„„ ** 2 332779 74 — * 1872. Samstag den 6. Januar. ——— N 2. Oberhessischer A zeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Zutelligenzblall. Erscheint jeden Dienstag, Dennerstag und Senta Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Abonnement auf den Oberbessischen Anzei ger, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesen und bemerkenswerthesten Tagesbegebenheiten, besonders wichtige Neuigkeiten durch Extrablälter, allgemein belebende und unterhaltende Aufsätze, land wirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours- Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗Blatt interess Anekdoten, Räthsel, Bilderrätbsel ic. Das Abonnement beträgt bei der Verlags⸗Expedition ohne B jäbrlich 47 kr. mit Bringerlobn. ante Novellen und Erzählungen, Gedichte, ringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel⸗ Junseratgebühren werden die einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit 3 kr. berechnet, bei Tabellen- und Ziffersatz mit 8 kr. Der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. brechung eintritt. 1— Abbestellung erfolgt. Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗ Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Jahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Die Redaction. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: r. 43 sub 1. Verordnung, die in Folge der tledderg den 4. Januar 1872. Milltärconventten vom 13. Juni 1871 in der Organtsatton der Militärbebörde eintretenden Veränderungen belr. Großperzogliches Kretsamt Friedberg. Trapp. Nach verzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden: Nr. 51. Nr. 759. Gesetz, betr. die Beschränkung des Grundeigentbums in det Umgebung von Festungen. Vom 21. wegen Einfübrung des Reichsgesetzes vom 7. April 1869. Maßregel gegen die Rinderpest betr Büldung von Oderpostbezirken.— Nr. 762. 21. Dezember 1— Nr. 763. und Elsaß Lotbtingen. Nr. 52. Vom 20. Dezember 1871. Erlaß vom 25. Dezember 1871, ssruerurg Betreffend: porte set Dieuflbriese. nem An meet ii den —— Nr. 764. Verordnung zur Berbütung des Zusammeußoßcs der Schiffe auf der See. vom 9, Dezember 1871, bett. die Elnsetzung einer Bebörde untet dem Namen„Kai Das Großherzo in Elsaß 9 1 4 149 Ter a p p. Lotbringen, Bekanntmachung betr. die Approbattonen für Aerzte, Zadadizte, Thierärzte, Bekanntmachung, bett. Abänderung des Betriebs Reglemente sist die E Ausdepvung dieses Reglements untet der Bezeichnung Bettteds⸗ e der Stadt Altona. gliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, die Kirchen vorstände und Schuldorstande. Sie wollen binnen 8 Tagen ein Verzeichniß derjenigen Beträge, sind, vorlegen und dabei angeben, ob und welche Summen Ihnen Dezember 1871.— Nr. 760. Gesetz Vom 11. Dezember 1861.— Nr. 761. Die Apotbeker aus Würtemderg und Baden Vom isendohnen im Norddeutschen Bande vom 10. Juni 1870 und Reglement für ßdie Essendahnen Deulschlands und die Eisenbahnen in Würtembetg, Baden, Südpessen Vom 23. Dezember 1871.— Nr. 765. Allerböchster Erlaß erliche Genetal Otrectien det Eisenbahnen in Elsaß Lothringen.— Nr. 766, Aderg. delt, die Ausgabe verzinslicher Schatzanwelsungen im Bet age von 3.700.000 Nr. 33. F. 708. Verotk nung, betr. die Finfübrung des Seiter ü des Branntwems, vom 8. Jul 1868 in dem dem Zollvereine anzuschtlehenden Gebittslhen Tülr.— Nr. 767. Die Ernennung von Consuln betr. Wessen Beffeurkung des Btaumgszes dom 4. Jult 1868 und des Gesetzes, detr. die Be⸗ Vom 29. Dezember 1871.— Friedberg am 2. Januar 1372. welche Ihnen für portopflichtige dienstuche Postsendungen erwachsen creditirt sind und welche Sie vorgelegt haben. Uebernahme des Großherz. Hessischen Offizlereorps in den Verband der Preußischen Armee. A. Der Genetalität, sowie der nicht regimentirten activen Offiziere und det bei ihrer Uebetnahme gleichzeing in preußische Truppentheile vers⸗tzten Ossiziere. General der Gap. Freih. v. Trotha, bisher General⸗ Abjufant St. K. H. des Giögherzogs von Hessen und bei Rhein, unter Belassung in diesem Verhäliniß als Oeneral der Cavalletse mix den Competenzen eines Genexallleulenanis, Chat, Gen.⸗Major Kebra, bisber Commandant von Darmftadt, unser Belassung in diesem Verbäliniß als charakterisirler Gen.⸗Major mit, den Com⸗ pelenzen eines Festungs Commandanten 2. Klasse. Oberst v. Lyncker, bisher Commandeur der 30. In]. Brigade (2. Greßb, bessischen), untee Belassung in diesem Ver- bäliniß, ale Obersti.— Major v. Hesse, bisber im 3. Großh. hessischen In. Rec(Leib. Reg.) Nr. 117, als aggr. Major mit dem Stabsossser⸗Gehall zum 7. Rhein. Ins. Reg. Nr. 69 versetzt.— Major Westerweller v. Anthonie(von ber Infanterie), bisher persönl. Abjutant des Prinzen Ludwig von Hessen une bei Rhein, Gr. H., unler Be⸗ lassung in biesem Vebältmiß, als Major mit dem con⸗ ventlonsmäßigen Gehalt eines Hauptmanns ersler Klasse, Major Frei, v. Rotsmann(von der Cavallerie) bisher persön. Abus, dee Prinzen Alexander von Hessen und be Rhein, Ge, H., unser Belassung in dlesem Verhäliniß, as Major mit bem cenventsens mäßigen Gehalt eines — eister Klasse, Major v. Zangen(von der nsanterie), bisher persönl. Adjutant des Prinzen Carl von Hessen und det Rhein, Gr. H., unter Belassung in biesem Berhäunißt, als Major mit dem conventions⸗- mäßigen Gehalt eines Paupitmanns erster Klasse, Major v. Küchler(von ber Cavallerie), bisher Flügel-Abjutant r, K. P. dee Großhetzogs von Hessen und bei Rhein, unter Belassung in diesem Verhältniß, als Majer- mit dem Gehalt eines Stabsoffizters, Major Scherf, bisher im Generalstabe der Großh. bessischen(25.) Diwiston, unter Eintangirung in den Generalßab und unter Be⸗ lassung in seinem bisherigen Dienstverhällniß als Major, Major v. Herff(vo Adjutant Sr. K. H. bei Rhein, unter B Major mit dem Ge Frhr. p. Lepel, bisher im 1. Gr. bess. Dragonertegiment Nr. 23, als Rittmeister und Cesc, Chef in das 2. bann der Infanterie), bisber Flügel Großherzogs von Hessen und g in diesem Verhältniß, als Ul. Reg. Nr. 14 versetzt, Haupim. Trupp, bisber im] Rilsert, Fehr. Röder, v. 1. Gr. hess. Ins.⸗(Leibgarder) Reg. Nr. 115, als Hauptm. und Comp. Chef in das 6. hein. Infe⸗Reg. Nr. 68 ver⸗ setzt, Pr.⸗Lt. Weygend, bisher im 1. Gr. bess. Inf (keibgarde⸗) Reg. Nr. 115, unter Beförderung zum Hauplimann und Comp. ⸗Chef, in das 3. Magdeburger Inf.⸗Reg. Nr. 66, versetzt, Pr.⸗Lt. Frhr. Riedesel zu Cisenvach, bisber im 2. Gr. hess. Drag. Reg, als aggr. Pr.⸗Lt. zum rhein. Kür.⸗Reg. Nr. 8 mit dem chargemäß. Gehalt, char. Oberst Hartmann, bisher Vor⸗ stand des Artillerie-Depols in Darmstadt, unter einst⸗ weiliger Belassung in dieser Function, als chatoklertisirter Oberst von der Armee mit dem Slaboesfiziergehalt, Major Kolb, bisher Commandeur der Gr. hess. Train⸗Abth., als Major aggreg. dem brandenb. Train⸗Bat. Nr. 3 mit dem Stabsosfiziergehalt. B. Der zunächst in Großherzoglich bessischen Truppen⸗ theilen verbleibenden Offiziere. 