9e Abb 8 Sobagos⸗ * Kicbbtrg. daft.) * * 188 * — — — 2188 * 55 1 1872. Dienstag den 6. Februar. M15. Oberhessischer Anzeiger. Entbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Zutelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Sam stag Für die Monate Februar und März kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kt. abonnirt werden. — Amtlicher Theil. Betreffend: Den landwirtbschaftlichen Verein für die Provinz Oberbessen. Friedberg den 1. Februar 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Zahl der Mitglieder des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen ist zwar, und insbesondere im Kreise Fried⸗ berg, in fortwährender erfreulicher Zunahme begriffen, steht aber im Entsernten nicht im Verhältniß zu derjenigen in anderen Staaten und namentlich nicht zu der Kopfzahl der ackerbautreibenden Bevöl— kerung unscter Provinz. Wenn der Verein, neben Förderung land— wirthschaftlicher Bildung durch Einrichtung und Unterstützung von Unterrichtsanstalten Ackerdauschulen, Wanderunterricht, Fort⸗ bildungsschulen ic.— sich die Hebung des landwirthschaftlichen Cul— turzustandes der Provinz durch Hinwirkung auf Bodenmeliorationen aller Art— wir erinnern an den von dem Verein besoldeten, allen Gemeinden und Privaten zur Planaufstellung für Wiesenverbesserungen, Drain Anlagen ꝛc. unentgeltlich zur Disposition stebenden Wiesen— baumeister— auf Verbesserung der Viehzucht, des Obstbaues und anderer Zweige der Landwirthschaft, als Hauptziel vorgesteckt und hierdurch mit eine Aufgabe der Gemeinde übernommen hat, so muß es befremden, daß noch gar viele Gemeinden und ackerbautteibende Gemeiadeangehörige so geringes Interesse an den wohlthätigen Be— strebungen des landwirthschaftlichen Vereins bethätigen und sich nicht veranlaßt fühlen, durch Beitritt, und hierdurch bewirkte Vermehrung der Vereinsmittel, dem Verein die Möglichkeit zu gewähren, eine immer ausgedehrtere und intensivere Thätigkeit zu entfalten. Wir sind nicht gewillt, diese Thatsache allgemein auf Rechnung mangelnden Verstandnisses der eigenen Interessen bei den vLandwirthen zu setzen, glauben vielmehr die Ursache vorzugsweise in einer nicht genügend vorhandenen Anregung finden zu sollen, die zu beschaffen Pflicht aller derer sein muß, welchen die Hebung der Landwirthschaft obliegt und die ein warmes Herz fur deren Interessen haben und haben sollen. g Zu diesen rechnen wir in erster Linie die Ortsvorstände und wird es in ihren Gemeinden einen wesentlichen Einfluß üben, wenn dadurch ein gutes Beispiel gegeben wird, daß nicht allein die Orts— vorstandsmitglieder sich zum Beitritt entschließen, sondern insbesondere auch die Gemeinde selbst angemeldet wird. Die Mehrzahl der Ge— meinden des Kreises Friedberg gehören dem landwirthschaftlichen Verein bereits an, wir wünschen jedoch, daß dies auch bezüglich der andern noch nicht in diesem Falle befindlichen Gemeinden gesagt wer— den kann und empfehlen den Großherzoglichen Bürgermeistereien der— selben dieserhalb dem Gemeinderath Vorlage zu machen. Sie sämmt— lich wollen sich außerdem bemühen unter den Ortsvorstands mitgliedern und den Landwirthen Ihrer Gemeinden durch Belehrung über die Aufgabe und die Bestrebungen des landwirthschaftlichen Vereins möglichst viele zum Beitritt zu bestinmen und sehen wir der Mitthei— lung über das Resultat Ihrer Bemühungen demnächst entgegen. Es hat anerkannt gute Früchte getragen, daß bereits in der Volksschule auf dem Lande, im Hinblick auf den zukünftigen Beruf der Knaben, dei dem Unterricht, namentlich in der Naturgeschichte, Rücksicht auf die Landwirthschaft genommen wird und haben sich viele Lehrer dies angelegen sein lassen, allein dies wird ihnen nur dann nachhaltig möglich sein, wenn sie den von Fortschritten in allen Zweigen der Agricultur fortwährend Kenntniß nehmen können. Die meisten Lehrer sind aus naheliegenden Gründen nicht in der Lage, dem landwirthschaftlichen Verein beizutreten oder sich landwirthschaftliche Werke zu kaufen und wenn auch ihrer Betheiligung an den Vereinsver⸗— sammlungen, auch ohne Mitgliedschaft, nicht allein nichts im Wege steht, sondern solche durchaus erwünscht ist, so genügt dies doch nicht allein zu obigem Zwecke, die landwirthschaftliche Literatur, wenigstens die landwirthschaftliche Zeitschrift muß ihnen zugänglich sein. Dies kann dadurch geschehen, daß für jeden Lehrer ein Exemplar der aner— kannt gut redigirten landwirthschaftlichen Zeitschrift für das Groß⸗ herzogtbum Hessen auf Gemeindekosten gehalfen und ihnen zum dauern⸗ den Gebrauch uͤderlassen wird. Der geringe jäbrliche Abonnements preis von 1 fl. 48 fr. einschließlich aller Bestellge bühren ꝛc. läßt dies ehne Anstand zu. Wir empfehlen Ihnen auch hierüber den Gemeinde— rath zu hören und ihm diese kleine Ausgabe, durch welche viel Gutes gewirkt werden kann, anzusinnen, hoffen, daß in allen Gemeinden ein willfähriger Beschluß gefaßt wird und sehen der Vorlage des- selben