3 L. L 57. Betreffend: Die Einsendung der Kostenverzeichnisse über Beitreibung der Gemeinde⸗Intraden . Samstag den 5. October. 117. berhessischer Anzeiger. 1. October Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — — Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. bat ein neues Abonnement auf den„Ober hessischen Anzeiger“ begonnen; derselbe wird auch ferner wöchentlich dreimal erscheinen. Das Abonnement beträgt bei den Kais. Reichs- Poststellen vierteljährlich 38 kr., mit Bestellgeld 47 kr. 5 nur 30 Kreuzer. Bei der Verlags-Expedition kostet der„Anzeiger“ pro 4. Quartal Abonnements ⸗ Anmeldungen bitten wir baldigst zu machen, damit voll ständige Exemplare geliefert werden können. Amtlicher Theil. An vom 3. Quartal 1872. Friedberg am 2. October 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern Sie an die Einsendung der rubr. Verzeichnisse und sehen deren Einsendung bis längstens zum 20. d. M. unfehlbar entgegen. Trapp. e Bekanntmachung, die Ackerbauschule zu Friedberg betreffend. Der Unterricht in unserer Anstalt beginnt in 2 Abtheilungen am 1. November d. J. und wird von 10 Lehrern ertheilt. Als landw. Fachlehrer bezw. Abtheilungsvorstände sind gewonnen die Herren Dr. Nücker, seither Vorsteher der Ackerbauschule in Reiffenstein und Rückert seither Lehrer in Rodheim. Der Uuterricht umfaßt folgende Gegenstände: untere Abtheilung. . Wöchentl. Stunden. Wöchentl. Stunden. Deuts ch. 971 4 Herr Rückert. Bete e e e ee 2 Herr Lehrer Werner. Schonschreiben 2„ Seminarlehrer Wahl. Physik N 2„ Dr. Ulotb. Geographie 2„ Reallehrer Lang. Chemie 5„ Dr. Uloth. 1 2„ Lehrer Weinel. Bau der Hausthiere 2„ Dr. Born. —A 4„ Wahl. Ackerbau 4„ Rückert. Geometrie 9 5 2„ Weinel. Obst⸗ und Gartenbau 1„ Rückert. „„ 2„ Lang. Thierzucht 2„ Dr. Nücker. Gesteinslehre 1„ Rückert. Obere Abtheilung. Wöchentl. Stunden. Wöchenil. Stunden. Dar 2 Herr Rückert. Allgem. u. spec. Pflanzenbau 4 err Dr. Nücker. kandwirthschaftl. Rechnen 2„ Rückert. Obst⸗ und Gartenbau 1„ Räckert. Feldmessen, Nivelliren und Betriebslehre. r 4„ Dr. Nücker. Planzeichnen 3„ Bauaccessist Schnitzel. Landw. Buchführnng 1„ Dr. Nücker. Geometrie. 2„ Weinel. Wiesenba 1„ Dr. Nücker. Physik 2„ Dr. Uloth. Landw. Maschinenkunde 1„ Dr. Nücker. Chemie 4„ Dr. Nucker. Thierzug tt: 2„ Dr. Nücker. Zoologie 2„ Rückert. Volkswirthschaftslehre 1 Rentamtmann Lindeck. Botanik 2„ Dr. Uloth. Landwirthschaftsrecht Kreisassessor Haas. Thierheilkunde 2„ Dr. Born. mehrere Sammlungen unterstutzt. Jeden Abend finden von 7—9 Uhr Leute im Alter von 14—20 Jahren, welche die Landwirthschaft nicht ganz undekannt sind. . Der Unterricht wird durch Excursionen, Demonstrationen, und Wiederholungs- und Arbeitsstunden unter Aufsichtseines Lehrers statt. Aufnahmefähig sind junge in einer Volksschule erreichbaren Vorkenntnisse besitzen und mit den practischen Verrichtungen der Neueintretende werden in die untere Abtheilung aufgenommen. Die Schüler des Wintercursus 1871/72 rücken in die obere Abtheilung vor, ebenso diejenigen Neueintretenden, welche durch ein Zeugniß oder eine abzulegende Prüfung als hierzu befähigt erscheinen. Das Ver⸗ halten der Schüler in und außerhalb der Schule wird strenge überwacht. Zur Vorbereitung zur Einjährig Freiwilligen Prufung wird Gelegen⸗ heit nachgewiesen. Das Schulgeld beträgt im oberen Cursus 20 fl. im unteren 25 fl. Anmeldungen können dei dem unterzeichneten Curatorium erfolgen und werden wegen der räumlichen Einrichtungen möglichst frühzeitig erbeten. Ausführliche, den Lehrplan enthaltende Prospecte sind von den Großherzoglichen Bürgermeistereien, von den Herrn Directoren der landw. Bezirksvereine, sowie von uns erhältlich und sind wir zu jeder weiteren Auskunft, gleichwie zur Vermittlung von Wohnungen, gerne erbötig. Friedberg im September 1872. Das Curatorium der Ackerbauschule Trapp, Regierungsrath. des landwirthschaftlichen Vereins für Oberhessen zu Friedberg. Lindeck, Haas, Rentamtmann. Kreisassessor. in die ersie, und die Verminderung der Zahl ihre Zustimmung ertheilen. Der neut Entwurf Eine durchgreifende Aenderung Deutsches Reich. A. Darmstadt. Die öffentliche Meinung beschäftigt sich schon vielsach mit dem Entwurf des neuen Wahlgesetzes. Wie zu erwarten, findet dasselbe eine sehr verschiedene Beurtheilung. Auch wir möchten unser Scherflein dazu beitragen. Vor Allem ist dabei im Auge zu behalten, daß man mit gegebenen Verhältnissen rechnen muß. Das neue Gesetz kann nur zu Stande kommen, wenn alle Factoren der gesetzgebenden Gewalt demselben würde schon scheitern, wenn dasselbe die Zusammen⸗ setzung der eisten Kammer wesentlich ändern, oder gar das Einkammersystem einsühren wollte. Wir halten es daher für klug, daß der Entwurf an der Zusammensetzung der ersten Kammer im All- gemeinen nicht rüttelt, sondern nur einzelne nöthige Verbesserung derselben vorschlägt. Als solche er⸗ scheint namentlich die Verlegung der Vertretung des grundbesitzenden Adels aus der zweiten Kammer seiner Vertreter. erleidet die Zusammensetzung der zweiten Kammer. Abgesehen davon, daß die 6 Vertreter des grund- besitzenden Adels aus ihr ausscheiden, beruht auch im Uebrigen die neue Zusammensetzung derselben auf durchaus zeitgemäßen Prineipien. Der Ent- wurf verleiht das Wablrecht jedem 25 Jahre alten unbescholtenen Staatsbürger, der überhaupt Einkommensleuer zahlt, und man kann daber wohl sagen, daß er damit das allgemeine Wahlrecht zur Geltung bringt. Wahlmann kann jeder Ur- wähler werden, der außerdem 40 fl. Einkommen- steuerkapital besitzt, Abgeordneter jeder Urwähler. Dem indirecten Wahlsystem gibt der Entwurf den Vorzug, weil den Wahlmännern sorgfältigere Er⸗ wägung der Verhältnisse zugetraut werden darf, als der großen Masse des Volkes und die Ein⸗ wirkung der extremen Parteien auf ste weniger zu fürchten ist. Eine sehr wichtige Bestimmung ist diejenige, daß alle drei Jahre die Hälfte der Ab⸗ geordneten ausscheidet und durch Neuwahlen ersetzt wird. Es wird dadurch die zweite Kammer in engerem Contact mit der öffentlichen Meinung ge⸗ halten, und der Regierung diese letztere klar vor Augen geführt. Gewiß sind dies höchst bedeut⸗ same Aenderungen, welche unzweifelhaft des Bei— falls werth sind. Vom Standpunkt des reinen Theoretikers ist es allerdings möglich, auch hieran Ausstellungen zu machen, allein wir halten es für weise, daß die Großherzogliche Regierung das zu erreichende Gute nicht dem unerreichbaren Besseren aufgeopfert hat. — Unterm 1. Oct. wurde der Kreisrath des Kreises Büdingen, Regierungsrath Ludwig Fol- lenius, auf sein Nachsuchen und unter Aner— kennung seiner langjährigen und treuen Dienste, der Kreisrath des Kreises Vilbel Gust av von Zangen, auf sein Nachsuchen und unter Aner⸗ kennung seiner treuen und eifrigen Dienste bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit— in den Ruhestand versetzt; ferner wurde am nämlichen Tage der Kreisrath des Kreises Schotten Dr. Bernhard Jaup zum vortragenden Rath in dem Ministerium des Innern mit dem Amtstitel als Regierungsrath, der Ministerial⸗Secretär erster Klasse in dem Ministerium des Innern, Friedrich Hallwachs zum Kreisrath des Kreises Vilbel, der Kreisassessor bei dem Kreisamte Gießen, Emil Kekuls zum Kreisrath des Kreises Büdingen er— nannt, und dem Kreisassesfor bei dem Kreisamte Mainz, Dr. Friedrich Hofmann die Ver⸗ waltung des Kreises Schotten übertragen. — Gelegentlich der Berathung des letzten Budgets stellte die zweite Kammer an die Regie- rung das Ersuchen, von den 32 Steuercommissa- riaten des Landes eines eingehen zu lassen. Die Regierung soll nunmehr entschlossen sein, diesem Ersuchen zu entsprechen und es soll daher in Kürze das Steuercommissariat Schlitz aufgehoben und der Bezirk desselben mit dem Steuercommissariate Lauterbach vereinigt werden. — Die von verschiedenen Blättern gebrachten Nachrichten von bevorstehenden bedeutenden Ver— änderungen bei den Mittelbebörden sollen, wie das„Fr. J.