglich des Blumen⸗ mädchens so schleunig als möglich hierher oder an die nächste Polizei⸗ Behörde zu machen. Frankfurt a. M., den 6. August 1872. Königl. Polizei- Präsidium. un dem Frlu. Z. nachgerufen: sie sei eine Verrückte und werde ressend: Aufßtellung einer Statistik über sämmtliche organisirte Feuerwehren in dem Großherzogthum Hessen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Anlaß zugehenden Fragebogen wollen Sie baldigst ausgefüllt remittiren. Friedberg den 8. August 1872. Tur a p p. N Den Ihnen unter Couvert aus obigem i det die Donnerstag den 15. d. Mts., Mittags 2 Uhr, findet tenmäßige e esanmiung des Matbildenstifts des Kreises berg auf dem Rathhause dahter statt. Zur Verhandlung kommen: I Rechnungsablage.. 2 Desiniter Verwiuigeng der vorgesehenen Betrage fuͤr die In⸗ d ulen für 1873. f g 4 J 1 des Verwaltungsberichts der Mathildenstiftung fuͤr verwahrloste Kinder im Kreise Friedberg. Einladung. 4) Festsetzung des Noranschlags für das Jahr 1873. 5) Aufnahme neuer Mitglieder. 6) Ergänzung des Vorstandes. 8 Die Mitglieder des Vereins, namentlich die Herren Bürger- meister, die Herren Geistlichen und die Herren Lehrer des Kreises werden zu recht zahlreicher Betheiligung hiermit eingeladen. Friedberg den 9. August 1872. Der Praͤsident des Mathildenstifts des Kreises Friedberg. Ter a p p. e 8 e f Betreffend: Die der Landwirthschaft schädlichen Thiere, insbesondere die Vertilgung der Feldmäuse. B eK nn 5 Friedberg den 9. August 1872. ma chung. Da die Feldmäuse in den meisten Gemeinden des Kreises in bedenklichen Maße überhand nehmen und nach erfolgter Ende energisch gegen dieselben vorgegangen werden muß, so mache ich die Herren Bürgermeister und Landwirthe auf die Veröffentlichung in Nr. 31 Seite 266 und 267 der diesjährigen landwirthschaftlichen Zeitschrift und die darin beschriebene zur Vertilgung der Mäuse selr empfohlene Jül'sche Maschine mit dem Anfuͤgen aufmerksam, daß Herr Maschinenfabrikant Häußer in Fauerbach b. Fr. solche das Stüt zu 5 fl. zu liefern sich bereit erklärt hat. Je zeitiger die Bestellung solcher Maschinen erfolgt, je eher ist H Seite Großherzoglichen Kreisamts Friedberg Maßregeln zur Vertilgung der Feldmaäuse angeordnet werden, zu liefern. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg. Tra v p. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- rungsblatt Nr. 35 enthält: I. Allerhöchster Cabinetsordre die Organisation der Großherzoglichen General-Adjutantur betr. II. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Am 22. Juni laufenden Jahres fuhr der Ackersmann Nikolaus Müller II. von Gernsheim in Begleitung seines 8jährigen Söhnchens Georg und seines 2½ jährigen Töchterchens Katharina auf einem mit Pferden bespannten Wagen in der Absicht, Futter zu holen, in den sogenannten Wörth, einem in der Gemarkung Gernsheim befindlichen, westlich vom Rhein begränzten, mit Weidenbäumen und Gras bewachsenen Districr, welcher zur Zeit größtentheils unter Wasser von nicht unbeträchtlicher Tiefe steht. Nachdem der Wagen mit Futter beladen war, trat Nikolaus Müller II. den Rückweg an. Auf demselben stürzte das Fuhrwerk in einen mit Wasser angefüllten tiefen Graben, wobei Niko— laus Müller II. seinen Tod fand, die beiden Kinder aber, deren älteres sich an einen Weidenbaum fesiklammerte und gleichzeitig das jüngere über dem Wasser hielt, in die äußerste Lebensgefahr geriethen. Der Rheinmüller Friedrich Rotb von Gernsheim, welcher im Begriff war in einem Nachen nach seiner Rheinmühle zu fahren, bemerkte die Lage der Kinder, sprang alsbald aus dem Nachen und schwamm auf die Stelle zu, an der sich die Kinder be— fanden. Es gelang ihm dieselben zu erfassen und unter großer Anstrengung und mit Beihülfe seines Mühlburschen in Sicherheit zu bringen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Friedrich Roth von Gernsheim für diese menschenfreundlich von ihm mit Muth und eigener Lebensgefahr ausgeführte That das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:„Für Rettung von Menschenleben“ Allergnädigst zu verleihen geruht. III. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Am 11. Juni l. J. fuhr Philipp Glock von Erfelden mit einem kleebeladenen Wagen, auf welchem mehrere Kinder saßen, auf der längs des Rbeindammes hinziehenden Staats- straße nach Erfelden zurück. An dem sogenannten Poppen⸗ heimer Loch, einem stehenden Gewässer neben der Chaussee, stürzte der Wagen durch Scheuwerden des Pferdes die Straßenböschung hinab und fiel in Folge dessen das auf dem Wagen befindliche 7 jährige Sötznchen der Maria Müller zu Erfelden, Heinrich, in das erwähnte, sehr tiese Wasser. Das Kind kämpfte bereits mit dem Erttinken, als auf den Hülferuf des gleichfalls durch das Wasser be— drohten Philipp Glock der in der Nähe arbeitende Johannes Ehrenfels III., Sohn des Ortsbürgers Philipp Ehren; fels III. zu Erfelden, herbei eilte, in das Wasser sprang, auf das Kind zu schwamm, es erfaßte und glücklich lebend an das Ufer brachte. Seine Königliche Hoheit der Groß herzog haben dem Johannes Ehrenfels III. von Erfelden für diese menschenfreundliche, von ihm mit Muth und eigener Lebensgefahr ausgeführte That, neben einer Geld— prämie, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für Rettung von Menschenleben“ Allergnädigst zu ver⸗ leihen geruht. IV. Bekanntmachung, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betreffend. V. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 19. Juli dem Kreisrath Dr. Böckmann zu Groß-Gerau und dem Weinhändler Gustav Guntrum zu Bensheim die Erlaubniß zur An⸗ nahme und zum Tragen des ihnen von Seiner Majestät dem deutschen Kaiser und Könige von Preußen verliehenen Kronenordens IV. Classe am Erinnerungsbande, dem Cornelius Wilhelm Heyl zu Worms, der Frau Wilhelmine Rasor zu Worms und der Frau Elise Kroll, Wittwe des Notars Dr. Kroll zu Heidelberg, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihnen von Seiner Ma⸗ jestät dem Könige von Würtemberg verliebenen Olga⸗ Ordens, am 21. Juli dem Geheimen Ober⸗Medizinalrath Dr. Küchler zu Darmstadt und dem Kreisarzt Dr. Scriba zu Nieder- Ingelheim die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihnen von Seiner Majestät dem Könige von Sachsen verliehenen Erinnerungskreuzes für die Jahre 1870/71, dem Geheimen Commerzienrath Leonhard Heyl zu Worms die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Könige von Würtem⸗ berg verliehenen Olga-Ordens, am 23. Jult der Fräulein Gertrude Curschmann zu Alzey die Erlaubniß zur An⸗ nahme und zum Tragen des ihr von Seiner Majestät dem Könige von Würtemberg verliehenen Olga-Ordens zu ertheilen. 5 VI. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 19. Juli dem Pfartamts⸗Candldaten Carl Wilhelm Sehrt aus Schön⸗ berg, im frreise Bensheim, die zweite lutherische Pfarrstelle zu Groß⸗Umstabt zu übertragen. Darmstadt. Die„Darmst. Zeitung“ vom 7. d. enthält folgenden Artikel: Seit mehreren Wochen haben einige öffentliche Blätter verschiedener Richtung ein Gerücht in Umlauf gesetzt, als be— absichtige Seine Königliche Hoheit der Großherzog sich zur linken Hand zu vermählen oder habe es bereits gethan. Wie auch schon von einem der Blätter, in welchem das Gerücht Eingang ge— funden, in einer Correspondenz berichtigend be— merkt wurde, entbehren alle derartigen Nachrichten eines jeden Grundes. Zur Charakteristik der Art und Weise, wie dieselben verbreitet wurden, mag dienen, daß in Holland, welches als Ort der an— geblichen Vermählung bezeichnet wurde, das Institut einer morganatischen Ehe gemäß dem dort gelten- den Civilrecht gar nicht existirt, und daß' S Graven⸗ hage, das als angebliches„Gut“ dadei eine Rolle gespielt haben soll, gar nichts ist, als der hol— ländische Namen für die Stadt Haag, wie sie in Deutschland gewöhnlich genannt wird. — In der hiesigen Großh. Münze sind in dem Zeitraum vom 7. April bis 3. August d. J. von Reichsgoldmünzen 183,352 Stück à 20 Mark, im Geldbetrage von 3,667,040 Mark S 2,139,106 fl. 40 kr. geprägt und an Großh. Hauptstaatskasse abgeliefert worden. — Durch die neue Organisation der General— adjutantur werden derselben alle diejenigen Geschäfte übertragen, welche dem früheren Kriegs ministerium oblagen, in soweit sie nicht nach der Militärconvention vom 13. Juni 1871 auf die Organe der preußischen Armee übergegangen sind. — Als eine interessante Thatsache meldet die „Fr. Pr.“, daß die Provinz Oberhessen trotz ihrer meist sehr feuergefährlich gebauten, noch vielfach mit Stroh und Schindelbedachung versehenen Ort. schaften seit dem Bestehen der Landesbrandkasse ungefähr 600 000 fl. mehr Beiträge zu derselben geleistet, als ibr an Brandschäden vergütet wurden, während nur in Rheinhessen, wo die Bauart im Vergleich gegen Oberhessen doch eine ungemein solide ist, die Summe der Entschädigungen die der geleisteten Beiträge umgekehrt bei weitem übersteigt. * Friedberg. Des Großberzogs K. H. hat neuerdings einer Anzahl Bewohner unserer Stadt und Umgegend das Militär- Sanitäts- Kreuz verliehen. Die Decorirten sind die Damen: Frau Theobald, Frl. Theobald, Frl. Emilie Wahl, Frl. Matbilde Weis, Frl. Elise Simon, sodann die Herren E. Er mus, Schneidermeister Koob, Rentier Supp, sämmtlich in Friedberg, Dr. med. Schäfer zu Assenheim, Frl. Louise Bode, Frl. Elisabethe Grünewald, Frl. Anna Gleim, Frau Cassier Pfaff sowie die Herren Salinenrentmeister Dr. Siebert und Gemeinde- Einnehmer Grünewald, sämmtlich zu Nauheim. Mainz. Die Vorbereitungen zu den Festungs manövern haben bereits begonnen, und es werden am 27. Il. M. die betreffenden Cavalerie Regi- menter in der Nähe der Festung eintreffen und in den umliegenden Orten auf acht Tage Quartiere nehmen. Wie und wann sich aus diesen Truppen⸗ bewegungen die Hauptaktion dieses lokalen Schein- krieges um den Besitz der Festung Mainz entwickeln wird, steht vorerst noch nicht fest. Berlin. Die„Prov. Corresp.“, die Drei- Kaiser-Zusammenkunft besprechend, sagt: Ein ge— meinsames Ziel derselben sei die Erhaltung und Sicherung des europäischen Friedens. Die Ein- tracht zwischen Deutschland, Oesterreich und Ruß- land sei die wichtigste Bürgschaft für die Befestigung friedlicher und geordneter Zustände. Es sei jetzt die Gewißheit gewonnen, daß die Absicht der deutschen Reichsregierung, das Band der gleich zeitigen Eintracht mit Rußland und Oesterreich zu erhalten und zu befestigen, ihrer vollen Verwir!, lichung entgegengeht. Die aufrichtige und ven— trauensvolle Haltung Deutschlands hat für die Annäherung zwischen Oesterreich und Rußland den Boden geebnet.— Ein zweiter Artikel desselbei Blattes:„Die Milliarden-Anleihe“ überschrieben, schließt: Je höher man die Bedeutung der fran. zösischen Credit Operation veranschlagt, um s ernster muß es zum allgemeinen Bewußtsein kommen, daß Frankreich mit der Anleihe nicht blos finanziell sondern auch politische Verpflichtungen gegen Eu, ropa übernahm. — Die„Kreuz⸗Z3tg.