Septen Siet eis 4 47 1 n! 1 7 11 0 55 . 15 **„ nen . 2 1 13* 1 e 4 1 * ee 2* 17 4 14 — . 1* 1 U 1 97 11 n. 5 1 4 1 a 9 1 1 Dienstag den 3. September. M 103. berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Iutelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Fur den Monat September kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. — Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte i zu publieiren: Nr. 38. — Nr. 39. sub 1. Organisation der Hauptsteuerämter betr. Friedberg am 31. August 1872. sub 1. Bekanntmachung, die Juflruction für die Feldgeschworenen betr. sub 2. Bekanntmachung, die Organisatlon der Distriktseinnehmerelen beir. Bekanntmachung, die Besetzung der Stellen von Revisoren und Revidenten im Eisenbahndienst betr.— sub 2. Bekanntmachung, die Territorkal⸗ Groß herzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden: Nr. 28. Nr. 875. Allerhöchster Erlaß, betr. die Veränderung der Organtsatton der Marine-Intendantur. Vom 18. Juni 1872.— Nr. 876. Vettrag zolschen dem deutschen Reich und Oefterreich Ungarn wegen Herstellung einer Essendahn zwischen Leobschütz und Jägerndorf und einer Eisenbahn zwischen Neiße und Olbersdorf. Vom 21. Mat 1872.— Nr. 877. und 878. Die Ernennung von Consuln detr. Deutsches Reich. Darmstadt, 29. Aug. Nach dem Reichs- aztiger sind Poly, Sec. Lieut. vom 2. Großh. Inf. Regt.(Großherzog) Nr. 116, als ältester Set.⸗Et. in das Brandenb. Jäger⸗Bat. Nr. 3, donneberg, Sec.⸗Lt. vom Hann. Füs.⸗Regt Nr. 73, n das 2. Großh. Inf.. Regt.(Großherzog) tr. 116, von Canerin, Sec.⸗Lt. vom 4. Großh. Inf.⸗Regt.(Prinz Carl) Nr. 118, in das Hann. füsilier Regt. Nr. 73 versetzt; Glock, Premier- tert. mit dem Character als Hauptmann vom „ Großh. Inf. Regt.(Prinz Carl) Nr. 118, em Regiment aggr.; Kattrein, Hauptmann und Tomp.⸗ Chef im 4. Großh. Inf.⸗ Regt.(Prinz Carl) Nr. 118, in das Hohenzoll. Füs.⸗Regt. Ar. 40, Buck, Prem.-Lt. vom Colbergschen Gren.“ degt.(2. Pomm.) Nr. 9, unter Beförderung zum Hauptmann und Comp. Chef in das 4. Großb. Inf.⸗Regt.(Prinz Carl) Nr. 118. vorher war zu Ehren des Kronprinzen Gala- Tafel im Großherzogl. Residenzschloß. Abends fand in den Räumen der Vereinigten Gesellschaft ein Festball statt. Der Großherzog, die Prinzen Karl, Alexander, Ludwig und Wilhelm, die Prin- zessinnen Karl und Ludwig wohnten demselben an. Der Ball war ein sehr glänzender und außer ordentlich besucht. — Am 25. August fand in Frankfurt eine Versammlung der Actuariats⸗Aspiranten aus Ober- hessen und Starkenburg statt, welche zahlreich be⸗ sucht war. Zweck derselben war, zu veranlassen, daß ihre Lage und Stellung eine bessere werden möge. Gießen. Der Privatdozent an der medi- zinischen Fakultät in Würzburg, Dr. K. Köster, hat an die hiesige Universität einen Ruf erhalten als ordentlicher Professor der pathologischen Ana— tomie und allgemeinen Pathologie. Mainz. Das„Mainz. Journ.“ begleitet die — Wie schon gemeldet, wurde dem Kron Notiz, daß die Polizeibehörde die Leitung der rinzen des deutschen Reiches bei seiner Ankunft ahier ein ungemein festlicher Empfang bereitet. Ver Großherzog, die Prinzen Karl, Alexander geistlichen Exercitien im bischöflichen Seminar durch einen Priester der Gesellschaft Jesu untersagt habe, mit der Bemerkung:„Um die 70 geistlichen Herren ind Ludwig, die Hoschargen, höheren Beamten nicht der Gnade der Uebungen überhaupt beraubt ind der Stadtvorstand, sowie viele Tausende, tamentlich Bewohner der Umgegend, hatten sich tungefunden, um den berühmten Heerführer zu be⸗ grüßen. Eine Ansprache des Bürgermeisters der Nesidenz beantwortete er mit gewinnender Freund- lichkeit und betonte in derselben sowohl die Tapfer— tät, welche die hessischen Soldaten in dem Kampfe bwiesen, als auch die Liebe und Hingabe, mit nalcher die Bürger Verwundete und Kranke ge— legt hätten. Auf der Fahrt zum Palais, wo dar Kronprinz abstieg, wurde er von der Menge tit anhaltenden Hochrufen begrüßt, die ihn, als n bereits abgestiegen war, nöthigten, nochmals auf dem Balkon zu erscheinen. — Am 30. August ließ der Kronprinz des butschen Reiches die einzelnen Regimenter ihre Aebungen vornehmen, welche zu seiner großen Be— medigung ausgeführt wurden.— Die Nachricht zun der Ankunft der Kaiserin Augusta beruht auf mer irrigen Meldung. — In den letzten Tagen soll die Vorlage des zwuen Wahlgesetzes erfolgt sein. Sein Inhalt ist wdeß noch unbekannt, jedoch verlautet soviel, daß dus neue Wahlgesetz die indirecten Wahlen auf ucht erhält. — Der Kronprinz ist am 31. Aug., Morgens Uhr, nach Berlin abgereist. Ueber die Leistungen usserer Truppen, die im Feuer vor ihm manöve⸗ inien, soll sich derselbe in höchst lobender Weise usgesprochen haben. Es war aber auch für den dien ein hübscher Anblick, mit welcher Präcision 1 inmtliche Uebungen ausgeführt wurden. Tags sein zu lassen, übernahm der Bischof, welcher all jährlich selbst den Uebungen anwohnt, deren Leitung. Das Exercitienbüchlein des heiligen Ignatius wurde in den Händen des verehrten Oberhirten zu einer eben so reichen Quelle der Gnade, wie wenn einer der Söhne des heiligen Ordensstifters es zu er— klären vermocht hätte.