en et derer Iũ9ũ1 üemic 1872. Samstag den 3. Februar. M 14. Oberhessischer Anzeig Cr. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Frledberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Sam stag 2 Für die Monate Februar und März kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: 1 Nr. 2. Nichts. Nr. 3. Nichls. Nr. 4 sub 1. Oewäßhrung der Rechts bülse betr. a Jriedberg am 31. Januar 1872. Bekanntmachung, die bisherigen zwischen dem Großherzogthum pessen und dem Großherzogthum Baden bestandenen Vereinbarungen über Großherzogliches Kreigamt Friedberg. Trapp. elit, se llschafter, att. ufgaben, 1 böte Trapp, schaͤft lage — Deutsches Reich. Darmstadt. Dem„Fr. J.“ wird von bier gemeldet:„Eine Anzahl streng lutherischer Geist- lichen des Landes befindet sich in offener Renitenz gegen die Kirchengewalt, indem sie sich weigern, die Kirchenvorstandswablen nach Maßgabe der Kirchenverfassung vom Jahre 1870 vorzunehmen und hierdurch den Zusammentritt der Decanats- synoden unmöglich machen. Dem Oberstconsisto- rium scheint, diesen Herren gegenüber, die so lang bewährte Geduld ausgegangen zu sein, denn es hat beschlossen, nunmehr mit aller Energie vorzu- gehen. Hoffentlich bleibt es nicht bei den Worten.“ — Dem Vernehmen nach wird der Finanz- Ausschuß der zweiten Kammer bei Gelegenheit der Budgetberathung den Antrag stellen, die Regie— rung um Wiederherstellung der katholisch-theolo— zischen Facultät an der Landes-Universität anzu⸗ zehen, resp. eine Vorlage in dieser Beziehung zu nachen, sowie ferner Vorsorge dahin zu treffen, daß keinem katholischen Geistlichen der landes- perrliche Tischtitel verliehen werde oder eine Ein— weisung in die Temporalien stattfinde, wenn der Betressende nicht drei Jahre auf einer deutschen Iniversität studirt und daselbst die akademische Prüfung bestanden. Berlin, 30. Jan. Im Abgeorductenhause erklärt Abg. Richter Namens der Commissarien, zie zum Cultusetat im Allgemeinen gestellten An- räge zurückzuziehen. Es folgt die Specialdis⸗ mssion des Etats. Abg. Millinckrodt tadelt die Zeseitigung der katholischen Abtheilung des Cultus ninisteriums, wodurch die Parität verletzt sei. Der Minister Dr. Falk erklärt, er werde, gestärkt urch den sachgemäßen Rath des im Eultus— ninisterium verbliebenen katbolischen Rathes, der latholischen Kirche alle Freiheiten lassen, aber die Kechte des Staates schützen. Er könne aus seiner Thätigkeit im Justizministerium bezeugen, daß die latholische Abtheilung früher wie die Kirchenbe— lörde auf eigne Hand agitirt habe. Auf einige Leußerungen Windthorst's entgegnet der Reichs- kanzler Fürst Bismarck?„Die Bildung des Cen— hums war ein schwerer Fehler. Dieselbe bedeutet die Mobilmachung der Partei gegen den Staat und die Auflösung des letzteren in confesstonelle Freise. Der wahre Geist und Zweck der Partei babe sich in den Wahlen und der Presse gezeigt.“ Per Reichskanzler schildert die schwere Enttäuschung, welche er in dieser Beziehung erfahren habe, und geht sodann zu den Gründen der Auflösung der ketholischen Abtheslung über. Er babe dem König don vor vier Jahren die Auflösung gerathen. Vesser ein Nuntius, der offen seinen Auftrag er- fillt, als jene Abtheilung. Die katholische Presse hiete solidarisch auf, man könnte sie eine fran- eisenfreundliche Rheinbundspresse neunen. Diese Solidarität reicht bis Genf und weiter ins Aus- land.„Lassen wir theologische Streitigkeiten, welche ihre Nahrung aus der Hierarchie ziehen.“ — 31. Jan. Abgeordnetenhaus. Special-Be⸗ rathung des Etats des Cultusministeriums. Der Gehalt des Abtheilungsdirectors für geistliche Ange- legenheiten, mit 4500 Thlr. fixirt, wird bewilligt, dagegen stimmten das Centrum und die Polen. Zr Titel 5 ruft der Antrag auf Absetzung einer Zulage von 500 Thaler für den Präsidenten des Oberkirchenraths eine längere Debatte hervor. Müller befürwortet den von ihm, Virchow und Techow gestellten Antrag auf Verweigerung aller Ausgaben für den Oberkirchenrath. Beide An- träge werden abgelehnt. Der Titel„Consistorien“ wird erledigt. Bei Titel„Katholischer Cultus“ entstebt eine lebhafte Debatte. Mallinckrodt ver— theidigt die Centrumepartei gegen die Vorwürfe Virchow's und klagt wiederbelt wegen Zurück— setzung der Katholiken und Verletzung der Parität. Fürst Bismarck verliest einen Breslauer Wahlauf— ruf zu Gunsten des geistlichen Raths Müller, welcher von Verläumdungen der übrigen Pacteien strotzt.„Aus einer solchen Partei sollen wir Mi— nister und Oberpräsidenten wählen?“ ruft der Fürst. Die Titel„Katholischer Cultus“, sowie „Provinzial-⸗Schulgesetz“ werden angenommen. — Abendsitzung. Bei Fortsetzung der Be— rathung des Etats des Cultusministeriums nahm das Haus die Position, betreffend den Zuschuß zur Universität, zu dem Antrag auf Abschaffung der akademischen Gerichtsbarkeit an. Der Cultus- minister erklärte, der Wegfall derselben sei in der neuen Prozeß-Ordnung ausgesprochen. Das Haus genehmigte ferner die Positionen, betreffend die Gymnafien und Realschulen. Die auf Gehalts- verbesserung bezüglichen Anträge wurden der Unter- richts- und Budget-Commission überwiesen. — Der„Reichsanzeiger“ publicirt das Gesetz, betreffend die Einführung des das Reichskrlegs⸗ wesen betreffenden Artikels der Reichsverfassung, sowie der Bestimmungen des Reichsgesetzes, über die Verpflichtung zum Kriegsdienst in Elsaß-Loth- ringen. Dasselbe findet auf Elsaß- Lothringer, welche vor 1851 geboren sind, keine Anwendung. „Die ganze Vorberathung über die Kreisordnung berechtigt zu der Erwartung, daß es dem gemein- samen ernsten Willen der hervorragenden Ver— treter der gemäßigten Parteien gelingen werde, dießmal eine allseitige Verständigung über die Grundlagen der wichtigen Reform zu erzielen.