Samstag den 3. August. 3 80 90. A7 5 l. N II 8 * des dun. 1 l 65 — ben ö A 1 Ut.————— In: 5. 5 N KA ul. fun 0 unthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. u m dern d 1 Art; 1 2 W 9 1 Für die Monate August und September kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei 4 zu Iii f der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. 5 g Nun bin„ 2 August! 1. Amtlicher Theil. — ä treffend: Die Vornahme der Feuervisitation im Jahre 1872. Friedberg am 1. August 1872 . Vor fell P Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg 0 an die Großh. Bürgermeistereien, die Großh. Polizeiverwaltung Bad⸗Nauheim und den Großh. Polizeicommissär in Wickstadt. 100 a Jen m aue Hellus N el eee 162 inet Künflen Stis Rage eig: Hans dab 7 . Sine.. f t vorgefundenen Gebrechen ic. entgegen. Ereffend: Die Anschaffung des Holzsamens pro B 62 Nachdem der Gemeinderath zu Assenheim den Antrag auf Zu— Abr. D mmenlegung der Grundstücke, Anlage und Regulirung von. 100 u Gewannwegen in den Fluren I. bis XII. der Gemarkung Assen⸗ 1 perti em gestellt hat, soll Abstimmung hierüber in Gemäßheit des Gesetzes „ e bitt. um 18. August 1871 da- Nathtn t dem Rathhause zu Assenhe im stattfinden. unt Jateb 80% lagust 18721 un Jung A kamstag den 7. September d. J., Vormittags 9 Uhr, Indem dies zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, bemerken , daß die sumwarische Beschreibung hierüber vier Wochen lang . zwar vom 5. August d. J. bis zum 2. September d. J. auf dem ühhause zu Assenheim zu Jedermanns Einsicht offen liegt. 1872— nun die Berechnung der Preise für denselben. 3 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg „ die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Wald besitzenden Gemeinden und die Markvorstände. Ueber den aus dem Großh. Holzsamen-Magazin fü. 8. 5 . a 5 gazin für 1872 für Ihre Waldungen bezogenen Holzsamen gehen Ihnen die Auszüge huichzeitig unter Couvert mit der Weisung zu, sofort fur die Auszahlung der Betrage zu sorgen. 1 in Selbstperson noch werden. Wir sehen der sofortigen Einsendung der Feuervisitationsprotokolle mit Nachweis über den Vollzug der aufgegebenen Herstellungen Trapp. Friedberg au m1. August 1872. Trapp. E r n düreffend: Die Zusammenlegung der Grundstücke in der Gemarkung Assenheim. Die hierbei interessirten Grundeigenthümer werden aufgefordert, in dem genannten Termin ihre Stimme entweder in Selbstperson oder durch einen gehörig legitimirten Bevollmächtigten und zwar für oder gegen den Antrag abzugeben, wobei bemerkt wird, daß die weder durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte ab⸗ stimmenden Grundeigenthümer nach Art. 3 des erwähnten Gesetzes als für die Ausführung der Zusammenlegung stimmend angesehen Friedberg am 1. August 1872. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. 2100 Urd 18 biin rand Deutsches Reich. 1 Darmstadt. Dem erdentlichen Professor in t: i medizinischen Fakultät der Landes-Universität Ota-Cehm, m Theodor Langhans wurde auf sein Nach 10 7711, En die Entlassung aus dem Dienste, mit Wir- Allet ug vom 30. September 1872 an, ertheilt. 13 Nach dem„Reichs anzeiger“ wurden Thiel, ..-Lt. von der Cav. des Res.⸗Landw.-⸗Bats. zunkfurt a. M. Nr. 80, in das 1. Bataillon karmstadt I) 1. Großh. Landw.-Regts. Nr. 115, swtz Pr.⸗Lt. dom 1. Großh. Inf.⸗(Leibgarde⸗) I. Nr. 115, vorläufig auf ein Jahr zur Dienst⸗ 0 1 2 1 ung beim Eisenbahn⸗Bat. commandirt. 2 an n* Friedberg. Künstigen Mittwoch den „ e e. M. wird die Decanatssynode des neuge⸗ e ten evang. Decanats Friedberg, bestehend aus kuntlichen Geistlichen und einer gleich großen hl von weltlichen Gemeindvertretern, zum ersten 240. e dahier zusammentreten, um drei Geistliche wählen, aus denen sodann der Großherzog Decan ernennen wird. In gleicher Weise gung zen diese Spnoden in nächster Zeit in allen anaten des Landes statifinden. Nach erfolgter * 4 nennung des Decans und definitiver Bildung net Dekanate werden die Synoden abermals zu— *. 4 101 umentreten, um die Abgeordneten, einen geist— „ um und einen weltlichen für jedes Decanat zu Men. Der geschäftlichen Versammlung der Synode ein feierlicher Gottesvienst in der Burgkirche, mittags um 10 Uhr, vorangehen; mögte der⸗ eine recht zahlreiche Betheiligung der Ge⸗ de finden. Das erstmalige Zusammentreten gelischer Spnodalversammlungen ist ein be— Mungsrolles und beachtenswerthes Ereigniß, ber werden bei der bevorstehenden Zusammen— kunft zwei Gemeinden des Decanates unvertreten sein. Steinfurth, wo der Kirchenvorstand die Wahl zur Decanatssynode abgelehnt hat, und Beienheim, wo so viel uns bekannt, aus Veranlassung des Geistlichen diese Wahl noch nicht stattgefunden hat. Berlin. Der„Prov.⸗Corresp.