“ aus guter Quelle berichtet, auf Irrthum beruhen; es sollen vielmehr dahin⸗ gehende Beschlüsse nicht gefaßt, auch dahin zielende Absichten bis jetzt noch nicht geäußert worden sein. Daß neben den Personal-Reductionen bei den Ministerien selbst auch solche bei den Mittel- behörden eintreten werden, ist wohl nicht zu be⸗ zweifeln, jedoch scheint, daß das nere Ministerium den schon fast überladenen Pensionsfonds nicht noch mehr belasten, sondern die ihm überflüssig erscheinenden Stellen bei etwa eintretender Vacanz nicht wieder besetzen oder bei sich ergebender Ge⸗ legenheit die Inhaber überflüssiger Stellen ander⸗ weit verwenden will. — Laut Ministcrialverfügung ist die an dem Gr. Polytechnikum bestehende Landwirthschaftsschule aufgehoben und werden die hierdurch dispontbel gewordenen Mittel zu anderweitigen Berufungen verwendet. Diese Verfügung wird allgemein freudig aufgenommen werden. „Friedberg. Der Generalstab des 11. Armee⸗ corps, welcher, wie schon früher gemeldet wurde, im Herbste eine Generalstabsreise in der Richtung von Fulda nach Hanau und von da über Fried- berg auf Gießen vornehmen werde, ist am 3. d. und die Fürsorge der Behörden werden wetteifernd Mainz. Durch das jetzt dahier einmarschirte 117. Regiment und das Verbleiben des 1. Bat. des 118. Regiments ist die hiesige Garnison auf etwa 7000 Mann gebracht.— Die der hessischen Division zufallenden elsaß⸗lothringischen Mann⸗ schaften der ersten Aushebung soll das 117.(Leib⸗) Regiment, nicht, wie früher in Aussicht genommen, das hier verbliebene 1. Bataillon des 118. Reg. zum Einexerciren erhalten. Worms. Zu der am 2. d. stattgehabten fünfzigjährigen Jubiläumsfeier der uniirten Kirche Rheinhessens waren zahlreiche Theilnehmer von nah und fern eingetroffen. Alle Redner ohne Aus⸗ nahme betonten die Nothwendigkeit des Strebens nach einer Allgemeinen deutschen uniirten National- kirche. Die Stadt ist festlich geschmückt.— Die „Worms. Ztg.“ gibt folgenden Bericht über den Verlauf des Festtages: In der Frühe verkündigte ein vom Thurme der Dreifaltigkeitskirche herab ertönender Choral den Anbruch des Festtages. Jeder Bahnzug brachte noch Gäste von Nah und Fern. Um 9½ Uhr setzte sich der Festzug von etwa 500 Theilnehmern vom Lutherplatze aus nach der Dreifaltigkeitskirche in Bewegung. Hier wurde der Gottesdienst mit einem Choral eröffnet, worauf Herr Pfarrer Müller von hier das Altar⸗ gebet sprach. Nach dem Absingen eines Liedes durch die Versammlung hielt Hr. Superintendent Dr. Schmitt aus Mainz die Festpredigt, der als Text Ephes. 2, 13 u. ff. diente. Nach einem von der Wormser Liedertafel vorgetragenen Chor- gesange begrüßte Hr. Dr. Schröder von hier die Versammlung, der sodann noch über den Werth dieses Tages sprach. Hierauf erfolgte eine An- sprache des Vertreters des Obertonsistoriums, Hrn. Oberconsistorialrath Lintz aus Nauheim. Sodann richtete Hr. Professor Dr. Hesse, Mitglied der theologischen Facultät der Landesuniversität Gießen, einige Worte an die Versammlung, dem sodann der Director des evangelischen Seminars zu Fried⸗ berg, Hr. Professor Dr. Schwabe, folgte. Außer⸗ dem überbrachten noch der rheinhessischen Union die herzlichsten Grüße der nassauische Landesbischof, Hr. Dr. Wilhelmi aus Wiesbaden und Hr. Con- sistorialdirector Glaser aus Speyer in ihrer Eigen- schaft als officielle Vertreter ihrer resp. uniirten Landeskirchen. Nach einem von Hrn. Pfarrer Müller gesprochenen Gebete schloß ein allgemeiner Gesang die kirchliche Feier. Außer den Theil nehmern am Festzuge, welcher nur aus Geistlichen und den Delegirten der Gemeinden bestand, waren die übrigen Räume der Kirche von einer dichtge⸗ brängten Zuhörermenge gefüllt. 8 Berlin. Die„Prov.-Corr.“ theilt mit, daß Fürst Bismarck die letzte Rückäußerung des Bischofs von Ermeland vom 20. September am 23. mit der Benachrichtigung erwiederte, daß er, da der Marienburger Jubelfeier- Zwischenfall bereits der Vergangenheit angehöre, eine weitere unmittelbare Betheiligung an den Verhandlungen mit dem Bi⸗ schofe sich versagen müsse und den ganzen durch den Zwischenfall veranlaßten Brieswechsel dem Cultusminister überwiesen habe. — Das vorgenannte Blatt schließt einen Ar⸗ tikel betreffs der Nationalitätswahl in Elsaß⸗ Lothringen mit dem Ausspruche, daß mit dem 1. d. M. der bisher bestandenen Unklarheit der inneren Verhältnisse Elsaß Lothringens ein Ende gemacht sei und alle Ungewißheit über den Geltungs⸗ bereich der deutschen Gesetze und die Dauer und Festigkeit der deutschen Herrschaft aufhören müsse. Das neue, durch den Friedensvertrag völkerrechtlich Deutschland zurückgegebene Reichsland werde durch das Ausscheiden der zu Frankreich haltenden Ein- wohner in vollstem Sinne deutsches Land sein. Was an wirthschaftlichen Hilfsquellen augenblicklich verloren gehe, werde durch den innigen Anschluß an Deutschland ersetzt. Die Theilnahme der Nation arbeiten, daß die Aneignung Elsaß Lothringens auch innerlich sich mehr vollziehe und die Bevölke- in der Stärke von 19 Offizieren dahier einge⸗ troffen. Wie man vernimmt, werden die Herren von hier aus während mehrerer Tage Touren in die Umgegend unternehmen und dann ihre Reise über Gießen nach Kassel fortsetzen. 6 rung mit Freude und Stolz das Bewußtsein er⸗ lange, in volle Lebensgemeinschaft mit dem deutschen Reiche zurückgekehrt zu sein. und zwar in Dresden, bei Gelegenheit der im November bevorstehenden goldenen Hochzeit des sächsischen Königspaares stattfinden. 2 interessante Darstellung und sachverständige Kritik des neuen französischen Wehrgesetzes. Der Ver⸗ fasser, Oberst z. D. Borbstädt, siellt als Resultat seiner Betrachtung die Behauptung auf, daß Frank⸗ reich nach 9 jahriger Wirksamkeit dieses Gesetzes im Stande sein wird, eine sehr solide zusammen⸗ gesetzte Feldarmee von mindestens 1 Million Streiter aufzustellen, und auch thatsächlich ins Feld zu führen. Die Mahnung, mit der er im Hinblick auf die Revanche ⸗Gelüste jenseits der Vogesen seine Mittheilungen schließt:„es könne keinen größeren Fehler geben, als wenn wir unstken Gegner unterschätzen wollten“, vürfte nach eller solchen Wahrnehmung allerdings ihre vollständige Berechtigung haben. a Halle. Der Kirchentag hat eine Petition an den Kaiser um Zusammenberufung der Ver⸗ beschlossen. Eine Beschlußfassung über die Civil⸗ ehe wurde abgelehnt. 