betten, Kragen“ träger, inze del Ir vol. Sonntag den 31. Dezember. ———— N 154. herhessischer Anzeiger. „Gnathält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Anleligenblal. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag —— Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Abonnement auf den Oberhessischen Anzeiger, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Sapstag, erscheinen wird. und bemerkenswerthesten Tagesbegebenheiten, Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten besonders wichtige Neuigkeiten durch Extrablätter, allgemein belebrende und unterhaltende Markt- und Cours⸗ Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel, Bilderräthsel ꝛc. Das Abonnement beträgt bei der Verlags jährlich 47 kr. mit Bringerlohn. „Expedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel⸗ Inseratgebühren werden die einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit 3 kr. berechnet, bei Tabellen⸗ und Ziffersatz mit 8 kr. Der Anzeiger kann nach auswärts auch du Bestellungen beliebe man bal dig st zu ma 2 brechung eintritt. Den verehrlichen Abonnenten in Abbestellung erfolgt. rich Privatboten direct von uns bezogen werden. chen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗ hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Jahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Die Redaction. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Ausführung des Gesetzes vom 6. Juni 18538 die Verficherung der Gebäude gegen Feuersgefahr und die Vergütung der Brandschäden. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Mit Erledigung unserer Verfügung vom 29. v. Mts., wir hieran erinnern und umgehender Vorlage bei Meidung von Wartboten entgegen sehen. Friedberg den 29. December 1871. Oberhessischer Anzeiger Nr. 142, stehen noch Viele von Ihnen zurück, weshalb n Gruß zum neuen Jahre! Nicht wahr, lieber Leser, es ist doch nicht eine Stunde wie die andere und nicht ein Tag wie der andere. Das fühlst du lebhaft wieder beim Eintritt in das neue Jahr. Wie erust weht es dich an, wenn die Abendglocken den letzten Tag ves alten Jahres zu Grabe käuen, wie wunderbar ergreift es dich, wenn die Mitternachtsstunde den Anbruch des neuen Jahres verkündet! Und wärest du auch Einer von Denen, die leichtfertig in die Welt hinein leben, eine feierliche Stimmung erfaßt dich heute. Hier stehe ich an einem Marksteine meines Lebens. Wo komme ich her, wo gehe ich hin? Welche Zeit liegt hinter mir, welche noch vor mir? Wie war mein seit⸗ heriges Leben beschaffen? Wie steht es mit meinem Berufe, meinem Hauswesen, meiner Familie? Habe ich da meine Pflichten erfüllt, und bin ich nach allen diesen Seiten hin immer das gewesen, was ich hätte sein sollen? Was wird das kommende Jahr mir bringen? Wird diese oder jene Hoffnung in Erfüllung gehen, diese oder jene Gefahr eine drohendere Grstalt annehmen, oder wird gar schweres Unglück mich und die Meinen treffen 2 Wie sieht es in dem Schrein meines Herzeus aus? Ist da Alles in Ordnung, oder sollte Manches anders sein, damit ich mit mehr Ruhe und Freudigkeit den ommenden Tagen in's An⸗ gesicht schauen könnte? Ernste Fragen das, die sich heute an dich herandrängen. Weise sie nicht von dir. Erwäge sie still für dich und vor deinem Gewissen. Es entspriet Segen aus solcher Erwägung, Nimm es aber auch dem Schreiber dieser Zeilen nicht übel, daß er so zu dir redet. Auch er ist feierrich estimmt, und auch sonst redet man ja heute ernstere orte als an gewöhnlichen Tagen. Doch indem du ein Tagesblatt zur Hand nimmst, zeigst du damit, daß deine eigenen kleinen Sorgen dein Denken und Sinnen nicht ganz ge⸗ fangen nehmen. Lebhafter als sonst drängt es dich heute, den Blick zu richten auf die Angelegen⸗ heiten der Menschen draußen in der Welt. Vor Allem aber gilt dein Interesse den Zuständen des Baterlandes. Welcher Deulsche sollte am Neu. doch Ereignisse unmittelbar hinter uns, ebenso gewaltig in ihrer Erscheinung wie in ihren Folgen. Unter den mannichfaltigen Gefühlen aber, die uns bei dem Rückblick auf diese Ereignisse bewegen, ist es vornehmlich das Gefühl dankbarer Freude, das heute unsere Brust erfüllt. Erinnern wir uns doch. Wie stand es noch am Nrujahrstag 18712 Die Entscheidungsschlachten von Wörth, Gravelotte und Sedan waren zwar geschlagen, Straßburg und Metz gefallen; allein Paris, obgleich um klammert mit eiserner Faust, trug das Haupt noch hoch, die Loire- und Nordarmee waren noch vollends zu bewältigen und die ewig