Donnerstag den 4. April. M 39. itern er dinpß * Oberhessisch lag ide! 1 er Anzeiger. * dechert.. 2 .— Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Diensaß, Donnerstag und Samstag gen! begann ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“; eln und Am derselbe wird auch ferner wöchentlich dreimal erscheinen. Das Abon⸗ nur 8 5 nement beträgt bei den Kais. Reichs-Poststellen vierteljährlich Fertsb. 1. April 38 kr., mit Bestellgeld 47 kr. 3 0 k r. t 2 Bei der Verlagsexpedition kostet der„Anzeiger“ pro 2. Quartal n Aͤbonnements- Anmeldungen bitten wir baldigst zu machen, damit vollständige Exemplare geliefert werden können. Burck. r 3 3 e Amtlicher Theil. en!. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden: 7 2 Nr. 9. Nr. 802. Declaration, betreffend die Ausdebnung der zwischen Preußen und den Niederlanden am 16. Junt 1856 abgeschlossenen Konsular- Con- 590 ventlon auf die Consuln des deutschen Reichs in den Niederländischen Kolonten. der Bevollmächtigten zum Bundestathe. 1 22* 124 Bom 13. März 1872.— Nr. 804— 806. Einberufung des Reichstags. Vom 17. März 1872.— Nr. 808. Allerböchster Erlaß, betreffend die Verleihung der Lrtegsdenlmünze für Kombattanten an Olfizieren Vom 11. Jauuar 1872.— Nr. 803. Bekanntmachung, betreffend die Ernennung Die Bestellung von Consuln.— Nr. 10. Nr. 807. Verordnung, betleffend die 9 Aerzte ꝛc. der Marine. Vom 14. März 1872. 11 Betreffend: Das Kreisersatzgeschäft für das Jaht 1872. Mit Bezugnahme auf den§. 71 der Militär-Ersatz- Instruction benachrichtige ich Sie, daß nach dem genehmigten Geschaftsplan für das Kreisersatzgeschaft am 29. und 30. April und 1. 2 3. und 4. Man d.. die Musterung und Lobe ziehung der Militärpflichtigen des Kreises Friedberg für das Jahr 1872 auf dem Rathhause dahier stattfindet. An den 5 ersten Tagen erfolgt die Musterung der im Jahre 1852 Geborenen, der in 1870 und 1871 zurückgestellten, disponibel Ge⸗ bllebenen, überhaupt nicht zur Einstellung gelangten Militärpflichtigen, Erledigung der Zurückstellungs gesuche und täglich am Schlusse Classi⸗ fizirung der Reservlsten und Landwehrwannschaften und am 4. Mai l. J. die Loosziehung der Militärpflichtigen von diesem Jahre. Die Musterung findet statt: Montag den 29. April d. J., 2 Morgens präcis halt 8 Uhr, für die Militarpflichtigen aus den Gemeinden: Assenheim, Bauernheim, Beienheim, Bodenrod, Bönstadt, Bruchenbrücken, Butzbach, Dotheim, Dorn-⸗Assenheim, Fauerbach v. d. Höhe und Fauerbach bei Friedberg. Dienstag den 30. April d. J., 1 8 Morgens präcis halb 8 Uhr, sür die Militar pflichtigen aus den Gemeinden: Friedberg, Gambach, — Griedel, Hausen, Hoch⸗Weisel, Ilbenstadt und Kirch⸗Göns. 5001. 1- Mittwoch den 1. Mai d. J., 1 Morgens pracis halb 8 Uhr, fur die Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Langenhain mit Ziegen⸗ berg, Maibach, Melbach, Munster, Münzenberg, Bad- Nauheim, Nieder⸗Florstadt, Nieder Mörlen, NiederRosbach und Nieder-Weisel. Donnerstag den 2. Mai d. J., . Morgens präcie halb 8 Uhr, für die Militarpflichtigen aus den Gemeinden: Nieder Woͤllstadt, Ober- Florstadt, Ober-Mörlen, Ober⸗Rosbach, Ober-Wöllstadt, Ockstadt, Des, Oppershofen, Ossenheim und Ostheim. Freitag den 3. Mai d. J., 60 bands Morgens präcis halb 8 Uhr, dee e, ür die Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Pohl-Göns, Reichels, n leim, Rockenberg, Rödgen, Schwalheim, Södel, Staden, Steinfurth, , Trais- Münzenberg, Weckesheim, Wickstadt, Wissels heim, Wölfers⸗ i beim und Wohnbach. * Samstag den A. Mai d. J. Engel l. Morgens präcis halb 8 Uhr, findet die Loosziehung statt. Zur Muslerung haben sich bei Meidung der gesetzlichen Strafen lie aus den nachfolgend abgedruckten Bestimmungen der Militär Er- 66 Jnstruction für das deutsche Reich vom 26. März 1868 zu er⸗ 9 P ben sind, zu slellen: 5b Diejenigen dem Großherzogthum Hessen oder einem Staate des . weutschen Reichs angehörigen Militarpflichtigen in 1852 geboren, welche tele u. in einer Gemeinde des Kreises Friedberg ihr gesetzliches Domicil 4— ihre Hetmath oder ihren ständigen Wohnsitz— haben und +, sich nicht in einem anderen Theile des Großherzogthums Hessen 1 Friedberg den 29. März 1872. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und den Gr. Polizei-Commissär zu Wichstadt. oder einem Staate des deutschen Reichs in einer der nachstehend unter b angegebenen Eigenschaft aufhalten; b in einer Gemeinde des Kreises Friedderg sich als Dienstdoten, Haus- und Wirthschastsbeamten, Handlungsdiener und Lehrlinge, Handwerksgesellen und Lehrburschen, Fabrikarbeiter oder in ähn⸗ licher Eigenschaft aufhalten, oder eine Lehranstalt in einer Ge— meinde des Kreises Friedberg besuchen; ferner sammtliche Militärpflichtigen, welche im Jahr 1871 be⸗ ziehungsweise 1870 zurückgestellt worden, oder nach ihrer gezogenen Nr. disponibel gebliebev, das heißt nicht eingestellt worden sind. Diese haben ihre Loosungs- und Gestellungsscheine mitzubringen. Entbunden von der persönlichen Gestellung sind Diejenigen, welchen Ausstand bewilligt, oder Berechtigung zum einjährigen freiwilligen Militärdienst ertheilt worden ist. Wenn von einem Militärpflichtigen oder für einen solchen von seinem Vater oder seiner Mutter Zurückstellung in Anspruch genommen wird, so ist für Vorlage der zur Beurkundung der behaupteten That⸗ sachen erforderlichen Nachweise und Zeugnisse, in soweit dies bei den bereits vorgelegten Protokollen noch nicht geschehen sein sollte, in dem zur Musterung anberaumten Termin zu sorgen. Die Zeugnisse müssen amtlich ausgestellt und beglaubigt sein Wenn die Zurückstellung auf die Arbeits unfähigkeit eines Familien⸗ angehörigen gegründet wird, so bat der betreffende Familienaugehoͤrige selbst persönlich im Termin vor der Kreisersatz⸗Commisston sich ein⸗ zufinden. Zurückstellungsgesuche, die noch nicht vorgebracht sind, müssen vor dem Musterungstermine bei der Großherzoglichen Bürgermeisterei vorgebracht und gehörig beurkundet sofort vorgelegt werden, da ver⸗ spätete Gesuche leine Ansprüche auf Berücksichtigung haben. Wenn ein Militärpflichtiger an Gebrechen leidet, die äußerlich nicht wahrnehmbar sind, z. B. Taubheit, Harthoͤrigkeit, Kurzsichtig⸗ keit, Geistesschwäche u. s. w., so ist dies durch amtlich ausgestellte, oder beglaubigte Zeugnisse des Arztes, sowie des Bürgermeisters, Geistlichen, Lehrers u. s. w. nachzuweisen. Das Vorhandensein von Epilepfie ist durch die