derter z ez: der der gel iustist renz det 10 12. 18 k. dene rtr Nuit Er t Frurtratg. lle — 4000 nin 1 9 1 47 ** Dienstag den 29. August. 1 M101. . berhes sischer! nzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. 1 Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Deutsches Reich. Darmstadt. Se. K. H. der Großherzog bat die dermalen als Stations-Controleure zu Emmerich und resp. Harburg verwendeten Zoll— inspectoren F. Ch. Engisch und C. Ruckelshausen 0 1 in den inländischen Dienst zurückberufen und Ersteren zum Ober-⸗Zoll-Inspector des Haupt ollamts Gießen und der damit verbundenen Orts-Einnehmerei 1. Classe ernannt und Letzterem die Stelle eines Ober-Zoll-Inspectors bei dem Hauptzollamt Mainz, mit der Verpflichtung, bis auf Weiteres zugleich als Ober-Zollinspector bei den Haupt-Zollämtern 1 Bingen und Worms zu fungiren, übertragen. Mainz. Von hier wird gemeldet: Man scheint in Frankreich doch rascher zur Vernunst zu kommen, als man wollte. Verschiedene Hand— lungsbäuser, welche die Offerten ihrer früheren deutschen Geschäftsfreunde in gerade nicht freund— licher Weise vor Kurzem zurückgewiesen, haben jetzt wieder Commissäre gesandt oder sind am Rhein selbst erschienen. Namentlich sind in der letzten Woche sowohl in der Productenbranche, wie in dem Vieh- und feineren Fleischhandel wieder namhafte Abschlüsse auf regelmäßige Lieferungen von sehr bedeutendem Belang vorzugsweise für Paris erfolgt. Berlin. Am 18. August, dem Jahrestag der Schlacht von Gravelotte, hat der Kaiser in Gastein ein großes Militär- Avancement vollzogen. Wir entnehmen demselben u. A. die Beförderung des Prinzen Ludwig von Hessen und des Commandanten von Frankfurt a. M., Generalmajor von Rauch, zu General- lieutenants. — Die„Kreuzztg.“ empfängt Wiener Mit— theilungen, welche alle Combingtionen über eine angeblich plötzlich in den Gasteiner-Verbandlungen eingetretene ungünstige Wendung als vollkommen unberechtigt bezeichnen. Der Correspondent der „Kreuzzig.“ glaubt schon jetzt nachdrücklich sagen zu können, daß die allgemeine Lage und die aus ihr abzuleitenden allgemeinen Interessen zur Sprache gebracht sind und eine erfreuliche Uebereinstimmung in den Anschauungen und Grundsätzen zu Tage getreten ist. Folgerungen in Gestalt allgemeiner oder specieller Abmachungen seien nicht in Aus- sicht genommen worden, scharf zu rügen seien die Meldungen über eine allmähliche Erkaltung der beiden Kaiser. Der deutsche Geschäftsträger bei der sranzösischen Republik, Graf Waldersee, hat am 22. Aug. eine Besprechung mit dem franzbösischen Minister des Auswärtigen gehabt, bei welcher er die Ligue de la délivrance de PAlsace et de la Lorraine zur Sprache brachte. Herr v. Remusat erklärte, daß die französische Regierung den Ver- ein für völkerrechtswidrig betrachte, auch bereits die Auflösung desselben angeordnet habe und ge— gebenen Falls gerichtlich einschreiten werde. Aus Berlin schreibt man der„Köln. Ztg“: „Die Verhandlungen, welche in Frankfurt a. M. wischen Deutschland und Frankreich darüber ge· führt wurden, an Stelle des durch den Krieg binfällig gewordenen Postvertrags zwischen beiden Mächten einen neuen abzuschließen, sind an den übertriebenen Forderungen des französischen Be— vollmächtigten gescheitert. Namentlich verlangte zerselbe die Beibehaltung des bisherigen hohen Hortosatzes mit einem überwiegenden Theil für Frankreich. Da seine Forderungen im Laufe der Debatte nicht ermäßigt wurden, so sah der dies— seitige Bevollmächtigte sich zu der Erklärung ge— nöthigt, daß auf solcher Grundlage nicht weiter unterhandelt werden könne. Der Postverkehr Deutschlands mit Frankreich erfolgt einstweilen noch nach den Bestimmungen des früheren Ver- trags. Das Verhältniß kann aber stiner Miß— lichkeiten wegen nicht mehr lange fortbestehen. Unter solchen Umständen ist zu erwarten, daß auf französischer Seite alsbald der Wunsch sich kund geben werde, in gemäßigter Weise den Abschluß eines neuen Postvertrags mit Deutschland herbei— zuführen.