M 28. 1 Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag — Donnerstag den 7. März. Oberhessischer Anzeig Frirdberger Intelligenzblatt. Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. Für den Monat März kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: Nr. 11. sub. 1. Bekanntmachung, das Bahnpoltzei Reglement für die Eisenbahnen Deutschlands betreffend. sub. 3. Bekanntmachung, die Veränderung der Personen-Tarife für die Postcurse im Großberzogthum betreffend. Friedberg den 5. Februar 1872. Großberzogliches Kreisamt Friedberg g Trapp. n. Betreffend: Den im Monat März l. J. vorzunehmenden Wiesengang. Friedberg am 5. März 1872. l hmalz Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. % u Tübech Im Monat März ist nach der Bestimmung der Wiesen-Polizei— aus den Be, und Entwässerungsgräben, die Verebnung der derltrdtt Ordnung ein Wiesengang von den Wiesenvorständen unter Zuziehung Maulwurfshügel und dergleichen(Art. 24 der Wiesen-Polizei⸗ Abhandlung der Feldschützen und Wiesenwärter vorzunehmen. Wir beauftragen Ordnung) und auf die Unterhaltung der Ent und Be wässerungs⸗ Sie daher, dieselben hierzu aufzufordern und uns die über den Gräben(Art 28 und 29. der Wiesen-Polizel-Ordnung) zu richten Wiesengang aufzunehmenden Protokolle bis zum 10. April l. J. und hierbei nach den bestehenden Bestimmungen zu verfahren. fell längstens vorzulegen: ö 3) Verbesserungsvotschlage in Bezug auf größere Wiesenfluren, In diese Protokolle haben die Wiesenvorstände, was denselben namentlich solche, zu deren Ausführung das Wiesenculturgesetz n At. noch zu eröffnen ist, hauptsächlich folgende Punkte aufzunehmen: vom 7. October 1830 Anwendung finden muß. n 1) Ob die Anordnungen, welche sie bei dem im Monat Oktober v. J. Man erwartet, daß die Wiesenvorstände hiernach genau ver— — vorgenommenen Wiesengang getroffen haden, befolgt worden fahren und wird noch bemerkt, daß alle Wiesengangsprotokolle, welche —— sind und welche nicht, den vorstehenden Bestimmungen nicht ganz genau entsprechen, zurück— irbeie, 2) welche Anordnungen von den Wiesenvorständen zur Beseitigung[gegeben werden müssen. Diejenigen, welche ihre Wiesen nicht gründ⸗ Niaben der bei dem diesmaligen Wiesengang vorgefundenen Mängel lich reinigen, wozu auch das Verebnen des Auswurfs der Maul— — von Ihnen getroffen worden sind, oder vorgeschlagen werden. würfe gehört, sind in ein besonderes Verzeichniß zu bringen und es 7 Wir empfehlen den Wiesenvorständen hierbei befonders ihr Augen- ist dieses dem Wiesengangs-Protokoll beizulegen; haben die Wiesen— alz! merk auf die Reinigung der Wiesen von Gestrüpp, Gesträuch, besitzer aber in diesem Punkte ihre Schuldigkeit gethan, dann hat der 3 Wiesenvorstand dies in dem Protokolle kurz vorzumerken. Moos, die Entfernung der Herbstzeitlosen, des Erdauswurfs „1—ͤä— Ter a p p. sch. 2 B e kA nm ach u n g, r die Abhaltung des Faselmarkts zu Bad⸗Nauheim betr. 70 det del f Der von dem landwirthschaftlichen Bezirksverein Friedberg ge⸗ solche, welche für Gemeinden Dienste thun, sind von der Preis bewer⸗ gründete Faselmarkt, soll in diesem Jahre bung ausgeschlossen. Den Besitzern tauglich befundener, aber nicht Jan Donnerstag den 21. März prämürter 400 a 88 r e . vergütung ausgezahlt. Nicht genügend gefesselte und geführte Thiere AN ju Bad Naubeim abgehalten werden. werden vom Plate weggewiesen. ante an Sämmtliche aufgetriebenen Fasel werden von der Kreisbullen— Verkäufe sind dem am Platze anwesenden Großherzoglichen . Commission gemustert und den Besitzeen der als preiswürdig erkannten[ Bürgermeister von Bad⸗Nauheim anzuzeigen. Erwünscht ist, daß auch zeibett. Thiere Geldprämien zugebilligt, wozu von dem landwirthschaftlichen asel der Vogelsbergerrace zu Markt gebracht werden, nach welchen 2 5 f 9 9. — Bezirksverein und der Stadt Bad⸗Nauheim ein Betrag von zusammen im vorigen Jahre starke Nachfrage war, ohne daß derselben genügt 80 fl. zur Disposition gestellt ist. Prämiirt werden nur wirklich werden konnte. ung. vorzügliche Thiere und zwar ohne Ansehung, ob sie im Kreise Friedberg den 23. Februar 1872. 1 Friedberg und von dem Besitzer gezüchtet worden sind oder nicht. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. t. ßasel, welche um 9 Uhr Vormittags noch nicht am Platze sind und Ter a pp. uin e, ee en ene ch ene. betreffend: Anmeldung von Militärs vom Feldwebel abwärts zum Gebrauche von Brunnen und Badekuren. Alle diejenigen Invaliden, Reservisten und Landwehrleute des Kreises Friedberg, welchen zur Wiedererlangung ihrer in Folge des Dienstes geschwaächten Gesundhelt und zur Heilung in Folge des Feldzuges 1870—71 und früherer Jahre durch Verwundung oder Krankheit erhaltenen körperlichen Gebrechen, von Seiten des Arztes der Gebrauch von Brunnen und Badekuren verordnet ist, werden hierdurch auf— gefordert, sich bei dem Bezirksfeldwebel zu Friedberg, woselbst ihnen die näheren Bestimmungen über die vorzulegenden Papiere, Atteste ic. ꝛc. bekannt gegeben werden, langstens bis zum 12. Marz c. anzumelden, da spätere Anmeldungen keine Berücksichtigung mehr finden koͤnnen. Friedberg den 5. März 1872. Jäger, Major und Bezirkscommandeur. tung einer Handelskammer zu Gießen, deren Bezirk die IV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hodeit der Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie— tungsblatt Nr. 12 enthält: I. Bekanntmachung Großb. Ministerlums der Justtz, ie Anwendung des neuen Flächenmaßes bei Anfnahme er Grwerbsurkunden, bei Führung der Mutationsver— lichnisse, bei Fortführung der Grundbücher und der brunbbuchekarten betreffend. II. