Nosentzel gen! Ferisch. — Ur, wurde zu Nel noch dem 1 Cigarren⸗ De ct gedeien Sa- Nauhtin anschetten, zorbemden, pfe, Hosen it Myrten 17— 1872.* 1 — berhessicher Anzeiger Friedberger Intelligenzblatt. Samstag den 4. Mai.—„ Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag —— Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Frledberg. —— Für die Monate Mai und Juni kann auf den„Oberhessischen. Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Lehr⸗ und Lectionspläne für die Volksschulen des Kreises Friedberg. Friedberg den 25. April 1872. Die Großh. Kreisschulcommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises. . Wir benachrichtigen Sie hierdurch, daß wir Ihnen in den nächsten Tagen die von einer zu diesem Zweck von den Lehrern des Kreises erwählten Commisston entworfenen und von uns genehmigten Muster-, Lehr. und Lectionspläne uͤbersenden werden. Sie wollen davon 1 Exemplar zu Ihren Acten nehmen und jedem Ihrer untergebenen Lehrer 1 Exemplar zustellen. Zugleich wollen Sie dafür besorgt sein, daß von jetzt an die alljährlich aufzustellenden Lectionsplane sich möglichst genau an die entworfenen Muster anschließen, und namentlich dahin wirken, daß das festgestellte Lehrziel in den verschiedenen Unterrichtsgegenstanden in allen Schulen des Kreises erreicht werdt.“) Ter a p p. *] Für solche Lectionspläne, welche dem aufgestellten Muster genau entsprechen, braucht in Zukunft unsere Genehmigung nicht mehr eingeholt zu werden; dagegen si, wo Abänderungen gewünscht werden, besondere Vorlage an uns zu machen, worin die Abweichung von dem Mustet degründet wird. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Wilhelm Hirsch von Oder⸗Florstadt ist als Feldschütze für diese Gemeinde ernannt worden. * n va beg usbunlau in III „ . ent, Get, 1 Dich- — At Nuten“ Sa Neon beim Malti. Nallet n 1. un Schttüen Fiat n t do Fette uuf Nanni K dritte —— 28833 — ů——ů—ů Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- mungsblatt Nr. 22 enthält:(Schluß.) III. Bekanntmachung Großh. Elchungsimspection, das (ichen von Weinsässern betr. Dieselbe lautet: Nach ciner temäß§. 84 ber Eichordnung erfolgten Enischeidung der baisetlichen Normal⸗Eichungs⸗ Commission ist mit Rücksicht af dir im Großherzogthum Hessen bestebenden Verhält⸗ usse bestimmt worden, daß Fässer, in welchen Weine am 1. Jauuar d. J. bereits lagerten und welche einen kichungsstempel auf Grund der früheren Vorschriften er⸗ alten haben, während der Jahre 1872 und 1873, zum zwecke des Verkaufs, ohne neue Inhallsprüfung mit dem tuen Eichungsstempel versehen werden dürfen. Die Eiltigkeit dieser Stempelung erlischt am 1. Januar 1874. dur Ausführung dieser Bestimmung wird Folgendes sest⸗ letzt: Die Eigenthümer der Fässer, welche aus den Vot⸗ hren mit Wein gesüllt sind, haben dieselben innerhalb ar nächsten acht Tage nach stattgesundener Veröffentlichung beses Erlasses mittelst eines doppelt ausgesernglen Ver⸗ üchnisses, aus welchem die seitherige Stempelung der Atzelnen Fässer nach Inhalt, Nummer, Jahreszahl und Stempel der srüheren Gichstellen ersichilich ist, bei einem Echamte zur neuen Stempelung anzumelden. Das Eich⸗ mi hat ohne Verzug die Richtigkeit der gemachten An⸗ gaben scstzustellen und das Dupfikatverzeichniß, mit ent⸗ sprechender Bescheinigung versehen, an den Eigenthümer ie Fässer zurückzugeben. Das Originalverzeichniß bleibt n Händen des Eichamts und sind die staltgefundenen Um⸗ lenpelungen von Fässern sofort in daoselbe einzutragen. de ucue Stempelung der Fässer findet beim Verkauf e Weins stett und ist zur Ausführung derselben dem chmeister zeitig Nachricht zu geben. Die Stemptlung wolgt in der sonst vorgeschriebenen Weise, jedoch mit der weichung, daß anstatt der einsachen Jahreszahl die Be⸗ echnung 187% aufgebrannt wird. % aun An Gebühren sind u berechnen für Fässer unter 300 Liter Juhall 10 ½ kr., t Fässer von 300 Liter oder größerem Juhalte 17½ kr Jagleich werden die Interessenten darauf aufmerksam ge⸗ u cht, daß derjenige Wein, welcher in den Jahren 1872 n 1875 nicht zum Verkauf kommt, gelegentlich des Ab⸗ chens auf Fässer zu füllen sein würde, welche nach den Auschristen der Eichorbuung vom 16. Juti 1869 geeicht u gestempelt sind. Dar mstadt am 19. April 1872, Großhetzogliche Eichungs⸗Inspection. Pfann müller. IV. Bekanntmachung Großb. Kreisamts Offenbach, % Ausbringung der Bedürsnisse der israelitischen Reli⸗ ie toge meinde zu Offenbach für 1872 beir. „ Ermächligung zur Annahme und zum Tragen s fremden Ordens. Seine Königliche Hoheit der Jßhetzog haben allergnädigst geruht: am 9. April dem Hesessor J. Felsing zu Darmstadt die Erlaubniß, zur irahme und zum Tragen des ihm von Sr. Majestät n Könige von Bayern verlithenen Verdiensikreuzes für e Jahre 1870 und 1871 und am 15. April bem Banquier e lph Frank zu Brüssel die Erlaubniß zur Annahme n zum Tragen des ihm von Sr. Majeslat dem Könige Spanien derliehenen. Rilterkeeuzes des Orbens ale III. zu ertheilen. VI. Bekanntmachung, die Vertheilung der Preise im Philolegischen Seminar zu Gießen betreffend. Folgenden Mitgliedern des Philologischen Seminars auf der Landes⸗ Universität zu Gießen sind für ihre Leistungen während des Sommer⸗Semesters 1871 und des Winter⸗Semesters 187/72 die beiden aus dem Elats-Jabr 1871 noch zu dertheilenden Preise zuerkannt werden: 1) der l dem Stud. phil. Carl Germann aus Heimersheim; 2) der vierte Preis dem Wied, Pöl Wägen Nehmeher aus Gießen. 