“ — Die Ermittelungen in Betreff der Wohnungs- noth haben, wie die„Voss. Ztg.“ meldet, ergeben, daß am 1. October mindestens 1600 Familien obdachlos werden. — Nach Berliner Blättern sind daselbst be— reits vier Cholerafälle constatirt worden, von denen zwei einen tödtlichen Ausgang hatten. — Der„Kreuzztg.“ wird aus Wien geschrie— ben, daß die Verhandlungen in Gastein den denk— bar günstigen Verlauf genommen haben. — Mehrere Blätter enthalten übereinstimmend einen Artikel, worin hervorgehoben wird, daß die jetzige zweifelhaste Haltung der Majorität der franzöfischen Nationalversammlung die Eventualität der Erschütterung der Stellung Thiers in den Vordergrund rücken und unser Vertrauen schwächen müsse. Die Parteien, welche jetzt an der Stellung Thiers rüttelten, vermehrten die Unsicherheit der Zukunft Frankreichs. Potsdam. Das deutsche Kronprinzenpaar ist am 24. d. hier wieder eingetroffen. Königsberg. Vom 26. Juli bis incl. 20. August sind hier im Ganzen an der Cholera erkrankt 870 Personen, von denen 407 mit dem Tod abgingen. In Elbing hat die Cholera be— reits 11 Opfer gefordert. Kassel. Der seitherige Oberpräsident v. Möller ist von hier nach Straßburg versetzt wor— den, um daselbst in gleiche Stellung einzutreten. München. Am 24. d. sind in 17 Waggons 9 Millionen Gulden baar als Abschlagszahlung an dem auf Bayern treffenden Antheil der Kriegs— contribution, von Frankfurt kommend, hier einge— troffen und sofort an die Staatsschulden-Tilgungs- casse zur einstweiligen Aufbewahrung abgeliefert worden. — Dem Vernehmen nach wird Kaiser Wil— helm auf der Rückkehr aus Gastein am 5. Sept. in München eintreffen und einen Tag hier ver— weilen. Karlsruhe. Unter den Dotirten befinde sich— so wird hier mit großer Bestimmtheit be— hauptet— auch Staatsminister Dr. Jolly mit 150,000 Thalern. Straßburg. Nach der„Straßb. Ztg.“ ist die Einführung des deutschen Strafgesetzbuchs in Elsaß-Lothringen bis zum 10. October zu er— warten. Die Einführung des Handelsgesetzbuches ist in Vorbereitung. — Durch kaiserliche Ordre vom 9. d. wurde heute 8 Personen der noch übrige Rest ihrer Cor— rectionshausstrafe erlassen und sie in Freiheit ge— setzt. — 26. Aug. Der Generalgouverneur macht bekannt, daß für das laufende Jahr eine Mil'tär- Aushebung in Elsaß-Lothringen nicht in Aussicht genommen ist.— Die amtliche„Straßb. Ztg.“ sagt, die Regierung werde zukünftig auch auf demonstrative Aeußerlichkeiten, Bänder, Rufe ꝛc., die erfahrungsgemäß Unvernünftige zu wirklichen Ordnungsstörungen reizten, ein schärferes Auge richten. Ausland. Oesterreich. Wien. Wiener Telegramme an Provinzialblätter melden anscheinend officiös: Graf Beust habe die größte Befriedigung über den Erfolg der Gasteiner Begegnung und das Ent— gegenkommen des Fürsten Bismarck ausgesprochen. — Es scheint nunmehr völlig zweifellos, daß der Kaiser von Oesterreich den deutschen Kaiser auf dessen Rückreise in Salzburg begrüßen wird. Alle Gerüchte über eine Erschütterung der Stel— lung des Grafen Beust sind völlig unbegründet. — Aus Gastein telegraphirt man der„Presse“: Herr v. Arnim ist nach Frankfurt abgereist. Der Kaiser von Oestereich sieht den Kaiser Wilhelm erst in Salzturg und bleibt während der Wahl- periode in Wien. — Die„Presse“ erfährt aus Gastein, daß vor der Abreise des Grafen Beust ein schriftliches