1872 1 2 Donnerstag den 5. September. a 1 1 8 „Nei*. 0 — An: ung! 1 . rn 6 9 a un f* n 86* **. 5 ee Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger ntelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Mun—— ä — . Für den Monat September kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der sfiedde Verlags-Expedition mit 10 kt., bei den Posistellen mit 16 kr. abonnirt werden. Aeltodg. a e n Amtlicher Theil. n Dante . e. ne mein, im an ch eg, ifm Wegen Ausbruchs der Blatternkrankheit ist das Wohnhaus der Jacob Kost Erben in Nieder- Wöllstadt abgesperrt. Ver⸗ amm etzungen der Absperrung werden nach§ 327 des Reichsstrafgesetzes bezw. 349 u. ff. des Polizeistrafgesetzes bestraft. * Friedberg den 3. September 1872. In Au! Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 9 d t.— NA Deutsches Reich. 10 Abgeordneten derjenigen Städte, welchen ein Zweck, bei großen Truppentransporten stets über Darmstadt. Die„Därmstädter Zeitung“ besonderes Wahlrecht zusteht; 4) aus 34 Abge- eine ausreichende Zahl von ahnden zu g ringt folgende offizielle Mittheilung vom 2. Sep- ordneten der übrigen Wahlbezirke. Die Wahl können, welche mit dem Eisenbahndieiffßbertraut sind. -Auuhen ember: Seine Königliche Hoheit der Groß der Abgeordneten ist indirekt. Wählbar sind die-— Wie man der„Elberf. Ztg.“ schreibt, gebt 4400 Sein serzog haben den Großherzoglichen Gesandten in jenigen Staatsbürger über 25 Jahre, welche seit Generalpostdirector Stephan damit um, das Porto * M Verlin, Geheimen Rath Hofmann, welcher der- Anfang des Jahres, in welchem gewählt wird, für Werthsendungen ähnlich dem Briefporto zu . nalen in Urlaub hier verweilt, mit Vorschlägen Einkommensteuer entrichten, und zwar in ihrem unificiren. Für 5 Sgr. soll man künftig von Dufte regen Neubildung des Ministeriums zu beauf⸗ Wohnort; Militärpersonen an ihrem Standort. einem Ende Deutschlands bis zum anderen be— N J 1 Ant . 2 tagen geruht. Geh. Rath Hofmann wird sich, auf Befehl des Großherzogs, zunächst für einige Tage nach Berlin zurückbegeben, um während der Faiserzusammenkunft dort zu sein. Nach Ablauf läeser Frist soll die Neubildung des Ministeriums Als Wahlmann wählbar sollen diejenigen stimm- berechtigten Urwähler sein, welche in der Wahl- gemeinde wohnen und seit Anfang des Wahljahres an direkten Steuern mindestens den einem Normal— steuerkapital von 40 fl. entsprechenden Betrag liebige Summen mit der Post versenden können. Innerhalb eines zehrmeiligen Umkreises soll nur die Hälfte, 2½ Sgr, erhoben werden. Auch die Versicherungsgebühr, bis jetzt so hoch, daß meistens bei Privatgesellschaften versichert wurde, soll nam⸗ I inverzüglich ins Werk gesetzt werden. jährlich entrichten. Jede Gemeinde eines Wahl- haft herabgesetzt werden, nämlich auf ½ Sgr. *— Dem„Fr. J.“ meldet man von hier: Wie bezirkes, der 250 bis 500 Seelen zählt, hat einen für je 100 Thlr. oder ¼ per Meile. Mit dem italiche ran aus guter Quelle vernimmt, soll die Ernen⸗ Wahlmann, und für jede weitere 500 Seelen Paketporto bat Hr. Stephan ähnliche keforma⸗ — zung des Geheimraths n zum Minister einen weiteren Wahlmann zu wählen. Die Wähler torische Absichten.. 1 f f, Junern und des Aeußern, des Provinzinl⸗ stimmen mündlich oder schriftlich mittelst eines im ä Die für offieiös geltende„Post“ bestreitet, tfzun pirectors Dr. Goldman dahier* ite Wahllokal zu schreibenden Zettels ab. Die Ab- daß die aus der Nevorganisation der Artillerie e- Faltth 15 Ministe ini 17 3 5 10 ö N stimmung der Wahlmänner soll schriftlich erfolgen. erwachsenden Mehrausgaben erweiterte Be- 4 abe ee e ee e Die Wahlperiode beträgt 6 Jahre. urlaubungen bei anderen Attungen werden inisterialraths Dr. Neidhardt zum Obermedi⸗ — Der Abg. Curtman hat den Antrag ge— gedeckt werden. Eine Erhöhung des Wilitärbudgets maldirector unter Beib iner Functionen 25 3 1 N a a 7———.——— 807 telt, den Lehrern im Schulvorstand Sig und um 13 Millionen sei unvest lich, da erstene die . cute.(benden Kreisen beschlossen sein. Auch soll die Stimme einzuräumen. En Heereoansgaben e Kopf 257 Thale 2 Fensionirung der Ministerialräthe v. Rodenstein— Die Klagen des Publikums über gänzlich und nicht— 1 47. a en 1 ind v. Lehmann, sowie des Präsidenten des ungenügende Vergütung der Quartlerlelstungen dare.— 7 len s N 1 f e Vppellations⸗ und Cassationsgerichtes Benner, so⸗(5 Silbergroschen per Mann mit voller Verpflegung) jäbr iches Reer ce e stellen als Deutsch 0 2 455 unn die Ernennung des Geh. Staatsrathes Franck erheben sich aus Aßlaß der diesmaligen Herbst.