ise finden son, dastigung a1 Aalttrzeichnemm Jederzeit Unite f tdingunge Arappschasti Ang eintreten. 74 1 erget Bergbas⸗ ug, Atn- Handl a At gatren. el, anschetten, n, Moire dei tn der Vol. Donnerstag den 31. August. M102. berhessischer! zeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: Nr. 28. Friedberg den 28. August 1871. Betreffend: Die Beschaffung des Bedarfs an Pferden bei einer Mobilmachung durch Ausbebung. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bönstadt, Dorheim, Friedberg, Hausen mit Oes, Münzenberg, Bad-Nauheim, Ober-Florstadt, Ober⸗Mörlen, Ockstadt, Pohl⸗Göns, Rockenberg, Schwalheim, Södel, Staden, Weckesheim, Wisselsheim, Wickstadt. Unserer Verfügung vom 11. d. M., Oberhessischer Anzeiger Nr. 95, haben Sie umgehend bei Meidung der Abholung durch Wart— boten zu entsprechen. Betreffend: Prüfung der Invaliditäts- Verhältnisse. Bekanntmachung sub 3. Bekanntmachung, die Stellvertretung im Militärdienst zurückgestellter Leute betreffend. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. Friedberg den 30. August 1871. Trapp. Friedberg den 28. August 1871. des Großherzoglichen Bezirks-Commandos Friedberg. 3 Alle Invaliden des Krieges 1870/71, welche glauben sich über die ihnen gewordene Entscheidung beschweren zu können, und die— jenigen Invaliden, welche neue Versorgungsansprüche erheben wollen, sowie ferner diejenigen Temporär-Invaliden, deren Pensionsbewilligung demnäͤchst abläuft, werden hiermit aufgefordert, sich unverzüglich bei ihren betreffenden Bezirksfeldwebeln anzumelden, damit sie in die der Invaliditäts-Prüfungscommission vorzulegenden Listen aufgenommen werden können. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises Friedberg werden hierdurch ersucht, den betreffenden Invaliden ihrer Gemeinden obige Bekanntmachung sofort mitzutheilen. Sollte der Aufenthaltsort eines Invaliden einer Großherzoglichen Bürgermeisterei unbekannt sein, so ist sofort hierher Mittheilung zu machen. Jäger, Major und Bezirks Commandeur. Bel a nm tm a ch un g. Die Tilaungsrenten des laufenden Jahres werden mit den direkten Steuern vro September, Oktober und November erhoben. Zahltage find Dienstags und Donnerstags von 8 bis 12 und von 2 bis 5 Ühr. Friedberg am 28. Auguft 1871. Großherzogliche Difiriktseinnehmetei Friedberg. Keim. Deutsches Reich. Dar mstadt. Dem lebenslänglichen Mit⸗ gliede der ersten Kammer der Stände Commer- zienrath Leonhard Heyl zu Worms sowie dem Commerzienrath Franz Anton Probst zu Mainz ist der Character als Geheimer Com- merzienrath verliehen worden. — Dem„Fr. J.“ kommt aus zuverlässiger Quelle die Mittheilung zu, daß die hiesige Bank für Handel und Industrie beabsichtigt, mit ihren Mitteln für das durch den bekannten Beschluß der zweiten Kammer schwerbedrohte Polytechnikum einzutreten und das für Gewinnung weiterer Lehr- kräfte, sowie Beschaffung von Lehrmitteln erforder— liche Mehr an der Jahresdotation von etwas über 13,000 fl. zu übernehmen. Ueber die Modalitäten, unter welchen die Verpflichtung übernommen wer⸗— den würde, ist uns noch nichts Näheres bekannt geworden.(2) Berlin. Die Nachricht, daß der preußische Polizei-Geheimerath Stieber nach Gastein berufen worden sei, bestätigt sich nicht; er befand sich dielmehr während der ganzen Dauer der Gasteiner Zusammenkunft hier. Die an dessen Anwesenheit in Gastein geknüpften Combinationen erweisen sich daher als völlig müßig. — Bezüglich der Absichten der Reichsregierung über Lösung der Münzfrage gewinnt es nicht den Anschein, als ob das frühere Enquete Verfahren wieder aufgenommen oder ein neues eingeleitet werden würde, vielmehr wird die Regierung wohl mit einem fertigen Plane vor den Reichstag treten. Als Basis dürfte die Einführung der Doppel“ währung mit Goldmünzen zu 5 und 10 Thaler end die Eintheilung des Thalers in 100 Theile zur Ermöglichung der Deeimalrechnung anzusehen ein. Man hält den Anschluß an das Bestehende für geboten und erwägt nur noch, wie die Ver— mittelung zwischen norddeutscher und süddeutscher Währung am besten herbeizuführen sei. Da ein Thaler— 105 Kreuzer süddeutsch, so wird die Schwierigkeit sich leicht überwinden lassen. Frei⸗ lich gewährte der Pfennig bisher für die Zins- berechnung eine sehr große Erleichterung; doch wird sich hier wohl auch ein Auskunftsmittel finden lassen. Es ist nicht unmöglich, daß das in der letzten Reichstagssession besprochene System der Vorbereitung von Entwürfen durch gemischte Commissionen aus Reichstagsmitgliedern und Re— gierungsbeamten hier und auch für die großen organischen Justizgesetze, welche in Aussicht steben, praktisch zur Anwendung komme. — Die„Kreuzztg.