f * Iain 1. 8* 8 1 7 9* —— Rr Hens e note 85 1.8. 110*. 1872. Mun aan e e u de. Donnerstag den 4. anuar. —————Ht— 1 Anzeiger. *———* datt ate bie amtlichen Uilosse sür ben reiß Grüberß ** 1 Kritdberger Inteligenzblall. Erscheint jeder Dienstag, Dounerstat und Samflag U — 5— 1111 N Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Abonntment auf den Oberbessischen Anzeiger, welcher auch ferner wöchentlich drrimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbt bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und bemerkenswefthesten Tagesbegebenheiten, besonders wichtige Neuigkeiten durch Extrablätter, allgemein belebrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours Berichte, Berloosungen von Staatspapieten und letale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Rätdsel, Bilderrätbsel 1c. Das Abonnement beträgt bei der Berlags⸗Expedilion ohne Bringerlobn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel jäbrlich 27 kr. wit Bringerteb u. In srratgebühren weiden die einspaltige Petitzelle oder deren Raum mit 3 kr. berechnet, bei Tabellen- und Zißfersat mit 8 kr. N Der Ungeiget kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter brechung eintritt. 2 Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Jahr zusenden, wenn nicht ausdräcklich Abbestellung erfolgt. Die Redaction. Amtlicher Theil. Aus dem Großberzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: Nr. 41. Bekanntmachung, das Poßtteglement vom 30. November 1871 betr. Nr. 42. sub 1. Gesetz, die Erhebung der Staatsauflagen in den exsten drei Monaten des Jabres 1872 betr.— sub 2. Bekaunn machung, den Ausschlag der direkten Steuern und der Beiträge zu den Kosten der Staats- und Provinztalstraßen für das Jahr 1872 betr. Friedberg den 31. Dezember 1871. Otoßherzogliches Kreisamt Ftiedberg. Ter a p p. Nach verzeichnete Gesetze ze. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden: Nr. 757. Gesetz, beir, die Ausdebnung det Wirksamkem des Gesetzes über die Oewäßrung der Rechtehulfe dom 21. Januar 1869 auf Elsaß⸗Lolbtingen. Bom 1. Dezember 1871. Nr. 758. Auslieferungsvertrag zwischen dem deutschen Reich und Italien. Vom 31. October 1871. Betreffend: Die Taubsummenstatistik taub fammet Kauder in die Taubflamm G obbenegtdum Hessen; mobssonbert die Aufnahme. en-Außalten des Gtoßberzogidems.. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg * Friedberg den 30. Dezember 1 1 1 an die Schuldorstände Assenheim, Bodenrod, Fauerbach v. d. H., Hausen, Hoch⸗Wessel, Ilbenstadt, Kirch⸗Goͤns, Langenhain, Münster, Ober⸗Mörlen, Oppershofen, Pohl⸗Gons, Rockenberg, Weckesheim, Wolfersheim und Wohnbach.—— Wir sehen der Vorlage in obigem Betreffe(Oberh. Anzeiger Nr. 143) binnen 3 Tagen entgegen. Tt a. * Betreffend: Zurückstellung von Reserve- und Landwehr Mannschaften. Friedberg am 2. Januar 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. „Es stehen noch Viele von Ihnen mit der geforderten Berichtserstattung zurück. Kommt dieselbe nicht so fort ein, geht ein Wart⸗ bote an Sie zur Abholung ab. Nn 145 um ed„cn 2010 m ach un g. Die am 31. v. Mis fällig gewesenen halbjährigen Zinsen von den der Kreiskasse dargeliehenen und nicht gekündigten Kapftalten können bei Kreiskasserechnet Fink dahier gegen Quittung der Daxlelher in Empfang genommen werden. Die Zinsen von den gekündigten Kapitalien werden mit den Kapitalien selbst am 3. k. Mis. auf Vorlage der vorschriftsmäßigen Beurkundung aus der Kreiskasse dahier bezahlt. Friedberg den 1. Januar 1872. 8 1* Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Tera p p. Betreffend: Die Mitwirkung der Großherzoglichen Bürgermeisterelen bei Regulstung der Einkommensteuer. Butzbach am 2. Januar 1872. Das Großherzogliche Steuercommissariat Butzbach f an sämmtliche Großherzogliche Bürgermeisterelen des Steuercommissartiats. Zum Behuse der Einkommensteuer⸗Regullirung sind am Schlusse eines jeden Jahres Verzeichnisse über die Zugänge und Abgänge einkommensteuerpflichtiger Personen an uns einzusenden. »Wir sehen uns veranlaßt, diese, Verzeichnisse für das verflossene Jahr in Erinnerung zu bringen und machen ergebenst darauf auf⸗ merksam, daß in die Zugangs verzeichnisse alle seit der letzten Regulirung in die Ortsburgerlisten eingetragenen neuen Ortsbürger, sowie alle Hesch leer. 1 in die hiesigen Gemeinden zugezogenen Steuerpflichtigen aufzunehmen sind. — Oeffentliche Aufforderung. In der Nacht vom 20/21. Dezember J. J. ist in dem Gemeinde hause zu Nleder⸗Mörsen ein unbekannter Mann, welcher am Abend zuvor in gänzlich betrunkenem Zustande auf der Ortestraße daselbst aufgefunden worden war, erfrotren. Derselbe war dem Anscheine %.%% 40 Jabre alt, 174 Em. groß und hatte kurz geschnittene, dunkelbraune, schon stark mit grau melttte Kopfhgare und Augen- braunen. Wangen und Kinn waren mit einem dichten dunklen, felt mehreren 725 nicht rasirten Bart bedeckt. An Kleidungsstücken h: trug er an sich 1 u blau und weiß gestreiften baumwollenen Kittel, 2 alte zerrissene blaue wollene Jacke, weiße wollenes Halstuch, 4) eine ganz zerrissene Hose von braunem Sommerzeug, 5) gleichfalls sehr zerrissene graue wollene Strümpfe, und 6) lederne Halbstiefel. 