Resumé über die politischen Unterredungen der beiden Reichskanzler approbirt worden ist. Frankreich. Paris, 24. Aug. Es wird versichert, daß Deutschland und Frankreich in der Erkenntniß der Unzukömmlichkeiten, welche die [doppelten Verhandlungen in Compiegne und Frank— furt mit sich brächten, beschlossen hätten, die Un— terhandlungen nach Versailles zu verlegen. — Wie die„Agence Havas“ meldet, wird Herr v. Arnim morgen in Versailles erwartet, um die Verhandlungen über die Zahlung der Kriegskosten und die Räumung der vier an Paris angrenzenden Departements dort wieder aufzu- nehmen. Man hofft, daß die Räumung Ende dieses Monats erfolgt. — Die Commission für die Prüfung der Voll⸗ machtenfrage hat Vitet zum Berichterstatter ernannt und beschlossen mit 10 gegen 5 Stimmen, folgende Vorschläge zu machen: Die Dauer der Amtsge⸗ walt Thiers' ist der Dauer der Nationalversamm- lung unbedingt gleich. Die Amtsgewalt Thiers“ soll gleichzeitig mit den Functionen der Versamm⸗ lung erlöschen, welche selbst den Zeitpunkt ihres Rücktrittes festsetzen und dann eine Autorität zur Leitung der Neuwahlen einsetzen wird. Die Frage der Vicepräsidentschaft wurde von der Commission beseitigt. Thiers soll in der Versammlung nur bei ernsten Anlässen erscheinen. — In der vergangenen Woche haben sich hier einige Cholerafalle mit tödtlichem Ausgange ereignet. —„Sidcle“ veröffentlicht ein die Haltung der Nationalversammlung tadelndes Schreiben des Generals Faidherbe, in welchem derselbe anzeigt, daß er sein Mandat als Deputirter niederlege. — In den eingeweibten Kreisen der Neuig- keitskrämer colportirt man die seltsame Nachricht von einer Verschwörung gegen das Leben des deutschen Kaisers, die vor Kurzem von der Ber— liner Polizei entdeckt worden sein soll. Der Kaiser hat, so heißt es, den Polizeirath Stieber direct nach Gastein befohlen, um sich über die Angelegenheit berichten zu lassen.— Dieser Tage . 5 ereignete sich hier folgender characteristischer Vor⸗ fall. Ein junger Mann, Oesterreicher, ging an der Seite seiner Frau im Pare de Mongeaux spazieren und wagte es,— Deutsch zu sprechen! Ein Heißsporn von Boulevardier hört dies und schlägt ibm mit den Worten:„Je ne peux pas entendre cette maudite langue!“ krästigst in das Antlitz. Erst als es sich herausstellte, daß der Angegriffene kein Bürger des deutschen Reichs war, fühlten sich die Sicherheitsmannschaften be— müßigt, den Thäter festzunehmen. — In Sachen der ausgewiesenen Deutschen erfährt man, daß die Zahlungen als Beihülfe zur Miethe ꝛc. wieder aufgenommen werden. Ein Delegirter des Regierungscommissärs von Wurmb ist in der Person des Spezialcommissärs Schreiber bereits hier eingetroffen. Der Polizeipräsident v. Wurmb stellt behufs definitiver Regelung der An- gelegenheit seine Anwesenheit in Paris bis gegen Ende künftigen Monats in Aussicht. Ueber die bereits durch das deutsche Consulat zur Vertheilung gelangten 350,000 Franken liegen folgende statistische Daten vor: Aus Preußen wurden 376 Familien mit 160,000 Franken unterstützt, so daß auf die Famile im Durchschnitt 425 Fres., auf den Kopf 28 Thlr. kommen. Aus den übrigen Staaten des norddeutschen Bundes werden 68 Familien mit 39,000 Fres. betheiligt, so daß die Familie je 570 Fres. erhielt. Aus Würtemberg erhielten 91 Familien zusammen 46,000 Fres., also per Haushaltung 503 Fres. Aus Baden meldeten sich 147 Familien, welche 64,000 Fics. erhielten, also per Familie 432 Fres. Das Großherzogthum Hessen endlich hatte 95 Familien, die mit 44,000 Fres. betheiligt wurden, so daß auf den Haus- halt 469 Fres kamen. — Das„Paris-Journal meldet, General Faidherbe verzichtet aus dem Grunde auf