168 Osnabrück. Zu dem bier stattfindenden Protestantentage sind äußerst zahlreiche Delegirte aus allen Theilen Deutschlands, sowie Vertreter aus Holland und Oesterreich eingetroffen. In der Sitzung des engeren Ausschusses, welcher aus Bluntschli(Heidelberg), Schwarz(Gotha), Schiff⸗ mann(Stettin), Lammers und Manchot(Bremen), Ohly Darmstadt ꝛc. besteht, wurde beschlossen, den Sitz der Vereinsleitung in Heidelbetg zu belassen. Neugewählt wurde in den Ausschuß der Reichs tags⸗ Abgeordnete Meyer(Thorn). Die egent⸗ lichen Verhandlungen begannen um 10 Uhr in der Katharinenkirche. Buntschli führte das Präst⸗ dium und eröffnete die Sitzung durch eine er⸗ greifende Rede. Der Festgottesdienst fand unter Realschulgebäudes statt. Pfarrer Schröder(Frei⸗ rachdorf) hielt bei dem ersten, Heinrich Lang (Zürich) bei dem zweiten Gottesdienst die Predigt. Kassel. Die„Hessischen Blätter“ versichern entgegenstehenden Gerüchten gegenüber, daß weder Seitens des Königs von Hannover noch Seitens des Kurfürsten von Hessen„auch nur das Aller- mindeste geschehen sei, um gelegentlich der Kaiser Zusammenkunft für ihre gerechten Ansprüche mög⸗ licher Weise etwas zu erreichen.“ Seitens des Kurfürsten schon deßhalb nicht,„weil er auf seinem vollen und ganzen Recht bestehe und darum selbst eine Aufforderung, als Mitglied des jetzigen deutschen Reiches seinen Thron wieder einzunehmen, zurück⸗ weisen würde.“ Fulda. Die ultramontane„Deutsche Reichs zeitung“ bestätigt nun auch die Mittheilung, daß in der letzten Bischofsconferenz ein die kirchlichen Wirren beleuchtender Hirtenbrief redigirt worden ist. Es wird ferner als richtig bezeichnet, daß die Redaction des oberhirtlichen Erlasses ausschließlich preußischen Bischöfen übertragen worden sei. Die Veröffentlichung desselben dürfte in den nächsten Tagen zu erwarten sein, sobald der Druck fertig gestellt ist, so daß die Publication in allen Diö⸗ cesen gleichzeitig erfolgen kann. 15 Nürnberg. In der benachbarten Stadt Fürth ist es gelegentlich der Kirchweihe zu be⸗ deutenden Excessen gekommen, so daß Militär von hier requirirt werden mußte. Dem Einschreiten desselben gelang es, die Ruhe alsbald wieder herzu- stellen. Zahlreiche Verhaftungen fanden statt. Landau. Professor Michelis von Braun⸗ berg hat dahier einen zweistündigen Vortrag in der Aula der lateinischen Schule vor einem dicht gedrängten Publikum gebalten. Das Thema des Vortrags war: Die Unhaltbarkeit der Unfehlbar⸗ keitslehre mit Beziehung auf die Stellung des Bischofs Haneberg. eee Der„Karlsr. Ztg.“ wird von bier geschrieben:„Der Oberpräsident von Elsaß⸗Lothringen hat die bedeutende Summe von — Die„Frst. Pr.“ schreibt: Nachdem der König von Bapern es beharrlich abgelehnt, hier 350.000 Francs als Unterstützung der während des Bombardements der Stadt schwer verletzten, in Berlin zu erscheinen, wird nun doch auf neu⸗ 9 tralem Gebiete eine Zusammenkunft mit dem Kaiser, tretung sämmtlicher evangelischen Kirchen des Reichs lebhaftem Andrange in der großen Aula des 5 nubem piesen Zabl chießn e — Das„Militär- Wochenblatt“ enthält eine ntdith 1 icht Die der F Ihnen Saale biesige dine fammt Absicht Gezieh besond 6 wird meldet das 18 M von k der e kegeln des A cher U * der Nen 1 dent lang u dir dusche irn mag ae Art pellzz veltanz ant rich Aung der Je den des Nut 2 Letr dit C ag r fanfremze turch eint c ui sn In er Urls des rüber(Fri ⸗ beictich Lang d dit Prerigt ter“ derftchen u, daß pid noch Seiten dt dat Alm 0 det Kala ziptüche ui Seitens del ier au tintg 2 tatun fit igen dune ban, nit deaf K nlangz daß 7 1 nittt her 1½ PCt. erreichen. unbemittelten Einwohner aus Landessonds ange ⸗ wiesen. Nach den angestellten Erbebungen ist die Zabl der Personen, welche in Folge der Be⸗ schießung beschädigt wurden und hierdurch einen sleibenden Nachtheil an ihrem Körper erlitten, ziemlich groß.“ Straßburg. Wie man der„K. Z.“ schreibt, waren bis zum 1. Oktober Erklärungen für die französische Nationalität abgegeben worden für 4750 Personen, was circa 5 pCt. der Ge- sammtbevölkerung ausmacht. So weit man es aber heute berechnen kann, wird die Zahl der thatsächlichen Auswanderer nur 1, höchstens Für Metz nimmt man 5, für Mühlhausen 4, für die andern Städte ½—2 und für das Land im Durchschnitt ½(Elsaß) dis 1(Lothringen) pCt. der Auswanderung an. Ausland. Frankreich. Graf Arnim kehrt nächsten Sonntag nach Deutschland zurück, um dort den Rest seines Urlaubs zu verbringen. Am Tage zuvor wird, der Botschafterath Wesdehlen auf feinem Posten in Paris wieder eintreffen, um die Vertretung des Botschafters zu übernehmen.— Das„Journ. officiel“ veröffentlicht ein Dekret, durch welches die in Straßburg bestandene nedieinische Facultät sowie die höbere pharmaceu⸗ ische Schule nach Nanch verlegt werden.— Thiers soll zu einem hervorragenden Mitgliede der Finanzwelt geäußert haben:„Ich kann mich Ihnen dafür verbürgen, daß unsere diplomatischen Beziehungen mit aller Welt ausgezeichnet sind. besonders aber mit Deutschland und Italien.“ Großbritannien. London. Der„Times“ pird aus Konstantinopel vom 30. September ge⸗ neldet: 3000 Montenegriner griffen am 27. Sept. vas türkische Dorf Rolaschini an und tödteten 18 Muselmänner. Die Pforte verlangt telegraphisch von dem Fürsten von Montenegro die Bestrafung der Schuldigen sowie die Vorkehrung von Maß- segeln, welche geeignet wären, die Wiederholung ves Angriffs zu verhindern, widrigenfalls die tür⸗ ischen Truppen vorgehen würden. D. Bad⸗Nauheim. Am 2. Oct. fand im Fritz'schen Saale dahier eine sehr zahlreich besuchte Versammlung des siesigen Kur⸗ und Verschönerungsvereins statt, in welcher ne Liste aufgelegt wurde zu einer Petition an das Ge⸗ ummtstaatsministerium um endliche Aufklärung über die Ebsichten, welche die Regierung mit Nauheim vom Jahre 873 ab eigentlich hat. Die Petilion wurde sofort von arca 80 Anwesenden unterzeichnet und wird bei allen Ein⸗ wohnern circuliren, um als wirksame Unterstützung unserem Ubgeordneten Curtman zu dienen bei der Verhandlung über seine bereits bekannte Interpellation. Frankfurt. Ein von den Stadtverordneten be⸗ hlossener Antrag, in Berlin Schritte zur Erhaltung der lfiesigen Lotterie zu thun, wurde von dem Magistrat abge⸗ lehnt, weil ein solcher Antrag vollständig aussichtslos sei. Frankfurt. Am Samsiag Morgen kam ein Mädchen tom Lande mit einem Kinde auf dem Arm nach Frankfurt. Luf dem Wollgraben traf sie einen müßig dastehenden auer, trat auf ihn zu und bat ihn, das Kleine einige Lugenblicke zu hallen, während es in einem näher bezeich⸗ neten Hause eine Commission besorgen wollte. Der gul⸗ wüthige Alte ging auf die Bilte ein und harrte bis 11 Uhr auf die Wiederkehr der Mutter. Jetzt wurde es ihm lange; er fing an unruhig zu werden und begab sich in ins Haus, die Mutter suchend. Dieselbe war jeboch nir⸗ tends zu finden; sie war durch eine Hinterthüre in eine andere Straße verschwunden. Der Bauer schleppte nun ius mutter⸗ und elternlose Würmchen auf die Polizei, velche einstweilen den Findling in Verwahr nahm. Die Elabtgemeinde Frankfurt aber hat, wenn die Mutter nicht euldeckt werden sollte, für die Erziehung des Kindes zu urgen. e b Offenbach. Die hiesige Maschinenfabtik der Herren Gebrüder Heim erhielt auf der Moskauer Industrie⸗Aus⸗ sellung für ibre Dampf-, Hobel- und Schneidmaschinen, Aressen und Wagenachsen bie goldene Medaille. Aus dem Rheingau. In Winkel bat das als Echwester im Mutterhaus zu Moselweiß weilende, Fräulein Gergens 9½ Morgen im„Dachsberg“, eine der besten Weinbergslagen dasiger Gemarkung, für 31,500 Gulden verkauft. Durch den Eintritt genannter Dame in jenes baus sind nach der„Elbf. Zig.