eidliche Erklärung von mindestens drei glaub⸗ würdigen Zeugen zu erhärten. Die Greßberzoglichen Buͤrgermeistereien haben sämmtliche, ihren Gemeinden angehörige oder in ihren Gemeinden gestellungs pflichtige Militärpflichtige, gleich wie die zurückgestellten und disponiblen der Vorjahre— die auswärts sich aufhalten schriftlich— auf Grund der Ihnen kurzer Hand wieder zugehenden Stammrollen vorzuladen und mit den Strafen bekannt zu machen, die sie treffen, wenn sie nicht erscheinen. Ueber die Ladung haben Sie unter namentlicher Angabe der Geladenen sofort Bescheinigungen einzusenden. Die Abwesenden find speciell ebenfalls zu bezeichnen. Die Großherzoglichen Buͤrgermeister, oder deren Stellvertreter die Beigeordneten, haben mit den Milstär⸗ pflichtigen ihrer Gemeinden anwesend zu sein und sich darum zu bemühen, daß die Letzteren zur bestimmten Zeu jedesmal präcis halb 8 Uhr zur Stelle sind, nüchtern und reinlich gekleidet erscheinen und während des Musterungsgeschäfts ein anständiges und ruhiges Verhalten beobachten. —. Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen oder Krankheit, persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Haft befindet, so ist darüber ein auf persönliche An⸗ schauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei beziehungsweise eine Bescheinigung des Gerichts vorzulegen. Den Großherzoglichen Bürgermeistern liegt 1. in einschlagenden Fällen darauf aufmerksam zu machen, daß ein Militärpflichtiger wegen ge ⸗ richtlicher Bestrafung des Militärdienstes un würdig ist und sind de ß⸗ halb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. Ich bemerke Ihnen deshald, daß im Großherzogthum für die Unfähig keit zum Militärdienst in Folge erkannter Strafen die Bestimmungen des Art. 1 und 2 des Gesetzes vom 10. Mai 1842, welches durch Gesetz vom 3. April 1869 auch in den neu erworbenen Gebiets theilen eingeführt worden ist, maßgebend sind. 8 Bezüglich der Reservisten und Landwehrmönner, welche auf Grund der bestehenden, in dem Ihnen seiner Zeit mitgetheilten Aus, §. 176. Strafe für unterlassene Meldung zur Berichtigung der Stamm⸗ rolle, bez. für unter lasse ne Gestellung zu den Musterungs⸗ oder Ausbebungs⸗Terminen. 1) Militärpflichtige, welche die im§. 59 vorgeschriebenen An⸗ und Abmeldungen zur Berichtigung der Stammrolle unterlassen, werden auf den Antrag der mit der Führung der Stammrollen beauftragten Behörden mit Geldstrafen bis zu 10 Thalern belegt, welcher im Falle des Unvermögens Gefängnißsirafe zu substituiren ist. f 2) Mililärpflichtige, welche der nach den Vorschriften der 98. 71, 98 und 115 erlassenen Aufforderung: sich zur Musterung oder Aus bedung voc die Kreis, Departements oder Marine⸗Ersatz⸗Commission des Bezirks, in welchem sie nach F. 20 gesteslungspflichtig sind, zu stellen, keine Folge leisten, oder bei Aufrufung ihrer Namen im Musterungs⸗ oder Aushebungs⸗Lokale nicht an⸗ wesend sind, werden auf den Antrag des Cwil⸗ Vorsitzenden der Kreis⸗, bez. Departements:(Marine⸗) Ersatz⸗Commission mit einer Geldstrase bis zu 10 Thalern belegt, welcher im Falle des Unvermögens Gefängnißstrafe zu substituiren ist. 8 2 5 3) Unabbängig von den vorstehend ad 1 und 2 gedachten Strafen werden die Militärpflichtigen, welche die Anmeldung zur Stammrolle unterlassen, oder sich nicht vor die Ersatz⸗Behörden stellen, durch die in den nachsiehenden 177 bis 179 enthaltenen Bessimmungen betroffen, über deren Anwendung lediglich die Ersatz⸗Bebörden zu entscheiden haben. §. 177. Folgen der unterlassenen Anmeldung zur Stammrolle bez. der unterlassenen Gessellung zu den Musterungs⸗ oder Aushebungs⸗ Terminen. 1) Militärpflichtige, welche die im§. 59 vorgeschriebene Meldung zur Eintragung ihres Namens in die Stammrolle unterlassen haben, können je nach dem Grade der Fabrlässigkeit oder Absichtlichkeit, welcher die unterlassene Anmel- dung zuzuschreiben ist, unter Verlust: a. der Berechtigung, an der Loosung Theil zu nehmen?), b. des aus etwaigen RNeclamationsgründen erwachsenden Anspruchs auf Zurückstellung bez. Befreiung vom Militärdienst, volzugsweise zum Militärdienst herangezogen werden.(§. 21, 7.) 9 Verlust der eventuellen Berechtigung, welche aus der setwa bereits erhal⸗ tenen Loosnummer erwachsen ist, ef.§. 178. schreibens Großh. Ministeriums des Innern vom 27. Februar 1868 zur Nr. M. d. J. 2519 Amtsblatt Nr. 3 mitgetheilten Bestimmungen über Klassisizirung der Reserve und Landwehrmannschaftru rück schtlich ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältnisse sich zur Zurückstellung melden, empfehle ich Ihnen den Vorschriften des 5. 4 der diesem Ausschreiben beigegebenen Bestimmungen über Klassificirung der Reserve, und Landwehrmannschaften räcksichtlich ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältuisse genau nachzukommen, damit jeder unnöthige Aufenthalt der für die mieden wird. Es sind uberhaupt nur solche Gesuche vorzulegen, welche den Voraussetzungen des 8 2 des erwähnten Ausschreibens entsprechen. Vorgebrachte Gesuche der Art sind bis längstens zum 20. d. M. an mich einzusenden. Der Eiwilvorsitzende Großh. Kreis⸗Ersatz⸗Commission Friedberg. Ter a p p 2) Militärpflichtige, welche ohne einen genügenden Entschuldigungsgrund der Aufforderung, sich zur Musterung bez. Aushebung zu stellen, keine Folge leisten, verlieren: 2. bie Berechtigung, an der Loosung Theil zu nehmen e), b. den aus etwaigen Reclamationsgründen erwachsenden Anspruch auf slellung bez. Befreiung vom Militärdienst. Wer ohne einen genügenden Eutschuldigungsgrund bei Auftufung seines Namens im Muslerunge- bez. Aushebungs⸗Lokale nicht anwesend ist, verliert die vor⸗ stehend ad à gedachte Berechtigung. Alle diese Militärpflichtigen werden wie urter die Passus 1 bezeichneten vorzugs⸗ weise zum Militärdienst herangezogen event. als unsichere Heerespflichtige nach Vor⸗ Musterung kurz zugemessenen Zeit ver— Zurück⸗ schrist des§. 179 behandelt. a 3) Die zur vorzugsweisen Einstellung designirten Mililälpflichtigen können bis zu den gewöhnlichen Aushebungen in ihrer Heimath verbleiben. §. 178. Anwendung der Vorschriften der 88. 176 und 177 auf disponibel gebliebene Militärpflichtige. Militärpflichtige, welche in den Vorjahren ihrer Loosnummer nach disponibel geblieben, sind den im F. 176 enthaltenen Strafbestimmungen unterworfen; die Vorschriften des§. 