“ bestätigt, daß die zweite Begegnung der Kaiser am 7. Sept. in Salzburg in Aussicht genommen ist. Es sei mehr als wahr— scheinlich, daß Graf Beust den Kaiser von Oester— reich begleiten würde. Dasselbe Blatt erfährt, es scheine mehr als ein bloßes Gerücht, daß, nach— dem in Gastein eine feste Grundlage für die Be— ziehungen zwischen Deutschland und Oesterreich und ihr Verhältniß zu den europäischen Fragen gefunden worden sei, Italien seine unbedingte Uebereinstimmung damit und den Wunsch kund— gegeben habe, seine Politik auf dieselbe Basis zu stellen, was voraussetzen würde, daß vorher eine bezügliche Mittheilung an die Regierung in Florenz gerichtet worden sei. — Die meisten Mitglieder des Bundesraths, namentlich die nichtpreußischen, sind bereits nach Berlin zurückgekehrt, beziehungsweise in den näch— sten Tagen zu erwarten. Die regelmäßigen Ar— beiten des Bundesrathes, besonders diejenigen, welche für die nächste Reichstags session vorbereitet werden, sollen schon in den ersten Tagen des September wieder aufgenommen werden. Man will mit Rücksicht auf mehrere Landtage der Ein- zelstaaten den Reichstag so früh wie irgend mög⸗ lich einberufen, und andererseits ist es die Absicht, Vorwürfe über den Mangel an Material bei Be- rufung des Reichstages, wie sie in der letzten Session mit Fug und Recht laut geworden waren, zu vermeiden. Im Wesentlichen soll nach ausge⸗ sprochenem Willen des Reichskanzlers das Material für die Reichstagsberathungen sofort nach Con⸗ stituirung des Reichstages beisammen sein und übersehen werden können. — Wie man aus der„Kreuzztg.“ erfährt, ist, wie schon vor 3 Monaten, so kürzlich wiederum eine Anzahl japanesischer Knaben zu ihrer Er- ziehung und Ausbildung hier angekommen. Da die japanesische Regierung zur Penston von Seiten der Angehörigen derselben einen erheblichen Zu— schuß gewährt, so ist es dem hiesigen Consul nicht schwer geworden, die Knaben in gebildeten Familien unterzubringen. — Eine Correspondenz der„Kreuzzeitung“ aus Wien bestätigt, daß der Gegenbesuch des Kaisers Franz Joseph, soweit die Bestimmungen bis jetzt sestständen, am 6. oder 7. September in Salzburg stattfinden wird. Fürst Bismarck und Graf Beust werden im Gefolge der beiden Kaiser sein. Demselben Correspondenten zufolge wird für nicht unwahrscheinlich gehalten, daß der Kaiser von Oesterreich dem Kaiser Wilhelm im November einen Besuch am Rheine abstatten wird. — Das Auftreten der wirklichen asiatischen Cholera in Berlin ist bisher glücklicher Weise noch nicht constatirt. Von den Verhütungsmaß⸗ regeln, welche die Behörden bis jetzt getroffen haben, verspricht man sich nicht viel, dagegen regt sich nunmehr eine Agitation, welche die Errichtung. von Sanitätswachen und deren Besetzung mit aus- reichendem, gut zu besoldendem ärztlichen Personal, welches mit Hand-Apotheken zu versehen wäre, und zwar unter zweckmäßiger Vertheilung in allen Stadtbezirken, anstreben will. Man sieht von sachkennerischer Seite darin das allerwirksamste Mittel gegen die drohende Gefahr. — Die bei dem Kriegsministerium hier ein- gegangenen Rapporte über den Stand der Cholera- Epidemie in Königsberg sagen, daß vom Civil bis zum 15. d. M. 399 und vom 15. bis 20. d. M. 386 Personen erkrankt waren. Hiervon sind 377 Personen gestorben, 167 genesen und 241 verblieben in der Behandlung. Vom Militär waren bis zu 15. d. M. von der Krankheit be fallen 26 und vom 15. bis 20. d. M. 5 Mann. Von diesen starben 10 Mann, genesen 11 und blieben in der Behandlung 10 Mann. — Der General-Post⸗Director Stephan hatte sich längere Zeit in Karlsruhe aufgehalten, um die badische Post in die Verbindung mit der nord— deutschen überzuführen. Zu diesem Behufe sind auch badische Postmeister nach Berlin berufen worden, um hier von den Einrichtungen und dem Gange der Post Kenntniß zu nehmen. Die Post in Baden wird ganz nach norddeutschem Muster eingerichtet werden. — Nach einem Berichte der hiesigen Kauf— mannschaft hat die Fabrikation von künstlichen Blumen in Folge der Einschließung von Paris eine sehr ausgebreitete Kundschaft gewonnen. Die Hauptstadt Frankreichs war für England, Belgien, Holland, Italien und Amerika bisher die einzige Bezugsquelle, während Rußland das deutsche Fa— brikat schon früher schätzen gelernt hatte. Eng— länder und Amerikaner, die sonst kaum zu bewegen waren, unsere Arbeiten einer äußeren Prüfung zu unterwerfen, haben den Winter- und Frühjahrs- bedarf an künstlichen Blumen fast ausschließlich aus Berlin gedeckt und auf längere Zeit Be— stellungen gegeben. Das Vorurtheil gegen das deutsche Fabrikat ist geschwunden. Es werden von den hiesigen Fabrikanten alle Anstrengungen ge— macht, sich den neu gewonnenen Markt für ihre Erzeugnisse zu erhalten. München. Der Bescheid des Cultusministe— riums auf den bischöflichen Antrag um Aufhebung des Placet ist gestern an den Eizbischof von München abgegangen. Gutem Vernehmen nach wird die Aufhebung des Placet abgelehnt und im Uebrigen in dem umfangreichen Actenstücke die Stellung der Staatsregierung gegenüber der kirch⸗ lichen Frage