* zeigen 1 tetesießen 1101 Comp. firmen ade te, Lebrer, rurt z.&. rertcbtlid 1872. Samstag den 10. Februar. M 17. Oberhessischer Anzeig Cr. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Für die Monate Februar und März kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. —— Die Mitglieder der landwirthschaftlichen Section Butzbach und sonstige Freunde der Landwirthschaft werden 15. Februar, Nachmittags 2 Ubr, zu einer Besprechung nach Rocken— berg(Gasthaus zur Gerste) ergebenst eingeladen. Gegenstände der Besprechung werden sein: 1) Rationeller Kartoffelbau; welche Erfahrungen sind in der letzten Zeit dabei gemacht worden und welche Kartoffelsorten empfehlen sich je nach den verschiedenen Zwecken besonders zum Anbau? Herr Bürgermeister Fenchel von Griedel wird gemachte Beobachtungen mittheilen und die Frage überhaupt einleiten. In den letzten Jahren sind Zusammenlegungen in ganzen Ge— marfungen oder einzelnen Fluren nicht wieder in Angriff ge— 29 nommen worden. Was ist nach der neuesten Gesetzgebung in dieser Richtung vorzugsweise zu thun, um die für die hiesige Gegend so einfluß— reichen Zusammenlegungen wieder in Gang zu bringen? Einladung. auf Donnerstag den 3) Auf welche Weise rungsverhältnissen lungen machen. 4 zu halten. Eingeleitet wird dieses wichtige Thema von Herrn Rent— amtmann Mengel. und mit welchen Mitteln ist im Frühjahr bei Wintersaaten nachzuhelfen, die in Folge von ungünstigen Witte— mehr oder weniger gelitten haben? Herr Oeconom Kammer wird hierüber geeignete Mitthei— Wird eine Ergänzungswahl für die Commission zur Besichtigung des Faselviehes vorgenommen, und endlich wird 5) Herr Rückert, Lehrer an der Ackerbauschule zu Friedberg, die Gefälligkeit haben, einen Vortrag über „Aufzucht des Rindes“ Butzbach den 7. Februar 1872. Hech ler. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Professor an der poly- technischen Schule zu Stuttgart, königlich würt. Baurath Eduard Sonne ist zum ordentlichen Professor der Ingenieur wissenschasten, insbesondere für das Lehrfach des Straßen und Eisenbahn⸗ daues, an der polptechnischen Schule mit Wirkung vom 1. April 1872 an ernannt worden. Gießen. Dem Vernebmen nach hat der hiesige ordentliche Proftssor der Theologie, Dr. Nitzsch, nun(nach Mühler's Abgang) den Ruf nach Kiel angenommen. Berlin. Der Bischof von Straßburg hat, wie die„Spener'sche Ztg.“ meldet, hierher be— richtet, der Cardinal Antonelli habe eröffnet, daß die Curie das Concordat von 1801 nicht mehr als zu Recht bestehend ansehe. Die Reichsregie— rung, welche diese Rechtsauffassung nicht theilt, sieht demnächst den Verhandlungen über eine neue Ordnung der Beziehungen zwischen Staat und Kirche in Elsaß Lothringen entgegen. Der Kaiser hat noch einmal eine Bericht— erstattung von sämmtlichen deutschen Truppentheilen eingefordert, inwiefern bei der Verleihung des eisernen Kreuzes vielleicht der Eine oder der An— dert, welcher einen begründeten Anspruch haben sollte, übergangen worden sei. Bis jetzt sind 30,000 solcher Kreuze verliehen. — Dem Bundesrath ist vom Reichskanzler ein Gesetzentwurf vorgelegt worden, betreffend den Beitrag Elsaß-Lothringens zu den Kosten der Garnisonen in Elsaß⸗Lothringen im zweiten Halb— jahr 1871. Dieser Beitrag über den Friedens- etat hinaus ist auf 6,787,512 Thlr. 15 Sgr. sestgestellt und soll aus der Einnahme von 1871 an die Reichs hauptcasse abgeführt werden. — Von dem General- Postamt ist eine Dienst— Anweisung für Post-Agenturen aufgestellt worden, bie in diesen Tagen zur Vertheilung gekommen ist. Nach derselben besteht der Geschäftskreis der Post-⸗ Agenturen in der Annahme von Postsendungen, in der Ausgabe und Bestellungen von Postsen— dungen, in dem Zeitungsgeschäst und in dem Verkauf von Reichs-Wechselstempelmarken und ge— stempelten Wechselblanquets. Bekanntlich bilden die Agenturen gewissermaßen ein Filial einer Postanstalt. — 8. Febr. Das Abgeorbhttenhaus begann heute die Debatte über das Schulaussichtsgesetz. Zum Wort gemeldet sind 23 Redner für, 17 gegen die Vorlage. Für die Verlage sprachen: Richter(Sangersbausen), Virchow, Lasker; da- gegen sprachen Reichensperger(Olpe) und Wind- tborst. Morgen wird die Debatte fortgesetzt. Bei Beginn der Sitzung brachte der Minister für die landwirthschaftlichen Angelegenbeiten einen Gesetz— entwurf ein, betreffend die Aufhebung des Jagd- rechts auf fremdem Grund und Boden in den kurhessischen, ehemals großberzoglich- hessischen Landtstheilen und Schleswig-Holstein. — Die„Nordd. Allg. Zig.“ bestätigt, daß zufolge einer Mittheilung des Bischofs von Sttaß— burg die Curie das Concordat von 1801 nicht mehr als zu recht bestehend betrachte. Die Reichs- regierung würde ihrerseits an den Vertragsbe— stimmungen festgehalten haben, denen die Curie jetzt die Anerkennung der Gültigkeit entziehe. Da— gegen sei keine Aussicht auf neue Verhandlungen. „Die Reichsregierung nimmt nunmehr die Rege— lung der Beziehungen des Staates zur Kirche für Elsaß Lothringen in ihre Hand. Die Ordnung dieser Rechtsverhällnisse durch die Staatsgesetz— gebung entspricht den Wünschen und Ueberzeuzungen, die in Deutschland längst für Leben und Wissen— schaft vorwiegende Geltung erlangten, nachdem auf dem Weg der Concordate Erfahrungen ge— macht sind, welche ein Einschlagen desselben wider— rathen.“ Die neuen Infanterie-Gewehre Weed wie hiesige Blätter mittheilen, noch im Laufe dieses Jahres an die Regimenter der deutschen Armee, an die hiesige Garde-Regimenter bereits vom nächsten Monat ab, vertheilt werden. Der Lauf derselben ist broneirt, Kaliber und Kugel conform dem Chassepotsysteme und das Gewicht 1½ Pfund leichter als das der Zündnadel-Ge— wehre. An Stelle des bisherigen dreikantigen Stichbayonnets wird ein Haubaponnet treten. — Für die Vertheidigung des Rheines sollen deutscherseits Kanonenboote erbaut werden. Vor— läufig werden zwei eiserne Fluß-Vertheidigungeschisse (Thurmsystem) mit Doppelschrauben und mit je zwei Geschützen für den deutschen Strom angefertigt. Stuttgart, 7. Febr. Abgeordnetenkammer. Berathung über den Antrag Oesterlen, betreffend die Reservatrechte. Sämmtliche Minister sind an— wesend, 13 Redner eingeschrieben, die Galerie! schwach besetzt. Der Antrag der Commission lautet auf Uebergang zur Tages-Ordnung, in Erwägung 1) daß die Regierung berechtigt ist, bezügliche Bundesrathsbestimmungen odne Zustimmung der Stände vorzunchmen; 2) daß vermöge verbind⸗ licher Kraft der Reichsversassung für Würtemberg durch solche Abstimmungen die Landesverfassung nicht verletzt werden kann. Sick und Genossen, welche der regierungsfreundlichen Partei ange- hören, beantragen eine Tages-Ordnung, welche folgendermaßen motivirt ist: 1) Wie in Nr. 1 des