* gewährt s Here, 2 Wessen für den enen hat agg, Ae 5 800 1* 136. Icsellschest zaännge, en, huile corg Groß ten *„ datt 1. Trrbartl. et Lage det 30 Jahren ö tem Erfolg br günstigen 0 — Gießen zu a ee l. αν W used Samstag den 9. November. M 132. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Für die Monate November und Dezember kann auf den„Obechessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. — Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- rungsblatt Nr. 48 enthält: I. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betr. II. Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Finan⸗ zen, die Controlirung des Verkehrs mit Wein und Obst⸗ wein zwischen dem Großheczogthum Hessen und Elsaß⸗ Lothringen vermittelst der Eisenbahnen betreffend. III. Bekanntmachung desselben Ministeriums, die Ausstellung von Ausfuhr⸗ und Abfuhrscheinen bei, den Versendungen von Wein und Obstwein betreffend. IV. Uebersicht der Umlagen der israelitischen Reli⸗ gionsgemeinden des Kreises Worms pro 1872. V. Bekanntmachung Großh. Ktreisamts Oppenheim, die Nichterhebung von Umlagen in der israelitischen Religionsgemeinde zu Wallertheim pro 1870/2 betr. VI. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Worms, die Erhebung einer weiteren Umlage für die Gemeinde Ober⸗ Flörsheim pro 1872 betreffend. VII. Abwesenheitserklärung. Durch Urtheil Großher⸗ zoglichen Bezirksgerichts Alzey vom 3. October 1872 wurde Simon Eppler II., Ackersmann aus Zotzenheim, definitiv für abwesend erklärt. VIII. Namens veränderung. Sein Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 3. Oct. dem Rudolph und Otto Bornhauser zu Darmstadt zu gestatten, daß dieselben in Zukunft statt des bisherigen den Familiennamen Bornhausen führen. IX. Ertheilung von Erfindungspatenten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst ge⸗ ruht: am 12. October dem Werkführer Carl Bender in Offenbach auf dessen Nachsuchen ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte 50 Conftruction eines selbstthäligen Verschlusses für Schmier⸗ büchsen an Locomoliven Lagern, unter dem ausdrücklichen Vorbehalte jedoch, daß durch das verliehene Patent Nie⸗ mand in der Anwendung bereits früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächstien fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums,— dem Christian Semiller in Offen⸗ bach auf dessen Nachsuchen ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Con⸗ struction einer Maschine zur Fabrikation von sogenanntem Sträminpapier, unter dem ausbdrücklichen Vorbehalte jedoch, 1 daß durch das verliehene Patent Niemand in der Anwen⸗ dung bereis früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der- nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums,— dem Georg Lüttringtaus und Comp. in Mülheim am Rhein auf dessen Nachsuchen ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construction einer Schaltvorrichtung am Vorschub bei Maschinen zum Durchbrechen von Metallplatien, unter dem ausdrücklichen Vorbehalte jedoch, daß durch das ver⸗ liehene Patent Niemand in der Anwendung bereits früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums— zu ertheilen. X. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 26. Sept. den von dem Herrn Grafen zu Solms-Laubach auf die erste evangelische Pfarrstelle zu Laubach, im Decanate Laubach, präsentirten evangelischen Pfarrer zu Freienseen, im Decanate Laubach, Karl Drauth, für diese Stelle zu beslällgen; am 3. October dem Schullehrer an der evang. Schule zu Wembach, im Kreise Dieburg, Nicolaus Merkel, bie evangellsche Schulstelle zu Beedenkirchen, im Kreise sheim, zu übertragen; am 4. October den Expeditor bei der Stalion Darmsiabt der Main- Neckar⸗Eisenbahn, Johannes Joseph Leonhard Steinius zum Revisor, den Expeditor bei dleser Stalion, August Herbert, den Finanz⸗ aspiianten Carl Gambs aus Reichelsheim, den Finanz⸗ aspiranten Eing Scriba aus Darmsladt zu Revidenten bei dem Rechnungsburtau der Main Ne ar⸗Eisenbahn, den Amtsdiener bei dem Hauptsieueramte Offenbach Wilhelm Stappelton, den Feldwebel Martin Müller aus Erselden, den Genodarmen Johann Jacob Herrmann aus Schwan⸗ deim, den Feldwebel Heinrich Vogt aus Bisses, den Sergeanten Johann Ludwig Heberer aus Dietzenbach, den Sergeanten Peter Eisert aus Holzmühl, den Feldwebel Christian Traum aus Ober ⸗Seibertenrod, und den Re⸗ 1 servisten Adam Roth aus Gedern zu Steueraufsehern; am 12. October den von dem Herrn Fürsten zu Isen⸗ burg-Birstein auf die zwekte evangelische Schulstelle zu Sprendlingen, im Kreise Offenbach, präsentirten Schul⸗ amtsaspiranten Carl Keil aus Einartshausen, im Kreise Schotten, für diese Stelle zu bestätigen; am 14. Oct. dem Schulamtsaspiranten Carl Blank aus Ueberau, im Kreise Dieburg, die evangelische Schulstelle zu Ober-Sorg, im Kreise Alsfeld, zu übertragen; an demselben Tage den von dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau auf die evangelische Schulstelle zu Bullau, im Kreise Erbach, präsentirten Schulamtsaspiranten Carl Ludwig Lämmer⸗ mann aus Wersau, im Kreise Dieburg, für diese Stelle zu bestätigen. Am 9. October wurde dem Pfarrer Sig⸗ mund Henrici die katholische Pfarrstelle zu Ebersheim, im Dekanate Nieder-Olm, übertragen. XI. Cbarakterertheilung. Seine Königliche Hobeit der Großherzog haben allergnädigst gerubt: am 15. October dem Cabinets⸗Güter⸗Director Ludwig Menges den Charakter als Geheimer Finanzrath zu verleihen. XII. Versetzungen in den Ruhestand. Seine König⸗ liche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 1. October den Zugmeister bei der Main-Neckar⸗ Eisenbahn, Christian Klingel, bis zur Wiederherstellung seiner angegriffenen Gesundheit, am 4. October den Schul⸗ lehrer an der evangelischen Schule zu Bodenrod, im Kreise Friedberg, Georg Eberhard Weitz, auf sein Nachsuchen, am 14. October den Kanzleidiener und Hausbeschließer bei der Ober-Bau-Direction, Adolph Bender, und den Schullehrer an der evangelischen Schule zu Staden, im Kreise Friedberg, Heinrich Jäger, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen. XIII. Concurrenzeröffnungen. Erledigt ist: die evan⸗ gelische Pfarrstelle zu Nieder- Flörsheim, im Decanate Worms, mit einem jährlichen Gehalt von 