1) Großb. hessisches Infanterie(Leibgarde⸗) Regiment Nr. 1b. Commandeur: 1) Mafor Gerlach, als Major, 2) Major Frhr. Röder v. Diersburg I., als Masor, 3) Major—, als Major. 1) Hauptmann Hamm, als Hauptmann und Comp. Chef, 2) Haupim.—, 3) Haupim.—, 4) Oie ines Stabsossiziers, Rittmeister 9 7* Nr. 24, mann als Major, 4) Major Frbr. Röder v. Viersburg 11 4 Seen Winter, 5) Pitscher, 6) Balser, 7) Müller, 8) Lotheissen, 9) Nau, 0) v. Murali, 11) Frhr. v. Gall, 12) Exner, als Hauptleute und Compagnie ⸗Gbese. 1), Prem. Lieutenant Mangold, als Prem. Lieutenant unter Belassung, in seinem Commando ale Asjutant der 49. Insanerie Brigade(1. Großberzoglich bessischen), 2) Prew. Lieut.—, 3) Die. Premier⸗Leutenanis S ulcz. 4) Stamm, 5)—, 6) Lange, 7) v. Grelmann, 8) Becket, 9) Arnold, 10) Hauß, 11) Moo, 12) v. Lyncker ale Piemict-Lieutenants.— Die Seconde⸗Lieutenauts v. Lyucker, Winier, Cramelini, Strauß, Loos, Kuhn, Mock Mickel, Diersburg, v. Siczemeczup, Soldan II., Pfanumüller als. SecondeLieusenante.— Die Port. Fäbnriche Leuihner, Brodtück, v. Wach tet, Koch, Külp, Hosmann, Giünig als Port.Föbnriche, fämmilich unter Belassung in diesem Regiment. 2) Großberzoglich bessisches Infanterie Regiment (Großberzog) Nee 116. Commander 1) Major Hoff⸗ 2) Major Ramnäster desgl., 3) Majot Keller desgl.— Die Hauptleute 1) Leiß, 2) v. Bechtold, 33 Rau, 4) Hanesse, d) Kröll, 6)—, 7) Buff, 8) Winter als Hauptleue und Compagnicchess. Die Premiet⸗ Lieutenanis 1) Hepdacker. 2) Stegmaver, 3) Hoffmann, 4) Haupt, 5) Walter, 6)—, 7) Heß, 8) Cullmann, ale Premier⸗Licutenante Die Scconde-Keutenants Frbr. [Röder v. Diesburg J., Poly, ht. Röder v Diersdurg II., [Kraus, Harbnann, Sartorius, Scarch, Weiner, Lang, [Naumann, Körner, Zimmer, Schaefer, Eckgein, Edel Goldmann als Scconde- Lieutenante, fämmtlich unter [Belassung in diesem Regiment. 3) Großderzeglich bessisches Insanterte⸗Reglinent(Leid⸗ Regiment) Nr. 117. Cemmandeur: Odersilteut. Wintet, als Oberst⸗ Lieutenant: 1) Major—, 2) 3— 4) Hauptmann Gerlach, dieber im 4. Groß. beistschen Insfanterie-Reasment(Pein Carl) Nr. 118. unter Besbe⸗ ttunz zum Mafor in das 4. Groß. bessische Insantekie⸗ 100„ 0 2*. Commandeur—. Regmt.) Nr. 117 versetzt.— Die Hauptleute: 1) Hptm. Brenlauo, 2—, 3)—, 4) Diery, 5)—, 6) Hofmann, 7) Willenbücher, 8) Caspary, 9) Haus, 10) Koch, bt)—, 12)—, als Hauptleuse und Compagniechefs.— Die Premier ⸗Lieutenants: 1)—, 2) Sartorius, 3) Kölsch, 4) Stamm, als Premier⸗Lieutenants, 5)—, 6) Menges, bisher im 2. Großh. bessischen Inf. Regmi.(Großherzog) Nr. 116, unter Belassung in seinem Commando als Adjutant bei der Großh. bessischen(25) Division, in das 3. Großh. hessische Infanterie-Regiment(Leib⸗Regiment) Nr. 117 versetzt, 7)—, 8) Premier-Lieutenaut Zentgraf, 9) Freiberr Rau von und zu Holzhausen, 10) Lauchard, 11) Bickel, 12) Freiherr Senarclens von Graucy als Prem.⸗Lieutenants.— Die Seconde Lieutenants Schaefer, Lichtenberg, Bonhard, Voͤlsing, Weinmann, Schroeder, Mootz, Bornemann, Schott, Geisel, Heydell, Hoeden, Deter als Seconde-Lieutenants.— Die Port.⸗Fähnriche Walther, Frhr. v. Schenck zu Schweinsberg, Melior, v. Lyncker, Eckst als Port.⸗Fähnriche, sämmtlich unter Belassung in diesem Regiment. 4) Großberzoglich bessisches Inf.⸗ Regiment(Prinz Carl) Nr. 118. Commandeur: Oberst v. Gründler, als Oberst und Commandeur. 1) Major Bechstatt als Major, 2) Major Stock desgl., 3) Major Daudistel deogl., 4) Major—. Die Hauptleute: 1) Frhr. v. Weiters⸗ bausen, 2) Becker, 3) Scriba, 4) Kritzler, 5) Göbel, 6) Pennrich, 7) Kattrein, 8) Metzler, 9) Schneider, 10)—, 11) Maurer, als Hauptleute und Compagnie⸗ Chefs, 12)—. 1) Prem. ⸗Lieut. Glock, als Prem.⸗Lieut. mit dem Charakter als Hauptmann, 2) Reuling als Prem.⸗Lieut., 3) Krömmelbein— desgl.— unter Be⸗ lassung in seinem Commando als Adjutant der 50. In⸗ fanterie-Brigade(2. großberzogl. hessischer), 4) Stieler J., 5) Schweickbard, 6) Felsing, 7) Sticler II., 8) Frisch, 9) Seipp, 10) Lauckhard, 11) Freiherr v. Gall, 12) Keim, als Premier ⸗Lieutenants.— Die Seconde-Lieutenants von Ochsenstein, Heim, Vornemann, von Schaumburg, v. Kopp, Flach, Külp, v. Witzendorff, Neßling, Freiherr Röder von Diersdurg, Winter, v. Wachter, v. Cancrin, Hanesse, Thomas, Ackermann, v. Rehfues, Bender, Fret⸗ mann, Eberhard, Goldbeck als Seconde-Lieutenants, die Port.⸗Fähnrichs v. Ochsenstein. Petri, als Port.⸗Fähnrichs, sämmilich unter Belassung in diesem Regiment. 5) Großberzoglich hessisches Dragoner-Regmt. Nr. 23; Commandeur:—. Etaism. Stabsoffizier: Major von Sanders als Major und etatomäßiger Stabsoffizier. Nittmeister: 1)—, 2) Freiherr v. Notsmann, als Ritt meister und Escadron⸗Chef, 3) Frhr. v. Follenius, osgl., unter Entbindung von seinem Commando zum 2. pom⸗ merschen Ulanen⸗Regmt. Nr. 9, 4) Frhr. v. Schweitzer, als Rittmeister und Escadron⸗Cbef, 5) Riltmeister—. 1) Prem.⸗Lieut. Freiherr v. Wedekind, als Prem.⸗Lieut. mit dem Charokter als Ritimeister, 2) Freiherr von Gemmingen Hornberg, 3) Zimmermann, 4) Freiherr von Buchenroeder, 5) Freiherr Riedesel zu Eisenbach, als Premier⸗Lieutenants. Premier⸗Lieutenant von Biegeleben als aggregirter Prem.⸗Lieutenant mit dem Gehalte dieser Charge.— Die Seconde⸗Lieutenants Willich, genannt v. Pöllnitz, v. Grolman, Freiherr v. Lersnet, Gaus, als Seconde-⸗Licutenants. 6) Großberzoglich bessisches Dragoner-Regiment Nr. 24. Elatem. Stabsoffizier Major Becker als Major und etatsmäßiger Stabsoffizier. 1) Ritimeister v. Klipstein als Rilimeister und Escadronchef, 2) Wernher, desgl., 3) v. Stockhausen desgl., unter Enibindung von seinem Commando zum Leib⸗Kürassier Regmt.(schlesischen) Nr. 1, 4) Graf zu Isenburg⸗Phllippseich desgl., 5) Otio desgl.— 1) Premier-Lieutenantis—, 2) Freiherr Roeder von Diersburg als Prem.⸗Lieutenant, unter Belassung in seinem Commando als Adjutant der 25. Cavallerie⸗ Brigade(Großh. hessischen), 3) Scholl desgl., 4) Lange⸗ dorff desgl., 5) Seederer desgl.— Die Scconde-Lieuts. Freiherr von Schenck zu Schweinsberg, von Eschwege, Freiherr von Norman, Cantor, Freiherr von Riedesel zu Eisenvbach, Zahn als Seconde⸗Lieutenants. Großherzoglich hessisches Artillerie-Corps. Major von Lyncker als Major und Abtbeilungs⸗-Commandcur, von Herget desgl., Reh als Major und Batterie-Chef.— Hauptmann Hofmann als Hauptmann und Batterie- bez. Compagnie⸗Chef und mit Rangirung hinter dem Haupl⸗ mann Ilgner à la suite des brandenburgischen Festunge⸗ Arüllerie⸗Regimenis Nr. 3(General- Feldzeugmeister) Frank als Hauptmann und Batterie- bez. Comp.⸗Cbef und mit Rangirung hinter dem Hauptmann Collel à la suite des rhein. Felb⸗Art.⸗Rgte. Nr. 8, Frieß als Hauptmann und Batterie, bez. Comp. Cyef, Maurer desgl., Beck desgl., Viessel als Hauptmann, Daviodsohn desgl. Prem. Lieut. Bekker als Hauptmann, Rothe als Prem. Licut., Deiß desgl., Draudt desgl. unter Belassung in dem Commando als Adjuiant der Gtoßh. bessischen(25) Division, Beck als Prem. Lieut.— Scconde Lieutenant Leydecket als Prem.