5 Ein Hemd war nicht vorhanden. Dem Anscheine nach war der Verunglückte ein Knecht oder Tagloͤhner, und soll derselbe dei Gießen oder Marburg Lin Lollar 9) zu Hause sein. Er führte in diesiger Gegend den Namen„Drescherjgcobe, sein wirklicher Name st unbekannt(vielleicht„Häuser ,. Wir ersuchen um Nachricht üdet die Persönlichkeit des Verunglückten. Bad- Nauheim am 22, Dezember 1871. Großherzogliches Landgericht Bad- Nauheim. Ulrich. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- rungsblatt Nr. 43 enthält: 1. Verordnung, die in, Folge der Militärconvention vom 13. Juni 1871 in der Organisation der Militär- behörden eintretenden Veränderungen belreffend. N II. Bekanntmachung Großd. Ministeriums des Innern, den Oectroi⸗Tarif der Haupt⸗ und Residenzstadt Darmstadt vom 1. Januar 1872 betreffend. III. Bekanntmachung Großb. Ministeriums des Innern, das Octroi⸗ Reglement und den Octroie Tarif der Stadt Mainz betreffend.. 33 IV. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern, den Octroi⸗Tarif der Stadt Gießen betreffend. V. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern, das Octroi⸗Reglement der Kreissiadt Offenbach betreffend. VI. Bekanntmachung, die Verkündigung gerichtlicher Anzeigen in der Provinz Rheinhessen betreffend.. II. Bekanntmachung, die Verkündigung gerichtlicher Anzeigen in der Provinz Rheinhessen betreffend. Darmstadt. Die„Darmst. Zig.“ bringt folgende großh. Cabinetsordre an das Kriegs- ministerium:„Die durch die Ereignisse der letzten Jahre hervorgegangene Stellung des Großherzog thums zum deutschen Reiche haben mit Beginn des neuen Jahres die Auflösung Meines Kriegs-; ministeriums zur Folge. Mit dem Scheiden des⸗ selben aus einer nun mehr denn 50 jährigen Wirksamkeit will ich es nicht unterlassen, dieser Behörde, welche Meinen erlauchten Vorfahren und Mir oft unter den schwierigsten Verhältnissen mit gewissenbafter Treue und opferwilliger Hingebung gedient und besonders neuerdings in dem uner⸗ wartet ausgebrochenen Kriege und in der Ueber⸗ führung in die neuen Verhältnisse das Tüchtigste geleistet, biermit Meine volle Zufriedenheit und Meinen Dank auszusprechen. Darmstadt den 28. Dezember 1871. Ludwig.“ — Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchsten Entschließungen vom 29. und 30. v. M. auf deßfallsiges Nachsuchen in den Pensionsstand zu versetzen geruht: Vom Kriegs ministerium: Director des Krieg⸗ministeriums Oberst Dornseiff. Chef der 1. Abtheilung des Kriegsministeriums Oberst Scholl. Chef der 2. Abtheilung des Kriegsministeriums Oberkriegs · rath Nieysth. Stabsauditeur Schenk. Intendantur⸗ rath Dauber. Von der Ministerial-Registratur und Canzlei: Ministerial⸗Registrator Heim. Ministerial⸗Protocollist Mahr. Ministerial-Canzlist Pfeiffer. Ministerial⸗Canzleidiener Zimmer. Mi⸗ nisterial⸗Canzleiwärter Freiherr von Villiez. Vom Kriegs ⸗Zahlamt: Kriegszahlmeister, Kriegsrath Wiegand. Kriegskasse-Buchhalter Schenk. Kriegs- kassediener Schäfer. Vom 1. Großherzsglichen Infanterie⸗Regiment Nr. 115: Oberstlieutenant und Bataillons-Commandeur Anschütz unter Ver⸗ leihung des Ritterkreuzes 1. Classe des Ludewigs⸗ ordens. Major Freiherrn von Rotsmann. Premier Lieutenant Becker unter Verleihung des Charakters als Hauptmann. Vom 2. Gr. In⸗ fanterie⸗Regiment Nr. 116: Oberst und Regi⸗ ments Commandeur Kraus. Hauptmann Kiedel. Vom 3. Gr. Infanterie Regiment Nr. 117: Major und Bataillons Commandeur von Herff unter Verleihung des Charakters als Oberstlieute⸗ nant. Major Lannert. Hauptmann Frank. Hauptmann Lautenschläger. Premier-Lieutenant Emmerling unter Ertheilung des Charakters als Hauptmann. Vom 4. Gr. Infanterie Regiment Nr. 118: Major und Bataillons Commandeur Keim. Hauptmann Weitzel. Vom 1. Dragouer⸗ Regiment Nr. 23: Oberst und Regiments-Com- mandeur v. Grolman. Vom 2. Dragoner ⸗Regi⸗- ment Nr. 24: Oberst und Regiments-Commandeur Frhr. von Buseck. Von der Gr. Feldartillerie: Hauptmann Bellaire. Hauptmann Sartorius. Premier Lieutenant Arnold. Vom General— Auditoriat und den Auditenren: General-Auditeur Zimmermann. Garnisons⸗Auditeur Dr. Delp. Divisions- Auditeur Dr. Verdier. Von Militär- Aerzten: Divisious⸗Generalarzt Dr. Reuling. Im 1. Großherzoglichen Infanterie Regiment Nr. 115: Oberstabsarzt Dr. Göring. Oberstabs⸗ arzt Dr. Fuchs. Stabsarzt Dr. Fehr. Stabs- arzt Dr. Lipp. Im 4. Gr. Infanterie-Regiment Nr. 118: Stabsarzt Dr. Steinhäuser. Vom Artillerie Depot: Zeughauptmann Plack. Von nungsrath Schneider(Garnison- Verw 8. Juspetter.) ene Me Wilk I Inspector.) Major Schimpff(Vorstand der Divistons- Intendantur). ane ee Müller, Oberquartiermeisfer Nischwitz, Zahlmelster im Großb. 