lusiz 1872. in Fritdberg ten rien für unsen d, so dürse Srne 1 ente trwatin eib iezer. wein Müller. in gen tl: Feulertt, rt Halstücher e chen der el. — Feumeh Tünmich. uubyinscti, 4 berfesfnen rate, welchtt dune eriztilen silippi, 11n Pank. Donnerstag den 9. Mai. N 54. berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Für die Monate Mai und Juni kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: Nr. 21. sub 3. Bekanntmachung, die Organisation der Hauptsteuerämter und die amtliche Bezeichnung der Nebenzollämter und Steuerausseher betreffend.— sub 4. Bekanntmachung, die Organisation der Obereinnehmereien in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen betreffend. Nr. 22. sub 1. Edikt, die Verfassung der evangelischen Kirche des Großberzogthums Hessen, ins besondere die Bildung der Dekanatssynoden betreffend.— sub 2. Bekanntmachung, die Eintheilung der evangelischen Dekanate betreffend.— sub 3. Bekanntmachung, das Eichen von Weinfässern betreffend.— Nr. 23. Nichts. Friedberg am 7. Mai 1872. N Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Haas, Keeieassessor Betreffend: Die Frankitung portopflichtiger Correspondenz zwischen den Behörden verschiedener Bundesstaaten. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzogliche Polizeiverwaltung Bad-Nauheim, die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Großherzoglichen Polizei- Mit Bezug auf unser in obigem Betreff Ihnen zu bemerken wir Ihnen, daß die Wirlsamkeit der fraglichen, ehemaligen Norddeutschen Bundes, Commissär zu Wickstadt. Südhessen und Bade Friedberg am 4. Mai 1872. gegangenes Ausschreiben vom 4. November v. J., Oberh. Anzeiger Nr. 131, Ihnen mitgetheilten Bundesrathsbeschlüsse sich nur auf die Staaten des n— nicht auch auf Bayern und Württemberg— erstreckt und daß es hinsichtlich des Verkehrs mit Bayern und Württemberg bis auf Weiteres lediglich bei den Bestimmungen des deßfallsigen Vertrags vom 23. November 1867— Großherzogliches Regierungsblatt von 1868 Nr. 4 S. 61— sein Bewenden behalt. Sie wollen sich hiernach bemessen. J. B, d. K.: Haas, Kressassessor. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Heinrich Groß von Rockenberg wurde als Feldschütze für diese Gemarkung ernaunt. Deutsches Reich. Berlin, 6. Mai. Reichstag. Die Postver— träge mit Frankreich und Spanien wurden in erster und zweiter Lesung ohne erbebliche Debatte ge- nehmigt. Staatsminister Delbrück erklärte, daß der deutsch- französische Postvertrag nach Ueber einkunft beider Regierungen am 15. Mai in Kraft treten solle. Das Haus erledigte ferner in erster Lesung den Gesetzentwurf, betreffend die Einführung der Portofreiheit in Bayern und Würtemberg ohne Debatte und beschloß die zweite Lesung im Plenum. Schließlich beschäftigte sich das Haus mit Petitionen. — Der kürzlich in Berlin verstorbene Graf Schwerin ⸗Putzar war 1804 geboren, stu⸗ dirte in Heidelberg und Berlin Jurisprudenz und widmete sich nach Beendigung seiner Studien und nach seiner Verheirathung mit einer Tochter Schleicher nacher's der Verwaltung einiger väter- lichen Güter. Im Jahre 1833 wurde er zum Landrath des Anklamer Kreises gewählt und war von 1840 an Mitglied des pommer'schen Provin- zial-Landtages, 1846 Mitglied det evangelischen General- Synode in Berlin, 1847 Mitglied des vereinigten Landtages, vom 19. März bis 13. Juni 1848 preußischer Cultusminister, darauf Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung, aus welcher er am 3. Mai 1849 ausschied. Seit dem Sommer 1849 hat er ununterbrochen dem preußischen Ab- geordnetenhause angehört, dessen Präsident er in den Jahren 1849—1855 und dann wieder 1859 war. In demselben Jahre trat er in das Mini- sterium der neuen Aera als Nachfolger Flottwell's ein und blieb Minister des Innern bis zum 17. März 1862. Nach seinem Rücktritt vom Amte hat der Verstorbene dem Abgrordnetenhause und später dem Reichstage angebört. — Kaiser Wilhelm ist jetzt von dem Fuß- übel, welches ihn längere Zeit hindurch am Gehen hinderte, vollständig wieder hergestellt. — Gutem Vernehmen nach wird der Kaiser der Straßburger Bibliothek die vielen kostbaren Doubletten seiner Bibliotbek, sowie derjenigen Friedrich Wilhelms IV., überweisen. — Die Feststellung der Form der Reichsco⸗ carde ist nunmehr ebenfalls erfolgt. Die unteren Beamten des Reichstages sind die ersten, welche mit ihr an die Oeffentlichkeit treten und sie tragen; sie ist von runder Form, der äußere Rand schwarz, das mittlere Feld roth und der Zwischenraum zwischen beiden wird durch einen weißen(silbernen) Reif ausgefüllt; sie ähnelt der preußischen Cocarde, nur daß das Centrum ia rother Farbe ausgeführt ist. — Zum Militärstrafgesetz sind zwei Petitionen von Dr. Riecke, vormals preußischem Regiments- arzt, eingegangen. Derselbe bittet: 1) dahin zu wirken, daß in das neue Militärstrafgesetzbuch auch eine Strafe für diejenigen Truppen-Comman- deure gesetzt werde, welche