1872. Donnerstag den 8. August. A 92. 5 1 „Oberhessischer Anzeig a enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Sründt treffend: Die Unterhaltung der Hecken an öffentlichen Fahr- und Fußwegen und der Garteneinfriedigungen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Buͤrgermeistereien des Kreises. Friedberg am 6. August 1872. —— 3 u die Unterhaltung der Hecken an öffentlichen Fahr- und Fußwegen und der Garteneinfriedigungen nicht nach Vorschrift stattfindet, 1 ragen wir Sie, das von uns unterm 29. Jun 1865 erlaͤssene, in Nr. 52 des Intelligenzdlattes von 1865 enthaltene Reglement 0. a dag wederholt öffentlich bekannt machen und Diejenigen, welche im Laufe dieses Monats demselben nicht nachkommen, zur Bestrafung Wild zan Der a p p. bernach bringen zu lassen. 9812 1 1 *. dung f nig FN Nach Artikel 2 des zwischen dem Deutschen Reich und Skssel u gankreich am 10. Mai 1871 abgeschlossenen Friedens ver⸗ * Fan 7 75 5 105 von Frankreich an Deutschland abge— e Han ae enen Gebieten berstammenden, in diesem Gebiete wohnhaften — kung eee 1 1 15 ane Nationalität zu be⸗ een beg ten beabsichtigen, bis zum 1. October 1872 vermöge einer vor⸗ 5 zingigen Erklärung an die zuständige Behörde die Befugniß zu, ihren Uohnsitz nach Frankreich zu verlegen und sich dort niederzulassen, in Trapp& Nin 157 Sale ihnen die Eigenschaft als Französische Bürger erhalten 9 Haben wird. Hund g Nach einer Mittheilung des Reichskanzler-Amtes ist in Betreff en e 70 ba echer aus Elsaß⸗Lothringen gebürtigen Personen, welche in anderen 3 2 Saaten des Deutschen Reiches, als in Elsaß Lothringen, sich auf⸗ 9 e alten, ein Abkommen dahin getroffen worden, daß von denselben die —— kengedachte Erklärung für die Französische Nationalität vor der * 0 8 a e Ne treffend: Die Ausführung des Friedensvertrags zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich vom 10. Mai 1871. 5 h un n g den Behörden abgegeben werden kann, welche von den Regierungen der einzelnen Deutschen Staaten als dazu ermächtigt werden bezeichnet und bekannt gemacht werden. Diese Erklärung hat sich darauf zu beschränken, daß der Er⸗ klärende unter genauer Angabe seiner Personalverhältnisse, insbesondere des Tages und Jahres, sowie des Ortes seiner Geburt und seines vollständigen Namens, protocollarisch ausspreche, daß er sich für die Französische Nationalität entscheide. Für das Großherzogthum Hessen sind die Kreis ämter er— mächtigt worden, die fraglichen Erklärungen entgegen zu nehmen. Es wird dieses hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Darmstadt den 24. Juli 1872. Großherzogliches Ministerium des Innern. In Verhinderung des Ministerial-Präsidenten: v. R o deen st e i n. Rautenbusch. erkauf beschaft der Französischen Republik in Berlin und außerdem vor 9 1 W enett Offerbat kehrtelt führ, 72 % bert Jenin, bestelte tin i, in deutschen Einschiffungsplätzen. ö 1 Die Aufmerksamkeit Eines Hohen Auswärtigen Amtes habe ich „ee seht im], 1 i 5 1 1— enen e ee deits früher die Ehre gehabt auf die vielfachen Benachtheiligungen 823877“ 22210 lenken, denen Answanderer durch Einwechslung von amerikanischem e eee gepiergelde, besonders in den Einschiffungshafen unterworfen sind. * 3% u E. uch bei einem vollständig legitimen Geschafte ist der Wechsler ge⸗ Roses 1. ngigt eine hohe Prämie zu nehmen um sich gegen die Fluctuationen 4 it de Courses zu decken; in vielen Fällen aber wird dem Aus wanderer 911 ö dich falsches Geld oder entwerthete Coupons in größerem Maße un- 90 Semtindt. e * E 1307 1 2 bunt. ee, Hag 3 1 * 746 U. reffend: Benachtbeiligung von Auswanderern durch Einwechslung von Amerikanischem Papiergeld f Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien, die Großh. Polizeiverwaltung Bad⸗Nauheim und den Großh. Polizeicommissär in Wickstadt. 0 Den abschriftlich nachstehenden, von dem Generaleonsul des deutschen Reichs zu New Pork an den Reichskanzler erstatteten Bericht halen wir Ihnen gemäß Verfügung Gr. Ministeriums des Innern vom 25. v. Mts. zu Nr. M. d. J. 8998 in Bezug auf unser Aus⸗ eiben vom 2. August 1870, Oberhessischer Anzeiger Nr. 93, unter dem Auftrage mit, hiernach Auswanderer zu belehren und zu warnen. 