120 5 Samstag den 6. April. 1. N 40. Jer Anzeiger. 1 1 — LA.*** 1 II 79— 7————— K* 1 Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Fliedberg. Friedberger Intelligenz blatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. begann ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“; dersclbe wird auch ferner wöchenklich dreimal erscheinen. Das Abon⸗ uur Aut nement beträgt bei den Kais. Reichs ⸗Poststellen vierteljährlich 0* 1. April 38 ke. mit Bestellgeld 47 kr. 3 L E r. Bei der Berlagsexpedition kostet der„Anzeiger“ pro 2. Quartal Abonnements ⸗ Anmeldungen bitten wir baldigst zu machen, damit vollständige Exemplare geliefert werden können. i 77 ——— 8 Amtlicher Theil. Betreffend: Die Vornahme der Feterpvisstatiog im Jahre 1872. 1 f f 0 7 Das Großherzogliche Kreißamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Bodenrod, Butzbach, Fauerbach v. d. Höhe, Friedberg, Hausen, Jlbenstadt, Maibach, Münster, Nieder⸗Moͤtlen, Nieder⸗Weisel, Ober-Mörlen, Ober⸗Rosbach, Pohl⸗Göns, Reichelsheim, Söͤdel, Steinfurth, Weckes⸗ ami heim und Wohnbach. An die sosortige Erledigung unserer Verfügung vom 20. Januar d. J., Oberhessischer Anzeiger Nr. 9, werden Sie hiermit ertunert. i Ter a p p. Friedberg am 3. April 1872. Betreffend: Die Aufhebung des Gesetzes über die Portofrelheiten. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die katholischen Geistlichen und die Großherzoglichen Bürger meistereien. Wir benachrichtigen Sie, daß das für 1871 vorgelegte Porte nach einer Benachrichtigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern zur Nr. M. d. J. 3623 zur Rückzahlung an die Inkeresfenten angewiesen worden ist, T xd p p. Friedberg am 28. März 1872. eeirellens; Den. Voranschlag des allgemeinen evan glichen. d. für.—— Friedberg den 27. Marz 1872. 1 E 2 e ren a 98— 2 f * Dias Großßergegstche kreis uk Frledberg ain die e van ge lisschen Ker che un ont En de de es Kreise s. f Den in Abdruck nachstehenden Auszug über die repartirten Gelder für 1872 theiten wir Ihnen unter der Auflage mit, die einzelnen Beträge zur Zahlung an, die einschlögigen Großherzoglichen Dictriftseinnehmere len den betreffenden Kirchenrechnern in Ausgabe zu decretiten; Credit wird, soweit erforderlich, hiermit eröffnet. g Arenen 1 Ter a p p. 8 8 Auszug aus. d. WA n 222 der auf die evangelischen Kirchen- und milden Stiftungsfonds fur das ahr 1872 ausgeschlagenen Beiträge für kirchliche und geistliche Zwecke. Kirche zu Assenheim 1 fl. 35 kr.— Kirche zu Bauernheim 28 kr.— Kirche Münzenberg 3 fl. 48 kr.— Kirche zu Nauheim 5 fl. 6 kr.— Kirche zu Nitder⸗ zu Bönstadt 2 fl. 25 kr.— Kirche zu Bruchenbrücken 1 fl. 7 kr.— Kirche zu Butz Rocbach 4 ke.— Kirche zu Nieder⸗Weisel 23 fl. 49 kt.— Kirche zu Nieder-Woͤllstadt Zach 58 ke.— Kugelhausfonde zu Butzbach 1205 fl. 24 kr.— Kirche zu Dotheim f fl. 49 kr.— Kliche zu Ober ⸗Rosvach 32 fl.— Kirche zu Ossendeim 1 fl. 21 kr. 47 kr.— Kirche zu Fauerbach b. Fr. 2 fl 25 kr.— Kirche zu Nauerbach v. d. H.— Kirche zu Oftheim 13 fl. 37 kr.— Kuche zu Pobl. Göns 56 kr.— Kirche zu 10 fl. 11 kr.— Kirche zu Florßadt 426 fl. 10 kr.— Stadikirche zu Friedberg] Reichelsbeim 107 fl. 39 ke.— Kirche zu Rödgen 1 fl. 57 kr.— Kirche zu Schwal⸗ 2. fl. 2 kr.— Butgkirche zu Friedberg 1 fl. 32 ke.— Pia Corpora zul Friedberg beim 135 fl. 35 kr.— Kirche zu Söoöel 1 fl. 37 kk.— Kirche zu Staden 119 282 fl. 17 kr.— Kirche zu Gambach. 2 fl. 5 kr. Tuche zu Griedel 3 fl. 1 ke.„7 kr.— Kirche zu Steinsurth 1 fl. 1 kr.— Kirche zu Traig⸗ Münzenderg 30 — Kirche zu Hoch, Weisel 2 fl. 11 kr.— Kirche zu Langenhain 20 fl. 51 kr.—[ 28 kr.— Kirche zu Weckesheim 10 fl. 23 ke.— Kirche zu Wohnbach 140 fl. 18 ke. Kirche zu Milbach 3 fl. 3 kr.— Kirche zu Münter 2 fl., 13, kr.— Kirche zu 4 5 E Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Der Hofgartenaufseher Lotte in dem Großherzoglichen Schloßgarten daher wurde auf den Feld- und Polizeischutz verpflichtet. 1 105 ot gon. Vergebung von Bau- Arbeiten. Frucht 17 Versteigerung. 1 3 952 Dte zur Reparatur der istaelttischen Spnagoge zn 54 Nach verzeichnete 1871er Fruchtvorräthe, thellweise in Nidda und thellweise in Blngenbeim lagernd, werden Bad Nauheim vorgesehenen, nachsehend verzeichneten hu den hierunter näher angegebenen Terminen von Großher berzoglichem Rentamt Nidda öffenilsch versteigert R sellen auf dem Submissionswege vergeden und zwar: W 7. en. 1. von dem Spescher zu Hingenbelm bei Gastwirth Winter daseldßß, Oieselben find veronschlagt: 0 2, von dem Speicher zu Nidda auf dem Gemein debouse daselbst. Weiß binderardeit 41 fl. 42 fre, — a—— Tapezterarbeit 67„ 12 N 1943 N 8 Fü ch tf ö 14— s Mechanikerarbeit 489 1 5= i 1— Voranschlag und Accordbedingungen liegen guf unter⸗ — Vom Termin dex Versteigerung 5 arge Stroh zeichnetem Kreis bauamt zur Einsicht offen. Die Offerten, 8 Speicher zu in 1872. 0 Walzen Korn Persie Pafer welche die Abgebote nach Procenten der Voranschlage⸗ 3 Selloftterfbeffoflte Snestes it Gebu nd] dumme entbalten müssen, sind spatesters dis Monfag den 0. 5 7 8. April 1872, Vormittags 10 Uhr, daseld ß verschlossen 1 Nidda Oienstqh den To. ApcYU Vorcheqg Ab E Af ee und mit der Aufschrift 2 2 Mittwoch„ 17.„ 8 a 10* 25 220] 234 42»Submissson zur Uebernahme der.. Arbeiten an 3 Nidda Otenstag„ 14. Mat, 20 10— 66 43 62 der igraclitsschen Spnagoge zu Bad Naubelm“ 44 Bingenheim Mittwoch„ 15,„ eit. 25 220 234 42 Togu,. Wille i 29.„ liches Rent. Friedberg am 3. Apr 72. Bingenheim am 20. Februar 1872 a Groß berzog 9007 875 amt Nidda 8 Gehege ide dee dbeneget güde „. 5—— Re u g. — 7 7 7—— en— 1 5 Staats- und Gemeinde⸗Ob igationen Durchschtige Glycerinseife! i 30 anerkannt destes Mittel zur Verschd d weedes angekaust zum gorkauft durch den HMobberteglichen 8 Haut, empfiehlt in Sulcken zu 1. 6. 90. 10. 12.6. Jacob 0 ngel. Wilb. Fertsch. 4 I— Holz- Versteigerung. 902 In den Freiberrlich v. Franckenffeln'schen Wal⸗ dungen soll nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 1) Montag den 8. April in den Distrikten Kleutzeschlag, 0 und Diezenberg. 9 725 Wellen Buchen Reis holz, 5 16600„ Eichen⸗ und Birken ⸗Reisholz, 6300„ Aspen⸗ und Napel⸗ 224 997 Stück Birken⸗ und Weiden ⸗Schippenstiele. 2) Dienftag den 9. April in den Disirckten Diezenberg und Straßheimer Hübnerschaftswald. 4 Raummeter Eichen⸗Scheitbolz, „ Prlügelholz, Nadel⸗ 9 5 1 Eichen⸗Stockholz, 150 Wellen Buchen Reisbolz. 15650„ Eichen- und Birken⸗Reisholz, 5300„ Aspen und Nadel⸗„ Zusammenkunft an beiden Versteigerungstagen Morgens 9 Ubr im Distrakt Klentzeschlag zunächst dem „Neuen Weg“ und der„Lang⸗Schneise“. Ockstadi den 26. März 1872 Der Freiherrlich von Franckenstein'sche Oberförster“ Rumpf. Versteigerung von Pflaster arbeit. 953 Die Fertigung von circa 290 OMeter Banquet und Gossenpflaster zu Reichels beim, sowie die Liefe · rung von 65 Cbm. bebauenen Pflastersteinen und die Lieferung von 70 Cbm. Kies, soll Dienstag den 9. d. M., des Morgens 10 Udr, im Gasthaus zur Post in Reichelsheim unter den bei der Verfieigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigstfot⸗ dernden verstesbert werden. Friedberg den 3. April 1872. 851 Groß berzogliches Kreisbauamt Friedberg. Reu 6. Holz⸗Versteigerung. 