in der Absicht, die Soldaten an das Ungewöhnliche zu gewöhnen, das Leben und die Gesundheit derselben gefährden oder wohl gar vernichten; 2) dahin zu wirken, daß das künftige deutsche Militär-Gerichtsverfahren ein öffentliches werde. Eine Auesicht auf Berücksichti— gung kann diesen woblgemeinten Anträgen aller- dings nicht zugesprochen werden. Sie verstoßen zu sehr gegen den Geist, welcher das ganze Heer— wesen durchdringt und in den Commissionesitzungen zu drastischem Ausdruck gelangt ist. — Wie dem Saling'schen Börsenblatt als verbürgt mitgetheilt wird, hat der Reichskanzler Fürst Bismarck von dem Kaiser einen siebenmonat— lichen Urlaub erbeten und erhalten. Der Reichs- kanzler begibt sich von hier nach Varzin und von dort nach dem Seebad. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet, daß das Befinden des Reichskanzlers zu ernsten Besorg- nissen keine Veranlassung gebe, sofern nur die von den Aerzten für unabweislich erklärte Ruhe recht- zeitig vergönnt werde. Coblenz. Die bisher für die Trier-Coblenzer Eisenbahn projectirten Brücken- und Befestigungs⸗ Anlagen im Bereiche unseres Rayons haben groß; artigere Befestigungs-Pläne hervorgerufen, indem man die höher gelegenen Bergpunkte für die Brücken über Mosel und Rhein mit stärkeren Werken ver⸗ sehen und dadurch die Widerstandssähigkeit unserer Festungsstadt steigern will. Eine große Zahl des Feldmesser-Personals ist jetzt mit den Vermessungen beschäftigt, welche für die Vergrößerung der Stadt, wie auch für die oben erwähnten Zwecke nöthig sind. Ausland. Frankreich. Paris. Das„Journal ofsi⸗ ciel“ veröffentlicht weitere Beschlüsse der Capitu- lationscommission. In demselben wird erklärt, der Commandant der Festung Lichtenberg, Unterlieu⸗ tenant Archer, habe seine Schuldigkeit gethan. Gegen den Commandanten von Marsal, Capitän Leroy, wird ein Tadel ausgesprochen, weil er sich der Unfähigkeit und Schwäche schuldig gemacht habe, ebenso gegen Terquelin, Commandant von Vitry le Frangais, aus dem Grunde, weil er die Kriegsmunition nicht selbst zerstört, sondern sich begnügt habe, die Civilbehörden damit zu beauftragen. — Die Offizierscorps der französischen In- santerie-Regimenter sind aufgefordert worden, die Begebenheiten der einzelnen Regimenter im letzten Kriege bis ins kleinste Detail abzufassen, damit auf Grundlage dieser Thatgeschichten ein größeres kriegsbistorisches Werk verfaßt werden kann, welches vor Allem die der regulären Infanterie der fran zösischen Armee zugewiesene Thätigkeit im letzten Kriege darlegen soll. — Aus den Verhandlungen der Commission für den deutsch-französischen Postvertrag erfährt man, daß die Majorität entschitden für denselben gewonnen ist. Man glaubt, daß die Nationalver- sammlung in den naͤchsten Tagen über den Ver- trag zu berathen haben wird. — In Betreff des Gesetzes von 1836, das alles und jedes Spiel in Frankreich verboten, soll eine Abänderung eintreten. Das Verbot bestünde weiter im Principe, der Regierung würde aber das Recht eingeräumt, Ausnahmen in einzelnen Fällen zu gestatten, wie es bereits bei den Prämien. Effecten gescheben sei. Es handelt sich zunächst um Errichtung von Spielbanken in folgenden Städten: Aix⸗les-Bains, Vichy, Enghien, Biarritz, Saint-Cloud u s. w., zugleich aber auch um eine. Hülfsquelle für den Staatsschatz. Versailles. Die Regierung wird einen Gesetzentwurf über die Zusammensetzung des Ge⸗ richthofs, welcher den Marschall Bazaine abur- heilen soll, in der Nationalversammlung einbringen. — Seit einigen Tagen ist eine Zahl von Leuten, die von den Kriegsgerichten wegen mangeln⸗ der Beweise aus der Haft entlassen worden waren, wieder gefänglich eingezogen und nach Versailles gebracht werden. Die meisten ohne regelmäßiges Mandat, indem Ladmirault von den außerordent⸗ lichen Befugnissen des Belagerungezustandes Ge brauch macht. Das„Sidcle“ fordert die Regie; rung auf, wenigstens durch das Amtsblatt die Namen der Verhafteten und die Motive von Maß⸗ regeln anzugeben, die einer Republik seltsam zu Gesichte stehen. Belgien. Brüssel. Nach einer Pariser Depesche der„Independance“ leidet Thiers an einer leichten Halsaffection in Folge eines kleinen Mundschwammes, welche ihm sür lange Zeit öffent- liches Sprechen unmöglich macht. Schweden. Kopenhagen. Der Groß meister, der Schatzmeister und der Cassirer der hier bestehenden Zweigabtheilung der„Internatio— nale“ wurden verhaftet. Spanien. Madrid. Die von General Moriones befehligten Truppen stießen am 4. d. bei Orosquieta auf die vereinigten Banden von Carasa und Aguirre, deren Oberbefehl Don Carlos übernommen hatte. Die Aufständischen wurden vollständig geschlagen und ließen mehrere Todte, zahlreiche Verwundete sowie sehr viele Ge— fangene zurück. Ein Telegramm aus Bahonne ver— sichert, daß Don Carlos gefangen genommen sei. — Die Carlisten verloren in dem Gefecht von Orosquieta 40 Todte und 730 Gefangene. Die Regierungstruppen