1872. BVaonnerstag den 3. October.„1186. berhessischer Anzeiger. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. hat ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“ begonnen; derselbe wird auch ferner wöchentlich dreimal erscheinen. nur Das Abonnement beträgt bei den Kais. Reichs⸗Poststellen vierteljährlich 7 An cp. 1. Oetober 58., at betelgtd ug. 30 Kreuzer. b * ö Bei der Verlags- Expedition kostet der„Anzeiger“ pro 4. Quartal regel u gg 5 5 8 102 5 5 D. Loch Abonnements ⸗ Anmeldungen bitten wir baldigst zu machen, damit voll ständige Exemplare geliefert werden können. D. Ede J 1 Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: gen- Nr. 44. sub 1. Bekanntmachung, die Bildung von Sachverständigen⸗Vereinen in Gemäßhelt des Reichsgesetzes vom 11. Juni 1870 betreffend. Friedberg am 1. October 1872. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Stzt elbe Trapp. Jeptr fir— lcalt Hei 5 Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden: Nr. 30. Nr. 881. Freundschafts⸗, Handels und Schifffahrtsvertrag zwischen Seiner Mafestät dem Könige von Preußen im Namen des Norddeutschen dundes und des Zollvereins und dem Fretstaate Salvador. Vom 13. Juni 1870.— Nr. 882—884. Die Ernennung von Consuln ꝛc. 2 Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Heinrich Simmrock und Alexander Gondolf zu Friedberg wurden auf den Feld- und Gartenschutz für diese Gemarkung verpflichttt. n — Deutsches Reich. in den Landtag vorgeschrieben. Der vorgelegte sstehen, sind bei der Wahl des Vorstandes der K ch. Darmstadt. Die„Darmst. Ztg.“ spricht Entwurf hatte diesen Unterschied aufrecht erhalten. betreffenden Gemeinde in derselben Weise und e fu sch über die von dem Ministeriym vorgenommenen Die Regierung schlägt nunmehr vor, das 25. Lebens- unter sonstigen gesetzlichen Voraussetzungen, wie ee imendements des neuen Wahlgesetz⸗Ent⸗ jahr allgemein als das zum Eintritt in den Land- Orteeinwohner, stimmberechtigt. Die für diese b 187— rurfs folgendermaßen aus:„Der erste Gegen- tag berechtigende Alter zu bezeichnen. 3) Die Berechtigung erforderlichen Grund- oder Gewerb⸗ bee fand, welcher das neue Ministerium beschäftigt besteberde Bestimmung, wonach Localbeamte inner- steuercapitalien müssen zusammen in den Gemar⸗ , bat, war die Frage: ob der den Ständen vorge- halb ihres Amtsbezirks nicht gewählt werden konnten, kungen der Städte Darmstadt, Mainz, Gießen, Denbe 8 Cie, gte Wahlgesetzentwurf unverändert aufrecht war in den ersten Entwurf nicht aufgenommen. Offenbach, Worms und Bingen mindestens 75 fl., (530) J erhalten, oder ob er ganz zurückzuziehen und Jetzt wird die Aufrechterhaltung dieser Bestimmungen in den anderen Gemeinden mindestens 40 fl. betragen. urrch einen neuen zu ersetzen oder ob derselbe nur beantragt. 4) Zur Gültigkeit der Wahl der— Bezüglich der am 2. Januar 1873 abzu⸗ igt. bzüglich einzelner Bestimmungen abzuändern sei. Wahlmänner war bisher bei dem ersten Wahl- baltenden 37. Verloosung der sog. großh. hess. nde Wie wir hören, hat sich die Regierung für den gang die Abstimmung von wenigstens zwei Drit- 50 fl. Loose verfügt eine Bekanntmachung der lgteren Weg entschieden. Die Punkte, welche ge- theilen der Stimmberechtigten erforderlich. Für Staatsschulden-Tilgungskasse- Direction, da der „ nie, dert werden sollen, sind, nach den uns gewordenen die Wahlmännerwahlen soll diese Vorschrift, welche Regierung nach dem Verloosungsplane das Recht ien Cin Pittheilungen, hauptsächlich folgende: 1) An die der zuerst vorgelegte Entwurf aufrecht erhalten zustehe, den Betrag der Verloosung, welcher erst eitelle der sechs Adelsdeputirten, welche aus der hatte, in Zukunft wegfallen. Endlich ist 5) die 6 Monate nach der Ziebung ohne allen Abzug ö beine, zveiten Kammer ausscheiden, sollen nicht, wie es bisher fehlende Bestimmung aufgtnommen worden, fällig sei, ganz oder zum Theil mit 4% Es⸗ be et ai de erste Entwurf wollte, drei durch die 40 höchst⸗ daß das Mandat erlischt, wenn ein Abgeordneter compte jährlich gleich nach der Verloosung bezahlen dderg dit L800 bssteuerten Grundbesitzer und drei durch die 40 ein besoldetes Staatsamt annimmt oder im Staats- lassen zu können, wenn das deßfallsige Vorhaben 12571 rigen Höchstbesteuerten gewählte Abgeordnete dienste in ein Amt eintritt, mit welchem ein höherer drei Monate vor jeder Ziehung zur Keuntniß des uten, sondern es sollen sämmtliche Abgeordnete] Rang oder ein höberer Gehalt verbunden ist. Publikums gebracht wird, daß die Preise, welche auf abe n zweiten Kammer aus allgemeinen Wahlen— Der Abgeordnete, nunmehr Justizminister die nach dem Verloosungsplan in der 37. Ziehung „einen bevorgehen. Den adeligen Grundeigenthümern[ Kempff hat Bericht über die Vorlagen wegen herausz ziehenden 8000 Nummern fallen, im Ge⸗ e ü bord ein Ersatz dadurch gewährt, daß sie aus Aufhebung des Unterschieds der Gemeindeumlagen sammibetrage von 1,427,000 fl. unmittelbar nach 1 bier Mitte zwei Mitglieder zur ersten Kammer II. und III. Classe, sowie wegen Mitwirkung der der 37. Verloosung und jedenfalls mit 2% Ab⸗ ee dpählen. Zugleich wird vorgeschlagen, die Zahl Forensen bei Festsetzung des Gemeinde-Voranschlags zug zur Auszahlung kommen sollen. Die Beträge n Nat ir von Sr. Königlichen Hoheit dem Großherzog erstattet. Im Allgemeinen und großen Wanzen pre ausgeloosten Nummern sind daher unmittelbar 1 N. in dit erste Kammer zu berufenden lebensläng- befürwortet der Ausschuß Annahme der betreffenden nach der Verloosung mit 2% Abzug in Empfang 1 ee chen Mitglieder von 10 auf 12 zu erhöhen, Vorlagen und sagt in dieser Beziehung:„Man zu nehmen. , Alne daß dabei beschränkende Bestimmungen, hin- kann diese Gesetzesentwürfe nur mit Freude be-— Ein von dem Abg. Backe eingebrachter „ ee je tlich der zu ernennenden Personen in das Ge- grüßen, indem durch dieselben die Regierung den Antrag in Betreff des Gesetzentwurfs wegen Pen- n e aufgenommen werden. Die erste Kammer würde Wünschen der zweiten Kammer, die seit Jahren sionirung der Civilstaatsdiener geht auf Ablehnung * lirnach, wenn das landes herrliche Ernennungs- wiederholt ausgesprochen, entgegenkommt, und darf der betr. Vorlage und stellt im Wesentlichen fol⸗ e cht in vollem Maße zur Ausübung kommt, einen sich der Hoffnung hingeben, daß endlich auch die gendes Princip auf:„Wenn ein Beamter nach „ite, Iwachs von vier Mitgliedern erhalten, während hohe erste Kammer, die seither an der Scheidung zurückgelegtem fünften Dienstjahre in den, Ruhe- 2131 i zweite Kammer nach wie vor aus fünfzig] der Gemeindeumlagen nach verschiedenen Classen stand versetzt wird, so erhalt er als Ruhegehalt * ei, Vigliedern bestehen soll, von welchen zehn wie fesigehalten, dem neuen Gesetze ihre Zustimmung(Pension) 70 Prozent seiner Besoldung; für jedes — daeh e kaher durch die mit einem besonderen Wahlrecht] nicht versagen und dazu mitwirken wird, daß durch weitere Dienstiahr bis nach zurückgelegtem 20. dbessebenen Städte, und vierzig(statt der jetzigen eine gleichmäßige Vertheilung der Gemeindelasten wird ihm ein, von da an aber für jedes weitere „ en.) durch die ländlichen Wahlbezirke gewählt auf das Gesammtsteuercapital die Bedrückungen] Dienstjahr nur ein halbes Prozent seiner Be⸗ 1 Ne viiden. Von diesen vierzig Abgeordneten fallen, beseitigt werden, zu welchen das seitherige Spstem soldung als Pension zugesetzt, so daß, wer nach 2 15500 lach dem Maßstabe der Bevölkerung, auf Starken- in vielen Gemeinden geführt hat.“ Zu diesem 50 zurückgelegten Dienstiahren in den Ruhestand e eg 17, auf Oberhessen 13, auf Rbeinhessen 10. Gesetzenwurf hat der Abgtordnete Volhard verscht wird, seinen vollen Gehalt behäl.“ een e,) Bisher war für die geborenen Mitglieder der noch folgenden Sonder- Antrag eingebracht:— Auf einen deßfallsigen Antrag des Abg. ee, ien Kammer das vollendete 25. Lebensjahr, für„Alle Diejenigen, welchen, ohne in einer Ge-] Heß hat die Regierung dem Finanzausschuß er 1655 u ½ übrigen Mitglieder der ersten Kammer, sowle markung zu wohnen, in derselben seit Beginn öffnet, daß in dem Budget 1873— 75 der dringend 1 e Mitglieder der zweiten Kammer das vollendete des Wahljahres Grund- oder Gewerbesteuer- nothwendige Umbau des Gymnasiums zu Gießen % Lebensjahr als Bedingung für den Eintritt capitallen von nachbeztichneter Höhe zur Last] Aufnahme finven werde. zu Schotten zum Nachfolger des zum zweiten — Nach dem„Fr. J.“ soll Kreisrath Jaup Präsidenten des Oberconsistoriums ernannten Ge⸗ heimeraths v. Lehmann im Ministerium des Innern bestimmt sein. — Der Stab und das erste Bataillon des 4. gr. hess. Infanterie Regiments Nr. 118 wird nicht nur die Wintermonate in Mainz verbleiben, sondern diese Stadt überhaupt nicht verlassen und für immer Garnison daselbst nehmen. Gründe hierfür sollen die für den Festungsdienst bedenk⸗ liche Schwäche der dortigen Garnison und die sür vier Bataillone ungenügenden Casernen Darm- stadt's sein. Dem Mangel an Casernirungs-Räumen würde hier nur durch den Neubau einer Caserne abgeholfen werden können, während in Mainz sich die Räume zur Garnisonirung eines weiteren Bataillons hinreichend vorfinden. — Der hessischen Cavalerie- Brigade, nament; lich dem ersten Dragoner⸗Regimente, wird in aller Kürze eine große Anzahl preußischer Unter- offiziere zugetheilt werden. — Nach dem Reichs-Anzeiger wurden Walter, Musk. vom 3. Gr. Inf.