“ — Durch Cabinetsordre ist bestimmt, daß die gesammte Festungs-Artillerie mit Infanterie gewehren ausgerüstet werden soll. Seitens des Kriegsministertums ist die Ausgabe von Zündnadel⸗ gewehren demgemäß angeordnet worden. Der Entwurf des Reichspreßgesetzes ist nunmehr, wie schon früher in Aussicht gestellt wurde, den ein⸗ zelnen Regierungen zur Begutachtung zugesiellt worden. Nach den Erklärungen des Grafen Eulen⸗ burg über die Zeitungsconfiscationen in der Sitzung des Abgeordnetenhauses zu schließen, wird sich keine der Regierungen über„zu libe⸗ rale“ Zumuthungen zu beschweren haben. — Die„Corresp. Stern“ weldet: Dem Bun- desrath ging Seitens des Reichskanzlers der Ge⸗ setzentwurf zu, wonach zur Errichtung und Er⸗ baltung der Universität Straßburg pro 1872 200,000 Thaler aus der Landeshauptkasse don Elsaß-Lothringen verwendet werden sollen. — Wie die„Wes.-Ztg.“ vernimmt, ist die am 15. Januar fällig gewesene französische Raten⸗ zahlung von 80 Mill. Frs. in Wechseln auf Brüssel, Köln, Berlin, Hamburg ꝛc. erfolgt. Karlsruhe. Die„Prot. Kirchen-⸗Zeitung“ erzählt:„Der Oberkirchenrath hatte einen Pfarrer Maurer aus Wertheim zum Garnisonspfarrer vorgeschlagen. General v. Werder will ihn nicht bestätigen, ebe er ihn nicht predigen gehört. Die Predigt fällt nach allgemeinem Urtheil gut aus und ist theologisch nicht anzugreifen. Aber Werder läßt sich das Concept geben, den Pfarrer kommen, gibt ihm eine eingehende Kritik der Predigt, wie nur der Director eines Predigerseminars es thun kann; findet, im dritten Theil sei der Begriff der Gnade nicht gebörig klar gemacht, und Herr Pfarrer Maurer reiste als Pfarrer von Wertheim wieder nach Haus.“ — Aus Gottesau, der großen Artilleriecaserne zwischen bier und Durlach, kommt die Nachricht, im dortigen Laboratorium sei eine Explosion er- folgt, bei der sieben Patronenarbeiter mehr oder minder schwer verletzt worden. Straßburg. Nach amtlicher Anzeige ist in der Universitätsbibliothek vom 1. Februar an das kängst projectirte Lesezimmer eröffnet, in welchem täglich von 2 bis 8 Uhr mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage über 400 wissenschaft⸗ liche Zeitschriften aus allen Fächern und in ver- schiedenen Sprachen zur Benützung des Publikums bereit liegen.— Das Eigenthumsrecht an dem hiesigen vormals kaiserlichen Schlosse ist nunmehr, wie der„Niederrheinische Kurier“ meldet, definitiv der Stadt zuerkannt. Letztere überläßt das Ge— bäude für eine Periode von 10 Jahren an die Universität, und zwar gegen eine jährliche Miethe von 100 Fr. Dieser Miethpreis hat lediglich den Zweck, das Eigenthumsrecht der Stadt gegen jede Anzweiflung sicher zu stellen. Ausland. Frankreich. Parise. Der todtgesagte Commune- General Dombrowski soll sich in der Schweiz befinden.(7)— Die officielle Verlust⸗ —— liste des letzten Kriegs gibt die Zabl der Todten und Verwundeten zusammen auf 92,000 an. — Verichten aus den occupirten Departements zufolge werden die deutschen Truppen in Baracken logirt. — Lebeau, der Director des„Journal offi⸗ ciel“ unter der Commune, ist zur Deportation an einen befestigten Platz verurtheilt worden. — Von den zabllosen Anlebensprojekten mit denen der Minister bestürmt wird, verdient das folgende des Abg. Baron Soubeyran Erwäbnung, weil es von einem Unter- Comite der Budgck— Commission schon angenommen worden ist und von dem Plenum der letzteren geprüft werden soll: Es wären vier Milliarden mittelst Loosen à 100 Frs. aufzunehmen, die binnen 60 Jahren mit 200 Francs eingelöst werden müßten. Die Loose müßten in 60 Klassen und 720 Serien von je 55,556 zerfallen und alljährlich eine Klasse in zwölf von Monat zu Monat einander folgen- den Ziehungen mit je einem Hauptgewinn von 150,000 Frs. ausgeloost werden. Der Antrag- steller berechnet die sich aus dieser Operation für den Staat ergebende alljährliche Last auf 138,996,000 Frs., mithin auf 210 Millionen weniger, als die Regierung sie für die Verzinsung der Kriegsentschädigung präliminirt. Mit dem Er⸗ trägniß könnte man die drei Milliarden an Deutsch⸗ land zahlen, die 500 Millionen an die Bank zurückerstatten und auf alle neuen Steuern verzichten. — Das„Paris-Journal“, unverschämt wie immer, versteigt sich zu folgender Aufschneiderei: „Wie es scheint, wünschen wir nicht allein die rasche Befreiung unseres Landesgebiets, die noch in Frankreich weilenden deutschen Soldaten drängt es ebenfalls, in ihre Heimath zurückzukehren. Man meldet uns, daß in Pont-à-Mousson das bayerische Octcupatione- Corps dem französischen Comite die Summe von 3000 Frs. als das Er- trägniß einer in seinen Reihen unternommepen Collecte dargebracht hat. Das Comite hat diese Gabe natürlich zurückgewiesen.