verfolgen sie lebbaft und bringen neue Gefangene ein. Don Carlos floh, auf dem Fuße verfolgt, mit 200 Mann der fran⸗ zösiscken Grenze zu. Bayonne. Das Gerücht von der Gefangen⸗ nahme Don Carlo's erhält sich. General Rada. ist nach Frankreich übergetreten. Die spanischen Behörden fordern seine Verweisung von franzö⸗ sischem Gebiete. Donaufürstenthümer. Bukarest. Wie die„N. fr. Pr“ aus guter Quelle vernimmt, sind die von dem erbärmlichen Schwurgericht in Buzen gegen alle Zeugenaussagen und trotz dem Freisprechungsantrag des Staatsanwalts verur- theilten Juden vom Fürsten begnadigt und bereits freigelassen worden, Türkei. Constantinopel. Der„Courier de l'Orient“ meldet, daß auf der Marmara-Insel eine Judenverfolgung stattfand, welche drei Tage daverte. Die Synagoge wurde demolirt und die Häuser der Juden wurden geplündert. Jüdische Familien flüchteten sich in die Häuser der Tärken. Amerika. Amerikanische Blätter enthalten den Wortlaut eines zwischen Spanien einerseits und den alliirten Republiken Bolivia, Chile, Ecuador und Peru andererseits zu dem Behufe abgeschlossenen Waffenstillstandes, um jene Länder von dem seit den Feindseligkeiten von 1866 be⸗ stehenden Kriegs zustande zu erlösen. Dieser Ver⸗ trag, der durch die Vermittlung der Vereinigten Staaten zu Stande kam, verfügt, daß die factische Unterbrechung der Feindseligkeiten in einen allge⸗ meinen Waffenstillstond verwanrelt werden soll, der von keinem der Kriegführenden ohne vorher- gegangene, ausdrückliche und motivirte Kündigung gebrochen werden darf. Während der Fortdauer zeiten als gesetzlich erachtet wird, Handel zu treiben; alle Beschränkungen des neutralen Handelsverkehrs sollen wegfallen. 2 Schwalheim. Am 28. v. M. hielt das land⸗ wirthschaftliche Casino für Friedberg und Umgegend seine erste Wanderversammlung auf dem hiesigen Brunnen; dieselbe war sehr zablteich besucht. Der erste Gegenstand der Tagesordnung, über Zuck errübenbau, wurde von Herrn Seibert durch einen eingebenden Vortrag eingeleitet. Der Herr Referent verbreilete sich zunächst über die Eigen⸗ schaften einer guten Zuckerrübe und ging dann über zu deren Cultur; hier hob er besonders hervor, daß der Boden lief bearbeitzt werden müsse und nur mit minera⸗ lischem Dünger gedüngt werden dürfe, dadurch werde aber auch ein höherer Ertrag gesichert und besonders die Hal⸗ tung eines guten Viebstandes ermöglicht, der in der Gegenwart eine wesentliche Bedingung sei zur Erzielung einer höheren Bodenrenie. Auch für den Arbeiter sei der Rübenbau vortbeilhaft, weil alle Arbeiten bei demselben in eine, Zeit fielen, wo es sonst an Arbeit mangele. Der Rübenbau habe sich über ganz Europa verbreitet und in den letzten Jahren einen außerordentlichen Ausschwung genommen. Deulschland habe 320 Fabriken, für welche 415 Tausend Morgen Rüden angebaut würden, welche einen Werih von 36 Millionen 389 Tausend Gulden tepräsentirten. Nach den Ausführungen des Herrn Refe⸗ renten dürften die diesjährigen Versuche keineswegs als entscheidend zu betrachten sein, da in vielen Fällen die Zuckerrüben nicht in zweiter Tracht angebaut und auch der Boden nicht lüef genug cullivirt worden ist; ebenso sind hin und wieder ammoniakalische Dünger angewende! worden, was für den Zuckergeball der Rüden von eiheb— uuchem Nachcheil sein soll. Referent theille dann noch welter mit, daß wenn die nöthige Morgenzahl mit Rüben garantirt werde, so sei das Haus Ecanger in Frankfurt! bereit, die größte Favrik in Friedverg zu errichten.— Der Vorsißende, Herr Kreisassessor Haas, theilte dann mit, was die Commission für Zuckerrübenbau bis jetzt gethan und wie sie auch in der Folge denselben fördern und die Errichlung einer Fabrik in Friedberg anstteben werde. Wegen des Bezugs der Preßlinge müsse die Fabrik in der Nähe der Oeconomien angelegt werden und sei zu wünschen, daß die Fabriken auf genossenschafichem Wege gebaul würden, damit den Rübenzüchlern auch die Oiwidend— wieder zu Gule käme, wodurch der Rüdendau sehr rentabel werde, wie dies die Ersolge in Braunschweig bewiesen.— Ueber den zweitlen Gegenstand, über das neue Maß und Gewicht, referirte Herr Seminarlehrer Wahl in einem ausführlichen und mit vielem Humor gewüczten Vortlag. Derselbe entwickelte zuerst die geschichtliche Enistehung dis neuen Maßes und wie dasselbe aus einen allgemein ge— jüylien Bedürfniß hervorgegangen sei. Nachdem er des Längen-, Flächen⸗ und Körpermaße bespeochen, wies er darauf hin, wie unser seicheriges Maß schon auf das Melermaß basirt gewesen sei und daher die Einführung des letzteten in Hessen keine allzugroße Schwierigkeiten hervorgerufen habe. Die Vortheile des neuen Maßes und Gewichtes seien eminent; allen Verschiedenheiten sei ein Inde gemacht. Das meirische Maß sei über die ganze Elde verbreitet, bezünstige den Verkehr, sei bei der An⸗ wendung bequem und leicht dauut zu rechnen. Die ver⸗ schiedenen Maße und Gewichte stünden im innigen Zu sammenhang und habe daher das metrische Maß für die Wissenschaft hohe Vedeulung. Da das seltherige Maß sich noch nicht überall eingebürgert habe, so würde das Ver⸗ ländniß des neuen Maßes und Gewichts manchem Er wachsenen viel Schwierigkeiten bereiten, ja Maucher würde 4s in seinem Leven gar nicht lernen; deßhalb müsse es fleißig in der Schule geüst werden. Die Lehrer hätten dann aber auch ein Recht zu sagen:„Das thun wir für Euch; was ihut man für uns?