942 Dienstag den 9. April, Vormittags 9 Ubr, sollen in dem Freiherrlich v. Rolbschild'schen Wald„Altenberg“ öffentlich meiftbietend verffeigert werden; 1950 Stück Birken Prügel und Reishelzwellen, 4350„ Eichen ⸗Reseho' zwellen, 2898„ lange Wellen(Faschinen). 5 Letztere eignen sich zu Bohnengerten, wie zum Zu⸗ machen der Gärten. Oktarben om 30. März 1872. Freiberrlicher Revierförster Hilgen reiner. Zaun- und Werkholz-Versteigerung. 2 17 2 1 955 Dienstag den 9. d. Mis., Vormittags 10 Uhr. 1 sollen in dem Gräflich Solms Laubachischen Walde zu Engeltbal 134 Stück Eichen⸗Stämme Bau- und Werkbolz von 16—60 Centimeter Durchmesser und von 3— 15 Meler Länge öffentlich an den Meißbietenden versteigert werden. Den Steigerern wird ein? Zahlungsfrist bis Martini⸗ tag d. J. geflattet. Engelthal am 2. April 1872. Die Gräflich Solms Laubachlsche Rentei. Brau burger. Lohrinden⸗Versteigerung. 9. Mittwoch den 10. l. M., Vormittags um 11 Uhr, sollen in hestigem Rathbause 180 Ceniner Lohrirden öffentlich meiftbietend versteigert werden. Reichelsheim den 2. April 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Reichelsheim. Sch mi d. * — Holz ⸗Versteigerung. 957 Montag den 8. April soll in der Fürfßlichen Oberfötsteteil Lich, Destrikt Schwarzwald und Höhler, ngchverzeichnetes Holz versteigert werden: Prügelbol:. Stockholz. Raummeter. Buchen 326 98 Eichen 92 112 1700 Nadelholz— 2 1200 ferner 24 Eichen⸗Stämme mit 3,26 Cubikmeter, 2 Buken⸗„ 0 66* 9,57* 0 85 Reisbolz. Wellen. 8200 215 Eichen Stangen„ 5 Birken⸗ 5 5 10 531 Nadelbolz„„ 8.38 7 Zusammeykunft Morgens 9 Uhr auf der Stein⸗ bacher Sitaße om Mühlberg unwett Hof Albach. Lich am 2. April 1772. Der Fürflliche Oberförster Wimmtnauer. Verlegung von Arbeits-Versteigerungen. 958. Die auf Mitwoch den 10 d. M. ausgeschriebene Arbeits Verfsetigerung in Wölfersheim und Melbach soll wegen Verbindetung an diesem Tage schon Montag den 8. Apel zu den für Mittwoch angesitzten Stunden an beiden Otten abgehalten we den. Gambach den 3. April 1872. Schneider, “Ein Fel- und Cammunion-Geschenk von dauerndem Werthe. 1005 Im Verlag von W. Kitzinger in Stuttgart ist soeben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen; in Friedberg duich Binbernagel& Schimpff: Alles mit Gott! g Evangelisches Gebetbuch filr alle 1 und Abende der Woche in vierfacher Abwechslung, füt die Fest⸗ und i für Beichte und Communion, sowie für besondere Zeiten und Lagen, von; cucher, Musculus, Habermann, rund, Scriver, Lasfenius, Spener, Rrumann, Arnold, Trank, Schmolk, Stark, Cersiergen, Storr, Noos und vielen andern Gottesmännern. = Vierundzwanzigste verbesserte Auflage. 416 Seiten. Oktav. Mit einem Slahlstiche. Elegant gebunden ohne Goldschnitt Preis: fl. 1. 24 kr. Eleg. geb. mit Goldschnitt und Goldverzierung Preis: fl. 1. 30 fr. Pracht⸗Ausgabe auf Veliu in feinstem Kalbslederband fl. 3. Wenige Jahre sind seit dem ersten Erscheinen dieses vortrefflichen Buches verflossen. In dieser Zeit hat es sich in mehr als 98 100 hunderttausend Exemplaren 5 über alle Länder deutscher Zunge verbreitet und ist Vielen ein reicher, unerschöpflicher Quell wahren Trostes geworden. — Es enthält eine mannichfache Auswahl icht evangelischer Kerngebete für jede Zeit und jedes Verhältniß, wie solche in keinem andern Gebetbuche vereinigt sind, so daß in demselben jeder Gläubige Erbauung und Beruhigung in allen Wechselfällen des Lebens finden wird.— Die Verlagshandlung war bemüht, auch das Aeußere dieses Buches— dem gediegenen Inhalte desselben entsprechend— herzustellen, und ist es ihr gelungen, der neuen Auflage eine solch elegante Ausstattung zu geben, daß sie sich hauptsächlich auch zu„Fest⸗ und Communiong eschenken“ für jedes Alter und für alle Stände eignet.— f HAMBURG& NEW-10 Allemaunia, Sonnabd., 20. Apr. Cimbria, Miuwoch, 1. Mai. dem Schiffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Hamburg, (früher Carl Racké& Cie.) vermittelst der Post⸗Dampfschiffe f Cassagepreise: Erste Cajüte Pr. Crt. Rthlr. 165, Zweite Cajüte Pr. Crt. Rihlr. 100, Zwischendeck sowie den allein für das Großberzogthum Hessen zum Abschluß von Ueberfahrtsver⸗ Friedberg bei Chr. Hecht. Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actien-Gesellschaft. Holsatia, Milfwoch, 10. April. l Pr. Crit. Rthlr. 58. trägen concessionirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie Dirette Post⸗Dampfschifffahrt zwischen Thuringia, Mittwoch, 12 e. Morgens. Hammonia, Mitiwoch, 24. Ne Morgens. 25 Näheres bei F. J. Bothof in Mainz N 2 8 5 2 ISS N 8 2* 2 5 r N 5 8 2 8 12 0 N 5— ers 28 Ge N.„ 0 3 8 225 M 25 2 2 5 7 88 llwerck sche Urn 8 Aus der Fabrik *——* des Hoflieferanten Franz Stollwerck in Köln a. nh. Prämtirt 1867, 1860, 1857, 1855. 1 Beliebtes Hausmittel gegen Reinbusten, Raubbeit im Halse, Verschleimung und jegliche Brustaffeetson, Mit Gebrauchsanwkisung in versiegelten Packtten à 14 fr., fiets vorrätbig in Friedberg bet With. Fertsch. in Butzbach bei Val. Wießler, in Hungen bei A. Buch, in Bad⸗Naube im bei Ph. Jac. Weiß. — 7 7 ö U% Vergebung von Schreinerarbeit. 876 In den Wohnungsräumen unseres Zechenhauses zu Ober ⸗Ros bach ist für drei Etagen die Herrichtung der Fußböden an den Wenigstnehmenden zu vergeben, welche einzeln oder auch im Ganzen vergeben werden sollen.— Die untere Etage umfaßt circa 170 OJ Meter, die mittlere und obere je 365 UU Meter.— Die Lieferungsbedingungen liegen auf dem Büreau der unterzeichneten Gesellschaft offen und haben Lusttragende ihre Offerten bis zum 15. April l. J. schriftlich einzureichen. 0 März 1872. Friedberg den 15. Die Verwaltung der Friedberger Bergbaugesellschaft. Sti f ft. Der Spar⸗ und Vorschuß⸗Verein zu Steinfurth 939 nimmt jeden Mittwoch und Samstag Einlagen von jeder Größe zu 4½% verzinslich an. Steinfurth den 30. März 1872. Der Vorstand. Möbel⸗, Spiegel⸗, Betten⸗ und Sopha⸗Lager August Sauer in Frankfurt a. M., Römerberg 12 neben der Nikolai⸗Kirche, bietet eine reiche Auswahl aller Arten solnder Arbeit zu moͤglichst billigen Preisen. 2 S 601 (Krögerstraße 8 und Sachsenhausen, Dreikönigstraße) Bezuks Bauaufseher. auf's Bequemste eingerichtet, nimmt feder Zeit Augenkranke auf. Unbemittelte zu ermäßigtem Presse und unentgeltlich. Die Dr. Steffan ce. Augenheilanstalt in Frankfurt a. l. Fayrgasse 85. Sl Fahrgasse 85. 900 — abrtsrer lit nt. U n uno 108 mib 2⁴ N Der Spar⸗ und Vorschuß⸗Verein zu Steinfurth W. Fuhrländer Nachfolger, 15 Großes Lager in Kleiderstoffen. OO 800 Stück% breite ächtfardige Cattune, lila, rosa, gelb, braun, für Kleider und UÜeberzüge, die Elle 9 und 10 fr. 00 Stück/ dreite ächtfarbige Glanz⸗Mödel⸗Cattune und Cattune mit Borden. für Vorhänge, die Elle 9 rr. 1 S500 Stück feinsse% breite ächtfarbige Plqué⸗Cattune, in den schönsten — Farden, die Elle 12 kr. 5 427 300 Stück der feinsten/ dreiten ächtfarbigen Jaconets und Organdis, die Elle 12 kr. 8/ breiten pee 19715 und Pliqus, für Ueberzüge und Unterröcke, die Elle 12 kr. a 5 500 Stück/ breites ächtfarbiges Bettzeug, meistens türkischroth mit weiß, Sat die Elle 15 kr. g — Schweren schwarzen Molreens, sür Unterröcke, die Elle 22 kt. O% breiten engisschen Waterproofs, für Regenmäntel, in den schoͤnsten 2 Farben, die Elle 45 kr. Walerproofs mit Fransen, die Elle 54 kr. S breiten schweren Bukokin, für Hosen, Wessen und ganze Anzüge, die Eue fl. 1 30 kr. SSOroße Auswahl Fuß teppichstoffe, die Elle 15 kr. S% breiten weißen Mul! für Kleider, die Elle 12 kr. 