1 1 A 0 iu verkaufen — ung im, aubein. tung era impff. 0 &, ein- bis bei der Ex. 1 liste“ n der Kur- ul Tauschunt Geschälts. Art besten 18 baldige“ — 1872. Dienstag den 7. Mai. M 53. berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samflag. Für die Monate Mai und Juni kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kt. abonnirt werden. eka un Die Mitglieder des landwirtbschaftlichen Bezirksvereins Friedberg, Section Butzbach, und sonstige Freunde der Landwirthschaft werden zuf Samstag den 11. Mai, Nachmittags 4 Uhr, zu einer Besprechung ach Nieder- Weisel(Gasthaus zum Hirsch) ergebenst eingeladen. Gegenstände der Verhandlung werden sein: 1) Die Zusammenlegung der Grundstücke mit Weganlagen und Ge— wann Regulirungen; deren große Bedeutung für jede gründliche Be wirthschaftung und Darlegung der Erfolge, welche gerade in der hiesigen Gegend damit erzielt werden können. Herr Rentamtmann Mengel wird dieses wichtige Thema wieder— telt einleiten. 2) Die Verbesserung der Wiesen, namentlich in Bezug auf Be- und Entwässerung. Herr Bürgermeister Fenchel von Griedel wird sich im Allge⸗ veinen darüber aussprechen und für naheliegende Wiesengründe be— Amtlicher Theil. t m ann g. Herr Bürgermeister Krämer wird diese Frage zu beantworten suchen. 4) Wird Herr Lehrer Aubel einen weiteren Vortrag über die Frage: Welche Mittel sind zur Hebung der Obstbaumzucht anzuwenden? halten. Butzbach den 1. Mai 1872. Hech ler. Vorstehendem fuͤge ich bei, daß bei dieser Gelegenheit der Docent der Landwirthschaft, Herr Dr. Buchheim von Gießen, einen Vor⸗ trag über einen noch näher zu bestimmenden Gegenstand halten wird und vor Beginn der Versammlung um ½ 4 Uhr Versuche mit einem Juͤlich'schen Dampfofen zur Vertilgung der Feldmäuse gemacht werden sollen. Friedberg den 2. Mai 1872. ndere Vorschläge machen. 3) Wann ist im Allgemeinen die geeignete Zeit zur Heuerndte? beraubt. Wer den Thäter bei Gericht angibt, so daß er überfuͤhrt werden lein, erhält eine Belohnung von g 25 fl. und dabei wird ihm die Geheimhaltung seines Signalement der Thäter. ) Der Eine ca. 5 Fuß 6 Zoll groß. Gesichtsfarbe frisch— Haare mit ganz kleinem 2 Namens zugesichert. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg. N Ha 4 8. Def fentliche Aufforderung. Am 25. April d. J. gegen Abend wurde in der Gemarkung Atenstadt im Walde zwischen diesem Orte und Hainchen, Distrikt Eichwald, der Schmiedmeister Johs. Claus von Windecken von zwei ihm unbekannten Manns personen angefallen und seiner Baarschaft und Vollbart hellblond, bekleidet mit schwarzen Hosen, grünem abgewaschenem Kittel mit Taschen und einer dunkelfarbenen Kappe Schilde— Statur untersetzt. Der Andere etwas kleiner, jedoch ebenfalls untersetzter Statur Haare und Vollbart(wahrscheinlich falsch) schwarz— Gesichts— farbe ebenfalls frisch, bekleidet mit grauen Hosen, blau gestricktem an dem Ellendogen defectem Wamse, schwarzen Weste mit breitem Umlegkragen und Kappe wie der Andre. Altenstadt den 3. Mai 1872. Großherzogliches Landgericht Altenstadt. Wii Deutsches Reich. Berln, 3. Mai. Der Reichstag trat in die te Lesung des Reichshaushaltsetat ein, welche Saatsminister Delbrück mit dem Bemerken ein— iet, daß die große Mehrausgabe in den fort— zuernden Ausgaben nur scheinbar sei, da von e betreffenden 13,469,703 Thaler mehr als 2 Millionen aus der französischen Kriegscontribution gpeckt würden. Im Uebrigen seien die Einnahmen ind Ausgaben besser als früher entsprechend. Auf i Bemängelung der in den einzelnen Positionen, die der französischen Kriegs contribution und Ma- ne herrschenden Unklarheit durch Richter und zach weiterer von Gumbrecht, Kardorff und Benda seührter Debatte, erklärte der Staatsminister: tber die Kriegscontribution werde in der nächsten Coche ein Bundesgesetz eingebracht und der ge— zauere Bericht über die Marine verwaltung schon der nächsten Woche vorgelegt werden. — Aus Rom wird mitgetheilt, Cardinal An— onelli habe auf die Anzeige von der Wahl Hohen— ohe's zum deutschen Botschafter und auf die An- age, ob eine solche Wahl dem Papste angenehm geantwortet: der Papst könne einem Cardinal icht gestatten, ein solches Amt zu übernehmen. — Die Adresse, welche der Präsident Dr. Simson dumens des deutschen Reichstages zur Eröffnung u die Universität Straßburg gesendet hat, lautet: Ter versammelle deulsche Reichstag, von leb- huter Theilnahme für die Geschicke des wieder wonnenen Reichslandes Elsaß Lothringen und N von der festen Zuversicht erfüllt, daß die Univer— sität Straßburg, ihres alten Ruhmes eingedenk, von Neuem an der Grenzscheide zweier großer Völker edler Bildung und freier Wissenschaft eine sichere Stätte bereiten werde, sendet der wieder— eröffneten Hochschule seine Glückwünsche.