177 finden jedoch nur in dem Falle auf sie Anwendung, wenn sie in dem Aushebungsbezirk, in welchem sie zur Zeit der unterlassenen Anmeldung zur Stammrolle oder zur Zeit der unterlassenen bez. verspäteten Gestellung nach §. 20 gestellungspflichtig waren, bei dem Zurückgreifen auf die Disponiblen ihrer Altersklasse, ihret Loosnummer nach in der vorgeschriebenen Rethenfolge ebenfalls zur Aushebung q kommen wäre). Sobald sie hiernach zur Einstellung gelangen müssen, gehen sie auch der Vergünstigung verlustig, welche ihnen aus eiwaigen Reclamalionsgründen er⸗ wachsen würde. a ) Verlust der eventuellen Berechtiaung, welche aus der eiwa bereits erhal⸗ tenen Loosnummer erwachsen ist, of.§. 178. ) Z. B. der Militärpflichtige A. 1855 geboren, ist 1875 in Teltow dispo⸗ nibel geblieben. Derselde verzieht nach Berlin. In Berlin wird im Jahre 1876 auf die Disponiblen des Jahrgangs 1855 zurückgegriffen, es würde der A. in Gemäßheit det Vorschriften des§. 23 zur Einstellung gekommen sein, wenn er sich gestellt hätte. Da Letzteres nicht geschehen, was sich aus dem Loosungs⸗ und Gestellungs⸗Attest ergeben wird, so wird er in der Folge vorzugsweise zur Einstellung gebracht. Betreffend: Die Abhaltung einer allgemeinen Pferde-Musterung im Frühjahre 1872 unter Zuziehung von Militär⸗Commiss serien. Friedberg den 30. März 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den unter Bezugnahme auf unser Aueschreiben vom 9. l. Mts. in Nr. 30 des„Oberhessischen Anzeigers“ benachrichtigen wir Sie, daß die fragliche Pferde⸗Musterung nunmehr wie nachsteht stattfinden wird: 1) Am 8. April, Vormittags 9 Uhr, an dem Musterungs⸗ orte Butzbach die Pferde aus den Gemeinden Butzbach, Bodenrod, Fauerbach v. d. H., Hoch ⸗Weisel, Kirch⸗Göns, Langenhain, Münster, Nieder Mörlen, Nieder Weisel, Ober Mörlen mit Hasselhecke, Ostheim, Pohl⸗Göns. 2) Am 9. April, Vormittags 9 Ubr, an dem Musterungsorte Nünzenberg die Pferde aus den Gemeinden Münzenberg, Gambach, riedel, Oppershofen, Rockenberg, Steinfurth, Trais⸗Münzenberg, Wissels · heim. f 5 3) Am 10. April, Vormittags 9 Uhr, an dem Musterungs⸗ orte Södel die Pferde aus den Gemeinden Södel, Beienheim, Dorheim, Melbach, Weckesbeim, Wölfersheim, Wohnbach, Rödgen. 4) Am 11. Apeil, Vormittage 9 Uhr, an dem Musterungs⸗ orte Friedberg die Pferde aus den Gemeinden Friedberg, Bauernheim, Fauerbach b. Fr., Bad⸗ Nauheim, Ockstadt, Ossenheim, Schwalheim. Großherzoglichen Polizei-Commissär zu Wickstadt. 5) Am 12. April, Vormittags 9 Uhr, an dem Musterungs⸗ orte Assenheim die Pferde aus den Gemeinden Assenheim, Bönstadt, Dorn Assenheim, Nieder⸗Florstadt, Ober⸗Florstadt, Reichelsheim, Staden, Wickstadt. 6) Am 13. April, Vormittags 9 Uhr, an dem Musterungs⸗ orte Nieder⸗Wöllstadt die Pferde aus den Gemeinden Nieder⸗Wöll⸗ stadt, Bruchenbrücken, Ilbenstadt, Nieder Rosbach, Ober⸗ Rosbach, Ober- Wöllstadt. 1 8 Wir tragen Ihnen nun auf, dies in Ihren Gemeinden öffentlich, den betreffenden Pferdebesitzern aber noch besonders unter der Aufforderung bekannt machen zu lassen, bei Vermeidung einer Polizeistrafe von 1— 25 fl. ihre Pferde zu der bestimmten Zeit an den Musterungsorten, welchen ihre Gemeinden zugetheilt sind, vorzuführen. a Sie selest haben sich zur Musterung der Pferde Ihrer Gemeinden auch einzufinden. f f Wir erwarten, daß vorstehende Anordnungen pünktlich vollzogen werden. Tear a pp. Betreffend: Die Vertilgung der Feldmäuse. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Friedberg den 27. Marz 1872. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und den Großherzoglichen Polizei-Commissär zu Wickstadt. Nachdem die von Ihnen in Gemaßheit unseres Ausschreibens vom 11. d. Mis.(Oberhessischer Anzeiger Nr. 31.) hierher erstatteten Berichte ergeben haben, daß sich in den meisten Gemarkungen des Kreises die Feldmäuse dermalen wiederum in bedeutender Anzahl zeigen und die Crescenz der Felder bedrohen, beauftragen wir diejenigen von Ihnen, bei denen Solches der Fall ist, ungesäumt,— wenn es nicht etwa bereits geschehen sein sollte,— mit der Vergiftung jener schädlichen Thiere voranzugehen. Wir empfehlen Ihnen dabei die Anwen- dung des in unserem Ausschreiben vom 27. August 1861(Intelligenz⸗Blatt Nr. 68), welches auch das Nöthige wegen Verrechnung der entslehenden Kosten bestimmt, vorgeschlagenen Mittels und Verfahrens, sowie der nöthigen Vorsicht. Nach Ablauf von 4 Wochen sehen wir Ihrer berichtlichen Aeußerung über den Erfolg Ihres Vorgehens entgegen, üm je nach den Umständen weitere Maßregeln verhängen zu können. Tour a p p. Betreffend: Statistik des Jubenthums in ber Schweiz, Deutschland und Oesterreich. Das Großherzoliche Kreisamt Friedberg an den Vorstand der isr. Religionsgemeinden Assenheim, Beyenheim, Gambach, Griedel, Nieder⸗Weisel, Ostheim und Staden. Unserer Verfügung vom 23. Februar d. J. haben Sie binnen 3 Tagen bei Ordnungsstrafe zu entsprechen. Friedberg am 27. März 1872. Tura p p. Hor enidel 1 baeponidel Werfen de Aung, den. Auntltun; Eemlidelt rut bütte. 1586 Aud 91 92 * dust“ eta „ Stake, dung ut · Gel 0, Ober zu eu 141 N pilchtn ntndtl relle Betreffend: Die öffentlichen Schulprüfungen in 1872. Die Großherzogliche Kreisschulcommi ir erinnern Sie an Vornahme der nacht der „Ban Nachdem in verschiedenen Ortschaften Hornvieh zu dem am Dienstag, 2. April Auf Ersuchen des Königlichen Amts Usin Friedberg den 28. Marz 1872. B Von Seiten des landwirthschaftlichen Sachsen vermittelt werden, nach eingetroffenen Nachrichten von Ich bringe absichtigt hatten. Friedberg den 28. März 1872. Vorlage der Protokolle hierüber(8. E dies zur Kenntniß derjenigen Landwirthe des Krei offentlichen 4 Schulprüfungen während der Zeit pos. 2 der Instruction für „ d nee des hiesgen Amtsbezirks die a 1 Maul- und Klauenseuche ausgebrochen, so ist der Zutrieb von Friedberg den 28. Marz 1872. ssion Friedberg an die Ortsschulvorstände des Kreises. zwischen Ostern und Pfingsten und sehen dem⸗ die Ortsschulvorstände vom 20. Juni 1832) entgegen. Trapp. 