“ — Zur Vertheilung unter die Abgeordneten gelangten zwei Gesetzes vorschläge, welche beide auf eine beschleunigte Leistusg der Kriegsentschädi⸗ gung abzielen. — Das Schwurgericht von Versailles ver⸗ urtheilte Rabourdin Vater und Sohn, zwei reiche Pächter aus der Gegend von Rambouillet und der Erstere früher, der Letztere noch jetzt Maire von Chatignonville, überführt, während des Krieges mehr als 30,000 Stück Schlachtviey und 68,000 Kilo Hafer an feindliche Lieferanten, namentlich an die Herren Kohn und Schottländer, verkauft zu haben(Geschäfte, in denen sie, wie die Rede geht, über eine Million verdient hätten), zu einer Gefängnißstrafe von fünf Jahren. — Die Damen der Stadt Zabern(Elsuß) haben dem Präsidenten Thiers als Beweis„der Zuneigung, welche sie ihrem vielgeliebten Frank- reich bewahren,“ die Summe von 1630 Fres. zur Verfügung gestellt. Italien. Rom. Das erste Blatt der alt- katholischen Zeitung ist nun erschienen. Sie führt den Namen„L' Espérance“ und erscheint wöchentlich. Amerika. Newyporker Blätter veröffent- lichen eine Depesche aus Port-au- Prince vom 3. Januar, in welcher es heißt, daß daselbst ein preußisches Kriegsschiff angelegt hat, dessen com- mandirender Offizier eine Vergleichung der von Deutschen während der Revolution erlittenen Ver— luste verlangt hat. Ein französisches Kriegsschiff war gleichfalls eingelaufen, um Begleichung der französischen Schuld zu fordern. Die Angelegen⸗ heiten des Landes befinden sich in einer sehr kri— tischen Lage und das Ministerium hat abgedankt. Die amerikanische Fregatte„Congreß“ wurde er— wartet. Asien. Ein Telegramm der Wiener„Presse“ meldet, daß sich aus Persien eine glänzende Ge— sandtschaft, mit dem Obercommandanten der Armee an der Spitze, nach Berlin begiebt, um im Auf— trag des Schah Kaiser Wilhelm zur kaiserlichen Würde zu beglückwünschen und demselben Geschenke des Schah zu überbringen. Offenbach. Der„Fr. 3.“ wird von hier geschrieben: Der biesige katholische Pfarrer Sulzbach, welcher neben der Kirche im Pfarrhause wohnt, hörte gestern Abend gegen 10 Ubr in der Kirche ein verdächtiges Geräusch und durchsuchte dieselbe im Verein mit seinem Kaplan. Zwischen einer Doppelthüre, unweit des Altars, fanden sie einen Mann siehen, welchen der Kaplan mit fester Hand ergriff, ins Pfarrhaus führte und alsdann der bherbeigerufenen Polizei überlieferte. Die sofort eingeleitete Untersuchung ergab, daß der aus Froschhausen bei Seligen⸗ stadt gebürtige und schon mehrmals bestrafte Dieb nach dem Abendgottesdienst in der Kirche geblieben und die drei Kassen, die des heil. Vincenz, die Kasse für den Papst und die Armenkasse, erbrochen und beraubt hatte. Er muß noch einen oder zwei Genessen gehabt haben, die während die Polizei gerufen wurde, durch Aufheben der Riegel, welche innen an den Kirchenthüren angebracht sind, öffneten und entflohen. In der Kirche war vieles Silbergeräth, der hiesigen fürstlichen Familie angehörend, auf welches es die Diebe besonders abgeseben zu baben schienen. Darmstadt. Mit dem Ausräumen des Schuttes aus den Ruinen des abgebrannten Hoftheaters ist be— gonnen worden; auch die nicht mehr brauchbaren Mauern im Innern, insbesondere die beiden hohen Giebelmauern, welche einst den Bühnenraum einschlossen, werden abge— brochen. Chicago. Die„Signale für die musikalische Welt“ enthalten in der dritten Nummer von 1872 unter der Ueberschrift:„Reiseskizzen“ einen Artikel aus Chicago, der viele interessante Einzelheiten enthält. So haben einzelne Branchen der Industrie gänzlich aufgehört. Zu diesen gehören namentlich die Stiefelwichser und die Barbiere; man will nichts mehr von diesen eitlen Attri— buten moderner Civilisation wissen. Was natürlich den Verfasser des Artikels am meisten erschüttert hat, das war das schreckliche Ende, das die meisten Claviere in Chicago gefunden haben. Man hat berechnet, daß mehr als 150,000 Claviere verbrannt sind. So hat eine einzige Firma an zweihundert Claviere und über hun⸗ dert Orgeln eingebüßt. Das„Leipziger Tageblatt“ kann noch hinzufügen, daß mit dem Chef der großen Orgel— bau-Anstalt von Wilhelm Sauer in Franfurt a. d. O. be⸗ reits Anknüpfungen getroffen sind, um mehrere bedeutende Orgelwerke nach Chicago zu liefern. Oeffentliche Vorträge. Der am letzten Dienstag gehaltene Vortrag des Herrn Seminarlehrers Stamm hatte zum Gegenstand„den celigiös-sittlichen Gehalt von Shakesspeare's Hamlet. Eingangs des Vortrags gab derselbe in kurzen Zügen den thatsächlichen Inhalt des Stückes, um daran zu zeigen, daß es kein Tendenzstück sei, daß darin nicht Moral ge— predigt werden solle. Gleichwohl sei, prüfe man es auf seinen religids⸗siulichen Gebalt, die Ausbeute eine über— reiche. Eine Blumenlese einzelner Stellen aus demselben zeige dies schon zur Genüge. Der Reoner weist dabei zunächst auf die Abschiedsworte des Polonius an seinen Sohn hin, die Aussprüche ächter Lebensweisheit enthielten, welche unwillkürlich an Jesus Sirach erinnerten. Im eigent— lichen Sinn religiös sei aber Hamleis Unterredung mit seiner Mutier über deren Unthat. Als wahrer Buß prediger greife er der Mutter in's Herz hinein, zeige ihr schonungslos den Sündenpfuhl, in den sie versunken, und dringe auf Abscheu vor und Erhebung aus demselben. Nicht minder trete uns der religiös-sitiliche Gehalt des Slückes enigegen, wenn wir die einzelnen Personen belauschen, wi⸗ sie sich über ibren Scelenzustand und ihr Verhältniß zu Andern auslassen. Da ist vor Allem wieder Hamlet. Tiefer sittlicher Abscheu erfüllt ihn vor dem blutschänderischen Verhältniß seiner Mutter zu seinem Oheim; dieser hat seinen Vater gemor— det und ihm die Krone geraubt, ja er stebt ihm selbst nach dem Leben; heuchlerische Freunde umschleichen ihn, un ihn auszuforschen: das Leben widert ihn au, ist ihm zur sast unerträglichen Last geworden. Was hält ihn zurück Hand an sich selbst zu legen? Der Gedanke an Goti und Ewigkeit und der Glaube an eine siitiliche Welt— ordnung, vor der seine Zweifel schweigen, vor der er sich beugt.