⸗Regt.(Leib⸗Regt.) Nr. 117 zum Portepee Fähnrich, v. Zangen, Vice⸗ Feldwebel vom 1. Bat.(Darmstadt) 1. Großh. Landw. ⸗Negt. Nr. 115, zum Sec. Lieut. der Reserve des 1. Gr. Hess. Inf.(Leibgarde ⸗Reg.) Nr. 115 befördert. — Das„Fr. J.“ bringt von hier folgende Correspondenz: Trotz des Widerspruchs verschiedener Blätter können wir unsere frühere Mittheilung wegen Verkaufs der Nauheimer Saline nur wiederholen, müssen jedoch berichtigen, daß es sich nicht allein um einen Verkauf der Saline, sondern auch um einen solchen der gesammten Bade An- lagen ꝛc. handelt. Ob die Regierung auf das ihr gemachte Angebot eingehen wird, ob sie über haupt zu einem Verkaufe der fraglichen Objecte geneigt, ist ebensowenig bekannt, als die Höhe des Angebots selbst. Wir können jedoch mit⸗ theilen, daß Seitens der Regierung anläßlich jenes Angebots eine Werthbestimmung sämmtlicher in Rede stehender Objecte theils schon stattge; funden hat, theils in Kürze vorgenommen werden wird; daß also eine Veräußerung derselben in der That nicht unmöglich wäre. Mainz. Die hiesige Handelskammer hat mit Eifer die Idee der Gründung einer Handels- Akademie zu Mainz, für welche die etste Anregung den beiden Abgeordneten der Stadt zur zweiten hessischen Kammer, Dumont und Oechsner, zu danken ist, aufgegriffen. Nach dem vorläufigen Entwurfe eines Studienplanes, den die Handels- kammer ausgearbeitet hat, würde diese Anstalt zwei Jahrescourse in sich begreifen, deren erster mehr schulmäßig sein und sich die Berechtigung zum einjährigen Dienste zum Ziele nehmen, der zweite hingegen einen rein akademischen Character tragen soll. Im letzteren würden z. B. Ethno⸗ graphie, Handelsrecht, Technologie, Versicherungs⸗ wesen, Handelsgeographie und Geschichte 1c. ihre Stelle finden. Doch soll auch die Aufnahme in die Anstalt schon an das Vorhandensein einer ge⸗ hörigen Vorbildung geknüpft sein. Zur Dotation ist von den beiden Abgeordneten der vielgenannte Mainzer Universitätsfonds vorgeschlagen worden. Berlin. Pariser Presse stehen im Einklange mit den Erklärungen, wärtigen Amte abzugeben in der Lage war. wurde von dieser Seite bei derselben Gelegenhei darauf hingewiesen, daß sich innerhalb der fran zösischen Bevölkerung eine Abmilderung(abaisse ment) der Ratenhasses kundgebe. führt, daß eine ansehnliche Zahl bemittelter fran zösischer Familien ihre Söhne Universitäten und Privat- senden, und daß zu keiner Zeit in Paris, sowi in den bedeutenden Städten Frankreichs die deutsch Sprache so cultivirt worden, als eben jetzt. In den Wintereursus außer den Paris seien für lesungen über deutsche Sprache und Literatur an⸗ gekündigt. Die Vorleser seien deutsche Schulmänner. zu erbauende Parlamentsgebäude hat in einer jüngst statigebabten Sitzung beschlossen, vor einer Der Empfang des Grafen Arnim im Elysée und die höfliche Sprache der officiösen gegen den Vertreter Deutschlands welche der Marquis de Gontaut⸗Biron im hiesigen aus- Es lich harmlosen Verlauf: einige Volksgruppen be⸗ Heimkehrenden mit Bei der Ankunft als das Volk die Ankömmlinge mit Pfeifen und Murren, dann mit Absingen der Marseillaise und der Garibaldibymne Einer Anzahl von Geistlichen wurden ihre Priesterröcke, einigen Nonnen ihre Kopfbedeckungen herabgerissen. e Zwei Nonnen und ein Priester sollen ernstlich e mißhandelt worden sein. Mehrere hundert Pilger zogen es vor, die Nacht auf dem Bahnhofe zu a verbringen, als sich den Unbilden des Pöbels aus- bis ½1 Uhr Mitlags) vollkommen freie Behandlung nationalen Leidenschaften und des Als Beweis wird ange nach deutschen Erziehungsanstalteu — Die Commisstion zur Berathung über vas endgültigen Bestimmung über den Bauplatz über- haupt weitere Schritte zu unterlassen. In maß⸗ gebenden Kreisen hält man daran fest, daß das Parlamentsgebäude nur auf dem Raczynski'schen Grundstücke, andernfalls aber auf dem Terrain des Kroll'schen Etablissements errichtet werden würde. Ueberhaupt trägt man sich in diesen Kreisen mit dem Plane, auf dem Wege nach Charlottenburg hin große Staatsgebäude in monu— mentaler Ausführung mit der Umgebung von Anlagen za errichten. Es gehören dahin ein Ausstellungsgebäude, Häuser für die Akademie der Wissenschaften, für die Hochschule der Tonkunst u. s. w. — Der„D. A. Zig.