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern, t Etrichtung einer Handelekammer zu Gießen betreffend. Dieselde enthält bie Enischließung des Großherzogs königliche Hoheit, wonach Allerhöchstderselbe die Errich— Stadt Gießen bilden und welche aus sieben Mitgliedern bestehen soll, zu genehmigen geruht habe. III. Bekanntmachung Großh. Commission für Pofl⸗ angelegenheit, Veränderungen im Postkurswesen in den Provinzen Oberhessen und Rheinhessen betreffend. Die Personenpost zwischen Grebenhain und Steinau, sowie die Personenpost zwischen Alsfeld und Neustadt auf der Strecke Kirtorf—Neustadt ist aufgehoben, dagegen eine Personenpost zwischen Alsseld und Ziegenbaln hergessellt worden, ferner hat die Errichtung einer täglich einmaligen Botenpost zwischen Gau-Bickelheim und Wöllstein statt⸗ gefunden.. Großberzog haben allergnädigst geruht: am 21. Februar den Revisionscontroleur bei dem Hauptzollamte Darm- stadt, Adolph Gölz, zum Revisor bei der Steuercontrole, mit dem Amtstitel als Obersteuerrevisor,— den Finanz⸗ Accessisten Maximilian Freiherrn von Bellersbeim aus Oarmstadt zum Hauptzollamts-Assistenten I. Classe bei dem Hauptzollamte Darmstadt, und den Finanz⸗Accessisten Karl Pabst aus Darmstadt zum Calculator II. Glasse bei der Steuercontrole und Calculatur der Ober ⸗Steuer⸗ Direction zu ernennen. Darmstadt, 4. März. 2. Kammer. Bei der Fortsezung der Berathung des Special-Etate Großh. Ministeriums des Innern verwilligt die Kammer die Forderung der Regierung für die Landesuniversität mit 109,752 fl. nebst 4000 fl. für neue Berufungen, ersucht die Regierung, den Lehrstuhl für Ingenieurwissenschaften wieder zu besetzen und darauf hinzuwirken, daß in Gießen eine katholisch-theologische Facultät errichtet werde, verwilligt die Gehalte des Universitätsrichters, Actuars und ersten Universitätsdieners nur auf die Amtsdauer der gegenwärtigen Inhaber dieser Stellen. Berlin. Die Zabl der Adressen, in welchen dem Fürsten Bidmarck für sein Auftreten in der Schulaufsichtsangelegenheit Dank ausgesprochen wird, nimmt von Tag zu Tag zu. Es sind neuerdings wieder derartige Kundgebungen aus Rotenburg an der Fulda, Schweidnitz, Striegau, dem Kreise Conitz, Langensalza, Hildesheim, Bingen u. s. w. zu verzeichnen. — Wie die„D. R. C.“ hört, dürfte die Einverleibung des Herzogthums Lauenburg in die preußische Monarchie schon in kurzer Zeit erfolgen. Die erforderlichen Vorarbeiten in der Verwaltung sollen sich bereits im Gange befinden. Durch diese Einverleibung würde der deutsche Staat um eine Bevölkerung von 50,345 Seelen vermehrt werden, welche nach der Zählung vom 1. De- zember vorigen Jahres, als die Bevölkerungszahl des Herzogthums ermittelt worden ist. Köln. Der hiesige Divisionspfarrer Herr Künemann hat am letzten Sonntag Vormittag in Gemäßbeit der ihm von Seiten des Herrn Gou⸗ verneurs, Generallieutenants v. Franckenberg, er- theilten Weisung in der Pantaleonskirche wieder den katholischen Garnisonsdienst abgehalten, den er auf Anordnung des Feldpropstes, Hrn. Nams⸗- zanowsky, mit dem Tage einstellte, an welchem die altkatholische Gemeinde ihren Gottesdienst in besagter Kirche abbielt. Es wird also, trotz des Extommunications-Decretes des Herrn Erzbischofs Paulus, in derselben Kirche außer dem evange— lischen alt- und neukatbolischer Gottesdienst ab- gehalten. Nach Beendigung des altkatholischen Gottesdienstes, der immer zahlreich besucht ist, fanden sehr viele Einzeichnungen in die Liste der altkatholischen Gemeinde statt. — Der„Reichsanzeiger“ enthält eine Ver- orduung bezüglich der Einberufung des Bundes raths auf den 13. März. Derselbe bringt ferner eine Zuschrift des Fürsten Bismarck, worin dieser erklärt, er habe bisher alle Zustimmungsadressen zu der von der Regierung in Betreff des Schul- aufsichtsgesetzes befolgten Politik möglichst beant- wortet, könne jedoch bei der erfreulichen Zunahme dieser Kundgebungen wegen seines Gesundheitszu— standes und des Dranges der Dienstgeschäfte nicht jede besonders beantworten. Er dankt für das kundgegebene Vertrauen und versichert, er werde bemüht sein, sich das Vertrauen seiner Mitbürger zu erhalten. — Durch k. Cabinetsordre ist, wie die„K. 3.“ hört, für die Jufanterieregimenter der Linie ein neuer Etat vom 1. Jan. 1873 ab bestimmt worden. Von diesem Tage ab soll jedes Bataillon um 4 Unteroffiziere 40 Mann stärker sein, jede Compagnie also um 1 Unteroffizier 10 Mann zu⸗ nehmen. Der bisherige Friedensetat eines Linien— Infanterie Bataillons war 52 Unteroffiziere, 17 Spielleute, 448 Mann und würde somit von dem genannten Tage ab 56 Unteroffiziere, 17 Spiel- leute, 488 Mann sein und sich so dem Etat der Garderegimenter nähern. Diese Etatserhöhung soll keine dauernde, vielmehr lediglich zu dem Zwecke angeordnet sein, um die für die bevorstehenden Neuformationen des 15. Armeecorps, welches zur Zeit immer noch aus bloß abcommandirten Truppen theilen besteht, nöthigen Mannschaften disponibel zu haben. Der erste Ersatz aus Elsaß-Lothringen werde