baldigst entgegen Zum Schlusse wiederholen wir, wie es Ihre stete Aufgabe sein muß, das Interesse am landwirthschaftlichen Verein wach zu halten und auf den Zuwachs von Mitgliedern hinzuwirken. In allen Zweigen des offentlichen Lebens sehen wir die großen durch Vereinigung von Berufsgenossen geschaffenen Erfolge; die Landwirthschaft ist gerade in der Jetztzeit nicht derjenige Erwerbszweig, welcher unter den günstigsten Bedingungen zu arbeiten hat, es bedarf auch bei ihr noch vieler Ver— besserungen, die landwirthschaftlichen Vereine, zugleich Juteressenver— tretungen, als Vorkampfer zur Herbeiführung besserer Zustände, sind aber nur dann in der Lage, mit nachdrücklicher Gewichtigkeit aufzu— treten, wenn sie, gestützt auf eine möglichst große Mitgliederzahl, in ihr einen natürlichen Rückhalt finden und in Folge dessen über be— deutendere Mittel zu verfügen haben. Tr d p. ins Betreffend: Den Unterricht im Pufbeschlag zu Butzbach 187/72. n n m a ch ung. Die Prufung der jungen Schmiede, welche im laufenden Winter den Unterricht im Hufbeschlag zu Butzbach besucht haben, soll Dienstag den 13. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr, zu Butzbach stattfinden. Zur Beiwohnung an derselben lade ich alle Freunde der Landwirthschaft hiermit ein. Laubach am 31. Januar 1872. Der Prasident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen Oto, Graf zu Solms-Laubach. führung der Badeverwaltung nach Aufhebung der Deutsches Reich. „ Friedberg. Wir haben schon früher der Interpellation des Abg. Curtman, die Ver- hältnisse von Bab-Nauheim, insbesondere die Fort— Spielbank betr., kurz erwähnt. Nachdem nun das Protokoll der betreffenden Sitzung vom 18. De- Amber v. J. vorliegt, lassen wir die Interpellation, gelche für viele Leser dieses Blattes nicht ohne Interesse sein wird, nachstehend im Abdruck folgen. Lieselbe lautet:„Es ist bekanntlich schon bei der gebracht worden, wie sich die Verhältnisse des Bades Nauheim nach Aufhebung der Spielbank zu gestalten hätten, und jch habe in der Sitzung vom 28. Juni 1869 auch dahin bezügliche An- träge gestellt. Von diesen Anträgen ist der auf Errichtung eines Kurfonds und ein zweiter, der möglichste Sparsamkest behufs Ansammlung dieses Fonds empfahl, angenommen worden. Die weiteren Anträge wurden theils verworfen, theils zurück- gezogen, beides jedoch nur aus dem Grunde, well man dieselben für verfrübt hielt, da damals noch berathung des Budgets pre 1871 zur Sprache ein Zeitraum von 3½ Jahren bis zu dem Ein- tritt der betreffenden Aenderung in der Mitte lag. Später hinderte der in 1870 ausgebrechene Krieg die Wiederaufnahme von dergleichen friedlichen Interessen. Jetzt aber, wo der Krieg vorüber und der Zeitpunkt der bevorstehenden Aenderung so bis auf ein Jahr nahe gerückt ist, ist es sicher⸗ lich an der Zeit, daß die Regierung genaue Aus- kunft ertbeilt, in welcher Weise sie nach Wegfall der Spielbank die Verhältnisse von Bad-Nauheim zu regeln gedenkt. Bisher sind namlich gewisse zum industriellen Badedetriebe(sit venia verbo!) — nothwendigen Kosten in bedeutendem Betrage .——— r F——— ˙-—— —————— ö ö von der Spielbank-Administration bestritten werden, wie die Unterhaltung des Parks und Kurhauses, der Musik, des Lesecabinets u. s. w. Würde dies plötzlich aufhören oder wesentlich vermindert oder verändert werden, so würden dadurch die Ver- bältnisse der Stadt Nauheim und ihrer Bewohner auf das Empfindlichste berührt. Jedenfalls aber muß zeitig Klarbeit in die Situation kommen, damit die betreffenden Leute darnach ihre Maß- regeln treffen können. Denn Einer wird, je nach- dem die Sache geregelt wird, sein Geschäft ver- größern, ein Anderer es vermindern, ein Haus kaufen oder verkaufen u. s. w., kurz die Existenz einer großen Anzahl von Menschen hängt wesent⸗ lich davon ab, daß sie bei Zeiten(da dergleichen Veränderungen in den Geschäften, Wohnungen u. s. w. nicht über Nacht effektuirt werden können) er- fahren, was es mit Bab- Nauheim nach dem 31. Dezember 1872 geben soll. Ebenso ist die Gemeinde Nauheim als solche bei den etwaigen Veränderungen im Badebetrieb wesentlich inte— ressirt. Ich erlaube mir daher im Interesse meiner Wähler, bei der Regierung— den Ministerien des Innern und der Finanzen— um gefällige Auskunft über folgende Punkte zu bitten: 1. Wie boch sich etwa die bis zu Ende 1872 anzu- sammelnden Geldmittel des Kurfonds belaufen werden? 2. Ob die Großherzogliche Regierung beabsichtige, die seither von der Bank- Administration geführte Badeverwaltung selbst und in welcher Weise fortzuführen? 3. Ob dieselbe beabsichtige, von 1873 an entweder selbst eine Kurtaxe in Nauheim zu erheben oder den etwaigen Unter- nehmern eine derartige Erhebung zu gestatten? 4. Ob und in welcher Weise eine Veränderung der Brunnendirection und Badeverwaltung beab⸗ sichtigt sei?