Au beg 8 a0 1 l K. me in Frirdben 8 Jardin 1 14 6. „ Fertsch. 1 p. Falck, dentrnt iin. — ä— 1 80 * SBießen und Gymnasiallehrer Dr. Lindenschmitt in Mainz, 00 0 nls Stellvertreter Virlagsbuchhändler V. v. Zabern in ——— des Philipps-Ordens, an 1872. Dienstag den 8. October. Oberhessischer Anzeiger anthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Stitdberger Zutelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. . Au 1. October bat ein neues Abonnement auf den„ begonnen; Das Abonn derselbe wird auch ferner wöchentlich dreimal ement beträgt bei den Kais. Reichs- Poststellen vierteljqährlich 38 kr., mit Bestellgeld 47 kr. Oberlessischen Anzeiger“ nur 30 Kreuzer. erscheinen. Bei der Verlags Expedition kostet der„Anzeige r“ pro 4. Quartal S Abonnements- Anmeldungen bitten wir baldigst zu machen, damit vollständige Exemplare geliefert werden können. Zetreffend: Das Militärersatzgeschäft. Der Cioilvorsitzende der Kreisersatzcommission an die Amtlicher Theil. Friedberg am 5. October 1872. Großherzoglichen Bürgermeistereien. a In Gemäßbeit des§. 6⁵ der Militärersatz-Instruction fordere ich Sie auf, die Stammrollen von 1870/71 binnen 8 Tagen anher einzusenden, damit die dorten vorgeschriebene Berichtigung derselben erfolgen kann. r Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- rungsblatt Nr. 44 enthält: 1. Bekanntmachung Großherzoglichen Mintisteriums der Justiz, die Bildung von Sachverständigen⸗Vereinen in Bemäßheit des Reichsgesetzes vom 11. Juni 1870 betr., owie die Instruclion üder die Zusammensctzung und den Deschäftsbelrieb der Sachverständigen Vereine vom 5. Jan. 1871. Aus Hessen sind: a) in den literarischen Sachver⸗ gändigen⸗Verein als Mitglieder Dr. H. Wasserschleben in Mainz; b) in den musikalischen Sachverständigen⸗Verein als Mitglieder Commerzienrath F. Schott(Musik⸗Verlag) an Mainz und Kammermusiker Ferd. Büchler hier, als Stellvertreter der Musikverleger J. A. Andre in Offenbach Herusen worden.— 11. Ordensverleihungen.(Verleihung von Militär⸗ Saxitälskteuzen betr., bereits bekannt.) Ferner wurden folgende Orden verliehen: Am 27. Mai dem Schullehrer an der oberen Knabenschule St. Ignaz⸗Stephan in Mainz, Johannes Baptist Martel, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:„Für langjährige treue Dienste“, am 10. Juni dem Schullehrer an der zweiten Gemeindeschule zu Pfeddersheim, im Kr. Worms, Philipp Jakob Breunig idas allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift„für lang jährige neue Dienste“, am 17. Juni dem Amtsdiener bei dem Haupisteueramt Mainz, Adam Wolf, mit Rücksicht auf sseine fünfzigjährigen kreuen Dienste, das silberne Kreuz demselben Tage dem Kanzlei⸗ idiener bei der Direction der Main-Neckar⸗Eisenbahn, innerungstand— und am 10. Sepiember dem Großh. Sächsischen Oeconomierath Ewald zu Worms, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. K. Hoh. dem Großherzog von Sachsen verliehenen Ritterkreuzes 1. Classe des Hausordens der Wachsamkeit oder vom weißen Falken zu ertbeilen. IV. Ertheilung von Erfindungspatenten. Seine König⸗ liche Hoheit der Großherzog baben allergnädigst geruht am 6. Sept. dem Chemiker Albert Ungerer aus Pforzheim, auf dessen Nachsuchen ein Erfindungs⸗Patent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construction eines Apparates zur chemischen Vorbereitung des Holzes bei der Papier⸗Fabricatlon unter dem ausdrücklichen Vor⸗ behalte jedoch, daß durch das verliehene Patent Niemand in der Anwendung bereits früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten drei Jahre für den Umgang des Großherzogihums — und am 7. September dem Müller und Gutsbesitzer Johannes Wernz aus Erpolzheim in Rheinbayern auf dessen Nachsuchen ein Erfindungs-Patent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construction einer horizontalen Centrifugal-Rund-Sichtmaschine unter dem ausdrücklichen Vorbehalt jedoch, daß durch das ver⸗ liehene Patent Niemand in der Anwendung bereits früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums— zu ertheilen. V. Diensinachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst gerubt: am 6. Sept. den von dem Hrn. Grafen zu Erbach-Fürsienau auf die evang. Schulstelle zu Olfen, im Kr. Erbach, präsentirten Schul amtsaspiranten Adam Rettich aus Glattbach, im Kreise Nicolaus Funk, die silberne Verdienst-Medaille des Lude⸗ wigs⸗ Ordens, an demselben Tage dem Lehrer an der 1. evang. Schule zu Laubach, im Kr. Schotten, Conrad Schaad, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für fünfzigjährige treue Dienste“, am Habermehl, mit Rücksicht auf Dienste Schule, Andreas Simon Haupt⸗ und Residenzstaot Darmstadt, das Militär⸗Sanitätskreuz, am 25. Eduard Hechler sitzer zu Mainz, Friedrich. 