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Für zweischläf⸗ rige Betten. das Stück fl. 2. 30 kr. und fl. 3. 98 bags das Dtzd. fl. 2. 30 kr. Dischdecken, das Stück fl. 1. 45 kr. und fl. 2. Commodedecken, das Stück fl. 1. und fl. 1. 24. Alpaccas, die Elle von 16 kr. an. Uobag os Lama, Flanell, Thibet, Cachemire, Alpacca, Untetrocksoffe, er, Serpletten, Strobsacklelnen, Zwill⸗ 2 lich, Barchend zu bedeutend herabgesetzten Preisen.* Auch die kleinsten Aufträge werden pünktlichst besorgt. Waare trotz des enormen Aufschlags zu den früheren billigen Preisen zu verkaufen — Sonntags ist mein Laden offen. 8 940 übernimmt zu jeder Zeit Güterkausschillige. Nähere Auskunft über die Bedingungen ertheilt Steinfurtt den 30. März 1872. Der Vorstand. Magdeburger Feurrpersicherungs-Gesellschafl. Vollständig begebenes rundkapital Acht Millionen siebenhundert fünfzigtausend Gulden. 817 Wir bringen dierdurch zur offentlichen Keuntniß, daß wir den Herren Göbel& Kraft in Butzbach, staufmann Th. Andreas in Nauheim, Vice Bürgermeister Carl Schmidt in Reichelsheim Agenturen für ihren Wohnort und dessen Umgegend übertragen haben. f Unsere im Kreise Friedberg schon früber errichtete Agentur in Friedberg Herr A. Damm bleibt auch ferner bestehen. Offenbach a. M. und Frankfurt a. M. im März 1872. Die General-Agentur: H. Hahn& Sohn. Die aagdcburger Feucrbersicherungs-Gesellschaft mit einem Grund⸗Capitale von Fünf Millionen Thalern Preust. Court. in 5000 Actien à 1000 Thaler, welche vollständig ausgegeben sind, 818 übernimmt zu billigen, festen Prämien Versicherungen gegen Feuersgefahr sowohl in- Städten, als auf dem Lande, auf bewegliche und unbewegliche Gegenstände. In der Billigkeit ihrer Prämiensätze steht dieselbe gegen keine andere solide Anstalt nach, auch gewährt sie dei Versicherungen auf längere Dauer be— deutende Vortbeile. f 2815 a Bei Gebäude Versicherungen ist dieselbe bereit, durch Uebereinkunft mit den Hypo⸗ thekgläubigern deren Interessen für den Fall eines Feuerschadens auf's Vollständigste zu sichern, in welcher Beziehung dieselbe besonders vorsorgliche Einrichtungen getroffen hat. Bei landwirthschaftlichen Versicherungen werden den Versicherten sehr erhebliche Be— günstigungen gewährt N f 5 Beschädigungen durch Gas⸗Exploslon werden den Feuerschäden gleich erachtet und vergütet. Ueber die sehr blühenden Zustände der Gesellschaft gibt der nachfolgende kurze Auszug aus dem diesjährigen Rechnungs- Abschlusse vollständige Auskunft. Auszug aus dem Abschlusse der Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft für das Rechnungsjahr 1870. Srund Kapital, vermehrt zufolge des Revidirten Statuts von 1857 auf Reserven: 5. Kapital ⸗Nes ern 626 022 Thlr. 13 Sgr. 9 Pf. Prämien⸗Reserge.. 2,002,046„ n Brandschaden⸗Reservte 706 045,— Betrag sämmtiichet baar vorhandenen Reserven 3,334,113 Thlr. 19 Sgr. Prämien-Reserve der noch zu vereinnahmenden Prämien 5,048,014„ 27„— Dumme der im Jahre 1870 laufend gewesenen Versicherungen 3,0 87,795,257„—„— Prämien⸗Einnahme: baar.. 4. 599,904 Tylc. 2 Sgr. 5 Pf. Vortrag aus dem Jahre 1869 1,954,„ 23„ 11 Bezahlte Brandschäden, einschließlich des Vortrages für noch „„ r e enn Wäbrend des 27fährigen Bestehens wurden bis zum Schlusse des Jahres 1870 n 36,677 Brandbeschädigte Ersatz baar ausgezahlleèekx2&gs f Zur Vermittlung von VersicherungsAnttaͤgen und zur Ertheilung jeder gewünscht wer— enden weiteren Auskunft empfehlen sich ergebenst A. Damm in Friedberg. Göbel& Kraft in Butzbach. 5,000,000 Thlr.— Sgr.— Pf. —„ 6,554,804 26 4„ 1067 8 26,998,081„ 3 2 * 5* Weiße leinene Taschentücher, 15 gestickt u. glatt, Kragen, Manschetten, Aermel, Herrenkragen, Vorhemden, Kragen-.& Manschetten knöpfe, Hosen⸗ träger, Moixsschürzen sowie Myrten⸗ kränze bei K. Friedrich neten der Pol. Versteigerung einer alten Feuerspritze. 959 Montag den 8. d. M., Nachmittags um 1 Ubr, wird auf biesigem Ratb haus eine alte, für die Gemeinde üderflüffig gewordene Feuerspritze mit Schläuchen an die Meistbietenden verstelgert. Ockstadt den 2. April 1872. Groß berzogliche Bürgerme sterri Ockstadt. Gröninger. H o Lz. Verstei gerung. 974 Donnerstag den 11. d. Mis., von Vormittags 9 Ubr anfangend, sollen in dem biesigen Gemeindewald folgende Polzsortimente, ats: 34 Raummeter Buchen ⸗Scheltholz, 4„ Prügelholz 19 7 Eichen* 60 Buchen ⸗Stockhbolz. 2 5 Eichen 8 2925 Stück Buchen Wellen, 2550„ Eichen* 20 Bucden Längwileden öffentlich meistbietend auf Ort und Stelle verstetgert werden. Bönstadt den 4. April 1872. Großherzogliche Bürgermeisterel Bönfladt. Getdel. Bekanntmachung. 975 Dienstag den 9. d. Mis., von Morgens 9 Uhr ab, werden auf freiwilliges Anstehen des Gradirmelflers Jobs Mörler, Parkstraße Nr. 359 dabier, folgende Mobilien: 2 Causeusen mit 6 und 4 gepolsterten Stühlen, 3 Sopba, 2 ovale Tische, 3 Kommoden, 3 Nachttische, 4 Wasch⸗ tische, 2 Kleiderschrärke, 4 Spiegel, 5 diverse Tische, 1 Küchenschrank, 3 Beitslellen mit Sprungseder⸗ und Roßbaar⸗Matrotzen, 1 Kinderdetisßtelle, 4 Betislellen, verschiedenes Betiwerk, 10 Mesfingleuchter, Rouleaux, steinerner Brunnentrog und andere Gegenflände, öffent⸗ lich an den Meifibietenden versleigert. Bad Nauheim am 4. April 1872. Großherzogliches Ortsgericht Bad Naußbelm. Schutt. Vergebung von Maurerarbeit. 976 Die zur Vollendung der Krche zu Borsdorf erforderlichen Maurerarbeiten, im Anschlage von 630 fl., sollen künftigen Dennerstag den 11. April l. J., Vor⸗ mittags 10 Ubr, ber Gastcirtb Uhl zu Borsdorf öffent⸗ lich versteigert werden Pläne und Kostenanschlag liegen auf dem Büreau der untetztichneten Stelle zur Einsicht der Juteressenten offen. N Nidda am 3. April 1872. Großberzogliches Krelebauamt Nidda. Weiter Krippen, Tröge und Gossensteine Th. Andreas in Nauheim. Carl Schmidt in Reichelsheim. 92 aus s. g. Lungsteln(Dolerit) empfieblt die Ziegelei am Bahnhof zu Bad⸗Nauhelm. cee ke 165 35 onnsag den 7. Morgens prdele f 7 1 11 A deen. — 0 6 1„ms N 1 W 2 ae u 11 95 ne 2 3 im Winter 187—187 2 N i ter. Seranfaltet am Sonntag den 7. April im Simon schen Saale 2 8 8041 Sende 27— 5 5 unter gefälliger Miwirkung 7 0 Von der ö 2 10 — der Herren E. l von Offenbach, F. Fritsch und E. 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Ministerien des Groß⸗ herzoglichen Hauses und des Aeußern, des Innern, der im Gr. Hess. 3. Inf.⸗Reg., als charakt. Oberstl. zur Diep. mit der Uniform des 3. Gr. Hess. Juf.⸗ Reg.(Leibregiment) Nr. 117, Frank, Gr. Hess. Major zur Disp., zuletzt Hauptmann im Gr. Hess. 3. Inf. Reg., als charakt. Major zur Disp. mit der Uniform des 3. Ge. Hess. Jnaf.