— Mit welcher Verehrung und Liebe gedenke Hamlet ferner seines gemordeten Vaters! Wie pietätvoll läßt er bei seinen Racheplänen seine Mutter aus dem Spiel“, wie ist er bemüht, sie sich viel mehr als Ver⸗ lührte, Gemißhandelte zu denken, denn als Verbrecherin. Hat doch auch der Geist ihm mehr mit Bedauern und Mitleid als mit Entrüstung von seiner Mutter gesprochen, die zu schonen er ihm befiehlt. Und diese Mugter selbst bleibt tretz ihrer siulichen Versußlenyeit immer noch Mutter, ji„sie lebt nur von des Sohnes Blicken“. G8 sind tiefreligißse, ächt christliche An chauungen über Ebe und über das Verhältniß zwischen Kindern und Eltern, benen wir bier begegnen. Und nun vollends der Mörder auf dem Königsthron. Wie meisterhaft bat der Dichter in ihm die Qual eines schuldbeladenen Gewissens gezeichnet! Tief im Busen ver— borgen trägt der Brudermörder das Enisetzen mit sich herum; hundertmal ecbebt er innerlich, während seine Miene sich zu einem süßen Lächeln zwingt. Ein gering— fügiger Umst ind malt mit grausen Farben sein Verbrechen ihm vor die Seele, und ale im Schau'piel ihm gar eine seiner schwarzen That ähnliche Handlung vorgeführt wird, du kommt es bei ihm zu dem Monolog, der mit den Worten auhebt:„O meine That ist faul, sie stinke zum Himmel.“ Der Himmel ist ihm eine Realtläl, mit den er rechnet. Vermig Reue hier etwas? Kann ihm Wer— zeihung werden? Er will beten.„Beugt euch, ihr noch gut!“ Doch Worte nur sind sein Gebet, die nicht zum Himmel dringen. So nah der Rettung kanu er boch den letzten ent⸗ scheidenden Schritt nicht thuu. Auf's neue wird vom Bösen die Seele ihm umgarnt, und unaufhallsam abwärts geht's mit ihm zu neuem Verbrechen, zum Verderben. Eindringlicher als es hier geschieht könnte auch der gewisgteste Redner nicht über den Text predigen:„Wer Sünde thut, der ist der Sünde Knecht“ und:„die Sünde ist der Leute Verderben.“ Der Redner gibt nach der in Vorstehendem angedeu— teten Darstellung noch eine kurze Charaklerißik des Hamlet. Der Dichter hat ihn offenbar mit Vorliebe behandelt und ihn reich ausgestattet; Eins aber hat er ihm absichtlich versagt: die Kraft des Willens, die Energie des Handelns. Das ungeheure Mißverhäliniß zwischen dem Wollen und der Kraft zur Ausführung des Gewollten ist der Grund⸗ ton seines Wesens. Im sittlichen Leben ist dies aber von großer Bedeutung. Auch der seiner Gesinnung nach Beste und Edelste ist ohne eigentlichen sittlichen Werth, wofern ihm die Kraft zum Handeln fehlt, und sein Verhalten kann in entscheidenden Momenten verhängnißvoll werden. Die Geschichte unseres Volkes ist reich an traurigen Bei⸗ spielen dieser Art. Der Redner weist zum Schluß nochmals darauf hin: das Stück handelt nicht mit Vorbedacht von Religion und Moral, ist nicht nach einer Schablone gemacht; aber ungesucht und unabsichtlich schlägt es überall religiös⸗ siuliche Saiten an, und von diesem Gesichispunkl be⸗ trachtet gereicht die Leetüre desselben zu wahrer Erbauung. Der Vortrag war eine geistreiche Studie über das berühmte Shakespeare'sche Trauerspiel„Hamlet“. Mit Wärme vorgetragen verfehlte er nicht der packenden Wir⸗ kung auf seine Zuhörer.. Verloosung. 5 Wien. Dei der am 1. Februar stattgehabten Serien— ziehung der 1860er Loose wurden folgende Serien ge⸗ zogen: 200 505 639 1339 14611517 1662 2709 3243 3375 3725 4095 4412 4465 5426 5484 5592 5896 6223 6317 6677 6653 6770 6962 7178 7669 7808 8454 8966 9051 9301 9621 9777 9840 9858 9960 10114 10415 10462 10982 11110 11208 11465 11577 12005 13187 13448 13914 13951 13992 14357 14606 15852 14991 15223 15363 15621 15661 15746 15972 15974 16357 16583 16985 17465 18672 19247 19393 19636 19889. Frankfurt a. M., 31. Januar. Die Stimmung der heutigen Börse war eine äußerst günstige, denn sowohl das Geschäft in Anlage- wie in Speculationspapieren trotz des Ultimo's war außerordentlich umfangreich. Für junge österr. Eisenbahn-Actien war außerordentlich rege Nauflust. Franz Joseph wurden umgesetzt 219/21 ½. Nordwestbahn 233½— 35. Alsöld-Actien 190— 91. Elisabeth 260- 1½. Rudolph 174. Credit-Actien 358 ½—59½. Staatsbahn 423—25. Lombarden 2275/ — 30. Deutsche Bahn gleichfalls höher. Alte bayr. Ost⸗ bahn 155. Junge Ostbahn 132¼½. Oberhessen 87¾. Die Ultimo⸗Liquidationscourse sind fexirt. Wiener Bank doo. Credit⸗Actien 358. Darmstädter Bank 487. Mei⸗ ninger 168. Staatsbahn 422. Lombarden 228. Gali⸗ zier 275. Alföld 188. Nordwest 233. Franz Joseph 220. Silberrente 63½. 1860er Loose 92¾. 1882er Amerikaner 96 ¼. Spanier 31¼. Dank und Bitte. Für die von Großherzoglichem Kreisamte Friedberg zum Besten der katholischen Kirche in Bad⸗ Nauheim genehmigte und im Laufe des Sommers daselest stattfindende Verloosung sind uns schon mehrere recht schöne Gaben zugekommen. Wir sprechen dafür unsern besten Dank aus und richten zugleich an alle Bewohner von Bad⸗Nau⸗ heim und Friedberg die ergebenste Bitte, uns zu diesem wohlthätigen Zwecke weitere gütige Geschenke geben zu wollen. Jeder auch der kleinste zur Verloosung geeignete Gegenstand wird dankbarst angenommen. Friedberg und Bad- Nauheim den 30. Januar 1872. Der Kirchenvorstand: 0 Gabel, Pfarrer. Hoffmann. Bienstadt. Antoni. Auch können bei dem Brunnknaufssher Hrn. Rack und bei dem Kirchendiener Hrn. Pfeffer in Bad Nauheim Geschenke abgegeben werden. Für die Familie Kost von: Gustav Sp yer aus Frankfurt 25 fl. Sigmund Stern aus Frankfurt 30 fl. und Anton Stern aus Paris 20 fl., so daß nun die Gesammisumme der bei uns eingegangenen Gaben 199 fl. 6 kr. beträgt. Indem wir die von uns unternomemene Sammlung für die Familie Kost für geschlossen erklären, werden wir über den erwähnten Betrag im Sinne der gütigen Geber versügen und weitere Mittheilung darüber in diesem starten Knie“, ruft er aus,„und Alles wird veelleicht . Blatte folgen lassen. Die Exp. des Oberh. Anzeigers. sind uns noch zugegangen durch Frl. Franziekr Renner i 1p Ole und derm Personen berells def lallons Or Den W. Wespen Zeltungen berelt und dem in w Fried 1 SBindernagel& Schimpff in Frirdberg zu haben: ** Bei G. G. Lange in Darmstadt Sup stich. 