dann im Oktober 1873 auf die alten Armtecorps zur Vertheilung gelangen. Weimar. Der Landtag des Großherzog— thums hat vor erfolgtem Schlusse noch eine Summe von 100,000 Thalern behufs Errichtung eines Denkmals zur Erinnerung an die Thaken des 94. Infanterieregiments bewilligt. München. Die nun erfolgte Einführung der preußischen Chargenbenennungen hat unter den Offizieren der baperischen Truppen nicht unerheb⸗ liche Verstimmung hervorgerufen, namentlich pro⸗ testirt man gegen Benennungen wie„Premier-Lieute- nant“,„Seconde-Lieutenant“,„Capitaind'armes“ als„undeutsch“. Man ist hier der Meinung, es möchte wohl am Platze gewesen sein, für die ge⸗ meinsame Chargenbenennung des Reichsheeres die alten süddeutschen Bezeichnungen zu adoptiren, und versichert von gut unterrichteter Seite, daß eine solche preußischerseits gemachte Einräumung diesseits mit ernsthafteren militärischen Concessionen beantwortet worden wäre. Man soll sich hier, trotz aller gegentheiligen Einstüsterungen, der Ein- sicht in die Nothwendigkeit vollständiger Ueberein⸗ stimmung in der Organisation aller deutschen Truppentheile keineswegs verschließen, und nur an der Rolle beständiger einseitiger Nachgiebigkeit kein sonderliches Wohlgefallen haben. Heidelberg. Man schreibt von hier vom 2. d. M.: Der heutige Tag, an welchem vor einem Jahre die Friedenspräliminarien zu Ver— sailles unterzeichnet wurden, hat wieder an die Einführung eines jährlich wiederkehrenden Friedens- festes in ganz Deutschland erinnert. Ein hier wohnhafter Reichstagsabgeordneter hat es über⸗ nommen im Reichtage sogleich bei dessen Wieder— zusammentritt nach Ostern den Antrag darauf zu stellen. Dann könnte das Fest noch am bevor— stehenden 10. Mai d. J., an welchem Tage der Friede im Jahre 1871 endgültig geschlossen wurde, zum ersten Mal gefeiert werden. Ausland. Oesterteich. Wien. Die„Montagsrevue“ meldet aus Konstantinopel: Auf die freundschaft- liche Anfrage der Pforte an das russische Cabinet betreffs der Armirung der Flotte im schwarzen Meere, antwortete Fürst Gortschakoff, daß diese Armirung von 25 Schiffen nur bezwecke, die Manövrirfähigkeit der Schiffe zu erproben und die Mannschast auszubilden. Die russische Regie- rung beabsichtige nicht, daselbst größere Schiffe zu bauen oder die gegenwärtige Schiffszahl zu vermehren. Versailles. In parlamentarischen Kreisen gewinnt das Gerücht Glauben, daß Pouyer— Quertier seine Demisston geben werde und wird versichert, Casimir Perier werde ihm im Amte folgen. — Ueber die im Gange befindlichen Unter— suchungen bezüglich der Capitulation von Metz erfährt ein Correspondent der„Indep. belge“, daß Mitglieder des Municipalrathes und sonstige Notabeln genannter Stadt auf ihr eigenes Ver— langen hin am 5. d. vor der betreffenden Com- mission erscheinen werden. Sie sollen im Stande sein zu beweisen, daß Bazaine am Tage der Uebergabe noch für seche Tage Lebensmittel vor— räthig gehabt habe. Großbritannien. London. Der„Ob- server“ meldet über den Inhalt der Antwort der Unionsregierung, dieselbe äußere keine positive Meinung über die Zulässigkeit oder Unzulässigkeit der indirecten Entschädigungs-Ansprüche und be⸗ tone namentlich die Rathsamkeit, diese Frage dem Schiedsgericht zu unterbreiten. Amerika müsse England die Verantwortlichkeit überlassen, zuerst von dem Vertrage zurückzutreten. In diesem Falle, meldet das genannte Blatt weiter, sei nicht zu erwarten, daß die Unionsregierung sofort ent schledene Schritte thun werde; dieselbe werde zu— nächst nur die Rechte der amerikanischen Fischer in den canadischen Gewässern aufrechterhalten. — Die„Times“ melden aus Philadelphia vom 2. März: Die Antwort der amerikanischen Regierung lehnt die Zurücknahme der indirecten Forderungen ab; sonst ist sie äußerst freundlich gehalten. Amerika. Newyork. Die Antwort der Unionsregierung auf die englische Note ist am 2. März abgegangen. Die Washingtoner Corre- spondenten der hiesigen Blätter äußern sich in Betreff der Alabama Differenz in versöhnlichem und friedlichem Tone. T Friedberg. Es geht uns der achtzehnte Jahres⸗ bericht des germanischen Narionalmuseums in Nürnberg für das Jahr 1871 zu. Aus demselden er⸗ sehen wir, daß auch dieses Jahr wieder eine Reihe neuer, theils einmaliger, theils fortzusetzender Geldgaben einge⸗ gangen ist. Das deuische Reich hat an Stelle ber früher von den Einzelregierungen Süddeutschlands und dem nord⸗ deutschen Bunde geleisteten Beiträge einen gemeinsamen Beitrag von jährlich 8000 Thalern in den Etat für 1872 gestellt, wodurch also künftighin eine Erhöhung gegen die seitherigen Beiträge eintritt. Von den übrigen Jahresbei⸗ trägen ist der zunächst auf 5 Jahre verwilligte der Stadt Berlin zu erwähnen mit je 200 Tylrn., dann derjenige der palriotischen Gesellschaft zu Hamburg mit je 12 Thlrn. Noch in den letzten Tagen des Jahres wurde dem Museum die Mittheilung, daß der preußische Finanzminister gestattet habe, daß aus dem sequestrirten Vermögen des vormaligen Königs Georg von Hannover der früher der Anstalt ge⸗ leistete Jahresbeitrag von 200 Thlr. vom 1. Januar 1872 an wieder gezahlt werde. Die Gesammteinnahmen de⸗ ziffern sich 1870 auf 52,080 fl. 53 Kr.; die Gesammi⸗ ausgaben auf 55,868 fl. 27½ Kr., die Mehraus gabe wurde durch die Einnahme des Jahres 1871 gedeckt. Für 1871 liegt