“ demselben eiwa 350,000 Culden zugeflossen.„Solche Schwestern müssen wir aben“ ꝛc. ö Ems. Am letzten Samsiag ttat in Bad Ems der g oße traurige Moment ein, in welchem die Spielbank, „er Gewalt wichend“ für immer ihrem Dasein ein Ende Agachte. Viele Ltute waren herbeigeströmt, um den gierigen Jachen zum letzen Male nach Gold schnappen zu sehen, velleicht auch aus treuer Anhänglichkeit ihm einen Obulus nit auf den letzten Weg zu geben. Man harrte gespannt br Dinge, die da kommen sollien. Die Erwartung war um so größer, als die vorhergehenden Tage ein Schau⸗ Fa Knalleffecten in sichere Aussicht stellten. Am onnerstag hatte nämlich ein Spieler Geld weggenommen, welches ein anderer Spieler gesetzt zu haben behauptete, der dem Eisteren deßhalb einige Ausdrücke, wie Dieb, Schurke ꝛc. ins Gesicht warf. Dieser wird rasend, will ihn ohrfeigen, was wegen des großen Gebdränges nicht geht, und ruft wüthend:„Mein Herr, wie können Sie wagen“ ꝛc. Darauf sagt der Beleidiger ganz ruhig:„Von Herten ist hier überhaupt keine Rede“, worauf allgemeine Heiterkeit. Am folgenden Tage betrug sich ein Employs unanständig gegen den Fürsten Galliziu, worauf dleser ihm eine tüchtige Ohrfeige applicirte. Nach diesen Vorspielen ließ sich allerdings etwas Außerordentliches für den Schluß krwarten. Die Neugierde wurde aber schmählich getäuscht. Es ging Alles ganz ruhig her und nachdem„le dernier coup“ gemacht war, fetzte einer der Spieler— seinen Cylinderhut auf die Drehscheibe und der weltgeschichtliche Act war vorüber. Karlsruhe. Ein seit vielen Jahren hier lebender, sehr wohlhabender russischer Schriftsteller, von nahe 80 Jahren, wurde bei Tagesgrauen angekleidet in nächster Nähe seines Hauses erschlagen gefunden. Die alsbald au⸗ gestellten Recherchen ergaben sosort, daß es sich um einen Mord handelt. Man fand, daß derselbe in seinem Bert getödtet, dann entkleidet, neu angekleidet und auf die Straße geschafft worden war, wahrscheinlich um die Ver⸗ muthung zu erwecken, daß er spät heimkommend von einem Schlaganfall getroffen worden sei und beim Niederfallen sich schwer verletzt habe, oder auch, daß er dort von irgend wem ermordet worden sei. Als der That dringend ver— dächtig wurde alsbald der Bediente des Ermordeten ver⸗ haftet und bat derselbe die That bereits eingestanden. Aus Baden. In dem zu dem Amtsbezirke Karls⸗ ruhe gehöcigen Ort Liedolsheim sind in der Nacht vom 30. Sepiember auf den 1. October 40 Gebäulichkeiten abgebrannt. Berlin. Die Zahl der bei dem jetzigen Quartal— wechsel umgezogenen Wohnungsinhaber wird von maß⸗ gebender Seite auf 22— 25,000 geschätzt. Der Umzug erfolgte in der größten Ordnung. Die Baracken wurden dis auf wenige, welche bis zum 7. d. Frist erhielten, von den Bewohnern derselben selbst eingerissen. Landwirthschaftliches. Zur Vertilgung der Mäuse. Da auf Grund irtiger Ansichten über die Mäufe wenig oder gar nichts zu ihrer Vertilgung gethan wird, so dürfte es nicht über⸗ flüssig sein, an der Hand der Nalurgeschichte und Er⸗ fahrung jenen zu begegnen. Die Maͤuse wandern nicht zu. Die Thatsache, daß, obschon im Frühjahr nur einzelne Mäuse vorkommen, aber bei oder nach der Ernte sich plötzlich Millionen zeigen, erklärt sich einfach aus der großen Vermehrungs fähigkeit. Unter jeder Mäuseschaar sind nach vielseitiger Ermittelung 75 pCt. weiblichen Ge⸗ schlechts. In der Regel wirft die Muttermaus von März ab alle 4—6 Wochen durchschnittlich je 10 Junge; die Weibchen dieser Erstgeburt gebären im Alter von 8 Wochen je 10 Junge. Diese Vermehrung schließt beim Eintritt des Winters, Ende October ab. Die gesammte Nach— kommenschaft einer Muttermaus vom Frühjahr ab ist sonach auf jährlich 10,000 Stück anzuschlagen. Die Ver⸗ tilgung dieser schädlichen Nachkommenschaft in dem Laufe des Sommers durch Raubthiere, durch plötzliche heflige Regen— güsse und durch andere Zufälligkeiten ist in dem Vergleich zu der immensen Vermehrung unbedeutend, so daß es nicht auffallend sein kann, wenn plötzlich auf einer Flur nach der Aberntung Schaaren von Mäusen sichtbar werden und nun mit Heißhunger über Klee- und Saatfelder her— fallen. Die Raubvögel vertilgen sie nicht in der Art, daß dieses durchgteisend wäre. Heftiger und starker Regen, der die Erde sätligt und die Höhlen füllt, kann sie tödlen; aber selbst langanhaltender Regen, der dlese Bedingungen nicht bat, schadet ihnen nichts. Wenn lrotzdem Mäuse ihre Höhlen verlassen haben, so ist's gescheben, weil der Regen ihre vor dem Eingange lagernden Excremenie er— 15 weicht und in die Höhle geflößt hat, welche Unxeinlichkeit] sie nicht vertragen können. Der schärssse Frost oder lieser Schnee können diesen Wühlern wenig anthun. Bei tiefem Schnee bauen sie sich aus Gras und Gerreidestoppeln warme Nester und wohnen darin bis zum Frühjahr recht gemüthlich. Bleibt der Schnee zu lange liegen, so graben sie bis an die Ufer Tunnel. Bei nicht allzu tiefem Frost aber finden sie ihte Nahrung an den Kleewurzeln. Nur in dem Fall, wo reichlicher Schnee plötzlich schmilzt, das Wasser in die Höhlen dringt und dann starker Frost durch Eisbildung und Glatteis die Mäusegänge derart ver⸗ schließt, daß den Bewohnern der Zutritt der Lebensluft abgeschniten ist, kann die Winterkätte sie verheeren. Zur Vettigung der Mäuse ist also die Thätigken der Menschen hauptsächlich geboien. Literarisches. Das October⸗Heft der„Musikalischen Welt“(viertel⸗ jährlich 54 kr.) enthält: Ausgabe A. Clapierstücke. Theodor Giese, Stilles Sehnen. Nocturne.— Carl Oberthür, Abschied.— Albert Jungmann, Husaren⸗Abschied. Reiterlied.— Renaud de Vilbac, Pompadour. Gavotte. — Joseph Rheinländer, La Coquette. Mazurka de Salon. — Franz Behr, Par Force. Galop slsganl. Musikallsche Rundschau.— Ausgabe B. und 0. Lieder für bohe resp. liefe Stimme. Rich. Gence, Auf Nimmerwiedersehn.— Heinrich Neeb, Der Flüchtling. Ballade.— Wilhelm Taubert, Schön Margot.— F. X. Chwatal, Testament. — A. Schulz, An Dich.— Heinr. Stiehl, Ungestilltes Sehnen. Musikalische Rundschau. Preisen bel Landwirthschaftliche Ausstellung zu Friedberg. So möchten wir diefelbe nennen, denn sie umfaßt alle Produkte und Fabrikate der Land⸗ wirthschaft. Das Comite jenes Unternehmens hat in seinen Bekanntmachungen eine Aus⸗ stellung versprochen, die„interessant, lehrreich und schön“ sein solle. Diese drei Aufgaben sind äußerst raschend gelöst. Schon heute, am letzten bereitungstage, konnte man sich davon über— zeugen. Männer, welche die Mainzer Aus⸗ stellung gesehen und dort sehr befriedigt waren, meinen, es sei in der Friedberger Ausstellung auf einem kleinen Raume verhältnißmäßig mehr geboten. Es haben in der Friedberger Ausstellung geschickte Hände und kunstverstän— diger Sinn gewaltet. Unser Mitbürger, Herr Supp, insbesondere hat sich in Decorationen und Gruppirungen wahrhaft übertroffen. Und welch ein Reichthum an Produkten der Wetterau zeigt uns die Friedberger Ausstellung! Das Getreide aller Art ist herrlich, die Wurzelge— wächse sind kolossal und die vielen schöͤnen und guten Sorten Aepfel und Birnen lachen einen wahrhaft an. Am Eingange zur Ausstellung stehen zwei Kornhaufen, wie um die Wacht zu halten über alle diese Herrlichkeiten. Die Aus- stellung gibt uns eine vortreffliche Gelegenheit, den Reichthum an Gute und Mannigfaltigkeit der Wetterauer Landwirthschaft zu sehen, Ju beurtheilen und zu bewundern. 