“ Groß ⸗Umstadt. Gegen den hiesigen Pfarrer Seib ist wegen einer aufreizenden Rede, die der⸗ selbe kürzlich auf einer vom Frhrn. v. Wambolt geleiteten katholischen Versammlung gehalten, Unter- suchung eingeleitet. Berlin. Fürst Gortschakoff wird am 3. Sept., von Frankfurt a. M. kommend, hier eintreffen. Ein königlicher Salonwagen wird ihm dahin ent— gegengesandt werden. Die Ankunft des Kaisers von Rußland erfolgt am 5. September, Nach- mittags 4 Uhr. Ueber die stattfindenden Festlich⸗ keiten verlautet serner, daß für den 9. Sept. ein großes Fest im Potsdamer neuen Palais beab- sichtigt wird. Im russischen Botschaftshotel finden, nach der„Corr. Stein“ wegen Raummangels keine größeren Festlichkeiten statt. — Kaiser Wilhelm traf am 30. Aug. Abends 9½ Uhr im neuen Potsdamer Bahnhof hier ein und wurde durch den Großfürsten Nicolaus, den Prinzen Karl, sämmtliche anwesende Minister, hohe Generale und Hofbeamte, sowie durch Bürger— meister und Stadtverordnetenvorsteher daselbst be- grüßt. Das Aussehen des Kaisers ist gesund und kräftig. Die Ankunft der Kaiserin steht morgen früh bevor. In Spandau wurden am 26. Aug., Nach⸗ mittags 4% Uhr, die Bewohner durch eine furcht⸗ bare Detonation erschreckt, und bald durcheilte die Nachricht die Stadt, daß auf der Pulver- fäbrik eine Exploston stattgefunden habe. Die in dem Mengeschuppen Nr. 3 vorhandene Pulvermasse batte sich entzündet und zerstörte diesen total, die Balken und Träger von mächtigen Dimensionen weithin schleudernd. Menschenleben sind nicht zu beklagen, da die in dem Schuppen beschäftigten Arbeiter denselben kurz vor der Katastrophe ver- lassen hatten. Die übrigen Gebäude auf der Pulverfabrik sind verschont geblieben, dagegen ist auf der benachbarten Gewehrfabrik, auf der Gas⸗ anstalt, dem Schützenhause und in Privatgebäuden durch den kolossalen Luftdruck eine Menge Fenster⸗ scheiben zetrümmert worden. Königsberg. In der russischen Gouverne⸗ mentsstadt Grodno ist zuverlässigen Nachrichten zufolge die Cholera ausgebrochen. — Das„Süddeutsche Correspondenzbüreau“ meldet: Mit aller Bestimmtheit verlautet, daß der Cultusminister v. Lutz die Entlassung erbeten und erhalten habe. Der Rücktritt des ganzen bis- herigen Ministeriums und die Berufung eines Cabinets Gosser Lerchenfeld-Bomhard⸗Lobkowitz dürfte unmittelbar folgen. Speyer. Am 28. August wurde die 28. Hauptversammlung des Gustav-Adolph- Vereins hier in der Trinitatiskirche eröffnet, wohin die Mitglieder in festlichen Zuge vom Real-Gym⸗ nasium aus gewallt kamen. Decan Lyncker von hier begrüßte die Versammlung. Decan Dr. Gerok von Stuttgart hielt die Festpredigt über 1. Könige 5, 2— 4. Abends war nichtöffentliche Versamm⸗ lung im Saale des Stadthauses, wo die Wahl eines Vorsitzenden getroffen wurde. Dieselbe siel auf den Geh. Kirchenrath Dr. Hoffmann. Stell- vertreter desselben ist Consistorialrath König von hier. Stuttgart. Der„Schwäb. Merk.“ bringt aus Zürich die Nachricht, daß im Züricher See bei Meilen das Dampfboot„St. Gotthardt“ durch einen Zusammenstoß mit dem Schiffe„Con- cordia“ versunken sei. Die Schiffsmannschaft wurde meistens gerettet. Mehrere Elsässer Pilger ertranken. Straßburg. Als erste Rate der franzö⸗ sischen drei Milliarden sind am 29. Aug. 22 Mil⸗ lionen Franes in klingender Münze hier angekommen. Ausland. Oesterreich. Laut amtlichen Berichten grassirt die Cholera in Galizien und nimmt stetig zu. Die Seuche ist bereits im Zbarazer, Huszpatiner, ferner im Czorkover, Zateszezyker und Stanis- lauer Kreise zum Ausbruch gekommen. In 23 Ort- schaften haust der unheimliche Gast. Im Ganzen sind bereits 336 Personen erkrankt und davon 104 gestorben. In Wien bingegen nimmt die Blattern Epidemie in schreckenerregender Weise zu; in Fünfhaus lagen in einem Hause allein 35 Blatternkranke, von denen 12 starben. Der Gemeinderath trifft keinerlei Vorkehrung gegen die Cholera und seine Maßregeln gegen die Blattern sind verkehrt. Preßburg. Die Cholera ist dahier seit einigen Tagen amtlich constatirt. Frankreich. Paris. In der Sitzung der Permanenz-Commission erklärte der Minister des Auswärtigen auf Anfrage Payes-Duport's, die französische Regierung babe keine Veranlassung, über die Ergebnisse der Drei-Kaiser-Zusammen- kunft beunruhigt zu sein, da ste das vollste Ver⸗ trauen zu der Weisheit hege, welche die Zu⸗ sammenkunft leiten werde. — Der„Indeépendant de l'Est“ schreibt: „Mehrere Einwohner von Montmédy und Um- gebungen sind in letzter Zeit als Zeugen in dem Proceß Bazaine nach Versailles berufen worden. Schon früher waren einige Personen, welche die ehrenhafte Rolle von Sendlingen des Marschalls Mac- Mahon an die Armee Bazaine's gespielt hatten, in ihrer Heimath vernommen worden. Wie