“— Ueber die Ankunft der Monarchen wird en die Stelle des Letzteren in aller Kürze bevor übungen lauter denn je. jetzt mitgetheilt: Der Kaiser von Rußland trifft eim. ehen. Minister v. Lindelof würde hiernach Mi⸗ Berlin. Am Freitag Abend traf Kaiser mit dem Großfürsten⸗ Thronfolger und 85 Groß- t gt ster der Justiz bleiben und es würde die Er- Wilhelm in erwünschtem Wohlsein auf dem neuen fürsten 1 am 5. Sept., e 2 0 be gennung je eines Rathes in den Ministerien der Potsdamer Personen-Bahnbofe hier ein. 8 75 15 st 1 der Kaiser von 3 — 775 zustiz und des Innern noch erforderlich. Die— Klerikale Blätter hatten Beschwerde über am d. 8 bends 6 118 5 W bee hegterung wird zu einer baldigen Besetzung der die angebliche Verletzung des Briefgeheimnisses er⸗ an ahnhof ein, 0 st um Fieseken 4% Ber zledigten Stellen durch den in Kürze erfolgenden hoben. Einer amtlichen Mittheilung des General- Zelt der Kionbrinz von Sachsen, welcker von „ pen zusammentritt der Landstände genöthigt sein. postamts an die„Volks Ztg.“ ist zu entnehmen, Dresden aus mit dem Kaiser von Desterten zu; — Der Entwurf des neuen Landtags⸗Wahl“ daß die wegen dieser Beschwerden(des Kaufmanns sammenreist. Herzog Max in Bayern, Ob 3 des 1. nen! 9 setzes, welche soeben im Druck ausgegeben worden J. N. Racke in Mainz und der Redaction der regierenden Königs, trifft am 3. d. 3 sieigt — san soll, schließt sich nach den über denselben in„Kölnischen Volks⸗Zeitung“) veranlaßte eingehende im nien Schlosse ab. Dan ade en — ne Oeffentlichk it gedrungenen Mittheilungen in Untersuchung nunmehr beendigt, ift. Nach dem von Baden langt am 4. dran, e* 1 1 der Hauptsache an das alte Wahlgesetz an und Ergebniß derselben hat weder von Racke, noch selben ist bereite ane ue schalof 4 baue u thält nut einzelne mehr oder wentger wesentliche von der Redaction der„Kölnischen Volks-Zeitung“ Palais abgestiegen. Fürst Gor off ist gleie —— Abweichungen. Die zwei Kammern sind beibe⸗ der Beweis geführt werden können, daß bei den falls eingetroffen. 1. Ne ec e 110 zulten; die erste fast ganz in der seitherigen Zu- an sie addressirten oder von ihnen abgeschickten* Der Redacteur“ 0 9 7 0 5 9 5. Juni 15 sammensetzung. Die Zahl der vom Großherzog Briefen in irgend einem Falle eine Verletzung des würde wegen Nee in se NN 8 11 f Ne 3 Seitens eines Postbeamten vor⸗ enthaltenen Leitartikels, dessen Inhalt gegen das 11 auf Lebenszeit zu ernennenden ausgezeichneten Briefgeheimnisses Reich oder die Reichsregierung gerichtet war, zu 1 eitaatsbürger ist von 10 auf 12 erhöht, und gekommen sei. 905 a 0 9105 8 bb re e Ge gn füllen mindestens 2 derselben aus der Zahl der— Die einzelnen Linienregimenter sind jetzt 1 7 a a ee 99 — aotligen Grundeigenthümen, 2 aus dem Stande angewiesen worden, nach und nach eine Anzahl Wange n Ae e der Handelsleute oder Fabrikanten ernannt werden. von Ossizieren, Feldwebeln, Unteroffizieren und 0 9, A Belechegten dag Nercht ber —— die zweite Kammer soll gebildet werden 1) aus Mannschasten zur Erlernung des Eisenbabndienstes Rah tlichung des Urtheils zugesprochen 1 9 Abgeordneten, welche die 40 vermöge Grund- abzucommandiren. Es werden die Offiziere mit ens 0 g 7 d 0 3 Vsitzes höchstbesteuerten Staatsbürger aus ihrer dem Inspectionsdienst bekannt gemacht, währende Die een ene A. D 9 itte wählen; 2) aus 3 Abgeordneten, welche die Feldwebel als Locomotivführer, die Unterossi- die Münchener Nachrichten über die Minister 2 2 de 40 höchstbesteuerten Staatsbürger— mit Aus“ ziere im ee 105* eee ee b n 83 e edenen technischen Functionen ein⸗ ti f gen. 12 nahme ber unter 1 genannten— aus dem Stande jn den versch 575 11 Verfahren hat den haben die bisberigen Minister ihre Entlassung er Handelsleute oder Fabrikanten wählen; 3) aus geübt werden. erhalten, noch ist es Freiherr v. Gasser gelungen, ein Cabinet zusammen zu bringen, welches an die Stelle der Lutz Fäustle-Pranckh treten könnte. Der Stein, an dem alle diese im particularistischen Sinne wohlgemeinten Anläufe anstoßen, ist offenbar die Zwangslage, in der die bayerische Regierung sich der Reichsverfassung gegenüber befindet und welche den Gesinnungsgenossen des ultramontanen Frh. v. Gasser nur sehr geringen Spielraum bietet. München. Dem Vernehmen nach wird die bayperische Cavalerie um zwei Regimenter vermehrt und dadurch auf die Zahl von 12 Regimentern gebracht werden. Die Gattung der beiden neuen Regimenter ist noch nicht bestimmt. Für die gesammte baperische Reiterei wird die preußische enganliegende Hose und Halbhose, für die Küras— siere mit den schwedischen Stiefeln, eingeführt werden. — Bis zum 1. d. hatte Minister v. Lutz die schriftliche Genehmigung seines Enklassungsgesuches nech nicht erhalten, dagegen hat Fehr. v. Gasser den ausdrücklichen Auftrag zur Bildung eines neuen Cabinets erhalten, da die übrigen Minister, mit Ausnahme des Kriegsministers(2) auf die Nach- richt von seiner Berufung ebenfalls demissionirten. Bomhardt, den v. Gasser zum Justizminister aus- ersehen, hat aus Gesundheitsrücksichten abgelehnt; statt desselben beabsichtigt Gasser, den Appellations- gerichtsdirtctor Kurz in Aschaffenburg zum Ein- tritt in das Cabinet zu bestimmen. — Die Nachrichten über den Stand der hie⸗ sigen Ministerkrisis, welche in den letzten Tagen verbreitet waren, scheinen noch etwas verfrüht zu sein. Speyer. Die Zahl der Theilnehmer der hier abgehaltenen Hauptversammlung des Gustav⸗ Adolphsvereins beträgt etwa 350. Die Collecte während der Festtage ergab die Summe von 404 fl. Die Gesammteinnahme des Vereins be— trägt nach dem Rechenschaftsberichte 206,547 Thlr., und es wurden im abgelaufenen Rechnungsjahre 1017 Gemeinden unterstützt. Die Sammlungen der Frauen ⸗Vereine ergaben im letzten Jahre 20,259 Thlr., gegen 25,033 Thlr. im vorigen, wogegen die übrigen Sammlungen des Vereins in runder Summe 8000 Thaler mehr ertragen, als in dem vorausgehenden, so daß die Gesammt— Einnahme dieses Rechnungsjahres weitaus die höchste ist, die der Verein seit seinem Bestehen ge— habt hat. Als nächster Versammlungsort wurde Kassel bestimmt.