0 Auch auf das Grasherbarium des Schul⸗ lehrerseminars ist hervorhebend aufmerksam zu machen. Dasselbe gefällt allgemein. Ferner wird die ausgestellte plastische Obstsammlung der Ackerbauschule viel Beifall finden. Kurz, das Ganze ist eine großartige Ueberraschung. Wer es doch nur einigermaßen möglich machen kann, der versäume nicht, die Ausstellung zu besuchen! Hoffentlich wird uns künftig eine solche jedes Jahr geboten. Denn nicht nur interessant, lehrreich und schön, sondern noch etwas Anderes sind Ausstellungen von Pro⸗ dukten der Landwirthschaft. Und dieses Andere wird durch die in der diesmaligen Ausstellung sinnig angebrachten Worte nach Schiller au⸗ gedeutet: Von der Stirne heiß Rinnen muß der Schweiß, Soll das Feld den Landmann loben! Doch der Segen kommt von oben. über ⸗ Vor⸗ Verloosungen. Wien, 1. Oct. Sei der beute stattgehabten Ziehung der Crediiloose fielen auf Serie 2093 Nr. 58 200,000 fl.; auf Serie 1033 Nr. 33 40,000 fl.; auf Serie 2856 Nr. 8 20,000 fl. Es wurden ferner gezogen die Serien: 463 560 2052 2111 2634 2915 2999 3374 3422 3859 4001 4064. n- und Verkauf 1744 von Staats Papieren, Aulehens⸗ lobsen, Coupons zc. ꝛc. unter Zusicherung rreller Gedienung. zriedderg. J. A. Nauheim. Gelid Cours. Frankfurt am 3. October 1872. Preußische Friedrichsd'or. fl. 9 58—59 Piet een. 9 40—42 Holländische fl. 10⸗ Stücke„9.5355 Ducaten—.„ 5384-36 Ducaten al marco. nn 20⸗Frankenstücke 9 21—22 Englische Sovereigns% 11 47 49 Russische Imperiales.. 9 42—44 Dollars in Gold.. i 2 25— 26 Ein einspaͤnniger Wagen 2723 steht zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. * 0 N* Uegenschirme 0 67 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen K. Friedrich neden der Post. Nauheimer Tei 2794 Sonntag den 6. und Montag den 7. Oktober zur Feier der Kirchweihe Tanzmusik. E. Kramm. Ergebenst ladet ein PP chhaus. 7 2 2 70. Freiwillige e 5 95 Gürgerfeuerwehr. 9 Bad: N i vue zu ad: auheim. 2802 Samstag den 5. Aug ust, Abends auf die 2753 Sonntag den 6. 4 den 7. d. findet in den i alten Kurhauses eee eee 1 0 1 ang 4 1 an z mu s i 0 bel statt, wozu ergebenst einladet 5 Turnerfeuerwehr. Fr 3 Saämmtliche Manuschaft! P. Kröll. 2798 Samstag den 5. d. M., Abends 1 * 1— b 4 8 ö 0 5 8 Uhr, W 3. 0 1 niform. N ötel Iburg in Bad⸗Nauheim. r 2763 Zur Feier der hiesigen Kirchweihe findet nächsten Sonntag und Montag gut besetzte 0 4 nale Tanzmusif in meinem Saale statt, wozu ich ergebenst einlade. 8 8 Kir ch w eih fest J) 80 Schwertzell. g 2 S. zu Bad⸗Nauheim. 9 7 273 Von Sonntag den 6. Oktober an wird auf meiner solen e 5„ a d 8 N a u h E 1 m 0 2 Agewabt ae ausgekegelt, wozu freundlichst der 487 2751 Zur Feier des Kirchweihfestes Sonntag den 6. und Montag den 7. d. einladet H. Aletter, zur Waldlust. f 10 f 7 2792 Zur geler der blesigen Kirchweihe wird auf meiner weil ber F ferliodtichs 1 T a n 3 m u I 1. Ferit Kegelbahn nächsten Sonntag Fri. Ob 5 5 ein Hammel ausgekegelt, 2 J zu welchem Vergnügen ich hiermit er ebenst einlade. 5 st⸗ d. Ausstellung zu Friedberg r eee eee, 2791 von Freitag den 4. bis zum Donnerstag den 10. Oktober im Saale zu den drei eee 1 2 Schwertern. Sonntag den 6. Oktober Preisvertheilung. Donnerstag den 10. Oktober Ver⸗ N E 1 i Geh 1 Eintrittspreis 6 kr. Karten für die Dauer der Ausstellung 24 kr. Ein Ziehungs⸗ a ch 11 ch w 2 hfe renden 15 f Tisch 1. i f 8 f. zu Fauerbach b. Fr. . 0 N 1 und zu lebhafter Betheiligung freundlichst ein. 2793 Sonntag den 6. October it del mir Tanz 0 g den 3. tober 1872. a musit anzutreffen, wozu ich höflichst einlade. i. Die Ausstellungs⸗Commission. C. Heller. iu 5 2 1 5 feli Herbst⸗Façon in Kirchweihfest il d Sei i f 2. d in Bruchenbrücken. 1 2786 Fi 3. un el enhüten 5 Sonntag den 18. den 1 1 9 j 0 ndet in dem neu erbauten Saale„Zur deutschen Ein“ aller Art in großer Aus wahl empfiehlt Konrad Schmidt nächst der Burg. beit. aug eee ee flat. 7 irg. Für aute Speisen und Getränke wird 3 gesorgt, 7 9 Das Neueste 4 wozu höflichst einladet F. Scheuner.. — f 1 in f Ik upu en d börse n 50 5 5 roductenbörse und Palatins zu reellen Preisen bei K. Friedrich neben der Post. 3 Friedber on Großes 2755 Soantcg den ö. October, Nacmiags 3 Uhr, 8s 9 0 Wi fiadet die Donnerstag den 10. October. interschuh-Lager Auskegelung eines Hammels 1 75 Den schönen, großen Seminarkeller hat zu 05 33 272 den geringsten bis zu den feinsten Sorten 49 i e—— 3 5 5** n, — eee ee 5 Kirchliche Anzeigen für Jticdberg. e 2 Be gkl en! Verloren Evangtlischt Gemtindt. Wwe 5 4 Aae 1 1010 de auf e von Pfarramiswoche: Herr Pfarrer Köhler. 1 10 2402 fels frisch von der Mühle bei 4900 ach Friedberg. em Finder eine Belohnung. 19. Sonnta Trinitatis. tie . Abzugeben bei Küf ˖ Ä g nach Trini Wilh. Fertsch. pitivpe 15 ile. u Assenheim oder Georg] Gottesdienst in der Stadtkirche! IL S 1775 3 i b ˖ 5 Mee 47 5 1 Mit 1 85 Schaub von 1 achmitiags: er itpredig ö TL. choii 2797 12 2 2 5 8 1 17565„ g 796. 5 i bedr ee„Mörschardt. Gottesdienst in der Burgkirchen: h 8 15 e 1 11 Sattler und Tapezirer. Vormittags: 1 5 Pfarrer Köhler. dll rflen straße balten.. erich — n 1 Sehwarze Sternnadeln gatholischt Gentinde. Lich u vermiet en 3 und Diadem zu Kopsputz 30 f Hoffeld en Samstag um 5 Uhr Nachmitlage Beichte. 11 g a 20. Sonntag nach Pfingsten. dur 2805 eine Wohnung(gegenüber der Burglirche), be. Ge. u eh t No senkranzfest. 1 l 95 aus 5 Zimmern, Mansarde, Küche ze. Näheres 2804 wird eln ordentlichts Dlenßmädchen zum als⸗ Vormittags: 10 Übr Hochamt mil Segen und Predigt. Wal et Trapp& Münch. baldigen Eintritt. M. Philippi, Hosconditor. Nachmittags: ½2 Uhr Veeper und Segen. eng —. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen— Einen Eichstamm 2774 Aus Großb. Schullehrer⸗Seminar⸗Baumschule] Morgens ½8 Uhr. 1— 2780 142 Cubiffuß enthaltend bat zu Agne e oe eee e 155 2 tw. Red 110 0 3 e Zwet 5 5 2 i 65 Friedrich Schäfer, Messerschmied. aeg ace 9 0 Druck Aid dene 5d Wie 1 0 U (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 40 und eine Beilage.) ili F Beilage. Güter- Verpachtung. 2697 Die nachstebenden, dem Dospital zum heil. Gelst un Friedberg gebörlgen Grundflücke, als: Gemarkung Friedberg. 1) Flur 11 Nr. 234= 429 OAlftr. Acker im Lachen⸗ feld, m 3„ 12„133= 299„ der Biehtrieb, * 3)„ 13„ Na3idg„ SGroßgalgenfeld, 1 5„ 13„192= 259„ desgleichen, „ 15„ II 2275„ das Usafeldchen. Gemarkung Od stadt. ehr 6) Flur 10 Nr. 119= 80 U◻Oaiftr. A im a N ied. urn velche seilber Joseph Oed II. im Pacht batte, sollen det pe 5. 