man sich erinnert, war Montmédy als der Ort ausersehen worden, wo die beiden Heere sich be— gegnen sollten, und von hier waren alle Mitthei-⸗ lungen ausgegangen, welche der Kriegsminister und Mac⸗Mahon an den Marschall Bazaine rich— teten. Wie es heißt, wären einige von den hier aufgenommenen Aussagen für Bazaine vernichtend. Großbritannien. Das Steigen der Kohlen- preise in England, in Folge dessen die Tarife für Passagiere und Frachten auf Eisenbahnen und Dampfschiffen in die Höhe gegangen sind, soll Veranlassung sein, daß eine Londoner Firma in Philadelphia anfragen ließ, zu welchen Preisen daselbst Kohlen für Ausfuhr nach England zu haben wären und soll die Ueberzeugung gewonnen haben, daß der Einkauf und der Transport ver— lohnend sein dürften.— Die Kabelgesellschaft hat jüngst einen Bericht veröffentlicht, nach welchem sich die Zeit zur Uebermittelung einer Depesche zwischen London und Newyork auf 13 Minuten 59½ Sekunden beläuft. — Die„Daily News“ bringen ein Wiener Telegramm, welchem zufolge Graf Andrassy ein Circular über die Kaiser⸗Zusammenkunft erlassen hätte. Das Telegramm skizzirt die Tendenz des Eirculars als bestimmt, Frankreich über die Monarchenbegegnung völlig zu beruhigen. Amerika. Von der deutsch⸗amerikanischen Presse unterstützen 119 Blätter den General Grant und 105 Greeley. Eine Anzahl von Blättern verhält sich mehr oder minder unparteiisch. Auf einer Versammlung von Negern in Newyork wurden enthusiastische Resolutionen zu Gunsten einer Wieder- wahl Grant's gefaßt. Newyork. Der Dampfer„Metis“, welcher zwischen Newpork und Providence fährt, ist mit einem Schooner während eines Sturmes zusammen- gestoßen. Der Dampfer„Metis“ sank, 60 Per- sonen sind ertrunken. Gießen. Die hiesige Polizei wurde vor einiger Zeit von Cassel aus avisirt, daß mit einem Zuge der Weser⸗ bahn ein Haupt⸗Gauner hier eintreffen würde. Die Polizei hat den Vogel nun auch oben in der Restauration er⸗ wischt. Besagter Gauner, Silberberg ist sein Name, ist einer der gefährlichsten Verbrecher; derselbe wird schon seit 6 Jahren von aller Herren Länder aus gesucht und hat überall großartige Diebstähle ausgeführt. In Kassel sti; bitzte er goldene Uhren, Ketten, Ringe u. dgl. Hier in Gießen iff er nun photographirt worden, wobei die Polizei denselben sehr stark geschlossen über die Straße trans⸗ portirte, da Silberberg nicht weniger als mal durch⸗ gebrannt ist. Am Mittwoch ist nun derselbe zwischen zwei anderen Verbrechern geschlossen von 5 Geusd'armen weiter transportirt worden. Frankfurt. Am Freitag gerietb ein Arbeiter im Mainweserbahnhof mit dem Arme zwischen zwei Puffer. Die hierdurch hervorgerufene Quelschung machte die Ampu— tation des Armes nöthig. Geisenheim. Einem hiesigen Schneider wurde dieser Tage im Streite von einem Taglöhner die Nase abgebissen. Nach langem Suchen wurde dieselbe von einem Küfer ge— funden, welcher sie die Nacht in Spiritus setzte, um die⸗ selbe am andern Morgen ihrem Eigenthümer zurückzugeben. Wiesbaden. Unser verdienter Miibürger Ferdinand Heyl ist zum städtischen Kurdirektor, Herr Musikdirektor Carl Müller, früher in Rostock, jetzt in Chemnitz, ist (von weit über 100 Mitbewerbern) einstimmig vom Ge— meinderathe zum städtischen Kapellmeister gewählt worden. Leipzig. Am 24. August Abends traf in Leipzig aus Stralsund folgende Depesche ein:„So eben, 4½ Uhr, ist die Gactenlaube glücklich vom Stapel gelaufen.“ Wir bemerken hierzu erläuternd, daß die vom Stapel gelassene „Gartenlaube“ ein prächtiger Dreimaster ist, dessen Rheder, Herr Krüger in Stralsund, fein neuerbautes Schiff dem obengenannten Blatte zu Ehren„Gartenlaube“ getauft hat und unter diesem Namen die Meere durchschneiden läßt. Berlin. In einem Dorfe nahe bei Berlin wurde die ser Tage durch die Schelle„öffentlich bekannt gemacht“: Jeder, der einen Hund hat, muß bis zum 20. September eingesperrt bleiben. Ueber den ersten Markttag der Fried⸗ berger Produectenbörse. Alle im Verkehr der Menschen bestehenden Einrichtungen, auch die besten und nothwendigsten müssen sich, wie die Menschen selbst, ihre Stellung erkämpfen, oft schwer er— kämpfen. Je schwerer aber der Sieg, desto berechtigter die erkämpfte Existenz. So wird es auch mit unserer Productenbörse sein. Von Seiten der Käufer ist übrigens ihr bereils eine volle Anerkennung zu Theil geworden; denn die erste Börse war von sehr vielen Händlern besucht und sogar von solchen, welche zu den Koryphäen des Productengeschäftes gehören. Ueber diese zahlreiche Ver— tretung des Handelsstandes an unserem ersten Börsentage ist in einem Frankfurter Blatte gesagt:„Natürlich, in unserer gesegneten Wetterau konnte man dieses voraus— sehen.