— 0 9 A ονν,,ỹ T 7 7 28 * e, 1 — — * 2 5 8 8 5 * * . 2 1 N 8 — M3. — Dienstag den 9. Januar. herhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstog — 41— S* Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Abonnement auf den Oberbessischen Anzeiger, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interefsantesten und bemerkenswerthesten Tagesbegebenheiten, besonders wichtige Neuigkeiten durch Extrablätter, allgemein belebrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours- Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗ Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anckdoten, Rätbsel, Bilderrätbsel ꝛc. Das Abonnement beträgt bei der Verlags-Expedünlon ohne Bringerlobn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel⸗ jährlich 47 kr. mit Bringerlohn. Junseratgebühren werden die einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit 3 kr. berechnet, dei Tabellen- und Ziffersaz wit 8 kr. Der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. brechung eintritt. Abbestellung erfolgt. Bestellungen beliebe man baldigest zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗ Den verehrlichen Abonnenten in biesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Jahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Die Redaction. Deutsches Reich. Darmstadt Das Großberzogliche Regie- rungsblatt Nr. 1 enthält: I. Alletböchstes Edict, die Mitglieder des Staatsrathes für 1872 beiressend. Dasselbe lautet: Ludwig III. don Gottes Gnaden Großberzog ven Hessen und bei Rhein ꝛc. 2c. Nachdem Wir beschlossen haben, daß zu Unserem Staais⸗ ralbe außer den in dem Edicte vom 28. Mai 1821 in Artikel X untet Nr. 1 bis 4 und außerdem in der Se⸗ kannimachung im Regierungsblatt vom 11. Juli 1823 unter Nr. 4 der Diensinachrichten als bleibend bezeichneten Mitgliedern für das Jahr 1872 folgende Personen als außerordentliche Mitglieder berufen sein sollen und zwar: 1) der wirkliche Gebeimerath Dr. Ninck, Freiherr v. Slaick; 2) der Präsident der Obermedieinal⸗Oicecttion Dr. Gold- mann; 3) der Präsidem bes Ober consistorsiums Kritzterz J) ber Präsident des Hofgerichts der Provinz Siarken⸗ burg Dr. Krug; 5) der Tirector des Oberappellations⸗ und Cassationegerichts Dr. Müller; 6) der Geheimeratb Schleiermacher; 7) der Gebeimerath Freiherr von Reden⸗— siein; 8) der Oberappellattons- und Cassationsgetichtsrath Dr. Hallwachs; 9) oer Ministerialrattz Fischer; so ist sich hiernach gebührend zu achten. Urkundlich Unserer eigen händigen Unterschrift und beigedrückten Großherzoglichen Siegels. Darmsigot den 21. December 1871.(L. 8) Ludwig. v. Lindclof. II. Ermächtigungen zur Annabme und zum Ttagen eines ftemden Ordens. Seine Königliche Hobetlt der Großherzog haben allergnödigst geruht: am 7. Nov. dem Telegraphen-Inspecior Bruno Otto zu Kassel die Erlaub⸗ niß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser und König von Preußen verliehenen rothen Adlerordens 4. Klasse und am 11. Dec. dem Ministerialrash bei dem Ministerium der Justiz, Heinrich Fischer, die Etlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Könige der Belgier vetliehenen Offizilerkteuzes des Belgischen Leopold ordens zu ertheilen. III. Diensinachrichten. Seine Königliche, Hoheit der Großberzog haben allergnädigst geruht: am 11. Dec. den Feldwebel August Rudolph Heim von Bessungen zum Canzlisten bei dem Hofgerscht der Provinz Starkenburg, am 15. Dec. dem(vang. Pfarrer zu Harxheim, im Dek. Mainz, Wilhelm Salzer, die evang. Pfarrstelle zu Free Kaubersheim, im Deck. Wöllstein, dem Lehrer der ersten Slabiknabenschule zu Darmstadt, Mitprediger Karl Keil, die vierte Schulstelle an, der höheren Töchlerschule zu Darmstadt, dem Schullehrer an der evang. Schule zu Wippenbach, im Kreise Nioda, Heinrich Simon, die evang. Schulsielle zu Rodenbach, im Kr. Vilbel, und dem Schul⸗ amts⸗Apiranten Wilhelm Heil aus Ober Mörlen, im Kr. Friedperg, die dritte katholische Schulstelle zu Boden beim, im Kreise Oppenheim zu übertragen. Darmstad t. Der„Deutsche Reiche anzeiger“ veröffentlich in einer Nummer vom 4. Jan, die vurch die Uebernahme des Großherzeglich hess. Ofsiziercespa in den Verbanb der preußischen 6 siatigehabten Personalveränderungen. Wir zu ben Mittheilungen, welche wir gemacht haben, noch die Ueber— Arm tragen hierous hereits darüber nahme der Offiziere des Beurlaubtenstandes, der Landwehr und derjenigen außer Dienst nach. Dieselbe lautet 1. Reserve⸗ Offiziere. 