8888 von 11 Jahren, ven Petritag 1873 bis Nartint 1883, Montag den 7. Oktober, Vormittags 10 Uhr, 3 zuf dem biesigen Ralhhause an die Meiftbietenden ander kuerweht peit verpachtet werden. — Frtedderg den 21. September 1872. N. 1 ee, Bürgermeisterel Friedberg. n t. N. Um o uc ar. der Tumbelt C 8 n Güter ⸗ Verpachtung. zt 396 Die nachstehenden, dem Augustiner Schulfond 3 Fiber gehoͤrigen Grundstücke in der Gemarkung c edberg: 5 0 fes 1) Flur 7 Nr. 28= 398[OJKiftr. 05 kleinen 5 artfeld, 1 2)„ 14„ 79,3294 Acker im Groß ⸗ beim. 3)„ 14„ 79,6 8294]„ galgenfeld, „n e len auf die Dauer von 5 Jahren, vom 11. Novem⸗ , ben ent de 1872 bis dabin 1877. „ur Da Montag den 7. Oktober, Vormittags 10½ Uhr, 14— 4 af dem hiesigen Rathhause an die Meistbtetenden ander⸗ t ed e in eit verpachtet werden. Friedberg den 21. September 1872. gektgelh Großherzogliche 8 Friedberg. o ue ar. be u.,. Mobiliar ⸗ Versteigetung. n En. 299 Dienstag den 8. Oktober d. J., Vormittags grich eib. Uhr, sollen in Folge landgerichtischen Auftrags vom —— F. September d. J. in der Behausung des C. F. 177 s(t Falz dahier die noch zu dessen Schuldenwesen ge⸗ K frenden Mobiliargegenstände, als: Tische, Stühl 98 ttstelle Portraits, Spiegel 1 1* E n, 1„„ 13 Bettwerk, Weißzeug, vetschiedene Rouleaux, eine % t Te Wanduhr, cine Partie Flaschen, eine Steigleiter, J erlebt. eine alte Treppe, eine Pfuhlpumpe, wel Wasch⸗ C. Holler, kessel, sowie sonstige Haus- und Küchengerälhschaften —ĩ— Feentlich meistbietend verfsteigert werden. — Frledberg den 25. September 1872. 0 0 E Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. ere. + — 2 4 7 N 7 32 dane e Ar ˖ 7 nzeige. ee ee As Nächsten Montag den 7. d. M. wird in biesiger 1 eur: Sladt ein Vieh- und Krämer Markt abgehalten werden. 7. L dies wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. de Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden 2 1 dne werden ersucht, dles in ihren Gemeinden ver⸗ U böt üsintlichen lassen zu wollen. Bad⸗Nauheim am 1. Oktober 1872. Groß berzogliche Bürgermeisteret Bad⸗Nauheim. S erg 164 i chu t t. 0 Oetelt Güter ⸗ Verpachtung. a 1 2064 Mittwoch den 9. Oktober d. J., Vormittags artellit gbr, werden in blesigem Nathhause die zur ersien eee. Nerretl gehörenden Güterstücke in den Gemarkungen Ferbach b. Fr., Ockftadt und Friedberg, welche un⸗ m elbar nach der diesjährigen Erndte leihsällig werden, aderweit auf 9 Jahre nochmals öffentlich parzellen⸗ N nie verpachtet. * rledberg den 1. Oktober 4872.„ 1 Der Großherzogliche Beigeordnete en. 1 Stelnhäußer. 2 t 7 Aufford un: ufforderung. * 25 Die am 1. I. M. fällig gewesenen Hotzgelder tit die blanen 14 Tagen von heute an zu bezahlen, gegenfalls 576 dis gerichtliche Verfahren eingeleitet werden wird. Inet Glafadt den 27. September 1872. Gräfliche Forsikasse daselbst. „ gurchsichtige Glycerinseife! — in · anerkannt bestes Mittel zur Verschönerung der 3 150 bit, empflehlt in Stücken zu 4. 6. 9. 10. 12. 18 kr. 2 Wilb. Fertsch, aer. Jberhessischer Anzeiger.. Das Kleider Magazin a von E. F. Schleuning in Friedberg offerirt in frischer Auswahl zu reellen Preisen: Winter⸗Ueberzieher, Säckchen, Schlafröcke. Hosen, Westen, gewebene Röcke und Kamisöler, Unterhosen, Hemden, Socken, Gamaschen, Kittel, Halstücher, Hosenträger, waarenfach einschlagende Artikel. Für Kunstfreunde. 2738 Die große Sammlung von Kunffwerken, bestehend aus interessanten und werthvollen Original⸗Oel⸗ gemälden zc., welche sich in der Kunfihalle im Palmengarten in Frankfurt a. M. zu einer Ausstellung vereint befindet, wird mittelst Verloosung am 18. Oktober 1872 zur Vertheilung gebracht. Das ausführliche Programm nebst Verzeichniß der Kunfswerke wird an Jed ermann gratis und franco überschickt. Der Erlös aus diesen Kunstwerken ist Wohl selten dürfte fi Joppen, Unterjäckchen, wollene sowie auch alle in das Kurz⸗ 2750 ouf gefl. Verlangen zum Besten des Baufonds zur Errichtung eines Künstlerhauses bestimmt. ch eine schönere Gelegenbeit bieten, um in den Besitz von Kunfiwerken zu gelangen. Die Künstler⸗Gesellschaft in Frankfurt a. M Beslellungen auf Loose à 1 Thaler find zu richten an unser Vorstandsglied Herrn Otto Cornill Frankfurt a. M. Die Ziebungslisten und Gewinne werden den Thellnehmern pünktlich Peirce f 125 Vorschuß- und Credit-Verein Zu Flicdberg. (Eingetragene Genossenschaft.) 2631 Wir empfehlen uns zum An- und Verkauf von Staats papieren, Aetien, Prioritäten, Loosen, Eoupons zc., zum An- und Verkauf, sowie zum Inkasso von Wechseln auf allen in, und ausländischen Plätzen unter Zusicherung prompter Be— dienung und billiger Provissonssätze. „* Der Vorstand: Fr. Hecht. Ermus. Selters⸗ und Sodawasser 2634 aus der Mineralwasser⸗Anstalt von Jullus Zeiße in Marburg empfiehlt in stets frischer Füllung zu den billigsten Preisen E. Th Kranz in Friedberg. C Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft. Directe Post-Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG& NEW-I0RK vermittelst der Post⸗Dampfschiffe Frisia, Mittwoch, 9. October. Germania, Sonnabend, 26. Oct. Westphalia, Minwoch, 16. Oct. Thuringia, Miuwoch, 30. Oct. ö Holsatia, Mittwoch, 28. October. Hammonia, Sonnabend, 2. Nov. Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Crt. Nihlr. 165, Zweite Cajuute Pr. Crt. Rthlr. 100, Zwischendeck Pr. Cri. Niblr. 58. Näheres bei dem Schiffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Hamburg, sowie den allein für das Großherzogthum Hessen zum Abschluß von Ueberfahrtsver⸗ trägen concesstonirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie F. J. Bothof in Mainz (früher Carl Racké& Cie.) Friedberg bei Chr. Hecht. 0 Morgens. Morgens. * 25 det allerneuesten Construksion, ganz von Schmiedeetsen gebaut, sehr leicht gehend, von fl. 95. oder Thlr. 54½. 8 4 an empfehlen unter Zlähriger Garantie und lAtägiger Probezeit Ph. Mayfurili ꝙ Comp., Frankfurt d. M., Jaumweg Ur. 7. Beschreibungen und Abbildungen auf Wunsch franc und gratts. 2031 1 8 6 7. lun ussusog Die beliebten Stollwerck'schen Brust-Bonbons aus der Fabrik des Hoflieferanten Franz Stollwerch in Köln a. Rh. gegen Husten, delserkelt, Verschleimung c. bringe in empfehlende Erinnerung. J Hilligß bei .) 60. 6. — Lorseten& Cxinolines Fe 8 f K. KE neben der Poss. N Stets vorrätbig in Friedbert bei Wilh. Fertsch. 663 Bekanntmachung. 2769 Heinrich Griedelbach, Andreas Mörler und Kasper Lang zu Ockfadt beabsichtigen die An⸗ lage einer Zeldbacsteinbrennerel auf dem Grundsiüick Flur XII. Nr. 213,3, Gemarkung Ockstadt. Plan und Be⸗ schrelbung liegen in unserer Registratut den Interessenten zur Einsicht offen und find Einwendungen gegen das prosectirte Unternehmen binnen 14 Tagen bei uns vor- zubringen. Friedberg am 27. September 1872. este Krelsamt Frledberg. a p r 05 Main⸗Weser⸗ B ain⸗Weser-Bahn. 2779 Es sollen die sämmtlichen Bauarbeiten zur Her⸗ ftellung von 3. Dienflwohngebäuden auf den Slattonen Grob Karben, Bonames und Bockenheim einschlleßlich Lieferung aller Materialien im Ganzen oder im Ein⸗ zelnen öffentlich verdungen werden. f Die Offerten find portofrei und versiegelt mit der Ausschrift:„Submission auf Erbauung von Dienstwohn⸗ gebäuden auf den Statlonen Groß Karben. Bonames und Bockenheim“ bis zum Submisflons-Termin am 17. October d. J., Vormittags 11 Uhr, bei der unter“ zeichneten Betriebs⸗Inspecllon zu Frankfurt a. M. ein⸗ zurcichen, woselbst auch die Zeichnungen Koslen-Anschläge und Bedingungen eingeseben und die Submissions-For⸗ mulare in Empfang genommen werden können. Frankfurt a. M. den 30. September 1872. Köntgliche Betriebs- Inspectlon. Heyl. Schaafpferch⸗Versteigerung. 