Wbt ichtung e e n ele tn det gticatin daf ti die dert tes ttlengt!. erduent dritt dergt Kochosen Hieconpmuz, „ mereitt. rragtatet Leber gerung. lter. Natnit⸗ f de em B. 8. it Ster, geb. azad, nachber⸗ einc, als: leer, 185ieet, Samstag den 30. September. 4 115. Oberhessischer! zeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Sam statz 4———— beginnt dreimal erscheinen wird. Am — f Bei der Verlags ⸗Ex 1 8 ctober 30 kr. Auswärtige Abonnent „ Postboten baldigst zu machen, eintritt und vollzählige Exemplare geliefert werden können. geld 47 kr. en sind gebeten ihre Bestellungen bei damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wochentlich Das Abonnement beträgt bei den Poststellen vierteljährlich 38 kr., mit Bestell⸗ pedition kostet das Blatt für das kommende Quartal den Poststellen oder Die Expedition. Deutsches Reich. Darmstadt, 27. Sept. Die I. Kammer bat in ihrer heutigen Sitzung den ihr vorliegenden Beschlüssen der zweiten Kammer mit wenigen un— wesentlichen Modisicationen zugestimmt. Mainz. Man klagt von hier aus sehr über den Mangel an deutscher Courant-⸗ und Scheide⸗ münze und daß dieser noch durch die Ansuhr, von Massen holländischer Silbermünze ausgebeutet wird, welche ein hiesiges Bankhaus durch seine Agenten und Wechsler mit 5 pro Mille Aufgeld allen Cassenbeamten der verschiedenen Verkehrsinstitute „c. ꝛc. anbietet und in Umlauf setzt. Nach der Natur unserer Handelsbeziehungen zu Holland ist on einen Zurückfluß dieser Metallmasse nicht zu renken und es drohen daher den mittleren Ge— schäftsleuten die empfindlichsten Verluste. Berlin. Dem„Reichsanzeiger“ zufolge wird die Eisenbahnbetriebs⸗Commission zu Straßburg vom 1. October ab dem Reichskanzleramte unter- stellt.— Ferner veröffentlicht dasselbe Blatt eine Verordnung des Reichskanzlers, nach welcher be⸗ bufs Erleichterung des Geldverkehrs vom 15. Oct. ab die Einziehung von Geldern bis 50 Thaler einschließlich durch Postmandat erfolgen kann. — Der Bundesrath hat dem Antrage Bayerns, ein Gesetz zu erlassen, durch welches die Todes erklärung der im letzten Kriege Verschollenen ge⸗ regelt werde, keine Folge gegeben, sondern die Angelegenheit den Einzelstaaten überlassen. — Die Gesetze, betreffend das Postwesen und das Posttaxwesen des deutschen Reiches, welche der Reichstag in der letzter Session erledigt hatte, sind bisher weder sanctionirt noch publicirt worden, nach der„Voss. Z.“ aus dem einfachen Grunde — nicht etwa, weil dieselben erst am 1. October in Kraft treten sollen, sondern weil der Bundes- rath sich nicht hat sofort entschließen können, auf das Votum des Reichstages bezüglich der Beseiti— gung des Landbriesbestellgeldes einzugehen. — In dem Etat für das Reichs⸗Oberhandels- gericht sind die persönlichen Ausgaben für 1872 auf 65,400 Thlr. veranschlagt und zwar kommen auf das richterliche Personal 58,000 Thlr., näm; lich auf den Prasidenten 6000 Thaler, auf den Vicepräsidenten 4000 Thaler und auf 16 Räthe je 3000 Thaler. — Laut Privatnachrichten aus Baden-Baden soll der Kaiser die Absicht haben, in Begleitung des Kronprinzen und mehrerer andern fürstlichen Personen in nächster Zeit einen Besuch in Straß⸗ burg, Metz u. s. w. zu machen. — Nach dem neuesten Cholera Rapport sind bis zum 26. d. Mts. in der Provinz Preußen 3301 Erkrankungen unter dem Civil und 108 unter dem Militär vorgekommen. Davon partizipiren Königsberg mit 2686 Civil- und 87 Militärpersonen, Meblau mit 192 Civil⸗ und 3 Militärpersonen, Elbing mit 155 Civil⸗ und 2 Militärpersonen, Tilsit mit 110 Civil⸗ und 2 Militärpersonen, Pillau mit 106 Civil- und 5 Militärpersonen, Danzig mit 49 Civil- und 1 Militäpersonen und Gumbinnen mit 3 Civil- und 5 Militärpersonen. Es sind von den Erkrankten 1724 Civil- und 33 Militärpersonen gestorben. Der Zugang an neueren Erkrankungen vom 10.— 20. d. betrug 709. — Berliner Blätter erinnern daran, daß die französische Regierung immer roch keinen Schritt gethan habe, die von dem früberen Kriegsminister General Leflo in Aussicht gestellte große Kriegs- jury zur Aburtheilung der 142 franz. Offiziere zu berufen, welche während des Krieges trotz ihres Ehrenwortes aus der Gefangenschaft entflohen, oder in die active Armee wieder eingetreten sind. In Königsberg scheint die Cholera im Erlöschen. Am 23. erkrankten 12 und starben 5 Personen, am 24. erkrankten nur noch 3 und starb 1 Person. Hamburg. In der letzten Woche erkrankten an Durchfall 148 Personen gegen 304 in der vorigen Woche, an Brechdurchfall 108 Personen gegen 220 der vorigen Woche; an der Cholera sind 31 gegen 68 der vorigen Woche erkrankt. Im Ganzen sind in der letzten Woche an Durch- fall, Brechdurchfall und Cholera gestorben: 38 Per⸗ sonen, gegen 69 Personen in der vorigen Woche. Dresden. Freiherr v. Falkenstein ist von der Leitung des Cultusministeriums entbunden und dem Prof. Gerber das Cultusministerium unter Ernennung zum Staatsminister übertragen. Gerber, ein hervorragender Jurist, fungirte bei der un— längst abgehaltenen Synode als Präsident und erwies sich dabei als Gegner der Liberalen. München. Der Landtag wurde