4) Des 1. Großbetzoglich bessischen Insantetie⸗(Leib⸗ garde⸗) Regiments Nr. 115: Sec. Block, Engel, Metzger, Schiffer, Jackl, Laist, Schramm, Rasor, Herr- mann, Bichmann, Böym, Goldmann, Kömer, Oeser, Becker, Scibert I., Mülwert, Stark, v. Nilgen, Lis. Müller, Schmitt, Schäfer, Steuernagel, Dorn, Jungbenn, Plier, Hoffmann, v. Lyncker, Rüti, Roll, Seibert II., Eckhardt, fämmtlich als Sec. Lt. b) des 2. Greßherzoglich hessischen Infanterie ⸗Regt⸗ mentis(Großherzog) Nr. 116: Sec. Lte. Weber, Luft, Frank, Hellwig, Wagner, Kullmann, Lucius, Schäg, Laubenheimer, Wägner, Buff, Oeser, Klingelböser, Mangold, Haverkorn, Vogt, Schaffer, Balk, Wolf, Strack, Lahr, Buchheim, Reich, Gernebeim, Homberger, Emelius, Pistor, Hessig, Forch, Busch, sämmilich als Sec. Lt. e) des 3 Großherzoglich bessischen Insanteri Regt⸗ ments(Leib⸗ Regiment) Nr. 117: Sec. Lis. Birndaum, Wittich, Harter, Neustadt, Krömer, Probst, Leinberger, Herpel, Kölsch, Wilk, Korwan, Ellling, Zeisberg, Stahl J., Cellarius, Jungmann, Gillig, Thomas, Heß, Schlitz, Klein, Simon, Westhofen, Zitz, Klump, Beringer, Bäucker, Metzler, Rickrich, Stahl II., Schorlemmer, Schaum, Frhr Gemmingen⸗Hornberg, Wägner, v. Zabern, sämmtlich als Sec. Lt. d) des 4. Großherzoglich hessischen Infanterie-Regi ments(Prinz Karl) Nr. 118: Sec. Lis. Friedrichs, Tietz, Hallwachs, Schneider I., Schröder, Schneider II., Schmidt, Möllinger, Schmitt, Hoffmann, Krüger, Cellarius, Mohr, Aleseld, Weber, Abé, Hauß, Deuerer, Herrmann, Roder, Friedrich, Seb, Metz, Berk, Haugen, Heumann, W Noenagel, Otto, Naumann, Engelmann, Schulz, Winter, Hofmann, Hochgesand, Hahn, Klöß, Christophe, sämmtlich als Sec. Li. e) des 1. Greßherzoglich hessischen Dragoner-Regimente Nr. 23: Sec. Lis. Bermann und Fischer als Sec. Lt 1) des 2. Großherzoglich hessischen Dragoner-Regiments Nr. 24: Sec. Lis. Renz, Nonnweiler, Rieß, Herzberger Freiherr Riedesel zu Eisenach, fämmtlich als Sec. Lt. g) des Großherzoglich hessischen Artillerie-Cerpe: Sec. zeber, Lis. Möser, Sponagel, Kellermann, Reinecke, Lembke, Pfeil, Schmeel, Gotthardt, sämmtlich als Sec. Lt 2. Landwehr ⸗Offiziere. 1. Großherzoglich hess. Landwehr-Regiment Nr. 115 Pr. Li. Zimmermann, als Pe. Lt. von der Cavallerie. 4. Großherzoglich bess. Landwehr-Regiment Nr. 118 ec. Lt. Becker und Prin als Sec. Li von der Inf. Der Offiziere außer Dienst. Gen. Maj. Bickel, als Gen. Maj. z. Diop. Gen. Maj. Laue, als char. Gen. Maj. z. Diep. Oberst Klingelhösser, als char. Oberst zur Disp. Obrst. Li. Freiherr Gedul v. Jungenfeld, als char. Obrst. Li. z. Diep. Obrst. Li. Gandenberger, als char. Obrst. Li. zur Disp. Majo v. Hessert, als Maj. z. Diop. Maj. Weygand, als char, Maj. z. Diop. Haupim. Wagner, als Hauptmann zur! Diep. Haupim. Römheld, als Hauptmann zur Diop. s Hauptm. zur Disp. Hauptmann Lispositton Hauptmann Otto, v. Hombergk zu Vach, ale Hauptmann zur Im Laufe der Finanzperiode haf die Staats schuldentilgungskasse etwas über 300 fl. falscher Grundrentenschelne eingelöst, darunter 190 fl in der Steinauf'schen Papiermühle zu Groß-Zim mern gefälschte Papfergeld⸗ Maculaturscheine und 102 fl. von Joseph Wilhelm von Walldorf im Badischen und Simon Daniel zu Coblenz im Nassauischen fabricirte falsche Grundrentenscheine. — Unser auf dem gegenwärtigen Landtag verein- bartes neues Gesetz über die Zusammenlegung der Grundstücke wird demnächst in einigen oberbhes⸗ sischen Gemeinden seine Feuerprobe zu bestehen haben. Berlin. Der neuernannte französische Bot⸗ schafter, Gontant Biron, ist aus Paris dier ein⸗ getroffen. N— Das„Militär⸗Wochenblatt“ schreibt: Das Retablissement der Armee kann in der Hauptsache als beendet angeseben werden. Trotz des außer⸗ ordentlich großen Verbrauchs an Material aller Art würde die Armte schon jetzt wieder im Stande sein, wit zur Parade ins Feld zu rücken. Für die Infanterie stebt nunmehr die Lösung der so wichtigen Bewaffnungssrage nahe bevor, und es sind alle Vorbereitungen getroffen, um nach desi⸗ nitiver Feststellung des neuen Gewehr⸗Modells die Neubewaffnung der Armce in verhältnißmäßig kurzer Zeit zu bewirken. — Viceadmiral Jachmann ist der„W.⸗Ztg.“ zufolge zum Oberbefehlshaber sämmtlicher in Dienst befindlicher Kriegsschiffe und zum ständigen Mit⸗ glied des Admiralitätsraths ernannt worden. — In Folge seiner veränderten Stellung ist der General-Lieutenant von Podbielski aus dem Bundesrathe ausgeschieden und an seiner Stelle der gegenwärtige Chef des Allgemeinen Kriegs- Departements General v. Stiehle zum Mitgliede des Bundesraths ugd stellvertretenden Vorsitzenden des Militär-Ausschusses ernannt worden. — Die Nachricht, daß der Postvertrag mit Frankreich bereits abgeschlossen sei, ist verfrüht. Es hat sich vielmehr nach der„Kreuzztg.“ als nothwendig berausgestellt, daß der General-Post⸗ direttox Stephan sich wieder nach Paris begibt, Gegenwärtig führt der Ober Postrath Güntder dort die Verhandlungen. — Zur Anerkennung der Verdienste von Civil⸗ personen während des Krieges, für welche nicht das Eiserne Kreuz am weißen Bande verlieben werden konnte, soll die Verleibung des Kronen- [Ordens mit einem besonderen Abzeichen erfolgen. Die betreffenden Auszeichnungen werden jedoch wegen der umsassenden Vorarbeiten für die Fest⸗ stellung der zu berücksichtigenden Personen noch nicht zum Ordens feste sondern erst zu einem späteren Zeitpunkte verliehen werden können. Ueber den Zeitungsdebit der deutschen Reichspost im Jahre 1872 wird der„A. 3.