ausführlich entwickelt, insbesondere constatirt, daß in dem bisherigen Vorgehen der Bischöfe verfassungswidrige Handlungen enthalten sind, und ausgesprochen, daß die Regierung die auf dem Boden der Staatsverfassung stehenden Katholiken schützen werde. — Verschiedene Blätter wollen wissen, Preußen habe der bayerischen Regierung auf 1. Januar 1873 den bestehenden Postvertrag gekündigt und unterschieben ersterem die Absicht, den bisher durch Bayern gegangenen Posttransit nach Italien und der Levante auf die Gotthardbahn zu lenken. Dieser Grund ist offenbar falsch, der wahre Grund wird in den betreffenden Bestimmungen der Reichs⸗ verfassung liegen. — Ein Rescript des baherischen Kriegsmini— steriums verfügt, daß über die bayerischen Sol⸗ daten, welche in Verlustlisten als„vermißt“ aufge- führt werden, an Ort und Stelle Erkundigung eingezogen werde. Zu diesem Zwecke werden orts- und sprachkundige Offiziere nach Frankreich entsendet. Stuttgart. Zum 9. deutschen Juristentag hatten sich bis zum Abend des 27. d. 600 Theil⸗ nehmer eingefunden und wurde die Versammlung durch v. Sternenfels(Stuttgart) im Namen des Localcomites begrüßt. In der ersten Plenarsitzung am 28. d. wurde Gneist durch Acelamation zum Präsidenten gewählt. Justizminister Mittnacht über⸗ brachte der Versammlung die Grüße des Königs Karl. Bis zum 29. war die Zahl der Mitglieder des Juristentages bis auf 685 gestiegen. Aus dem Elsaß wird der„Karlsr. Ztg.“ geschrieben: Die Agitation zur Herbeiführung ciner die Wünsche der Protestanten befriedigenden Kirchen- verfassung und darauf zu begründender kirchlicher Zustände nimmt ihren stetigen Fortgang. Gegen- wärtig eirculirt eine Adresse an den Fürsten⸗ Reichskanzler, worin folgende Wünsche ausgesprochen werden: 1) daß das Dekret vom 26. März 1852, welches die Autonomie der Kirche durchaus be— schränkt, aufgehoben werde; 2) daß eine consti⸗ tuirende Landessynode zusammenberufen werde, um — auf Grund der organischen Artikel vom Jahr 1802 und mit Benutzung aller seitdem gesammel⸗ ten Erfahrungen— eine neue Kirchenverfassung vorzubereiten; 3) daß bis zu dem Zeitpunkt, wo eine neue Kirchenverfassung ins Leben treten wird, die bestehende Behörde ermächtigt werden möchte, ihre verfassungsmäßige Wirksamkeit vollständig und ohne Veränderung in ihrem Personale fortzusetzen. Ausland. Oesterteich. Wien. Ueber die zwischen den beiden Reichskanzlern in Gastein gepflogenen Berathungen bringt ein Wiener Blatt folgende Mittheilungen: Was Graf Beust, so schreibt das Wiener Blatt, in der Delegation, und zwar unter allgemeiner Zustimmung, erklärte, daß nämlich die Interessen Deutschlands und Oesterreich-Ungarns identisch seien, nachdem die Rivalität der Monarchen bezüglich der Hegemonie in Deutschland aufgehört, hat sich jetzt vollkommen erfüllt. Diese Erklärung des Grafen Beust machte am Berliner Hofe einen so guten Eindruck, daß Kaiser Wilhelm nun glaubte, es liege nichts vor, was ihn abhalten sollte, die seiner Gesundheit so förderliche Gasteiner Heil- quelle zu gebrauchen. Eine diesbezügliche Mitthei— lung nach Wien wurde mit einer warmen Ein— ladung beantwortet. Nachdem sich die Monarchen herzlich begrüßt, wünschte auch Fürst Bismarck; die Gasteiner Heilquelle für seinen kranken Körper zu suchen, und Graf Beust zeigte sich alsbald be— reit, seine Abreise von Gastein um einige Tage zu verschieben, um den Fürsten Bismarck zu sprechen. Hierbei kam es zu keinen bündigen Ver— trägen, sondern weit mehr als alle geschriebenen Dokumente gilt die aus den Besprechungen der beiden Staatsmänner hervortretende Erkenntniß, daß auf dem ganzen Gebiete der europäischen Politik auch nicht eine Frage bestehe, worin die Inte— ressen und die Auffassung der beiden Staaten nicht vollkommen zusammenträfen. Aber nicht bloß zwischen Oesterreich- Ungarn und Deutschland be— steht eine solche Uebereinstimmung, sondern auch das— Königreich Italien tritt vollständig in diese Gemeinsamkeit der Ansichten und Interessen, so daß für die betreffende Politik nicht bloß das sogenannte 70⸗Millionenreich, sondern ein Complex von 90 Millionen Seelen einsteht, womit sowohl die Durchführung dieser Ansichten und der Schutz dieser Interessen gegeben, als auch der eurrpäische Friede gesichert ist. Von einer Einmischung Deutsch⸗ lands in die inneren Angelegenheiten Oesterreich- Ungarns kann um so weniger die Rede sein, als diese Angelegenheiten auch nicht mit Einem Worte in den Besprechungen der Monarchen und ihrer Minister berührt wurden. Allerdings versteht es sich von selbst, daß Deutschland ein in sich ge— kräftigtes Oesterreich wünscht, da es in seinem eigensten Interesse liegen muß, daß der Staat, der in allen Fragen sein natürlicher Allüirter ist, auch eine große Kraft besitze, um die betreffenden Angelegenheiten kräftig vertreten zu können. Der zersetzende Föderalismus in Oesterreich