“ zufolge wird der Kaiser noch vor der am 2. August erfolgen- den Abreise von Homburg nach Gastein den Vor- trag des Cultus-Ministers Falk entgegennehmen. Derselbe hat sich zu diesem Zwecke am 30. nach Homburg begeben. — Der Kaiser Alexander von Rußland wird am 4. September hier eintreffen und im russischen Botschaftshotel Wohnung nehmen. Das Gefolge wird im„Hotal Royal“ Quartier nehmen. — Herr v. Forckenbeck hat sich, indem er sich nunmehr officiell zur Annahme der Bürgermeister— stelle in Breslau bereit erklärte, die Beantwortung der Frage, ob er mit den neuen Pflichten zugleich seine alten parlamentarischen Obliegenheiten werde für vereinbarlich halten können, noch vorbehalten. — unter großer Resignation der Männer, doch unter herzzerreißendem Geschrei der Weiber wurden neulich früh gegen 7 Uhr beim Friedrich- hain hinter den Krankenhäusern auf polizelliche Anordnung und unter Assistenz von 24 Schutz- leuten zu Fuß und 10 solchen zu Pferd, sechs Baracken, die nach dem jüngst erlassenen Verbote daselbst errichtet waren, durch 20 Mann der Feuerwehr niedergerissen. Den Bewohnern der- selben war bereits 8 Tage vorher amtlich die Abreißung angekündigt, mit dem Bemerken, daß dieselbe dann vor sich gehen würde, wenn sie nicht bie Freitag von ihnen selbst ausgeführt wäre. Cs wurde denselben anheimgestellt, das Asyl für Arbeitslose aufzusuchen, welches auf ihre Ankunft vorbereitet sei. Vor Abbruch der Baracken setzte die Feuerwehr in schonender Weise die Sachen der Insassen ins Freie, und die Polizeibehörde kündigte sämmtlichen Inhabern der noch dort stehenden 13— 14 Baracken an, daß, da ihre Baracken vor dem Erlasse des Verbots errichtet worden seien, dieselben heute stehen blieben, aber zum 1. October definitiv abgebrochen werden müßten, Homburg. Der Kaiser traf am 30. Juli Nachmittags gegen halb 7 Uhr in unserer, im reichsten Festgewande prangenden Stadt ein. An dem Bahnhof von den Spitzen der Civil- und Militärbehörden empfangen, fuhr S. M. den Weg zum Schlosse, überall von einer dichtgedrängten Menge mit Hochrufen und Tücherschwenken be⸗ grüßt. Um 7⅝% Uhr erschien der Kaiser im Theater. Die Vorstellung war erst um 10 Uhr zu Ende. Vor dem Theater hatte sich das ge- sammte Kurpublikum versammelt, welches abermals den Monarchen aus's Wärmste begrüßte. Der Platz vor dem Kurhaus bot einen imposanten An- blick, indem die Fagade des Kurhauses brillant illuminirt war und bei Abfahrt des Kaisers von allen Seiten bengalische Flammen aufloderten. Aus Frankfurt war eine so große Menschenmenge herübere gekommen, daß der 11 Uhr- Zug nur mit ziem⸗ licher Verspätung expedirt werden konnte. München. Der deutsche Kaiser wird Freitag den 2. d., Vormittags gegen 10 Uhr, mittelst Extrazug bei Hanau die baperische Grenze über⸗ schreiten und dort vom General der Infanterie Frhrn. v. d. Tann Namens des Königs empfangen werden. Mittags wird S. Majestät in Nürnberg speisen, Abends 7 Uhr in Regensburg anlangen, ————— .— dort Nachtquartier nehmen und Tags darauf über Passau nach Wels und Salzburg reisen, wo die Ankunft um 5 Uhr erfolgt. Der Kaiser will, so schreibt man dem„N. C.“, das strengste Incog; nito gehalten wissen und hat, für diesmal eine persönliche Begegnung mit unserem König in Be⸗ rücksichtigung der in dieselbe Zeit fallenden Feier des Jubiläums der Universität München nicht in Aus sicht genommen. — Der König hat anläßlich des Jubiläums der Universität aus der Cabinetscasse ein Stipendium von 10,000 Gulden für Studirende der Geschichte oder zum Zwecke einer wissenschaftlichen Reise ge— stiftet. Dem Rector der Universität, Professor v. Döllinger, ist das Großkomthurkreuz des Kronen- Ordens, dem Prorector Giesebrecht der Titel eines Geheimraths, den Professoren Prandl, Roth, Brinz, Helferich und Hecker der Kronenorden, den Pro- fessoren Schmid, Voit, Müller und Radekofer der Michaelsorden verliehen worden. — Bezüglich der Ende dieser Woche erfolgenden Durchreise des deutschen Kaisers durch Bayern hat der König bestimmt, daß der General v. d. Tann den Kaiser an der Landesgrenze zu empfangen und durch Bayern zu geleiten habe. Für den übrigens nur einstündigen Aufenthalt des Kaisers im Bahnhofe zu Nürnberg ließ der König dem Kaiser ein Diner und für den Aufenthalt in Regensburg, wenn Nachtlager stattfindet, k. Hof— equipagen anbieten. Der Kaiser hat indessen nur das angebotene Mahl im Bahnhöfe zu Nürn- berg angenommen, dagegen das Souper und die Hofequipagen für Regensburg, sowie den Empfang an der Landesgrenze und die Begleitung durch General Freiherrn v. d. Tann dankend abgelehnt. — Wie in biesigen militärischen Kreisen ver— lautet, wird der Kronprinz des deutschen Reichs im Monat August in Ingolstadt nicht allein die Festung inspiciren, sondern auch eine Truppen— Inspection vornehmen und werden hiezu nament— lich mehrere Batterien Artillerie und das erste Kürasster⸗Regiment vorher nach Ingolstadt be— ordert werden. — 31. Juli. Die Feier des 400 jährigen Bestebens der hiesigen Hochschule hat heute mit dem feierlichen Empfange der Abgeordneten be— gonnen. Minister Lutz, von den Ministern v. Pfretzschner und v. Pfeufer umgeben, überbrachte im Auftrage des Königs dessen Glückwunsch und verkündete die bereits mitgetheilte Stipendienstiftung und die gleichfalls gemeldeten Ordensverleihungen. Rector v. Döllinger dankte Namens der Universität. Es folgten die Begrüßungsreden. Bürgermeister Erhardt sprach Namens der Residenzstadt, Sybel für die deutschen, Max Müller für die außer- deutschen Universttäten, Ernst Curtius für die gelehrten Gesellschaften, Herrwanger für die Mit- telschulen, Student Krauß für die Studenten- schaften. Straßburg. Nachdem schon vor einiger Zeit das Jesuitengesetz in Elsaß Lothringen einge— führt worden ist, ist nunmehr auch das Reichs strafgesetzbuch wegen des Mißbrauchs der Kanzel zur Gefährdung des öffentlichen Friedens auf das Reichsland ausgedehnt worden. Metz. Es kehren nicht nur viele Lothringer Soldaten, welche für Deutschland optirt haben, in ihre Heimath zurück, sondern auch viele Nicht- soldaten, d. h. viele von den jungen Leuten, welche, um sich der Militärpflicht zu entziehen, nach Frankreich gegangen waren. — Am Dienstag Nachmittag sind am Fort Queulen die Militär⸗Baracken abgebrannt. Ein Individuum, welches der Brandstiftung verdächtig erschien, wurde sofort eingezogen. Untersuchung ist eingeleitet. — Wie die„Zeitg. für Lothr.