“ zufolge wird die Dis- ciplinarordnung für das deutsche Heer, deren An⸗ nahme von Seiten sämmtlicher Bundesregierungen gemeldet wird, mit Nächstem publieirt werden. Nichtsdestoweniger wird bekannt, daß über diese Diseiplinarordnung viele sehr abweichende Mei⸗ nungen hervorgetreten sind. Ganz besonders wird bemängelt, daß die Bestimmungen, der Wirksamkeit ihres Zweckes entgegen, viel zu complicirt ange legt seien, und jene Kürze und Einfachheit ver⸗ missen lassen, welche allein im Stande gewesen wären, das Ganze als ein Verbesserung des bis⸗ herigen Zustandes erscheinen zu lassen. ö — Von den acht social demokratischen Ar- beitern, welche wegen Landfriedenbruches durch eine am 5. Sept. in Folge der Strike⸗Verhältnisse auf der Maurerherberge begangene Verletzung von Personen und gewaltsame Beschädigung fremden Eigenthums angeklagt waren, wurden nach drei⸗ tägiger Verhandlung von dem Schwurgerichte zwei zu einjähriger, einer zu achtmonatlicher Gefängniß⸗ strafe verurtheilt. — Wie verlautet, wird als Vertreter der hessischen Regierung in Berlin und also als Nach- folger des Legationsraths Hofmann der hessische Ministerialrath Neidhardt demnächst hier accre⸗ ditirt werden. Ausland. Schweiz. Der Genfer Pfarrer Mermillod hat gegen die Beschlüsse des Staatsraths, be⸗ treffend seine Amtsentsetzung, als ungesetzlich pro⸗ testirt und erklärt, nicht zu weichen. Frankreich. Paris. Aus der jüngst ver ⸗ öffentlichten Statistik der Pariser Bevölkerung, die im Jahre 1861 1,667,841, im Jahre 1866 1,799,980, im Jahre 1872 1 749,380 Seelen umfaßte, geht indirect der Verlust an Menschen⸗ leben hervor, den die Belagerung, der Kampf mit der Commune und die darauf erfolgten Erschießungen und Deportationen hervorgebracht haben. Im Ver- hältniß der Steigerung von 1861 bis 1866 hätte die Bevölkerung in diesem Jahre sich auf 1,944,000 beziffern sollen, anstatt auf 1,749,380; der Ge- samg:tverlust durch den Tod, durch freiwillige und unfreiwillige Auswanderung und auch besonders durch Abwesenheit einer großen Anzahl sonst in Paris ansässiger Fremden beträgt demnach fast 200,000 Seelen. Im Vergleich zum Jahre 1866 zählt trotzdem Paris nur 50,000 Einwohner weniger. — Die von der Wallfahrt nach- Lourdes zurückkehrenden Pilger wurden in Nantes von dem Volke mißhandelt. Bei dem Eintreffen der ersten Pilgerzüge nahmen die Dinge noch einen ziem⸗ t schränkten sich darauf, die Spott und Hohn zu begrüßen. „des letzten Zuges kam es aber, „empfing, zu Reibungen und Schlägereien. hauptsächlich auf den Bischof abgesehen, der vorsichtigerweise in Bordeaux geblieben war. im Südosten Frankreichs vollbracht. Zu Grenoble ist er wieder hoch gefeiert worden. graph meldete alsbald von dort, daselbst eine ungemein aufregende, wenn nicht ge⸗ radezu aufrührerische Rede gehalten hätte. war deßhalb gespannt, kennen zu lernen. und zeigt, — Gambetta hat jüngst eine wahre Triumphreise Der Tele. daß Gambetta den Wortlaut der Rede Dieselbe liegt nunmehr vor daß sie zwar ein vollständiges und be⸗ deutsames Programm der radikalen Partei für die bevorstehenden Wahlen einer neuen Nationalver⸗ sammlung enthält, aber keine Aeußerung, welche über die Grenzen der gesetzlich erlaubten Partei- polemik hinausgeht. Großbritannien. England und Schottland hat sich dort der Winter bereits in unliebsamster Weise eingestellt. J London fror es bereits am 20. September Nach Berichten aus Notizen Schnee gefallen. Gebirges in Schottland sind beschneit. lichen Leicester hagelte und Gewitter. Spanien. Es hat ein ziemlich ernsthaftes Gefecht zwischen den spanischen Regierungstruppen unter General Baldrich und den Carlisten unter Auch die Höhen des Grampion⸗ Im süd⸗ in vollständiger Auflösung nach der französischen Grenze flohen. ö Türkei. Eingelaufene Nachrichten melden einen Zusammenstoß zwischen Türken und Monte. 1 negrinern unweit Lipova-Kolasching, wobei es auf beiden Seiten viele Todte und Verwundete ge— geben hat. Frankfurt. Hiesige Blätter melden: Man ift wieder g bestrebt, wie folgende Beispiele zeigen, die Kartoffel-“ preise in die Höhe zu treiben und so dieses in so reicher und guter Weise ausgefallene Product der heurigen Ernte in un verantwortlicher Weise zu vertheuern. Ein hiesiger eln Anderer 1000 Malter zu 1 fl. 45 kr. Als das ver⸗ schiedene Händler hörten, schlugen sie die Hände über den Kopf zusam men, eilten hin und machten Vo rstellung. Da man ihnen tein Gehör gab, so erbolen sie sich, den Resl 0 der Kartoffeln, noch einige Tausend Malter, zu 2 fl. 30 kr. zu nehmen. Das Publikum wird dies Gebahren wohl mit dem rechten Namen zu bezeichnen wissen. Bad Soden. Nach dem„Rhein. Kur.