“ Berlin, 3. Febr. Die„Norddeutsche All gemeine Zeitung“ weist in ihrem heutigen Leit- artikel nach, daß der Ultramontanismus den Frieden des neuen Reichs gestört habe. Nicht das Christenthum und die katholische Kirche seien bedroht; der Staat werde aus dem Kampf mit voller Hoheit hervorgehen, als Hort der Gerechtig⸗ keit auch gegenüber seinen treuen katholischen Unter thanen, aber jeden ultramontanen Eingriff in das Staatsrecht unmöglich machend. Köln. In der Stadtverordnetensitzung wurde den Altkatholiken die Rathhauskapelle zur Abhal— tung des Gottes dienstes wit 25 gegen 2 Stimmen bewilligt. — Am 2. Febr. hat die feierliche Eröffnung des Gottesdienstes für die Altkatholiken unter überaus großer Betheiligung ohne die mindeste Störung stattgefunden. Die große St. Pantaleons- kirche konnte kaum die Hälfte der Besuchenden fassen. Das„Fr. J.“ bemerkt hierzu in einer Correspondenz aus Köln: Wie sich die Zeiten doch ändern! Als im Jahre 1789 die Protestanten sich in Köln, der h. Stadt, eine Kirche bauen wollten, wurden die Gemüther arg erregt und am 20. April wurde die übliche jährliche„Morgensprache“ in Gegenwart des ganzen Raths vor dem Rath hause öffentlich dem Volke vorgelesen, des Inhaltes: „daß die katholische Religion die herrschende sein. solle.“ Heute ist es anders! Heute konnte ein Priester, Hr. Tangermann, der jüngst excommuni⸗— cirt wurde, in einer katholischen Kirche die Messe lesen, ohne im mindesien gestört zu werden, wie— wohl St. Pantaleon bis zum letzten Stehplatze dicht besetzt war, und Tausende, welche nicht in das Gotteshaus konnten, lautlos vor der Kirche fast 1½ Stunden aushielten. Die Predigt fes= selte die Zuhörer und zeichnete sich sowohl durch inneren Gehalt, wie auch durch eine abgerundete Ausland. Frankreich. Paris. Der preußische Helm als Kopfbedeckung für die französischen Truppen hat plötzlich in dem Organ des Herrn Gambetta einen sehr beredten Vertheidiger gefunden, ber dessen Einführung in die französische Armee befürwortet. — Die bis jetzt bekannt gewordenen ersten Resultate der Nationalsubseription in den größeren Provinzialstädten sind nicht sehr bedeutend. Nancy, welches in einem Telegramm nach Ver— 0 sailles eine Million versprach, hat bisher nur 650,000 Fr. eingeschickt; die großen Kaufleute von Marseille haben als Erträgniß einer ersten Subscription 299,833 Fr. dem Präfecten über- reicht; in Bordeaux hat die Handelskammer mit einer Zeichnung von 25,000 Fr. das Beispiel gegeben; in Rouen stellte sich der Erzbischof Car- dinal Bonnechose mit einer Gabe von 5000 Fr. an die Spitze. Die Pariser Theater und Ver⸗ gnügungslokale widmeten der Subscription ihre Einnahmen am Abend des 28. Januar(des Jahrestages der Capitulation), dieselben betrugen im Theatre frangais 7451 Fr., in der Komischen Oper 2500, im Gymnase 4150, im Chaätelet 4000, überall zusammen circa 30,000 Fr. Die Reclame hat nicht versäumt, sich der Sache zu bemächtigen und Restaurants, Gewerbsleute u. s. w. zeigen an, daß sie die Einnahme dieses oder jenes Tages dem patriotischen Werke widmen wollen. — Die Aufführung von Sardou's„Rabagas“ im Vaudeville Theater, einer Satyre auf die Partei Gambetta's, veranlaßte antirepublikanische Manifestationen. Um der Erneuerung derselben vorzubeugen, wurde das Stück verboten. — Die Nationalversammlung nahm in ihrer Sitzung den Gesetzentwurf, betreffend die Kündi— gung der Handelsverträge, an und verwarf als— dann den Antrag Duchatel's auf Rückkehr der Versammlung und der Regierung nach Paris mit 377 gegen 318 Stimmen. Man versichert, der Minister des Innern habe erklärt, er werde seine Demission geben. — Der deutsche Generalpostdirector Stephan ist hier eingetroffen. Der Abschluß des deutsch— französischen Postvertrages ist, wie man hört, neuerdings wieder auf nicht unerhebliche Schwierig⸗ keiten gestoßen. — Der„Moniteur“ hält mit seinen Sub— seriptionslisten noch zurück, versichert aber, daß der Zuspruch alle Erwartungen übertreffe, und will einstweilen nur zwei Beispiele anführen: Eine Dame, Frau Lepel-Cointet, die Gemahlin eines reichen Industriellen, hat für sich allein hundert tausend Francs gezeichnet: Baron Théuard, ein bekannter Gelehrter, bietet sechzigtausend Francs unter folgenden Modalitäten: 10,000 Fre. sofort und je 10,000 Frs. zu jeder neuen, durch die öffentlichen Sammlungen aufgebrachten halben Milliarde.