“ Reg. Nr. 117, sämmtlich in den Verband der Preuß. Armee aufgenommen. Berlin. Der Kaiser ist von seinem letzten Unwohlsein völlig genesen und unternimmt jetzt täglich im offenen Wagen Spazierfahrten. Allen Staatsarbeiten widmet sich der Kaiser in vollstem Umfange nach wie vor, und soweit es bis fetzt bestimmt ist, wird er am 8. April in Person den Reichstag eröffnen. — In der letzten Plenarsitzung des Bundes- raths wurde u. A. der Gesetzentwurf über die amtliche Geschäftssprache in den Reichslanden, der Gesctzentwurf über den Waffengebrauch des Mili— tärs im Friedens dienste daselbst und die Vorlage, Großherzog haben allergnädigst geruht: am 7. März den betreffend N sür die Uaiversität Straßburg im Schullebrer an der evangelischen Schule zu Hergershausen, Jahre 1872 zu verwendenden Mittel, angenemmen. e e eee auf sein Nachsuchen— Der Cultusminister beabsichtigt der„Sp. au em Schu 11 u e assen. 1 0 9 f V. Versetzung 9 Ruhestand. Seine Königliche J. zufolge, 1 Posen, Westfalen und der Rhtin⸗ Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht? am provinz katholische Lehrerinnen- Seminare zu etab— 4* e 5 dem e lane Mer. Es sind Seitens der Regierung bereits Main istian el unter nertennun einer lang⸗ N 1762 5 sahrigen treuen Dlense in den Ruhestand„ee e— entsprechender Lokalitelen 3 VI. Sterbefälle. Gestorben sind: am 20. Januar ommunalbehör* mehrerer Tiadig ergangen. Dort, wo sich nicht entsprechende Räumlichkeiten der Schullehrer Adam Schreiber in Osthofen; am 23. Feb. der evangelische Pfarrer Karl Hanstein zu Rumpenheim; vorfinden, werden eigene Häuser zu diesem Zwecke gebaut. 8 Februar der hene e Franz Budde zu Heppenheim; am 2. ärz der pensionir 81 1. Oberförster Achte daa barg zu Mainz;. 40 1 Die„Prov.-Corresp. schreibt: Der Plan der Schullehrer Philipp Veß zu Bensheim; am 5. März einer außerordentlichen Schulrevision ist der Aus- der pensionirte Hofgerichts⸗Seeretär Justizrath Balser zu führung näher gerückt. Das Cultus ministerium Gießen. hat die Oberbebörden der Provinzen Preußen, — Das Großh. Regierungsblatt Nr. 17 enthält: Posen und Schlesien angewiesen, die erforderlichen I. Gesetz, den Steuersuß bei außerordentlichen Steuer- Einleitungen zu treffen. Die zu berufenden Com- I. Bekanntmachung Gloßb. Kreisamis Bensbeim, misstionen sollen die Schulverbältnisse einer genauen die Erhebung einer Umlage zur Sestrestung der Bedürse Prüfung unterziehen, um in die Ursachen der 7 2— 174 Flriedhofverbands zu Alsbach Mee 2 in die 155 zu deren Abhülfe f N 4 4 Einsicht zu erlangen. Die Fürsorge für den deutschen Darmstadt. Die vorläufigen Resultate der Sprachunterricht in Oberschlesen bildet die 170 n 100 1 1 3 10 nun- gabe einer außerordentlichen Conserenz. mehr zusammengeste un at da roßherzog⸗ 2 1 1 thum innerhalb der 4jährigen Aalener 2 Nach 11105 151„Corr. St.“ ist die eine im Verhältniß zu früheren Zäblungsergeb. Annan— 10 le- nissen sehr beträchtliche Vermehrung seiner Volkszahl ias auge fh er 1— W* 1 816 erfahren. Dieselbe stellte sich auf 846,300 Köpfe, nem 6. A orrathe 771 Vat. 15 was eine Vermehrung von 23200 Köpfen oder zum 1„inen Pe. e 11 um 2,82 pCt. entspricht. Die vurchschnittliche Reiches in Zwanzigmarkstücken 55,913,480 Mart jährliche Zunahme berechnet sich hiernach auf zur enn gelangt. In der Zeit vom 17. 5800 Röpfe odcr 0, 70 t. Die Volkszäblang pig 28, 1e te e 40 decken Studen ge⸗ in Baden ergab eine Vermebrung um 1,84 pCt., prägt. 8 0 19271 5 N diejenige in Würtemberg um 2,25 pCt., wonach 1,408, 5 11 9 d sich Hessen mit 2,82 pCt. am günstigsten ssellt. 380. 5 5 n Starkenburg participirt an dem Zuwachs mit 173, K 1 ub 1 98 340 17 1 15 2.300 Köpfen, Rhein been mit 8,600 und Ober- 1970 060 Mart Pi. dean mau prdan la an dessen mit 2,200 Köpfen, 10,670,060 ark. Die esammtaueprägung stellt — Da die seithetigen Taxen der Geometer sich daher bu 28. März auf 60,583,540 Mark. für Katasterarbeiten den jetzigen Zeitperhältnissen Es 0 273. Nie ee 95 nicht mehr entsprechen und deshalb ein Stillstand in den Cassen 11 ehalten wir 4 Nn doe in dem so ungemein wichtigen, auch im staatlichen aussleht, 1— 3. Interesse liegenden Geschäfte der Parzellen Ver- marktes das 05 ö 85 10 8 Eise 5* nessung wegen Mangel an Geomctern, welche diesem Sanre ürste 9 115 47 9 g 1 1 ziese Arbeit übernehmen wollen, zu befürchten ist, neuen Münzgesetzes, nach jetzig iab ede e Vilnze »eabsichtigt die Regierung eine angemessene Er also noch über Jahr Ib. Kas, 25 ba An lekden. zöhung jener Taxen eintreten zu lassen. Nach der— Die„Bresl. Zeitung“ glaubt eine dem. vestebenden Gesetzgebung würde der Gesammtbe⸗ nächstige weitere Portoermäßigung in Aussicht tag jener auf elwa 120,000 fl. veranschlagten stellen zu können. Es halte vor einigen Tagen Mehrkosten zum grö ten Theil den betheitigten die Breslauer Handelskammer gemeinschaftlich mit Vemeinden zur Last fallen, allein die Regierung der Liegnitzer eine Eingabe an den General-Post⸗ glaubt für die Zukunft den Betrag jener Mehr- director gerichtet, in welcher mit Hinweis auf die vosten aus Billigkettegründen auf die Staatskasse günstige Finanzlage der Reichspost um Herab übernehmen zu sollen und erwartet dieserhalb die setzung des Portos für, Packete, Sendungen mit Zustimmung der Stände. deklarirtem Werth und Correspondenzkarten gebeten — Nach rem Reichs anzeiger wurden folgende wurde. Darauf ist mit kemerkenswerther Schyellig⸗ Ossialere: Kraus, Gr. Hess. Oberst zur Diep., keit der Bescheid eingetroffen, daß die Resorm der uletzt Commantdeur des Wr. Hess. 2. Inf.-Reg., Packet. und Werth ⸗Tare, sowie die Ermäßigung ils Oberst zur Diep. mit der Unisorm des 2. Gr. der Gebühr für Corkespondenzkarten und Ver- Oess. Ins.⸗Reg.(Großherzog) Nr. 116, v. Herff, kleinerung des Formats derselben bereits der Er- Ir. Hess. Obersilieut. zur Diep., zuletzt Major wägung im General-Postamte unterliegen. treffend. Dieselbe lautet; Mit Allerhöchster Ermächtigung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs wird hier— 1820 bezüglich der Beurlaubung der Civildiener dahin abgeändert, daß bei Urlaub zum Zwecke von Reisen außerhalb der Grenzen des Deutschen Reichs, oder wenn derselbe für innerhalb der Greuzen des deutschen Reichs, aber für länger als vier Wochen begehrt wird, mini— sterielle Genehmigung einzuholen ist, daß dagegen zum Urlaub innerhalb der Grenzen des deutschen Reichs und auf die Dauer von vier Wochen oder weniger die Ein⸗ holung desselben bei der vorgesetzten Behörde genügt. 11. Veröffentlichung eines Auszugs aus der Admini⸗ strationsrechnung der Schulunterstügungs- Stiftung des Regierungsraths May von 1870 betreffend. 