„ N50 Dienstag den 2. Juli. N 76. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Zutelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Abonnement auf den Oberhessischen Anzeiger, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Exlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und bemerkenswerthesten Tagesbegebenheiten, besonders wichtige Neuigkeiten durch Extrablätter, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours-Berichte, Verloosungen von Staats papieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekvoten, Räthsel, Bilderräthsel ꝛc. Das Abonnement beträgt bei der Verlags-Expedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel⸗ jährlich 47 kr. mit Bringerlohn. Inseratgebühren werden die einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit 3 kr. berechnet, bei Tabellen- und Ziffersatz mit 8 kr. der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. 1— brechung eintritt. drücklich Abbestellung erfolgt. Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗ Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das zweite Halbjahr zusenden, wenn nicht aus⸗ Die Redaction. Amtlicher Theil. B Betreffend: Anmeldung und Prüsung der einjährig Freiwilligen. Diejenigen Militärpflichtigen, welche als einjährig Freiwillige dienen wollen und im Großherzogthum Hessen nach§. 20 der Militär- Ersatz⸗Instruction vom 26. Marz 1868(Reg.⸗ Blatt Nr. 21) ge⸗ stellungspflichtig sind, haben ihre Anmeldung schriftlich, unter Be— rücksichtigung der§8. 148, 149, 151, 152, 153, 154 und 155 der rrwähnten Militär⸗Ersatz⸗Instruction bis 5 zum 1. August d. J. bei der unterzeichneten Commission einzureichen, falls sie sich der im September d. J. stattfindenden Prüfung zu unterziehen beabsichtigen. Der Meldung sind beizulegen a) ein Geburtszeugniß; 5 b) eine beglaubigte Einwilligung des Vaters oder des Vormundes; c) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von hoheren Schulen(Gymnasien, Realschulen, Progymnaslen und höheren Bürgerschulen) von dem Director bzw. Rector der betr. Lehr⸗ anstalt, für alle übrigen jungen Leute aber von der Polizei Obrigkeit auszustellen ist. Bei Nichtbeobachtung der bestehenden Vorschriften, oder Ein eichung des Gesuchs nach dem angegebenen Termine, kann die Zulassung zu der nächsten Prüfung nicht statisinden. Der Prüfungs- sermin, sowie das Lokal, worin dieselbe vorgenommen wird, kann erst e n een. Die unterzeichnete Commission macht außerdem auf folgende Be⸗ stimmungen ausdrücklich aufmerksam. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst darf nicht vor dem vollendeten 17. Lebensjahre und muß bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. Februar des Kalenderjahres nachge— sucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Mit der Anmeldung um Zulassung zum einjährigen Militärdienst ist die Aufgabe des Rechts, an der Loosung Theil zu nehmen, verbunden. Aus nahmsweise kann der durch die versänmte rechtzeitige An⸗ meldung verloren gegangene Anspruch durch Entschließung der Ersatz⸗ behoͤrden dritter Instanz wieder verliehen werden, wenn der betheiligte Militärpflichtige noch nicht an einer Loosung Theil zu nehmen ver⸗ pflichtet war, oder vermöge seiner Loosnummer disponidel geblieben ist. In letzterem Falle darf diese Vergünstigung indeß nur dann ein⸗ treten, wenn der deßfallsige Antrag vor der zweiten Aushebung, bei welcher der betheiligte Militärpflichtige zu concurriren hat, formirt wird. Gesuche um Wiederverleihung der durch versäumte rechtzeitige Meldung verloren gegangenen Berechtigung sind an die zuständige Kreis⸗Ersatz Commission zu richten. Darmstadt den 14. Juni 1872. Großherzogliche Prüfungs⸗Commission für einjährig Freiwillige. Pa bst. teren e. pater bekandt gemacht werden; eine specielle Einladung erfolgt nicht. Deutsches Reich. Darmstadt. Am 1, Juli tritt der dritte Ausschuß erster Kammer zur Erledigung verschie⸗ ener rückständiger Arbeiten zusammen. — Ritter Vienna de Lima, Kaiserlich Bra⸗— lianischer außerordentlicher Gesandter und bevoll⸗ nächtigter Minister in Berlin, ist in gleicher Eigenschaft am Großherzoglichen Hofe beglaubigt dyrden. An Stelle des Königlich Belgischen Ministerresidenten Baron Greindl ist der Könlg⸗ uch Belgische außerordentliche Gesandte und be— nollmächtigte Minister Baron Nothomb in Berlin in gleicher Eigenschaft auch am Großherzoglichen Hofe beglaubigt worden. Berlin. Der geheime Ober⸗-Regierungsrath Stiehl aus dem Cultusministerium wird mit em 1. Juli einen mehr monatlichen Urlaub antreten. — Ein am 26. Juni von dem Justizausschuß urs Bundesraths gestellter, von den Bundesraths⸗ ritgliedern Friedberg, Neumayr, Held, Türkheim, liebe und Krüger unterzeichneter Antrag zu dem Jesuitengesetz lautet: 1) Da der Orden vom deutschen Jeichsgebiete ausgeschlossen ist, den Ordensange börigen die Ausübung jeder Ordensthätigkeit, be senders in Kirche und Schule, sowie die Abhaltung ton Missionen, nicht zu gestatten; 