— Von anderen Subscriptionen werden folgende Ziffern bekannt: Rouen 40,000 Frs., Bordeaux 40,000, Compiègne 37,000, Chau- mont 25,000, Tours 13,403, Cherboarg 5452, Rheims 4135, die Damen von Rochefort 125,000, die Sammlung des„Phare de la Loire“ in Nantes 10,635, das 17. Artillerie-Regiment(in la Fere) 10,000 Frs. u. s. w. Das Comite von Nancy schlägt vor, man solle einstweilen nur Zeichnungen in der Form von Beitrittserklärungen entgegennehmen, welche erst dann verbindlich werden sollen, wenn die Subscription mindestens 500 Mil- lionen erreicht hätte. — Seit der harten Verurtheilung der beiden Rabourdin wegen dem Feinde geleisteter Proviant lieferungen herrscht ein panischer Schrecken in dem Departement Seine ⸗et⸗Oise; denn groß ist die Zahl derer, welche in dieser Hinsicht kein reines Gewissen haben. Auch hat schon mehr als ein Pächter von Rambouillet und Umgebungen einst— weilen das Weite gesucht. — Die von mehreren Journalen gebrachte Mittheilung, daß die französische Regierung Deutschland drei Milliarden in Eisenbahnpriori— täten als Bezahlung der Kriegsentschädigung an— geboten habe und das Anerbieten angenommen worden sei, ist unbegründet. Sprache aus. Versailles. Der Finanzminister hat am 31. Jar, an die deutsche Regierung 80 Millionen abgeführt. Großbritannien. London. Das Journal „Echo“ ist zu der Mittheilung ermächtigt, daß ben neuesten Nachrichten zufolge Hoffnung vor— handen sei, für die neuerdings in der Alabama— frage hervorgetretenen Schwierigkeiten eine Lösung zu finden durch die Erklärung der Unionsregie⸗ rung, daß sie nicht beabsichtige, auf der Recla- mation wegen des invirect durch die Kreuzer der N Südstaaten und die Anerkennung der Conföde⸗ rirten als kriegführende Macht verursachten Schadens zu bestehen: jedoch würden die bezüglichen Röcla⸗ mationen dem Actenmaterial einverleibt, um den sonstigen Beschwerdepunkten größeren Nachdruck zu verleihen. 5 — Am 2. Febr. herrschte hier ein heftiger Sturmwind. Von der schottischen Nordwestküste wurden mehrere Schiffsunfälle gemeldet. Amerika. Ueber die lüderliche Art des Aufbaues von Chicago klagen dortige Zeitungen sehr stark. Die„Tribune“ schreibt:„Ohne einen Schaden an Menschenleben zu wünschen, müssen wir behaupten, daß es besser wäre, wenn die meisten dieser Gebäude noch vor dem Frühjahr umgeblasen würden.“„Das„Chronicle“ sagt: „Unsere Einwohner müssen verrückt geworden sein. Dieselben glauben, daß ein Gebͤude schon feuer— fest ist, wenn nur Ziegel zu dessen Aufbau ver⸗ wendet werden. Wird diese Methode des Bauens nicht bald aufgegeben, so wird gewiß jede an- ständige Versicherungscompagnie, deren Policen etwas werth sind, in unserer Stadt keine Ver- sicherung mehr aufnehmen.“ * Friedberg. Man meldet aus Wiesbaden, daß auf dem dortigen Friedbofe am 28. v. M. eine blühende Rose gefunden wurde. Hierzu können wir bemerken, daß auf biesigem Friedhofe am 12. Januar mehrere Penseestöcke in voller Blüthe unter der Schneehülle entdeckt wurden. Gießen. Der„Gießener Anzeiger“ meldet vom 2. Febr.: Heute Nacht mit dem Coutierzug kam ein un⸗ heimlicher Passagier bier an. Ein nobel aussehender Reisender erschoß sich zwischen Vilbel und Friedberg in einem Coups I. Classe. Der Selbstmörder ist unge— fähr 28—30 Jahr alt und hat rothbraune Haare. Der Schuß traf unmittelbar das Herz und ist mit einer neuen Doppelpistose ausgeführt. Es ist dies jedenfalls wieder ein unglückliches Opfer der Spielwuth. An baarem Gelde hatte der Mann l fl. und eiliche Kreuzer, dagegen von Legitimationspapieren keine Spur, man fand bei ihm nur eine leere Brieftasche. Frankfurt. Wie sehr dei dem dermaligen freiern Verkehr ꝛc. die Thätigkeit des hiesigen Polizetaussichtsper⸗ sonals in Anspruch genommen ist, kann daraus entnom⸗ men werden, daß, dem Vernehmen nach, allein seit Be⸗ inn dieses Jahres in hiesiger Stadt, 564 Personen wegen Bettelel, bezw. Obbachlosigkeit angezeigt und sistirt, auch 67 in die Heimath dirigirt und desgleichen 215 wegen liederlichen Umherziehens eingebracht wurden, abgesehen von den Anzeigen wegen Diebstabls und sonstiger Vergehen. Frankfurt. Der am Montag durch einen bis jetzt noch nicht vollständig ermittelten Räuber lebensgefährlich verwundete und beraubte Viehhändler Homburger aus Offenbach befindet sich immer noch in bewußtlosem Zu⸗ stande. Boulllon und Milch werden ihm lheelöffelweise eingetteufelt. Die Hoffnung, ihn am Leben zu erhalten, ei noch eine höchst geringe. Gegen den in Bockenheirr mit seiner Geliebten verhafteten Völker liegen sehr ver— dächtige Indicien vor. Derselbe gibt zu, an dem frag⸗ lichen Vormittag in der Mietze'schen Wicihschaft auf der Allerheiligengasse gewesen zu sein, räumt auch ein, einen Schützenrock angehabt zu haben, leugnet aber die That, und namentlich, daß er an diesem Tage ein Beil, das allerdings verschwunden ist, bei sich gehabt habe. Das bei seiner Geliebten in einem Strumpf und sonstigen Lappen im Bell verborgene und gefundene Geld soll ber 300 fl. betragen haben, und bezeichnete dieselbe es als ihre Er⸗ sparniß. Völker soll am 29. Jau., wie weiter erzählt wird, ziemliche Ausgaben gemacht und Schulden bezahlt haben. In Würzburg kam es in der Nacht vom 25. zun! 26. Jan. zu Conflicten zwischen ruhig nach Hause gebey— den Sindenten und Polizeisoldaten, welche ohne jedwede Veranlassung erstere mit blanker Waffe angriffen und einige derselben schwer verwundeten. Auch auf der Poli— zeiwache, wohin die Polizeisoldaten die Verwundeten ab führten, wiederhollen sich die rohen Ausschreitungen der Polizeisoldaten, die u. A. einen Studenten mit den ihnen erst neuerdings als Waffe übergebenen Todschlägern lebens⸗ gefährlich verletzten. Der Senat der Universität hat so⸗ sort bei dem Stadtmagistrat Schritte gethan, damit dieser ähnlichen Ausschreitungen seiner Vollzugsorgane künftig mit aller Energie vorbeuge.