31. Juli dem Ortsgerich Bürgermeister und Ortsgerichts führung als Beigeordneier, 8 Klasse des Philipps Ordens Vorsteher, das Ritterkreuz 1. am 19. Aug, dem Kaufmann am 21. Aug. dem Bergmeister bei dem Bergamt Dorheim Theodor Tecklenburg, das Militär⸗Sanilätskreuz, an demf Tage dem Hosschmied Johannes die silberne Verdiensi-Medaille des Ludwigs⸗Ordens. III. Ermächtigungen zur Annah fremder Orden. Seine Könihliche Hoheit Jer haben allergnädigst geruht: am 7. Sept. de. A. H. Neid hardt zu Worms, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Könige von und 1871, Willmann zu Bayern verliehenen Verdsensikreuzes für 1870 am 8. Sept. dem praklischen Arzt Dr. Mainz, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen de ihm von Seiner Majestät dem Deutschen Koiser und Köni von Preußen verliehenen Kronener 10. Juli dem Brückengelderheber bei der Schiffbrücke zu Worms, Johannes seine 50jährigen treuen das silberne Kreuz des Philipps⸗ Ordens, am 23. Juli dem ordentlichen Prosessor an der polytechnischen s und dem Stadibaumeister der Juli dem pens. Ge⸗ meinde Forstwarten Ishannes Hoites IV. zu Groß⸗Zim⸗ mern, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrist:„Für Verdienste“, am 29. Juli dem Kaufmann und Gulsbe— Mainz, Gustav Bloch und dem Bierbrauer zu Molter, das Militä-Sanitätskreuz, am tsvorsteher Gerhard Jacob Ram— speck zu Alsselb, in Anerkennung seiner 50jährigen Dienst⸗ Isidor Reis zu Mainz und Martin Pfeiffer dahier me und zum Tragen Großherzog dens 4. Classe am Er⸗ dem Schullehrer an der evang. Schule zu Büßfseld, im Kr. Alsfeld, Leonhard Maurer, die evang. Schulstelle zu Appenrod, im Kr. Alsfeld zu übertragen; am 16. Seßt. den Haupisteueramts⸗Assistenten 2. Classe bei dem Haupt steueramte Mainz, Carl Gengenbach, in gleicher Dienst— eigenschaft an das Hauptsteueramt Darmstadt und den Haupisteueramts-Assiftenten 2. Classe bei dem Hauptsteuer— Amte Darmsladt, Adolph Kolb, in gleicher Diensteigen— schaft an das Hauptsteueramt Mainz zu versetzen. „ VI. Olenstentlassungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 11. Sept. den Steuercontroleur Ferdmand Günther und den Hauptzoll⸗ amts- Assistenlen 1. Classe, Ludwig Leydhecker, auf ihr Nachsuchen aus dem Dienste zu entlassen. VII. Versetzung in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am s1. Sept. den Schullehrer an, der katholischen Schule zu Dalsheim, im Kr. Worms, Lorenz Reymann, auf sein Nachsuchen, in den Ruhestand zu versetzen. „ VIII. Concurrenzeröffnung. Schulstelle zu Klein-Auheim, im Kr, Offenbach, mit einem [Gehalt von 605 fl. 15 kr. 8 IX. Sterbefälle. Gestorben sind am 1. Sept. Hofgarten-Ausseher cang. Pfarrer Georg Bindewald zu Fretensteinau. Darmstadt. Die den getroffenen Anordnungen Montag den 14. in Berathung nehmen. 8 0 der Justiz ernannt. Lindenfels, für diese Stelle zu bestätigen; am 11. Sept. 4 U 5 1 0 Erledigt ist: die 1. kath. der Philipp Wittmann zu Bessungen; der zweite Kammer tritt nach d. zusammen und wird zunächst das Pensionsgesetz — Der Hofgerichtsrath bei dem Hofgericht der Provinz Starkenburg Ludwig Hallwachs wurde zum Ministerialrath bei dem Ministerium — Wie von wohlunterrichteter Seite gemeldet wird, liegt nunmehr der Entwurf einer neuen Ge- meinde, Kreis- und Provinzial-Ordnung für das Großherzogthum vollständig ausgearbeitet in den Händen des neuen Directors des Ministeriums des Innern, des Hrn. v. Starck. Derselbe wird in Kürze dem Großherzog zur Genehmigung vor- gelegt werden und alsdann sofort den Ständen zur Beratbung und Beschlußfassung zugehen. Im Zusammenhange mit der Einführung dieser neuen Ordnung sollen eine größere Anzahl hessischer Kreisräthe in den Pensionsstand versetzt werden. Auch spricht man davon, daß mehrere Kreise auf⸗ gehoben und die betreffenden Orte benachbarten Kreisen zugetheilt werden sollen. — Das Hofgericht hat die vom Landgericht zu Groß Umstadt verfügte Einstellung des Ver⸗ fahrens gegen Pfarrer Seib aufgehoben und die Wiederaufnahme der Untersuchung angeordnet. — Wie verlautet, soll die Ernennung eines hessischen Mitgliedes des Reichsoberhandels⸗ gerichts in der Kürze bevorstehen. Von Berlin aus soll der Wunsch ausgesprochen worden sein, daß mit Rücksicht auf die Elsaß- Lothringen'schen Rechts sachen ein rheinhessischer Jurist in Vorschlag gebracht werden möge und wird Hr. Obergerichts-⸗ rath Mobrmann von Mainz als designirter Candidat genannt. — Der„Starkenburger Bote“ brachte seiner Zeit eine Reihe von Hetzartikeln gegen die Israe- liten, welche die Einleitung einer strafrechtlichen Untersuchung auf Grund des F. 130 des deutschen Strafgesetzes zur Folge hatten. Dieselbe wurde eingestellt, jedoch auf Betreiben der Oberstaats- anwaltschaft wieder aufgenommen, so daß die An⸗ gelegenheit nunmehr ihrem demnächstigen Abschluß entgegen geht. Berlin. Aus den Hofnachrichten ist ersicht⸗ lich, daß der Kaiser wiederholt den russischen General v. Totleben während seiner Anwesenheit in Berlin empfangen hat. Man wird dadurch er— innert an das Verhältniß, in welchem der General während der Einschließung von Paris zum General- stab der deutschen Armee stand. Derselbe wurde wiederholt bei Entscheidungen wichtiger militärischer Fragen um sein Gutachten ersucht, und namentlich war sein Urtheil von nicht geringem Einfluß auf die Entscheidung der Frage, ob man es bei einer bloßen Einschließung bis zur Uebergabe der Stadt bewenden lassen, oder zur eigentlichen Belagerung übergehen solle. — Die erste Nummer des„Deutschen Wochen- blatts“ nennt unter den von der Staatsregierung vorbereiteten Gesetzen über die Stellung der Geist- lichkeit außer den bekannten noch: ein Gesetz über das disciplinarische Verhältniß der Geistlichen, ein solches über die Vorbildung derselben und ein Gesetz über den Austritt aus der Kirche. — Dem Staatsministerium