eee dr. Pfeiffer. 3 1 Cuptlen * em ener 11 rtr Serau!t otal drrscnasgin —. 16 Nachfelgn. f rn. et n Kite ar tente welblihn Fee isten in duult in br Ni * 79 Oberhes — Diͤenstag den 9. Juli. ischer Anzeiger. 1 Enthält die amtlichen Erlasse fur den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag 7 Amtlicher Theil. Betreffend: Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler für 1872. Dass Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien Beienheim, Bodenrod, Dorn-Assenheim, Hausen mit Ses, Hoch⸗Weisel, Münzenberg, Nieder⸗Mörlen, Staden. Wenn Sie nicht binnen 24 Stunden unserer Verfügung vom 20. Juni d. J. N d g, Friedberg am 20. Juni 1872. entsprechen, müssen wir Wartboten an Sie absenden. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- rungsblatt Nr. 30 enthält:(Schluß.) X. Extbeilung von Erfindungspatenten. Seine König⸗ iche Hoveit der Großherzog haben allergnädigst geruht: um 30. Mai dem Kaufmann Eduard Heinson Huch zu Zraunschweig auf dessen Nachsuchen ein Erfindungspatent uuf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Fonstruction eines mechanischen Fliegenwedels, am 3. Juni dem Ofenfabrikanten Jacob Haas zu Darmstadt auf dessen Machsuchen ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construction eines Megulirfüllofens von Fayence, dem Maschinenfabrikanten Ferdinand Flinsch zu Offenbach auf dessen Nachsuchen ein rfindungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construction einer Maschine zum Ver⸗ zacken und Stopfen von Rauchtabaken in Pakete und dem Dillwyn Smith in Liverpool auf desseu Nachsuchen in Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Be⸗ ichreibung näher erläuterte Construclion einer selbstthätigen tegulirbaren Kesselheizung, sämmtlich unter dem ausdtück— ichen Vorbehalte jedoch, daß durch das verliehene Patent Miemand in der Anwendung bereits früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Broßherzogthums zu ertheilen. XI. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Broßherzog haben allergnädigst geruht: am 30. April den Schloßverwalter der Schloßverwaltung Braunsharo Georg Heinrich Seeling zum Schloßverwalter der Schloßver⸗ wallung Kranichstein, am 16. Mai den Saalwärter bei ver Schloßverwaltung Kranichstein Jacob Schmidt zum Dofgartenwärter bei der Hofgärtnerei Darmstadt, am 27. Mai die seither widerruflich angenommenen Hofköche Zoseph Fricker und Wilhelm Viel definttiv zu Hof⸗ sochen zu ernennen; an demselben Tage dem Schul⸗ zehrer Jacob Schultheis zu Maul bach, im Keeise Alsfeld, ie 1. evangelische Schulstelle zu Kelsterbach, in Kteise Wroß⸗ Gerau, am 30. Mai dem Schulamtsa piranten Johannes Erkmann aus Heimersheim, im Kr. Alzey, die bang. Schulstelle zu Dieburg, im Kr. Dieburg, dem Schule mtsaspiranten August Friedrich Wilhelm Wagner uus Friedberg, im Kr. Friedberg, die sechste evang. Schulstelle zu Bad⸗Nauheim, im Kt. Friedberg, am 31. Mai dem Schulamtsaspiranten Johann Daniel August Müller aus Friedberg die 2. evang. Schulstelle zu Groß⸗ Karben, im Kr. Vilbel, und am 3. Juni dem Schul⸗ umtsaspiranten Karl Friedrich Gieles aus Klein⸗Welzheim, im Kr. Offenvach, die 3. katholische Schulstelle zu Unter⸗ Schönmattenwag, im Kr. Lindenfels, zu übertragen; an vemselben Tage den Werkstättegltbeiter Johannes Wolf uus Elbenrob zum Heizer bei der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn zu ernennen; am 8. Juni den Kreisbauaufseher bei dem Kreisbauamie Bingen, Conrad Heinrich Reinhardt, in gleicher Diensteigenschaft an das Kreisbauamt Darmstadt zu versetzen und an demselben Tage den Kreisbauaufseher⸗ uspiranten Ferdinand Illert aus Viernheim zum Kreis⸗ zauauffeher bei dem Kreisbauamt Bingen zur ernennen. XII. Versetzungen in den Ruhestand. Seine König⸗ iche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: um 10. April den Gr. Schloßverwalter der Schloß ver⸗ waltung Kranichstein, Wildmeister Albert, auf sein Nach⸗ suchen temporär bis zur Wiederherstellung seinet Glsundbeit, unter Ertheilung der Erlaubniß zum Forttragen der Uni⸗ vorm der activen Beamten; am 8. Junt den Schullehrer an der 1. evang. Schule zu Guntersblum, im Kr. Oppen⸗ deim, Christian Castelhun auf sein Nachsuchen— in den MRuhestand zu versetzen. XIII. Sterbefälle. Gestorben sind: am 8. Aug. 1869 der pen. Schullehrer Jobann Peter Musch zu Büdes. deim; am 28. März 1872 ber pens. Bauausseher Hauf zu Hetzbachz am 1. Mal ber evang. Schullehrer Friedrich Beck zu Eich. Darmstadt. Die„Darmst. Ztg.