1 Trapp. Kaiserlich Deutsches General-Consulat. Friedberg am 3. August 1872. New ⸗Nork den 15. Juni 1872. Erachtens dagegen nur durch öffentliche Warnungen zu wirken sein dürfte, was, soviel ich weiß, in Bremen mehrfach schon geschehen ist. Was die in jenem Schriftstücke berührten Einrichtungen zum Geldwechsel in Castle Garden betrifft, so kann ich bezeugen, daß dieselben vorhanden sind, und, wie mich der deutsche Commissar Herr Wallach, dessen Verdienst wesentlich die getroffene Verbesserung ist, versichert, vollkommen zuverlässig operiten. Anstatt aber ihre Baar— schaft im Gelde mitzuführen würden die Auswanderer besser noch thun, wenn sie sich bei einer der Angenturen der hiesigen deutschen Gesellschaft in Deutschland(deren Liste anliegt und drüben öfter an⸗— gezeigt wird) Wechsel geben lassen, auf die Deutsche Gesellschaft, und solche Wechsel selbst hier auf dem ganz in der Nähe von Castle Garden und dem Kaiserlichen General⸗Consulate gegenüber belegenen Bureau derselben Broadway Nr. 13 eincassiren. Ich stelle Einem Hohen Auswärtigen Amte ganz gehorsamst 1 h mt jetzt falsches Geld, es sei denn von Europa zurückgebracht, ö 0 1 ee unig mehr vor. 8 f g anheim, geeignete Anordnungen zur Erreichung der wohlgemeinten 777 20, 60 Dieser Gegenstand ist neuerdings wieder durch eine Eingabe[ Absichten der Commissioners of Emigration, welche den im letzten n 1 ber hiesigen Commissioners of Emigration meiner Beachtung Jahresberichte der Deutschen Gesellschaft niedergelegten Empfehlungen „ 6 e fohlen worden, mit dem Ersuchen, dahin zu wirken, daß regie, durchaus eutsprechen hochgeneigtest zu veranlassen.: baer tut uungsseitig bei uns Etwas geschehe, um dem Uebel vorzubeugen. Ich gez. Johannes Rösing. „ ee e be auf die Zuschrift, welche ich in Abschrift Einem Hohen Zimmermann. 11 Awärtigen Amte mitzutheilen mich beehre, erwiedert, daß meines 10 clue Die Deutsche Gesellschaft der Stadt NewYork. en f K. Gegründet im Jahre 1784. 11 8110§. 1 der Statuten:„Die Deutsche Gesellschaft hat den Zweck, zu sche Einwanderer zu unterstützen und nothleidenden Deutschen und in Nachkommen Hülfe zu leisten“ u. s. w. a Haupt⸗Correspondenten. a Auesburg: Herr Max Obermayer, Amer. Consul. Berlin: Herren hedt& Co. Bremen: Herren Lüdering& Co. Carlsruhe: Herr Prard Koelle. Cassel: Herr Louis Pfeifer. Cöln a. Rh.: Der Schaaffhausen'sche Bankverein. Darmstadt: Die Bank für Handel Office: Nr. 13 Broadway.— Abdresse für Briese: P. O. Box 4330 NewYork. und Industrie. Dresden: Herren Robert Thode& Co. Frank⸗ furt a. M: Herr August Siebert. Gera: Die Geraer Bank. Ham⸗ burg: Herr Joh. Schröder. Hannover: Die Hannover'sche Bank. Heidelberg: Herren Gebrüder Zimmern. Leipzig: Die Filiale der Geraer Bank. Meiningen: Die Mitteldentsche Creditbank. Munchen: Herr Joseph von Hirsch. Osnabrück: Herr C. Breusing. Pforz⸗ heim: Herren August Ungerer& Co. Stuttgart: Die Königl. Württemb. Hofbank. Deutsches Reich. Darmstadt Das Großherzogliche Regie- rungsblatt Nr. 34 enthält: I. Bekanntmachung Großberzoglichen Ministeriums des Innern, die Ausführung des Friedensvertrags zwischen dem Deuischen Reich und Frankreich vom 10. Mai 1871 bete. II. Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Finanzen, die Befreiung des zu landwirthschaftlichen und gewerblichen Zwecken bessimmten Salzes von der Salzabgabe betr. III. Bekanntmachung Greßberzoglichen Kreisamts Alzey, den Ausschlag des Gehaltes des Großherzoglichen Rabbinen zu Alzey pro 1872 betreffend. Iv. Verzeichniß der Vorlesungen, welche auf der Großherzoglich Hessischen Ludewigs⸗Universität zu Gießen im Winterhalbjahr 1872/73 gehalten und am 24. Nov. ihren Anfang nehmen werden. V. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. Seine Königliche Hobeit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 21. Mai dem Präsidenten der Handeldkammer zu Darmstadt, Franz Weber, die Er⸗ laubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von S. M. dem Deutschen Kaiser und König von Preußen verliehenen Kronen⸗Ordens 3. Kl. am Erinnerungsbande, am 4. Juli dem Dr. Wilbelm Hermann Carl Freiherrn von Erlanger zu Nieder-Ingelheim, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von S. M. dem Könige von Portugal verliehenen Comthurkreuzes des Christus Ordens, am 7. Juli dem Friedrich Schön zu Worms, die Eclaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von S. M. dem Könige von Württemberg ver⸗ liehenen Olga Ordens, dem Oberkriegsrath i. P. Niepoth, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von S. M. dem Deuischen Kaiser und König von Preußen verliehenen Ritterkreuzes 3. Kl. des Kronen-Ordens, dem Oberstabsarzt i. P. Weyand, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von S. M. dem Könige von Würtlemberg verliebenen Olgaordens und am 19. Juli 1872 dem Großb. Medicinalrath Dr. v. Hesse und dem Hof⸗ zahnarzt Julius Budde die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihnen von S. M. dem Könige von Sachsen verliehenen Erinnerungskreuzes für die Jahre 1870—71 zu eribeilen. VI. Am 18. Juli wurde dem Ludwig Carl Krieg⸗ baum aus Darmstadt das Patent als Geometer der ersten Klasse für den Kreis Darmstadt ertbeilt. VII. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog baben allergnädigst geruht: am 13. Juni die Steuerpfaudmeister bei der nunmehr aufgelbsten Ober— einnehmtrei Bensheim, Carl Wilhelm Beisenherz und Wilhelm Keller, in gleicher Diensteigenschaft in die Ober— einnehmerei Darmstadt und resp. Groß Umstadt, den Steuerpfandmeister bei der nunmehr aufgelösten Oberein⸗ nebmerei Nidda, Heinrich Becker, in gleicher Diensteigen⸗ schaft in die Obereinnehmerei Romrod und am 2. Juli den Steuerpfandmeister bei der nunmehr aufgelösten Obereinnehmerei Nidda, Caspar Scharmann in gleicher Diensteigenschaft in die Obereinnehmerei Gi ßen zu ver⸗ setzen; dem Gefan enwärter an dem Hafiloknle zu Wörr⸗ stadt, Carl Tempel, die Stelle eines Aufsehers in dem Arresthause Alzeyß, am 7. dem Schulamisaspiranten Wilhelm Schmidt aus Friedberg die evang. Schulstelle zu Wettsaasen, im Kreise Güünberg, zu übertragen und den Felowebel Heinrich Vonhof im 1. Großh. Juf.⸗ (Leibgarde⸗Reg.) zum Schloßverwalter der Schloßver⸗ waltung Braunshardt, den Staatsprocurator an dem Bezirksgerichte Mainz, Geh. Justizraih Dr. Julius Her⸗ mann Schalck zum General- Staatsprocurator an dem Obergerichte der Provinz Rhe inhessen und den Bezirks⸗ gerichtsrath und Untersuchungsrichter bei dem Bezirksge⸗ richte Mainz, Ludwig Schön, zum Staatsprocurator an dem Bezirksgerichte Mainz zu ernennen. Am 19. Juli der Schulamtsaspirantin Christina Thomas aus Mainz die Stelle einer Lehrerin an der kath. Stadischule zu Mainz, am 21. Juli dem Schullehrer zu Grein, im Kr. Heppenheim, Heinr. Klingel, die evang. Schulstelle zu Hopfgarten, im Kr. Alsfeld und dem Schulamtsaspiranten Carl Hof aus Burg⸗Gemünden, im Kr. Alsfeld, die vierte evang. Schulstelle zu Nidda, im Kr. Nidda, zu übertragen; am 23. Juli die Bauaufseher-Aspiranten Joh. Heinrich Hofmann aus Freien⸗Scen, Johannes Müllec aus Alzey Joh. Adam Walther aus Hüttenthal, Georg Michael Willenbücher aus Erbach und Friedrich Maus aus Gerns⸗ heim zu Bauaufsehern zu ernennen. VIII. Costaktecerthellung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruhr: am 30. Juni der Weinhandlung J. B. Feigel in Bensheim den Charat⸗ ter als Hoflieferantin zu ertheilen. IX. Concurtenzeröffnungen. Erledigt sind: die zweite kath. Schulstelle zu Dieburg im Ke Dieburg, mit einem jährlichen Gehalt von 550 fl. 35 ½ kr.; die zweite evang. Schulstelle zu Leihgestern, im Kr. Gußen, mit einem jährlichen Gehalt von 300 fl; die evang. Pfarrstelle zu Nieder⸗Moos, im Dekanate Luterbach, mit einem Gehalte von 1333 fl. 33 kt.; den sämmilichen Riedesel Freiherrn zu Eisenbach steht das Präsentalionsre 91 zu dieser Steile zu. Friedberg. Von zuverlässiger Seite wird uns die Mittheilung gemacht, daß der hessischen Ludewigsbahn⸗Gesellschaft von den betheiligten Regierungen die Concession zu Vorarbeiten für die Bahn von Friedberg nach Hanau er— theilt worden ist. * Friedberg. In der am 7. d. dahier abge— haltenen Decanatssynode des Decanats Friedberg wurde die Wahl von drei Geistlichen vorgenommen, von welchen der Großherzog den Decan ernennen wird. Diese Wahl fiel auf die Herren: Decan Buchhold von Ossenheim, Prof. Dr. Köhler von Friedberg und Pfarrer Decker von Hochweisel. Gießen. Nach der im Regierungsblatte er- schienenen Bekanntmachung wegen der Vorlesungen, welche auf der Landesuniversität Gießen im Winter⸗ balbjahre 1872/73 gehalten werden, nehmen die⸗ selben am 24. Nov. ihren Anfang. Die Imma⸗ trikulation beginnt am 28. October. Mainz. Der„Wes.⸗Ztg.