Commissionsantrages, 2) in Erwägung, daß nur in Uebereinstimmung mit der Landesvertretung eine Verzichtleistung auf ein Sonderrecht erfolgen würde, 3) daß die Regierung ein Gesetz über die Verantwortlichkeit der Minister vorlegen möge. — 8. Febr. Abgeordnetenkammer. Fortsetzung der Berathung über den Antrag Oesterlen. Justiz⸗ minister Mittnacht erklärt Namens der Staatsre⸗ gierung und mit Genehmigung Sr. Maj. des Königs, daß nach der Auffassung der Staatsre— gierung unter der Zustimmung des berechtigten Bundesstaates in Art. 78 der Reichsverfassung zu verstehen sti die Zustimmung der Bevollmächtigten im Bundesratb. Der Minister führt hierfür den historischen und logischen Beweis, insbesondere betonend, daß Absatz 1 und 2 des Artikels nicht getrennt werden dürsten. Mit der von Sick u. Gen. gewünschten Vorlage eines Gesetzes über die Ministerverantwortlichkeit könne die Regierung sich einverstanden erklären. Auch sei die Erwar- tung berechtigt, daß die Regierung nur in Ueber- einstimmung mit der Landesvertretung vorgehen werde, aber Sick's Antrag als Ganzes sei unan- nebmbar wegen des Mangels eines klaren Aus- spruchs über das Materielle der Frage. Nach lebbafter Debatte wird Sick's Vermittelungs-An⸗ trag mit 73 gegen 16 Stimmen abgelehnt und die von der Commisslon vorgeschlagene motivirte Tagesordnung mit 60 gegen 29 Stimmen ange nommen. Die Erklärung der Erwartung eines Gesetzes über Berantwortlichkeit der Minister wird aus Sick's Antrag mit 80 gegen 9 Stimmen binzugenommen. Ausland. Schweiz. Bern. Der Ständerath ist dem Beschluß des Nationalraths, betressend die Ab- e — K———— 0 schaffung der Todesstrafe, nach langer Debatte mit 21 gegen 20 Stimmen deigetreten. — Der Ständerath trat dem Geschlusse des Nationalrats bei, betreffend die Unverletzlichkeit der Glaubens- und der Gewissensfreiheit und der freien Ausübung des Gottesdienstes. Frankreich. Paris. In voriger Woche ist das Transportschiff„le Rhin“ mit 500 Mann Marinetruppen und den zur Deportation verur- theilten Jean Baptiste Roux von Marseille, Pe- lissier, Etienne Vater, Lombard, Fassin, Urbain, Trinquet, Alphouse Humbert, Secondigné, Oli⸗ vier Pain, Tavernier, Cohen und Jules Fontaine von Toulon nach Neu-Caledonien abgegangen. — Der„Temps“ veröffentlicht den schon er- wähnten Brief Michaud's, Doctor der Theologie und Bicar an der Medeleinekirche, an den Erz- bischof von Paris, Guibert. Michaud erklärt sich in seinem Briefe gegen die Unfehlbarkeit des Papstes und für die Altkatholiken; er erinnert Guibert an seine früheren anti ultramontanen Ansichten und verurtheilt das Verfahren des Erz— bischofs, der von den Priestern nicht nur äußere Unterwerfung unter die neuen Dogmen, sondern auch inneren Glauben an dieselben verlangt. Der Erzbischof versündige sich damit am Andenken seines Vorgängers Darboy und an seinem eigenen Rufe. Michaud sagt, Guibert werde sich vielleicht auf die officielle Sprache Darboy's berufen. Aber Darbo sagte ihm vier Tage vor seiner Gefangen- nehmung:„Da Eure Streitmacht aus nur acht Leuten besteht, so könnt Ihr Euch nicht gegen die Führer auflehnen, noch den Papst angreifen, der mächtiger ist als Ihr. Ihr müßt Euch des- halb äußerlich der Unfehlbarkeit und dem Concile unterwerfen. Was Euer Gewissen betrifft, so habt Ihr genug Erfahrung gesammelt, um zu wissen, woran Ihr Euch zu halten habt. Mögen sie machen und sprechen, was sie wollen, ihr Dogma wird immer ein abgeschmacktes Dogwa, ihr Concil ein Concil von Küstern sein. Lebt also in Frieden und thut Eure Pflicht, ohne Euch um ste za kümmern.“ Am Schlusse des Briefes kündigt Michaud an, daß vom 6. Februar an ein Aktions⸗Comite in seinem Hause zu Neuilly gegründet werden wird, welches mit allen ähn- lichen Comite's in Deutschland, England, Italien und Spanien in Verbindung treten soll. Sobald materielle Hülfsmittel vorhanden sind, wird man ferner öffentlichen Gottesdienst abhalten. Versailles. Victor Lefranc ist zum Mi⸗ nister des Innern, Herr de Goulard zum Minister des Handels ernannt worden. Die Ernennungen werden im„Journal officiel“ erscheinen. Martel hat das Portef'uille des Handels abgelehnt. — Die Nationalversammlung sprach sich mit 445 gegen 143 Stimmen für die Verfolgung der- jenigen Journale aus, welche sich der Beleidigung der Gnadencommission schuldig gemacht hatten. Oer Antrag Ducrot's auf Verfolgung der Depu⸗ tirten Rouvier und Lefranc als Verfasser der incriminirten Actikel wurde einer Special-Com- mission überwiesen. Großbritannien. London, 6. Febr. Die Thronrede, mit welcher heute das Parlament eröffnet wurde, constatirt, daß die Beziehungen zu dem Auslande sämmtlich befriedigend seien, fügt hinzu, daß die Königin für Aufrechthaltung derselben stetig sorgen werde, und sagt sodann: Eine eigene Bill soll die Unterdrückung des Sclaven⸗ handels auf den Südsee⸗Inseln erleichtern. Mehr: fache Unterhandlungen mit Frankreich wegen Meinungsveeschiedenheiten über den Werth der Schutzzollgesetze erzielten keine Einigung betreffs der Abänderung der Handelsverträge. Beide Theile äußerten jedoch den ernsten Wunsch, die bisherigen freundschastlichen Beziehungen aufrecht— zuerhalten. Bezüglich der Alabamafrage bemerkt die Thronrede: Amerika und England haben dem Genfer Schiedsgerichte die beiderseitige Darstellung der Thatsachen vorgelegt. Amerika hat darin weitergebende Ansprüche eingeschlossen, welche nach dem Dafürhalten der Königin nicht in den Be— reich des Schiedsgerichts gehören. Die Königin ließ deßhasb der Regierung der Union eine freund- liche Mittheilung machen. Die S. Juan-Frage anlangend, habe der deutsche Kaiser das Schieds- gericht übernommen. England und Amerika hätten Denkschriften vorgelegt. In Betreff der inneren Angelegenheiten erwähnt die Thronrede der Ab⸗ nahme der Verbrechen und der Steigerung der Wohlfahrt in England und Irland, sowie der Blüthe der Finanzen. — Im Unterhaus greift bei der Adreßdebatte Disraeli die Politik der Regierung heftig an und erklärt, er werde die Ballotbill bekämpfen; auch die Bestimmungen des Washingtoner Vertrags sind Gegenstand der Angriffe des Redners, welcher die Regierung für denselben verantwortlich macht. Die Regierung werde, wenn sie den ausschweifen⸗ den Forderungen Amerikas widerstehe, vom Par⸗ lament und dem Lande unterstützt werden. Glad— stone weist die Angriffe zurück und nimmt die Verantwortlichkeit des Vertrags auf sich. Er zählt die Amerika gegenüber schon gemachten Zu- geständnisse auf und bezeichnet die nachträglichen Forderungen Amerikas für unannehmbar, selbst von einem durch Krieg und Nationalunglück tief— gesunkenen Volke. Italien. Rom. Die„Capitale“ publicirt ein dis jetzt unbekanntes Circular des Cardinals Patrizi. Das