Flach, aud su. 13 1872. Dienstag den 5. November. M 130. 4 N — du kill Uh eine g ohne 10 eund dh N den, n. e M 9, 185, * Schimpf un — richt. 1 Tan,]; * n Nuimnn ank, — mittelst der Eisenbahnen betreffend.— Nr. 3. lereite auf nächsten Montag angesetzt. „ ——— Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 2 Für die Monate November und Dezember kann auf den„Obechessischen Anzeiger“ bei der Verlags⸗Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. r. 48. Nr. 2. vetreffend. 8 Friedberg am 2. November 1872. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: Nr. 47. Nr. 1. Bekanntmachung, die Erlassung einer neuen Arzneimitteltaxe für die Apotheker des Großherzogthums Hessen betreffend.— Nr. 2. Bekannt⸗ muachung, den Verkehr zwischen dem Gros berzogthum Hessen und den angrenzenden Vereinsstaaten mit steuerpflichtigem Getränke betreffend. Bekanntmachung, die Controlirung des Verkebrs mit Wein und Obstweln zwischen dem Großherzoathum Hessen und Elsaß Lothringen ver⸗ Bekanntmachung, die Ausstellung von Ausfuhr- und Abfuhrschelnen bei den Versendungen von Wein und Obfiwein Großberzogliches Kreis amt Friedberg. Trapp. Betreffend: Die Obst⸗Erndte im Jahre 1872. Oberhessischen Anzeigers erinnert. Zetteffend: Zuckerrübenbau. in Nr. prechen zu wollen. Friedberg den 3. November 1872. —— Be FFF m Friedberg den 1. November 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen, welche noch im Kückstande sind, werden an sofortige Erledigung unserer Verfügung vom 11. v. M. in Nr. 120 des Trapp. r Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung der Direction der landwirthschaftlichen Versuchs- und Auskunftsstation zu Darmstadt 44 Seite 375 der landwirthschaftlichen Zeitschrift von 1872 empfehle ich denjenigen Landwirthen, welche Zuckerrüben in diesem Jahre gebaut haben, dem Ersuchen dieser Direction um Zusendung von Proben dieser Zuckerrüben zur Prüfung deren Zuckergehalt ent— Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg. n Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Wilhelm Sack von Wohnbach wurde als Feloschütz für diese Gemarkung ernannt und in Pflichten genommen. Deutsches Reich. Darmstadt. Nach dem„Reichsanzeiger“ . großh. hessischen Infanterie Regiment(Groß 1 zerzog) Nr. 116, in das 4. rhein. Infanterie- fegiment Nr. 30, von Netzer, Hauptmann und Abgeordnetenhauses fand heute Nachmittag eine TCompagniechef vom 4. rhein. Infanterie-Regiment tr. 30 in das 2. großh. Infanterie Regiment (Großherzog) Nr. 116 versetzt. — Das Wahlgesetz wird in aller Kürze zu eie kommen und die Berathung über die des fullsigen Beschlüsse erster Kammer ist in der zweiten Wie man lört, wird der Ausschuß der zweiten Kammer rauf antragen, bei den früheren Beschlüssen über ie Erhöhung der Zahl der lebenslänglichen, vom Großherzog zu ernennenden Mitglieder von zehn uf zwölf und die Urlaubsfrage zu beharren, da— egen sich mit der anderseits beliebten Vertretung ter Universität und der Ausschließung der Mit— (lieder des Ministeriums von der Wahlfähigkeit zur zweiten Kammer einverstanden zu erklären. — die hessische Ludwigsbahn hat ihre Rech- nung über den Gelände⸗Erwerb bei der Riedbahn ibgeschlossen. Hiernach betragen die Kosten zu- summen 291,221 fl. 8 kr.; davon ab der S8ofache Grundsteuerbetrag des Geländes mit 122,019 fl. 20 kr., also werden von den nach dem Gesetz tom 14. August beitragspflichtigen Gemeinden engefordert 109,201 fl. 39 kr. Die Gemeinden ind jevoch nicht gewillt, diesen Betrag in der engeforderten Größe zu entrichten, und stützen fich herbei auf die allerdings verschiedene Auslegungen llassenden Bestimmungen des genannten Gesetzes. „ Das Commando der großherzogl. hessischen 50. Infanterie Brigade bringt zur Kenntniß der mteressenten, daß am 9. November das auf dem echlachtselde von Gravelotte zu Ehren der im diele zoge 1870/71 gefallenen und den Kriegsstra⸗ 1 pazen erlegenen Offiziere und Mannschaften der behörden abgegangenen allgemeinen Bestimmungen großherzogl. hess. 25. Division errichtete Denkmal über Volksschul⸗, Präparanden- und Seminar- vurde Leiß, Hauptmann und Compagniechef vom feierlich eingeweiht werden wird und ladet zur Betheiligung an dieser Feier ein. Berlin, 1. Nov. Im Sitzungssaale des Sitzung beider Häuser des Landtages statt. Die— selbe wurde Nachmittags 2 Uhr durch den Grafen wesen, durch welche die hauptsächlichsten Beschwerden gegen die Stiehl'schen Regulative beseitigt werden. Aus der ersten Gruppe, betreffend die Volksschule, ist hervorzuheben: die Anordnung einer dreiclas⸗ sigen Volksschule, das Vermeiden des geistlosen Einlernens beim Religions unterrichte, die Anordnung Stolberg eröffnet, welcher anzeigte, daß er das freier Erzählung biblische Geschichten und die Frucht⸗ Präsidium kraft Vereinbarung der Präsidenten barmachung ihres religiösen und sittlichen Inhalts; beiden Häuser übernehme. Sämmtliche Minister, mit Ausnahme des Fürsten Bismarck, waren an- wesend. Kriegsminister Graf Roon verlas eine königliche Botschaft, durch welche derselbe ermächtigt wird, die Session heute zu schließen. Der Mi— nister sprach demzufolge den Schluß der Session aus. Graf Stolberg brachte darauf ein drei— maliges, von der zahlreichen Versammlung lebhaft aufgenommenes Hoch auf den König aus. Ueber die Wieder-Eröffnung der Session verlautet nichts. — Der„Staatsanzeiger“ enthält eine könig— liche Verordnung, durch welche der Landtag auf den 12. d. einberufen wird. — Der Kaiser reist am 9. d. M. zur Dres— dener Hochzeitsfeier ab. — Die„Nordd. Allgem. Ztg.