“ schreibt officibs:„Bezüglich der vor Kurzem vorgekommenen Aufbesserung der Beamtengehalte begegnet man häufig in öffentlichen Blättern Entstellungen, welche geeignet sind, das Verfahren der großh. Regie- rung in unrichtigem Lichte erscheinen zu lassen. Wir glauben daher darauf hinweisen zu dürfen, daß die Annahme, jede Besoldung könne um ¼ xesp. ¼ aufgebessert werden, keine zutreffende ist. In der den Ständen überreichten Propo⸗ sition war nur„im Allgemeinen“ von einer solchen Aufbesserung von ¼ resp. ¼ als der Grundlage die Rede, von der ausgegangen werden solle; im Einzelnen wurden aber in den, an die Stände gelangten Special Etats die für die einzelnen Stellen geforderten Summen bti allen Besoldungen, großen und kleinen, in gewissenhafter Abwägung des Verhältnisses der einzelnen Stellen zu einander angesetzt. Dieser Grundsatz ist gleichmäßig in allen Ressorts und bei allen Beamten zur Durch⸗ führung gebracht werden. Alle die Aufbesserung der Gehalte bezweckende Anforderungen der Re- gierung sind zur großen Genugthuung derselben von den Ständen verwilligt worden und die groß⸗ herzogliche Regierung hat nicht gesäumt, die ver⸗ willigten Gehalte in der berwilligten Größe den Beamten zukommen zu lassen. Kein Beamter hat weniger Zulage erhalten, als die Stände bewilligt haben. Da, wo bei einzelnen Beamten die Be: soldungen noch nicht aufgebessert sind, müssen die Gründe in anderen Verhältnissen gesucht werden. Auch dort ist eben die großh. Regierung eifrig bemüht, die noch entgegenstehenden Schwierigkeiten zu beseitigen.“ f 6 — Die gegen Louise, geb. Guntrum, Witiwe des Försters Dambmann von Bauschheim, erkannte Todesstrafe ist durch Entschließung S. K. Hoheil des Großherzogs in lebenslängliche Zuchthaus strafe verwandelt worden. Auch für Barbara Störmer, geb. Rack aus Radheim, wurde die er⸗ kannte Todesstrafe in lebenslängliche Zuchthaus⸗ strafe verwandelt. — Für den Fall des Eintritts kriegerischer Verwickelungen während der gegenwärtigen Occu⸗ pation französischer Gebietstheile ist, wie man der „Frankf. Zeitung“ mittheilt, angeordnet worden, daß in allen Staaten des deutschen Reichs die für die Feld- Eisenbahn Formation aus dem Be⸗ urlaubtenstand einzuziehenden Offiziere und Mann: schaften zum großen Theil direct nach Metz beor⸗ dert werden, wo sie spätestens am 4. Tage nach Erlaß des Befebls bierzu sich stellen müssen. Da hierzu die Benutzung der Courier und Schnell- züge erforderlich und für diese das volle Fahrgeld von den betreffenden Beurlaubten entrichtet werden muß, so sind die Ortsbebörden angewiesen worden, eintretenden Falls dasselbe vorschußweise an die Einberufenen auszahlen zu lassen. — Die Betheiligung bei der Wiener Aus- stellung bat sich fast aller Orten als überaus lebhaft erwiesen; am regsten ist sie, wie es die Natur der Sache mit sich bringt, in denjenigen Ländern und Landestheilen ausgesallen, welche an Oesterreich grenzen, also in Bapern, Sachsen und Schlesien. Die Zahl sämmtlicher Aussteller auf industriellem Gebiete übersteigt die Ziffer 60003 unter Hinzunahme der Aussteller aus der Land⸗ wirthschaft und Kunst wird sich diese Ziffer bis nahe an 8000 heben. Innerhalb der Industrie fallen auf Preußen und einige kleinere norddeutsche Staaten(Braunschweig, Anhalt u. a.) 2934, auf Bayern 1742, auf Sachsen 591, auf Würtem⸗ berg 489, auf Baden 242 und auf Hessen 243 Aus⸗ steller, wobei indessen zu bemerken ist, daß in manchen Staaten unter einer Nummer gemein- schaftliche Ausstellungen einer größeren Zahl von Industriellen vereinigt sind, jene Zahlen somit das Betheiligungsverhältniß nicht genau ausdrücken. Friedberg, 8. Juli. S. K. Hoheit der Großherzog fuhr am Samstag früh mit der Eisen⸗ bahn über Gießen nach Fulda und kebrte am Abend hierher zurück. Heute hat sich derselbe, wie wir hören, nach dem Nieder-Rheine begeben, um dort mehrere Tage zu verweilen. Berlin. Die deutsche Telegraphenverwaltung zählte am Schlusse des vergangenen Jahres 1093 Stationen außer 39 Filialstationen, von welchen 20 allein auf Berlin kommen. An der Spitze des telegraphischen Verkehrs steht Berlin, wo im verflossenen Jahre 3,806,187 Depeschen verarbeitet und 542,558 Thlr. an Gebühren ein⸗ genommen wurden. Demnächst kam Frankfurt a. M. mit 1,996,275 Depeschen und 241,589 Thlr. Einnahme. Im Ganzen wurden 5,213,837 interne und 1,184,752 nichtinterne(im vorhergehenden Jahre resp. 4,731,919 und 958,913) befördert. — Der Kronprinz geht Mitte Juli nach Berchtesgaden und wird von dort aus das 11., 13.(würtembergische) Bundesarmee- Corps und das 1. und 2. bayerische Armee Corps inspiciren. — Der„Reichsanzeiger“ meldet: Der Bundes⸗ rath beschloß in seiner Sitzung vom 28. Juni auf Antrag des würtembergischen Bevollmächtigten in Betreff der Veröffentlichung der Verhandlungen des Bundesraths, die folgenden Paragraphen der Geschäftsordnung hinzuzufügen:§. 22. Unmittel⸗ bar nach jeder Bundesratgssitzung wird ein, die Verhandlungsgegenstände und den wesentlichen In⸗ halt der Beschlüsse kurz zusammenfassender Bericht curch den„Reichs anzeiger“ veröffentlicht.§. 23. In größeren Zeitabschnitten wird eine für die Oeffent⸗ lichkeit bestimmte Ausgabe der Bundesraths-Ver⸗ handlungen, den Inhalt des Protokolls und Drucksachen enthaltend, durch das Reichskanzleramt veranstaltet. f — Beim großen Generalstab in Berlin ist dieser Tage die berühmte militär wissenschaftliche Bibliothek aus Metz, 40,000 Bände stark, in 140 Kisten verpackt, angelangt. Dieselbe ist ein Unicum in ihrer Art; sie enthält Werke, welche zu den allergrößten Seltenheiten gehöreg, ja über⸗ baupt nur noch in dieser Bibliothek vorhanden sind; außerdem höchst werthvolle Handschriften und Zeichnungen. Drei Jahrbunderte lang ist daran geschaffen worden. — Der Bundesrath wird, wie die„Kreuz- zeitung“ erfahrt, nut noch einige Sitzungen halten und elwa in der Mitte des Monats sich in die Ferien begeben. ———— * — Die ausgewiesenen Jesuitenväter zu Schrimm sanden jetzt an ihr bisheriges Aspl zu verlassen und nach Galtzten zurückzukehren. Mehrere Bäter sind bereits abgereist, die meisten übrigen werden ihnen in aller Kürze folgen. Auch die Verlegung der Lehranstalt für die Aspiranten des Jesusten⸗ ordens(Scholastiker genannt) nach Krakau ist nunmehr definitiv beschlossen. 