Acetenstück befiehlt den römischen Aerzten unter Androhung der Excommunication, jeden Kranken, der sich der beiligen Sacra⸗ mente erwehre, unbedingt im Stiche zu lassen. Das klingt in der That doch unglaublich!! — Es bestätigt sich, daß ir Folge päpstlichen Befehles der Cardinal-Vikar einige aasgezeichnete Geistliche beauftragt hat, protestantische Versamm—⸗ lungen zu besuchen und mit protestantischen Geist⸗ lichen öffentliche Disputationen zu halten. Amerika. Newyork. Der„Newyork Herald“ sagt: mit Bezug auf die plötzlich wieder in den Vordergrund getretene Alabamafrage: Amerika verlange nicht mehr, als was das Schieds- gericht für gerecht erklären werde, und es werde nicht weniger acceptiren. Jeder Versuch, sich dem Spruch dieses durch die zwei Nationen gewählten Tribunals zu entziehen, müsse einen beklagens⸗ werthen Krieg zur Folge haben. Die Bezahlung der Entschädigungsgelder, die das Tribunal fest⸗ setzen wird, müsse friedlich oder auf der Spitze der Bajonnette bewirkt werden. — Mebrere Zeitungen bezeichnen als durch- aus der Bestätigung bedürfend das bereits gemel“ dete Gtrücht, daß die Unioneregierung keinesfalls von der Stellung, welche sie in der Alabama frage eingenommen, zurücktrete und Staatssecretär Fish eine angebliche Anfrage Schenk's am 5. d. M. in diesem Sinne beantwortet habe. Washington. Der Cabinetsrath hat die Depesche der großbritannischen Regierung bezüg- lich des Genfer Schiedsgerichts berathen, und wie man versichert, einstimmig die Meinung aus- gedrückt, an dem in der Alubama- Frage einge. nommenen Standpunkt festzuhalten. Darmstadt. In der am 5. d. staltgehabten Fabruar⸗ versammlung der Mitglieder des historischen Vereins machte der Vereinssekretär Hr. Cabinetsbibliothek Dircktor Dr. Walther Mittheilung über die Auffindung eines Römercastells bei Ockstadt, Kreises Fried— berg. Im verflossenen Monat stießen Holzbauer, welche mit Abbolzen von Wald beschäfligt waren, unweit des Pfahlgrabens bei Ockstadt auf Raste einer römischen Be festigung. Der Vereins⸗Sekretär theilte, sobald er hiervon Kunde erhalten, die Enideckung dem berühmten Kenner römischen Alterthums Oberst von Cohausen zu Wiesbaden mit. Der letztere begab sich sofort an Ort und Sielle und constalirie das Vorhandensein eines bis jetzt noch unbekannten römischen Castells. Dasselbe liegt 77 Schdiste östlch vom Pfahl graben ab und 981 Schritte nördlich von der Capersburg. einer größeren römischen Befestigung. Bei dem wissenschaftlichen Interesse, welches die Sache hat, und da die Entdeckung eine Lücke in unserer Kenni⸗ niß vom Besesligungosystem der Römer längst des Pfahl⸗ grabens ausfüllt, beschloß der Veceln die Nachgrabungen, zu welchen Oberst von Cohausen rieih, anzustellen, vor Allem einen Veisuchsgraben, mit Schonung allen Mauer- werks, quer durch das Castell zu zieben. Herr Gustav Diefenbach in Friedberg, welcher den Ort gleichfalls unter sucht batte, halte sich zur Leitung dieser Arbeiten erboten. In Mainz baden die Schneidergesellen am 6. einen Siricke in Scene geseßt. 250 Mann gollen feiern. Niederbeerbach. In biesiger Gemeinde exeignese sich vor etlichen Tagen der außergewö niche Fall, daß eine Mutter von— Drillingen— 2 Knäblein und 1 Mädchen— glücklich enibunden worden ist. Mutter und Kinder befinden sich zwar in frischem und ganz ges sundem Zustande, nur ist der Umstand beklagenswerth, daß die Aeltern: Joh. Georg Schneider, ein Maurerge⸗ selle, und seine Ehefrau— in sehr bedrängten Verhält⸗ nissen leben, indem sie— als sehr brav, fleißig und rechischaffen bekannt— blos durch ihre Händearbeit ihren Lebensunterhalt sich verschaffen müssen und gewiß auf solchen Segen nicht vorbereitet waren. Menschenfreunde haben deßhalb für die Familie eine Sammlung veranstalte!. Heilbronn. Ein Pistolen⸗Duell„aus Liebe“ zwischen zwei Kaufleuten im Alter von 18— 19 Jahren wurde am Samstag durch Dazwischentreten der Polizei verhin⸗ dert. Es war den zwei jungen Herren Ernst mit der Sache, die Waffen waren scharf geladen. Berlin. Einige Heiterkeit erregt, wenn auch nicht in der beiheiligten Familie, das Verschwinden zweler Schwestern aus anständigem Hause in Berlin, die sich, wie jetzt unzweifelhaft fesisteht, von ein und demselben jungen Manne, dem sie beide in süßer Minne zugethau waren, vor einigen Tagen haben gemeinschaftlich entführen lassen. Der enkrüsteten Familie haben die Schwestern berelts brieflich angezeigt, daß sie glücklich mit ihrem „lieben Freunde“ in London angekommen seien und nächstens nach dem großen Salzsee aufzubrechen gedächten, da sie beabsichtigten, sich das vielgerühmte Treiben der Mormonen ganz in der Nähe anzusehen. Geld zur Reise sollen die vorsichtigen Leute genug mit sich genommen baben. — Oeffentliche Vorträge. Friedberg, 7. Febr. Vor einer äußerst zahlreichen Versammlung hielt gestern Hr. Hofgerichsadvocat Curt⸗ man einen criminalistischen Vortrag über den seiner Zeil vielberufenen Fall S tauff⸗G örlitz. An die Er⸗ zäblung der Prozeßgeschichte reihte sich die Kritik der Selbstverbrennung, eine eingehende Prüfung des Beweis⸗ materials und möglichst auschaulsche Darstellung der An⸗ schuldigungs- und Entlaftungsmomente, wobei sich der Vortragende theilweise auf persönliche Mittbeilungen Stauffs bezog. Eint eigenthümliche und praktische Pointe lag in dem letzten Theil des Vortrags, worin nachgewiesen wurde, daß der Ausspruch der Jury, in soweit sie den Johann Slauff der vorbedachten Tödtung d. i. des Mordes schuldig erkannte, irrig, daß für den Vorbedacht und die vorüberlegte Absicht des Raubs und Oiebstahls kein Beweis erbracht, es vielmehr im höchsten Grade wahrscheinlich sei, daß Stauff die Gräfin Görlitz im Afhecte umgebracht habe. Daß darnach Stauf nicht zu lebenslänglicher, sondern nur zu achtzehnjäbrizer Zuchle hausstrafe hätte verurtheilt werden dürfen, und daß er somit schon seit 1868 auf freien Füßen sein sollte, ergibt sich hieraus mit logischer Nothwendigkeil“). „) Zu unscrem Bedauern müssen wir uns auf das vorstehende kurze Referat über den so vieles Interesse bietenden Vortrag beschränken, da unser Herr Berich ter⸗ stalter wegen unvorhergesehener Verhinderung dieser Vor⸗ lesung nicht beiwohnen konnte. Die Red. „ Beitrag zur Lösung der Garnisons⸗ frage.