“ wird die Sodener Localbahn in diesem Winter zum ersten Male befahren werden. Ems. Am Samstag wurde die hiesige Spielbank geschlossen, die erste in Deutschland, welche in Folge des 0 Aufhevungsgesetzes nunmehr aufgehört hat zu existiren⸗ 400 000 fl. Die letzte Kurliste beziffert die diesjährige Fremdenzahl auf 17,545 Personen, darunter 11,790 Kut⸗ gäste und 5755 Durchgereiste, im Ganzen gegen 500 Per⸗ sonen mehr als im vorigen Jahre hier waren. Nach Nalionalitäten vertbeilen sich die Kurgäste wie folgt! Deutsche 7208, Russen 1035, Engländer 862, Holländer 535, Franzosen 280, Amerikaner und Belgier je 259, Polen 247, Schweden und Norwegen 195, Ungarn 152 Wallachen 138, Schweizer 99, Dänen 70 u. s. w. Dat Armendad beherbergte 236 Personen. Berlin. Bekauntlich ist es Aufgabe der Ober“ rechnungskammer u. A. auch die sämmtlichen Rech⸗ nungen zu prüfen, welche dem deutsch⸗französischen Krieg ihre Eristenz verdanken. Daß sie dabei mit einer bis in's geringste Detail gehenden Accuratesse verfährt, ist bekannt. Folgende kleine Geschichte, welche man sich in Berliner Oifizierskreisen erzählt, liefert hierfür einen neuen Bewei⸗ Die Oderrechnungskammer hat nämlich unlängst auch dem Grafen Molike ein Monitum zugestellt. Es war dem Grafen während des Feldzuges ein— Pfund Schnupf⸗ tabak geliefert und der Betrag mit 1 Silbergroschen in Rechnung gestellt worden. Die Obel⸗ rechnungskammer rügte dies Verfahren mit dem Bemerken, Aus gabe belastet werden, die sich auf die Privatbedürfnisse eines Einzelnen bezöge. Demzufolge ist der Feldmarschall angehalten worden, den Betrag zurückzuzahlen. 2749 Frankfurt a. M. Laut des soeben erschienenen 10. Jahres berichis der Dr. Steffan'schen Augenheilaustal“ im letztverflossenen Jahre(1. April 1871 Frankfurt, i tta die übrigen 1918 in der Armen Augenklinik öffentlichen auch noch eine Anzahl privater Vor „Izusetzen. Der letztere hatte es, wie es scheint, und nach Erforderniß auch steie Verpflegung und“ Ves sttaße, Bäckergass) 2 in Sachsenhausen, Bet Man 8 blieb kalt bis zum 23., von welchem Datum diese sind. In Sheffield war sogar schon 100 5 schneite es bei starken Sabollos stattgefunden, in Folge dessen die Letzteren Ockonom verkaufte 400 Malter Kartoffeln à 1 fl. 30 kr. 1 Der im letzten Sommer erzielte Gewinn beträgt über. einem Theler zehn 1 es könnte die Relchskasse schlechterdings nicht mit eine“ 00 0 n Ungtäelt. Sctender w den Datun N der segar. * sogat se i es dei arg talich Ngitrungetrmn 1 Carlisen in dein dit cum din frarsefn krusthen Achrichten un ulm und N. 18, wobti Berwundett eu bit, 11 J Tt das i bände üder den „ Ledelung. d dich den N lu, u 2 f. Ul. 14 Getahten 8 12 5 köstigung fanden. Operationen wurden im letzten Jahre 303 ausgeführt: 293 mit vollkommenem Erfolg, 4 mit Besserung und 6 ohne Erfolg. Der vorliegende Jahres⸗ bericht gibt zugleich auch einen Rückvlick auf das ganze Jahrzehnt 1862-1872. In diesem Zeitraume suchten in der Privatanstalt 13081 Augenkranke Hülfe, in der Armen⸗ Augenklinik waren es 11039; die Gesammtsumme aller in der Stelfan'schen Augenheilanstalt dahier in den letzten 10 Jahren zur Behandlung gekommenen Augenkranken be— trägt somit 24120. Die Zahl der Operattonen in dem⸗ selben 10jäbrigen Zeitraume belief sich auf 2042; davon halten 1943 vollkommenen Erfolg, 57 erzielten blos Besserung und 42 blieben ohne Erfolg. Enge and Die Errichtung eines Erinnerungs⸗ N für die im Kriege gegen rankreich gebliebenen Angehörigen der hessischen Division. Schon im vergangenen Winter wurde die Frage ange— regt, ob es nicht geeignet sei, zur Erinnerung an die ruhmvolle Betheiligung der Hessischen Division bei dem Ktieg gegen Frankreich und an die in Erfüllung ihrer Pflicht gebliebenen Angehörigen derselben ein Denkmal zu errichten, und ist zur Berathung hierüber am 4. Januar l. J. eine Versammlung zu Frankfurt a. M. zusammen⸗ getreten. Diese Versammlung sprach sich dahin aus: 1) daß die Errichtung eines Denkmals zu dem oben er⸗ wähnten Zweck eine Ehrenpflicht des Hessischen Volkes sei, 2) daß indessen mit Rücksicht auf die bevorstehenden Sammlungen für ein allgemein deutsches Siegesdenkmal die Sammlungen für das Hessische Denkmal vorerst noch zu unterlassen seien, 3) daß übrigens jetzt ein provisorisches Comite zu wäblen sei, welches den Auftrag erhalte, zu * geeigneter Zeit eine nochmalige Landesversammlung zu Frankfurt a. M. auszuschreiben, in welcher die weiteren Beschlüsse über Ausführung des Unternehmens gefaßt werden sollen. 