“ aus sicherer Quelle erfahren hat, wird Prinz Friedrich Karl als Inspector der III. Armee-Abtheilung bei Ge— legenheit der diesjährigen Herbsimanöver der in Elsaß Lothringen garnisonirenden Truppen eine Inspicirung derselben vornehmen. Dem Vernehmen nach dürfte derselbe Ende August und Anfang September in Elsaß-Lothringen verweilen. Ausland. Oesterreich. Wien. Die Initiative zur Begegnung des Kaisers Franz Joseph mit dem Zaren in Berlin schreibt man dem Kaiser Wilhelm allein zu. Letzterer hat auch, der„Kalrsr. Ztg.“ zufolge, für sich und den Kronprinzen den be⸗ stimmten Wunsch ausgesprochen, in Salzburg oder Gastein den Grafen Andrassy in der Begleitung seines kaiserlichen Herrn zu finden. Linz. Am 29. Juli begann vor dem Schwur gericht dahier die öffentliche Verhandlung des Ver— leumdungs⸗Processes, welchen der Carmelitermönch Pater Gabriel Gady gegen den Redacteur der „Linzer Tagespost“ angestrengt hat. Letzterer hatte bekanntlich in verschiedenen Artikeln den Pater Gabriel bezichtigt, den Beichtstuhl zur Verführung der Anna Dunzinger mißbraucht zu haben. Pater Gabriel erklärt das als schmähliche Verläumdung. Da Anna Dunzinger wegen Geistesstörung eine Zeit lang im Irrenhaus war, verzögerte sich die Schlußverhandlung des Processes vom April d. J. bis jetzt. Die Zeit wurde von beiden Seiten benützt, um alle nur erdenklichen Zeugen und Zeug nisse zu ihren Gunsten herbeizuschaffen. Nach einem Telegramm der„N. Fr. Pr.“ hatte in der Nacht vom 28. auf 29. Juli ein durch klerikale Wühlereien fanatisirter Haufe von Weibern und Männern ein Attentat auf Anna Dunzinger ver— sucht; die Tumultuanten, die sich vor ihrem Hause gesammelt hatten, wurden aber von der Sicher— heits wache zerstreut, bevor sie an der Dunzinger sich vergreifen konnten. Schweiz. Bern. In der Sitzung des Bundesraths machte das politische Departement Mittheilung von der von ihm betreffs der projec⸗ tirten Gründung eines Bisthums in Genf ge— troffenen Gegenmaßregeln, welche die Genehmigung des Bundesraths fanden. Frankreich. Paris. Wie die„Patric“ erfährt, werden bis zur Räumung der Marne und Haute Marne die am 1. d. M. begonnenen Manöver der deutschen Truppen an den zuvor bezeichneten Orten und zwar bis zum 25. Sept. fortdauern. Im October werden dann in dem Departement Meurthe- et- Moselle große Herbst— manöver stattfinden. — Die Zeichnungen auf die neue Anleihe er— geben, wie endgültig sestgestellt ist, 43 Milliarden Frs. — Das„Evdnement“ bringt folgende Ueber sicht über die französische Schuld: Schuld der Regierung vor dem Kriege 7660 Mill., Anlehen (1870, 1871) 3090 Mill., der Ostbahngesellschaft schuldige Entschädigung 325 Mill., der Bank von Frankreich schuldig 1550 Mill., der Stadt Paris schuldig 200 Mill., schwebende Schuld 705 Mill., Unterhalt der deutschen Truppen, Entschädigung für die besetzten Departements, Unkosten der Emmission der Anleihe u. s. w. 2450 Mill., Summa: 15,980 Millionen. Nach der Anleihe von 3500 Mill. wird die Schuld von Frankreich 19,480 Millionen betragen. Versailles, 30. Juli. Nattonalversamm⸗ lung. Finanzminister Goulard legt einen Gesetz · entwurf vor, betreffend die Monopolisirung des Handels mit Zündhölzern. Die Versammlung be⸗ schließt Dringlichkeit und sonstige Berathung. Der Finanzminister macht sodann die Mittheilung, daß das Resultat der Subscription auf die neue An⸗ leihe die Summe von 41 ½ Milliarden ergebe, die Resultate einiger Zeichnungsstellen, welche noch nicht bekannt seien, ungerechnet, und fügt hinzu: Das Vertrauen der europäischen Capitalisten ruhe auf der Redlichkeit, der Loyalität und unvergleich- lichen Zahlungsfähigkeit Frankreichs. Die harte Lehre, welch letzteres erhalten habe, sei nicht ein Zeichen seines Falles, sondern habe zur Buße seiner Fehler gedient. Angesichts eines solchen Ereignisses fühle er das Bedürfniß zum Danke gegen Gott, welcher in einer Ernte voll Ueberfluß das kostbarste Gnaden- pfand ertheilt habe. Das Verdienst der Wieder- Erhebung Frankreichs gebühre der conservativen Republik, welcher das In- und Ausland ein Zeichen des unumwundensten Vertrauens gegeben habe. Trotz unserer Irrthümer und Unglücksfälle zweifelt die Welt nicht an uns, nicht an der von der Vorsehung uns vorbehaltenen Bestimmung. Zweifeln wir nicht an uns selbst! Seien einig, weise, geduldig! 