2782 Montag den 7. Oetober d. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, sollen in biesigem Rathbause 10 bis 15 Schaaspferche, welche den 7. October d. J. ihren Anfang nebmen, öffentlich meistbietend verfleigert werden. Frtedberg den 3. October 1872. Großberzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fouc ar. Hafer Lieferung.: 2781 Montag den 7. October d. J., Vormit⸗ tags 11½ Ubr, soll in hiesigem Rathhause die Lieferung von 15 Malter Hafer an den Wenigsifordernden in Accord gegeben werden. zriedberg am 3. October 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 8ouc ar. Versteigerungs- Anzeige. 2790 Mittwoch den 9. October l. J., Nachmittags 2 Ubr, sollen in hiesigem Rathhause die nachgenannten Gegenstände: 1 fllberne Taschenuhr, 1 Rock, 2 Paar Tuchhosen, 1 Tuchweste, 2 demden, 2 Paar Strümpfe, 1 Hand ⸗ werksschecre, 1 Tollirmesser ꝛc. oͤffentlich an den Meiftdietenden versteigert werden. Friedberg am 3 October 1872. Groß herzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. Obligations-Verloosung. 2768 Von den Partlal⸗Obligatlonen des Anlehens blefiger Stadtkirche vem 1. Jult 1872 sind durch Berloosung zur Rückzablung auf 1. Januar 1873 bestimmt: Nr. 24, 31, 37, 48 3 100 fl. Nr. 81 à 200 fl. Ole Inhaber dieser Schuldverschreibungen werden ersucht den Betrag derselben dis zum 1 Januar 1873, mit welchem Tage die Verzinsung aufbört, bet Kirchen rechner Peldt in Empfang zu nehmen. Friedberg den 1. Octoder 1372. Für den evangel. Kirchen vorstand: Baur. Mobiliar- Versteigerung. 2787 Nächsten Dienstag den 8, und Mittwoch den 9. d. Mis., von Morgens 9 Ubr ab, werden im Hause des derrn Jean Steeg, Fürstenstraße Nr. 232 dahier, obzugs halber die nachverzelchneten, größtentbetls noch wenig gebrauchten, im dessen Zussande befiadlichen Möbel, zumeist in Nußbaum und zwar: 1 Seerctär, 1 Garnitur grüner P üsch möbel, 1 Garnttur Möbel in schwarzem Damust, 1 Spiegelschrank, 5 Spiegel, 12 Tische 4 Tog⸗ sols, 3 Waschtische mt Mirmorauksatz, 3 voll stänrige Betten, 1 Chaistlonge, 2 Nähtische, 1 Kemmode, 1 Blume tisch, 1 Bidet. 4 Elageren, 14 Feasterrouleaurx, 2 Nachitische mit Marmor- platten, 3 Kleideischränke, 12 Stüble, 1 Geräihe⸗ sckrank, 1 Küchenschrank, 8 Fenstervorbänge mit Zubebör und sonstige Paus und, Küchengeräth · schasten öffentlich an den Meilbietenden verstelgert. Bad⸗Naubeim am 2. October 1872. Großherzogliches Ortsgericht Bad⸗Nauhelm. Schutt. 99 Leere Oelfässer Gioßherzoglicht Utalschole zu Fritdberg. 2770 Mit dem neuen Schuljahre, welches Diens ta g. den 22. Oktober beginnt, mogen Anmeldungen von 10jäbrigen Schülern und älteren Samstag den 19. Oktober, Vor⸗ mittags von 9— 12 Uhr, in dem Realschulgebäude(Confetenzzimmer) unter Beibringung von Zeugnissen der bisherigen Lehrer bei der unterzeichneten Behörde gemacht werden, worauf Montag den 21. Oktober, Vormittage 8 Uhr, für die neu aufzunehmen⸗ den Schüler die Prüfung stattfinden wird. Für die Aufnahme der 8- und gjährigen Schüler in die Vorklasse wird der Termin(etwa 3 Wochen später) noch besonders bekannt gemacht werden. Bedingungen für die Aufnahme solcher gjährigen Schüler sind Kenntniß der Addition und Subtraction mit ganzen unbenannten Zahlen, einige Sicherheit im Lesen und Schreiben deutscher Schrift(letzteres noch ohne Feder), für ältere Schüler die aus unserm Programme zu ersehenden Kenntnisse. Wir machen besonders darauf aufmerksam, daß der französische Unterricht mit dem 9. Jahre in der Vorschule beginnt. Großherzogliche Direktion der Realschule zu Friedberg. Dr. M 6[ler. Ine Fuger Manufacturing Cie. New-Lork. Größte Nähmaschinen⸗Fabrik der Welt, hat im Jahre 1871 181,260 Stück verkauft und empfiehlt hiermit ihre, vom besten Material und durch die vollkommensten Hilfsmaschinen hergestellten B. A. Jamilien-Maschinen und Handwerker- Maschinen zu billigen und festen Preisen unter reeller Garantie und mit Ursprungs⸗ Attest versehen. 1351 Georg Sellin in Friedberg. Staats und Gemeinde⸗Obligationen 29 werden angekauft und verkauft durch den Großherzoglichen Hof ⸗ Agenten Jacob Engel. Hir Ur. Steffan o. Augenheilanstalt in Sraudfurt a. Kl. (Krögerstraße 8 und Sachsenhausen, Dreikönigstraße) Nenten- und Lebenspersicherungs-Austalt zu Parmstadt. Die Anstalt übernimmt: 1) Versicherung steigender Renten, wobei die jährliche Rente aus einer vollen Einlage von einhundert Gulden bis zu 150 fl. anwachsen kann. 5 2) Die Versicherung von Kapitalien auf den Todes wie auf den Lebens fall, zu Ausstattungen u. s. w., sowie die Versicherung von Leibrente⸗ und Wittwenpensionen. 3) Gelder zur st atuten mäßigen Rückzahlung auf Verlangen. Versicherungsanträge werden entgegengenommen, Statuten und Prospekte unentgelt⸗ lich verabfolgt, sowie Aufschluͤsse bereitwillig ertheilt von den Agenten der Anstalt C. C. Weis, Buchbinder in Friedberg. Adam, Lehrer in Lindheim. J. J. Seippel, Particulier in Butzbach. F. Grosholz, Kaufmann in Vilbel. Aug. Reuning II., Gemeinde- Einnehmer E. Volp, Gemeinderechner in Lich. in Nidda. 2776 Verzinsung mit 3½% und als baldigen 1109 Versteigerungs⸗ Anzeige. Mittwoch den 9. e 5 jeden Tag Vormittags 9½ Uhr und S e„ 9 6„ Nachmittags 2½ ühr, Frei 0. 5 7 werden in Auftrag des derrn W. A. Simon und wegen Geschäftsaufgabe sämmtliche gut erhaltene Wirthschafts⸗Geräthschoften, ale:. Leinen und Weisigeräth: Damaft⸗Tafelgedecke, Tischtücher und Servietten, Handtücher, Schürzen, Betltlcher, Deckbelt⸗ und Cissenzüge, eiserne Bettstellen und vollstäͤndige Betten, Spiegel in vergoldeten und in Holzrahmen, Vorhänge, Lambrequins, Rouleaux ic. Geräth, Büffet und Kleiderschränke, Meale, 1 Dressirtisch und Anrtcht, 1 Bierabfüll maschine, 1 Kuchengestell mit 12 Brettern, 2 Eiskisten, diverse Notenpulte, eichene, runde und Aeckige Tische, Rohr⸗ und Strohstühle, 8 Gartentische, Gartenbänke und Gartenstũühle, Porzellan: Teller, Schüsseln, Tassen, Kaffee⸗Kannen, las: ½ Luer Wiergläser un Untersätze, Wein- und Wasserglaͤser, Wasser⸗ und Weinflaschen, Christoffel: Löffel, Gabeln, Kaffeelöffel, Kupfer: Caserolen und Bratpfannen,! große Kaffeemaschine für 100 Tassen, Messing, Blech Eisen, Messer und Gabeln, g diverse eiserne Oefen, Thüren und Vorfenster, 3 Tafelaufsätze in Bronze, Gaslustres, Gaslampen etc. etc. im Saale des Café Concordia, Bockenheimer Landstraßze öffentlich gegen gleich daare Zaplung an den Meifidietenden versleigert. Frankfurt a. M. im October 1872. 179, J. Ruttmann. Georg Groß. 2705 in allen Größen bei (5633) aus's Bequemste eingerichtet, nimmt jeder geit Augenkranke auf. 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J., Vormittags 9 Uhr unfangend, sollen in der Bebausung des Joseph Geck m der Vorstadt zum Garten dahier verschiedene Oeconomle⸗ und Hausgeräthschaften, sowie ein noch sebr guter Wagen öffentlich meifibtetend gegen Baarzahlung versteigert cretden. Friedberg den 4. October 1872. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Foucar. 2771 Hasengasse 9, a Frankfurt Actien ꝛc. gegen Eichelberg's Börsenkalender à 36 kr., Wechselstempeltarif à 18 kr. Wechselstempelgesetz à 36 kr. Fortuna, Machschlageburean von Ernst Eichelberg, mneuen Markt 4. M.,; übernimmt das Nachsehen von Nummern aller Arten Staatseffecten, Anlehensloosen, mäßige Gebühr. 5 sind daselbst zu haben. Güter ⸗ Verpachtung. 2789 Saw sstag den 12. October, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Rockenberg die dem Auguftiner Schulfond Friedberg gebörenden Grundstücke: 1) In der Gemarkung Rockenberg. 29 Stück Ackerland, enthaltend 11957 Klafter. 2%, Wiesen„ TAN% 2) In der Gemarkung Oppershofen. 2 Stück Ackerland, enthaltend 552 Kiftr. 2„ Wiesen 5 42„ 3) In der Gemarkung Griedel. 1 Stück Ackerland, enthaltend 277 Klstr. 4) In der Gemarkung Steinfurth. 1 Stück Wiesen, enthaltend 201 Kiftr. auf die Dauer von zwölf Jahren parzellenweise an die Meifibietenden öffentlich verpachtet werden. Die Pachtzeit beginnt Martinitag 1872. Friedberg den 3. October 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fouc ar. Pfänder-Versteigerung der Pfand⸗ und Leih ⸗Anstalt zu Friedberg. 2788 Montag den 28. October l. J., Vormittags 9 Uhr anfengend, werden in blesigem Ratbhause alle bis zu diesem Termin die Verfallzeit erreich: habenden und nicht ausgelösten Pfänder der hiesigen Pfand⸗ und Leibanstalt, besteherd in Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weißzeug, Manns⸗ und Frauenkleidern, goldenen und silbernen Taschenuhren, sowie sonsiigt Gegenffände öffent⸗ lich meistbietend gegen Baarzahlung verfsseigert. Gleichzeitig wird bemerkt, daß die Aus lösung und Renovatlon der Pfänder nur an den hierzu bestimmten Tagen, Dienftag Donnerstag und Samslag, stattfinden kann und daß das Pfandhaus vom 26. October bis zu beendigter Versteigerung geschlossen bleibt. Die Großherzoglichen Bürgermeifteren des Krelses Fritdberg werden ersucht, dies im Interesse ihrer Ge⸗ mein angehörigen ortsüblich bekannt machen zu lassen. Friedberg am 3. October 1872 Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fouc ar. Versteigerung einer Hofraithe. 2783 Freitag den 18. d. Mis., des Vormittags 10 Uhr, wird auf freiwilligen Antrag der Erben des verstorbenen Peter Haas dahier die denselbeyr gehörige, dem Bahnhöfe dahier gegenüber gelegene neu erbaute Hof⸗ raltbe, bestehend in einem großen zweistöckigen Wohn⸗ hause, Scheuer, Stallungen, bedeckter Kegelbahn und geräumigem Hofraum auf hiesigem Rathhause versteigert. Bemerkt wird noch, daß in dem Wohnhause immer eine sehr srequente Gastwirthschaft belrteben wurde. Nieder⸗Wöllstadt den 2. October 1872. Groß herzogliches er Nieder ⸗Wöllstadt. 101 l. Mohiliar- Versteigerung. 2737 Mittwoch den 9. Oktober, von Vormittage 9 Uhr anfangend, läßt Frau Oberlieutenant Nieß in ihrer Bebausung(Depp'sche Hoftalthe) durch den Unlerzelchö⸗ neten verschiedene Möbel, als: Sophas, Commoden, Kleiderschränke, Bettstellen, Stühle, 4 verschledene Oefen, l eiserne Kiste, mehrere Bilder in Kupferstichen und Oelgemälden, 1 große Radaunen⸗ kuchensorm, 1 kupferne Bratpfanne an öffentlich versteigern. e In Auftrag: ledberg. hm M. Schwarz, Hoftaxator. Krippen, Tröge und Gossensteine 2221 Sauere phosphorsauere Kalke(Superpbos phate) Phosphorit⸗ Phosphat, das rohe Knochenmehl er⸗ Sessel, Pendul, Betiwerk Weißzeug, Herrenkleldungestücke, Küchengeräthe, den Meistbteten⸗ Düngemittel der Chemischen Fabrik Griesheim in Frankfurt am Main. zur Düngung des Getreldes, für Rüben, Wiesen, Gemüse, Futtergewächse, Reps u. s. w. in drei Sorten. setzend, dülfsdünger. Gedämpftes Knochenmehl(guanisirt), in feinem und gröberem Pulver, für Getreide u. s. w. (zur Maschinen- und zur Pandsaat). Griesheimer Guano(Kalt⸗Dünget), feines Pulver, für Getrelde, Reps, Tabak, Kartoffeln, Hopfen u. s. w. Weinbera⸗Guano(Weinberg⸗Dünger). Wiesendünger(Kali⸗Dünger). Peru Guano⸗Phosphat.(Gesäuerter Peru⸗Guano.) Peruanischer Guauo, Baker⸗Guano Mischungen von Superphosphaten mit Kali⸗ salzen. Futterknochenmehl. Sodagyps, fein gemahlen. Reichihum an Gehalt. Vorzügliche Löslichkeit. Billige Preise.— Preiollsten, Gebrauchsanwe sungen und Analpsen gratis.— Garantie der Analysen.— Controle der landwirthschaftlichen Vereine. Niederlage bei Herrn Wilbelm Fertsch in Friedberg. Obne Mediein. 1 DD Brust- und Lungen- kranke finden auf naturgemäßem Wege selbft in verzwelfelten und von den Aerzten für unbeilbar erklärten Fällen radicale Hei⸗ lung ihres Leidens ohne Mediein. Nach spezicller Beschreibung der Krank⸗ heit Näheres brieflich durch Dir. J. H. Fickert, Berlin, 2013 Wallstraße Nr. 23. Ohne Medlein. eee ed one Medicin. Jeinstes Vorschußmehl Frledberg. M. D. Loeb Neue holl. Vollhäringe 2703 bel Georg Groß. Obstbäume. gegeben werden in den Baumschulen von Friedberg. Lang 8 Weinel. 3 Faselochsen, 2 Rotlbscheck, 1 Gelbscheck, 1½ Jahre alt, Baflarde, hat zu verkaufen Nieder⸗Wöllstadt. Heinrich Fauerbach. Ein RNealschüler kann bel einer hiesigen Familie in Penslon ge 2630 2145 nommen werden. 92 aus f. g. Lungsteln(Dolerit) empfieblt die Ziegelei am Bahnhof zu Bad⸗Nauheim. 2569 Elwa 1000 bochftämmige Kern und Stein Obft⸗ bäume, sowie Zwergstämme in verschledenen Sorten, theils zu künfilichen Formen vorgeblldet, können ab⸗ Berner Nachhülfe im Englischen und Fran 1 in Gold, Silber und Stahl, Pincenez⸗ Brillen Loupen, Thermometer und Waagen bei Friedberg. Hanau, 2653 Hofuhrmacher und Goldarbeiter. Wohnungsveränderung. 2743 Von heute an wohnen wir dei Herrn Bäcker Trumpfheller(rüber Bäcker Reitz) dem Land⸗ gericht gegenüber. Geschwister Berg, Kleidermacherinnen. 95 Wer die bewährte Heilmethode schweizerischen Brucharztes, Krüsi Altherr, in Gais, Kl. Appenzell, kennen lernen will, kann bei der Exp. dieses Blattes ein Schriftchen mit Belehrung und viele u 100 Zeugnissen in Empfang nehmen. 2 bis 3 Realschüler 1979 können bei einer hiesigen Lehrersfamllie mit Be⸗ ginn des Wintersemesters in Kost und Logis genommen werden. Näheres bei der Exped. d. Bl. 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Stück fl. 4. 30 kr. 500 Stück schwere graue Bett- und Pferdedecken, das Stück fl. 2. 30 ke., fl. 3. 500 Paar schwere weiße Piquevecken und Victoriadecken mit Fransen für zweischläfrige Betten, das Stück fl. 2. 30 kr. 100 Dutzend weiß feine Tisch rüche r, 2½ Ellen lang, 2 Ellen breit, das Stück 40 ke. 100„ Handtücher, das Dutzend von fl. 3. an, die Elle von 6 kr. an. 500 weiße, rein leinene Damentaschentlcher, das Dutzend fl. 2. 30 kr. Große rothe Cachemires⸗Tischdecken, das Stück fl. 1. 45 kr., fl. 2. Große rothe Cachem tres Commodedecken, das Stück fl. 1. fl. 1. 24 kr. 9/ breiten, teich ramagirten Vorhangsmull mit Bogen, die Elle 12 kr. 10% breiten, reich ramagirten Vorhangsmal! mit Bogen, die Elle 18 kr. Prima⸗Shlrting, grau, weiß, schwarz, die Elle 7 kr. 8/ und 10% breiten Zwillich, Federleinen, Strobsackleinen und graue, gelbe weiße Servietten zum Fabrilpreise. Musterabschnitte sämmtlicher Artikel sende in reichster Auswahl franco per Post. 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