4) Als Mitglieder bieses Comite's wurden sofort gewählt: für Starkeuburg: Fabrikant Julius Mönch zu Offenbach, Reichstagsabgeordneter Dr. Karl Johann Hoffmann zu Darmstadt, Provinzialdirector Dr. Gold⸗ mann ebendaselbst; für Oberhessen: Reichslagsabge⸗ ordneter Freiherr A. v. Nordeck zur Rabenau zu Friedelhausen, Professor Dr. Streng zu Gießen, Rechner M. Kuhl zu Butzbach; für Rheinhessen: Pfarrer Bauer zu Mainz, Fabrikant Kupferberg ebendaselbst, Regie— rungsrath Pfau nebecker zu Worms. Das Comite ist nunmehr zum Beschluß gekommen, daß es, da die Samm⸗ lungen für das Nationaldenkmal im Großherzogthum Hessen für geschlossen zu erachten sind und ein sehr aner⸗ kennenswerthes Resultat geliefert haben, zur Anberaumung der vorgesehenen weiteren Landesversammlung verpflichtet sei. Dieselbe soll Montag den 7. Oetober, Nachmittags 2 Uhr, in dem Gasthaus„Zum Landsberg“ zu Frankfurt a. M. statlfinden unb darüber Beschluß gefaßt werden, wo das Denkmal zu errichten sei und welche Schritte zur Aus⸗ führung zu thun seien. Es sieht zu erboffen, daß die schöne Idee des Unternehmens allseitig freudig aufgegriffen wird und zunächst eine recht zahlreiche Theilnahme an der er⸗ wähnten Versammlung aus allen Klassen der Bevölkerung stattfindet. Hierzu sell durch Gegenwärtiges noch beson— ders aufgefordert werden. Verloosungen. Karlsruhe, 30. Sept. Bei der heutigen Gewiun⸗ ziehung der badischen 35 fl.⸗Loose fiel der höchste Treffer von 35,000 fl. auf Nr. 197712, der Treffer von 10000 fl. auf Nr. 85042, der Treffer von 5000 fl. auf Nr. 25126, die 5 Treffer von je 2000 fl. fielen auf Nr. 186853, 243786, 292982, 392823, 64010, die 12 Treffer von je 1000 fl. auf Nr. 47414, 64023, 100462, 120980, 144020, 147769, 210356, 280037, 294047, 337606, 393172, 397793. D. Frankfurt a. M., 1. Oct. In Folge schlechtet Wiener und schwächerer Berliner Kursmeldungen verflaute gestern Abend schon die Stimmung im allgemeinen und für Speculalionseffecten insbesondere, und der heutige Tag brachte nicht nur keine Besserung, sondern die 3 Haupispeculationswerthe setzten sogar unter gestriger Abendagotiz ein, wobei sich nur Lombarden, für welche feste Käufer da waren, fester hielten, während Staatsbahn ca. 2 und Creditactien ca. 2½ fl. schlechter als gestern Mittag verkehrten. Banken hielten sich im Großen und Ganzen fest, das Geschäft selbst war jedoch bedeutend weniger umfangreich als gestern und die Preise zeigen keine nennenswerthe Veränderung. Provinzial-Disconto, Darmstädter und Vereinsbank etwas schwächer. Bank⸗ vereine zahlreich am Markt. Oesterreichisch⸗Deutsche fest. Effectendank eine Kleinigkeit besser. Reichscontinental ziemlich fest. In Bahnen so wenig Geschäft wie gewöhn⸗ lich. Amerikaner unverändert. Süd⸗Missouri beliebt. Loose und Prioritäten geschäftslos. Von Staalspapieren wurden bayerische und nassauer zahlreich umgesetzt. Oesterreichische Renten bei einiger Frage. Napoleons ofserirt. Marktbericht. Frankfurt, 30. Sept. Waizen, wetterauer,(100 Kilo) 14½— 14, fremder 14½.— Korn(100 Kilo) 9¼½—..— Gerste(100 Kilo) 10%¼— 10 ½.— Hafer(100 Kilo) 8].— Rüvöl(50 Kilo) 23.— Obligations-Verloosung. 2640 Bei der flattgehabten Verloosung der Parttal- Obligationen der Gemeinde Armsbeim wurden die Nummern 17, 19, 69, 123 und 124 zur Abtragung pro 1872 gezogen, welches mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß der Werth dafür von jetzt an schon von hiefiger Gemeindekasse bezogen werden kann und daß der Zinsenlauf derselben vom 1. Januar 1873 an aufhört. Wiederholt wird dekannt gemacht, daß die Partlal⸗ Obligationen Nr. 76 in 1869 und Nr. 4 in 1871 zur Abtragung gezogen wurden. Die Zinscoupons pro 1872 können ebenfals jetzt schon eingelöst werden. Ermsbeim am 18. September 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Armsheim. ˖ zeige. Markt⸗An 2746 Nächsten Montag den 7. d. M. wird in hlesiger Stadt ein Vieh⸗ und Krämer Markt abgehalten werden. Dies wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden ver⸗— öffentlichen lassen zu wollen. Bad⸗Nauhelm am 1. Oktober 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Bad⸗Nauhelm. Schutt. Stammholz-Versteigerung. 2747 Dienstag den 8. Oktober d. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, wird im Rodheimer Gemeindewald, Dißeritt„Zunge Buchen“, nachverzeichnetes Stammholz, das sich hauptsächlich für Glaser eignen dürfte, öffent⸗ lich meifibietend versteigert: 7 Eichen⸗Stämme von 48— 124 Centimeter Durch- messer und 1— 5 Meter Länge, zusammen 9.98 Cubikmeter enthaltend, worunter 1 Samm von 4,35 Cubikmeter. Rodheim am 27. September 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Rodheim. Jaco bt. Lieferung von Kasernen⸗Utensilien. 2748 Freitag den 4. Oktober er., Vormittags 10 Uhr, soll die Lieferung einer Anzahl verschiedener Kasernen⸗ Mensilsen(Schrelner⸗Arbeil), veranschlagt zu 142 Thlr., auf dem Büreau der Garnison Verwaltung mittelst öffentlicher Subrasssion verdungen werden. Zeichnungen, Kosten⸗Anschlag und Lieferungsbedingungen liegen feder⸗ zeit zur Elnsicht offen. Lufttragende Unternebmer wollen ihre Offerten rechtzeitig und mit der Aufschrift „Lleferung von Kasernen⸗Utenfilten für die Garnsson Butzbach“ bei der unterschrlebenen Garnison-⸗Verwaltung porkoftei elareichen. Butzbach den 30. September 1872 Großherzogliche Garnison Verwaltung. In Auftrag; Graf zu Jsenburg. Lehrlings⸗Gesuch. 