5 VII. Diensinachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allerguädigst geruht: am 3. April dem 1. ebang. Schullehrer zu Homberg a. d. O., im Kreise Alsfeld, Miiprediger Heinrich Pfannmüller, die evang. Pfarrstelle zu Selters, im Dekanate Gedern, am 8. April dem Pfarramts Candidaten Georg Hager aus Undenheim, im Kr. Oppenhelm, die erstie Stadt⸗Knaben⸗Schulstelle 1. Abtheilung zu Darmstadt zu übertragenz an demselben Tage den von dem Grasen zu Erbach⸗Fütstenau auf die evang. Pfarrstelle zu Ober⸗Mossau, im Dekanate Erbach, präsentirten Pfarramis⸗Candidalen Dr. Carl Eigenbrod! aus Darmstadt für diese Stelle zu bestäligen; am 11. April den Repelitor bei der Entbindungsanstalt zu Mainz Dr. Jakob Krug zum Director der genannten Anstalt zu ernennenz am 10. April dem Schullehrer an der Elemen⸗ tarschule zu Reinheim, im Kr. Dieburg, Johann Friedrich Stork die 2. evang. Schulstelle daselbst zu übertragen. VIII. Charaktererthellung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 8. April dem Lehret an der 1. Stadt⸗Knaben⸗Schulstelle 1. Ab⸗ theilung zu Darmsiadt, Georg Hager, den Charakter als Müprediger zu verleihen. IX. Versetzung in den Ruhestand. — Das Großh. Regierungsblatt Nr. 23 enthält: I. Bekanntmachung, den Bau einer stehenden Brücke übet den Rhein bei Duisburg⸗Rheinhausen belrefsend. II.— V. Uebetsichten von für das Jahr 1872 ge⸗ nehmigten Umlagen. N Berlin, 1. Mal. Reichstag. Bei der Be⸗ rathung des Hoverbeck'schen Antrags, betreffend die Herabsetzung der Salzsteuer auf 1 Thlr., und des Stumm'schen Antrags, auf Einbringung einer die Salzsteuer ganz abschaffenden Gesetzvorlage in der nächsten Sesston, erklärte Sbaatsminister Delbrück, die Bundes regierungen hätten die gaͤnz⸗ liche Aufhebung der Salzsteuer schon erwogen und warteten die Entscheidung des Reichstages ab. Eine Ermäßigung der Saljsteuer sei eine halbe Maßregel; diesetbe bescitige weder die Veiwallung, noch andere Verkehrsehemmnisse. Gleichzeitig müßte aber für die ausfallende Salzsteuer Ersatz durch eine andere Reichssteuer gefunden werden. Die Erhöhung der Mabrikularbeiträge der Einzelstaaten sei unthunlich. Fürst Bismarck fügte hinzu: Der Zeitpunkt der Abschaffung der Salzsteuer hänge nicht von den Finanzverhälknissen allein ab; es sei dies auch eine politische Frage, weil das Reich eigene Reichssteuern haben müsse. Bei der Centri⸗ fugalkraft der Einzelstaaten des Bundes sei eine Abschließung des Steuersystems auf die Einzel⸗ staaten verwerflich; das Reich werde durch eigene Einnahmen zusammengehalten. Die Reichsregierung könne ohne genügenden Ersatz weder die Ermäßi⸗ gung, noch die Abschaffung der Salzsteuer accep⸗ tiren. Nach längerer Debatte, bei welcher Fürst Bismarck wiederholt das Wort ergriff und er⸗ klärte, er wolle nicht, daß das Reich arm gemacht werde und er perhorrescire die Matrikular beiträge — werden schließlich beide Anträge an die Com⸗ missarien der fünften Budgetgruppe verwiesen. — Die„Prov.⸗Corresp.“ schreibt: Ungeachtet der Verlängerung der Reichstagssession hält die preußische Regierung entschieden an der Absicht und Hoffnung fest, die Vereinbarung der Sommer⸗ session durchzuführen und glaubt sich hierzu der opferwilligen Mitwirkung der Mehrheit der beiden Häuser versichert halten zu dürfen. — Der Kaiser bat bestimmt, daß die den Truppentheilen zur bleibenden Erinnerung an die ruhmvollen Feldzüge 1870/ë71 verliehenen Eisernen Kreuze in den Fahnen bzw. Standartenspitzen, sowie die Fahnen⸗ bzw. Standartenbänder überall, wo es ausführbar, durch einen feierlichen Sonntags ⸗ Gotttsdienst, bei welchem die mit dem Eisernen Kreuz, bzw. den Fahnenbändern deeorirten Fahnen und Standarten am Altar aufzustellen sind, ge⸗ weiht werden sollen. — Ueber die Reisedisposition des Kaisers sind definitive Beschlüsse noch nicht gefaßt, Der Kaiser bedarf des verletzten Fußes wegen körperlicher Ruhe und Schonung; ein Gypsverband behindert die freie Bewegung. — Dem Bundesrath ist ein Gesetzentwurf, betreffend die Regelung des Reichsbaushalts pro 1871 zugegangen, nach dessen§. 1 die süddeutschen Staaten 16,842 Thaler an Matrtkularbestragen zu zahlen baben, während 371,504 Thaler an von der Marineverwaltung in den Jahren 1867—69 über den Etat hinaus und vorschußweise gelessteten Ausgaben für Indienststellung von Fahrzeugen durch übertragungsfähige Bestände im Marinectat pro 1871 und 43,616 Thlr. einmalige Ausgaben der Telegraphen- Verwaltung aus dem Ueberschusse des Etats pro 1871 gedeckt werden sollen. Der Finalabschluß pro 1871 weist gegen den Etat eine Mehreinnahme nach von 4,187,500 Thaler bei den Zöllen und 1,194,000 Thaler bei der Rechnet man von dieser Summe 284,600 Thaler Mehrausgaben ab, so verbleibt noch ein Mehrbetrag von ca. 5,200,000 Thaler, und hierzu kreten 567,400 Thaler Ertrag der Abstempelung der ausländischen Inhaberpapiere, müssen aber 451,300 Thaler