“ Um so weniger hat dagegen die Betheiligung der Producenten an diesem Tage befriedigen können. Wir müssen freilich bedenken, daß bis jetzt nur wenige Frucht ausgedroschen ist. Und noch ein anderes kommt hier in Betracht. Landwirthe aus den nächsten Orten erzählten uns in der aller naivsten Weise, deß sie über die Pro— ductenbörse, den Fruchtmarkt in Friedberg, noch kein Wort gelesen und keins gehört. Und es ist hierüber doch schon so viel gesprochen und geschrieben worden! In den meisten Ortschaften schließt sich leider Niemand den so dringend nothwendigen Bestrebungen für die allgemeine Wohlfahrt an; in der alten Weise forthandthierend denken vielmehr erschreckend viele Menschen nur an sich, nicht daran, daß in der allgemeinen Wohlfahrt diejenige jedes Einzelnen am besten gedeiht. Und gerade im wirthschaftlichen Leben hal der beschränkte Unterthanenverstand in seiner alten Beschränktheit unter der sorgsamsten Pflege seiner Freunde, Engherzigkeit und Selbstsucht, tief gewurzelt. Hier, im volkswirthschaftlichen Leben, gibt es viel Alles auszurolten und Neues zu pflanzen; hier gibt es für die Volksbildungs— vereine und ihre bis ins kleinste Dorf reichenden Verzwei— gungen zwar eine schwere, aber eine lohnende Arbeit. Um anzudeuten gegen welche sehr häßlichen Widerwärtig—⸗ keiten unsere junge Börse zu kämpfen hat, wollen wir mit⸗ theilen, daß verschiedene Leute, welche hier auf dem Frucht markte Geschäfte machen wollten, bei Dorheim ꝛc. 2c.„abge⸗ fangen“ worden sind.„Künftig will ich klüger sein“ erklärte uns ein Abgefangener. Wir hoffen und wüunschen dieses. Auf der anderen Seite können wir mit Vergnügen be— richten, daß die Börse am Donnerstag viele neue Mitglieder gewonnen hat, darunter auch Händler vom Lande, so, daß unserer Anftalt mit ber Zeit ganz verschwinden und ihr die allseitigste Anerkennung zu Theil werden. 77 Mit dem fortschreitenden, bei vielen Oeconomen noch nicht begonnenen Ausdrusch werden auch die Producenten zahlreicher in unserer Börse erscheinen. Unsere vielen eifrigen Mitglieder besonders in Melbach, Fauerbach, Bönstadt, Ober- Rosbach, sowie in anderen nahen und fernen Orten, geben unserer Hoffnung die größte Zuver⸗ sicht, zumal die nachstehenden speciellen Geschäftsmitthei⸗ lungen aufmunternd, für die Producenten wahrhaft ver⸗ lockend sind: 5 Weizen, in schöner Waare nicht viel aufgefahren, wurde zu 14½ fl. sehr gerne gekauft, ja, es waren Händler er⸗ schienen, mit Säcken und Geld, um hunderte von Maltern zu kaufen. Geringere Waare hatte selbstverständlich weniger Nachfrage und nach Qualität billigeren Preis. Außer dem aufgefahrenen Getreide geschahen Abschlüsse mit und obne Muster, die aber theilweise unprotocollirt blieben. Eine gewisse Lebhaftigkeit des Geschäftis war unverkennbar. Mit lebhafter Nachfrage nach mehr vergriffen Bierbrauer und Händler die feilgebotene Gerste. Der dafür im Großhandel bezahlte Preis bis zu 10 fl. und darüber macht das Auf⸗ fahren dieser Frucht ebenfalls höchst lohnend. Korn zu Mahl⸗ zwecken ging von 9 fl. 5 kr. bis 9 fl. 15 kr. Hafer fand bis 3 fl. 35 kr. Abgang, allein er würde einen höheren Preis erzielt haben, wenn mebr vorhanden gewesen, da die Nachfrage nach größeren Quantitäten vergeblich blieb. Was bei einem neuen Institut, wie das unserige, von besonderem Belange, sind die geschehenen Abschlüsse auf Mehl, deren sich ältere Fruchtmärkte nicht rühmen können. Das ausgezeichnete Aufkommen dieses Geschäftszweiges auf hiesigem Platze ist so zu sagen gesichert, da ungarisches Mebl der theueren Preise wegen nicht zu beziehen und man somit wesentlichst auf wetterauer Mahlgut ange⸗ wiesen ist. Offerten für Kartoffeln, bereits vorbanden und für den. nächsten Markl verstärkt angemeldet, lassen eine vergrößerte Geschäftslebhaftigkeit erwarten. In anderen Producten, als Branntwein ꝛc. zu geheimen Preisen, auch einiges gehandelt. Wer am Donnerstag die Börsengeschäfte dahier mit Verständniß beobachtete, der muß die Ueberzeugung ge⸗ winnen, daß dieselben ganz anderen Geistes und Wesens sind, als die Daheimgeschäfte. Ausgedehntere und richligere Begriffe vom Handel verleihen den Handelsgegenständen eine größere Bedeutung. Darum wird derjenige Land⸗ wirth, welcher ein rationeller Verkäufer ist, sicher auch ein rationeller Landwirthssein. Möge deshalb, aus landwirth⸗ schaftlichen wie aus volkswirthschaftlichen Gründen, unsere Productenbörse weitere Entwickelung und Gedeihen, finden. — Jeden Donnerstag Börse, also die nächste den 5. Sept, Eingesandt. Friedberg. Herr Emil Kayser aus Aachen und Fräulein Amalie Sehrt von hier, beabsichtigen, wie wir mit Freuden vernehmen, unter gütiger Mitwirkung einiger anderen musikalischen Kräfte, Dienstag den 3. d. ein Concert bei uns zu veranstalten. Fräulein Sehrt, welche durch vieljährige, stets bereitwillige Mitwirkung bei unseren musikalischen Abenden, das Publicum oft erfreut, wird immer in bestem Andenken stehen und bedarf es für sie deßhalb keiner besonderen Erwähnung. Hinsichtlich Herrn Kaysers, welcher weniger bekannt sein dürste, glauben wir jedoch im Interesse alles Kunstliebenden, darauf auf⸗ merksam machen zu müssen, daß derselbe zu jener kleinen