⸗Licuienant. Die Seconde-Lieutenants Schenck, Korwan, Goes, v. Lyucker, Kerer, v. Davaus, Simon als Seconde⸗Lieutenanis. Außeretatsm. Seconde— Lieut. Locher als außeretatsm. Sec.-Lieul., Schünemann, Grodhaus, Wagner I., Bernhard, Wagner II., Zenthraf Baltz desgl. 757 Zeug⸗Offiziere: Zeug⸗Lieut. Schmidt als Zuug⸗Lieut., Zeug⸗Lieut. Daub desgl., beide unter Belassung in ibrem gegenwärtigen Dienstverhällniß. Zeug Feuerwerke Lieut. Schäfer als Feuerwerks-Lieut. im Bereich des brandenb. Festun ze, Art. Regis. Nr. 3(ceneral-Feldzeugmeisser). Großherzoglich hessische Train⸗Compagnie: Prem.⸗Veul. Stegmayer als Prem.⸗Lieut., Seconde-Licut. Jahn als Scconde-Lieut., Scconde,Lieut. Creter desgl. V. Der zur Zeit ale Landwehr Bezirks⸗Commandcure fungirenden Großherzoglich hessischen Offiziere außer K ienst: char. Oberst Pabst als char. Oberst zur Disp. und Bezirks⸗Commandeur 1. Bats. Darmstadt J. des 1. Großh. hessischen Landwehr⸗Regts. Nr. 115, Oberst⸗Lieut. Fenner als Oberst-Lieut. zur Disp. und Bezirks-Commandeur des 2. Bat.(Worms) 4. Grosch. hess. Landw. Regis. Nr. 118, Oberst⸗Lieut. v. Reineck als Oberst-Lieut. zur Disp. und Bezirks⸗-Command. 1. Bats. Darmstadt II. des 3. Großb. bess. Landw.⸗Regts. Nr. 117, Major v. Wachter als Major zur Diop. und Bezirks-Commandeur des 1. Bals. (Mainz) 4. Großh. bess. Landw.-Regts. Nr. 118, Major Jaeger als Major zur Disp. und Bezirks Commandeur des 2. Bats.(Friedberg) 1. Großb. hess. Landw. ⸗Regts. Nr. 115, Major Frank als Major zue Diop. und Be⸗ zirks⸗Commandeur des Bat.(Gießen) 2. Großh. hess. Landw.⸗Regts. Nr. 116. Anderweitige Veränderungen. v. Winckler, General- Major von der Armee, bisber kommandirt als Brigade⸗ Commandeur zur Großh. hess.(25.) Division, zum Com- mandeur der 49. Infanterie-Brigade(1. Großh. hessischen) ernannt. v. Wichmann, Oberst von der Armee, bisher Commandeur der Cavallerie-Brigade der Großh. bhessischen (25.) Division unter Stellung à la suite es General— stabes der Armee, zum Commandeur der 25. Cavallerie— Brigade(Großh. bess.) ernannt. v. Grawert, Oberst und Commandeur des 2. hess. Inf.⸗Reg. Nr. 82, in gleicher Eigenschaft zum 1. Groß. hess. Inf.-(Brigade) Reg. Nr. 115 versetzt. v. Blomberg. Major vom 4. ostpreu⸗ ßischen Gren.-Reg. Nr. 5 und kommandirt als Adjutant beim General-Commando des 2. Armeecorps unter Ent— bindung von diesem Commando, Blecken v. Schmeling, Hauptmann und Compagnie-⸗Chef im Garde-Füsilier⸗Reg., v. Olberg, Hauptmann, aggregirt dem 4. Garde-Gre— nadier-Reg. Königin als Compagnie-⸗Cbef, Freiherr von Tschammer-Osten, Pr.⸗Lieut. im Garde Reg. zu Fuß v. Rabenau, Pr.⸗Lieut. vom 1. tbür. Inf.⸗Reg. Nr, 31, v. Znaniecki, Sec.-Licut. vom Kaiser Alexander Garde— Gren.-Reg. Nr. 1, alle sechs in das Großh. bess. Inf. (Leibgarde) Reg. Nr. 115 versetztz v Weber, Oberst⸗ Lieut. im 3. hess. Inf.⸗Reg. Nr. 83, mit der Führung des 2. Großh. hess. Inf. Reg.(Großherzog) Nr. 116 unter Stellung à la suite desselben unter Gewährung der vollen Competenzen der Stelle beauftragt. v. Gerhardt, Hauptmann und Compagnie-Chef vom 3. Magdeburger Inf.⸗Reg. Nr. 66, Spohr, Sec. Licut im 5. rhein. Inf. Reg. Nr. 65, unter Beförderung zum Pr.⸗Lieut. in das 2. Großb. hess. Inf.⸗Reg.(Großherzog) Nr. 116, mit einem Patent unmittelbar hinter dem Pr.-Licut. Walter dieses Regiments versetzt. v. Wehren, Major im 8. westf. Inf.⸗Regt. Nr. 57, v. Bötticher, Major im 4. ostpreuß. Gren.⸗Regt. Nr. 5, Masuch, Major aggr. dem 2. niederschl. Inf.⸗Regiment Nr. 47, v. Salisch, Hauptmann aggr. dem 1. hann. Inf.⸗Regt. Nr. 74, dieser als Compagnie-Chef, Krieß J., Hauptmann und Comp. Chef im pomm. Füs.⸗Regiment Nr. 34, Bethcke, Hauptmann und Comp. ⸗Chef im 4. ost⸗ preußischen Gren. Regt. Nr. 5, Dieckmann, Prem.⸗Lieus. im 8. ostpreuß. Inf.⸗Regt. Nr. 45, dieser unter Besörde— rung zum Hauptmann und Comp. Chef, v. Blankenburg, Prem.⸗Licut. im 5. pomm. Inf.⸗ Regiment Nr. 42 und commandirt als Adjutant bei der 11. Infanterie-Brigade, unter Entbindung von diesem Commando und unter Be— förderung zum Hauptmann und Compagnie-Chef, Knappe von Knappftacdt, Prem.⸗Lieut. im Kaiser-Alexander⸗Garde⸗ Grenadier-Regiment Nr. 1 und commandirt als Comp. Führer bei der Unteroffizierschule in Weißenfels, unter Enibindung von diesem Commando. Haberling, Premier⸗ Lieutenant im 1. schlesischen Grenadier-Regiment Nr. 10, Freiherr von Ayr, Prem.⸗Lieut. im 6. westpbälischen Inf.“ Regmt. Nr. 55, mit einem Patent unmittelbar hinte Nr. 7, unter Verleihung eines Patents vom 15. April 1867 in das 2. Großh. hessische Dragoner-Regiment Nr. 24 versetzt; seine bisherige Stelle im Magdeburger Kürasster⸗ Regiment Nr. 7 bleibt offen. § Friedberg, 5. Jan. In Folge einer von Darmstadt ausgegangenen Anregung hat gestern zu Frankfurt eine Versammlung von Männern aus allen Theilen des Großherzogthums stattge⸗ funden, um über die Frage schlüssig zu werden, ob zum ewigen Andenken an die Thaten unserer Armee⸗Division in 1870 und 1871 ein gemeinsames Denkmal zu er⸗ richten sei. Nachdem Graf Otto zu Solms— Laubach mit Acclamation zum Vorsitzenden ernannt war, legte Provinzial-Director Goldmann von Darmstadt in ausführlichem Vortrage den Grund— bedanken und Zweck des Projectes dar. Kuhl von Butzbach machte verschiedene Bedenken dagegen geltend, ohne übrigens seine endliche Entschließung (und die seiner politischen Freunde) davon ab- hängig zu machen. Nachdem auch Freiherr von Rabenau von Friedelhausen empfohlen hatte, durch die zu eröffnenden Zeichnungen für das hessische Denkmal diejenigen für das allgemeine Denkmal auf dem Nieder-Wald nicht zu beeinträchtigen, gelang es in einer eingebenden Debatte, an welcher sich die Hofgerichtsräthe Hallwachs, Hahn und Weber von Darmstadt, Professor Streng von Gießen, Advocat Curtman von Friedberg und Provinzialdirector Goldmann betheiligten, die er— hobenen Anstönde zu beseitigen und folgende ein stimmige Beschlüsse zu fassen: 1) Es soll eis hessisches Denkmal in der vorbezeichneten Weise errichtet werden. 2) Die nähere Ausführung dessekben wird einem Comité von neun Mitgliedern— je 3 aus jeder Provinz— in der Weise andeim gegeben, daß dies Comité im geeigneten Zeit- puncte abermals eine öffentliche Landesversamm⸗ lung beruft, die über die Vorlagen des Comité's beschließt. Das Comité wurde hierauf aus den Herren Goldmann und Dr. K. J. Hoffmann in Darmstadt, Mönch in Offenbach, Frhr. v. Rabenau in Friedel bausen, Streng in Gießen, Kuhl in Butzbach, Pfarrer Bauer in Mainz, Fabrikant Kupferberg daselbst und Regierungs-Rath Pfannebecker in Worms zusammengesetzt, worauf die Versammlung geschlossen und alle etwa noch verbliebenen Be⸗ denklichkeiten durch ein gemeinsames Mittagsmahl im Landsberg erstickt wurden. * Friedberg. Es wird nicht überflüssig sein daran zu erinnern, daß die Verwendung der seitherigen Briefmarken nicht mehr statthaft ist. Die damit versehenen Briefe e ö; dem Prem.