für das Reichstags ⸗ gebäude und 10,000 Thaler fär das Hermanns denkmal abgerechnet werden, so daß der Ueberschuß in Wirklichkeit sich auf ca. 5,214,100 Thaler stellt. Die Ausgaben für den Krieg mit Frank- reich stellen sich, so weit sie 1871 zur definitiven Verausgabung gelangt sind, auf 231,091,334 Thlr. Die Etatsüberschreitungen haben im Jahre 1871 den Betrag von 1,146,321 Thaler erreicht. Fulda. Von dem Reichskanzler ist ein Ant⸗ wortschreiben auf die ihm von mehreren liberalen Bürgern biesiger Stadt übersandte Zustimmungs⸗ adresse dahier eingetroffen, in welchem betont wird, „daß Fulda, die Hüterin des Grabes des Apostels der Deuischen, vor allen Städten dazu berufen sei, Zeugniß dafür abzulegen, daß Deutschland die Testamentsvollstrecker jenes großen Blutzeugen, des h. Bonfacius, nicht außerhalb seiner Grenzen suchen dürfe.“ Der Fürst dankt für das ihm ge⸗ schenkte Vertrauen, welches er stets zu rechtfertigen bestrebt sein werde. Straßburg, 1. Mai. Unter außerordentlich großer Betbeiligung wurde heute die Eröffnungs⸗ feier der Universität vorgenommen. Ee waren 26 Universitäten vertreten. Nach einer Ouvertüre „Zur Weihe des Hausts“ hielt der Oberpräsident v. Möller folgende Ansprache:„Der Kaiser solgte den Traditionen seines Hauses und den Wünschen seines deutschen Volkes, als er bald nach den großen Ereignissen der Jahre 1870— 71 zur Wiedererneuerung der hiesigen Universität schritt als einer schönen Morgengabe, einer Pflanzstätte nationaler Eigenheiten, die, wie sie vordem das geistige Leben im Elsaß genährt und die Ge⸗ meinschaft mit Deutschland fortgesetzt hat, so jetzt wieder das Geistesleben des elsässischen Volkes neu befruchten soll.“ Hierauf verlas er die Stiftungs⸗ Urkunde und folgendes Telegramm vom Kron prinzen: Möge die neue Universität das Werk des Friedens in Frieden vollenden! Rector Bruch dankte in warmen Worten dem Kaiser, dem Reichs- kanzler, dem Oberpräsidenten Hrn. 9. Roggenbach, dem Maire und der Stadt und verlas dann eint Begrüßungsadresse des Präsidiums des deulschen Reichstags. Nach Absingung des Chors:„Die Himmel erzählen“ zc. hielt Professor Springer die Festrede. Derselbe sprach über die Bedeutung deutscher Wissenschaft. Waitz(Göttingen) brachte Grüße Namens deutscher Universitäten. Tomaschek (Wien) grüßte im Namen österreichischer, Wyß im Namen schweizerischer Universttäten. Nachdem Bruch hierfür gedanet, schloß die Feierlichkeit mit der Jubel⸗Ouvertüre von Weker. — Beim Festdiner toastirte der Gouverntur der Festung, Härtmann, auf den Kaiser, der Oberpräsident v. Möller auf die Universität, Präsi⸗ dent Braun(Bayern) auf Fürst Bismarck, Rector Bruch auf Roggenbach, dieser auf das Reichsland. Graf Türkheim Beaumartin antwortete in sehr deulschgesinnter Rede, Professor Renaud brachte den letz ten offiziellen Toast auf Straßburg aus. Den offiziellen folgten mehrere nicht offizielle Toaste. An den Kaiser und Fürst Bismarck wurden Tele⸗ gramme gerichtet. Das Fest verlief in sehr würdiger Weise. Seitens des elsässischen Publikums fand eine achtungs volle Betheiligung statt. Die Be⸗ leuchtung des Münsters war eine sehr gelungene. — Oberpräsident v. Möller hat ein Stipen⸗ dium von 10,000 Fre. für elsässische Studirende gestistet. ö — In rer Taverne Alsacienne fand am Abend det 1. Mai eine große Schlägerei statt. Ein⸗ tretende Studenten wurden von Straßburgern aus gepfiffen und mißhandelt. Ulanen ergriffen für die Studenten Partei und bieben ein. Ein Sttaßburger wurde starl verwundet und halbtodt weggetragen. Postverwaltung. Ausland. Frankreich. Paris. Das„Journal offi⸗ ciel“ meldet die Ernennungen Bourgoing's zum Gesandten beim Papste und Hareourt's zum Ge⸗ sandten in London.— Graf v. Arnim hatte eine lange Unterredung mit Thiers, in welcher er die befriedigendsten Versicherungen über die guten Ge⸗ sinnungen Deutschlands gegen Frankreich gab. — Ueber das Abbrennen der Baracken der dtutschen Truppen bei Raon l' Etape erfährt man folgende Einzelheiten: Am 18. April gegen 10 Uhr Abends wurde die Sturmglocke geläutet. Eine der Baracken brannte. Plötzlich hörte man Ge— schrei. Eine Trompete ertönte, man eilte herbei. Hundert Meter von der ersten Baracke entfernt begann eine zweite zu brennen; man machte neue Anstrengungen, aber vergeblich. Von diesem Augen- blicke an fehlte es übrigens an Wasser. Die Röhren, welche die Baracken mit Wasser versehen, waren abgeschnitten worden. Muthlosigkeit be⸗ mächtigte sich Aller, und man begnügte sich, die Stadt gegen das Feuer zu schützen. Eine Stunde später waren alle Baracken, welche dem Staate 150,000 Fres. gekostet haben, ein Aschenhausen. Die deutsche Behörde ließ am 26. April eine Bekanntmachung anschlagen, in welcher sie eine Belohnung von 300 Francs auf Entdeckung des Brandstifters ausgesetzt. Da ferner die Wahr- scheinlichkeit vorliegt, daß die Röhren, welche die Baracken mit Wasser versehen, böswillig durch; schnitten waren, so ist eine weitere Belohnung von 200 Frances auf Entdeckung des in dieser Hin⸗ sicht Schuldigen ausgeschrieben. Versailles, 30. April. Nationalversamm⸗ lung. Scheurer-⸗Kestner fragte bezäglich der Option der Minderjährigen