Schaar von Künstlern gehört, welche es verstehen wirklich Musik zu machen, indem er mit einer nicht alltäglichen Virtuosität auf dem Piano einen wahrhaft seelenvollen Vortrag verbindet, wodurch sich Geist und Gemüth erhoben fühlen. Ein gesandt. Friedberg. Das von der Souffleuse Frau Köckert herausgegebene Abschieds-Theater-Journal i nicht nur mit den nöthigen Verzeichnissen, sondern auch mit viel humoristischem Inhalt versehen, gewährt somit ein freundliches Angedenkeu wie auch eine recht erheiternde Unterhaltung und steht Jedem gegen eine beliebige Ver⸗ gütung zu Gebote. Der Frau K. ist, da ihr Souffleur⸗ dienst als ein recht angestrengter erscheint und sie sich auch als Darstellerin und in musikalischer Hinsicht beliebt ge⸗ macht bat, sowohl hier als in Nauheim eine zahlreiche Betheiligung zu wünschen. L.—. Mobiliar ⸗Versteigerung. 2388 Dienstag den 3. September, von Morgens 9 Uhr ab, werden in hiesiget Burgstraße, Hausnummer 209, wegen Abreise 1 Sopha mit 4 Stühlen, 1 Sopha, 1 Schreibsectetär, 3 Commoden, 2 Kleiderschränke, 2 runde Tische, 2 Nachttische, 2 Küchenschränke, 2 Spiegel, 1 Pendüle, 2 Tische, verschiedene Bilder, 4 Bettttellen, 3 Sprungfedermatratzen, 1 Teppich, Vorhänge, Rouleaux, 1 doppelarmige Gaslampe, 2 Oefen, 1 Waschbütte, sowie verschiedene Paus und Küchengeräthschaften öffent⸗ lich an den Meiftbtetenden gegen Baarzahlung versteigert. Bad⸗Naubeim am 29. August 1872. Großherzogliches Ortsgericht Bad⸗Nauheim. SS ut t. Wohnung zu vermiethen 2377 bet we e agasse. 5 O bst⸗-Versteigerung. 2371 Donnerstag den 5. September l. J., Vormittags 10 Uhr, werden in den hiesigen Schloßgärten 65 Bäume Zwetschen und, 8„ Birnen öffentlich an den Meisibletenden gegen gleich baare Zahlung verfteigert. Schloß Ilbenstadt den 28. August 1872. Gräflich Letningen'sche Rentei. Bier a u. Aepfel ⸗Versteigerung. 2413 Donnerstag den 5. September werden auf der Brunnenmühle bei Nieder-Rosbach circa 50 Malter Aepfel in mehreren Abthellungen öffentlich meistbtetend versteigert. Nieder⸗Rosbach den 31. Auguft 1872. Großherzogliche Bürgermetsterei Nieder-Rosb och. Ger o h. D AUlauer Ditriol! 2381 in bester Qualität bet 2 Wilh. Fertsch. Ein Raealschüler 2145 kann bet einer hiesigen Familie in Pension ge⸗ nommen werden. Nachbülfe im Englischen und Fran- zösischen. Näbercs bel der Exped. d. Bl. Nillige Limburger Kü 2333 bei a 3 Friedberg. A Stahl Wittwe. Wilb. Fertsch. 2098 bei zu hoffen ist, es werde die falsche, engherzige Beurtheilung Neue hol. Dollhäringe! All. Oberhef Wage Copcutt orden dale bun d Banjul unter de den Aut * 9 5 gtelgnel sügen d in Sell Umtrte schweigt schlenen Arrangt wer den Fri Oef 215 9 Kehrs rrlannt ihrer 8e sossung Lehen unter! hlerol 24¶64 Nachdem Großherzoglsches Hofgericht der Provinz unter dem Rechtsnachtheil des stillschweigend eintreten⸗ den Ausschlusses von der Concursmasse anber geladen. in Selbstperson erscheinenden noch durch gebörig legi⸗ 2415 Nachdem über Kehrs Eheleute von Nieder-Florstadt formeller Concurs erkannt worden, werden deren Gläubiger zur Anmeldung ührer Forderungen und Ansprüche, sowie zur Beschluß⸗ Oeffentliche Aufforderung. Betreffend: Das Schuldenwesen der Peter Jobannes Waas Wittwe von Dorn Assenbeim. Oberhessen über das Vermögen der Peter Jobannes Waas Witwe von Dorn Assenheim den förmlichen Concurs erkannt bat, werden alle Diejenigen, welche Forderungen oder sonstige Ansprüche an das Vermögen derselben zu bilden haben, zur Anmeldung und Begrün⸗ dung derselben, sowie zur Geltendmachung etwaiger Vorzugsrechte auf Mittwoch den 6. November l. J., Vormittags 9 Uhr, In der genannten Tagfahrt sollen sodann weiter geeignele Beschlüsse gefaßt werden, was unter dem An- sügen bekannt gemacht wird, daß in Ansebung der weder uimirte Bevollmächtigte vertretenen Gläubiger, der still— schweigende Beitritt zu den von der Mehrheit der Er— schienenen auch bezüglich eines etwa zu Stande kommenden Arrangements gefaßt werdenden Beschlüssen unterstellt werden wird. Friedberg den 24. Auguf 1872 Groß berzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Langermann, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Oesfentliche Aufforderung. das Vermögen der Konrad fassung über gütliche Beilegung beziehungsweise weitere Behandlung dieser Sache auf Mittwoch den 13. November l. J., Vormittags 9 Uhr, unter dem Rechtsnachtheil des Ausschlusses von der Masse vorgeladen. Friedberg den 27. August 1872. Großherzogliches Landgericht Friedberg. ei Zimmermann, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Oeffentliche Aufforderung. 2416 Ueber das Vermögen des Fuhrmanns und Orts dürgers Joseph Geck II. von Friedberg ist formeller Concurs erkannt worden und werden die Gläubiger desselben zur Anmeldung ihrer Forderungen und An— sprüche, sowie zur Beschlußfassung über etwaige Ver Gleichsanerbieten beziehungsweise weiter nöthige Maß— regeln auf Montag den 11. November l. J. Vormittags 9 Uhr. unter dem Rechtsnachtheil des Ausschlusses von der Masse hierher vorgeladen. Friedberg den 28. Auguft 1872. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Zimmermann, Landrichter. Lapdgerichts-Assessor. Oeffentliche Aufforderung. 2417 Forderungen und sonflige Ansprüche an den Nachlaß des Obsthändlers und Ortsbürgers Marten Klein von Friedberg sind innerhalb 14 Tagen bei Meidung der Nichtberücksichtigung bei der Erbverthetlung hierorts anzuzeigen. Friedberg den 27. August 1872. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Zimmermann, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Hofraithe-Versteigerung. 2430 Montag den 16. September d. J., Vormittags 11 Ubr, sollen in hiefigem Rathbause die zum Nachlasse des Friedrich Karl Waßmuth gehötenden beiden ofraithen: f 5 Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klflr. i II. 659. 7,6. Hofralthe in der Stadt, II. 660. 23,7. Hofralthe daselbst, auf freiwilligen Antrag der Erben behufs Erbvertheilung öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg am 31. August 1872. Groß beizogliches Ortsgericht Friedberg. Fou cat. Arbeits-Versteigerung. 2418 Montag den 9. September soll die Ausraumung des sog. Ortenbergsgraben in den Gemarkungen Weckes beim, Heuchelheim, Reichelsheim und Bingenbeim an die Wenigfifordernden vergeben werden. Ole Verfteigerung beginnt Vormittags 9 Uhr in der Gemarkung Wecles⸗ heim und bewegt sich von da welter über Heuchelheim, Reichelsheim und Bingenhelm. 31. August 1872. ieee Wer Bezirksbauaufseher Wen ck Jeden Bandwurm 1856 entfernt binnen 3 bis 4 Stunden vollftänd ig schme r- und gefabrios; eben so sicher beseilat ouch 2320 Dienstag den 3. September c., Vormittags Grube Weckesheim den 22. Auguff 1872. pfählen für die Gruben Weckesheim, Dornassenbeim und öffentlich an die Mindestfordernden vergeben; später einlaufende Offerten fiaden keine Berückfichtigung und wird bemerkt, daß kein Lieferant mehr als den Bedarf einer einzigen Grube übernehmen kann. N Schachtpfähle. 10 Uhr, wird die Lieferung von 35000 Stück Eichenschacht⸗ Wölfersheim pro 1872/73 auf dem Sudmissionswege Fürstl. Bergverwaltung. E O bst⸗Versteigerung. 2399 Donnerstag den 5. September l. J, Nachmittags 2 Ubr anfangend, sollen in den städtischen Baumanlagen mehrere Bäume Süßäpfel, sowie ca. 20 Bäume bessere Birnsorten öffentlich meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft auf dem Seegraden nächst der Rathhaus treppe. Friedberg den 29. August 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fouc ar. Obst⸗Versteigerung. 2405 Donnerstag den 5. September, Vormittags 11 Uhr, soll das der Gemeinde Rodenbach zustehende Obst, als: 1) circa 20 Malter Aepfel, 20 1 Birnen, 0 Men 20 4 Zweischen öffentlich meiftbietend versteigert werden. Rodenbach den 29. August 182. Großherzogliche Bürgermeisterel Rodenbach. Nas el. J. — Con⸗— 3 7 151 zel.[Eine zahnschmerzfreie Menschheit. 2 enn.——. 2 Kein zahnschmerz 2 existirt, welcher nicht augenblicklich durch S. 8 mein weltberuühmtes Universal Zabnwasser 2 — 2 ficher vertrieben wird, wovon sich Zahn⸗ 80 — 2 schmerzleidende auf Verlangen unentgelt? 28 2 f 4 4 8 — lich überzeugen können. 2 7 1 2 24— 52 J. Thiele in Berlin, Jüdenstr. 24. 2 —* — Zu haben in Flaschen à 18 kr. in — der alleinigen Niederlage für Friedberg— und Umgegend bei derrn Wilhelm 2 0 Bernbeck. 1333 in nenfach Eine zahnschmerzfreie Menschbeit. mein em⸗ Blauer Vitriol, 2431 beste Qualität, billigst bet Wilh. Bernbeck. 1 bis 2 Realschüler 2351 finden in einer bürgerlichen Familie Kost und Logis. Näheres bei der Exped. d. Bl. Im Bettfedernreinigen, 2353 Katharina Nees, wohnhaft im ehemaligen Wasmuth''schen dause. Ein reinliches Dienstmädchen, 2409 welches der häuslichen Arbeit vorstehen kann, wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. 2 Oec.⸗Inspectoren, 5 Verwalter, 3 Gärtner“ 2 Förfler, 1 Brenner, 2 Brauer, 1 Ztegelmeister, 3 Weirkführer und 5 Wirthschafterinnen werden für sofort oder spätet gesucht durch das Bureau Germania zu Dresden. 2407 N 2 1 Wurmpatronen das Stück zu kr., Brustpastillen, 1585 ärztlich empfoblen als bestes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Hals u. Brustleiden, in Schachteln à 17 ke zu baden bei Hofapotheker Sturmfels. Glas und Porzellan, 2262 feine Tassen mit Namen und Goldrand in allen S bel Sorten be 0 M. D. Loeb. ö Friedberg. 295 Ohm Aepfelwein 2422, hat zu verkaufen W. Wind 1 Mühlsteine Friedr. Holl in Worms. 203 Bleichsucht unn Flechten und zwar brleslich Voigt, At it zu Croppenstedt(Preußen). an der Bahn. Vorschuß- X Credit-Verein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Ausweis pro August 1872. . Einnahme. Kasse⸗Bestand pro 1. August 1872 fl. 11204. 21 Wechsel„ 16715. 43 Depositen„ 3557.— Inkasso-Wechsel„ 4103. 43 Conto-Corrente„ 59246. 50 Giro 7 522 Spar⸗Einlagen e Darlehen„ 5530.— Auswärtige Correspondenten 75 776. 9 Stamm-Antheile, Monatsbeiträge„ 152. 