1. Infanterie Regiment Nr. 119. Quartiermeister Bonhard, Zahlmeister im Groß⸗ berzoglichen 4. Infanterie Regiment Nr. 118. Gleichzeitig wurden von der bisherigen Stellung zur Allerhöchsten Disposition entbunden die nach- stehenden Offiziere in Pension, nämlich: die Obersten Hof, Weber und Coulmann, die Oberst— lieutenante Habermehl und Bickel, die Majore Schenk, Herpel, von Wachter, Freiherr v. Ricou, Weyland, Gerschlauer, die Hauptmänner Kuhlmann, Keim, Freund und Kreuter, der Rittmeister Frey. — Wie verlautet, herrscht in maßgebenden Kreisen nach wie vor die Absicht, das provi⸗ sorische Gesetz in Betreff des Ausschlags der Communalsteuern wiederum als definitives vorzu⸗ legen, mit anderen Worten auf der seitherigen Herbeiziehung der nur halben Einkommensteuer⸗ tapitalien zu beharren.— Von den noch rück⸗ ständigen alten Grundrentenscheinen sind bis jetzt nur noch sehr wenige bei der großh. Staats schuldentilgungskasse zur Einlösung präsentirt wor- den. Bis jetzt sollen von den in den Händen des Publikums noch befindlichen 100/000 fl. etwa nur für ca. 6— 7000 fl. Scheine eingelöst worden sein.— Nach einem allgemein verbreiteten Ge- rücht, sell das 4. hessische Jafgnterie Regiment Nr. 118 von Mainz nach Busch verlegt werden. Berlin. Fürst Bismarck ist hierselbst wieder eingetroffen. — Der„Reichsanzeiger“ meldet: Das Reichs gesetz, betreffend die gegen die Rinderpest zu neh- menden Maßregeln, tritt vom 1. Januar 1872 an in Elsaß-Lothringen in Krast. — ueber die Prinzipien des neuen Münzge⸗ setzes, dessen Vorlage bei der nächsten Session des Keichstages erwartet wird, theilt man der„Berl. Börs. Ztg.“ nun von gut unterrichteter Seite Folgendes mit: Das Gesetz soll die Ausgabe von Scheidemünzen und deren Ausprägung regeln, nachdem durch das Gesetz über die Ausprägung von Reichsgold münzen bereits die Ausprägung größerer Werthstücke geordnet ist. Selbstverständ⸗ sich wird auch in dem neuen Gesetz die Mark à 100 Pfennige als die Münz⸗Einheit augenommen werden. Es werden zur Ausprägung gelangen Zehn- Pfennigstücke, von denen 1035 Stück ein Pfund feines Silber enthalten und 227 Stück ein Pfund wiegen werden. Ferner Fünf. Pfennig ⸗ stücke mit dem halben Werth in Silber und Kupfer, Zwei- Pfennigstücke und Ein-Pfennigstücke in Kupfer mit dem entsprechenden Werthverhältniß. Von höheren Silberstücken würden auszuprägen sein Viertelmarkstücke im Werthe von 25 Pfennigen, Halbemarkstücke im Werthe von 50 Pfennigen, Markstücke und Dreimarkstücke, die unseren gegen wärtigen Thalern im Werthe gleich stehen. Die Prägung dieser Silbermünzen soll derjenigen der neuen Goldmünzen vollkommen entsprechen, so daß auf der einen Seite das Bildniß des Landes- fürsten, auf der anderen der Reichsadler mit da⸗ runter befindlicher Werthangabe zur Ausprägung gelangen werde. — Der Kaiser hat den Grafen v. Roon auf dessen Wunsch der Functionen als Marineminister entbunden und dabei in wärmsten Worten des Dankes die Bereitwilligkeit anerkannt, womit der Minister in einem langen Zeitraum sich der mühe; vollen Verwaltung der Marine unterzogen habe, welch letztere unter des Grafen Leitung in so er⸗ frevlicher Weise in ihrer Entwicklung fortgeschritten sei. Zum Marineminister ist General v. Stosch ernannt. Das Marineministerium wird, wie die „Kreuzzeitung“ erfährt, direct unter dem Reichs- kanzler stehen und eine dem Reichskanzleramte coordinirte Stellung erhalten. — Gelegentlich der jetzt angeregten Diskussion über die Fortschritte der deutschen Sprache im diplomatischen Verkehr verdient vielleicht Erwäh⸗ nung, daß eine hier Mitte Dezember übergebene amerikanische Denkschrift über die St. Juau- An- Verwaltungsbeamten und Zahlm,istern!? Rech- gelegenheit in deutscher Sprache abgefaßt ist. — Früher schon war es fraglich geworden, ob die mit dem eisernen Kreuze beltehenen Per⸗ sonen von Amts wegen auf das Prädicat„Ritter“ Anspruch haben. Nachdem es jedoch schon 1815 festgestellt worden, daß die in Rede, stehenden ersonen lediglich als„Inhaber“ zu bezeichnen d, ist diese Bezei nung auch für die 1870 er⸗ a des eisernen Kreuzes, gleichviel erster oder zwei Kaff, beibehalten worden. Nürnberg. Der der Feigheit vor dem Feinde beschuldigte und deßhalb vor das Militär- bezirksgericht dahier verwiesene k. b. Hauptmann Schoch ist nach einer dreitägigen Verhandlung freigesprochen und sofort seiner Haft entlassen worden. Straßburg. Der„Nieder th. Kur.“ schreibt: Wie wir aus guter Quelle vernehmen, wird die nahe bevorstehende Organisation der Universität von Straßburg eifrig berathen. Ein Comite unter dem Vorsitz des Herrn Maire von Straß⸗ burg ist deßhalb zusammengetreten, die Mitglieder desselben sind zum Theil der ehemaligen Akademie und der Municipalität, zum Theil der böheren deutschen Beamtenwelt entnommen. Für die ersten Ausgaben der Gründung soll die Summe von 200,000 Thlrn. bewilligt sein. Die Eröffnung glaubt man am 1. Mai 1872 erwarten zu dürfen; 42 ordentliche und 20 außerordentliche Professoren sollen bereits ernannt sein; man rechnet auf etwa 1500 Studenten.