Elsaß Lothringens und der daselbst domicilirten Franzosen, ob es nicht mög⸗ lich sein würde, mit Deutschland neue Unterhand⸗ lungen anzuknüpfen, um diese Punkte aufzuklären. Oer Minister des Auswärtigen, Graf Remusat, erwiderte, daß die Frage mit Reserve behandelt werden müsse. Die Regierung, deren Gesinnung und Meinung in der Angelegenheit bekannt seien, werde alle Anstrengungen machen, um die den Rechten der Betheiligten günstige Auslegung zur Geltung zu bringen. Großbritannien. London. Im Unter- hause theilte Gladstone mit, General Schenck habe dem Lord Granville die Anzeige gemacht, daß die Antwort des Staatssecretärs Fish eingetroffen sei. Ueber den Inhalt derselben erfährt das„Echo“: Die Antwort erörtere die indirecten Ansprüche in sehr ausführlicher, freundschaftlicher Weise; be⸗ tonend, daß dieselben in der Prozeßschrift nur deshalb aufgeführt seien, um eine Lösung dieser Frage herbeizuführen. vorangegangenen Depeschen bewiesen, daß Amerika die indirecten Ansprüche keineswegs blos wegen des Schadenersatzes, sondern um überhaupt eine Lösung sämmtlicher Streitfragen zu erzielen, vor⸗ gebracht habe. — Die„Times“ betrachtet als gewiß, daß England und Amerika über die Principien eines Arrangements einig sind, aber nicht über die Ab ⸗ fassung der Uebereinkunft. Die Principicn seien die letzthin aus Philadelphia gemeldeten. Amerika. Washington. Wie Nach⸗ richten von hier besagen, hat der Gesandte der Union in Madrid seine Demission erhalten. Der Posten wird nicht eher wieder besetzt, als bis Spanien bezüglich der auf Cuba in Gefangen⸗ schaft gehaltenen Unionsbürter befriedigende Schritte gethan hat. Gießen. Von dem vor längerer Zeit in einem Coupe der Weservahn aufgefundenen Erschossenen ist bis jetzt keine Spur der Herkunft ꝛc. gefunden worden. Frankfurt. Am kommenden Sonntag findet im zooplastischen Museum, Bockenheimer Lanostraße, der ersie Sechs kieuzertag statt. Derselbe wird von j tt ab N85 ersten Sonntag eines jeden Monats wiederholt werden. 5 Fran'furt. Während des Gewitters, welches in der Nacht zum Dienstag mehr als zwei Stunden hindurch über Stadt und Umgegend toble, hat der Bliß in Preunges⸗ heim in einem Bäckerhaus eingeschlagen, jedoch ohne zu zünden. Der Strahl schlug ein Loch in das Dach, so wie in die Decke des darunterliegenden Zimmers, fuhr dann über das Bett hin, in welchem ein Ehepaar schlief, erfaßte die Uhr, rollie die Ketten derselben zu einer geschmolzenen Masse zusammen, sprang auf den Ofen über, beschädigte diesen, schlug den Herd in der Küche entzwei und fuhr endlich, ein Gesach mitreißend, wieder zum Haus hinaus. Die Prozeßschrift und die z In dem Flecken Niederbrechen(Nassau) sind am 15 April 200 Gebäude, zwei Straßen umfassend, abge⸗ rannt. a Nastatt. Am 29. April wurden hier die ersten Kirschen auf den Markt gebracht und verkauft, was wir der Seltenheit wegen zu bemerken nicht unterlassen wollen. München. Kürzlich machte Fräulein Anna See⸗ thaler aus Augsburg vor der medicinischen Facultät der Universität Erlangen eine zahnärztliche Prüsung, ein Vorkommniß, das in ganz Deutschland noch nicht seines Gleichen gefunden bal. Die Professoren wendeten in diesem Examen, das sich über Theoretisches und Praktisches 9 verbreitete und mündlich und schrifttich gehalten wurde, den strengsten Maßstab an, und doch war der Erfolg der Prüfung für das Fräulein ein böchst erfreulicher; sie bestand dieselbe mit einer glänzenden Note. In Paris, Orleans und den Wäldern an der Loire werden die Bewohner seit einigen Tagen durch unzählige schwarze Fliegen von einer Gattung belästigt, wie man sie dort bisher nur äuß'rst selten, in solchen Mengen aber noch nie gesehen. Die Bevölkerung bringt diese Erscheinun mit den Kämpfen der letzten Jahre in Verbindung, glaub daß die Fliegen aus den Leichen der Gefallenen entstanden und hat ihnen den Namen Todtenfliegen(Mouches de mort) gegeben. London. Ueber den Erdssoß, welcher die Stadt An rtochien in Kleinasien zerslörte, berichtet man der „Times“: Am 3. April gegen 8 Uhr Morgens, als die Bazare überfüllt waren, legte ein Erdstoß, der 40 Sekunden anhielt und von Osten nach Westen zog, 4 der Haupt⸗ bazare in Trümmer. Eine griechische Kirche fiel in Stücke und begrub 300 Andächtige unter ibren Ruinen. Ein ähnliches Schicksal erlitt eine griechische Schule mit 50 In⸗ sassen. Das sogenannte Paulsthor, eine schöne römische Ruine am östlichen Eingange der Stadt, steht jetzt nicht mehr. Die aus Aleppo abgesandten Truppen haben bereits 1600 Leichen aus den Ruinen gezogen.