119. e. zu Usingen stattfindenden Markte untersagt worden. kann tm a ch u Bezirks- Vereins dorten sind solche Kartoffeln Friedberg sollte der Bezug von Zwlebelkartoffeln mit gelbem gen wird dies zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Großherzogliches Kreisami Friedberg. Ter a v p. n g. Fleisch aus aber nicht mehr zu haben. ses, die eine Betheiligung bei dem Ankauf fraglicher Kartoffeln be⸗ Der Director des landwirthschaftlichen Bezirks Vereins Friedberg. Trapp. Deutsches Reich. Darmstad t. Die Abgeordneten Dumont und Oechsner haben bei der zweiten Kammer den Antrag gestellt: die Regierung zu ersuchen, noch auf diesem Landtage Vorlage zur Errichturg einer höheren Handelsschule in Mainz zu machen, sowie einen weiteren Antrag dahin gestellt: die Kammer wolle Großb. Ministerium ersuchen 1) im Bundesrathe dahin zu wirken, daß eine den jetzigen Verhältnissen entsprechende Regelung, resp. Er⸗ böhung der Entschädigung für Quartierleistung und Verpflegung der Truppen erfolge; 2) daß noch auf diesem Landtage eine Vorlage wegen Ausgleichung der Kriegskosten vom Jahr 1870 auf 1871 in Hessen gemacht werde. N — Am 2. EI 11 Uhr kam der Kronprinz des Deutschen Reichs mit seinem ältesten Sohne, 855 Prinzen Wilhelm, dahier an und wurde am Bahnhof von Prinz und Prinzessin kudwig und Prinz Heinrich empfangen. Abends etzte der Kronprinz seine Reise nach Baden- Baden fort. Mainz. Wie der hiesige„Anzeiger“ be⸗ richtet, hat der großh. Bürgermeister, Hr. Racks, stin Amt niedergelegt, wahrscheinlich in Folge der in neuester Zeit gegen ihn gerichteten Agi⸗ rationen feiner früheren Parteigenossen. — Set der vorigen Woche sind bier ver- schiedene Schlägereien zwischen Artilleristen und Infanteristen vorgekommen und herrscht in Folge gervon große Gährung unter den Soldaten der Jestungsgarnison. Von der Ausdehnung und der Behemenz der Excesse gibt die Zahl der in das Sazareth aufgenommenen Soldaten einen Begriff. Es waren gegen 36 Mann, von denen zwei den Zerletzungen erlegen sind. nassenhastes Strasexerciren sind an der Tages- irdnung, und es scheint die längst beabsichtigte Zerlegung des 118. Regiments im Hintergrund u schlummern. Berlin. Nach einer vom„Militärwochen- latt“ veröffentlichten Statistik des eisernen Kreuzes (nach der Rangliste für 1870/71) war die Ge⸗ sammtzahl der bis zur Zeit der Herausgabe der Kangliste zur Bertheilung gelangten eisernen Kreuze 40 his 45,000, von denen 3 bis 4000 auf die siddeutschen Contingente entfallen. Auf preußische Offiziere, Aerzte und Beamte kommen hiervon 12,200 Kreuze. — Unter den telegraphischen Glückwünschen, nelche dem Kaiser an seinem Geburtstage zu⸗ ngen, befindet sich auch einer des Schahs von Jersien, der ein Telegramm von Teheran aus auf der europäisch-indischen Telegrapbenlinie einschickte. Der„Börsenkurier“ will wissen, daß die Jegierung entschlossen sei, eine directe Bahn von kerlin nach Frankfur“ a. M. aus vornehmlich wr ategischen Rücksichten sel bst zu bauen. Köln. Der Lokal⸗Verein der Altkatboliken schloß eine Petitlon an den Reichstag zu richten in Ausweisung der Jesulten aus Deutschland d um eine Modification der Btreinsgesetze in irsem Sinne. Wlesbaden, um 1. Ostersonntag hat dahler — Strenge Maßregeln, der erste alikatholische Gottesdienst in der evange⸗ lischen Kirche stattgefunden. Die Messe wurde von Pfarrer Küber aus Kaiserslautern celebrirt, die Predigt von Professor Reinkens gehalten. Es waren ungefähr 4000 Menschen anwesend. Fulda. Auf der Tagesordnung der nächsten Bischofs-Conferenz steht außer Maßregeln wegen des Schulaussichtsgesetzes auch die Frage der Ex⸗ communication der Anti-Infallibilisten. Straßburg. Eine Verordnung des Ober— Prasidenten entzieht der Bonner„Deutschen Reichszeitung“ vom 1. April ab den Postdebit für Elsaß-Lothringen. Ausland. Frankreich. Versailles. Die Nalional⸗ versammlung hat beschlossen, daß die Ferlen vom 30. März bis zum 22. April dauern sollen. Die Commission für die Berathung des Postvertrags mit Deutschland hat ihre Arbtiten bis nach dem Wie derzusammentritt der Nationalversammlung vertagt. — Thiers erklärte in der Commisßon, daß man das Budget nicht durch Aushülfsmittel in's Gleichgewicht zu bringen suchen dürfe. Er bestehe auf der unmittelbaren Einführung eines soliden Steuertpstems, welches Vertrauen einslöße und Angesichts einer zum Zwecke schnellerer Räumung des occupirten Gebiets zu machenden Anleihe ernst⸗ liche Garantien biete. — Die Commission für den Postvertrag zwischen Frankreich und Deutschland hat die Prüfung des Entwurfes beendigt und denselben angenommen. Der Dep. Fourton ist beauftragt, den Bericht, welcher am Tage des Wiederzusammentritts der Nationalversammlung vorgelegt werden soll, zu redigiren. Die Commission hofft, die Berathung des Entwurfes werde so schnell zu Ende geführt sein, daß der Vertrag am 1. Juni in Kraft treten könne. Belgien. Brüfsel. Der„Moniteur belge“ meldet: Der Präsident der frauzösischen Republik hat mittels Note vom 28. März den Handels vertrag mit Belgien vom 1. Mai 1861 gekündigt. Vom 28. März 1873 an wird diese Kündigung in Krast treten. Großbritannien. London. Wie hierher berichtet wird, haben in den Kohlengruben zu Atherton, unweit Bolton, schlagende Wetter statt- gefunden, in Folge deren 28 Arbeiter getödtet und 11 verletzt wurden. Spanien Madrid. Der nach Madrid fahrende Zug der andalusischen Eisenbahn wurde von Uebelthätern mittelst Aufreißens zweier Schienen angehalten. Dleselben raubten die auf dem Zug befindlichen, der Eisenbahngesellschaft und Privat- leuten angehörenden Geldsummen. armstadt. Der Gemeindergth hat jedem Schul⸗ 11 faber ala elne jährliche Gehallszulgge von 100 fl. und jeter Lehrerin eine solche von 25 fl. verwilligt. Ebenso wurden auch wehreren anderen släotischen Ange⸗ stellten namhaste Gehaltsgufbesserungen zu Theil. Darmstadt. Specerethändler A. hler verstarb kürz— lich eines plötzlichen Todes. Derselbe wollte sich mit einigen Schlücken Rum staͤrken und ergriff in einem Zu— stande, in dem dies leicht vorkommen kann, aus Irrthum die zur Wichsfabrikation bereit stehende Vitriolflasche. Harreshausen, Kreis Dieburg. Am 22. d. Mts. wurde in einem biesigen Hause, dessen Besitzer sich gera be im Wirthshause defand, ein frecher Einbruch verübt und Werthpapiere im Beirag von ca. 2000 fl. entwendet. Der Tbäligkeit der Polizei gelang es, schon am folgenden Tage in 2 Dragonern, welche in Babenhausen garnisoniten, die Thäler zu ermitteln und das gesammte gestohlene Gut wieder zu Stande zu bringen. Die Thäter sind gesländig und befinden sich natürlich in Haft. Viernheim. Düngerfabrskant Rückert, welcher vor einigen Tagen durch eine per Post zugesandte Höllen⸗ maschine verwundet wurde, ist seinen Wunden erlegen. Weinheim. In dem nahen hess. Orte Birkenau wurde Fabrikarbeiter Gölz verhaftet und geschlossen dem Landgerichte übergeben. Vor etwa s Jahren starb plötz⸗ lich dessen Ehefrau, was schon damals zu verschiedenen Gerüchten Anlaß gab; jetzt wird die erfolgte Verhaftung mit jenem Vorgang in Verbindung gebracht. rier. Im abgelaufenen Jahre 1871 wurden im Regierungsbezirk Trier im Ganzen 25 Wölse erlegt, darunter 14 männliche Wölfe, 8 Wölfinnen und 3 Nest⸗ wölse, wofür zusammen 260 Thlr. Prämien von der Königlichen Regierung gezahlt murden, Oeffentliche Vorträge.