— Mittlerweile hat der Sladi⸗ magistrat jedoch eine Erklärung erlassen, wonach die Poli— zeimannschaften nicht ohne jede Veranlassung gegen Studirende einschritten. Einige 20 Studirende hätten vielmehr sich nächtliche Ruhestörungen zu Schulden kom: men lassen und sich bei ihrer Arrestation den Polizei⸗ mannschasten thätlich widersetzt. Dabei habe sich allerdings ein Polizeisoldat zu einem schweren Gewaltsmißbrauch hinieißen lassen; der betreffende Schuldige sei aber be— reits seines Dienstes enthoben. Von einer Bewaffnung der Polizeimannschaften mit Todschlägern ist dem Magistrat nichts dekannt. Berlin. Ein französischer Garde Offizier feierte dieser Tage hier seine Hochzeit in der kalholischen St. Hedwigskirche. Die bisher der jüdischen Religion angehörte Braut, deren Bekanntschaft der Bräutigam in einer benachbarten Festung gemacht, zur kathslischen Kirche übergetreten. war Tags vorher Frank W. Jun. Wocht in beinen Sch Stauen d — Verpe 3 Oe 10 Uhr, tledbelg Adlers an Klosterlase genommeß Berseigekt Fried 3 Ve 9 Ni Ahr onsot dente Pa ehöͤrend, 50 Bl mt Schro dene masch 1 St loch wegzugsg Friel des Burg Ge Pig. N d. A 0. 2 Zochmalz dem d. ertheilt; Ftit — f 203 8 von Vo Diffrifte geschnele N N lu. 0 Man schreibt der A. A. Z.: Wir haben Wizza. f zwei Tage und zwei Nächte anhaltenden Platzregen ge— dabt, der einen großen Felsen in der Nähe des Hafens heruntergewaschen hat. Er ist auf das Haus Baudoin gefallen, und da et 10 Meter im Durchmesser mißt, bat er das Haus buchstäblich zerdrückt. Zwölf Leichname sind herausgezogen worden und noch neun werden gesucht. Pompiers, Soldaten baben die ganze Nacht durchgear⸗ beilet. Man hatte die Nizzarden längst auf die Gefahr aufmetksam gemacht, da an den Felsen fortwährend Sand weggewaschen wurde— abet sie antworteten stolz, daß ihre Felsen— unbeweglich sind. Frankfurt a. M., 3. Febr.(Börsenwoche vom 29. Jau. bis 3. Febr.) Die Börse eröffnete die verfließende Woche in der günstigsten Süümmung, der Ultimo hatte 1 keinen Schrecken für sie, die Regulirxung ging glatter von welche 4 fl. verloren, Zettelbank, die ein ½%, und war Selberrente elwas höber. W Stauen denn je, und bis zum 1. Februar dominirte die Hausse vollständig. An diesem Tage machte sich um Mittag schon ein kleiner Rückschlag geltend und am Abend herrschte bereits die Balsse. Dieser Umschlag wurbe ver— anlaßt durch wattere Pariser Notirungen, sowie durch Nachrichten, daß die Alabamafrage in ein so ungünstiges Stadium getreten sei, daß der Zusammentritt des Genfer Schiedsgerichts bezweifelt würde. Ebenso schnell wie die Course am Donnerstage fielen, ebenso rapid erbolten sie sich wieder, so daß die Haupispeculationseffecten am Schluß dieser Woche noch eine Aufbesserung gegenüber ihrem Stand am Schluß der vorigen Woche ausweisen können. Von Banken gewannen Creditactien 3 fl. gegen den Schluß der vorigen Woche, öster. Nalkonalbank 17 fl; ebenso standen deutsche Vereinsbank 50%, Wechs⸗ lerbank 1% boͤber und erzielten frankfurter Bankver— ein eine Avance von 7 fl. Matter waren Darmstädter, Meininger, die um 1¾% zurückgingen. In Bahn⸗ 9 11/ 0 papieren war lebhafter Verkehr und nahmen dieselben einen lebhaften Ausschwung, nur Staatsbahn blieben in Folge schlechter Wocheneinnahme auf dem Schlußtours der vorigen Woche zurück. Lombarden gewannen 3 fl., Elisabeth 10 fl. Buschterader bei lebhafter Nachftage 8 fl. bayrische Ostbahn 5 fl., Oberbessen 4%, auch Franz⸗Joseph, Nordwest, pfälzische Maxbahn, Bexebacher waren gesucht. Von Prioritäten waren besonders Elbrhal, Staatsbahn, neue Lombar⸗ den, Saalbahn, Ebensee⸗Ischl und Ungarisch⸗ Galizische gesucht und böher. Pfandbriefe ohne Berkebr. Von Loosen vorzüglich Raab⸗Grazet in regem Verkehr und steigend. Der Amerfkanische Markt wurde von jenen schwarzen Punkten, welche hier einen Rück- gang hervorriefen, nicht berührt und blieb fest und unverän⸗ dert. Ankagepapiere stagniren. Von ausländ. Fonds echsel mit Ausnahme von Hamburg und Anisterdam steigend. Napoleons begehrt. Verpachtung der Gelände der Garnison Friedberg. 283 Oonnerstag den 8. Februar d. J., Vormittags 10 Ubr, wird auf dem Büreau des Garutsonlazaretds Friedberg die Vervachsfung des Exetzierplatzes, eints Ackers an der Seewiese, sowie eines Gätrtchens an der Klosterkaserne, der Eisendabn gegenüber, öffentlich vot— genommen werden. Die Bedingungen werden dei der Versteigerung bekannt gemacht. 4 Friedderg den 31. Januar 1872. Gtosberzogliche Garntsonvetwaltung. Dee fe ld. Versteigerungs⸗ Anzeige. 