* Straßburg. Die Kreisdirectoren haben die Anweisung erhalten, alsbald nach dem 1. Oktober festzustellen, welche der Optanten ihren Wohnsitz wirklich nach Frankreich verlegt haben. Diejenigen, welche darüber keinen Nachweis liefern können, erhalten die schriftliche Eröffnung:„daß ihre Option unwirksam sei und sie daher nach wie vor Angehörige von Elsaß Lothringen geblieben sind. Beschwerden hiergegen gelangen zur Erörterung und Entscheidung der Behörden, damit Zweifel über die Zugehörigkeit des Einzelnen zu einer oder der anderen Rationalität möglichst vermieden werden. — Die hiesigen medicinischen und pharma— ceutischen Fachschulen werden mit dem 30. Sep- tember l. J. ihre Lehrthätigkeit einstellen. Ausland. Oesterreich Wien. Die„N. Fr. Pr.“ erklärt gegenüber den nevestens circulirenden An- deutungen, Graf Andrassy habe anläßlich der Drei⸗Kaiser⸗ Begegnung an die Vertreter Oester— reichs im Auslande eine namentlich Frankreich und Italien beruhigende Circular-Depesche gerichtet, daß eine derartige Circular-Depesche bislang nicht existire und überhaupt vor der stattfindenden Be— gegnung der Monarchen in Berlin keinerlei diplo- matische Mittheilung Seitens der betheiligten Mächte ergehen dürfte. Man scheine in dieser Beziehung einig zu sein, daß, wenn überhaupt eine diplomatische Mittheilung erfolge, dies erst nach der Begegnung der Monarchen geschehe, und daß diese Mittheilung von den leitenden Ministern der drei Großstaaten in Berlin gewissermaßen vorberathen und das betreffende Actenstück in mög⸗ lichst homogener Form abgefaßt werden solle. Frankreich. Paris. Der„Times“ wird von ihrem hiesigen Correspondenten geschrieben: Prinz Friedrich Karl lud bei seinem jüngsten Be— suche in Commerch die französischen Behörden ein, ihn zu besuchen, und nachdem er sich bei ihnen nach dem Befinden des Präsidenten und über die Artillerie-Experimente in Trouville erkundigt hatte, drückte er die Hoffnung aus, daß die guten Be⸗ ziehungen zwischen den beiden Regierungen fort— dauern würden. Der Prinz trug während der Unterredung große Courtoisie gegen seine franzö⸗ sischen Besucher zur Schau. — Die seiner Zeit so vielgepriesene Uebersiedelung von Elsässern und Lotbringern nach Algier stellt sich immer mehr als ein total verfehltes Project heraus. Die Sache ist so gründlich verfahren, daß der Gouverneur von Algier, Viceadmiral de Gueydon, nach Frankreich berufen worden und daselbst bereits eingetroffen ist, und eine Unter suchung nahe bevorsteht. Bis jetzt sind in Afrika nicht mehr als 50 elsässische Familien unterge⸗ bracht, und diesen geht es erbärmlich genug.— Unter dem Kaiser Napoleon war es den Soldaten bekanntlich streng verboten, anti- gouvernementale Blätter zu lesen. zwei Schreiben hervorgeht, welche der„Rappel“ veröffentlicht, diese Maßregel aufrecht erhalten und den Offizieren sowohl als den Soldaten das Lesen der radicalen Blätter untersagt. Großbritannien. London. Der„Tele- graph“ erfährt, daß ein Telegramm eingetroffen sei, wonach in Honduras eine Insurrection aus⸗ gebrochen wäre; die Insurgenten wären siegreich und hätten die Eisenbahn zerstört. Amerika. Newpork. Der Steamer„Viei— ville“ ist auf der Fahrt von hier nach Aspinvall am 15. Aug verbrannt. Es gelang den Rettungs- booten mit den Passagieren Bahama zu erreichen. Nur zwei Boote kamen durch den Wellenschlag zum Sinken, wobei 30 Personen ertranken. H. Friedberg. Auch unsere Stadt hat den 2. Sept. in würdiger, festlicher Weise begangen, wenngleich eine öffentliche Feier erst in letzter Stunde angeregt worden war. Glockengeläute am Vorabend und am Morgen des denk— würdigen Tages leitete die Feter ein, dann folgte Choral- musik vom Thurme der Burgkirche herab, ausgeführt durch die Schellhaas'sche Kapelle. Nachdem sodann in den Vormittagsstunden in sämmtlichen Schulen der Stadt eine angemessene Feier stattgefunden hatte, begann um 10 Uhr in ber Stadtkirche ein Gottesdienst, bei welchem Herr Seminarlehrer Stamm die Festrede hielt. Am Nach— mitlage machten Lehrer und Schüler unserer Lehranstalten nach verschiedenen Richtungen bin Spaziergänge und Abends versammelte sich ein zahlreiches Publikum im Simon'schen Saale zu einem Bankett, das, von patrio⸗ tischem Geiste gehoben und durch Reden, Toaste und musikalische Vorträge belebt, in befriedigendster Weise verlief. I Dornassenheim. Die Jahresfeier des großen Sieges von Sedan fand auch dahier in ebenso erheben⸗ der, als