111. Uedbersicht der für das Jahr 1872 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Bensheim. IV. Dienstentlassung. Seine Königliche Hoheit der Insterburg. Der excommunieirte Pfarrer Grunert, der Aufforderung vieler Altkatholiken entsprechend, hielt in der Insterburger Gymnastal⸗ kapelle einen Sonntagsgottesdienst ab. Derselbe benachrichtigte hiervon den Bischof von Ermeland, Herrn Krementz, in einer offenen Erklärung. Der zum Pfarrnachfolger Grunert's bestellte Geistliche Herr Blaschy, hat die Abhaltung des Militär- gottesdienstes beansprucht, ist jedoch von der Militär- behörde mit dem Hinweis auf Grunert's Militär⸗ seelsorgeramt abgewiesen worden. Dresden. Die Abgeordnetenkammer beschloß mit mehr als Zweidrittel-Majorität im Gegen- satze zu dem Beschlusse der ersten Kammer end— gültig, die Auslagen für den Posten eines sächsischen Gesandten in Wien vom Etat zu streichen. Straßburg. Die„Straßburger Zeitung“ bringt eine Verordnung, wonach die Ersatz- In- struction vom 26. März 1868 im Reichslande eingeführt ist. Für die nächsten Jahre findet eine große Erleichterung in den Anferderungen an die Einjährigen und eine große Rücksichtnahme auf besondere persönliche Verhältnisse in Betreff der Befreiung vom Dienste statt. Ganz frei von dem⸗ selben sind auch Diejenigen, welche bis zum 17. Dezember 1870 in der französischen regulären Armee gedient haben. Ausland. Schweiz. Bern. Der Verwaltungsrath der Gotthardbahn wählte den Director der Central⸗ bahn, Sulger, zum Mitglied der Verwaltung, und zum Oberingenieur den Oberbaurath Gerwig in Karlsruhe mit einem Jahresgehalt von 40,000 Frs. und einer Gratification von 100,000 Frs. nach Vollendung des Bahnbaues, sowie einer Berech- tigung auf Pension im Falle einer Schädigung während der Bauzeit. Frankreich. Paris. In dem vom General Trochu gegen den„Figaro“ angestrengten Processe hat die Jury dahin erkannt, daß keine Verleumdung, sondern nur eine gröbliche Beleidi— gung des Generals Trochu vorliege. Die Ange— klagten Villemessant und Vitu wurden demgemäß zu einem Monat Gefängniß und 3000 Frs. Geld- buße verurtheilt. Versaillee, 30. März. Nationalversamm- lung. Thiers erklärt, an die Versammlung, bevor sie in die Ferien gehe, noch einige Bemerkungen richten zu wollen. Derselbe gibt sodann eine Darlegung der Situation, welche besagt:„Die Bestrebungen der Fractionen sind immer darauf gerichtet, zu alarmiren. Die Ordnung läuft indeß keine Ge— fahr, sie ist gesichert, Dank der Tüchtigkeit der Armee, welche eine Armee des Gesetzes ist. Die Armee ist bereit, die Vollziehung des Gesetzes zu bewirken. Die Regierung wird Alles thun, um mit der Majorität ia Eintracht zu leben. Der Friede Europas ist nicht bedroht. Frankreich ist nicht isolirt und nicht ohne Allianz. Europa ver- langt nicht, daß wir diese oder jene Regierungs- sorm annehmen. Es weiß, daß wir uns recon⸗ stituiren; es weiß. daß wir die Armee wieder in Stand setzen. Die wahre Revanche besteht darin, Frankreich wiederherzustellen und es dazu zu machen, was es sein soll. Niemand will den Frieden stören. Ueberall herrscht Zurückhaltung. Niemand denkt daran, sich mit Jemanden oder gegen Jemanden zu verbinden. Sie haben nichts zu fürchten, weder für die Ordnung, noch für den Frieden.“ Amerika. In Süd-Californien singen am 28. März Erobeben an, dauerten mit abnehmen- der Heftigkeit zwei Tage lang fort, und über 1000 Stöße wurden gezählt. Inpo, die beimgesuchte Gepend, ist ein früher vulkanischer Bezirk, und nur spärlich bewohnt. Mehrere Flecken wurden bedeutend beschädigt, und den Verlust an Menschen- leben schätzt man auf 30 Todte und 100 Ver- letzte. Gerüchtweise verlautet, ein ausbrechender Vulkan sei sichtbar geworden. H. Friedberg. Der Schluß des Artikels Ihres B. ⸗Correspoudenten über die, dieser Tage stattgehabte Generalversammlung des Vorschuß⸗ und Credit⸗ Vereins dabier bedarf einiger Berichtigungen, da derselbe in Betreff der Lebensversicherungsfrage nicht ganz richtig ist. Das Schreiben der Rentenanstalt in Darmstadt wegen Grün- dung eines Lebensversicherungs Vereins wurde einsach von dem Referenten mit einigen Bemerkungen über die Vor— theile dieser Versicherung überhaupt verlesen, sowie die Bon fication der Anstalt zu Gunsten solcher Vereine der Versammlung kund gegeben, und schließlich noch von dem Referenten erwähnt, daß auch die Germania schon der— artige Vereine gegründet habe und noch gründen würde. Hierauf ergriff der biesige Vertreter der Lebensversicherungs-⸗ Gesellschaft Germania das Wort(wenngleich Ihr Cor re- spondent dieses gar nicht erwähnt) und sprach in längerer Auseinandersetzung über das Wesen der Lebensversicherung im Allgemeinen und über die Vortheile ciner solchen Versicherung. Nachdem derselbe sich noch für sosor tige Gründung eines solchen Vereines aus gesprochen, führte auch er die Begünstigungen seiner Gesellschaft, die einem derartigen Vereine gewährt werden an, 6% Abschluß⸗ proviston, 20% Incasso, freie Police und Alztgebühren, Untersuchung durch den Vertrauensarzt, bei der Rente nanstalt in Darmstadt darf der Hausarzt die Untersuchung vornehmen. Es entstanud hierauf eine längere Discussion, die aber durchaus nicht abschweifte, sondern noch weiter hätte ausgedehnt werden müssen, da die Sache viel zu wichtig ist, wenn man zum Ziele gelangen wollte; freilich war da der geeignete Platz und Moment nicht. Das Gesuch der Rentenanstalt wurde durchaus von dem Vorstand nicht defürwortet, wie Ihr Correspondent angibt, die Creditfähigkeit für solche Vereine wurde jedoch, soviel sich der Einsender noch erinnern kann, ganz besonders vom Präsidium bervorgehoben. Hoffen und wünschen wir, daß der Vorstand alsbald zur Gründung eines solchen Vereins schreilen möge. W. Friedberg. Am Ostersamstage starb zu Darmstadt ein Mann, der in hiesiger Stadt und dem ganzen Kreis Friedberg gewiß noch in gutem Andenken stebt, obgleich er schon eine geraume Zeit dem Weichbilde unserer Stadt entrückt ist— wir meinen den Oberkonsistorialsikretair a. D. Dr. Krach. Dieser Mann, welcher als Ktreissekceetair hier angestellt war, hatte sich in dienstlichem wie außer⸗ dienstlichem Verkebr durch sein schlichtes, treues und humanes Wesen und Benehmen die Liebe aller Derer, die mit ihm in Berührung kamen, in hohem Grade erworben; mit Biederkeit, Wohlwollen und Hülfe bereit kam er Jedem entgegen. Regen Antheil nahm er an Allem, was dem Gemeinwohl diente; so war er der eigentliche Gründer des in hiesiger Stadt nun schon lange segens reich wirkenden Armenvereins. Die Stadt Friedberg hatte ihn seiner Zeit in Anerkennung der vielfachen Verdienste Krach“'s zum Ehrenbürger ernannt. Friede seiner Asche! Von Butzbach wird gemeldet, daß auch in der dortigen Neitercaserne kürzlich Uhren und Geld aus . Zimmern während der Nacht gestohlen worden ind. Frankfurt. Dieser Tage fanden sich in fran zö⸗ sische Uniform gekleidete Deutsche in hiesiger Stadt. Dieselben stammten tbeils von bier, theils aus der Um⸗ gegend und gehörten in Algter seit einer Reihe von Jahren der Fremdenlegion an. Auf erhobene Reclamatien von Seiten der Eltern und Verwandten wurden sie in Folge der Intervention des Reichskanzlers entlass en. Mehrere Hundert traten die Heimreise zusammen au. Bei der Compagnie, bei welcher die hier befindlichen Deutsch Fran⸗ zosen standen, waren allein 42 Mann entlassen worden. Frankfurt. Der Club für Landwirthe wird sich in seiner Sitzung vom 8. April mit der Frage beschäftigen, ob die Agitation, welche der Club zur Erlangung ciner gerechteren Besteuerung des Grundbesitzes, und des land— wirthschaftlichen Gewerbes aufgenommen, fortgesetzt werden soll oder nicht, eventuell welche Schritte eingeschlagen werden sollen. Gleichzeitig wird das Resultat der Be⸗ mühungen um Gründung von Zuckerfabriken in der Um⸗ gegend von Frankfurt bekannt gegeben und schließlich die Debatte über die richtigste Verwerthung des Schlacht- viehes fortgesetzt werden. Franfurt. Küizlich trafen im zoologischen Garten zwei junge Tiger ein. Der hiesige Garten besitzt nun an reißen en Thieren 4 Bären, 2 Hyänen, 1 Nopard, 1 Wolj, 4 Schakale, 2 Löwen, 3 Tiger, 2 Fuchse. Auch das Heer der Affen ist wieder complelict und wird das tolle Corps bei zunehmender warmer Temperatur in das Affenbaus ein elassen werden. Offenbach. Vor einigen Nächten wurde aus zwei Sälen der hiesigen Kaserne, in deren jedem gegen 20 Mann schliefen, deren sämmiliche Baarschaft, vestehend in 53 fl., sowie eine silberne Uhr gestohlen. Einige Soldaten vetloren auf diese Weise 8—10 fl., die sie eben erst von zu Hause erhalten hatten. Die Art, wie so etwas in einem doch gewiß gut b'wichten und stalk besetzten Hause geschehen konnte, ist durchaus räthselhaft, und die genaue; sten Nachforschungen ergaben bis jetzt noch nicht die ge⸗ tingste Spur des Thäters. Aehnliche Diebstähle meldet man von Darmstadt, Babenhausen und Butzbach. Darmstadt. Aus Lima, der Hauptsiadt Peru's, erhält die„Köln. Ztg.