80. geh, 54 kr. — Dr Verkauf von Ein Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen oder leichtverständliche Anweisung alle Arten von Speisen und Backwerk billig und gut zuzubereiten.— Nebst einem Andang vom Einmachen der Früchte.— 16. unveränderte Auflage mit 1 Stahl— Dasselbe fein geb. in englische Leinwand 1 fl. 12 kr. ist wohl der beste Beweis seiner anerkannten Brauchbarkeit. ist erschienen und in der Buchhandlung von p, Gemüs und Keisch.“ 66,000 Exemplaren seit kurzer Zeit Etublict 855. Itasenstei Autorisirte Vertreter aller Blätter. Hamburg. Lübeck. Hannover. Cöln. Frankfurt a. M. Stuttgart. München. Nürnberg. Berlin. dalle. Erfurt. Leipzig. Dresden. Cbemnitz. Breslau. Prag. Wien. Metz Basel. St. Gallen. Zürich. Luzern. Chur. Bern. Lausfanne. Neuschstel. Genf. Das illustrirte humorißisch⸗satprische Wochenblatt „Berliner ist unverkennbar eins der beliebtesten und gelesensten Blätter Deutschlands. Die vielen Tausen den von Exemplaren coursiten wäbrend 8 Tagen durch die Dände aller intelligenten und vermögenden Leute, namentlich Deutschlands, und Personen mit Aufmerksamkeit dur bereits destäligte Bürgschaft, kations⸗Organe, die überhaupt in Deutschland exiftiren, Der Jusertionsprets beträgt 7½ Sgr. p. Nonp. Wit empfeblen deßbalb angelegentlichft, dei Erlaß von Annoncen, Wespen“ zu beordern, und seben gejälliger Zusendung für dieselben, Zeitungen gern entgegen. Die Annoncen- Regie laasenstein& Vogler. chlesen wird, ist gewiß degründet, liefert zugleich aber auch die durch Ersabrung daß die„Berliner Wespen“ elns der erfolgreichsteu und geeignetsten Publi⸗ u& 0 8 er. ctabütt 1835. Wespen“ die Annahme, daß jede Nummer minstens von 100.000 sind. Spalt-Zelle. namentlich auch die„Berliner wie für etwatge andere zu denutzende der Berliner Wespen. Zur Beachtung. 308 Ich zeige dem verehrten Publikum an, daß ich von diesem Jahre ab Vergantungs- Aufträge für die biesige Stadt wie die weitere Umgegend entgegenzunehmen berelt und in Ausführung derselben bemübt sein werde, dem in mich gesetzten Vertrauen zu entsptechen. Friedberg im Jauuar 1872. Schwarz, Doftarator. Uauheimer Kochsalz 726 kostet von heule an bel sämmtlichen biesigen Kauf⸗ leuten 3½ Kreuzer das Zollpfund. Friedberg den 1. Februar 1872. Garten Verpachtung. 102 Ein Garten am Schützenrain ist aus der Hand zu verpachten. Friedrich Dietrich. Friedberg. Versteigerung. 216 Unterzeichneter läßt Dienssag den 13. Februar d. J., Morgens 9 Uhr ausangend, Folgendes gegen baare Jablung öffentlich meistbleiend versteigern: 1) 4 Pferde(wel sechsjäbrige, ausgezeichnete Wagen⸗ pferde, zwel Oeconomiepferde), 2) 11 Stück Rindpieh(meistens Jungvieh Berner Kreuzung), 3) 1 Mutterschweln mit 9 Ferkeln, 7 große Lͤufer, 4) Pferdegeschirre und songige Oeconomie⸗Gegenffände, 5) eine vollfländige Brennerei, eine ausgezeichnete Malzquetschmühle, eine Kartoffel mühle, Fäsfer ze. 6) Spreu, Stroh verschledener Art, vorzügliches Erbsensulterstroh, deu. Grummet ꝛc., 7) einen eleganten zweispaunsgen Wagen, ditto Schlitten ꝛc. ꝛc. Nieder⸗Wöllftadt den 2. Februar 1872. F. Weith. Kalender für 1872. Landfalender, durchschossen 6 kr Hess. 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Wer Wer Mer Daselb wird Jedermann Rath ertzheilt, fälligen Druck hergerichtet; kosten die Inserate nur dasselbe Firma bürgt für soltde Bedienung. Discrelion welche Zeitungen für jeden ein— zelnen Fall sich als erfolgreich er⸗ wlesen haben; D selb werden alle Annoncen sorgfältig use abgefaßt und für einen augen— Daselbst wie in den Zeitunge-⸗Expeditionen, da dieses Institut ale Central-Stelle aller exislirenren Zetlungen besondere Vortheile von denselben genteßt. Das Renommee der wird auf das flrengste beobachtet, die einlaufen— den Offertbriefe werden uneröffnet an die be— treffenden Reflectanten, obne deren Namen prelo— zugeben, pünktlichst und obne Provisionoberechnung übermittelt, Pariser Pendules, Wecker und Nipp⸗Uhren in großer Auswahl bel Friedberg. Hanau, 1 Hof⸗Uhrmacher und Goldarbeiter. 0 Heilung des Katarrhs und det Körperschwächt. Herrn Hoflieferanten Johann Hoff in Berlin. Gubrau, 6. Okt. 1871. 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Februar 1872. e 0 8 2 Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschast. Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG& NEW- YORK vermittelst der Post⸗Dampfschiffe i 21. Febr. Allemannia, Mittwoch, 7. Febr. Westphalia, Miuwoch, 21. Tebr 5 5 Holsatia, Mittwoch. 28. Febr. Sile sia, Mittwoch, 14. Febr. Thuringia, Mitwoch, 6. März. Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Crt. Rthlr. 165, Zweite Cajüte Pr. Crt. Rthlr. 100, Zwischendeck Pr. Crt. Rtblr. 55. 2⁵ Näheres bei dem Schiffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Hamburg, sowie den allein für das Großherzogthum Hessen zum Abschluß von Ueberfahrtsver⸗ trägen concessionirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie F. J. Bothof in Mainz (früher Carl Racké& Cie.) Friedberg bei Chr. Hecht. Morgens. Morgens. Landwirthschastliches Casino für Friedberg und Umgegend. 