“— Nachdem der Herr lung für seinen gelungenen Vortrag gedankt und noch einige geschäftliche Mutheilungen gemacht hatte, wurd: die Versammlung geschlossen. Die nächste Versammlung soll in Frieoverg stat finden. S. Bad- Nauheim. Am 26. April d. wurde dahier der von dem landw. Bezirksverein Friedberg ge⸗ gründete Faselmarkt abgehalten und war wider Erwarten stark besucht. Es waren zwischen 40 und 50 Bullen, meist 1 und 1½ ährige, aufgetrieben. Wenn die Zahl der abgeschlossenen Käufe dem starken Angebot nicht ent⸗ sprochen, so hat dies seinen alleinigen Grund in der durch den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Nauheim und Umgegend nothwendig gewordenen Verlegung des bereits auf Mitte März anberaumt gewesenen Marktes um über vier Wochen und in der jedoch unbegründeten Furcht, daß durch angekaufte Thiere möglicher Weise die erwähnte Krankheit, welche in der ganzen Gegend nach kreisveterinäramllichem Ausspruch vollständig er⸗ loschen war, mit in vie Heimath gebracht werden könnte. Unseres Wissens wurden cirea 8 Stück verkauft, jedenfalls aber durch die ermöglichte Besichtigung und Vergleichung die Grundlage noch zu weiteren Käufen gelegt. Die Qualität der beigetrlebenen Thiere war im Ganzen recht befriedigend und wurden auch diesmal wieder von dem wendet. Es wurden prämiirt mit 12—3 fl. die Thiere der Oeconomen: El. Puth in Okarben Bürgermeister Stoll in Nieder-Wöllstadt, Bürgermeister Reitz in Södel, Pachter Kammer in Bellersheim, Wilh. Bausch in Nieder-Wöͤllstadt, Hrch. Weith in Nieder- Wöllstadt, des Waffenstillstandes steht es jedem der Krieg⸗ führenden frei, mit den neutralen Nationen in allen Artikeln, in denen der Handel in Friedens; Peter Schneider in Borsdorf, Jacob Eiser 11. daselbst, Pachter Lenhard in Steinfurt, Peter Hemmer von Zell, Ph. Kling von Rodheim. Recht schöne Versitzende dem Herrn Referenten Namens der Versamm⸗ Exemplare der Vogelsberger Race waren da, die auch alle verkauft wurden.— Es läßt sich nicht läugnen, daß der Markt geeignet ist, auf die Rindviehzucht der Gegend im Laufe der Zeit einen recht günstigen Einfluß zu üben und ist es in dieser Erkenntniß, wie verlaut⸗ bart, im Project, noch einen Herbstfaselmarkt in Fried⸗ berg einzurichten.. 1 Frankfurt. In hiesigen Blättern liest man: In Stadt und Umgegend werden eben viele gut gearbeitete Pferdegeschirre, welche aus der Metzer Capitusation berrühren, zu böchst billigen Preisen verkauft. Der be⸗ treffende Eigen thümer kann noch eine ganze Armee beritlen machen, denn er hat nicht weniger als 14000 vollständige Sättel auf Lager. N Hanau. Ein dahier kürzlich gestorbener reicher Privat⸗ mann Namens Ch. Weishaupt hat unter anderen Legalen auch ein solches von 7000 fl. zu einem Fonds für ein dem Deutschen Kaiser auf hiesigem Marktplatz zu errich⸗ tendes Standbild ausgesctzt. 5 Alsfeld. Der oberhessische Unterverband der deutschen Genossenschaften hält um Lause des Sommers dahier seinen Vereinssag ab. Diesem Verbande gebören die genossen⸗ schaftlichen Vereine Oberhessens mit Wetzlar und einem Theile Kurbessens an. Darmstadt. Der Bau der Ceutralwerkstätte der Hess. Ludwigsbahn ist jitzt in Aagriff genommen und dürfie wohl das größte Gebäude werden, welches je in Darmstadt aufgeführt worden ist. Der Hauplbau ist nämlich 900 Fuß lang und 400 Fuß breit. 95 Darmstadt. Die„Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung“ werd zufolge Beschlusses des Centralaus⸗ jährige Generalversammlung abhalten. Mainz. Die Generalversammlung der Actionäre der Taunusbabyn beschloß eine Dividendenvertheilung von 206 fl., 90,000 fl. wurden dem Erneuerungssonds, 7000 fl. der Beamtenpensionskasse, 500 fl. der Arbeitetkrankenkasse und circa 30,000 fl. für Gralificationen an sämmtliche Beamte, Bahnbedienstete und Arbeiter angewiesen. In Mainz haben seit Montag die Droschkenkutscher zu striken begonnen; an den Bahnhösen und in den Straßen sieht man daher keine Kuische mehr. München. Der Erfinder einer neuen Locomotiv⸗ bremse, die sich bei einigen Probeversuchen als unüber⸗ troffen erwiesen hat, bat nach der„Augsb. Postzeisung,“ von der engl. Regierung für seine Erfindung 20,000 Pfd. St. erhalten. Heberlein, so heißt der Erfinder, ist Eisen⸗ bahn⸗Maschinenmeister; er war vor wenigen Jahren noch Locomotivführer. Seine Schule hat er als Schlossergeselle in der Mannhardt'schen Fabrik zu München durchgemacht. Sichetem Vernehmen nach ist ihm von der Verwaltung der elsässischen Eisenvahnen die Stelle eines Obermaschinen⸗ meisters mil 6000 Thlr. jährlichem Gehalt und 2000 Thlr. Emolumenten angeboten. Berlin. Der„K. H. 3.