kann darum so wenig von der Regierung Deutschlands ge— wünscht werden, als die österreichisch- ungarische Regierung darin ihr Heil zu erblicken vermag. Was die konfessionelle Frage betrifft, so hat doch die österreichisch ungarische Regierung mit der Aufhebung des Concordats längst in der Emanci- pation von Rom die Initiative ergriffen, die Re— gierung Deutschlands folgt jetzt in ihrem Kampfe gegen die Consequensen des Unfehlbarkeits-Dog⸗ inas dieser Richtung; es läßt sich also unmöglich sagen, Kaiser Wilhelm habe jetzt bestimmend auf Oesterreichs Kaiser gewirkt; daß aber Oesterreich seiner Initiative treu geblieben, beweist schon der Umstand, daß Italien als Verbündeter, oder viel- mehr übercinstimmend mit Deutschland und Oester— reich erscheint.— 5. und 6. Sepiember in Salzburg statt. — Die„Medizinische Wochenschrift“ schreibt: „Die vereinzelt vorkommenden Cholera⸗Erkran⸗ kungen in Wien und Umgegend geben noch durch⸗ aus keinen Anlaß zur Besorgniß einer etwa auf⸗ tretenden Epidemie. Alljährlich in dieser Jahres- zeit erscheinen solche sporadische Fälle, ohne daß sie auch nur zur Kenntniß des Publicums gelangen.“ Frankreich. Paris. Der von der repu⸗ blikanischen Linken in ihrer letzten Sitzung gefaßte Beschluß lautet(entgegen einer früheren Mit- theilung) dahin, es sei noch nicht an der Zeit, die Auflösung der Nationalversammlung zu bean⸗ tragen. — Die Commiision zur Prüfung des An- trages Rivet ist zusammengetreten, um einige Schwierigkeiten in der Redaktion, welche noch zu erledigen sind, auszugleichen. Man hofft, daß eine vollständige Uebereinstimmung erzielt werden wird und Rivet am 28. d. seinen Bericht in der Commission niederlegen kann. Man glaubt all⸗ gemein, die Nationalversammlung werde trotz der Opposition der Rechten dem modifieirten Antrage Rivet's zustimmen. Man versichert, die Rechte würde versuchen, die Berathung des Antrags Ravinel vor der Berathung des Antrags Rivet auf die Tagesordnung zu setzen. — Versailler Briefe constatiren die allgemeine Verwirrung unter den Parteien, welche alle mit dem Berichte Vitet's unzufrieden seien. Man ver⸗ sichebt, die republikanische Linke sei entschlossen, die Anträge des Berichtes zu verwerfen. Eine am 28. d. Abends stattgehabte, von ungefähr 250 Mit- gliedern besuchte Versammlung der verschiedenen Fractionen der Majorität berieth über einen An- trag, durch welchen Thiers die Präsidentschaft der Republik unter den in der Verfassung von 1848 festgesetzten Bedingungen verliehen würde. Es heißt, daß Thiers selbst sehr unzufrieden mit dem Berichte Vitet's sei. Lebhafte Unterhandlungen werden heute stattfinden. Man hofft eine Ver⸗ ständigung zu erzielen, — Was die Sparcassen in Elsaß-Lothringen anbetrifft, so besteht die deutsche Regierung einfach auf der Herauszahlung der diesen Instituten ge— börigen Rententitel, welche sich noch im Besitze des französischen Gouvernements befinden. Es ist nicht vorauszusehen, daß über diesen Punct sich ernstliche Schwierigkeiten erheben werden. Versailles, 28. August. Sitzung der Nationalversammlung. Vitet verliest den Com- missionsbericht über den Antrag auf Verlängerung der Vollmachten Thiers. Der Bericht spricht der Nationalversammlung das Recht, die constituirende Gewalt auszuüben, zu, als ein wesentliches Attri⸗ but ihrer Souveränetät. Der Antrag gibt dem Chef der Executivgewalt den Titel eines Präsiden⸗ ten der Republik, welcher fortfahren wird, unter der Autorität der Nationalversammlung seine Voll⸗ machten auszuüben. Der Präsident veröffentlicht die Gesetze und läßt dieselben vollstrecken; er kann nach vorhergegangener Anzeige den Sitzungen der Nationalversammlung beiwohnen. Der Präsident sowie die Minister sind verantwortlich. Der Justizminister Dufaure beantragt im Namen des Ministerraths, noch einen Paragraphen zu den in Betracht zu ziehenden hinzuzufügen, einen Para⸗ graphen, welcher die Dienste Thiers anerkennt und die Garantien darlegt, welche derselbe für die Sicherheit des Landes bietet. Die Versamm⸗ lung beschließt, die Berathung auf Mittwoch zu verschieben. Der Bericht sagt weiter, die Com- mission habe keine Dauer der Vollmachten fest⸗ setzen wollen, dieselben würden eben währen als die Nationalversammlung. — 29. Aug. — Die„N. Fr. Pr.“ schreibt: Nach eine.! an die Hofämter ergangenen officiellen Mittheilung findet die Zusammenkunft der beiden Kaiser am — so laug Die verschiedenen parlamen⸗ tarischen Fractionen hatten gestern Abend nach f der Sitzung Zusammenkünfte. lebhafte Erregung. Die Rechte ist wenig erbaut vom Amendement Dufaure, man glaubt jedoch, daß sie es dennoch votiren werde. sehr unzufrieden über den Passus, in welchem sich Es herrscht eine 3 0 die Versammlung constituirende Gewalt beilegt. Die Linke ist 1 1 Die äußerste Linke ist entschlossen, sofort nach der Abstimmung über den Antrag Rivet die Auflösung 12* der Nationalversammlung zu beantragen.