eine Veröffentlichung über Ausgaben und Ein⸗ nahmen noch nicht vor. Zu erwähnen bleibt noch, daß verschiedene bauliche Umgestaltungen im Museum statt⸗ fanden, und daß sich ein Comite angesehener nürnberger Bürger bildete, um durch Sammlungen die Kosten der Uebertragung des Augustinerklosters zu bestreiten. Die Sammlungen des Museums haben reichen Zuwachs er⸗ halten, und zwar ist kaum irgend eine Abtheilung der⸗ selben ohne sehr erhebliche und nennenswerthe Zugänge durch Geschenk und Ankauf geblieben. Der 400jährige Geburteiag A. Dürer's hatte eine Ausstellung veranlaßt, welche, vielseitig unterstützt, eine glänzende zu nennen war und bedeutenden Besuch fand, gleichwie auch die Samm⸗ lungen selbst in diesem zahlreicher besucht waren, als je in einem der vorhergehenden Jahre. An Publikationen sind im Jahre 1871 außer dem 18. Jahrgange des An⸗ zeigers für Kunde d. d. V. der Katalog kirchlicher Ge⸗ räthe, sowie die erste Keferung der„Quellen zur Geschichte der Feuerwaffen,“ letztere als selbstständiges Unternehmen im Verlage von F. A. Brockhaus in Leipzig, erschienen. Gießen. Montag den 8. April l. J., Vormittags 9 Uhr, werden die Sitzungen des Schwurgerichts unter dem Vorsitze des zum Präsidenten des Schwurgerichtshofs bestimmten Großh. Hofgerichtsraths Herrn Dr. Zimmer⸗ mann, beziehungsweise des zu dessen Stellvertreter er⸗ nannten Großherzoglichen Hofgerichtsraths Herrn Kempff ihren Anfang nehmen und es sind demzufolge bei der in öffentlicher Sitzung Großherzoglichen Hofgerichts der Provinz Oberhessen staltgehabten Ausloosung der Haupk⸗ Geschworenen folgende Namen aus der Urne gezogen worden: 1) Ernst Heinemann, Buchhändler in Gießen. 2) Wilhelm Faber, Oeconom daselbst. 3) Dr. Adolph Mettenheimer, Apotheker daselbst. 4) Christoph Jacob Melchior, Bierbrauer in Butzbach. 5) Anton Franz Ricker, Buchhändler in Gießen. 6) Seligmann Hirsch⸗ horn, Ellenwaarenhändler in Friedberg. 7) Johannes Huber, Specereihändler daselbst. 8) Fr. Chr. Pietsch, Buchdruckereibesitzer in Gießen. 9) Gg. Hein. Friedrich Leib, Gastwirth daselbst. 10) Conrad Zimmer III., Bürgermeister in Villingen. 11) Johannes Jochem J., Landwirth in Laubach. 12) Georg Wortmann, Kauf⸗ mann in Gießen. 13) August Ludwig Müller, Materialist daselbst. 14) Löb Kaufmann, Tuchhändler in Butzbach. 15) Hermann Steinberger, Hofgerichts-Advokat in Gießen. 16) Heinrich Jacob Brückmaun, Branntweinhändler in Bermuthshain. 17) Dr. Wilhelm Schüler, Hofgerichts⸗ Advocat in Gießen. 18) Seligmann Kaufmann, Tuch⸗ händler in Schotten. 19) Abraham Heß, Kaufmann in Hungen. 20) Peier Kratz, Kammerrath in Lich. 21) Jost Bräuning, Müller in Harbach. 22) Werner Diehm III., Fabrikant in Lauterbach. 23) Philipp Best, Bürgermeister in Bruchenbrücken. 24) Jean Becker, Eisenhändler in Lauterbach. 25) Georg Philippi, Bierbrauer in Friedberg. 26) Jost Wolf III., Landwirih in Berstadt. 27) Friedrich Roth, Rothgerber in Nidda. 28) Eduard Groß, Kauf⸗ mann in Grünberg. 29) Heinrich Spamer I., Gerber in Schotten. 30) Conrad Heun, Landwirth in Melbach. I Oeffentliche Vorträge. Herr Reallehrer Dr. Weierhäuser behandelte letzt⸗ verflossenen Dienstag ein interessantes Thema:„Die socialen Kämpfe im alten Rom.“ Eingangs des Vortrags wurde auf die sociale Be— wegung unserer Zeit hingewiesen, die in der im vorigen Jahr in Paris in Scene gesetzten Commune-Wirthschaft eine grauenvolle Beleuchtung gefunden hatte. Unter diesen Umständen erscheine es angezeigt, durch Vorführung eines konkreten Beispiels ähnlicher Tämpfe aus der Geschichte die Bedeutung der socialen Bestrebungen der Gegenwart in's Licht zu stellen, die Gewinnung richliger Gesichis— punkte zu ihrer Beurtheilung zu fördern und eine vor— urtheilsfreie Theilnahme an den sich hier entgegenstehenden Juteressen zu erwecken. Es würde zu weit führen, den Ausführungen des Vortrags über die über eine Reihe von Jahrhunderten sich erstreckenden socialen Kämpfe im alten Rom in's Einzelne zu folgen, wie schon am An⸗— sang der römischen Geschichte das Volk sich unterschied. in Patricter, die Nachkommen siegreicher Einwanderer, die den größten Theil der Ländereien für sich in Anspruch nahmen,— in Clienten oder Lehnleute der Patricler, Nachkommen der Ureinwohner des Landes, denen von den Eroberern ein kleiner Theil ihres ehemaligen Be⸗ sitzes belassen wurde und die nun in einer Art von Hörigkeit zu denselben standen, und— die Plebejer, in Rom aufgenommene Einwohner eroberter Städte, die von der Theilnahme an der Regierung und der Nutz * * f eine würse tüm siunlit Aber. in Br ihren gebet. Spit Dit nießung der Staatsländereien ausgeschlossen waren; wie die Arioten später in dem dritten Stand aufgingen; wie der zweitletzte von den sieben Köyigen Noms in richtiger Würdigung der Verhältnisse die allmählich durch Zahl und Tüchtigkeit wichtig gewordenen Plebejer gegen die Bedrückungen der Patricier durch weise Gesetze zu schützen suchte; wie dagegen mit dem Beginn der republikanischen Zeit diese Bedrückungen immer unerträglicher wurden und die Plebejer, welche durch schweren Grundzins, die Lasten des Kriegsdienstes und durch übermäßige Schuld— zinsen— mindestens 12%— und barte Schulbgesetze mehr und mehr verarmten, zur Verweigerung des Kriegs dienstes und offener Auflehnung drängten; wie sie in Folge derartiger