2) die zur Vollziehung dieses Gesetzes erforderlichen Anord⸗ 4 nungen für einzelne Fälle haben die Landesbe⸗ hörden zu treffen; 3) den Landesregierungen wird empfohlen, die nach dem Gesetz zulässige Anweisung eines Aufenthaltes in bestimmten Bezirken und Orten in der Regel auf Fälle zu beschränken, wo Ordensangehörige sich außer Stande erklären, selbst einen bestimmten, ihnen nicht versagten Aufenthalts- ort zu wählen; 4) die Landesregierungen zu er⸗ suchen, von der durch das Gesetz angeordneten, innerhalb einer gesetzlichen Frist auszuführenden Auflösung von Ordensniederlassungen in jedem einzelnen Falle das Reichskanzleramt zu berach- richtigen und demselben anzuzeigen, ob ausländische Ordensangehörige internirt worden; auch Namen und persönliche Verhältnisse dieser Personen anzu- geben, sowie Erhebungen darüber zu veranstalten, ob in dem betreffenden Bundesstaate Orden oder orbensähnhliche Kategorien von dem Jesuitenorden verwandten Orden bestehen und solches binnen dreimonatlicher Frist anzuzeigen. — Das Handelsministerium hat auf Antrag des Bundeskanzleramts sämmtliche Bahnverwal— tungen angewiesen, die demnächst auf den Eisen- bahnen behufs Orientirungsreisen sich einstellenden Offiziere thunlichst zu unterstützen. Die Offiziere müssen ihre Route und den Reisezweck geheim halten. — Der„Börsen-Kurier“ bringt folgende bis jetzt noch alleinstehende Nachricht:„Oberbauin⸗ spector Mupschel, dessen Verhaftung beim Belreten des russischen Bodens man neulich meldete, ist in Folge des Einschreitens der hiesigen Regierung von der russischen Behörde sofort in Freiheit ge- setzt worden.“ Kattowitz. Unter dem Namen„Wahrheit“ wird der altkatholische Priester Kaminski vom 1. Juli d. J. ab in Kattowitz als Organ der Altkatholiken ein religiös-politisches Blatt heraus- geben, welches gegen die klerikalen und anti nationalen Bestrebungen Front machen soll. Das Blatt wird in deutscher und polnischer Sprache gedruckt werden. Elberfeld, 27. Juni. In heutiger Be⸗ rufungs-Instanz wurde ein jüngst von der Zucht polizeikammer des k. Landgerichts ergangenes Uxtheil gegen einen Fabrikanten aus Solingen wegen Aus- fuhr von Wassen während des deutsch-französischen Krieges bestätigt. Das Urtheil lautete auf eine Geldstrase von 14,000 Thalern, ev. 6 monatliche Gefängnißhaft. Stuttgart. Eine in Eßlingen gehaltene Wanderversammlung der evangelischen Geistlichen Würtembergs aller theologischen Richtungen be⸗ schloß, daß die Kirche die obligatorische Civilehe ———————— nicht vrovociren, aber, sofern dieselbe unausbleiblich] Aufgaben aufzählen, welche die Regierung zu lösen sei, die Gemüther versöhnend darauf vorbereiten solle. Straßburg. Von den Forts, schreibt man der„N. Fr. Pr.“ von hier, welche unsere Stadt zu einem Waffenplatze ersten Ranges machen werden, sind seit einiger Zeit mehrere rüstig in Angriff genommen worden, so namentlich die beiden, welche die sog. Hausberge krönen, ein ansehnlicher gestreckter Rücken, der ungefähr in der Linie zwischen Straßburg und Zabern liegt. Erst mit ihrer Vollendung wird mit der sehnlichst gewünschten Stadterweiterung begonnen werden können. Ausland. Schweiz. Bern. Die französische Regie- rung hat vom 1. Juli an die Paßvisa-Gebühren gegenüber der Schweiz aufgehoben. Unterhand⸗ lungen über die gänzliche Aufhebung der Paß⸗ Formalitäten sind eingeleitet. Genf. Das Schiedsgericht hat in endgültiger Beschlußfassung am 28. Juni die indirecten An- sprüche und den Antrag Englands auf Vertagung verworfen. Amerika und England haben diese Entscheidung acceptirt. Die nächste Sitzung findet am 15. Juli statt. Luxemburg. In der Deputirtenkammer wurde am 27. Juni der Eisenbahn Vertrag mit Deutschland einstimmig ohne erhebliche Debatte angenommen. Die Sesston wurde hierauf geschlossen. Frankreich. Paris. Der Vertrag zwischen Frankreich und Deutschland ist durch Graf Remusat und Graf Arnim unterzeichnet worden. Die von Thiers gemachten Vorschläge sind in den Haupt: punkten acceptirt und nur einige leichte Modifi⸗ cationen in andern Punkten angebracht worden. Der Vertrag, welcher als äußerst günstig betrachtet wird, soll alsbald der Nationalversammlung unter- breitet werden. — Thiers empfing die drei Delegirten des im Hinblick auf die Anleihe gebildeten Pariser Banquiers⸗Syndikats, die Herren Daru, Germain und Joubert. Er beruhigte die Delegirten darüber, daß die Anleihe näher bevorstände, als man all⸗ gemein glaube, und daß auch nicht, wie es hieß, ein großes Bankhaus bei der Betheiligung be⸗ sonders begünstigt werden solle. Nach dem„Siecle“ hätte er sogar erklärt, daß der ganze Betrag der Anleihe im Wege der öffentlichen Subscription erfordert werden soll; er werde, hätte er hinzu⸗ gefügt, künftigen Montag in der Lage sein, der National versammlung das Resultat der Unterhand⸗ lungen mit dem Berliner Cabinet mitzutheilen. — Ein vierter Mitschuldiger jener grausigen Volksscene, welche in einer Januarnacht während der Belagerung