“) Die Reihe der öffentlichen Vorlesungen für diesen Winter schloß Herr Dr. Schott mit einem am 19. März gehaltenen Vortrag über„das Leben in Natur und Organismen im Sinne einheitlicher Entwickelung.“ Der Redner, der über ebenso umsassende als gründ⸗ liche Kenntnisse auf allen Gebieten der gesammten Natur⸗ Wissenschaft verfügt und mit der Gewandtheit eines ge⸗ wicgten speculativen Denkers die Summe der Einzel⸗ Erscheinungen zu systematisiren verstebt, deutete Eingangs seines Vorirags darauf hin, daß die neuere Naturwissen⸗ schaft eine Menge von Thatsachen konstatirt dabe, welche unsere Ansichten vom„Leben in der Natur“ nicht un⸗ wesentlich zu modistciren geeignet seien. Der Mensch in der Kinohettsperiode unseres Geschlechts sah in den Er⸗ scheinungen der Natur nur die Wirkung übernatütlicher Kräfte. Seine Phantasie belebte darum die ganze Natur mit geistigen Wesen. Blitz und Donner, Sturm und Wogengebrause, Feuer, Sonne, Mond und Sterne er⸗ schienen ihm als bdöhere Wesen, Götter, die er verehrte. Mit sortschreitender Entwickelung gestartete sich das Verhälinit anders. Der Mensch fühlte. sich allmählich als dewußtes Wesen im Gegensaß zu dem wie es ihm schien, blinden Walien roher Kräfte in der Natur. Er fing an, die Natur zu entgeistigen. Diese Enigeistigung der Natur findet ihren Gipfelpunkt in dem Materialismus. Da nun der Mensch als Lebewesen an den Fragen über das Leben in der Natur allezeit das hoͤchste Interesse nehmen muß, so stellt der Redner, der übrigens dei seinen Unter⸗ suchungen zu vom Materlaliomus weit abliegenden Zielen deung die Frage auf: Was sagt die heutige Wissenschaft dazu Der Vortrag entrollte nun in großen Zügen eln Bild von dem Leben der höver organisirten Lebewesen, zunächg dem eines Säugethiers. Großartige Bewegungsorgane sind eg de zunächst, die uns auffallen Welter bin nehmen vor Allem die Athmungss, Blutumlaufs- und Verdauungs⸗ Organe unsere Aufmerksamkeit in Anspruch. Die Lunge ist der kunstvoll eingerichtete Elasebalg, der von zweckmößig augebrachten Muskeln in Bewegung gesetzt. em Blute den Sauerstoff zugeführt. Das Herz ist die Centralpumpt, die das mit Sauerstoff versehene Blut in großen Ader⸗ stämmen in die einzelnen Theile des großen Organismus binaustreibt, auf welchem Wege durch die mannichfachsten Aderverzweigungen der Sauerstoff mit den kleinsten Par⸗ keln des Gesammtorganismus in Berührung tritt und da als Zünder zur Einleitung des Verbrennungsprogesses whk. Das rücksibmende Biut pült die Schlacken ieses Verbrennungseprozesses zur Ausscheidung mit sich fort. „) Die verspätete Zusendung dieses Referats wollen die Leser mit Ueberhäufung anderweitiger ungusschiebvarer Geschäfte entschuldigen. Der Einsender. Zum Ersatz der beim Verbrennungsprozeß aufge⸗ brauchten Stoffe, beziebungsweise zum Ausdau neuer Gebilde müssen dem Körper indeß neue Stoffe zugeführt werden. Dies geschiebt durch den gesammten Verdauungs⸗ apparat, dessen Funktionen von den Kauwerkzeugen an bis zur Ueberfübrung der destillirten Näbrfteffe in Blut und Gewebe vom Redner dargelegt werden. Im Weiteren zeigt derselbe an dem Leben einer hoch⸗ entwickelten Pflanze, eines Baumes etwa, daß auch dort, ganz äbnlich dem hierischen Organismus, kunsivoll in⸗ einander greifende Vorrichtungen sich finden, welche den Lebensverkehr der einzelnen Theile unter einander und mit det Außenwelt vermitteln. Zwar fehlen die Be wegungs organe; ader es kommen bier in Betracht: die Cirkulation der Säste von den Wurzeln zu den Blättern, von letzteren wieder akwärts zu den ersteren und von beiden durch die ganze Pflanze hin, die Nahrungsaufnahme durch die Wurzeln aus dem Voden, durch die Blätter aus der Luft, das System der Lufikanäle innerhalb des Blattes mit den zahlreichen Mündungen auf der unteren Seite, die Luftkenäle innerhalb des ganzen Pflanzenkörpers. Dieser Kreislauf von Säften und Gasen führt den einzelnen Pflanzengeweben gerade wie den Thiergeweben Sauerstoff zu behufs einer ganz ähnlichen langsamen Verbrennung und Kohlensäurebildung, sowie Ersatzmaterial zum Wie der⸗ aufbau und zum Wache ihum. Die Kohlensäure ihrerseits ist in den Blättern bei Sonnenschein der Gegenstand eines merkwürdigen Vor⸗ gangs. Sie wird vermiltelst der Sonnenstrahlen(gewisser— maßen als Dampfkrast) und des Blaitgrüns(als Maschine) zersetzt in Sauerstoff und feste Kohlenstoffe, welch letztere, während der Sauersteff ausgeschieden wird, in den Kreis⸗ lauf des Pflanzen körpers gebracht, zur Ernährung aller seiner Theile dienen. Zugleich ist diese Fabrikation die große Bildungs quelle organischer Substanzen, von welchen auch die Thierwelt lebt. Im Gegensstz zu allen diesen künstlichen und verwickelt gebauten Organismen zeigt uns das Leben der kleineren Geschöpfe immer einfachere Formen. Zunächst fehlen besondere Athmungsorganc. Sie sind über flüssig, da der Sauerstoff durch die Haut mit allen Gebilden des einfachen Organismus in Verbindung treten kann. Allmählich schwinden auch die Bewegungs⸗ und Empfindungsorgane, bis wir in absieigender Linie das einfachste Lebewesen sehen, aus dem alle Organismen aufgebaut sind, die Zelle. (Schluß folgt.) Zuckerrübenbau. Das landwirthschaftliche Casino für Friedberg und Umgegend hat in seiner Versammlung vom 20. März den einstimmigen Beschluß gefaßt, für Einführung des Zuckerrübenbaues in der Umgegend von Friedberg und damit in Verbindung stehender Errichtung einer Zucker⸗ fabrik in Friedberg, als im Interesse unserer Landwirthschaft im hohen Grade gelegen, nach Kräften zu wirken und einer Commission die dahin zielende Agitation aufgetragen. Diese Commission hat am 28. März dahier getagt, und als ihre Aufgabe erkannt, vorerst nur in Wort und Schrift die Sache zu fördern, durch Beleh- rung über Rübenbau Kenntnisse zu verbreiten und zu Versuchen aufzumuntern, indem sie für unzweck⸗ mäßig und unausführbar erachtete auf einen Zuckerrübenanbau in größerer Ausdehnung und Errichtung einer Zuckerfabrik schon im lau- fenden