“ — Das Gerücht, es sei die Absicht der Reichs- verwaltung, bei dem jetzt versammelten deutschen Reichstage eine Nachforderung für den Militäretat einzubringen, entbehrt, offiziösen Versicherungen zufolge, jedweder Begründung. Auch zu einem späteren Termin soll eine solche Nachforderung nicht in Aussicht stehen. — Nach der letzten Notiz über die Ausprägung von Reichsgoldmünzen waren bis zum 13. April in Zwanzig-Markstücken 89,107,320 Mark aus- geprägt worden. In der Zeit vom 14. bis 20. April sind ferner in solchen Stücken geprägt worden: in Berlin 5,032,040 Mark, in Hannover 1,244,960 Mark, in Frankfurt a. M. 1,839,940 Mark, in Dresden 993,480 Mark, in 435,360 Mark, in Karleruhe 300,000 Mark und in Darmstabt 302,000 Mark, zusammen 10,995,380 Mark. Die Gesammtausprägung stellt sich daher auf 100,102,700 Mark. — Im Generalpostamte beschäftigt man sich zur Zeit mit Vorermittelungen in Bezug auf die Anwendung der Luftschifffahrt für die Be— förderung der Post. — Der„Germania“ wird aus Brauneberg geschrieben, daß an der durch den Telegraphen ge— Stultgart meldeten Nachricht, der Bischof von Ermland habe angeoednet, eine vom apostasirten Pfarrer Grunert vollzogene Taufe solle vom jetzigen Pfarrer Blaschy in das Taufbuch der katholischen Missionsgemeinde zu Insterburg eingetragen werden,„kein wahres Wort sei.“ — Die Kosten des Krieges gegen Frankreich, soweit sie im Jahre 1871 zur definitiven Verrechnung gelangt sind, belaufen sich auf 195,124,199 Thlr. bei der Landarmee, 3,737,746 Thlr. bei der Marine, 1,273,558 Thlr. bei der Postverwaltung, 887,995 Thlr. bei der Telegraphenverwaltung, 895,224 Thlr. an Verwaltungen für Kriegs leistungen, 9,889,874 Thlr. Verzinsung der Kriegs- schuld des Norddeutschen Bundes, 556,082 Thlr. sonstige Ausgaben, theils für Rechnung des nord— deutschen Bundes, theils für Rechnung des deutschen Reiches, 2,642,584 Thlr. zur Entschädigung der deutschen Rhederei, 12,083,472 Thlr. zum Ersatz von Kriegsschäden und Kriegsleistungen, 4.000,000 Thlr. Dotationen; zusammen 231,091,334 Thlr. Diesen Ausgaben stehen Einnahmen gegenüber: 97,654,930 Thlr. aus Kriegsanleihen, vom nord— deutschen Bund contrahirt, 112,813,775 Thlr. Antheil des Norddeutschen Bundes an den Ein— nahmen aus der Kriegführung, 907,247 Thlr. Zinserträge aus den Contributionsgeldern, 311,795 Thlr. Ueberschuß der Darlehnskassen, 106,612,108 Thlr. aus der Kriegführung(Kriegsentschaͤdi⸗ gung) ꝛc.; zusammen 319,367,275 Thlr. — Das Resultat der Volkszählung vom .——— 1. Dezember v. J. ist nunmehr endgültig fest⸗ gestellt, und es zählte nach den bekanntwerdenden Ziffern das deutsche Reich am 1. Dezember 1871 41,058,139 Bewobner gegen 40,106,980 im Dezember 1867. Es hat somit in den letzt ver⸗ flossenen vier Jahren eine Vermehrung um 951,181 Bewohner oder 2,37 Prozent stattgefunden. Am stärksten zugenommen haben die freien Städte und zwar 11,07 pCt. Bremen, Hamburg 10,59 pCt. und Lübeck 6,05 pCt., sodann das Königreich Sachsen 5.63 pCt. Die Zunahme von Preußen beträgt 2,80 pCt., die in Bayern 0,77 pCt., die in Würtemberg 2,25 pCt., die in Baden 1,83 pCt., die in Hessen 2,51 pCt. Abgenommen haben Elsaß-Lothringen um 2,90 pCt., Mecklenburg- Schwerin um 0,49 pCt., Mecklenburg ⸗Strelitz um 1,82 pCt., Oldenburg um 0,39 pCt., Lauen⸗ burg um 0,65 pCt., Schwarzburg⸗Sondershausen um 1,35 pCt., Waldeck um 2,23 pCt. und Lippe um 0,63 pCt. Straßburg. Am 2. Mai früh um 6/ͤ Uhr fand die Fahrt nach dem Ottilienberg statt. Man fuhr mit der Bahn nach Oberehnheim resp. Barr und ging von da zu Fuß nach dem Ottilienberg. Die Zahl der Festtheilnehmer betrug 1500; viel Landvolk aus der Umgegend hatte sich eingefunden. In den geräumigen Höfen des Klosters waren lange Tafeln errichtet, auf welchen das auf Reichs- kosten gegebene Essen und Bier durch die Nonnen und Laienbrüder des Klosters gereicht wurde. Berthold Auerbach brachte den ersten Trinkspruch aus auf Elsaß Lothringen, Graf Türkheim, von ungeheurem Beifall begrüßt, auf das deutsche Volk, das die Freiheit mit dem Sinn für Ordnung verbinde. Derselbe schloß mit einem Hoch auf den deutischen Kaiser. Ein Toast des Generaladvo— katen Vacano aus Colmar, eines geborenen El- sässers, erregte allgemeinste Begeisterung. Abends 6 Uhr fuhr die Versammlung nach Straßburg von Barr aus zurück, doct und überall von zahl. reich versammelter Bevölkerung freundlichst und mit Lebehochrufen empfangen. Um 9 Uhr fand der Commers statt, die Räumlichkeiten erwiesen sich leider als unzulänglich, da der Platz zu klein war. — Auf die Begrüßungsdepeschen an Kaiser Wilhelm und den Reichskanzler sind am 2. Mai Abends folgende Antworten eingetroffen:„Dem Oberpräsidenten Möller in Straßburg. Der ver— sammelten Festgenossenschaft nach Eröffnung der Universität spreche ich meinen lebhaften Dank für die patriotische Begrüßung aus. Möge die neu— gegründete Universität dem einigen Deutschland für lange Zeit eine Pflanzstätte der wissenschaft⸗ lichen Bildung, der Gesinnung und Vaterlands⸗ liebe werden. Wilhelm.