1 Spanien. Madrid. Folgendes sind d letzten Nachrichten des„Tiempo“ vom 25. Ju 1 0 über den Aufstand: Der General en chef befan e sich in Vich. Die Bande von Miret sah sich g 1 nöthigt, sich in mehrere Abtheilungen aufzulöstz 0 in Folge einer energischen Verfolgung von Seilg ine e der Truppen. Die Bande des Cabecilla Gu 0 0 drang in Municay ein, und nachdem sie sich den Alkalden und seines Secretärs bemächtigt hall 11 richtete sie ihren Marsch gegen Canoves. Au in he 27. Abends zogen von Casas de Claret Tristauß ft und andere Cabecillas mit 45 Führern aus un 90 wendeten sich nach Matamargui im Distriete vo! 55 Pinos. Die Bedienstleten der Eisenbahn von Sarragossa, die als Geißeln fortgeführt wurden. werden im Dorfe Artes festgehalten. Kür g wurde bei San Pedro de Ercada die 300 Ma starke Bande des Cabecilla Huguet durch den 10 Obersten Font geschlagen und zur Flucht gezwungen Portugal. Lissabon. Die Stadt it n Folge von Gerüchten über eine Verschwörung und end strenge Maßregeln der Regierung beunruhigt. e Italien. Rom. Ueber die bevorstehenden 115 Verhandlungen des von dem General der Jesusten the Pater Beckx, einberufenen Jesuiten-Consistoriumm ue erfährt man, daß man unter Anderem darübm Fon berathen werde, ob und in welcher Weise din eh Namen und Ordenskleidung der aus Deutschlaug 13 vertriebenen Jesuiten zu ändern seien, und auf i den welche Art und Weise es möglich gemacht werden Ih, könne, diese Jesuiten in andere dort gedulden Ff Orden eintreten zu lassen. ue Amerika. New⸗Nork Eine Feuersbrunfl in Hunters Point zerstörte 40,000 Faß Petroleum und 10 mit Petroleum geladene Schiffe. 1 se its u 5 14 aa, de 1 ht stcne Aißle 6 Ai, le ben, Gießen. Obwohl das hiesige Publikum vor vagr⸗ bundirenden Betrügern schon oft genug gewarnt worden ist, gelang es vor einigen Tagen dem oft bestraften Hot stappler Wilhelm Ewald von Darmstadt doch, unter Vols zeigung einer falschen Bettelschrift, bei hiesigen wohlhabeis den Leuten für eine angeblich hier krank liegende— gun A m nicht existirende— Witlwe D... sehr ansehnliche Gaben elt, einzusammeln. Der Betrüger, der das Gefängniß zu 00 U0 Kassel kaum verlassen hatte, wurde hier mit 3 Tagen Me Haft bestraft. Sehen die Einwohner nicht bald ein, daß hte es absolut nöthig ist, die arbeitsfähigen aber arbeitsscheuem goche bettelnden Strolche abzuweisen? Aale u Frankfurt. Der Taunusclub wird Sonntag den a n 4. August seine Hauptversammlung im Feldberghause abs hen K halten, um seinen Mitgliedern den Jahresbericht milzue det iheilen, die Neuwahl des Vorstandes vorzunehmen und or haf die Einweihung des neuen Feldberghauses, sowie die Els Nat werbung eines passenden Clublokals zu besprechen. 00 Frankfurt. Nächsten Sonntag begehen die„Ver⸗ n bündeten Franksurter Männer-Gesang-Vereine“ in dem Garten des„Cass Concordia“ in Bockenheim ein Sommers 00 fest. Das Piogramm besteht aus Gesammt- Chören det verbündeten Männer-Gesang⸗Vereine, Vorträgen der eins zelnen Gesangvereine, Militärmusik und Illumination de 800 ganzen Gartens.* Darmstadt. Ueber 250 Turnlehrer aus alle Staaten Deutschlands, aus der Schweiz und Oesterrelh. sehin sind hier eingetroffen, um an der Turulehrerversammlungz nat Theil zu nehmen, welche am 30. und 31. Juli bier abs gehalten wird. Am Dienstag Vormittag erfolgte die. führung verschiedener Klassen der Realschule, des Gym bebe nasiums und der höheren Töchterschule. Die prachtvoll ausgeführten Ordnungs- und Gerätheübungen, welche sich 9 hui der allgemeinsten Anerkennung und lauten Beifalls zn mn erfreuen batten, gaben Zeugniß dafür, daß die Herren Lorey, Marx und Völsing durch unermüdliches Weile n 0 schafsen im Spieß'schen Geiste dem Turnen in Darmssaltt n ne eine wahre Pflanzslätte zu schaffen wußten. Besondere d e Anerkennung haiten sich die gracißsen Ordnungsübungell 0 0 der Mädchen unter der Leitung der Herrn Marx zu ein, freuen. Als das höchst beifällig aufgenommene Turnem beendigt war, zogen die Turnlebrer unter Vorantritt von g Schulkindern und des Turnvereins auf den schönen Fries Pag hof, um dort der Enthüllung der Broncebüste Spieß bels zuwohnen. Die Herren Lorey, der Vorstand der Darm n siädier Turnlebrerschaft, und Dr. Euler, der Vorsitzende der deutschen Turnlehrerschaft, hielten die Festreden. 5 Darmstadt. Auf Veranstaltung des Vereins für. sir literarische und musikalische Abendunterhaltung dahitk e h findet am 4. August, Nachmittags 4 Uhr, in dem herne schaftlich n Orangeriegebäude zu Bessungen als Vorfeser u des 2. September eine Feier zur Erinnerung an den! 0 Sieg bei Weißenburg statt. Die Festrede wird von Prof. Onken, Docent der Geschichte an der Universstlt i Gießen, gehalten werden. Die Instrumentalmusik(Ouver“ 4h. D ture zu Tannhäuser und Oberon und Kriegsmarsch au! führ, Athalia) wird von der rübmlichst bekannten Capelle de! M Großherzoglichen Leibgarde-Regiments unter ihrem Capell⸗ ug meister Adam, und die Männerchöre werden von einem! e * ir- n f *— N Mann starken wohleingeschulten Chor gebildet. Die te des Reingewinns ist für das Nationaldenkmal auf de Niederwald bestimmt. Mainz. Die am letzten Sonntag Nachmittag in del Rheingegend sich entladenen Gewitter haben in gen Orten des sog. Gaues und weiter hinauf erheb⸗ un Schaden angerichtet. In Guntersblum fiel der gen wolkenbruchartig, und es mußte ein Damm durch⸗ been werden, um dem Wasser Abfluß zu verschaffen. ue Stunde hierher zu, in Oppenheim und Dienheim, brickten die Wassermassen Mauern ein; Weinberge wurden hhweggeschwemmt und von dem Hagel die Trauben und heren abgeschlagen. Kleinvieh und Geflügel kam viel nder Wasserfluth um. In Ebersheim und Gaubischofs⸗ hein hausten Hagel und Wasser; in letzterem Orte