“ schreibt:„Das Finanz ministerium fordert jetzt von den Local-Handels⸗ vereinen und Kaufmannschaften Gutachten darübn ein, ob die zu Neujahr 1873 beabsichtigte Ein. führung der neuen Kupfer-Scheidemünzen auch ohne gleichzeitige Fertigstellung der silbernen Zehn, Pfennig Stücke wünschenswerth und thunlich sii — Zu der französischen Anleihe macht ein Lokal, blatt die interessante Mittheilung, daß die Firmen Bleichröder und die Discontogesellschaft vor den Subscriptionstermin ein gedrucktes Rundschreiben versandten, in welchem die Auspicien der Anleißt bengalisch beleuchtet und die Adressaten zu lek⸗ haftester Betheiligung erinnert wurden. Gleichzeilsg mit diesem Rundschreiben ging aber gewissen Pen. sonen noch besonders ein rother Zettel zu, welche die Ueberschrift„vertraulich“ trug und die ba— deutungsvollen Worte enthielt:„Auf den auf Ihn Zeichnung entfalleaden Betrag werden wir Ihnen J pCt. vergütigen.“ Da bei den genannten Firmen 3½ Milliarden gezeichnet wurden un! ähnliche Vortheile auch wohl anderen Zeichner! bewilligt worden sein werden, so löst sich dau „Wunder“, von welchem der französische Finanz minister so emphatisch gesprochen, in sehr erklän, licher Weise auf. — Der Cultusminister hat eine Urlaubsreise bis Ende dieses Monats angetreten.— Die Kreußz⸗ Zeitung“ erfährt, daß bei der Zusammenkunft din drei Kaiser die meisten deutschen Fürsten am Bern liner Hofe erscheinen werden. — Der Kaiser ist am 5. d. in Gastein eim. getroffen und bei seiner Ankunft vom österreichischen Minister Fürsten Auersperg, dem Feldmarschal Grafen Moltke und den Generalen v. Manteuffel und v. Zastrow empfangen worden. Gastein war mit Flaggen geschmückt, und die Bevölkerung hie den Kaiser durch Zurufen willkommen. Stuttgart. das Programm für die Inspectionsreise des Kron prinzen des deutschen Reichs mit. am 15. August in Friedrichshafen ein und rei mit dem König Karl nach Stuttgart, kommt da selbst am Abend um 9 Uhr an, wo er durch di Bürgerschaft festlich empfangen wird. Am 16. d. findet die Inspection der Stuttgarter Garniso!! und Nachmittags Galadiner im Schlosse Wilhelm statt. Abends wird der Stadtgarten auf städtischt Kosten beleuchtet. Am 17. d. inspicirt der Kron prinz die Garnisonen von Ludwigsburg, statial Abends dem Fürsten Hohenlohe zu Langenbunz einen Besuch ab und inspicirt hierauf am Montag die Garnisonen zu Ulm. Aus Baden. Eine nicht widersprochenn Militär ⸗Verfügung, wonach jeder Soldat befußz sein soll, einen bürgerlichen Mann, der ihm ge wisse politische Zumuthungen stellt, zu fassen, en. regt Aufsehen. err Häußer in der Lage, diese namentlich bis dahin, wo von Die hiesigen Blätter thellen Derselbe trist 00 0 Du gel 1 91 41 Erlach kit 85884 5— 1 —— — a Ausland. 1 Oesterreich. Linz. Die Preßklagen Pater Gabriel's gegen ein Wiener und ein Prager Blatt, wie die Ehrenbeleidigungsklage gegen die Mutter Dunzinger wurden zurückgezogen. Schweiz. Bern. Laut Meldung des eid⸗ jenössischen Finanzdepartements an den Bundesrath zahlte Frankreich in Basel die auf die Inter— irungskosten der Bourbaki'schen Armee restirenden wei Millionen Francs. Frankreich. Paris. Das„Journal des Debats“ kommt nicht ohne Bitterkeit auf die Er zichterungen zurück, welche man den Anlehens- Subscriptionen im Auslande gewährt hat; ja, es indet, daß man auch in Frankreich mit den Ver— zünstigungen viel zu weit gegangen sei. Großbritannien. London. Die leiten- en Blätter besprechen die Drei-Kaiser⸗Zusammen— kunft. Die„Times“ kommt dabei zu dem Schluß, saß die Zusammenkunft die Freiheit und die frei— zeitlichen Institutionen nicht schmälern, sondern ärken werde, und dazu führen könne, die frei— leitlichen Institutionen auch in Rußland Boden gewinnen zu lassen.„Daily News“ kann in der zusammenkunft keine Wiedergeburt der heiligen Allianz erblicken, welche Anlaß zu Besorgniß und Mißtrauen geben könnte. Der europäische Frieden Inne durch diese freundschaftliche, von gegenseitigem Wohlwollen zeugende Zusammenkunft der drei Saiser nur gefördert werden. — Die„Times“ hört, daß außer 500,000 If. St., welche am 3. d. nach Deutschland ab— zeschickt wurden, am 10. d. wieder 500,000 Pf. St. dorthin abgehen. Man glaubt, daß der Zeldmaͤrkt genügend versorgt sei.— Ein Tele— amm der„Times“ aus San Sebastian vom . d. meldet: Es fanden zwei Attentatsversuche uf König Amadeus statt. Zwei verdächtige Per— nen wurden verhaftet. Der König, um dem Bolk einen Beweis des Vertrauens zu geben, e mit Hochrufen begrüßt wurde. Amerika. Newyork. Die amerikanischen Blätter zeigen einen sehr gereizten Ton über den V om General Sherman am Berliner Hofe er— I ehrenen Empfang. den gane zeltich tt partei. dutctn Jan Sie glauben nicht, daß des Henerals Unbekanntschaft mit der Hofetiquette lein Ursache der kühlen Aufnahme gewesen sein unn. Sie schreiben dieselbe vielmehr der vom Beneral Sherman im letzten Kriege gezeigten Sympathie mit den Franzosen zu. »Friedberg. Der s. Z. wegen Ermordung und bLeraubung der Gräfin Görlitz in Darmstadt, verbunden pit Brandstiftung, sowie wegen Versuchs der Vergiftung bes Grafen Görlitz zu lebenslänglicher Zuchthausstrase u rurtheilte Joh. Stauff von Ober-Ohmen ist unter ber Bedingung der Auswanderung nach Amerika begnadig! trorden. Gießen. Seit einigen Tagen haben sämmlliche Schuhmacher-Gehülsen die Arbeit eingestellt. Die Unter⸗ handlungen der Meister oder Arbeitgeber mit den Gehülfen haben noch zu keinem Resultate geführt. Die Gesellen fordern für Schuhwerk, für dessen Arbeit sie bisher 1 Thlr. erhielten, 2 fl. 36 kr., also geuau 50 pCt. mehr. Büdingen. Die Arbeiten an unserer Salzquelle mußten wegen der plötzlich überreich aus verschiedenen Poren dringenden Wassermenge vorläufig eingestellt werden; doch hofft man durch Anwendung größerer Pumpen des Wassers Herr zu werden und so eine Fassung der am meisten salzhaltigen Quelle ermöglichen zu können. Wir werden dann doch