“ folgende interessaute Mitlheilung, welche sich, wenn auch ein anderer Name an zegeben ist, nur auf den ehemaligen Großherzoglichen Oberlieutenant im Reilerregimenz de Bardales beziehen kiun. Die betr. Notiz lautet: Die veruanische Armee zählt gegenwärtig einen Ofstzier in ihren Reihen, der Rilter von 3 deuischen Orden it. Herr Arevalo(2) aus Moyobamba, der auf deutschen Kriegsschulen seine mililäische Ausbilbung erhtelt,; kämpfte in dem Feldzuge von 1866 als Offizier in einem! hessen⸗darmstädtischen Reiter-Regimente geden Preußen und erhielt zur Erinnerung daran die bessische Kriegs⸗ Denkmünze. Im deutisch-französischen Kriege nahm er zuerst mit der 25. Division an den Kämpfen bei Metz, dann mit der 22. an den Loire- Schlachten Theil und errang sich, mehrfach verwundet, durch Muth und Tapfer⸗ keit das Eiserne Kreuz und den Orden der Wendischen Nrone. die peruanische Armee ein und erhielt vom Präsidenten Balta die Ernennung zum Aide de camp mit Capitäns⸗ Rang. Als dienstihuender Offizier hatte er am Neujahrs⸗ tage das diplomatische Corps in dem Vorzimmer des Präsidenten zu empfangen, allwo der Vertreter Frankreichs es nicht über sich gewinnen kounte, den Gruß des Aide de camp zu erwiedern, sondern ihn grimmig ignoririe. Darmstadt. Dieser Tage ereignete sich auf dem Exercierplatz ein bedauernswerther Vorfall, indem ein Soldat, sei es nun durch eigene Unvorsichtigkeit oder die eines andern, einen Bajonnetstich erhielt, in Folge dessen er bereits gestorben sein soll. Iserlohn. Rheinisch⸗weßpyälische Lokalblätter halten, gegenüber dem neulichen Tementi des„Reichsanzeigers?, ihre Mittheilungen aufrecht, nach welchen ein Theil der Stadt Iserlohn in stetem Sinken begriffen sei. So schreibt die„Mä kk sche Zeitung“:„Wir hatten zufällig Gelegen⸗ beit, uns über die Sachlage an Ort und Stelle persönlich zu informiren und können wir das Resultat unserer Be— obachiungen kurz dahin sassen, daß wir sagen: die Senkungen sind in einer bedenklichen Progression begriffen. Namentlich bietet die kalbolische Kirche einen gefahrdrohen⸗ den Anblick. Zum Glück ist diese Kirche aus Fachwerk aufgefübrt, wäre es ein gewölbter Bau, so würde sie schon längst in Trümmern liegen. Auch eine Menge Privathäuser sind in einem ledensgefährlichen Zustande, der sich täglich steigert. München. Unter den an die bayerische Kammer gelangten Petitionen befindet sich auch eine um Vor- kehrungen gegen etwaige„Erdbeben“, zu welchem Zwecke der Landtag Mittel zur sofortigen Herstellung von Baracken in allen größeren Städten, namenilich in München, be⸗ willigen soll. Aus Wieliczka wird der„N. Fr. Presse“ unterm 28. d. geschrieben. Die unheilvolle Qualle, die bekanntlich drei Jahre bin durch unser Salzwerk schäeigte, hat nun⸗ mehr, wie es scheint, in Folge einer Schlammanhäufung, in ihrem Beite und der etwa hierdurch entstandenen Hemmung des Quellenlaufes zu fließen aufgehört. Die Bergleute finden diese plötzlich eingetretene Erscheinung, die nun vier Tage dauert, unheimlith und fürchten den Durchbruch des Wassers an einer anderen Stelle. Oeffentliche Vorträge. (Schluß.) Die einfachsten Lebewesen, die wir kennen, vollziehen ihre Lebens verrichtungen ohne Organe. Es genügt die Hautoberfläche zur Aufnahme des Sauerstoffs und Ab⸗ gabe der gebildeten Kohlensäure. Die kleine, weiche Masse ist in allen ihren Theilen beweglich, und streckt auf Reizung von außen Fortsätze gleichsam wie eine Schnecke aus, dem das Ganze nachfolgt. Begegnet es zufällig einem anderen für es assimilirbaren Gebilde, so. umfließt es dasselbe förmlich, um es auszusaugen. Jeder Theil der formlosen Masse kann dabei die Stelle des Mundes und des Darmkanals spielen. Wächst das kleine Gebilde über eine gewisse Gränze hinaus, so erfolgt Theilung, die elnfachste Art der Fortpflanzung. Wie aber die Zelle der gemeinschaftliche Ausgangs⸗ punkt für die beiden Reiche der organischen Welt ist, so verknüpft sie auch die organische mit der anorganischen Welt und lenkt den Blick hinaus auf den riesigen Kreis⸗ lauf der Kräfte, der im Makrokosmus herrscht. Und hierbei zeigt sich der Gegensatz zwischen beiden Welten weit weniger scharf als es scheint. Es gibt keine todte Natur. Nirgends ist eine Stätte für Ruhe; bis in's kleinste Gesüge ihrer Atome hinein sind alle Gebilde des Universums von rastloser Bewegung durchbebt. Alle Theile des unendlichen Ganzen fliegen auf vorgezeichneten Bahnen durch einander hin, die Zwischenräume vollge⸗ gossen vom Weltenmeer des Aethers, und durch das Gesetz der Anziehung werden die fernsten Fernen anein⸗ ander gebunden zu einem einheitlichen Leib und Leben, ebenso schrankenlos in der Zeit wie im Raume. von Wärme ergießen sich von großen Centralkörpern durch das Aethermeer bin. Sonne ausgehend, berührt die Erde und erzeugt darauf das ganze Getriebe des Lebens, das wir auf ihrer Oberfläche wahrnehmen. Denn Wärme ist Bewegung, Durcheinanderschwirren der kleinsten Theilchen, so fein freilich, daß kein Auge es sehen kann, aber doch so heftig, daß es die festesten Körper zersprengt, die es hemmen wollen(Explosion von Dampfkesselgn)“ Mit Hülfe der Dampfmaschine verwandeln wir das regellose Durch⸗ einanderschwirren der heißen Dampftheile in parallel ge⸗ ordnete Bewegung aller Theilchen der Lokomotive und des Zuges. Diese Bewegung verschwindet wieder, doch nur scheinbar; die zitternde Schiene, der weithin dröh⸗ nende Erdboden haben sie aufgenommen und wieder in Wärme umgewandelt(Erhitzung der Schienen). Und wie hier im Kleinen, so erleiden auch im Großen die Kräfte der Natur zahlreiche Verwandlungen, durch welche hindurch sich die Wesenseinheit der Kraft unter allen Formen bewahrt(Bildung unsers Sonnensystems aus, einem ursprünglichen riesigen Gasball, Entstehung und im Laufe der Jahrtausende erfolgte und zu erfolgende Veränderungen der Erde, mit der Aussicht auf einen in schwindelnder Zukunftsdämmerung eintretenden Abschluß Nach der Rückkehr in sein Vaterland trat er in. Ströme Ein solcher Wärmestrom, von der gelöst zu werden bestimmt ist). Welt im Kleinen) nur als eine Abzweigung aus dem unendlichen Strom des universellen Lebens. schöpfliche Formenfülle dieses Seitenstroms nimmt ihre Massen zusammengesetzten Gebilden. In dieser Einfach⸗ der Eiweißkörper, welche eine außerordentlich reiche Zu⸗ sammensetzung ihrer Atome besitzen.