durch den Prinzen Luitpold im Auftrage des Königs er— öffnet. Eine Thronrede wurde nicht verlesen. Der Minister des Innern verlas die Einberufungsordre. — Der Erzbischof von München hat den ministeriellen Erlaß vom 27. August beantwortet. In der Antwort wird der Vorwurf, daß das Un⸗ fehlbarkeitsdogma eine Neuerung der Kirchenlehre und staatsgefährlich sei, sowie der Vorwurf der Verfassungsverletzung durch die Bischöse zurückge— wiesen und der der katholischen Kirche durch die Verfassung zugesicherte landesherrliche Schutz be— ansprucht. — Der König hat die bayerischen Gesandten Graf Quapt(Paris), Graf Hompesch(London), Baron Thüngen(Darmstadt), Baron Riederer (Karlsruhe) und v. Niethammer(Brüssel) abbe⸗ rufen und vorbehaltlich der Wiederverwendung und unter Anerkennung der geleisteten Dienste in zeitlichen Ruhestand versetzt. — Die von den Herren Michelis, Pater Hyacinthe, Reinkens und Friedrich vorzugsweise für Frauen aus allen Ständen veranstalteten Vor⸗ träge haben allgemeines Interesse auf sich gezogen. Der Saal war überfüllt; tausende von Eintritts- karten waren verlangt worden; die Rücksicht auf den Raum erlaubte aber nur die Abgabe von etwa 800 Karten.— Am Montag Vormittag wurden in einer letzten geheimen Sitzung des Bureaus des Katholikencongresses die umfassendsten Organisationsmaßregeln für die Fortführung der Bewegung festgestellt. Aus Straßburg wird der„Times“ ge— schrieben, daß unter dem Einfluß der Verhand. lungen über den Handels vertrag gegenwärtig dort die Stimmung den Deutschen günstiger und den Franzosen abgeneigter sei, als man es noch vor 14 Tagen kaum hätte für möglich halten können. Ausland. Oesterreich. Wien. Fortwährend tauchen hier Nachrichten von Ministerkrisen auf und selbst der Reichskanzler von Beust ist bei diesen Combi⸗ nationen mit einbegriffen. Der einmüthige ge⸗ schlossene Widerstand der Deutschen gegen die Aus- gleichspolitik des Ministeriums Hohenwart hat die Dinge bereits so weit gereift, daß die Entschei⸗ dung des obschwebenden Conflictes noch vor Zu⸗ sammentritt des Reichstages erfolgen dürfte. Schweiz. In Lausanne hat die Friedens“ und Freiheitsliga getagt, welcher Nationalrath Egtel präsidirte. Anwesend waren Lembunier und Bellanger aus Paris, Sonnemann aus Frank- furt, Goegg aus Baden, Simon aus Trier, Maure Macchi aus Italien. Mazzini, Louis Blanc, Edgar Quinet billigen brieflich das Con⸗ greßprogramm und entsckuldigen ihre Abwesenheit. Gambetta sandte gleichfalls ein Schreiben, das hervorhebt, Frankreich müsse zuerst wieder zu nationaler Kraft und zu Einfluß kommen, bevor es an kosmopolitischen Bestrebungen sich bethei⸗ ligen könne. In der zweiten Sitzung kam die sociale Frage zur Besprechung. Leo vertheidigte in seiner Rede die Commune, was lebhafte Auf⸗ tritte veranlaßte. Sekretan, Redacteur der„Esta⸗ fette“, welcher Leo unterstützte, wurde gewaltsam aus dem Sitzungssaale entfernt. Mehrere Redner, welche Leo zu rechtfertigen suchten, mußten die Rednerbühne verlassen. Frankreich. Paris. Der„Patrie“ zu⸗ folge hat das hiesige Arbeiter- und Gehülfencomitk beschlossen, an die Arbeiter die Aufforderung zu richten, daß sie sich von der„Internationale“ lossagen, von dem System der Arbeitseinstellung absehen und die Regierung durch friedliche Wieder- aufnahme der Arbeit, sowie durch Aufrechterhaltung der Ordnung unterstützen möchten. — Nachdem die Nationalversammlung sich trennte ohne den Belagerungszustand in Paris aufzuheben oder Herrn Thiers die deßfallsige Er⸗ mächtigung zu hinterlassen, wird der Präsident der Republik im Einverständniß mit den Militär- behörden einstweilen einige Erleichterungen wegen Veröffentlichung von Journalen eintreten lassen und den Restaurants und Café's gestatten, wie früher bis 1 Uhr Nachts offen zu bleiben. — Die„Agenee Havas“ erfährt, daß Graf Arnim bei seiner jüngsten Zusammenkunft mit dem Präsidenten der Republik demselben mitge- theilt habe, daß er die Verhandlungen wieder aufnehmen werde, sobald der endgültige Entwurf der Zollconvention, welchen er nach Berlin ge— schickt habe, zurückgekommen sein werde. — Der Jardin d'Aeclimation, eine der in⸗ teressantesten Sehenswürdigkeiten von Paris, dürfte eingehen, da die Stadt ihm eine für sein Fort⸗ bestehen unentbehrliche Subvention von 50,000 Fr. jährlich nicht gewähren kann. — Der„Gaulois“ erwähnt der vom„Sidele“ — — — 23 gegebenen Aufstellung der Verluste der französischen Armee während des Krieges und fügt hinzu, daß 24,000(2) Franzosen in deutscher Kriegsge⸗ fangenschaft gestorben seien. — Das„Journal officiel“ theilt mit, daß der Ackerbauminister 4 Millionen zur Entschädi⸗ gung für wegen der Rinderpest getödtete Thiere angewiesen hat; es wird nicht der ganze Werth der getödteten Thiere, sondern nur zwei Drittel desselben vergütet. Die Rinderpest herrscht noch immer im Norden Frankreichs.