“„Oberpräsident v. Möller. Straßburg. Meinen herzlichen Dank für die wohl⸗ wollende Anerkennung, die ich ohne Ew. Excellenz und ohne Herrn v. Roggenbach nicht hätte ge— winnen können. Bismarck.“ — Ueber die Veranlassung zu der Schlägerei zwischen Studenten wird der„Allg. Ztg.“ fol- gendes Nähere mitgetheilt: In der„Taverne Al- sacienne“ am Kleberplatz kneipen mit Vorliebe die Studenten der medicinischen Fakultät, die ihren Curs erst im Herbst abschliet. Nach der Be— leuchtung des Münsters traten deutsche Corps— studenten in diese Kneipe und wurden alsbald der Gegenstand hämischer Bemerkungen und verächt⸗ licher Blicke von Seite der beim Biere sitzenden Studenten der alten Akademie. Natürlich fehlte es nicht an Entgegnungen, von Worten kam es zu Thätlichkeiten, Bierseicel und Stühle flogen hin und her, und in einem Augenblick zeigte das Lokal den Anblick eines Schlachtfeldes. Die deutschen Studenten waren in der Minderheit, aber zur rechten Zeit kamen ihnen Ulanen zu Hülfe, die auf der Straße umherschlenderten, und ihre Waffen griffen erfolgreich in die Action ein, die natürlich nicht ohne schwere Verwundungen endete. Das Lokal dieses trautigen Skandals ist geschlossen, und es ist leicht möglich, daß man in derselben Weise auch gegen die alte medicinische Fakultät vorgeht. Ausland. Frankreich. Paris. Der Kriegs minister, General Cissey, hat die Capitulationscommission benachrichtigt, daß die Regierung den Marschall Bazaine vor das Kriegsgericht gezogen habe. Man versichert, daß eine äbnliche Entscheidung bezüglich des Generals Wimpffen bevorstehe. — Das„Journal offiziel“ veröffentlicht die Ernennung des Grafen Bourgoing, bisher Ge— sandter im Haag, zum Botschafter beim heiligen Stuhl an Stelle des Grafen d'Harceurt, welcher den auf seinen Antrag zur Disposition gestellten Herzog v. Broglie als Votschafter am großbri⸗ tannischen Hofe ersetzt. — Die Regierung sucht noch immer die Ver— öffentlichung der Bazaineschen Acten zu verhindern. Es ist noch kein definitiver Beschluß gefaßt, ob er vor ein Kriegsgericht gestellt wird. Den General Wimpffen trifft aber seines Protestes halber eine schwere Strafk. Anstatt seiner Pension kann die einfache Absetzung über ihn verhängt werden. — Eine Depesche aus Bayonne vom 3. d- Abends und Briefe aus S. Sebastian vom 2. d. erwähnen der Gerüchte, daß Don Carlos beim Schalle der Glocken in Vera(Spanien) einge— zogen und vom General Rada empfangen worden sei. Eine starke Colonne unter dem General Rivera ist vom Marschall Serrano abgesandt worden, um San Estaban, links von Vera in der Richtung auf Pampeluna, zu besetzen. In San Sebastian gelandete Truppen halten Oyarzun, gleichfalls links von Vera in der Richtung auf Irun, besetzt. Die Ankunft des Prätendenten Don Carlos dürfte, vorausgesetzt, daß sie sich be stätigt, die Carlistenbewegungen neu beleben. — Die„Union“ empfing die als„offiziell bezeichnete Nachricht, daß Karl VII. den spanischen Boden betreten habe. — Der„Temps“ veröffentlicht eine Corre— spondenz aus Ciudad-Real, nach welcher durch eine republikanische Bande am 30. April die Eisenbahn zwischen Madrid und Cordova unter— brochen worden sei. Eine andere republikanische Bande ist bei Valdepenas erschienen. — Der Wiener„Presse“ wird telegraphirt: Zum Beweis für die Bereitwilligkeit der deutschen Regierung, nunmehr in die finanzielle Verhandlung mit Frankreich einzutreten, dient die Thatsache, daß der Botschafter Graf Arnim mehrere finan— zielle Berather, an deren Spitze ein hervorragender Berliner Banquier steht, mitgebracht hat. Großbritannien. London, 2. Mai. Unterhaus. Gladstone erklärte auf eine Anfrage Disraelis, daß Lord Granville gestern die Ant- wort Fish's auf die englische Note erhalten habe. Der Inhalt derselben gebe Hoffnung auf ein beide Länder befriedigendes Arrangement. Die Regie— rung hoffe baldigst die Correspondenz vorlegen zu können. sprüche unter der Voraussetzung zurückziehe, daß England als kriegsführende Macht vorkommenden sprüche erhebe. Asien. Smyrna. Seitens der hier wohnen⸗ den Griechen haben Ausschreitungen gegen die Israeliten stattgefunden und zwar anläßlich des Gerüchtes von dem erfolgten Raube eines Kindes. Das Militär mußzte einschreiten, in Folge dessen einige Personen getödtet und verwundet wurden, Aus Oberhessen. Nach einer Bekanntmachung im Schulboten für Hessen wird die Ludwig- und Alicenstiftung ihre diesjährige Generalversammlung am 2. Juli in Gießen abhallen, während am 1. Juli ebenfalls daselbst der hess. Landeslehrerverein tagen wird. Frankfurt. Am Freitag Abend warf sich an dem, Obermainthor ein etwa 16 Jahre alter junger Mann unter die auf der Verbindungsbahn daber kommende Locomotive; dieselbe schleuderte ihn jedoch mit solcher Heftigkeit gegen die Böschung, daß der Schädel mehrfache Fracturen erlut. Frankfurt. Am 11., 12. und 13. Juni d. J. soll bier im großen