(Der Redner ver⸗ das Wesen und die Funktionen des Blattgrüns, des gangen werden kann).— Der wichtigste Fortschritt zum Aufbau höherer Organismen war das Zufammenhängen⸗ bleiben der bei der Fortpflanzung entstehenden Theil. produkte. So entspringen zunächst Zellenkolonien, und indem sich die einzelnen Zellen verschsedenartig entwickeln und für die einzelnen Verrichtungen des Gesammtorga— nismus einseitig ausbilden, enksteht in steigenden Ent⸗ wickelungsstufen das höhere Thier, resp. die höhere Pflanze als Zellenstaat.— Auch der Mensch sammt Nervensystem und Hirn ist ein Zellenstaat; aber trotz dieser leiblichen Thätigkeit ist kein Umwandlungsprodrukt materieller Kräfte, wie etwa Electrieität und Wärme Formen sind, die die mechanische Bewegung annimmt. Der Phystologe, der den Weg verfolgen wollte zwischen dem Schall, der etwa ein Thier aufstört und der Muskel⸗ bewegung, die darauf erfolgt, würde die Bewegung der Nerventheilchen vom Gehörnerven an durch die ver⸗ schlungenen Bahnen des Hirns hindurch bis in den Muskel sich fortpflanzen sehen. Aehnlich im Kopf des Denkers, der an eine neue Beobachtung die fruchtbarste Gedanken⸗ reihe anschließt.“ Aber es gewahrt der äußere Betrachter nur Bewegung, der Betrachtete dagegen aber, weil in sich selbst, sieht es leuchten und tönen, empfindet Wohl und Wehe, kurz die eigentliche Fülle des Daseins ist in ihm, unsichtbar dem von außen her Schauenden. Im Universum wirken alle fernsten Theile bewegend auf einander, und so ist auf die Einheit des geistigen Inren⸗ seins in dem Unendlichen zu schließen, das uns sinnlich, d. h. von außen betrachtet als Weltmaterie erscheint.“) 9 Für freundlichst gewöhrte Einsichtnahme in den vor⸗ stehend besprochenen Vortrag sei hiermit Herrn Dr. Schott verbindlicher Dank gesagt. 1 5 (Eingesandt.) *— Ein öffentliches Aergerniß sind die höchst ocklagenswerthen Mißstände auf unserem städtischen Friedbofe. Die häufig laut werdenden Klagen über gänzlichen Mangel jeder Aussicht zur Handhabung der Ordnung und zur Verhütung daselbst leider vorkom⸗ werden, deni disse Klagen erweisen sich als nur zu sehr begründet. verletzend sind nicht selten die Wahrnehmungen, welche man bei einem Besuche des Friedhofs an Gräbern und decen Bepflanzungen machen muß. Mit vieler Mübe und Sorgfalt pflegen die Angehörigen die Gräber ihrer Kosten für eine schöne und würdige Ausschmückung der belohnt zu seben, so ist ihnen häufig bei dem nächsten Besuche des Friedhofs der schmerzliche Anblick bereitet, das Grab ron gefühllosen Menschen seines Schmuckes, die Pflanzen vollständig oder theilweise der Blüthen be⸗ raubt und dabei die Stöcke selbst mitunter verletzt und in ihrer ferneren erfreulichen Entwicklung gessört zu fin⸗ den. Das ist aber bedauerlicher Weise noch nicht Alles, es werden sogar Stöcke von frevelnder Hand aus ge⸗ rissen und entwendet, wie denn im Verlaufe des don mehreren Gräbern gestohlen worden sind!!— Einsender dieses hat ferner kürzlich bei einem Gange über den Friedhof die empörende Wahrnehmung machen müssen, daß an dem südöstlichen Ende desselben der Weg vor dem Eingange zu mehreren Fimilienbegräb⸗ nissen in einer nicht näher zu beschreibenden Weise so Entrüstung abgewendet. Solche, öffentliches Aergerniß erregende, unerhörte Vorkommnisse sind geeignet, ein keineswegs günstiges Theiles, der Bevölkerung der Stadt Friedberg zu wersen, bindern gesucht werden, damit nicht serner diejenigen Ein⸗ wohner Frieobergs, welchen der Ruheplatz ihrer, theuxen Gefüblen gegen geliebte Verstorbene auf das Ti sste sich verletzt sehen müssen durch die an Gräbern von roher Hand begangenen Frevel und durch skaudalöse Entweihung des Fguzen Friedbofes. 18: 11711 Hoffentlich wird es nur einer, mit diesen Zeilen be⸗ zweckten Antegung bedürfen, um gie einschlägige städlische Behörde oder die bestehende Friedhofscommission zu ent⸗ den Unsug zu beseiligen geeignet sind. n Ein Bewohner Friedbergs im Namen mehrerer Beschädigten. welche den gerügten, boͤchst bektlagenswerthen und empören⸗ dieser Entwickelung der wiederum von neuem Leben 115 1 So erscheint denn das Leben der Organismen(der Die uner⸗ Entstehung mit sehr einfachen aus bloßen Protoplasma- heit aber verbirgt sich die staunenswerthe Schöpferkraft breitet sich hier in interessanten Auseinandersetzungen über 10 rothen Blutfarbstoffs ꝛc., worauf hier nicht weiter einge- Vielheit stellt er eine geistige Einheit dar. Die geistige menden Unfugs dürfen und können nicht länger überhört Das Gefühl gegen tbeure Verstorbene tief dort gebetteten lieben Heimgegangenen, sie scheuen keine Rubestä'ten und haben sie dann endlich die Freude, ihre dn Mühe durch Wachsihum und Gedeihen der Anpflanzungen“ N vergangenen Winters die schönsten Rosenbäumchen kandalös verunreinigt war, daß er sich mit tiefster Licht auf gute Ssite und Anstand, wenn auch nur eines sie müssen aber im Juieresse des guten Ruses und der, Ehre der Gesammidevölk erung auf das Ent chiedenste mißbilligt und in erfolgreicher, energischer Weise zu ver⸗ Angehörigen eine geweihte Stätte ist, in ihren heiligsten sprechenden, ausreichenden Anordnungen zu veranlassen, 1 Donnerstag den 11. d. M., Nachmittags 1 Uhr, en in dem Wirthslekale der Frau Rosenbecker Wiltwe Steinfurt nachstebende Arbeiten zul ser igen und erialien zu liefern einer Menuiche Wegen esetzt werden:— fl. kr. Maurerarbeit laut Kostenüberschlag fürn 60— Zimmerarbeit 54 40 ) Dachdeckerarbeit 2 30 0 Schreincrarbeit 3— 5) Schlosserardeit 28 3— 6) Weißdindcrarbeit 5 12 20 7) Pflasterarbeit— 25— 8) Liefern von Mauersteinen aus den Rocken berger Steinbrüchen 25— Y Liefern von Pflistersteiuen aus den Sceseinfurther Steinbrüchen 27— 10) Anfahren von Steinen und Sand, sowie Aussetzen der Steine, 90— 13 Liesern von Russensteinen⸗ 96— 12) Liefern von Kalk 12— Gambach den 3. April 1872. Schneider, Bezirks⸗Bauaufseher. Bau Arbeiten. 2 Montag den 8. d. M., Mittags 1 Uor, sollen auf 1 Bürgermeisterei⸗Büreau zu Ober-Mörlen: Shpengolerarbeit verauschlagt zu 20 fl. 40 kr. Schlosserarbeit 17 cer Versteigerung ausgesetzt werden. Bad⸗ Nauheim den 3. April 1872. 5 B rü ck e l, Bezirks⸗Bauaufseher, N Holz⸗Versteigerung. 1002 Miuwoch den 10. April 1872, des Morgens 9 Uhr anfangend, sollen im Nieder⸗Weiseler Gemeindewald einer öffentlichen Versteigerung nachverzeichnete Holzsorti⸗ mente ausgesetzt werden: 1) 50 Schichten Eichen⸗ und Buchen⸗Scheitbolz, 2) 34 Desgleichen„ N„ Pfügelholz, 3) 5950 Stück. Buchen⸗ und Eichen. Reisholz, 4) 59,22 Fesi⸗Meter Eichen⸗Stammbolz. Die Zusammenkunft ist an der Horsischneiße. Nieder⸗Weisel den 3. April 1872. Großberzogliche Bürgermeisterei Nieder⸗Weisel. Nute t, Holz ⸗ Versteigerung. 987 Freitag ben 12. April l. J., Vormittags 10 Ühe, soll folgendes Gebölz: 1) im Walbddistrikte Oberforst bei Bönstabt an ber Altenstädter Chaussee; 1200 Stück Eichen Wellen und 2) im Waldoistrikte Haide bei der Diebseiche an der Altenstädter Chaussee: 4 Raummeter Erlen⸗Prügelholz, 2 5„Siiockholz, 100 Stück Eichen⸗ Wellen, 100„ Eschen Wellen, 1500„ Binken⸗Wellen, 800„ Erlen⸗Wellen, 500„ Sahlweiden⸗Wellen, öffentlich an den Meistbictenden versteigert werden.