sein Kammermandat, weil die Kammer keine Con- stituante, mithin unverechtigt sei, die Proposition Rivet zu diseutiren. — 27. Aug. Die republikanische Linke hat den Beschluß gefaßt, den Antrag einzubringen, daß sich die Nationalversammlung auflösen möge. Versailles, 24. Aug In der National— versammlung kam heute die Frage wegen der un— verzüglichen Auflösung der Nationalgarden zur Berathung. Thiers hielt eine Rede, in welcher er seine Zustimmung zu der Auflösung gewisser Nationalgarden aussprach, die unverweilte und gleichzeitige Auflösung aller Nationalgarden in ganz Frankreich aber bekämpfte. Redner tadelte derlei heftige und rauhe Maßregeln, welche er als unvereinbar mit der Pflicht einer maßvollen und würdigen Regierung bezeichnete. Nicht alle Nationalgarden verdienten Vorwürfe; sie sollten reorganisirt, nicht unterdrückt werden. Thiers weist auch die Verpflichtung sofortigen Vorgehens zu— rück und fordert für die vollziehende Gewalt das Recht, die Stunde des Handels selbst zu wählen. Auf eine Unterbrechung antwortend, fügt Thiers hinzu:„Ich weiß, daß das Vertrauen der Ver— sammlung erschüttert ist. Ich kenne den Entschluß, den mir das Schauspiel auferlegt, das die Ver- sammlung gewährt. Ich habe kein Wort mehr zu sagen.“(Lebhafte Erregung.) Ducrot be— antragt ein Amendement, welches schrittweise Auf⸗ lösung will. Justizminister Dufaure erklärt, der Ministerrath habe das Amendement Vormittags geprüft und könne demselben im Princip zustimmen. Der Minister fügt hinzu, daß die Regierung die Entwaffnung in möglichst kurzer Frist bewerk— stelligen werde. Das Amendement wird hierauf mit 483 gegen 154 Stimmen angenommen. — Nach seiner Rede in der vorerwähnten Sitzung der Nationalversammlung begab sich Thiers in ein an den Sitzungssaal grenzendes Zimmer, um seine Demission schriftlich zu geben; er wurde je— doch hieran von mehreren Deputirten gehindert. Es herrscht noch eine ziemlich bedeutende Er— regtheit in den parlamentarischen Kreisen. Die Mehrzahl der Deputirten aller Parteien sind von versöhnlichen Entschlüssen beseelt und entschlossen, die Erneuerung ähnlicher Zwischenfälle zu ver— meiden. 1 n 2 3 8 e — Sitzung der Nationalversammlung. Die Nationalversammlung nahm mit 503 gegen 133 Stimmen das Gesetz betreffend die Auflösung der Nationalgarde in der Gesammtheit an. Es folgte hierauf die Berathung des Gesetzes betreffend die Erhöhung der indirecten Steuern. Der Finanz- minister entwickelte die Finanzlage Frankreichs und betonte die Nothwendigkeit einer Vermehrung der Einnahmen, welche am sichersten bei den indirecten Steuern erreichbar sei. — Wie man in„Versailler Kreisen“ ver— sichert, hätte Hr. v. Bismarck dort durch Hrn. v. Waldersee wiederholt und dringend auf die Noth— wendigkeit hingewiesen, die Regierungs-Vollmach⸗ ten des Herrn Thiers für eine bestimmte Zeit zu verlängern, da die preußische Regierung, es sei wegen der Räumung des französischen Gebiets, es sei wegen jedes anderen Arrangements, erst dann in Unterhandlungen treten könne, wenn Frankreich sich— und wäre es nur für 3 Jahre — ein stabiles Gouvernement gesichert habe. Amerika. Einer amtlichen Zusammenstellung zufolge zählt die amerikanische Marine im Ganzen 179 Fahrzeuge, wovon 51 Panzerschiffe sind, die in Liague Island, Neworleans, Washington und an anderen Orten verankert liegen; 36 befinden sich auf ausländischen Stationen und eine große Anzahl liegt unbeschäftigt vor Anker, da das Ge— setz nicht die Anwerbung hinreichender Mann— schaften gestattet. Asien. Wie der„Levant Herald“ vom 9. August mittheilt, empfing das Gesundheitsamt von Galata am 5. d. ein Telegramm aus Tabriz, welches das rasche