“ zus dem so eben erschienenen„Preiecourant über die durch das kaiserliche Postzeitungsamt in Berlin und die kaiserlichen Postanstalten des deutschen Postbezirkes Jar 1872 zu bezi für da denden Zeitschriften“ folgendes Interessante mitgetheilt: „In deutscher Sprache gedruckte Blätter werden eiwa 3500 debitirt. Im Jahre 1869 betrug die Zabl der deutschen Zeitschriften 2992, 1866 nur 2757. In jenen deutschen Blättern kommen fol- gende Reihen ausländischer und in 27 fremden Zungen, wenn auch theilweise in Deutschland ge— druckter Zeitungen und Journale: französische 690 (1869: 593; 1868: 559); englische 496(1869: 435; 1868: 382); spanische 26(gegen 17 und 14 in den Vorjabren); bolländische 73(gegen 68 und 68); russische 47(1869 dagegen 67 und 1868 61); schwedische 59(1869 und 1868 34 und 32); norwegische 15(1869 10, 1868 keine); dänische 41(gegen 31 und 46); pol. nische 60(gegen 54 und 48); armenische 2 (1869 und 1868 1); böhmische 14(gegen 13 und 11); croatische 3(gegen 4 und 4); grie. chische 9(gegen zweimal 11); bebräische 4 (1869 und 1868 je 2); litbauische 2(gegen 1 in den Vorjahren); portugiesische 1(ebenso viel 1869, 1868 keine); rumänische und walachische (churwälsch und rumänisch) 31(gegen 13 und 9); rutbenische 3(gegen 2 und 3); serbische 7 (8 und 8); slovakische 1(ebenso 1869 und 1868); slovenische 2(gegen 3 und 4 in den Vorjahren); türkische 2(neu); vlämische 1(neu); wendische 6(früher nur 5); ungarische 27(1809 13, 1868 18); endlich italienische 158(1869 114, 1868 29 und 36, je nach dem Bezugs- wege, entweder über Oesterreich oder über Frank- reich). Die Gesammtzahl aller debitirten Blätter in den hier in Rede stebenden Jahren 1872, 1869 und 1868 ist: 5361, 4498 und 4075. Das Wachsthum der Tagespresse geht äußerst augenfällig auch aus dieser Statistik hervsr. — Das„Mil. Wochenblatt“ schreibt: Die e des 13.(würtembergischen) Armee orps, welche eine nicht unwesentliche Vermehrung der Cadres erforderte, ist in der Hauptsache be— endet. Beendet ist die Organisation des aus den badischen Truppen, unter Hinzutritt von 2 preu⸗ ßischen Infanterie-Regimentern und 1 preußischen Cavalerie-Reziment, formirten 14. Armee⸗Corpes Die großb. besfischen Truppen bleiben bekanntlich als 25. Division beim 11. Armee Corps; die neue Fermatien ist beendet bis auf 1 Bataillon, es im Laufe des Januars errichtet werden wild.(In Hessen verlautet bis jetzt nichts von einer so nahe bevorstehenden Errichtung eines weiteren Bataillons. D. Red.) — Der„Reichsanzeiger“ publicirt die Gesetz⸗ Entwürfe, betreffend die Einrichtung der Verwal- tung, sowie die Einrichtung der Forstverwaltung in Elsaß⸗Lothringen. — Der zum französischen Botschafter bei dem hiesigen Hofe ernannte Vicomte de Gontaut-Biron, dessen Eintreffen die Blätter melden, hat, wie man hört, bereits die nöthigen Schritte gethan, um eine Audienz bei dem Kaiser behufs Uerer⸗ reichung seiner Kreditive zu erhalten. Fürst Bis- marck hat dem Botschafter, der diplomatischen Eti— quette entsprechend, den ersten Besuch abgestattet. München. Der König hat den wegen Raubes an einem französischen Architekten im Walde von Vincennes vor Paris kriegsgerichtlich zum Tode verurtheilten Soldaten J. Kern vom 13. In- fanterie-Regiment zu lebenslänglicher Zuchthaus- strafe begnadigt, da nach dem jetzt in Bayern in Kraft tretenden deutschen Strafgesetzbuche das Ver— brechen des Raubes, selbst bei nachgefolgtem Tode des Beraubten nicht mehr mit Todes-, sondern nur mit Zuchthausstrafe belegt werden kann. Ausland. Frankreich. Paris. Der Herzog v. Gramont hat wieder Erklärungen vor der Enquete-Com— mission abgegeben.— Graf Arnim hat, der „Agence Havas“ zufolge, die Schreiben erhalten, durch welche er als Botschafter bei der franzö— sischen Regitrung beglaubigt wird. — Dem Siecle zufolge hat die Budget- commission beschlossen, den von ihr ausgearbeiteten Entwurf einer Einkommensteuer aufzugeben; wahr— scheinlich werde die Commission dem Entwurf der Regierung ihre Zustimmung geben.— In der Sitzung der Akademie beschloß dieselbe, die Demis sion des Bischofss Dupanloup nicht anzunehmen. — Das Kriegsgericht wird Montag mit der Ab- urtheilung der wegen Ermordung der Geißeln Angeklagten beginnen. — Professor Rénan erläßt eine Erklärung bezüglich der gegen den deutschen Professor Mommsen durch hiesige Blätter verbreiteten Verläumdung, durch welche behauptet worden war, der deutsche Gelehrte, als Mitarbeiter am Leben Cäsar's, habe von Napoleon III. eine jährliche Pension von 190,000 Fr. bezogen und nun darauf angetragen, bei Vollendung des Werkes durch die Akademie im Genuß seiner Bezüge erhalten zu bleiben. Rénan sagt: Ich bin übrigens der Wahrheit schuldig, zu erklären, daß ich bestimmt weiß, daß Herr Mommsen niemals unter irgend welcher Form eine Pension, Entschädigung oder Subven— tion von dem Kaiser Napoleon III. erhalten hat. — Es geht das Gerücht, Duchatel werde seinen Antrag auf Verlegung der Regierung und Nationalversammlung nach Paris zurückziehen, so⸗ bald Victor Hugo zum Abgeordneten gewählt werde. — Die Heeres Reorganisations-Commission hat sich in der Frage der Dienstdauer schlüssig gemacht: von 20— 40 Jahren sind alle Bürger militärdienstpflichtig. Sie gehören entweder zum stehenden Heere oder zur territorialen Armee, die alle beide einen activen Dienst und einen Dienst in der Reserve in sich begreifen. Im stehenden Heere ist der active Dienst auf fünf Jahre, die