(7) Dae kaiserliche Lyceum, nach französischer Art mit einem Internat für Schüler, welche ganz in der Anstalt erzogen werden, versehen, zäblte bei der Eröffnung 67 Schüler, jetzt hat sich die Anzahl bereits auf 240 Schüler, welche von 16 Lehrern unterrichtet werden, gehoben. f Ausland. Frankreich. Paris. Dem Vernehmen nach hat Rémusat, dem Verlangen Italiens nach⸗ gebend, den französischen Gesandten beim päpst⸗ lichen Stuhle abberufen.— Die Orleans beab⸗ sichtigen, nach der Restitution ihres Vermögens dem Staate 100 Millionen als Beitrag zu den Kriegskosten zur Verfügung zu stellen. — Die„Patrie“ theilt mit, mehrere Depu- tirte der Rechten und des rechten Centrums be ⸗ absichtigen einen Antrag zu stellen, wonach sich die Regierung verbindlich machen solle, bis zur gänzlichen Befreiung des französischen Territoriums streng in den Grenzen des Vertrags von Bordeaux zu verbleiben. Dann erst solle eine censtituirende Nationalversammlung gewählt werden.— Von Mühlhausener Damen wurden als Beitrag zur Zahlung der Kriegsentschädigung 23,945 Francs an Thiers gesandt. — Bei der von der Akademie vollzogenen Ersatzwahl wurden zu Mitgliedern gewählt: der Herzog von Aumale mit 27 Stimmen gegen 1; Rausset mit 17 gegen Vieltasiel, welcher 12 Stim⸗ men erhielt; Littré mit 14 gegen Taillandier, auf den 12 Stimmen fielen; endlich Lomeénie mit 15, dessen Gegentandidat About 14 Stimmen für sich hatte. — In Folge der Wahl Littré's hat der Bischof Dupanloup seinen Austritt aus der Aka⸗ demie erklärt. — Die Commission zur Prüfung der Acte der Regierung vom 4. September hat Herrn Tolhausen, bei Beginn des Kriegs fraazösischer Consul in Köln, und den Herzog von, Gramont vernommen. Hr. Tolhausen beklagte sich bitter, daß alle seine Warnungsruse, an denen er es Jahre lang nicht fehlen ließ, erbarmungslos in den Archiven des Ministeriums des Aeußern be- graben worden wären. Die ganze Aussage dieses Mannes, eines Elsässers, war nur ein motivirtet Anklageact gegen den Herzog von Gramont. Dieser Letztere wiederum, welcher Hrn. Tolhausen im Verhör folgte, erging sich in heftigen Recri⸗ minationen gegen Hrn. Benedetti. Scharfe Kreuz⸗ fragen brachten Hrn. von Gramont aber bald aus der Fassung und namentlich auf die Vor- würfe des Herrn Antonin Lefdvre⸗Pontalis, welcher nachwies, daß Gramont durch sein leichtsinniges Austreten im gesetzgebenden Körper den Krieg erst eigentlich unvermeidlich gemacht batte, vermochte wel Fe salbst! Richli⸗ Efe math Gans triffen, tulgegen! Bet Republik lung mi sch geg sammerf leine Ni Parttisd empfang. Präsiden auf den sprachen. tinen g. neu ern stag auf Ch. zösischen Soldate lödslich dine sit herigen und Eit Die ven fronzess worden, Gr Atsung deuaschr an die N velchtr tinzelrn gibt 18 linlige bertrau⸗ Franktr u Cor Genera rotz glieder itrtt ts trier 2 —— d minister nichts mehr zu erwidern. Er bat, 7 5 Vernehmung anf ein nächstes Mal zu dertagen, und in der That wurde er zu diesem Behufe auf nächslen Donnerstag vorgeladen. — Der General- Gourerneur von Algerien hat, wie das„Journal officiel“ meldet, von dem Commandanten der Divistion Oran, General Osmont, folgendes Telegramm erbalten:„Oran, 29. December, 1 Ubr 12 Min. Nachm. Unsere Gums baben am 23. December einige Lieues südöstlih von Megub einen prächtigen Ersolg gegen Si-Kaddur-uld-Hamza davongetragen. Sie baben ihn erreicht, angegriffen und nach einstün⸗ digem Kampfe, in welchem sie ihm ungeführ 150 Mann Cavallerie tödteten, vollständig in die Flucht geschlagen. Sie eroberten eine anscbnliche Beute, zwei Fahnen und das Siegel Si, Kaddur's, Dieser selbst ist beinade ohne Begleitung in östlicher Richtung entflohen. Viele Stämme, welche mit Si⸗Kaddur gingen, baben sich uns genähert und ergeben sich. Oberstlieutenant Gaine, der unsere Gums unterstützt, sollte am 25. in Megub ein- treffen, um dort die Unterwürfigkeits erklärungen enigegenzunebmen. Versailles, 31. Dez. Der Präsident der Republik und der Präsident der Nationalversamm- lung mit den Mitgliedern seines Burcaus haben sich gegenseitig Besuche ad gestattet. Die Zu ⸗ sammenkunft war sehr herzlich; es wurden jedoch keine Reden gehalten. Zahlreiche Deputirte aller Parteisärbungen wurden hierauf von Thiers empfangen. Die Deputirten deglückwünschten den Präsidenten der Republik, indem sie die Hoffnung auf den Erfolg seiner versöbnlichen Polftik aus- sprachen. Der heute stattgehabte Empfang wachte einen guten Eindruck.