1427 fl. 6 kr.; die evangelische Schulstelle zu Haarhausen im Kreise Als⸗ seld, mit einem jährlichen Gehalt von 300 fl. 32 ke; die Distriktseinnehmerei Seligenstadt, wofür eine Dienstcaution von 3000 fl. erfordert wird; concurrenzfähige Bewerber haben sich binnen 14 Tagen anzumelden. XIV. Sterbefälle. Gestorben sind: am 11. Septem⸗ ber der pensionirte Forstwart Johannes Köhler zu Burg⸗ Gräfenrode, am 12. Sepiember der erste evangelische Lehrer Georg Dörr zu Mettenheim, am 16. September der pensionirte Distriktseinnehmer Rendant Philipp Burger zu Nieder⸗Ingelheim, an demselben Tage der penstonirte Lehrer Franz Joseph Dlckerscheid zu Gundersheim; am 25. Seplember der evangelische Pfarrer Ludwig Strein zu Rimbach, am 28. September der penstonirte Verwalter Johann Heinrich Georg Edling zu Marienschloß; am 30. September der Schullehrer Jacob Christian Gruner zu Rodheim; an demselben Tage der pensiontrte Gens— darmerie-Lieutenant Friedrich Schmidt zu Mainz; am 5. October der Schullehrer Johannes Stromberger zu Georgenhausen; am 14. October der Landgerichtsdiener Micheal Kohl zu Homberg. Darwstadt. Nach der„Mainzeitung“ hat die großh. Regierung schon vor längerer Zeit dem bischöflichen Ordinariat in Mainz erklärt, daß, wenn sie das seither bei Bestellung von katho— lischen Pfarrern übliche Verfahren vorerst einhalte, um die nothwendige Wiederbesetzung erledigter Stellen nicht auf unbestimmte Zeit zu verzögern, dadurch den Rechten des Landesherrn in keiner Weise präjudicirt werden, vielmehr dessen aus den seither geltenden Normen, namentlich der Verord- nung vom 8. Februar 1830 folgende Rechte aus- drücklich vorbehalten werden sollen. Das seither übliche Verfahren besteht darin, daß der Bischof vor definitiver Ernennung eines Pfarrers bei der Staats regie, ung anzufragen hat, ob diese in bürger— licher und politischer Beziehung bei der Ernennung nichts zu erinnern findet, und daß im Fall der Beanstandung die Ernennung nicht stattfinden darf. Dem Vernehmen nach beabsichtigt die Regierung, dem von ihr aufgestellten Programm entsprechend, auch das hier fragliche Verhältniß durch das der nächsten Ständeversammlung vorzulegende Gesetz zu ordnen. n 6. Nov. Die J. Kammer erledigte in heutiger Sitzung sämmtliche vorliegende Arbeiten, indem sie einer Anzahl Gesetzentwürfen und Vor⸗ lagen der Regierung und des andern Hauses zu⸗— stimmte. Nur bei Berathung des Gesetzentwurfs über die Gemeinde-Ausgaben und die Mitwirkung der Forensen bei der Festsetzung des Gemeinde- Voranschlags traten Differenzen zwischen beiden Kammern hervor, welche die abermalige Vorlage des Gesetzentwurfs in der II. Kammer nöthig machten. — 7. Nov. Die I. Kammer trat einstimmig und ohne jede Debatte den Beschlüssen der zweiten über die Regierungsvorlage, resp. den Antrag der Abgg. Hallwachs und Goldmann wegen Pen- sionirung der Civilbeamten bei, dagegen wurde der Beitritt zu den über den Antrag der Abgg. Wernher und Dumont bezüglich des Mainzer Uni⸗ versitätsfonds von der zweiten Kammer gefaßten Beschlüssen, in der Hauptsache wenigstens, nicht beliebt, womit das Haus seine Thätigkeit schloß. — Die gleichzeitig tagende II. Kammer, die aus sachlichen Gründen ein großes Interesse daran haben mußte, daß der Gesetz-Entwurf über die Verschmelzung der verschiedenen Classen der Ge⸗ meinde Umlagen wirklich zu Stande kommt, trat dem deßfallsigen Beschluß des andern Hauses bei, wonach zukünftig eine erhebliche Theilung von Gemeindegut auf Grund des Ortsbürgerrechts nicht mehr statthaft ist. Bezüglich des Mainzer Universitätsfonds, bezw. dessen Verwaltung, wurde trotz des gegentheiligen, in keiner Weise motivirten Beschlusses des andern Factors auf den deßfalls gefaßten Beschlüssen beharrt. Der Präsident schloß hierauf die Sitzung unter Hinweis auf die welt- geschichtlichen Ereignisse, die sich im Laufe der Legislaturperiode vollzogen, und mit der Erwar⸗ tung, daß die Arbeiten der Kammer das Beste des Landes gefördert, worauf Abg. v. Gagern Namens der Kammer dem Präsidium den ver- dienten Dank für dessen Geschäftsführung aussprach. — 7. Nov. Heute Vormittag 11 Uhe fand die Schließung der Landtagssession durch den Ministerpräsidenten Hofmann statt. Derselbe dankte, indem er einen Rückblick auf die abgelaufenen letzten 6 Jahre warf, den beiden Häusern sowohl für den Patriotismus, den sie gelegentlich des deutsch⸗ französischen Krieges bewährt, wie für das Ent- gegenkommen in inneren Angelegenheiten. Im Jahre 1866 hätte Niemand die Ereignisse zu ahnen vermocht, welche jetzt zur Thatsache ge⸗ worden, und die Regierung wisse es den Ständen zu danken, daß sie sich der großen Zeit würdig erwiesen und die Schwierigkeiten des Ueberganges in solcher Weise zu überwinden gewußt hätten. Er persönlich schätze sich glücklich, diesen Dank überbringen zu dürfen. Nachdem sodann die Ver- lesung des Landtagsabschieds stattgefunden, erklärt der Minister die Sessson für geschlossen. — Prinz Alexander ist nach Dresden abge⸗ reist um im Auftrage des Großherzogs das sächsische Königspaar zur goldenen Hochzeit zu deglückwünschen. — Wie aus Berlin gemeldet wird, ist Major Weyland von Darmstadt als Bevollmächtigter des Großherzogthums Hessen bei der Commission der Vertheilung der Kriegsbeute in Berlin eingetroffen. Berlin. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ sagt: Es könne nie vergessen werden, daß das Herren- ———̃?(— * haus eine Gesetzvorlage wesentlich amendirt habe, nicht um sie in dieser Gestalt anzunehmen, sondern zu verwerfen. Das Blatt bezeichnet die Kreis ⸗ ordnungsfrage als eine erste Etappe und schließt folgendermaßen: Es wird nothwendigerweise die Befürchtung, diesem Hindernisse auf jeder weiteren Station vielleicht noch in verstärktem Maße und zu noch schwerer Benachtheiligung von Staats- interessen zu begegnen, ins Gewicht fallen und läge es nur in der Logik der Thatsachen, wenn die Erwägungen auf die innere Natur dieses Hemmnisses sich richten sollten, anstatt nur die Mittel zu dessen momentaner Beseitigung ins Auge zu fassen. — Die„Prov.