in der Vorstadt Grenelle spielte und in der ein ehemaliger Polizei ⸗Sergeant des Kaiserreichs unter wüsten Mißhandlungen zum Tode befördert wurde, ist nachträglich entdeckt worden und vor seinen Richtern, demselben Assisen⸗ hofe, der gegen zwei Schriftsteller verhandelt hatte, erschienen; Sauvaglot, der sich dann auch unter der Commune durch zahlreiche Gewaltacte einen gefürchteten Namen gemacht hat, wurde, wie zuvor seine drei Complicen, zum Tode verurtheilt. Versailles. Der mit dem deutschen Bot⸗ schafter, Grasen Arnim, vereinbarte Vertragsentwurf ist am 27. Juni von Berlin hier wieder einge langt. Die Unterzeichnung steht ganz nahe bevor. Sobald dieselbe erfolgt ist, gelangt der Vertrag zur Mittheilung an die Nationalversammlung. Dänemark. Kopenhagen. Amtlicher Be⸗ kanntmachung zufolge wird Justizminister Krieger vom 1. Juli ab zum Finanzminister, Etatsrath Klein, Präsident des See- und Handelsgerichts, zum Justizminister ernannt. Spanien. Madrid. In der Umgebung von Xerez haben sich Banden gebildet. Sie haben in der Stadt Barrikaden errichtet, welche aber von den Truppen genommen wurden. Die Cavalerie verfolgte die Insurgenten und machte 51 Gefangene. Die Bürgergarde von Puerto de Santa Maria machte gleichfalls Gefangene. Man erwartet demnächst die Veröffentlichung eines Mani⸗ festes der Regierung. Dasselbe wird die poli⸗ tischen, administrativen und volkswirthschaftlichen sich zur Pflicht gemacht hat.. — Man versichert, daß der König die Auf- lösung der Cortes unterzeichnet habe und das amtliche Blatt das betreffende Decret am 3. Juli veröffentlichen werde. a Italien. Rom. Von bier wird berichtet, daß der Papst auf seine eigenen Kosten dem Papst Gregor VII. in Salerno ein Monument errichten läßt. Der Architekt Innocenti ist bereits nach Salerno gereist, um dort die nöthigen Vorarbeiten zu veranlassen. Indem Pius IX. dem Andenken des Papstes, vor dem ein deutscher Kaiser barfuß im härenen Büßergewande um Gnade gefleht hat, ein Monument errichten läßt, gibt er Antwort auf das feste Wort Bismarck's, daß das heutige Deutsch⸗ land nicht nach Canossa gehen werde. Amerika. Port⸗au-⸗Printe. Die Re⸗ gierung von Haiti concentrirt Truppen bei Kap Haiti, da sie einen neuen Angriff von San Domingo aus befürchtet. Wie es heißt, wird die Regierung Baez den Krieg erklären, da man ihn für den Urheber des Angriffs auf das Gebiet von Haiti hält. Caratas. Die Revolution ist zu Ende. Salazar wurde nach seiner Niederlage vom General Colina verfolgt und gefangen genommen, Vor ein Kriegsgericht von 23 Offizieren gestellt, würde er dazu verurtheilt, am 17. Juni in Gegenwart der gesammten Armee erschossen zu werden. Gießen. Am 26. Juni Nachts gegen 12 Uhr wurde ein Mann aus Rodheim vor der Stadt, jenseits der Lahn⸗ brücke, von einigen Burschen verwundet und selbst dann noch zum wiederholtenmale gräßlich geschlagen, als er bereits längere Zeit betäubt im Chausseegraben gelegen hatte. Zum Schluß nahmen sie ihm das Geld ab und theilten es unter sich.— Anderen Tages früh hat die Polizei die Thäter— drei Ziegelbrenner aus Climbach und Beuern— ermittelt, verhaftet und das gestohlene Geld bis zum letzten Heller wieder herbeigeschafft. Gießen. Montag den 1. Juli, Vormittags 9 Uhr, nahmen die Sitzungen des Schwurgerichts vom 3, Quartal l. J. ihren Anfang und werden während derselben nach: bemerkte Anklagen zur Verhandlung beziehungsweise Ab⸗ urtheilung kommen: Den 1. Juli, Vormittags 9 Uhr, gegen Marie Schäfer von Gardbenteich, wegen Diebstahls; Ver theidiger: Großherzoglicher Hofgerichtsadvocat Weidig. Denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen Johannes Noll VI. von Schwarz, wegen Diebstabls; Vertheidiger: Großh. Hofger.⸗Adv. Dr. Gulfleisch. Den 2. Juli, Vorm. 8 Uhr, gegen Curt Hohmeier von Rainrod, wegen Diebstahls; Ver⸗ iheidiger: Großh. Hofger.⸗Adv. Dr. Dittmar. Denselben Nachmittags 3 Uhr, gegen Johannes Groß IV. von Lehn⸗ heim, wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg; Ver— theidiger! Großh. Hofger.⸗Adv. Dr. Reatz. Den 3. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Johannes Schmitz von Flitiard, wohnhaft in Gießen, wegen Diebstahls; Vertheidiger: Hofger.⸗Adr. Lauer. Denselben, Vormittags 11 Ubr, gegen Ludwig Döringer von Wieseck, wegen Diebstahls; Vertheidiger: Großh. Hofger.⸗Adv. Thorwart. Den 4. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Wilhelm Zinßer, Postexpeditions⸗ gehülfe zu Kirtorf, wegen Verbrechens im Amte; Ver⸗ theidiger: Großb. Hofger.