“ schreibt man aus Peters⸗ burg:„Das neueste Ereigniß auf dem Gebiete des Ver⸗ keyrlebens ist die Erbauung einer neuen Hafenstadt auf Actien, nahe der finnischen Grenze. In Berlin sieht das Gründungewesen doch gewiß in Flor, aber dahin hat man es noch nicht gebracht, eine ganze See- und Hafenstadl auf Actien zu bauen. Das Werk ist schon in der Ausführung begriffen. Das Land, ein weites Terrain am Gestade des finnischen Golfes, ist bereits acquirirt, auch der angefangene Bau schon durch eine Zweigbahn mit der finnischen Bahn verbunden. Die Stadt soll Petrowsk heißen. Längs des Straudes an beiden Flanken der Sindt wird die Erbauung von Villen für die Peters⸗ burger feine Welt projeclirt. B. Friedberg im Mai 1872. In den ersten Tagen unseres Wonnemonats, gleichzeitig mit dem Straßburger Feste, jedoch natürlich in ungleich bescheidnerem Rahmen als jenes, fand zu Büdingen die in diesen Blättern bereits zum Voraus angekündigte Feier des 50 jährigen Bestehens des dasigen Gymnasiums statt. Wem es vergöunt gewesen ist, dieselbe in dem lenzesfrischen, seine reichen Naturschönheiten im herrlichsten Maiensonnenscheine entfaltenden, stillen Thale mit zu begehen, den wird sicherlich eine Fülle der freundlichsten Erinnerungen aus diesen Tagen zeitlebens begleiten. Es hatte sich denn auch eine große Zahl fremder Festgenossen aus Nähe und Ferne in den alterthümlichen Mauern des trauten Städtchens zusammengefunden, zumal eine überaus stattliche Schaar ehemaliger Schüler der verschiedensten Berufs- und Alters: klassen, von dem Greis im Silberhaar bis herab zu dem flotten Füchslein ersten Semesters, darunter auch Schreiber Dieses, die allesammt bei den gastfreundlichen Bewohnern ihres alten Muse⸗ städtle ns freies„Quartier mit Verpflegung“ landw. Bezirksverein und der Stadt Nauheim ansehnl che neben zuvorkommendster Behandlung fanden. Am Summen(80 fl.) zur Hebung des Marktes zu Prämien ver⸗ b 0 b 9 f 5 Bahnhofe— den Meisten hier ein neuer Anblick — von dem buntbemützten Zuge der jetzigen der Fahne, welche die Primaner und Sekundaner ihrer Anstalt zum Feste neu gestiftet batten, sowie den Herren des Festcomité's, abgeholt, waren die Ankömmlinge durch die Salvete! rufende Ehren- schusses in Berlin am 7. und 8. Juli dahier ihre dies- Zöglinge der alma mater mit Musik und wehen⸗ übersü statl. Jubel Dr. nächst gem falt J hierauf stelung genden die 5e falgebe Wahre. hahn 5 an a erneuer rkennu Hensch⸗ seine 9 tung, dur Em neten Walz meldend Aus geli Fri * pforte in den mit Fabnen in den deutschen, hessischen und psenburgischen Farben und Laub- gewinden geschmückten Festort geleitet worden und die alte Zeit war wieder mit dem vollen Zauber ihrer Poeste in den Herzen aufgestiegen. Hat doch der Festgruß eines alten Gymnasiasten so wahr aus ihnen allen gesprochen, wenn er sagte: Wo ich auch mochte weilen, Es zog mich allzumal, Dachl' ich der Jugendzeiten. Zu dir, du schönes Thal!—— Doch nun zur gedrängten Beschreibung der Festlichkeiten!— Das Jubiläumsprogramm be— stimmte zur Eröffnung derselben eine theatra⸗ lische Aufführung von Schülern des Gymna— siums und fand dieselbe am Abende des 30 April, als dem Vorabende des eigentlichen Festes, im überfüllten Rathhaussaale mit vielem Beifalle statt. Nach dem Vortrage der Weber'schen Jubelouvertüre, sowie eines von Gymnasiallehrer Dr. Frommann gedichteten Prologes, kam zu— nächst ein sehr ansprechendes, von dem dahier in gutem Andenken stehenden jetzigen Lehrer der An— stalt Dr. F. Bender verfaßtes Festspiel und hierauf Schillers„Wallensteins Lager“ zur Dar— stellung.— An dem auf die Walpurgisnacht fol genden Morgen gegen 10 Uhr versammelten sich die Festgenossen vor dem altehrwürdigen Gymna— sialgebäude, der„Pflanzstätte des Schönen, Wahren und Guten“, zum Festzuge; die Eisen⸗ bahn hatte inzwischen wiederum reiche Ladungen an auswärtigen Theilnehmern gebracht und erneuerten sich die Begrüßunge- und Wieder- erkennuags⸗Scenen des vorigen Tages in den menschenwogenden Straßen des Städtleins. Eine schwungvolle Festrede des derzeitigen Direktors Dr. Krämer, welche den Charakter des Festes als eines Dank- und Freudenfestes passend her— vorhob, statistische Notizen gab und warme Worte des Dankes an alle Förderer der Anstalt und der Begrüßung an die Gäste enthielt, einige ange— messene Gesänge der Gymnastasten, sowie die Ver— lesung des Verzeichnisses der eingelaufenen Glück— wunschschreiben und Gaben, bildeten die später in dem Saale des Rathhauses statlfindende offi— cielle Festfeier.