Vorgänge das Recht der Vertretung ihrer Interessen durch Tribunen, die Niederschrift der Ge— setze auf eherne Tafeln, die Aufhebung des Verbots der Wechselbeirath zwischen Patricier und Plebejer und all— mähliche Gleichstellung mit den Patriciern errangen, wie später aus den Familien der Helden und Staatsmänner ein neuer Adel sich bildete, der in den eroberten Provin⸗ zen sich bereicherte und durch Bestechung des in Rom erwachsenen zahlreichen Proletariats sich die einflußteichsten Stellungen sicherte; wie die edlen Bestrebungen der Gracchen, dem einreißenden Verderben Einhalt zu thun, an dem stolzen Egoismus der Vornehmen scheiterten und endlich der innerlich verderbte Staat eine Beute seiner Generale wurde, indem das in Laster versunkene feile Volk sich selbst als Mittel dazu bergab. Eins aber soll nicht unerwähnt bleiben, was wie ein rother Faden durch den ganzen Vortrag hindurch durch— leuchtete und allseitige Beherzigung verdient: Rom ist durch rücksichtslose Selbstsucht auf der einen und maßlose Genußsucht und Sittenverderbniß auf beiden Seiten zu Grunde gegangen. In dieser Thatsache, durch deren Nahelegung der Vortrag allein schon sich ein Verdienst erworben, liegt eine ernste Mahnung an unsere Zeit. Wir saben an der Spitze der Commune in Paris eine aus dem Abschaum der SGesellschaft zusammenge— würfelte Bande, bereit die Welt in Splitter zu zer— trümmern, wenn dies sich ihren Zwecken, die in grob— sinnlichem Genuß gipfelten, förderlich geschienen hätte. Stellen wit diesem traurigen Bild ein anderes gegen über. Oeffentliche Blätter berichten von einer Kindersoiree in Brecklyn bei Newyork. Eine zehnjährige Dame gab ihren Freundinnen und Freunden ein Fest. Die Fest⸗ geberin erschien dabei in kostbarstem, mit den reichsten Spitzen bedeckten Seidengewand, mit einem goldenen Gürtel um die zarten Lendchen und einem Diadem auf den kindlichen Locken, das von kostbaren Steinen funkelte und von der hoffnungsvollen jungen Dame mit den Worten hin- und hergewiegt wurde: Nur ächte Steine, keine Imitation! Die Geladenen gaben ihr an Pracht der Toiletten kaum was nach, und die Mütter brüsteten sich gegenseitig, daß der Auswand dafür für diesen Abend auf vier bis sechs tausend Dollars sich belaufe. Daß die ausgesuchtesten Leckereien und die feinsten Weine herumgereicht wurden, die Festlichkeit bis zum frühen Morgen sich ausdehnte und dabei von den jungen Damen und Herren die feinste Tournüre entwickelt wurde, versteht sich von selbst. Wahrlich, wo solche Erscheinungen möglich sind, da ind ähnliche Gefahren für die Zukunft der Gesellschaft vorhanden, wie bei den genußsüchtigen Römern, wo ein Gastmahl oft Milliogen verschlang und das Volk grund— satzlos seine Freiheit dem verkaufte, der es am kostbarsten speiste und ihm die brillantesten Schauspiele bot. Unser deutscher Mittelstand zumal, sagt man, hat nichts gemein, weder mit der cynischen Lebensanschauung der Commune, noch mit der unnatürlichen Ueppigkeit der über Nacht reich gewordenen Geldaristokratie. Wohl! Aber zum Nach⸗ denken fordert die Sache doch auf. Frankfurt a. M., 4. März. Die Böese verkehrte heute in ausgezeichnet günstiger Stimmung. Auf dem ganzen Verkehrsgebiet berrschte außerordentliches reges Leben. Das Haupt⸗Geschäft fand in jungen Bankactien statt, die Umsätze hierin waren sehr bedeutend. Dieser Umstand kam den neu eingeführten französisch-italienischen Bankactien sehr zu statten. Die Zeichnungen bierauf sollen massenhaft eingelaufen sein und wurde beute 2% Agio gegen den Emmissionscours bewilligt. Für junge österr. Eifenbahnen lagen viele Kaufordres vor und erhöhten einige wesentlich ihren Cours. Für Raab-Grazer Eisen⸗ bahn⸗Actien herrscht eine sehr günstige Meinung, da es dieser Bahn gelungen sein soll, eine directe Verbindung mit der Elisabethbahn herzustellen mit Umgehung der Linie Wien. Hiedurch tritt die Grazer Eisenbahn in den directen Verkehr der deutsch⸗österreichischen Provinzen, welches voraussichilich für die weitere Entwickelung dieser Bahn von nicht zu unterschätzendem Vortbeil ist. Be⸗ sonders hervorzuheben ist beute noch die außerordentliche Kauflust, die für die beiden zösterreichischen Rentengat— tungen herrscht. Silberrente gewann gegen die Samstags— börse 1½%. Papierrente 10%. Zur Linderung der ungersnoth der Ssraeliten in Persien ist bei dem Unterzeichneten wetter eingegangen: Von Dr. Schott 1 fl., aus der Gemeinde Nieder-Weisel von Lehmann Heinemann 1 fl. 45 kr., Samuel Krämer II. 45 kr., Jonas Schwarz 1 fl., Simon Schwarz 30 kr., Liebmann Krämer 1 fl., Abrah. Kaufmann 1 fl., J. L. Oppenheimer 30 kr., Samuel Krämer I. 18 kr., Süßel Strauß 18 kr. M. Wetterhahn 18 kr., H. Wetterhahn 18 kr., M. Strauß 18 ke., J. Isaat 12 kr., Jonas Schloß Wittwe 15 kr., Abrah. Krämer 30 kr., im Gan⸗ zen 9 fl. 57 kr., hierzu die früher verzeichneten Gaben mit 152 fl. 25 kr., sonach zusammen: 162 fl. 22 kr. Herzlichen Dank den edlen Gebern. Mayer Hirsch. Frankfurt a. M.