⸗Lieut. Menges, Schmidt J., Prem. Li ut. vom werden als unsrankirt betrachtet und unterliegen dem 5. pomm. Juf. Regmt. Nr. 42, von Kummer, Seconde— Lieut. im 1. schlesischen Grenadier-Regmt. Nr. 10, alle dreizehn in das 3. Großberzoglich hessische Infanterie Regiment(Leib⸗Regiment) Nr. 117 versetzt. Quednow, Hauptmann und Compagnie-Cbef im 6. rheinischen Infanterie-Regiment Nr. 68, unter Beförde⸗ tung zum Major, Graf von der ulenburg-Wolfsburg, Hauptmann vom hessischen 5„Regiment Nr. 80 und commandirt als Adjutant b Entbindung von diesem Commando als Compagnie⸗Chef, Matschall von Bieberstein, Prem.⸗Lieut. im schleswigschen Jufanterie-Reamt. Nr. 84, unter Beförderung zum Haupt mann und Compagnie-⸗Chef, alle drei in das 4. Großh. hessische Inf.⸗Regimen!(Prinz Carl) Nr. 118 versctzt. v. Haenisch, Major vom großen Generalstabe und commandirt zur Dienstleistung beim Kriegsministeriun;, von diesem Commando entbunden und mit der Fübrung des Großh. bessischen Dragoner Regiments Nr. 23 unter Siellung à la suite desselben und Gewährung der vollen Competenzen der Stelle beauftragt. v. Strantz, Major und etatsm. Stabsolficier im 2. hannöverschen Ulanen⸗— Regiment Nr. 14 mum der Fübrung des 2. Großh. hess. Dragoner- Regiments Nr. 24 unter Stellung à la sulte desselben und Gewährung der vollen Competenzen der Sulle beauftragt. Schmidt v. Osten, Riumeister und Escadron-⸗Chef im Leib⸗Kürassier- Regiment(schlesischen) Nr. und commandirt zum 2. Großh. bessischen Dragoner⸗ Regiment Ni. 24, von diesem Commando bebufs Rück⸗ lritis zu seinem Regiment entbunden. v. Dresky, Riit— meister aggreg. dem 3. schlesischen Dragoner- Regiment Nr. 15 und commandirt zum 1. Großh. bessischen Dragoner— Negiment Nr. 23, als Escadronchef in dieses Regimen! einrangut. Gr. v. Matuschka, Premier⸗Lieutenant vom westpreußischen Ulanen-Reaiment Nr. I, unter Beförderung zum Rulmeister und Eekidron-Chef in dae 1. Eroßb. hahsiche Dragouer⸗Regiment Nr. 23 versetzt. v. d. Goltz, Premier⸗Licutenant vom Magdeburger Kürassier⸗Regiment er 17. Division unter Zuschlagsporto, so daß nicht nur der Werth der Marke verloren geht, sondern auch noch 7 kr. von dem Empfänger entrichtet werden müssen. Bis zum 15. Februar incl. können die alten Murken gegen die jetzt allein gültigen Reichspostmarken bei jeder Posistelle umgetauscht werden. Nach dieser Zeit verlieren sie jeden Wertb. Frankfurt. Der landwirthschaftliche Monatselub wird in seiner am Montag stattfindenden Generalver⸗ sammlung über einen Antrag berathen, dem Club die Eröffnung eines Conto's bei der neuen landwirthschaft⸗ lichen Credit-Bank zu erwirken. Herr von Langsdorff wird sodann über die richtige Verwerthung von Schlacht⸗ vieh referiren und schließlich die betreffende Commission ihren Bericht über die Gestellung von Vorspannspferden und Fuhren im Kriege erstatten. Der Club zahlt gegen⸗ wärtig 133 Mitglieder. Dillenburg. Von 4 Vergleuten, welche am 28. Dec. in Folge eines plötzlichen und starken Wasserdunst⸗ bruchs in der Eisensteingrube„Gottfriedssegen“ bei Meder⸗ bach verschüttet worden stnd, wurden 3 durch die ange⸗ strengteste Thätigkeit aller beibringlichen Arbeitskräfte unker der Leitung des Bergassessors Pieler glücklich gerettet, aber leider einer derselben als Leiche herausgegraben. Erst am dritten Abend gelang es, den dritten Verschütteten aus seinem Einschluß zu befreien, nachdem die hülfebringenden Arbeiter drei Tage lang seine Jammerrufe gehört hatten. Berlin. General v. Goͤben beabsichtigt, der„Allg. Mil.⸗Ztg.“ zufolge, einige Gefechte und Schlachten seiner Truppen im Norden Frankreichs durch besondere Dar⸗ stellungen in ähnlicher Weise berauszugeben, wie dies derselbe General auch in Betreff der 1866 von ihm ge— sührten Division gethan hat. Verloos ungen. Darmstadt, 3. Jan. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der Darmstädter fl. 50⸗Loose fielen auf Nr. 26,462 5000 fl., Nr. 53,973 und 94,977 je 1000 fl., 343 3360 6230 000 Haim 1805.) Snien 9 1608 0 Oe fte Alebung 0 28 Serien 457 729 2850 77 3738 375 W Sem Staats sch genommer Vetpa 16 Die Jaht net dorzunehn kung geb, Irie 42 Dat derse den dufiger nehmend Fri, 05 10 tet ic din 1 bent arnfakt, Fnttel⸗ beste, wetrderg deckt in 2115 att Bt 286420 Nr. 26,425, 40,219, 50,203, 56,486, 56,937, 73,265, 91,468, 105,906, 109,048 und 120,422 je 40 fl. Darmstadt, 4. Jan. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der Dau mstädter fl. 50 Loose fielen auf Nr. 36168 1000 fl., Nr. 33117 34940 48573 51883 und 112872 je 400 fl. Gotha, 2. Jan.(Bukarester 20-Fr.⸗Loose von 1869) Bei der heute stattgefundenen Ziehung fielen auf folgende Nummern höhere Gewinne: auf Nr. 88 der Serse 5038 75,00 Fr.; auf Nr. 42 der Serie 4240 15,000 Fr.; auf Nr. 57 der Serie 3703 500 Fr. Ferner wurden noch folgende Serien gezogen: 129 35 3 6 532 652 723 787 966 1133 1202 1528 1896 25 9 29 8 3340 3343 3364 3428 373 4006 4240 4344 5038 5666 5760 6230 6302 6562 7107 7150 7273 7283 und 7406. Hamburg, 2. Jan.(3proc. 50 Thlr. Loose von 1866.) Bei der beutigen Verloosung wurden folgende Serien gezogen: 142 146 519 798 828 1356 6526 1561 1698 2088 228 2299 2337 2524 2724 2856 335 3388 3447 und 3734. Wien, 2. Jan. Bei der Ziebung der österreichischen Creditloose fielen auf Serie 1289 Nr. 29 der Hauptge— winn von 200,000 fl. auf Serie 681 Nr. 69 40 000 fl. und auf 681 Nr. 34 20,000 fl. Es wurden ferner fol⸗ gende Serien gezogen: 848 987 12 4 1263 1786 2139 2474 3167 3192 3197 3551 und 3572. Oesterreichische 250 fl.⸗Loose von Ziehung am 2. Jan. Es wurden nachstehend verzeichnete 28 Serien g‚zogen, und zwar: Nr. 96 227 232 295 352 457 729 08, 1308 1347 1413 158/2206 2292 2302 2641 2773 2839 2948 2985 380 384 3281 3446 3514 3738 3768 3843. Die Verxloosung der in den obigen 28 Scrien enthaltenen 14 0 Gewinnstnummern der Staatsschuldverschreibungen wird am 2. April 1872 vor⸗ genommen werden. 1854 * 8„* Empfangs ⸗Bescheinigung. Für die hülfebedürftige, verwaiste Familie des ver⸗ storbenen Lehrers Kost in Frechenhausen gingen bel der Exp. d. Bl. ferner ein von: Ernst August f fl. 30 kr., Amalie Ehrlich 1 fl., Oberbaurath Renner 2 Frl. Renner von Philipp Speyer in Frankfurt 10 fl., durch Inspeetor Schaub in Nauheim von C. Gröben dorten 1 fl., durch Lehrer Hahn in Soͤdel von den Mit⸗ gliedern des Casinos dorten am Sylvester-Abend gesam— melt 8 fl. 6 kr. Gesammtsumme der bis fetzt bei der Exp. d. Bl. eingegangenen Gaben: 106 fl. 54 kr. Frankfurt a. M., 3. Januar. Börsen bericht. Das Hauptgeschäft wandte sich heute den Anlagepapieren und Prioritäten zu und waren hauptsächlich die letzteren in großen Posten nommen und erhöhten procentenweise ihren Cours. Vorarl⸗ prioritäten bis 88 gesucht. Neue Lombardprioritäten 49% bezablt Auch österr. Silberrente und 1860er Loose werden sortgesetzt zu steigenden Coursen gesucht. Specu⸗ latlonspapiere behaupteten die im gestrigen Abendverkehr errungene Avance und macht sich besonders für Staatsbahn⸗ Actien eine große Kauflust geltend. Dieselben gingen heute um 391— 401. Oesterx. Creditaction 338 ½— 37% 39. Lombarden varlirten zwischen 213— 12½,. — Wiener Bankactien 838 Amerikanische Coupons à fl. 2. 