“, die jetzige innere Krisis Preußens besprechend, sagt: Die Stellung Preußens in Deutschland fordere zur raschesten Vermittlung oder Beseitigung der vom Herrenhause heraufbeschworenen Gegensätze auf. Preußen habe den Beruf zur Einigung Deutsch— lands in der Eintracht seiner intellectuellen Kräfte gefunden und müsse dies kostbare Gut durch sein Vorangeben auf der betretenen Bahn bewahren. Es würde seiner Bestimmung untreu werden, wenn der Keim einer Disharmonie nicht beim Entstehen beseitigt würde. — Die„Spen. Ztg.“ gibt einen Ueberblick über die vom 15. Oct, datirten, an die S Schul- endlich für die Realien statt drei jetzt wöchentlich 6 Lehrstunden. — Die„Germania“ drobt damit, daß, wenn künftig die Grundsätze des Protestantenvereins in der evangelischen Kirche an Umfang gewinnen sollten, die römische Kirche sich genöthigt sehen könnte, den Taufact der protestantischen Geistlichen nicht mehr als vollgültig anzuerkennen. — Die„Cref. Zeitung“ schreibt:„Die Ein- richtung der drei Briestauben-Stationen in den Festungen Metz, Straßburg und Köln, welche ein Kölner Taubenliebhaber unter der Leitung des Direetors Bodinus in Berlin für die Militärbe⸗ hörde zu treffen hat, geht ihrer Vollendung ent⸗ gegen. Für die beiden ersteren Stationen hat derselbe bereits Alles an Ort und Stelle ange- ordnet. Gegenwärtig trifft derselbe in Köln im oberen Theile des Thurmes am Pantaleonsthore die nöthigen Einrichtungen. Auch hat derselbe bereits über 600 der besten, und darunter sehr theuere, Brieftauben in Belgien zu diesem Zwecke angekauft, welche paarweise unter die drei Sta- tionen vertheilt werden.“ — Nach einer Mittheilung, die der„Mittelrh. Ztg.“ aus Berlin zugeht, ist es den fortgesetzten Bemühungen des Präsidenten v. Forckenbeck beim Finanzminister gelungen, von letzterem die Zusage einer Diäten Erhöhung für die Abgeordneten zu s werde; ö alle Staats- erhalten Ala Oberhessischer Anzeiger. ————— — . diener umfassende Vorlage eingebracht werden, und man vermutbe nur, daß der Satz für die Abge- ordneten auf zwanzig Mark steigen werde. — Der nichtamendirte Kreisordnungsentwurf wird dem Abgeordnetenhause demnächst zuerst vor- gelegt. Die Beschlüsse wegen Reorganisation des Herrenhauses sind im Staatsministerium noch nicht festgestellt. — Die österreich⸗deutsche Kommissi n zur Be⸗ rathung sozialer Fragen tritt, wie jetzt von ver⸗ schiedenen Seiten gemeldet wird, am 5. November in Berlin zusammen. Die österreich⸗ ungarischen Mitglieder derselben begeben sich am 3. November nach Berlin, angeblich ausgestattet mit einem um⸗ fassenden, insbesondere statistischen Material. — Wie man hört, begibt sich der General- Postdirector Stephan in nächster Zeit nach Eng- land, und zwar im Interesse der von ibm geleiteten Verkebrs⸗Anstalt, die er auch für den überseeischen Verkehr dem Publikum möglichst nutz- und dienst⸗ bar machen will. — Durch den Kampf, welchen die Regierung jetzt gegen das Herrenhaus führt, ist dem öffent⸗ lichen Interesse der zwischen dem Staat und der katholischen Kirche schwebende Streit etwas entrückt worden. Die Waffen, deren sich der Staat be— dient, sind bekanntlich in Gesetzen zu suchen, deren Vorlage bevorsteht. Doch scheint die Regierung es nicht zu verschmähen, sich anderer Waffen zu bedienen, welche den Feind zwar nicht nieder- schlagen, aber immerhin unangenehm berühren. So deutet eine Circularverfügung des Oberpräsi⸗ diums der Provinz Schlesien an, daß durch die Peterspfennigsammlungen in den Schulen jetzt von oben eingeschritten wird. In einzelnen Mädchen- schulen, so lautet diese Verfügung, sollen Seitens der katbolischen Religionslehrer, resp. Schulvor⸗ steherinnen Peterspfennigsammlungen unter den Schülerinnen veranstaltet worden sein. Die Re— gierungen werden deßhalb ersucht, unter Mit— theilung der gemachten Beobachtungen sich wegen der in dieser Beziehung eventuell zu treffenden Anordnungen gutachtlich zu äußern. Königsberg. Mehrere hiesige Blätter ver⸗ öffentlichen einen offenen Brief des altkatholischen Pfarrers Grune t an den Bischof von Erm⸗ land folgenden Inhalte: Der Bischof habe durch die Anerkennung der Infallibilität den Boden des Trientiner Concils verlassen, wodurch die bischöf- liche Jurisdiction über Grunert erloschen sci. „Ich erkläre öffentlich: Ich erkenne Krementz nicht mehr an als gottgesetzten katholischen Bischof, sondern nur als einen mit bischöflichem Character bekleideten Anführer einer irregeleiteten Partei, welche auf den Ruin der alten Wahrheit Christi hinarbeitet. Ich weiß, daß die jetzige pseudokatho- lische Hierarchie ein riesiger Leichnam geworden ist, mit seiner Fäulniß alles gesunde Leben ver- pestend. Ich weiß, daß die deutschen Bischöfe dem Fluch ihrer bösen That verfallen und unauf⸗ haltsam dem socialen und kirchlichen Ruin ent- gegeneilent, von rem Geiste Gottes verlassen sind.