Umsichgreifen der Cholera in genannter Stadt meldet. Die Seuche fordert täglich im Durchschnitt 200 Opfer und die Ein— wohner flüchten zu Tausenden nach Urumiah und Khoi. In Tabriz hieß es zur nämlichen Zeit, daß die Hungersnoth in den südlichen Provinzen, statt abzunehmen, schlimmer als je sei. Wie es um die kategorischen Versicherungen des persischen Gesandten in London betreffs der Hungersnoth in Persien steht, geht aus dem folgenden Telegramm des britischen Gesandten in Teheran hervor: „Teheran, 21. August. Neue Aussichten auf Hungersnoth. Sofortige Hülfe wird an Werth gewinnen, da Lebensmittel immer theurer zu werden versprechen. Alison.“ Aus Japan wird der„Weser Ztg.“ ge— schrieben:„Es ist unleugbar, daß der deutsche Einfluß hierlands seit den letzten Ereignissen einen außerordeutlichen Ausschwung genommen hat. Deutsches Heerwesen, deutsche Institutionen und deutsche Erziehung sind in dem Maße gesucht, als die herrlichen Waffenthaten der Deutschen den kriegerischen Japanesen gewaltigen Respect ein— flößzten. Es ist bezeichnend, daß der Prinz Higashi⸗ Mita- no- Mya, Onkel des Mikado und früher Kriegsminister, der sich im vorigen Jahre nach London begab, um dort einen europäischen Bil— dungscurs durchzumachen, vor Kurzem nach Berlin übersiedelte, wohin auch ein anderer Prinz Fujimi⸗ no Mya geschickt wurde. Außer diesen beiden studiren jetzt in Preußen noch 20 Japaner, während Frankreich nur mehr von Touristen besucht wird. Anderseits wurde Herr v. Brandt von der Regie— rung und einigen Daimios ersucht, deutsche Lehrer, Aerzte und Instructionsofsiziere für hierländige Verwendung anzuwerben. Kurz vor seiner Abreise hatte der deutsche Geschäftsträger die Genugthuung, im Daimiat von Kischin eine kleine etwa 5000 Mann zählende Armee zu besichtigen, die bereits ganz nach preußischem Muster uniformirt, einexer⸗ cirt und organisirt ist. Seit dem letzten Kriege finden hier nur preußische Waffen und Aus rüstungs⸗ gegenstände Anwerth, für Militärtuche in den Farben der deutschen Uniformen entstand eine solche Nachftage, daß alle Vorräthe zu erhöhten Preisen förmlich vergriffen wurden. Hoffentlich wird die deutsche Industrie die Vortheile nicht zu beklagen haben, die ihr nun erblühen.“ H. Friedberg. Unter zahlreicher Betheiligung der Einwohnerschaft Friedbergs wurde am 25. d. M. Sr. K. H. dem Großherzoge zur Verherrlichung des Namensfestes desselben ein Fackelzug gebracht. Eine Abtheilung der Musik des großherzoglichen 2. Infanterieregiments war an der Spitze de Zuges und executirte N mehrere Piecen mit großer Präcision. Die Ansprache S. K. H. hielt Herr Hofgerichtg-Advocat Seyd und be⸗ tonte derselbe in solcher vornämlich, daß S. K. H., dessen unerschütterlicher Vertragstreue und patriotischer Opfer⸗ willigkeii unser theures Gesammtwaterland die siegreiche Ueberwindung des übermüthigen Erbfeindes und die glor⸗ reiche Wiederherstellung von Kaiser und Reich so wesentlich mitverdanke, der Stadt Friedberg immer die sprechendsten Beweise Seines Allergnädigsten Wohlwollens gegeben habe und daß die Stadt Friedberg bei allen berechtigten Wünschen und in unverschuldeten Bekümmernissen steis ihre volle gläubige Zuversicht auf Se. Kön. Hoh. setzen zu dürfen so glücklich sei. Der Landesfürst nahm die ihm dargebrachte Huldigung sehr gnädig auf und geruhte der Versammlung sofort seinen Dank aussprechen zu lassen. Nach beendigter Feierlichkeit verblieben die Theilnehmer des Zuges in ge⸗ selliger Zusammenkunft auf Windeckers Felsenkeller unter den Klängen der Musik noch einige Stunde in ungetrübter Heiterkeit. * Friedberg. nommene Notizen werden uns mit dem Wunsche um deren Veröffentlichung