2735 In einem Colonialwaarengeschäft en gros& en detall zu Frankfurt a. M. wird per Januar 1873 eine Lehrstelle frei. Kost und Wohnung im Pause des Prinzipals. Schristliche Offerten sub G. T. 123 bef. die An⸗ noncen-Gxpedltlon von G. L. Daube& Cie. in Frankfurt a. M.(5535) Grüntg. Winter-Ackerbauschule des landw. Vereins für die Provinz Starkenburg zu Darmstadt betr. 2759 Der Unterricht an der Winter-Ackerbauschule zu Darmstadt beginnt für das nächste Winterhalbjahr in beiden Cursen am 1. November.— Derselbe wird von 12 Lehrern ertheilt, erstreckt sich auf die Fortbildungsfächer, nahmsfähig sind solche junge Männer, welche die verschiedenen Zweige der Naturkunde und die Landwirthschaftslehre, und wird durch Excursionen und Demonstrationen unterstützt. 7 Auf⸗ das 14. Lebensjahr überschritten haben und in der Landwirthschaft bereits praktisch thaͤtig waren.— Neu Aufzunehmende treten, sofern sie nicht durch eine vorherige Prüfung oder durch Vorlage von Zeugnissen anderer Lehr-Anstalten, außer der Volksschule, den Besitz der Kenntnisse nachweisen, welche in der oberen Abtheilung verlangt werden, in den unteren Cursus ein. Diejenigen Schüler, welche diesen bereits mit Erfolg besuchten, rücken in dem zweiten Winterhalbjahre in den oderen Cursus auf.— Die Anstalt ist mit Lehrbülfsmitteln reichlich ausgestattet.— Die Schüler nehmen Wohnung und Kost in Privathäusern zu Darmstadt. Das Verhalten in und außer der Schule wird strenge überwacht.— Das Schulgeld beträgt für den Besuch der Anstalt im ersten Winterhalbjahr 25 fl., im zweiten 15 fl., und ist beim Eintritt in die Anstalt an die Vereinskasse zu ent⸗ richten.— Anmeldungen zur Aufnahme nimmt das Büreau des landw. Vereins entgegen, durch welches auch auf desfallsige Anfragen nahere Auskunft ertheilt wird. Darmstadt am 20. September 1872. Der Präsident des landw. Vereins für die Provinz Starkenburg. 9 Goldmann. Kartoffel- 5 ücke ar eee. F. Schleuning. Güter ⸗V t 5 ö 2764 5. 14 1. 155 9. Aufforderung. 9 Ubr, werden in blesigem Rathhause die zur ersten Pfarrei gehörenden Güterstücke in den Gemarkungen Fauerbach b. Fr., Ockstadt und Friedberg, welche un⸗ mittelbar nach der diesjährigen Erndte leihfällig werden, anderweit auf 9 Jahre nochmals öffentlich parzellen⸗ weise verpachtet. Frledberg den 1. Oktober 1872. Der Großherzogliche Beigeordnete Steinhäußer. E Hezimal-Brückenwaagen, E Tafelwaagen, Neue Maaße und Gewichte, Amerikanische Pumpen, Geruchlose Abtritts⸗ Apparate, empfiehlt in Auswahl Paul Stumpf, 15 e IL Steinerne Töpfe, 2577 Glas und Porzellan, Spiegel in großer Auswahl und billigst bei l zrtevberg. M. D. Loeb. 2755 Die am 1. l. M. fällig gewesenen Holzgelder sind binnen 14 Tagen von heute an zu bezahlen, gegenfalls das gerichtliche Verfahren eingeleitet werden wird. Wickstadt den 27. September 1872. Gräfliche Forstkasse daselbst. Faselochs⸗ Versteigerung. 2765 Dienstag den 8. O'tober 1. J., Vormittags 10 Ubr, soll ein der hiesigen Gemeinde zuflehender Faselochse, zum Schlachten, auch zur Zucht tauglich, bel Wirth Kriegk meistbietend versteigert werden. Gettenau den 30. September 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gettenau. M u Feinstes porschußmehl 2 2578 billigst bei grtedberg. M. D. Loeb Dillige Limburger Käͤse 2684 bei A. Stahl Wittwe. Foulards, 119 seldene Umknoͤpftücher, schwarze seidene Halstücher und Halsbinden bel K. Friedrich neben der Post, Kirchweihfest Abonnement auf Zeitschriften. ie Unter zeichneten empfehlen sich zur Besorgung aller Journate und Eeilschiiflen wissenschaftlichen und populären Inhaltes, deren Zusendung möglichst rasch und regelmässig erfolgt. die Wochenummern Gartenlaube und Daheim werden jedesmal Sonntags Vormittags ausgegeben. Alle neuen Erscheinungen der Literatur stehen auf Wunsch zur Ansicht zu Diensten. Zu gel. Aufträgen halten sich auch ferner bestens empfohlen Bindernagel& Schimpf. Obstausstellung zu Friedberg von Freitag den 4. bis zum Donnerstag den 10. Oktober im Saale zu den drei Schwertern. Eintrittspreis 6 kr.— Karten für die ganze Dauer der Ausstellung 24 kr.— Die Aus⸗ stellung ist geöffnet täglich von 9 bis 12 Uhr und von 2 bis 5 Uhr. 2766 zu Bad Nauheim. 2753 Sonntag den 6. und Montag den 7. d. findet in den Sälen des alten Kurhauses Tanzmusik statt, wozu ergebenst einladet 5 P. Kröll. Hötel Iburg in Bad⸗Nauheim. 