⸗Adv. Dr. Muhl. Frankfurt ist um ein Kleinod ärmer geworden. In der hiesigen Familie W. wurde nämlich der Briefwechsel, welchen Altmeister Göthe einstmals mit einem Gliede derselben, das er als„Suleika“ verherrlichte, aufbewahrt, dabei war aber bestimmt, daß der Inhalt der Briefe bis zu einem gewissen Zeitpunkie nicht veröffentlicht werden dürfe. Durch den Tod der Frau Sch. wurde nun diese Bestimmung hinfällig. Da trat die Familie zusammen, um über das Schicksal der Briefe zu entscheiden: die Einen wollten aus Prüderie, weil die Briefe sehr zärtlich sein sollen, dieselben vernichten; die Andern wollten dieselben in der Stadtbibliothek deponiren; die Dritten endlich setzten es durch, daß man sich des Verkaufs halber an einen hiesigen Buchhändler wandte. Dieser hat nun die Manuscripte einem Leipziger Buchhändler angeboten und solche für 5000 Thlr. verkauft. Frankfurt ist dadurch um eine Perle ärmer geworden. Darmstadt. Am 27. d. stand ein kaum 15jähriges Mädchen Anna Maria Werner von Klein⸗Krotzenburg wegen Moceversuchs vor dem hiesigen Beziiksstrafgericht. Die im Wesentlichen eingeräumte Anklage ging dahin, daß die Beschuldigte, eine äußenst beschränkie. jedoch keines⸗ wegs unzurechnungsfähige Pecson, ein sechsjähriges Mäd⸗ chen aus Zorn darüber, weil dasselbe sie beleidigt haben soll, in den Main getragen, und die Absicht, es zu er läuten, durch verschiedene, beharrlich wiederholte Versuche bethäligt habe. Das Kind wurde nut durch einen glück⸗ lichen Zufall vor dem Tod in den Wellen durch einen Fuhrmann gerettet. Die Staatsanwaltschaft beantragte wegen versuchten Mordes eine Gefängnißstrafe von sechs Jahren. Der Gerichtshof sand die Angeklagte indeß nur des Versuchs des Tooschlags schuldig und erkannte auf 1 Jahr 8 Monate Gesängniß, gegen welches Urtheil die Staatsbehörde sosort Berufung einlegte.— Ueber unserer Stadt entluden sich am 27. Juni nicht weniger als 4 Ge⸗ witler, theilweise von Hagelschlag begleitet. Erbach. Bei dem am 24. d. M. in 1 ab⸗ gehaltenen Forstgerichte ergaben die Besprechungen, daß am verflossenen Samstage Oberförster von Kienle mil 2 Förstern im Wirthshause zu Brehmhof ein verdächtiges, seinen Namen falsch angebendes Subject packte, binden und auf das Landgericht Höchst abgehen ließ, eh en in dem Ueberlieferten ein steckbrieflich verfolgtes Subjetl von Kinbach, Kreis Neustadt, constatirte. e wurden bei Höchst 2 Stromer aufgefangen, und bürfle anzunehmen sein, daß diese drei hinter Schloß und Riegel Sitzenden dieselben Kerls sind, welche verflossenen Freitag Nacht in Hengmantel, Kreis Neustadt, einbrechen wollten, durch einen Schuß aus dem Nachbarhause verscheucht wurden.— Hiermit wären wohl die 3 letzten Verdächtigen, welche nach Angabe der Polizei noch fehlten, unschädlich gemacht, denn sämmtliches sonstige Forsipersonal gab dit festen Versicherungen, daß nirgends verdächtige Leute zu sehen wären; auch das Gericht ist mit seinen Resultaten zufrieden, und wollen wir hoffen, daß das Publikum in Bälde genügende Aufschlüsse erhalten kann.— Es tit nun an alle Odenwälder die große Verpflichtung heran, endlich einmal die gehabte Angst zu übermannen, damit unsere bisherige Sicherheit, die einmal durch Ansammeln schlechter Subjecte so gröblich geslört war, zurückkehre, Ganz besonders muß aber erwartet werden, daß die Re⸗ volver und Pistolen zu Hause bleiben. Ganz besonders muß aber auch hervorgehoben werden, daß jene Schreckensartikel in auswärtigen Blättern ein Ende nehmen, und das reisende Publikum von dem neu eröffneten Odenwalde forlan nicht abgeschreckt werde. 5 Bechtheim. Innerhalb der letzten 8 Tage wurden in den Gemaikungen Bechiheim nicht weniger als 82,000 Mäuse und cuca. 600 Kornhamster abgeliefert und dafür aus der Gemeindekasse ungefähr 700 fl. ver⸗ ausgabt. a e Nassau. Das am 25. Juni versammelt gewesene Fesicomiie zur Enthüllung des Stein-Denkmals hal auf Vocschlag des Gemeinderaths mit Stimmen⸗Einhellig⸗ keit beschlossen, ein zweitägiges Fest in glanzvollster Weise zu veranstalten, insbesondere auf Kosten der Stadt auf „dem Furt“ eine Festhalle für circa 500 Personen zu er⸗ bauen, Bau-, resp. Verschönerungs⸗-, Wohnungs- und Ordnungs⸗Comites zu bilden, alle Mitglieder„des Comites zur Errichtung eines National- Denkmals für den Frei⸗ herrn v. Stein“ als Gäste der Stadt einzuladen und sonstige erforderliche Einladungen ergehen zu lassen, die Musikcapelle des Pioniercorps in Coblenz zu engagiren, Ehrenpforten zu errichten, am ersten Festabend einen Zug durch die illuminirte Stadt und ein Feuerwerk auszuführen und die Stadt zu beflaggen. ö Orleans. Ein fürchterliches Eisenbahnunglück er⸗ eignete sich am 19. Juni auf der Eisenbahnlinie von Orleans. Als der Zug von Bordeaux um sechs Uhr Morgens in Juvisy eintraf, stieß er quer auf einen im Bahnhof manöorirenden Wagentrain. Der Stoß war fürchterlich. Die Locomotive, der Tender und die ersten Waggons würden über den Waarenzug hinausgeschleudert. Um das Unglück vollständig zu machen, verbreitete sich das Feuer der Maschiene und iheilte sich den Wagen mii, Es war ein gräßliches Schauspiel; man hörte das Ge⸗ schrei der Personen, die nicht auf der Stelle getödtet worden waren. Die Flammen waren so heftig, daß es nicht mögllich war, den Leuten Hilfe zu bringen. Kurz darauf war Alles, Reisende und Wagen, verkohlt. Die Zahl der Verwundeten mag sich auf 20 bis 30 belaufen, die der Todten kennt man vis zur Stunde noch nicht genau, doch sind wenigstens fünf Personen verbrannt. Die nur leicht beschädigten Passagiere wurden von dem Lyoner Zuge aufgenommen und kamen um 8 Uhr in Paris an. Amerika. Wie es beim Bostoner sogenannten in ter⸗ national⸗musikalischen Friedens⸗Jubiläum um die Musik steht, ist aus einem Kabeltelegramm zu ersehen, welches die wichtige Mittheilung macht, daß in der Jubiläumshalle ein großer Ball slattfand, an welchem 27,000 Personen Theil nahmen und bei welchem Walzer⸗ Strauß den Takislock schwang. Die Amerikaner haben übrigens für diesen Spectakel einen neuen Namen ge⸗ junden, sie nennen ihn:„das Bostoner musikalische(7) Erdbeben.