— Wie biesige Blätter mittheilen, wird im Elsaß heimlich eine anti— deutsche Zeitung gedruckt und verbreitet; die deutsche Polizei babe ungeachtet vieler Recherchen den Drucker noch nicht entdecken können. Rußland. In Livland ist die Cholera am Erlöschen; auch in den übrigen Theilen des russi— schen Reiches nimmt sie fast überall mehr und mehr ab; ziemlich heftig tritt sie nur noch in den Departements Mohilew, Pensa, Samara, Suwalki, Usa, Wilna, Wladimir und Wownow auf. X Friedberg. Am vorigen Donnerstag fand in der mit dem Werner'schen Institute dahier verbundenen Musikschule ein öffentliches Examen statt. Die zahlreiche Zuhörerschaft hatte dabei einen recht angenehmen Genuß und bekam beim Anhören der 12 nach aufgestelltem Pro— gramm auf vier Klavieren, theilweise begleitet von zwei Violinen, gut, und recht gut und schön vorgetragenen Piscen die Ueberzeugung, daß durch die Methode des Herrn Fritsch und durch seine und der Frl. Lina Werner wackere Thätigkeit Erkleckliches geleistet wird. Was die Methodik des musikalischen Unterrichts längst festgestellt hat, ist nun auch hier erprobt, es können auf einer ge— wissen Stufe des Klavierunterrichts recht wohl mehrere Schüler mit bestem Erfolg unterrichtet werden. Freilich kommt dabei viel, sehr viel auf die Qualification des Lehrers an. Herr Fritsch ist Musiker ganz, nicht balb, Musik versteht er, Musik treibt er, sie ist sein Leben, seine Lust und Freude; dabei ist er ein gebocner Lehrer, es ist ihm eine Herzensangelegenheit, seine Kunst weiter zu ver— pflanzen. Also ganz natürlich, daß Eifer und frische Luft auch auf seine Schüler übergeht. In Frankfurt und Darmstadt namentlich auch würdigt man seinen Unter— richt immer mehr und die Zahl seiner Schüler dat in letzterer Zeit bedeutend zugenommen. S. Hungen, 28. Seplember. Heute Mittag 4 Uhr wurde der Chef des hiesigen Landgerichts, Herr Landrichter Dr. Ir le, unter zahlreicher Begleitung Leidtragender zur ewigen Ruhe bestattet. Durch strenge Rechtlichkeit und Unermüdlichkeit in seinem Berufe bis in sein spätes Alter, durch Biederkeit und Wohlwollen in Familie und Gesell— schaft, batte sich der Verstorbene die Liebe und Achtung seiner Mitmenschen in hohem Grade zu erringen gewußt. Geboten zu Laubach, und nach zurückgelegten Studien thätig an den Gerichten zu Schlitz, Butzbach, Friedberg, Ulrichstein und hier erreichte Dr. Ir le ein Alter von 62 Jahren, und obgleich sein Leiden ibn schon mehrere Jahre quälte, war es doch der Art, daß er bis zwei Tage vor dem am Dienstag den 26. September Abends 9 Uhr erfolgten Tode seinem Berufe vorstehen konnte. Ehre seinem Andenken! Frankfurt. Der dentsche Kaiser hat der Frau Baronin Carl von Rothschild das neugestiftete Verdtenst⸗ kreuz für Kranken und Verwundetenpflege während der Kriegsperiode verliehen. Was diese Verleihung noch be— sonders auszeichnet ist ein Handschreiben Ihrer Maj. der Kaiserin Augusta, worin die ausgezeichneten Verdienste und die persönliche Thätigkeit der Frau Baronin, nament⸗ lich in dem von ihr gestisteten Privatlazareth, in huld— vollster Weise hervorgehoben werden. Frankfurt. Der Zoologische Garten hat ein ebenso werthvolles als interessantes Geschenk erhalten, nämlich ein Paar Polarfüchse, welche Herr Rud. Jacoby von einer Reise nach Island mitgebracht hat. Gleichzeitig traf eine Thiersendung ein, welche aus einem Pelikan, Jungfern⸗ kranichen, Ibissen und großen weißen Silberreihern besteht. In Harreshausen, Kr. Dieburg, hat die Gemeinde die Lebrer-Besoldung von 340 fl. auf 500 fl. aufgebessert. Ein so angelegtes Capital wird reichliche Zinsen tragen. In Karlsruhe standen dieser Tage zwei auch in Frankfurt bekannte Gauner vor dem Schwurgerichte. James Haller und Jeanne Wheer von Dublin waren des Diebstahls von 3517 fl. Goldsachen und des Betruges bei einem Hotelbesitzer angeklagt und erhielten trotz der Thränen der schönen Engländerin 5 Monate Zuchthaus. Die Angeklagten werden von den frankfucter Behörden wegen eines im Jahre 1868 daselbst verübten, sehr be— deutenden Diebstahls verfolgt, somit wohl noch längere Zeit auf dem Conttnent verweilen. Karlsruhe. Bei einem am 25. d. in der Näbe der Stadt, unweit Goftesaue, auf der Bahnstrecke Karls— ruhe-⸗Durlach stattgefundenen Zusammenstoß von Eisen⸗ bahnzügen wurden 7 Güterwagen mehr oder weniger zer— trümmert. Doch ist Gottlob kein Menschenleben zu be— klagen, da Heizer und Locomotivführer noch rechtzeitig von der Maschine herabspringen konnten. Die Locomotiven sind nur sehr wenig beschädigt, das Schienengeleise jedoch erheblich. Von Reichenberg in Sachsen wird gleichfalls ein Eisenbahnunglück gemeldet. Ein meist Getreide führender Lastzug verunglückte dadurch, daß des eingetretenen Regens halber die Räder der Wagen auf den Schienen bei der Thalsahrt von Langenbruck derart glitten, daß die Zug— geschwindigkeit nicht gemäßigt werden konnte. In Folge dessen war es unmöglich, den Zug auf dem Bahnhofe rechtzeitig anzuhalten, so daß er auf zwei vor dem Heiz— hause stehende Locomotiven stieß, welche nebst der Zug— locomotive aus dem Geleise geworfen wurden. Durch den Zusammenstoß wurden 10 Wagen zertrümmert, und ist leider guch der Tod des Maschinenführers und des Heizers zu beklagen. Das Zugpersonal kam mit leichten Ver⸗ letzungen davon. Land wirthschaftliches. (Mitgetheilt von der höheren