denkwürdigen Heldenthaten des Werder'schen Armeecorps hatten noch zu geschehen. Und das Alles in einem Winterfeldzug bei anhaltender, theilweise furcht⸗ barer Kälte, im Feindeslande inmitten einer bis zum Wahnsinn exaltirten racheschnaubenden Be⸗ völkerung, wo Verrath und Meuchelmord die Unseren auf Schritt und Tritt umlauerten. Mit wie schweren Sorgen blickten wir beute vor einem Jahre noch nach Westen! Werden die deutschen Heeressäulen das Uebermenschliche vollenden, oder werden Kälte, Hunger und unaufhörliche Ruhe- losigkeit und Aufregung, wie der Feind hoffte, all' diese Braven aufreiben? Und welch' schwere Opfer hatte der Riesenkampf schon gekostet! Tausende lagen bereits im kühlen Grabe gebettet, und die Herzen ihrer Lieben in der Heimath zuckten noch im ersten Schmerz, um den bitteren Verlust; andere Tausende füllten mit ihren wunden⸗ bedeckten, verstümmelten Leibern die Spitäler, und eine Thräne rann über die bleiche Wange in den struppigen Bart, wenn sie auf ihrem Schmerzens⸗ lager daran dachten, daß, man in der fernen Heimath Weihnachten und Neujahr feierte. Doch Paris ward bezwungen, die Armee Bourbaki's in kläglichster Verfassung über die Schweizer Gränze gedrängt, und„Friede“ jubelte und läutete es durch die deutschen Gauen, und Dankeshymnen ertönten aus unsern Gotteshäusern. Es war ein ruhmreicher Friede, den wir feierten. Der frevelvoll die Schrecken des Krieges berauf⸗ beschworen, der Feind lag am Boden, und die errungene Machtstellung und Einheit Deutschlands jahrstag 1872 nicht seines Vaterlandes gedenken? Leben wir doch in einer großen Zeil, und liegen waren besiegelt. Nicht ferner mehr wird es heißen: Deutschland ist nur ein geographischer Begriff, es gibt kein deutsches Volk und keine deutsche Macht. Nicht ferner mehr werden unsere Lands⸗ leute in der Fremde, weil schutzlos und mißachtet, scheu und verschüchtert im Hintergrund sich halten, oder so rasch als möglich gar Sprache und Nationalität verläugnen und deutsches Wesen und deutsche Sitte ablegen. Nein, in allen Landen auf dem weiten Erden⸗ rund ist der deutsche Name zu Ehren gekommen, und überall, wo Deutsche sich finden, da schaaren sie sich zusammen und sind stolz auf ihre Herkunft und ihr Vaterland und feiern heute mit uns ein fröhliches Neujahrsfest. Eine gnädige Fügung des Himmels hat über den Geschicken des Vaterlandes gewaltet. Es hat demselben einen großen Staatsmann herangebildet, der mit sicherem Urtheil und festem Blick seinem Heldenfürsten zur Seite stand, obwohl er vorher erst ganz allmählich und fast mit Widerstreben den Gedanken an ein deutsches Vaterland hat müssen begreifen und erfassen lernen; es hat Alles, was genial und urkräftig und edel im deutschen Volke ist, zusammengerafft und Thaten damit gethan, die in fernen Jahrhunderten noch die Bewunderung der Völker erregen werden, und so einen Krieg in unerhört kurzer Frist zu Ende geführt, der, als er drohend nahte, ganz dazu angethan schien, einen Weltbrand zu entzünden und Wohlstand und Gesittung, Kultur und Bildung unseres Jahrhunderts unter seinem Schutt zu begraben. Wird eine gnädige Fügung des Himmels auch ferner über den Geschicken Deutschlands walten? Mit wie großer Zuversicht wir auch berechtigt sind in die Zukunft zu blicken, ein Wermuths⸗ tropfen der Besorgniß wird sich immerhin bei der Ausschau auf die kommenden Tage unserer heu- tigen Freude beimischen. Blicken wir zunächst nach Außen. Der Friede ist geschlossen, wird er ein dauernder sein? Frank⸗ reich betrachtet ihn nur als Waffenstillstand. Das französische Volk lechzt nach Rache. Nachdem es, selbst als der streitige Punkt durch Entsagung des hohenzollern'schen Prinzen auf die spanische Krone erledigt war, der Kriegserklärung seines sauberen Potentaten Beifall gebrüllt, wurde es wüthend darüber, daß der seit Jahrhunderten von ihm mißhandelte deutsche Michel es wagte, den * FP——ñ—ĩ4— 5 i 0 TTT 1 ˙ rr e — Rent 2110 beruhen von 10 D sie betr. in d den T Witt ist zu verstärk, Zunahm entstehe! U Statute geheiligten Boden Frankreichs zu betreten und zu sprechen: Du hast's absolut so gewollt, da wir nun doch einmal daran sind, so mag auch klare Abrechnung zwischen uns gehalten werden.„Keinen Fuß breit Erde vom heiligen Frankreich und keinen Stein einer Festung“ wollten sie hergeben: man würde mit Recht für ewige Zeiten die Deutschen ein Volk von Träumern pennen, hätten sie nicht das einst frech geraubte Elsaß und Lothringen zurückgenommen.