ist eine Denk— schrift katholischer Staatsbürger zugegangen, in der dasselbe gebeten wird, auf Maßnahmen be ⸗ dacht zu sein, durch welche einerseits der Bestand und die Rechte derjenigen Religion und Kirche, welche bisher unter dem Namen der katholischen verstanden worden ist, gewahrt, andererseits die von Seiten der„Neuen katbolischen“ Religion und Kirche drohenden Gefahren abgewehrt werden. Die Petenten bitten insbesondere um Entscheidung der Fragen im Wege der Gesetzgebung: ob die der bisherigen kathoischen Kirche zugestandenen Rechte nach ihrer totalen Umwandlung noch serner von ihr in Anspruch genommen werden können? Ob es zulässig sein kann, daß die neue katholische Lehre der Jugend eingeprägt, und daß der neuen katholischen Kirche die Heranbildung der Volks- lehrer überlassen bleibe? ꝛc. Halle. Der am 1. Oct. dahier abgehaltene evangelische Kirchentag hat drei, von Pro- fesser Schlottmann beantragte, auf die Alt⸗ katholiken bezügliche Thesen mit großer Majorität angenommen. Dieselben lauten:„Wir bezeugen unsere brüderliche Theilnahme den Katholiken welche durch das Gewissen gezwungen, offen der Macht des Ultramontantsmus und der Unfeblbarkeit ent⸗ gegentreten. Wir wünschen, daß sie in dem Kampf gegen den Unglauben und Aberglauben einen guten Kampf kämpfen und das Feld behalten. Wir be⸗ grüßen mit Freuden die Hoffnung ihrer allmäh · lichen Verständigung mit der evangelischen Kirche, indem wir voraussetzen, daß sie jetzt unsere vor 300 Jahren geschebene Auflehnung gegen das Papstthum als berechtigt anerkennen und über die Streitpunkte des Glaubens anders urtheilen als zuvor. Endlich freuen wir uns dessen, daß die Aufhebung des Jesuitenordens unter vielen Gliedern der katholischen Kirche Beifall gefunden, und er· warten, daß die Altkatholiken fortfahren werden, die unheilvollen Wirkungen des Jesuitenordens aufzudecken und ihm entgegenzuwirken.“ Paderborn. Bei dem hiesigen Bischose hat dieser Tage eine Hauesuchung nach den früher schon erwähnten Zuschriften sächsischer Pastoren stattgefunden, durch welche diese dem Bischofe Vorschläge in Bezug auf den Uebertritt zur katho- lischen Kirche gemacht haben sollen. Die Haus- suchung und Beschlagnabme der betreffenden Briefe erfolgte, nachdem der Bischof die freiwillige Heraus— gabe derselben verweigert hatte. Stuttgart. Nach dem„Deutschen Volks- blatt“, Organ des Bischofs Hefele, wurde in Fulda eine Denkschrift an die deutschen Regie— rungen beschlessen. Dieselbe dürfte dieser Tage an die Cabinette abgegangen sein; die Etikette gestattet erst später ihre Veröffentlichung durch die Tagesblätter. Straßburg Nach der„Straßb. Ztg.“ sind bis zum 2. Oct. 5— 600 Elsässer in die hier garnisonirenden Regimenter eingetreten und wird man annehmen können, daß sich diese Zahl bis zu Ende des Anmeldetermins, Anfang November, Frankreich. Paris. Officibs dementirt wird: 1) daß Gambetta aus Anlaß seiner Rede von Grenoble einen Brief an Thiers geschrieben habe; 2) daß es, wie die„Patrie“ gemeldet hatte, in der Absicht der Regierung liege, den Bot— schasterposten beim heil. Stuhl aus Sparsamkeits⸗ rücksichten einzustellen; 3) daß neue Unterhandlungen in Sachen der Räumung eröffnet worden wären, und daß Deutschland die ihm für die letzte Milliarde angebotenen Garantien bereits angenommen habe. — Nach Informationen, welche der„Agence Havas“ zugehen, sind alle Gerüchte über Ver— tagung der noch ausständigen Einzahlungen auf die neue Anleihe vollständig unbegründet. — Ein Decret des Präsidenten der Republik vom 1. Oct. verordnet die Verlegung der medi— einischen Facultät und Pharmaceutenschule von Straßburg nach Nancy, wogegen die in der letzten Stadt bisher bestandene Medicin- und Pharmacie- Schule aufgelöst wird. — Alle großen Pariser Blätter werden eine Subscription zu Gunsten der in Paris ange- kommenen elsässisch-lothringischen Auswanderer eröffnen. — Wie die officiösen Blätter melden, sind die Baracken für die deutschen Truppen bis zum 15. d. bestimmt fertig, so daß dann die Räumung der beiden Departements Marne und Haute⸗ Marne ihren Anfang nehmen kann. — Die gerichtliche Untersuchung wegen der Vorfälle in Nantes hat herausgestellt, daß die clericalen Blätter die Sache furchtbar übertrieben haben, und daß gerade die Pilger zuerst gewalt— thätig auftraten. Großbritannien. London. Einer Mel, dung der„Times“ aus Paris zufolge hat der russische General Timascheff bei einem Thiers ab— gestalteten Besuche diesem den unbehaglichen Eindruck nicht vorenthalten, welchen die jüngst hervorge— tretene aggressive Haltung der französischen radi⸗ kalen Parteien hervorrufen mußte. Die seitherige sympatbische Stellung der anderen Mächte zur französischen Regierung werde sich nothwendig ändern, wenn Frankreich wieder der Mittelpunkt europäischer Agitationen werde. Spanien. In dem 7 Meilen von Madrid gelegenen berühmten Kloster des heiligen Laurentius, gewöhnlich el Escoral genannt, hat ein ausge brochener Brand großen Schaden angerichtet, man schlägt denselben auf drei Millionen Realen an. Die dort befindlichen kostbaren Gemälde, sowie die sehr werthvolle Bibliothek, welche 24,000, nach Anderen 130,000 Bände und über 4000 meist arabische Manuseripte enthält, wurden gerettet. § Friedberg. Aeußerem Vernehmen nach ist dem