5 — Die„Kreuzzeitung“ schreibt:„Der bis⸗ herige Polizeipräsident von Berlin, Herr v. Wurmb, ist nunmehr zum Regierungspräsidenten in Wies⸗ baden ernannt. Als sein Nachfolger wird allge⸗ mein der Polizeipräsident von Frankfurt, Herr v. Madai, genannt. München. Der Erzbischof von Utrecht ist, von einem Canonicus begleitet, hier eingetroffen und am Bahnhofe vom königl. Oberceremonien⸗ meister Grafen Moy, Oberstaatsanwalt Wolf, Professor Friedrich und anderen hervorragenden Altkatholiken empfangen wordeg. Ausland. Oesterteich. Wien. Ueber die bevor⸗ stehenden Kaiser-Reisen im Spätsommer erfährt der„Pester Lloyd“ von officiöser Hand folgende Details: Fürst Bismarck nebst den Herren vom Militär⸗ und Civil⸗Cabinet sind beordert, sich am 2. August in Salzburg dem Gefolge des deutschen Kaisers, welcher daselbst an diesem Tage auf der Reise nach Gastein aus Ems eintrifft, anzuschließen. Am 4. September trifft Kaiser Wilhelm wieder in Berlin ein, um wenige Tage danach feinen Gast, den Kaiser von Oesterreich, zu empfangen. Frankreich. Paris. Bei dem von ameri⸗ kanischen Notabilitäten am 4. d. M. veranstalteten Banket zur Feier des Jahrestages der amerika⸗ nischen Unabhängigkeitserklärung wurden verschie⸗ dene Toaste ausgebracht, welche der Sympathie wischen den Vereinigten Staaten und Frankreich Ausdruck gaben. — Auch in den republikanischen Blättern ist von der„monarchischen Verschwörung“ beinahe gar nicht mehr die Rede. Das Gerücht, daß Mac⸗Mahon einen längeren Urlaub antreten solle, wird dementirt; der Marschall wird sich nur gegen den 15. nach Lyon begeben, um in dem für den Proceß des General Eremer bestellten Kriegs gerichte mitzuwirken. — Einer Note des„Journal officiel“ zufolge hat die Regierung Maßregeln ergriffen, daß die deutschen Truppen auf keinen Fall bei den Ein⸗e wohnern einquartiert werden. Die Regierung wird sich bemüben, die Occupation durch finanzielle ver⸗ tlragsmäßig zulässige Combinationen abzukürzen. Versailles. Die„Agence Havas“ meldet: Dit beunruhigenden Gerüchte, welche über eint angebliche Conspiration der monarchischen Parteien gegen den Präsidenten der Republik und die an⸗ gebliche Absicht Thiers', die Auflösung der National; versammlung zu provociren, verbreitet sind, werden fo. mell dementirt. Die Aufregung in den parla⸗ mentarischen Kreisen hat sich vollständig gelegt. — Die„Agence Havas“ meldet: Der Bericht des Herzogs v. Broglie über den Vertrag mit Deutschland constatirt, wie man versichert, daß die Regierung trotz ihrer beharrlichen Anstrengung von Deulschland nicht habe mehr erlangen können. Die Discussion über den Vertrag findet Montag statt. Die Annahme desselben ist nicht zweifelhaft. — 6. Juli. Die Nationalversammlung nahm in ihrer heutigen Sitzung den Vertrag mit Deutsch⸗ land ohne Discusston beinah einstimmig an. Die Minderheit bezifferte sich nur auf drei oder vier Stimmen. Schweden. Aus Stockbolm wird ge⸗ meldet: Am 28. Juni Abends um 7½ Uhr brach Feuer im Ladeplatze Namcos aue, welches vier Fünftel ver Stadt zerstörte. Die meisten Gebäude, welche sämmilich Speicher waren, die Waaren enthielten, der Dampfkrahn, die Telegraphenstalion, pic Kirche, die Schiffswerfte und einige Fahrzeuge brannten ab. Wee es heißt, entstand das Feuer durch Unvorsichtigkeit einiger Kinver, welche mit Schwefelhölzern spielten. Großbritannien. London. In der Anfrage Exskine's, daß die Bewohner der Schiffer ⸗ inseln um Anschluß an die Bernie ge Unten ton sei beauftragt, bei der Regierung der Union über deren Entschließung Erkundigungen einzuziehen. e Im Canal, nahe bei der Insel Wight, fand ein Zusammenstoß statt zwischen dem Dampfer „Lapwing“ und der Bark„Abbey Holme.“ Der Dampfer, welcher 24 Personen an Bord hatte, sank sofort, drei wurden gerettet, während zu be⸗ fürchten steht, daß die übrigen 21 ihren Tod in den Wellen gefunden haben. Spanien. Madrid. Die offizielle„Gazeta“ schreibt vom 1. d.:„Seit 24 Stunden haben sich in Navarra 183 und in der Provinz Alava 230 Insurgenten unterworfen. Auf dem Terrain, wo die Bande Jala geschlagen wurde, fand man 120 Gewehre, welche von den Flüchtlingen zurück⸗ gelassen worden waren. Die Banden in der Provinz Tarragona wurden am 24. Juni bei Tevisa ge⸗ schlagen. Die Bande Bermudez wurde bei Pelechosa und die Bande Coccho bei Roturas geschlagen.