— Gontant-Bicon, der neu ernannte Botschafter für Berlin, wird Dien- stag auf seinen Posten abgehen. Charleville. In Folge des in der fran- zösischen Marketenderbaracke an zwei baperischen Soldaten verübten Mordanfalls, wobei der eine tödtlich, der andere schwer verwundet wurde, ist eine strenge Untersuchung eingeleitet In den bis- herigen Verbällnissen zu den französischen Behörden und Einwohnern ist keine Veränderung eingetreten. Die von Pariser Journalen verbreitete Nachricht, französische Notabeln seien als Geißeln weggesührt worden, ist unbegründet. Großbritannien. Londen. Die Ge⸗ nesung des Prinzen v. Wales macht befriedigende Fortschritte. Die Königin erließ ein Dankschreiben an die Nation für die bewiesene rührende Theilnahme. — Die„Times“ äußert sich in einem Artikel, welcher eine Uebersicht über die Verhältnisse der einzelnen Länder Europas am Schlusse des Jahrts gibt, dahin, daß das siegreiche Deutschland das einzige Land sei, in welchem Regierung und Volk vertrauensvoll Hand in Hand gehe. Während Frankreich durch seine Träume nach Rache nur zur Consolidatien Deutschlands beitrage und am Abhange der Anarchie zittere, suche Dentschland seine Sicherheit in Loyalität und Disciplin. talien. Rom. Am 1. Jan. begab sich auf Befehl des Königs der Adjutant desselben, General Pralocmo, von einem Orvonnanzoffizier begleitet, in den Vatican, um den Papst im Namen des Königs zu beglückwünschen. Cardinal Anto- nelli, welcher den General empfing, erklärte, der Papst könne ihn wegen eincs leichten Unwohlseins nicht empfangen; er werde jedoch dem Papste die freundliche Botschaft des Königs überbringen. Der Cardinal bat den General, dem König zu danken und den Ausdruck seiner Ehrerbietung zu überbringen. — Der König Victor Emauuel ist hier ein⸗ getroffen.— Die Telegraphentonferenz beschloß, im Jahr 1875 in Petersburg zusammenzutreten. — Der Senat genehmigte die Etats für 1872 und die provisorische Forterhebung der Steuern bis Ende Februar. Spanien. Madrid. Man versichert, daß wegen Ernennung eines neuen Generaltapitäns für Cuba eine Ministerkrisis entstanden sei. Rußland. Petersburg. Das„Journal de St. Petersbourg“ constatirt den cordialen Empfang, den der Großfürst Alexis in Amerika gefunden habe, und bemerkt dazu: Die berzliche Aufnahme des Großfürsten wird in ganz Rußland eine tiefe Befriedigung erzeugen. Rußland wird sie nicht vergessen. Der Weltfrieden und der Fort- schritt der Humanität könne durch das russisch⸗ amerikanische Einvernehmen nur gewinnen. Amerika. Die letzten Nachrichten aus Mexico tdun dar, daß die Wirren daselbst keine Aussicht auf baldige Beilegung bieten. Es be— stätigt sich, daß die Regierungstruppen in Saltillo mit den Insurgenten capituliren außten. In Matamoras ist den fremden Kaufleuten Seitens der Regierung eine Contribution von 60,000 D. auferlegt worden, aus dem einfachen Grunde, weil Geld zur Bezahlung der Truppen da sein muß und weil man tes eben nimmt, wo man es findet. Gießen. Verflossenen Samstag Abend wurde am hiesigen Bahnhof eine jugendliche Betrügerin im Alter von 12 Jahren angebalten, welche sich der größten Schwindelcien auf den Namen eines hiesigen sehr acht⸗ baren Mannes schuldig machte. Die Kleine, aus Wetzlar gebürtig, ging mii einem Raffinement vetan, daß man etstaunen muß. Es bezeigt dies die Masse von Waaren, als: Goldschmuck, Kleider, Schirme 2c., welche sich in die Hunderte von Gulden delaufen, die der Kleinen apge⸗ nommen wurden. Frankfurt. Die Landwirthschaftliche Creditdank hat mit dem 1. dieses ihre Geschäftsthätigkeit begonnen. Offenbach. Dem Vernehmen nach ist der in der Ziehung am 1. Dezember berausgekommene böchste Treffet der östexteichischen 180 4Amr 100 fl.⸗Losse im Betrag von 200 000 fl. in die Hände einer Offendacherin gefallen. Darmstadt. Wie biesige Blätter melden, wird in Kürze eine Kriuk der vielbesprochenen Kerz'schen Unter- suchungssache von Seiten eines tenommirten diesigen Rechtsanwalts der Oeffentlichkeit übergeben werden, auf welche Publikasion man allgemein gespannt ist.— Den evangelischen Geistlichen, resp. auch den Candidaten der Tyeologie, soll das Verbot des Schnur barttragens wiederum eingeschärft werben. Die Stadt Bensheim wurde am 27. Dezember von einem schweren Unglück heimgesucht. Ein Brand zerstörte vierzehn Häuser und das Mobiliar derselben konnte nur theilweise gerettet werden. Mainz. Wie sich auch wieder dei dem jetzigen Quartalschluß gezeigt dat, ist die Wohnungsnoth noch immer im Zunehmen und die Miethpreise find auf eine schreiende Höbe gelangt. Rüdesheim. Bier Soldaten, in Bingerbrück stationttt, kamen am 28. Oez. über das Eis von Bingen herübet und wollten Nachmitlags wieder dahin zurück⸗ kehren. Zwei von ihnen sind nicht dort angekommen und haben wahtscheinlich wegen des starken Duftes und der eingetretenen Dämmerung die rechte Bahn versehlt; es liegt die Vermuthung nabe, daß dieselben in einer offenen Selle des Rheins ihren Tod fanden. Ein gleich trauriges Schicksal traf vermuthlich einen Jungen von 12 Jahren aus dem gegenüberliegenden Kempien. Derselbe war in Be⸗ gleitung seines Vat r das Eis hierber gekommen und trat etwas früh sein Vater den Heimweg an. Der Vater kam 81 nach Hause, aber der Junge wird selt dieser Zeit vermißt. Biberach. Eine dabier statigehable Versammlung süddeuischer Papierfabrikanten hat den Beschluß gefaßt, in Felge der Steigerung sämmtlicher Matertalien die Papierpreise mindestens um 1 kr. per Pfund getzen die Frübjährepreise zu erhöhen. In Hof ist am Weihnachts morgen eine Frau leben- dig verbrannt. Man vermuthet, daß der Geruch von aussirßmendem Gas sie veranlaßt batte, mit dem Licht nachzusehen, daß sie während dessen betäubt niedersank und das Licht ihre Kleiber entzündete. Ihren Mann 4 und ihr Kind fand man, gleichfalls vom Gas betäubt, aber noch lebend im Bett liegen. In Erlangen verschied am 30. Dez. in der borgen Kreisirrenanstalt der seit drei Jahten bott sich befindende Gustav Chorinsky. Das„Erl. Tagbl.