“ f In New. Nork hat dieser Tage eine Hochzeit statt⸗ gefunden, der eine eigenthümliche Liebesgeschichte vorher⸗ ging. Ein Kaufmann in der Amity Street daselbst, Namens Bischof, hatie eine reizende Tochler von 17 Jahren, Ida, und einen Cleik, Namens John Brown 24 Jahre alt. Die jungen Leute liebten sich und letzten Winter hielt Brown dei Ida's Vater um ihre Hand an. Der wohl⸗ habende Kaufmann wies den Bewerber höhnisch ab und sagie dabei, da er wußte, daß Brown kaum mehr als 200 Dollars von seinem Gehalte erspart halte, vor mehreren Zeugen:„Ich gebe Ihnen meine Tochter nur, wenn Sie im Stande sind, sie mu Gold aufzuwägen.“ Brown griff diese Idee auf und verlangte die Zusage schriftlich. In einer ubermüthigen Laune und in der Ueberzeugung, daß der Cleuk nümals so viel Gold zusammenbringen werde, wurde die schriftliche Zusicherung gegeben, von Bischof un) zwei Zeugen unteiferligt, und kaum halte Brown sie in der Tasche, so reiste er nach Callsornien ab, um Goldgräber zu werden. Mehrere Monate lang erwab er sehr wenig, aber er blieb in steter Cortespondenz mit Ida, und ver⸗ sicherte dieser allen Eenstes, er werde nicht ruhen, bis er im Stande sei, sie mit Gold aufzuwiegen. Das Mädchen ließ sich insgeheim abwiegen und sendete ihm die Ziffer ihres Gewichtes. Das gleiche Gewicht in Gold hätte an 36,000 Dollars belragen. Plötzlich machte Brown einen Goldfund im Werthe von 20,000 Dollars und gewann einige Tage darauf 3000 Dollars im Spiele. Nachdem er von dem letzteren Betrage wieder 2000 Dollars verloren, wut 10 bel battit .„ Volle Jie ne erb! clnige hauch a ft 90 0 b diesem Aubdste Jima Schild Fund then, N Herz Carl Sand heim Sarke ber A C von 9 bab ft Schau gebe 9 1„Dtaknilt A Cen. sschwur er zu sich, nie wieder zu spielen, sondern arbeitete in den Goldminen. Als Ida's Vater erfuhr, daß Brown sbereits eine ansehnliche Summe erworben habe, meinte er:„Hm! ich halte mein Wort, aber ich lasse keinen Dollar nach.“— Nun begann das Mädchen sich nur auf idie nothwendigsle Nahrung zu beschränken, um ihr Gewicht herabzubringen. So gelang es ihr, ihrem Geliebten nach einiger Zeit zu melden, daß er schon 2000 Dollars weniger brauche. Darauf sendete Brown die zärtlichsten Bitten, idiese Abmagerung ja nicht fortzusetzen, und endlich kam er plötzlich mit 40,000 Dollars in New- York an. Das Mädchen wurde jetzt gegen Gold abgewogen und es stellte ssich heraus, daß sie nur 30,000 Dollars schwer war. Zu diesem Gelde legte Bischof jetzt seinerseits 30,000 Dollars Aussteuer und die Glücklichen wurden vermählt. Die Firma heißt jetzt:„Bischof und Brown? und führt das Schild:„Zum richtigen Gewicht.“ Das Gewölbe ist voll Kundschaften, welche die Neugier, das junge Paax zu sehen, binsührt. Mirador,(Mexico). Hier starb unlängst in Folge Herzschlags der Mitgründer der Gießener Burschenschaft Carl Sartorius, genannt„der Bauer“, der dem Carl Sand, bevor dieser zur Ermordung Kotzebue's nach Mann⸗ heim ging, im Bickebacher Walde die Haare abschnitt. Sartorius war einer der hervorrggendsten Theilnehmer an der Wartburg⸗Feier und saß später in Wetzlar. Canton(China.) Mit der chinesischen Post kommt won hier die Nachricht von einem großen Unglücke, das sich in Tschung Sing ereignet hat. Während eines Schauspieles, welches zu Ehren einer weiblichen Gottheit gegeben wurde, gerieih das Bambusgebäude in Brand. Da eine große Anzahl von Frauenzimmern unter den Zu⸗ schauern war, so slellte sich die größte Verwirrung ein, so daß ungefähr 600 Menschen geiödtet und verwundet wurden. D. Frankfurt a. M., 29. Juni 1872,(Börsenwoche vom 24. bis 20. Juni.) Die Ultimo⸗Liqutdation bilde ie die Wasserscheide für die dieswöchentliche Börsenstimmung. Vor der Liquidation lag es wie Blei auf den Gemüthern und auf den Coursen, die nicht leben und nicht sterben konnten und die Verzweiflung aller Börsenfreunde bildeten, die das ewig alte ed von dem„schleppenden Geschäfts— gang“ und der„Zurückhaltung oder abwartenden Stellung der Speculation“ in täglich neuen Variationen singen sollten. Die Liquidation war diesmal in der That dazu angethan einen empfindlichen Druck auf den Verkehr zu äußern. La Qulstion d'argent, die Gelöfrage, mit der die Börse zu rechnen seit Monaten fast ganz verlernt hatte, trat wieder einmal in ihre Rechte. Geld stellte