bis zum Winter, wenn auch nicht einen Heilbrunnen ersten Ranges, so doch ein ganz vorzügliches zu Mund- und Handgebrauch gleich geeignetes Wasser zu besitzen uns rühmen dürfen. Frankfurt. Am 21. d. M. wird dahier ein Con⸗ greß deulscher Thierärzte abgehalten werden. Es werden folgende Punkte zur Besprechung gelangen: 1) Vorbildung deutscher Tierärzte, 2) Ausbildung derselben, 3) Prüfungs- ordnung, 4) Organisation des deutschen Civil- Velerinär⸗ wesens, 5) des deulschen Militär⸗Veterinäcwesens. Frankfurt. Der wegen Ermordung des Viehhändlecs Hamburger zum Tode verurtheilte Wölcker ist durch Cabinetsordre zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt worden. Darmstadt. Mittwoch den 21. d. findet dahier eine großartige Lehrerversammlung statt, zu welcher alle Lehrer des Großherzogthums eingeladen werden. Ebenso erhalten die Oberstudien Directoren, die Mimister und einige hervor— ragende Personen Einladungen zu dieser Versammlung. Gegenstand der Berathung ist die projectirte Gehaltsauf— besserung der Lehrer, wie sie nächstens den Ständen vor- geleyt werden soll. Bekanntlich sind sämmiliche Lehrer mit der Art und Weise der Gehallsaufbessecung nicht einverstanden. In Darmstadt erbängte sich ein Gymnasiast, aus Kummer über eine ihm wegen Versäumniß zuerkannte Carcerstrafe.— Unter den Nähterinnen, deren Be— zahlung eine äußerst armselige ist, bereitet sich eine Agi— tation vor, deren Zweck ein sehr berechtigter, nämlich eine den Zeitverhällnissen enisprechende Aufbesserung ist. Mainz. Vor einigen Tagen wurde ein Weichen— wärter auf der Bahnstrecke zwischen Mainz und Gonsen— heim von einem Materialzuge überfahren. Der Wärter blieb auf der Stelle todt. Bebra. Am Sonntag Abend glitt kurz nach der Abfahrt des Leipzig-Kasseler Personenzugs ein Schaffner von der defecien Laufbohle und wurde von den Rädern der folgenden Wagen überfahren. Der Leichnam des Ver- unglückten ist bis ins Unkenntliche verstümmelt. Würzburg Die Ernteberichte aus dem oberen Maingau lauten überraschend günstig; Roggen und Weizen sollen ausgezeichnet gerathen sein. Eine eigenthümliche Erscheinung beim Obst hingegen wird der neulichen großen Hitze zugeschrieben. Die Aepfel und Birnen waren viellach auf der einen Seile wie angebraten und fielen massenhaft von den Bäumen. Am schwersten haben darunter die feineren Birnsorten gelitten. Bonn. Das hier abgehaltene 4. deutsche Turnfest war außerordentlich zahlreich besucht. Aus Oesterreich, Ungarn, Schweiz, Belgien, Rußland, England und Amerika waren gegen 4000 Turner eingetroffen. Die bis jetzt be⸗ kannt gewordenen Berichte über den Verlauf des Festes klingen indessen nicht sehr erbaulich, es wird dasselbe geradezu ein zunächst durch die Schuld der Bonner und des dortigen Localcomité's und dann durch die Ungunst des Himmels verunglücktles genannt. Trotz des unler den Turnern selbst herrschenden herzlichen Verkehrs soll eine sichtbare Mißstimmung nicht zu beseitigen gewesen sein, zumal der Himmel aufs Bereitwilligste seine Schleußen öffnete, sobald ein Festzug sich in Bewegung setzen wollte, ober das F stturnen begennen sollle. Aus der Pfalz. Fortwährend wird geklagt, daß das Schwarzwild zu sehr überhand nimmt; von seiner Zahl kann man sich eine Vorstellung machen, wenn man hört, daß in der bayerischen Pfalz allein im vergangenen Jagd-⸗Jahr(Juli 1871 bis dahin 1872) 295 Wildschweine erlegt wurden. Straßburg. Um dem Mangel an Arbeitskräften bei Emheimsung der Ernte einigermaßen zu steuern, hat das Garnisonscommando in Mülhausen bewilligt, daß die daselbst garnisonirenden Truppen auf Verlangen der Guts⸗ besitzer zur Hülfeleistung bei den Erntearbeiten auf 8 bis 14 Tage in Anspruch genommen werden dürfen. Die Landwirthe wurden von dieser Vergünstigung durch eine im„Sundgauer Boten“ erschienene Bekanntmachung der Kreisdirection in Kenntniß gesetzt und säumten nicht, davon Gebrauch zu machen. In den Feldern von Illzach wimmelte es in den letzten Tagen von Soldaten, welche das friedliche Geschäft der Ernte besorgten. Prag. Die Furcht vor dem Cometen, welcher sich in diesem Monale der Erde nähern soll, greift unter der abergläubigen Bevölkerung Prags derart um sich, daß viele Familien bereits Anstalten treffen, um auf einen Zusammenstoß dieses Gestirnes mit der Erde gefaßt zu sein. Einige glauben an eine Ueberschwemmung, Andere an eine Berstung der Erde und die Vernichtung derselben durch Feuer. Die„Bohemia“ versichert, sie könnte Bei⸗ spiele anführen, wie weit diese Furcht im Familien- und selbst im öffentlichen Leben schon hemmend gewirkt hat. So kommt seit einigen Tagen ein Bysterzer Bauer, der nicht mehr in den besten Vermögensverhältnissen steht, täglich nach Brünn, macht Schulden auf seine Realität und verschleudert das Geld auf eine sehr leichisinnige Art. Als ihn ein Wucherer, welcher iem kein Geld mehr geben wollte, fragte, was er machen werde, wenn Alles vergeudet sein werde, antwortete er, der Comet komme am 12. August und bis dahin sei er versorgt. D. Frankfurt a. M., 8. August. Die Stimmung der Börse bleibt unverändert fest und wenn auch auf einzelnen Verkehrsgebieten eine gewisse Zurückhaltung berrscht, so ist die allgemeine Ansicht doch constant der Hausse zugeneigt. Der einzige Feind, welcher der Specu⸗ lation gegenübersteht, heißt Ueberstürzung, und vor dieser sucht sich die Börse zu hüten, wobei freilich nicht ausge— schlossen bleibt, daß die Heißsporne sich mitunter doch zu weit vorwagen, wie dies heute z. B. bei Staatsbahnactien der Fall war, welche auf die Kunde, daß die dieswöchent⸗ liche Mindereinnahme nur 48,000 fl. betrage, bis 