— Neben einer großen Anzahl der renommirtesten in- und ausländischen Zeitungen, als deren bedeute ndste, hinsichtlich der Verbreitung, wohl der Kladderadatsch genannt werden darf, ist neuerdings der seit langen Jahren in Frankfurt a. M. erscheinende „Frankfurter Beobachter“ in den Annoncen⸗Pacht der in Frankfurt a. M. domicilirten, allgemein bekannten Firma Rudolf Mosse übergegangen. Es darf dieses als neues Aequivalent für das der genannten Firma allge⸗ mein entgegengetragene Vertrauen bezeichnet werden. Verloosung. Gotha, 1. März. In der heutigen Ziebung der Bukarester Prämien⸗ Anleihe fiel der Haupigewinn von 50.000 Fre. auf Serie 30 Nr. 93, 10,000 Frs. auf Serie 3255 Nr 55, 5000 Fre. auf Serie 7336 Nr. 58. Ferner gezogene Serien: 30 281 351 436 471 722 935 1190 1705 1806 1840 1907 2438 3191 3204 3255 3284 3304 3548 3810 3982 3990 4018 4078 4136 4276 4290 4310 4472 4537 4696 4792 5129 5167 5523 5676 5771 5916 6070 6285 6589 6863 7138 7233 7336 7341 7362 7395 und 7420. Samstag den 9. März, Abends 8 Uhr, Sitzung des Lokal-Gewerb-Vereins. Tagesordnung: Vortrag über das Gewerbesteuergesetz. Der Vorstand. Versteigerung von Eichen- und Kiefern⸗Stammholz, in der Oberförsterei Nidda. 584 Montag den 11., Dienstag den 12., Frei⸗ tag den 13. und Montag den 18. März sollen im Harbwalde in den Diftrikten Dorn und Elchel⸗ acker versteigert werden: 932 Elchen⸗Stämme von 17—47 Centimeter Durch— messer und bis zu 16 Meter Länge, zu Bauholz und vorzugsweise zu Wagnerholz geeignet, 203 Kiefern⸗Stämme von 18—68 Centimeter Durch messer und bis zu 19 Meter Länge, zu Bau⸗ und Schnittbolz geeignet, 4 Buchen⸗Stamm-Abschnitte zu Hackklötzern brauch bar von 82— 98 Centimeter Durchmesser und 1—3 Meter Länge, sowie Dienstag 19. März in den genannten Distrikten: 92 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 168„ Eichen⸗„ 38 5 Kiefern⸗ 5 6* Aspen⸗ 5 20* Buchen⸗Prügelholz, 225„ Eichen · 4 32* Kiefern⸗„ 22* Buchen ⸗Stockholz, 155 Eichen⸗ 5 58* Klefen⸗ 5 82 1 Buchen⸗Reiobolz, 506* Eichen; 2 234 5 Kiefern⸗„ Die Zusammenkunft it am 11. und 19. März im Distrikt Dorn an dem Nidda⸗ Rodheimer Vicinalweg und an den übrigen Tagen im Distrikt Eichelacker am Nidda-Ulfarr Vielnalweg, jedesmal Morgens präels 9 Uhr. Nidda am 25. Februar 1872. Großherzogliche n Nidda. Rohr. * Holz-Versteigerung. 623 Montag den 11. März, Vormittags 10 Uhr an- fangend, werden in dem Michelbacher Gemeindewald folgende Holzsortimente öffentlich verfteigert, als: Olstrikt Leimenkaut. 5 Fichten⸗Stämme von 0,65 Festmeter, 1 desgleichen Stangen I. Klasse, 7. 4 Olftritt Eichen- und Buchenbardt. 64 Eschen⸗Stämme von 87 Feftmeter, 127 Raummeter Eichen⸗Klafterholz, 94 5 Erdflöcke, 1950 Eschen⸗Wellen. Anfang Disirskt Leimenkaut. Michelbach(Amt Usingen) den 29. Februar 1872. Der Bürgermeister Maurer. Versteigerung von Dreschmaschinen— Theilen. 639 Dienstag den 19. März J. J., des Morgens 9 Ubr anfangend, sollen die Theile von det der biesigen Dampf⸗Dreschmaschine-Gesellschaft verbrannten Dresch— maschine als: 1450 Pfund Schmiedeisen, 267 Pfund Schrauben, 52 Pfund Mesfing, mehrere Centner Gußeisen, 12 Stück große und kleine Riemenscheiben, 9 Stück kleine und 2 Stück große Riemen, 1 Winde, 1 Schraubstock und verschiedenes Werkzeug öffentlich meistbletend versteigert werden. Auch fteht die 8 bis 10pferdekräftige fahrbare Loco— mobile zum Verkaufe bereit. Laubach am 29. Februar 1872. Groß herzogliches Ortsgericht Laubach. 1.. Auf forderung. 649 Die zum Nachlaß des Konrad Röhrig von Kirch⸗Göns gehörige, ihm im dasigen Flurbuch zuge— schrlebene Parzelle II. 40. 36[◻HJKlftr. Wiese im Schmoll⸗ bach ist erweislich durch Kauf von der Curatel über Joh. Jung II. erworben worden, es kann aber die Zablung des Kaufschlllings nicht nachgewiesen werden, weßhald alle Diejenigen, welche noch deßfallfige Ansprüche glauben machen zu können, zu deren Geltendmachung binnen 6 Wochen bei Strafe stillschweigenden Aufschlusses und Löschung der Beschränkung beim Eintrag im Mutations⸗ verzetchniß hiermit aufgefordert werden. Butzbach den 24 Februar 1872. Großherzogliches Landgericht Butzbach Re Holz- Versteigerung. 653 Montag den 11. d. M., Vormittags 9 Uhr, werden im Nieder⸗Rosbacher Gemeindewald, in den Distrikten Bauwald und Sang, nachstehende Holzsortimente öffent⸗ lich meistbtetend verflelgert: 4 Raummeter Aspen⸗Scheitholz, 71.5 15 Eichen⸗Prügelholz, 2,5 10 Nadel⸗ 1 24 15 Aspen⸗ 1 28,5 95 Eichen⸗Stockholz, 2 5 Nadel- 5 11 6 Aspen⸗* 200 Stück Buchen⸗Wellen, 2370„ Elchen⸗„ 1160„ Nadel⸗„ 220 Aspen⸗ 5 Eschen⸗ Stämme, 0,48 Cubikmeter enthaltend, 10 Nadel-- 1,30 5 5 Eichen⸗Stangen, 0,28 1 70 79 Nadel-* 4.33 1 9 Anfang und Zusammenkunft der Verstetgerung Morgens 9 Ubr an der Sang vor dem Wald. Nieder-⸗Rosbach den b. März 1672. Groß berzogliche 1 u Nieder-Roobach, 1 00%. Bekanntmachung. 657 Zum Zwecke der Beschaffung landwirtbschaftlichen Betriebsmaterials, namentlich Saatgut, Hülfsdünger, Brennmaterial u. s. w. bat sich dabiet zu Friedberg ein genossenschaftlicher Verein unter der Firma „Landwirthschaftlicher Consum-Verein“ (eingetragene Genossenschaft) laut Gesellschafts⸗ Vertrag vom 17. Februar 1872 ge⸗ dildet, dessen Eintrag in das Gesellschafts⸗Register heute vollzogen worden ist. Der Vorstand der Genossenschaft besteht aus folgen⸗ den zu Friedberg wohnenden Bereinsmitgliedern: 1) Großb. Kreis-Assessor Haas, Direktor, 2) Lehrer Lang, Secretät, von welchen alle unter der Firma des Vereins ergebenden Erlasse und Bekanntmachungen unterzeichnet werden. In Verhinderung des Direktors wird derselbe durch Georg Philippt von hier vertreten. Das Verzeschaiß der Genossenschafter liegt bei dem unterzeichneten Gericht zur Einsicht offen. Friedberg am 1. März 1862. Großberzogliches Landgericht Friedberg. Rei. 2 8 29 95 83 0 0 2 ——— 2 aheim. 