“ Kassel. Nach den„Hessischen Blättern“ sollen gegen mehrere Theilnehmer an dem am 20. August zu Ehren des Kurfürsten in Wilhelmshöhe ver— anstaltsten Festessen Disciplinar-Untersuchungen eingeleitet worden sein. München. Nach einer Mittheilung der„A. Z.“ hat der Bischof von Speyer, Dr. v. Hane⸗ berg, dem König den bei dem Antritt seines Kirchenamtes an die Laien und den Klerus der Dibcese erlassenen Hirtenbrief vor einiger Zeit in Vorlage gebracht. Der König bat von dem In- halte dea selben Kenntniß genommen und in einem sehr huldvollen Handschreiben seine Befriedigung namentlich darüber ausgedrückt, daß aus jeder Zeile des Hirtenschreibens jene Milde der An- schauung spricht, von welchen allein Friede in reli giösen Dingen zu erwarten ist. Ausland. Frankreich. In Bordeaux wurde den conservativen Abgeordneten des Departements, den Anhängern einer fustonistischen constitutionellen Monarchie, von ihren Freunden ein Banket ge— geben. Reden hielten, außer den Vorsitzenden des Stadi, die für alles mit dem Fortschrilt Zusammenhängende, aber auch für alles Neue, sich rasch degeistert, die Con⸗ Bankets, die Abgeordneten Princeteau, Herzog Decazes und Carapon⸗Latour; sie sprachen den Wunsch aus, daß der Tag kommen möge, da man auf die Gesundheit des Königs und der Prinzen des Hauses Frankreich werde trinken können. Belgien. Brüssel. In der Conferenz zur Besprechung der Lage der Juden in Rumänien gaben die rumänischen Delegirten die Erklärung ab, daß sie selbst die Initiative ergreifen und eine Petition um Verleihung der staatsbürgerlichen und politischen Rechte an die rumänische Kammer richten wollten. Die Conferenz stimmte dieser Maßnahme vollständig bei. Die Massen-Aus wanderung nach Amerika sei aufgegeben, weil die rumänischen Juden mit größter Zähigkeit an ihrem Vaterlande hängen. Die Conferenz beschloß die Errichtung von Schulen in Rumänien und die Errichtung eines internatio- nalen einheitlich organisirten Executiv-Comites. Als Vorort wurde Wien gewählt. Amerika. New⸗ Jork. Der Dampfer „Missouri“ ist auf der Fahrt von Newypork nach Havanng während eines Sturmes nahe Abaco verbrannt. Säummtliche Offiziete, sowie 25 Passa— giere kamen um's Leben. Im Ganzen sind 80 Per⸗ sonen umgekommen. D Friedberg. Aeußerem Vernehmen nach ist auf Veraulassung Großh. Kreisamts Friedberg in Folge Ver⸗ fügung Großh. Ministeriums des Innern das Großh. Kieisbauamt Friedberg zur Vertilgung der Feldmäuse auf dem ganzen chausseebaufiscalischen Terrain angewiesen und dasselve Ansinnen an die Verwaltung der Main⸗ Weser⸗Babn gerichtet worden. Es muß dies um so freu⸗ diger begrüßt werden, als es gerade die Dämme, Bö— chungen und Gräben der Chausseen und Bahnkörper sind, welche den Feldmäusen zum ungestörten Schlupfwinkel vorzugsweise dienen. Bad⸗ Nauheim. Auf den 3. December ist eine ordentliche und außerordentliche Generalversammlung der hiesigen Kurhaus ⸗Actien⸗Gesellschaft einberufen. Auf der Tagesordnung steht: Gesellschaftsbericht der Direction und des Aussichtsraths nebst Bestimmung der Dividende, Wahl der Liquidatoren der Gesellschaft, Berathung und Beschluß⸗ nahme über die Verhandlungen mit dem hessischen Fiscus bezüglich der der Gesellschaft zu leistenden Entschädigung. Frankfurt. Nach Mittheilungen aus Berlin hat ein dortiges Consortium von Finanzmännern die der Firma Ferdinand Flinsch gehörige Peniger Papierfabeik für die Summe von 1 Million Tbaler erworben, um dieselbe in eine Actiengesellschaft umzuwandeln. Das ge⸗ naunte Etablissement nimmt unter den vom Gesammt⸗ hause Flinsch(in Leipzig und Frankfurt a. M.) geführten fünf Papierfabriken die erste Rangstufe ein, ja es dürfte auf unserem Continent wohl nur in der Thode'schen Actien⸗Papierfabrik in Heinsberg eine ebenvürtige Rivalin haben. Von der riesigen Leistungsfähigkeit der Peniger Fabrik zeugt der Umstand, daß sie allein an einige große Verlagsinstiiute und Buchdruckereien Berlins jährlich für über eine halbe Million Thlr. Papiere liefert. Offenbach. Am Donnerstag Abend sprach hier Prof. Dr. Michelis aus Braunsberg vor einer sehr zahl reichen, den verschiedensten Ständen und Glaubensrichtungen angehörigen Zuhs erschaft über„die Pflicht des deutschen Gewissens gegenüber den römischen Anmaßungen“. In den nächsten Tagen soll nun hier cine Besprechung auf⸗ geklärter Katholiken über die weiter zu ihuenden Schritte slatisinden, und es wird sich donn zeigen, ob in unserer stituirung einer altkatholischen