Reserveverpflichtung auf vier Jahre berechnet. In der territorialen Armee ist der active Dienst auf fünf Jahre, die Reserveverpflichtung auf sechs Jahre anberaumt. — Der„Moniteurc“ schreibt:„Verschiedene Zwischenfälle, die sich letzter Tage in den noch besetzten Landestbeilen zugetragen, hatten von Seiten der deutschen Behörden eine beschleunigte Aus- führung derjenigen Drohungen befürchten lassen, die in der Bismarck'schen Depesche vom 7. Dez. enthalten sind. Wir wissen aus vorzüglicher Quelle, daß der Obercommandant der Occupationsarmee und die militärischen Chefs, die unter ihm stehen, die Prüfung der Thatsachen, um die es sich han⸗ delt, mit großer Mäßigung und viel Billigkeits⸗ gefühl vorgenommen haben, und daß die Bevölke— rungen der Ost-Departements ihre Lage nicht verschlimmert sehen werden. Im Uebrigen erhielten die Präfecten der besetzten Departements neuer— dings so klare und formelle Instructionen, daß bei den deutschen Behörden kein Zweifel darüber obwalten kann, wie fest die französische Regierung entschlossen ist, allen Hetzereien ein Ende zu machen, welche ein erleuchtetes Vaterlandsgefühl mit so viel Berechtigung verurtheilt.“ Versailles. Die Mitglieder der Commision für die Berathung des Elementarunterrichts-Ge— setzes sind gewählt worden. Bischof Dupanloup befindet sich unter denselben. 11 Mitglieder dem Entwurf des Unterrichts- ministers abgeneigt und nur 2 demselben günstig zu sein. — Wenig Vergnügen bereitete in Versailles der telegraphische Glückwunsch, welchen der König Victor Emanuel an den Exkaiser sandte. Der— selbe lautet:„An S. Maj. den Kaiser Napoleon. Ich ergreife mit Vergnügen diese Gelegenheit, um Ihnen den Ausdruck meiner Gefühle der Freund— schaft zu erneuern, indem ich Ihnen meine Wünsche für das Glück Ew. Majestät und der Familie derselben sende.“ — Die Nationalversammlung beschloß in ihrer Sitzung vom 6. d. auf Bericht der Commission für den Vorschlag, gewisse Journale in Anklage— zustand zu versetzen, die Regierung zu ermächtigen, gegen 10 Journale wegen Beleidigung der Natio— nalversammlung das gerichtliche Verfahren ein— zuleiten. — Thiers leidet in Felge von Erkältung an den Augen, ohne jedoch dadurch am Arbeiten ge— hindert zu sein. — General Cremer wird in der Angelegen— heit des als preußischer Spion erschosseren Kauf— manns Arbinet von Dijon gerichtlich verfolgt.— Bis jetzt scheinensk Das Gerücht, wonach die deutsche Regierung der diesseitigen Bemerkungen über das Militärbudget hätte machen lassen, entbehrt, der„Agence Havas“ zufolge, jeder Begründung. Reims. Die„Elberf. Ztg.“ meldet: In voriger Woche wurde hier auf Befehl des Divi— sions-Commandos der Director des Lyeeums in Vitry⸗ le- Frangais gefänglich eingebracht. Der Zusammenhang der Sache ist kurz folgender: In Vitiyle Frangais mußte aus Mangel an einem gottesdienstlichen Local bis in den Winter hinein, noch am Todtenfest, für die Garnison Feldgottes- dienst gehalten werden. Auf dringenden Wunsch der Commandantur stellte endlich die Mairie für den Weihnachtsgottesdienst eine unbenutzte Capelle zur Verfügung, die zum Complex der Lyceums⸗ gebäulichkeiten gehört. Die Capelle ist nicht kirch- liches Eigenthum, sondern gehört, wie das Lyceum selbst, dem französischen Gouvernement. Mit der Ueberlassung der Capelle an die deutsche Garnison war indeß der Director nicht einverstanden. Er stellte sich, einen Hammer in der Hand, den zu den äußeren Anordnungen des Gottes dienstes commandirten Soldaten entgegen und erging sich gleichzeitig in den leidenschaftlichsten und be— leidigendsten Ausdrücken. Das Weitere, d. h. der Aus spruch eines Kriegsgerichts, bleibt abzuwarten. Großbritannien. London. In der „Times“ zieht sich die Erörterung hin, ob die verbessekte Verbindung mit dem Festlande durch eine Dampffähre, welche den ganzen Zug an Bord nähme, oder durch große Dampfer wie die, welche die irische Post besorgen, hergestellt werden sol. Die Fürsprecher der Fähre machen Beque lichkeit und Zeiterspaeniß geltend, die Gegner halten die— selbe für kostspielig und gefährlich, erklären die Zeitersparniß für unbedeutend und reden den großen Postdampfern das Wort. Die„Times“ hält es mit der letzteren Partei. Griechenland. Athen. Nachdem das Ministerium bei den Ausschußwahlen mit 75 gegen 76 Stimmen in der Minorität geblieben, bot dasselbe seine Demission an. Das Großherzogthum Hessen besitzt nach den neuerdings staltgehabten Ermittelungen im Ganzen etwa 400000 Morgen Wiesen., Grasarten und Weiden, welche ein Steuerkapital von nahezu 1,200,000 fl. repräsentiren. Am wiesenreichsten erscheint die Provinz Oberhessen, während Rheinhessen bekanntlich nur sehr wenig Wiesengelände aufzuweisen hat. Hingegen ist der Ertrag der oberhessi— schen Wiesen im Durchschniit bedeutend geringer, als der- jenige det andern Provinzen, und es beruht dies wesentlich darauf, daß Oberbhessen viele hochgelegene einschürige Wald⸗ wiesen und ausgedehnte wenig fruchtbare Waldweiden im Vogelsberg besitzt. Homburg. Das am 31. Dec. abgelaufene Ge⸗ schäftsbalbjahr der hiesigen Kurchauspachtgesellschaft ergab für den zu bildenden