“ Italien. Rom. Sämmtliche Journale reproduciren und commenktiren ein Schreiben des Erzbischofs von Neapel an die Pfarrer seiner Dibtese, worin er dieselben auffordert, ihre Pfarr- kinder von der Nothwendigkeit zu überzeugen, sich bei den administrativen Wahlen zu betheiligen. Die Journale glauben, daß der Clerus entschlossen ist, künftighin an allen administrativen und poli- tischen Wahlen Theil zu nehmen. Hierauf bezüg lich sagt die„Voce della Verita“, daß das bis herige Princip der klerikalen Partei, sich von den Wahlen fern zu halten, ein verkehrtes sei, und führt aus, daß es Pflicht dieser Partei sei, sowohl an den politischen wie communalen Wahlen Theil zu nehmen, um auf die öffentlichen Angelegen⸗ heiten Einfluß zu gewinnen. — Die Nachrichten aus Spanien lauten be⸗ denklich genug. Die mit der Regierung in Ver⸗ bindung stehende„Liberta“ brachte die Nachricht, daß der König Amadeus auf dem Punkte stehe, einen wichtigen Beschluß zu fassen, das heißt, ab⸗ zudanken. Dieser Schritt sei ihm angrrathen worden, nicht von seinem Vater, wohl aber von seinen Freunden in Italien, wo nicht sogar von Herrn Lanza und seinen Collegen. Türkei. Konstantinopel. Am 3. Juli ist im Armenviertel in Scutari eine große Feuers⸗ brunst ausgebrochen; mehr als 1000 Häuser sind ein Raub der Flammen geworden. Rußland. Aus Petersburg wird ge⸗ meldet, daß die zur Theilnahme an den großen tussischen Militär⸗ Manövern unter Führung des Artilleriegenerals Prinzen von Hohenlohe abge⸗ sendete Deputation deutscher Offiziere am 1. d. dort eingetroffen ist und vem Kaiser von Rußland sehr freundlich empfangen wurde. Amerika. Vor Kurzem wurde nach dem „R. A.“ gemeldet, daß zwischen Deutschland und Hayti ein Art der Feindseligkeit ausgebrochen sei. Die New⸗ Jork. Handelsztg.“ schreibt jetzt darüber: „Am 11. Juni bombardirtrn die„Vineta“ und die „Gazelle“ Port-au-Prince für kurze Zeit, nahmen zwei Hayti'sche Corvetten in Beschlag und hielten sie so lange in Besitz, bis die Regierung von Hayti den deulschen Kaufleuten Abschlag auf eine ihnen zukommende Entschädigung wegen Erpres⸗ sungen bezahlt hatte. Die Abschlagszahlung be trägt 15,000 Dollars. Dergleichen verschafft der deutschen Flagge Respect.“ Asien. Aus Tiflis wird der„Levant Times“ eine schreckliche Geschichte von Kaniba⸗ lismus gemeldet. In der persischen Stadt Flematan hatten zwei Frauen, von sieben andern Personen unterstützt, drei Kinder gestohlen und aufgegessen. Sie wurden verhaftet und man fand die Knochen der getödteten Kinder in ihren Kleidern versteckt. Der Großvezier verurtheilte die beiden Frauen zum Galgen und die Mitschuldigen zum Hungpertode. Eine Woche später fand man die Letzteren todt im Gefängniß, nachdem fünf der Unglücklichen die beiden andern aufgegessen hatten. . „Schotten. Am 14. und 15. Juli findet dahier Sitzung dee Unterhauses erklärte Lord Ensield auf ppetirionirt bätten. Der britische Gesandte Thorn-A äußere würdige Ausstaltung zu verleihen. An beiden Festtagen wird Nachmittags ein Fesizug durch die Stadl nach dem Festplatze staltfinden, woselbst nach erfolgie nsprache Falkner und Turnübu 17 eisernen 4 Preisvertheilung sich folgen werden. Tanzvergnügen und bengalische Beleuchtung des Fesiplatzes sind für die Abende angekündigt. 2 4 N Frankfurt. Vor einigen Abenden fand eine ziem⸗ lich zahlreich besuchte Versammlung von hiesigen Ein⸗ wohnern statt, welche sich für die Erhaltung des zoologischen Gartens sowohl als auch für dessen Verlegung nach dem Ostende(Pfingstweide) interessiren. Den Vorsitz führte Herr Dr. Maas. Meinungsverschiedenbeit herrschte nur darüber, wie man in Betreff des Geldpunkles am schnellsten zu einem der Wichtigkeit der Sache enisprechenden Resul⸗ late gelangen kann. Einstimmig gelangte man zu dem Beschlusse. ein Comite zu bilden, welches nicht allein seine Wirksamkeit für die Verlegung auf die Pfingstweide ent⸗ falte, sondern auch mit der bisherigen zoologischen Gesell⸗ schaft die deßfallsigen Verhandlungen führen und die Actienzeichnungen in die Hand nehmen soll. Offenbach. In der Nacht vom Sonntag auf Montag der vorigen Woche wurde ein Mühlheimer Handelsmann, der mit einer Kuh den Frankfurier Vieh⸗ markt besuchen wollie und einige Hundert Gulden Geld bei sich führte, an der al ten Hütte(Offenbach-Bürgeler Grenze) von drei Burschen angehallen und unter den Worten:„das Geld oder wir werfen dich in den Main“ bedroht, auch seine Kuh festgehalten, durch einen zufällig von Offenbach kommenden Mann die Thäter aber verjagt. Zehn Minuten später wurde ein anderer des Wegs kom⸗ mender Handelsmann von Dietesheim mit Steinwürfen verfolg.l. Den umsichugen und eifrigen Bemühungen unserer Polizei ist es gelungen, die Thäter— diei hier beschäftigie Arbeiler— zu ermitteln; sie wurden unzer der Anschuldigung der versuchten Expressung verhaftet und an Großh. Landgericht zur weiteten Untersuchung über⸗ liefert und werden hoffentlich ihrer verdienten Strafe nicht enigeben. Darmstadt. Am 30. und 31. Juii d. J. wird dahier die vierte deutsche Turnlehrerversammluna abgehalten.. mals für Adolph Spieß statt. A. C. Darmstadt, 0. Juli. Unter den wärmsten Sympathien des intelligenten Theils der hiesigen Ein⸗ wobnerschaft nahm die zweite Generalversamm⸗ bung der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung heute Abend in unfern Mauern ihren Anfang. Nachdem um 5 Uhr Abends in dem Hotel „Darmfädter Hof“ eine Besprechung der Mitglieder des Cenitalausschusses stattgefunden, in welcher innere Ange⸗ legenheiten der Gesellschaft erledigt wurden, schloß sich an diese