“ Ueber 500 Zer⸗ schlagene und Verwundete liegen beinahe hülflos unter Zelten oder auf dem blanken Erdboden, denn die Regie⸗ rung hat bis jetzt nur sehr geringes zur Hülfeleistung gethan. Eist 4 Tage rach dem tragischen Ereignisse von Antiochien begaben sich die Truppen des 1. Regiments Infanterie und 2 Schwadronen Cavallerie mit 2 Aerzten (sage zwei Aerzten) nach der Stadt der Scleuciden. Die Ausgrabungen der Leichen dauert noch immer fort, da nicht genug Hände da sind die unglücklichen Verschütteten ans Tageslicht zu sördern. Dieses noihwendige Werk wird dazu noch durch den Fanatismus der Einwohner verzögerl, da jede Religionsgemeinde um die Tod ten ihres eigenen Glaubens kämpft, statt zu erlauben, daß sämmt⸗ liche Todten von den moslemilischen Soldaten beerdigt werden. Der Leichengeruch ist fürchterlich, und Pestilenz wird, wie man fürchtet, bei der ungewöhulich raschen Verwesung todter Körper unter einer syrischen Sonne nicht ausbleiben. D. Frankfurt a. M., 2. Mat 1872. Während gestern die Frühlingssiimmung der Bötse nicht bis zum Schluß anhielt, sondern, wie gemeldet, wesentlich alterirt wurde, wußte sie sich heute wieder mebr zu befestigen und namentlich für Speculationspapiere bekundete sich deutlich Kauflust, so daß Staatsbahn trotz der neuerlichen be⸗ deutenden Mindereinnahme von 89,000 fl. doch lebhaft zum gestrigen Nachcourse verkehrte und bis 385¾ be⸗ ablt wurde. Auch Creditactien stark im Umsatz und bis 352½ gehandelt, trotz matterer Notirungen aus Berlin, Nationalbank stiller und Lombarden gleichfalls, da die Dividende doch nicht recht befriedigt. Die an der gestrigen Abendbörse eingetretene Reprise für österreich. Renten mußte heute in Folge vermindeter Nachfrage wieder ziem⸗ lich schwinden, doch hielt sich Silberrente auf 64. Von anderen Staatepapieren waren 4½% Wü nemberger wieder sehr gesucht. Auch Russen, ältere wie neue, viel⸗ fach in Umsatz. Für Banken machte sich heute eher Nach⸗ frage geltend als gestern und besserten sich Darmstädter um 11½ fl. und Meiainger gewannen gleichfalls. Brüsselet Bank ibeilweise gesucht, ebenso Rheinische Creditbank. Hiesige Banken sest und ca. 10% besser. Dagegen bietet das Bahngebiet heute der Berichlerstaulung keinen Stoff, da Niemand Lust zum Verkaufen hat, wenn er nicht durch besondere Umstände dazu gebrängt wird; nur alte bayr. Osibahn offerirt und bei ca. 148 abgenommen. Für Voralberger und Galizier wurde eine Kleinigkeit mehr bezahlt. In Prioritäten war ruhiger Verkehr und wurden Alfölder Prioritäten heuie vor andern begehrt. Von Loosen nur Kö en⸗Mindener und öster reich. 60r lebhafter und die kleineren Sorten. Madrider angeboten ohne Abnehmer. 6 Verloosungen. Ziehung der bayerischen aprot. Prämien“, Anleihe. 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Mts. zu Eigenthum zugeschlagene Gasfabrik vom 1. d. Mts. ab in Selbstbetrieb genommen und den Herrn Ad. Tiefenthal dahier mit der Leitung des Fabrikbetriebs beauftragt hat. Das Verhältniß der Fabrikinhaber zu den Herren Gas Consumenten soll durch den erwähnten Wechsel der Fabrikeigenthümer keinerlei Aenderung erleiden, vielmehr behält es bei dem am 4. Mai 1863 mit der Stadt Bad Nauheim abgeschlossenen Contrakt sowie bei dem im Januar 1864 veröffentlichten Vertrage mit den Herren Gas Consumenten auch fernerhin sein Bewenden. Um indessen den Letzteren entgegen zu kommen resp. um den Consum des Gases zu erleichtern, hat sich die Firma Reifenberg& Mastbaum zu einer probeweisen Herabsetzung des Gaspreises auf fl. 5. per 1000 englische Cudikfuß entschlossen, ohne indessen auf ihr Recht, auf den alten Preis zurückzugehen, falls der von ihr intendirte Erfolg nicht erzielt werden sollte, zu verzichten. Die Erhebung der Gelder für das consumirte Gas sowie für Gasmesser- und sonstige Miethen erfolgt nach den Bestimmungen der§§. 6—8 des Vertrags vom Januar 1864 und gegen Quittung der Herren Reifenberg& Mastbaum, durch Herrn A. Tiefenthal, an welchen auch Anträge wegen Abschlusses neuer Verträge zu richten sind. Bad⸗ Nauheim den 1. Mai 1872. Der General- Mandatar: Dr. A. Rosenberg II., Hofgerichts⸗Advokat in Gießen. Anzeige. 1255 Meinen geehrten Kunden und allen an Augenschwäche Leidenden die ergebene Anzeige, daß meine dortige Ankunft Dieustag den 7. Mai stattfinden wird und ist meine Wohnung wie bekannt bei Herrn Schott in Friedberg. i Vorhergehende Bestellungen bitte bei demselben gefaͤlligst abgeben lassen zu wollen. Meinen geehrten Kunden in der Umgegend Friedbergs zur Nachricht, daß mein dortiger Aufenthalt bis zum 15. Mai dauern wird. Wiesbaden im Mai 1872. Hof⸗Optiens L. Lehmann. 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Lenhrlings⸗Gesuch. 1233 Ein mit tüchtigen Vorkenntnissen(aus einer Realschule) versehener junger Mensch von guter Familie kann bet dem Unterzeichneten die Handlung erlernen.— Eintrtit zu Anfang Jung d. X 5 Wilh. Fertsch. Geld Cours. Frankfurt am 2. Mai 1872. — Preußische Friedrichsd'or. ft. 9 57-38 Piielenn;n; 2 9 40—42 Holländische fl. 10- Stücke.„ 9 53—55 Ducaten e„ 5 33—35 Ducaten al marco.„ 3 34—36 20⸗-Frankenstücke 0 252 0-9— 22 Englische Sovereigns.„ 11 48-350 Russische Imper tales 9 40-42 Dollars in Gold„ 226—27 wir tincharts⸗Erüssnung. 1252 Hiermit mache ich die ergebene Anzeige, daß ich Windecker's Felsenkeller dahier übernommen habe und denselben Sonntag den 8. Maj eröffnen werde. Es wir 1 mein eiftigstes Bestreben sein, durch Verabreichung guter Speisen(warm und kalt) und Ber Präsi dent. Getränke mir die Zufriedenheit meiner verehrlichen Besucher zu erwerben. Zu geneigtem Zuspruch mich bestens empfehlend, zeichnet hochachtungs voll Friedberg den 1. Mai 1872. Conrad Heß. Consirmationsscheine von Spekter, Ahlfeld, Superintendent Schmitt, Müller& Gaber, Steinmetz ic. sind vorräthig bei Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg. 1 1 Junggesellen⸗Verein. 