Jahre ihre Thätigkeit zu richten. Es gilt wohl vor Allem festzustellen, woran indessen nicht zu zweifeln ist, ob sich diese Cultur für unsere Gegend eignet, ob sie eine lohnende ist, dann erst wird die Sache eine seste Grundlage gewinnen und mit wirklicher Sicherheit vorge⸗ gangen und auf Erbauung einer Fabrik in Fried⸗ berg hingearbeitet werden können. Um in diesem Jahre in kleinerem Maaßstabe anzustellende Versuche zu erleichtern und recht viele Landwirthe dazu zu ermuntern, hat die Commission den möglichst billigen Ankauf von mehreren Sorten guten Rübensaamens in größeren Quantitäten be⸗ schlossen, welche in aller Kürze den Land⸗ wirthen der in einem zweistündigen Umkreis lie⸗ genden Gemeinden zum Einkaufspreis zur Ver⸗ fügung gestellt und zu diesem Behufe an die Herren Bürgermeister mit der Bitte um Verthei⸗ lung versendet werden sollen. Als Belohnung ihrer Mühewaltung bittet sich die Commission lediglich s. Z. eine kurze Nachricht von dem Resultat der Erndte von den Betheiligten aus und wird sich dann angelegen sein lassen, die Prüfung der Rüben auf den Zuckergehalt zu vermitteln. f Indem die Unterzeichneten, mit der Ausführung der Commissionsbeschlüsse betraut, das Vorstehende einstweilen bekannt geben und der Beachtung der Herren Landwirthe empfehlen, erklären sie sich gleichzeitig zu jeder weiteren Auskunft über die Sache gerne bereit. Friedberg den 2. April 1872. Die Commission des landwirthschaftlichen Casinos für Friedberg und Umgegend für Beförderung des Zuckerrübenbaues. Im Namen derselben: Haas. Hill. Nebhuth. Seibert. 951 Musikverein. Sonntag den 7. April Concert im Saale der„Drei Schwerter“. Anfang Abends 7 Uhr. Der Spar⸗ und Vorschuß⸗Verein zu Steinfurth 939 nimmt jeden Mittwoch und Samstag Einlagen von jeder Größe zu 4½0% verzinslich an. Steinfurth den 30. März 1872. Der Vorstand. Der Spar⸗ und Vorschuß⸗Verein zu Steinfurth 940 übernimmt zu jeder Zeit Güterkaufschillige. Steinfurth den 30. März 1872. Nähere Aus kunft über die Bedingungen ertheilt Der Vorstand. Zuckerrübenbau. 950 auf Ihre sehr geehrten Anfragen: Den vielen Freunden und bekannten Perren Collegen erlaube ich mir der Kürze halber in dleser Welse „Warum ich nicht der Zusammenkunkt auf dem Selzerbrunnen dei Groß⸗ Karben beigewohnt habe, bei der Sie mich bestimmt erwarteten. da die ganze Agitation für Rüt enbau ursprünglich nur von mir angeregt sei“, mitzutheilen: Daß wohl im landwirtbschaftlichen Club zu Frankfurt diese Zusammen⸗ kunft besprechen, mir aber später von keiner Seite das wirkliche Zustandekommen dieser Versammlung, noch der Tag, an dem dieselbe stattfinden sollte, angezeigt wurde, was gewiß von meiner Seite am meisten zu bedauern sein rürste. Hof⸗Haypna. Hochachtungsvollst August Bergsträßer, Domänen Pächter. Wasserheilanstalt Nassau aà. L. 782 Römische und Kieferbäder, Electrotherapie und Heilgymnastik. grösserten Kurbauses den 1. April. Eröffnung des um 24 Zimmer ver- Anstaltsarzt: Dr. Runge. Lehrlings⸗Gesuch. 932 Ein altes bestrenomirtes Waaren⸗-Geschäft en detail 4 en gros in Franksurt a. M. sucht unter sehr günstigen Bedingungen einen ordentlichen jungen Mann mit guten Schulkenntnissen und von anständiger Familie als Lebrling. Eventuell könnte derselbe Kost und Wobnung im Hause des Ptinzipals erhalten. Bei guten Leistungen und Aufführung könnte demselben bei Selbst⸗ stellung von Kost und Wohnung ein kleines, nach und nach fleigendes Salair bewilligt werden. Gef. Franco⸗ Offerten sub Chiffre L. 4155 befördert die Annoncen- Expedinlon von Rudolf Mosse in Frankfurt a. M. 931 Reiche Auswahl in Tapeten und Porden von den billigsten bis zu den feinen. F. W. Pfähler, Liebfrauenberg 24, Frankfurt a. M. 4 500 Gulden 938 können aus der Wickstädter Kirchenkasse zu 5% Zinsen anderwärts ausgeliehen werden. fte N Ilbenstadt den 29. März 1872. Margraf, Kirchenrechner. Lebe wohl. 947 Bei meiner Abreise nach Amerika sage ich allen Freunden und Bekannten, von welchen ich nicht persönlich Abschied genommen habe, ein berzliches Lebewohl. Ocksta dt. Nicolaus Kipp. Vorzügliche Faatwicken 930 empfehlen Gebrũder Lb. FPPPCCCCCCCCCCCCPbFFCCPTVTCTVPTPTPTPTbTVTbTbTbTbb Todes Anzeige. 949 Gestern Abend entschlief nach langem Leiden unser unvergeßlicher theurer Gatte und Vaser Dr. jur. Johann Valentin Krach im Alter von 68 Jahren. Um flille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Darmstadt den 31. März 1872. Istaclitischer Gottesdienst in Friedberg an Freitag Abend 6 Uhr. Samstag Morgen 8 Uhr. Dierbrauerei zum Würtemberger Hof 945 Von Donnerstag Abend an Mordländer Ale. Vorschuf-& Credil-Verein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Ausweis pro März 1872. Einnahme. Kasse⸗Bestand pro 1. März 1872 fl. 8910. 50 Wechsel„ 23168. 13 Deyosilen„ 6876.— Inkasso⸗Wechsel„ 3427. 34 Conto⸗Corrente„ 36120. 30 Spar⸗Einlagen„ 103253. 33 Darlehen„ 2600.— Auswärtige Correspondenten„ 948. 54 Stamm⸗Antheile, Monatsbeiträge„ 142. 24 Reserve⸗Fond, Beitritt„ 15.— Utensilien, Spar⸗Einlage⸗Bücher 5 1. 54 Wechsel⸗Zinsen„ 116. 16 Depositen⸗Zinsen noi Conto⸗Corrent⸗Provision 7 10. 30 Wechsel⸗Spesen Agio, Gewinn auf Sorten L fl. 93140. 23 Ausgabe. Wechsel fl. 18692. 48 Depositen„ 5386.— Conto⸗Corrente„ 39950. 11 Giro„ 1500.— Auswärtige Correspondenten„ 4560. 29 Darlehen„ 2009. 37 Spar⸗Einlagen„12283. 11 Stamm- Antheile, Rückzahlung 1 38.— Mobilien und Utensilien 7 21. 12 Conto Corrent⸗Zinsen 4 18. 23 Unkosten 5 33. 32 Wechsel⸗Spesen 7 1. 20 Kasse⸗Bestand pro 1. April 1872„ 8645. 40 5 fl. 93 140. 23 Eingang. Ausgang. fl. 73162. 17 Wechsel⸗Conto⸗Corrent fl. 60933.— „ 4594. 49 Wechsel⸗Incasso„ 617. 39 „ 2503. 45 Wechsel⸗Giro„ 1185. 42 Mitgliederzahl am 1. Januar 1872 485 Aufgenommen vom 1. Jan. bis 1. April 1872 23 Der Vorstand 941 Fr. Hecht. Weis. Ermue Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu eine Beilage.) 508 Ausgetreten 2015 Mitgliederzahl am 1. April 1872 506 „ — dusfihrung Berftehendt achtung der n st sich t üder die 876.— — — , Oberhessischer Anzeiger. 39. ——————— Main-Weser-Hahn. 8990 Es sollen die sämmtlichen Bauarbeiten zur Ois⸗ lokatlon eines provisorischen Güterschuppens und einer Retirade auf der Station Fronbausen im Wege öffentlicher Submisston verdungen werden. Die Offerten find portoftetl und versiegelt mit der Aufschrift: „Submisston auf Bauarbeiten zur Dislokatfon eines provisorischen Güterschuppens und einer Retlrade auf Station Fronhausen“ bis zum Submissions Term ne am 15. April d. J., Vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Betriebs-Juspection zu Frank⸗ surt a. M. einzureichen, woselbst auch die Zeichnungen, Kostenanschläge und Bedingungen eingeseben und die Submissions⸗Formularien in Empfang genommen wer— den konnen. 