— Die deut- dull Spannung zwischen Thiers und der Nationalver- dale. Schm. säammlung ist auf ihrem Höhepunkt. Thiers din doch dun. weigert sich, die Form des von dem Berichter— nuer ttyg 5 statter Vitet vorgelegten Commissionsberichtes über d Wu. den Antrag Rivet anzunehmen. Die radikale W, ohne 0 Sämmtliche Minister bereiten ihre Demissionsgesuche vor. Aus Lyon kommen wieder sehr bedenkliche Linke ist gleichfalls dagegen. Nachrichten, nach welchen die Regierung dort nicht Herrin der Lage zu sein scheint. Die Anhänger der Commune nehmen in dieser zweiten Haupt— stadt kein Blatt vor den Mund, und auch ander- wärts gährt es so bedeutend, daß Niemand ab- sehen kann, wohin die Bewegung führen wird. In gouvernementalen Kreisen ist man über die ö 8 5 * er rtpu. 5 * * ud 1 ng n ben dung des An. * a ug deutsche Occupation, trotz aller äußeren Demon⸗ u def Klrationen, durchaus nicht verstimmt. Man fühlt, 5 e daß dieselbe wesentlich dazu beiträgt, die Versailler den 8 Regierung zu stützen. In Lyon wird die Deutschen- 3 1 du hetze in einem so bestialischen Maßstabe getrieben, j 1 daß es wahrlich Zeit wäre, wenn das deutsche ein Reich einmal seine Stimme erhöbe, um Deutsch * Aunag zu sprechen. Ein dort erscheinendes Blatt:„Der „ d Recht Preußenfeind“, erklärt in seinem Programm„die dee Aang Jagd auf die stinkenden Hunde von Barbaren“ Astrage Rise für das ausschließliche Ziel seiner Bestrebungen und denuncirt jeden in Lyon weilenden Deutschen dem Hasse des Pöbels.„Zertretet ihnen die blut rr alete dit aügemtu at bes triefenden Gesichter, schlagt sie weich, die eisernen Nau be Spitzbuben“ u. s. w. Das sind die so stehenden ti kutschlosse Phrasen dieses Prachtblattes. . Italien. Florenz. Der„Economista“ 250 A. veröffentlicht jetzt den Tex! der Note, welche der varsdudene französische Minister des Auswärtigen de Remusat n bezüglich der Zolltarifreform an den italienischen schaft da Gesandten in Paris, Ritter Nigra, gerichtet hat. 3 7% 1805 In dieser Note heißt es, daß Frankreich keinerlei rirtt. 6 Aenderung des Handelsvertrags mit Italien oder teen nit im anderen Mächten außer beiderseitiger Zustimmung rbantlutzu beabsichtige.— Eine Ministerialverordnung ver- f eint Ber- fügt, daß die von Süden und Osten des baltischen Meeres einlaufenden Schiffe einer Quarantäne 18-Letbringen unterworfen werden. dafür Sorge zu tragen, daß in den concesstonirten Privatschulen und Erziehungs⸗Anstalten unter den modernen Sprachen die deutsche überall der fran zösischen voranstehe und im Stundenplan für den deutschen Unterricht stets eine größere Anzahl Lee— tionen auszuwerfen sind als für den französischen. Die Inspectoren und die Schulbehörden haben darüber zu wachen, daß diese Anordnungen über— all streng durchgeführt werden, und werden in ihren Berichten sich darüber äußern. Griechenland. Athen. Ein Blitzstrahl schlug kürzlich in das Pulvermagazin der Stadt Lamia ein und richtete daselbst beträchtliche Ver— wüstungen an. Die Einwohner verließen in Folge dessen die Stadt. Amerika. Newyork. Der Dampfer „Lodona“, von hier nach Neworleans unterwegs, ist an der Küste von Florida gescheitert, dreißig Personen kamen um. E. Bad⸗Nauheim. In herkömmlicher Weise wurde auch in diesem Jahre in unserm Badeorte das hohe Na— meusfest unseres allverehrten Großherzogs gefeiert. Ein⸗ geleitet wurden die Festlichkeiten am Abend des 24. durch ein von der Kurhausadministration veranstaltetes, brillantes Feuerwerk. Am 25. selbst fand in dem schön decorirten Speisesaale des Kurhauses eine Festtafel statt. Der von Hr. Kreisassessor Haas auf unsern Allergnädigsten Landes— herrn ausgebrachte Toast, in dem er binwies auf die von Sr. K. Hoheit auch in der abgelaufenen schweren Kriegszeit bethätigte Menschenliebe, Herzensgüte und hohe Gesinnung und in dem Wunsche gipfelnd, daß Allechöchstdieselben diesen Tag zur Freude aller Hessen noch recht oft und in voller Gesundheit erleben möchten, fand begeisterte Zustim⸗ mung. Der Hr. Bürgermeister Schult brachte in einem Telegramm die herzlichsten Glückwünsche der Festversamm⸗ lung zur Allerhöchsten Kenntniß, was von Sr. K. Hoheit sofort dankend erwiedert wurde. Am Abend fand in dem großen Saale ein auch von Kurgästen zahlreich besuch ter Festball stait. Homburg. Der„Taunusbote“ schreibt:„Mit Ver⸗ gnügen können wir berichten, daß die schon vor längerer Zeit von dem Kaiser bewilligte Summe von 1200 fl., zur Erhaltung der Ueberreste des Römercastells„Saalburg“, auf die zweckentsprechendste Weise Verwendung findet. Der hochangesehene Alterthumsforscher Oberst v. Cobausen wohnt nämlich seit etwa 14 Tagen auf der Saalburg, wo derselbe die Ausgrabungen und Restauration der Thürme leitet. Die Absicht besteht, die Porta decumana wieder vollständig herzustellen, und die an dieser Stelle vorgenommenen Ausgrabungen