Großh. Kreisassessor Haas dahier die Stelle eines Directors der Fürstl. Reutkammer zu Braunfels angeboten worden, welche derselve jedoch, wie vor mehreren Jahren eine gleiche Stelle in Gräflich. Meuburg-Meerholz'schen Diensten, ausgeschlagen hat. N. Friedberg. Außerordentlich zahlreich war am Sonntag Nachmitlag unsete Obst-Ausstellung besucht. Fortwährend kamen und gingen die Besuchenden. Alle spraspen sich beifällig, anerkennend über die sehr gelungene Ausstellung“ aus. Gegen 4 Uhr ergriff der Vorsitzende der Ausstellungs-Commission, Herr Kreisassessor Haas, das Wort, um die Preisvertheilung einzuleiten. Die vor— wohl noch bis zu Tausend erhöhen wird. Wer rie nöthige Bildung hatte, trat als Einjäbrig⸗ und, wem diese mangelte, als Dreijäbrig- Frei- williger ein, da ihm dadurch der Vortheil wurde, sich sein Regiment wählen zu dürfen. Zahlkeiche Beitritte von Söhnen wohlhabender Eltern hat besonders das hier garnisonirende Ulanenregiment; auch der Artillerie ist es übrigens kaum möglich, alle Freiwilligen unterzubringen. Ausland. Dester teich. In der Plenarsitzung der österreichischen Delegation hob Andrassy hervor, daß hinter dem Friedensvordergrund sich nicht auch foridauernder Friedenshintergrund zeige. Die Beziehungen zu den meisten Staaten seien die besten. Zur Realisirung des defensiven Friedens programms müsse jedoch das Nothwendige gewährt werden, um den Frieden durch eigene Kralt sicher zu stellen. Gegen jede andere Auslegung müsse er entschieden Verwahrung einlegen. ber wogende, nun aber lauschende Menge vernahm von dem Herrn Redner etwa Folgendes: In Anbetracht, daß der Obstbau in der Wetterau noch sehr im Argen liege und nur sehr wenige Landwirthe sich die Vortheile derselben zu Nutze machten, habe das Friedberger landwirthschaftliche Ceasino im vorigen Winfer beschlossen, eine Obst⸗Ausstellung zu vetanlessen, um damit Aufmunterung und Anerken gung für die Obstcultur zu gewähren. Man habe, sagte der Redner weiter, andere Producte der Landwirtschaft, ins besondere die für Wien gesammelten Gegenstände der Aus⸗ stellung angereiht, damit die Ausstellung ein umfangreiches und mannigfalugeres Bild der Landwirthschaft aus mache. Nach Ausbringung eines Hochs auf die Landwuthschaft, der allgemeinen Nährmutter, wurde die Preisverthellung vorgenommen und zwar in Ueber reichung von Prämien und Diplomen. Preisrichter waren: a) Für Obst: Hof⸗ Gärtner Welle zu Assenheim, Beigeordncter Stein⸗ häuser dahier, O conom Otto Hill zu Fauerbach und Bürgermeister Reitz zu Södelz b) Für Bodenproducte: die Lehrer Nückert, Lang, Weinel, Wahl und Oeconom Hill. Gelopreise, zusammen 80 fl., erhielten: a) Für Obst: Lehrer Rückert zu Redheim, Baumwärter Bender zu Södel, Lehrer Lang und Weinel dahier, Lehrer Aubel in Nieder- Weisel, Siadt Friedberg, Gebrüder Schultyers zu Steinfurth, Pachter Alles b) Für Obstbäume: Lehrer Lang und Weinel, sowiek Pachter Alles zu Bönstadt, Schudt zu Görbelheimer Mühle, Lehrer Nückert zu Rodbeim, Bürgermeister⸗ Reitz zu Södel, Bürgermeister Schneider zu Ostheim, Oeconom Kammer zu Gambach, Bürgermeister Grö⸗ ninger zu Ockstadt, Jacob Diener, Nicolaus Weid⸗ mann II. Johann Müller III. und Lebrer Epple daselbst. Ehrendiplome ohne Prämien wurden überreicht jür: Konrad und Müller Bopp zu Reichelsheim, Gräfl. Gulsverwaltung zu Münzenberg, Lehrer Söllner zu Fauerbach, Beigeordneter Steinhäuser, Gökus, MN. Jung, H. Engel, Börsensckretär Faatz, Seminar⸗ lehrer Wahl, Advocat Trapp II. Messerschmied Schäfer und Jean Huber zu Friedberg, Lehrer Epple zu Ockstadt, Gebrüder Schultheis zu Steinfurth.— Gewissermaßen als Abschluß der hier kurz geschilderten Ausstellungsfeier prach Herr Haas seine Anerkennung über die vorlreff⸗ lichen Leistungen der Comitemitglieder S upp und Werner aus. Wer die Ausstellung besuchte, der weiß, was hier gemeint ist, nämlich: die allerliebsten Arrangements, Gruppirungen und Decorationen, sowie die dargestellten originellen Einfälle. Die Kürbisuhr des Herrn Werner, welche„wirklich und richtig gebt“ und zwar in Folge einer „süßen Last“, indem Zuckerrüben die Stelle der Gewichts, steine vertreten, findet viele und oft so sehr bezauberte Verehrer, daß sie, in ächter Liebbaberweise, fast die ganze übrige Welt und zunächst die Ausstellung vergessen. Das Grasherbarium des Schullehrerseminars und die Wachs⸗ Obstsammlung der Ackerbauschule fordern, ihrem Zwecke der Belehrung entsprechend, zu näherer Betrachtung und wiederholtem Besuche vielseilig auf. Später werden wir ein Verzeichniß der Aussteller und der gusgestellten Pro⸗ ducte liefern. Friedberg. Der Vorbereitungscursus zum ein⸗ jährigen Militärdienst, welcher in diesem Sommer in Friedberg eingerichtet war, ic von Erfolg gewesen, die hier Vorbereiteten haben das Examen gut bestanden und darum die Berechtigung zum einjährigen Dienst erhalten. An dem Unterrichte in Geometrie, Rechnen, Französisch, Englisch, Geographie, Geschichte und im Deuischen haben auch andere junge Leute, auch Auswärtige, blos voll⸗ ständigerer Ausbildung wegen, mit größtem Nutzen theil⸗ genommen. Gerade die Fächer, welche im Einjährigen⸗ Examen geprüft werden, sind auch für gewerbliche, lechnische und kaufmännische Ausbildung so sehr nothwendig. So chen, welche durch die Bahn zum Unterrichte