Saale der Loge zur Einigkeit der zweite Congreß der deutschen Hutfabrikanten statifinden. Derselbe hat den Zweck weiterer für das betreffende Fach wichiger Berathungen und Beschlüsse, ist aber gleichzeitig bestimmt, geeignete Festsetzungen der Herbstmoden füt Filz: und Seidenhüte zu treffen. Mainz. Es wurde vor Kurzem berichtet, daß dem evang. Pfarrer Bauer dahter das französische Sanitäts⸗ kreuz verltehen worden ist. Wie wir erfahren, ist nunmehr Dempräbendat Schreyder, Religionslehrer Dr. Geyer, Bezirksgerichtsrakth Rauch, Advokatanwalt Dr. Lippert, Weinhändler Silz, Privatmann Moyat, Architckt Dr. Geyer, Branddirector Weiser und von den Damen Frl. Landroy, Frl. Eyrond, Frl. Keusch zu Theil geworden. Würzburg. Die„N. Würzb. 31g.“ schreibt:„Der 1. Mai brachte uns einen Bierkra wall. Schon den ganzen Tag hindurch zogen einzelne Haufen Mililär in die verschiedenen Brauereien und erkundigten sich nach dent Bierpreise. Ueberall wurde der frühere Preis angegeben, nur in der Bauch'schen Brauerei im 5. Distrikt(Bauchs⸗ keller) wurden statt 7 ke. 8 ke, gefordert. Das war das Signal zum Losschlagen. Mit Hurrah wurde die Wirth⸗ schaft gestürmt und in kürzester Zeit Alles, was nur irgend zerbrochen werden konnte, zerstört und verwüstet. Das Bier floß in Strömen, da alle Fässer, deren die Tumultuanten nur habhaft werden konnten, weggenommen und ausgetrunken oder sonst geleert wurden. Die demo⸗ lirten Lokalitäten bieten ein Bild der Verwüstung, wie es in Paris zur Zeit der Commune vorgekommen sein mag. Balingen. In voriger Woche ereignete sich in Geis⸗ lingen ein Unglücks fall, wie er vielleicht noch nie vorgekommen ist. Zwei Knaben im Alter von 10— 12 Jahren gingen in den Wald, um dürres Holz zu sammeln. Als der eine davon eine Tanne erstiegen hatte, vernahm er über seinem Haupte eine sonderbare Bewegung, und als er aufwärts schaute, stürzte ein Habicht auf ihn zu und verletzte ihn im Gesicht. Trotz starker Abwehr des Knaben ließ der Habicht von seinen Angriffen nicht nach, blieb vielmehr, selbst als der Knade vom Baum herunter glitt, fortwährend auf dessen Kopf sitzen, und verwandte — Nach von der Insel Zanzibar hier einge troffenen Nachrichten hat am 13. April ein furcht⸗ barer Orkan gewüthet. An 150 Schiffe kamen in Folge dessen zum Sinken oder zum Stranden, ein großer Theil der Stadt Zanzibar wurde zerstört. — Aus Bombay wird telegraphisch gemeldet, daß in der Nacht des 1. Mai ein heftiger Orkan die Stadt Madras heimgesucht hat. Stadt und Vorstädte erlitten schwere Beschädigungen, 11 Schiffe kamen zum Scheitern und eine Anzahl Personen ist in den Wellen umgekommen. Spanien Madrid. Die Hauptmasse der Insurgenten unter dem Commando des Generals Rada wird durch die Brigade Rivera energisch verfolgt. Die Aufständischen ziehen sich gegen die französische Grenze zurück. Truppen sind nach Pont Verra geschickt, um ihren Uebertritt auf französisches Geeiet zu verhindern. — In einer am 2. d. in Madrid stattge— habten Versammlung der republikanischen Föde⸗ ration wurde der Beschluß gefaßt, daß die republi— kanische Partei gegenüber der karlistischen Bewegung sich passiv verhalten werde. — Die amtliche Zeitung bestätigt, daß sich Don Carlos bei der Bande Rada's, welche von dem Briga⸗ dier Primo Rivera lebhaft verfolgt wird, befinde. Türkei. Constantinopel. Ein hiesiger Correspondent der„Augsb. Allg. Z.“ behauptet: es sei ein öffentliches Geheimniß, daß der Sultan zeitweise an Geistesstörung leide. ihn dermaßen, daß das eine Auge gänzlich ausgehackl ist, während der Arzt Mühe hat, ihm das zweite zu erhalten. Hamburg. Eine eigenthümliche Ueberraschung, er⸗ zählt das Berl. Fremd.⸗Bl., wurde jüngst einem hiesigen Geschäftsmanne zu Theil. Beim Schützenfest in Frank:; furt a. M. 1862 besuchte er auch Wiesbaden und stattete der dortigen Spielhölle einen Besuch ab. Im Gedränge verschwand seine Uhr und Kette nebn der Börse mit ca— 100 Thlen. Der Hamburger hatte nur soviel bemerk!l, daß sich ein junger Mann an ihn herangedränet halte und daher möglicherweise der Dieb sein könnte. Ueber den unangenchmen Vorfall war lange der Schleier des Vergessens gefallen, als dieser Tage dem Geschäftsmanne auf einer frequenten Promenade ein Päckchen in die Hand gedrückt wurde; noch ehe der Spaziergänger von seiner Ueverraschung zur Besinnung gekommen, war der Fremde verschunden. Im Pakete befanden sich Uhr und Kette von anno 1862 und an Banknoten 150 Thaler; daneben ein Zettel:„Ich bin, sobald Sie dies lesen, abgereist. Iitzt geht's mir gut. Das Mehr sind Zinsen der von Ihnen in Wiesbaden 1862 erzwungenen Anleihe.