⸗Corr“ meldet: Die Staats- regierung ist beschäftigt, den Kreisordnungsentwurf unter wesentlicher Aufrechterhaltung der mit dem Abgeordnetenhause vereinbarten Grundlagen, je⸗ doch unter Abänderung einzelner erhebliche prac⸗ tische Bedenken erregender Bestimmungen neu festzustellen. Der Entwurf geht zunächst dem Ab⸗ geordnetenhause zu, wo alle Aussicht zu einer wiederholten Annahme in kürzester Frist vorhanden ist. Bis dahin werden die Maßregeln zur Siche⸗ rung des Gelingens der Reform auch im Herren- hause getroffen sein. Der Kaiser widmet der Durchführung der als unerläßlich erkannten Maß regeln die vollste Theilnahme und Entschiedenheit. Der Ministerrath wird voraussichtlich nach des Kaisers Rückkehr von Springe zu einem Conseil unter des Kaisers Vorsitz berufen werden. — In den letzten Tagen sind die ersten Re- kruten für das Garde⸗Corps aus Elsaß⸗Lothringen hier eingetroffen, und zwar waren bei dem ersten Transport 15 Mann für jedes Infanterie-Bataillon und 15 Mann für jedes Cavalerie-Regiment. Es waren viele Leute darunter, welche sich freiwillig zum dreijährigen Dienst gemeldet hatten. — In hiesigen und weiteren deutschen in- dustriellen und commerciellens Kreisen wird eine dringende Petition wegen Unificirung des deutschen Papiergeldes vorbereitet, die dem nächsten Reichs⸗ tage unterbreitet werden soll. Gumbinnen. Die Cholera ist nunmehr auch im hiesigen Regierungsbezirke ausgebrochen. Bis zum gestrigen Tage wurden in Prosiken(Kreis Lyck) 2, in Johannisburg, Pilchen und Sdorren (Kreis Johannisburg) 10 Erkrankungsfälle ge⸗ meldet. Von den ersteren verlief einer, von den letzteren 6 mit tödtlichem Ausgange. Bonn. Seitens des vorgesetzten Ministeriums ist dem hiesigen akademischen Senate die Weisung zugegangen, die bisher unter der Leitung der Jesuiten stehende Marianische Congregation der Studenten aufzulösen. Stuttgart. Wie es heißt, wird der Kriegs; minister einen außerordentlichen Credit von 17 Mil- lionen Gulden für die Neuorganistrung des würtem⸗ bergischen Armeecorps verlangen. Straßburg. Wie der„N. K.“ erfährt, wird das Project einer Brüsseler Gesellschaft, Straßburg mit der Umgebung durch einige Pferde⸗ bahn-Linien in nähere und bequemere Verbindung zu setzen, nicht wehl die Concession der Behörden finden können, da bereits eine Berliner Gesellschaft Prioritätsrechte darauf hat. Dem Unternehmer selbst soll nichts im Wege stehen, und es handelt sich augenblicklich bauptsächlich um einige technische und militärische Vorfragen. — Am 5. d. gelangte im Landbezirk Straß⸗ burg das Militär⸗Ecsatz⸗Geschäft mit der Loosung zu seinem Ende. Es hatte sich eine Menge Con⸗ seriptionspflichtiger dazu eingefunden, die dem Akte in fröhlichster Stimmung beiwohnten. Der Land- kreis hatte sein volles Contingent gestellt, während in dem Stadtkreise die Mehrzahl der Militär- pflichtigen sich der Aushebung durch Auswande⸗ rung entzogen hat. Soviel bis jetzt verlautet, ist das Ersatzgeschäft auch in den übrigen Bezirken ohne jede Stötung verlaufen. Bitsch. In Zukunft sollen hier nur 60 Mann Besatzung verbleiben zur Besorgung des Wacht postendienstes; die Stadtbefestigung, nicht aber die Citadelle soll niedergerissen werden und bereits hat man mit Abbrechung des ganz neuen verdeckten Ganges in der Nähe des Bahnhofes begonnen. Ausland. Oesterreich. Die sämmtlichen Landtage wurden am 5. d. mit den üblichen Feierlichkeiten eröffnet. — Die„Oesterreichische Corresp.“ dementirt entschieden die Nachricht von der Errichtung einer Spielbank in Vaduz, welcher sowohl das im Fürstenthum Lichtenstein in Kraft stehende öster⸗ reichische Gesetz als auch der ausdrüfliche Wille des regierenden Fürsten entgegenstehen. — Die„Wiener Ztg.“ theilt mit, daß die Section der beiden bisher angeblich an der Cholera gestorbenen Personen ergeben hat, daß keine Cholera, sondern in dem einen Fall Darmkatarrh und in dem andern Beinfraß und Psoasabseeß vorge⸗ legen habe. Schweiz. Die Gemeinde Starrkirch scheint zu ihrem excommunicirten Pfarrer Gschwind stehen zu wollen. Es wurde daselbst ein Freiheits- baum errichtet mit der Inschrift:„Dem Pfarrer zum Schutz, den Feinden zum Trutz.“ Die Ge⸗ meinderäthe von Starrkirch und Dulliken haben am Sonntag einstimmig beschlossen, Hrn. Pfarrer Gschwind in seinen Rechten zu schützen, und die Regierung hat an demselben Tage den motivirten Beschluß gefaßt, es sei Herr Gschwind als einzig rechtmäßiger Pfarrer von Starrkirch anzuerkennen, es sei denn, daß er auf ergangene Klage hin vom Regierungsrathe abgesetzt werde. Die Bevölkerung der Pfarrgemeinde hat außerdem den vom Bischof schon zweimal geschickten Kapuziner, der die pfarr⸗ amtlichen Vorrichtungen übernehmen sollte, wieder⸗ holt abgewiesen und dahin zurückgeschickt, wo er hergekommen war. Frankreich. Das„Bien public“ meldet: Der französisch⸗englische Handelsvertrag ist in London unterzeichnet worden. — Wie der„Siecle“ mittheilt, wird im Laufe dieser Woche wieder eine Summe von 200 Mill. Frs. Kriegsentschädigung an Deutschland gezahlt. Die Regierung werde bis zum Jahres- schluß die drei ersten Milliarden voll gezahlt haben. Außerdem habe der Staatsschatz etwa 600 Mil⸗ lionen noch für die vierte Milliarde vorräthig. — Ein früherer Einwohner von Metz, Namens Fiévse, welcher seine Familie hatte nach Algier kommen lassen, richtet in den Blättern einen offenen Brief an den General⸗Gouverneur der Colonie, Hrn. v. Gueydon. Er führt darin mebrere Fälle an, wo die versprochenen Ländereien geradezu illu⸗ sorisch gewesen seien. — Das„Paye“ behauptet und stellt die Re⸗ gierung darüber zur Rede, daß Henri Rochefort in einem reservirten Wagen erster Classe(woher) in Paris eingetroffen und nicht etwa in einem Zellenwagen, sondern in einem öffentlichen Mieth⸗ wagen nach Versailles geführt worden sei. Das „Pays“ findet dieses Verfahren und die ganze Versetzung des Gefangenen um so unerklärlicher, als derselbe sich des besten Wohlseins erfreue.