1254 Generalversammlung im Vereinslocale Samstag den 4. Mal. Abends 8 Uhr. Tagesordnung! Bericht des Brit. und Gest.⸗Meisters über neue Ankömmlinge. Bericht über den in Friedberg bestehenden Amazonenclub. Gründung einer Filiale in Gießen. Einübung der neuen d Vereinshymne„Humderata“. e eines neuer⸗ dings untreu gewordenen Mitgliedes. Noch werden die Mitglieder darauf aufmerksam ge⸗ macht, daß die Gießer Deputation um 5 Uhr 24 Minuten dahier eintrifft. Der Vorstand hat einen solennen Empfang vorbereitet. Durch weißgekleidete Jungfrauen wird den Ankommenden die Rose der Sitzsamkeit über⸗ reicht, dann Empfangsrede des Präfidenten, Marsch mit Musik durch die Stadt. Die Mitglieder des Ver⸗ eins haben mit den großen Festquasten zu erscheinen. Turner⸗Feuerwehr. dus nue Strohhüten, a präctis 8 Uhr, ganze Mannschaft Uebung in der Turnhalle.(Uniform.) 90 Fal ck Sonnen- Uegenschirmen Elan. 660 empfiehlt zu reellen Preisen K. Friedrich, neben der Post. Friedberg werden ersucht, sich zur Besprechung gemein schaftlicher Angelegenheiten. Freitag den 10. Mai d. J., Putzarbeiten jeder Art werden möglichst rasch und geschmackvoll ausgeführt. 2 Nachmittags 1 Ubr, auf Philippi's Felsenkeller zu Friedberg R h e i 1 i I ch e 1 M E n D 5 V Ee r E i n. n zu besprechenden Angelegenheiten für unsere 1212 Pferde-Rennen in Frankfurt a. M., am 12. Mai 1872, Nachmittags halb 3 Uhr am Forsthaus. gemeinsamen Interessen von Wichtigkeit sind, so dürfen wir wohl allseitiges und pünktliches Erschelnen erwarten. 5 Mebrere Polizeidiener. Ero ffnungs⸗Rennen fl. 300 Offiziers-Jagd⸗ Rennen 850 57 8 f e eee eee 7 5„ 300 See Sept, bah. ft 2 Kinderwagen und N ocal-Trab⸗Rennen. renpreis. roße erple⸗Chase 5 73 Großes Trab⸗ Rennen„230 Kinderfahrstühle Die Actionäre und Mitglieder des weiteren Vereins des Rheinischen Renn Vereins haben freien Eintritt. Erster Platz. Zweiter Platz fl. 1.— kr. 1 Tapeten 7 Für 1 Herrn und 1 Dame zasammen fl. 5[Dritter Plaz— 80„ „en,, e eee ee Stehyl ak!— 18„ Dame Eguipagen fl. 9½, jede Person darin muß mit einem Billet zu dem ersten Platz versehen sein. Reiter fl. 2.. 1 Sämtliche Karten sind sichtbar zu tragen. 1190 neu angekommen bei Jos. Hoffmann. 1256 mit den neuesten und schönflen Mustern in großer Auswahl bet Georg Groß. Strohhüte 1061 in großer Auswahl und neuester Fagon billigst An den Tribünen werden keine Karten ausgegeben.— Die Kassen befinden sich auf der Chaussee an bet Heinrich Diehl, Uzagasse det Louisa, am Sandhof, bei Niederrad und am Forsthaus. Zur Bequemlichkeit des Publikums werden Eintrittstarten verkauft bei den Herren: F. Breul, Zell 61,1128 Eine große Auswahl in W. Fuchs, Zeil 1, W. Seidler, Roßmarkt 21, Andr. Speeth, Hasengasse 12, Chr. Ströhlein, Zeil 57. Str hh 72 ten trohhnten, Im Auftrage des Direktorsums: Kappel. Mädchen⸗Institut in Friedberg. Blumen, Bändern und Federn zu billigen Preisen bei Bertha Lang, usagasse. Pußarbelten werden billig und geschmackvoll 1126 Donnersiag den 30. Mal beginnt ein neuer Cursus in unserer Anstalt und bitten wir die geehrten Eltern ausgeführt. 2 bis dahin ihre Anmeldungen bei uns machen zu wollen. Der Unterricht wird von tüchtigen Lehrkräften aus hicsiger Stadt, einer Französin und Engländerin und den Vorsteherinnen erlbeilt. Vorzügliche Bamberger u. Wetterauer Zwetschen, Die Lehrgegenstände umfassen die Elementarsächer, Französisch und Englisch, Literatur, Physik und Zeichnen. feinste Reis 9 Glanz 3 Stärke Das Honorar beträgt für die 0 I. Classe(Fortbildungsklasse) jährlich 32 fl. III. Classe II. Abth. jährlich 36 fl. II. Classe 48 fl. IV. Classe 1. Abth. 28 fl. HI. Classe 1. Ablh. 40 fl. IV. Classe II. Abth. 24 fl. Beim Eintrilt werden 2 fl. 42 kr. für die Bibliothek entrichtet. das Nähere. Halbpensionäre, Kinder aus der Umgegend, welche den Tag über in unserer Anstalt bleiben, be⸗ zahlen 150 fl. Kindern von 8— 10 Jahren, welche noch die Musterschule besuchen, wird Gelegenheit geboten Französisch en⸗ zufangen und Handarbeitstunde zu nehmen. Das vierteljährige Honorar beträgt 4 fl. Zur Vervollkommnung in ber französischen und enalischen Conversation für erwachsene Mädchen finden wöchenilich 4 Stunden statt. Vierteljähriges Honorar 4 fl. 30 kr. Friebbe eg im April 1872. Amalie, Marie& Lina Werner. Münz ⸗Reductor. 1235 Reduction der neuen deutschen Reichsmünze in die alten, nord- und süddeutschen und Maaß und Gewichts⸗Uhr. Reduction des alten Maaßes und Gewichtes in das neue und umgekehrt. Preis der Münz⸗Reductor ächt vergoldet und versilbert per Stück 18 kr., broncirt per Stück 9 kr. Preis der Maaß⸗ und Gewichts-Uhr ächt vergoldet und versilbert per Stück 36 kr., broncirt per Stück 18 kr. Friedberg. L. Hau a u, Hof ⸗Uhrmacher und Goldarbeiter. W Oer beutigen Nummer liegt ein Extrablatt bet, enthaltend Anerkennungen über dle Heilwirkungen rer Hoffsschen Malzpräparate bei Hämorrhoidal⸗, Lungen⸗, Magen- und katarrhalischen Leiden ic. Verkauf bel Herrn Jos. Hoffmann in Friedberg und Dr. Uloth in Bad⸗Nauheim. 