der Oertlichkeit angemessener Weise statt. Früh Morgens feierlicher Gottesdienst mit te Deum, wobei Herr Decan Gombert eine alle Anwesende nief ergreifende Rede hielt. Bei der um 9 Uhr stattgehabten Schulfeier⸗ lichkeit hob der Schulvorstandsdirigent, Herr Decan Gom⸗ vert die Bedeutung des Tages in würdiger ansprechender Weise hervor. Geführt von den beiden Lehrern begab sich am Nachmittage die Schuljugend unter großer Be⸗ theiligung von Seiten der Gemeindeglieder nach der außerhalb des Ortes in 1871 dahier gepflanzten und recht wohl gedeihenden Friedenseiche, wo nach Absingung eines Liedes Herr Lehrer Brandt noch eine passende Anrede hielt und dann noch der Vortrag mehrerer patriotischer Lieder folgte. Die Stimmung bei der ganzen Feier war eine sehr gehobene. In Homburg räumt die anonyme Gesellschaft der Spielbank bereits aus. Was etwa von Werth für die Zufluchtsstätte in Monaco ist, wird dorthin geschleppt; das Minderwerthe kommt hier unter den Hammer, darun⸗ ter auch die berühmte Orangerie des verstorbenen Kur⸗ fürsten von Hessen, welche durch ein unglückliches Blätichen nach Homburg wanderte. U Büdingen, 1. September. Heute Nachmittag and, von dem Wetter begünstigt, die feierliche Einweihung des dem Andenken der 8 Gefallenen aus hiesiger Stadt errichteten Denkmals statt. Um 3 Uhr bewegte sich der Festzug— gebildet aus Schülern der Volksschule, Gym⸗ nasium, Stadtrath, Schützenverein, Turnverein, Festjung⸗ frauen, Beamten und Bürgern— vom Schloßplatz aus durch die geschmückte Stadt zu dem am östlichen Ende der Bahnhofstraße errichteten Denkmal. Auf den Choral„Ein' feste Burg“ folgte die Ansprache des Bürgermeisters Hölzinger, der das Denkmal der Geistlichkeit zur Weihe übergab. Darauf sprach Pfarrer Thylmann in körniger, kräftiger Rede. Ergreifend war es, wie, als der Redner der Gefallenen gedachte, drei Ehreusalven der Krieger ernst mililärisch grüßten, stellenden Aufsatz gekrönt. Die Republik hat, wie aus die Glocken in der Stadt zu läuten begannen und zu gleich die Angehörigen der Gefallenen vor dem Denkmal Kränze niederlegen. Ein Krieger sprach darauf im Namen seiner anwesenden Kameraden, die von den Fest— jungfrauen sämmtlich mir Blumen geschmückt worden waren, herzlichen Dank aus, worauf Stadtrath Rullmann dem Vaterland ein Hoch darbrachte. Zwischen den ein⸗ zelnen Reden tönten Choralmelodien. Nachdem sich der Zug wieder auf dem Marktplatz eingefunden hatte, empfahl Bürgermeister Hölzinger das Denkmal nochmals dem Schutze des Publikums und mit einem von Gymnasial— lehrer Pr. Oßwald ausgebrachten Hoch auf den Stadl vorstand schloß die in würdigster Weise verlaufene Feier, zu der sich aus der Umgegend eine bedeutende Menschen⸗ menge eingefunden hatte.— Das aus rothem Sandstein gearbeiteie Denkmal erhebt sich auf einem kleinen von Basaltblöcken umgebenen Hügel in einer Höhe von 8 Fuß, bildet eine achteckige Säule, auf deren jeder der Name eines Gefallenen eingezeichnet ist und wird in schöner Weise durch einen Helm, Schwect und Lorbeerkranz dar⸗ eines jungen talentvollen hiesigen Steinhauers, dem wit bei tüchtigem Fleiße und ernsten Studien eine schöne Zukunft prophezeien dürfen. Das Denkmal selbst aber, das Allen, die daran arbeiteten, Ehre macht, bildet, an außerordentlich gelegener Stelle errichtet, eine erwünschte neue Schönheit unseres mehr von der Natur als der Kunst beqgünstigten Städtch us. Gießen. Am Samstag Morgens um 11 Uhr schlug der Blitz während eines furchtbaren Gewitters in die Kappes'sche Wirthschaft auf der Liebigshöhe ein. Durch das Fehlen von Wasser konnte dem ausgebrochenen Brande nicht gehörig gesteuert werden und brannte die eine Hälfte des Hauses ab, während die andere durch die Brandmauer geschützt wurde. Die Ernte der Leute ist sämmllich ver⸗ brannt und haben dieselben einen sehr großen Verlust er⸗ litien, da, wie man hört, sie nicht versichert sind. Frankfurt. Unter den 658 Mitgliedern des Juristen⸗ tags befanden sich 22 der Staatsanwallschaft und 256 bem Beamtenstand angehörige Mitglieder. Von Baden nahmen Theil 34, Bayern 54, Braunschweig 2, Hessen-Darmstadt 64, Detmold 1, Hamburg 10, Lübeck 1, Anhalt-Köthen 2, Coburg⸗Gotha 3, Meiningen 1, Mecklenburg 6, Olden⸗ burg 7, Oesterreich 32, Preußen 340,(Frankfurt 111), Reuß 1, Königreich Sachsen 26, Sachsen-Weimar 5, Würitemberg 62, England 1, Dänemark 1, Amerika 1, Schweden 1, Holland 1, Schweiz 1. An dem im Palmen⸗ garten staltgehabten Bankett nahmen ca. 400 Mitglieder des Juristentags Theil. Darmstadt. Die in Dieburg befindliche Straf⸗ anstalt für weibliche Gefangene wird wahrscheinlich ein gehen und hierher verlegt werden, da in Folge des neuen Strafgesetzes die Zahl der dort befindlichen Strafgefangenen eine shr unbedeutende geworden ist. [D* Worms. Den Besuchern der lokalen Gewerbe⸗ und Industtie-Ausstellung zu Worms, welche am 11. Sep⸗ tember d. M. bei Gelegenheit der Generalversammlung des Landes-Gewerbevereins und in Gegenwart der Be⸗ sucher derselben eröffnet wird, können wir die erfreulsche