“ Landwirthschaftliches. Das Begießen der Odstbäume wäbrend der Blüthezeit ist nach den Erfahrungen eines tüchtigen Landmannes sehr zu empfehlen, namentlich wenn große Dürre während des Blühens eintritt. Das Begießen verhindert das Abfallen der Blüthen und befördert ben Obstansatz. Das Verfahren selbst ist folgendes: Bei lockener Witlerung werden zuerst einige Eimer schwache Mistjzuche 2—3 Fuß vom Stamme um denselben herum gegossen und gleich darauf 7—8 Eimer Wasser; das Gießen mit bloßem Wasser wird fortg⸗setzt, so lange die Blüthezeit währt, und vorzüglich am Stamme hinauf, so hoch man kommen kann. Bäume, vorzüglich Acpfelbäume, welche so begossen wurden, setzten nech Früchte an, während diejenigen, welche nicht begossen wurden, gar keine Früchte brachten. Amerika. Washington. Betreffs der indirecten Schadenansprüche in der Alabamafrage wird officiell mitgetheilt, daß Amerika ditse An- Falles Amerika gegenüber keine ähnlichen An- auch dieselbe Auszeichnung dem Domcapitular Dr. Haffner, ten Gen Man Aeußers süistung da jede einer U nicht b geschä ihrer p. keiten b. es seit! geben w nicht beb in Angt auf ihte 1289 0 10 Holzart Zuse 2) Mu Holzart, Buchen Eichen Nadelhol * 0 Mittheilungen aus dem Ptreine der Guslav-Adolf-Stistung. Dem Centralvorstande der Gustav-⸗Adolf⸗Stistung hat Herr Pfarrer Renz in der deutsch⸗evangelischen Gemeinde zu Osorei und Puerto Montt in Südamerikz mitge⸗ theilt, daß in Puerto-Monit am 24. September 1871 kurz vor 2 Uhr Morgens das Gotteshaus der evangeli⸗ schen Gemeinde durch frevelnde Hand in Brand gesteckt ein Raub der Flammen geworden ist. Das Feuer ist an derselben Stelle des Gebäudes zum Auebruch gekommen, an welcher es schon Mitie Juni 1871 ebenfalls in Folge von Brandlegung zu brennen angefangen hatte, damals aber noch rechtzeitig gelöscht werden konnte. Nach Ver— lauf einer halben Stunde nach Entstehen des Brandes war von der Kirche weiter nichts zu seben, als ein glühendrauchender Holzstoß— das Gebäude war ganz aus Holz gebaut— auf welchen die so schwer geschädig— ten Gemeindeglieder mit wehmüthigen Herzen hinblickten. Man ist damit beschäftigt, den Thäter zu ermitteln. Aeußerst gravirender Verdacht fiel bei der ersten Brand stistung auf einen Katboliken, einen jungen Westphalen; da jedoch der Ocularbeweis nach chileeischen Gesetzen zu einer Uebersührung erforderlich ist, so konnte die Anklage nicht binlänglich begründet werden. Die äußerst schwer geschädigte Gemeinde, die mit außerordentsicher Anstrengung ihrer pekaniären Verhällnisse und mit vielen Widerwärlig— keiten den Bau des Gotteshauses so weit vollendet halte, daß es seit September 1869 dem öffentlichen Gebrauche über— geben werden konnte, sieht sich uun außer Stande, wenn nicht bedeutende Hilse don außen kommt, einen Neubau in Angriff zu nehmen. Sie blickt daher mit Vertrauen auf ihre Glaubensgenossen in Deutschland. Literarisches. „Die Wacht am Rhein“. Ein neues, zum Besten des National⸗Denkmals auf dem Niederwald, wöchentlich erscheinendes Unter- galtungsblatt, das durch seinen hohen patriotischen Zweck ein Eintrittsrecht bei jeder Familie hat, ber es sich schon durch drei wichtige Eigenschaften, die hübsche Aus— stattung, seinen Inhalt und den enorm billigen Preis von vierteljährlich nur 10 Sgr. oder 35 kr. rhein. empfiehlt. Die erste, zum 1. Mai ausgegebene Nummer der„Wacht am Rhein“ liegt uns vor mit einer hübschen Titel⸗ zeichnung und dem Programm, laut welchem das Blatt, sern von jeder Speculation, nur zum Besten des National Denkmals gegründet ist. Die ersten und bebeutendsten Namen unserer deutschen Literatur, Karl Braun, Heinrich Burgsch, C. A. Dempwolff, Emanuel Geibel, Karl Gutzkow, Paul Heyse, Hans Hopfen, Gottfried Kinkel, Fanny Lewald, Al⸗ fred Meißner, Wilhelm Müller von Königs— winter, Oskar von Redwitz, Julius Roden⸗ berg, Max Schlesinger, Adolf Stahr, Heinrich von Sybel u. A. haben laut dem Programm zu diesem schoͤnen Ziel ihre Mitwirkung zugesagt und sind in dem Blatt vertreten. In gleichem patriotischem Interesse hat Hans Wachenhusen die Leitung des Blattes über— nommen, das mit einem neuen Roman von ihm„Die 1 Diamanten des Grafen d'Artois“ beginnt. Von Emanue! Geibel finden wir in dieser ersten Nummer zwei Distichen serner Schilderungen aus Berlin, Paris, vom Rhein, ein reiches pikmmtes Feuilleton, und das erste Ver zeichniß der für das Denkmal eingelaufenen Summen, über welche das Comité wöchentlich in der „Wacht am Rhein“ Rechnung legen wird. Der Preis der„Wacht am Rhein“ ist, wie gesagt, ein enorm billiger: 6¼ Sgr.= 21 kr. für die ersten zwei Monate Mai und Juni, für welche bei allen Postämtern, den Buchhandlungen und Zeitungs-Expeditionen abonnirt wird. Das ganze Unternehmen ist seines erbabenen pattiotischen Zweckes würdig und sei deßbalb den Familien durch ganz Deutschland dringend empfohlen. D. Frankfurt a. M., 4. Mai 1872.