“ schreibt man: Die neuliche Anwesenheit des Generals v. Kamecke hierselbst hat, sicherem Vernehmen nach, die An- gelegenheit der Festungserweiterung zum Austrage gebracht. Zunächst vier neue, weit hinaus vor⸗ geschobene Forts sind es, deren Errichtung jetzt feststeht: eines auf dem„Hechtsheimer Berge“, rheinaufwärts, eines auf dem„Leniaberge“, rhein⸗ abwärts, einem beliebten Ausflugspunkte, eines auf der Höhe zwischen Mosbach(bei Biebrich) und Wiesbaden und eines bei Hochheim, alle 1 bis 1½ Stunden von der Stadt entfernt. Dazu kommt dann noch das zur Sicherung der neu- projectirten festen Rheinbrücke innerhalb Mainz zu erbauende Werk. Mit diesen Werken wird dann allerdings der Abschluß noch nicht erreicht sein und namentlich zwischen den beiden erstgenannten Forts wird mindestens noch ein drittes erforderlich sein, um die Verbindung herzustellen. Berlin. Der Kaiser hat durch eine Cabinets⸗ ordre neuesten Datums nachfolgende Ersparniß⸗ maßregeln im Militäretat für das Jahr 1872/73 genehmigt. Die Anrechnung der Einjährig⸗Frei⸗ willigen auf die Etatestärke bis zu 5 Mann per Compagnie bei der Infanterie, der Jäger, der Festungs-Artillerie, der Pioniere, dem Eisenbahn- Bataillon und dem Train, sowie bis zu 3 Mann bei jeder Fuß- und reitenden Batterie wird wieder eingeführt; im Gleichen die Vacanz von 10 Rekruten per Train- Bataillon. Beide Maßregeln sollen auch noch für den nächstjährigen Einstellungstermin, den 1. October 1873, Platz greifen. Ferner sollen aufrecht erhalten bleiben: das schon früher be⸗ stimmte Manquement von 64 Mann bei jedem Jäger-Bataillon der Linie neben der bestehenden Vacanz von 44 Mann, um welche Zahl der Etat pro 1872 gegen den pro 1871 erhöht worden ist, so daß die gedachten Jäger-Bataillone die bis⸗ herige Kopfstärke von 466 Mann behalten. Ebenso bleiben aufrecht erhalten das Wintermanquement von 3 Mann per Escadron, von 2 Mann per reitende Batterie und von 3 Mann per Festungs⸗ Artillerie ⸗Compagnie. 915 Kriegsmigisterium be⸗ merkt hierbei, daß wegen Aufhebung vorbezeichneter Ersparnißmaßregeln seiner Zeit besondere Ver- fügung ergehen wird. — Nach einer Meldung der„Karlsr. Ztg.“ wird die Regierung des Deutschen Reichs ihre Repräsentanten im Ausland anweisen, bei sich dar⸗ bietender Gelegenheit den betreffenden Cabinetten gegenüber den eminent und ausschließlich fried⸗ lichen Charakter der Drei Kaiser⸗ Begegnung zu betonen. Ob Oesterreich und Rußland ihre Ver⸗ treter mit analogen Weisungen versehen, ist dem Gewährsmann des genannten Blattes nicht bekannt. In Würzburg geht, wie die„N. Würzb. Ztg.“ mittheilt, das Gerücht, daß der Prior des Reuererklosters mit verschiedenen Tausend Gulden das Weite gesucht habe. Karlsruhe. Dem„Schw. M.“ zufolge wird die Regierung den Ständen im kommenden Jahre einen Gesetzentwurf wegen Einführung eines obligatorischen Fortbildungs⸗ Unterrichts vorlegen. Straßburg. Am Jahrestage der Schlacht bei Wörth fand in Anwesenheit des Herrn Ober- präsidenten v. Möller und des Herrn Präfekten des Niederrheins, v. Ernsthausen, die feierliche Grundsteinlegung der protestantischen Friedenskirche zu Fröschweiler und die Einsegnung mehrerer neuen Denkmale statt. Ausland. Oesterreich. Ueber einen Mortara⸗Fall in Troppau berichtet die„N. Fr. Presse“ unterm 2. August: Die israelitischen Handelsleute Moses besitzen einen 13½ jährigen Sohn Heinrich, welcher in einem Weiß waarengeschäft prakticirte. Kürz kam der Knabe nicht in das Geschäft, und d auch nicht in das Elternhaus zurückkehrte, wur le Recherchen nach ihm angestellt. Da ergab ic nun, daß der Jüngling auf Veranlassung elle Priesters in eine katholische Familie gegeben wur um dort bis zu seiner Taufe ein Aspl zu finden, Die Mutter des Knaben hat sich in einem scht energischen Briefe an den erwähnten Katechelen um Herausgabe ihres Sohnes gewendet und e denkt die nöthigen Schritte bei Gericht zu thin, wenn der Knabe nicht sofort zurückkehrt. Millu weile soll derselbe indeß seinen Eltern zurüchse, geben worden sein. — Das Urtheil im Prozeß des Paters Gabrel gegen die„Linzer Tagespost“ lautet dahin, uuß der angeklagte Redacteur wegen Vergehens gegn die Sicherheit der Ehre nichtschuldig, dagegn schuldig der Uebertretung der pflichtgemäßen Oh. sorge sei und es wird derselbe zu einer Geldstrafe im Betrage von 20 Gulden zum Besten des Liner Armenfonds und zum Ersatz der Kosten des Sttaf⸗ verfahrens verurtheilt. Eine Freisprechung dis Paters Gabriel von den ihm zur Last gelegun unsittlichen Zumuthungen wird man in diesen Ausspruch des Gesetzes nicht zu erkennen vermögan, Anna Dunzinger siedelte nach Wien über, da man Attentate auf ihr Leben in Linz befürchtete. Wien. Es erhält sich das Gerücht, diß zwischen dem Kaiser von Oesterreich und den deutschen Kronprinzen die Lage der früheren hau⸗ nover'schen Königsfamilie Gegenstand des Gl spräches war. Von welcher Seite dieselbe angereg worden, darüber fehlen vorläufig alle Anhaltspunk k. Frankreich. Paris. Das„Journal off. ziel“ veröffentlicht folgende Kundmachung an de Uaterzeichner der National- Anleihe:„Die be deutende und minutiöse Arbeit, welche die Repn⸗ tition erheischt, wird es erst in einigen Tagen möglich machen, die mathematisch und streng ge naue Ziffer der auf jede Zeichnung anzuwendenden verhältnißmäßigen Reduction zu veröffentlichen. G kann indeß schon jetzt mit Bestimmtheit erklal werden, daß der proportionelle Theil nicht ung 7½ pCt. und nicht über 8 pCt. betragen wird.