“) Motto: Eine lose Rede schläft in dummen Ohren. Shakespeare. In Nr. 37 des Frankfurter Journals(zweite Beilage) macht ein Correspondent aus Oberhessen in einer vom 3. Februar datirten Einsendung einen Vorschlag, der uns vollkommen aus dem Herzen gesprochen ist. Er betont mit Recht, daß man in heutiger Zeit die Erziehung junger Leute in klösterlicher Abgeschiedenheit nicht mehr wolle, Daher schlägt er vor, man möge die Seminaristen, welche im Seminar wohnen, in die Stadt ziehen lassen und das seitherige Wohnhaus der Semi naristen als Caserne benutzen. Wir stimmen dem Correspondenten vollständig bei. Indessen scheint uns mit der Ausführung seines Vorschlags noch nicht viel, wenigstens noch nicht genug gewonnen zu sein. In dem erwähnten Bau können doch nur ca. 100, höchstens 150 Mann untergebracht wer⸗ den. Wir bedürfen aber Raum für 400 Mann. Wir müssen uns also nach weiteren Wohnräumen umsehen. Diese bieten sich denn auch in hin- reichendem Maße dar. Wir machen zunächst auf die Lehrerwohnungen im Schullehrer ⸗Seminar auf merksam. Man ist in neuerer Zeit überhaupt nicht mehr geneigt, Dienstwohnungen zu geben. Man entschädigt lieber mit daarem Geld. Also ver- wende man die seitherigen Lehrerwohnungen zu militärischen Zwecken. Ebenso könnte das jetzige Musikhaus zur Caserne benutzt werden, da man ja gegenwärtig nicht mehr den Werth auf die Uebung „) Wir vermögen zwar nicht alle Vorschläge des Herrn Versassens gleich preiswürdig zu finden, indessen entwält der Artikel eine solche reiche Fülle kerngesunder Gedanken und überaus beherzigenswerther Projecte und bereitet dem geistreichen und ausgiebigen Projectenmacher im„Frankfurter Journal“ eine so erfolgreiche Concur⸗ renz, daß wir es sr Unrecht ballen würden, den Arlikel der Kennluißnahme des Publikums zu entziehen. Die Red. 1 ber Lehtil 10 1 . Eeniralt aunsweile igt be der Mass 10 licht n jnigen achten, w. Realschule man eln, Schwierig wit uns wärtig b Bahn, de in gtoße das Se meisten f so vir f drängen, Wenn in demsel müsen d nommen iu hitsgt Dau ken Schule, In. dgl. u. I stadt ein! berlege a die hiesig izur Unte doch nich den Raur Itorium f Dit Geis dicses Pf Anlunft 15 fl Wisens pital b 1 beine Zu die Sorg tpird. 2 Ibäude im fc, dall Nah Gibͤde! Hisügen I baßin 1 und el ihten an „ — 2 2 gie! — Gatnisons⸗ der Lehrer im Orgelspiel legt wie früher. Sollte nicht auch das Lehrgebäude des Schullehrer- Seminars abgetreten werden können? Wir wollen tinstweilen nur darauf hingewiesen haben. Es genüge bier die Andeutung, daß die oberen Classen der Realschule nur schwach besucht sind. Sollte is nicht möglich sein, die Seminaristen in den⸗ jenigen Schulzimmern der Realschule zu unter sichten, welche seither von den oberen Classen der Realschule benutzt worden sind? Vielleicht wirft nan ein, daß die Ausführung dieses Plans Schwierigkeiten mache. Für diesen Fall wenden vir uns zu einem andern Vorschlag. Gegen- värtig bricht sich immermehr die Ueberzeugung Zahn, daß man Schullehrer⸗Seminarien am besten in großen Städten anlegt. Deßbalb wäre für gas Schullehrer-Seminar Darmstadt der am neisten geeignete Platz. Die Verhältnisse werden o wie so auf eine Verlegung des Seminars hin— rängen. Wenn die Gründung neuer Elementarschulen a demselben Maße fortschreitet wie seither, so nüssen demnächst so viele Seminaristen aufge- zommen werden, daß die seitherigen Einrichtungen 5 hiesigen Seminar zu klein und enge werden. azu kommt die Errichtung einer eigenen Seminar— Schule, welche von vielen Seiten verlangt wird 1. dgl. m. Für alle diese Verhältnisse ist Darm— sadt ein viel günstigerer Ort als Friedbetg. Man terlege also das Seminar dortbin und benutze tie hiesigen Seminargebäude sammt und sonders ur Unterbringung des Militärs. Genügt das ch nicht, so bietet sich die schönste Gelegenheit, n Raum zu erweitern. An das Seminarterri- hrium stößt der Garten des Burgpfarrhauses. die Geistlichen haben sich seither beholfen ohne deses Pfarrhaus. Sie können das auch für die 16055 tbun. Das Kapital für den Pfarrhaus⸗ u ist bereits gesammelt. Es beträgt unseres Bissens ca. 8000 fl. Man verwende dieses bapital zu dem Aufbau eines geeigneten Militär- 9 bäudes. Der Kirchenvorstand wird dazu gerne ine Zustimmung geben, da er auf diese Weise de Sorge um den Bau eines Pfarrhauses los und Prediger Seminars werden zur Aufnahme der Garnison genügen. Es bleibt sonach nur noch zu beschaffen ein geeigneter Bau für das Militärhospital. Auch ein solches nach Lage und innerer Einrichtung sehr passendes Haus befindet sich außerbalb der Stadt. Es ist das die Taub— stummen-Anstalt. Auch diese Anstalt könnte mit Fug und Recht von hier weggelegt werden. Es ist ja bekannt, daß man die Trennung nach Confesstonen bei Taubstummen nicht für gut hält. Man verlege also die evangelische Taub— stummen-Anstalt nach Bensheim und vereinige die— selbe mit der dort befindtichen katholischen Taub— stummen-Anstalt. Das leer werdenve Gebäude vor dem Mainzerthor aber verwende man zu einem Militärhospital. So ist der Stadt ein Dienst gethan und den Taubstummen-Anstalten minder. Allerdings erwächst der Stadt durch die Ver— legung der genannten Anstalten ein Verlust. Das Schullebrer-Seminar hat ein Jahresbudget von 12000 fl. und wird von ca. 100 Schülern besucht. Von diesen braucht jeder im Jahr ta. 250 fl., die Gesammtheit also 25000 fl., dazu das Jahres- budget gerechnet mit 12000 fl., so bringt das Schullehrer Seminar der Stadt Jahr für Jahr eine Einnahme von 37000 fl. Das Prediger⸗ Seminar wird durchschnittlich besucht von 15 Can— didaten— nur in den aller letzten Jahren ist die Zahl eine geringere gewesen.— Von den jungen Herrn verzehrt jeder jährlich ca. 600 fl., die 15 zusammen demnach 9000 fl., addirt man dazu das Jahresbudget der Anstalt mit 7000 fl., so bringt das Prediger ⸗Seminar jäbrlich 16000 fl. in Umlauf. Die Taubstummen- Anstalt verzehrt weniger, nur ca. 10000 fl. im Jahr. Der Ge— sammtverlust, welcher durch Verlegung der ge— nannten Austalten für die Einwohner der Stadt! Friedberg entstehen würde ist also 37000 fl. 16000 fl. + 10000 fl.= 63000 fl. Dienstgebäude Taubstummenanstalt benutzten Localitäten noch nicht alle Bedürfnisse der künftigen Garnison befriedigt sein, so kann mit Leichtigkeft für weitere Raum gesorgt werden. Vielleicht hat das Bataillon noch ein Haus zur Unterbringung seiner Magazine nöthig. Für diesen Fall wollen wir auf das r des Großherzoglichen Rentamts aufmerksam gemacht haben. Diese Baulichkeiten sind sehr geräumig, für ihren gegenwärtigen Zweck beinahe allzugeräumig, dagegen zur Unterbringung von Militäreffecten vorzüglich geeignet. Für das Großh. Rentamt könnte der sogenannte„lange Bau“ in der Burg bergerichtet werden. Die durch die Herrichtung dieses„langen Baues“ entstebenden Kosten werden nicht allzu bedeutend sein. Jeden- falls hieße es ein ganz un berechtigtes Mißtrauen nicht in die allseitig anerkannte und gerühmte Intelligenz und Energie der fiscalischen Behörden setzen, wenn man die Ausführbarkeit unseres Projectes he- zweifeln wollte. Wir bilden uns nicht ein, mit vorstehenden Vorschlägen die schwierige Frage vollständig gelöst zu haben, aber wir