12⁴ 1181 empfiehlt zu sehr billigen Preisen Friedr. Hilbrecht Wittwe am Bahnhof. Pensionäre können zu jeder Zeit eintreten. Honorar 350 fl. Musik wird extra vergütet. Prospecte besagen Alle Jorten N Oelfarben, 1 R U 991 zum Anstrich fertig, empfiehlt billigt Wilhelm Bernbeck. Airchlicht Amzeigen füt Irltdberg. Evangelische Gemeinde, Pfarramtswoche: Herr Pfarxer Baut. Sonntag Rogate. Gottesdienst in der Stadtkirche Vormittags: Herr Candidat Münch. Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirchet Vormittags: Herr Pfarrer Baur. Nachmittags: fällt aus. Katholische Gemeinde. Samstag um 4 Uhr Nachmiltags Beich lle. 5. Sonntag nach Ostern. Vormittags: ½9 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½¼2 Uhr Christenlehre und Andacht. Beginn des Goltesdienstes an den Wochentagen Morgens 7½ Uhr. Von jetzt an wird in Bab⸗Nauheim an Sonn⸗ und Feiertagen der Gottesdienst Vormittags 10½ Uhr abgehalten. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs Blatt Nr. 18 und eine Beilage.) 1260 Samstag den 4. d. M., Abends — Glenn Pant Chauff Stelnse an den Bad- Mi 1200 D Clementa 8. für d werden, dom Mit det Schu Die! pflicht Nachmilt die nicht dung dit 1261 anfange Oels kleiner wlths bietend Fri. — ö al. 8 sollen im 6450 8 seigerte n der des Ser 1 techn. wehr. d N. üben Lecest Uebung m 9410 3 . n dit Kresseg torrg genen 3. 1 dri itt für uren Tun, se dünn ente trat eld ientt. d ühle Hoffmam 2 atm n große Groß 35 Senckenbergstt. 5. elne, Hberhessischer Anzeiger. Bekanntmachung. 1216 Bedufs Umänderung von langen Rettbosen in surze nach neuer Prode werden Schneidermeister gesucht, weiche dtese Arbeit übernehmen wollen und haben sich dicselben wegen Ertheilung weiteret Auskunst an die Zeib⸗ oder 5. Escadron des Regiments in Butzbach zu wenden. Badenhausen den 28. April 1872. Die Bekleidungs Commission des Großherzoglichen 1. Dragoner Regiments Nr. 23. Arbeits ⸗Versteigerung. 1221 Montag den 6. Mat d. J., Miltags 2 Uhr, sollen auf dem Bürgermeisterei-Bureau zu Ober- Ros bach fn Steinbrechen, veranschlagt zu 268— Steinfabren 388— Steinsetzen 33— Pfantrarbeit 40— Cbaufsitarbelt 462— Steinschlagen 140— an den Wenigftnehmenden in Accord gegeben werden. Bad Nauheim den 29. April 1872. Der Bezuks-Bauaufseher ür l. Mullerschule in Friedberg. 1230 Die Jahresprüfung wird am 6. Mai für die Elementarklassen, am 7. für u die Mittelklassen und am 8. für die Oderklassen in den Schullocalen abgehalten werden, und es werden die Angehörigen der Schüler und vom Mitzage des ersten Tages an auch andere Freunde der Schule zur Theilnab me eingeladen. Die Aufnahme der in diesem Jahre schul⸗ pflichtig werdenden Kinder wird am 27. Mai, Nachmittags 2 Uhr, im Ralhhaussaale statifinden. Für die nicht bier geborenen Kinder find bet der Anmel- dung die Impfscheine vorzuzeigen. Für den evang. Schulvorstand: Baur. Versteigerungs⸗ Anzeige. 1261 Freitag den 10. Mat d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in det Behausung des Herrn Walbelm Oö kus in dec Burg 15 Stückfaß, sowie 19 Stück Tleinere Fässer, welche zur Concursmasse des Gaft— wirths Carl gtiedrich Walz gehören, öffentlich meist— vietead gegen bagre Zaplung versteigert werden. riedberg den 3. Mat 1872. In Auftrag: Gtoß herzoglichen Landgerichts Friedberg Großhberzogliches Ortsgericht Friedberg. Souc ar. Holzer stei gerung. 1231. Dlenflog ten 7. Mat d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen im Nieder⸗Möcler Gemeindewald, Schlag Nr. 5, 8450 Stuck Bachen⸗, Biken⸗ und Weichholzwellen ver⸗ neigert werden. Die Zusammenkunft ist am Wlesbacher Weg unter⸗ halb der Kaisergrube. Zahlungstermin den 1. Oktober d. 3. Nieder- Mörlen den 2. Mai 1872. Großherzogliche 3 Nieder⸗Mörlen. ö bs. Holz-Versteigerung. 1232 Montag den 6. Mat d. 3, Vormittags 8½ Uhr, wird im Gemeinde wald Ober- Rosbach, Distrskt Große Johannecshecke, folgendes Holz öffentlich meistbietend versleigert: 82 Raummeter Klefern⸗Prügelholz, 315 Wellen Buchen Retserholz, 1235„ Eichen⸗ 1 12310 1 Kiefern⸗„ 12 Stück Fichten⸗ Stangen zu Leiterbaͤumen ge⸗ eignet. Zusammenkunft vor dem Schlag am Hauptweg. Ober Rosbach am 30. April 1872. Großherzogliche Bürgermetsteret Ober-Rosbach. Blecher. Bekanntmachung. 1244 Die am 30. April d. J. in den Olstrikten Loh⸗ bald. Radertehäuserhang und Köhlberg abgehaltene Hol zpersteigerung wird unter dem Anstgen genebmigt, daß die Abfuhrschesne von ßreitag dem 10. Mai d. J. an bei Großherzoglichem Rentamte zu Bingenheim in Empfang genommen werden können. Ole Ueberweisung 9 erfolgt Montag den 13. Mai d. J., Morgens Nidda am 2. Mal 1872. f Großherzogliche Oberforsteret Nidda. Ro hr. Gicht, Mheumatismus⸗, Magentrampf⸗ und 2 52. Frucht- Versteigerung. 1243 Nachverzeichnete 1871er Fruchtvorrathe, theilweise in Nidda und thellwelse in Bingenheim lagernd, werden in den hierunter näder angegebenen Terminen von Groß herzoglichem Rentamt Nidda öffentsich versteigert und zwar: 1. von dem Spescher zu Bingenheim bei Gastwirth Winter daseldff, 2 von dem Speicher zu Nidda auf dem Gemelndebause daseldbst. 2 a f ruchtsorten. 15 Vom Termin der Versteigerung 7 Stroh 2 Speicher zu in 1872. Walzen Korn Gerste Hafer 2 Hertollier Hektoliter PettollterfHettellter]l Gebund 11 Bingenheim Mittwoch den 15. Mat, Vorm. 10 Uhr,] 25 220 234 42 21 Nidda Donnerstag„ 23.