Gemeinde zu Stande kommt— — Am Tage zuvor sprach Prof. v. Schlag inweit aus Gießen sehr anregend über die Pacifie-Bahn, und zwar wurde mit diesem Vortrage der diesjährige Cyelus der vom Kaufmännischen Vereine veranstalteten Vorlesungen eröffnet. N Darmstadt. Das auf dem Schlachtfeld von Gravelotte den Gefallenen der hessischen Division zu errichtende Denkmal ist ein ruhender Löwe in Erz auf einem Sandsteinpostament, dessen vier Seiten mar⸗ morene Gedenktafeln enthalten; dasselbe ist beretts vollendet und soll am 9. d. feierlich eingeweiht werden. ö Darmstadt. Die hiesige Diakonissenanstalt Elisa⸗ bethenstift hat die Zahl ihrer Pflegerinnen seit dem Ent, stehen der Anstalt don 3 auf 73 erhöht, wovon 18— 24 sich hier befinden, während die übrigen in verschiedenen Orten des Landes, namentlich in Worms und Oberhessen thälig sind. Darmstadt. Im Jahre 1864 wurde einem hiesigen Geschäftsmanne aus seiner Wohnung eine erhebliche Summe baaren Geldes und zwar mittelst Einbruchs entwendet und der Thäter von dem Schwurgerichishofe zu einer Zuchthausstrafe von 2½ Jahren verurtheilt. Dieser Tags wurde dem Bestohlenen die gewiß seltene Ueberraschung zu Theil, daß ihm sein gestohleues Geld nebst Zinsen bei Heller und Pfennig zurückvezahlt wurde. Biebrich. Der hier wohnhafte, auch in weiteren Kreisen als tüchtiger Geschäftsreisende bekannte Hr. Kuß fand am Mittwoch Abend in den Fluthen des Rheines einen plötzlichen Tod. Zur Heimreise wollte er das den war dasselbe eben abgestoßen. Herr Kuß glaubte 2 durch einen mächtigen Sprung zu erreichen, stürzte und wurde von den Wellen begraben. Aus der Pfalz wird gemeldet, daß sich im Canton Dahn die Wildschweine wieder sehr häufig zeigen, und auch Wölfe durch nächtliche Streifereien die Schaspferche be⸗ Nacht mit den Schafen auf dem Felde zu bleiben. menden Confiscalionen. Vor einigen Tagen wurden in einem Hause allein 500 Pfd. Bufter mit Beschlag belegt, und vorgestern wurde eine Händlerin vom Polizeigericht in eine Geldbuße von 15 Thlrn. und Confiscalion der Butter(für etwa 100 Thlr.) verurtheilt. Die Waare enthielt nur 25 pCt. Butter und bestand größtentheils aus Pferdefett. Allerlei über Versicherungswesen. Die im Lause dieses Jahres auffallend zahl⸗ reich stattgehabten größeren Brände, darunter auch mehrere. in unserer Provinz, wie in Heidelbach, denes zu denken. Vor Allem drängt sich uns die allein auf dem Lande, sondern auch in Städten eine nicht geringe Anzahl selbst sehr intelligenter Leute, die dieselbe vollständig ungenützt lassen, nicht be denkend, daß auch sie jeden Augenblick von dem Unglück heimgesucht werden können, daß auch sie den größter Sorglosigkeit leben sie dahin in ihrem ver⸗ blendeten Sinne denkend:„Was kann dir passiren, du mit deinem Haus gehst vorsichtig mit Feuer und Licht um, wozu also diese unnöthigen Ausgaben, da man so heut' zu Tage schon genug bezahlen muß* Wer schützt aber bei der allergrößten Vorsicht im Harse diese Kurzsichtigen vor Zufälligkeiten aller Art(die Ursache der meisten Brände bleibt uner⸗ mittelt), vor der Rache schlechter Menschen, vor Nachbarbrand, vor Blitzschlag und endlich vor dem Spielen der Kinder mit Feuerzeug, dem eine sehr große Anzahl der Brände ihren Ursprung verdanken? Hiergegen sind wir mit der gerühmten Vorsicht schlecht bestellt! f Es gibt ferner eine große Anzahl, die nicht so verblendet sind, die gerne versichern würden, wenn ihr Herz nicht zu sehr an dem Mammon Gulden jährliche Mehrausgabe zu sparen, geben sie den ganzen oder den größten Theil ihres Ver⸗ eine Karte. Eutweder haben diese Leute ganz falsche Vorstellungen und wissen nicht, daß dit Prämien heut' zu Tage so ungemein billig sind oder sie verstehen nicht zu rechnen. Die üblichen Prämien der Gesellschaften variiren für gewöhn⸗ liche Risiken in Stadt und Land von 1½—2 fl. von 1000 fl. Versicherungs⸗Capital, je nach Lage, Bauart, Gewerbebetrieb und Nachbarschaft. Ein gewöhnlicher landwirthschaftlicher Betrieb nach den bei uns ortsüblichen Bauverhältnissen ohne gefahr erhöhende Nachbarschaft zahlt gewöhnlich von Landwirth 3000 fl. versichert, so hat er jährlich 4—5 fl. zu zahlen, eine Ausgabe, die unmöglich lästig fallen kann. Einsender dieses möchte sich nun die Frage erlauben:„Ist es besser die 4 fl. jährlich zu sparen und dagegen sein ganzes Hab und Gut auf's Spiel zu setzen, dem Zufall an- heimzugeben und in fortwährend beunruhigenden Sorgen zu leben, zu riskiren binnen 1 Stunde, die jeden Augenblick eintreten kann, an den Bettel⸗ tab gebracht zu sein, die Errungenschaft des Fleißes, vielleicht eines Menschenalters zerstört zu sehen und dafür den Fluch seiner Kinder zu erndten, oder ist es besser die 4 fl. jährlich zu zahlen und dagegen sorgenfrei und beruhigt sich Abends schlafen zu legen, bei Ausbruch eines Brandes, sei es wo es will, keine Angst ausstehen zu müssen und falls das Unglück ihn selbst betrifft, schadles gehalten zu werden, das beruhigende Gefühl in sich zu Verkehr zwischen Mainz und der Taunusbabn vermittelnde Dampfboot benutzen. Am Landungsplatze angekommen, Cöln. Daß die Butterversälschung sich zur förmlichen 1 Calamität gestaltet hat, beweisen die fast täglich vorkom⸗ Frage auf:„Wie kann man sich gegen derartige Unfälle einzig und allein vor Schaden bewahren?