319 Nächste Versammlung Mittwoch den 7. Februar, Abends 6½ Uhr, im Hötel Trapp. Tagesordnung: 1) Gründung eines Consumvereins, 2) über Brennkraft verschtedener Kohienarten, 3) über Hilfsdungmittel in ibrer volkswirthschaftlichen Bedeutung und Anwendung. 15 Bemerkt wird, daß Herr Generalsecretͤr von Langsdorff von Darmßadt der Versammlung an⸗ wohnen wird. Der Vorfitzende: Der Schriftführer: Haas. Rückert. NB. Im Versammlungslocal ist Schoppenbier zu haben. E 109 Ich zeige hiermit an, daß ich hierher zurückgekehrt bin und meine ärztliche Praxis wieder aufgenom men habe. Sprechunden: Morgens bis 9 Uhr, Nach⸗ mittags von bis 3 Ubr. Meine Wohnung befindet sich bei derrn Kaufmann Stamm nächft dem Bahnhofe.. Friedberg im Januar 1872. Dr. Steinhäußer. Staats⸗ und Gemeinde⸗Obligationen Karner en 29 werden angekauft und verkauft durch den Großherzoglichen Hof⸗Agenten Jacob Engel. Marmor-Würmsteine Jos. Hoffmann. ist angekommen bet Die Pr. Steffan or Augenheilanstalt in Frankfurt a. M. 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Pfarramtswoche: Herr Diakonus Meyer. Sonntag Sexagesimä. Gottesdienst in der Stadtkirche Nachmiltags: Herr Candidat Vogel. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Münch. Abends 6 Uhr: Herr Pfarrer Köhler. Katholische Gemtinde. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. Sonntag Sexagesima. Vormittags: 10 Uhr Hochamt mit Segen und Predigt, Nachmittags: ½2 Uhr Christenlebre und Andacht. Beginn des, Gottesdienstes an den Wochentagen Morgens ½8 Uhr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs Blatt Nr. 5 und eine Beilage.) Liederkranz. 305 Abendunterhaltung Sonntag den 11. Februar 1 . til — 0 * 17 Mil U, de Hahn huhsiget, auf wollt! oder 0 — 0 40 214 die soll die f Omar dem 13 Hurgelme 6 Johte! mlt einge td 0 Ar du soll cuf d jagd, ef der Eser 6 Jahre Ober 0 ö 108 Ni lags 2 Uhr delriagd d malmoigt! herzogliche verpachtet Beme Noͤnlen Naubeim Obe D — b 209 De soll die! Cessenegeint, derschedertt ihrer n Stdertung sectetär von Anz an: Wüptet: Seretabiet det getitgelehti tes habe. t, Nac, 8 del Pert abelt abäußer feine offmann. heli „ teritzlende 3 Kunze. Geilage. Oberhessischer Anzeiger. M14. — Jagd Verpachtung. 177 Mittwoch den 7. februar J. J., Nachmittags um 1 Ubr, soll auf dem Vürgermeisterel⸗Burcau die der blefigen Gemeinde zuflebende Feld- und Walt jag du siger Gemarkung von ungesähr 9000 Norma mergen auf weilte neun Jadtre anderweit verpechtet werten. Oder⸗Mörlen am 18. Januar 1872. Gros herzogliche Bürgen meisteret Ober-Mörlen. enn. Jagd- Verpachtung. 214 Freitag den 16. Februar d. J., Nachmittage 1 Uhr, soll die der biesigen Gemeipde zuffehende Jagt in der Gemarkung Utphe, 1586 Morgen haltend, welche mit dem 15. Februar J. J. leibfällig wird, auf diesigem Bürgermeisteret Bürtau öffentlich meibietend auf weitete 6 Jahre verpachtet werden, wozu Pachtlicbbaber hier⸗ mit eingeladen sind. Utpde am 22. Januar 1872 Groß berzogliche Bürgermeisterei Utphe. Fil finger. Jagd- Verpachtung. 267 Freitag den 16. Februar l. J., Vormittags 10 Ubr, soll cuf dem Gemeindebaus dabier die hesige Gemeinde- jagd, bestehend in circa 2110 Moratn, 15 Minuten von der Eisendabnflation Nieter⸗Wöllstadt entfernt, auf 6 Jahre verpachtet werden. Oder⸗Wöllstadt den 27. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Oder Wöllstadt. Feuerd a ch. Jagd- Verpachtung. 268 Mittwoch den 7. gebruat d. J., Nachmit⸗ tags 2 Udr, wird die dem greiberrn v. Wetzel zustebende Zelt jagd der Gemarkung Nieder- Mörlen, 2267 Not⸗ malmorgen betragend, in der Bebousung des Gros⸗ derzoglichen Bürgermeiffers zu Ober⸗Mörlen auf 9 Jahre verpachtet. Bemer kt wird, daß die Grenze der Gemarkung Nieder⸗ Mörlen 10 Minuten von der Etsenbabnstatton Bad- Naubeim beginnt. Ober⸗ Mörlen den 28. Januar 1872. Die Zreiberrlich v. Wetztl'sche Reutetverwaltung. König. Verkauf einer Mühle. 259 Donnerstag den 8. Februar l. J., Mitta-s 1 Uhr. soll die Mühle der Johannes Walter Wittwe zu Holzbausen mit 2 Mabloängen und gebörtger Wasser— kraft und 15 Fuß Gefälle, sewie circa 10 Morgen Wisen und Ackerland auf birsigem Ratbbaus ver— fleigert werden. Die Müble liegt in der Nähe des Orts und ist von den Eisenbehnffationen Homburg, Nieder— Wöllflatt und Kloppenheim 1 1½ Stunde entfernt. HDolzdausen v. d. H. am 26. Januat 1872. Grosytrzogliches Ortsgerickt Polzhausen v. d. H. Kiss, Vorsteher. Jagd- Verpachtung. 273 Die Zelr jagd der Gemarkung Griedel, circa 3000 Normal morgen, sowie die Wald zad, circa 600 Normal— morgen haltend, soll auf dem bitfigen Rathbhause Mitt— wo den 7. ebruar d. J., Nachmittags 1 Uhr, auf 6 Jahre anderweit verpachtet werden. Grledel den 29. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Griedel. Fenchel. eigen. 285 Montog den 5. und Dlenstag den 6. Februar J. 3 sell in rem biesiien Gemeindewalde, Dinrikt Kid. z nachverztichnetes Gehölz versteigert werden: 100 Raummeter Nadel-Scheubolz, 213 4„ Pfsügelbolz, 117.25 5„ Stockholz, 5806 Nadel Wellen, 563 Kiesetu-Stämmt= 15035 Cubikmtter, 207„ Stangen- 2124 Die Zusemmel kunft ist jedes mal im Gicht, nahe bei dem Hofe Hasselheck. Am ersten Tage kommt nur Stamm- und Stangen dog am zweiten Tage Nutz- und Brennholz zur Ver— sleigtrung. Zablunge termin 1. August l. J. Ober-Mörlen am 30. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Ober-Mörlen. el Jagd- Verpachtung. 