„ 24 045— 66 43 62 Bingenheim am 29. Februar 1872. eee Rentamt Nidda. 1 f Hamburg-Amerikanische Pachetsahrt-Actien-Gesellschast. Directe Post-Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG& XEW-1ORK vermittelst der Post-Dampfschiffe Sulesta, Millwoch, 8. Mai. Holsatis, Mila 22. Mal.“ Morgens. Westphalia, Mittwoch, 18. Mai. Germania, Sonnabend, 25. Mai. Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Crt. Rihlr. 165, Zweite Cajüte Pr. Ert. Ridlr. 100, Zwischerdeck Pr. Crit. Rtblr. 58. 2⁵ Näheres bei dem Schiffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, damburg, sowie den allein für das Grofherzogthum Hessen zum Abschluß von Ueberfahrtsver⸗ trägen concesstonirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie F. J. Bothof in Mainz (srüher Carl Racké& Cie.) Friedberg bei Chr. Hecht. ö Morgens. Geschäfts Eröffnung. 1162 Einem verehrlichen Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich in Bad⸗Nauheim einen Laden im Hause des Herrn Medielnalrath Ehrhardt errichtet habe, in Putz⸗ und Weißwaaren, Glacéshandschuhen, Parfümerien, Shlipses, Foulards, Ta schentüchern, Portefeuillen, allen Sorten Strohhüten, Blumen, Federn, Schmucksachen und vielen sonstigen Artikeln. Durch eine sehr geschickte Putzarbeiterin fönnen alle Hüte schön und rasch angefertigt werden. Die Kleiderstoffe können nach Muster bestellt werden und sind solche vom ersten Haus Frankfurts. 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Holz- Versteigerung. 1247 ODie am 30. April und 1. Mai d. J. tm Rod; ate Gemeindewald abgehaltene Hohversteigerung unte des geringen Erlöses wegen nicht genehmigt werden und kommen darum . Mittwoch den 8. Mai d. J., Vormittags von 8 Uhr an, nochmals nachfolgende Holzsortimente zur Versteigerung: 333 Raummeter Buchen⸗Scheitho'z, 231 00„ Preügelholg, 805„„ Stockdolz, 450 Stück„ Wellen, 18 Raummeter Eichen⸗Scheitholz. 13*„ Prügelbolz, 16 5„ Slockhelz, 450 Stück„ Wellen, 7 Eichen⸗Stämme von 48 bis 124 Centimezer 3 Durchmesser und 1 bis 5 Meter Länge, 5 999 Fistmeter haltend. Die Zusammenkanft ist auf der Waldbahn an den sogenannten drei Eicen. Grgen vorschriftswäßige Bürgscheine wird Zahlungs⸗ frist bis 1. September d. J. gestattet. Rodhelm am 2. Mat 1872. Großherzogliche 8 Rodheim. B. d. B.: Wehrheim, Beigeordneter. Arbeits- Versteigerung. 1248 Montag den 6. Mal, Vormittags 9 Uhr, sollen in der Gemeinde Bruchenbrücken nachstehende Arbeiten und Fieferungen unter den vor der Versse gerung be⸗ kannt gemacht werdenden Bedingungen an den Wenigst⸗ nehmenden vergeben werden: fl. kr. Brechen, Anfahren und Zerschlagen von Unter⸗ haltungsfle inen, veranschlagt zu 570— Schlosserarbelt zur Fertigung eines eisernen Tbores Anzeige und Empfehlung. Mit Beginn der Badesaison ist auch unser Filial⸗Geschäft in Nauheim, im Hause des Herrn B. Schwab, Nr. 271 Parkstraße, wieder eröffnet und empfehlen wir desselbe den geehrten Einwohnern Nauheims und der Umgegend mit dem Bemerken, daß die während der Saison in Nauheim be ⸗ findliche Leihbibliothek mit den neuesten deutschen, französischen und englischen Werken von Bedeutung ergänzt worden ist. Bindernagel S Schimpff. bie„Nauheimer Kurliste' erscheint auch während der kommenden Saison in der bisherigen Weise, ein- bis zweimal wöchentlich. Abonnements- Bestellungen beliebe man bei der Ex- pedition oder bei Herrn Brunnenaufseher Rack in Nauheim zu machen. N gelangen nur dureh die„Kurliste“ mit Annoncen Sicherheit und Erfolg zur Kenntniss der Kur- fremden und kann desshalb dieses Blatt, anderen mehr oder weniger auf Täuschung des Publikums beruhenden Manipulationen gegenüber, den verehrl. Geschäfts- häusern Nauheim's und der Umgegend zu Anzeigen aller Art bestens empfohlen werden. Beisständigen Annoncen, welche wir uns baldigst erbitten, wird ein Rabatt von 50 pCt. gewährt. 85 been l 16 30 Die Expedition der„Nauheimer Kurliste“. Steinbauerarbelt 924 7 8 1 5— 8 Sante 22 7 Jür Kinder, die von katarrhalischen oder entzündlichen chmiedearbelt 6 54 Afsenbeim den 2. Mat 1872. Der Beiirksbauausseher Krippen, Tröge und Gossensteine 92 aus s. g. Lungsteln(Dolerit) empfiehlt die Ziegelei am Bahnhof zu Bad⸗Nanheim. 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Egers in Breslau tragen und gekauft werden muß in seiner alleinigen Niederlage bet Jos. Hoffmann in Friedberg. 1—2 Realschüler 1135 können in Peusion genommen werden. Nachbülse im Eraluchen und Französischen. Näbetres det der Erv. d. B.. billigen Preisen K. Friedrich mben der Post. 2 cke n, Guten türk. Zwetschen-Honig 18 die neusten und schönssen Muster, verkauft zu sehr 1182 empfehlt 1 Staats⸗ und Fentelnde Obligationen 29 werden angekauft und verkauft durch den Großherzoglichen Hof-Agenten 5 Jacob Engel. 1 Meper'sche Tapeten⸗, Rouleoux⸗ und Fahnen⸗ farit in Bonn a. Rh. versendet schoͤne und billige Tapetenmuster.— Bel Bestellung von 15 Thlr, 10% Rabatt. Carl Bauer in Asser beim. ineinen sondere 3) W. 9 Altenstab Eichwald hm unb beraubt. W. nn, ert And dabe Berl ite deu Selaatam sllet, d. uernden in betr LEM hit wi ind Aug 0 at die der ih gen 0 weit ihn