landwirthschaftlichen Lehr— anstalt in Worms.) Stand der Herbstfrüchte. Nachdem die Resul⸗ tate der Geireideernten, wenn auch nicht in ihrem ganzen Umfange, so doch annähernd zu überschauen sind, wendet sich augenblicklich die Aufmerksamkeit der Producenten, der Consumenten, also auch der Verichterstatter den Hoff— nungen und Befürchtungen zu, die der Herbst gewährt. Daß dabei die Kartoffeln in den Vordergrund treten, war selten so leicht begreiflich, als in der Gegenwartz sind doch die Consumenten ob der reichen Futterergebnisse des beurigen Jahrgangs und der daraus gefolgerten Billigkeit von Milch, Butter, Käse und Fleisch getäuscht worden wie noch nie. Allentbalben haben die Fleisch— preise eine enorme Höhe erreicht, auf der sie auch, trotz des mitconcurritenden Fleischextractes und des südameri— kanischen Pöckelfleisches verharren werden, bis die in den letzten Jahren so sehr verminderten Viehbestände vollzählig oder gar eutsprechend verstärkt sind. Ebenso haben auch die Brodpreise eine stark aufgängige Bewegung gemacht; denn sind auch die Körxererträgnisse vielfach sehr reichlich gewesen, so bieten sich doch dem Exporte sehr verlockende Aussichten, mindestens aber erscheint die Zufuhr von Aus⸗ wärts ganz lahm gelegt.— In Folge dieser Verhältnisse kann es kaum zweifelhaft sein, daß der Ausfall der Kar— toffelernte gegenwärtig bie Gemüther besonders stark beschäf⸗ tigt. Die Befürchtungen, die man in verschiedenen Gegenden Norddeutschlands durch das Erscheinen der Kartoffelkrankheit empfunden hat, haben sich bis jetzt glücklicherweise als übertrieben herausgestellt. Die Krankheit ist allerdings vielfach zum Ausbruche gekommen; allein die trocken-warme Witterung, deren wir uns seit Wochen zu erfreuen haben, hat ihre Ausbreitung gehemmt und da jetzt bereits die Periode nahezu vorüber ist, in welcher der Kartoffelpilz üppig gedethen kann, so darf man hoffen, mit dem Schrecken davon zu kommen. Auch aus Vorderösterreich und Böhmen, von woher das Erscheinen der Kartoffel- epidemie gemeldet worden war, lauten jetzt die Berichte günstiger. Dagegen wird am Rhein häufig geklagt, daß die Kartoffeln stark zum Faulen geneigt seien; allein bei genauer Erwägung stellt es sich heraus, daß dies mehr in den Niederungsböden, sowie auf starkthonigen Acker— ländereien der Fall ist, während im Ganzen genommen eine in Quantität, wie in Qualität recht gute Kartoffel⸗ ernte in sicherer Aussicht steht. Auch die verschiedenen Gemüse kommen reichlich ein; dagegen fehlt es allerwärts an Obst, besonders an Aepfel und Birnen; auch die Zwetschen, die wenigstens einen mittleren Ertrag ver— speachen, baben außergewöhnlich hohe Preise.— Der Weinstock ist immer noch zweifelhaft, wiewohl allerdings die Aussichten seit den letzten 4 Wochen sich doch günstiger gestaltet haben. Es hält trotz der sehr günstigen Witterung der letzten Wochen den Trauben schwer, die entsprechende Dicke und Durchsichtigkeit zu erlangen, was wohl in dem Umstande begründet sein mag, daß Ende Juli ein förm⸗ licher Stillstand in der Entwickelung eingetreten war. Einmieten der Futterrüben. Allenthalben ist es gebräuchlich, einen Theil der geernteten Rüben über Winter in Erdlöchern, sogenannten Mieten, aufzubewahren. Nach der allgemein üblichen Methode werden diese Mieten in Form viereckender Gruben an trockenen Stellen ange⸗ legt und wenn sie mit Rüben angefüllt sind, der Art mit Erde bedeckt, daß ein Erfrieren nicht zu befürchten ist. Aber öfters kommt es vor, namentlich wenn im Vorwinter viel Feuchtigkeit fällt, daß sich Wasser iu die Gruben hineinzieht, wodurch denn ein Faulwerden der Rüben unvermeidlich ist. Daher möchten wir den Land- wirthen rathen, von dem altädlichen Einmietungsverfahren Abstand zu nehmen und das als viel besser erkannte Ver⸗ fahren der Rübenzuckerfabriken sich anzueignen. Dieses Verfahren besteht darin, daß die aufzubewahrenden Rüben auf ebenem Boden zu einem kammförmigen Haufen ge— setzt werden, der dann mit Erde rundum dicht bedeckt wird, und zwar mit Erde, die man um die Sohle des Haufens aussticht. Hierdurch entsteht um den Haufen herum ein Abzugsgraben. Alle fallende Feuchtigkeit ver senkt sich in denselben und kinn, wenn der gewählte Platz etwas abschüssig ist, rasch abgeleitet werden, so daß also die Rüben stets trocken liegen und auch meistens mit mehr trockener Erde gedeckt sind. Verloosung. Liller 3proc. 100 Fr.⸗Loose von 1866 23. Ziehung am 1. Sept. Auszahlung am 1. October. Nr. 31754 25.000 Fr. Nr. 75009 10,000 Fr. Nr. 466 7401 2667 88922 124188 157390 168374 à 1000 Fr. Nr. 12025 13063 67407 69748 86138 552 89918 93189 144333 159149 à 500 Fr. Nr. 19464 26661 32841 54705 60282 70315 86350 88590 91959 137056 148847 157181 160730 171256 à 400 Fr. Nr. 4014 18920 28582 31885 40716 44557 48365 62862 65170 68132 86408 580 87844 91726 98728 118525 1263 14 140622 141007 161963 à 200 Fr. Vergebung von Bauarbeiten. 2364 Die bei Erbauung eines zweistöckigen Wobnhauses auf dem Großherzoglichen Braunkohlenbergwer!