schmeicheln uns doch einen kleinen Beitrag zur Lösung der Garnisonsfrage geliefert zu haben. Verloosung. Florenzer Anleihe von 1868. Ziehung 1. Februar. Hauptpreise: Nr. 83211 40.000 und 103605 je 2000 Fr., Nr. 103275 und 110971 je 1000 Fr. am Nr. 3441 57229 88426 102097 Frankfurt a. M., 7. gebr. Durch die englische Thronrede, sowie durch Disraelis Interpellation im Unter baus an das Ministerium ist constalixt, daß die aufge⸗ tauchte Alabamafrage wobl trotz des Schiedsgerichts in Genf Veranlassung geben könnte, das freundschastliche Verhältniß, welches seither zwischen England und Nord— amerska destanden, zu trüben. Unter diesem Eindruck verkehrte die Börse matt und nach dem Einneffen der auswärtigen Notirungen die ziemlich nieder gemeldet, trat für Speculationspapiere eine Reaction von ca, fl. 2. dis fl. 3. gegen die Eröffnungskourse ein. Staatsbabn Kein Mensch, der rechnen kann, wird bezweifeln, daß diese Summe sehr gering ist gegenüber dem Geldaufwand, welchen ein in Friedberg garniso- nirendes Bataillon macht. Werden sämmtliche „ du lton, 1 wird. Allerdings werden die so gewonnenen Ge- Anstalten von bier weg verlegt und kommt dafür bude immer noch nicht allen Anforderungen ent- ein Bataillon hierher, so hat die Stadt immer brechen. Indessen haben wir außerdem noch in noch eine bedeutende Mehreinnahme. Rechnen Ver Nähe ein für Militärzwecke sebr geeignetes wir das Bataillon nur zu 400 Mann und die Lebäude: das Prediger- Seminar. Wer mit 1 für 5 Mann 1 dalle gistigen Bewegungen der neueren Zeit einiger- nur zu 2 l., so bringt ein hier garnisoni— naßen 2 775 weiß, daß sich die öffentliche rendes Bataillon jährlich 400,200 Thlr. in Leinung immer mehr hinneigt zu der Annahme, Umlauf, d. h. zusammen 80000 Totr. oder dß Prediger Seminarien mit der Universität 140000 fl., also reichlich doppelt so viel als die urbunden sein sollten. Man verlege also das genannten Schulanstalten, deren Weglegung wir prediger⸗ Seminar nach Gießen und verwende beantragen. das dadurch frei werdende Haus zu militärischen Sollte durch Einräumung der seither von dem Anfangs zu 421 ½ umgesetzt, gingen auf 419½ zurück. Credit 355¾ schliißen 54½. Darmstädter Bank 479— Wiener Bank 889. Lomdarden 223. Nordwest 232. Flisabeih 258 ½. Loose effetirt. 1860er 90%. Ungar. fl. 100⸗Loose 112. Raab⸗Grazer 898%.. Zur Hinderung der Hungersnoth der Ssraecliten in Persien ist bei Unterzeichnetem weiter eingegangen: Von Sctorge Hirsch n Mainz 5 fl., Rendant Bitsch( fl., Ungenannt 30 ke., Mina Garde 10 fl., aus der Gemeinde Boͤnstadt durch den Vorstand gesammelt, von Joseph Löwenthal 2 fl. 42 ki. Isaac Haas Wiuwe 2 fl., Abr. und Marcus Haas 2 fl., Levi Hofmann 2 fl., Feist Löwentbal 1 fl., Isanc Löwenthal 1 fl., Michel Müller 30 kr., Abraham Becker 30 kr., von dem ier. Wohlthätinkeitsverein daselbst 5 fl., im Ganzen 24 fl. 12 kr. Hierzu die früber ver⸗ zeichneten Gaben mit 128 fl. 13 kr., . 5 t sonach zusammen Zwicken. Die Gebäude des Schullehrer⸗Seminars Schullehrerseminar, dem Predigerseminar und der 182 fl. 28 kr. Mayer Hirsch. Holz⸗Versteigerung.— Fl Die am 5. und 6. d. M. im biesigen Gemeinde⸗ dalde abgebaltene Holzversteigerung hat die Genebmi— zung erhalten und ift der erste Absahrtag auf Dtenflag den 13. d. M. festgesetzt worden. Die Abfabrtscheine inen am ersten Fahrtage bel dem Gemeinde ⸗Elnnehmer wier in Empfang genommen werden. Absahrtzeit an allen Wochentagen bls zum 16. März 1 Z., von 8 bie 1 Uhr Mittags. Bei nasser Witterung darf kein Holz abgefahren ver den. 5 Ober- Mörlen am 8. Februar 1872. Großherzogliche ee Ober-Mörlen. E. * J ec Utpskuchen! stete frisch von der Mühle bel Wilh. Fertsch. 365 P. 8. Es kann nicht oft genug darauf aufmerksam 55 wobl zu merken und beim Ankauf zu beachten — Die Vernachlässigung von Katarrh und Husten kostet unzähligen Menschen das Leben! Man vergesse doch nie, daß jeder Katarrb eine Krankbett ist und entzündung oder noch häufiger in Lungenschwindsucht übergeben kann. Husten, Helserkelt, Grippe, Brusischmerzen, Vetschleimung, Rauhbelt, Kitzel oder Krotzen im Halse husten, Engbrilstigkelt, Blutspeien, selbst bei beginnender Lungenschwindsucht wirkt der L. W. Egere'sche Fenchel Hontg⸗Extract reizmilternd und besänftigend, slockenden Schleimes und vermindert die Hustlen-Anfädle, auch wird der do unangenehme Reiz und Kitzel im Kehlkopf sehr bald dadurch gehoben und mit ibm die eigentliche Ursache der Schlaflosigkeit. Die alleinige Niederlage ist bekanntlich nur dei Jof. Publikum mit erbärmlichen Nachpfuschungen des weltberühmten L. W. Egere'schen Renchelbonig— Exltraets zu täuschen und dadurch nicht nur am Geldbeutel, sondern auch an der Gesundbeit zu schädigen versuchen. Daher ist es dringend nothwendig, sich die odengenannte lokale Verkaufasßelle Glase eingebrannte Firma des Erfinders und Fabrikanten L. W. Egers in Breslau tragen muß. wie leicht derselde in Lungen- Bet allen katarrdalischen Leiden, Keuch⸗ er besötdert auffallend den Auswurf des zäden Hoffmann in Friedderg. gemacht werden, daß viele Industrie-Ritter das daß jede Flasche Siegel, Racfimile sowie die im Patent„Dachziegel (Französische Falzziegel) A. Niegelmann& Cie., Fechenmühle bei Hanau. Ausverkauf. 127 Wegen Aufgabe melnes Waarengeschäfts verkaufe ich meine sämmtlichen Ellen- und Eisenwaaren, um schnell damit zu räumen, zu ganz berat gesetzten Preisen. Bellersbelm. Stern Sohn. Jrische Repg- und Leinkuchen 250 empfiehlt Ph. Dan. Kümmich. empfehlen Pumpen, 7 n Waosserpumpen, sowie Jauchpumpen, bester Con- werden schrellsiene und bestens gellefert von Friedrich Schäfer in Groß Karben. Ein Hausmädchen, 386 nicht unter 17 Jabren, welches ein Kind verseben kann, wird auf Petritag gesucht. Bei wem? sagt die Expedition d. Bl. Ein gewandtes Dienstmaͤdchen ebe Gzen hoben Lohn gesucht. Wof sogt , ̃ ²———̃ 7˙——————— —————— — ——————— Teichhaus in Vad-Uauheim. Liederkranz. 393 Sonntag den 11. Februar Tanzbelustigung wozu höflichst einladet C. Kramm. 305 Abendunterhaltung Sonntag den 11. Februar im Saale des Dötlel Trapp. Beginn präeis 7½ Uhr. Der Vio r st an d. Tanzmusik zu Dorheim. Polschuß- und Credit-Verein zu Kieichelsheim.. 6 8 (Eingetragene Genossenschaft). 374 Sonntag den 18. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, Generalversammlung im Gasthaus„Zur Lilie“ daselbst. Tagesordnung: 10 Ergänzungswahl des Ausschusses; 2) Vorlage des 18711 Rechenschaftsberichts und Geschäftsbilanz; Sicherheitsstock geschlagen werden sollen, 3) Wieviel Procent des Reingewiuns zum Beschlußfassung über die Gewinnvertheilung. Waas, Vorstitzender. Nathichrei! 