2763 Zur Feier der hiesigen Kirchweihe findet nächsten Sonntag und Montag gut besetzte Tanzmusif in meinem Saale statt, wozu ich ergebenst einlade. Schwertzell. Bad Nauheim. 2751 Zur Feier des Kirchweihfestes Sonntag den 6. und Montag den 7. d. Tanzmusi k. wozu freundlichst einladet D. F r i tz. Joologischer Garten in Frankfurt a. M. 2750 Sonntag den 6. Oktober, Vormittags von 7 bis 12 Uhr (zum letzten Male in diesem Jahre) ist der Eintrittspreis auf 6 Kreuzer per Person ermäßigt. Von 12 bis 2 Uhr bleibt der Garten geschlossen. Der Vorstand der Zoologischen Gesellschaft. * 8 Das Kleider-Magazin von 5 E. F. Schleuning in Friedberg offerirt An frischer Auswahl zu reellen Preisen: Winter⸗Ueberzieher, Säckchen, Joppen, Schlafröcke, Hosen, Westen, gewebene Röcke und Kamisöler, Unterhosen, Unterjäckchen, wollene Hemden, Socken, Gamaschen, Kittel, Halstücher, Hosenträger, sowie auch alle in das Kurz⸗ 5 waarenfach einschlagende Artikel. 2756 Für bevorstehende Saison erlaube mir mein Putz- und Modewaaren-Geschäft 2767 in empfehlende Erinnerung zu bringen. Aufträge werden bei reellen Preisen möglichst rasch und geschmackvoll ausgeführt. K. Friedrich, neben der Post. Für Kunstfreunde. 2738 Die große Sammlung von Kunfwerken, bestebend aus interessanten und werthvollen Original⸗Oel⸗ gemälden zc., welche sich in der Kunf halle im Palmengarten in Frankfurt a. M. zu einer Ausstellung vereint befindet, wird mittelst Verloosung am 13. Oktober 1872 zur Verthellung gebracht. Zwelspaͤnnigfahren, find zu verkaufen. Wo? sagt die Das ausführliche Programm nebst Verzeichniß der Kunstwerke w. J gratis und franco 1 70 8 Wc 1 ee enen enn Der Erlös aus diesen Kunstwerken ist zum Besten des Baufonds zur Errichtung eines Künstlerhauses bestimmt. Wohl selten dürfte sich eine schönere Gelegenbeit bieten, um in den Besitz von Kunfiwerken zu gelangen. Die mer eee in Frank furt a. M. Bestellungen auf Loose à 1 Thaler find zu richten an unser Vorstandsglied Herrn Otto Cornill Frankfurt a. M. in der Turnhalle zu Gießen. 2760 Man verfehlt nicht, Interessenten darauf besonders aufmerksam zu machen, daß in der am 5., 6. und 7. Oktober I. J. ftattfindenden Obsfausstellung in reichssem Maaße vertreten sein werden, in Tafel⸗ und Wirth A. das Sortiment des Frankfurter Gartenbau Vereins z b. das des Freiherrn v. Rothschild zu Frankfurt a. M. z c. das von Herrn Garten Inspektor Zischer zu Hom⸗ burg, sowie von vielen Privaten. Mebrere Vereins mitglieder. * 75 * Vorschußf-& Crrdit-Verein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Ausweis pro September 1872. Kasse⸗Bestand pro 1. Oktober 1872„ 13246. 14 fl. 115730. 44 Eingang. Ausgang. 70073. 25 Wechsel⸗Conto⸗Corrent fl. 71483. 44 „ 4166. 46 Wechsel⸗Incasso„ 144. 25 „ 1225. 14 Wechsel⸗Giro„ 3814. 32 Mitgliederzahl am 1. Juli 1872 510 Aufgenommen vom l. Juli bis l. Oktober 1872 516 Aus getreten sind durch Kündigung 2 wegen Sterbfall 2 Ausgeschieden wurden 7 11 Mitgliederzahl am 1. Oktober 1872 505 Der Vorstand 2752 Fr. Hecht. Weis. Ermus. 2754 In der Spar⸗ und Leihkasse zu Ilbenstadt sind gegen genügende Bürgschaft 300 fl. zum Ausleihen vorhanden. 0 Die Direktion der Spar- und Leihkasse. Inserat. Obst-Ausstellung 1 schaftsobst: 1 3 Einnahme. Kasse⸗Bestand pro 1. Sept. 1872 fl. 11982. 52 Wechsel„ 22041. 54 Depositen„ 1030.— Inkasso⸗Wechsel„ 2848. 50 Conto⸗Corrente.„ 58336.— Spar⸗Einlagen 5„ 13103.— Darlehen„ 2500. Auswärtige Correspondenten„ 2563. 28 Stamm⸗Antheile, Monalsbeiträge„ 183. 17 Reserve⸗Fond, Beitritt 4 3.— Giro„ 2702. 46 Utensilien, Spar⸗Einlage⸗Bücher 4 3. Wechsel⸗Zinsen„ Depositen⸗Zinsen 8 3 Conto⸗Corrente⸗Provision 1 10. 30 Wechsel⸗Spesen 5 25. 52 Agio, Gewinn auf Sorten 65 31. 18 fl. 115730. 44 Ausgabe. Wechsel fl. 22857. 19, Depositen„ 3810.— Conto⸗Corrente„ 58705. 41 Spar⸗Einlagen„ 11036. 41 Darlehen„ 602.— Stamm ⸗-⸗Antheile, Rückzahlung„ 17. 53 Auswärtige Correspondenten„ 3261. 39 Mobilien und Utensilien 29. 36 Unkosten 1 61. 10 Wechsel⸗Spesen 2. 37 2758 In Untersuchungssachen gegen Georg dilger von Wohnbach wegen Beleidigung des Heinrich Bommershelm von da nimmt der Angeklagte die gegen den Ankläger ze. Bommersbe im gethanenen Aeußerungen als unwahr hiermit zurück. 5 Wohnbach den 1. Oktober 1872. Georg Hilger. iN 2761 find zu haben bei Friedberg. J. Ebrlich. Wagen ⸗Verkauf. 2687 Zwei gebrauchte Chaisen, Asttig, zum Ein- und Exped. d. Bl. Isratlitischer Goltesdieuf in Friedberg. e gi nen: 5 6 Uhr. 1 Freitag Abends Die Zlehungslisten und Gewinne werden den Theilnehmern pünktlich überschickt. Dirantw. Reb. Hermann Schimpf. Druck und Verlag von Bindernagel& S Samsiag Morgens 8 Uhr. 5 7 en 1 chimpfl. 1 Int Bet S S S808 88 —B