22, Silbexrente fl. 24. 22. bezahlt. Der Wechselmarkt gestaltet sich auch etwas fester. 99½. Wien 101. Amsterdam London 1173/3. Paris 91¾ä. 1 Eingesandt Mit dem neuer Jahre hat auch wieder eine neue Unsitte in hiesiger Stadt begonnen, nämlich das Zusen⸗ den anonymer Schmutz und Schmähbriefe. Obwohl diese Schandbriefe hauptsächlich zu Anfange des neuen 18 kr., Pfarrer Kayser in Niederweisel fl., Lehrer Heß 1 fl., durch zu Kapital⸗Anlagen vom Markte ge⸗ Jahres gesendet werden, so wurden leider während des ganzen verflossenen Jahres, nicht nur in der Stadt, sondern auch außerhalb, solche anonyme Briefe versendet. Wie leicht dadurch die Ehre und die Ruhe eines Ein⸗ zelnen, sowie ganzer Familien geschädigt werden kann, ist leicht zu ermessen und es wäre deßhalb sehr wünschens⸗ werth, wenn ein solcher anonymer Brliefsender einmal bekannt würde.— Glücklicherweise ist man nun in der [Lage einen solchen Herrn ganz bestimmt bezeichnen zu konnen und hoffentlich wird man den Namen desselben dem Publikum nicht länger mehr vorenthalten! Obgleich obiges„Eingesandt“ uns gleichfalls anonym zugekommen, so gönnen wir demselben dennoch ausnahms⸗ weise der Sache wegen Raum in unserem Blatte, da es sehr wünschenswerth erscheinen muß, daß den Schreibern und Schreiberinnen anonymer Schmähbriefe ihr seit Jahren in unserer Stadt betriebenes unsauberes Ge⸗ schäft gelegt wird. Die Red. Literari sches „Das Geheimniß des Abbs“ betitelt sich der neueste Roman Levin Schücking's, womit die„All⸗ gemeine Familien ⸗ Zeitung“(Stultgart, Verlag von H. Schönlein) den Jahrgang 1872 eröffnet hat. Es liegt uns das erste Hest dieses neuen Jabrgangs vor und baben wir daraus die Ueberzeugung geschöpft, daß gegen die Allgemeine Familien-Zeitung, was die Masse und Gediegenheit des Gebotenen betrifft, wohl kum ein an⸗ deres Journal in Deuischland aufzukommen vermag, und zwar meinen wir bier nicht allein die Illustratienen, welche dem Leser alle wichtigeren Ereignisse der Gegen⸗ wart im Bilde votr's Auge stellen, sondern auch den tex⸗ tuellen Inhalt, der neben den großen Romanen und populär? wissenschaftlichen Artikeln durch eine glänzende Auswaßl kleinerer Etzäblungen, bistorischet Novelletten, [Dumorksken u.. w. aus der Fiber der namhaftesten deuischen Schrifisteller einen ganz besonderen Reiz erhält. Verpachtung von Domanial-Jagden im Forste Friedberg. 16 Die in Nummer 147 dieses Blettes im vorigen Jabt näher angezeigte, den 31. Januar 1872 dabler vorzunehmende Verpachtung wird andurch in Erinne tung gebracht. Jriedderg den 5. Januar 1872. Groß herzeglichee Forstamt Friedberg. Pre e 42 Das Relaigen der Spnagoge und der Straße vor derse den soll nächflen Montag den 8. Januar auf biesiger isratluuisccen Gemeindestube an den Wenigft⸗ nehmenden vergeben werden. Friedberg. Der Vorstand B. Grödel. Mobiliar Versteigerung. 44 Witiwoch den 10. d. M., von Vormittags 9 Ubr an, wollen die Georg Lang Erben zu Söaflatt erb- vertheitunashalber 5 2 Fahrkühe urd 1 Rind, 1 Mufterschwein, 2 Gaͤnse und cise Partie Hühner, 1 vollfändigen Wagen, 1 Pflug und Egge, sowie Dörrsutter, Stroh, Rangen und Kartoffeln und soastige verschiedene Paus und Occenomiegeräthschaften öffentlich metstbietend verstesgern lassen. Bönfladt den 3. Januar 1872. Oroßherzogliches Oriegerickt Bönstadt. Geibel. Arbeits- Versteigerung. 56 Montag den 8. Januar, Vormittags 10 Ußt, sollen auf dem piellzen Rathhause nach slehende Arbeiten noch ⸗ mals an die Wenigfinehmenden a Actord gegeben werden: 1) die allgemeinen Fuhren, welche füt das Jahr 1872 vorkommen, 2) das Aussetzen der Steine und Messen des S U* 1672 5 t Messen des Sandes 3) die Handarbeiten auf den Promenadewegen für 1872. veranschlagt jährlich zu 56 fl., 4) das Reinigen sämmtlicher Oesen auf 3 Jahre. Zriedbera den 4. Jaouar 1872. Oroßberzoglche Bürgermeisterel Frtedberg. Nou car. Gesundene Gegenstaͤnde in der Stadt Friedberg. 1 Täschchen, 7 Portemonnases mii Geld, 1 Leuch ler, 1 Pelische, 1 Cigartenspitze, 1 Messer, 1 bölzerner Köcher, 1 Däckelratel, 1 Schürze, 2 Taschentücher und eine Partie Schlussel. Die Eigenttümer werden aufgesorpert, sich binnen Tagen dei der unterzeichneten Stelle zu melden, widrigenfalls diese Gegen flände auf Verlangen on dit Finder zurückgegeben, oder später zu Gunsten der Stadt; armen versteigert werden, Frlebderg den 4. Zanrar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 37 Nou car. 30 In eine Pausbaltung auf's Land wird ein ordent⸗ lichts Mädchen in Pienst gesucht. Lohn 70 fl. Wo? sagt die Erperttion d. Bl. Luther's kleiner Katechismus, Preis: 4 kr., ist nunmehr wieder in neuer Auflage zu haben bei Bindernagel& Schimpff in Friend Ein braver Junge 1 kann die Bäckeret erlernen bei Frtedberg. A. Vorbach. Zu verkaufen. 9 Erin vollständiger Schaaspferch mit wird verkauft durch Bruchenbrücken. Schäferbütte Gruche den. Philipp Best II. Cüchtige Möbelschteiner, 6 sowie ein Bildhauerlehrling werden gesucht. Nidda. Carl Ning bausen, Bilddauet. Hafer 14 kaufe zu den döchten Preisen Ittedberg. Stahl Wittwe. Gicht Rheumatismus, Magenkrampf- und Hämorrhoidalkranke detlt Dr. Müller in Frankfurt a. N., Scuckenbergstc. 5. Kurprospecte gratis range. Folmtr auf Feinguß, sowie auf Maschinenguß finden dauernde Beschaftlgung dei gutem Verdtenff.— Schulstraße 13 Sachsenbausen (Frankfurt a. M.). 45 49 Eine passende Localstät für eine Restauration wird zum kommenden fRrübfahr in Naubelm zu mletben gesucht. Gef. Offerten bittet man end Ibiffre A. 3554 an die Annoncen Experten von Rudolf Mosse in Frankfurt a. M. zu richten. 4% Ein im Puf⸗ Schmied kaun sogltich in beschlag gewandter Arbeit treten dei Friedrich Mitzel, post, Scmlep. Jeden Gandwurm 46 entfernt binnen J bis 4 Stunden vollaändig schmert, und gefahrlos; ebenso sicher beseitigt guch Bleichsucht und Flechten und zwar brieflich Voigt, Arzt zu Croppenstedt(Preußen). 39 Zu dem berette begonnenen Cursus für kaufmännssche Buchführung. Mechnen, Correspondenz, Schön und Schnellschreiben nimmt noch Anmeldungen entgegen J. Heß, veßrer. Privat ⸗ Unterricht, namentlich in franzöfiscter und englischer Sache, wird ertbeilt. Näßere Auskunft in Sctida's Buchbandlung. 21 Drei Eber 41 von 1½, 1 und ½ Jade dat zu verkaufen Assenbelm. H. Thomas, Gafwirttz. 