— Das„Bien public“ antwortet dem„Pays“: Die Reise Rochefort's nach Versailles wurde durch eine Familien- Angelegenheit veranlaßt. In diesem Augenblicke muß der Gefangene schon nach seinem Haftorte zurückgekehrt sein. Rochefort war in Versailles, um sich mit seiner Geliebten, der Mutter seiner Kinder, welche seit dem Sturz der Com- mune dort in der Zurückgezogenheit eines Klosters lebte und lebensgefährlich erkrankt ist, trauen zu lassen und so die Kinder zu legitimiren. Großbritannien. Der nun unterzeichnete Handelsvertrag mit Frankreich stipulirt, daß im Falle einer Reduction der Arcise oder anderer Steuern Seitens Frankreichs für inländische Pro⸗ ducte in gleichem Maße die Compensationszölle reducirt werden. soll durch eine Commission in Paris verhandelt werden. Die Tarifbestimmungen sollen bis zum 1. Jan. 1877, diejenigen bezüglich der Schiffsab⸗ gaben bis zum 15. Juli 1879 in Kraft bleiben. — Die Blätter melden, daß in dem bei Se⸗ bastopol gelegenen Krimhafen Balaklava große Ar⸗ beiten in Angriff genommen sind, um diesen aus- gezeichneten Hafen in einen gewaltigen Kriegshafen umzugestalten. Durch den Pariser Vertrag von 1856 war Rußland verpflichtet worden, jede An: Hanauer Bahnhof geht ein, die Hanauer Landstraße w Die Feststellung der Zolltarise lage eines neuen Kriegshafens am schwarze Meere zu unterlassen; heute scheint sich jedoch Rußland nicht mehr an den, seine maritime Ent⸗ faltung im schwarzen Meere hindernden Vertrag 04 gebunden zu halten. Italien. der italienischen Consulate in Deutschland, das Consulat zu Frankfurt hat demnach die Gerichts. barkeit für die preußische Provinz Hessen Nassau, das Großherzogthum Hessen und über die Fürsten⸗ thümer Hohenzollern, Lippe und Lippe⸗ Schaumburg. Amerika. Die am 5. d. M. stattgehabte Wahl von Wahlmännern zur Präsidentenwahl weist eine große Majorität für Grant auf. Die Wiederwahl Grant's ist demnach gesichert. 2 Friedberg. Am 2. Nov. sand die Eröffnung ber hiesigen Ackerbauschule unter Anwesenheit des Präsidenten des landwirthschaftlichen Vereins für Oberhessen, Herrn Freiherrn A. v. Rabenau, des Curatoriums, des Lehrer⸗ Collegiums, sowie vieler Angehörigen von Schülern slalt. Herr Regierungsrath Trapp gab zunächst den Gefühlen des herzlichsten Dankes Ausdruck gegen den, wegen Un⸗ wohlseins abgetretenen Präsidenten des landwirthschast⸗ lichen Vereins für Oberhessen, S. Erlaucht Herrn Grafen von Solms Laubach, welcher mit warmer Liebe der An- stalt zugethan gewesen sei und bat den neu erwählhen Präsidenten, Herrn v. Rabenau, der jungen Anstalt seine Protektion zu Theil werden zu lassen. Er habe ja schen seither in seiner Stellung als Reichstagsabgeordneter für die verschiedenen Zweige der Volkswirthschaft das rege Interesse bethäligt und als Ausschußmitglied des land⸗ wirihschaftlichen Vereins demselben seine Thäligkeit ge⸗ widmet, darum glaube er hoffen zu Lurie daß seine Bitte keine vergebliche sel. Herr v. Rabenau betonte in seiner Antwort, daß die Landwirthschaft seither sich nicht den Verhälinissen gewachsen gezeigt habe und daß sie hinter Handel und Gewerbe zurückgeblieben sei; dies müsse anders werden. Ueberall sei Fortschritt bemerkbar, wer sich gegen f denselben auflehne, werde vom Rade der Zeit zermalmt. Es sei zu wünschen, daß es in der Landwirihschaft bald rührig werde, damit sich dieselbe Handel und Gewerbe ebenbürtig an die Seite siellen könne. Auf der Jugend beruhe die Hoffnung, darum wünsche er der Anstalt eine recht segensreiche Wirksamkeit. Hierauf dankte Herr Ren⸗ amtmann Lindeck für das Entgegenkommen, das der An⸗ stalt überall bereitwilligst zu Theil werde. Der landwirlh⸗ schastliche Verein trage zu den Kosten 2000 fl. bei, die Kreiskasse 500 fl. das Mathildenstift 500 fl. und die Stadt Friedberg werde es an einer entsprechenden Gabe nicht fehlen lassen. Zwei bewährte Lehrer, die Herren Nücker und Rückert seien als Fachlehrer gewonnen und außerdem noch vorzügliche Lehrkräfte von hiesigen Lehr⸗ anstalten zugezogen worden. Das Curatorium habe keine Mühe gescheut, um die Anstalt so günstig wie möglich zu situiren; an den Schülern sei es nun, das Ihrige zu ihun. Damit war die allgemeine Feier geschlossen. Die Abtheilungsvorstände trafen nun noch die nöthigen An⸗ ordnungen, damit der Unterricht den folgenden Montag un: gestört beginnen konnte. Die Anstalt wird von 46 Schülern srequentirt, wovon 18 der oberen und 28 der unteren Abtheilung angehören. Unter den Schülern befinden sich 6 aus Preußen. So möge denn die Anstalt grünen und dlühen und durch ihre Wirksamkeit zeigen, daß sie es versieht, junge Landwirthe heranzubilden, welche den Zeit⸗ verhältmissen gewachsen sind und der Landwirthschaft mit zu der Stellung im Staate verhelfen, welche ihr im In⸗ teresse der Gesammtheit zu Theil werden muß. n Homburg scheint man zu einem ferneren Empor blühen der Stadt nach dem Eingehen des Spieles kein großes Vertrauen zu haben, denn verschiedene Geschäfle find, wenn auch noch in diesem. etablirt, in letzter Zeit nach Frankfurt übergesiedelt. Siesten. Der hiesige Anzeiger bringt wörtlich nach dem Manuscript folgende Annonce: Die Jenigen Welge meinen Freund und euren Vater Reinhardt Wewer zu seiner leisten Ruhe Städte Wo die So Sanst Ruhen bekleitet haben Wünsche ich meinen herzlichsten Dank, L. E. 0 Frankfurt. Das auf dem Friedhose zu errichtende Denkmal für die 1848 gefallenen Barrikadenkämpfer dat nun fertig. Dasselbe ist ein Obelisk aus rothem Sand⸗ stein, 26 Fuß boch und im Sockel etwa 8 Fuß breit. Auf den Seiten der Pyramide sind die Namen der N angebracht, während die Vorderseite des Sockels folgende Inschrift trägt:„Zur Erinnerung an die am 18. Sept. 1848 Gefallenen aus dem Volk“ und darunter: 1 setzet ihr nicht das Leben ein, nie wird euch das Lebe gewonnen sein.“ a Frankfurt. Die wegen anscheinender Oeiseskant heit in die Irrenanstalt aufgenommene unverehelicht Gamm, welche kützlich in der Neuenkräme einen Mord⸗ versuch an ihrem Geliebten beging, soll dem Vernehmen nach wieder hergestellt sein. ea f 1 81 die Anlage des neuen Centem bahnhofs und über andere damit mulammentüngeg a Bauten erfährt man Folgendes: Die Personenhalle 5 Centralbahnhofs wird an der Stelle des jetzigen 1. bahnhofs ihren Platz finden und zwar so, daß der jetz 5 Main⸗Weserbahnhof den rechten, der Main-Neckorbahnbel den linden Flügel bildet. Der Güterbahnhof wird ober halb der Galgenwarte zu stehen kommen. Der lie Die„Gazzetta uffiziale“ enthält die veränderte Eintheilung der Gerichtssprengel! 