sogleich um 7 Uhr die Vorversammling. Es wurde in dieser jedoch lediglich die Reihenfolge der bereits ge · druckt miigetheilten Tagesordnung fesigestellt und deschlossen, gleich dem Berichte des Ausschusses die wichtige Verhand⸗ lung über die Fortbildungsschulen folgen zu lassen, die Derathung der Statuien dagegen ans Ende derselben zu stellen. Dann ging die Versammlung, welche im Garten des Darmsiädter Hofs tagte, in ein gemüthliches Zu · sammensein der Teilnehmer über, in weichem sich theils alte Freunde und Bekannte wieder begrüßten, theils neue persönliche Beziehungen angeknüpft wurden zwischen Män⸗ nern, die sich schon vorher durch ein gemeinschaflliches Bestreden verbunden gefühlt halten. Unter den bereits Eingeiroffenen wurden demerkt: Schulze ⸗Delitzsch, Franz Dunker, Franz Wirib, Dr. jur. C. Gareis(Würzburg), Lehrer Linke(Grünhof bei Steitin), Professor Schmid⸗ Schwarzenderg(Erlangen), Hans Behringer(Ludwige⸗ hafen), Dahms(Vertreter des Vereins der angestellten Compioiristen und Schreiber von Hamburg), Dr. W. Blum (Heidelderg), Professor Jürgen Bona Meyer(Bonn), Projessor Onken(Gießen), Dr. Ernst(Siegen), Lehrer Pösche(Rummels durg bei Berlin), die Reichstagsmit⸗ glieder Derndurg, Martin und C. J. Hoffmann, eine Anzahl Abgeordnete der hessischen 2. Kammer und Mit⸗ glieder des Stadiraths. Von Herrn Löwe ⸗Calbe aus Berlin, der erwartet worden, ging leider ein Telegramm ein, daß er plötzlich durch einen Krankheisfall am Er⸗ scheinen verhindert worden. In Verhinderung des Bürger⸗ meisters Fuchs hatie Herr Hofgerichtsadvocat und Mit⸗ glied des Stadtraths Ohly im Namen der Stabt die Begrüßung der eingetroffenen Fesigäste übernommen und iheilte ein Schreiben des Bürgermeisters mit, welches mit dem Wunsche schloß, daß die Bestrebungen der Vereinigten zum Segen und Heile des großen Vaterlands gereichen möchten. a Worms. Im September d. J. wird eine Gewer be⸗ und In dufrie⸗Ausstellung dahier eröffnet werden, wilche die Erzeugnisse aller bier thätigen Gewerbe und Industrien in schöner Form zur Anschauung bringen wird. Damit verbinde sich eine Verloosung werthvoller und solider Gegenstände jener Ausstellung und wird bei dem Ankauf derselben vorzugsweise auf deren Solidität und Schönheit geachtet werden. Bei der Ausgabe von 20,000 Loosen, das Stück zu 1 fl., sollen nicht weniger als 14,000 fl. auf den Ankauf der Gewinne verwendel werden und keiner derselben unter dem Preise von 5 fl. stehen. Die Verloosung wird gegen Ende der Ausstellung, vom 1. October d. J. ab, unter strenger amtlicher Controle auf dem Stadthause dahier vorgenommen und werden die Gewinnnummern dann öffentlich bekannt gemacht werden. Den Vertrieb der Loose, wofür Gr. Ministerium des Innern die hohe Genehmigung ertheilt hat, übernahm Hr. Carl Gauls in Darmstadi für die Provinzen Starken⸗ das dritte Turnfest des Bezirks Hessen stalt. Ueberall steht mau Vorbereitungen lreffen, um dem Feste auch eine burg und Oberhessen, Hr. P. Bertges& Cie. dahier für Rheinhessen. Wer Worms, seine große Industrie, seine Gleichzeinig findet die Enthüllung des Denk. 83 D 5 — — age Gewerbtbätigkeit und seine Nhat Solidität ennt, wird sich gerne mit Loosen versehen, um damit eine böne Zimmereinrichtung, ein Piauino, eine Uhr oder gend einen andern hübschen Gegenstand häuslicher Ein⸗ schtung für das Zimmer, die Küche oder den Keller zu winnen. Wie schon erwähnt, werden die zur Verloosung elangenden Gegenstände fämmilich in der Aucssiellung ur Aufstellung gelangen. Wien. Der Prinz von Austurien, der einzige Sohn er Exkönigin Isabella von Spanien, befindet sich im Ziener Theresianum. Mit der Mutter steht der Prinz u sehr regem Brieswechsel und diese wieder läßt es an msiructionen für den Director der Anstalt nicht fehlen; uuf das Bestimmteste hal sie sich dahin ausgesprochen, daß ir Sohn das Leben kennen lerne, wie es ist; ein anderer rer Befehle verlangt ebenso entschieden, daß der Prinz veder von einem Jesuiten, noch von einem Klostergeist⸗ chen Religions Unterricht erhalte. 0 Bei Juusbruck waren die Berge am 3. Juli Norgens in eine starke Schneedecke gehüllt. In Paris befinden sich im Augenblicke drei Chinesen, nelche eine neue telegraphische Erfindung gemacht und im Patent auf dieselbe genommen haben. 1 Paris. Ein drolliges Geschichtchen, das während er Pariser Volkszählung passirte, erzählt der dortige Figaro“: Ein braver Pariser Bürgersmann geht unruhig seinem Salon auf und nieder, denn in wenigen Ninuten soll er Vatier werden. Da lommt der Beamte wm flatistischen Buteau mit Bleiseder und Papier in der and:„Ihr Name, Vorname, Alter, Geburtstag und tand?“ Der Bürger deantwortet alle Fragen.—„Sind tie verbeirathet 7—„Ja.“—„Wie viel Kinder haben tit?“—„Drei; aber wenn Sie mir die Ehre schenken rollen, einige Minuten zu warten, dann werbe ich deren ver haben.“ Der Beamte erwiderte mit einem Lächeln; stoßen, der Ehemann eilte hinein. Doch bald kehrt er zurück und ruft, sich den Schweiß von der Stirne wischend: „Schreiben Sie fünf!“ 3. D. Frankfurt a. M., 6. Juli.(Börsenwoche vom 1.