133 Gulden 55 köĩnnen von Anfang Februar 1872 an aus der Kirchenkasse zu Dorberm ausgelieden werden. Walder KLirchenrechner. Haiger Brauntohlen 3219 find wieder angekommen bei Bender& Schwarz. EC ˙ Stehende Geschaͤftsanzeigen sowie Annoncen jedet Art vermittelt in alle Zeitungen zu den coulantesten Bedingungen die Annoncen-Erpedition von G. L. Daube& Comp. in Frankfurt a. M. und macht baupsächlic die Geschäftefirmen aller Brauchen, Patentinhaber, Aerzte, Lehrer, Agenten, Importeure, Spediteure c. c. aufmtiksam auf die so nützlichen, sast unentbehrlich gewordenen 1 Stehenden Geschaͤftsanzeigen. Aussüdriische Zettungevelzeichülsse, sowie sede weitere Auskunft gratis franco Wollene und baumwollene Unter jacken und Unterhosen 60 zu veeschledenen Preisen bei Friedrich neden der post in Friedberg. Flaschen-Etiquette pr. 100 Stück 24 fr. bis zu 2 fl. 48 kr, del Bindernagel& Schimpff. —— Einladung zum hiesigen Gesellenball, welcher am 7. Jauuar 1872, Abends 7 Uhr, Karten sind an der Kasse zu haben. im Saale zu den drei Schwertern stattfindet. Def enng;ß Suchsland, Uhrmacher in Friedberg, A macht dem verehrten hiestgen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß er ich in hiesiger Stadt etablirt hat und bittet um geneigten Zuspruch. werden Thönges vis-A- vis dem steinernen Haus. alle in dieses Fach eiaschlagende Artikel Bäckermeister Reparaturen, sowie reell und rasch besorgt. Wohnung bei Eine ältere Feuer- und Lebens-Versicherungs-Gesellschast 47 sucht in allen Städten und Orten sehr günstigen Bedingungen. des Großherzogthums Hessen tüchtige Agenten unter Frauco Offerten sub Chiffre J. 3587 nimmt die Annoncen— Expedition von Rudolf Mosse in Fraukfurt a. NI. entgegen. Staats und Gemeinde⸗Obligationen 29 werden angekauft und verkauft durch den Großherzoglichen Hof-Agenten Jacob Engel. 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Hecht, Allerb. Gasse 83. 1 Hgeilwictzung bei katarrhatischen Buständen. 1 bin Hoflieferanten Johann ff in Berlin. Nyir⸗Bakta, 10. Okibr. en. Ibr Malz⸗ 1 7715 Gesundhestobier, Ihre Malz⸗Chocolade und Bonbons waren von ausgezeichneter Heilwirkung bei katarthalischem Zaständen der Luftwege, wie bel Dtarrhöen, vorzüglich ven Kindern. Dr. Phil. Braun, Comit.⸗Atztn Verkaufsftelle bet Jos. Hoffmann ju Fr ted 5 und D. W uloth in Ses Ne* eim. * Unterzelchnele empflehlt sich im Kleber und außer dem Pause. 1 7 Elisabeth Nömig, wohnhaft in dem Hause des Herrn Mechantkus Monvig ler am Fauerbacher Thor. * 22 2 Uaterzeichneter empfiehlt n A l Schuhmacherarbelten. 2 liel Swafd“ Schuhmacher in der Vorstadt. Ein Logis 37 hat zu vermielhen H. Schutt. Kalender für 1872. Landkalender 4 kr — durchschossen 6„ Hess Hausfreund 8 Gustav⸗Adolf⸗ Kalender 8 Lahrer Hinkende Bote, gestempelt 11» Katholischer Bilderkalender 9.„ Herriedener Laubfroschkalender 9 Adreßkalender 6 Wand- und Notizkalender 2— Kleiner Wandkalender Vorräthig bei Bindernagel& Schim pff 13 Vegen Aufgabe des Geschäftes sasse Montag den 8. d. Mis., Vormittags 9 Uhr anfangend, in meiner Behausung nachfolgende, mir gehörtge Gegenddände öffentlicher Versteigetung aussetzen, als 2 Hobelbänke, 1 Winde mit dopp. Uecbersetzung, 1 Heblade mit 3 bebör, Schreintet⸗, Küfet⸗, Schmied⸗ und Schlosser⸗ werkzeug, eine Partie Schrauben von feder Größe, Elsenffäbe, 1 Kelter mit Stein und Mahltrog, mehrere große und kleine a Welnfässer, Bütten, 1 Iwelradigen Karten, 8 Fuß hoch und 105 Pfund schwerer Achse, 1 klelnes Handwägelchen mit etsernen Achien und verschiedents Hausgeräth. Friedrich Nodaug. 3 berschiedene Steinkohlenösen 3220 aus der Baracke, find, verkaufen billig welche noch sehr gut erhalten 111 Bender& Schwarz. 53 unterzeichnete beabsichtigt ihr Wobnhaus mit Stallong, Treibhaus, sowtie einen 4 Morgen großen Garten, worin seit vielen Jabren Gärtnerei mit, gutem Ersolg betrieben wurde, aus freier Hand zu verkaufen. Auch kann das Besitzibum zu einer Zärberet oder Gerberei, sowle zu einer Fabrikanlage benutzt werden. Auskunft ertheilt K. Heß, gegenüber dem Rathhaus. r im Januar 1872. Jobs. Heß Wittwe. Nie Seilscrif der landwirthschafllichen Vereine im Großherzogthum Helen in Darmstadt nimmt vom 1. Januar 1 Inserate auf und berechnet die Zspaltige Petitzelle oder deren Raum mit 7 kr. ei öfleren Wiederholungen Rabatt. Bei der flarken Auflage von 4000 Exemplaren finden Anzeigen durch dleselbe in allen Thellen des Groß⸗ herzogthums die wirksamste Verbreitung. 3202 (Hierzu Unter Casino. 39 Sonntag den 7. d. M. findet Damen⸗Casino statt. Der, V ohr stea mdr , Curner-Feuerwe. . 0 52 Heute Abend, Samstag den 6. d., präcis 8 Uhr, letung in der Turaballe (Uniform). Nach der Uebung General- versammlung. N a l ck. Fandwirtbschaftlices Casino für Friedberg und Umgegend. 60 Nächste Versammlung Mitwoch den 10 Januar, Abends 6½ Uhr, auf dem Philippi'schen Felsenkeller zu Friedberg. Tagesordnung: 1) Durch welche Mittel kann der Od stbau geboben werden? 2) Ueber Tiefcultur. Der Vorsitzende: Der Schriftführer: Haas. Rückert. Eine schöne Wohnung 64 im zweiten Stock ist zu vermiethen; auch kann eine größere Werkstätte oder Magazin dazu gegeben werden bei Jos Hoffmaun. Ein Logis 40 für eine stille Hausbaltung bat zu vermiethen Friedrich Kautz am Malnzerthor. Patent-Prilen in Gold 20 ohne Randfassung von fl. 6. an, Brillen und Pincenez in Stahl und Silber bei L. Han au. 51 Zwei elegante, braune Jucker, 4 und 5 Jabre alt, gut eingefahren, bat zu verkaufen Born, Kreis Veterinärarzt. N Frische Schellfische, 58 direkt aus der Nordsee, per Pfund 12 kr., bet „Fertsch. Winter- Pantoffeln und Stiefel aller Art, 59 um damit aufzuräumen, werden zu den Fabrik- pretsen abgegeben bei Louis Leopold in Friedberg. Ein Lehrling 62 wird gesucht von Friedberg. Schreiner Große wollene und seidene Halstücher 65 für Herren* Damen äußerst billig bei K. Friedrich neben der Post. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Eoangelische Gemeindt. Pfarramtswoche; Herr Diakonus Meyer. 1. Sonntag nach Epiphanias. Missionsfest. Gottesdienst in der Stadtkirche Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Baur. Nachmittags: Herr Candidat Scriba. Abends 6 Uhr: Herr Candidat Vogel. Katholischt Gemtindt. 1. Sonntag nach Epiphanie. Fest der heiligen drei Könige. eee 10 Uhr Hochamt mit Segen und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr felerliche Vesper. Beginn des Goltesdianfles an den Wochentagen Morgens ½8 Uhr. Staubi. 0 Veraniw. Redact.: Dermann Schimp 1 Druck und Verlag von Binbernagel 4 haltungs- Blatt Nr. 1 und eine Beilage.) 0 * Dent Oerlegusg 5e N zufolge de Betl don dem enen pird der Vlies sichigt Rut 1 d 10 pürtembet dorf einte rort tin nit dann end die Abet kaurigen menlarleh rli, . kandt, 18 in und We degrees lch, 1110 N feln Art, 10 datul opold ——[—. 