“ und es gibt hierauf nur eine Antwort:„Indem man seine sämmtliche Habe bei einer soliden Feuer- versicherungs-Anstalt in Versicherung gibt.“ Tro dem nun hierzu so mannigfache Gelegenheit täglich geboten ist, findet man merkwürdiger Weise nich“ hing, wenn es nichts kosten würde. Um ein paar 1000 fl. 1½ 1 ½ fl.; wenn also der betreffende Hopfgarten Kreis Alsfeld ꝛc., geben uns Verschie⸗ unruhigen, so daß sich die Schäfer schon weigern, übern Wechselfällen des Lebens unterworfen sind. In mögens Preis und setzen ihre ganze Existenz auf 9 tragen, du hast deine Pflicht als braver Haus“ 2 An N. N 9 Deltgeigeg ng sich ut, 2 segen derart Scharen bewabimf 12 1 1 J „Jun . urrrersen sind.) tabin in ihren 41 lan tir pam „ kommender, wie bei der Anderen. 11 Hurger Feuerversicherungs-⸗Gesellschaft hat z. B.— meisten Fällen von den betreffenden Agenten selbst leens ½, Sovereigns 10% höher. wiae wir unbeschadet der Unparteilichkeit, die wir uns abgefaßt und bezahlt. Wir meinen, wenn eine Gesellschaft in einem Brandschadenfalle ihre ver— namentlich der Landwirthschaft sehr großes Ent- tragsmäßige Pflicht erfüllt so hat sie lediglich ihte Schuldigkeit gethan und zu Danksagungen nament- kungs⸗Bedingungen bewiesen,. eee ee 20 101 1 N 85 der 155 reizügigkeit der Versicherungs-Objecte gewährt, Oeffentlichkeit liegt wahrlich keine Veranlassung vor. 7 d e 0 5 Sreizügie n g 8 1 Durch Alles dies dürfen wir uns in dem bier( F Frrtteaz, den dn „ then lip „ i bir gerühuln ich jeder zur Versicherung beantragte Gegenstand 4 — din Nana . 1 partu, gan in der Welt Vorwürfe entgegenzunebmen!“— 1 Ich glaube die Beantwortung dieser Frage kann man füglich Jedem selbst überlassen und ist es kaum zu glauben, wie es dennoch in dem aufge⸗ n Kklärten neunzehnten Jahrbundert eine große An⸗ ahl Leute gibt, die sich diese Frage nicht vorlegen 1 Eine zweite Frage, die an uns herantritt, ist 5 1 i pbater gethan und brauchst event. von Niemanden und sich der richtigen Beantwortung entziehen! gibt in unserem gesegneten Deutschland eine große Anzahl(etliche 30) Versicherungs-Anstalten, aber leider ist nur eine beschränktere Anzahl als unbe- dingt solid zu bezeichnen. Entweder fehlt es an dem nothwendigen Grundcapital und ausreichenden Reservefonds oder die Gesellschaft arbeitet nach unsoliden Grundsätzen. Es ist daher dringend geboten, daß man in der Auswahl der Versiche kgungs-Anstalt, welcher man sich anvertraut, sehr vorsichtig zu Werke geht und sich nicht, wie dies nneist geschieht, dem ersten, besten Agenten in die Arme wirft, unbekümmert darum, was derselbe für eine Gesellschaft vertritt. Gar viele Leute kennen die Gesellschaft, bei welcher ste versichert sind, nicht einmal dem Namen nach, sondern wissen nur, ch bin bei dem und dem Agenten versichert. Vor 0 wesentlichen Maßstab zur Beurtheilung des Ver- trauens, welches eine Gesellschaft gefunden hat Sodann spielen die Versicherungs-Bedingungen eine große selbst bezahlt werden und welche die Gesellschaft nur bei 188lru Geschäfl. Prioritäten ohne Umsätze, doch Rolle mit, denn dieselben sind keineswegs bel vielleicht bei einem Brandschaden wieder heraus- inzeln wie Alabama, Lalro-Vincennes und Oregon besser. allen Gesellschaften gleich, sondern sind bei der schlägt; Danksagungen von Abgebrannten in öffentlichen and mithin ihrer Solidität bieten. Cinen viel lopaler und dem Publikum entgegen- Die Magde- Fur Pflicht gemacht, wohl anerkennen dürfen— zegenkommen in den land wirthschaftlichen Versiche⸗ b. h. es wird nicht genau benannt, in welchem Raum allen Dingen muß man sich nach dem Grund- 2 Capital, nach den Garantiemitteln, die der Gesell⸗ in den meisten Fällen nur passiver Zuschauer ist; schaft zur Verfügung stehen, erkundigen, sodann wir müssen nichts auf Spritzenschenkungen und in der Hofraithe befindet, sondern die Faun gelten versichert innerhalb des ganzen Grundstücks, worauf die Hofraithe sleht, einerlei in welchen Räumen derselben sie sich befinden. Sodann gelten die Feldfrüchte nicht erst dann als versichert, wenn sie in den Versicherungs Lokalitäten eingescheuert sind, sondern von dem Augenblick an, wo sie vom Feuer zerstört werden können, also während sie noch auf dem Halme stehen, während der Eendte— arbeiten, während des Einfahrens in die Wirth— schaftsgebäude, ja sogar bei dem Ausstellen von Diemen oder Haufen, auch während des Aus— drusches mit der Maschine auf dem Felde, wenn solcher innerhalb 8 Tagen nach dem Aufstellen in Diemen erfolgt und alles dies ohne eine Prämien- Erhöhung.