911 ich verletzt. verlegt und erhält eine andere Richtung, der neue Hanauer Bahnbof kommt mit seiner Front an die Ostendstraße zu Aiegen. In der Nähe wird eine Brücke über den Main errichtet. Eine städtische Brücke wird außerdem in der OWegend der Stadibibliotbek erbaut. Die hessische Ludwigs⸗ Bahn überbrückt die Staatsbahn, die von Hanau⸗Offenbach über Sachsenbausen nach Frankfurt führt.— Auch der 1 Bahnhof in Wiesbaden wird total umgebaut. Darmstadt. Der seit einigen Wochen vermißle Knabe, dessen Verschwinden mehrfach gemeldel worden war: ist wieder zum Vorschein gekommen und seinen Eltern über⸗ Zeben worden.(9) Wiesbaden. Als Curiosum verdient gemeldet zu werden, daß dieser Tage aus Zanzibar an der Ostküͤste Von Afrika ein Telegramm an die Kursaal⸗Administration einlief, worin angefragt wurde, ob hier— mit einem ganzen oder halben Refait gespielt werde? Die Rückant⸗ vort war bezahlt. Aus dem Rheingau. Ein Weinbergbesitzer in Rüdesheim hat die diesjährige Crescenz eines größeren Weinbergs um eine Flasche 68er verkauft. Aus der Pfalz. Blühende Veilchen, reife Erd⸗ deeren werden da und dort gefunden; auf Friesheimer Markung trägt sogar ein Kirschbaum zum zweiten Male Früchte, deren eiliche schon schön gefärbt sind. Kassel. Laut einer amtlichen Berichtigung wurde dei der Enigleisung vom 3. November bei Warburg nur ein Passagier getödtet, der Locomotivfübrer und Heizer ehr erbeblich, der Zugführer und ein Schaffner unetheb⸗ Locomolivführer und Heizer schweben in debensjabr. Baden⸗Baden. Der Zufluß von Fremden, welche zum Schlusse des Spiels bierber kamen, war in den ketzten Tagen des Octobers schon sehr bemerkbar gewesen, am Donnerstag aber, an welchem Tage das Spiel hoffent⸗ lich für immer aufbörte, waren die Räume des Conver⸗ sationshauses gefüllt, und am Abend belagerte eine solche Menge die Spieltische, wie seither noch nie gesehen worden. Von Zeit zu Zeit hörte man einen kleinen Wortwechsel und sah darauf Einen, der aus Versehen einen fremden Gewinn für seinen eigenen einkassirt batte, in das be⸗ kannte kleine Polizei Cabinet abführen. Fünf Minuten vor 12 Uhr wurde mit dem Spiel ein Ende gemacht. Sofort wurden jetzt die Räume geleert, die Menge trieb fich aber noch bis zwel Uhr vor dem Hause umher. In Berlin ist ein Consortium um die Concession eingekommen, ein Dienstfrauen⸗Institut nach dem Muster — t. Der lundwüß r 200 L u, e L e b . T ende Gib“ * n 0. Idriß 7 zac offen. 5 ren 22 1 3119 sucht der Dienstmänner in's Leben rusen zu dürfen. In Berlin wurde kürzlich der Lotterie⸗Einnehmer Bohne auf Vohnes dorf begraben, eine Persönlichkeit, welche manchem Leser noch aus dem Jahre 1848 erinnerlich sein wird. Bohne war es, der das Palais des jetzigen Kaisers, damaligen Prinzen von Preußen, mit der Aufschrift „National⸗Eigenihum“ versah und es so vor Beschädigung vpewabrte. f Berlin. Von bhiesigen Blättern wird folgender Zug aus der Amtsthätigkeit des Pastor Frege ig Schöneberg erzählt:„Er fland vor dem Altare und erwartete ein Blautfpaar, das sich zur Trauung bei ihm gemeldet hatte. Die Braut erschien in der Sakeistei mit einem offenen Muyrtenkranz im Haar; man sah es ihr aber an, daß sie die Warnung an Greichen im„Faust“:„Thu' keinem Dieb eiwas zu lieb, als mit dem Ring am Finger“, außer Acht gelassen hatie. Ein scharfer Blick des Pfarrers auf die Braut machte dieselbe etrröthen. Sie nahm den Myrtenkranz vom Haar, legte ihn auf ein Tisch chen in der Sakristei und ließ sich nun mit leichterem Herzen von dem Verlobten an den Altar führen. Pastot Frege reichte krsi der Braut, daun dem Bräutigem die Hand, darauf schritt er würdevoll die Stufen des Alters hinab, holte den offenen Kranz aus der Sakristei, drückte ihn der Braut mit den Worten:„Kein Mensch ist ohne Fehl“ nuf die Locken, und dann vollzog er die Trauung.“ Fortbildungs⸗Verein. * Vorletzten Dienssag hielt der hiesige Fortbildungs⸗ Wirein die erste seiner öffentlichen Abendversammlungen zur freien Besprechung über Fortbildungs-Angelegenheiten. Wegenstand der Besprechung war die Fortbildungsschule. Mil Fug und Recht hat man gerade damit begonnen; die Einrichtung und Unterhaltung von Fortbildungs⸗ schulen wird immer einen Hauptzweig ber Wirksam⸗ keit der Fortbildungs⸗ Vereine bilden.— Herr Seminar⸗ lebrer Soldan halte es übernommen, die Discussion einzuleiten. Nachdem er in läugerem Vortrag über Noth⸗ wendigkeit und Organisation von Fortbiloungsschulen sich Herbreitel, faßte er die Hauptgedanken seines Vortrags in einige Sätze zusammen, die hierauf der Besprechung unter⸗ brellet würden. Eine ziemlich zahlreiche Versammlung hatte sich dazu eingefunden, die in eine lebhafte Debatte über die vorgelegte Materie einging.— Allseitige Zu⸗ stimmung fanden zunächst die Ausführungen des Herrn Thesenstellers über die Nothwenbigkeit von Fortbildungs⸗ schulen. Es war auch gewiß nicht anders zu erwarten. Eine gut organisirte Volksschule kann zwar Viel leisten für die Heranbildung des jungen Geschlechts, und die deulsche Volksschule hat trotz der gedrückten Stellung, in welcher sie sich bislang befand, schon Großes geleistet. Beweis dafür ist der Blldungsstand des deutschen Volkes, dem kein anderes Volk in dieser Beziehung gleich⸗ kommt; Beweis dafür sind die großen nationalen Exfolge. „Der preußische Schulmeister hat bei Königsgrätz die Oester⸗ reicher geschlagen“, lautete eine Stimme im preußischen Abgeordnetenhause nach dem böhmischen Feldzug, und heute erkennen es die Franzosen an:„Die deulsche In⸗ telligenz, die deutsche Massenbildung war es vornehmlich, die uns besiegt hat“, und fangen ihre nationale Wieder⸗ geburt damit an, daß sie den Volksschulunterricht obli⸗ gatorisch machen wollen. Gleichwohl ist es offenkundige Thatsache, daß einerseits Manches, was auch das einfachere Leben unserer Tage fordert, in der Volksschule nicht gelehrt werden kann, weil die nölhige Reife des Verstandes dazu bei den Schülern noch nicht vorhanden ist, andererseits Vieles und oft das Beste von dem mühsam Erworbenen wieder verloren geht, weil es noch nicht so recht in Fleisch und Blut übergegangen war. Schlimmer noch steht es, wie der Thesensteller schön ausführte, mit der sittlichen Entwickelung der Jugend. Vom 14. Jahre an, gerade in der gefährlichsten Lebensperiode, in den meisten Fallen fast ganz auf sich selbst gestellt, ist der junge Mensch nur zu oft der sittlichen Verwilderung preisgegeben. Sobald die Volksschule in der Lage war, die Resultate ihrer Wirksamkeit zu überschauen, mußte sich ihr diese lraurige Erfahrung aufdrängen, und daher denn das schon vor vielen Jahren und immer auf's neue wieder ausgesprochene Verlangen nach Fortbildungsschulen. Die Gegenwart mit ihrer täglich sich steigernden Schwierigkeit der Existenz, aber auch mit dem großartigen nationalen Auf— schwung unsers Volkes hat nun abermals und nachdrück⸗ licher als je diesen Ruf erhoben. Möge er überall volle Erhöcung finden.