“ — Der„Bien public“ bespricht die Die Kaiser⸗Zusammenkunft und sagt: dieselbe trag wesentlich einen friedlichen Charakter und liefen einen neuen Beweis für das allgemeine Frieden bedürfniß; Frankreich brauche sich in keiner Weis zu beunruhigen, da bei den drei Regierungen gegenwärtig für uns die besten Gesin nungen herrschen. Wir wollen Niemanden beunruhigen und Niemand denkt daran, uns zu beunruhigen. Mehr als alle anderen Mächte hat Frankreich a Friedensbedürfniß, und wir müssen mit Befriedi⸗ gung jeden diplomatischen Schritt oder Act he grüßen, welcher dazu dienen kann, den Frieden zu befestigen. — Wie berichtet wird, bat das Ariillenil, Comite sich für Abschaffung der Mitrailleusen ausgesprochen. — Die republikanische Linke veröffentlicht en Manifest beim Abschied der Kammer. Das Dorul⸗ ment zeichnet sich durch Mäßigung und dur politischen Sinn aus. Die Unterslützung der Rh. gierung wird an mehreren Stellen besonders warn betont und dem„großen Bürger“ Thiers die hun sondere Ehre zugeschrieben, die französische Reyn; blik definitiv begründet zu haben. Die her vol ragenden Mitglieder der äußersten Linken haben das Manifest nicht mitunterzeichnet. Versailles. Thiers ist mit seiner Famil, zwei Ordonnanz ⸗Offizieren und zwei Secretärns nach Trouoille abgereist. Italien. Rom. Zwischen der französischin Gesandtschaft beim Vatican und der Curie wind seit einiger Zeit eine gewisse Spannung bemerfl. Thiers soll nämlich in den Besitz von Schrifs⸗ stücken gelangt sein, die darthun, daß man in Vatican mit der legitimistischen Partei Frankreias⸗ offen zu Gunsten des Grafen Chambord gegen die Republik Thiers conspirire; Thiers fühlte sich, nach diesen Angaben, besonders durch die Corr spondenz eines dem Papste sehr nahe stehenden Cardinals tief verletzt, eine Correspondenz, da 0000 ha Gim 1072 fh f U ! feht 0 10 nie daft dh en fie igen Gale Jui 1 Ihen ö 0 a7 git fache ahei denn i di 2 melde chi oder län dan Ay. 5 ch in nicht weniger als sympatischer Weise über biers äußerte und dessen bekannte Eitelkeit tief 4 „dee erletzt haben soll. Man bringt hiermit auch die . g dar 0* thnelle Abreise des französischen Gesandten Bour⸗ * 1 f boing in Verbindung. 1* N— An den Municipalwahlen nahmen alle ö i Harteien regen Antheil. In 24 Wahlbureaux e b chen 8 wurde liberal, in einem klerikal gewählt. Es n d datt 9 zerrschte allenthalben die größte Ordnung. 0 n A— die Bevölkerung des Königsreichs Italien * race.% a läuft sich nach der Zählung vom 31. Dez. 1871, * Clien in eren Resultat im italienischen Jahrbuche dieser Lage veröffentlicht worden ist, auf 26,789,008 Ein- Lohner. Sie hat sich also seit dem Jahre 1861, „ n welchem die letzte Zählung stattgesunden hat, a 1 m 1,746,817 Köpfe vermehrt. daten der liberalen Liste gewählt. Die höchste Stimmenzahl für die liberalen Candidaten betrug 672, für die klerikalen 1599, für die demokra⸗ sschen 700. Es herrschte während der Wahlen e vollkommenste Ordnung. Bei den Wahlen in er Provinz siegten ebenfalls die Liberalen mit roßer Majorität. — In Placentia haben die Jesuiten dem Benf. Journ.“ zufolge cine Art Mädchensodalität „gründet, deren Mitglieder sich eidlich verpflichten züssen, niemals einen andern als einen erwiesener— vaßen religibsen Mann zu heirathen; dagegen Frpflichten sich die Jesuiten, einen Gatten zu lesern, der diese wünschenswerthe Eigenschaft besitztt. — Die„Gazz uff.