391 Seit einigen Tagen ist das Gas wieder in einer so entsetzlichen Weise unrein, e de ergebenst daß es fast zu den Unmöglichkeiten gehort, in einem geschlossenen Raume zu athmen! Hat denn das Medieinalamt oder der Stadtvorstand oder das Kreisamt(wer nun hier die zuständige Behörde ist) gar kein Mittel in der Hand, Anfang Abends 6 Uhr. Ball zu Melbach 378 Sonntag den 11. Februar 1872, wozu freundlich einladet W. Philippi. Bingel. nett Ball in Nieder- Mörlen. 392 Nächsten Sonntag den 11. d. Mts. findet in meinem Saale Ball flatt, wozu böflichst einladet H. Möbs, Gastwirth zur Rose. i A bei Larven„ e Hoffmann. anzuzetgen, daß er jetzt in dem von ihm erkauften Hause(früher Philipp Garde), Gesundheit seiner Mitmenschen in solcher Weise auf's Spiel setzt, zu züchtigen? nöthigen⸗ den Arbeiten unter Zusicherung bester Bedienung. falls die Fabrik zu schließen? welche jetzt wieder anfangen Mehrere seitherige Gasconsumenten, Petroleum zu brennen, Friedberg. Gottfried Mörschardt, 384 Sattler und Tapezier. und welche hoffen, daß andere ihnen nachfolgen. 1 Bairischer Malzzucher! Dampfsägewerk Friedberg. 333 Stammholz wird jeder Zeit zu billigsten Friedberg. Preisen geschnitten in der Fabrik von Gürth& Seibert. Stollwerck'schen in Original⸗Packeten à 14 kr. stets vorräthig in Friedberg bel Wilh. Fertsch, in B u Wießler, in Hungen dei A. Buch, in Bad Naubeim bei Ph. Jac. Weiß. Die als probates Hausmittel gegen Husten, Heiserkett, Verschleimung ꝛc. rühmlichst bekannten 186 2. BGrust-Gonbons Anzeige. 372 Abzugs halber werden folgende Gegenstände aus der Hand abgegeben: Einige Commoden und Nachttische, 1 großer runder Tisch, eine Partie größere Spiegel mit Nußbolz⸗ rahmen, worunter 2 von 2 Meter, 80 Centi meter Höbe und 80 Centtmeter Breite mit Trumeaux, 1 Billard, polirte Bettstellen nebst Roßhaarmattatzen mit neuen Ueberzügen, gebrauchte Roßhaarmatratzen, Plumeaux, Zederkissen und Federdecken, Roßbaar⸗ kissen, Piquôdecken, Couverts, Bettteppiche, Glas, Porzellan, Wein, 2 große zinnerne Kumpfe für 80 Personen ꝛc. Kaufliebhaber können blervon jeden Tag Einficht nehmen. Salzbausen im Februar 1872. H. W. Seum's Wittwe. Lungenleiden und Husten. Herrn Hoflieferanten Johann Hoff in Berlin. Aba, 16. November 1871. Ihr vortreffliches Malzextrakt hat mir gottlob von meinen Leiden geholfen. J. Lörina.— Wien(Wieden, Favorilenstraße Nr. 8). Ich litt bedenklich an der Lunge, was sich durch einen chronischen Hußen mantfestirte; man gab mich bereits auf, weil kein Mittel half. Da retteten mich Ihre Malz⸗ Fabrikate: das Malzextrakt-⸗Gesundbeitsbier und die Brust⸗Malzbonbons. Ich bin durch Ihre Malzfabrikate zu vollständiger Genesung gelangt. Karl Feldbacher, Cioll⸗Ingenieur, Associe und Repräsentant der Kunstgieherei ꝛc. ꝛc. Verkaufsstelle bel Jos. Hoffmann in Frted⸗ berg und Dr. W. Uloth in Bad⸗Nau; heim. 364 Einen Nußbaum M, e Heinrich Hahn III. (Geschenk für Jungfrauen): Die Bestimmung der Jungfrau enthält das Nöthige über Anstand, Anmuth, Würde, Freundschaft, Liebe, Ehe, Wirthschaft⸗ 234 bestes Mittel gegen Husten, dei Wilh. Fertsch. Patent-Prillen in Gold 391 ohne Randeinfassung, von fl. 5. 30 kr. an, in großer Auswahl, sowie Pincenez und Brillen in Stahl, Silber und Gold dei Friedberg. L. Hanau, Hof⸗Uhrmacher und Goldarbeiter. 383 Für eine der renommirtesten Feuerversicherungs⸗ Gesellschaften werden tüchtige Agenten gesucht, Offerte sub N. W. 876 an die Annoncen⸗Expedition von G. L. Dauhe& Cie. in Franlfurt a. M. beseeese, Akpfel und Birnen, 275 Zwetschen, Mtrabellen, Pflaumen zu 30, 36, 24 kt. per Stück, 50 fl. per 100 Stück. Aepfelpflanzungen für Gemeinden werden unter Garantie übernommen. „Rosen“, hoch, halbhoch und niederflämmig ver Stück 36, 30, 24 kr., per 100 Stück 40 fl. Baumschule von Gebr. Schultheis, Steinfurth bei Bad-Nauhelm. Ein Logis lichkeit.— Von dem Benehmen gegen den Jüngling, 371 für eine kleine Familie, sowie ein möblirtes Zimmer von dem Benehmen als Braut, Gattin, Erzieherin und von dem gesellschaftlichen Umgang. Nebfl Nath einer Mutter an ihre Tochler, wie sie sein soll als Gattin, ale Erzieherin und Wirthschafterin. Von Dr. Seidler. Neunte verd. Auflage. Preis 1 fl. 12 kr. NB. Entbält treffliche Anweisungen, wie die Jung⸗ frau ihre Bestimmung zu erfüllen hat. f Vorrätbig bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg. 363 Empfehlung. 248 In allen Sorten irdener Geschirre, insbesondere schönen Milchtöpfen, empfiehlt sich 5 H. Gröninger Wittwe, Metzgergasse. Feinst. türk. Zwelschenlatwerg, feinst. Holl. Syrup, ächt bayr. Malz⸗ u. Honigzucker 367 empfiehlt Fried. Hilbrecht Wittwe am Babnhof. Greße auswall Namen ⸗Tassen 315 bei J. A. Windecker. (Hierzu Unterbaltungs- Blatt Nr. 6 und eine Meilage.) für einen Herrn steht zu vermiethen. Näheres bei der Expedition d. Bl. Eine Hobelbank, 369 noch wenig gebraucht, bat zu verkaufen J. Rahn, Wagner. Nleder⸗Wöllfladt. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Baur. Sonntag Estomibi. Gottesdieust in der Stadtkirche: Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Schwabe. Nachmittags: Fällt aus. Abends 6 Uhr: Herr Candidat Dornes. Katholische Gemeinde. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. Sonntag Quinquagesima. Vormittags: 10 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlebre und Andacht. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Morgens ½8 Uhr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. rsusagasse, neden Herten Becker& Engel, wohnt und um einen Fabrikanten, der die empfiehlt sich zugleich in allen in sein Jach einschlagen⸗ Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Orunddt angaben eint un Tulweder Orisgerl Iten ein seiligen e Auspiüch Ottich ie anderes Lezterce zu macht selden legung! Besißer Nach das Gru Bessßer Jällen ft gullce eher zu deßdald zeichneie Zug Gemäß! 1852, delgesl, sehen binnen duffdbdi anderes den ane WW 1 kheim. xtr Sag! r dladet Singel. bach „ it dilippi. 1 lorlen. Ni. findet u 4 att döbs, n Net. ———ð‚ cht te Hoffmann. vernti etgeberi a den ven Nn eng el, ehe en des( slager irren Lörschardt, Buchet Jertsch. Go . ke. 11 Stilen nan, b Seterbeiter ent etug aten gesuck „Arteditte! Auturte L 5 anz. Beilage. Hberhessischer Anzeiger. N17. — Bekanntmachung. Betreffend: Offenlegung des Grundduchs und der Parzellenkarten der Gemarkung Ober- und Niedet⸗Rosbach, Kreis Friedberg. 