—6. Juli.) Die ablaufende Woche fing mit ihrem Kulminationspunkt an, aber sie endete mit den niedrigsten Coursen. Am Montag herrschte eine fliegende Hitze, die abgelösten Dividenden ließen die Papiere noch unter ihrem seiiherigen Werthe erscheinen, während sie denselben in der That oft schon üderschritten hatten. Man glaubte, daß die Einholung der Dividenden ein leichtes sein würde und begab sich mit einem kühnen Elan an die Arkeit, aber die auswärtigen Börsen entsprachen dem Impulse nicht und man sah sich isolirt. Die höchsten Nonirungen konnten nirgends behauptel werden, Creditactien 3. B. bei denen 21 fl. abgingen, hatten schon die Ziffer 353(374) erreicht, schließen aber wieder 349. Dies Effect hielt sich übrigens am Beliebtesten und hatte die Führung auf speculativem Felde übernommen. Lombarden fielen nach einem flüchtigen Mouvement, das heute vor 8 Tagen in denselben entstand und sie von 214 auf 219 schnellte, wieder in die alte Lethargie und Geschäftslosigkeit zurück. Die slärksten Coursschwankungen erlebte Staatsbahn, die nach dem Abgang von Frs. 40 am 1. d. Mis.(Frs. 12½ Zinsen und Frs. 27½ Superdiridende) am Montag bis auf 369 getrieben wurde, was unter Hinzurechnung der Fre. 27½ Superdividende(circa fl. 13) dem Course von 372 entsprach. Von da ging es langsam abwärts, Heute notiren die Actien 360, also um 9 fl. niedriger als zu Beginn der Woche. Von anderen österr. Bahnen herrschte am meisten Leben in Elisabeth, die an einem Abend fl. 5—6 ohne andere Veranlassung, als vorgelegene Kaufaufträge, gewannen, diese Avance aber größtentheils am nächsten Tag wieder einbüßten. Auch Franz⸗Joseph ertingt sich täglich mehr die Gunst des Publikums, die sie als eine gesunde und natürliche Verkehrsstraße(nächster Weg von Wien nach Prag) verdient und bei zunehmen⸗ den Einnahmen sich erhalten wird. Die Actien haben jetzt den Preis von Nordwest(230) erreicht. Dniester und Elbthal gleichfalls besser, Böhmische West und Galizier dagegen niedriger. Für ältere Banken hereschte gu Meinung und sisegen Darmstädter alte und junge Meininget sowie österreich. Nationalbank flott in die Höhe, auf welchtt sich jedoch die Letztgenannten nicht ganz behaupten konnten. Deuische Elfectenbank in großen Beträgen bei 122—5 umgesetzt. Württemb. Vereinsbank und Bayr. Handels⸗ bank 1% höber. Prioritäten beledt und thellwelse besset bezahlt. Pfandbriefe unverändert bei geringem Geschäft. Oesterreich. Renten sest, Ungarische h. B. Anlehen und franz. 3% Rente eine Kleinigkeit höher,. Loose ohne Leben und Veränderung, ebenso amerikanische Werthe. Zur Nachricht diene dem Publikum die Mittheilung, daß nächsten Mittwoch kein Concert im Schloßgarten statt⸗ findet. Berichtigung. Bei Aufführung der Comitemitglieder des Sängerfestes in voriger Nummer des Anzeigers wurden durch ein Versehen vergessen die Herren: Kempf, Lehrer. Landau, Lehrer. Thurn, Professor. Die Redaction. hörte man im benachbarten Zimmer einen Schrei aus⸗ Mobiliar- Verste 1 Tun 9 13 Donnerftlag den 11. d. J., mittags 9 Ubr ersangend, werden auf freiwilligen Antrag des biesigen zurgers und Bäckermeisters Franz Joseph Reitz in »ssen Bebausung verschiedene Mobiltargegenstände, als: zische, Stühle, Commode, Schränke, 1 großer Mebl⸗ een, 2 Backmulden mit Deckel, 2 Waagen mit Ge⸗ richten, 1 großes Wagentuch, 1 Partie Säcke, mehrere zütten und Fässer, 1 Badbütte. 1 großer Wasserständer, DHandwägelchen, 1 Partie Dünger, mehrere Kisten, laflen und Koffer, sowie sonsige Haus- und Garten- (etäthe abzugsbalber öffentlich meistbietend gegen Baar⸗ z hlung versteigert. Friedberg am 4. Juli 1872. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. o uc a r. 8 28 0 Holz- Versteigerung. 153 Donnerstag den 11. Juli l. J., Vormittags Ubr anfangend, werden in dem Freiherrlich von Ritter“ sten Walde zu Pof Hasselbeck, an geschälten Eichen: 3 Raummeter Scheitholz, 40 Naummeter Prügelhbolz, 61,38 Wellen Reiserholz, 5 Läste ee 170 m den Meistbietenden versteigert. Die Zusammenkunft ist an der Weinstraße nächst dm Hofe Hasselheck im Schlag Nr. 14 und 15, wo mit dur Bersteigerung begonnen und biernächst mit derselben ir Schlag Nr. 13 an der Ufingerstraße fortge⸗ ehren wird. Friedberg den 20. Juni 1872. l u Auftrag der Freihertlich von Ritter'schen Gutsver⸗ waltung zu Rüdesheim. dei dt. Versteigerungs Anzeige. 43 Dienftag den 9. Juli J. J., Vormittags 11 Uhr, verden in der Behausung des Jose vb Geck II. dahier (braunes Pferd, 1 Kuh, 2 Ziegen öffentlich an dn Meistbietenden F lea riedberg den 5. Juli 2 5 8 In Auftrag: Großberzogllchen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Fee Frledberg. U* Der vienfsälteßte Gerichtemann. Fa ld. Wurmpatronen das Stück zu 3 kr., Brustpastillen, 1585 ärztlich empfoblen als bestes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Hals u. Brustleiden, in Schachteln à 17 kr zu haben bei Hofapotheker Sturmfels. Eine Chaise 2 zum Eln⸗ und Zweispännigfahren, noch in gutem gisstande, hat zu verkaufen Bad⸗ Nauheim. Hch. Aletter, Lohnkutscher. Besonders vortheilhafte Glücksofferte. Glück und Segen bei Cohn. Große vom Staate Hamburg garantirte Geld⸗Lotterie von über Million 860,000 Thaler. Diese vortheilhafte Geld-Lotterie ist dlesmal wiederum dureh Geinne ganz bedeutend vermehrt, sie enthält nur 58,000 Loose, und werden in wenigen Monaten in 6 Abtheilungen folgende Gevinne sleher gewonnen, nämlich: 1 Gewinn event. 