— Um 1 Uhr Nachmittags folgte auf dieselbe in der geräumigen, im Garten der„Post“ eigens erbauten, geschmackvoll dekorir⸗ ten Festhalle das von circa 300 Personen besuchte Festessen und wenn auch dessen materieller Theil vielleicht Manches zu wünschen übrig ließ, so wurde dieser Mangel doch reichlich, durch die Würze der zahlreichen, mit allgemeiner Begeiste— rung aufgenommenen Reden, Tyaste und dichteri— schen Vorträge ersetzt, deren Cyklus ein Toast des Fürsten Bruno zu Jsen burg und Bü dingen, als des hohen Protektors des Anstalt, auf den deutschen Kaiser würdig eröffnete und an den sich Trinksprüche auf Se. Königl. Hoheit den Großherzog, den Firsten, die einschläglichen Großherzoglichen Staatsbehörden, das Gymnasium, den Stadtvorstand und die Bewohner Büdingens, die Festgäste, den allverehrten früheren Direktor Dr. Thudichum, der zum Feste gekommen war, die Universität Straßburg u. a. reihten. Ein wohlgelungenes Concert des Büdinger Musikvereins in der Gymnasial-Aula beschloß die programmmäßigen Festlichkeiten des ersten Tages, in deren Pausen— und zwar zumeist in der Festhalle oder auf der allen ehemaligen Schülern bestens im Gedächtnisse gebliebenen„Klippe“,— dem bekannten§. 11 von Jung und Alt mit lebenswerthem Fleiße nachgelebt wurde. (Schluß folgt.) D. Frankfurt a. M., 7. Mat 1872. Die heutige Börse unterschied sich von der gestrigen in nichts: die aleiche Mattigkeit, gleiche Geschäftslosigkeit und dieselbe Tendenz zum Sinken! Es stellt sich mit jedem Tage mehr heraus, daß die Börse in sich selbst der Kraft zu einer Initiative entbehrt, auf welche sie bis jetzt von außen he⸗ vergeblich gewarset. Das blinde Draufgehen der Vollblut, Speculanten hat einer gewissen Aengsilichleit Platz gemacht die sich dann auch auf das Privatpublikum erstteckt, welches bekanntlich verkehrterweise immer erst dann kiuft, wenn die Preise steigen. Sämmtliche Speculasionseffecten geben heute wieder im Course nach, trotzdem es heißt, daß bei der Staatsbahn die französischen Elemente des Verwaltungs- Naibs gesprengt und dadurch eine bessere Leitung ange— bahnt werden soll,, nur Nationalbauk hielt sich relativ fest. Oesterreich. Bahnen größtentheils augeboten. Nur in jungen Staatsbahnen wurden bei erniedrigtem Course einige kleinere Abschlüsse gemacht. Fünfkirchen⸗Baros, Nudolph, Donau-Drau theilweise begehrt. Von deutschen Linien wurden beute wieder etliche Pöstchen alte bayr. Ost gekauft. Bexgacher und Pfälzer fen. Von Prio⸗ riläten waren Siebenbürger offerirt, 50% lombardische dagegen in Frage. Recht aut balten sich beide österreich. Renten, wie auch deulsche Slaatenfonds. Oesterreich. 60r Loose mehrfach gehandelt, ohne daß es jedoch zu festen Schlüssen kam. VBerloosungen. Neuenburger Frs. 10⸗Locose. Ziebung am 1. Mai. Nr. 49950 20,000 Frs., Nr. 77105 und 78309 je 500 Frs. Nr. 12146 43905 5808t und 100140 je 100 Fre., Nr. 2697 18007 25073 40972 57611 72893 78547 83216 19409 und 105982 je 50 Frs. Nr. 183 33670 41210 47472 52929 73031 79958 95830 96725 und 11563 je 25 Frs. Oesfentliche Aufforderung. 1013 Christian Cafimir Walz, geboten am 4. Januar 1800, Sobn des verstorbenen Metzgers Johann Henrich Walz und dessen ebenfalls verstorbenen Ehefrau Elisa betha Katbarina, geb. Kitzel, von Friedberg, hat im Jabre 1861 seine Heimath verlassen und ist seudem ver⸗ schollen, wahrscheinlich verunglückt. Sein Vermögen wurde selther curatorisch verwaltet. Da Chriftian Casimir Walz nunmehr sein 70 Lebens fahr vollendet haben würde, so ergeht an ihn resp. eine Leibes⸗ oder Testamentserben hiermit die Aufforde— rung, sich binnen 90 Tagen, von beute an gerechnet, zur Empfangnahme des Vermögens bei dem unterzeich⸗ neten Gericht zu melden, als sonst Christian Casimir Walz für todt erklärt und sein Vermögen den sich meldenden nächsten Verwandten, vorerft gegen Caution, ausgeliefert werden wird. Friedberg den 3. April 1872. Groß berzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Langermann, Landrichter. Landgerichts Assessor. Versteigerungs ⸗ Anzeige. 1261 Freitag den 10. Mai d. J., Vormittags 9 Ubr anfangend, sollen in der Behausung des Herrn Wilbelm Wökus in der Burg 15 Stückfaß, sowie 19 Stück kleinere Fässer, welche zur Concursmasse des Gaft: wirths Carl Friedrich Walz gehören, öffentlich meist⸗ bietend gegen baare Zahlung versteigert werden. Friedberg den 3. Mat 1872. In Auftrag: Großberzoglichen Landgerichts Friedberg Gtoßherzogliches Ortsgericht Frtedberg. Fouc ar. Bekanntmachung. 1290 Montag den 13. Mai d. J., Mittags 1 Uhr, wird die diesjährige Gras- und Kleenutzung um den Burgberg öffentlich verpachtet.— Anfang am dicken Thurm. Friedberg den 7. Mal 1872. Groß herzogliches Rentamt Friedberg. Lin deck. Arbeits- Versteigerung. 