hierher gekommen, 5 gleich andere Schulen Besuchenden die Fahriaxe ermäßigt. Homburg. Die jüngste Generalversammlung der Actionäre der Spielbank nahm einen ganz eigenthümlichen und unerwarteten Verlauf. Der den Vorsitz führende Spielpächter Blanc erklärte nämlich, den von ihm selbst eingebrachten Antrag, wegen Rückerstautung der bis jetzt an den Kurfond gezahlten Gelder einen Prozeß zu erheben, fallen lassen zu wollen und ließ sodann seinen weiteren An⸗ mag, die Kurhaus-Direction zum Verkauf der entbehrlichen Mobilien und Immobilien an die Stadt Homburg zu ermächtigen, von seinen eigenen Leuten verwerfen und weiter den Beschluß fassen, über die Frage der Prozeß! erhebung gegen den Fiscus wegen Erstattung der von der Spielbank zum Bau der Homburg Frankfurter Bahn zugesteuerten 800 000 fl. gleichfalls vorerst noch keine Enischeidung zu treffen, sondern vielmehr dies Alles bis versammlung zu vertagen und in der Schwebe zu lassen. Frankfurt. Bis zur Mute der vorigen Woche wurden bereils über 30000 Malter Aepfel durch die Landthore eingeführt und zu Acpfelwein eingekeltext. Darmstadt. Ein hiesiger Reichstelegraphen- Beamter, gegen welchen eine Untersuchung wegen Unterschlagung eingeleitet war, bat sich derselben durch die Flucht ent zogen. Durch die Beharrlichkeit und Frechheit, mit welcher die Unterschlagungen fortgesetzt wurden, gelang es dem Betreffenden bei einem monatlichen Gehalte von nut 46 Thalern nicht allein ein behäbiges Leben zu führen (er verkehrte fortwährend in den ersten Holels) sondern sich auch binnen wenigen Jahren ein Vermögen von ewa 10,00) fl. zu erwerben, das er in verschiedenen zins ragenden Staats- und Eisenbahnpapieren anlegte, un mit welchen er vor wenigen Tagen das Weite suchte. Frankenthal. Hier haben sich in letzter Zeit, wie die„Pf. Post“ meldel, zwei Christen mit issraclitischen Mäd hen verlobt, ohne daß letztere einen Riligionswechsel beabsichtigen. 5 In Biebrich waren am 1. d. M. die mittelrbeinischen Reallehrer zu ihrer 8. Jahresversammlung zusammen. Nach dem Anhören zweier Vorträge, gehalten von Pr. Stein aus Gießen und Westhofen in Biebrich, vereinigte sich die Versammlung zu einem fröhlichen Mahle. Als Ort zur nächsten Versammlung wurde Diez gewählt. Wiesbaden. Der kürzlich ernannte slädtische Kur⸗ commessär, Hr. F. Heyl, hat dieser Tage ein Encular erlassen, in welchem er die rheinischen Kur und Badeorte auffordert, jitzt schon Maßregeln zu treffen, um den voraussichtlich außergewöhnlichen Fremdenzufluß, welchen die nächsijäbrige Wiener Weltausstellung namentlich aus Amerika und England herbeiführen wird, über den Rhein und dies daran gelegenen Badeorte zu leiten. Er empfiebit hierfür die Einführung von Rundreisebilleten, Extrazüge nach Ankunft der amerikanischen oder englischen Schiffe, Veranstaltung von besonderen Vergnügungen in den Badeorten, für welche die mil Rundreisebilleten Ver⸗ sebenen kein Euuse zu entrichten härten, und Insertionen und Reclamen, die sich jedoch nicht auf die einzelnen Badeorte, sondern auf die Empfehlung des Reisewegs 4 zu Bönstabt, Bürgermeiser Stoll zu Nieber⸗Wöllladtz Seminaxlehter Wahl dabier; c) Für Boden producten? zur nächsten, am 3. Januar 1873 abzuhaltenden General? — 3 5 ——— S——— über die Rheinlinie erstrecken müßten, da alle am Strom gelegenen Städte und Sommerfrischen in gleicher Weise dabei interessirt sind. e In Dresden ist kürzlich der durch seinen„Dorf⸗ darbier“, seine humoristische Romane und gemüthvolle Dichtungen bekannte Dr. Ludwig Ferdinand Stolle gestorben. Er gehörte mit zu den Gründern der„Garten⸗ laube“ und war einige Zeit Redacteur derselben. Paris. Wie blinder Haß gegen die Deutschen noch immer die Gemüther des französischen Volkes beherrscht, geht aus nachstehender Mittheilung hervor, welche das Organ des Herrn Thiers, der„Bien public“ seinen Lesern bringt:„Zwischen 20000 und 21000 unserer Soldaten sind während des Krieges in deutscher Gefangenschaft ge⸗ storben. Es ist zu traurig! Die meisten dieser jungen Leute, welche robust und voller Gesundheit im Juli 1870 in den Krieg gezogen, sind in Folge von Krankheiten der Lunge, des Magens und der Eingeweide erlegen; ohne Kleidung, ohne ihnen ein Almosen, eine Decke und ein wenig Stroh zu reichen, bat man sie verkommen lassen. Ein Theil von ihnen ist aus Hunger zu Grunde gegangen, denn die Nahrung, welche man an diese Unglücklich en vertheilte, war nicht nut der Quantilät nach unzureichend, sondern auch von der allerschlechtesten Qualttät. Kürzlich noch haben zwei Soldaten amtlich bezeugt, daß zwei ihier Kameraden in Folge von Kälte und Erschöpfung, aus Mangel an Nahrungsmitteln, verstorben sind.“— In Deutschland weiß zwar jedes Kind, daß die ganze obige Dar— stellung eine gehässige Lüge ist, bei unserem Rachbar⸗ volke indeß schenkt man derartigen Berichten über die deutschen Barbaren um so mehr Glauben, je schauer⸗ licher dieselben lauten. Paris. Ein Kapuziner, der mit seinen in der Vor— stadbt St. Germain gesammelien Almosen an hundert Arme der Vorstadt St. Jacques unterstützt hat, ist kürz⸗ lich in Paris gestorben und hat folgendes höfliche Testa⸗ ment gemacht, durch welches er über seine ganze Hinter— lassenschaft verfügt bat.