„Lud⸗ wigshoffnung“ bei Melbach vorkommenden Ardeiten und Baumateriallenlieferungen, nämlich: H.. Maurerarbett, veranschlagt zu 1340 53 Steinhauerarbelt 972 12 Zimmerarbeit 1648 23 Dachdeckerarbelt 615 49 Schreinerardeit 1164 57 Schlosserarbeit E Glaserarbeit 428 42 Weis binderarbeit 1321 26 Spenglerarbeit 79 42 Materialien, als: Bruchfleine 284 Kubikmeter, Mauersand 120 Kalk 42 15 Russensteine 87000 Stück sollen auf dem Soumisfionsweg in Accord gegeben werden. Pläne, Voranschläge und Bedingungen können in dem Büreau des Unterzeichneten in Bad Nauheim vom 26. September bis zum 4. Oktober d. J., Vor⸗ mittags von 8 bis 12 Uhr, eingesehen werden. Die Soumissionen find verschlossen an Großberzogliches * Bergamt Dorbeim mit der Aufschrift:„Soumsssion⸗ versehen bis zum 5. Oktober c., einzusenden. Bergwerk Dorbeim den 24. September 1871. Großherzogliches Bergamt Dorheim. Tedclen burg. E FPeaͤesies Faschinendl bel Wilhelm Fertsch. Vormittags 10 Uhr, Annonce. 2369 Bet der Unterzeichneten wird eine im Kleider— machen gewandte Arbeiterin angenommen, sowie Mädchen zur Lebre. Auch können unter vorthetlhaften Bedin zungen im Nähen schon geübte Mädchen das Kleidermachen unentgeltlich erlernen bei Frau Julie Plitt, geb. Schütz Kleid ermacherin in Gie hen, wohnhaft im Strack'schen Hause, Neuftadt. Gicht⸗ Rheumatismus⸗, Magenkrampf⸗ und Hämmorhoidalkranke deilt Dr. Miller in Frankfurt a. M., 2389 Senckenbergstr. 5. Kurprospecte gratis franco. Ein braver Junge 2424 kann unter vortheilhaften Bee ingungen die Speng⸗ lerprofession erlernen dei Bad⸗ Nauheim. 2413 ein dunkelbrauner Hund mit weißer Brust und weißen Streifen um den Hals, auf den Namen Pommer hörend. Dem Wiederbringer eine Belohnung. Näberes zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Einen einspännigen Wagen 2411 hat in Auftrag Schl 2 e = uuer Dittiol! 2333 in schönster Qualität und zu billigstem Preis bei Wilh. Fertsch. Zu vermiethen. 2392 Der obere Stock meines Hauses, sowte ein Logis im unteren Stock ift zu vermiethen und alsbald zu bezleben. F. Schäfer, Messerschmied. Zu verkaufen. 2418 Zwei schöne große, einjäbrige Metzgerhunde find, auf Verlangen nebst neuem Wägelchen, zu verkaufen bei K. Söllner, Hof⸗ Metzger. Ein Logis gleicher Erde ist zu vermiethen. Carl Reuß, Mechanikus. 2401 Steinkohl Seinkohlen, 601 namentlich auch Schmiedekohlen, verkauft zu billigen Preisen die Ziegelei am Bahnhof zu Nauhelm. Petroleum⸗Lampen und deren Bestandtheile billigst bet Carl Bauer in Aussenheim. 2402 nahm einen — nicht Großherzogliche Realschule zu Friedberg. 2385 Anmeldungen neu aufzunehmender Schüler(für die Vorschule mit dem 8. und 9. Lebens- jahre) konnen Freitag den 13. Oktober, 1 10 von 9 bis 12 Uhr, in dem Conferenz⸗ zimmer des Realschulgebäͤudes unter Beibringung von Zeugnissen der bisherigen Lehrer bei der unterzeichneten Behoͤrde gemacht werden, worauf Montag den 16. Oktober die Auf— nahms prüfung statthaben wird.— Das neue Schuljahr nimmt Dienstag den 17. Oktober seinen Anfang. Großherzogliche Direktion der Realschule. Dr. Möller. Markt⸗ Anzeige. 2416 Der nächste 3. Oktober d. J. abgehalten. Zu recht diesjährige Vieh- und Krämer ⸗Markt dahier wird Dienstag den zahlreichem Besuch wird mit dem Bemerken ein— geladen, daß an diesem Markte eine Prämimrung von Rindvieh stattfindet. Bad Nauheim den 29. September 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad— Nauheim. I ee Ge h egrgi oer 2408 Auf vielseltiges Verlangen findet Samstag den 7. October im Gafthaus zum Deutschen Haus eln Vall für Joraeliten statt, wozu höflichst einladet i Rodbeim. Das Comité. Bad ⸗ Nauheim. Kunstanzeige. 2393 Das große Ciklorama und anatomische Museum ist während der Kirchweibe, von Sonntag bis Mittwoch, in Bad- Nauheim zur Ansicht eröffnet. Das Ciklorama enthält: Die Schlachten bei Metz, Grapelotte, Sedan, Belfort, das Bombardement von Paris, den Einzug in Berlin am 16. Jun. Alles prachtvoll und naturgetreu dargestellt. Eintrittspreis à Person 6 ke., Kinder die Hälfte. Das prachtvolle anatomische Museum aus Florenz enthält die wertbvollsten Präparate, lebensgroß in Wachs modellirt und ist nur für erwachsene enges zu seben. Entrée à Person 6 kr. 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Für Friedberg: kr., Schweinefleisch pr. 8 22 Kammstück 24 Kuhfleisch, gem. 9 kr E Rindfleisch, gem. 19„ Leber- u. Blutwurst 24„ Hammelfleisch 17„ Bratwurst 28 Keil und Carre 20„ Schwartenmagen 28 Kalbfleisch 18„ Geräucherter Speck 32„ Keil und Carre—„ Datel 28 Nierenfett 24„ Schinken 8 Hammelsfett 188 Schmalz, ausgel. 30„ 050 unausgl. 28„ Ausnahmspreise: Bei J. Hanstein III. Nierenfett 22 kr.— Bei A. Eugel, W. Engel Wittwe, A. Vogt Erb., K. F. Walz, W. Reuß ger. Speck 36 kr., bei H. Gerth 30 kr.— Bei A. Engel, P. Engel Wittwe, W. Reuß Schinken 30 kt., 50 J. Wind* 35 kr. — Bei H. Blum, W. Heß, A. Vogt Erb. K. F. Walz, W. Reuß Schmalz ausg. 32 kr.— Bei A. Vogt Erb., K. F. Walz, J. Walz, W. Reuß Schmalz unausg. 30 kr., bei A. Engel, P. Engel Wittwe, H. Gerth, J. Ruppel 32 kr. Für Bad⸗ Nauheim: Ochsenfleisch pr. 3 22 kr. Schweinefleisch pr. 8 21 kr Kuhfleisch, gem. 19„ Leber- u. Blutwurst 5 4 „ungem. 