358/ getrieben und in colossalen Summen gehandelt wurden. Da jedoch ein großer Theil unserer Jobbers nur von einem Tag zum andern speculiren können, so ist voraus⸗ zusehen, daß alsbaldige Realisalionen diesen Cours wieder herunterdrücken werden. Creditactien verkehrten gleichfalls sehr umfangreich und 1 fl. besser als gestern. Lombarden dagegen gaben bei schwachem Geschäft wieder etwas nach. Oesterr. Nationalbank fest. Banken fast aller Herkunft und Namen wurden wieder in großen Beträgen bei theil⸗ weise abermaligem Steigen gehandelt. Darmstädter, alte Meininger, Frankfurter Bankverein, Effectenbank, Ant⸗ werpener und Pfälzer am beliebtesten. Für Eisenbahnen hat das Animo wieder nachgelassen und machten selbe nicht viel von sich reden, auch die Preise dafür reagirten theilweise. Ebenso war relativ wenig Verkehr in Priori— täten. Auf dem Markt für Staatspapiere hat der Sturm auf oͤsterr. Renten nachgelassen und einem ruhigen Verkehr Platz gemacht, Preise bekunden andauernd große Festigkeit. Neueste franz. Anleihe wie vorguszusehen bei schwachem Ver— kehr 9%. Türken wurden mit ½0,0 Agio gehandelt. Bayer. 4½% gesucht ohne Abgeber. Braunschweiger und Raab⸗ Grazer Loose offererirt. Sonst war in dieser Effectengattung wenig Geschäft. Amerik. Staaten⸗Bonds beliebt. Union⸗ Pacific, Pacifie⸗Missouri und Oregon etwas besser. 94 u lch. 1.81 Montag den 12. August 1872 außerordentliche bitzung zur Feier des Untergangs der Welt. Anfang 9% Uhr Abends. Einladung. 7 ämmiliche dahier wohnende Leute, welche im . 1810 1. den Waffen gestanden haben, Jahre 1870/1 erden zu einer nenkunft am 18. Au gust d. Besprechung wegen geselltger Zusam⸗ J. auf Samstag den 10. Au gu, Abends 8 Ubr, in das obere Local C. F. Walz hiermit eingeladen. den 7. Augufl 1872. Reservisten und Landwehrmänner. dis Herrn Friedberg Mehrere Ein blühender Oleander 278 zu verkaufen bei 2 et Jucarnal! in schönstet Qualität bei 5 eite 2 ilb. Fertsch. Ein Glasergeselle 261 findet dauernde Beschäftigung bei 1 5 fers belm. Konrad Sauer. 1 7 1 2162 Ich erlaube mir hiermit die ergebene Anzeige zu machen, daß ich das von meiner sel. Frau betriebeve Geschäft unverändert fortführe und bitte um geneigten Zuspruch. 1 5 Friedberg. Heinrich Wind l., vis-à-vis der Stadtschule. Blüthenmehl 2149 und neues Grün⸗Korn bei M. D. Loeb. N=. 2 7 Kaffee-Service, 2176 Menagen, Butterdosen, Löffel, Gabeln ꝛc. ꝛc. in Alfenide bei Friedberg. L. Hanau, Hofuhrmacher und Goldarbeiter. Erbsen, 2183 bester Qualität und zu sehr billigem Preis, find wieder angekommen bei Jae ob Stern nächst der Burg. 2185 Lehrjungen zur Dreberet und Holzschnitzerei werden gesucht. K. Grillenberger, Metzgergasse Nr. 316. Halsbinden 42 und Shltps ꝛc. in schöner Auswahl, sowie Foulards, seldene Umknöpftücher und schwarze seidene Halstücher bel K. Friedrich, neben der Post. eue hol. Vollhäringe! 2098 dei Wilh. Fertsch. Ein gesitteter braver Junge, 2171 welcher das Metzgerhandwerk erlernen will, kann sogleich in die Lehre treten bei G. Haas, Metzgermeister. 5 Assenhelm.. Eine Wohnung 2153 von 3 Zimmern nebst Zubehör wird zu mietben gesucht von Landau, Taubstummen Lehrer. Gicht⸗, Rheumatismus⸗, Magenkrampf- und Hämorrhoidalkranke beilt Dr. Müller in Franksurt a. W., Senckenbergstr. 5. Kurprospecte gratis franco. 35 bei K. Friedrich Hertenkragen 8 neben der Post. ———— r 5 Bekanntmachung. Betreffend: Die Produktenbörse in Friedberg. 2172 Dem Vernehmen nach befinden sich in einzelnen Orten noch Listen, welche Mitglieder⸗ einzeichnungen enthalten. Da uns die Namen dieser Mitglieder nicht bekannt sind, so haben wir dieselben zu der auf nächsten Sonntag den 11. August anberaumten constituirenden Ver⸗ sammlung auch nicht einladen können. Wir laden diese Herren hiermit noch ein und be⸗ merken dabei im Allgemeinen, daß diejenigen Landwirthe und Händler ꝛc. ꝛc., welche nächsten Sonntag hier ihren Beitritt erklären, ihre Namen in eine Mitgliederliste einzeichnen und den Beitrag zahlen, sofort an der Versammlung, also an der Wahl des Vorstandes, des Börsen— locals ꝛc. ic. Theil nehmen können. Friedberg den 8. August 1872. Für das Comté: Haas. Nebhuth. Nachschießen in Friedrichsdorf 2144 Sonntag den 11. August d. J., wobei gut besetzte Tanzmusik anzutreffen ist. Alle Freunde dieses Vergnügens ladet hierzu höflichst ein Clemens August Foncar. Preis⸗Kegel⸗Schieben zu Dorn⸗Assenheim vom 11. August bis 1. September d. J. 2500 Loose à 6 kr. 25 Preise. 1. Preis 20 fl. ꝛc. ꝛc. Auch freies Nachspiel nach den auf der Bahn angehefteten Regeln. Sonntag den 1. September findet gut besetzte Tanzmusik in meinen neuerbauten Räumlichkeiten statt. Höflichst ladet ein Balthasar Herbert, „Zur Lilie. Hessischer Hof. Butzbach. 2158 Sonntag den 11. d. Mts., Abends Ball. 2177 Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich die seither von Herrn Franz Reitz betriebene Bäckerei übernommen habe. Unter Zusicherung reeller Bedienung bitte um geneigten Zuspruch— Friedberg. Ehristoph Trumpfheller. b Auf Obiges Bezug nehmend, sage hierdurch meinen verehrlichen Kunden für das mir seither geschenkte Vertrauen meinen besten Dank und bitte das selbe auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. Franz Reitz. Großer Ausverkauf. 2155 Wegen vorgerückter Saison und wegen baldigen Weggehens von Nauheim verkaufe ich meine sämmtlichen Artikel zum Einkaufspreis, bei größeren Abnahmen von 1 fl. 6 kr. Rabatt. Julius Landauer. Sommertheater in Friedberg. Fommertheater in Dad- Nauheim. Im gedeckten Felsenkeller des Hrn. G. Philippi. Im Garten der Wittwe Jacob Schimpf. Samstag, 10. August 1872: (Gesellschaft des Thalia-Theaters in Darmftadt.) f Samstag, II. August 1872 Gastspiel des Herrn Jung und Fran Zung-Kläger. Zum Benesiz für Frl. ann Schlö„ ee Zum eren Male: 5 Gasispiel des getru 18 von e Ein ungeschliffener Diamant. Neu! Neu! j f 8 5. 