„Ich vermache“— so bestimmt dieses interessante Document—„1) dem Abbe Michaud mein Breviarium, weil er sein eigenes nicht kennt; 2) dem Herrn Favre meinen Kittel, um seine Schande damit zu decken; 3) dem Herrn Gambetta meinen Steick, welcher eines Tages um seinen Hals gute Dienste leisten wird; 4) dem Herrn Thiers ein Band seiner Werke, da— mit er selbst ibn noch einmal lese; und 5) meinen Beitelsack Frankreich, weil dieses bald einen solchen brauchen wird. Serbien. Dem 18jährtgen Fürsten Milan haben mehrere Gemeinden zu seiner Thronbesteigung zwölf Eimer zwanzigjährtgen Zweischen⸗Schnaps geschickt, gewiß ein geistreiches Geschenk. Warklberichte. Grünberg, 5. Oct. Die Preise auf unserem heutigen Fruchimarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 14 fl. 38 kt.; Korn(90 K.) 8 fl. 37 kr; Gerste(80 K.) 7 fl. 21 kr.; Hafer(60 K.) 4 fl. 25 kr.; Molter(90 K.) — fl.— ke; Erbsep(110 K.) 9. fl. 22 kt.; Linsen (100 K) 11 fl.— kr.; Wicken(110 K.)— fl.— kr.; 1(90 K.) 15 fl. 38 kr.; Kartoffeln(100 K.) fl.— kr. Mainz, 4. Oct. Der heutige Markt verlief ziemlich fest, aber cubig. Zu notiren ist: Waizen 14/8—15½ fl., effectiv per Nov. 15½ fl., per März 15¼— ½ fl., Korn effectiv 9¼ö11 9 ¼ fl., per März 9¾ fl., per Mai 9½ bis 10 fl., Gerste, Pfälzer 10—11½ fl., Franken 11½ bis ½ fl., Hafer 42—45¾ fl.,— Rüböl in schwachem Ven kehr, effectiv 23 fl. obne Faß, per Mai 23½ fl. mit. Faß, Leinöl 24 fl., Mohnöl 35 fl., Koblsamen 19— 19% fl. — Hülsenfrüchte nottren bei kleinem Angebot wie Be⸗ gebhr: Bohnen 13½ fl., Erbsen 10—12 fl., Linsen 10 bis 14 fl.— Repskuchen 85—888 fl. Productenbörse zu Friedberg am J. Oetober. Heutiger Preis loco Waizen, je nach Qualität, fl. 14—/— ½. Korn, fl. 9½. Gerste, fl. 10½—½, Hafer, fl. 774 Kartoffeln, fl. 2½. Alle Preise verstehen sich 200 Pfund— 100 Kilo. Nächste Börse Donnerstag den 10. October. Garten Versteigerung. 2510 Donnerstag den 24. Oktober d. J., Vormitiags 11 Ubr, soll in biesigem Ratbhause ein der Wittwe des Ferdinand Frick gehörendes Grundstück: Flur Nr. Klftr. Gemarkung Friedberg. 4. 177. 663. Grabgarten im Ohrloch öffentlich meiftbietend versteigert werden. Friedberg am 7. Seplemder 1872. Groß berzogliches Ortsgericht Friedberg. J munen t. Aa For der egg 2590 Nachdem Großberzogliches Hofgericht der Provinz Oberbessen durch Verfügung vom 8. Jult d. J. den förm⸗ lichen Concursproceß über das Vermögen des Karl Leit⸗ häuser von Ober⸗Florstadt, welches um 560 fl. 38 ½½ kr. überschuldet ist, erkannt bat, so werden alle Gläubiger desselben aufgefordert, Forderungen und sonfsige Anspfrüche bel Meidung des stillschweigend erfolgenden Ausschlusses von der Mosse im Termin. Freitag den 22. November 1872, Morgens 9 Uhr, anzumelden und zu begründen, sowie etwaige Vorzugs⸗ rechte geltend zu machen. Im Termin soll die Güte versucht und im Falle sie sehlschlagen sollte, Gläubigerausschuß und Massecurator erwählt und sonstige Beschlüsse wegen Veräußerung der Masse gefaßt werden. Die Gläubiger, welche nicht erscheinen oder wesche mit genügender Vollmacht nicht vertreten find, werden den Beschtüssen der Mehrheit der erschienenen und genllgend vertretenen Gläubiger bei tretend erachtet. Friedberg den 6. September 1872. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Allwohn. Landrschter. Landgerichts Assessor. Lieferung von Weißkraut c. 2739 Montog den 14. Oktober d. J., Vormittags 10 Ubr, werden in dem Landeszuchthaus Marienschloß: 1200 Stück Weißkraut, 500„ Wirfina, 80 Centner Sauerkraut und ferner: circa 60 Centner Ochsenfleisch, 5 0 177 Schwelnefleisch, „„ Kalbfleisch und 18 1 Spweineschmalz unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werden⸗ den Bedingungen zur Lleferung öffentlich vergeben. Martenschloß den 28. September 1872. Großherzogliche Landeszuchthaus⸗Direktion. Seri ba. Mobiliar-Versteigerung. 2787 Nächsten Dienssag den 8. und Mittwoch den h. d Mis. von Morgene 9 Uhr ab, werden im Hause des Herrn Jean Steeg, Fürstenstraße Nr. 232 dahier, obzugs haller die nachverzeich neten, größtentbells noch wenig gebrauchten, im befsen Zuffande befiadlichen Möbel, zumeist in Nußbaum und zwar: 1 Secretär, 1 Garnitur grüner Plüschmöbel, 1 Garnitur Möbel in schwarzem Damast, 1 Spiegelichrank, 5 Spiegel, 12 Tische, 4 Con⸗ sols, 3 Waschtische mit Mormoraufsatz, 3 voll⸗ standige Betten, 1 Chaistlonge, 2 Nähtische, 1 Lemmode, 1 Wlumenttsch, 1 Bidet. 4 Etageren, 14 Fensterrouleaux, 2 Nachttische mit Marmor- platten, 3 Kleiderschränke, 12 Stühle, 1 Geräthe— schrank, 1 Kuchenschrank, 8 Fenstervorhänge mit Zubehör und sonstige Haus und Küchengeräth, schaften öffentlich an den Meilbietenden verslelgert. Bad⸗ Nauheim am 2. October 1872. Großherzogliches Ortsgericht Bad Nauheim. Schutt. Mobiliar ⸗Versteigerung. 2699 ODienstag den 8. Oktober d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen in Folge landgerichtlichen Auftrags vom 17. September d. J. in der Behausung des C. F. Walz dahier die noch zu dessen Schuldenwesen ge— hörenden Mobiliargegenstände, als: Tische, Stüble, Bettstellen, Portraits, Spiegel, Bettwerk, Weißzeug, veischledene Rouleaux, eine Wanduhr, eine Partie Flaschen eine Steigleiter, eine alte Treppe, eine Pfuh pumpe, zwei Wasch— kessel, sowie sonstine Haus- und Kuchengerälhschaften öffentlich meiftbietend versteigert werden. Friedberg den 25. September 1872. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. F o u E ar- Main⸗Weser-Bahn. 2779 Es sollen die sämmtlichen Bauarbeiten zur Her stellung von 3. Dienstwohngedäuden auf den Stattonen Gloß Karben, Bonames und Bockenheim einschließlich Lieferung aller Materialien im Ganzen oder im Ein— zelnen öffentlich verdungen werden. Die Offerten find portoftel und versiegelt mit der Aufschrift:„Submission auf Erbauung von Oienstwohn— gebäuden auf den Stationen Groß Karben. Bonames und Bockenheim“ bis zum Submisfioas Termin am 17. October d. J., Vormutags 11 Ubr, der der unter zeichneten Betrtebs-Inspecuon zu Frankfurt a. M. ein⸗ zureichen, woselbst auch die Zeichnunden Kosten Anschläge und Bedingungen eingesehen und die Sudmosions For— mulare in Empfang genommen werden konnen. Frankfurt a. M. den 30. September 1872. Königliche Beirtebs-Juspection. Heyl. Versteigerungs⸗ Anzeige. 2790 Mittwoch den 9. October l. J., Nachentttags 2 Ubr, sollen in hisigem Ralhhause die nachgenannten Gegenstande: 1 fiiberne Taschenuhr, 1 Rock, 2 Paar Tuchhosen 1 Tuchweste, 2 Hemden, 2 Paar Stumpfe, 1 Hand: weiksscherte, 1 Tolltemesser ꝛc. öffentlich an den Meistbictenden versteigert werden. Friedberg am 3. Oesober 1872. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. ee Mobiliar ⸗Versteigerung. 2806 Freitag den 11. Octoder l. J. Vormittags 9 Ubr anfangend, sollen in der Behausung des Joseph Geck in der Vorstadt zum Garten dahier verschiedene Oeconomte— und Hausgerälhschaften, sowie ein noch sebr guter Wagen öffentnch meifldietend gegen Baarzahlung verfleigert werden. Friedberg den 4. October 1872. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. Versteigerung einer Hofraithe. 2783 Freitag den 18. d. Mis. des Vormutags 10 Ubr wird auf freiwilligen Antrag der Erben des verstorbenen Peter Haas dahter die denselben gehörige, dem Bahnhöfe dahier gegenüber gelegene neu erbaute Hof— raithe, bestehend in einem großen zweistöckigen Wohn— hause, Scheuer, Stallungen, bedeckter Kegelbabn und geräumigem Hofraum auf biesi gem Rathhsuse verstergert. Bemerkt wird noch, daß in dem Wobnhause immer elne sehr tequente Gastwirihschaft belrieben wurde. Nieder-Wöllstadt den 2. October 1872. Großherzogliches Ortsgericht Nieder⸗Wöllstadt. an. Glacé-NHandschule wen, Fee Aecker- Verpachtung. 2817 Mittwoch den 9. Oktober d. J., Morgens 10 Ubr, sollen ungefähr 22 Morgen Ackerland as der Hocken⸗ mühle und Kuhweide, der biesigen Gemeinde gebörig, auf weitere 9 Jahre parzellenweise auf hiesigem Rah- hause öffentlich meistbtetend verpachtet werden. Fauerdach d. Fr. den 5. Oktober 1872. Hroß herzogliche Bürgermeisterei Fauerbach b. Fr. eig Vergebung von Pflasterarbeiten. 2816 Mittwoch den 9. Oktober, Nachmittags 1 Uhr, sollen in der Stadt Staden nachstehende Arbeiten veraccordirt werden: Nek Pflasterarbett, verasschlagt zu 22 39 Anlieferung von Pflostersteinen und Kies 40 12 Assenheim den 5. Okteber 1872. Der Bezirksbauaufseher Wenc. Ein Raealschüler 2145 kann bei einer hiesigen Familie in Pension ge⸗ nommen werden. Nachhülse im Englischen und Fran⸗ zösischen. Näheres bei der Exped. d. B!. Obne Medtein. 8 2 Brust- und Lungen- kranke fiaden auf naturgemäßem Wege seldst in verzweifelten und von den Aerzten für unbeilbar erklärten Fällen radicale Hei⸗ lung hres Leidens ohne Mediein. Nach spezieller Beschreidung der Krank— beit Näheres brieflich durch Dir. J. H. Fickert, Berlin, 2013 Wallstraße Nr. 23. e instes Vorschußmehl Obne Medsein. ue vg 4 k — 2578 billigst bet Kriedberg. M. D. Loeb Billige Limburger Käse 5 1 Stahl Wittwe. 2774 Aus Großb. Schullehrer-Seminar-Baumschule find Aepfel, irn. Miradellen⸗, Raineelaudene, eng- lische und gewöhnliche Zwetschenstaͤmuachen zu verkaufen. Wahl. A Zu vermiethen 2805 eine Wohnung(gegenüber der Burgkirche), be⸗ lebend aus 5 Zimmern, Mansarde, Küche ꝛc. Näheres bei Trapp& Münch. 2 70 0 Lehrlings⸗Gesuch. Ein braver Junge kaun sofort in die Lehre ein⸗ Jean Rau. Scubmacher, wobnbaft in dem Hause des Herrn Joseph Hoffmann, Ludwigstraße Nr 109 in Friedderg. 2808 treten bet 7 Bei Bindernagel& Schimpff sind alle in den hiesigen Schulbüche* zu Friedberg. 2821 Mittwoch den 9. Oktober, Abends von 7 bis 9 Uhr, bei Beleuchtung. Eintritts- preis wie gewöhnlich. Obft- elt. Austellung Zu Friedberg bis zum Donnerstag den 10. Oktober(Börsentag), an welchem des Nachmittags 3 Uhr die Verloosung stattfindet.— Eintrittspreis 6 kr. Karten für die Dauer der Ausstellung 24 kr. Ein Ziehungsloos 9 kr. 8 Nie Aus stellungsgegenstände müssen Freitag den 11. Oktober von den Eigentbümern zurückgenommen werden, da den 12. Oktober im Simon⸗ schen Saale ein Concert stattsinden soll 2814 Einladung. feiert die unterzeichnete Capelle ihren ersten Jahres- ein Festessen ab, beassichtigt aber zugleich ihren ver⸗ ehrten Musikfreunden einen genußreichen Abend zu bereiten.— Demgemäß soll Abends 7778 Uhr im Simon schen Saale eine entsprechende Feier stattfinden, zu welcher sie alle Freunde der Musik und des geselligen Vergnügens hiermit ergebenst einladet. Die Capelle Schellhaas. in neuester Auflage Lehranstalten und guten Einbänden eingeführten stets vorräthig. 2818 Sonntag den 13. October d. J. tag. Dieselbe hält im engeren Kreise 2 g—— Für Kunstfreunde. 