8 1 2 2 85 85 8 81 8 Die soeben erschienene Nr. 23 enthält? 33 Die zweite Bitte. Novelle von W. H. Riehl. (Schluß.)— Die Holzschlütter in den Vogesen. Mit Originalzeichnung von R. Aßmus.— Die dedrobte östliche Reichsmark. Polnische Gänge von R. Andree. — Der Sturz des Melflers. Vaterländischer Roman von Georg Hiltl.(Fortsetzung.)— Jean Dalichau, der Menagertewaͤrter. Wit Originalzeichnung von H. Schaumann.— Am Familientische: Der Gotbaische Hofkalender.— Die Fächer der Katserin Eugenie. Zu Bestellungen empfeblen sich Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Russensteine. 634 Zur Anfertigung von 600,000 Russensteinen wird ein zuverläffiger Brenner gesucht. Frtedberg. Chr. Bender. 652 Ein einfaches, solides Mädchen, das gut rechnen und schreiden kann und womoͤglich schon in einem Meßzgergeschäft u thätig war, wird gegen doden Loden sofortgesucht. Adresse C. G. Hartmann, Schweine⸗ meßtzger, Schmidistube 1 in Frankfurt a. M. Das Ueueste in Sonmnenschirme 660 und En- tous- cas zu reellen Preisen bei K. Friedrich, neben der Post. 413 Den Herren Landwirthen empfehle mein großes Lager in Prima⸗Deutsch⸗ und RNoth⸗Kleesamen, ewig. oder Luzerne Kleesamen, Saat Wicken. Linsen und Erbsen, Lupinen und Feldbohnen, amerik. weiß. Pferdezahnmeis, sowie alle Gemüse- und Feldsämereien zu den billigsten Tagespreisen. N Muster werden auf Verlangen franco uͤbersandt. 8 Samenhandlung von Friedrich Bender, Holzgraben 2, am neuen Markt in Frankfurt a. M. Dekanntmachung. 659 Einem geehrten Publikum diene hiermit zur ge⸗ fälligen Nachricht, daß Unterzeichneter an jedem Sams tag in seiner Wohnung, dei Herrn Dachdecker Walter dahier, zu sprechen ift. Assenheim den 4. März 1872. Der Bezteks⸗Bauausseher des IV. Bezirks Wen ck 642 Eingetretener Trauer halber ist mein Geschäft die ganze Woche hindurch geschlossen. Friedberg den 4. März 1872. Mayer J. Hirsch. Bekanntmachung. 629 Das Markt⸗ und Verloosungs⸗Comité in Offen⸗ bach hat mir für die Provinz Oberhessen die Haupt— Agentur der Offenbacher Viehmarkts Loose, per Stück 30 kr., übertragen und erhalten die Wiederverkäufer angemessenen Rabatt. Vilbel im Februar 1872. Wilh. Kullmann. Gegen Uervenschwäche und daher stammende Leiden findet man ein in tausenden von Fällen erprobtes und in diesen stets als vollkommen bewährt befundenes Verfabren, dessen Wirksamkeit noch von keinem andern erreicht wurde und das allein den einzigen Weg zur sichern Genesung zeigt, in den Schriftchen: Die Stärkung der Nerven. Ein Rathgeber für Nervenleidende und Alle, welche geistig frisch und körperlich gesund bleiben wollen von Dr. A. Koch. 14. Aufl. Preis 27 kr. Vorräthig bei Bindernagel& Schimpff in Iriedberg. 651 Atpfel und Dirnen, 275 Zwetschen, Mirabellen, Pflaumen zu 30, 36, 24 kr. per Stück, 50 fl. per 100 Stück. Aepfelpflanzungen für Gemeinden werden unter Garantie übernommen. „Rosen“, hoch, halbhoch und niederflämmig ver Stück 36, 30, 24 kr., per 100 Stück 40 fl. Baumschule von Gebr. Schultheis, Steinfurth bei Bad-Nauheim. 7 7 Ein junger Mann 497 aus anftändiger Familie, mit den nöthigen Schul— kenntnissen versehen, wird per 1. April als Lehrling auf unser Comptoir gesucht.* Friedberg. Gürtb& Seibert. Die Gartenlaube. Nr. 9. Inhalt: Am Altar. Erzählung von E. Werner, Verfasser des„Helden der Feder“.(Fortsetzung.)— Auch ein Strikender! Originalzeichnung von Melin in Düsseldorf.— Entwickelung der Erdrinde mit ibren Bewohnern. I. Von Bock.— Parlamentarische Charat⸗ tere aus Preußen. 1. Die Führer der Ultramontanen.— Den Unbekreuzten. Gedicht von Pr.— Eine Heilstätte in den Alpen. Mit drei Abbildungen: Passeper Thor von Meran;— Zwilschen Weinbergsmauern auf dem Küchelberge;— Ruine Brunnen berg.— Erinnerungen an eine treue Stele. Eine Lebensgenosfin und Pflegerin Friedrich Schiller's. Von A. Schmeiher.— Blätter und Blüthen: Ein neuer bürgerlicher und Reform⸗Mintster. Mit Abbildung: Dr. Falk, der neue Cultusmlnister von Preu⸗ ßen.— Rittler ist todt!— Das Werk eines Heim- gegangenen.— Aufruf. Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen sich zu geneigten Aufträgen. Bestes amerikanisches Schweineschmalz! 525 in Originalfässern von circa 3 Centnern, d fl. 32. per Centner, ist angekommen bet 9525 Wilb. Fertsch. g Alle Sorten 0 Gemüse-, Garten-& Oeconomiesaamen, bester Qualftät, bringe ich in empfehlende Erinntrung. Friedberg. Leineweber, 655⁵ Metzgergasse Nr. 331. 