Kurfends für die Stadt Homburg die Summe von 211,455 fl. Sollen die in Aussicht ge⸗ nommenen 1,400,000 fl. zusammen kommen, so müssen im Jahr 1872 noch 327,878 fl. aufgebracht werden, welches nach den Erfahrungen der vergangenen vier Jahre, wo durchschnittlich pro Jahr 267.780 fl. abgeliefert wurden, aum zu erwarten steht. Die Kurhaus-Actionäre erhalten 15 fl., das letzte Semester 13 fl. 8 kr. Dividende. Gießen. Ein hier lebender Rentner vermißte Ende Dezember, als er die Coupons abschneiden wollte, zwei Obligationen, jede zu 500 Francs. Die Polizei, die unterdessen ermittelt, daß die Frau eines hiesigen Bürgers beide Obligationen entwendet und dieselben zu Franksurt verkauft hat, hat dieselbe dieser Tage verhaftet. Büdingen. Das Großberzogliche Gymnasium dahier begeht am 1. Mai d. J. die Feier seines fünzig⸗ jährigen Bestehens. Anläßlich dieser Feier beabsichtigt die Direction desselben in dem zu Ostern erscheinenden Programm unter Anderem auch eine Mittheilung zu machen über die Lebensstellung, in welcher sich jetzt die einzelnen ehemaligen Schüler der Anstalt befinden und richtet deßhalb öffentlich die Biite an dieselben, der Direction gefälligst bald Kenntniß von ihrer jetzigen Lebensstellung geben zu wollen. Frankfurt. Das„Amtsblatt“ enthält die Namen von nicht weniger als 49 Militärs, Reservisten und Landwehrmännern aus Hessen-Nassau, welche der Desertion beschuldigt sind; die getiven Mililärs gehören dem 80, 87 und 88. Regimente au. In Hauau wurde am 3. d. an dem Geburtshause der beiden berühmten Gelehrten Gebrüder Grimm die von dem Bildhauer v. Northeim in Frankfurt ausgeführte Gedenktafel angebracht. Noch deckt die Verhüllung die Marmorplatte, da die beiden galvanoplastisch hergestellten Portralimedaillons noch nicht vollendet werden konnten. Das ursprüngliche Project, am 4. Januar, als am Ge— burtstag Jacob Grimm's, die Enthüllung vorzunehmen, ist durch diese Verzögerung vereitelt worden und hat man Dieren Schwein ö Teilchen d and man Goldmünze nach det N dreißig it nächtlichen lichen Schr aus Julc seinen aus sorschungte treff Pro rh. 41 Eb fh gegen lchen 2 J. genommen; paten so b enbiglen, w. Ju G. herrschend: nichl gekom Slerbefälle Consta auf noch zie gesabrlose e von Bern zwei, zulez: Paris. bei Tbiete Der Fürs keien aus nur eure 1 325 N 9 Uhr an freiwillige Briespapn Stohlfede monnaies Mercerien papiere, 0 papiere, umsch lage Weiß nde versteigen rief H 72 Ju ditt ee n n 2 101 den Geburtstag Wilhelm's, den 24. Februar, hierzu ine Auge gefaßt. n Worms bat eine Versammlung fämmtlicher Kaufleute die Einführung des halben Meters als zukünf⸗ lige Elle beschlossen. Auch in Berlin bat man das Prak- tische der Einführung des halben Meters als neue Elle anerkannt und die Einführung beschlossen.(Die neue Elle wird somit 2“ messen, wogegen die seithetige 27 4“ lelt). l Aus Fulda schreibt man dem„Fr. Journ.“: Ein Oeconom der hiesigen Gegend ließ vor Kurzem ein Schwein schlachten und dasselbe der Vorschrift gemäß auf Trichinen untersuchen. Statt der gefürchteten Thierchen sand man im Magen des todten Schweines eine alte Goldmünze und einen goldenen Ring vor, welche beide nach der eingeschriebenen Jahreszahl aus der Zeit des dreißigjiäbrigen Krieges stammen und einen nicht unbe⸗ trächtlichen Werth repräsentiten. Der Besitzer des glück. lichen Schweines vermutbet nun das Vorhandensein eines aus Furcht vor den Schweden vergrabenen Schatzes auf seinen ausgedebnten Gülern und beabsichtigt, genaue Nach⸗ sorschungen nach demselben anstellen zu lassen. In Be, treff des Erfolges läßt sich freilich kaum ein zunstiges Prognostikon stellen. In Eberbach, bad. Odenwald, wurden am 5, d. früh gegen ½7 Ubr, 3 starke Erdstöße, wie sie in den letzten 2 Jahren in solcher Stärke nicht vorkamen, wahr⸗ genommen; sie dauerten zusammen kaum 5 Minuten, waren so beftig, daß Möbel weggerückt wurden, und endigten, wie ein fein rollendes Donnern. In Gotha sind durch die seit April v. J. dort herrschende Blatternepidemie, deren Ende immer noch nicht gekommen scheint, 1174 Erkrankungs- und 193 Sterbefälle vorgekommen. Constanz. Dieser Tage wurde auf dem Untersee auf noch ziemlich schneefteier Bahn eine seltene und nicht gefahrlose Schlütschubpartie gemacht. Dr. Max Wirth von Bern und Tobias Halm von bier sutzren nämlich von Allensbach, 1½ Stunde von Radolfzell, um die Insel Reichenau über Mannenbach(am Fuß des Arenen⸗ dergs) nach Stein bei Schaffhausen und zurück, einen Weg von wenigstens zehn Stunden, in etwas mehr als zwei, zuletzt noch von starkem Schneefall belästigt. Paris. Der Abschiedsbesuch des Fürsten Metternich bei Thiere gab zu soglendem verbürgten Vorfall Anlaß: Der Fürst blieb beim Abschiednebhmen und dem Heraus⸗ treten aus dem Salon an der Thür hangen und konnte nur durch den hülfteichen Beistand des Präsidenten sich e en los machen, fn Sie“, sagte Thie rs, wie Sie an Franken hangen!“„Sehr richtig!“ entgeg⸗ 1 7 der Fürst,„und es bedurfte Ihrer, um mich los zu⸗ lssen!