1 Lustspiel in 1 Act nach dem Englischen von H. Ubde. Die Pfarrersköchin. Hierauf: Lebensbild mit Gesang in 4 Abth. von C. F. Berg. f Das Schwert des Damokles. Schwank in 1 Act von G. zu Pudlitz. Zum Schluß: Garibaldi, Held von Ca p'r era. Schwank in 1 Act von Julius Rosen. Sonntag, 11. August 1872. Nachmittags ½5 Uhr. Gastspiel des Herrn Zung aus Cöln. Kindervorstellung. Jeder Erwachsene ist berechtigt ein Kind frei ins Theater zu bringen. Preziosa. Die rauf: Romantisches Schauspiel in 4 Aeten von Wolf. Musik von Carl Maria von Weber. 2174 Sonntag, 11. August 1872: Gastspiel des Herrn und Fran Jung-Kläger vom Chalia-CTheater zu Cöln und Aan nen aus Würzburg. Preziosa. Romanlisches Schauspiel in 4 Acten von Wolf. Mufik von Carl Waria v. Weber. Montag, 12. August 1872: Gastspiel des Herrn und Jrau Jung⸗ Kläger aus Coln, sowit des Herrn Reck aus Würzburg. Chassepot oder Zündnadel. Orlginalschwank in 1 Act von Adolph Reich. d e er Casino. 2167 Der auf den 8. d. Mis. anberaumte Ausflug iß der Witterung halber auf Mittwoch den 14. d. Mis verlegt worden. 7 Frtedberg den 8. August 1872. Der Präsldent: Curt man. Lehrerconferenz. Seetson Friedberg. 2182 Die wegen ungünstiger Witierung am lebten Mittwoch ausgefallene Conferenz wird Mittwoch dem 14. August im neuen Schulhaus in Nauheim statifinden. Anfang Nachmittags 2 Übr. ö (Aus den Berliner Zeitungen. 6 0 7 L 5 Königtrank! Kräuter⸗Limonade, größtes Labsal für alle Kranke. (43042) Ferdinandshof, 13. 5. 72.— Der Ar⸗ bettsmann Pasewald von hier läßt Ibnen herz⸗ lichen Dank sagen ür die Heilung seiner Frau von ihrer Brustkrankheit nach Genuß einer Flasche Ihres Königtranks. Auch ist die Frau bes Zimmermayns Gottschalk ebenfalls von ihrer Brustkrankheit nach zwei Flaschen genesen. Ich leide sehr an feuchten Flechten und bitte um zwei Flaschen Köngtrank. Wittwe Volzen. (43120a) Stubersbeim, 18. 5. 72.— Der Königtrank hat sich be! mir als unentbehrliches Haus⸗Arzneimittel bewährt, da meine Frau von übrem Gli derweh seit dem Gebrauch des Trankes auffallend schnell befreit wurde. Knödler, Küfer. (43270a) Glauchau, 21. 5. 72.— Ich litt seit drei Jahren an einem Halsübel(Halsgeschwür), welches trotz verschiedener Kuren(auch mit Beizen von Höllenstein) nicht zu besettigen war. Ich gebrauchte deshalb Ihren Königtrank(ohne Mischung mit Wasser) und nach Verbrauch von drei Flaschen bin ich gänzlich davon befreit, was ich der Wahrheit gemäß bezeuge. W. Beier. (43285a) Zschopau, 22. 5. 72.— Hiermit er ⸗ kläre ich aus Dankbarkelt und aus freiem An⸗ triebe, daß der Königtrank des Herrn Karl Jakobl in Berlin meiner Ebefrau beim Athemnoth die vorzüglichsten Otenste geleistet hat und noch leistet. A. Reichel. Erfinder und alleiniger Fabrikant: Hygisist(Gesundbeitsrath) Karl Jakobi in Berlin, eee e Die Flasche Extract, zu dreimal so viel Wasser, kostet in Berlin einen halben Thaler, in Fried⸗ berg bei W. Bernbeck und in Bad⸗Nan⸗ heim bei Ph. J. Weiß 1 Gulden. 2184 Kirchliche Anzeigen für Friedberg, Gottesdienst in der Stadtkirche: Nachm. Kaiechismusgoltesdienst: Herr Pfarrer Baur. Vormittags: ½9 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. 15. August,— Morgens 8 Ühr, Gottes bienst. Allerhöchster Enischlleßung vom 7. Juli d. J ö nehmigung zur Bildung einer katholischen Kirchengemeinde zu Bad⸗Nauheim Allergnädigst zu ertheilen geruht. Die Katholiken in Bad Nauheim feiern deßhalb näch sten Donnerstag den 15. August— am Fest 0 Himmelfahrt— ein Dank- und Freudenfest. Vormittags 10 Uyr Hochamt, unter welchem die Kurkapelle unter Leitung des Herrn Director Neumann spielen wird, u Predigt. Nachmittags 2 Uhr Andacht mit Segen. dieser Festfeier werden hiermit alle Katholiken der Uin⸗ gegend mit der Bitte um recht zahlreiche Betheiligung er gebenst eingeladen. Evangelischt Gemeinde. g 11. Sonntag nach Trinitatis. Pfarramtsweche: Herr Pfarrer Köhler. Vormittags: Herr Candidat Buch hold. Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Baur. Katholischt Gemeinde. a Samstag um 5 Uhr Nachmittags Beichte. 12. Sonntag nach Pfingsten. Am Marik Himmelfahrtssest— Donnerstag den Einladung zur Dank und Freudenfeier in der Reinhards ⸗ kirche in Bad Nauheim. 8 (Donnerstag den 15. August.) Se. Königli it der Großherzog haben mittelt igliche Hohei 0 e esttag Mariä Zu us uur ett gewun Fttedt N diefer 103 J 0 Uhr/ en bei d Bedinguns Mar! 0 1 das 142 Min bl auf der meinde entlich n. Berfte 1 161 No wird ber g swiese bei wersteigert. Fdried Abs ne iu ameldun, Meclenac 14 Wormitt An das de rohe N. Der er f 1 a len im bana 1 9 ain 85 desge e ——— Flotte Bursche. Es ladet ergebenst ein Komische Oper in 1 Act v. Braun. Musik v. Suppe. 2186 Direktor Grünwald. (Hierzu Unterbaltungs Blatt Nr. 32 und eine Beilage Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. *. F 3 SGüter⸗Versteigerung. 256 Montag den 12. August d. J., Vormittags 10 Uhr, f sclen in biefsigem Ratbbause auf fre willigen Antrag . de den Erben des verstordenen Deinrich Wilhelm Leckerling und Christoph Weckerling dabter ge⸗ ren benden Gülerstücke in Friedberger und Fauerbacher * Emarkung gelegen öffentlich an den Meistbietenden derg vasteigert werden. ne. Bei der unterzeichneten Stelle liegt ein Flurbuchs⸗ d g a ug zur Einsicht offen, auch erthetlen die Flurschützen n ie gewünscht werdende Auskunft. n, Friedberg den 25. Juli 1872. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. V. d. V.: Der dienftälteste Gerichtsmann Falc. ank! Leftaung für das Landeszuchthaus. Mutwoch den 15. August J. J., Vormittags 1 1 Uhr, werden dahier 28 Fuder Roggenstroh unter Krank n bei der Verstetgerung dekannt gemacht werdenden 12 dingungen zur Lieferung öffentlich verstelgert. n Nen Marienschloß den 1. August 1872. 1 stan Großherzogliche Landes-⸗Zuchthaus⸗Dirktion. rr Sertda. i dt a 3.. watt ven hy Faselochs⸗Versteigerung. Wesen zan 12 Miuiwoch den 14. August, Vormittags 10 Übr, echten an den Nauf dem Büreau des Unteczeichneten ein der hiesigen dune delt meinde zustehender zu schwer gewordener Faselochs * 2 entlich meistbietend verfteigert werden. ttt Berstadt den 4. August 1872. nut u m a Großherzogliche Bürgermeisterei Berstadt. 1 Settug. Weil. desttüu m g l 8 er, Al. Bekanntmachung. -en 254 Montag den 12. d. Mts. Vormittags 11 Uhr, ( beltgeiert wird der Hafer von 335 Klafter Gelände auf der Mark— 6 11 ben wee bei Bauernheim öffentlich an den Meistbietenden tern 5. vefteigert. ent(in Friedberg den 8. August 1872. Lerttauth mn Gtoßberzogliches Rentamt Friedberg. 101 berü. 20 Etude kk. „ den den Proc lam. 0b een A8 Ueber das Vermögen des Peter Seng III. zu e Len s Diinigbeim ist der formelle Concurs erkaunt und zur „ Atbemneh Inneldung und Begründung der Forderungen beim ie dete Achte nachtheil der Ausschließung Termin auf I Nice den 10. September d. J., Dermittags 9— 10 Ubr, als Contumazirzeit, zebrant: un das Lokal des unterzeichneten Gerichts— Schloß⸗ frße Nr. 26— anberaumt worden. N Der ergebende Präclufiobeschied wird nur durch An⸗ ee e hit en im Gerichtslokal bekannt gemacht. 3 * n ie Panau am 6. August 1872. 7 bat Königliches Amtsgericht Abtheilung II. a Cd st e r. a vdt. Stör kel. n Markt- Anzeige. a. 20 Nächsen Dleusiag den 13. d. Mis. wird in Anitas. heiger Stadt ein Vieb⸗ und Krämermarkt abgehalten, veches hierdurch zur öffentischen Kenntniß gebracht wird. Bab⸗Nauheim den 8. August 1872. f Großherzogliche Bürgermelsteret Bad⸗Nauheim. 691 0 Schutt. atis Hefraithe- und Garten-Versteigerung. 8 1 279 Montag den 23. September d. J., Vormittags 1 1 Uhr, werden in biesigem Ralhhause die Immoblten 2 de Schlossermeistero Karl Renker dahier nämlich: Gemarkung Friedberg. * Zlur. Nr. Klafter. 1 be 3. 60. 52,3. Hofralthe in der Vorstadt * zum Garten. 1 3. 61. 74,8. Grabgarten daselbst 75 Antlich meifibietend versteigert. + 4 N n riedberg am 9. August 1872. 0 nn 1 5 In Auftrag u 1 Großberzoglichen Landgerichts Friedberg. 1 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. o uc ar. 55 Asha, 1 3 8 8 Oarten- Versteigerung. 1 Au Montag den 23. September d. J., Vormittags n ubr, sollen in biesigem Rathhause zwet zum Nach⸗ „ l der Frau Cbristlan Fritz Wittwe dahier ge⸗ eee birmnde Grabgärten eee Flur. Nr. 1 114 f 5 124. Glabgarten bel der St. Leonhards⸗ * ie, urche. f 1 bene II. 76. Grabgarten die Liebfrauengärten 1 e 7 an freiwilligen Antrag der Erben öffentlich meistbletend een, orreigert werden. been, Zriedberg den 9. August 1872. g bee, Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. e, Fouc ar. f 4 berhessischer Auzeiger. . Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft. Directe Post⸗-Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG& VEW-O RK vermittelst der Post-Dampfschiffe Frisia, Mittwoch, 21. August.“ Thuringia, Mittwoch II. Sept. Westphalia, Mittwoch, 28. Aug. Morgens. Harnmonia, Mulwoch, 18. Sept. Morgens. Holsatia, Mittwoch, A. Sept. Eimbria, Mittwoch, 28. Sept. Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Crt. Rthlr. 165, Zweite Cajute Pr. Crt. Rthlr. 100, Zwischerdech Pr. Crit. Rtblr. 58. 25 Näheres bei g dem Schiffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Damburg sowie den allein für das Großherzogthum Hessen zum Abschluß von Ueberfahrtsver⸗ trägen concessionirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie F. J. Bothof in Mainz (srüher Carl Racké& Cie.) Friedberg bei Chr. Hecht. Jeb rg Marguth, ustrumentenmatcher, Butzbach empfiehlt seine Claviere nach amerikanischer Construction. 1897 Durch meine, in Folge eines langjäheigen Aufenthalts in New-Pork gesammelte Ce— fahrung bin ich im Stande diese Claviere nach neuester und bester Construction herzustellen. Eine Auswahl derselben eignen Fabrikats habe an Hand, von ausgezeichnetem, starkem, ele— gantem und gesangreichem Ton, bester amerikanischer Patent⸗Mechanik(grand action), welche sehr kraftvoll und leicht sich spielt.— Uebersaitiges System, ganz eiserne Rahme und Spreitzen über den Saiten, wodurch mehr Haltbarkeit hergestellt wird. Kaufliebhaber, sowie Sachkenner sind höflichst eingeladen, sich von der Güte dieser Instrumente zu überzeugen. 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Staats- und Gemeinde Obligationen 29 werden angekauft und verkauft durch den Großherzoglichen Ho„Agenten Jacob Engel. — l — Versteigerung von Straßenbau Arbeiten. 2152 Die zum Umbau eines Theiles der Ortsdurchsahrt zu Berstadt erforderlich werdenden Arbetten, als: 1) Erdarbe't, veranschlagt zu 312 fl. 28 kr. 2) Pflostererarbeit 476„—, 3) Cbausirarbeit 308„ 20„ 4) Maus crarbeit a 5) Steinb zuerarbeit 10„ 1 sollen künftigen Dienstag als am 13. l. M., Vormittags um 10 Uhr, in dem Hinkel' schen Wirthshause daselbst unter den im Termine bekannt gemacht werdenden Be dingungen an die Wenigflfordernden öffentlich versteigert werden. Nidda am 7. Auguft 1872. Großherzogliches Kreisbauamt Nidda. Welter. 63 aäußerst billig, bei K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. Regenschirme, N — Ziäbriger Garantie und IAtägiger Ph. 