— Einstweilen sucht Frankreich Allianzen. Mit Italien ging's nicht gut wegen der kirchlichen Frage; bei Oesterreich verderben Da wohl hauptsächlich die Ungarn das Spiel. wurde wieder mit Rußland anzufädeln versucht, namentlich als man wegen der ostensiblen Kaiser⸗ zusammenkunft in Gastein dort eine Verstimmung gegen Preußen annehmen zu dürfen meinte, und gestützt auf das Mährchen von der deutschfeind⸗ lichen Gesinnung des russischen Thronfolgers. Neuerdings haben sich nun die Gesichter in Versailles bedeutend in die Länge gezogen bei der Kunde von dem ausgezeichneten Empfang der Repräsentanten der preußischen Armee bei dem Georgenordensfest in Petersburg. In der That müßte es verwunderlich zugehen, wenn die rück⸗ haltslose Freundschaft, die Rußland für Deutsch⸗ land während des Krieges bewiesen und Ange⸗ sichts der Thatsache, daß die beiderseitigen Ver⸗ hältnisse kaum erhebliche Differenzen hervorzurufen geeignet sind, dagegen viel Veranlassung zum Einiggehen bieten, so rasch in das Gegentheil umscklüge. Sei dem, wie ihm wolle, Frankreich sucht, und wer sucht, kann unter Umständen sin⸗ den. Für Deutschland ergibt sich daraus die Nothwendigkeit, Frankreich gegenüber, das seine Finanzen zu ordnen und eine durchgreifende Armee⸗ Reorganisation in's Werk zu setzen sucht, und bei welchem Parteiherrschaft und Regierungsform und Alles unberechenbar und nur Eins feststehend ist: wahnwitziger Haß gegen Deutschland, in voller Rüstung zu verharren. Dies führt auf den deutschen Militäretat. Die 90 Millionen mit der Aussicht auf künftige mögliche Erhöhung und die dreijährige Präsenz zeit liegen dem deutschen Volke schwer im Magen. Die diesbezügliche Abstimmung im Reichstag hat darum in der Presse theilweise herbe Verurthei⸗ lung erfahren. Wer nicht nach der Pfeife der Varteidressur tanzt, wird vielleicht nicht so unbe⸗ dingt beiflimmen. Er wird es beklagen, daß ganz Europa ein einziges Kriegslager geworden, aber er kann nicht umhin, die thatsächlichen Verhält⸗ nisse anzuerkennen, und die lassen sich mit zwei Worten bezeichnen: Frankreich wird nur dann keinen Rachekrieg gegen Deutschland beginnen, wenn es schlechterdings keine Aussicht auf Sieg hat. Daher denn wohl die Scheu, an der Stärke der Heeres verfassung zu rütteln, die sich eben o großartig bewährt hat und die so sehr nöthig erscheint, und den Männern ein Halt entgegen⸗ zurusen, deren Umficht und Scharfsinn wir so viel bewundert haben. Welche Dauer aber dieser unselige Zustand haben und in wie weit er die Volkswohlfahrt und Volksfreiheit beeinträchtigen wird, das gehört eben auch in das Kapitel von den Besorgnissen, mit denen wir heute in die Zukunft schauen. Bedenklicher noch erscheint die sotiale Frage. Man weiß, wie wüst es da gährt und tobt, welche Begriffsverwirrung einreißt, welche Hoffnungen genährt und welche Mittel theilweise gepredigt werden, um die vorgefaßten Ziele zu erreichen. Paris wurde ein Flammenmeer, und im deutschen Reichstag erklärte Ehren⸗Bebel, daß dies nur das erste schwache Wetterleuchten gewesen des Ge⸗ wittersturmes, der heranbrausen werde. Hat die sogenannte arbeitende Klasse Recht, wenn sie ihre Lage zu verbessern firebt? Gewiß. Es muß noch Vieles anders und besser, viel Nohheit und Unwissenheit getilot, gegen viel Selbst⸗ sucht, Genußsucht und Lasterhaftigkeit gekämpft, viel Noth und Elend gemildert werden, damit allen fleißigen braven Menschen ein menschen⸗ würdiges Dasein gesichert sei. Haben aber die Socialisten Unrecht, wenn sie dies erreichen wollen Beseitigung des Schlimmeres? über die Folgen ihres Thuns. Consequenzen derselben wären entweder die Ver Restes persönlicher Freiheit in einem starren Staats angehörigen als Sklavenaufseher die andere Hälft eines Karl Vogt ist aber gar zu heil⸗ und gottlo⸗ Aller bei Rulturvölkern günstiger ist als bei den Wilden Amerika's und Afrika's, so auch inner⸗ halb unserer Kultur ein allmählicher, aber sicherer Fortschritt nicht verkannt werden kann. Es braucht in dieser Beziehung nur erinnert zu werden an die oft wiedergekehrten, langjährigen Hungers nöthen, Seuchen und Pestilenzen früherer Jahr⸗ hunderte mit Schrecken menschlichen Elends, für deren Größe uns heutzutage absolut jeder Maaß ⸗ stab abgeht. N Doch genug der Bedenken. Freuen wir uns der glücklichen Beendigung eines furchtbaren Krieges; freuen wir uns der damit bestegelten Einigung der Fürsten und Stämme Deutschlands zu einer großen Volksfamilie mit ihrem Helden⸗ kaiser an der Spitze. Das Einigungswerk war eine Lebensbedingung