sich wesentlich knapper und, was noch mehr ins Gewicht fiel, wesentlich theurer, als seither. Durch die Reports, die auf einge⸗ gebene Effecten bezahlt wurden(27 Credit. per Stück bis fl. ¼) stellte sich das Prolongationsgeschäft auf 56%, eine Rate, deren man sich in letzter Zeit hier ganz entwöhnt hatte. Zu dem waren die zu prolongirenden Stücke viel offerirt, da die schwache Contremine nur einen Rückbedarf zu erkennen gab. Am meisten verkehrten Creditactien, welche von Hamburg und Berlin poussirt wurden. Sie gewannen 6 ½ fl., Staatsbahn 3½ und nur Lombarden stagnirten bei 215½, nachdem man zur Einsicht gekommen, daß dieselben bei diesem Coutse als bezahlt erscheinen. Oesterr. Nationalbank gewann auf die günstige September⸗ Dividende von 28 fl. hin 7 fl., Meininger 2 fl. und nur Darmstäbter gaben 5 fle nach. Sehr groß war das Ge⸗ schäft in Effectenbank(L. A. Hahn), welche am 1. Juli ihre Thätigkeit beginnt und die Exträgnisse in fast sichere Aussicht stellt, welche selbst vielverlangenden Actionären entsprechen dürften. Bayr. Handelsbank 3 fl., Frankfurter Bankverein 1 fl. höher. Von Bahnwerthen profitirten Franz⸗Joseph am meisten, 4 fl., Junge Elisabeth gingen 1½, Galizier und Dniester 1 fl. höher. Deutsche Bahnen still. Prioritäten mit Ausnahme von Rudolf eher billiger. Staatspapiere ziemlich unverändert. Loose, ohne starken Verkehr, halten sich aut im Preise. Amerikaner Staaten⸗ bonds nachgebend. Von Pristitäten nut Oregon 2% höher. Zur Notiz. Wie wir bereits früher erklärten, beantworten wir anonyme Zusen⸗ dungen in keiner Weise. Die betreffenden Briefe oder Zettel wandern unbarmherzig in den Papierkorb. Wer uns einen Artikel zur Aufnahme sendet oder wer eine Anfrage an uns richtet, der unterzeichne seinen Namen. Es hat sich ja doch Niemand dieser Zusendungen zu schämen. Selbst⸗ verständlich bewahrt die Redaction das Geheimniß. Wir werden uns in allen folgenden Fällen einfach auf diese Erklärung beziehen. Die Red. Oeffentliche Aufforderung. 1076 Ueber das Vermögen des Friedrich Rudolph Paas und seiner Ehefrau, Anna Maria, ged. Meiok!, von Jauerbach b. Fr. ist formeller Concurs erkannt worden. Termin zut Beschlußfassung über etwa mög⸗ liche gütliche Erledigung der Sache, beziehungswelse fonflige, durch das Concurs verfahren bedingte Maß⸗ regeln wird auf Mittwoch den 3. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr, unberaumt und haben die Gläubiger in diesem Termin, in welchem Forderungen und Ansprüche anzumelden und rtwalge Votzugstechte geltend zu machen sind, um so gewisser zu erscheinen, ale dieselben sonss ven der Masse ausgeschlossen werden. Friedberg am 10. April 1872. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Reiß, Zimmermann, Landrichler. Landgerichts⸗ Assessor. Holz ⸗Versteigerung. 1783 Freitag den 5. Juli d. J., des Morgens 8 Uhr anfangend, werden im Nieder ⸗Weiseler Gemeindewald. m Hinterwald, Disleikt Hintetstikopf, nachderzeichnete Polzsortimente einer öffentlichen Verstrigerung ausgesetzt werden: 1) 164 Raummeter Buchen und Nadel⸗Stockbolz, 2) 22,680 Stück Buchen-, Eichen⸗Nadel⸗Reioholz⸗ PPT Resonders vortheilhafte Glücksofferte. Glück und Segen bei Cohn. Große vom Staate Hamburg garantirte Geld⸗Lotterie von über Million 860,000 Thaler. Diese vortheilhafte Geld-Lotterie ist Alesmal Wiederum dureh Gevinne gauz bedeutend vermehrt, sie enthält nur 58,000 Loose, und werden in wenigen Monaten in 6 Abtheilungen folgende Gewinne sleher gewonnen, nämlich: 1 Gewinn etent. 100,000 Thaler, speciell Thaler 60,000, 40,000, 24,000, 16,000, 12,000, 10,000, 3 mal 8000, 4 mal 6000, 4 mal 4800, mal 4400, 7 mal 4000, 9 mal 3200, 10 mal 2400, 26 mal 2000, 4 mal 1600, 53 mal 1200 103 mal 900, 5 mal 600, 2 mal 480, 205 mel 400. 255 mel 200, 5, mal 120, 340 mal 80. 14,610 mal 44, 40, 13,750 mal 20, 8, 6, 4& 2 Thaler. Die Gewinn- Ziehung der zweiten Abtheilung ist amtlieh auf den ten und sten Juli d. J. festgestellt, und kostet hierzu die Renovation für das gunze Originalloos nur 4 Thlr. wellen, 3) 40,31 Stangenho'z. Die Zusammenlunst ist an der Haupischnese am Pinterflenkopf. Das Holz wird gegen vorschristsmäßige Bü⸗gscheine verborgt bis Martin tag J. J. Die Herren Bürgermeistet werden ersucht, die Verfleigerung in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Nieder⸗Weisel den 29. Juni. 1872, Otoßherzogliche Bürgermetsterel Niedet⸗Weisel. Reue r. Garten ⸗Versteigerung. 1790 Donnersiag den 15. August d. J, Vormittags 11 Uhr, soll in biesigem Rathhause ein dem Glastr. meifler Johannes Wetzstein dahler gehötendes Grundffück: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftt. 5. 103. 100. Grabgarten am Moinzerthor, öffentlich meiflbletend versteigert werden. FIrtedberg am 28. Junt 1872. Groß herzogliches Orta gericht Friedberg. FJouc ar. Güter⸗Versteigerung. 