100,000 Thaler, speciell Thaler 60,000, 40,000, 24,000, 16,000, 12,000, 10,000, 3 mal 8000, 3 mal 6000, 4 mal 4800, 1 wal 4400, 7 mal 4000, 9 mal 3200, 10 mal 2400, 26 ma! 2000, 4 mal 1600, 53 mal 1200 103 mal 800, 5 wal. 600, 2 mal 480, 205 mal 400. 255 mal 200, 5 mal 120, 340 mal 80, 14,610 mal 44, 40, 13,750 mal 20, 8, 6, 4& 2 Thaler. 1 Die Gehinn- Ziehung der zweiten Abtheilung ist amtlielh auf den liten und Sten Juli d. J. festgestellt, und kostet Inlerzu die Renovation für das gunze Originalloosnura4Tuir. das halbe do. mur 2 Thlr. das viertel 10. mur 1 Thlr und sende ich diese Original- Loose mit ReglerungsvVappen(uicht von deu ver- botenen Promessen oder Prisat- Lotterien) gegen frankirte kinsendungen des Betrages, oder gegen Postvorsehuss, selbst nach den entferntesten Gegenden den ge- ehrten Auftraggebern sofort zu. Die amtliehe Zilehungungsliste und die Versendung der Gewinngelder erfolgt sofort naen der Ziehung an jeden der Betheiligten prompt und ver- schwiegen. Mein Geschäft ist bekanntlich das Aelteste und Allerglückliehste, indem die hel mir Betheiligten schon die grössten Ilauptgewinne von Thlr. 100, 000, 60, 000, 30, 000, oftmals 40, 000, 20,000, sehr häufig 182000, Tnaler, 10,000 Thaler ete, und jüngst in den im Monat Mail d. J stattgehabten Ziehungen die Gesammt-summe von nher 80, 000 Thaler laut antlichen Gew lnmlisten bel mir gewonnen ö luna beu ö Jede Bestellung auf diese Original- Loose kann man einfach auf eine Postelnzaglungskarte machen. Laz. Sams. Cohn im Hamburg, Haupt- Comp tolr, Bank- und Wechsel- geschäft. 1786 Vier gute Arbeiter 1804 finden dauernde Beschäftigung bel Jean Steitz II., Herren- Kleider macher. Oeffentliche Aufforderung. 1854 Forderungen an den verfforbenen Werkmeistet Melchtlor Rudolph zu Marienschloß find innerhalb 3 Wochen bel dem unterzeichneten Gericht anzumelden, widrigen⸗ falls dieselben bei Ordnung des Nachlasses nicht bert sichtigt werden können. Buß bach den 4 Juli 1872 Großberzogliches Landgericht Bußbach. Dr. Gil mer, d niger. Landrichter. Landgerichts Assessor. lz⸗Verste f Holz⸗Versteigerung. 1858 In dem Gräflich Solms Rödelbeim'schen Wald⸗ distrikt„Kleine Diebseiche“ kommen 5 Freitag den 12. l. M. aummeter Cichen⸗Prügelbolz, 6000 Wellen„ Relsbolz, eben zur Verfleigerung. Zusammenkunft im Lobschlag und Anfang der Ver⸗ steigerung Vormittags präeis 9 Uhr. g Wickstadt den 6. Juli 1872. 2 Gräfliche Oberförsterei Assenhe im. Schaltas. Holz⸗Versteigerung. 1851 Im Ober Rosbacher Gemeindewald, Disirikt Salzberg, wird Donnerstag den 11. d. M., nachstehendes Holz öffentlich meiftbietend verfleigert: a 9 Raummeter geschältes Eichen⸗Scheitbolz, 2 7¹*—/ Prügelbolg, 3) 10674 Wellen dergleichen Reisetholz. 4) 665 Stock geschälte Eichen⸗Baumstigzen. ö 1 Zusammenkunst ist Morgens 8½ Uhr im Stiel. ru ch. 1 be Ober Rosbach am 6, Juli 1872. Großherzogliche Bürgermeistetret Ober⸗Rosbach. „ Bleche t. Con- b zes⸗ sto nict. 0 Kein Zahnschmerz existirt, welcher nicht augenblicklich durch E mein weltberuhmtes Universal Zabnwasset sicher vertrieden wird, wovon sich Zahn; schmerzleidende auf Verlangen unentgelt⸗ lich überzeugen können. J. Thiele in Berlin, Jüdenstr. 24. Zu baben in Flaschen à 18 kr. in der alleinigen Niederlage für Friedderg und Umacgend dei derrn Wilhelm Bernbeck. 1333— Millio- nenfach belobt. Ein Mädchen, 1850 welches in allen baͤuslichen Arbeiten erfahren ist, wird gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Fußboden Lack, 1333 mit und ohne Farbe, ewpfieblit billigst Wilh. Bernbeck. Das bene Zahnmittel der Welt! Eine zahnschmerzfreie Menschbeit. 2 1860 dus Comité für das am 21. d. Mie. Katishderde gen blablchttgt den hier über⸗ nachtenden Sangern freies Quartier zu beschaffen und erlaubt sich deshalb unterzeichnete Commission, gestützt auf die bewährte Gastfreundschaft unserer Mitbürger, im Laufe dieser Woche eine darauf bezügliche Liste mit der Bitte circuliren zu lassen, es möge Jeder, dessen Verhältnisse es erlauben, bereit sein so viel als moglich unsere Gäste, deren einige Hundert über Nacht bleiben, in seiner Wohnung zu beherbergen und so zum Gelingen des ganzen Festes wesentlich deitragen. Friedberg im Juli 1872. Die Einquartierungs⸗»Commission: Karl Friedrich. Friedrich Reuß. Wilhelm Schmidt. Heinrich Waas. dicdl⸗ Gewerbe- 5 Industrie- Ausstellung ä Worms. Vetlobsungs⸗ Anzeige. 1863 Mit der am 11. September d. J. dahier zur Eröffnung gelangenden Local-Gewerbe⸗ und Industrie-⸗Ausstellung wird eine Berleolung werthvoller Gegenstände, als: vollständige feine Möbel⸗ Garnituren Pianino's, Schränke, Betten, überhaupt Gegenstände häuslicher Einrichtung aller Gewerbebranchen verbunden werden. Mit Genehmigung Großberzoglichen Ministeriums des Innern werden 20,000 Loose, das Stück zu einem Gulden, im Großherzogthum zum Vertrieb kommen und werden Gewinne im Gesammtwerthe von 14.000 Gulden ausgeloost. Die Verloosung erfolgt am 1. October d. J auf dem hiesigen Stadthause. Für Rheinhessen haben die Firma P. Bertges 8 Cie. in Worms, für Starken⸗ burg und Oberhessen Hr. Carl Gaule in Darmstadt den Verkauf der Loose übernommen. Zu zahlreicher Betheiligung ladet ein Worms im Juli 1872. Die Ausstellungs⸗Commission. Ohrenarzt Dr. Oscar Wolf in Frankfurt a. M. wohnt jetzt SHochstraß e 17. Spvrechstunden: 9— 11 Uhr Vormittags, 3—4 Uhr Nachmittags. Für Fattler und Schuhmacher. 