mitgetheilt: Friedberg ist eine Reichstadt in der Wetterau, so zeitlich erbawet, und nachmale anno 1211 von K, Friedrich dem II. wie auch denen nachfol⸗ genden Römischen Keisern und Königen mit privilegien und freiheiten begnadt. Ist vor alten Zeiten eine sehr grosse stadt gewesen, aber durch undterschiedene fewerschaden in abgang gerahten. Es haben auch bißweilen die Keiser daselbsten hohff gehalten, und hat under andern Keiser Friedrich der II. die burg gekawet, und nach seinem nabmen Friedrichsburg genennet. Diese ist eine geraume festung, auf einem felsen, und gehöret auch dazu eine be⸗ sondere Graffschafft, die Graffschafft Reichen genennet, Danhero hat auch der Adel in Friedburg eine besondere Cantzley. Die Burg hat in seiner bewahrung ein Burg⸗ graff, welcher aus dem dar zu gehörigen Adel erwehlet wird. Anno 1383 ist die stadt durchs fewer angangen und 900 häuser darin, wie auch in anno 1447 durch bohßheit eines gehessigen mensche, so einem andern mit⸗ bürger, mit dem er wegen dreyerpfenige in Unwillen ge⸗ rahten, das Haus angezündet 700 gebeu in grund ver⸗ dorben und eingeaschert worden. Aus Rheinhessen schreibt man der„Landw. Ztg.“: Nachdem unsere Landwirthe in diesem Jahre, wie kaum in einem anderen, fast beständig zwischen Furcht und Hoffnung geschwebt haben, ist nun endlich die Ernte glück⸗ lich eingethan. Mit Recht kann man sagen„glücklich ein⸗ gethan“, denn das Erntewetter war vortrefflich und der Ernte-Segen groß, sehr groß, denn gar Vielen reichen beuer die Vorraths-Räume nicht aus und zudem ist die Qualität der Früchte, d. h. der Winkerfrüchte nach bereits bekannt gewordenen ersten Vermahlungen recht gut. Nur die Gerste, die zwar in ihrem quantitativen Ertrage nichts zu wünschen übrig läßt, bat theilweise eine etwas stark gebräunte Farbe und wird daher immerhin gegenüber der jetzt massenhaft aus Ungarn kommenden kreideweißen Gerste geladelt, wiewohl eine ganze Reihe von vergleichenden Versuchen, die in der letzten Woche in der landw. Lehr⸗ anstalt zu Worms zur Ausführung kamen, entschieden günstiger für die rheinische als für die ungarische Gerste ausfielen; denn trotz der verlockenden Farbe ergab die letztere durchschnittlich 1½—2½ pCt. Stärkemehl weniger als die erstere, die überdies ihre Bräunung schon auf dem Halm empfing und nicht im Geringsten ausgewachsen ist. Bingen. Das Rochusfest, im vorigen Jahre in aller Stille vorübergegangen, war beuer wieder, begünstigt von dem herrlichsten Wetter, von einer ungeheuren Menschen⸗ menge besucht,. Tausende strömten von nah und fern nach dem Rochusberg. Eine colossale Masse von den üblichen Bralwüysten, servirt auf Rebenblättern, wurde vertilgt und der Zwölskreuzerwein schmeckte dazu noch lange nicht schlecht. So bot der Rochusberg, von dem man bekannt lich eine wundervolle Aussicht genießt, in diesem Jahre wieder ein freundlicheres Bild, als im vorigen Jahre zur Zeit des hier errichteten Lazareths. Nürnberg. Bei den Verhandlungen des 12. Ver⸗ bandstages deutscher Genossenschaften in Nürn⸗ berg wurde u. A. bekannt gegeben, daß im Jahre 1869 in Deulschland 1720 Vorschußvereine, 267 Productiv-⸗Ge⸗ nossenschaften und 627 Consum⸗Vereine, 1870 dagegen 1859 Vorschußvereine, 275 Productiv-Genossenschaften und 750 Consumvereine bestanden, ein Zeichen, wie trotz der Ungunst der Kriegszeit das Genossenschaftswesen sich ent⸗ wickelt hat Dafür spricht auch die Steigerung der Mil⸗ gliederzahl und des Verkehrs: 1869 304,772 Mitglieder, 181,602,900 Thlr. Creditgeschäfte und 13,253,602 Thlr. eigenes Capital, oder 31 Procent gegenüber 1870 mit 314,656 Mitgliedern. 207,618,387 Thlrn.