1789 Montag den 8. Juli d. J., Vormittags 10 Ubr, sollen in blesigem Ratbhause auf freiwilligen Antrag des Johannes Zoft 11. dahier die demselben zu⸗ gehenden kauterstocke in Friedberger und Ochssädter Ge⸗ markung öffentlich meifbietend versteigert weiden. Frtedberg den 28. Jun 1872. Großherzogliches Ortsgericht Frievberg. g o uc a r. api such. Kapitalgesuch. 1782 Die Gemeinde Ockfsadt sucht ein Kapltal von 1500 fl. zu 4½% zu leihen. Diesentgen, welche diesem Wesuch enisprechen wollen, haben sich in Zen 8 Tagen bel unterzeichneter Stelle zu melden. g Ockftant den 30. Juni 1872. Großherzogliche Burger melsserel Ockstapt. Grönlin ger. Feftmeter Eichen⸗, Tannen⸗Stamm⸗ und 1333 das halbe lo. mur e Thlr. tlas viertel 410. mur 1 Thlr und sende ich diese Original- Loose mit Reglerungswappen(uicht von deu ver- botenen Promessen odef Privat- Lotterien) gegen rankirte Einsendungen des Betrages, oder gegen Postvorsehuss, zelbst nach den entferntesten Gegenden den ge- ehrten Auftraggebern sofort zu. Die amtliehe Ziehunsgunssliste und die Versendung der Gewinngelder erfolgt sofort naen der Zienunz an jeden der Betheiligten prompt und ver- schwiegen. Mein Geschäft ist bekanntlich das Aelteste und Allerglüeckliehste, indem die heil mülr Beteiligten schon die Krössten Huunptgewinne von Thlr. 100, 000, 60, O00, 50,000, oftm s 40,000, 20, 000, schr häuffg 12000, Thaler, 10,000 Tualer ete., und Jüngst in den im Monat Mai d. J stattgehabten Ziehungen dle Gesunmmt- summe von uber SO, ooo Thaler laut amtlichen Geh innlisten hei mir gewonnen nahen N gede Bestellung auf diese Original- N Loose kaun man eimfneh auf eine N Posteilnzahlungskarte machen. Laz. Sams. Cohn in Hamburg, Haupt- Comptoir, Bank- und Wechsel- geschäft. 1786 Fußboden- Lack, mit und ohne Farbe, em pficblt billigt Wilh. Bernbeck Ein braves Diensimädchen 1732 wird zum soforligen Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. Die Gartenlaube. Nr. 25. Inhalt: Die Diamanten der Großmutter. kx⸗ zählung von Levin Schücking.(Fortsetzung.)— Aus deutschen Lufischlössern. 2. Der vorletzte der fränkischen Hohenzollern. Mit Illustratton: Schloß Drossen⸗ feld dei Batreuth im Jahre 1763. Nach einem alten Kupferstich aus dem vorigen Jahrhundert.— Drei Weltverbesserer. Aus früherer Zeit. Von Arnold Ruge. — Ehrenrettung des Schmerzes. Bon Ewald Hecker.— „Sie weinet ja, wit wir, mein Kind!“ Gedicht. Mit Illustration: Zwei Wittwen. Originalzeichnung von J. Leifslen in München.— Thierstudien eines Laien. Ameisenwirthschaft. Von M. Evers.— Blätter und Blüthen: Die deutscheste Stadt Deutschlands. Von D. Beta.— Der letzte Priester don Greina Green. Von A, Ruge. Nr. 26. Inbalt: Die Diamanten der Großmutter. Er⸗ zählung von Levin Schücking.(Fortsetzung.)— Von Friedrich Gerftäcker. Von Herbert König. Mit Fried⸗ rich Gerfläcker's Portrait. Originalzeichnung von Adolf Neumann.— Aus deutschen Lustschlössern. 2. Der vorletzte der fränkischen Hohenzollern. Von p. S. (Schluß.)— Ein Sonntagsmahl im Thtringerwalde. Von D. S.— Bauernfängerel. Eine Warnungstafel für„Potsdamer“ und die es nicht werden wollen. Bon Julius Well.— Von drei Perlen die eine. Von H. v. C. Mit Abbildung: Der Eingang zum Schwarza⸗ th al. Nach der Natur aufgenommen von Herm. Deubner. — Das Wasser kommt. Ein Bild aus der Uederschwem⸗ mungsnoth Böhmens am 25. Mai 1872. Gedicht von C. Thomas. Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen sich zu geneigten Aufträgen. Mühlsteine Friedr. Holl in Worms. 263 Ein möblirtes Zimmer 1656 ift zu vermiethen. Wo? sagt die Exp. d. Bl. Ein Logis 1733 für eine kleine stille Familie oder eine einzelne Person, sehr gesund gelegen, mit schöner Ausficht, ist zu vermielhen und kann alsbald bezogen werden. Näbere Auskunft bei der Exped. d. Bl. n Sensen vom feinsten Guß slahl, das Stück zu 45 kr. det drledberg. D. Grödel Söhne. Eine gesunde Schenkamme 1760 sucht eine Stelle. Stamm beim. Margarthe RNausch, bwohndast det Chr. Schnkider. vier gute Arbeiter 1747 finden dauernde Beschästigung bel J. M. Steitz, Herren-Kleidermacher. Bad ⸗ auheim. 1784 Mittwoch den 3. d. Mts. bei i Ahelkung des ludwig. Festes findet in meinem gen Salle beh. de 5 Uhr an Kalt 050 freundlichst ae 5 Tanzmusit Ad. Joutz, Weinhandlung in Butzbach, 1673 empfiehlt Mheinhessische, Rheinbayerische, Badische, Elsässer, Mosel, Ungarische und Französische Roth ⸗ und Weiß ⸗ Weine von den Durch rechtzeitige und direkte Einkäufe bin ich Rheingauer. geringsten bis zu den feinsten Sorten. in den Stand gesetzt, allen Anforderungen zu Wen gratis. Bei Abnahme von 25 Flaschen wird En- gros- Preis berechnet. entsprechen und halte mich bestens empfohlen. Ad. Jou ts. e ANN eee Einladung zum Abonnement auf die Hessischen Voltsblatter(Candeszeitung)! Darmstadt. Preis; vierteljährlich fl. 1., mit Postaufs chlag fl. 1. 27 kr. Auflage 4000. 1670 3 Darmstadt im Juni 1872. N Die Erpedition der gessischen Volksblätter(Candtszeitung). eee eee E eee eee F r i tz. Freiwillige 1 Bürger-Feuerwehr. 1788 DOienstag den 2. Juli I. J., Abends 8½ Uhr, Generalvetsammlung auf dem Wander cen Felsenkeller. Tanz Unterricht. 