“ Paris. Die„Coche“ enlehnt einem Buche„über das Unterrichtswesen“ folgende Statistik der Schulen von Paris: Oeffentliche Schulen, geleitet von Laien: Knaben 18.479, Mädchen 12,167, zusammen 30.646; geleitet von Cougreganisten: Knaben 18,438, Mädchen 21,632, zu⸗ summen 40,090. Freie Schulen, geleitet von Laien; Knaben 22,062, Mädchen 41.381, zusammen 63 443; geleitet von Congreganisten: Knaben 7164, Mädchen 11.719 zammem 18883. ufo“, fügt die„Cloche“ binzu,„sind mehr als 50 Percent von Laien unterrichtete Schüler in den freien Schulen als in den öffentlichen Schulen und folglich 50 Percent weniger von Conare⸗ ganisten unterrichtete Schüler in den ersteren als in den zweiten. Daraus folgt, daß die wohlbabenden Familien den Uuẽterricht der Congreganisten zurückweisen, während die anderen ihn aus Noth ertragen, und daß folglich die Stadt selbst den congreganistischen Schulen zur Blüthe vergilft.“ New Vork. Die„Newyorker Handels⸗Zestung theilt mit, daß Lie Untersuchung der Einwanderungs⸗Com⸗ mission über die von Passagieren des Stettiner Dampfers „Frank in“ erhobene Klage, sowelt dleselbe gediehen, dar⸗ gethan habe, daß die Anschuldigungen unbegründet waren. Viele der Passagiere gestanden zu, daß sie das Schriftstück unterzeichnet haben, ohne dessen Inbalt zu kennen; aus den Aussagen der Kläger selbst ging berpor, daß die Compagnie und die Offiziere ihre Pflicht erfüllt hätten. Verzeichnuiß sämmlichtt in det am 6. Jan. beendigten 36. Verloosung der Gr. Hess. 50⸗Gulden⸗Loose berausgekommenen Treffer dis incl. 400 fl. Nr. 33900 50.000 fl. 19199 10 000 fl. 26 462 3000 fl. 6550 3000 fl. 14321 1000 fl. 31722 1000 fl. 36168 mern die beigeletzten Haupipreiit: Setic 1850 Nr. 5 80,000 Thlu., S. 2002 Nr. 2 15,000 Thlr., S. 1425 Nr. 18, S. 177 Nr. 14, S. 1888 Nr. 23, S. 679 Nr. 4 und S. 1885 Nr. 14 je 1000 Tylr. Frankfurt, 7. Jan. Wochenbericht. Die Leser der läglichen Berichte werden das Resums dieser Woche wohl selbst gezogen haben und mit mir übereinstimmen, daß eine ausgiebige Hausse für alle Effecten zu verzeichnen ist. Die Coursbesserungen trafen diesesmal nich! allein die leitenden Speculationseffecter, sondern auch alle An⸗ lagtpapiere haben bedeulend ihren Cours erhöht und ist besonders für alle gut fundirte Prioritäten rege Nachfrage. Der größte Theil der durch Rückzablung der deutschen Staalspapiere und der gekündigten Amerikaner flüssigen Kapilalien wird in Prioritäten wieder angelegt, und be⸗ giunt das Maletial einzelner Ganungen knapp zu werden. Selbst italienische Prioritäten werden zu dem jetzigen Cours noch preiewürcig gehallen und finden viele Tausch⸗ geschäfte gegen italienische Rense darin statt. Dte jetzige Conjunctut wird von verschiedenen Emissionshäusern auch für günstig gehalten, mit den tängst vorbereiteten Emissio⸗ nen neuer amerikanischen Städte- und Eis nbahn⸗ Bonds an den Markt zu kommen. So finden wir für den 10. und 11. d. Mis. die Subseription einladung für 4 Millionen Dollar der Stadt Washington 3 91½%, und am 11. und 12. d. Mio. werden Zeichnungen auf 1,250,000 Dollar Motisand⸗Essex⸗Eisenbabn⸗Ptioritäten à 88 ¼% entgegengenommen; während man den Erfolg dieser Subscriptionen noch abwarten muß, macht sich für die bereits coursicenden amtrikinistten Prioritäten eine rege Kauflust geltend und ist außer den von uns bereits mehrsach erwähnten 70% Oregon- und California⸗Priori⸗ zäten lebhaftes Geschäft in 7% St. Louis⸗ und South⸗ Eastern⸗ Prioritäten. Der Bericht vom 4. December 1871, welchen der Präsident det Gesellschaft an die Actionäte erließ, schildert die Lage des Unternehmens günslig. 1000 fl. 46548 1000 fl. 53973 1000 fl. 79037 1000 fl 84498 1000 fl. 85 145 1000 fl. 94977 1000 fl. 9818 1000 fl. 27, 26425, 30670, 33117, 3490 4219, 48573, 49243, 50203, 51026, 51883, 56486, 56937, 57651, 60353, 64276, 66790, 73265, 91468, 105906, 109048. 111682, 112872, 113506, 120422 und 128655 4 400 fl. Verloosung. Bei der am 2. Januar vorgenommenen Ziehung der Iproc. Meininger Loose fielen auf folgende Num⸗ Weiter findet am 8. und 9. d. Mis. eine Subscriptien auf 5% Brest⸗Hrajewo⸗Eisenbahn⸗ Prioritäten statt zum Contes von 78%. Hierbei ist jedoch zu etwähnen, daß eine Garantie für die Zinsenzihlung dieser Prioritäten von Seiten der kaiserlich ru sischen Regierung nicht existirt; nut während der Bauzeit zahlen die Unternehmer die Zinsen. Einige andere Emissionen, die jedoch mehr für den norddeutschen Markt betechnet sind, führen wir bier nicht an. Wir führten vor einiger Zeit an, daß Ebensee⸗ Ischel-Priecitäten gleichfalls ohne Siaatsgarantie à 72 eingeführt würden; dieselden notiren heute 66. Waaren Versteigerung. 3225 Mittwoch den 10. Januar 1872. Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in hiefigem Ratbhause auf freiwilligen Antrag folgende neue Waaren-Artikel, als: Briespapter, Briefcouverte, Notizbücher, Schulbeste, Stohlsedern, Bleißfifte, Federhalter, Köcher, Porie⸗ monnates, Cigarrenetuis Brieftaschen, verschiedene Merceriewaatey, Lattunresie, Cigarren, feine Ueberzteh— papiere, Glanzdeckel, graut Pappen, Goldborden, Seiden papiere, linürtes Schulpapier, blaue und bunte Hest— umschläge, Aktendeckel, Packpapier und Musterpapter für Waßbender öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg am 28. Dezember 1871. Großherzoglich's Ortsgericht Friedberg. o uc ar. ———— 9—— Holz- Versteigerung. 