“ gibt eine Uebersicht der bsherigen Verkäufe geistlicher Güter, die in das kügenthum des Staates übergegangen sind. Die besammtsumme vom 26. Oct. 1867 bis Ende zuni 1872 beträgt 361,440,004 Lire. Holland. Aus dem Haag. Nach der „Bermania“ ist auch die holländische Regierung ncht sonderlich erbaut von der Aussicht, daß die eus Deutschland abziehenden Jesuiten die Jesuiten⸗ 1* Bei den hiesigen Municipalwahlen haben de 300 Wähler abgestimmt. Es wurden alle Can⸗ * n Bein ub f dn Kein u EG Dee 5 ant eee e ur 98 eee * e dat na a 2 1 triterg eie Laubach. Ein beklagenswerthes Ereigniß ist von bier zu melden. Zwei Bürger aus Grünberg, ein Wirth und ein Metzger, waren am Montag der vorigen Woche in Geschäften dahier anwesend. Ihr Heimweg führte an dem unweit der Stidt im Walde gelegenen Thiergarten- teich vorüber, in welchem eine Gesellschaft Laubacher zu baden im Begriffe war. Bei der fast unerträglichen Hitze überkam auch die beiden Grünberger die Lust zum Baden. Gedacht, gethan. Aber kaum war der Wirth in das Wasser gestiegen, so bekam er Krämpfe und sank unter. Sofort suchten die Mitbadenden ihn zu retten. Aber vergebens. Erst des anderen Morgens wurde der beklagens⸗ werihe Mann aufgefunden. Er hinterläßt eine Witiwe mit 3 unmündigen Kindern, denen in aller Kürze sich ein viertes zugeseklen soll. Büdingen. Unser sonst so stilles Städtchen wird in den letzten Jahren allsommerlich immer mehr von Fremden aufgesucht. So weilt auch j tzt eine ganz stauliche Zahl Solcher hier, die sich von den Müyen des Amtes oder der ungesunden Luft großer Siädte erbolen und in frischer Bergnalur neue Kräfte sammeln wollen. In richtiger Würdigung des der Siadt daraus enisprin gen⸗ den Vortheils hat der Stadtvorstand an vielen Stollen des Waldes geeignete Ruheplätze geschaffen, die Wege sind verbessert oder ganz neu hergerichtet worden. Ein zier— licher auf der Westseite des Pfaffen waldes aufgebauter Tempel dient nicht allein zum Schmucke der nächsten Umgebung, sondern vermittelt auch eine reizende Aussicht auf die ganze Umgegend. 0 Darmstadt. Die dreitägigen Verhandlungen der sechsten deuuchen Turnlehrer Versammlung boten des Be— lehrenden und Ankegenden so viel, wie keine der früheren. Vorzüglich im Gebiete des Mäochenturnens wurden so allseitige Aufklärungen und Mittheilungen gegeben, daß für Jeden, er mag noch so rounnirter Lehrer sein, etwas Neues zu finden war. Den Ort der nächsten Versamm- lung zu bestunmen, wurde dem neuen Ausschuß überlassen, wahrscheinlich wird Salzburg gewählt werden. Ein Aus⸗ flug auf die Burgruine Au rbach schloß sich als ange⸗ nehme Erholung an die dreitägigen Debatten. Nürnberg. In der Meßthaler'schen Eisengieße rei wurde durch das Bersten des Dampfkessels eine furchtbare Explosion herdeigeführt, welche die nächsiliegenden Ge— bäulichkeuen der Fabrik vollnändig zerstörte, die Dächer der übrigen und die benachbarten Wege und Gärien mit Balken, Sparten, Steinen und Eisentheilen übersäte und unter dem anwesenden Personal schwere Verletzungen an— richtete. An dem den Kessel umschließenden Mauerwerk, das den Tag zuvor— wie versichert wird— bereits nachgegeben hatte, war der Geselle eines hiesigen Maurer⸗ meisters gerade mit Ausbessern beschäftigt und wurde von dem in zwei Theile zerspringenden Kessel so gewaltsam aniederlassungen von Mastricht und Siltard auf⸗ ichen möchten. Sie hat wenigstens Weisungen i die Bevölkerungsliste eintragen lassen. Rußland. Die russische„Petereb. Zig.“ ueldet aus glaubwürdiger Quelle, es werde beab; gte en sthtigt, den Bestand der Armee um 10 Divisionen 1 ag: fürken. Dem entsprechend würde mit der Zeit aich die Artillerie verstärkt werden müssen. „Friedberg, 7. Aug. Auf dem heutigen Wochen⸗ urkte balte die Butter den ernormen Preis von 42 kr. Pfund, was um so befremdender erscheinen muß, da bir Preis derselben in Gießen, nach glaubwürdiger Ver⸗ cherung, nicht höher als 30—34 kr. beträgt. ekheilt, daß sofort davon Meldung gemacht werde, tenn sich dort Jesuiten aus den Rheingegenden ger 40 Regimenter und 120 000 Mann zu ver⸗ erfaßt, daß ihm nicht nur der Kopf sofort vollständig ab⸗ gerissen, sondern auch der Rumpf in die Höhe und über das Dach des benachbarten Gebäudes hinweg geschleudert wurde, jenseits dessen er niederfiel. Außerdem wurden zahlreiche Arbeiter durch herabfallende Gegenstände und den si denden Dampf mehr oder minder erheblich verletzt und zum Theil alsbald ins städtische Krankenhaus geschafft. Berlin. Ein abscheuliches Verbrechen ist in einem Coupé des Bahnzuges auf der Strecke von Dirschau nach Elbing verübt worden. Es wurde nämlich auf dieser Strecke die Leiche eines jungen Mädchens am Schienen- strange gefunden, welche zweifellose Spuren einer scheuß— lichen Brutalität trägt. Das unglückliche Mädchen ist wabrscheinlich aus dem Coupé