wurden h Kirchenfenster zerstört, während die Gemeinde gerade * Goltesdienst versammelt war. Auch die naheliegen⸗ 1 Orte Zornheim und Harxheim litten sehr. An den Ottäumen, den Weinbergen und der los und in Haufen dem Felde liegenden Frucht that der in großen Eis- en follende Hagel großen Schaden. Das Wettergebiet cent den großen Bogen von Caub über Offenbach, Darm⸗ a, Oppenheim bis Niederolm gehabt zu baben. In leherem Orte wie hier fiel nur Regen, eine halbe Stunde och unserer Stadt und nordwestwärts jenes Striches tn nur wenige Tropfen. Wiesbaden. Der Droschkenkutscherstrike ist zur all⸗ einen Zufriedenheit erledigt. Es hat sich ein„Droschken— ber⸗Verein“ gebildet. Herr Salomons tritt seine Con- on ab, erhält für seine Vorlagen 1000 Thaler und silbernen Pokal. Die k. Polizeidirection ist mit diesem ngement einverstanden und wird die Concession dem oschkenkutscher⸗Verein“ ertheilen, unter denselben Be— zungen, wie dieselben Hr. Salomons eingegangen war. Bonn. Wie weit Bosheit und Rache gehen, schreibt „Bonner Ztg.“, davon liefert ein Vorfall, der sich vor paigen Tagen am Rheinufer hier ereignete, den Beweis. eh Vergnügungsreisender aus Dresden, der in Bonn e Dampfschiff verließ, hatte über einen der Schiffs⸗ eher, welcher ihn übervortheilt hatte, bet dem Dampf⸗ es Conducteur Klage geführt. Litzterer batte die Be⸗ erde begründet befunden und den Kellner nach der Aanft in Bonn von dem Schiffe entfernt. Während nn ie Reisende am Rheinufer die Weiterfahrt des Dampf— i uffes und die Umgebung unserer Stadt betrachtete, nah te ig ihm der entlassene Kellner, umarmte ihn, indem er a. als wenn er ihm etwas zuflüstern wollte, biß ihm i Ohr ab und spie dasselbe auf die Erde. Der er⸗ ckene Reisende nahm sein Ohr von der Erde auf, dite es sorgfältig in Papier und begab sich in die nik, um es sich wieder annähen zu lassen. Diese wratlon und der Heilungsproceß gingen trefflich von cten, denn schon ist der Reisende, dem die Vergnügungs⸗ en natürlich sehr verleidet wurde, nach Dresden zurück— ört, um zu Hause die gänzliche Heilung abzuwarten. Bösewicht siebt seiner Bestrasung entgegen. Metz. Am Sonntag Morgen vier Uhr ist in hiesigem Bünbofe, in der Eilgüterhalle, aus noch unbekannten lichen Feuer ausgebrochen, das trotz der bald geleisteten 5 und der Mitwirkung des Militärs doch die linke 5 8 1 % lle mit den Billeischaltern, Gepäckbureau und sämmt⸗ 1 Wartesälen verzebrte. Ein Theil der Einsteighalle vude ebenfalls stark beschädigt, so daß sie durch Pioniere et hiesigen Garnison gestützt werden mußte. i ö Paris. Der„Petit Moniteur“ veröffentlichte in 20 einn Nummer vom 23. Juli 1870 57 4 „ Hrn. Thomas, Präsidenten der Notariatskamme 0 5 in Walen ber bie Wette anbot, 200,000 gegen oo Francs zu setzen, daß die Franzosen am nächsten l August in Berlin sein würden. Schon in der Nummer ieh folgenden Tages erschien in der nämlichen Zeitung ih Schreiben, mit dem ein Kaufmann Namens Mouillac, uhnhaft in der Ravignanstraße, die Wette hielt. Letzterer die Wette gewonnen und reclamirt nun auf dem en ch tswege die Summe von 200,000 Francs von Herrn 1 Denas. Das Resultat dieses Processes ist adzuwarten. leber Auswanderung nach Brasilien. Herr Dr. F. A. Finger, Vorsitzender des Fienkfurter„Vereins zum Schutze deutscher Aus, e derer“, gibt Nachstehendes zur Veröffentlichung: f neuesten Jahresberichte des hiesigen Vereins iin Schutze der Auswanderer steht S. 6, nach- dm die Aufhebung der Sklaverei angeführt und 6% Isugefügt ist, es scheine der kalserlichen Regie · , ing mit der Ueberführung der Sklaverei in freie leit Ernst zu sein, Folgendes:„Zu 1 . 70 nur, daß ihre(der Regierung) jedenfalle ae i milenden Absichten nicht durch den. e dn Artstokratie vereitelt werden mögen, weß halb ür Deutsche immer nicht gerathen wäre, 1 0 bis sich die Sklaverei Emarcipation bewähr Au nach Brasilien auszuwandern.“ Jene Aristo⸗ lun nun, die großen Grundbesitzer, i der faulen ehemaligen Sklaven fleißige 1 ler zu haben, und sie glauben besonders so 0 Deutschen zu finden. Vor längerer 30 nden Deutsche und Schweizer in großer Anzah 0 Versprechungen in das Land gelockt, dann 0 durch die sogenannten Parceria-Verträ äge, Ortsbehörden wenden, nach welchen sie als Pächter den Landeigenthümern die Hälfte des Ertrags abgeben mußten, in solche Abhängigkeit gebracht, daß sie niemals zu freier Bewirthschaftung eigenen Besitzes gelangen konnten. Solche Verträge zwar dürfen in Europa nicht mehr geschlossen werden. Daß aber die Versuche der brastlianischen Großgrundbesitzer, Arbeiter zu bekommen, die fast wie Sklaven von ihnen ab— hängig sind, noch immer, wenn auch in veränderter Form, fortdauern, das ergibt sich z. B. aus einem mir vorliegenden Briefe eines in Brasilien leben— den glaubwürdigen gebildeten Deutschen. Es heißt in diesem:„Es ist eine bekannte Thatsache, daß die Einwanderung nach Brasilien, im Vergleich zu der nach den Vereinigten Staaten, Australien oder selbst den La-Plata-Staaten, wenig bedeuten will, und doch beruht die Zukunft des Landes lediglich auf einem Zustrom neuer Bevölkerung aus Europa. Darüber sind sich selbst die ver— blendetsten Brasilianer klar, daß das Land nur durch Einwanderung auf die Höhe eines modernen civilisirten Staates gebracht werden kann; und wirklich hat auch die Regierung seit vielen Jahren die verschiedensten Mittel versucht, den Zug der Einwanderer hierher zu lenken.