Miluheilung machen, daß der Verwaltungsrath der Hessi⸗ schen Ludwigsbahn in Mainz, sowie die Direction der Pfälzischen Eisenbahnen in Ludwigshafen mit höchst an⸗ erkennenswerther Bereitwilligkeit die Begünstigung einge⸗ räumt haben, daß bei gleichzeitiger Lösung von Aus⸗ stellungsbilleten die einfachen Fahrkarten zur freien Rückfahrt berechtigen. Diese Fihrpreisermäßigung einerseits, sowie anderseits der sehr niedrig gestellte Eintrittspreis(12 kr. à Person) vorzugsweise aber der gute Ruf, dessen sich unsere einheimische Industrie nach Außen erfreut, lassen einen zahlreichen Besuch aus Nah und Fern erwarten. Bingen. Vor mehreren Nächten geriethen hier eine Anzahl auf der Durchreise von Frankeeich begriffener rother Husaren in Conflict mit Civilisten und interveniren⸗ den Polizisten, wobei schließlich von der blanken Waffe Gebrauch gemacht wurde und ein Civilist, sowie ein Polizist ziemlich erhebliche Verletzungen davontrugen. Eine Untersuchung über den Vorgang soll eingeleitet sein, Geisenheim. In dem landwirthschaftlichen Ministerium zu Berlin ist eine Broschüre verfaßt worden, welche eine Beschreibung der Einrichtungen der zu eröff⸗ nenden Lehranstall für Obst- und Weinbau zu Geisen⸗ heim gibt. Dieser Ort wurde für die Anlage eines solchen Instituts am geeignetsten gehalten, weil er bereits eine bedeutende Obsicultur hat und die pomologischen Gärien der Villa Monrepos daselbst bis zu der Zeit, wo die eigenen Anlagen der neuen Lehranstalt herangewachsen sein werden, ein Lehrmittel abgeben, wie ein solches in Preußen schwerlich wieder zu finden ist. Das Statut der Anstalt gibt den Zweck derselben dahin an, daß sie gegen über anderen gärknerischen Lebranstalten vorzugsweise einen höheren und möglichst vollkommenen Betrieb des Obst⸗ und Weinbaues, sowie der ganzen Nutzgärtnerei, gestützt auf naturwissenschaftliche Grundsätze, lehren und darstellen soll. Bei Caub wurde am 28. August von dem Dampfer „König“ ein mit Schiefer beladener Nachen in den Grund gefahren. Von den Insassen konnte nur ein Mann hes rettet werden, während die drei übrigen— darunter Valer und Sohn— ertranken. Aschaffenburg. Uhrmacher Schulz, Commandant der hiesigen Feuerwehr, hat für einen Apparat, der es möglich macht, mindestens eine halbe Stunde in von Rauch oder Slickluft angefüllten Räumen sich nicht blos aufzuhalten, sondern auch frei nach allen Richtungen hin zu bewegen, von der Jury der Kaiserslauterer Industrle⸗ Ausstellung eine Medaille zweiter Classe erhalten. 1 München. Am Königszuge ist bereils die Heber— Letzterer Theil ist die Arbeit lin'sche Schnellbremse angebracht und so eingerichtet, 1 daher zu laben — Nor ——— Ka ziehung die folg 3396, 7 67593 2610, 1 3087, 5 9475, 2 — 1809 Eh ri borene! ihr Ehe. Jahren auf hie Klage. auf die an gert der Kle Ausschlt werden n— 0 daß der Zug von dem betreffenden Reisecommissär selbst 2 N zum Stehen gebracht werden kann. Der mit Pad Com⸗ az fort ausgestattete Zug enthält außerdem ein durch sämmt⸗ che Wagen laufendes Sprachrohr, eine Telegraphenleitung und Vorrichtungen für Dampfyeizung. In München ist in der Centralwerkstätte des Staats- bahnhofes am 31. Aug. Feuer ausgebrochen, das 8 Helz— wackwagen, 6 Personen⸗ und 10 Güterwagen verzehrte. Der Schaden wird auf 150,000 fl. taxirt.(Der„Nürnb. Wat Anz.“ spricht gar von 30 Wagen und einem Schaden a b don mebreren Hunderttausenden). * Wittenberg. Durch die Untersuchung der Leiche * Ne eines jungen Mannes, der sich dieser Tage auf dem Bahn⸗ Sand Hof zu Wittenberg erschoß, ist constatirt worden, daß der⸗ 13 elbe sich eines originellen Mittels bediente, um seine Ven daß; Seele ins Jenselts zu befördern. Abweichend von der 0 da Zisherigen Methode, das Terzerol mit Blei oder Wasser zu laden, griff er zur Kümmefflasche und erschoß sich mit — Nordhäuser! N Verloos ungen. N g Karlsruhe, 31. Aug. Bei der heutigen Serien- ziehung der badischen Loose à 35 fl. vom J. 1815 wurden die folgenden Serien gezogen: Serie 3738, 4228, 2428, 3396, 7736, 1206, 4011, 5996, 4208, 1952, 6804, 2956, 7 3753, 3572, 3275, 1414, 949, 7857, 5859, 7753, 1957, 11 a 2610, 1531, 5290, 5306, 93. 7818, 1489, 2430, 3786, 7956, 202, 7864, 5601, 666 4, 3813, 4211, 6396, 6048, 6591, 3946, 4911, 3955, 7726, 4701, 2969, 2645, 2865, 7966, 2010, 4914, 1622. 6773, 4806, 4861, 4587, 2021, 503, 5881, 5898, 2631, 3019. Wien, 2. Sept. Bei der Ziehung der österreichischen 100 ⸗fl.⸗Loose von 1864 fiel der Haupttreffer auf Serie 3940 Nr. 73; der zweite Treffer auf Serie 1412 Nr. 93 der dritse Treffer auf Serie 1412 Nr. 13; der vierte Treffer auf Serie 198 Nr. 96. Weiter wurden folgende, Serien gezogen: 602 691 906 1637 2742. Eingesandt. Friedberg. Das von der Souffleuse Frau Köckert herausgegebene Abschieds-Theater-Journal ist nicht nur mit den nöthigen Verzeichnissen, sondern auch mit viel humoristischem Jahalt versehen, gewährt somit ein freundliches Angedenken wie auch eine recht erheiternde Unterhaltung und steht Jedem gegen eine beliebige Ver⸗ gütung zu Gebote. Der Frau K. ist, da ihr Souffleur⸗ dienst als ein recht angestrengter erscheint und sie sich auch als Darstellerin und in musikalischer Hinsicht beliebt ge— macht hat, sowohl hier als in Nauheim eine zahlreiche Betheiligung zu wünschen. 