1857 Eine greße Partie Sattel in gutem Zuflande, sowie mehrere Hundert feinste Pferdegeschirre, größtentbeils neu, sowie ferner 10,000 Stück fast neue Filzdecken und mehrere andere bedeutende Vorräthe Lederzeug find unter günfligen Bedingungen aus freier Hand zu verkaufen. Franko⸗ Offerten sub Chiffre F. 4875 besördert die Annoncen Expedition von Rudolf Mosse, Frankfurt. M. August Trapp. (3378) 4572 Ausverkauf 1850 meiner enn de Kurzwaaren wegen Aufgabe meines Geschäftes. Nathan Hirschhorn, Usagasse. Ein. 3 Hausmädchen 5 1833 3“ trockene buchene Kerndielen kauft 1 1848 wird gegen guten* gesucht. Näheres zu Irisder ges C. L, Glück erftagen bei der⸗ Erzep.— 1 5 Der Untere zt⸗ hat sich in hie⸗* 925 1 als Thierarzt nieder⸗ RN der euen Suartals e Wobnung 1 Herrn Pen ann Die soeben erschlenene Nr. 41 enthält: merz⸗ und gefabrsos; eben so sicher besestigt auch Meyer, Poltzeinovelle von F. Chr. B. Avs) Lallemant. leichsucht und Flechten und zwar brieflich Voigt, Gorisetzung.)— Unglückliche Kinder. Pädagogische rt zu Croppenstedt(Preußen). Skizzen von J. Ernst Stötzner. III. Das schwach innige Kind.— Militär. Betrachtungen über die deutsche Mühlsteine Heerführung 1870/71. 1. General von Steinmetz und Friedr. Holl in Worms. die Führung der I. Armee.— Vevey. Gedicht von Empfehlung. Heinrich Kruse. Mit 6 Illustrationen.— Tagebuch aus der Belagerung von Straßburg. Von Max Reschard. 1855 Der Unterzeichnete empfiehlt sich dem geehrten Publikum bestens mit seinem neu aygeschafften ele⸗ (Fortsetzung.)— Am Famtlientische: Ein armer Reisen⸗ der. Mit Ortginalzeichnung von en— Ein gauten Landauer. zriedberg. Wilhelm Ulrich, Poflohnkutscher. Sgr. Nummer. te ten. Rrichels helm am 16., 1872. ö st er, eee Tbterarft. Jeden Gandwurm 0 86 entfernt binnen 3 bis 4 Stunden vollständig tm! —— 2 18 ushlefzg nf e n Wochentlich 1 deutsches Nationalfest. Zu Bestellungen empfehlen sich Bindernagel& Schimpff in Friedberg. und Manschetten ꝛc. Herrenkragen, 8 neben der Post. Bel Bindernagel& Schimpff in Frledderg ist zu Wee Die Welt geht unter! Schlußscene des en Weltdramas, Von Heinrich am Stern. 1 Neis 11 kr. 110 1 San gerfest. 1864 Diejenigen dug welche sich bei der Reikerel am Festzug belheiligen wollen, werden gebeten, morgen Otenstag Abend 8½ Uhr bei Car! Preußer qu erscheinen. Sängertag zu Friedberg 1866 Den verehrlichen Festjungfrauen empfeh frisch angekommenes Rosa⸗ Band in allen Br p. ebenso Blumen in gleicher Farbe zu billigen Pressen. L. Hirsch. Fommetthealet in Friedbetg. Im gedeckten Felsenkeller des Hrn. G. Philippi. (Gesellschaft des Thalsa⸗Theaters in Darmstadt.) Dienstag, 9. Juli, Nachmittags 6 Uhr: Auf allgemeines Verlangen: Extra⸗Vorstellung für Kinder und teren, bei halbem Ein⸗ trittspreise. Zur fig ters kommt: Ein Stündchen in der Schule Vaudeville Posse in 1 Akt. Hierauf: Kurmärker und Picarde. Genrebild in 1 Akt von L. Schneider. Die Eintrittspreise sind für Erwachsene sowie für die Kinder gleich. Sperrsitz 15—— Erster Platz 12 kr.— Zweiter Plat 6 kr.— Oritter Platz 3 kr. An die verehrten Schulvorstände und Eltern, welche ihren Kindern oder Zöglingen gerne ein kleines Ver⸗ gnügen gewähren. Obige zwei Stücke habe ich gewählt, um auch der Jugend ein kleines Amusement zu bieten. So drastisch dieselben find, so harmlos kann das un⸗ schuldigse Auge die Aufführung derselden seben und richte deshalb die freundliche Einladung an Sie mit Ihren Lieblingen heute Abend um 6 Uhr im dane des Herrn E. Philippi zu erscheinen. Mittwoch, 10. Juli 1872. Auf allgemeines Verlangen zum zweiten und letzten Male: Lumpaei⸗ VBagabundus, e e Das liederliche Kleeblatt. Posse mit Gesang in 5 Aufzügen von ang; Es ladet ergebenst ein 1867 Direktor Grünwald. Danksagung. 1861 Für die vielen Beweise der Fr eundschaf und Theilnahme während det Krankbeit meines sel. Gatten, sowie für die zablresche Betheiltgung bei det Beerdigung desselben von nab und fern sage ich Allen meinen H. Neuß Witwe. sinuigsten, tiefgefühltesten Dank. Dorhe im. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute: 30. Juni. Der biesige Bürger Ludwig Oberländer, Sohn des verst. hiesigen Bürgers und Fubrmanns Johannes Oderländer, und Katharina Leidecker, Tocht des verfs. Bürgers und Wiritbes zu Ockstadt eis Leidecker. 30. Juni. 7 hiesige Bürger und S Friedrich Jakobi, Sobn des hiesigen Bürgers und Schuh⸗ machermeisters Jakob Jacobt, und Sophta Chrifling Mach, Tochtet des 7 Bürgers und Schubmachermeißerz Heinrich Mack III. Getaufte: 30. gunl. Dem biesigen Bürger und e meister Heinrich Ehristian Baumann ein Sohn Wilhelm Heinrich geb. den 29. Mai,. 30. Juni. Dem dahter wobnenden Ortsbürger 00 Wohnfeld im Kreise Schotten und Taglöhner Karl Zel ein Sobn Johannes, geb. den 28. Mat. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 7 8 3 3 Get