61 Es wird biermit zur öffentlichen Kenntniß ge⸗ dracht, daß das neu errichtete Grundbuch der Gemarkung Ober⸗ und Nieder- Rosbach nebft den dazu gebörigen Parzellenkarten auf dem Büreau des Großherzoglichen Ortsgerichtsvorflehers zu Ober-Rosbach offen gelegt worden ist. Ote Betzelligten find besugt, dasselbe während der Zeit der Offenlegung in diesem Locale einzufehen, auch gegen Entrichtung der vorschriftsmäßigen Gebühren von dem genannten Ortsgerichtovorsteber Grundbuchs⸗ auszüge zu verlangen— Auch werden sie von dem⸗ selben auf die von den Feldgeschwotrenen entdeckt wer⸗ denden, sie deireffenden Fedler aufmerksam gemacht werden. Allen Denjenigen, welche sich bei den Angaben des Grundbuchs ruckfichtnich des Besitzstandes und der Größen- angaden fur beschwert erachten, stebt es frei, binnen einer unerftrecklichen Frist von 6 Monaten ihre Anßtände entweder auf günlichem Wege del dem Großberzoglichen Ortsgerichtsvor steher zu Oder Rosbach, vor welchen fie ihren etwaigen Gegner vorladen lassen können, zu be— seitigen oder, insofern dieses nicht von Ersolg ist, ihre Ansprüche bei dem für Besigzstreitigleiten zuffändigen Gerichte geltend zu machen. Ist dieses Gericht ein anderes als das unterzeichnete, so haben sie davon, daß Letzteres geschehen, innerhalb der obigen Frist die Anzeige zu machen. Dieselde Anzeige liegt ibnen innerhald der⸗ selden Frist aledann ob, wenn sie dereits vor Offen⸗ legung des Grundbuchs gegen den daselbst eingetragenen Befißer eine Besißklage angestellt baden. Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wie ihn das Grundbuch angibt, in Bezug auf die Personen der Besitzer und die Größenangaben in allen denjenigen Zällen für richig angenommen, in welchen weder eine gütliche Beseuigung dei dem genannten Ortsgerichtsvor⸗ fieber zu Protokoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deßdalb erhoben und erforderlichen Falls bei dem unter⸗ zeichneten Gerichte zur Anzeige gebracht worden ist. Zugleich werden alle Oitjenigen, welcht die in Gemäßheit des Art. 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1852, betr. die Erwerbung des Grundeitenthums ꝛc. 1c., deigefügten Etwerbtitel eingetragen oder derichtigt zu sehen wünschen, aufgefordert, die erforderlichen Anträge dinnen der festgesezten Frist von 6 Monaten det dem zuftänd igen Gerichte zu fiellen und, wenn dleses ein anderes als das unterzeichnete ist, dei diesem die Anzeige zu machen. Ote unerstreckliche Frist von 6 Menaten gebt mit dem 31. Mai 1872 zu Ende. Friedberg den 10. November 1871. SGSroßherzogliches Lanegericht Friedberg. Reitz, Langermann, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Mobiliar ⸗Versteigerung. 355 Nächsten Montag den 12. d. Mis., von Vormtt⸗ tags 9 Uhr ab, werten auf freiwilliges Anstehen des Zimmermeisters Jobe. van Baß bulsen, Kurstraße Nr. 317, dahlter folgende, in gutem Zuffande befindliche Mobilien: 8 vollständige Betten, 6 Sopha, 8 theils halbrunde, theils viereckige Tische, eine Partie Stühle, tbells gepolstert, theils in Rohr und Stroh, 8 Kommoden unt Pfeilerschränkchen in Nußbaum c., 8 Spiegel in Holz- und Goldrahmen, 8 Glas- und Kleiderschränke, sodann Teppiche, Vorhänge, Roulcaux, Glas und Porzellan, 1 Waschmange und 1 Waschpresse und verschledent sonstige Möbel und Geräthschaften öffentlich an den Meifibtetenden gegen Baarzablung versteigett. Die Gegenstände können jederzelt ein— geseben werden. Bad⸗ Nauheim am 6. Februar 1872. Großberzogliches Oiisgericht Bad-Nauheim. S dc ut t. Bekanntmachung. 380 Donnerstag den 15. d. M., Vormittage 11 Uhr, wird auf blesigem Rathbause die den Kindern der ver— lebten Joh. Georg Reich Ebeleute in hiesiger Stadt zuftehende Behausung: Pmb. 1240= 10¼½90 Rih. Dofraithe in der Fürslen— straße neben Heinrich Oster meier und „ 1240= 10%8,ỹ,t„ Garten binterm Hause, in welchem sich 11 zur Aufnahme von Kurfcemden geeig— nete Zimmer, 1 Küche und 3 Mansardenkammern befinden, oͤffentlich an den Meistbietenden freiwillig versteigert. Bad Nauheim am 8. Februar 1872. Groß herzogliches Ortsgericht Bad- Nauheim. Schutt. Der mittlere Stock 262 meines Hauses ist anderwelt zu vermletben. Bäcker Rumpf naächst der Posl. Holz-Versteigerung. 360 In den Freiherrlich v. Franckenstein'schen Wol— dungen soll nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 1) Donnerstag den 15. Februar in den Distrikten „Mörler⸗ Unter“,„An der Heide“ c. ic. Prügelbolz. Stockholz. Neishodz. Naummeter. Wellen. Huchen⸗ 24 20 1250 Eichen-, Birken 27 17 950 Aspen⸗ 31 30 650 Kiefern⸗ 42 18 2500 101 Eicken⸗Stämme von 15—30 Centimeter Durch- messer und 5—12 Meter Länge mit 23,74 Cubik⸗ meter Inhalt, 17 Buchen und Birken Stämme mit 2,19 Cubikmeter, 48 Kiesern-Stämme von 15—37 Centimeter Durch- messer, 4 16 Meter Länge mit 10,76 Cubsikmeter, 56 Eichen Stangen mit 4,23 Cubikmeter, 58 Buchen und Birken Stangen mit 2.93 Cubikmeter, 25 Kiefern⸗Stangen mit 1,66 Cudikmeter. 2) Freitag den 16. Februar im Distrikt Klapper⸗ tannen. 224 Kiesern Stämme von 15—35 Centimeter Durch- messer und 5—17 Meter Länge mit 65.93 Cudik meier, 179 Kiefern⸗Stangen mit 17,60 Cudikmeter. 3) Montag den 19. Fedruat in dem Dissrikt „Allmep', ‚„Klappertannen“ ꝛc. ꝛc. Scheud. Prügelb. Stockb. Reis. —— Raummeter. Wellen. Buchen-——— 375 Eichen⸗ und Blrken⸗— 56 23 8650 Nadelholz u. Aspen⸗ 4 40 0 3385 J) Dienstag den 20. Februar im Distrikt ⸗-Almep“. 277 Eichen⸗Stämme von 15—32 Centimeter Durch⸗ messer und 4—11 Meter Länge mit 93,76 Cubik- meter Inhalt. 7 Buchen⸗Stämme mit 1,12 Cubikmeter. Die Zusammenkunft findet jedesmal Morgens 9 Uhr stalt und zwar Donnerssag den 15. Februar im Difirtet Mörler Unter zunächst dem Schießelatz, Freitag den 16. Februar auf der Bornschneise im Otstrikt Klapper⸗ tannen, Montag den 19. und Dienstag den 20. Februar im Dißrikt Almep am Löwenhof. Ockstadt den 7. Februgt 1872. Der Fteiherrlich von Franckenstein'sche Oberförster Rumpf. rener 361 Donnerstag den 15. und Freuag den 16. 1. M., Vormittags um 9 Uhr anfangend, werden im biesigen Gemeindewald, Distrikt Fiizbardt und Oderberg, nach; folgende Hoizsortimente versteigert: 10½ Raummeter Buchen Prügetholz, 5 * Eichen⸗ 1 14 8 Buchen Stockholz, 26 9 Eichen⸗ 1 8 8 Erlen-* 2350 Stück Buchen⸗Wellen, 900„ Nice„ 200 Weichholz 6400„ Nadel: 4 35 Stück Eichen-Werkholz-Stämme von 15— 23 Centimetet mittlerem Durchmesser, 2 Stück Nadel⸗Stämme, 17 Stuck Erlen⸗Stämme von 15— 24 Centimeter mittlerem Durchmesses, 44 Stück Eichen⸗Stangen, 2510 Stuck Fichten⸗Bohnenstangen. Die Zusammenkunft ist am Ztegenberger Trink- brennen, wo die Bodnen⸗Stangen vorecst verfleigert werden, das Elchen- und Erlen Werkholz am zwelten Tag. Gegen Bürgschaft wird das Holz dis Ende September d. J. geborgt. Fßauerbach v. d. H. den 6. Februar 1872. Großherzogliche Bürgermelsteret Kauerbach v. d. H. Phbiltpp s. Bekannimachung. 379 Freitag den 16. d. M., von Vormittage 9 Uhr ab, werden auf freiwilliges Ansteben der Frau Bürger— melster Rie h Wittwe, Pauptstraße Nr. 50 dahler: 2 Plerde, 3 zweispännige Wagen, 2 Pflüge, 2 Eggen, 1 Ackerwalze, eine Partte Pferdegeschlrr, diele andere Oeconomie-Geräthschaften, circa 100 Centner Heu, 100 Centner Grummet, eine große Quantität Stroh verschledener Art, sowie eine große Partie Dickwurz und Kohlraben öffentlich an den Meißibietenden gegen Baarzablung versteigert. Bad⸗Naubeim am 8. Februar 1872. Großberzogliches Ortsgericht Bad- Naubelm. Schutt. Hosenträger 303 binltas bei K. Friedrich neden der Pol. Bekanntmachung. 