für das deutsche Volk. Seint Machtstellung, die glückliche Entfaltung seines nationalen Lebens und die Erfüllung seiner civili⸗ satorischen Aufgabe unter den Völkern hing davon ab. Darum haben die Besten der Nation, wenn auch auf verschiedenen Wegen, nach Einheit Deutschlands gestrebt. Was sie gehofft und er⸗ sehnt, unserer Zeit ist es geworden! Das deuesche Vaterhaus ist aufgebaut. Lassen wir es uns nicht allzu bange werden, daß man demselben von Außen mit der Brandfackel des Krieges nahen oder im Innern ihm mit Unterwühlung drohen möchte, oder Manche etwa aus kirchlich⸗politischen Gründen vielleicht nur mit Widerstreben darin sich zurechtfinden. Gott verläßt keinen Deutschen, also auch nicht die Gesammtheit derselben. Seien wir darum ächte Deutsche, und thun wir ab von uns alles undeutsche Wesen. Undeutsch aber ist Gott und Sittenlosigkeit; mögen wahre Gottesfurcht und fromme Sitte immer treue Pflege unter uns finden. Undeutsch ist Unwissenheit und Volksverdummung; pflegt darum der Wissenschast, fördert die Schulen, helft insbesondere der Volksschule energisch auf. Un⸗ deutsch ist Müßiggang, Bummelei und Schlem⸗ merei; der ächte Deutsche zeichnet sich überall durch Fleiß und Rührigkeit, Sparsamkeit und Genügsamkeit aus. Er freut sich seines erworbenen Besitzes und sucht ihn auf seine Kinder zu bringen. Undeutsch ist Eitelkeit und Hoffart und zuchtloses Auftzeten; weg darum mit Stutzermanieren und frivolem, den französischen Cocotten nachgeahmtem Kleiderschnitt und verunzierender Haartracht. Un⸗ deutsch ist Unwabrhastigkeit und Ungerechtigkeit; die Franzosen, denen der Sinn für die Wahrheit abhanden gekommen zu sein scheint und bei denen freche Mörder vor den Schwurgerichten freige⸗ sprochen, ja als Patrioten gepriesen werden, mögen uns zum warnenden Exempel dienen. Undeutsch ist der Schwindelgeist und die„Gründungssucht“ auf commerciellem Gebiet; die Stroußberg und Ihres- gleichen, mögen sie orientalische oder nichtorienta⸗ lische Physiegnomien tragen, sind keine Deutschen. Eigenthums und goch viel Ganz gewiß! Gelänge es ihnen, die Ideen ihrer Führer zu verwirklichen, sie würden erschrecken Denn die letzten mechanismus, in welchem die Hälfte der Staats- zur Arbeit kommandirte. Die„göttliche Anarchie“ und chinesische Zustände würden am allerwenigsten nach deutschem Geschmacke sein.— Es steht zu be⸗ fürchten, es möge Kampf kosten, bis die Einsicht bei Allen zum Durchbruch kommt, daß die sociale Frage so alt ist wie die Menschheit selbst, daß ihre Lösung nur allmählich und nur Hand in Hand mit der gesammten d Kultur- und fittlichen Ent- wickelung der Völker sich vollzieht, daß persön⸗ liches Eigenthum Grundbedingung alles mensch⸗ lichen Fortschritts, also in des Wortes erustester Bedeutung„beilig“ ist und daß, wie die Lage — veranlaßt; Deutschlands Völker werden zwar d die zum lebenskräftigen Gedeihen der einzeln keit, der ächte Deutsche liebt sein Vaterland bringt ihm auch heute „besten Wünsche dar. e Deutsches Reich. Darmstadt. „rungsblatt Nr. 42 enthält: I. Gesetz, die Erhebung der Staatsauflagen in ersten drei Monaten des Jahres 1872 betreffend. II. Bekanntmachung Gr. Ministeriums der Finanze den Ausschlag der directen Steuern und der Beiträge den Kosten der Staats⸗ und Provinzial⸗Straßen für h Jahr 1872 betreffend. 1 III. Ermächtigungen eines fremden Ordens. Württemberg verliehenen Ritterkreuzes des Friedrich; Ordens und des ihm von Seiner Königlichen Hoheit den Großherzoge von Baden verliehenen Ritterkreuzes bes Leopoldordens, zu ertheilen. 5 IV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit det Großherzog haben allergnädigst geruht: am 10. Nov, dem Hungen, Friedrich Jacob Ludwig Henkelmann, die evang. Pfarrstelle zu Frischborn, im Dekanate Lauterbach, zu übertragen; am 11. Dezember dem Schulamtsaspirantem Johann Ludwig Albert aus Undenheim, im Kreise Qppen⸗ heim, die katholische Schulstelle zu Wörrstadt, im Kreise Oppenheim, zu übertragen. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 10. Nov. dem Hauptzollamtsconfroleur bei dem Hauptzollamle Worms, Eugen von Buri, den Character als Zollinspec⸗ tor, und am 5. Dezember dem Dr. Wilhelm Fahn aus Mainz, dermalen zu Paris, die Erlaubniß den ihm vom Seiner Majestät dem Könige von Bayern verliehenen Charakter als Königlicher wirklicher Rath führen zu. dürfen, zu ertheilen. g VI. Dienstentlassungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 5. Dezember den Schullehrer an der ka tholischen Schulstelle zu Wimpfen am Berg, im Kreise Wimpfen, Ignaz Adolph Rady, auf sein Nachsuchen, aus dem Schuldienste, und am 12. Dez. den Hofgartenwärter in der Hofgärtnerei Darmstadt, Carl Ewald, auf sein Nachsuchen des Dtenstes zu entlassen. VII. Versetzungen in den Ruhe stand. Seine Köͤnig⸗ liche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 30. November den Forstwart der Forstwartei Gehe⸗ spitz, Franz Adam, auf sein Nachsuchen und unter Aner⸗ kennung seiner langjährigen treuen Dienste, den Forstwart der Forstwartel Köntgstädter Forsthaus, Förster Leonhard Habermehl auf sein Nachsuchen, und am 5. Dezember den Schullehrer an der katholischen Schule zu Weinsheim, im Kreise Worms, Johann Jett, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen. b VIII. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die evangelische Pfarrstelle zu Selters, im Dekanate Gedern, mit einem Gehalt von 743 fl. 30 kr.; die 2. evangelische einem Gehalt von 300 fl.; die katholische Schulstelle zu Groß Umstadt, im Kr. Dieburg, mit einem Gehalt von 301 fl. 45 kr.; die evang. Pfarrstelle zu Ober⸗Mossau, im Dek. Erbach, mit einem Gehalt von 760 fl. 39 kr.; dem Herrn Grafen zu Erbach Fürstenau steht das Präsen⸗ tationsrecht zu dieser Selle zu; die 1. evang. Elemenlar⸗ Schulstelle zu Schlitz im Kreise Lauterbach, mit einem Gehalt von 329 fl. 19 k., wovon 29 fl. jährlich vorerst abzugeben sind. Dem Herrn Grafen von Schlitz, genannt non Görtz, steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle Undeutsch ist auf staatlichem Gebiet starre Con- centration; alles Leben drängt sich dabei nach durch Zerstörung der gesellschaftlichen Ordnung, dem Centrum, während die Glieder verkommen. zu; die 2. evangeltsche Schulstelle zu Lang⸗Göus, im Kr. Gießen, mit einem Gehalt von 443 fl.; die evangelische Schulstelle zu Knoden⸗Schannenbach, im Kreise Lindenfels, Die Verderbniß in Frankreich ist mit dadur Reichseinheit als ein Klefnod hegen, dabel al, als Neujahrsgruß f i g Das Großherzogliche Reg zweiten evangelischen Pfarrer zu Münzenberg, im Dekanakt i . Characterertheilungen. Seine Königliche Hohein Schulstelle zu Nieder-Obmen, im Kreise Grünberg, mit Stämme nöthige Selbstständigkeit mit Sorge. „wabren. Undeutsch ist gäszliche Vaterlandslossl nichtung aller Kultur im grausen Kampfe Aller gegen Alle, oder Vernichtung auch des winzigsten Deutst 1* dine! dap nit einem Hehalt von 300 fl. bie evangelisch, Schulstelle N Idar zu Nn im Kreise eee mit einem Ge⸗ dabei felt von 3. die 1. edang. Schulselle zu Keister⸗ * kinn lach, im Kreise Groß Gerau, mit einem Gehalt von Lei mit fl 89 fl. 7% k.; die 2. evangelische Schulstelle zu Nau⸗ 105 Date derc eim, im Kreise Geoßs Gerau mit einem Gehalt von ee d andelg 104 fl., ausschliezlich des Mow'ichen Legats. Vaterland IX. Sterbefälle. Gestorben sind: am 22. August det nlabregrugz r Schullehrer Georg Adam Hornmann zu Velters heim; am f. Nov. ber Schullehrer Jacob Seibel zu Nieder-Brei⸗ senbach; am 19. Nopember der Schullehrer Georg Carl leich Jackes zu Ober⸗Eschbachz am 21. Nov., der Schullehrer Farl Roth zu Niddaz am 23. Nov. der pens. Forstwart ep hergogli dam Katzenmeier zu Stam mbeim; am 27. Nov, der lache Reg zens. Landrichter Geh. Justizrath Ellenberger zu Lauter⸗ Sent gach; am 14. Dez. der evangelische Pfarrer Jakob Kern A Aude n Eich; am 18. Dezember der Kreisarzt Dr. Hirsch zu den in reffend Ober⸗Ingelheim. Darmstadt. Der zur Verhandlung in Be⸗ reff der Aueführung der Militärconvention, ins- lesondere wegen des Uebertritts der hess. Offiziere ind Beamten in die preußische Armee kürzlich zach Berlin gereiste Oberst von Lyncker ist vor nigen Tagen von dort wieder hier eingetroffen. Was über die Resultate der in Berlin gepflogenen Unterbandlungen bis jetzt verlautet, ist geeignet as größte Aufschen zu erregen. Wie man näm- ch vernimmt, wird die preuß. Regierung, trotz es seit dem Jahre 1866 durch massenhafte Pen- onitungen und den letzten Krieg gelichteten besf. sfizierstorps, keineswegs sämmtliche bess. Offi⸗ ere übernehmen und habe noch nachträglich eine deutende Anzahl derselben, welche sich zum eberttitt in die preuß. Armee entschieden hatten, bing dere n urch sogen.„blaue Briefe“ die Aufforderung 0— sch pensioniren zu lassen erhalten. Unter den von etelg n eser Maßregel Betroffenen werden mehrere als en ber pig, Ihr tüchtig dekannte Offiziere genannt. cken, bt bn Berlin. Die„Provinzial-Corresp.