— Und zum Letzten suche man sich darüber zu vergewissern, wie hat sich die Gesell⸗ schaft bei vorkommenden Bränden bewährt, wie hat sie regulirt und ist sie dabei nach den Grund— sätzen des Rechts und der Billigkeit zu Werke ge— gangen. Alles dies sind Fragen, die man sich erst ge— nau selbst beantworten muß. Wir müssen nicht aus Rücksichten gegen die Person des Agenten oder aus Freundschaft zu ihm Versicherung bei ihm nehmen, denn der Agent ist nur die ver— mittelnde Person, im Falle eines Brandschadens regulirt die Gesellschaft und nicht der Agent, der nach der Größe, der Ausdehnung des Geschäfts, sonstege Geschenke geben, welche nur Lockvögel sind, welche Punkte im Vergleich zu einander einen flussen lassen, wir müssen auf unseren eigenen Füßen stehen und uns durch Einsicht der allerdings nicht von allen Gesellschaften gleich durchsichtig ver— öffentlichen Rechnungs-Abschlüsse und der Versiche⸗ rungs⸗Bedingungen, durch genaue Erkundigungen über die Regulirungsweise und das Benehmen der diversen Gesellschaften bei vorkommenden Brän⸗ den, unser eigenes Urtheil bilden!(Schuß folgt.) D Frankfurt a. M. 2. Nov.(Bötsenwoche v. 28. Oct. bis 2. November.) Trotz Geldnoth in Wien, trotz schwan— kender Haltung Berlins, trotz iheurer Prolongationen am Ultimo war doch dahier die ganze Woche über die Hausse— lendenz vocherrschend und man schließt für Speculations⸗ wie für Anlagepapiere, mit Ausnahme von Prioritäten, durchweg böher als vor 8 Tagen. Die größte Cours⸗ stiherung weisen wieder die Actien der österr. National⸗ bank auf, die bei äußerst umfangreichem Geschäft neuer⸗ dings 50 fl. höher schließen. Staalsbahn, für welche man anfänglich sehr enthusigsmirt war, mußte etwas nachgeben, bleibt aber immerhin noch 3 fl. böher als am Schluß der Vorwoche. Seit gestern sind dafür Creditactien bevorzugt, welche in Folge dessen 5 fl. stiegen. Nur Lombarden blieben telativ vernachlässigt; ihre Avance beträgt blos 1½ fl. Für Bankpapiere herrschi jetzt wieder rege Kauflust und erfuhren von hiesigen Instuuten Bankverein eine Avance von 4, Oesterr.⸗Deutsche von 3 fl. Die übrigen hiesigen Banken stiegen durchschnittlich 1%. Von fremden war nament ich Berliner Bankverein bevorzugt und schließt 6% böber, sodann Brüsseler, welche sich 2½% besser ien. Aber auch Amsterdamer, Darmstädter und Provinzialdis⸗ cont waren beliebt und theurer. Von Bahnactien waren es österreichsscherseits nur Nordwest mit Elbthal, welche stark im Verkehr war und wovon erstere 6, letztere 3 fl. höher ging. Ungarische Gattungen reagirten. Von deulschen Linien waren hessische Ludwigsbahn und Rhein- Nabe am beliebtesten und 4% höher, während bergische indem sie nur dann i gegeben werden, wenn die Ostbahn 1% abgeben mußte. Prioritäten schließen durch⸗ Gemeinden sich verpflichten, so und soviel Tausend gängi; nisderer. Von Staatensonds gingen österr. Renten Gulden bei der Gesellschaft zu versichern, welche in letzter Linie doch nur von den Versicherten wir müssen nichts auf die so ehr beliebten Blätteen geben, denn dieselben werden in den vorgeschriebenen Wege nicht beirren und beein- zu 1% böherem Kurse zahlreich ab, während Ungarn, neuesie Russen und Türken reagirten. Süddeutsche Fonds beliebt und fest, theilweise höher. In Amerikanern war Pfandbriefe beliebt und bei gutem Verkehr. Von Loosen besserten sich nur österr. 1860er und 1864er um 20%, 1854er fest. Badische 100 Thaler Loose billiger. Wechsel nicht besonders lebhaft. Wien offerirt, Paris sest. Napo⸗ Mathlberichte. Grünberg, 2. Nobember. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 15 fl. Korn(90 K.) 8 fl. 59 kr.; Gerste(80 K.) 8 fl. Hafer(60 K.) 4 fl. 25 kr.; Molter(90 K.) Linsen (400 K.)— fl.— kr.; Saamen(90 K.) 14 fl. 40 kr.; (Kartoffeln(100 K.)— fl.— kr. 5 Aufforderung 2590 Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberbessen durch Verfügung vom 8. Jult d. J. den förm⸗ sichen Concursproceß über das Vermögen des Karl Lett⸗ v»äuser von Ober⸗Florftadt, welches um 560 fl. 38 ½ kr. überschuldet ist, erkannt bat, so werden alle Gläubiger vesselben aufgefordert, Forderungen und sonstige Ansprüche 5 —— bei Meldung des flillschweigend ersoigenden Ausschlusses von der Mosse im Termin Freitag den 22. November 1872, Morgens 9 Uhr, unzumelden und zu begründen, sowie etwaige Vorzugs⸗ bechte geltend zu machen. 5 Im Termin soll die Güte versucht und im Falle sie sehlschlagen sollte, Gläubigerausschuß und Massecurator erwählt und sonflige Beschlüsse wegen Veräußerung der Masse gefaßt werden. Die Gläubiger, welche nicht erschelnen order welche mit genügender Vollmacht nicht Hertreten find, werden den Beschlüssen der Mehrheit der urschtenenen und genügend vertretenen Gläubiger bei⸗ sxetend erachtet. Friedberg den 6. September 1872. . Großherzogliches Landgericht Friedberg. ö Reltz, Allwohn, Landrichter. Landgerichts. Assessor. f Vergebung von Schreinerarbeit. 