2738 Die große Sammlung von Kanfwerken. bestehend aus interessanten und werthvollen Original⸗Oel⸗ gemälden ꝛc., welche sich in der Kunsihalle im Pasmengarten in Frankfurt a. M. zu einer Ausstellung vereint befindet, wird mittelst 1 Verloosung am 13. Oktober 1872 zur Vertdeilung gebracht. Das ausführliche Programm nebst Verzeichniß der Kunftwerke wird an Jedermann gouf gefl. Verlangen gratis und franco überschickt. Der Erlös aus diesen Kunstwerken ist zum Besten des Baufonds zur Errichtung eines Künstlerbauses bestimmt. Wohl selten dürfte sich eine schönere Gelegenbeit bteten, um in den Besitz von Kunftwerken zu gelangen. Die Künstler⸗Gesellschaft in Frankfurt a. M. Bestellungen auf Loose à 1 Thaler find zu richten an unser Vorstandsglied Herrn Otto Cornill Frankfurt a. M. Die Ziehungslisten und Gewinne werden den Theilnehmern pünktlich üderschickt. 2776* 9 Versteigerungs⸗Anzeige. Mittwoch den 9. Oetober, a e age e eee, Freitag„ II. werden in Auftrag des Herrn W. A. Simon und wegen Geschäftsaufgabe sämmtliche gut erhaltene Wirthschafts⸗Geräthschoften, als: Leinen und Weißgeräth Damafßt⸗Tafelgedecke, Tischtücher und Servietten, Handtücher, Schürzen, Betttücher, Deckdett⸗ und Kissenzüge, eiserne Bettstellen und vollständige Betten, Spiegel in vergoldeten und in Holzrahmen, Vorhänge, Lambrequins, Rouleaux ꝛc. Geräth, Büffet und Kleiderschränke, Reale, 1 Dressirtisch und Anrecht, 1 Bierabfüll maschine, 1 Kuchengestell wi 12 Brettern, 2 Eiskisten dioerse Notenpulte, eichene, runde und eckige Tische, RNohr⸗ und Strohstühle, 5 Gartentische. Gartenbänke und Gartenstühle, Porzellan: Tellet, Schüsseln, Tassen Koffee⸗Kannen, Glas: ½ viter Biergläser un Untersätze, Wein und Wassergläser, Wasser⸗ und Weinflaschen, Christoffel: Löffel, Gabeln, Kaffeelöffel, Kupfer: Caserolen und Bratpfannen, I große Kaffeemaschine für 100 Tassen, Messing, Blech Eisen, Messer und Gabeln, diverse eiserne Oefen, Thüren urd Vorfenster, 3 Tafelauffätze in Bronze, Gaslustres, Gaslampen etc. etc. im Saale des Café Concordia, Bockenheimer Landstraße 179, öffentlich gegen gleich baare Zahlung an den Meistbietenden versteigert. Frankfurt a. M. im October 1872. (5633) J. Ruttmann. Pferde- und Wagen- Versteigerung in Homburg v. d. J. Dienstag den 22 Oktober l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, läßt der Unterzeichnete in seiner= Bebausung„Schwedenhof“ in Homburg v. d. D. gegen gleich baare Zahlung verßfelgern: 30. d meißsens Luxus- und Oeconomie-Pferde, darunier 4 Paar gut gefahrene Doppel⸗ fer 5 Ponnys. 20 Wa en nemlich: 6 Landauer, wenig gebraucht, elegant; 4 Glas⸗Caleschen, eine neu, die 9 7 anvern ein- und zweispännig; 2 Mylords, Victoria, zwessitzig; 1 Phaeton, zum Versetzen, legent; 1 Coupé, wenig gebraucht; 2 Breaks, vielsitzig; 1 Break, achtsitzig mit Verdeck, in gutem Sland; 2 Korbwagen, drer- und viersitzig, ein- und zweispännig, 1 Korbwagen, viersitzig, mit Doppel⸗Verdeck Ferner Schlitten⸗Untergestelle zu den geläute ꝛc. ꝛc. Naähete Auskunft kann Herr Kreisthierarzt Nüb samen in Homburg v. d. H. ertheilen. orbwagen, mehrere gutgehaltene Pferdegeschirre, Schellen⸗ U 222 in Friedberg Donnerstag den 10. October. Empfehlung. 2815 Hierdurch mache die ergebene Mlitheilung, daß ich die bisber von derrn C. F. Walz inne gebabte Bler⸗ brauerei„Zur goldnen Reichskrone“ käuflich an mich gezogen habe. Die damit verbundene Wirtbschaft werde am nächßen Donnerstag den 10. d. M. eröffnen und halte mich olsdann dem Wohlwollen des biesigen, sowie auswärtigen Publikums bestens empfohlen. Friedberg den 6. Oktober 1872. Dochachtungsvoll Eduard Henn. Versteigerung von Bett- und Pferde⸗ teppichen. 5 2811 Donnerstag den 10. Oktober, Vormittags 9 Uhr, werden im Saale des Gasthauses zum„Landsberg“ am Jägerthor 1200 Stück sehr gute weiße, graue und carrirte Bett- und Pferdeteppiche verstelgert. M. Neustadt. Cüchtige Schueidergesellen 2810 auf große und auf kleine Arbeit gegen guten Lohn gesucht. 0 Butzbach im Oktober 1872. Louis Wießler. Derren⸗Garderobe⸗Geschäft. Steinerne Töpfe, 2577 Glas und Porzellan, Spiegel in großer Auswahl und billigst bei Friedberg. M. D. Loeb. Eine lohnende Agentur 2812 kann einem soliden thätigen Geschäfts⸗ mann, welcher in Friedberg domiciltrt ist, überwiesen werden. Gute Referenzen erforderlich. Offerten sub 6. I. 177 an die Annoncen⸗ Expedition von G. L. Daube& Cie. in Frankfurt a. M. erbeten. 900 Gulden 2820 liegen zum Ausleben breit. Näheres zu erfragen bet Joseph Butzbach. Eine Köchin 2819 und ein Kindermädchen gegen guten Lohn zum alsbaldtgen Eintritt gesucht. Näheres bei der Exp. d. Bl. Ein Goctaviges Klavier 2809 fstept bei Lehrer Biedenkapp in Nieder-Rosbach billig zu verkaufen. N Mühlsteine 1 263 Friedr. Holl in Worms. Große wollene und seidene Halstücher 2658 für Herren und Damen, änßerst billig bei K. Friedrich neben der Post. Kirchen buchsauszüget. Evangelische Gemeinde. Getaufte: Frtedrich Reuß ein Sohn Hermann Wübelm, geboren am 1. September. 29. Sept. Dem hiefigen meister Johannes Staubi ein Wilhelm, geboren am 20. Juli. Bürger und Schreiner⸗ Sobn Johann Heinrich — Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Wilhelm Ruppel, Schwe denhof. ruck und Verlag von Binder nagel& Schimpf. Productenbörse Darmstadt. 5 29. Sept. Dem hiesigen Bürger und Bäckermeister ei