8 Marktbericht. Frankfurt, 2. Sept. Waizen(100 Kilo) 14½— D. Frankfurt a. M., 3. Sept. Die Stimmung der Börse hat sich seit gestern wieder etwas befestigt, ohne daß jedoch die Umsätze größere Ausdehnung angenommen haben. Bei Speculationseffecten fehlt es an Käufern und Eigner halten wieder zurück, da sie zu den herabgesetzten Preisen nicht ablassen wollten. Creditactien zogen auf diese Weise 1½—2 fl. an. Staatsbahn, in welcher das wenigste Geschäft stattfand, blieb auf 361 und Lombarden wurden bis 229 bezahlt. Banken im Allgemeinen batten noch unter der gestrigen Gedrückibett zu leiden. Einzelne Gattungen dagegen wurden stark gekauft, trotz böherer Preise. Antwerpener z. B. gingen bei lebhaftem Geschäft um 1½% böher weg, und Brüsseler auf deren Steigerungs— fähigkeit wir wiederholt hingewiesen, stiegen bei sta⸗ker Nachfrage um 2%. Deulsche Handelsgesellschaft gewinnt neuster Zeit immer mehr an Beliebtheit und war auch beute wieder bei gestiegenen Preisen sehr gesucht, ohne daß indeß die Nachfrage ganz befriedigt werden konnte. Amsterdamer, denen man gleichfalls für die nächste Zu⸗ kunft bedeutend höhere Course prophezeit, gingen zu gestriger Notiz stark ab. Darmstädter und Oesterreich-Deutsche, Hahn'sche Effectenbank und Vereinsbank sehr fest. Bahnen vegetiren noch immer ohne Animo. Von Elisabeth, Buschteradern, Donau-Drau gingen indeß Posten aus dem Markt. Prioritäten nicht unbeliebt, aber ziemlich ruhig. Von Loosen österreich. 1860er zu gestriger Notiz in guter Frage. Ungarloose eine Kleinigkeit besser, ebenso Raab⸗Grazer. Oesterreich Renten stagnirend. Amerikaner 1 3987, 5623, 2420, 3048, 4047, 5860, 6889, 1281, 2881, 14¾ fl., Korn(100 K.) 9— ½½ fl., Gerste(100 K.) Staatenbonds per 1882 eine Kleinigkett höher. Cairo⸗ r 3475, 2403, 2910, 4035, 2837, 4876, 5819, 6711, 6464, 10— ½ fl., Hafer(100 K.) 8½ fl., Rüböl(50 K.) 23 fl. ö Vincennes-Prioritäten gefragt. * Oeffentliche Ladung. Vie 0 2 2 Kt a n 1809 Oer unbekannt wo? abwesenden Ehefrau des L 9 Ul rumermal 5 52 37 : Shristtan Klein II. von Wohnbach, Friedericke, ge. 8 5 88. n snd Sorene Heeb, wird hiermit auf diesem Wege eröffnet, daß 2443 Der letzte diesjährige hiesige Vieh⸗ und Krämer⸗ s 22 Ni ir Ehemann wegen ihrer, angeblich bereits vor mehreren markt findet statt am 10. d. Mis. was hiermit zur f el II 28 8 Jahren erfolgten böslichen Entfernung, am 20. l. M eine öffentlichen Kenntniß gebracht wird.— 8 dun un nuf hiefigem Actuartate ihr zur Einsicht offen liegenden Reichelsheim den 3. September 1872. i— 3 ein den Klage auf Ehescheidung erhoben habe und daß sie fich Großherzogliche Bürgermeisterei Reichelsheim. S2 Aubin nuf dieselbe so gewiß binnen 3 Monaten, von beute Schmid. 82 8 0 2 2 1 6 8 un gerechnet, zu erklären hade, gegenfalls der Inhalt 5 ö 8 Die soeben erschienene Nr. 49 enthält: 8 b a! der Klage für eingestanden angenommen und unter Be kon nen t m ch ung. Der alte Rußtänder. Erzählung aus den batrischen f Ausschluß mit Einreden welter, was Rechtens, erkannt 2441 Es sollen für die Stadt Friedberg zwei Hülfs⸗ Bergen von Th. Messerer.— Die berumziehenden werden wird. n Hungen den 30. Junt 1872. 10 U Großyerzogliches Landgericht Hungen. Cellariußs. — Edictal ladung. 2187 Nachdem Großberzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen nunmehr auch über das Vermögen der Karl rtedrich Walz Ebefrau, Marta geb. Mai, von bier Hen förmlichen Coneursprozeß erkannt bat, werden alle Diejenigen, welche Ansprüche irgend welcher Art an dieses Vermögen zu machen haben, zur Anmeldung und Begründung ihrer Forderungen, sowie zur Geltend e machung etwatger Vorzugsrechte, auf Mittwoch den 9. October l. J., Vormittags 9 Uhr, dei Meidung des ftillschweigend erfolgenden Ausschlusses von der Concursmasse, hlerher vorgeladen. In dem Termine soll— zugleich mit den Concurs⸗ + gläubigern des C. F. Walz— über die weitere Be⸗ 1 Handlung der Sache verhandelt werden und werden die e nicht erschienenen oder durch gebörtg legitimirte Bevoll⸗ mächtiate nicht vertretenen Gläubiger als den Beschlüssen Her Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. * g Friedberg am 3. August 1872. eee Großherzogliches Landgericht Friedberg. . Reitz, Langermann, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Vergebung von Bauarbeiten. 2444 Die zur Ausführung in der Retter-Caserne zu Butzbach vorgesehenen und zu nachstehenden Preisen * peranschlagten Bauarbeiten, als: Thlr. Sar. n Maurerarbeit zu 1022 12 rb Dachdeckerarbeit zu 307 6 11 Schrelnerarbeit zu 421 29 Schlasserarte e zu 381 18 5 aflererarbeit zu ——— g 1646 8 * binderarbett zu 1 Lr den 7. September d. J., Vormittags „ 44½ Ubr, auf dem Bureau der Groß ber zoglichen Gar⸗ 00 aison⸗ Verwaltung Butzbach im Submissionswegze ver— N geben werden. Lufttragende gebote in Procenten mit der Ausschrift„ haben ihre Offerten, in welchen die Ab⸗ zu verzeichnen find, frankirt und Submission zur Uebernahme der „Arbeit in der Oragoner-Caserne zu Butzbach“ auf genanntem Büreau, woselbst die Kostenanschläge und Verfleigerungsbedingungen lederzeit zur Einficht affen liegen, abzugeben.