— Nicht minder Billigung der Versammlung fand die folgende These mit ihrer Forderung, daß auch auf die Fort⸗ bildungsschule der gesetzliche Schulzwang ausgedehnt werden müsse, wolle man sich anders einen Erfolg versprechen. Ueber das Recht oder richtiger die Pflicht des Staates, bis zu einem gewissen Grad Schulzwang für Alle zu üben, herrschen indessen, wie es scheint, noch nicht allent⸗ halben die richtigen Anschauungen, und es hätte vielleicht nicht geschadet, wenn gerade dieser Punkt, die sittliche Grundlage, worauf der Staat ruhen muß, seine Kultur⸗ aufgabe, und der darauf sich gründende Schulzwang und dessen Verhältniß zur persönlichen Freiheit noch eingehen⸗ der, als geschehen, wäre erörtert worden. Elne weitere These erachtete es in billiger Rücksicht auf den unbemittelteren Theil der Bevölkerung nicht für angemessen, die eigentliche Schulzeit noch um ein Jahr zu verlängern. Sie will vielmebr vom 14. Jahre an den jungen Menschen dem Erwerb überlassen und bean⸗ sprucht ihn nur auf 1—2 Stunden täglich für die Schule bis zum 17. Jahre. Auch dieser These pflichtete die Ver⸗ sammlung bei, entschied sich aber im Gegensatz zu dem Thesensteller, der die erste Morgenstunde als Unterrichts- stunde empfahl, aus vorwiegend praktischen Gründen für die Abendstunden. Die letzte These befaßte sich mit den einzelnen Unter⸗ richtsgegenständen für die Fortbildungsschule und deren Behandlung. Bei einem Ueberblick über die Verhandlungen des Abends drängen sich schließlich folgende Bemerkungen auf: Die Volksschule glich seither einem Haus, dessen Funda⸗ ment, Mauerwerk und innere Einrichtung immerhin mit einiger Sorgfalt gearbeitet war, das aber den Fehler hatte, daß ihm das Dach mangelte. Darum war das Gebäude von keiner Dauer. Die Stürme und Unwetter der wüsten Lebensperiode vom 14.— 18. Jahre hatten freien Zutritt und verwandelten das Gebäude im besten Fall in eine Ruine. Was will nun die Fortbildungsschule? Sie will das Gebäude mit einem schützenden Dache versehen. Demselben vorerst ein weiteres Stockwerk aufzusetzen, wäre sehr erwünscht, nur werden die wenigen in Aussicht genommenen Unterrichtsstunden dafür kaum ausreichen. Die Wirksamkeit der Forbildungsschule wird darum in Bezug auf die sittliche Entwickelung der Jugend eine hütende, schützende, in Bezug auf die intellectuelle eine klärende, anregende, in Bezug auf positives Wissen und Können aber— und das scheint werth zu sein, hervor⸗ 1 gehoben zu werben— meistens und vorherrschend eine erhaltende sein. Daß damit nicht ein langweiliges Wiederholen gemeint ist, braucht nicht bemerkt zu werden. Der Unterricht kann sehr wohl immer neue interessante Seiten hervorkehren und sich im Wesentlichen gleichwohl innerhalb derselben Gränzen bewegen. Hat's mit dem Gesagten aber seine Richtigkeit— unb dieselbe kann Angesichts der wenigen vorerst verwendbaren Unterrichtsstunden nicht bestritten werden,— so werden die Fortbildungsvereine, wollen sie ihren Zweck erreichen, sich veranlaßt sehen, der eigent⸗ lichen Volksschule in gleicher Linie ihre Aufmerksamkeit und Sorgfalt zuzuwenden. Die Jahre vom 6.— 14. Jahre sind eine kostbare Zeit zum Lernen und zur Erhebung des Gemüthes zum Edlen und Guten; diese Zeit muß vor Allem auf's sorgfältigste ausgenutzt werden, sonst helfen alle Fortbildungsschulen nichts. Die Fortbildungsvereine werden sich um so mehr dazu veranlaßt sehen, der Volks⸗ schule nicht blos so nebenbei ihre Pflege zu widmen, als dieselbe nach wie vor die Bildungsstätte eines großen Theiles der Jugend bleiben wird. Höhere Unterrichts⸗ anstalten mit ihrem viel weiter und umfassender angeleg⸗ teu Untertichtsplan sind einer gut organuistrten Volksschule gegenüber nach dem Urtheil aller Sachverständigen füt alle Diejenigen von sehr zweifelhaftem Werth, deren Ver⸗ hältnisse ihr Verlassen der Schule mit der Confirmation fordern.— Für die Schule kann es nur von Segen sein, wenn sich ihr das öffentliche Interesse recht lebhaft zuwendet. Nur das Eine sei dabei erwähnt. Es gibt einzelne Familien, auch in unserer Stadt, deren Kinder sammt und sonders kium das Allernothdürftigste in den Schulen lernen, nicht eiwa weil der Unterricht die Schuld hätte oder sie zu dumm wären, sondern weil sie nichts lernen mögen und die häusliche Erziehung der Schule nicht in die Hände arbeitet. Auf solche Elemente müßte der Druck der öffentlichen Meinung wirken. Bei öffent⸗ lichen Prüfungen müßten die einflußreichsten Bürger zahl⸗ teicher als es geschieht zugegen sein, an den Leistungen und dem Verhalten aller Kinder, nicht blos der eigenen, ein lebhaftes Interesse nehmen und so ihren Gesammt⸗ einfluß mit dem der Schulverwaltung vereinigen. Man sieht, die erste Abendversammlung des Fort⸗ bildungsvereins hat, wie angekündigt worden, Fragen von großer Wichtigkeit und naheliegend für Jeden auf's Tapet gebracht. Es ist diesen Abendversammlungen eine recht lebhafte Betheiligung zu wünschen. Sie wollen Bildung befördern, und Bildung ist das nutzbringendste Kapital. D. Frankfurt a. M., 7. Nov. Während die gestrige Börse ein nicht ganz harmonisches Bild unge⸗ trübter Sümmung bot, glichen sich diese Mängel bereits an der gestrigen Abendbörse wieder aus. Auch heute eröffnete die Börse fest und zu höheren Coursen für die Hauptispeculations⸗Effecten. Berlin und Wien meldeten bessere Course und ersteres sogar Kauflust. Auch in den Wiener Gebdverhältnissen scheint momentan eine Exleich⸗ terung eingetreten zu sein, wozu der relativ günstige Positionen constatirende Ausweis der Nalionalbauk den Kommentar bilden dürfte. Für Staatsbahn wirkte die nach dem dies wöchentlichen Ausweis geringe Minder⸗ einnahme(fl. 41,000) günstig ein und gingen dieselben, sowie auch Criduacnien und Lombarden ca. fl. 1—2 höyer. Gegen Schluß der Börse trat indeß eine etwas mattere Tendenz, hauptsächlich auf die übrigens ganz unverbürgte Nachricht ein, daß die englische Bank ihren Disconto er⸗ höht habe. Das Geschäft war im Ganzen nicht sehr be⸗ lebt. Silbertente blieb unverändert. Oesterreich. Bahnen still, Nordwest niedriger. Das Treiben derselben in Berlin, welches ebenfalls einen matteren Cours dieses Effects meldet, scheint sein Ende erreicht zu baden. Ungarische Eisenbahn Anleihe ½ 9% matter. Auch in deutschen Banken ging heute nicht viel um. Darmslädter und Württembergische Vereinsbank, letztere um volle 10%, höher, Bankverein etwas nachgebend. Wiener Bankactien waren wieder in reger Nachfrage und zu 1087 bebauptet. Von Devisen Parts fest. Golecoupons fl. 2. 