323 Mittwoch den 7. Februar d. J., Vormittags 10 Abr anfangend, wird an diesigem Ratbbause verschie— denes Handwerksgeschirr, dem Julius Boller dahier gehörend. als: 5 5 1 Blasdalg für Schmiede oder Schlosser, 1 Amdos mtt Klotz, 1 große und kleine Bohrmaschine, 1 engl. Schraubenschlüssel, 2 f. g. Schlagen, 14 verschte⸗ dene Hämmer, verschiedene Feilen, 1 Gumtschneld⸗ maschine, 1 Schnellwage mit Gewicht, 1 Werkbank, 1 Schrank sowie eine große Partie altes, aber noch brauchbares Eisen und sogstige Gegenstände wegzugsbalder öffentlich metnbietend derßeigert. Friedberg den 2. Zedruar 1872. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg ur ar. Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 325 Donnerftag den 8. Februar d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathdause die zum Nachlasse des Bürgers und Glasetmeisters Ludwig Schulze vahier gehörenden Immobilien: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klft. b 2. 366. 13½. Hofraithe in der Stadt, — 78. 121. Grabgarten Liebfrauengärten. Gemarkung Pag. Nr. Ruthen. 590 28 55. Acker an der Leimenkaute, 5. 5. desgleichen daselbst, nochmals öffentlich meiftbietend verfleigert werden mit vem Bemerkrn, daß dem Letztbtetenden der Zuschlag ertheilt werden wird. Friedberg den 2. Februar 1872. Großhberzogliches Ortogericht Friedberg. M. Ane Fauet dach b. 8. Bekanntmachung. 293 Donnerstag den 8. und Freitag den 9. Februar, von Vormittags 8 Uhr an, soll ie Liacer Stadtwalde, Difirikten Rothendusch und Kleinbäuserberg, nachver— selchnetes Holz öffentlich versteigert werden: IJ. Donnerstag den 8. gebruar. Bauholz. 360 Eichen- Vou- und Werkholz⸗Stämme von 15 bis 55 Centimetet Durchmesser und 4 bis 15 Meter Länge, 4 Elebeer⸗ Stämme, 40 Buchen Werkholz-Stämme von 28 bis 62 Centt⸗ meter Durchmesser und 5 bis 8 Meter Länge, 20 Linden-Stämme, 200 Stück Eschen, Buchen- und Fichten-Wagner— stangen. II. Freitag den 9. Februar. Brennholz. 200 Naummeter Buchen Scheitbolz, 450 Buchen und Elchen⸗Prügelholz, 290 4 Stockholz, 6000 Wellen* Reis holz, 7000 Durchforsfunge⸗Wellen. Die Zusammenkunft ist am Ettingshaͤuser ßuhweg in Rotbenbusch. Lich den 31. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Lich. br g. Eine Kegelbahn 0 bat zum Abbruch zu verkaufen Klostet Arnsburg bei vich, Vonis Bertalot. * ** 7 7 Holz-Versteigerung 297 Freitag den 9. Februar l. J., Vorm'ttags 9 Uhr anfangend, sollen in den Frelherrlich von Ritter'schen Waldungen zu Hof Hasselbeck 2 Raummeter Nadel Prügelbolz, 16225 Wellen Eichen- und Birken, 2.81„ Nadelholz, 6.00„ welches Laubholz, Relserholz. 9,00 Dorner verfleigert werden. Die Zusammenkunft Dretmärker. Friedberg den 31. Januar 1872. In Auftrag der Fretherrlich von Ritter'schen Gutsverwaltung zu Rüdes bein. Gd. ist an der Tannenspltze am * Für dreijährige Freiwillige. 350 Zur Wiederbesetzung einer bei dem Bezukstommando Friedberg in Erledigung gekommenen Schreiberstelle wird ein junger Mann, der eine schöne Haudschrlft schreidt, das 17. Lebensfabr überschritten dat, und gewillt ist seiner Milttärdienffpflicht als dreisähriger„Freiwilliger Genüge zu leisten, zum sofortigen Eintris'gesucht. An⸗ meldungen werden auf dem Bezirksdürcau entgegen genommen. Friedberg den 2. Februar 1872. . Major und Beko Commandeur. 7 3 Verstei* Holz-Versteigerung. 235 In der Fürstlichen Oderförfteret Lich soll nachver zelchuttes Holz verstetgert werden 1) Freitag den 9. Kedrugt im Distrikt Meildach und Möachwald. Fichen⸗Stämme von 18— 52 Centimeter Durch— messer und 2— 14 Meter Lange, mu 247,72 Cubik— meter Iphalt, Klesern-Stämme von 17-36 Centimetet Durch— messer und 7-17 Meter Länge, mit 19,10 Cubik metet Inhalt, ferner 1 Elsbeet⸗Stamm mit 0,48 Cubikmeter, 306 28 1 Birken 1„ 0 43— 17 Eichen⸗Stangen„ 065 2* 130 Fichten-Bobnenstangen mit 0.79 Cubikmeter. 2) Montag den 12. Februac im Distrikt Weilbach. Scheitbolz. Prügelbolz. Stockbolz. Retoholz. ——— Dx— Raummeter. Wellen. Buchen⸗ 21 12⁵ 42 4270 Eichen⸗ 12 102 72 1470 Nadel- u. Weich bolz⸗—— 1 500 Zusammenkunft fedesmal Morgens präecis 10 Ubr auf dem Bieinalweg nach Dattenrod an der Licher Ge— markungsgrenze. 5 Lich am 1. Februar 1872. Der Fürstliche Oberförster Wimmen auer. Jagd- Verpachtung. 345 Freitag den 9. d. Mts., Nachmittags 1 Ubr, soll die hlesige Gemeinde- eld- und Wald⸗Jagd, welche mit dem 15. Februar auf wettere 6 Jahre seihfällig wird, bei Wirtb Georg Nicolap dahier öffentlich an den Meistbietenden verpachtet werden. Jagdliebhaber werden hlerzu freundlichst eingeladen. Blofeld am 3. Februar 1872. Großherzogliche Hürgermetsterel Blofeld. Conta d. Jagd- Verpachtung. 339 Montag den 12. Februar, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Büreau unterzeichneter Bürgermeisteret die Jagd in der Gemarkung Münzenberg, 4000 Normalmorgen auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Münzenberg den 30. Januar 1872. Großberzogliche Bürgermeisteret Münzenberg. AR r. 341 von 7 Monaten hat zu verkaufen Jagd Verpachtung. 332 Samfstag ven 10. Zedruat d. J., Vormittags 10 Uhr, soll auf dem Gemeindehaus dahier dle hte sige Gemeindelagd, bestebend in cuca 1800 Morgen, auf 6 Jabte verpachtet werden. Oppershofen den 1. Februar 1872. Großherzogliche Bürgermelsterei Oppetshosen. Schmid t. Hal ere iger au 331. Vontag den 12. Februar, Wiltags 1 Uhr, sollen 13 Stück Eschen⸗Stämme, 1 Erlen 17 6„ Ulmen⸗ 9 1„ Linden Stamm und U— Fichten„ eine Partie Astreiser dersteigert werden. Trals-Münzenderg den 2. Februar 1872. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Butzbach. Großberzoglichts Ortsgericht Trals Mänzendere. Der Vorfteher Gorr. Jagd- Verpachtung. 340 Montag den 12. Februar, Vormatags 10 Ubr, soll auf dem Büteau des Unterzeichneten die Jagd in biesiger Gemarkung, bestehend in 1800 Morgen Feld urd 180 Morgen Wald, auf weltere 6 Jabte verpachtet werden. Trails Münzenberg den 30. Januar 1872, Großderzogliche Bürgermeistere Trais-Munzenderg. Gorr. Jagd. Verpachtung. 338 Samsiag den 10. Februat, Nachmittags 2 Uhr, soll die der Gemeinde Rockenderg auf 3000 Morgen zustebende Feldjagd auf dem Büteau des Unterzeich⸗ neten auf 6 Jabre derpachtet werden. Rockenderg den 3. Februar 1872. Großberzogliche Bürgermeisterei Rockenberg. Krämer. Jagd-Berpachtung. 260 Donnerfiag den 8. Februar d. J. Vormittage 10 Ubr, sol auf dem Bürgermeifleret-Büteau die der bie⸗ sigen Gemeinde zustehende Jagd, ungefähr 2200 Morgen daltend, auf weitere 6 Jaßte verpachtet werden. Fauerbach d. F. den 29. Januar 1872. Großberzogliche Bürgermeisteret Fauerbach b. F. Helfrich. Arbeits- Versteigerung. 344 Donnerstag den 8. d. Mis. Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Gemeindebaus zu Nieder- eifel die fertigung nachstebender Arbetten und Lieferung von Materialien einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden 1) Herstellung von Planixarbeit lt. Kostenüber⸗ schlag für 2) Herstellung von Cdaussirardelt 3) Liefern von Cbausseefieinen aus den Grtedeler, Gamdacher oder Nieder Weiseler Steinbrüchen 200 90 f. 70„ * 4) Liefern von Mauersteinen aus den Rocken⸗ berger Steindrüchen 30, 5) Liefern von Mauersand aus der Griedeler oder Gamdacher Sandgrube 20„ 6) Niefern von Kalk 80 ) Viesern von Steinbaukrarbeit 50„ 8) Setzen don Stein und Messen von Sand 12„ 9) Fertigen von Maurerardeit 39„ Gamdach am 5. Kedruar 1872. Schneider Bezirks- Bauaufseber. Müßhlsteine Friedr. Holl in Worms. 6 5;* 2— Unipersal-Beinigungs-Falz. 123 Von allen Aerzten als das einfachsie und billigsie Hauomtittel empfohlen gegen Säͤutebüdung, Aufsfloßen, Krampf Verdauungsschwäche und andere Magen— beschwerden in ½, ½, ½ Pfoad Ottginal-Packeten mit Gebrauchsanweisung à 30, 18 und 9 kr. nur allein acht und direkt bezogen von J. A. Windecker in Oppershosen. Johannes Hofmann. Friedberg. ————— eee, r Vorlesungen im Saale der drei Schwerter. 327 Dienstag den 6. Februar, Abends 8 Uhr, Hofgerichts⸗ Advokat Curtman: Der Prozeß wegen des Mordes der Gräfin Görlitz. Ku o che n, 22 R 334 Horn, Ochsenklauen kauft in jeder Quantität zu den böchsten Preisen die chemische Fabrik von Friedberg. Gürth& Seibert. Das Comité zur Abschafung der Wein- und Obstweinsteuer in Hessen un alle Interessenten des CGrossherzogthums. „Einigkeit macht stark⸗. Um den schriftlichen Verkehr zu erleichtern, bitten wir hierdurch Wünsche auf Zusendung des Abdrucks der Eingabe an das hohe Ministerium und die Kammern und des Auszugs aus dem stenographisch aufgenommenen Bericht über die am 29. v. Mis. bier stattgehabte Ver⸗ sammlung möglichst bald, Ortsweise, an unseren Secretär, Herrn S. Heinemann hier, zu richten, um danach die Höhe der Auflage ermassen zu können. a In einer hier stattgehabten Besprechung wurde beschlossen, zur Erreichung unsereß Ziels sogleich Sammlungen zu veranstalten. Die anwesenden Mainzer Interessenten waren bereit, je fl. 1. zu zeichnen, wofür dann gedachte, ziemlich umfangreiche Drucksachen gratis geliefert würden. Wenn im ganzen Großherzogthum diz sem Beispiele gefolgt wird, er⸗ balten wir Mittel genug, um das Andenken unseres glöccklich errejchten Ziels dadurch zu wahren, daß wir dann einen hoffentlich recht großen Ueberschuß nen Landesstiftungen zuweisen können. 0 bitten wir an unseren Cäserer, Hern Jos. Falck, Weinhandlung hier, Geldsendungen zu richten. Mainz den 2. Februar 1872. 337 * 3 Dampfsägewerk Friedberg. 333 Stammholz wird jeder Zeit zu billigsten Preisen geschnitten in der Fabrik von Friedberg. Gürth& Seibert. n eee Husten der Kinder, Keuchhusten. 336 Augendblickliche Heilung durch Anwendung des antispasmodischen Syrups don Oscar Desaga, Apotheker und Chemiker in Straßburg i. E.— Dieses ausgezeichnete Präparat, über dessen Vortrefflich— keit Tausende von Attesten vorliegen, hat offielell in daa enden Linderkliniken Frankteichs Ein⸗ gang gefunden.— Preis der Flasche 56 kr. ist 16 Sgr. nebst Gebrauchsanweisung. General⸗Depöt für Deutlschland in Worms a. Rh. det derrn Gg. Chr. Goll. Depöt für Friedberg bei C. Görtz, Apotheker. Der mittlere Stock 262 meines Hauses ist anderweit zu vermiethen. 115 Bäcker Rumpf nächst der Post. Versteigerung. 