8 Frankfurt den 22. März 1872. Königliche Betriebs Inspection. Hep l. Main-Weser- Dahn. 900 Die auf der Station Butzbach befindlichen Lager⸗ plätze werden vom 8. April er. ab wieder leihsällig und sellen guf dem Submissionswege anderweit verpach iet werden. Die Submissions⸗ Bedingungen sind auf den Staklons⸗ Büreous zu Lang Göns, Butzbach, Nauheim und Fried⸗ berg zur Einsicht offen gelegt. Die Offerten find bis zum 8. April or., Vormittage 11 Ubr, auf dem Büreau der unterzeichneten Betriebe⸗ Inspection portofrei und versiegelt einzureichen und ist auf der Adresse zu bemerken: „Submission auf Lagerplätze Butzbach.“ Bemerkt wird, daß das Minimum des jährlichen Pachtzinses auf 5 Sgr. fur den Quadtat⸗Meter Lager platz normirt ist. Frankfurt den 26. März 1872. Königliche Betriebs de y auf der Station ⸗Inspection. . Versteigerung von Pflasterarbeit. 953 Die Fertigung von eirca 290 OMeter Banquet und Gossenpflaster zu Reichelsbeim, sowie die Liefe⸗ tung von 65 Cbm. behauenen Pflastersteinen und die Lieferung von 70 Cbm. Kies, soll Dienstag den 9. d. M., des Morgens 10 Uhr, im Gasthaus zur Post in Reichelsheim unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigstfor⸗ dernden verstesgert werden. Friedberg den 3. April 1872. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u ß. Vergebung von Bau⸗Arbeiten. 952 ODte zur Reparatur der ietaelitischen Spnagoge zu Bad⸗Naubeim vorgesebenen, nachstehend verzeichneten Arbeiten, sellen auf dem Submissionswege vergeben werden. Oieselben sind veranschlagt: Welhdinderarbeit 41 fl. 42 kr., Tapezlerarbeit BN 12 Mechanikerarbeit„ Voranschlag und Accordbedingungen liegen auf unter— zeichnetem Kreisbauamt zur Einsicht offen. Die Offerten, welche die Abgebotle nach Procenten der Voranschlags summe enthalten müssen, find spätestens bis Montag den 8. April 1872, Vormittags 10 Uhr, daselbst veischlossen und mit der Aufschrift »Submission zur Uebernahme der... Atbekten an der isratlitsschen Spnagoge zu Bad Nauheim“ abzugeben. Friedberg am 3. April 1872. ee eue Friedberg. . Oesfentliche Aufforderung. 924 Dem Heinrich Westerweller von Belenheim, dermalen unbekannt wo? abwesend, wird hiermit er— offnet, daß seine Ehefrau um Zulassung zum Armenrecht eten habe, um gegen ihn elnen Prozeß auf Ehe— 0 ng wegen böswilliger Verlassung anstrengen zu können und wird demselben unter Geffaktong, der Aklen⸗ einsicht auf der Registratur des unterzeichneten Gerichts aufgegeben, binnen einer unerffrecklichen Frist von 14 Tagen bei Meldung Ausschlusses etwalge Elnwen— dungen gegen dle Zulassung seiner Ehefrau zum Armen— recht dahler einzubringen. Friedberg den 23. März 1872. Oroßberzogliches Landgericht Frtedberg. Reiß, Langermann, Landrichter. Landgerichts Assessor. —— J3wetschen! 720 aus dem Krieg von 1870 4 g kr, per Pfund bei Wilh. Fertsch. Oeffentliche Aufforderung. Die Curatel über das Vermögen des ab— wesenden gerdinand Bopp in Assen⸗ heim betr. 925 Ferdinand Bopp, geb. am 6. Oktober 1799, Sohn des längst verstorb. Wirtbs Johann Georg Bopp und dessen ebenfalls verstorbenen Ebefcau Cyrtstina Marla, geb. Jung, einstmals in Breitendorn, Amts Wächtersbach, späler in Assenheim wohnhaft, hat un⸗ gefähr im Jahr 1816 seine Heimalb verlassen und ig seitdem verschollen. Sein Vermögen wurde seither curatorisch verwaltet und betrug nach der letzten Rech⸗ nung 3766 fl. 24 kr. Da Ferdinand Bopp nunmehr sein 70. Lebensfabt zurückgelegt bat, so ergeht biermit an ihn resp. seine Leibes oder Testamentserben die Auf— forderung, sich binnen 90 Tagen, von heute an gerechnet, bet dem unterzechneten Gericht zur Empfangnahme des Vermögens zu melden, als sonst Ferdinand Bopp für todt erklärt und das Vermögen den sich meldenden nächsien Seitenverwandten ohne Caullon aus geliefert werden wird. Friedberg am 25. Marz 1872. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Langermann. Holz ⸗Versteigerung. 926 Montag den 8. April l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in hlesigem Gemeindewald öffent⸗ lich meistbietend versteigert: 95 Slück Eichen⸗Stamm und Slangenholz von 852 Centimeier Durchmesser und bis zu 14 Meler Länge, 40,24 Feameter enthaltend, 130 Stuck Nadel: Stangenholz. * Raummeter Buchen⸗Scheltholz, „„ Prugelgtolz, 19* Eichen⸗ desgleichen, 56 1 Buchen- und Eichen ⸗Stockholz, N 5 Kiefern⸗Prügelholz, 76 1 Buchen-, Eschen⸗ u. weiches Reioholz. Die Zusammenkunft iß im hlesigen Ort. Selters den 25. März 1872. Großherzogliche Bürgermeisterel Selters. 1 Oeffentliche Aufforderung. Den Nachlaß des Poltzeidieners Johann Phillpp Günther zu Fauerbach b. F., und dessen Ehestau Marie Margaretba, geb. Parlmann. 927 Forderungen an den Nachlaß des Poltzeidieners Jobann Pyillpßp Günther und dessen Ebefrau von Fauerbach b. F. sind binnen 14 Tagen bei dem unter⸗ zeichneten Gericht anzumelden, als sonst sie bel der Ver theilung des Nachlasses nicht berücksichtigt werden konnten. Friedberg am 26. März 1872. Großherzogliches Landgericht Frledberg. e Langermann, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. —*,* 2 9 N Holz-Versteigerung. 934 Montag den 8. April l. J. sollen im Mockstädter Markwalde, Oistrikt Eichenzahl, nachfolgende Holzsorten zur öffentlichen Versteigerung kommen: 1) 16 Meter Buchen⸗Scheitholz I. Klasse, 23 98 ˙ 4 5 II. 9„ Prügelbolz, n„ Stockholz, 5) N Elchen⸗Scheitbolz, 6) 3630 Stück Buchen- Aftwellen, 7) 500„ Fichten⸗Wellen, 8) 709„„ Stangen, zu Bohnenstangen bis Leiterbäumen, 9) 5 Elchen- Stämme von 6—10 Meter Länge und 22—23 Centimeter Durchmesser. Die Zusammenkunst findet statt Vormittags 9 Uhr am Pflanzgarten am Wege nach Heegheim. Nleder⸗Mockstadt am 28. März 1872. Der Markmeister Reuther. Bekanntmachung. 928 Dle Holzversieigerung vom 26. und 27. Marz l. 3. im Mockstärter Markwald ist genebmigt und der ersse Fahrtag auf Mittwoch den 3. April bestimmt. Nleder⸗Mockstadt den 28. März 1872. a Der Markmeister Reuther. Universal-Heinigungs⸗Jalz. 123 Von allen Aerzten als dag einfachste und billigsle Hausmittel empfoblen gegen Säurebildung, Aufsloßen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magen beschwerden in/% ½, ½ Pfund Ortginal-Packeten mit Gebrauchsanwelsung à 30, 18 und 9 kr. nur allein ächt und direkt bezogen von J. A. Windecker in Friedoeerg. Holz⸗ Versteigerung. 