“ Die Zulammenkunft und der Ansang ist am Obersorste. Schloß Ilbenstadt den 4. Aplil 1872. Graflich von Leiningen ⸗Westerburgische-Nenlei. 5 Bi e d a u. Holz⸗Versteigerung. 989 Dienstag den 9. April, Morgens 9 Uhr anfangend und röthigensalls den darauf solgenden Mittwoch, soll in dem Pohl⸗Gönser Gemeindewald, Distrikt Heidelbeeren⸗ berg, nach verzeichneies Gehölz versteigert werden: 15 Raummeter Nadel⸗Scheitholz, 62 1 Buchen-Prügel holz, 45 1 Nadel⸗ 2 36 5 Buchen ⸗Stockholz, 2 5 Eichen⸗ g. L Nadel⸗ 4825 Stück Buchen-, Eichen- und Nadelholz⸗Wellen, 32 Fesimeter Nabel-, Stamm- und Stangenholz von 3 bis 17 Meter Länge. Det Anfang wird mit dem Stamm- und Stangen⸗ lolz gemacht. Die Zusammenkunft ist in dem Ebersgönserweg. Pohl⸗Göus den 3. April 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Pohl⸗-Göns. f Schöpf f. Wohnungs-Peränderungs⸗ Anzeige. 992 Ich mache hiermit die Anzeige, daß ich meine seitherige Wohnung bei Herrn Bäckermeister Num pf verlassen habe und nunmehr im Hause tee Herrn Messerschmiedmelster Friedrich Jacob Schäfer, Lupwigestraße Nr. 26, wohne. Friedberg am 4. April 1872. Eteinbäußer, Groß herzoglicher Beigeordneter. 984 von Tuch, Caschemir und Seide von 3 fl. an bis zu den feinsten Sorten bei Friedberg. S. Hirschhorn. 5 —— KLür Confirmanden. 999 Corsetten von guter Qualität zu 36 kr., gestickte Taschentücher, Mansch etten und Kragen zu 18 fr., weiße Unterröcke * von fl. 1. 45 kr. an bei L. Hirsch. Beginn des neuen Quartals! Deste Ztit zum Abonnement! 28 5 2 1 2 95 1 25 . 5 3 a 9 E— 8 0 2 2 88 Die soe ben erschienene Nr. 27 enthält? 83 Die Arbeiter. Novelle von Ernst Wichert.— Der Tichborne- Prozeß.— Ocult, da kommen fie! Von Adolf Müller. Mit Originalzeichnung von C. Körner.— Am Familientische: Junges Deulschland. Zu dem Bilde von Grüntwold.— An einem Berliner Stammtisch.— Frühreife Kinder in den Vereinigten Staaten.— Eine deutsche Herberge in London.— Kleine Zeitung der Liebbabereten und Kurkostiäten. Mit 7 Jdustrattonen. Zu Beflellungen empfebler sich Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Von böchßer Wichtigkeit fun Augenkranke. Atteft. Meine 7 Jahre alte Tochter verlor nach der Masernktankbeit das Augenlicht so, daß sie 8 Jahre lang ganz blind war, die Schule nicht besuchen und nicht allein essen und trinken konnte. Meine Schwester empfahl mir das Dr. White's Augenwasser von Traugott Ehrhardt, ich kaufte mir davon del Herrn Kim. Bretischneilder in Oels ein Flacon und wurde schon durch dieses gewahr, daß die Augen meiner Tochter besser wurden, durch Verbrauch eines zweiten Flacon aber erhielt dieselbe ihr Augen⸗ licht wieder so, daß sie Gott set Dank nun wieder die Schule desucht. Oteses bezeu e ich der Wabrheit gemäß und kann dieses Augenwasser fedem beiden den mit gutem Gew essen enpfeblen. Vangau, Kreis Oele, 26. März 1871. Erust Buchwitz. à Flacon 5 kr. zu beziehen durch Herrn Jof. Hoffmann in Irledberg. d. W. Ein Logis 983 für elne sisle Familie, sowie ein Zimmer für einen einzelnen Herrn, welche sogleich bezogen werden können vereihet l Johannes Horn. Düngemittel der Chemischen Fabrik Griesheim 586 in Frankfurt am Main. Sauere phosphorfauere Kalke(Superphosppatc), zur Düngung des Getreides, für Rüben, Wiesen, Hemüse. Futtergewächse, Repo u s. w. in drei Sorten. Phosphorit- Phosphat, das rohe Knochenmehl er⸗ setzend, Dülsodünger, f Gedämpftes Knochenmehl(guanisirt), in feinem und gröderem Pulver, für Getreide u. s. w. Gur Maschinens und zur Handsaat). Griesheimer Guano(Kalt Dünger), feines Pulver sur Hetretde, Repo, Tabak, Kartoffelo, Hopfen u. J. w. 8 Weinberg⸗Guano(Weinberg- Dünger). Wiesendünger(Kalt- Dünger). Peru-Guano⸗ Phosphat.(Gesäuerter Peru-Guano.) Peruanischer Guano, Baker Guano. Mischungen von Superphosphaten mit Kali⸗ salzen. Futterknochen mehl. 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Dieser Mebraufwand wird indessen unter entsprechenden Verhältnissen bei 10 Ernte reichlich belohnt, wie folgende Erfahrungen darthun: Auf schwerem Thonboden wurden erzielt beim Körnerlegen 208 Cir., durch Bepflanzen hingegen 243 Cir. pro Morgen; auf lehmigen Sandboden wurden erzielt beim Körnerlegen 263 Cir,, beim Bepflanzen bingegen nur 172 Ctr. zwe spänniger sieht zu verkaufen. 966 Frankfurt a. M. Die Annoncen⸗Expeditton von Rudolf Mosse in Franksurt a. M. vermittelt auf dem ersahrungsgemäß erfolgreichsten Wege der Insertien auf das Zuverlässigste alle Arten Verkäufe und Verpachtungen von Gütern, Glundssücken, Fabriken, Gesuche und Offerten, Engagements ꝛc. ohne Provisionsantheil und under alleiniger Antechnung der Original-⸗Jusertionsgebühren. Die Entgegennahme von Bciesen auf Gesuche allet Art geschiebt gratis. 968 Es ist in der Natur des Alters begründet, daß auch die Athmungsorgane durch nägeren Blulumsauf, Schleimanbäufung u.. w. ibecl⸗ weise ihten Dienst versagen. Dadurch enisteben Kurz⸗ athmigkeit, Verschletmung, chronische Katartbe und Abuliche Unannehmlichkeiten. Es giebt aber ein sebe natürliches, einfaches Mittel, um sich von diesen falgalen Beschwerden möglichst zu befreien. Ein solches Mittel, welches die Lunge anseuchtet, die, Trocken hen müdert, den Schleim löst, in der weltbekzunte L. W. Egers'sche Fenchel ⸗ honigextract, ersunden und allein sabrielte von L W. Egers in Breslau und nur echt zu haben bei Jof. (Hoffmann in Friedberg. * Georg Andr Die Saamenhandlung„Jum steinernen Haus“ a eas in Frankfurt a. M., Markt 44, hält ihr Lager in Gemiüse⸗, Feld-, Gras-, Klee-, Wald- und lumen-Saamen, din amerikanischem Pferdezahnmais en gros& en detail unter Zusicherung reellster und billigster Bedienung bestens empfohlen. Cataloge gratis und franco. Auch sind sämmtliche Sämereien aus meiner Handlung bei Herrn Theodor Andreas in Bad⸗Nauheim, dem Rathhaus gegenüber, zu haben. 1007 In der am 26. v. M. stattgebabten Generalversammlung des hiesigen Vorschuß- und Credit Vereins fand eine Discussion über den Beitritt der Mitglieder zu einer Lebensver⸗ sicherung statt. Die darüber entstandene Debatte hat wohl den Zweck einer Anregung er⸗ reicht und die Wichtigkeit der Lebensversicherung genügend klar gemacht. Wir hoffen deßhalb, daß eine größere Anzahl von Vereinsmitgliedern sich zum Beitritt zu einer Lebensversicherungs— Anstalt, innerhalb des Vorschuß und Credit Vereins und anlehnend an dessen Organisation, entschließen und von den für diesen Fall gebotenen besonderen Vortheilen Gebrauch machen wird. Einzeichnungen zum Beitritt nehmen wir auf unserem Büreau bis zum 15. April l. J. enigegen und werden bei genügender Betheiligung eine Versammlung zu einer naheren Be⸗ sprechung aus schreiben. Friedberg den 4. April 1872. Vorschußt⸗& Credit ⸗Verein. Eingetragene Genossenschaft. Fr. Hecht. Ermus. Strohhüte L. 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Originalzeichnung von Guido Hammer.— Ein Tag zu viel oder— zu wenig?— Blätter und Blüthen: Zum Ergrauen des Haupthaares. Von Dr. Pin- eus in Berlin.— Zur gefälltgen Notiznahme für deulsche Eisenbahn⸗Verwallungen. Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg empfehlen sich zu geneigten Aufträgen. —ͤ—. 15 Bet