„ a Bub bach den 2. September 1872. Großherzogliche Garnison- Verwaltung. Grün tg, Wacht melfser. . Grummetgras-Versteigerung. 1 2430 Auf dem Ralhhaus zu Ober-Rosbach wird Zrei⸗ 1 jag den 6. September, Miitags 1 Uhr, das Grummet⸗ ziras von circa 15 Morgen Gemeinde und 3 Morgen Schäfereiwiesen öffentlich melfibletend verstetgert. Ober Rosbach am 1. September 1872. Großherzogliche Bürgermelflerel Ober-Rosbach. Blecher. *— beiwächter zum Schutze der diesjährigen Obsterndle für den Monat Sepiember angenommen werden. Quali ficirte Bewerber wollen sich alsbald bet unterzeichneter Stelle anmelden. Friedberg den 3. September 1872. Großherzogliche Bürgermetsterei Friedberg. Fo uc ar. Bekanntmachung. 2442 Donnerstag den 5. September d. J., Vormittags 11 Ubr, wird in biesigem Rathhause das Mäben und Machen, sowte Nachhausfabren des Grummeigrases von mehreren städtischen Wiesen an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben. Friedberg den 3. September 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fe x. 9 Zuchtvieh-Versteigerung. 2445 Dlenstag den 17. d. M., Vormittags von 9 Ubr an, sollen zu Utphe bet Hungen eine größere Anzahl von jungen Zuchtstieren und Rindern von 1—3 Jahren, darunter sehr schöne Exemplare der Schorthorn- Vogels, berger und Schorthorn-Berner, sowie Schorthorn⸗Hol— länder Race, sowie einige reine Vogelsberger Stiere und Rinder öffentlich an den Meifldietenden versteigert werden. Laubach am 2. September 1872. Gräfliche Centralguts verwaltung. O bst⸗Versteigerung. 2433 Mittwoch den 11. September, des Morgens 10 Uhr anfangend, soll das der Gemeinde Qflheim zu— flehende Obst, ctrea 150 Malter Aepfel und eintge Bäume mit Birnen, an Ort und Stelle öffentlich meist— bietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist in loco Oftheim. Osthelm den 2. September 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Ostheim. Schneider. Aepfel⸗Versteigerung. 2440 Montag den 9. d. M., Matags 1 Ubr, sollen die der hiesigen Gemeinde zustehenden Aepfel in Ab⸗ tbellungen an Ort und Stelle mit dem Bemerken öffent lich verstelgert werden daß die edelsten Obsarten, welche Zigeunerbanden in Deutschland. Von F. Chr. B. Avs⸗ Lallemant.— Pabstbiographien. Von Dr. Czerwen'a. II. Gregor VII.— Ein mufikalisches Genrebild aus dem Mittelalter. Mit Originalzeichnung von O. Heyden. — Tagebuch aus der Belagerung von Straßburg. Von Max Reichard.(Fortsetzung.)— Am Familientische: Im Sturme. Zu dem Bilde von Prof. K. Raupp: Heimkehr vom Felde im Gewitter. Zu Befsellungen empfeblen sich.. Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg. Flaschen⸗Etiquette pr. 100 Stück 24 tr. bis zu 2 fl. 48 kr., dei Bindernagel& Schimpf. Wohnung zu vermiethen 2377 bei Bäckermeister Schütz, Usagasse. Nepskuchen! 2402 stets frisch von der Mühle bei Wilh. Fertsch. Dillige Cimburger Käse 2333 bei Friedberg. A. Stabl Wittwe. Glas und Porzellan, 2262 feine Tassen mit Namen und Goldrand in allen Sorten bei Friedberg. M. D Loeb. n- und Verkauf 1744 von Staats ⸗Papieren, Anlehens⸗ loosen, Coupons ze. zꝛc. unter Zusicherung reeller Bedienung. f. Friedberg. J. A. Nauheim. sich zu Kellerobst eignen, baumweise zum Ausgebote kommen. Ossenbeim den 2. September 1872. Großherzogliche e Ossenheim. eic u,. Weiße leinene Taschentücher, 113 gestickt u. glatt, Kragen, Manschetten, Aermel, Herrenkragen, Vorhemden, Kragen⸗ e Manschettenknöpfe, Hosen⸗ träger, Moiréschürzen sowie Myrten⸗ kränze bei K. Friedrich neben der Pofl. Geld Cours. Frankfurt am 3. September 1872. Preußische Friedrichsd'or.... fl. 9 58—59 Pistolen„ 9 40—42 Holländische fl. 10-Stücke„ 9 53—35 Ducaten 1„ 5 34—36 Ducaten al marco.„ 5 35—37 20⸗Frankenstücke 0 9 197 20 Englische Sovereign.„ 11 47—49 Russische Imperiales.„ 9 438—45 Dollars in Gold 224½—25½% .. 8.— — 8.— e Bekanntmachung. 2451 Nachstehender Polizeibefehl wird hiermit zur offentlichen Kenntniß gebracht. Friedberg den 4. September 1872. a 1 cee 250 a Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Foucar. Polizeibefehl. Auf Grund der Kreisraths-Instruktion vom 20. September 1852,§. 12, wird hiermit verordnet: Das Befahren der Strecke der Usagasse von der Ludwigsstraße bis zum Hause der Geschwister Schloß durch mit schweren Lasten, insbesondere Eisensteinen, beladene Fuhrwerke ist, wegen gefahrdrohenden Zustandes dieser Strecke, bis auf Weiteres verboten. Zuwiderhandlungen werden nach§. 367, pos. 10 des Reich sstrafgesetzes mit Geldstrafe bis zu 20 Thaler oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft. a g Friedberg am 30. August 1872. e Kreisamt Friedberg. ra p p. Oeienheimer Kirchenverloosung. 