“ schreibt eta feinem Artikel„Am Jahresschluß“:„Die Völker W s haben sich in der That einer rückhalts⸗ sen, erhebenden Zuversicht hingeben können, daß ter Austausch übereinstimmender Gesinnungen, wie in jüngster Zeit zwischen den Regierungen Deutschlands und der großen Nachbarreiche statt⸗ unden, auf dem festen Grunde wirklicher Ge- geinschaft des politischen Strebens ruht, und Aßhalb von wahrhaft ernster Bedeutung für den dauernden Frieden Europas ist. Wenn Frankreich „ Prrrßen verliehen 10 r Sande— und ben Abntz zut Anzahnt Wach beit bet igt noch eine Ausnahme hiervon zu machen beint, so wird sich gewiß auch dort unklaren, regten Gefühlen gegenüber mehr und mehr die bee een, lte Macht der Wirklichkeit und damit ein ernstes 111 kedürfniß des Friedens geltend machen. Schon Wan let ist das aufrichtige Streben der französischen „ bin aach beten] gegierung darauf gerichtet, die Nothwendigktit en., ne, ener gewissenhaften Ausführung der Friedens be r 1 55 dingungen im Inttresse Frankreichs selbst in öffent- 1 11* ne immer 5 20 mehr zur An- 8h ben in den enaung zu bringen. e mehr dies gelingt, — welehen dito mehr wird der mildernde, heilende Einfluß „ e ee e er Zeit allmahlich auch die Bitterkeit der jetzigen aten n Etimmungen zurücktreten lassen. Unter allen Um⸗ rate, enn Andes aber bietet die friedliche Stimmung in ee ee, ben Europa, sowie der thatsächliche Stand der ee e litischen und militärischen Verhältnisse so starke 1 4 därgschaften für den Frieden, wie sie kaum je⸗ eee, Fils vorhanden waren.“ 2 15—— Es ist bemerkenswerth, wie viele Soldaten es dem Kriege, über deren Verbleib bisher nichts kannt geworden, noch vermißt werden. Neuer- Migs erläßt des Kriegsministerium wiederum Aufforderungen zur Ermittelung von 78 vermißten Folduten. Die Interpellation Richter hat dem- uch sicherlich ihre volle Begründung. — Zu dem Erlaß des Fürsten Bismarck an un Grafen v. Arnim in Paris vom 7. Dezember bemerkt die„Prov. Corr.“:„In Betreff der in em Erlasse erwähnten Erklärung des Belagerungs- i ist zu bemerken, daß dieselbe gleich beim (ginn der Occupation erfolgt war, und daß der Hiegszustand von den Truppenbesehlshabern fort und fort, wenn auch mit thunlichster Milde, doch ugleich mit dem gebotenen vollen Ernst gehand⸗ 101 worden war. Für die occupirten Provinzen slost bedurfte es daher einer erneuten Verkündi⸗ fung nicht, wohl aber für die Bevölkerung im thrigen Frankreich, welcher es galt, den ganzen Gnst der Lage und das Gewicht unserer Stellung in einem Theile des französischen Gebiets erneut zu klarem Bewußtsein zu bringen. Dieser Zweck scheint darch die Veröffentlichung des ernsten Er⸗ lasses in vollem Maße erteicht zu sein.“ — Am Mittwoch sind die ersten Goldmünzen neuer Prägung, und zwar Zwamig⸗Markstücke, bei den hiesigen Staatskassen zur Ausgabe an Privatpersonen gelangt. Dieselben tragen auf dem Avers das Bildniß des Kaisers und Königs mit der Umschrift:„Wilhelm, deutscher Raiser, König von Preußen,“ und auf der Rückseite den Reichs adler und darunter in kleiner Schrift die Werth— angabe der Münze. Die Randschrift lautet: Gott mit uns. Die ersten Goldstücke dieser Art, welche in der hiesigen Münze vollendet worden sind, gingen noch vor dem Weihnachtsfest direct aus der Münze zu dem Kaiser selbst. — Der Reichskanzler Fürst Bismarck, der Kriegs- und Marineminister Graf Roon und der Feldmarschall Graf Moltke haben am Weihnachts abend eine Büste des Kaisers und Königs mit einem eigenhändigen Schreiben Sr. Majestät als Weihnachtsgeschenk erhalten. München. Die Abgeordnetenkammer hat den Gesetzentwurf, betr. die provisorische Erhebung der Steuern mit 122 Stimmen angenommen. — Mit der Prägung der Reichsgoldmünzen wird in der hiesigen Münzstätte sofort nach dem neuen Jahre begonnen; es steht zu erwarten, daß solche schon bis Mitte Januar in den Verkehr kommen werden. Ausland. Oesterreich. Wien. In der Sitzung des Herrenhauses des Reichsrathes wurde die drei— monatliche Forterhebuug der Steuern genehmigt, nachdem Neumann die Annahme als einen Beweis des Vertrauens für die Regierung befürwortet und Czartoryski erklärt batte, der Bewilligung in Folge der Nothwendigkeit der Bestreitung des Staatehaushalts beizutreten.— Der Antrag, die Thronrede mit einer Adresse zu beantworten, wurde einstimmig angenommen. Frankreich. Paris. Das„Journal officiel“ dementift die Nachricht, daß die preu⸗- ßische Militärbehörde dit Festnehmung von vier Geiseln in den occupirten Departements angedroht babe, und sagt, es sei ebenfalls unrichtig, daß ein Notabler in dem Departement der Ardenen als Bürgschaft des friedlichen Benehmens der Bevöl- kerung gegen die bayerischen Soldaten verhaftet worden wäre.