“ fügt hinzu, daß der Dlrector der genannten Anstalt, Professor Dr. Hagen, eine ausführliche Abhandlung über den Rechtsfall Chorinsky-Ebergenyi vorbereitet. New⸗ York. Sccheunddreißig Passagiere des „Todtenschiffes“ Franklin haben der Newyorker Einwanderungs-Commission eine Klageschrift über die ibnen auf der Fabri von Stettin nach Newyork an Bord des„Franklin“ widerfahrene Behandlung übersendet und machen elwa folgende Angaben. Die Nahrungsmittel an Bord waren in den ersten vierzehn Tagen der Fabrt ziemlich gut; von da an aber wurden sie fast gänzlich ungenießbar. Das Trinkwasser war schlecht destillirtes Seewasser; das Pöckelfleisch war übermäßig gesalzen. Es wurde, ohne daß man sich die Mühe nahm, es zu waschen, mit Reis und Kartoffeln in dem schlechten Wasser gekocht und gewährte dies zusammen eine Kost, die fär Menschen und wohl auch für andere Geschöpfe nicht genießbar war, oder zuträglich sein konnte. Dae Brod, das verabreicht wurde, war nicht ausgebacken. Vier Tage vor der An⸗ kunft in Halifax gab man den Passagicten etwas Wein zum VBasser, dies balf aber dem Uebel nicht sonderlich ab. Es folgen aber nech andere Klagen über Unreinlichkeit, über den Schacher an Bord mit Wein und Bier ꝛc. Die Aus⸗ wanderungs⸗Commission wird die Passagicre und Offiziere des Schiffes ins Berbör nehmen lassen und wird man hoffentlich der Sache endlich auf den Grund kommen. Frankfurt, 31. Dec. Börsenbericht. Wir erwähn⸗ ten bereits der ganz außerordentlichen Geldknappheit, die bei der Ulnmo⸗Rezulirung eingetreten war und troßz dieser Erscheinung wurden die Course nur wenig davon afficirt. Die Speculenten waren zu jedem Opfer bereit, wenn sie nur nicht idre Engagements lösen mußten, im Glauben, daß der Januar eine ausgiebige Hausse bringen werde. Bis jetzt zeigt die Thatsache, daß die Speculanten Recht dalten, denn sofort nach der Ultimo⸗Regulitung trat für alle Werthe eine bedeutende Steigerung cin, desenders günstig gefaltet sich die Position für lem dar dische Eisen⸗ vahnactien; dieselben gewannen seit der Ultime⸗Liguidation citca 10 fl. per Stsick. Au Creditactien erzielten eine Avance ven 7 fl. Wiener Nationalbank. avaucirten um 15 fl., das Steigen derselben geht von Wien aus wo man glaubt, daß der jetzige Reichsralh dedeutenden Aende⸗ rungen in der Bankacte zustimmen werde, wodurch einige Beschränkungen, denen die Nattenalbank wegen Ausgade der Noten unterworfen ist, aufgeboden werden sollen, wo⸗ durch das Geschäft der Bank sich alsdann freier entfalten kann. Oesterreichische Silderrente erfecuen sich der fort⸗ gesetzten Kauflust und ebenso herrscht starke Nachfrage nach allen östecreichischen Silberprioritäten. Staatspapiete ge⸗ sucht, mit Ausnabme von 1882er Amerikanern, die in Folge der fortgesetzten Kündigungen anbaltend ausgeboten werden. Wir machten in unsetem Bericht auf den dilligen Stand der 7procentigen Oregon- und California⸗Priotitäten ausmerksam und haben dieselben inzwischen um circa 1 Procent ihren Cours erböht. Die 4½ procentige nassauische Cabinet Anleihe(Privatanlehen des Herzogs von Nassau) ist pro 30. Juni 1872 gekündigt. Die Coupons der Livorno Prioriiäten werden mit Fires. 6. 37 Cent., die der Toscana Prioritäten mit Fres. 10. 62 Cent. bei den bekannten Zahlüellen eingeldst. Um die Zahlung in Geld zu erhalten, ist es notpwendig, daß ein Verzeichniß der Nummern aufgestellt wird, worauf deglaubigt sein muß, daß der Besitzer der Coupons auch der Inhaber det Odlignienen ist und muß von dem ltalienischen Consulat legalisirt sein. Die Inbader von säͤchsischen Oppolbeken⸗Psanddriesen machen wir wieder⸗ holt darauf aufmerksam, daß die Firma M. J. Kirch⸗ deim auf biesigem Platz Anmeldungen zur Concutsmasse entgegennimmt. Verloosungen. Darmstadt, 2. Jau. Bei der heutigen Gewinn⸗ ziebung der Darmstädter 50 fl., Loose fielen auf Nr. 19199 10,000 fl., auf Nr. 14321 79037 und 98158 je 1000 fl. und auf Nr. 51026 und 57651 je 400 fl. Karlsruhe, 30. Dec. Bei der beutigen 4. Ge⸗ winnziehung der badischen 39 fl.⸗ Loose fielen die zebn Gewinne à 1000 fl. auf folgende Nummern: 16320 73429 81113 205708 222152 222179 268138 70853 338001 338039. Braunschweig, 1. Jau. Bei der gestrigen(vierten) Gewinnziehung der Braunschweiger Thlr. 20,Loose fielen: auf Settie 6882 Nr. 5 20,000, auf Serie 79 Nr. 22 5000 auf Serie 5596 Nr. 14 2000 und auf Serie 6190 Nr. 36 600 Thaler. * Grubenholz⸗Versteigerung. 