5 929 Ia dem Gräflich Solms⸗Roͤdelheim'schen Wald⸗ diflrikt Einfledel bei Burg Gräfenrode soll Freitag den 3. April l. J. nachverzeichnetes Polz versteigert werden: 25 Raummeter Erlen Prügelholz, 2300 Wellen Eclen⸗Reisholz, bi 0 Stammteis, 3 Dornen. Anfang der Versteigerung Vormittags präeis 10 Uhr. Zusammenkunft im Holzschlag bei Nr. 1. Wlckstadt den 29. März 1872. Bräfliche Oberförsterei Assenhelm. Schal las. Holz ver steige run 935 Dtenstag den 9. und Mittwoch den 10. Apel, Morgens hald 10 Uhr anfangend, werden in dem biefigen Gemeindewald, Distrikt Buchstein nahe beim Dorf: 9 Eichen ⸗Bau- Stämme von 25 zesimeter, 236„ Werkbolz- Stämme, 1 Buchen⸗Stamm von 1,36 Festmeler, 30 Kiefern- und Jichtlen⸗Stämme, 276 Eichen⸗ une Birten⸗Gerustsfangen, 106 Raummeter Eichen⸗Scheitbolz, 40 5„ Knuüppelbolz, 112 1 Buchen⸗Scheubholz. 134 4„ Knuppelbolz, 130 Weichholz, 6950 Stück Wellen und 354 Raummeter Stockholz öffentlich versteigert. Am ersten Tag wird das Stammbolz und Gerüst⸗ stangen und am zweiten das übrige Gehölz versteigert. Eschbach den 28. Watz 1872. Born, Bürgermeister. Arbeits Versteigerung. 936 Mittwoch den 10. April, Vormittags 10 Ubr, sollen auf dem Ralhbause zu Wölfersbelm nach⸗ stebende Arbeiten einer offentlichen Versteigerung aus⸗ gesetzt werden: fl. kr. 1) Geaserarbelt, lt. Kostenüberschlag 29— 2) Zimmerarbeit 4 30 3) Schmiedarbeit 8— 4) Maurctarbett 5) Liefern von Kalk 6) Liefern von Sand 30— 7) Brechen von Steinen in den Wölsero⸗ beimer Steindtüchen 8) Anfahren von Steinen, Sand u. s. w. 9) Aussetzen der Steine und Wessen von Sand 20— 10) Herstellung von Pflafterarbett 296— Gambach den 2. April 1872. Schneider, Miltwoch den 10. April, Nachmittags 1 Uhr, sollen auf dem Natbbause zu Melbach nachftehende Arbeiten einer öffentlichen Verfieigerung ausgesetzt werden; 1) Herstellung von Chaussirarbeit 235 fl. 2) Anfahren von Stelnen, Ausseßen derselben, Messen von Sand 150„ 3) Liefern von Kalk„ Gambach den 2. April 1872. Schneider, 2 Bezluks-Bauausseher. 7 Mor nor f 8 Holz-Versteigerung. 942 Dienstag den 9. Aprll, Vormittags 9 Ubr, sollen in dem Fretherclich v. Rotpschild'schen Wald„Altenderg“ oͤffentlich meistbielend verslelgert werden: 1950 Stück Birken Piülgel' und Retohelzwellen, 4350„ Etichen⸗Reteholzwellen, 2550„„ lange Wellen(Faschinen). Letztere elanen sich u Bohnengerlen, wie zum Zu⸗ machen der Gärten. Olarben am 30. März 1872. Frelbertlicher Revierförster Hilgenretner. Schaafpferche⸗ Versteigerung. 948 Freitag den 5. April d. J., Vormitiags 11 ubr sollen in hiesigem Rathhause 10 bis 15 Schaaspferche öffentlich meistötetend versteigert werden. Friedberg den 2. April 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Foucar. e Klkesanen in unübertroffener Prima-Qualität bei 662 W. Fertsch. Villigstes illustrirtes Familienblatt: Woͤchentlich 2 bis 2½ Bogen mit vielen prachtvollen Jllustratlonen. 933 54 kr. vierteljäbrlich, mithin der Bogen nur ca. 1½ kr. Das zwelte Quartal bringt die mit Spannung exwarteten Fortsetzungen der Werner schen Erzählung „Am Altar“, welchen sich eine nicht minder interessante Novelle von Levin Schücking anreiht. Ferner Zeite⸗, Sitten- und Culturbilder. Beiträge aus dem Geblete der Naturwissenschaft, der Geschichte, der Biographie 1c. in ausgedehntem Maße. 8 Die Verlagshandlung von Ernst Keil in Leipzig. Alle Postämter und Buchhandlungen, in Friedberg Bindernagel& Schimpff, vehmen Bestellungen an, Vergebung von Schreinerarbeit. 876 In den Wohnungsräumen unseres Zechenhauses zu Oder⸗-Rosbach ist für drei Etagen die Herrichtung der Fußböden an den Wenigstnehmenden zu vergeben, welche einzeln oder auch im Ganzen vergeben werden sollen.— Die untere Etage umfaßt circa 170 OU Meter, die mittlere und obere je 365 Q Meter.— Die Lieferungsbedingungen liegen auf dem Bureau der unterzeichneten Gesellschaft offen und haben Lusttragende ihre Offerten bis zum 15. April l. J schriftlich einzureichen. Friedberg deu 15. März 1872. Die Verwaltung der Friedberger Bergbaugesellschaft. Stift. 2 Sr * 4„ Husten der Kinder, Keuchhusten. 336 Augenblickliche Hetlung durch Anwendung des antispasmodischen Sprups von Oscar Desaga, Apotheker und Ebemiker in Straßburg i. E.— Dieses ausgezeichnete Präparat, über dessen Vortreffllch⸗ keit Tausende von Attesten vorliegen, hat ofsiclell in den dekeutendsten Kinderklintken Frankreichs Ein gang gefunden. Preis der Flosche 56 kr. ist 16 Sgr. nebst Gebrauchs auweisun z. General⸗Depöt für Deutschland in Worms a. Nh. bei perrn Gg. Chr. Goll. Depö“ für Friedberg bet C. Görtz, Apotheker. f Georg Dael, Agenturen ⸗Geschäft, Große Bleiche 42, Mainz. 823 Vertreter von: Charles Jarre, Reims(Champagner). J. C. Amtmann& Cie., Bordeaux(Bordeaux). Jules Merman& Cie., Bordeaur(Bordeaux). Louis Latour, suecessr. de Lamorosse pöre et flls Beaune(Burgunder). Frederie Valette, Marsetlle, Ceite& Perpignon(Facon Weine). Jul. Kühne, Malliés& Cie., Cette(franz. Südwelne). Salignae& Cle., Cognac(Cognac). Lemon Hart& Cie., Lordon(Rum]. Jac. Aengenent& P. van Noy, Rotterdam(Arac). J. A. J. Nolet, Schiedam(Genever). Erven kucas Bols, Amsterdam(poll. feine Liqueure). Girolamo Lunardo, Zara(Maraschino). 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Bekanntmachung. soll in hiesigem Rathhaus ein der Gemeinde gebörender Faselochs, welcher zum Schlachten sich eignet, offen tlich versteigert werden. Dorheim den 2. April 1872. 5 Großherzogliche eee Dorheim. e u 5 645 Das Neueste in Herreubinden, Glacé⸗Handschuhen, Baumwoll. Unterjacken, sowie Hosenträger in großer Auswahl dei Hermann Bechstein in Friedberg, 70 Breitestraße 70. Einen Lehrling n vi Frledberg. Johannes Staubi, Schreinermeister. Die Grafl. Gärtnerei zu Assenheim 790 empfiehlt ihren großen Vorratb von Warm- und Kaltbauspflanzen für Blumentische und Schmuckbeete. Ferner alle Sorten Gemüse⸗ und Blumensaamen, sowie Penséepflanzen zu äußerst billigen Preisen. Catalog und Preis auf Verlangen. Flaschen⸗Bier. 730 Lager-Export⸗ und Doppel- Bier aus der Hof⸗Brauerel von J. Burck bel Abnahme von 12 Flaschen frei in's Haus gellesert. In Bad⸗Naubeim wolle man Befsellungen gef. 3 bet Herrn Kaufmann Bienstadt oder Herrn q d. 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