— Von allen Einwanderern würden wohl dem Brasilianer die Deutschen am willkommensten sein; er hat sie als fleißige Landbauer und geschickte Handwerker, auch als fügsam und geduldig kennen gelernt; sie scheinen ihm die geeignetsten, den schwarzen Neger— sklaven bei seiner Arbeit abzulösen. So sehen wir schon seit vielen Jahren ein förmliches Werbe— system in Deutschland für brasilianische Colonisten in reicher Blüthe stehen, und wenn auch ver— schiedene Regierungen die strengsten Verbote gegen die Abschließung von sogenannten Parceriaver— trägen erlassen haben, so hat man doch geglaubt, bei verschiedenen als gut ausgeschrieenen brasili— anischen Landbesitzern hier und da eine Ausnahme von der Regel machen zu dürfen. Man hätte dies nicht thun sollen.— Auch hat man Wege gefunden, das Verbot zu umgeben, und so sehen wir noch täg— lich Hunderte einem Loose verfallen, das nur dem der Kulis in China zu vergleichen ist. Um den Leuten die Ueberfahrt hierher zu ermöglichen, gibt man ihnen freie Passage, macht denselben auch gern sonstige Vorschüsse, und läßt sich von ihnen einen einfachen Schuldschein ausstellen, eine dem Anscheine nach ganz unverfängliche Sache. Bei ihrer Ankunft in Santos läßt man sie jedoch einen Contract unterschreiben, durch welchen sie sich verpflichten, ihre Passage nebst sonstigen Vor- schüssen auf einer Fazenda(Besitzung) eines bra- silianischen Grundbesitzers durch Arbeit abzuver— dienen. Hierdurch unterwerfen sie sich einem Gesetzt aus dem Ende der dreißiger Jahre durch welches der Grundbesitzer vollständig Herr über die Freiheit seines Colonisten wird. Wer sich ver— leiten läßt, einen solchen Diensteontract zu unter- schreiben, hat sich der Willkühr eines andern Menschen anheim gegeben; die Gesetze des Landes schützen ihn nicht, und selbst der deutsche Consul kann es nicht, denn das eben erwähnte Gesetz ist noch in Kraft.— Auch sind diese Fazendas so weit entlegen, daß bei den schlechten Verkehrs- mitteln so ein deutscher Bauer mitten unter Brasi⸗ lianern, deren Sprache er nicht versteht, an und für sich schon verrathen und verkauft ist. Es liegt in dem Interesse des Brodherrn, zu sorgen, daß ihre Arbeiter gar nicht aus den Schulden heraus- kommen, da diese, ohne solche abzuzahlen, ihren Arbeitsplatz nicht verlassen dürfen, sich also in einer Art von Leibeigenschast befinden. Vor einigen Monaten hat sich hier eine Gesellschaft reicher Gutsbesitzer gebildet, und diese hat sich der Regierung gegenüber verpflichtet, in drei Jahren fünfzehntausend Colonisten in die Pro- vinz San Paolo einzuführen, und davon sollen die meisten Deutsche sein. Man will also Deutsche die Neger ersetzen lassen, wie die Kulis aus Aslen nach der Wesiküste von Amerika geschafft werden. Eine solche Schändung des deutschen Namens darf aber nicht geduldet werden; die deutsche Presse sollte laut ihre Stimme erheben und sich vorzugsweise an die Prediger, Schullehrer und daß diese den Landmann darauf aufmerksam machen, welches Loos seiner wartet, wenn er den brastlianischen Werbern Glauben schenkt und mit seinem Namen ein Acten⸗ stück unterschreibt, dessen Tragweite er nicht be— messen kann, da er das Gesetz von der Ver— miethung des Dienstes in Brasilien nicht kennt. Einsichtsvolle Brasilianer sagen freilich, dieses Gesetz müsse abgeschafft werden, aber es ist noch nicht abgeschafft.— Wer als freier Arbeiter hierher kommen will, dem ist schon eher zuzurathen, obgleich auch hierüber die Meinungen sehr getheilt sind; wer aber einen Contract als Colonist unter- zeichnet, hat, wenn nicht für immer, doch sicher auf viele Jahre seine Sklaverei mit eigener Hand unterzeichnet.“ Es scheint mir wichtig, daß diese Stimme aus der neuesten Zeit, so manchen schmeicheln⸗ den Locktönen gegenüber, gehört und beachtet werde. D. Frankfurt a. M., 1, August. Der erste Tag des neuen Monats brachte uns eine Hausse, die im Gegen⸗ satz zu der Stagnation und Geschäftslosigkeit des abge⸗ laufenen Monats eine ähnliche Wirkung hervorbrachte wie der erste frische Luftzug nach langanhaltender niederdrückender Hitze. Die geschäftslustige und animirte Stimmung, welche durch die letzten Nachrichten über den Ausfall der franzö⸗ sischen Anleihe noch gesteigert wurde, findet eine weitert Vermehrung in den Semesterabschlüssen verschiedener Insti⸗ tule, deren Resultate als günstig bezeichnet werden. In erster Reihe stehen hier Bank- und Creditinstitute, und wurden die Actien der österreich. Creditanstalt heute bis 354⅝ bezahlt bei großen Umsätzen. Besonders bezablt und mitunter colossal war aber der Verkehr in jungen Bankwerthen. Obenan steht deutsche Effectenbank bei 130 und Basler Bankverein, welche deide in enormen Be⸗ trägen abgenommen wurden. Sehr gesucht und höher waren auch junge Meininger bei 150 und Frankfurter Bankverein bei 144. Oesterreich-Deutsche ging ebenfalls 1% höher. Alte Bankactien sehr fest. Von Bahnwerthen wurde österreich. Staatsbahn trotz einer abermaligen Minder⸗ einnahme von 219.000 fl. durch„höhere Mächte“ dennoch vorübergehend bis 354 getrieben, also 1½ fl. höher als gestern Abend. In Lombarden war das Geschäft ein sehr limitirtes und blieb der