geworfen worden. Die Thäter sind leider noch nicht ermittelt worden. Manchester. In der Nähe des 4 Meilen entfernt liegenden Fleckens Clifton hat ein heftiger Zusammenstoß zweier Eisenbahnzüge stattgefunden, wobei eine große An⸗ zahl von Passagieren verletzt worden sind und 8 Personen getödtet sein sollen. Verloosungen. Wien, 1. Aug. Bei der heute stattgesundenen Serien⸗ ziehung der 1860er Loose wurden nachfolgende Serien ge⸗ zogen: 42 329 588 1002 1140 1230 1418 1433 2080 2350 2640 3230 3508 3969 4257 4459 4463 4596 4915 5022 5043 5553 5754 5878 6315 6430 6470 6520 6678 6735 7377 7421 7437 7450 8049 8247 8422 8733 8812 8930 10108 10111 10154 10318 10624 10662 10971 11187 11265 11925 12524 12544 13298 13528 13879 14162 14181 14464 14592 14803 15495 15788 15842 16367 16745 16955 17646 17753 18170 18830 18942 19175 19681 19787 19988. Braunschweig, 1. Aug. Bei der heute dahier statigehabtien 15. Serienziehung der Braunschweiger 20 Thlr. Loose sind die nachfolgenden 45 Serien ge⸗ zogen worden: 222 370 850 893 1166 1407 1747 1792 1977 2294 2655 2775 2782 3039 3470 3493 3813 4098 4183 4193 4234 4266 4798 5136 5203 5624 5751 6078 6090 6150 6746 6874 7039 7258 7341 7496 7898 8142 8195 8488 8514 9066 9084 9714 9731. Meininger 7 fl.⸗Loose. Ziebung am 1. August. Hauptpreise: Serie 7773 Nr. 32 45,000 fl., S. 6570 Nr. 10 3000 fl., S. 1133 Nr. 50, S. 6636 Nr. 25, S. 8519 Nr. 7 je 500 fl. Augsburger fl. 7.⸗Loose. Ziehung am 1. August. Gezogene Serien: 905. 412. 387. 1166. 1687. 1551. 15. 2. 394. 1269. 595. Lütticher Loose von 1868. Ziehung am 1. Aug. Haupepreise: Nr. 85,003 10,000 Fr., Nr. 5168 45310 und 118,503 je 1000 Fr., Nr. 15,384. 20,896. 23,350 und 79.028 je 500 Fr. Liller Loose von 1863. Ziehung am 1. August. Haupipreise: Nr. 57,008 25,000 Fr., Nr. 16,284 und 70,225 je 1000 Fr. D. Frankfurt a. M., 6. August. Die Geschäfts⸗ lust ist wieder erwacht, die Börsenräume füllen sich wieder. Geld ist üverall flüssig und auch das Privatpublikum sendet wieder Aufträge, und so ist anzunehmen, daß wir die todte Jahreszeit für die Börse hinter uns haben. Der beulige Geschäftsumfang gab dem gestrigen nicht viel nach. Speculauionswerthe setzten über der gestrigen Abend⸗Notirung ein, mußten aber in Folge starker sich bemerklich machen⸗ der Realisationsbestrebungen im Verlauf des Geschäfts nachgeben, und zwar ging Staatsbahn von 356½ auf 355⅝% und auf 354 zurück, Lombarden von 221½ auf 221 und Creoitactien von 360 auf 359½. Aeußerst leb⸗ haft verkehrten dagegen öferreich. Nationalbankactien, welche bei schwachem Vortath sehr gesucht waren und bis 910 bezahlt wurden. Ueberhaupt standen Banken wieder im Vordergrund, und wenn auch heute keine weiteren wesentlichen Coursavancen zu verzeichnen sind, so bewahr⸗ ten die Preise doch große Festigkeit. Darmstädter, deutsche Vereinsbank, Effectenbank waren wieder am beliebielen und ihnen schlossen sich Brüsseler und Basler an. Von Bahnen waren die alibewährten Sorten, wie Elisabeth, Nordwest, Galizier und Böhmen recht sest und fanden zu Coursen gern Käufer. Oberhessen und Bexbacher auch hess. Ludwigsbahn beltebt. Prioritäten wurden weniger lebhast gehandelt. Dagegen war wieder großes Geschäft in österreich. Renten, die abermals etwas höher gingen, so daß Papierrente sogar den 61r streifte. Auf die heute eröffnete Subseription der 9% Türken laufen zahlreiche Meldungen ein, namentlich in kleineren Posten. An der Börse war jedoch kein Umsatz in diesem neuen Effect. 187 ir Russen gern gekauft, 18621 dagegen offerirt. Französ. Anleihe gleichfalls matter, 88 ¼. Von Loosen waren 1884 r beliebt, ebenso Meininger und Ungarn. Auch Madrider wurden gekauft. Spanier im Umsatz. Amerikaner 8ör und S2r gefragt. 2 Bekanntmachung. 727 Philipp Pfeifer V. Eheleute von Wohnbach pollen ihr Vermögen an ihre Kinder abtreten. Es ergeht 1 Otlefenigen, welche Forderungen an dieselben zu bilden auben, die Aufforderung, solche den 15. Augufl d. J., Lormittags 9 Uhr, an unterzeichneter Gerichtsstelle an⸗ srnelden und zu begründen, als sonst die Vertheilung s Vermögens bestättat werden würde. Hungen den 17. Juli 1872. 5 Großherzogliches Landgericht Hungen. Cellartus. Pilger. Mobiliar ⸗Versteigerung. 