7 Freitag den 5. Januar 1872, Nachmittags 1 Ubr, 54 Paufen oltes Grubenholz und Zimmerspäne an den Bad Nauhelm am 30. Dezember 1871. werden auf dem Großherzoglichen Dorbelmer Bergwerk Meistbietenden öffentlich versseigert. Großberiogliches Bergamt Dorheim. Tecklenburg. Cüchtige äbelschreiner, 6 sowie ein Bildhanerlehrling werden acsucgt. Niva. Carl Ringe haufen, Bildhauer. Hafer 1 kaufe zu den boͤchssen Preisen Artedberg. A. Stahl Wittwe. 400 Gulden 3161 können im Ganzen oder auch getrennt dis zum 4. gebruar l. J. aus der Ossendeimer Kirchenkasse aus⸗ gelte ben werden. Keller, Kirchenrechner. Filet-Vecken, 18 die neusten und schönsten Nusler, verkauft zu sebt billigen Preisen K. Friedrich neben der Poß Bekanntmachung. 1 Oienstag den 9. und Mittwoch den 10, Jandar d. J., jedesmal von Vormittags 9 Übr an, sossen im Rod⸗ delmer Gemeindewald, in dem Dissrikte Vorderwald, folgende Holzsortamente öffentlich meiftdietend versteigert werden: g 134 Raummeter Eichen⸗Scheitholz, 2 * Nadel⸗* 2* Aspen⸗„ 84 4 Eichen⸗Prügel holz, 4„ Aspen 7 5 Eichen⸗Stockholz, 281 4950 Stück Eichen⸗Wellen. 50„ Nadel⸗ 524 Eichen⸗Stämme von 12—77 Centimeter Durch⸗ messer und 4— 16 Meter Länge, 414,36 Cudik⸗ Meter haltend(269 19,04 Cudbikfuß), 2 Nadel⸗Ssämme von 2,20 Cubikmeter, 4 Eichen⸗Stangen von 027 Cubikmeter. Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine wird Zahlungs⸗ frist bis 1. Sepiember d. J. gesfattet. An beiden Tagen kommt zuerl Breunbolz zur Versteigerung. Rodheim den 2. Januar 1872. 8 Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim. J B. 7 Wehrheim, Beigeordneter. Geländeveräußerung, sowie Ver- kauf einer Wasserkraft. 3168 Künftigen Samstaa den 6. Januar 1872, Vor⸗ mittags 10 Ubr, sollen zwei an der Staatsstraße, dicht det Nidda gelegene, dem Großherzoglichen Salinenfiscus gebötende Gtundflücke— zusammen circa 1¼ Mergen dess. groß— nebsßt den darauf befindlichen Gebäuden, Keller und Laufbrunnen, welche sich des fländig laufenden Wassets wegen zu jeder Geschäftsanlage eignen, öffent⸗ lich verkauft werden. Ebenso wird die dem Großherzoglichen Fiscus ge⸗ hörende Wasserkraft am sog. Sturz bei Unter⸗ Schmitten mit einem effectiven Gefäll von circa 22 Fuß bess.— 11 bie 12 Pferdekräften nedst dazu gedoͤrendem Gelände an demselben Tag. Nachmittags 2 Uhr, in dem Schulhause zu Unter⸗ Schmitten öffentlich an die Meist⸗ bietenden veräußert. Diese Wasserkraft eignet sich vortheilbaft zu jeder Fabrikanlage und wegen der bedeutenden nahgelegenen Waldungen insdesondete zum Betried eines Sägwerks. Situattonspläne und Bedingungen liegen auf dem Büreau der unterzeichneten Stelle offen, woseldst auch jede nähere Auskunft mündlich oder auf portofreie An⸗ fragen ettheilt wird. Nida am 19. Dezember 1871. Großherzogliches Kretsbauamt Nidda. Werten Obligations-Verloosung. 10 Bei der heute stattgefundenen Vexloosung einer Partial⸗Obligation à fl. 100. vom 1. März 1867 ist Nr. 14 gezogen worden und wird der Inhaber dieser Obligation hierdurch aufgefordert, den Betrag sammt Zinsen am 1. März 1872 bet dem israelitischen Ge⸗ meinderechner in Empfang zu nehmen. Bad⸗Nauheim den 1. Januar 1872. Der Vorstand H. Grün bau m. Neues Quartal und Abonnement! Am l. Januar beginnt ein neues Abonnement des Daheim deutsches Famslienblatt mit Illustrationen. Wöchent⸗ lich eine Nummer, oder alle drel Wochen eln Heft mit vielen Illustratlonen. Preis vierteljährlich 1 fl. 3 kr., pro Heft 14 kr. Das Daheim 5 ift für jedes gute deutsche Haus das beste Familien⸗ blatt. Es bringt wöchentlich 2 Bogen von 16 Seiten mit Romanen und Novellen det erßsen Erzähler, ent⸗ hält nur Originalbetträge und Artikel der renommir⸗ testen Autoren, sowie elne Fülle von Illustratlonen unfrer besten Künstler. Beflellungen werden angenommen und frei ins Haus ausgeführt von Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg. 92 Eine Pelzkappe 11 wurde bei der letzten Abendunterhaltung durch ein Versehen mitgenommen. Um Rückgabe bittet Peter Döll. Behaufung nachfolgende, mir vorschus-& Urtdit- Vetein zu Friedberg. f(Eingetragene Genossenschaft.)))) Ausweis pro Dezember 1871. Einnahme. f Kasse⸗Bestand pro 1. Dezember 1871 fl. 10641. 50 Wechsel„ 23028. 46 Deyositen 5„ 6747.— Inkasso⸗Wechsel N Conto⸗Corrente Me Spar⸗Einlagen„ 17167. 13 Darlehen„ 2036.— Auswärtige Correspondenten 8 30. 41 Stamm⸗Antheile, Monatsbeiträge„ 1978. 15 Reserve⸗Fond, Beitritt„ 36.— Utensilien, Spar⸗Einlage-Bücher 1 2. 24 Wechsel⸗Zinsen 3 799. 36 Depositen⸗Zinsen* 166. 26 Wechsel⸗Spesen 5 11. 40 Agio, Gewinn auf Sorten 1 H. fl. 90149. 57 Ausgabe. Wechsel fl. 23601. 8 Depositen„ 7610.— Conto-Corrente N Auswärtige Correspondenten„ 2569. 39 Darlehen„ 591. 42 Spar⸗Einlagen„ 10222. 1 Giro„ 1400.— Movilten und Ulensilien 8 68. 54 Unkosten 1 142. 44 Kasse⸗Bestand pro 1. Januar 1872„ 12390. 40 5 fl. 90149. 57 Eingang. Ausgang. fl. 42432. 22 Wechsel in Conto⸗Corrent fl. 3980 1. 4 „ 2514. 13 Wechsel zum Incasso„ 101. 25 „ 1732, 24 Wechsel⸗Giro⸗Conto n. 55 Mitgliederzahl em 1. Oktober 1871 467 Aufgenommen vom 1. Okt. bis 31. Dez. 1871 21 48 Ausgetreten 3 Mitgliederzahl am 1. Januar 1872 48⁵ Der Vorstand cht. Weis. Erms. 5 Die Gartenlaube. Nr. 482. Inhalt: Das Haideprinzeßchen. Erzählung von E. Marlitt.