ergaben ein günstiges Re— sultat. Die Bogen- und Zinnensteine wurden aufgefunden, so daß die Möglichkeit vorhanden ist, die Thürme nach Homburg hin auf die ursprüngliche Höhe zu bringen. Auch bei Durchschnitten wurden interessante Gegenstände zu Tage gefördert: Münzen, Broncen ꝛc. sowie aus den Küchenabfällen: Austern, ein Schild von einem Stör, Die 7. Jahresversammlung ber Lehrer mitlelrheinischer Realschulen findet am 29. Sept. d. J. Gießen. zu Gießen Statt. Gießen, 28. Aug. Die Sitzungen des Schwurgerichts für die Provinz Oberhessen vom 4. Quartal werden Montag den 2. October l. J., Vormittags 9 Uhr, unter dem Vor⸗ sitze des zum Präsibenten des Schwurgerichtshofs bestimmten Großherzoglichen Hofgerichtsraths Herrn von Herff, be⸗ ziehungsweise bes zu dessen Stellvertreter ernannten Groß⸗ herzoglichen Hofgerichtsraths Herrn Muth ihren Anfang nehmen, und ist aus dieser Veranlassung in der heute stattgehabten öffentlichen Sitzung Großherzoglichen Hof gerichts dahier die Ausloosung der Haupt-Geschworenen in folgender Reihenfolge vorgenommen worden. 1) Johann Jost Erb, Landwirth in Schadenbach, 2) Jacob Blecher III., Landwirth in Ober-Rosbach. 3) Jacob Müller, Müller in Griedel. 4) Leonhard Stetzer, Landwirth in Ober⸗ Rosbach. 5) Karl Leonhardo Münch, Kaufmann in Gießen. 6) Friedrich Kraft, Hofgerichtsadvocat daselbst. 7) Dr. Karl Wilhelm Hempel, Apotheker in Gießen. 8) Ludwig Ohn⸗ acker, Bürgermeister in Nieder-Ohmen. 9) Georg Wilhelm Heil, Pachler in Wickstadt. 10) Karl Klingspor, Cigarren⸗ sabrikant in Gießen. 11) Ludwig Schudt, Müller in Arnsburg. 12) Johannes Heil, Pachter in Dorheim. 13) Philipp Keil II., Landwirth in Melbach. 14) Georg Kaspar Mogk II., Weinwirth in Echzell. 15) Georg Wilhelm Heinrich Gatzert, Bürgermeister in Heuchelheim, Kr. Nidda. 16) Wihelm Stoll V., Bürgermeister in Echzell. 17) Heinrich Möser, Müller in Gießen. 18) Johannes Bloch II., Landwirth in Stockhausen, Kr. Lauterbach. 19) Georg Geisel III., Landwirth in Reibertenrod. 20) Karl Urich, Forstmeister in Büdingen. 21) Anschel Grüne⸗ baum, Fruchthändler in Bad-Nauheim. 22) Johannes Kleberger, Landwirth in Melbach. 23) Rudolph Melior, Rentier in Vonhausen. 24) Johannes Weber III., Bür⸗ germeister in Eichelsachsen. 25) Karl Ebel II., Weinhändler in Gießen. 26) Georg Steinhäuser II., Bierbrauer in Friedberg. 27) Johannes Specht, Landwirth in Leusel. 28) Karl Koch, Müller in Assenbeim. 29) Heinrich Lapp, Müller in Rülfenrod. 30) Joh. Simon III., Wirth in Zell. Frankfurt. Ende voriger Woche wurde hier ein Kind im Alter von 8 Jahren aufgefunden, welches seine Eltern in Heidelberg mit dem Auftrage in den Zug ge⸗ setzt hatten, eine Commission in Frankfurt auszurichten und dann mit der Eisenbahn nach einem westphälischen Orte zu fahren. Der Kleine suchte vergebens sich seines Auftrages zu entledigen, da die betreffende Person hierorts nicht existirt; obdachlos, zwei Gulden noch in der Tasche, wurde er Nachts aufgefunden. Die Spur der Eltern soll inzwischen auch in Heidelberg verloren gegangen sein und muß nun die Frankfurter Stadigemeinde für den kleinen Buben sorgen. Weimar. Am 28. d. haben auf dem hiesigen Bahn⸗ hof der Eilgüter- und Verbandzug sich gestreift, wobei die eine der Maschinen und ein Wagen der Bergisch⸗Märkischen Bahn erhebliche Beschädigungen erlitten haben, ein zweiter mit Eisen beladen gewesener Wagen aber gänzlich zertrümmert worden ist. Menschenleben sind zum Glück nicht zu beklagen. Schweiz. Die- Frequenz der Rigibahn übertrifft die großartigsten Erwartungen. Die Einnahmen betrugen vom 22. Mai bis 30. Junt 23,600 Fres. und stiegen im Juli, trotz der ungünstigen Witterung in der ersten Hälfte Hahnenfüße u. dgl.“ des Monats, auf 63,000 Fres. urarz tiniag Nußland. Petersburger Nachrichten zu⸗ Jriuaten g folge hat der Kaiser gleich nach seiner Rückkehr 20 i Bet aus Deutschland einen Ukas erlassen, in welchem adm. Ei das Unterrichtsministerium die Weisung erhält, gen pund si⸗ irt Sitzung de 1 den Con- J Berlängerunz Grummetgras⸗Versteigerungen bei dem Großherzoglichen Rentamte Friedberg. 2066 Das diesjährige Grummetgras von nachbenannten Großherzoglichen Domanialwiesen wird in folgenden 116 syrichl du Terminen öffentlich an den Meiftbletenden Ver Bender „ cenftitwittnd.* 2 Lenlichtt Bin 85 770 33 a 1 4 mag gibt ir[ Gemarkung. Wiesen.] Versteigerungstermin.[Ork d. Zusammenkunft. ei— 116 Prada 5— f 5 nul 5 Morgen. bee Bel ö 1— lich 1 Okarben, Groß⸗ und Klein⸗ 66 Freitag den 8. September 1871, Auf dem Selzerbrunnen be 1 wife Karben Vormittags um 8½ Uhr, Okarben. udn; f. lam 2. J Bauernheim und Ossenbeim, 234 Montag den 4. September 1871, Bauernheim dei Wirth Sigur ger dal die sog. Markwiese Vormittags 10 Uhr, Hores „ präfdent 3. Lindhelm 33 Mittwoch den 6. September 1871, Lindbeim bel Gastwirth Koch. de 5. pn Vormittags 11 Ubr, 225 verlnd 4. J Hainchen 40 Mittwoch den 6. September 1871, Hainchen bei Wirth Schmidt. 