1799 Der Tanzunterricht in Reichelsheim beginnt 15 Miltwoch den 3. l. M., Nachmittags 5 Uhr, in Ech von Donnerstag den 4. 1. M., ebenfalls um 5 Das Nähere besagt das Circular, Zahlreicher Betbeiligung entgegenhoffend, zeichnet 6 Hochachtungsvollft 5 RN. Möller, Tanz⸗ und Anstandslebrer aus Meiningen. Das Ausgraben eines Kelle 1793(eirca 10 Cubik-⸗Klaster) habe aus der Hand zu bohem Lohn zu vergeben und wollen sich Slebhaber dier zu binnen 3 Tagen bei mir melden. Schnitzel, Accessi. Ein Monatsdienst offen im Hause des perrn Wagner Hansteln. 1702 Ein Winterrock 1778 wurde am 18. v. M. von Ober⸗ Rosbach bis Dornassenheim verloren. Der redtiche Finder wird ge⸗ deten, denselben gegen eine Belohnung bei Herrn Ernst Engel in Friedberg abzugeben. 1734 Ein gespieltes, sehr gutes Billard 195 Zu⸗ bebör billig zu verkaufen. Näheres bel der Exped. d. Bl. 1765 Ein noch wenig gebrauchter Sprungherd, weicher sich für eine gtößere Oeconomie oder eine Gast⸗ witthschaft eignet und für dessen Güte garantirt wird, kann zu mäßigem 1 abgegeben werden. Näheres bei der Exped. d. 2 Nen Malses- Haring! 1543 bei Wilh. Fertsch. 1 det neuen Onestals ee er ce v. ke 2 a 22 1. 10 N 5 i E E 1 5 tim. 8 8 0 5 25 E 85 58 Dle soeben erschlenene Nr. 40 enthält: 8 Meper. Polizetnovelle von F. Ebr. B. Avs⸗ Lalle⸗ mant,— Unglückliche Kinder. von J. Ernst Stötzner. Tagebuch aus der Belagerung von Straßburg. Max Reichard. Pävagogische Skizzen II. Cretinen und Idioten.— Von (Fortsetzung.)— Deutsche Retsende der Gegenwart. 1. Julius Paper, der lpensteiger und Nordpolfahrer. Von Aichard Andree. Mit Portratt. — Am Famillentische: Der norddeulsche Lloyd und die Ka tafirophe des„Baltimore“. Mit Abbildung.— Freien mit, Hinderusssen. Zu dem Bilde von B. Vautler. Zu Beslellungen empfehlen sich Bindernagel& Schimpff in Friedberg. SEisengießer 1780 finden dauernde Beschäftigung Schulstraße 13 Sachsenhausen. 1171167 57 e 1779 Einige hundert tüchtige Erdarbeiter werden mit elnem kläglichen Verdienst von 3 bis 6 Franken in Accord zu Festungsbau⸗Arbeiten nach Straßburg ge⸗ ucht. Näheres bei det Expedition d. Bl. Vorschuß-& Credil-Perein zu Keicdben (Eingetragene Genossenschaft.) Ausweis pro Juni 1872. Fin 5 Kasse⸗Bestand pro 1. Juni 1872 fl. 18701. 4 Wechsel f 1 25998. 11 Deyositen 1 8„ 1914.— Inkasso⸗Wechsel 2 2350. 58 Conto-Corrente 0„46344. 47 Spar⸗Einlagen„ 13470.— Darlehen„ 3150.— Auswärtige Gstrespowdenben e νε te Stamm⸗Antheile, Monatsbeiträge„ 179. 30 Reserve⸗Fond, Beitritt 5— Utensilien, Spar⸗Einlage⸗Bücher 15 3. 12 Giro„ 32. 54 Wechsel⸗Zinsen„ 223. 37 Depositen⸗Zinsen„ 628. 35 Conso⸗Cotrente⸗Provision 34 10. 30 Wechsel⸗Spesen 7 2. 50 Agio, Gewinn auf Sorten 15 8. 1 fl. 114011. 5 Ausgabe. Wechsel fl. 11764. 3 Depositen„ 14759.— Conto⸗Corrente„ 53959. 8 Spar⸗Einlagen f n Darlehen 75 37. 27 Effecten, 11. Einzahlung 50% auf. 12 Aclten der Deutschen Ge⸗ nossenschafts⸗ Bank in Berlin„ 2100.— Giro„ 1700.— Auswärtige Correspondenten„ 2346. 28 Stamm- Antheile, Rückzahlung e Wechsel⸗Zinsen e ee Wechsel⸗Spesen 5 0 7. 36 Unkosten a n Kasse⸗-Bestand pro 1. Juli 1872„ 11468. 2 . 20. 5 Eingang. Ausg„Ing. fl. 56734. 14 Wechsel⸗Conto⸗Cortent fl. 50350. 49 2121, 0 Wechsel⸗Incasso 1 115.41 1581. 12 Wechsel⸗Giro„ e Mitgliederzahl am 1. April 1872— Aufgenommen vom 1. April bis 1. Juli 1872 9 515 Ausgetreten durch Kündigung 3 a durch Wegzug 2 Mitgliederzahl am 1. Juli 1872 510 Der Vorstand 5 swebermelster, alt 33 Jahre 7 1 den 24. Juni. 1777 Zum Anfertigen von Russenbacksteinen s wird ein Unternehmer gesucht auf der Feldbrennerel von Gebrũder Beck in Offenbach a. M. Weiße 5 braune Einmachglaser, b 1787 sowie Gelöçegläser in allen Größen billigst bel Georg Groß. Ein lüchliges adchen, 1785 welches die einfache Küche und alle Pausarbeit verfteht wird zu sofortigem Eintritt gesucht von Nee rath Dr. Bode in Bad Nauheim. Filet Decken, 18 die neusten 19 schönsten Muster, verkauft zu feht billigen Preisen K. Fried rich neben der Pof. Oblaten 0 in Schachteln à 2 und 3 kr. empfehlen Bindernagel& Schimpf. Kirchen buch san 33g t. Evaugelische Gemeinde. Getraute: 23. Junf. Karl Geißler, Schuhmacher dabler, Sohn des derff. bhiesigen Bürgers und Polizesdteners Jobannes Geißler und Wilhelmine Katharina Filling aus Batten⸗ berg, Tochter des verst. dasigen Bürgers und Ackermanns Wilhelm Filling. 27. Juni. Franz Kolb, Küfer und Bierbrauer in Franz Kolb zu Soden, Bezirksamtes Obernburg in Bapern und Wilhelmine Reich, Tochter des verst. hiesigen Bürgers und Schuhmachermeisters Jobannes Reich. Getaufte: 27. Juni. Dem biesigen Bürger und Metzgermelster Ernst Engel ein Sohn Adolf, geb. den 7. Junt. Beerdigte: 7. Martin Klein, beige Bürger und deinen 25. Junt. Monate und 4 err Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. 1781 Ermus. Fr. Hecht. Weis. Druck und Verlag von Bindernagel 4 Seglmyff Antwerpen, Sohn des verßß. Bürgers und Gastwirths Donne ben! andwi olige säthse sihrl. bette