(Börsen⸗ woche vom 29. April bis 4. Mai.) Die Mitte dieser Woche eingetretene Besserung der Börsenverhältnisse hat das Ende derselben nicht erlebt, denn heute ist wieder ein bedeutender Rückschlag erfolgt, um so empfindlicher als man ihn nicht erwartet hatte. Man hatte sich der Er—⸗ wartung überlassen, daß das Bekanntwerden des Abschlusses der österr, Creditanstalt mit der Petersburger internationalen Bank die Hausse fördern werde. Indessen sind die gleich zeilig bekannt gewordenen Modaliläten dieses Abschlusses nicht der Art, um der Creditanstalt den vorausgesetzten Gewinn mit Sicherheit zu verbürgen. Das enttäuschte und entmuthigte, namentlich in Wien und in Berlin, welche sehr schlechte Notirungen sandten und die hiesige Börse am letzten Tage der Woche noch mit in die Baisse hineinrissen. Die internationalen Speculationswerthe, welche sich die Woche über wieder so schön im Steigen gelb hatien, mußten wieder auf das Niveau vom vorigen Samstag zurücksinken und Staatsbahn sogar noch darunter. Für ältere österreich. Vahnen war die letzten 3 Tage gute Frage und auch jüngere hielten sich sest. Bayer. Ost sinkend. Banken die ganze Woche über wenig begehrt. Die Kauflust hält sich auf diesem Gebiet noch sehr zurück. Nur Darmstädter und Meininger besser. Prioritäten und Pfandbriefe verkehrten stetig bei guter Tendenz. Recht gu! machte sich die Woche über das Geschäft in Staats⸗ papieren, namentlich in österreich. Renten, die selbst heute ihren erhöhten Cours behaupteten. Süddeutsche, nament⸗ lich Würtiembergische Fonds gesucht. 1870r Russen und Finnländer theuter. Amerikanische Werthe blieben ohne wesentliche Veränderung. Loose sortdauernd still und fast durchgehend's billiger. Oesterreich. Coupons 10% niederet. Verloosung. Gotha, 1. Mai.(Bukarester 20 Fr.⸗Loose von 1869.) Bei der beute statigehabten Ziehung fiel der Haupttreffer von 100,000 Fr. auf Nr. 90 der Serie 2288 25,000 Fr. fielen auf Nr. 92 der Serie 9893 500 Fr. auf Nr. 97 der Setie 1106. Gezogene Setien: 877 989 1029 1037 1106 1109 1875 2288 2691 2849 3689 5239 5315 und 6868. Die Zahlung erfolgt am 5. Seplemser. Holz⸗Versteigerung im Domanialwald der Oberförsterei Eichelsdorf. 1269 Es werden verstetgert: 1) Montag den 13. Mai im Distrikt Steins⸗ wiesenkopf: Prügelbolz. Reisholz. Holzart. Raummeter. Buchen 99 1372(Stammreis holz), Birken 8(in Schichten von 5 Metet Länge), Aspen, Weide 37 Borwuchs ꝛc.— 570 5 Zusammenkunft im Holzschlag bei Nr. 1. 2) Mittwoch den 15. Mai in den Oistrikten Langerloh und Bäckersecke: A. Brennholz. Scheith. Prügelb. Stockh. Reish. Holzart. Raummeter. Zuchen 48 51 15 1704(meist Stamm⸗ reiser), Eichen——— Radelholz—— 3 172(in Schichten von 3 Meter Länge, zu Bohnenstangen tauglich), lepen c.— 12— 310 B. Bau⸗ ze. Holz 8 Lärchen⸗Stämme von 15—18 Centimeter Durch messer, 6—9 Meter Länge mit 1.26 ßestmeter, 1 Buchen⸗Stamm von 40 Centimeter Durchmesser, 6 Meter Länge mit 0,75 Feftmcter, 156 Fichten⸗ und Lärchen⸗Stangen von 6—13 Centt⸗ meter Durchmisser, 4—8 Meter Länge mit 5,72 Fefimeter. Zusammenkunft im Distrikt Langerloh beim Stein⸗ nuch am Eingang in den Wald. Die Versteigerung beginnt jedesmal Morgens präcis Uhr. Das Vorwuchs⸗Reisbolz im Distrikt Steins⸗ wlesenkopf, Abthellung 3, wird dei der Verstetgerung richt vorgezeigt. Forflwart Zimmer zu Ulfa ist be⸗ auftragt, dieses Holz auf Verlangen den Steigetern norher zu zeigen. f Elchelsdorf am 30. April 1872, Großherzogliche eee Eichelsdorf. 8 Arbeits- Versteigerung. 270 Freltag den 10. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Bürgermeilflerei-Büreau zu Wisselsheim We spbinderarbelt, veranschlagt zu 119 fl. Steinbrechen 20% Steinsahren 24„ Steinsetzen 310 Steinschlagen 60„ Schreinetarbeit 8 flaflerarbeit 10„ un den Wensaßfordernden in Accord gegeben werden. Wisselsheilm den 6. Mal 1872. Großherzogliche Bürgermeifierel Wisselshelm. Pu ber. Gules Roggenmehl und Roggenlleie 250 zu den billigsten Preisen bet Consirmationsscheine von Spekter, Ahlfeld, Superintendent Schmitt, Müller& Gaber, Steinmetz ic. sind vorräthig bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Main⸗Weser-Bahn. 1202 Es sollen die sämmklichen Bauarbelten zur Her— stellung von 6 Weichenwärter⸗Wachtbuden auf den Statlonen Marburg, Lollar, Friedderg und Vilbel ein— schlieftlich Lieferung aller Materialien im Wege öffent— licher Submission verdungen werden. Die Offerten find portofrei und versiegelt mit der Tufschrift:„Submissfion auf Bauarbeiten zur Herstellung von 6 Weichenwärter-Wachtbuden“ bis zum Sub- missionstermin am 13. Mai d. J., Vormittags 11 Uhr, bei det unterzeichneten Betriebs-Inspection zu Frank— furt a. M. einzureichen, woselbst auch die Zeichnungen, Kosten, Anschläge und Bedingungen eingeseben und dite Submissions⸗Formulare in Empfang genommen werden konnen. Frankfurt a. M. den 28. Mai 1872. Königliche Betriebs Inspection. Heyl. 5 5 8 N Main⸗Weser-Bahn. 1263 Es sollen die sämmtlichen Bauarbeiten zur Her— stellung eines Weichenwärter⸗-Wohngebäudes und zweier Wachtdbuden auf Station Fronahausen einschließlich Lieferung aller Matertalien im Wege öffentlicher Sub— mission verdungen werden. Die Offerten