389 Montag den 12. Februgr d.., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Ratbbause das Wegfahren des Stratzen⸗ kebrichts der Stadt Frtedberg öffentlich in Accord gegeben werden. Gleichzeitig sol in demselben Termin eine im Rosen⸗ thal lagernde Partie Compoß öffentlich an den Melß⸗ bietenden versteigert werden. Frtledberg am 9. Februar 1872. Großberzogliche Bürgermeisterel Friedberg. . Bekanntmachung. 388 Montag den 12. Februar d.* Vadmittags 2 Ubr, sollen in hiesigem Nalhhause nach verzeichnete Gegenstände: 1 1 Klesderschrank, 1 Pflug und 1 Egge öffentlich meistbictend verfleigert werden. Fritedderg den 8. Febtuar 1872. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. Z ouc ar. Versteigerungs⸗ Anzeige. 387 Miuwoch den 14. Februar d. J., Nachmittags 2 Uor, wird in diefigem Rathbause eine Partte neue Oamenmäntel älterer Fagon, welche auch für Jacken und Knadenanzuge verwendet werden können, öffentlich meifidtetend gegen Baarzablung versteigert. Friedberg am S. Februar 1872. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. SZoucar. Hofraithe-Versteigerung. 390 Montag den 25. März d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in biesigem Ratbbause die nachbeschricbene Hoftallhe des Martin Becker dahier Stur. Nr. Klstr. Gemarkung Frtedberg. 2. 681. 38½¼½9. Hofraithe in der Stadt oͤffentlich meistdietend verfieigert werden. zrtedderg am 8. zebruar 1872. In Auftrag: Groß berzoglichrn Landgerichts Friedberg Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. goucar. Versteigerung von Baumaterialien. 368 Freitag den 16. Februar, Vormittags 9 Uhr, sollen die vom Abdruch eines alten Klostergebäudes zu Engel⸗ tidal gewonnenen Baumatertalten, als: Bau- und Brenn⸗ dolz. 8000 Stack Ziegel, Dachlatten, nebst einer Partie Basalts Mauersteinen unter den det det Verstelgerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich an den Meiftbietenden versleigert werden. Laudach den 2. Februar 1872. Der Gräfliche Bauaufseher Se ig. Holzversteige rung. 382 Donnerstag den 15. d. Mie. wird im meindewald Oder Rosbach, Difßrikt Salzberg, nach⸗ febendes Holz oͤffentlich meifibtetend versteigert: 17 Raummeter Kiefern ⸗Scheitbolz, 53 5 Kiefern-Prügelbolz. 112— Kiefern ⸗Stockholz, 2000 Wellen Kiefern⸗Reiserholz, 397 Stück Küfern Stamme von 15 bis 45 Centimeter Durchmesser und 3 dio 18 Meter Länge, 186 Stück dergleichen Stangen von 9 dis 14 Centi⸗ meter Durchmesser und 3 bis 14 Weter Länge. Zusammenkunft und Anfang der Verstetgetung Morgens 8 ½ Uhr im Schlag selbst nächst der steinernen Brücke an der Sang. Ober⸗Rosdach am 8. Februar 1872. Groß berzogliche Bürgermelsteret Ober-Rosbach. Ble ch e r. Holz-Versteigerung. 376 Montfag den 12. Februar l. J. Vormittags 9 Ubr, sollen im Gemeindewald, Otstrikt Zimmet: 1200 Buchen-Wellen, 1300 Kiefern-„ versteigert werden. Ilbenstadt den 8. gedruar 1872. Groß berzogliche Bürgermetsteret Ilbenstadt. Z3Zwler. Holz- Versteigerung. 262 Freitag den 16. d. M., Vormittags 9 Ur, sollen im blesigen Stadtwald, Distrikt Wolssteinchen, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden: 116 Fichten-Stammdolz Abschnitte don 15— 41 Cubik⸗ meter mittlerem Durchmesser, von 13—23 Meter Länge und 80 Fefimeter baltend. Die Zusammenkunft ist eim Otstrikt Wolssteinchen. Wenings am 5. Februar 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Wenings. Krumm m. —— r W. Fuhrländer Nachfolger, Fahrgasse S5, Frankfurt a. M.. 1.5 Großes Lager in Kleiderstoffen. OO 500 Stück ¼M breite ächtfarbige Cattune, lila, rosa, gelb, braun, für Kleider und Ueberzüge, die Elle 9 und 10 kr. 200 Stück/ breite ächtfarbige Glanz-Mödel⸗Cattune und Cattune mit Borden, für Vorhänge, die Elle 9 kr. 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Muster sämmtlicher Artikel sende auf Verlangen franco. durch große Partiekäufe bin ich im Stande, meine Waare trotz des enormen Aufschlags zu den früh — Sonntags ist mein Laden offen. 24 Großes Ausstattungs⸗Geschäft. 500 Stück ½¼ ébreites schweres Leinen, für Pemden und Betttücher, die Elle 12 kr. 2½ Ellen breite grode Leinen, für Betttücher, das Betttuch ohne Nath, vier Ellen lang, fl. 1. 44 kr. 3 Ellen breite grobe Leinen, für Betttücher, das Betttuch ohne Nath,: vier Ellen lang, fl. 2. 24 kr. 200 Stück schwere rotbe wollene Colter, das Stück fl. 5. 30 kr. Für zweischtäf⸗ 200 Stück schwere weiße wollene Colter, das Stück fl. 4. rige Betten. 500 Stück schwere graue wollene Colter, das Stück fl. 2. 30 kr. und fl. 3. Schwere weiße Piqus decken, für zweischläfrige Beiten, das Stück fl. 2. 30 kr. 2 Ellen breite, 2½ Ellen lange, leinene Tischtücher, das Stück 45 kr 500 Dutzend weiße reinleinene Damentaschentücher, das Dtzd. fl. 2. 30 kr. 10% breiten, reich ramagirten Vorhangsmull mit Bogen, die Elle 15 kt. Große rothe Cachemire-Tischdecken, das Stück fl. 1. 45 kr. und fl. 2. Große rotbe Cachemire-Commodedecken, das Stück fl. 1. und fl. 1. 24. Prima Shirtings, weiß, schwarz, grau, die Elle 7 kr. Schwarzen Orleans und Alpaccas, die Elle von 16 kr. an. Schweres Blau Gedrucktes, die Elle 12 kr. Lama, Flanell, Thibet, Cachemire, Alpacca, Unterrockstoffe, in allen Farben und Qualitäten billigst. Tischtücher, Handtücher, Servietten, Strohsackleinen, Zwil⸗ lich, Barchend, zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Auch die kleinsten Aufträge werden pünktlichst besorgt. eren billigen Preisen zu verkaufen bbagvs 8 aupbag vs 98 Ku o chen, 334 Horn, Ochsenklauen kauft in jeder Quantität zu den höchsten Preisen die Fabrik von Friedberg. Gürth& Seibert. Zur Beachtung. 2 308 Ich zeige dem verehrten Publikum an, daß ich von chemischediesem Jahre ab Vergantungs-Aufträge für die biesige Stadt wie die weitere Umgegend entgegenzunehmen bereit und in Ausführung derselben bemüht sein werde, dem in mich gesetzten Vertrauen zu entsprechen. 1 Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actien-Gesellschast. Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG A NEW vermittelst der Post⸗Dampfschiffe Silesia, Mittwoch, 11. Febr. Holsatia, Westphalia, Miuwoch, 21. Febr.] Morgens. Pr. Cri. Niblr. 35. 25 Nãheres bei dem Schiffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, sowie den allein für das Großherzogthum Hessen zum Abschluß von Ueberfahrtsver⸗ trägen concessionirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie F. J. 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