8 3 ——— 10 Heilage. r Deutsches Reich. Darmstadt. zufolge der Begründung. Berlin. Dem Prinzen Fredrich Karl ist von dem König von Spanien der Orden des goldenen Bließes verliehen. Den Investituract wird der Kaiser selbst als Inhaber des goldenen Bließes vollziehen. Prinz Friedrich Karl beab⸗ sichtigt im Lagfe des Monats Januar eine längere Reise nach Italien und nach dem Orient anzutreten. — Bezüglich der deutschen Gewehrfrage kann die„Allg. Militär-Zeitung“ berichten, daß der würtembergische Büchsenmacher Mauser von Obern- dorf einen Ruf nach Spandau erhalten hat, um dort einstweilen 25 Gewehre herzustellen. Die mit denselben vorzunehmenden Versuche werden dann endgültig über die Annahme des Reichs- Modells entscheiden. — Abermals ist eine Petition im Bureau des Abgeordnetenhauses eingegangen, welche den traurigen Nachweis führt, daß von über 36,000 Ele- mentarlehrern überhaupt nur 816 über 500 Thlr. jährliches Einkommen haben. Von diesen 816 unterrichten 641 in Städten und 175 auf dem Lande, und zwar: 182 in der Rheinprovinz; 173 in Sachsen; 136 in Schlesien; 107 in Ost⸗- und Westpreußen; 85 in Brandenburg; 66 in Pommern; 50 in Wesiphalen und 17 in der Provinz Posen. In Hohenzollern gibt es nicht tinen einzigen Elementarlehrer mit über 500 Thlr. Gchalt. — Die in letzter Zeit sich öfter wiederholenden 2 daß militärpflichtige Personen vor Ableistung prer Militärpflicht sich durch Verheirathung einen tigenen Hausstand begründet haben, haben dem Kriegs minister, wie die„K. Z.“ meldet, Veran- lassung gegeben, die Bestimmungen der Ersag⸗ Instruction für den norddeutschen Bund wieder⸗ delt in Erinnerung zu bringen, nach welchen Militärpflichtige durch Verhelrathung oder Grün⸗ dung eines eigenen Hausstandes von der Erfüllung ihrer Militärdienstpflicht weder entbunden werden können, noch überhaupt aus solchen selbstgeschaffenen Verhältnissen keine Berücksichtigung hergeleitet wer— den darf, da es jedes Militärpflichtigen Sache ist, vor Ableistung seiner Militärpflicht im stehenden Heere keine Verhälinisse anzuknüpfen oder herbei zuführen, welche geeignet sein können, ihm die Erfüllung dieser Pflicht zu erschweren, und daß diejenigen Militärpflichtigen, welche sich dennoch vor Ableistung ihrer Militärpflicht verheirathen, weder für ihre Ehefrau, noch für ihre mit der⸗ selben erzeugten Kinder auf irgend eine Unter- stützung aus Militärfonds zu rechnen haben. Gleichzeitig sind die Geistlichen angewiesen, Mili⸗ tärpflichtige, welche sich verheirathen wollen, bei Nachsuchung des Aufgebots auf diese Bestimmungen aufmerksam zu machen. — Bei dem Empfang am Neujahretage rich⸗ tete der Kaiser an die Generäle und Minister einige warme und herzliche Worte, worin er dankend anerkannte, wie sie während des Kriegs zur glücklichen Führung und Beendigung der großen Aufgabe beigetragen. Jetzt müsse das Bestreben Aller darauf gerichtet sein, den Frieden, der uns hoffentlich auf lange Zeit gesichert sei, nutzbar zu machen für die Stärkung der Grundlagen, auf denen wir zu der jetzigen Größe gelangt sind, und für die Entwickelung und die Pflege aller geistigen und äußeren Güter des Volkes.— Der „Provinzial Correspondenz“ zufolge wird General- Lieutenant v. Stosch den Titel„Chef der Admi— ralität“ erhalten. Außerdem ist derselbe zum preußischen Staatsminister ernannt worden. München. Abgeordnetenkammer. Der Finanz- minister macht in Beantwortung der Interpellation Pfahler's, betreffend die Verwendung der Kriegs- entschaͤdigungsgelder, folgende Mittheilungen: An Hberhessi Die als Gerücht gemeldete Verlegung des hessischen Inf. Regts. Nr. 118 von Mainz nach Bitsch entbehrt der„Fr. Zig.“ folge für das Vaterland begleitet sein würden. 2. die einzelnen Staaten wurden bisher vertheilt 153,334,000 Thaler. Die Vertheilung geschieht nach Verhältniß des Effectivstandes der Armeen der Einzelstaaten. Vorläufig wurde die Verthei— lung nach der Kepfzahl begonnen, mit dem Vor- behalt der genauen Richtigstellung des obigen Verhältnisses. Demnach steht der Antheil Baperns noch nicht fest. Eingegangen sind bereits 25,519,148 Thlr. und als Antheil an der Pariser Contri- bution 11,713,000 fl. Ueber die Verwendung der Gelder erfolgt demnächst eine Vorlage Seitens der Regierung. Der Kriegskostenantheil soll zur Tilgung der Kriegsschuld von 1870 und dann zur Tilgung der allgemeinen Staatsschuld ver- wendet werden. Stuttgart. Die Abgeordnetenkammer hat ihre Sitzungen wieder aufgenommen. Straßburg. Durch kaiserliche Erlasse sind tine große Anzahl neuer Maires für Elsaß— Lothringen ernannt. Ein weiterer Erlaß vom 9. Dez. 1871 verfügt die Einsetzung ciner Be⸗ hörde unter dem Namen„Kaiserliche General- direction der Eisenbahnen in Elsaß Lothringen“ behufs des vollständigen Ausbaues, der Verwal⸗ tung und des Betriebes der Reichs-Eisenbahnen. Ausland. Oesterteich. Wien. Der Kaiser empfing den Präsidenten und Vicepräsidenten des Abge— ordnetenhauses. Er gedachte in der Erwiderung auf ihre Anrede in anerkennender Weise der Schnelligkeit, mit welcher die Gesetzvorlage wegen provisorischer Forterhebung der Steuern ihre Er— ledigung gefunden habe und sprach die Hoffnung aus, daß bei einem harmonischen Zusammenwirken der Majorität in beiden Häusern des Reichsrathee und der Regierung die Arbeiten der diesmaligen Session von einem gedeiblichen segensreichen Er— Frankreich. Paris. Acußerungen Poupel⸗ Quertiers lassen befürchten, daß das Deficit des Budgets weit bedeutender ist, als man bisher vermuthete. Die Majorität beabsichtigt, das Kriegs cher Anzeiger. budget um 100 Millionen zu reduciren. — Das„Journal ossiciel“ theilt mit: Während des Empfanges des diplomatischen Corps erhielt der Prästdent der Republik vom Grafen Arnim ein Schreiben, worin Letzterer sagte, daß, da er noch nicht die Ehre habe, dem diplomatischen Corps von Paris anzugebören, er auf das Ver⸗ gnügen verzichten müsse, den dem Präsidenten am Neujahrstage dargebrachten Glückwünschen die seinigen hinzuzufügen. Diese Verzögerung, hieß es sodann in dem Schreiben des Grafen, ver- hindert mich nicht, Ihnen den Ausdruck meiner Hochachtung darzubieten und Ew. Exellenz zu versichern, daß ich den Gedanken meiner Regie- rung ausdrücke, indem ich Ihnen bei der Aus- übung Ihrer mühevollen und patriotischen Thätig— keit jeden von Ihnen selöst ersehnten Erfolg wünsche. — Nach dem„Journal officiel“ sind vom 25, bis 31. Dez. 440 Freilassungen gefangener Insurgenten erfolgt. Die Gesammtzahl der Frei- lassungen beträgt bis jetzt 11,720.— Dasselbe Blatt meldet, daß die russische Botschaft das Ge— rücht dementirt habe, Rußland beabsichtige fran— zösische Ofsiziere zum Eintritt in die nussische Armee zuzulassen. Donuaufürstenthümer. Bukarest Die Kammer beendigte in ihrer Sitzung die Berathung über die Vorlage, die Eisenbahn-Convention be— treffend, durch Annahme des ganzen Gesetzent- wurfes. Der Vertreter der Berliner Gesellschaft legte in den letzten Tagen Verwahrung ein gegen jede Bestimmung, welche den Ausbau der Bahnen und deren Betrieb verhindern könne. Asien. Auf(elegraphischem Wege kommt aus Persien die Meldung, daß in Teheran, Ispahan und Chiraz Regen gefallen ist. Das ist in sofern von Wichtigkeit, als jetzt auf einer großen Land- [Buckau strecke Persiens das Vieh auf etwa einen Monat mit Futter versehen ist. — In Kleinasien herrscht, dem„Pester Lloyd“ zufolge, große Bewegung unter den Mohamedanern. Einige Tausend derselben sind zum Christenthum übergegangen, darunter auch Mullahs, was eine bedeutungevolle Erscheinung wäre. Gießen. Wie sehr ber Unsug des Schießens in der Neujahrsnacht zu verdammen ist, deweist eben wieder ein Fall, der ein Menschenieben koftete. In Heuchel beim wurde einem