sind portofrei und versiegelt mit der Aufschrift:„Submtssion auf Ausführung eines Wärter— gebäudes und zweier Wachtbuden auf Station Fron— bausen“ bis zum Submissionstermin am 17. Mat d. J., Vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Betriebs⸗ Inspectlon zu Frankfurt a. M. einzureichen, woselbft auch die Zeichnungen, Kosten, Aaschläge dingungen eingesehen und die Submissions Formulare in Empfang genommen werden können. Frankfurt a. M. den 28. April 1872. Köntgliche Betriebs Inspection. . de 9 1 ***. Universal-Reinigungs-Salz. 123 Von allen Aerzten als dag einfachsse und billigsie Hausmittel empfohlen gegen Säure bildung, Aufstoten, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magen— beschwerden in /, ½, ½ Pfund Original- Packeten mit Gebrauchsanweisung à 30, 18 und 9 kr. nur allein ächt und direkt bezogen von J. A. Windecker in Friedberg. Alle Sorten Oelfarben, 9901 zum Ausirich fertig, empfieblt billlgst B. K. Stern an der Eisenbahn. Wilhelm Bernbeck. und Be⸗ Main⸗Weser-Bahn. 1267 Der unter dem Güterschuppen auf der Statlon Frledberg befindliche, jezt an die Brunnenverwaltung zu Schwalheim verpachtete Keller, soll vom 18. Mai e. ab anderweit verpachtet werden. Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenniniß gebracht, daß die Pachtbedingungen auf dem Stations Bureau zu Friedberg eingeseben werden können. Frankfurt a. M. den 1. Mai 1872. Königliche Betriebs-Inspeetion. Heyl. Weiße leinene Caschertüchtt, 118 gestickt u. glatt, Kragen, Manschetten, Aermel, Herrenkragen, Vorhemden, Kragen& Manschettenknöpfe, Hosen⸗ träger, Moiréschürzen sowie Myrten⸗ kränze bei K. Friedrich neben der Pofl. 2* 9 E 88 —— 22 — 8 5 uheim. 05 8 3 5 23 5 85 88 Die soeben erschienene Nr. 32 enthält: 3 7 Ein Blick durch's Eckfenster des Kaisers. Wit Originalzeichnung von H. Lüders.— Die Arbeiter. Novelle von Ernst Wichert.(Jortsetzung.)— Das großherzogliche Schloß zu Schwerin. Mit Abbildung. — Tausend Flammen mit einem Schlag. Mit 4 Ju- strationen.— Aus den Schreckengtagen der Pariser Commune. II. Die Frauen der Commune. Die Masuren in Osspreußen und die deutschen Erziehungs⸗ bäuset.— Am Famtltentische: Folgen des Nachfitzens. Zu dem Bilde von W. Geertz.— Astrild und Tigersink. Ein Vogelfamiltenbild.— Deutschland's Bierbrauerei und Bletverbrauch. Zu Beflellungen empfehlen sich Bindernagel& Schimpff in Friedberg. zweistöckiger Anbau von Eichenbolz an ein Haus, sowie ein Andau an eine Scheuer hat auf den Abbruch zu verkaufen. Ober ⸗Florstadt. J. M. Kempf. ——— Für Confirmanden. Gesangbücher zu allen Preisen und in der größten Auswahl empfehlen Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Ossenheimer Wäldchen. 1275 meine Wirthschaft im Walde. auch ein gutes Bier in Schoppen verzapft wird. G. F. Korndörfer. Aöluscht Bagcl.Pecschetungs Giselscust. Gegründet im Jahre 1853. Gegebenes Grundkapital drei Millionen Thaler. Die Neserven betragen 226,165 Thlr. 10 Sgr. A Pf. 1273 Die so fundirte Gesellschaft versichert gegen Hagelschaden Boden-Erzeugnisse aller Art, sowie Fensterscheiben zu festen Prämien, wobei Nachzahlungen nicht stattsinden. Dieselbe hat, wie früher, so auch in dem vergangenen Jahre sämmtliche Schäden prompt und zur Zufriedenheit der Betroffenen regulirt und binnen langstens vier Wochen nach deren Fesistellung die Entschädigungsbeträge voll ausgezahlt. Der Geschäftsstand der Gesellschaft gewährt die Garantie dafür, daß sie auch fernerhin ihre Verpflichtungen so prompt als voll⸗ ständig erfüllen wird. Die Unterzeichneten geben auf Verlangen über die Gesellschaft weitere Auskunft und erbieten sich zur Aufnahme der Versicherungs-Anträge. Im März 1872. Domänenpfandmeister Schuchard in Friedberg, Gg. Mörschel in Altenstadt, Carl Löffler in Gambach, Carl Jockel jun. in Hungen, Rentelverw. Stahl in Kloppenheim, A. Reuning II. in Nidda. Geschästs Eröffnung. 1162 Einem verehrlichen Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich in Bad⸗Nauheim einen Laden im Hause des Herrn Medieinalrath Ehrhardt errichtet habe, in Putz⸗ und Weißwaaren, Glacéhandschuhen, Parfümerien, Shlipses, Foulards, Taschentüchern, Portefeulllen, allen Sorten Strohhüten, Blumen, Federn, Schmuücksachen und vielen sonstigen Artikeln. Durch eine sehr geschickte Putzarbeiterin können alle Hüte schön und rasch angefertigt werden. Die Kleiderstoffe können nach Muster bestellt werden und sind solche vom ersten Haus Fraukfurts. Unter Zusicherung billigster Bedienung empfiehlt sich Julius Landauer aus Gießen. 645 Das Neueste in— i— Herrenbinden, Rindviehpulver. 