2436 Zum Zweck des Ausbaues und der inneren Per⸗ stellung der Kirche in Beienheim wird in diesem Herbsse d. v. eine Verloosung von freiwilligen Geschenken unter Aufsicht der Polizeibehörde abgehalten werden. 300 neiem selber, wie in der Blindenanstalt und bei Hos⸗ Restaurateur Schott in Friedberg zu erhalten. Im Interesse der guten Sache ersuchen wir um zahlreiche Bethetligung und bitten besonders die Herren Geistlichen um freundliche Mitwirkung.. Beienheim. Ulrreisch, Pfarrer. in Friedberg 2358 jeden Donnerstag von 8—1 Uhr im Walz'schen Hause auf der breiten Straße. 15118 Oberhessische Eisenbahnen. 2437 Vom 16. September d. J. anfangend werden die auf unserer Linte Gleßen⸗ Fulda nach dem Fahrplan vom 1. Juni d. J. coursirenden Schnellzüge 4 und 7, sowie die Localzüge 2 und 9 gänzlich eingestellt und an Stelle derselben folgende Personenzüge befördert: Von Fulda nach Gießen. Von Gießen nach Fulda. Abfahrt von Fulda 5 Vormittags. Abfahrt von Gtaßen 742 Nachmittags. 5„ Großenlüder 515— 1„Groß ,-Buseck 8* 2„ Salzschlirf 5³⁰„ 4„ Reiekirchen 8⁵ 1. 8„ Lauterbach 5⁴⁰* 5 55 Grünberg 8²⁸ 55 15„ Wallenrod 5 ⁵³ 5 77„ Mücke 8³5„ 5„ Renzendorf 65„„„ Nieder⸗Obmen 8⁴⁵ 3 15„ Alsfeld 6²⁰ 1 1„ Bg. u. N.⸗Gemünden 8950 5 5„ Zell⸗Romrod 6⁰ 5 5„ Ehringshausen 9„ 1„ Ehringshausen 6⁵⁰„ 0„ Zell⸗Romrod 9²⁰ 1 5„ Bg. u. N.⸗Gemünden 7 5—„ Alsfeld 9³5⁵ 5 5„ Nieder⸗Ohmen 7¹⁰ 5 5„ Renzendorf 95⁵⁰ 5 5„ Mücke 5 5„„ Wallenrod 10 5„ Grünberg 72²⁵ 5 5„ Lauterbach 10¹⁰ *„ Reiskirchen 7⁴⁰* 5„ Salzschlirf 10²³ 55 1„ Groß-Buseck 7⁵⁰„ 5„ Grobenlüder 1035 5 Ankunft in Gießen 87 15 Ankunft in Fulda 11 1 In Verbindung hiermit wird 1) um den Anschluß an den vorbezeichneten um 8 Uhr 7 Min. Vormittags in Gleßen eintreffenden Personenzug zu gewähren, die Abfahrt des Zuges 13 auf der Linie Gteßen⸗Gelnhausen von 8 Uhr auf 8 Uhr 10 Min. verschoden,— 2) der um 6 Uhr 45 Min. Nachmittags von Fulda abgebende Perfonenzug 10 um so viel beschleuntgt, daß derselbe statt 10 Uhr 10 Min. Nachmittags um 10 Uhr in Gießen en en ergeben die Anschläge auf den Stationen. 5 2 1 5 n den 31. August 1872. Dire tigi den. Polschuß- und Cirdit-Vettin zu ricdberg. (Eingetragene Genossenschaft.) 2450 Um vielen Anfragen zu begegnen, zeigen wir an, daß wir uns auch mit dem An⸗ und Verkauf von Staatspapieren, Aetien, Loosen, Coupons ve. unter der Zusscherung billiger Provisionssätze und prompter Bedienung befassen, Der Vorstand: Fr. Hecht. Ermus. Ich empfehle mein reichhaltiges Lager in Weißwaaren, Gardinen, Cattun, alle Arten Kleiderstoffe ꝛc. ꝛc. J. H. Haußer vormals R. E. Haußer, 61. Töngesgasse. Frankfurt a. M. Töngesgasse 61. Spiel karten zu 54 kr., 56 kr., 1 fl., 1 fl. 6 kr., 1 fl. 12 kr., 1 fl. 18 kr., 1 fl. 24 kr., 1 fl. und 1 fl. 36 kr. per Dutzend mit Stempel empfiehlt P. Gauß in. Vilbel. Jeinstes Vorschußmehl 2261 dilligst bei Irledberg. M. D. Loeb. Ein großes Quantum Zucherrüben, 2424 zu Honig vorzüglich geeignet, wird in einzelnen 8 Ueue holl. Vollhäringe! Centnern à 36 kr.——. Niebel Netz 2098 bei Wilh Fertsch. Für Schulen: e 8 ee Die Wacht am Uhein Schulkenatulssen wird für ein Waaren-Geschäft en gros in Frankfurt a. 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Als wohlotrdienles Beuesizium 2433— gleich wie an allen anderen Theatern— habt auch ich in meinem schwergeplagten Posten nach Schluß der Vorstellungen das contractlich zustehende Recht der Herausgabe eines Abschieds⸗Jour nals, und bitte daher ein hochgeehrtes Publikum, indem ich persönliche Aufwartung zu machen mir erlauben werde, um freundliche und wohlwollende Beachtung. Hochachtungsvoll Leopoldine Köckert,. Souffleuse der Sommertheater zu Friedberg und Bad⸗Nauheim.. Anzeige. 2446 Sämmtliche Ochsenmetzger nehmen bolländische Guldenftücke nur zu 59 kr. und 2½ Guldenstücke nur zu 2 fl. 28 kr. 5 9 Anzeige. 2429 Einem verehrlichen Publikum hlermit zur Nach⸗ richt, daß ich von jetzt ab nicht mehr Kühe und Rinder, sondern Ochsen schlachten werde und verkaufe das Pfund à 22 kr. 8 Friedberg den 2. September 1872. f Joh. Hanse neben der Post. Lebewohl! 2447 Allen meinen Freunden und Bekannten, von denen ich nicht persönlich Abschied nehmen konnte, sage ich hiermit ein herzliches Lebewohl!. Bauernheim den 4. September 1872. Friedrich K. Keller. New⸗Jork. Hosenträger 503 billigst bei K. Friedrich neben der Pot. Hermann Bechstein in Friedberg, 70 Breitestraße 70, 1334 empfiehlt eine große Auswahl fertiger Herrenhemden, sowie ragen, Wan- schetten und Chemtsetten, Herrenbinden, Glacé⸗, Seiden u. Fil-d'Ecosse-Pandschuhe, wollene u. baumwollene Unterjacken, Hosen, träger u. s. w. zu den billigsten Preisen. lauer Ditriol! 2381 in bester Qualttät bet ö Wilh. Fertsch. Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim ist zu haben: Daheimkalender pro 1873.— Preis 54 kr. Israclitischer Gottesdienst in Friedberg. Freitag 1 N 6½% Uhr. 40 Samstag Morgens 8 Uhr. I —— Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlog von Bindernagel& Schimpff. Gewinne im Werthe von 1 fl. bis 20 fl. werden aus⸗ gespielt werden. 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