5079 Die Anfertigung von 25 Stück Vorstelläden von Doppelholz für das hiesige Landwehrzeughaus, ver⸗ unschlagt zu 90 Thlr., soll summissionswesse vergeben werden und liegen die Bedingungen und Koflenanschlag uuf unserem Büreau, früheres Lazarethgebäude Nr. 205, zur Elnsicht offen.. Die Eröffnung der eingelegten Summissionen erfolgt Samßag den 9. d. Mis., Vormittags 10 Uhr. Spätere Einlagen bleiben unverüchsichtigt. zriedberg den 4. November 1872. Großherzogliche Garnison-Verwaltung. Dor feld. „Ailige Limburger Käse A. Stahl Wittwe. Zrledberg. Vergebung von Bauarbeiten. 3080 Die zur Erbauung eines neuen Haftlocals nebft Wirthschaftsgebäude zu Butzbach erforderlichen Bau— Arbeiten, mit den[it. Voranschlag dazu erforderlichen Matertalienlieferungen(ausgenommen die Mauermate- rialien) Maurera beit zu 2610 fl. 27 kr. Steinhauerarbeit E Zimmerarbeit ee Dachdeckerarbeit 444„ 36„ Schreinerarbeit 1228„ 52 Schlosserarbeit 1614„ẽ 28„ Gußlieferung 302»—, Glaserarbeit 163„—„ Weiß binderarbelt 1009„—„ Spenglerarbeit 54 31„ Pflastererarbeit 212— 5 sollen auf dem Submissionswege an den Wenigstfordern⸗ den vergeben werden. Die Abgebote haben in Prozenten zu geschehen und find versiegelt mit der Aufschrift versehen„Submission für die.... Arbeit zur Erbauung eines Haftlocals zu Butzbach“ längstens bis zum 13. November, Morgens 10 Uhr, als dem Eröffnungstermin, auf unterzeichnetem Bülreau einzureichen, woselbst von heute an Pläne, Voranschläge und Submissionsbedingungen zur Einsicht offen liegen. Friedberg am l. November 1872. eee 1 Friedberg. e u 5. Bekanntmachung. 3076 Das Zerschlagen von 70 Cubikmeter Steinen für den Wegebau wird nächsten Freitag den 8. d. M., Vormittags 11 Uhr, auf blesigem Rathhause wenigst⸗ nehmend veraccordirt. Bad⸗Nauheim am 2. November 1872. Großberzogliche Bürgermeisterei Bad⸗Nauheim. Feinstes Vorschußmehl 2578 billigst bei zrledberg. M. D. Loeb. [Arbeits ⸗Versteigerung. 3081 Mittwoch den 6. November, Nachmittags 1 Ühr, sollen die zur Erbauung eines Behälters für die Feuer⸗ leitern zu Assenheim erforderlichen Arbeiten ver⸗ actordirt werden. fl. kr. Zimmerarbeit, veranschlagt zu 57 2 Dachdeckerarbeit 18 54 Steinhauerarbeit 6— Waurerarbelt 4 48 Assenheim den 2. November 1872. Der Bezirksbauaufseher Wenck. 1 Obne Mediein. 1 Brust- und Lungen- kranke figden auf naturgemäßem Wege selbst in verzweifelten und von den Aerzten für unbellbar erklärten Fällen radicale Hei⸗ lung ihres Leidens ohne Mediein. Nach spezieller Beschreibung der Krank- beit Nähberes brieflich durch N 1 Dir. J. H. Fickert, Berlin, — Wallftraße Nr. 23. Ohne Medlein. uh aug . Odne Mediein. gegen bppotbekartsche Sicherheit zum sosorligen Aus- leihen bereit. Staden den 28. Oktober 1872. Für den evang. Kirchenvorstand: Schmidt, Pfarrvicar. Dauch, Bürgermeister. Ein Mädchen vom Lande 3086 für einen kleinen Hausbalt sofort gesucht. Auskunft Frtedberg auf dem Haagk 507. Ein Wagnergeselle 3049 findet dauernde Arbeit det Burggräfenrode. Wagner Becker. 3027 In biesiger Kirchenkasse liegen 800 fl. zu 5 0% 5 —ä— — 5 — Die mit einem Grundkapitale von Acht Millionen, ide 2089 in 5000 Actien à 1750 Gulden, welche vollständig ausgegeben sind, übernimmt zu billigen, festen Prämien Versicherungen gegen Feuersgefahr sowohl in Städten, als auf dem Lande, auf bewegliche und unbewegliche Gegenstände. In der Billigkeit ihrer Prämiensätze steht Magdeburger Feuer- versicherungs⸗Gesellschaft Sieben Hundert und Fünfzig Tausend Gulden bei Versicherungen auf längere Dauer bedeutende Vortheile. Ber Gebäude ⸗Versicherungen ist dieselbe bereit, durch Uebereinkunft mit den Hypothekgläubigern deren Interessen für den Fall eines Feuerschadens auf's Vollständigste zu sichern, in welcher Beziehung dieselbe besonders vorsorgliche Einrichtungen getroffen hat. Ber landwirthschaftlichen Versicherungen werden den Versicherten sehr erhebliche Begü Beschädigangen durch Gas-Explosion werden den Feuerschäden gleich erachtet und vergütet. Ueber die sehr blühenden Zustände der Gesellschaft gibt der nachfolgende kurze Auszug aus dem diesjährigen Rechnungs⸗Abschlusse vollständige Auskunft. Auszug aus dem Abschlusse der Sache Stuer-Vetsicherungs-Gtsellschast für das Rechnungsjahr 1871. Grund⸗Kapital, vermehrt zusolge des revsdirten Statuts von 1857 au Re serven: Kapital ⸗Reserve Prämien Reserve Brandschaden-Reserve Prämien⸗Reserve der noch zu vereinnahmenden Prämien N Summe der im Jahre 1871 laufend gewesenen Versicherungen Prämien⸗Einnahme: baar Vortrag aus dem Jahre 1870 Bezahlte Brandschäden, einschließlich des Vortrages für noch schwebende Während des 25 jährigen Bestebens wurden bis zum Schlusse des Jahres 1871 an 6 Zur Annahme von Versicherungs⸗Anträgen und Ertheilung jeder gewünscht werdenden ö Agenten der Magdeburger Feuer-Versicherungs⸗Gesellschaft, zugleich Agenten der Magdeburger Hagel⸗Versicherungs⸗Gesellschaft. Ad. Damm in Friedberg, Th. Andreas in Bad⸗Nauheim und Göbel& Kraft in Butzbach, dieselbe gegen keine andere solide Anstalt nach, auch gewährt si Belrag sämmtlicher baar vorhandenen Reserven 2,717 Brandbeschädigte Ersatz baar ausbezahlt nstigungen gewährt. 