72 In dem Freibertlich v. Franckenstein'schen Wald- diftritt Löwenwald kommen zur Versteigerung: 1) Montag den 15. Januar d. 9. 8 Raummeter Eichen-Werk⸗ Scheitholz, 10 60„ Scheitholz. 90 1„ Prügelhelz, 256. Stockpoiz, 3300 Wellen Eichen-Relsholz, 2) Dienstag den 16. Januar d. 3. 383 Cubikmeter Eichen Stammbolz und zwar 39 Eichen⸗Stämme von 50—68 Centimeler Durch— messer und 8—17 Meter Länge mit 112 Cubit— meier, Eichen⸗Stämme von 31—58 Cent meter Durch— messer und 4— 17 Meter Länge mit 262 Cubit- meter, Eichen⸗Asiknlehölzer von 19— 42 Centimeter Durchmesser und 1—6 Meter Länge mit 9 Cubik— meter. Zuasammenkunft an belden Tagen Morgens 9 Uhr im Olstrikt Löwenwald in der Nähe des Löwenhofes. Weiter kommen im Oistrikt„An der Sandkaut“ zur Versteigerung; Donnerstag den 18. Januar. 11 Raummeter Nadel Prügelholz, 72—„ Stockholz, 2750 Wellen Nadel-⸗Retahoiz, 174 Nadelbolz- Stämme(inelst Weißtannen) von 175 65 15— 50 Centimeter Durchmesser und 5— 10 Meter Länge mit 107 Cubikmeter, 21 Nadelholz, Stangen mit 2 Cubikmeter. Zusammenkunst Morgens 9 uhr im Oistrikt„An ber Sandkaut⸗. Odstadt eden 6. Januar 1872. Der Freiherrlich von Franckenstein'sche Oberförster Rump! Verpachtung einer Holzschneid- und Oelschlag-Mühle. 3038 Die Fürstlich Jsendurg⸗Büdingen'sche Holzschneid⸗ und Oelschlagmübte bei Büdingen, einer Statton der obethessischen Bahnlinie Gießen ⸗Gelnbausen, soll mit zugehorigen Wobnungs und sonffigen Räumen Miltwoch den 17. Januar 18 72, Vormitlags 10 Ubr, unter den im Termig eröffnet werdenden Bedingungen auf die Dauer von 9 oder 12 Jahren, vom 1. März 1872 an, im Locale der unterfertigten Rentkammer öffentlich verpachtet werden. Pachtliebbader werden bierzu mit dem Bemerken eingeladen, daß die Verpachtungsbedingungen jetzt schon dahier eingesehen werden können. Dlesenigen, welche die Pachtobjecte einzusehen wün— schen, werden gebeten, sich an den fürstlichen Baurath Klingelböffer dahler zu wenden. Büdingen den 4. Dezember 1871. gürstlich Jendurg⸗ und Büdingen'sche Nenilammer daselbst. Klingelhöffer. Klein. 66 In Auftrag des Groß berzoglichen Landgerichte werden die Gläubiger des Todtas Feuerbach und der Tochter desselben, Magdalena Feurrbach von Ober⸗Wöllstadt, beide verstorben, aufgefordert, thre Forderungen innerbalb 14 Tagen bei dem unterzeich⸗ neten Ortsgericht anzumelden. Zugleich wird dekannt gemacht. daß Montag den 22. d. M., Vormittags 10 Ubr, der Mobiltornachlaß der genannten Personen, destebend in Möbeln, Kleidern, Bettwerk und Weißzeug, in der Behausung des Phillpp Feuerbach VII. vabler gegen gleich baate Zablung öffentlich versteigert werden wird. Ober⸗Wöllstadt eden 5. Januar 1872. Groß berzogliches Ortsgericht Ober⸗Wöͤllstadt. Feuer b ach. Jagd ⸗ Verpachtung. 71 Dtenstag den 16. Januar l. J., Nachmittags 2 ÜUbr, soll die der Gemeinde Petterweill zuslebende Feld— lagd von 2713 hess. Morgen und die Waldiagd im Taunus von 692 bess. Morgen auf dem Ratbbaussaal dahler auf 6 Jahte meistbietend verpachtet werden. Petterwell am 4. Januar 1872. Großberzogliche Bürgermeisteret Petterweil. Lenhardt. Drei Eber von 1½½, 1 und ½ Jabr bat zu verkaufen ussenbe lm. H. Thomas, Gaßwirtb. 4¹ 69 Ja Heuberger's Verlag ein Bern ist erschenen und in allen Buchhandlungen zu haben in Friedberg bei Bindernagel& Schimpff: Nach Amerika! Handbuch für Auswanderer nach eigenen Erfahrungen geschrteben, nebst einer An⸗ leitung zur schnellen Erlernung der englischen Sprache. Von Conrad Conzett. 80. ele g. dr. Preis 54 kr. En zuverlässiger Ralhgeder für den Aus- wanderer nach Amerika, der tom treu und wahr über alles Auskunft gidt, was idm für die Reise, den ersten Aufenthalt in Amerika, den Ankauf von Land und den Verkehr mit der Bevölkerung wissenswerih ist. Die Feuilleton-Beilage zur Gartenlaube nennt dieses Hand⸗ buch mit vollem Recht„ein wirklich redliches und gründ⸗ liches Büchlein.“ Ein durch 5 ge* dat zu verkaufen aus gutes Pfer Moscherosch in Ossendeim. Käufer bat unter 4 Pferden die Wabl. 68 * 25 An PE. U Die Gartenlaube. Nu. 1. Inbalt: Zum neuen Jabr! Gedicht von Emil Rittersdaus.— Am Altar. Erzäblung von E. Werner, Verfasser des„delden der Feder“.— Ein Stillleben in der Havel. Von Georg Horn.— Der Wunder— mann auf der 6-Salte. Muffkalische Erinnerungen aus Weimar von J. C. Lode.— Der Landwehr dlutigster Tag vor Metz. Mit Abbildung: Die preußtsche Landwebram 7. Oktober 1870 vor Metz. Für die Gartenlaube gezeichnet von Otto ötkentscher.— Im Palmengarten eines Depossedirten.— Für einen deut schen Geisteskämpfer. Mit Luowig Feuerdach's Porträt. Die barmberzige Schwesler. Gedicht von dermann Oelschläger. Wit Adbildung:„Fremde Leiden, fremde Sorgen“. Nach dem Oelgemälde von B. Szekelp in Pestb.— Blätter und Blürden: Französische Wissenschaft. Von Dr. Karl W. Gun in Lültsch.— Justinkt oder Ueberlegung? Heinrich Kruse.— Für sunsere abgebrannten Landsleute in Cpicago. Bindernagel& Schimpff in Ftiedderg empfehlen sich zu geneigten Aufträgen. Herteukragen. ede 0 neden der Post —— 70% Oregon- und California-Vonds stehen heute 75- 76. 