5„Bratwurst 5 ammelfleisch 20„ Schwartenmagen 30* Keil und Carre—„ U(Cervelatwurst Wing Kalbfleisch 20„ Fleischwurst N Keil und Carre- A Speck 32„ Nierenfett 24„ Dörrfleisch 8 Hammelsfett 16 8 Schinken 9 Schaaflfleisch„ Solperfleisch* Schmalz, ausgelassen 36 kr., unausgelassen 32 kr. Ausnahmspreise: Bei W. Krauch Witiwe Dörrfleisch 26 kr., Schinken 26 kr. Leber- und Blutwuest 24 kr., Schwartenmagen 26 kr., Fleischwurst 26 kr., Brat⸗ wurst 28 kr., Schmalz, ungusgel. 28 ke., ausgel, 30 kr. Für Butzbach: uu verändert. ——— Ä* ——— 5*.— Teichhau 2390 Sonntag den 1. und Montag den 2. Oktober gut besetzte Tanzmusik. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein E. Kram m er Kirchweihfest. S. Kirchweihfest zu Bad⸗Nauheim. 2384 Sonntag den 1. und Montag den 2. Oktober findet in meinem Saale Tanzmusik statt, wozu freundlichst einladet D. Feri tz. Seiden⸗ und Filzhüte, 2419 neuester Facçon in großer Auswahl. empfiehlt Konrad Schmidt, nächst der Burg. Dee e ee e De e e ee e e e Ee S D e 6 2368 Der in der Provinzial⸗Hauptstadt Gießen erscheinende 8 5„Gießener Anzeiger“ 8 ist das einzige amtliche Organ für die Provinztal⸗DOtrektion Oberbessen bezw. den Kreis Gießen. G Derselbe erscheint täglich außer Montags und kostel vlerteljährlich nur 1 fl.(excl. Postaufschlags.) 0 7 Durch die große Verbreitung des Blattes nicht allein iu den bessischen Landen, sondern auch in den benachbarten preußischen Provinzen eignet sich der Anzeiger ganz vorzüglich zu lobnenden Veröffentlichungen aller Art. 97 0 In dem politischen Theil bringt derselbe die wichtigsten politischen Nachrichten in überfichtlicher G o e und gedrängter Kütze und widmet den localen Angelegenheiten der Stadt Gießen besondere Beachtung. Der Sonntags., Mittwochs⸗ und Freitags Nummer wird ein Extrablatt„Gießener Familien⸗ 07 blätter“ beigegeben. Die Expedition. PFPPPPPECCCCCCCCCVVCVVCVCVVCVCVVVCVUVCVVCVCVoVÏVzs e Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschast. Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen f HAMBURG& NEW-10RK vermittelst der Post-Dampfschiffe 5 8 i Holsatia, Mittwoch, 11. Oetbr. Westphalia, Mitlwoch, 4. Octbr. B ö Vandalia, Sonnabend,. Oetbr. Morgens. Tümbria Mitwoch, 18. Detbr.“ Morgens. Eimbria, Mittwoch, 25. Oetbr. Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Crt. Rthlr. 165, Zweite Cajüte Pr. Crt. Nihlr. 100, Zwischendeck Pr. Crt. Rthlr. 55. 1751 Näheres bei dem Schlffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Hamburg, sowie den allein für das Großherzogthum Hessen zum Abschluß von Ueberfahrtsver⸗ trägen cencessionirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie F. J. Bothof in Mainz (früher Carl Racké& Cie.) Friedberg bei Chr. Hecht. Epileptische Krämpfe(Fallsucht) 1518 heilt brieflich der Speeialarzt für Epilepsie Dr. O. Killisela in Berlin, jetzt Neuen- 2340 ächten französischen Seidensammt für Jacken und Paletots, Grosgrainsbänder in allen Farben und Breiten zu Sehleifen geeignet, verkaufe zu außergewöhnlich billigen Preisen. Gleichzeitig bringe ich auch noch mein wohl⸗ 1 Lager in Winterartikeln und Hüten aller Gattungen in den neuesten Fagons in lend 5 1 empfehlende Erinnerung. L. Hir. ch, n ä ch st der Burg. Markt- Anzeige. 2386 Es wird hiermit bekannt gemacht, daß der Jahrmarkt zu Altenstadt Montag den 23. Oktober l. J. abgehalten wird und nicht am 19. Oktober. Altenstadt am 27. September 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Altenstadt. b eue 2396 Sonntag den 1. und Montag den 2. Oktober Nauheimer Kirchweihsest 2338 Unterzeichneter läßt während des Kirchweihfestet auf seiner Kegelbahn einen Hammel auskegeln und find Freunde des Kegelspiels zur Betheiligung freundlichss eingeladen. H. S i Se i b * een 0 Kirchweihfest. 2423 Von Sonntag den 1. October an wird auf mefult Kegel ahn ein Hammel ausgekegelt, wezu freundlichft einladet Bad⸗ Nauheim. H. Aletter, zur Wald lu st, Kirchweihsest zu Pauernheim 2406 Sonntag den 1. und Montag den 2. Oetober findet in meinem Saale gut besetzte Tanzmufik stalt, wozu ergebenst einladet— J. Dechert Wittwe. Einladung. 2407 Sonntag den 1. und Montag den 2. October findet zur Feier des biesigen Kirchweih festes in meinem Locale gut besetzte Harmonie⸗ und Tanzmufik statt. Für gute Speisen und Getränke sowie reelle Bedienung wird bestens gesorgt. J. Gg. Landvogt, Gerflenwirtb. Nachkirchweihfest zu Dornassenheim. 2405 Sonntag den 1. October findet in meinem Saale Tanzmusik, ausgeführt von einem Theile der Musik des II. Infanterie; Regiments statt, wozu freundlichst eialader . Gastwirth Klein. Kirchweihfest zu Södel. findet bei Gelegenheit des Kirchweihfestes dei mit Tanzmusik statt, wozu böflichst einladet Heinrich Schneider. Ball 2422 Samstag den 7. October, wozu höflichst einladel Nieder ⸗Florstadt den 28. September 1871. Ernst Daueruheim. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. 17. Sonntag nach Trinitatis. a Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Baur. Nachmittags: Herr Schulinspector Schaub von Nauheim. 0 Nach der Predigt wird der in der Stadtkirche errichtete Gedenkstein für die im letzten Kriege gebliebenen Söhne Friedbergs enthüllt werden. 