1 095,539 fl. 18 kr. 3,587,985„ 46„ 925 835„ 45„ 8,563,776 fl. 38 kr.. 3.503.580„ 48 Auskunft empfehlen sich ergebenst K Bei Bindernagel& Schimpff sind alle in den hiesigen in neuester Auflage ** Lehranstalten Schulbücher und guten Einbänden eingeführten stets vorräthig. 2————— Meine Sprechstunde ist von heute ab statt Atte st! 3078 Seit einigen Jahren an Rheumatismus in beiden Beinen leidend, habe ich den Tannin⸗ 4 Terpentin“) von Herrn Th. Höhenberger gebraucht. Die damit erzielten Erfolge waren von so vorzüglicher Wirkung, daß ich allen 1 an diesem Uebel Leidenden die Anwendung dieser Einreitung dringend empfehlen kann. Breslau, 10. Januar 1872. 4 Wilh. Schuppelius, Hauptk.⸗Kasssrer der Freiburger Eisenbahn. 2 *) In Flaschen à 45 kr. und 1 fl. 45 kr. in 1 in der Apotheke daselbst. 711 7 17 steigerungs⸗A Versteigerungs-Anzeige. 3059 Nächsten Dienstag den 5. November, Vormittags 9 Uhr, sollen en der Behausung des verstorbenen Martin Klein dahier(Usagasse) nachstebende, zu dessen Nach- laß gehs ige Gegenstände, als: 2 Webstühle, 1 Schrank mit Gsaufsatz, 2 Kleiderschränke, 2 Eckschränke, 4 Bettstelleu, 1 Küchenschrank, eine große Partie neue graue Mahnen und eine ftischmilchende Zlege öffentlich an den Metabletenden versteigert werden. Friedberg. In Auftrag: M. Schwarz, Haftaxator. Fische Schellsische! 2829 jede Woche direkt aus der Nordsee, bei 2Wilh. Fertsch. 2880(Fallsucht.) Epilepsie heilt brieflich unter Garantie Dr. Olsehowsky, Breslau. Wein⸗ und Oelfässer 3088 in allen Größen bei „ Muühlsteine riedr. Holl in Worme. Eine schöne Wohnung, 3052 für Mitte dieses Monats zu beziehen, wird zu zuuthen gesucht und bittet man gef. Adressen in der Ero, r. BI 485 f A b. 7 geben. von 3 bis 5 täglich Morgens von 8 bis 10 Uhr. Bad- Nauheim, 1. November 1872. 3085 Dr. Bode jun. Korbwaaren 1756 empfiehlt K. Friedrich neben der Post. Vorzügliche Nuhrkohlen 3084 find fortwährend bei mir zu haben. 0 Dan. Kümmich. 3083 Ich suche zur Stütze der Frau und Bethülfe im Geschäft ein zuverlässiges junges Mädchen von guter Familie zum sofortigen Eintritt. Franko⸗Offerten an Friedrich Bauer, Schweine⸗ metzger in Darmstadt.(6361) Ein guter Arbeiter 3087 findet dauerßde Beschäftigung bei 0 Schuhmacher Philipp Brückmann, Bruchenbrücken. Jiische Aepshuchen 2914 bei M. D. Loeb. 1 ö e Todes Anzeige. 3084 Allen Verwandten, Freunden und Be⸗ kannten hiermit die traurige Anzeige, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigstgelsebte Mutter Heleng Engel, geb. Becker von Melbach, b nach langem und schwerem Leiden Samstag, Morgens 6 Uhr, durch einen sanften Tod zu sich zu rufen. 0 Gleichzeitig sagen wir allen Denen, die der Verblichenen wähcend ihrer Krankbeit so theil⸗ nebmend zur Seite standen, sowie Denen, die ste zu ihrer letzten Ruhestätte geleiteten, unsern innigsten Dank. 0 J Die trauernden Kinder. Hammel fleisch à Pfund 18 kr. 3085 bei Joh. Hanstein. 3077 Mittwoch den 13. November, Vormittags 11 Uhr will die Schäferei⸗Gesellschaft zu Trals⸗ Münzenberg 30 Stück Schaafe, zur Zucht und zum Schlachten tauglich, versteigern lassen. Tratis⸗ Münzenberg. Für den Vorstand: Ta g. 3086 Ein braver zuverlässiger Hausbursche zum sofortigen Eintritt gesucht. Näberes bei der Expe⸗ dition d. Bl. 0 Corseten& Crinolines 73 billigst bei K. Friedrich neben der Post. Kirchen buchsauszüg t. Evangelische Gemeinde. Getraute: 1 27. October. Ernst Karl Fuchs, Damenschneider zu Düsseldorf, Sohn des zu Bendorf im Königreich Preußen Reg. ⸗Bez. Düsseldorf verst. Damenschnelders Johann Georg Fuchs und Marla Katharina Helene Bollonler, Tochter des hies. Bürgers, Schuhmachermeisters, jezt Krankenwärters im städtischen Hospital Christ. Bollonier. Getaufte: 15 2. Nov. Eine uneheliche Tochter Regina Katharina, geb. den 5. October. 0 5 Beerdigte: 5 30. October. Anna Margaretha Pfeiffer, Dlenff⸗ magd dahler, gebürtig aus Nieder⸗Eisenhausen im König⸗ reich Preußen, Kr. Btedenkopf, 48 Jahre alt, T den 28. October. Katholische Gemeinde. Getraute: 16. Sept. Philipp Demuth, Bürger und Maurer meister aus Heldenbergen und Agnes Hensel aus Bad⸗ Naubeim. 29. Sept. Konrad Repp aus Hartmannshain und a Juliana Ewald aus Friedberg. 5 Getaufte: a 20. October. Dem Kreisbauaufseher dahter und Bürger zu Seligenstadt Thomas Nessel eine Tocher Anna Marta, geb. am 10. October. 4 21. October. Dem hier wohnenden Handschuhtresseur 5 gohannes Heng, Bürger zu Mainflingen, ein Sehn Ludwig Michael Adam Albert, geb. am 27. Sept. 27. October. 0 Goitfried Mondigler eine Tochter Dorothea, geb. den 16. October. 0 Beerdigte: 23. October. Sebaslian Exlewein, Schuhmachermeisser in Dorheim, alt 32 Johre 8 Monate 25 Tage, FT den 21. October. 3 Verantw. Red.; Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 3 8,750,000 fl.— f. 5.609 360 fl. 40 kr, 9,423,105„ 11, 5, 671,332,373„— 12.067.357„28% 5866,454„ 0 52,188,310„% 1 Dem hies. Burger und Kupserschmied