1 1556 be Mittags 1 Übr, 25 1 den in Friedberg am 20. Auguff 1871. Großberzogliches Rentamt Friedberg. * 1 pant L in dec. int— 7 * team 8 V e Grummetgras⸗-Versteigerung. 5 Berau 2126 Das diesjährige Grummetgras von den nachbenannten Freiherrlich Löwe schen Wiesen kommt zur öffent⸗ f Anred 1 lichen Verfleigerung: 127* 5 22...;5—ðßÄ—ł—z4—ßL——:.— 2 95 10 4 Größe Verte ee 1„ le 7 eegerungs feste rt d. Zusammenkunft. bn 2 Wiesen. Gemarkung. 1871. O Zuse f — auen, 2 Morgen. 11 a 50 4— am 1 20 Nieder⸗Mocksladt Montag den 4. 2 Vor- bei Herrn Gastwirth Schöhl. „ bm mittags 10 Uhr, f 3 7 a 2 9 Bauernheim Dlenftag den 5. September, Vor- bei Herrn Gastwirth Höres. ö 20 111 8 mittags 10 Uhr, 17 1 ö g 7 N 1 1 tel. 1„ Nleber-Forstad t den 24. August 1871. Dle eee sche Rente Brod lieferung 2127 Mittwoch den 6. September 1871, Vormittags 11 uhr, soll die Lieferung des Brodbedarfs pro 4. Quar- tal 1871 für die Schwadronen zu Butzbach auf dem Büreau der Garnisonsverwaltung nach den daseldst zur Einficht offen liegenden Bedingungen auf dem Wege der Summission vergeben werden. Butzbach den 26. August 1871. Bender. Major und Schwadronschef. Obligations-Verloosung. 2134 Bei der am Heutigen statigefundenen Verloosung der Altenstädter Partial⸗Odligationen find die folgenden Nr. zur Rückzahlung auf den 31. Dezember d. J. ge zogen worden: Nr. 82 „ 66, jede über 200 fl.= 600 fl. „ 90 Den Inhabern dieser Obligationen wird solches hler⸗ durch mit dem Anfügen mitgetheilt, daß diese Kapltalien bis längstens zum Ende d. J. bei der biesigen Ge⸗ meindekasse erhoben werden müssen, indem von da ab davon keine weiteren Zinsen mehr vergütet werden. Altenstadt den 26. August 1871. Großherzogliche Bürgermeisteret Altenstadt. Kreuder. Grummetgras-Versteigerung. 2136 Freitag den 1. k. Mts., Mittags 1 Uhr, soll das der hlesigen Gemeinde zustehende Grummetgras auf biesigem Rathhause öffentlich versteigert werden. Ossenheim den 28. August 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Ossenheim. Arbeiter für die Eisensteinverladung und guten Verdienst. am Babhnhofe Friedberg Friedberg im Augusft 1871. finden sofort Beschäftigung Die Verwaltung der Friedberger Bergdau⸗ 2088 Gesellschaft. 1 ö 0 5 1 6 1 ö 44 1 9 5 10 1 5 1 1. F f 1 ö 8 0* 11 1 4 1 ö 5 1* 5 1 1 5 * am 6 September und am 3. Oktober Rindvieh stattfindet. Bad⸗ Nauheim den 12 August 1871. Marktanzeige. 2036 Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern ist die Abhaltung von 5 Vieh⸗ und Krämermärkten dahier beschlossen worden und werden die beiden ersten Märkte Zu deren zahlreichem Besuch wird mit dem Bemerken hierdurch eingeladen, daß an beiden Märkten eine Prämiirung von 9 l e 1 d. J. stattfinden. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad-Nauheim. Scchmei Schwalheimer Mineralbrunnen. Kirchweihfest. 2135 Sonntag den 3. und Montag den 4. September findet auf meinem neu erbauten Tanzboden gut besetzte Tanzmufik statt, wozu freundlichst einladet G. Bailly. Joologischer Garten 2137 6 in Frankfurt a. M. Sonntag den 3. September Vormittags von 6 bis 12 Uhr ist der Eintritts preis auf Kreuzer per Person ermäßigt. Von 12 bis 2 Uhr bleibt der Garten geschlossen. Der Verwaltungsrath. 2113 Mein neu sortirtes Lager in Cattun, Kleiderstoffen, Leinwand, Shawls, Unterrockstoffen, sowie alle Sorten weiße Waare, gestickte und brochirte Gardinen, erlaube ich mir hierdurch bestens zu empfehlen. R. C. Hau e r in Frankfurt a. M, Römerberg 30. Grummetgras-Versteigerung. 2144 Samstag den 2. September d. J., Vormittags 9 Uhr, soll das der Gemeinde Nieder⸗Mörlen zugehörende Grummetgras von circa 70 Morgen meistbietend ver⸗ fleigert werden. Die Zusammenkunft ist an der Nauheimer Grenze. Nieder⸗Mörlen den 29. August 1871. Großberzogliche Bürgermetsterei Niedet-Mörlen. E Besten Syrup und Obstgelée Wilhelm Fertsch. Wilhelm Jernbeck, Colonial, Material-& Farbwaaren⸗Handlung in Friedberg 1487 nächst der Burg. Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren. Patent„Mais- Mehl von Brown& Polson in Paisly; Schottland, Hoflieferarten Ihrer Majestät der Königin von England, von den ersten ärztlichen Autorltäten wegen seiner leichten Verdauung als vorzügliches Nahrungsmittel für Säug⸗ linge, Kinder und Reconvalescenten empfoblen. Außer⸗ dem sehr geeignet für jede Haushaltung und Hötels, da man auf eine rasche und vortheilbafte Weise sehr schmackhafte Speisen zubereiten, sowle Delicatessen aller Art, als Puddings, Omelettes, Blanc mange, Confect, Biscuits ꝛc. davon anfertigen kann. Alleiniger Vertreter I. Neubürger 1943 in Köln, Ursulagarten⸗Straße 12 Nlederlage in Friedberg bei W. Bernbeck. Einen Zuchtstähr, 2142 von einem englischen Bock und einem Rehschaaf abfiammend, hat zu verkaufen Nieder⸗Wöllstadt. 