(Schluß.)—„Und das soll nun unser Herr Vetter sein!“ Ortginalzeichnung von E. Stam⸗ mel.— Partser Bilder und Geschichten. Curiose Leute. Von Ludwig Kalisch.— Literaturbriese an eine Dame. Von Rudolf Gottschall. IX.— Eine verlorene Flotte im Eismeere. Von M. E. Plankenau.— Blätter und Blüthen: Ein weiblicher Moltke. Von G. 3.— Deutsche Weihnachten in Grönland. Von Dr. Guflav Laube.— Im Exll geftorben. Von F. A. Nitzsche, aus dem Voigt lande.— Friedrich Schiller als Ratbsberr und Helrathscandidat in Schweinfurt. Von Dr. C. Baper. — Streifzüge eines ßeldmalers. Nr. 5. Mit Ab⸗ bildung: Adjutanten ritt in den Ardennen. Von Chr. Sell.— Bock's Brieskasten. An die Eltern schwachfinniger Kinder. Titel und Inhalt zum Jahr gang 1871. Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen sich zu genergten Aufträgen. 10. 13 Wegen Aufgabe des Geschäftes lasse Montag den 8. d. Mis., Vormittags 9 Uhr aufangend, in meiner ebörtge Gegenflände ls: 2 Hobelbänke, 1 Heblade mit Zu ⸗ öffentlicher Versteigerung auss 1 Winde mit dopp. Uebersetz bebhör, Schreiner⸗, Küfer⸗ ed⸗ und Schlosser⸗ werkzeug, eine Partie Schrauben von feder Größe, Etsenstäbe, 1 Kelter mit Stein und Mahltrog, mehrere große und kleine reingehaltene Weinfässer, Bitten, 1 zweirädigen Karren, 8 Fuß hoch und 105 Pfund schwerer Achse, 1 kleines Handwägelchen mit eisernen 8 Ein reinliches ordentliches Dienstmädchen wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. Ein braver Junge 4 kann die Bäckerei erlernen bei Frtedberg. A. Vorbach. Zu verkaufen. 9 Ein vollständiger Schaaspferch mit Schäferbütte wird verkauft durch Philipp Best II. Bruchenbrücken. Einen Garten, 15 in den Llebfrauengärten gelegen, hat zu verpachten Hebamme Briel. 12 In unserem Geschäftslocal blieb eine Geldrolle liegen, welche der Eigenthümer gegen Zahlung der Inseratgebühren in Empfang nehmen kann. Friedberg. Gebrüder Grödel. Kalender für 1872 2 4 942 901 4 kr. Land kalender 4 kr. — durchschossen 6„ Hess. Hausfreund 1 Gustav Adolf Kalender 8 4 Lahrer Hinkende Bote, gestempelt 11 Katholischer Bilderkalender 9 Herriedener Laubfroschkalender 9„ llustr. Familienkalender 18„ Adreßkalender 6 9 Wand und Notizkalender 4* Kleiner Wandkalender 2 Vorräthig dei Bindernagel& Schimpff. Hermann Bechstein in Friedberg, Ils-à-Vis dem Hotel Trapp, empfiehlt sein Modewaaren-Geschäft speziell in Herren- Artikeln, sowie seine Eigarren⸗Niederlage 2786 in den besten Sorten. Gestempelte Wacgenbalhen 2 empfiehlt in schöner Auswahl 1 22 Ph. Dan. Kümmich.* Fru chtpreise. ber Maltet. 2 Friedberg, 2. Januar. Waizen 15 fl. 30 kus cor 10 fl.— tr.: Gerste 7 fl. 50 kr. 3 Hafer 5 fl. 10 kf Mainz, 29. Dezember. Waizen 15 fl. 26 kr.; Korn 10 fl. 30 kr. Gersie— fl.— kt.; Hafer 5 fl. 58 kr. Tartoffeln 5 fl.— ke.; Roggenstrob per 100 Gebund 25 fl. Geld Cours. Frankfurt am 2. Januar 1872. Preußische Friedrichsd'or... fl. 9 57½—58½ Pistolen.„ e dees 9 0 Holländische fl. 10 Stücke„ 9 53—55 Ducaten us. f l 5 33 Ducgten al marco„ 3 3335 20 autnune.,„ 9% 18% Englische Sovereigus 4 1144-46 Russische Imperi ales 941—43½ Dokats l r nabe e e e Air chen buchs au sz üg e. Evangelische Gemeinde. Getraute: 26. Dez. Heinrich Wagner II., biesiger Bürger und Bürgermetstetreigehülfe, Sobn des hiesigen Bürgers, Bürgermeisterelseeretärs und Rathschreibers Franz Albrecht Wagner und Marie Friederike Valentin, Tochter des biefigen Bürgers und Schreinermeisters Christian Valentin 28. Dez. Johannes Lerch, Hautboist 1. Klasse i Großh. 2. Inf.⸗Reg. zu Gießen, Sohn des Bürger und Leinwebers Georg Lerch zu Wallersdorf im Krei Alsfeld und Marte Aurelte Friedrich, Tochter des Bürgers und Hofwagners zu Weriheim im Grostherzogthum Baden Jobann Philipp Friedrich. r 46 28. Bez. Friedrich Weihl, Gastwirih dahier, So 0 des evang. Pfarrers Karl Friedrich Weihl zu Her bain im; Kreis Schotten und Margacetha Ellsabetha Katharina Ulrich, Tochter des hiesigen Bürgers und Gafiwirthes Georg Ulrich. 1037890 a„„Gefaufte: c 121978 24. Dez. Dem hbiesizen Bürger und Oekonomen Johann Emil Becker eine Tochter, Anna Margaretha, geb am 211 No.. 129 25. Dez. Dem Maurer dobter und Bürger zu Romrod im Kreise Alefeld Heinrich Eimer eine Tochter Anna Marte, geb. am 29. Nov. 2 2 26 Dez. Dem Schubhmachermeister dahier und Bürger zu Altenstadt im Kreis Vilbel Johannes Rau eine Tochter Marie Anguste, geb. am 27. Roo. Beerdigte: wü 24. Dez. penriette Louise Fritz, Tochter des verst. biesigen Bürgers und Kaufmannes Johann Dansel August Fritz, 12 Jahre, 9 Monate, 8 Tage alt, gest. am 2 ,. ö 28. Dez. Susanne Caroline Marle Emilie Haas, Töchterchen des hlesigen Großh. Kretoassessois Karl. Friedrich Wilhelm Haas, 3 Monate, 15 Tage alt, gest. am 26. Dez. 5 g Astaclitischer Gottesdienst in Friedber B 1 5. Freitag Abend K 4% Uhr. Samstag Morgen 8½ Uhr. Verantw. Rebact.: Permann Schimpff. Druck und Verlag von Binbernagel& Schumpff. beigen C. Bildung A. Dez Ausdehr un Ee dem 9, naß ve muerdsz 21—