Cours unverändert. Elisabethbahn ging in Folge mehrerer kleineren Kaufaufträge etwas in die Höhe, während in andern österreich. Bahnen äußerst wenig resp. gar kein Geschäft war. Deutsche Bahnen leb⸗ los aber fest. Nächst den Banken beschäftigte sich die Börse vorwiegend mit österreich. Renten, die in sehr großen Be⸗ trägen umgesetzt und wesentlich höher bezahlt wurden, eine Folge der französ. Anleihe, denn ein Vergleich mit letzterer, läßt österreich. Rente weitaus besser erscheinen. Was franz. Anleihe selbst betrifft, so waren die Umsätze heute weniger umfangreich und stellte sich der Cours auf 88/8. Sub⸗ scripnonsresultate waren bei 3 Fres. 70 zu haben. Von sonstigen Staatspapieren waren namentlich süddeutsche Fonds begehrt. Türken gingen bei 51½ um und ver⸗ danken sie diese kleine Ausbesserung der guten Meinung der Berliner Börse für das kommende neue Türkenanlehen Loose still. Att est. Breslau den 13. April 1872. Sehr geehrter Herr Höhenberger! Ihnen hiermit die außerordentliche Heilsamkeit 60 1* 8* eon, Tannin⸗Terpentins“ im Interesse ähnlich Leidender zu bestätigen, beeile sch mich, Ihnen den so überaus raschen und glücklichen Verlauf meines Gichtleidens, das mich schon seit vielen Jahren periodisch wiederkehrend quält, mit⸗ zutheilen. Ich rieb nach Vorschrift die kranken, be⸗ deutend schmerzhaften und geschwollenen Stellen an Arm und Bein täglich Amal stark ein, der Schmerz ließ zu meiner großen Freude in 2 Tagen vollkommen und dle Geschwulst in 3 dis 4 Tagen ganz nach, so daß ich nach 6lägigem Gebrauch im vollsftändigen Befitz meiner Gesundheit war, was ich sonft durch alle möglichen Heilmittel in so vielen Wochen nicht bewerkstelligen konnte. Ihnen, geehrter Herr, hiermit herzlich dankend, habe ich zu sein die Ehre Ihr ergebener F. M. Kammer, Lederhändler, Oderstraße 19. ) Zu haben in der Apotheke zu Reichelsheim in Original-Flaschen d 45 kr. und à 1 fl. 45 kr. Foulardsa, 119 seidene Umknöpftücher, schwarze seidene Halstücher und Halsbinden bet K. Friedrich neben der Post. Ein Zimmer für eine einzelne Person bat zu vermtethen Martin Mondigler II. 2116 Brave Jungen werden zur Dreherei und Holzschnitzerei gesucht. N. Grillenberger, Meßtzgergasse Nr. 316. 2109 2111 Schwalheimer Brunnen. 2083 Sonntag den 4. August Harmonie und Tanzmusik, wozu freundlichst einladet Georg Bailly. Produktenbörse in Friedberg. 0 5 übergeben worden, ein Conto für dieses Baukapital zu errichten. Indem wir dieses gewähren, sprechen wir den Wunsch aus, daß wir in den Stand ge⸗ setzt werden mochten, auf diesen Conto weitere recht zahlreiche und hohe Gutschriften, worüber wir später öffentlich Rechnung ablegen werden, ausführen zu können. Friedberg den 1. August 1872. 1.. Vorschuß⸗ und Ereditverein. (Eingetragene Genossenschaft.) Der Vorstand: Fr. Hecht. Ermus. Geschäfts⸗Eröffnung. 2107 Einem verehrlichen Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich in Bad⸗-Nauheim, im Hause des Herrn Fritzel, einen Laden in Bundstickereien, Holz⸗ und Lederwaaren, Stickwolle, Stickbaumwolle, Frisierwolle und vielen derartigen Artikeln errichtet habe. Billige Bedienung wird zugesichert. A. Wᷣ̃ o l f f. Reinhardsstraße. Regulateure 8 und 14 Tage gehend, mit Schlag- und Gangwerk unter 2jähriger Garantie, neu ange— kommen in großer Aus wahl bei Friedberg. 1899 Hof⸗ Uhrmacher und Goldarbeiter. Handdresch-Maschinen Zjähriger Garantie und lAtägiger Probezeit Ph. Mayfarili& Comp., Franksurt a. M., Paumweg Ur. 7. 2031 2 Beschrelbungen und Abbildungen auf Wunsch franco und gratis. Landwirthichaftliches Casino eue holl. Vollhäringe! für Friedberg und Umgegend. 2098 bei Wilb. Fertsch. 2077 Sonntag den 4. August d. 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Als Beitrag zum Baukapital für eine Fruchthalle ꝛc. sind uns heute fl. 10. mit dem Ireiwillige Dürger-Stuerw Zusammenkunft Windecker. Sommertheater in Ftiebbeig Im gedeckten Felsenkeller des Hrn. G. Philipp. (Gesellschaft des Thalla⸗Theaters in Darmfladt.) Samstag,. August 1872: Gastspiel der Frau Jung-Kläger. Benefiz⸗Fest⸗Vorstellung zum fünfzigjährigen Schauspieler⸗Jub län des Friedrich Hohl. Vor 50 Jahren. Der Bräutigam aus Holland. Lustspiel in 1 Act von Kotzebue. im oberen Locale des Herrn Gedicht von Dr. Salzmann. Zum Schluß: Nach 50 Jahren. Lustspiel in 2 Acten von Görner. Sonntag, 4. August 1872 Ein schlechter Mensch. Luftspiel in 3 Akten von Julius Rosen. 2114 Samssag den 3. August, Abends 8 Uhr, gesell ö 0 0 Da war mein Haus dabei. 0 Des Magisters Perrücht Gastspiel des Herrn 15 605 Zung-Kläger un öln. 44 Nur 1 Vorsellung Abends 8 Uhr. D 10 Unter Mitwirkung der ganzen Gesellschast. — 0 eme 00 f in hie lb U 90 * — 050 n Ie den N iche Hie a u f: a e, Im Boudoir einer Künstlerin. Solo Scherz von Wilhelm Kläger. 5 Dann folgt: aug 0! i Ot Sommertheater in Bad- Manheim. Samstag, 3. August 1872 Gastspiel des Herrn Jung aus Coöln. General und Straßenjunge, o der: Ein Pariser Taugenichts. Lufispiel in 4 Acten von Dr. Carl Töpfer. Nur 1 Vorstellung Nachmittags 5 Uhr. Zum Erstenmale: Ein schlechter Meusch. Lustsptel in 3 Akten von Julius Rosen. Es ladet ergebenst ein 2119 Direktor Grünwald. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelischt Gemeinde. 