240 Freitag den 9. l. M., Mittags 12 Uhr, werden 1 ee 470 1 us der Concursmasse des Heinrich S(mon II. zu 1 e zn Link hieder⸗Rosbach folgende Mobtliargegenstände versteigert: 7070 I Wagea mit Zugehör, Pflug, Egge, Ketten, Frucht⸗ 1 75* N 1 müble, Dickwurzmühle, Strohbank, Steigleltern, 117% Se, Wagnerbandwerkezeug, Hacke, Ruft. Schleifftein, * Mist, Strob, Beenn⸗ und Werkbolz Tisch, Stühle, Klelderschrank, Wanduhr, Mannsklesder, emden der K 1 und sonstiges Weißzeug, irdenes, fleinernes und 1 80 n Ce, gußelsernes Küchengeschirr u.. w. „ n t be Nleder⸗Rosbach am 6. August 1872. „ eren e Groß herzogliches e Nleder⸗Rosbach. W g. 1 01 9* 1 9¹¹ 771 5 e Körbe, Olumentische, Sessel und W eee Kinderwagen . zm 1 234 werden slete rasch nach Maaß angefertigt. i 0%% J. Kriegshammer, Korbmacher. Wohnung bei Deren Hofpachdecker Betz. Bekanntmachung. 2029 Johann Jacob Geibel II. und Konrad Daub III., als Bevollmächtigte des Konrad Müller II. und seiner großjährigen Kinder, Ludwig, Chrtstian, Philipp. Anna Elisabetha und Anna Margaretha Müller, sowte Jacob Nieolat als Vormund der minderjährigen Juliane Müller, sämmtlich von Nieder- Weisel, beab⸗ sichtigen die im Grundbuch der Gemarkung Nieder⸗ Welsel den Konrad Müller II. Eheleuten zuge⸗ schriebenen Viegenschaften: Fl. I. Nr. 511. 1598. Fl. II. Nr. 1308. Fl. V. Nr. 925. Fl. VII. Nr. 26. 558. Fl. IX. Nr. 803. Fl. X. Nr. 937. 1398. Fl. XI. Nr. 43. 237. 617. Fl. XII. Nr. 303. Fl. XV. Nr. 704. 705. zu verkaufen, vermögen aber das Elgenthum urkundlich nicht nachzuweisen. Es werden dehhalb Alle, welche Eigenthums⸗ oder sonstige Ansprüche an diese Immobllten bilden zu können glauben, aufgefordert, solche binnen vier Wochen bei dem unterzeichneten Gericht geltend zu machen, als sonst die Kaufbrtefe bestätigt und Eintrag in das Mutatlons⸗Verzeichniß verfügt werden wird. Butzbach den 21. Jult 1872. Wenn Landgericht Butzbach. Königer, Landgerichts Assessor. Ein Zimmer 2111 für eine einzelne Person bat zu vermsethen tartin Mondigler II. FFF Eine lohnende Agentur 2146 kann einem soliden, thätigen Geschäfts⸗ manne, welcher in Friedberg domteilirt ift üder⸗ wiesen werden. Gute Referenzen erforderlich. Offerten sud D. K. 89 an die Annoncen Erpedition von G. L. Daube& Cie. in Frankfurt a. M. erbeten. 14486] Oeffentliche Aufforderung. Betreffend: Den Nachlaß des Gottfried Mörler von Ockstadt. 2090 Forderungen und Ansprüche aller Art an den rubricirten Nachlaß find binnen 14 Tagen bei Meidung der Nichtt erücksichtigung dahter anzumelden. Friedberg den 24. Jult 1872. Groß herzogliches Landgericht Friedberg. In Beurl. Großb. Landrichters: Zimmermann, Landgerichts Assessor. Faselochs⸗Versteigerung. 2142 Mittwoch den 14. August, Vormittags 10 Ubr, soll auf dem Büreagu des Unteczeichneten ein der hiesigen Gemeinde zustehender zu schwer gewordener Faselochs oͤffentlich metstdietend versteigert werden. Berstadt den 4. August 1872. Großherzogliche n Berstadt. 1 * 5 * Jaosologischer Garten 2139 12 Kreuzer per Nachmittags 4 Uhr Concert vom Mufik, Corps des Hess Inf ⸗Reg. Nr. 81. Der Vorstand der Zoologischen Gesellschaft. in Frankfurt a. M. Sonntag den 11. August, von Morgens 6 Uhr bis Abends ist der Eintrittspreis auf Person ermäßigt. Nachschießen in Friedrichsdorf 2144 Sonntag den 11. August d. J., wobei gut besetzte Tanzmusik anzutreffen ist. Alle Freunde dieses Vergnügens ladet hierzu höflichst ein Clemens August Foucar. A un z 2069 Vom 1. August an wohne ich Liebfrauenberg 35(Gebrüder Hoff). Eingang in der Bleidenstraße. Sprechstunde: 3 bis 5 Nachmitt.; unentgeltliche Rathsertheilungen von 8 bis 9 früh. Dr. S. Rehn, Spez.⸗Arzt für Kinderkrankheiten. ei ge. Frankfurt a. M. 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Mut uch von Müller. 5 6 Es ladet ergebenst ein 5 2151 Direktor Grünwald. Uegenschirmt 67 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigt N Preisen bet K. Friedrich, neben der Poff. An- und Verkauf 1744 von Staats- Papieren, Anlehens⸗ lossen, Coupons ꝛc. ꝛc. unter Zusicherung reeller Bedienung. 5 Friedberg. J. A. Nauheim. Geld Cours. 1 N Frankfurt am 6. August 1872. 0 Preußische Friedrichsd'or. fl. 9 5859 0 Pillen 9 41-43 Holländische fl. 10⸗ Stücke„ 9 53—55 Ducaten. VVV 34—36 1 Ducaten al mate, 35—37 20⸗Frankenstücke 9 21 3 Englische Sovereigns. 4 11 5052 Russische Imperialeeees„ 9 43—45 Dollars in Gold 1 24½—25 0 Istatlitischer Gottesdienst in Friedben, nn ö Freitag Abends 7 Uhr. 1 Samstag Morgens 8 Uhr. 1 Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. zösischen. Näheres bei der Exped. d. Bl. per 100 Gebund 26 fl. 9 Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 1. e 88