3„ 8 7 115 Bei Verf„Ad d M U Glacé⸗Handschuhen, iel be Gaues ens dur Wi, dee estperg zur Verbütung des Milchfiebers wird dieses Pulver mit sehr gutem Erfolge angewendet. Das Vieb bekommt dadurch ein besseres Auesehen und die Milch wird reicher an Butter. Ein Pfundpacket mit Gebrauchs. anwelsung 30 kr. Butterpulver verkürzt die Zeit des Butterns von Stunden auf Minuten, macht die Butter fester und schmackhafter und verhindert das rasche Ranzigwerden deiselden. Ein Pfundpacket, ausreichend für reichlich 1000 Maaß Milch 30(r., halde Packete 15 kr. Stets Baumwoll. Uunterjacken, sowie Hosenträger in großer Auswahl bet n Hermann Bechstein in Friedberg, 70 Breitestraße 70. Die Gartenlaube. Nr. 18. Inhalt: Beim Allen am Sulzberg. Erzählung. vorräthig bet J. A. Windecker in Friedberg. —. Beitel Itzig's Anfang und Ende. Von Fr. Pfm. Mit Abbildung: Die unbeimliche Stätte in , Glacé- Handschuhe, aufgenommen von B. Mannfeld in Breslau.— Visionen, 1 il gebe 1 A e er,(eds. d Wei sowle Rauhleder 5 Handschuhe jagd e 715 9 9(Schluß.)— Der 61 bei 8 e eich neben der Pol. schwerste Gang. edicht von Fritz HPofsmann. Mtt 1264 Am Hi n a n 2 f. 8 Himmelfahrtfeste balte sch, wie schon e Nic seit ein igen Jahren, im Reichelsbelmer Walde nabe bei sucht ihr Kind.— Druckfehler. 5 Wildfrau⸗Gestühls Wirthschaft und vecabreiche 8 2 5 5 Hanauer Lagerbier ꝛc. Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen Der hiesige Musik- und Gesangverein wird sich sich zu geneigten Aufträgen. Offene Lehrstelle. Dauernheim. 1265 In der unterzeichneten Buchhandlung ist 1 263 Johann Casimir Belz. einen jungen Mann mit genügender Vorbildung Mühlsteine 1 eine Lehrlingstelle vacant. „ Friedr. Holl in Worms. Auf gefällige Anfragen geben wir die näheren Be⸗ * Süße Orangen! zrantfurt a. M. Jäger'sche Buch⸗, Papier⸗ und Wilh. Fertsch. Alle Sorten früher Gemüjepslanzen, Landkartenhandlung. Ein junger Mann, 1219 bet 1266 welcher sich rer Otkonomse widmen will, sucht 422 als: Wusing, Koplraben, Weißkraut und Roth⸗ eine Stelle auf einem größeren Gute. Näheres bei der kraut hat billigst zu verkaufen Nächsten Donnerstag, als am Himrielfahrttage, beginnt bei Harmonie Musik Erlaube meine verehrten Gäste aufmerksam zu machen, daß Harmonie musik auf dem Johannisberg am Himmelfahrttag 1274 von Morgens 5 Uhr und Nachmittags 3 Uhr an. A. König. Am Himmelfahrttag 1279 findet durch den Nleder⸗Florsfädter Männergesang⸗ verein bei günsitger Witterung im Walde daselbst Gesang und Harmon iemusik flat, wozu höflichst einladet Der Vorstand. Einladung. 1251 Die Polizeidiener der Gemeinden des Kreises Friedberg werden ersucht, sich zur Besptechung gemein schaftlicher Angelegenheiten Frettag den 10. Mal d. J., Nachmittags 1 Ubr, 5 auf Philippi's Felsenkeller zu Friedberg einzufinden. Da die zu besprechenden Angelegenhesten für unsere gemeinsamen Interessen von Wechttakeit sind, so dürfen wir wohl allseitiges und pünktlichts Erscheinen erwarten. Mehrere Polizeidiener. 1870r Aepfelwein 1276 verkauft Emmerich Müller. Das Neueste in Halsbinden 42 und Sblips ꝛc. in schöner Auswahl, sowie Fonlards, seidene Umknöpftücher und schwarze seidene Halstücher dei K. Friedrich, neden der Poft. f tinte Alüthenmehl 1278 empfiehlt Ph Dan. Kümmich. Ein weißer langhaariger Rauhpinscher, 1277 auf den Namen Leo hörend, ist am verflossenen Samstag abhanden gekemmen. nähere Auskunft über den bezeichneten Hund ertheiles kann, eine Belohnung. G. Ph ilippi, zum steinernen Haus. Güter-Verkauf zu 250 und 37 Tagwerk. 1271 In nächster Nähe der Haupt⸗ und Residenzstadt Müsachen find 2 Oekonomte- Güter und zwar eines zu 250(nabe der Bahn gelegen) und eines zu 37 Tagwerk Felder Wiesen und Wald, in bester Bonktätsklasse stehend, aus freier Dand sofort zu verkaufen. wesen ist mit Inventar und einer Dreschmaschine versehen. Ausbau circa 80 Schäffel.— Erlag 10- 15000 fl. Kaufschillingsrest kann 10 Jahre liegen bleiben. jährlich geschlagen werden.— Anzahlung für das kleinere Anwesen fl. 2— 3000. 10 Jahre liegen. absatz äußerst günstige Gelegenheit geboten. Ersteres An⸗ 50 Klafter Buchenholz können Rest bleibt ebenfalls Bei beiden Gütern ist für Milch⸗ Näheres unter G M. 662 durch die Annoncen Expe⸗ dition von Haasenstein 8 Vogler in Frankfurt a. M. Schwarze Kaiser-Tinte ist in Flaschen à 8 und 14 kr. stets zu haben bei Bindernagel& Schimpff. Kirchliche Anztigen für Friedberg. d Evangelische Gemeinde. Fest der Himmelfahrt. Gottesdieust in der Stadtkirche Vormitlags; Herr Candidat Buch hold. Nachmiltags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. Nachmittags: fällt aus. Katholische Gemtinde. Mittwoch um 4 Uhr Nachmittags Beichte. Fest der Himmelfahrt Christi. Vormittags: ½9 Uhr Hochamt mit Segen und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr feierliche Vesper. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Expedition d. Bl. zu erfragen. Ludwig Schultheis in der Poß. Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpff. 14 Demjenigen, welcher aub 4. ebangell Dekamale tinlunf sreten kesung det 9 ohne 1 Nlenur mit Schr dirte widme nach Schlei lichen lundre on 1 fal. K Genre Akin Wag der 57 * am 800 dann e . eit kin 0. date und g i, dinde