19357 bei K. Bausch VI. 2138 Es wurde mir vor einigen Tagen eine Partle Klammern mit den Buchstaben J. W. gezeichnet gestohlen, vor deren Ankauf gewarnt wird. Demjenigen, der mir den Dieb namhaft macht, daß ich ihn gerichtlich be⸗ langen kann, zahle ich eine Belohnung von 5 Gulden. Ilbenstadt am 28. Auguf 1871. Johs. Wehner, Ne —* 2 ue holländische ollhüringe! 1956 bei Wilhelm Fertsch. Haarlemer Blumenzwiebeln in großer Auswahl Jacob Herrmann, . Samenßbandlung. Schüler oder Handlungslehrlinge in Frankfurt a. M. 2140 finden in dem Hause eines dortigen Gelehrten freundliche Aufnahme, Kost, Pension und Nachhülfe bei übren Studien in Sprachen und anderen Wissenschaften. Nähere Auskunft durch Herrn Pfarrer Roos, kleiner Hirschgraben 9. Alte Violinen, 2139 wenn auch unbrauchbar geworden, gesucht. Ge⸗ fällige schriftliche Adressen dei der Expeditton d. Bl. ab⸗ zugeben. 2120 bei F ruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 29. August. Waizen 14 fl.— kr.; Ker 9 fl. 10 kr.; Gerste 7 fl. 20 kr.; Hafer 5 fl. 40 kr. Frankfurt, 28. August.(200 Zollpfund.) Walzen 14½ 15; Kor! 9¼ 10; Gerste— 3 Hafer 7¾—8¼; Rüböl(100 Zollpfd.) ohne Faß 26; Branntwein(50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß—. Grünberg, 26. August. Waizen 13 fl. 40 kr.; Tor: 8 fl. 46 kr.; Gerste 6 fl. 28 kr.; Hafer 4 fl. 40 kr.; Molter— fl.— kr.; Erbsen— fl.— kr.; Wicken— fl. — kr.; Saamen— fl.— kr.; Kartoffeln— fl.— kr. Mainz, 25. August. Waizen 13 fl. 36 kr.; Korn 8 fl. 51 kr.; Gerste 6 fl. 47 kr.; Hafer 4 fl. 52 kr.; 27. 3 fl. 40 kr.; Neggenstroh per 100 Gebund Hof⸗Maurermetster. Geld Cours. Frankfurt am 29. August 1871. Preußische Friedrichsd'or... 9 58½—591 iw Holländische fl. 10-Stücke.„ 9 55—57 Deren„ eee„ 5 33—35 Ducaten al marco.„ 5 34—36 20⸗Frankenstücke 9 17½—18½ Englische Sovereigns.„ 11 47— 49 Russische Imperiales. 1 9 38—40 Dollars n Gt 8 24½— 25 ½ Ehre, dem Ehre gebührt. welche sie den Kriegern wäbrend des Feldzuges hat zu⸗ kommen lassen, sowie für die freundliche Aufnahme bei ihrer Rückkehr nach Bruchenbrücken. Kniß und Lind, Corporale. Da k m st a d t., 2143 Familie betrachtet werden würde, freundliche Aufnahme finden. Die Adresse wolle man bet der Expedition d. Bl. erfragen. 73 billigst bei K. Friedrich neben ber Post. Brodpreise vom 1. bis 15. Sept. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: 2 Waizen, ½ Korn. 2/3 Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 48 18 kr.[Zweite Sorte 42 16 tr. ** 1* 11* 2* 8* „ 1 1 4½.„„* 1„. ½ Loth Milchwaaren 1 kr. 3 Loth Wasserwaaren 1 kr. Für Bad⸗Nauheim: Kasseler Brod 4 8 20 kr. * E 2* 10* ** 1* 5* Erste 184 2 18 kr. Zweite Sorte 4 8 16 kz. „„„% Für Butz bach: Erste Sorte 4 J 18 kr.] Zweite Sorte 4 8 19 kr. 9 2 4½ 5 1.* Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 15. Sept. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: „„ 1. Ochsenfleisch pr. 2 22 kr., Schweinefleisch pr. 8 20 kt. Kuhfleisch, gem. 19„ Kammstück 21 18 Rindfleisch, gem. 19„ Leber- u. Blutwurst 24 Hammelfleisch 17„ Bratwurst Ene Keil und Carre 20„ Schwartenmagen 28„ Kalbfleisch 18„ Geräucherter Speck 32„ Keil und Carre—„ Dörrfleisch 26 1 Nierenfett 24„ Schinken 25 Hammelsfett 16„ Schmalz, ausgel. 32„ Schmalz, unausgl. 28„ Ausnahmspreise: Bei J. Hanstein III. Nierenfekt 22 kr.— Bet W. Heß, H. Gerth, A. Vogt Erben Ph. Windecker, J. Wind's Ww. Kammstück 22 kr., bei Joh. Walz 20 ki.— Bei W. Heß, H. Gerth, Joh. Walz Schmalz, ausgel. 28 kr. Für Bad ⸗ Nauheim: Ochsenfleisch pr. 3 22 kr., Schweinefleisch pr. Z 21 kr. Kuhfleisch, gem. 19„ é Leber- u. Blutwurst 26„ „ ungem.—„ Bratwurst 30 ammelfleisch 20„ Schwartenmagen 30„ Keil und Carre—„ 8Cervelatwurst 48„ Kalbfleisch 20„ leischwurst 2 Keil und Carre—„(Geräucherter Speck 32„ Rierenfett 24„ Doörrfleisch 9 Hammelsfett 16„ Schinken 39 Schaaffleisch 5„ Solperfleisch— Schmalz, ausgelassen 36 kr., unausgelassen 32 kr. Ansnahmspreise: Bei W. Krauch Wittwe Schweine⸗ fleisch 20 kr., Dörrfleisch 26 kr., Schinken 26 kr., Leber⸗ und Blutwurst 24 kr., Schwartenmagen 26 kr., Fleisch⸗ wurst 26 kr., Bratwurst 26 kr., Schmalz, unausgel. 28 kr., ausgel. 30 kr. Für Bu tzb ach: Ochsenfleisch pr. 2 21 kr. Schweinefleisch pr. Z 22 kr. Kuhfleisch, gem., 18„ Leber- u. Blutwurst 24„ Rinofleisch, gem., 18„ Bratwurst 26„ e ee, 18„ Schwartennagen 28 Kell und Carre 17„ Geräucherter Speck 36 Kal bfle isch 18„ Dörrfleisch 8 Schaaffleisch— Schinken 28 Nierenfett 20„ Schmalz, ausgel. 30„ Hammelsfett 18„[Schmalz, unausgel. 28 Isratlitischer Gottesdienst in Friedberg. e ee en Freitag Abend 6½¼ Uhr. Samstag Morgen 8 Uhr. 4 4 Verantw. Nedact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Ein Gymnasiast oder Nealschüler könnte in einer sehr achtbaren hiesigen Familie, in welcher derselbe als Glied der Corseten& Cxinolines 8 0 2141 Unterzeichnete sprechen der Gemeinde Bru chen ⸗ bröcken ihren wärmsten Dank aus für die Liebesgaben, 1 9 N