24 Miltwoch den 7. gebruatr d. J., Nachmittage 4 Uhr, sou auf biesigen Robhaus die Licher Gemeinde age, ena 4200 Morgen geld und 3600 Morgen Wald, antetwen auf 6 Jahre verpachtet werden. Lich ten 30. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermelsterel Lich. bring. Jagd- Verpachtung. 290 Die am 29. Januar, Vormittags 10 Ubr, ab⸗ gedaltene Jagdverpachtung hat dite Genebmigung nicht ethalten und soll tieselbe nochmals Müswoch den 7. Jebiuar, Vormittags 10 Uhr det Gastwirth Cbriffoph Weit II. einer össentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Deuchelheilm den 31. Januar 1872. Großherzogliche Kürgerweistetei Heuchelheim. Gaß ert. Holz ⸗Versteigerung. 291 Mentag den 12. und Dienstag den 13. Februar 1. J., Worgens 9 Ur anfangend, soll im Nußbacher Stadtwald, in den Difltektien Strutd und Schtenzer, nach verzeschneice Polz meifbietend verstetgert werten: 63 Raummetet Bachen⸗ und Eichen Schettholz, 40* deogleichen Prugelbolz, 126* desgleichen Stockholz, 2525 Weben desgleichen Retsbolz, sowie 34 Raummeter Eichen⸗Weikscheuholg, 178 Stück Eichen Stamme und Stangen ven 3—8 Meier Länge, 13— 42 Centimttet Durchmesser und 29,00 Fesimeter Indalt. Bemenkt wird, daß letzierte sich desonders zu Wagner⸗ und Grubenbolz eignet. Die Zusammenkunft ist am Cleeberger Weg. Butzbach den 31. Janaat 1872. Großherzogliche Burgermeistetrei Butzbach. Küche l. Tuch⸗ und Wollengarn⸗- Lieferung. 292 ßür die hiesige Jaduftrieschule sollen für das l. 3. im Submisfione wege augeschafft werden: 180 Ellen weißes haldlemenes, 1½ Ellen breites Tuch, 25 Pfund wollenes vierfädiges Garn in nachfolgen den Farben: 1] 5 Pfund weiß, 28„ scwatz, ee 45„ naturgtau, 5) 5„ flldergt au, Summa: 25 Piund. Die Lieferung dat alsbald nach ertbeiltem Zuschlag zu erfolgen. Die Zahlung gtschiebt aus der Gemeinde⸗ kasse dadter. Schriftliche Aagedote sind die Donnets tag den 8. Februar, Vormittags 10 Udr, unter der Aufschrift: Garulieferung, Tuchliescrung gelrennt an unterzeichnete Stelle einzureichen. Gamdach den 30. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisferei Gambach. L 293 Donnerstag den 8. und Freitag den 9. Februar, von Vormütags 8 Uhr an, soll im Licher Stadtwalde, Oisirlien Rothendusch und Kleindäusecderg, nachver⸗ zeichnetes Holz öffentlich versteigert werden: I. Donnetstag den 8. Nebruar. Bauholz. 360 Eichen Bou und Werkboiz⸗Stämme von 15 bis 55 Centimeter Durchmesser und 4 dis 15 Meter Lange, 4 Eledter Stämme, 40 Buchen Werkhol Stämme von 28 bis 62 Centi⸗ meter Durchmesser und 5 dio 8 Meter Länge, 20 Linden Stämme, 200 Stück Eschen, Buchen- und Fichten⸗Wagner⸗ langen. II. Freitag den 9. Februar. Brennholz. 200 Raummeter Buchen Scheubolz, 450 f Buchen⸗ und Eichen⸗Prügelholz, 290 N 5 10„ Sto dhbolz, 6000 Wellen 1„ Reis holz, 7000 Durchforffungs⸗Wellen. Die Zusammenkunft ist am Eltingshaͤuser Fußweg im Rotbenbusch. Lich den 31. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermetsterei Lich. Ibdring. Holz-Versteigerung. 295 Freitag den 9. Februar, Vormittags 9 Ubr, sollen im Schwalheimer Gemeinde- Wald versletgert werden: 240 Stück Eichen Stämme von 10 bis 20 Meter Länge und 12 bis 70 Centimeter Durchmesser, Brennholz. 40 Raummeter Eichen- Pelgelbolz zu Brenn- und Nußbolz geeignet, 44 Raummeter Lärchen Scheitbolz, I. Klasse, 44* desgieichen Stockholz, 130 1 desgleichen Reis holz. Dof⸗Schwalhelm den 31. Januar 1872 ** Holz-Versteigerung 297 Freitag den 9. Februar l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, solen in den Freiherrlich ven Ritter'schen Waldungen zu Hof Hasselheck;: 2 Raummeter Nadel-Prügelbolz, 162 25 Wellen Eichen- und Birken, 281„ Nadelholz, 6 00„ weiches Laubholz, Nelser hol. 9,00 DODoötner verfleigert werden. Die Zusammenkunft Dreimärler. Friedberg den 31. Januar 2872. In Auftrag der Fietherrlich von Rittet'schen Gutsderwaltung zu Rüdesheim. Oeidt. ist au der Tannenspitze am Bekannimachung. 321 Die derzeit erledigte Garteuschützenstelle der Stadt Friedberg soll anderweit besetzt werden, und haben sich Dewerder um dieselde binnen acht Tagen von heute an schrifilich det der unterzeichneten Stelle anzumelden. Zriedberg den 2. ebruar 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg. Foucar. Frucht ⸗Versteigerung. 298 Dienstag den 6. Februar l. J., Vachmittags 2 Ubr, sollen von den Ztuchtvortäthen des Auguftiner Schultonds: 41½ Malter Gerste und 33„ Korn auf besigem Rath hause öffentlich meiftbietend verkauft werden. Friedberg den 31. Januar 1872. Eroß herzogliche Burgermeisterei Friedberg. Foncar. Frucht ⸗Versteigerung. 299 ODienstag den 6. Februar 1. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen von den Zruchtvoträtzen des vereinigten Atmensonds: 50 Malter Korn und 50„ Gerste auf dem diesigen Raihbause öffentlich meistdietend ver⸗ fleigett werden. Zriedberg den 31. Januar 1872. Oroßberzogliche Bürgermeisterei Irtedberg. Koucar. Versteigerungs⸗ Anzeige. 3923 Mittwoch den 7. Februar d. J., Vormittags 10 Ur ansangend, wüd an biesigem Naldhause verschie⸗ dents Handwerkageschirr, dem Julius Boller dabier gehörend. als: 1 Blasdalg für Schmiede oder Schlosser, 1 Amdos mit Klotz, 1 große und kleine Bohrmaschine, 1 engl. Schraubenschlässel, 2 f. g. Schlagen, 14 verschte⸗ dene Hämmer, verschiedene Feilen, 1 Gumtschneid⸗ maschine, 1 Schnelwage mit Gewicht, 1 Werkdauk, 1 Schrank, sowie eine große Partie altes, ader noch drauchhares Eisen und soastige Gegenstände wegzugs halber öffentlich meindtetend dertteigert. Friedberg den 2. Februar 1872. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Joucar. Hofraithe- und Guter ⸗Versteigerung. 325 Donnerstag den 8. Februar d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in biesigem Ratbdause die zum Nochlaffe des Bürgers und Glasermeisters Ludwig Schulze dabter gebötenden Immodilien: Gemarkung Irledderg. Flur. Nr. Kift. 2. 366. 13%. Hofraithe in der Stadt, 2. 78. 121. Gradgarten Llebfrauengaͤrten. Gemarkung Fauerdasch b. g. Pag. Nr. Ruthen. 59. 26. 65. Acker an der Lelmenkaute, 59. 271. 6. desgleichen daselbst, nochmals öffentlich meistdietend verfteigert werden mit dem Bemeken, daß dem Letztdtetenden der Zuschlag ertbeilt werden wird. Friedberg den 2. Fedruar 1872. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. Bekanntmachung. 296 Die am 26. d. Mie. im Gambocher Gemeinde wald abgebaltene Polzversteigerung dat die Genehmigung erhalten und ift der erste Fahrtag det fahrbarer Witterung auf nächflen Montag den d. FRedruar festgesetzt. Fahrtage find: Montag, Mütwoch und Freitag. Gamdach den 30. Januar 1872. Groß betzogliche Hürgermelsseret Gambach. Georg Seim. Lau. 6 0 9 0 „Fuhrländer Nachfolger, Fahrgasse 85, Frankfurt à.. 2 INN 0 2 1— Großes Lager in A e Großes Ai Geschäft. S 1 500 Stüc 3 breite ächtfarbige Cattune, lila, rosa, geld, braun, für 500 Stück% breites schweres Leinen, für Hemden und Be: ttücher, 8 Kleider und Ueberzüge, die Elle 9 und 10 kr. die Elle 12 kr.— 1 2. 200 Stüc/ breite äcifarbige Glanz⸗ Mödel⸗Cattune und Cattune 2½ Ellen breite grode Leinen, für Bettiü ber, das Belttuch ohne Nath, 2 5— mit Boden für Vorhänge, die Elle 9 kr. vier Ellen lang, fl. 1. 44 ke. 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Met s., Nachmittags um Darlehen„0348. 55 iu gegen 162 Mein Cursus für gründliche Erlernung des Kleirer⸗ Spai⸗Einlagen 18558. 7 enü 1 Ubr, soll die der Gemeinde Wölfersheim zussehende machena, als: Maaßneh nen. Zuschneiden, Nichten und* 0 genugend Fele⸗ und Waldj igd über circa 3500 Normalmorgen auf f 1 l N Jus 4 AN N Pflicht al dem Nathhaus daselbst(8 ie Wal? jigd für sich und Anprobtren beginnt Metie Jedruar. Mobillen und Utensili ien 4 15. 36 obli Fetssagd für fich) auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Frau Lehrer Heß. Stamm Antheile, Rückzahlung 10 64. 18 1050 1 Wölfersheim den 1. Februar 1872. Wewel⸗Spescu* 9.9 aden fel . 4 Von böchster Wichtigkeit für Unkosten 19. 29 Großherzogliche Bürgermeisterei Wölsetsbeim. ö* 2 Zu Heyer. A E k Kasse⸗Bestand pro i. Februar 1872„ 10290. 10 wird zg . ugenkranke. a E Holz⸗Versteigerung. 5 975 bastant 29 te: d ed f 4 1 Herr Tr. Ebrbardt! Als ich vorigen Sommer in ingang. 1 896.7 nds Ne 5a cento g geg dehnen o“ 8. be e er e er nge ee enen, f. leg g egg en f ge. ade 45 Stämme Eichen⸗, Bau“, Werk und Nut holz, leiden mit gänzlicher Verdunkelung; der Schmerz 1499. 19 ee. 402.— meinden 12 Meter Eschen⸗ tund Scheitholz, wor sebr graßh and mit Kiömpien derb unden se daß 1007. 9 e e e ee 10„ Pflügelbolz, es kaum zum Avehalten war. Ich hatte ärztliche Hülfe, Der Vorstand and 2655„ Stodbolz. aber alles wirkte nicht. Im größten Schmerz machte 322 Hecht. Weis Ermns. 7 ern n 90 Retsholz. mich eine lau auf eine Annonce im Blatte vom Ir.— 8 en fann Die Zusammer kunft ist Morgens 7¹9 Uhr im Ort. Whi te's Augenwasser von Tr. Ebrbardt auf- 550 Gulden elben die Leld becken ren 30. Januar 1872. merksam, welches eine wunderbare Wirkung bäue. 8 ich wol Großherzogliche Bürgermeifseret Leidbecen. Ich ließ mir ein Gläschen bolen, gebrauchte daeselve Curatelgeld liegen zum Ausle hen bee. 280 und 7 Hir le; Wan, nach Vo schrift und meine kranken Augen waren in Stoden. Decher l. den kurzer Zeit geheilt. Da nun etliche meiner Ver⸗ b i. 295 1(ul. 4220.) Spezial irzt Dr. Kirchhoffer in Mobiliar ⸗Versteigerung.( Aue) ron 3 ren teh br. We gen Kab eh(Scheren dee side Weg gegen ut, 306 Dienstag den 6. Februar, Vormittags 9 Ubr an. Her Kochmale menen Perbind! lichfsen Hal Eras⸗ 8 n 2. en del kangend, läß! Unterzeichneter 4 Pferre mit volfändigem mus Post, Salzschlaf bel zuld 10 gan 1874.. 10 2— desse Wagen und Ackergeschirr, 3 Kühe, 3 Rinder, 2 Schaafe, 35 f 3 ö + 5 Seen ene eee a Z dor per. u ger r. zu beziehen durch Jof. Hoffmann 9 1 d 5 N f Wien schiedene 2 2 Eggen und sonstige Ackergeräth⸗ 8 27 U 1 au ste schaften, Peu, Grummet, eine große Quantttät allerlei 28% Want apieren, Aal Stroh, mehrere hundert Körbe Spreu, ungesäbr 60 Leere elf 6 1 kee Conpous 8 unter Achtet 5 Malter Kartoffeln mebrere hundert Centner Dickwurz* reeller Bedienung. f Fässer, Tische, Stühle une sonstsge Wirthscha'tsgetälh⸗ 253 9 5 schaften gegen gleich baare Zabung verseine n. 253 in allen Größen bel Georg Groß. ee Aa A. an 1 Rodheim v. d. H. den 31. Januar 1872. 2 8 0 Ludwig Nickel, Gaßwirth.* 8 * P 26 5 Geld 5 e N f atent⸗ Dachziegel Frankfurt am 1. Februar 1872. Th della 5 I 160(Französische Falsziege!)—— nisee de J. 0 5 empfehlen A. Riegelmaun 8 Cie., Preußische N fl. 9 57½—58½ dihung d g 34 namentlich uch Schmiedekoblen, verkauft zu n bei Hanau. Pitten: e„ 9 40—42 Spb b digen Prelen die Zlegeler am Vahnbof zu Nauhelc. e Eee 2 Dellandische fl. 10. Stücke..„ 9 8395 Drolclel 3 3 Ducaien e ee e e ab 5 .* Ducateu al mage 2 54334 1b. 8 . 51 5 N Schwarze seidene Halsküchet, Der mittlere Stock eg,„ ee, e ö 18 ewt e Umknöpftücher und Feulards 0 202 meines Pauses i anderwelt zu vermietden. N e Jmpelsalee g b 4 1. 23 dünn 0 K. Aricorich, neben der Puff in riet berg. Bäcker Numpf vächs der Pol. J Hostars in Gold 5. 22835 daaht, 0 Un