1 0 Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. 4 Nachmittags: fällt aus. Katholische Gemeinde. Samstag um 5 Uhr Nachmittags Beichte. 18. Sonntag nach Pfingsten. Rofenkranzfest. Vormittags: 10 Uhr Hochamt mit Segen und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Vesper und Segen. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Morgens 7½ Uhr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernogel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 39 und eine Beilage.) lan ergedenst c m ie — det Luc ihstzz an wutlegeln ud f. tie freuntlit Seid. * 1 d anf UN ru dein fttundlit er 1 1 Naltruhtin 2 den 2 De ehe Tenzmuft dechert Witte ung. lane len 2. Ocete rent in niit n Taumaftf in rn rrlle Sedtennsz % bandvogt, rar eihfest an. ut tm San Fit. Neft det II. Jufanter Geng de 2. Oli errut bei* sofort ertheilt werden. Beilage. — Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 2343 Mittwoch den 4. October d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen in biesigem Rathbause auf freiwilligen An⸗ trag der Gottlieb Kettingers Erben dahier die den— selden in biesiger Stadt zuftevende Hofraithe, sowie circa 24 Morgen Ackerland und Wlesen in Friedberger Ge— markung unter den für die Käufer sehr vortheilhaften Bedingungen öffentlich meistbietend versteigert werden; auch soll det annebmbaten Geboten die Genehmigung Das Gutexverzeichniß liegt bis zum Verffeigerungstermin im Ratbhause dahier zur Einsicht offen; auch werden die Flutschützen etwa u ge⸗ wünscht werdende Auskunft ertheilen. Friedberg am 21. September 1871. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. N F a luck, dienstältester Gerichtsmann. Main Nee Va hen. 2363 Es soll die Anfubhr von 250 Kubikmeter Bruch, feinen aus dem Steindruche der Bahnverwaltung bet Vilbel nach der Statson daselbst in öffen(licher Soub'⸗ misston verdungen werden. Die Offerten find portofrei und versiegelt mit der Ausschrist:„Submission auf Leistung von Steinfuhren nach Statton Vilbel“ dis zum Submissions⸗Termine den 6. Oktober d. J., Vormittags 11 Uhr, dei der unterzeichneten Betriebs⸗Inspection zu Frank⸗ furt a. M. einzureichen, woselbst die Bedingungen ein⸗ geseben werden können und die Saubmissions⸗Jormulare verabfolgt werden. Frankfurt den 21. September 1871. Königliche Betrtebs⸗Inspeetlon. Heyl. Main ⸗Weser⸗ Bahn. 2362 Es soll das Brechen von 250 Kubikmeter Bruch- feinen in dem fiscalischen Steinbruche bei Vilbel in öffentlicher Submission verdungen werden. i Die Offerten find portofrei und versiegelt mit der Aufschrift:„Submission auf Steinbtecherarbett zu Vilbel“ dis zum Submissionstermin am 6. Oktober d. J., Vor⸗ mittags 11 Ubr, bei der unterzeichneten Beiriebs-⸗Inspection zu Frankfurt a. M. einzureichen, woselbs dle Bedingungen eingesehen werden koͤnnen und die Submissions⸗Formulare verabfolgt werden. Frankfurt den 21. September 1871. a Köntgliche Betrtebs⸗Inspektion Heyl. Güter ⸗Versteigerung. 2273 Montag den 2. Oct. d. J., Vormit“ nas 10 Uhr, sollen in biefigem Rathhause auf freiwilligen Antrag der Ebefrau des Großherzoglichen Gendarmen Dillen⸗ durger, Elise geb. Möbling, nachbeschriebene Güterstücke: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr.* 9. 91. 165. Acker Großwartfeld, 40. 3 20.„ Lachenseld des Epgen, 10. 79. 208.„ Lachenfeld, 13. 276. 330.„ Grobgalgenfeld am Dachspfad, eee.„ Großgalgenfeld, Ae 29.„binter der Töpferkaut, öffentlich meinbtetend auf sechsjähtige Martiniziele ver— fleigert werden. a Friedberg den 12. Septemder 1871. . Großberzogliches Ortogericht Friedberg. Ojenstältester Gerichtsmann Falc. Kapitalgesuch. 2345 Die Stadt Friedberg beadsichtigt ein Kapital von 3 bis 5000 fl. zu 4½ Procent Zinsen getrennt oder im Ganzen aufzunehmen und können Anmeldungen zu diesem Auleben binnen 14 Tagen auf dem Bürgermeisterei Bureau dabdter erfolgen. 25 Friedberg den 21. September 1871. 3 Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. J. B. d. B. Steinhäußer, Beigeordneter. 2805 Die Erben des Lebrers Nicolaus Hufnagel zu. Ober⸗Isfigbeim haben dessen anscheinend überschuldete Erbschaft mit der Rechiswobltbat des Inventars an⸗ treten 2 Es wird deßhalb zur Feststellung des Invertars und zum Güteversuch, Zwecks Abwendung förmlichen Con⸗ curses Termin, f auf den 24. Oktober d. J., Vormittags E 0 1% ber— Schloßfsraße Nr. 26— bestimmt, wor en die Gldgesger des Verflorbenen ihre Ansprüche bei Meidung der Nichtberücksichtigung bezüglich des Inventars und des anzunehmenden Zutritis zum Beschluß der Mehrheit onzumelden haben. 194 am 23. September 1871. Königliches Amtogericht Abthellung II. C ö Mer. „dt, Störckel. berhe sischer Anzeiger. M115. Bekanntmachung. 2399 Montag den 2. Oktober d. J., des Vormittags 2334 um 11 Uhr, wird das Füllen der Strohmairatzen im Armenhause in biesigem Rathbouse an den Wenigst⸗ nehmenden versteigert. Friedberg den 28. September 1871. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg. B. d. B.: Der Großherzogliche Beigeordnete Steinhäußer. Arbeits ⸗Versteigerung. 