6% California⸗ und Oregon⸗Bonds 67 steben eirca 84%, warum dieser ungerechtfertigte Unterschied?? * eh ind e N ue en Pallesungen im Saale der drei Schwerer 70 Dienstag den 9. Januar, Abends 8 Uhr, Seminarlehrer Marx: Königin Louise von Preußen. Vorschuß- und Credit- Verein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) 75 Wir ersuchen die Inhaber von Spar-Einlage-Bucher und Schuldscheinen, gegen Vor⸗ zeigung derselben, die Zinsen pro 1871 längstens bis zum 31. Januar l. J. an unserer Kasse in Empfang nehmen zu lassen. Friedberg den 4. Janua 1872. Der Vorstand F. Hecht. Ermus. Eine ältere Feuer- und Lebens Versicherungs-Gesellschaft 47 sucht in allen Städten und Orten des Großherzogthums Hessen tüchtige Agenten unter sehr günstigen Bedingungen. Franco-Offerten sub Chiffre J. 3587 nimmt die Annoncen— Erpedition von Rudolf Mosse in Frankfurt a. M. entgegen. 73 In der heute stattgehabten Versammlung der unterzeichneten Branntweinhändler und Liqueur Fabrikanten wurde beschlossen, die Verkäufe von Branntwein nach 100 Liter und die der Liqueure nach 100 Liter oder 1 Liter vom 1. Januar 1872 an erfolgen zu lassen. Gießen den 28. Dezember 1871. Gebrüder Adami in Gießen. A. Stammler in Grünberg. Echternach& Hanstein in Gießen. Engel& Krause in Großen Linden. A. Katz 2„ L. Kann in Mainzlar. Gebrüder Löser 1 1 J. Kann Söhne in Mainzlar. R. Oppenheimer Sohn„ 1 F. Birkenholz in Vilbel. S. Reis. J C. Guth& Jost in Vilbel. Gebrüder Schwan 1 1 H. Martini(Firma J. Hinkel's Nachfolger) W. Wallenfels 1 1 in Vilbel. E. Reis in Echzell. W. Koch in Wetzlar. Gebrüder Wallach in Alsfeld. ö Wir erlauben uns darauf aufmerksam zu machen, daß unsere Leihbibliothek unter anderen mit folgenden neuen Werken ergänzt wurde: Armand, Der Krösus von Phila⸗— Sorgenlose Stunden in heiteren delphia. 4 Bde. Geschichten. 2 Bde. Braddon, M. E., Entlarvt. Roman Höfer, Edmund, Land und See. aus dem Englischen. 4 Bde. Novellen. 2 Bde. Reid, Capitäne Mayne, Blanche. Noman aus e Aus dem Englischen. 4 Bde. Schücking, L., Deutsche Kämpfe. ni g, E. 2 B Brunol d, F., Die Königin im Traum. König, E. 5 Durch Karpf zum 2 e 8. 2 Bde. grieden. 4 Bde. Gustav v. See, Von Rhein und 2—— 2 2. M ü 0 Die Rh 9 Cation, Fr., König August und sein Mü 59 8 urg. A., Die Enterbten. 5 Rhone. Novellen. 5 Goldschmied. 3 Bde. 2 Bde. Spielhagen, Fr., Deutsche Pionniere. Sem pwolff, A Novellen— Der Nonnengrund. 2 Bde. Steffens, A., Slandes⸗Vorurtheile. Gerstätke t, Fr. In Meriko 4 Bde Mühlbach, L., Kaiser Joseph und! Roman. 4 Boe. 2 15 5 deriko Bde. sein Landeskuecht. 1. und 2. Ab⸗-[Tem me, J. D. H., Ein Gottver⸗ WMarpannen⸗ theilung. 8 Bde. trauen. — Der Wabnsinnige R 5 R 4. 5 2 22 Polko, E., Frische Blätter. Volk 9 Das K Habich„., Zwei Höf 9„Frische 4 olkshausen, Ad., Das Kind aus 1 5 5 Raimund, G., Durch zwei Men— dem Ebräergang. Roman. 2 Bde. Hackländer, F. W., De schenalter. Wald müller, R., Das Vermächt⸗ bardier. 4 Boe. Ran, H., Deutschlands Kassandra. niß der Millionärin. 3 Bde. Franzoösische und englische Werke. Lesegebühren pr. Tag 2 kr., pr. Monat 30 kr., zwei Bände 45 kr. Abonnements können zu jeder Zeit erfolgen. Friedberg VBindernagel& Schimpff. Universal-Hein nig zungs- Salz. 51 Zwei eie braune Jucker, 4 und 5 Jahre alt, gut eingefahren, 2929 Von allen 2 Aerzten als dag ein jachsde und billigste 175 0 bat zu verkaufen Hausmittel empfohlen gegen Säurebild ung, Aufstoßen, Born, Krampf, Verdauungssch ae he und andere Magen. Kreis- Beterinärarzt. beschwetden in e„ Pfu ad Ortginal-Packeten!— n N mit Gebrauchsanweisun 10 à 30,18 und 9 kr. nur allein Ein braver Junge kann die Väckeret erlernen bei B Friedberg. A. Vorbach. Hafer Colette en& Cmolincs 14 kaufe zu den höchsten Preisen Wittwe. 73 billigst bei K. Friedrich neben ber Post. ächt und dire kl bez zogen von J. A. Windecker 9 Friedberg. Frtedher. Stab! 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Elementartenntnisse in der Gesundheits⸗ pflege.— Am Familientische: Im Klosterkeller. Mit Originalzeichnung von Grützner: Der Bruder Kellermeister. a Zu Bestellungen empfeblen sich Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg. Verloren 74 wurde vom Bahnhof bis auf die breite Straße eine Briestasche mit Aus we'surkunden, nebst Photo— grahten, Zeichnungen und Notizen. Der Finder wolle dieselbe gegen eine Belohnung an die Expeditton d. Bl. abgeben. 76 Das seither von Herrn Poflsecretär Neuschäffer in meinem Hause bewohnte Logis tst anderweit zu vermtethen und mit dem 1. April d. J. beziebbar. K. Leonhardt Wittwe. Nindviehpulver. 2923 Bel Verstopfung, Admagerung und Mangel an Freßlust, bei blauer und dünner Milch, sowie besonders zur Verhütung des Milchfiebere wird dieses Pulver mit sehr gutem Erfolge angewendet. Das Vieh bekommt dadurch ein besseres Aussehen und die Milch wird reicher an Butter. Ein Pfundpacket mit Gebrauchs⸗ anweisung 30 kr. 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Druck und Verlag von Vindernagel& * ä an Groß der Star bvetschzed. deuuig er wir Sie Oetrefft N It 1 der nach fur den feiner J