19 Reserve⸗Fond, Beitritt 75 6.— Utensilien, Spar⸗Einlage-Bücher* 1. 42 Wechsel⸗Zinsen 4 230. 34 Depositen-⸗Zinsen 7 67. 41 Wechsel⸗Spesen 5 7. 19 Agio, Gewinn auf Sorten— 24. 40 fl. 124884. 18 Ausgabe. Wechsel fl. 11526. 3 Depositen„ 2464.— Couto⸗Corrente„ 82348. 30 Spar⸗Einlagen„ 9547. 55 Darlehen 1731. Giro 0„ 1000.— Auswärtige Correspondenten„ 4164. 41 Stamm-Antheile, Rückzahlung 1 61. 30 Utensilien 5 32 Wechsel⸗Spesen 1 3. 1 Unkosten 1. 2 Kasse⸗Bestand pro 1. Sept. 1872„ 11982. 52 fl. 124884. 18 Ausgang. Eingang. 1 e 75086. fl. 101930. 42 Wechsel⸗Conto⸗Corrent „ 2509. 47 Wechsel-Incasso 209 0 5 1696. 10 Wechsel-Giro„ NN Der Vorstand Fr. Hecht. Weis. Ermus 2410 5 Obne Mediein. 4 Brust- und Lungen- sowohl in hiefiger Stadt als auch über Land, empfiehlt sich kranke finden auf naturgemäßem Wege selbft in verzweifelten und von den Aerzten für unbeilbar erklärten Fällen radieale Hei⸗ lung ihres Leidens ohne Mediein. Nach spezieller Beschreibung der Krank⸗ heit Näheres brieflich durch Dir. J. H. Fickert, Berlin, Wallstraße Nr. 23. Ohne Medtein. eee ug 2013 Obne Medieln. Brodpreise vom 1.— 15. September. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Bad⸗Nauheim: Kasseler Brod 4 8 19 kr. „„ 2* 97„ 1„ 43/4 0 Zweite Sorte 4 8 16 33ͤö;˙ ** 1* 4* Erste Sorte 4 1 18 kr. 9 7 4½„ Marktberichte. Grünberg, 31. August. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 13 fl. 57 kl.; Korn(90 K) 8 fl. 7 ke.; Gerste(80 K.) 7 fl. 13 kr.; Hafer(60 K.) 4 fl. 12 kr.; Molter(90 K.) 8 fl.— kr.; Erbsen(110 K.) 9 fl. 36 kr.; Saamen 14 fl. 54 ke. Mainz, 30. Aug. Der heutige Markt verlief ziemlich ruhig. Zu notiren ist: Waizen 14½—15 fl.; Korn 9 29 ½ fl.; Gerste 10½ 10/ fl.; Hafer 5—5 ½½ fl.— Rüböl in matter Haltung, effeetiv 21¼— 22 fl. ohne Faß, Leinöl 23 fl.; Mobnöl 35— 36 fl.; Kohlsagmen 18½— ½ fl.— Hülsenfrüchte noch wenig im Verkehr, Bohnen 12—13 fl.; Erbsen 10-12 fl.; Linsen 10—14fl.; Wicken 8½ fl.; Repokuchen 82—86 fl. *„*„ „„ r e Dienstag den 3. September 1872, Abends 8 Uhr, im Simon'schen Saale 5 4—— 2 7 Musikalische Soirée, gegeben von Frl. Amalie Sehrt aus Friedberg und Herrn Emil Kayser, Pianist aus Aachen, unter gütiger Mitwirkung hiesiger Musikfreunde. Eintrittspreis 30 kr. Nach dem Concert gesellige Unterhaltung. Karten sind zu haben bei Bindernagel& Schimpff, Frl. Sehrt und an der Kasse Abends. 2427 ra m m. I. Theil. e s 1. Trio Kr. 1. in D⸗ woll.... F. Mendelssobhn. 2. Frübtingelied.... Anton Rubinstein. II. Theil. 5. Adagio und Finale, Trio Op. 97 Beethoven. 6. Alpengang, Lied.. Ferd. Sieber. 3. Polonaise brilliante Op. 22 7. Rbapsodie hongroisse Littolf. E ibopin. 8. Frühlingslied aus Mirza⸗Schaffp E. Kapser. 4. e 5 9. Concert⸗Polllaa Wallace. disitbaulsches Lied pig 2421 5 Julius Cohn aus Bockenheim besucht den künftigen Markt in Friedberg Mittwoch den J. September und empfiehlt die nachstehenden Artikel zu sehr billigen Preisen: 25 engl. Nähnadeln 3 kr.,— 25 engl. Paarnadeln 2 kr.,— 12 Sicherheitonadeln 2 kr.,— 12 feine Lava Knöpfe von 4 kr. an,— 12 Schubriemen 2420 Meinen verehrlichen Kunden bringe andurch er⸗ gebenst zur Nachricht, daß ich von heute an bolländische 2½ Guldenstücke nur zu 2 fl. 27 kr. und holländische 1 Guldenstücke zu 58½ kr. annehme. Friedberg am 2. September 1872. M. Reis, Lederbandlung. Dringende Warnung! 2434 Das bolländische Silbergeld aus 1 fl. und 2½ fl. Stücken bestehend, wird in Folge seines nicht vollghiigen Werthes bereits an allen öffentlichen Kassen nicht mehr angenommen, die Kaufleute und andere Geschäfsleule können dieselben nur mit Verlust placiren. Es scheint daher geboten, die Landleute darauf aufmerksam zu machen, daß dem Unfug, welcher durch die Einwechslung dieses Geldes durch Frucht⸗ und Viehhändler u. s. w. insbesondere hervorgerufen wird, nur dadurch zu steuern ift, daß sie für ihre Erzeugnisse(Frucht, Kartoffeln, Vieh u. s. w.) dieses Geld nicht mehr annehmen. Sommertheater in Friedberg. Im gedeckten Felsenkeller des Hrn. G. Philippi. (Gesellschaft des Thalla⸗Theaters in Darmstadt.) Mittwoch den 4. September 1872. Reisebenefiz der hiesigen Gesellschaftsmitglieder, 2 kr.— 12 Tuchnadeln 3 kr.,— Riemen, Broschen, Knöpfe ꝛc. ꝛc. Eine Partie seidene Bänder und Waschspitzen spottbillig. Der Verkauf befindet sich auf dem Markt und ift an obiger Firma leicht kenntlich. 2406 Ich empfeble mein reichhaltiges Lager in Weißwaaren, Gardinen, Cattun, sowie alle Arten Kleiderstoffe ꝛc. ꝛc. J. H. Haußer vormals R. E. Haußger, 5 61. Töngesgasse. Frankfurt a. M. Töngesgàsse 61. Neu! Zum ersten Male: Neu! Das Geheimniß der alten Mamsel, oder: Haß und Liebe. Schausplel in 5 Acten und 3 Abtbeilungen nebst einem Votspiel:„Die Gauklers tochter“ von Dr. A. C. Wollhelm. Provi dentia, Versicherungs-Gesellschaft zu Frankfurt a. M. und Mainz, Geschäftenachfolgerin der Rheinischen Versicherungs⸗Gesellschaft. Section Mainz. Begebenes Grundkapital: Acht Millionen Gulden. 