238%. Productenbörse zu Friedberg am 7. November. Heutiger Pieis loco Waizen, gute Qualität, fl. 14—½, Korn, fl. 9¾— 10. Gerste, fl. 10½. Hafer, fl. 77½¼—.. Kartoffeln, fl. 2½¼— J. Alle Preise verstehen sich 200 Pfund S 100 Kilo. Nächste Börse Donnerstag den 14. November. I bis 2 gute Arbeiter 3117 finden dauernde Beschästigung bet Odstadt. Valentin Leidecker, Schneidermeiffer. Einen Zapfjungen Ph. Windecker. Frische Repskuchen 127 empfiehlt Ph. Dan Kümmich. Wohnung zu vermiethen. 3107 Der zweite Stock meines Hauses ist zu ver⸗ miethen und kann Ende dieses Monats dezogen werden. Friedberg im November 1872. Reis. Lederhandlung. Einen Lehrling 9121 und einen Schreinergesell, letzteren auf dauernde Arbeit, sucht Frledberg. J. 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Um über die Bedeutung dieser Wahlen aufzuklären, auf deren Ergebniß anregend und fördernd zu wirken, haben es eine Anzahl patriotisch und liberal gesinnter Männer aus allen Theilen der Provinz Oberhessen für erforderlich erachtet, eine Provinzial⸗Versammlung auf Sonntag den 10. d. M., Nachmittags 2 Uhr, nach Gießen zu berufen. Alle Wähler der Provinz sind eingeladen, in dieser Versammlung, die im Leib'schen Saale, Wallthorstraße, abgehalten werden soll, zu erscheinen. Gießen am 5. November 1872. Baist. Bram m. L. Bücking. Buff. Diery. C. Gail. F. Gail. Felsing. H. Homberger. M. Homberger. A. Müller. A. Noll. Ricker. Vogt. Wolf. 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Eintrüits⸗Karten für Fremde find von heute ab bei Unterzeichnetem zu haben. Kasse findet am Ballabend uicht statt. Achtungsvollst Möller, Tanz- und Anstandslehrer. euer Laber dan! 2847 bei Wilh Fertsch. Filzhüte. 3118 Mein frisch assortirtes Lager Filzhüte bringe in empfehlende Erinnerung. L. Backes. Fe i n st e Vanille--Hruch Chocolade, 3115 das vorgewogene Pfund 32 kr., empfiehlt F. Hilbrecht Wittwe vis-A-vis dem Bahnhof. Einen großen Salon Teppich, 9 Darmstädter Ellen lang und 7 Ellen breit, hat zu verkaufen in Auftrag 3125 M. Schwarz, Hoftaxator. Alle an Nähmaschinen vorkommende Re⸗ paraturen werden gut und pünktlich aus⸗ geführt durch J. Suchsland, Uhrmacher, Ludwigstraße vis-A- vis der Bierbrauerei 3106„Zum steinernen Haus“ 1 Einen Hofhund sucht zu kaufen Adam Klee in Schwalheim. 3103 Kirchliche Anzeigen für N Evangelische Gemeinde. 5 Pfarramtswoche: Herr Diakonus Meyer. 24. Sonntag nach Trinitatis. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Fink. Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Baur.. Katholischt Gemeinde. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. 25. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags: 10 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. 3110 Abendunterhaltung Sonntag den 17. November Tanzmusik statt im Saale zur deutschen Einheit, wozu 9 einladet gandwirthschastliches Casino Beginn des Gottesdienstes an den anderen Wochentagen 3 Morgens ½8 Uhr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimwopff. 3098 bei Georg Groß. 3075 billigt bet Jos. Hoffmann. (Hierzu Unterbaltungs Blatt Nr. 45 und eine Beilage.) flu Done Medtein. Au dab „ SS 2 1 — — A Oberhessischer Anzeiger. 12 N 877 8 8 1 3 Güter ⸗Versteigerung. 6 nnn, ö sen elle 3051 Dienstag den 12. November d. J., Vormittags 0 1 ö Il S 1 Il. ö a 1 11 Ubr, sollen in hiesigem Rathhause auf freiwilligen 2 94 Laberdey⸗ Antrag der Christian Seibels Wittwe, geb. Reuß ie Unter zeichneten empfehlen sich zur Besorgung aller 1 dabier, die derselden gehörenden nachbeschrlebenen Güter ⸗ 1 Gemarkung Friedberg. 2 fslücke: 8 N 7 7577 deihfes* Journale und eilschriflon Flur. Nr. Klfir. wissenschaftlichen und populären Inhaltes, deren Zusendung moglichst tick 94 55 55 3 Ohrloch, rasch und regelmässig erfolgt. ö — 14 4. 198. 113. Grabgarten in bet Kehl. Die Wochenummern Gartenlaube und Daheim 160 a. waben% A ene Oed werden jedesmal Sonntags Vormittags ausgegeben. 0 . Ach 5 4 10. 89. 20 Im Ried Alle neuen Erscheinungen der Literatur stehen auf Wunsch zur Ansicht zu 1 — 10. 90. S8. Daselb f, Diensten. Zu get. Aufträgen halten sich auch ferner bestens empfohlen 1 : 26. 84. 13. Daselbst, 8 1285 ö des nochmals öffentlich meifidtetend versteigert werden. Bindernagel& Schimpflf. Friedberg den 31. Oktober 1872. „„ Großherzogliche üealschule zu Friedberg. b A deri 7 a g 5 1 N 1 l 1 W Vergebung von Bauarbeiten. 3047 Die Anmeldung der für die Vorschule bestimmten Schüler(vom 8. und 9. Lebensjahre) bete be, gie, 3080, Die zur Erbauung eines neuen Paftlocals nebfi[ wolle man nun Mittwoch den 13. November, Nachmittags von 2— 4 Uhr, im tel kehre 1 Wirthschaftsgebäude zu Butzbach erforderlichen Bau⸗ Ischulgebe i ibri 3 deztet 1 g ealschulge ingun „ Ain Arbeiten, mit den lt. Voranschlag dazu erforderlichen 5 1 E n ee eee eee een 711 2 rde Materialienlieferungen(ausgenommen die Mauermate⸗ 5 5 5 5 ö 15 M. rialien) hen ee Großherzogliche Direction der Realschule zu Friedberg. ö Maurerarbeit zu 2610 fl. 27 kr. Dr. Möller. 1 Stelnhauerarbeit 1382„ 17„ E. Z3immterarbeit. 