1280 Montag den 13. Mai, Vormittags 10 Ubr, sollen auf dem Ratbhause zu Wölfershelm nachstebende Arbeiten elner öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden: Maurerarbeit, It. Kostenüberschlag für 25 fl. Zimmerarbeit 39„ Liesern von Cement 20„ Llesern von Russenslesnen 390„ Gambach am 6. Mas 1872. Schneider, Bezirks Bauausseher. Ein geraͤumiges möblirtes Zimmer 1258(am ltebsten an der breiten Straße) wird für einen einzelnen Derrn zu miethen gesucht. Adressen zu richten an die Expeditlon d. Bl. 8 0g ich* Benachrichtigung. (281 Otejenigen Steigerer, welche am 21. Marz l. J. in dem Gräflichen Ossenheimer Wäldchen Holz erstetgert und noch im Walde fitzen haben, werden hiermit ersucht, dasselbe binnen 10 Tagen um so gewisser abzufahren, als man sich gegenfalls genöibigt feben würde nach den Versteigerungs⸗Bedingungen 11 und 12 zu verfahren. Wickstadt den 4. Mat 1872 Geäfliche Oberförsterei Assenheim. Schal las. Versteigerung eines Wohnhauses auf den Abbruch. 1282 Montag den 13. d. M., Vormittags 11 Ubr, soll auf biesigem Rathhause ein der Gemeinde zuflehen, des Wobnbaus von 9½ Meter Länge und 5½ Meter Breite, zweiftöckig, von Holz erbaut und mit Stroh gedeckt, auf den Abbruch versteigert werden. Wohnbach den 6. Mai 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Wohnbach. höhlt p i. Holz-⸗Versteigerung. 123 Mitwoch den 15. Mat l. J., Vormittags 9 Ubr anfangend, soll in dem Bodenröder Gemeindewald, Distrikten Elterheck, Eselsberg und Thterderg, folgendes Holz meistbtetend versteigert werden: 1 2 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 2 17 5 4 Prüge holz, 3) 42 15„ Stioedbolz, 4) 4 Nadel⸗ 7 5) 3600 Buchen-Reisholzwellen, 6) 1700 Nadel⸗ N Nadel- Baustämme, 91 Cubikmeter 7) 2 Stück haltend, 8 1 Stück Bliken⸗Baustamm, 15 Cubikmeter haltend, 9) 455 Stück Nadel Stangen, zu Leiterbaͤumen ge— eignet, 10) 150 Stück Bohnenstangen. Die Zusammenkunft it in Jago Bodenrod. Bodenrod den 6. Mal 1872. Großherzogliche ürgermelflerei Bodenrod. Schäfer. Arbeits- Versteigerung. 1292 Samßag den 11. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen auf biesigem Ralbhause nachstehende, zur Her⸗ flellung der Pfarr- und Schulhostalthe erforderliche Arbeilen an die Wenigsinebmenden veraccordirt werden: Schlosserarbeiten, veranschlatt zu. Weißbinderarbetten 144„ 36 Schreinerarbeiten ls Assenheim den 7. Mal 1872. Der Bezirks⸗Bauaufseber und Manschetten ꝛc. bel K. Friedrich Hetrenktagen neben der Post. Holz-Versteigerung. 1291 1. Montag den 13. Mai d. J., von Vormittags 9 Ubr an, kommen aus Domantalwalddistrict Burgwald Schlag II und XII 50 Buche Wellen, 12409 Eiche⸗ 195 Nadel- 9 1500 Aspen⸗ 2 200 Docn⸗ 2. Dienstag den 14. Mai d. J. von Vormittags 9 Ubr an, aus den an das Oder⸗Rosbacher Feld grenzen ⸗ den Schlägen XVIII und XIX des Distrieis Kellerberg 11744 Eiche⸗Wellen 225 Nadel⸗„ zur Vetsteigerung. Die Zusammenkuaft ist am ersten Tage in dem in der Nähe der Kaisergrube gelegenen Schlag XII bei Nr. 1, am 2. Tage auf dem Fichtweg am Eingang des Waldes. Ober⸗Rosbach den 6. Mai 1872. Großberzogliche Oberfötsterei Ober⸗Rosdach. Strack. Wagenbaugesellschaft in Offenbach a. M. 1161 emyfiehlt sich zur Anfertigung aller Arten Lurus⸗ wagen, sowie Reparatur derselben unter Zuffcherung guter Bedienung und reeller Preise. NB. Neue und gebrauchte Wagen, welche vorräthig sind, werden zur geneigten Abnahme empfohlen. 0 1293 Die von Harnier'sche Gärtnerei Echzell empfiehlt zur Frühlahrsalson eine büdsche Auowahl in Topf“, Blumen- und Gemüsepflanzen und erläßt:. kr. 12 Fuchsia der besten Sorten zu 1 12 12 Geranium derselden Sorten, darunter ge⸗ füllieblübende zu 112 12 Verdena zu 1— 12 Penstemon zu 1— 12 verschiedene Blattpflanzen zu 1 12 12 Canna discolor zu 1— 12 Heliotrope zu 1 12 Bel üderlessener Wabl sämmtliche Topf ⸗ Pflanzen gemischt 50 Stück zu 5 fl. 100 Stück zu 9 fl. Sommerflor à 100 Stück 24 kr. Alle Arten Gemüsepflanzen, sowie Sellerie werden stets zu moͤglichst billigen Preisen abgegeden. Alle Sorten Oelfarben, 991 zum Anflrich fertig, npfieblt billigst Wilhelm Bernbeck. Süße Orangen! Wilb. Fertsch. Den Herren Bürgermeistern des Kreises Friedberg und übrigen Herren, welche meiner am 4. d. M. so freundlich gedacht b haben, den herzlichsten Dank. Wien den 4. Mai 1872. Trapp, Regierungsrath. Für Confirmanden. Gesangbücher zu allen Preisen und in der größten Auswahl empfehlen Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Auf der Freiheit zu Friedberg. eiii ag den 4: Erste große Vorstellung 1286 meiner rühmlichst bekannten 2 Gymnastiker⸗, Luftturner⸗, Ballet⸗ und Seiltänzer⸗Gesellschaft, sowie Vorführung der dressirten Ziegen und Hunde. Zum Schluß Besteigung des hohen Thurmseiles à la Blondin.— Anfang Abends halb 8 Uhr. Ergebenst ladet ein Lor ch, Direktor. des nue Strohhüten,“ Jonnen-& negenschirmen 660 empfiehlt zu reellen Preisen K. Friedrich, neben der Post. bpugtzarbeiten jeder Art werden möglichst rasch und geschmackvoll ausgeführt.— Fertige Herren-Kleider. 1294 Außer den ordinären bin ich auch mit feineren Anzügen ganz frisch assortirt, welche bestens und billigst empfiehlt C. F. Schleuning. Nauheimer Gas-Anstalt. 