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H.) wird die der biesigen Ge— meinde zuftehende Feld⸗ und Waldjagd, erstere 550 Dektare= 2200 Normalmorgen baltend, in zwel Ab⸗ theilungen und letztere 325 Hektare(1300 Morgen) haltend, in 1 Abtheilung auf dem Ratbhause dahier auf die Dauer von 6 Jahren verpachtet. Ostheim den 7. August 1872. Großberzogliche Bürgerweisterei Ostheim. Schneider. Obne Mediein. 2 1 Brust- und Lungen- kranke finden auf naturgemäßem Wege selbft in verzweifelten und von den Aerzten für unheilbar erklärten Fällen radicale Hei⸗ lung ihres Leidens ohne Medicein. Nach spezieller Beschreibung der Krank⸗— beit Näberes brieflich durch Dir. J. H. Fickert, Berlin, 2013 Wallstraße Nr. 23. Ohne Mediein. ue ug Obne Meficin. 2392383 1 Krippen, Tröge und Gossensteine 92 aus s. g. Lungstein(Dolerit) empfiehlt die Ziegelei am Bahnhof zu Bad⸗Nauheim. Durchsichtige Glycerinseife! 30 anerkannt beftes Mitte! zur Verschönerung der Haut, empfiehlt in Stücken zu 4. 6. 9. 10. 12. 18 kr Wilb. 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August bei dem unte Neben den im Programm angeführtien Preisen Stück dem Heren Kabel in Ober Ingelheim zum Ve Mainz den 5. Auguft 1872. * 7 1 Ausstell Mai Landwirthschaftliche Ausstellung in Mainz. Vom 17. bis einschließlich 22. September l. J. 2173 Mit Bezugnahme auf frübere Bekanntmachungen und das ausgegebene Programm, von welchem Exemplau“ bei den Ausschußmitgliedern des landw. Vereins für Rheinhessen, den Herren Bürgermetstern der Cantonsort dann bei den Herren Direktoren der landw. Bezirkspereine in Ob erhessen und Starkenburg, sowie dei dem Anker. zeichneten Comité zu haben find, machen wir nochmals auf die Aenderung des Termins der Ausstellung auf meiksam. Dieselbe wird am Dienstag den 17. September, Vormutags, hier in Mainz auf dem Schloßplatz eröffnet und Sonntag den 22. September, Abends, geschlossen. Anmeldungen, wozu die Formulare mit dem Programme von oben genannten Stellen ausgegeben rzeichneten Comité einzureichen. Die Einsendung der Ausstellungs⸗Gegenftände wird vom 10. bis längstens 14. September eb wartet; Vieh kann auch noch am 18. September bis Vormittags 8 Ubr angenommen werden. sind weitere in entsprechender Anzahl bestimmt, ebenso Ehrenpreise zum Theil dem Comits bereite zur Verfügung, anderntheils in Aussicht gestellt. 1 Unsere Einladung zu recht zahlreicher Betheilsgung wiederholend, erwähnen wir noch der Verloosung von in der Ausstellung anzukaufenden Gegenständen, für welche 20,000 Loose zum Preise von 36 Kreuzer peil: rtrieb übergeben worden sind. Das Ausstellungs Comité: Franz Jos. Probst Bad-Mauheim. 2073 9— 10 Morgen in der Nähe des Schweizerhauses am Johannis- berge gelegenes Land sind unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Nähere Auskunft wolle man bei der Exped. d. Bl. erfragen. Erbsen, 2042 bester Qualttät, bei M. D. Loeb. Ein Nealschüler 2145 kann bet einer hiesigen Familie in Pension ge⸗ nommen werden. Nachhülse im Englischen und Fran⸗ zösischen. Näheres bei der Exped. d. Bl. Versteigerung zu Nieder-Weisel. 2169 Freitag den 16. d. M., Vormittags 10 Uhr, läßt J. Morschel, Curator des Konrad Hildebrand X. zu Nieder⸗Weisel, nachftehende Gegenstände be⸗ dingungsweise an den Meiflbtetenden versteigern, als 2 Fohrkühe und dessen Geschirr, 9 Hühner, 1 Hahn. 1 Wagen mit ollem Zubehör, 1 Schlitten, 2 Pflüge (Spitz⸗ und Wendepflug), 1 Egge, 1 Dickwurz⸗ mühle, 1 Pfublfaßs, Geschirre von einem Pferd, 1 Schubkarren, 1 Brühdottig und sonstige Oeconomle⸗ und Hausgerätbschaften, eine Partie Dung und mehrere Partten Brennholz u. a. m. 2 bis 3 Realschüler 1979 können bei einer hiesigen Lehrersfamilie mit Be— ginn des Wintersemesters in Kost und Logis genommen werden. Näheres bei der Exped. d. Bl. 21 2 0 2 Mobiliar⸗Versteigerung. 2160 Donnerstag den 15. d. M., Vormittags 9 Uhr, kommt dem Rathhause gegenüber zur Versteigerung: 2 einthürige Keiderschränke, 1 Nußbaum Pfeiler schränkchen, 1 Küchen schrank mit Glasaussatz, mebren⸗ Commoden, 6 Stück Stühle, 1 Sessel, Schränle, Kisten, Bettladen, 1 neues vollständiges Bett, 200 Cigarren, 1 schwarzseidenes Kleid, gute wollene Klei. der, Unterröcke, Hemden, Frauenfliefel, Jacken und allerlei sonstige Gegenstände. In Auftrag: Joseph Butzbach, Auctionator. Jteiwillige Versteigerung. 259 Monlag den 12. d. M., Vormittags 9 Uhr, werden in der Behausung der Frau Gärtner Heß Witwe folgende Gegenstände verfleigert: 1 zweithüriger und 2 einthürige Kleiderschränkt, 1 Nachttisch, 1 großer Samenschrank, verschledene Schubkarten, 1 neue Badbüne, verschiedene Schränke, Commoden, Leitern, Eisenwerk, 100 Wellen Holl, Bücher, Gläser und verschledene Gartengeräte, 3 Wagen Mist und allerlei sonstige Haushaltungs⸗ gegenstände. In Auftrag: Joseph Butzbach, Auctionator. 0 76 ã vb In hohen Kreisen für vorzüglich stärkend erklärt.. An den Kgl. Hoflieferanten Hrn. Johann Hoff in Berlin. Von Ihrer trefflichen Chocolade bitte ich um Zusendung. Gräfin v. Moltke in Behle.— Bitte um Zusendung von Ibrer stärkenden Malzgesundheiis⸗Chocolade. Matuschka in Bechau. Verkaufsstelle bei Jos. Hoffmann uur Hofapotheker Wilh. Sturmfels in Frled⸗ berg und De. W. Uloth, Apotheker in Graf Einen Morgen Hafer 2163 in der Lach an den Friedberger Wiesen habe ich aus der Hand zu verkaufen. Nieder⸗Ros bach den 8. August 1872. Friedrich Schneider. Bad⸗Nauhe im. 2156 Geld⸗ Cours. Frankfurt am 8. August 1872. Ein Zapfjunge 2030 wird zu sofortigem Eintritt gesucht von ist billig zu verkaufen. Näheres Wilbelm Wind. 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