0 * 1 DODiachdeckerarbeit 444„ 36„ 1 *— 1 4 Schreinerarbeit 1228 7 52 4 271 In. f N 5— 5 f 4 N en 5 1 e 3092 Der Unterzeichnete bringt zur öffentlichen Kenntniß, daß er in Folge der Verlegung 6 bee an bels Glasexardeit 163„—„ seines Wohnsitzes nach Friedberg die Verwaltung der Füͤrstlichen Braunkohlengruben zu 4 Leet Weiß binderarbeit 1009„—,[Weckesheim, Dorn-⸗Assenheim und Wölfersheim für die Folge von hieraus besorgt und jeden 94 Noller, 10 P hasterardel 5 5 3¹„ Dienstag und Samstag in seiner Wohnung im Hause des Herrn Spenglermeister Frick zu 2— bn n dem Sabmistenswege n en sprechen ist, jeden Donnerstag aber von 10 Uhr Vormittags bis 3 Uhr Nachmittags auf dem 0 1 90 0 ven vergeben werden. Weckesheimer Bergwerk anwesend sein wird. 1 U 1 UU. Die Abgebote eee zu Wien en Friedberg den 5. November 1872.. 104 Aud 2 Find versiegelt mit der Aufschrift versehen„Submission 6 8 Lild Fertso für. Arbelt zur Erbauung eines Haftlocals Kröber, Berg- Inspeftor. Zu Butzbach“ längstens bis zum 13. November, Morgens 10 Uhr, als dem Eröffnungstermin, auf unterzeichnetem * Ute. 0 Büteau einzureichen, woselbst von heute an Pläne, Hamburg-Amerinanische Packetsahrt-Actien-Gesellschast. Voranschläge und Sudmisfionsbedingungen zur Einsicht offen liegen. Directe Post-Dampfschifffahrt zwischen Friedberg am 1. November 1872. 1. ee e, Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. ö 9 Backes 1 8 Reuß.— 9 10 Wẽ̃ l N d vermittelst der Post⸗Dampfschiffe hacoladt, 1 0 ene em en, Silesia, Mittwoch, 13. Nov. Holsatia, Mittwoch, A. Dezbr. Frisia, Mittwoch, 20. Nov. Morgens. Thuringia, Mittwoch, II. Sen Morgens. — wollene und baumwollene Westphalia, Mittwoch, 27. Nov.[SHammonia, Mittwoch, 18. Dez. brecht Dutt 50 bassagepreise: Erste Cajüte Pr. Crt. Rthlr. 165, Zweite Cafüte Pr. Crt. Rthlr. 100, Zwischendechf zun Unterfacken 0 1 5 1* ch 25 Näheres bei 8 ion Teppic dem Schiffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Hamburg, 4 . bel 1 sowie den allein für das Großherzogthum Hessen zum Abschluß von Ueberfahrtsver aun 1 und Unterhosen trägen concessionirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie 8 r een F. J. Bothof in Mainz 0 — K. Friedrich neben der Post in Friedberg. 4(crüher Carl Racké& Cie.) 1 erkemment 104 7 2 4 . bünli u: Fissche Repskuchen Friedberg bei Chr. Hecht. 00 2914 bei M. D. Loeb. Gard Ohne Mediein.. 0 N 1 M N Die als en, Brust- und Lungen- 11 8 i 3 g ö in. 112 kranke finden auf naturgemäßem Wege selbft 9 0 2 in verzweifelten und von den Aerzten für 8 probates ausmittel 9 „ bird og 2 un bellbar erklärten Fällen radicale Hei- sir 4. lung ihres Leidens 5 gegen Huften, Hetiserkelt, Verschleimung ꝛc. rühmlichst bekannten „ 0 dein 8 5 1 B Stollwerck'schen Frust-Gonbons s 0 beil Näheres brieflich durch f*in Original⸗Packeten à 14 kr. stets vorräshig in Friedberg bet Wilh. Fertsch, in Buß bach bel Val. I t Dir. J. H. 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Rechtsgeschäfte können daher nur mit dessen Curator, dem Caspar Karl Scheerer von Nieder ⸗Florstadt, abgeschlossen werden, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Friedberg den 1. November 1872. Großberzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Allwohn, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Güter⸗Versteigerung. 3129 Mittwoch den 13. Nodember d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in biesigem Rathbause auf freiwilligen Antrag die zum Naclasse des Petnrich Wilhelm und Chrtstoph Weckerling dahier gebörenden Güterftücke in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Das Güterverzeichniß kann auf dem Bureau des Unterzeichneten eingeseben werden. Friedberg den 7. November 1872. a Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. Bekanntmachung über die am 6. November 1872 im Firmen⸗Register des unterzeichneten Gerichts vollzogenen Einträge. Nr. 150. Der Mitinhaber der Firma Trapp& Münch zu Friedberg— Wilbelm Münch— ist aus solcher ausgetreten, während die beiden andern Mitindaber— August und Karl Trapp— das Geschäft unter der seitherigen Firma weiter fortführen. Das bisher unter der obigen Firma be— triebene Zweiggeschäft zu Berlin, aus welchem die Mittheilhaber Auguf und Karl Trapp ausgeschleden sind, führt Wilhelm Münch daselbst für seine alleinige Rechnung ferner fort. Eingetragen, laut Verfügung vom 31. und 5. November d. J. Aron Loeser zu Friedberg betreibt daselbst seit August 1871 ein Handelsgeschäft mit Wein, Branntwein und Liqueuren unter der Firma„Aron Loeser“. Eingetragen, gemäß Verfügung vom 5. d. M. Friedberg am 6. November 1872, Großherzogliches Landgericht Friedberg. 3113 Reitz. ** 8* Versteigerungs-Anzeige. 3102 Donnerstag den 14. November, Vormittags 9 Uhr, sollen in der Behausung des verflorbenen Martin Klein dahier(Usagasse) nachfolgende, zu dessen Nach⸗ laß gehörige Gegenstände, als: Weißzeug, Bettwerk, Kleidungsstücke, Waarenvorrätbe(Halstücher, Garn ꝛc.), sowie verschiedene Küchengeräthschaften öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Friedberg. In Auftrag: M. Schwarz, Hoftaxator. Mobilien- Versteigerung. 3116 Nächsten Freitag den 15. d. Mis., Vormittags 9 Uhr, werden in der Judengasse, Hausnummer 264, verschiedene Mobilien, beftehend in Bettstellen, Tischen Stühlen, Bettzeug, Kleidungsstücken und sonstigen Haus⸗ und Küchengeräthen, in Auftrag des Curators des L. Strauß II. Kinder öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung wegzugshalber versteigert. Friedberg den 7. November 1872. Mayer Schwarz, Hoftaxator. Erbjen, Linsen, Johnen 3099 in gutkochender Waare dei Georg Groß Nr. 151. Zahn⸗ und Mundkrankheiten! welcher Art dieselben auch sein mögen, werden mittelst des Anatherin- Mundwassers 5 von Dr. J. G. Popp, k. k. Hofzahnarzi in Wien, am sichersten geheilt; zahlreiche Zeugnisse bestätigen diese Aussage, unter andern dasjenige von Herrn Prof. Oppolzer, Rector magnif. an der F k. k. Hochschule in Wien. Desgleichen wird dies Zahnwasser von zahlreichen auswärtigen, sowie auch hiesigen Aerzten als empfehlenswerth er- probt und häufig verordnet. 5 Dr. J. G. Popp's Anatherin Jahnpasta. Zum Reinigen der Zähne. 0 Besonders zu empfehlen ist dieselbe Reisenden zu Wasser und zu Lande, da sie weder ver⸗ schüttet werden kann, noch durch den täglichen nassen Gebrauch verdirbt. 5 1 7 Depot in Nas Nauheim: in der Apotheke von Dr. W. Uloth. 2839 62 8 2578 billigst bei oon guter Familie zum sofortigen Eintritt. Leere Oelfässer 3100 zum Krauteinmachen zu haben bei 8 eorg Groß. Bad Nauheim. 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