2409 Dienstag den 3. October, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem hlesigen Rathhause nachstehende Arbeiten an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden: fl. krz 1) Weißbinderarbeit in der Thürmerwohnung 10— 2) Tapezierarbeit daselbst 6— 3) Schlosserarbeit zur Befesti ung von 200 Stück Tintengläsern in den Subsellten der Stadtschule— 4) Schreinerarbeit 1425 Friedberg den 28. September 1871. Großherzogliche Bürgermeinerer Friedberg. „. B. Der Großherzogliche Beigeordnete Steinbäußet. Güter Versteigerung. 2397 Donnerstag den 5. Oktober d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag der Karl Friedrich Graff's Erben die den⸗ selben in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung zu- stehenden Güterstücke nochmals unter den früheren Be— dingungen öffentlich meifibietend versteigert werden unter dem Anfügen, daß bet annehmbaren Geboten die Ge— nehmiguug alsbald ertheilt werden soll. Friedberg am 27. Seplember 1871. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. do ut a x. Betrpach tur. 2398 Dienstag den 10. Oktober d. J., Vormittags 9 uber, sollen in hiesigem Rathhause die Martinitag d. J. leihfälligen Güterftücke des Pospitals zum heiligen Geist, jetzt vereinigten Armenfonds zu Friedberg, in den Gemarkungen Friedberg, Fauerbach b. Fr., Nauheim Grüt und Ockstadt parzellenweise auf weitere 12 Jahre öffent⸗“ lich meistbietend verpachtet werden. Friedberg den 26. September 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. J. B. d. B.: Der Groß derzogliche Beigeordnete Stein häu ßer. Kapitalgesuch. 2400 Die Gemeinde Wobubach besobsichtigt ein Kapltal von 700 fl. gegen 4½— 5% tige Verzinsung aufzunehmen. Hierauf Reflectirende wollen ihre Offerten der unterzeichneten Bürgermeisterei bald gefälligst mit⸗ theilen. Wohnbach den 27. September 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Wohnbach. 1 Bekanntmachung. 2414 Die Bezahlung der am 1. September l. J. fällig gewesenen Holzgelder wird hiermit in Erinnerung gebracht. Zahltage: Donnerstag und Freitag Vormittags. Ockstadt den 29. September 1871. Freihl. von Franckenstein'sches Rentamt. Rabenstein. Bekanntmachung. 2387 Diejenigen Steigerer, welche am 30. Junt l. J. in dem Revier Batahards Holz ersteigert und noch im Walde sitzen haben, werden hiermit ersucht, dasselbe binnen 10 Tagen um so gewisser abzufahren, als man sich gegenfalls genöthigt sehen würde, dasselbe einer anderweiten Versteigerung auszusetzen. Zugleich werden die Steigerer auf die Versteigerungs⸗ bedingungen 10, 11 und 12 und die hiernach für sie entstehenden Nachtheile im Falle eines anderweiten Verkaufs aufmerksam gemacht. Wleksradt den 24. September 1871. Gräfliche Oderförfteret Assenheim. Schal las. 1520 Mein mit den schönsten und neuesten Mustern wohl assortirtes Tapeten⸗Lager bringe ich zu reellen Preisen in empfeblende Erinnerung. Georg Groß. Düngemittel Chemischen Fabrik Griesheim in Frankfurt a. M. Sauere phosphorsauere Kalke(Superphos⸗ phate) zur Düngung des Getreides, für Rüben, Wiesen, Gemüse, Futtergewächse, Reps u. s. w. in drei Sorten. Phosphorsaurer Kalk(feines Pulver) Kalk⸗ Phosphat, das rohe Knochenmehl ersetzend. Gedämpftes Knochenmehl(guanfirt), in feinem und gröberem Pulver, für Getreide u. s. w.(zur Maschinen⸗ und zur Handsaat). Kaliphosphat, für Kartoffeln und Rüben. Griesheimer Guano(Kalt- Guano), für Ge⸗ treide, Reps, Tabak, Kartoffeln. Hopfen u. s. w. Weinberg⸗Guano(Weinberg Dünger). 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Versteigerung. 2410 Donnerstag den 5. October, 9 Ubr Morgens, werden verschtedere, zum Nachlasse des verstorbenen Rentners Ludwig Langsdorff gebörige Mobiliargegen⸗ stände, als: Sopha, Commoden, Tische, Stühle, Büchse, Jagdflinten mit Jagdgeräthe, Betten, Beit und Tisch⸗ leinen in gräßerer Zabl, 1 großer Kleiderschrank, Kisten, Bütten, Leitern, Küche und anderes Hausgeräte u., w. in der Behausung des Herrn Major Bichmann gegen gleichbaare Zahlung öffentlich versteigert werden. Friedberg den 29. September 9 15 Sewell, Bades, Reines Schweineschmalz den“ 2403 Preise Carl Bauer in Assenbeim. ——— Großes Lager in den modernsten Kleiderstoffen. 500 Stück ¼„breite ächtfarbige Cattune, lila, rosa, gelb, braun, für Kleider und Ueberzüge, per Elle J und 10 kr. 200 Stück/ breite ächtfarbige Glanz-Mödbel⸗Cattune und Cattune mit Borden, für Vorhänge, per Elle 9 kr. 300 Stück feinfle/ breite ächtfarbige Piqué-Cattune, in den schönsten Farben, die Elle 12 kr. 300 Stück der feinsten/ breiten ächtfarbigen Jaconets und Organdis, die Elle 12 kr. 5 5 breiten weißen Satin und Plqué, für Ueberzüge und Unterröcke, die Elle 12 kr. 500 Stück ¼ 181 ächtfarbiges Bettzeug, meistens türktschroth mit weiß, die Elle 15 kr. Schweren schwarzen Moireens, für Unterröcke, die Elle 22 kr. 1% breiten englischen Waterproofs, für Regenmäntel, in den schönsten Farben, die Elle 45 kr. Waterproofs mit Franzen, die Elle 54 kr. 10 breiten schweren Bukskin, für Hosen, Westen und ganze Anzüge, die Elle fl. 1 30 kr. 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