— Die Commission für die Reor- ganisation der Armee hat sich in ihrer gestrigen Sitzung für die Dauer des Militärdienstes auf 5 Jahre entschieden. — Das Organ der Prinzen von Orleans „Journal de Paris“ kündigt an, daß bei der Dis- seussten über den Franksurter Vertrag die Kammer gegen die Depesche des Herrn von Bismarck protestiren werde. Wahrscheinlich wird ein solcher Antrag von den Orleanisten gestellt werden, die dadurch ihren Chef, den Herzog von Aumale, populär zu machen gedenken. Versailles, 28. Dez. In der National⸗ versammlung fand eine Discussion über ver— schiedene, die theilweise Besteuerung der Ein— kommen betreffende Vorschläge statt. Bocher, Berichterstatter der Commission, kündigte an, daß die für das Bankgesetz gewählte Commission ihren Bericht vor Samstag einbringen könne. Thiers und Pouyer-Quertier erklärten hierauf, es sei durchaus nothwendig, die Frage vor dem 31. d. M. definitiv zu lösen. Eine Anleihe sei unmöglich, der Notenumlauf der Bank müsse erhöht werden und zwar ehe die Bank das Maximum desselben erreicht habe. Die Re— gierung würde die Verantwortlichkeit eines Verzugs, wie ihn die Commission beabsichtige, nicht auf sich nehmen. Bocher erwiderte, die Commission erfülle gewissenhaft ihre Pflicht und bitte die Versammlung, sie von ihrer Ver antwortlichkeit zu entbinden. Er zeigte schließ⸗ lich an, die Commission werde schon morgen ihren Beschluß der Versammlung, ohne Bericht, zur Kenntniß bringen. — Amerika. Die„Chicago⸗Tribüne“ enthält einen detaillirten Ausweis über die durch den großen Brand in Chicago verursachten Verluste. Demzufolge wurden 250 Personen getödtet und 98,500 obdachlos gemacht. Der pecuniäͤre Ver- lust beziffert sich auf 290 Millionen Dollars, von welcher Summe 100 Millionen muthmaßlich durch Versicherung gedeckt sind, aber die Versicherungs⸗ Gesellschaften waren nur im Stande 30 Millionen zu zahlen. * Darmstadt. Theaterdirektor Grünewald aus Worms wird am 31. d. mit seiner aus 42 Personen bestehenden Gesellschaft in der Halle der hiesigen Turngemeinde am Woogsplatz seine theatralischen Vorstellungen beginnen und am genannten Tage, sowie die beiden folgenden Tage sogenannie Probevorstellungen veranstalten, um alsdann ein Abonnement zu eröffnen. Das Orchester wird aus der Capelle des Leibgaroeregiments unter Leitung des Herrn Capellmeisters A am bessehen. Vom Taunus. Die Königsteiner Burgruine ist, wie bestimmt verlautet, in den Besitz der Herzogin von Nassau übergegangen. Stuttgart. Vorigen Mittwoch fand in der Zucker⸗ fabrit dahier bei einem der acht in Betrieb stehenden Dampfkessel eine Explosion statt. Leider mußten 4 Arbeiter, darunter der erste Heizer, schwer verletzt in's Hospital gebracht werden, zwei davon sind bereits ihren Wunden erlegen, die drei anderen Heizer kamen mit leichten Brand⸗ wunden davon. Mehrere Umstände deuten mit Bestimmit⸗ beit darauf hin, daß Wassermangel, also Unachtsamkeit der Heizer das Unglück herbelfübrte. In Metz bat nach längeren Verhandlungen der Stadtrath das dortige Theater für 10,000 Fr. jährlich an die Präfektur vermiethet und zugleich einen Credit von 10,000 Fr. zur Herstellung des Hauses votirt, der ihm vom Staate zurückbezahlt wird. London. Die letzte englische Volkszählung ergibt, daß außer London 17 Stäste in England und Wales eine Einwohnerzahl von mehr als 100,000 Köpfen haben. Die wirkliche Bevölkerung der größten Städte stellt sich folgendermaßen: Manchester mit Salford 792164, Liver⸗ pool 581,203, Birmingham 444515, Leeds 259.201, Sheffield 239,947, Bristol 198,730, Neweastle mit Gates⸗ bead 186,700, Wolverhamton 163 408, Plymonth mit Devonport 134.095, Stoke⸗upon⸗Trent 130,507, Ports⸗ mouth mit Gosport 128,461, Hull 123,111, Northing⸗ dam 120,392. Wodnesburg 116,768, Oldvam 113,092, Sundeitand 101,490 und Brighton 103,760. Frankfurt a. M., 29. Dez. Börsenbericht. Die deim Schluß des gestrigen Geschäfts eingetretene günstige Stimmung hielt auch heute vollständig an, trotz⸗ dem die Wiener Cours ⸗Notirungen bedeutend schlechter eintrafen. Man laborirt beute dorten gleichfalls an großer Geldnolh; hier zeigte sich heute Geld viel flüssiger und war zu 5% solches erhältlich. Einen außerordentlichen Ausschwung nahmen Lombarden. Von Berlin aus sind dieselben 121 angezeigt, was dem hiesigen Cours von 211½ entspricht und wurden dieselben hier bis 211 be⸗ zahlt. Creditactien sehr fest 328 ½¼. Staatsbahn 393¾. Silberrente und 60er Loose gleichfalls sehr gesucht. Das geflrige Telegramm wegen der 50 Mill. Deficit soll neueren Nachrichten nach in Wirklichkeit kaum die Hälfte vetcagen. Lebhaftes Geschäft war in 7%; Oregon und Calisornier Prior., dieselben wurden von guter Seite auf⸗ gekauft. Die Frankfurter Wechslerbank soll den noch in erster Hand sich befindenden Rest der Oregon ⸗ Prioritäten an sich gebracht baden, wodurch das disherige floltante Malerial in feste Hände übergegangen ist. Keine Modenzeitung hat eine grössere Verbreitung als Die Modenwelt. Preis für das gaze Vierteljahr 45 kr. An trefflichen Original- Illustratio- nen ist die Modenwelt, ungeachtet ihres überaus niedrigen Preises, wohl das bei Weitem reichhaltigste der- artige Journal. 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Wie beginnen das erste Quartal des neuen Jahrg a„Am Altar“ dem Berfasser der mit so vielem Beifall aufgenommenen Novelle„ Beiträge von L. Schücking, H. Schmid, F. Spielhagen u. A. reihen werden. unseres Blattes nennen wir nur Beiträge von Bock üb Darwintsmus“, und von Carl Vogt der Geschwister Rainer“ von Ludwig Steub. Erinnerungen an Paganini“ von J. C. Lobe c. ꝛc. ꝛc. Die Verlagshandlung von Alle Poftämter und Buchhandlungen, in Friedberg Bindernagel& Schimpff, nehmen Bestellungen an. ron E. Werner, über den„Fischförmigen Rtesenfuß, „Bärenjagden in Kroatien“ von Brehm. angs mit dem Abdruck der Erzählung: Ein Held der Feder“, woran sich weitere 3206. Unterzeichnete empfel Damenkleidern in und außer dem Pause und bitten u gütigen Zuspruch 11 —— Empfehlung. fehlen sich im Anfertigen 17¹ L. 11. 1 * 2 8 7110 ui ming dun Geschwister Usenheimer, wohnhaft bei Herrn Butz bach!s Witwe. 70 10 0 10 ber mehrerer Verdlenß. Medalllen, 2 wg elend, vage g eitig zahlr härtete Aiteste und ae en glücklich Geheilten aus allen fünf Weltthetlen enthält, wird auf directe Franco⸗ Beßellungen vom Herausgeber gratis⸗franco versandt. Aus dem übrigen Theile er„Glaube und Wissenschaft, oder die Grundzüge des ein Seegeheimniß“.„Die Fahrten „Musikalische Ernst Keil in Leipzig. Hofraithe⸗Versteigerung. Montag den 15. Januar 1872, Vormittags 11 Ubr, soll in biesigem Rathhause die den Simon Batten ⸗ bergs Erden dahier zufebende Hairaithe Flur. Nr. Klftr. Gemarkung Friedberg. 2. 511. 12,2. Hofraitbe in der Judengasse nochmals unter dem Anfügen öffentlich meistbtetend ver⸗ steigert werden, daß dem Letzlbietenden nunmehr der unbedingte Zuschlag ertheilt wird. Friedberg den 30. Dezember 1874. In Auftrag: g Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Friedberg, 3230 Sanne Oeffentliche Aufforderung. 3231. Die in Nr. 149 von 1871 dieses Blattes unter Inserat 3128 aufgeführten Personen oder ihre Erben wollen die bei sbren Namen angegebenen und auf solche in den Flur⸗ oder Grundbücbern oder Steuefkatastern eingetragenen Immobilien veräußern, ohne ihr Eigen⸗ thum daran urkundlich nachwessen zu können. Auf Anftehen derselben werden Alle, welche aus irgend einem Grunde Eigentbums⸗ oder sonstige An⸗ sprüche an diese Immobilien bilden zu köngen glauben, andurch aufgefordert, diese sogewiß in sechs Wochen, von beute an, bei unterzeichneter Gerichtsstelle geltend zu machen, als sonst ohne Rücdsicht darauf den Ver⸗ zußerungs⸗Urkunden die gerichtliche Betätigung ertheilt und der Elntrag der Exwerbtitel in das Mutations⸗ verzeichniß verfügt werden wird. Bad Naubeirm am 13. Dezenzber 1871. Großberzogliches Landgericht Bad⸗Nauheim. Ubi ch. Holz. Versteigerun g. Otenstag den 9. Januar 1872, Morgens 9 Uhr an⸗ fangend, werden in dem Gambacher Gemeindewald, Difirikt Dickenwald, nachstehende Holzsortimente öffent · lich meifibietend versteigert: 0 * Raummeler Buchen⸗Prügelholz, 0„ Stodbolz, 8„ CEichen⸗Prügelpbolz, 1 1„ Stockholz, 2 17 Nadel⸗Prügelbolz, ö 2950 Stück Buchen⸗Reisholzwellen, 175„ Eichen⸗„ 50„ Nadel⸗ 5 Nadelholz⸗Stangen von 8 Meter Länge, 17 Centimeter Durchmesser, 0,25 Cubik⸗ meter enthaltend. Die Zusammenkunft ist am Pohl⸗Gönserweg am Eisendahn⸗ Uebergang. g Gambach den 28. Dezember 1871. 5 Großherzogliche e Gambach. a 1 8„ 3232 2 Kalender für 1872. Landkalender 0 4 kr —. durchschossen 6 Hess Hausfreund 8 Gustav⸗ Adolf, Kalender 956 Lahrer Hinkende Bote, gestempelt 11 Katholischer Bilderkalender 9„ Herriedener Laubfroschkalender 9 Rindvie 2923 hpulver. sehr gutem Erfolge angewendet. reichet an Butter. anwelsung 30 kr. 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