2284 Hiermit bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß die Herren N. J. Tönges zu Assenheim und N. Spiegelberger zu Butzbach als Agenten unserer Gesellschaft fuͤr Feuer-Versicherung bestätigt worden sind. Die Section der Providentia in Mainz. Auf Vorstehendes Bezug nehmend, halten wir uns zur Entgegennahme von Anträgen auf Versicherungen gegen Feuersgefahr bestens empfohlen und bemerken, daß die Prämien billig und fest sind und die Versicherten niemals Nachschuͤsse zu leisten haben. N. J. Tönges in Assenheim. N. Spiegelberger in Butzbach. geiusts Vorschußmehl 2261 Dilligst bei M. D. Loeb. Friedberg. Anzeige. 2429 Einem verebrlichen Publikum hlermit zur Nach⸗ a daß ich von jetzt ab nicht mehr Kühe und Rinder, dern Ochsen schlachten werd d ele ch e und verkaufe das Friedberg den 2. September 1872. Joh. Hanstein neben der Poft. 2424 Eichen ⸗Dielen, 1200 bis 1400 U“, von 1¼ bis 3“ dick, schönes zartes Holz für Bildhauer und Schreiner geeignet, liegen preis⸗ würdig zu verkaufen bei L. Müller, Bellers heim neben der Bürgermeisteret. Dr. med. Krüger, Augenarzt, 2411 in Frankfurt a. M., Bleichstraße 66a, zu sprechen von 8— 9 und 3—4 Ubr.(4966) 2412 Neuer Vetlag von Tbeobald Grieben in Berlin, vorräthig bei Bindernagel& Schimpff in Zriedberg⸗ Einfache und doppelt italienische Buchführung unter specieller Berücksichtigung des Allgem. Deutschen Dandelsgesetzbuches, nebst Erläuterung der neuen deutschen Maß, und Gewichtsordnung, sowle einer Anleitung zur Berechnung ausländischer Wechsel und Staatspapiere. Zum Gebrauch für Jedermann. Bon Gustav Bender, Bücherrevisor, Dir, eines Unterrichts. Instituts. 2. Auflage. 18 Bogen gr. 8.— 1 fl. 21 kr. Ein Glasergeselle 2426 findet dauernde Arbeit bei 0 Glasermeister Bieler. Marinirte Häringe 2432 bei Wilh. Bernbeck. Ein großes Quantum Zuckerrüben, 2421 za Honig vorzüglich geeignet, wird in einzelnen Centnern à 36 kr. abgegeben bei wriedrich Netz. Danksagung. 2428 Für die bei der Beerdigung unseres innigst ge⸗ liebten Sohnes, Bruders und Schwagers Fritz Sie ck bewiesene Theilnahme sagen wir unsern herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterblieben. CCC ͤã ²ĩ˙uubbubbbTbTbbTbTbTbTbebbe. Todesanzeige& Danksagung. 2423 Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Miltheilung, daß es dem Allmächtigen ge⸗ fallen hat, unsern innigstgeliebten Gatten, Vater und Schwager, den Schneidermeister Johann Hartmann Lang nach langem schwerem Leiden in seinem 50. Lebensjahre am 31. v. Mis. zu einem bessern Leben abzurufen. Zugleich sagen wir für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme, sowohl während seines Krankseins als auch bei der Beerdigung unseen tiefgefühlten Dank. Friedberg am 2. September 1872. Die trauernden Hinterbliebenen. Sommertheater in Bad- Nauheim. Im Garten der Wittwe Jacob Schimpf. Dienstag den 3. September 1872. Reisebenefiz der hiesigen Gesellschaftsmitglieder. Neu! Zum ersten Male: Neu! Das Geheimnif der alten Mamsell, Haß und Liebe. Schauspiel in 5 Acten und 3 Abtheilungen nebft einem Vorspiel:„Die Gauklerstochter“ von Dr. A. C. Wollheim, Es laden ergebenst ein 2419 Als wohlverdientes Penesizium 2433— gleich wie an allen anderen Theatern— habe auch ich in meinem schwergeplagten Posten nach Schluß der Vorstellungen das contractlich zustehende Recht der Herausgabe eines Abschieds⸗Journals, und bitte daher ein hochgeehrtes Publikum, indem sch persönliche Aufwartung zu machen mir erlauben werde, um freundliche und wohlwollende Beachtung. Hochachtungsvoll Leopoldine Köckert, Souffleuse der Sommertheater zu Friedberg und Bad⸗-Nauheim. Bad ⸗Nauheim. Bretter und Bauholz-Versteigerung. 2408 Unterzeichneter versteigert aus freier Hand öffent⸗ lich an den Meifibietenden Dounerstag den 5. September d. J., Nachmittags 3 Uhr, im Sommertheater zu Nau⸗ heim, gegenüber dem neuen Schuihause, Bretter und Bauholz in größeren oder kleineren Partien, sowie eine Anzahl Gartenstühle. Max Grünwald, Direktor und Eigentdümer des Sommer Theaters zu Bad-Nauheim. twährend 1 à 12 kr. pet e B · 2* h 2 fe Scoppen bei 2435 G. Steinhäußer. Kirchen buchsanszügt. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 0 25. August. Dem dahier wohnenden Orts bürger zu Fauerbach b. F. und Drehermeier Bernhard Otto eine Tochter Anna Eltsabetha, geb. den 1. August. Beerdigte:. 28. August. Wilhelm Morell, des dahier wohnenden Ortsbürgers zu Lindheim und Oekonomen Ferdinand 1 ebel. Söhnchen, alt 6 Jahre 6 Tage, 1 den . August. 29. 8 Frledrich Christian Johs. Sieck, Sohn des verstorbenen hiesigen Bürgers, Bierbrauers und Gast⸗ wirths Philipp Wilbelm Steck, alt 33 Jahre weniger 10 Tage, 1 den 27. April. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Die Gesellschaftsmitglieder. 0 öntbäl letzunge unverz man g dung des J Direckt rialrat Minist eingldi als R gebem Pensit und Appel dann an di stehen nister nennu Justiz Regsef ledig Zusan