10. Sonntag nach Trinitatis. Jm Garten der Wittwe Jacob Schimpt bief, 0 Pfarramtsweche: Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Baur. synode des Dekanats Friedberg. Prediger: Herr Pfarrer Köhler. Katholische Gemtinde. Samstag um 5 Uhr Nachmittags Beichte. 11. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags: ½9 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Morgens ½ 7 Uhr. — Verantw. Iedacte: Hermann Schimpff. Gottlieb, Schramm& Dill in Herofeld. Bindernagel& Schimpf. (Hierzu Unt Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. erhaltungs- Blatt Nr. 31 und eine Beilage.) 5 Gottesdienst in der Stadtkirche Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. (Abendmahl.) 1 Nachmittags: Herr Candidat Münch J. N 1 . Nachm. Kalechismusgoltesdienst: Herr Pfarrer Diegel,. Miliwoch den 7. August, Vormittags 9% Uhr, in den Burgkirche Gottes dienst zur Eröffnung der ersten Dekanals“ f Bberhessischer Anzeiger. M 90. Beilage. Jagd- Verpachtung. 986 Die Jagdberechtigung in dem Reichelsheimer bemeindewald, welche 500 Morgen Flächengehalt hat, a Freitag den 9. August I. J., Vormittags 11 hr, N 1 Rathbause auf weitere 6 Jahre öffentlich neistbietend verpachtet werden. N Reichelsheim den 16. Jult 1872. Großherzogliche Bürgermeisterel Reichelsbeim. Usdin A Schmid. 3 Güter-Versteigerung. n aus Holl 56 Montag den 12. August d. J., Vormittags 10 Uhr, n gest en in hiesigem Rathhause auf fre willigen Antrag 181* e den Erben des verstordenen Heinrich Wilhelm eckerling und Christoph Weckerling dabhter ge⸗ renden Güterstücke in Frtedberger und Fauerdacher ö 2 7 luet Künstlem emarkung gelegen öffentlich an den Meisibietenden geln tät rstieigert werden. 17131 Bei der unterzeichneten Stelle liegt ein Flurbuchs⸗ N szug zur Einsicht offen, auch erthetlen die Flurschutzen H e gewünscht werdende Auskunft. 24 aue dab Friedberg den 25. Juli 1872. nne, Groß berzogliches Orisgericht Frietberg. 1. 235 f Der dienstälteste Gerichtsmann Jm. 1 Versteigerung von Birnen. 10 Montag den 5. d. M., Morgens 9 Uhr, sollen e Birnen an den Bäumen auf der Straße Friedberg— mburg nächst Friedberg bet Abtheilung 137 und um Uhr bei Abtheilung 165 hinter Ober Rosbach loos eise an die Meiftbtetenden versteigert werden. Friedberg den 2. August 1872. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u ß. ts perril n n iter nge It: deu Jung- An 4 ene 8. r zum Saal er Mens n Züll Nen 82 Schafpferch⸗Versteigerung. 15 Montag den 5. August l. J., Vormittags 11 Uhr, erden in hiesigem Rathhause 10 bis 15 Schafpferche den Meistdictenden verstetgert. Friedberg den 1. August 1872. 4 Großherzogliche Bürgermeisterel Frtedberg. 1...: 9 Der Großherzogliche Beigeordnete 4 Stein häußer. steferung für das Landeszuchthaus. 03 Mittwoch den 15. August l. J., Vormittags Uhr, werden dahier 28 Fuder Roggenstroh unter un bet der Verstelgerung bekannt gemacht werdenden Hdingungen zur Lieferung öffentlich verstetgert. Marienschloß den 1. August 1872. f Großherzogliche Landes⸗Zuchthaus⸗ Diktion. Ser tba. D- Th rt Jett Shin len ltr 5g 1 Cin Straßen jung, Tungenict att Tie . eu Ju 1 Jagd- Verpachtung. 1 197 Die leibfällig gewordene Jagd in der Gemar 1 ng Jauerbach v. d. H., bestebend in 2987 Morgen 1 lde und 1306 Morgen Wald, soll Mitwoch den nat„ August l. J., Nachmittags um 1 Uhr, auf dem N Mersch meindehaus dahier unter den bei der Verpachtung e r lannt gemacht werdenden Bedingungen auf 6 Jahre 4t Nesen M pachtet werden. Fauerdach v. d. H. den 31. Juli 1872. net eim Großherzogliche Vürgermetsterei Fauerbach v. d. H. r 5 2 i sir un S blilip ps. Einmachgläser Mi in weiß und braun in allen Größen find zu 40 Tanten ien bel M. D. Loeb. „% ccc e ertklec FFF * 1 5 Ein 5 2400061 8 M 3 t⸗Fl g l e Mozart⸗Flügel 8 671 2064 in Mabagonibolz, 7 Oct., nur wenige 25 1 24. 1000 AJabie gebraucht, steht enorm billig zu ver— 0 n b enen b„“dbousen in Hanau, Lindenstraße Nr. 5, nahe 0 1 W awm Neuf. Marktplatz.* 1 7 NB. Der Ankaufspreis war 800 fl. und 22 ist Reflektanten Gelegenbelt geboten mit 1 weniger als der Hälfte dieses Preises sich ein 2 * schönes dauerhaftes Instrument anschaffen zu 101 können. n kech 4 e, Ne ee 155 — eee inen,— eee 2 el. 9 2 ilet-Becken 9 ö J 775. 15 die neuften und schönsten Muster, verkauft zu sehr 45 1 b * preisen K. 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Juli 1872 fl. 11468. 2 Wechsel„ 34930. 47 Depositen„ 5765.ä— Inkasso⸗Wechsel„23630. 43 0 Conto⸗Corrente„ 58484. 0* Giro„ 519, 4 Spar⸗Einlagen„ 30462. 544 Darlehen„ 3800.— Auswärtige Correspondenten 7 39, 9 Stamm⸗Antheile, Monatsbeiträge„ 137. 30 t Reserve⸗Fond, Beitritt 55 9.— Utensilien, Spar⸗Eiulage⸗Bücher 2 2. 30 2 Wechsel⸗Zinsen„ Depositen⸗Zinsen 8 99. 10 7 Eff klen⸗Zinsen„ 301% 5 Wechsel⸗Spesen 5 3. 32 Agio, Gewinn auf Sorten 15 15.— fl. 151344. 31 : Ausgabe. beit Wechsel fl. 27572. 54 Depositen„ 5805.— Conto-Corrente„ 86896. 36 ö Spar⸗Einlagen„ 122 0 Darlehen„ 440% ö Giro 67 500.— Auswärtige Correspondenten 2420. 19 Stamm-Antheile, Rückzahlung„ 2 bett. Wechsel⸗Spesen 4. 44 Unkosten 15 20. 50 5 Kasse⸗Bestand pro 1. August 1872„ 11204. 21 fl. 151371. n Eingang. Ausgang. 6 fl. 60526. 31 Wechsel⸗Conto⸗Corrent fl. 55502. 44 eg „ Wechsel⸗Incasso 5 105. 6 „ 1433. 2 Wechsel⸗Giro„ 1184, 51 Der Vorstand 0 8 2099 Fr. Hecht. 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