569 Für Anfang April l. J. ist in einem größeren Fabrikgeschäft in Frankfurt a. M. eine Lehrlingssterle zu besetzen und zwar auf dem Comptoit, woselbst dem Betreffenden Gelegenheit geboten ist, sich mit allen Comptoirarbeiten vertraut zu machen und Kenntnisse in dem Metallfach zu erwerben. Eine jährlich stetgende wöchentliche Vergütung wird geleistet. Frankirte Offerten unter Nr. 569 besorgt die Exp. d. Bl. Kirchen buchsauszügt. Evangelische Gemeinde. Getraute: 25 Febr. Ernst Leperzapf, blesiger Bürger und Schuhmachermeister, Sohn des verst. Poflillons Konrad Leperzapf und Regine Füller, Tochter des hiefigen Bürgers und Schuhmachermeisters Emmerich Füller. Getaufte: 25. Febr. Dem biesigen Bürger und Metzgermeister Jakob Ruppel ein Sohn, Johann Heinrich Frledrich, geb. den 7. Febr. 25. Febr. Dem hiesigen Bürger und Schreiner- meister Joh. August Frank eine Tochter, Marie Char⸗ lotte Anna, geb. den 15. Jan. a Beerdigte: 26. Febr. Anna Gertraude Jakobine Mogk, geb. Lotzbelr, Witwe des verst. hlesigen Bürgers und Schuh⸗ machermeisters Jacob Mogk, 71 Jahre, 8 Monate, 9 Tage alt, starb den 24. Febr. 27. Febr. Johann Friedrich Wilh. Vogt, Söhnchen des Stadtrechners Philipp Reinhard Vogt, 1 Jahr, 15 Tage alt, starb den 25. Febr. 28. Febr. Marte Elisabeth Höck, Tochter des verst. biesigen Poltzeiwächters Joh. Georg Höck, 69 Jahre, 3 Monate, 25 Tage alt, starb den 26. Febr. 1. März. Chrifliane Eckert, geb. Herrlich, Wittwe des verst. Postcondukteurs Joh. Eckert, 57 Jahre, 7 Monate, 1 Tag alt, starb den 28. Febr. 2. März. Kacl Friedrich Ernß Grauling, Söhnchen des Gensdarmen Joh. Ernst Grauling, 1 Jahr, 1 Monat, 10 Tage alt, starb den 29. Febr. Katholische Gemeinde. Getraute: 6. Februar. Georg König, Sohn des Gastwirths Anton König auf dem Johannisberg zu Bad- Nauheim und Aurelie Burck, Tochter des hiesigen Bürgers und Hofbterbrauers Jakob Burck. 25. Februar. Georg Adam Schmidt, Sohn des hie⸗ sigen Bürgers Heinrich Schmidt, und Elisabetha Kraß, Tochter des Bürgers zu Nieder⸗Florstadt Heinrich Kraß. Getaufte: 14. Januar. Dem hiesigen Bürger und Spengler⸗ meister Georg Kreß eine Tochter, Anna Maria Rosine, geboren den 31. Dezember 1871. Beerdigte: 20. Dezember 1871. Johannes Schad, hiefiger Bürger und Feldschütz, alt 50 Jahre, u den 18. Dezember 1871. 28. Dezember 1871. Johannes Jakob, Söhnchen des hiefigen Handschuhtresseurs Johannes Heng, alt 1 Monat und 8 Tage, 1 den 26. Dezember 1871. 9. Januar. Elisabetha Winter, Ehefrau des Peter Winter in Bad⸗Nauheim, alt 68 Jabre, T den 7. Februar. 14. Januar. Peter Winter, Privatmann, beimath⸗ berechtigt in Nieder-Mörlen, all 67 Jahre, den 11. Februar. 3. Februar. Philipp Franz Hepp, hiesiger Bürger, alt 88 Jahre, 4 den 1. Februar. 19. Februar. Eva Lippold, Ehefrau des verstorbenen hiesigen Bürgers und Büchsenmachers Anton Lippold, alt 82 Jahre, 1 den 17. Februar. J. Suchsland, Uhrmacher in Friedberg, 545 macht dem verebrten hiesigen und auswäxrtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß er sich in biesiger Stadt etablirt hat und bittet um geneigten Zuspruch. Reparaturen, sowie alle in dieses Fach einschlagende Artikel werden reell und rasch besorgt. Wohnung bei Bäckermeister Thönges vis-à-vie dem steinernen Haus. 1 1 bat zu vermietben und kann so⸗ Ein Logis gleich bezogen werden 570 G. Mörschardt, Sattler und Tapezier. 20 Zimmergesellen 658 finden dauernde Arbeit bei 2 Heinrich Füller, Zimmermeister. Die von vielen Aerzten empfoblene und mit glänzenden Erfolgen in Anwendung gebrachte Bruchsalbe gegen Unterleibs-Yrüche von Gottlieb Sturzenegger in Herisau, Schwehz, ist sowohl durch denselben selbst zu beziehen als durch nachfolgendes Depot. Dieseibe enthält durchaus keine schädlichen Stoffe und heilt selbst ganz alte Brüche in den meisten Fällen vollständig. Preis per Topf fl. 3. f Niederlage in Franksurt a. M.: Lindt, folger, Apotheker, Schuurgasse 58. Verstei gerung. 654 Dienstag den 12. März, Vormittags 9 Uhr, läßt die Unterzeichnete 2 Fahrkübe(trächtig), 1 Mutterschwein mit 9 Ferkeln, 1 Wagen, 1 Pflug, 1 Egge und sonstige Oeconomte-Geräthschaften, 5 Eichen⸗Stämme(zu Wagner⸗ werkholz geeignet) u. s. w. öffentlich gegen Baarzahlung versteigern. Bönstadt den 5. März 1672. Johannes Feuerstein III. Wittwe. Strohhüte 496 werden gewaschen und fagonnitt bet K. Friedrich, neben der Post. Nach⸗ 501 Danksagung. während der Krankheit unseres lieben Sohnes Ernst, sowie für die zahlreiche Betheiligung bei der Beerdigung desselben, sagen wir allen Freunden und Bekannten unsern herzlichsten Dank. Bad Nauheim den 2. März 1872. Die trauernden Eltern: Ernst Friedrich Geberinger. 8 Christiane Geberinger, geb. Fritzel. FCW Frucht preise. Per Malter. Friedberg, 5. März. Waizen 15 fl. 10 fr.; Kor 10 fl.— kr.; Gerste 7 fl. 35 kr.; Hafer 5 fl. 10 kr. Frankfurt, 4. März.(200 Zollpfund.) Waßzen 15½— 15⅝; Korn 101½—11½¼; Gerste 9— J; Hafer 8½— 8 /; Rüböl 26— ½ fl. per 50 Klo; Branntwein(50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß—. Grünberg, 2. März. Waizen 15 fl. 23 kr.; Korn 11 fl. 16 kr.; Gerste 7 fl. 53 kr.; Hafer 4 fl. 38 kr. Molter— fl.— kr.; Erbsen 11 fl. 20 kr.; Linsen— fl. — kr.; Saamen— fl.— kr.; Kartoffeln 4 fl. 30 kr. Mainz, 1. März. Waizen 15 fl. 55 kr.; Korn 11 fl. 37 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 9 fl. 15 kr. Kartoffeln 5 fl. 10 kr.; Roggenstrob per 100 Gebund 24 fl. Geld⸗ Cours. Frankfurt am 5. März 1872. Preußische Friedrichsd'or. fl. 9 5859 Piftstenn:„ 9 41—43 Holländische fl. 10-Stücke„ 9 53—55 Ducaten e» 5 32—34 Ducaten al marco.„ 5 33—35 20⸗Frankenstücke 9 9 20—21 Englische Sovereigns. e tet 0 Russische Imperiales 85 941—43 Dollars in Gellnxgd 2 26—27 Astaclitischer Goltesdienst 5 Be ginn: Freitag Abend 50 Samstag Morgen 8½ in Friedberg. Uhr. Uhr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 650 Für die vielen Beweise von Liebe und Theilnahme festgt licht des. Geo sausz das Oroß 1 für d gefork Kamr berg batte stand Regi bereit Fried wurd lische 7995 1) 7 den Harn Orge zu G. Schul der 9 Durc Auge nariet Zeno zur und