1249 Bezugnehmend auf die bei Großherzoglichem Landgericht Bad,Nauheim in beglaubigter Form hinterlegte General- Vollmacht beehrt sich der Unterzeichnete den Herren Gas, Consumenten in Bad⸗ Nauheim ergebenst mitzutheilen, daß die Firma Reifenberg& Mastbaum in Cöln die ihr laut landgerichtlichen Dekrets vom 18. v. Mts. zu Eigenthum zugeschlagene Gasfabrik vom 1. d. Mts. ab in Selbstbetrieb genommen und den Herrn Ad. Tiefenthal dahier mit der Leitung des Fabrikbetriebs beauftragt hat. Das Verhältniß der Fabrikinhaber zu den Herren Gas ⸗Consumenten soll durch den erwähnten Wechsel der Fabrikeigenthümer keinerlei Aenderung erleiden, vielmehr behält es bei dem am 4. Mai 1863 mit der Stadt Bad Nauheim abgeschlossenen Contrakt sowie bei dem im Januar 1864 veröffentlichten Vertrage mit den Herren Gas Consumenten auch fernerhin sein Bewenden. Um indessen den Letzteren entgegen zu kommen resp. um den Consum des Gases zu erleichtern, hat sich die Firma Reifenberg& Mastbaum zu einer probeweisen Herabsetzung des Gaspreises auf fl. 5. per 1000 englische Cudikfuß entschlossen, ohne indessen auf ihr Recht, auf den alten Preis zurückzugehen, falls der von ihr intendirte Erfolg nicht erzielt werden sollte, zu verzichten. Die Erhebung der Gelder für das consumirte Gas sowie für Gasmesser⸗ und sonstige Miethen erfolgt nach den Bestimmungen der 88. 6—8 des Vertrags vom Januar 1864 und gegen Quittung der Herren Reifenberg& Mastbaum, durch Herrn A. Tiefenthal, an welchen auch Anträge wegen Abschlusses neuer Verträge zu richten sind. Bad-⸗Nauheim den 1. Mai 1872. Der General- Mandatar: Dr. A. Rosenberg II., Hofgerichts⸗Advokat in Gießen. 1284 Hiermit erlaube ich mir höflichst anzuzeigen, daß ich den Ver⸗ tragen habe. Frankfurt a. M. am 1. Mai 1872. G. Neidlinger. Mit Bezug auf obige Anzeige empfehle ich dem geehrten Publikum Singers Original- Nähmaschinen und zwar: B. A. Maschinen fuͤr den Hausgebrauch, für Weißnäherei, Damenkleiderfabrika⸗ Russische Imperiales e ö tion u. s. w. verwendbar, sowie Medium-Maschinen, Nr. 2 Cioth⸗Maschinen und Nr. 2 Hut⸗ Dollars in Gold macher und Sattler⸗Maschinen in der bekannten vollendeten Ausstattung. Jeder Maschine wird ein Certifikat vom Praäsidenten der Compagnie zum Beweise ihrer Aechtheit beigegeben Für die Dauerhaftigkeit der Maschine wird Garantie geleistet. Unterricht wird gratis gegeben Friedberg. Georg Sellin. Meine Wohnung ce. Glacé-Mandschuhe 8e 5. Breitestraße 72. J. Heß, Lehrer. 1295 kauf der Original⸗Nähmaschinen der obigen Compagnie in Friedberg und dessen Umgebung Herrn Georg Sellin in Friedberg über⸗ 1285 Sitzung des Sängerfest⸗Comités: Freitag 127 10. Mat, präcis halb 9 Uhr, im Hertlein'schen ocale. 5 Harmoniemusik auf dem Johannisberg am Himmelfahrttag 1274 von Morgens 5 Uhr und Nachmittags 3 Uhr an. A. König. 931 Reiche Auswahl in Eapeten und Jorden von den bllligsten bis zu den feinflen. F. W. Pfähler, Liebfrauenberg 24, Frankfurt a. M. Flaschen⸗Bier. 730 Lager-, Export- und Doppel ⸗Bier aus der Hof⸗Braueret von J. Burck bei Abnahme von 12 Flaschen frei in's Paus gellefert. In Bad⸗Naubeim wolle man Befßfellungen gef. N bei Herrn Kaufmann Blenstadt oder Herrn a ck.. Alle Sorten Sommerslor per 100 24 ke., 12 Stück Topfpflanzen für Gruppen fl. 1., 100 Stück Selleriepflanzen 20 kr. empfiehlt die 1287 Gräfliche Gärtnerei Assenheim. Eine geräumige Wohnung 1253(breite Straße) it an eine stille Familie zu vermietben. Näheres bei der Expedition dieses Blatles. Gules Roggenmehl und Roggenkleit 1250 zu den bllligsten Preisen bei B. K. Stern an der Eisenbahn. Offene Lehrstelle. 1265 In der unterzeichneten Buchhandlung ist für einen jungen Mann mit genügender Vorbildung eine Lehrlingstelle vacant. g Auf gesällige Anfragen geben wir die näheren Be⸗ dingungen an. Frankfurt a. M Jäger'sche Buche, Papier⸗ und Landkartenhandlung. Frucht preise. Per Malter. Friedberg, 7. Mai. Waizen 16 fl.— kr.z corn 9 fl. 50 kr.; Gerste 7 fl. 30 kr.; Hafer 5 fl. 10 kr. Frankfurt, 6. Mai.(200 Zollpfund.) Waizen 16½— /; Korr 10— 11½¼; Gerste 9— 10; Haser 8 ½; Rüböl(100 Zoupfund) ohne Faß von 50 Kilo. 24 fl.; Branntwein(50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß—. Grünberg, 4. Mal. Waizen 15 fl. 46 kr.z Korn 10 fl. 43 kr.; Gerste 7 fl. 47 kr.; Hafer 4 fl. 32 ke. Molter 9 fl. 30 kr.; Erbsen 10 fl. 56 kr.; Linsen— fl. — tr.; Saamen 16 fl. 5 kr.; Kartoffeln 4 fl. 14 fe. Mainz, 3. Mai. Waizen 16 fl. 10 kr. Korn Me dinger Manufacturing Cie. Neu- Tork. io f 21 Satt 8 f 5 f. Kartoffeln 5 fl.— kr.; Reggenstrob per 100 Gebund 27 fl. ——— Geld⸗ Cours. Frankfurt am 7. Mai 1872. Preußische Friedrichsd' or.. fl. 9 57— 7 Pissolee n 40—42 Holländische fl. 10 Stükde.. 9 53—55 Dutaten r nn, 5 33-35 Ducaten al marco..„ 5 34-36 20⸗Frankenstücke„ ie e e Englische Sovereigns s. 11 48-50 „ 9 40—42 226-27 Asraclitischer Gottesdienst in Friedberg. . Gian Freitag Abends 65 Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr. — Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. and sährit ftͤhe 1 uns gegen Men Hiaw deutsc dlfent 1 Baun setzen macht 1 warte auf Herr uber Frer über