316 vynterzeichnetec läßt Dienstag den 13. Februar d. J., Morgens 9 Uhr anfangend, Folgendes gegen baare Zahlung öffentlich meistbietend versteigern: 1) 4 Pferde(zwei sechsjäbrige, ausgezeichnete Wagen⸗ pferde, zwei Oeconomie pferde), 2) 11 Stück Rindvieh(meißtens Jungvieh Berner Kreuzung), 3) 1 Matterschwein mit 9 Ferkeln, 7 große Läufer, 4) Pferdegeschirre und songige Oeconomie-Gegenftände, 5) eine vollständige Brennerei, eine ausgezeichnete Malzque:schmühle, cine Kactoffelmühle, Fässer ꝛc. * Rindviehpulver. Bel Verfopfung, Abmagerung und Mangel an sehr gutem Ersolge angewendet. Das Vieh bekommt dadurch ein besseres Aueseben nnd die Milch wird reicher an Butter. Ein Pfundpacket mit Gebrauchs⸗ anweisung 30 kr. Butterpulver verkürzt die Zeit des Butterns von Stunden auf Minuten, macht die Butter fesler und schmackhafter und verhindert das rasche Ranzigwerden derselden. Ein Pfundpacket, ausreichend für reichlich 1000 Maaß Milch 30(r., balde Packete 15 kr. Stets vorräthig det J. A. Windecker in Friedberg. Alpfel und Birnen, 275 Zwetschen, Mirabellen. Pflaumen zu 30, 36 1 6) Spreu, Stroh verschiedener Art, vorzügliches N 2 7 Endsenfotterhgh, ie c., N per Stück, 50 fl. per 100 Sac. Acpfalpflonzungen 7) einen eleganten zweispännigen Wagen, ditto für Gemeinden werden unter Garantie übernommen. „Rosen“, hoch, halbhoch und niederstämmig ver Stück 36, 30, 24 fr., per 100 Stück 40 fl. Baumschule von Gebr. Schultheis, Steinfurth bei Bad- Nauheim. Eeine Wohnung, 286 bestehend in 4 Zimmern, Küche und sonßigem Zu⸗ gehör, bis zum 1. März beziehbar, sowie zwet möbltrte Zimmer hat zu vermiethen Metzger Ruppel nächst dem Bahnhof. Schlitten ꝛc. ꝛc. Nieder ⸗Wöllstadt den 2. Februar 1872. F. Weith. Ausverkauf. 127 Wegen Aufgabe meines Waarengeschafts verkaufe ich meine sämmtlichen Ellen⸗ und Eisenwaaren, um schnell damit zu räumen, zu ganz herab gesetzten Preisen. Belleroheim. B. Stern Sohn. Freßlust, bei blauer und dünner Milch, sowie besonders 10 zur Verbütung des Milchfiebers wird dieses Pulver mit Nützlich für die, welche Singvögel hatten: Unterricht für Liebhaber der Kanarienvögel, wie dieselben zum Nutzen und Vergnügen in und außer der Hecke am zweckmäßlgsten behandelt werden müssen. Nebsl Anwelsung Nachtigallen, Stieglitze, Hänf⸗ linge, Zeisige, Dompfaffen, Amseln und Staare zu fangen, zu zähmen und zu unterrichten. 6. verb. Aufl. Preis 36 ke. Dieses nützliche Buch enthält nicht nur, wie 1) Sing⸗ vögel zu füttern, sondern auch 2) zu ziehen, zu unterrichten und auszuffopfen find. Voräthig bet Bindernagel& Schimpff in Friedberg. 328 Den Absendern 343 dieser uns anonym zugeschickten Bildchen unsern besten Dank. Vier glückliche Empfänger. 265 In Bad- Nauheim ist ein Laden mit vollflan⸗ diger Ladeneinrichtung für die Dauer der Satson oder auch auf längere Zelt billig zu vermiethen. Näheres zu erfragen bei der Exped. d. Bl. 5 Kine Vanille-Chocolade, per Pfund 36 und 48 kr., in Tafeln zu 12. 8, 4, 3 und 2 kr., sowie ent öl teu Cacao 120 bet Hermann Bechstein in Friedberg, vis-à-vis dem Hötel Trapp. Ein braver Kuecht, 323 ledig, wird auf Petritag gesucht. W. Sieck. Friedberg. Bairischen Malzzucker, 349 Zuckerrübengelse, Samenkuchen, Erbsen, Linsen und Bohnen empfehlt zu billigen Preisen Bad⸗Nauheim im Februar 1872. Theodor Andreas. steinernen Waaren. 4 Pumpen, 342 Wasserpumpen, sowie Jauchpumpen, bester Con⸗ struktion, werden schnellstens und bestens geliefert von Friedrich Schäfer in Groß Karben. 347 Eine bedeutende Quantität gutes Heu, Grummet, sowie Haferstroh ist zu verkaufen im Pfarrhofe zu Münster bel Butzbach. 329 Ein noch guier gebrauchter Wellbaum ist zu verkaufen. Wo? sagt die Expedition d. Bl. 1 Todesanzeige. 344 Heute vezschied nach kurzem schweren Lelden „Georg. Fiees, Lehrer zu Ostheim. Entfernlen Frkunen diene dleses alt beson⸗ derer Anzeige zur Mittheilung. Ostheim den 3. Februar 1872. Die tiefbetrübten Hinterbliebenen. Dauksagung. 348 Sanst entschlief am 1. d. Mis. im 89. Jahre unser lieber Obeim 12 Pbilipp Franz Hepp. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten, die uns so herzliche Beweise itzres Belleids sowohl bei dessen tiefgesüblten Dank. Friedberg den 3 Februar 1872. Oberlieutenant Nies und Frau. Elise Pestel. Kitchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute: Sohn des versterbenen Ührmachers Jacob Nicolaus Ruppel. Verantw. Nedact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Gleichzeitig empfehle ich mein Lager in irdenen und Keankbeit als Beerdigung gegeben, sagen wir unsern Suu 30. Januar. Johann Jacob Suchsland, Uhrmacher, 9 Suchsland zu Worms und Katharine Ruppel, Tochter 1 We des hiesigen Bürgers, Barbters und pellgedülfen Jobannes werden d Da! tungsbla J. Ba des Inne Landwehr II. U Vorschrijs, III. 8 J. Nachtee Eisendabu⸗ IV. 8 der inan Hessen un pflichten V. N der Groß dem Sa detselbe namen e zu Haßsot mm Zukun VI. e der Firm dungspagz nöber erf süt Tadel Ausdrsch auen N dann g fall, wit des Erg VII. Glaßlen den Vie diener d U. Jun Busein Kt. Bit Hehl al dessätige zu Erdg heim der 2. Lunden beläge 7.0 .