jungen Manne von 16 Jahren die vordbete Gesichtsbälfte sast ganz abgeschossen, und ist der Be⸗ dauernsweribe seinen Leiden in hiesiger Klinik erlegen. In Laubach wurde ein Falschmünzer entdeckt und ve⸗ reits in das Provinzial⸗Arrestbhaus nach Gießen geschlossen abgeführt. Aus Oberhessen. Zu den bereits gegründeten und noch in der Bildung begriffenen Lehrervereinen kann nunmehr auch der Deutsch-Israelitische gezahlt werden. Die vorberathende Generalversammlung fand in Mann⸗ (heim am 3. Oktober v. J statt, woselbst die Statuten berathen und festgesetzt worden sind. Der Verein be⸗ zweckt neben Hebung der Schule finanzielle Besserstellung und Gleichberechtigung sämmtlicher isr. Lehrer Deutsch⸗ lands. Als Präsident und Schriftführer fungiren die Lehrer Klingelstein in Oberingelheim und Heß in Friedberg. Frankfurt. Die Abonnentenzahl im Palm garten bat vis jetzt um 400 im Vergleich zum Vorjahr zuge⸗ nommen und ist dis auf üder 3000 angewachsen. Die Zabl der Besucher des Etablissemenis belief sich in 1871 auf etwa 132000. Offenbach. Mit dem 1. Jan. hat die preußische [Regurung die Offenbach⸗Frankfurter Eisen bahn übernommen und die seitherigen hessischen Ocamien auf ihren Dienst verpflichtet. Aus Stuttgart schreibt man: Stit Neujahr er⸗ freuen wir uns jetzt wieder der Polizeistunde: desucht man ein Concert, das Theater und es wird, wie nament⸗ lich dei den langaihmigen Schauspieladenden im Hof⸗ theater, bald 11 Ubr, so darf der schwädische Junggeselle wieder, wie in den Vorzesten, hungrig ins Beit gehen. (Da kann Heirathen sbhelsen! D. R.) In Pirna ist man durch die Verhaftung eines Photographen Jentzsch einer sehr weit verbreiteten Falsch⸗ münzer⸗Verbindung auf die Spur gekommen. Das Haupt derselben, auf dehen Anlaß Jenßsch in Struppen das Geld gefertigt, war ein Schlossermeister aus Lößnitz dei Aue, der jedoch, rechtzeitig gewarnt, nach Amerika ent⸗ flohen ist. Das meist auf photographischem Wege nach⸗ gemachte Papiergeld sollen Zehngulden⸗Noten der öster⸗ reichischen Nationalbank zu Wien und Zehnthaler-Noten der Waimarischen Bank und namentlich von den ersteren nicht unbedeutende Quantitäten verausgabt sein. Berlin. Die Resultate der letzten Volkszählung haben, soweit sie bis jetzt schon vorliegen, mehr noch als die vorhergehenden Zahlungen, ein ungeheures Anwachsen der großen Städte in Deutschland ergeben. Preußen, das nach den Befreiungskriegen nur eine einzige Stadt mit mehr als 100,000 Einwohnern aufzuweisen hatte, nämlich seine Hauptstadt mit 197,000 Seelen, zaͤhlt setzt außer der ersten deutschen Kaiserresidenz, deren Bevölke⸗ rung in ihrem engern Stadtbezirke auf 828,000 Seelen angewachsen ist, nicht weniger als zehn Städte mit einer Einwohnerzahl von 100,000 in runder Summe und darüber, naͤmlich Breslau mit 20,000 Einwohnern, El⸗ berfeld Barmen mit 160,000 Einwohnern, Köln mit 130,000 Einw., Koͤnigsberg mit 112,000 Einw., Magde⸗ burg nebst dessen Vorstadten Neustadt, Sudenburg und mit 110,000 Einw., Hannover mit 105,000 Einw., Franksurt a. M. mit Bornheim und Bockenheim mit 104,000 Einw., Danzig mit 100,000 Einwohnern, Stettin mit 97,000 Einw. und Altona mit 95,000 Ein⸗ wohnern. Im übrigen deutschen Reich gibt es ebenfalls acht Staͤdte, deren Bevölkerungszahl die Ziffer 100,000 bereits weit überschritten, wie Hamburg mit 240,000 Seelen, Muͤnchen mit 190,000 Seelen, Dresden mit 17000 Seelen, Leipzig mit 107,000 Seelen, oder doch nahezu erreicht haben, wie Stuttgart 97,000 Seelen, Nürnberg 87,000 Seelen, Bremen 80,000 Seelen und Straßburg mit 80,000 Seelen. Städte mit über 30,000 Clvileinwohnern, die nach der neuen, dem preußischen Landtage vorgelegten Kreisordnung einen elgenen Kreis bilden konnen, gibt es in Preußen außer den oben ge⸗ nannten Communen noch 17, darunter Aachen mit 80,000 Einwohnern, Düsseldorf mit 80,000 Einw. FCrefeld mit 70,000 Einw., Essen mit 45,000 Einw., Duisburg mlt 30,000 Einw., Wiesbaden mit 36,000 Einw., Kassel mit 44,000 Einw., Halle mit 52,000 Einw., Erfurt mit 32,000 Einw., Posen mit 60,000 Einw., Elbing mit 30,000 Einw., Frankfurt g. d. O. mit 44000 Ginw., zotsdam mit 42,000 Einw., Dortmund mit 44,000 Einw., Goͤrlitz mit 46,000 Einw. e. Preußen würde demnach einschließlich Berlin 20 Stadtkreise zahlen mit einer Bevoͤlkerung von nahezu drei Willtonen, also gleich dem achten Theile der Gesammtbevoͤlkerung des Staates W. Fuhrländer Nachfolger, Fahrgasse S5, Frankfurt a. M. 1 Großes Lager in Kleiderstoffen. O 500 Stad ¼ͤ8breite ächtfarbige Cattune, lila, rosa geld, braun, für Kleider und Ueberzüge, die Elle 9 und 10 kr. 2 200 Stad%% breite ächtfarbige Glanz⸗Mödel⸗Cattune und Cattune 2 mit Borden, für Vorhänge, die Elle 9 kr. 1 — 300 Stück feinfle ¾ breite ächtfarbige Piqué⸗Cattune, in den schönsten D Farben, die Elle 12 kr. g 300 Stück 1 10 breiten ächtfarbigen Jaconets und Organdts, die e 12 ke. 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Cigarren, feine Ueberzieh papiere, Glanzdeckel, graut Pappen. Golddorden, Setden⸗ papiere, linirtes Schulpapier, blaue und bunte Hest⸗ umsch äge, Aktendecktl, Padpapier und Musterpavier für Weißbender öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. zrieddera om 28. Dezember 1871. Großherzoglich s Ortsgericht Friedberg. Joucar. Hofraithe⸗Versteigerung. Montag den 15. Januat 1872. Vormittags 11 Ubr, soll in biesigem Naihbause die den Simon Balten dergs Erden dabier zuflehende Dairaithe Flur. Nr. Kiftr. Gemarkung Friedberg. 2. 511. 12.2. Hofraube in der Judengosse nochmals unter dem Anftgen Fffentlich meistbletend ver⸗ steigert werden, daß eem Leßibietenden nunmehr der undedingte Zuschlag ertheitt wird. Zriedbelg den 30. Dezember 1871. In Auftrag: Großbberzoglichen Landgerichts Friedberg Gioßherzogliches Ortsgericht Friedberg. 3200 Fouec ar. Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Attien-Gesellschast. Directe Post-⸗Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG A NEW- TORK vermittelst der Post⸗Dampfschiffe Cimbria, Mittwoch, 17. Jan. Morgens. Thuringia, Mittwoch, 10. Ja Hammonia, Mittwoch, 17. Jan. Silesia, Mittwoch, 31. Nl. Westpbalia, Mitwoch, 7. Febr.] Morgens. Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Ert. Rihlr. 168, Zweite Kajüte Pr. Ert. Rihlr. 100, Zwischendeck Pr. Ert. Riblr. 58. 25 Näheres bei dem Sch effsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachsolzer, Hamburg, sowie den allein für das Grosherzogthum Hessen zum Abschluß von Ueber fabrtsver⸗ trägen concessionirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie F. J. Bothof in Mainz (srüher Carl Racké& Cie.) Friedberg bei Chr. Hecht. Die Pr. Steffan or Augenheilanstalt in Frankfurt a. M. (Krögerstraße 8 und Sachsenhausen, Dreikönigstraße) aus's Bequemste eingtrichtet, nimmt jeder Zeit Augenkranke auf. Unbemittelte zu ermäßtgtem Preise und unentgeltlich Bekanntmachung. 1 Diensag den 9. und Mittwoch den 10. Januar d. 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