(25 Millionen mehr) Creditgeschäften bei 14,663 397 Thlr. oder 33 pCt. eigenem Capital. Zur Zeit, d. h. am Schluß des ersten Halbjahres 1871 bestehen ca. 3210 Vereine; ber seitherige Mitgliederstand beträgt 1.200000 Personen. Geschäste wurden im Betrag von 150,000,000 Tolrn. gemacht mie einem eigenen Capital von 26—27 Millionen und einem fremden von 60 bis 70 Millionen Thlr. Der Genossen⸗ schaftstag hat als nächsten Versammlungsoit Breslau gewählt. Hannover. Die„Z. f. N.“ schreibt:„Die Unsicher⸗ heit auf den Eisenbahnen nimmt in erschreckender Weise zu. Auch heute haben wir wieder über den Zustammen⸗ stoß zweier Züge zu berichten. Der Berlin-Rölner Courier⸗ zug lraf in voriger Nacht in Bucknau bei Magdeburg mit einem Rangierzug zusammen. Der vorsichlige Führer des Zuges that, sobald er die Gefahr herannahen sah, das Seinige, den Zusammenstoß möglichst abzuschwächen. Der⸗ selbe war nichtsdestoweniger ziemlich heftig. Der Führer, Nachstehende einer alten Chronik ent⸗ 9 17 Gterteliabruch is Sar⸗ 1 Mum Mö chentsich 2 1er und der Packmeister wurden mehr oder 1 schwer verletzt, andere Beamte leicht; die Passa⸗ 0 giere sind, soviel bis jetzt bekannt, mit dem Schreck und Contusionen davongekommen. Verlust an Menschenleben 4 ist glücklicherweise nicht zu beklagen. Der Zug, der Nachts gegen 3 Uhr hier eintreffen muß, kam erst zwischen 4 und 5 Uyr hier an, die Post blieb zurück.“ 1 1 14 4 Landwirthschaftliches. Centeergebnisse, Die sich jetzt kläglich mehrenden Slpoecialberichte über den Ausfall der Ernte in den ver⸗ 1 schledenen Ländern und Gegenden lassen es zweiffellos er⸗ um scheinen, daß die Gesammterträge dieses Jahres als sehr Jlsͤiufriedenstellend bezeichnet werden können! In den süd— * westlichen Ländern und Provinzen Deutschlands gehört das Körneverträgniß der Winterfrüchte zu den hervorragendsten Ergebnissen, die seit langen Jahren beobachtet worden sind. Fast einstimmig sind in dieser Hinsicht die Urtheile über den Roggen, der in Quantität und Qualität seit vielen Jahren nicht mehr so vorzüglich gekörnt hat, als heuer. Der Waizen hat im Allgemeinen weniger Gebinde geliefert, als es erwartet worden war, allein das Körner— erträgniß ist vollig befriedigend und die Qualität sehr gut, namentlich wird aus der Provinz Rheinhessen, Rhein⸗ preußen, der Bayrischen Pfalz und dem Elsaß die Qualität als sehr hervorragend bezeichnet. Nicht minder günstig sprechen sich die Specialberichte aus Baden, Württemberg und Franken über die Fruchterträgnisse aus; nur bezüglich! der Gerste sind dort die Hoffnungen unerfüllt geblieben, indem dieselbe nicht allein geringeren Massenertrag lieferte, als es erwartet worden war, sondern auch in der Qua— lität zu wünschen übrig läßt. Aus Franken, Mähren und Böhmen taugen nur vereinzelte Klagen auf, im Ganzen aber ist man auch dort durch die Ergebnisse befriedigt. Trüb hingegen lauten die Mittheilungen aus Ungarn, wo theils durch die starken und andauernden Ueberschwem— mungen, theils durch massenhafte Hagelschläge fast eine völlige Mißernte zu verzeichnen ist. Auch in den unteren Donauländern sind die Hoffnungen der Landwirthe unerfüllt geblieben, indem sich die Körnung der Halmfrüchte schlecht vollzogen hat. In den nordöstlichen Districten Deutsch⸗ lanoͤs und in den westlichen Provinzen Rußlands wird die Körnerfruchternte als von mittlerem Ergebnisse ge— schildert, nur die Breslauer Berichte bezeichnen die Erträge in Roggen und Weizen als eine Vollernte, bedauern aber zugleich, daß der Ertrag in Gerste im Allgemeinen nicht befriedige. Aus Thüringen, Sachsen(Königreich und Provinz), laufen Berichte ein, denen zufolge die Ernte als völlig befriedigend angesehen werden muß, namentlich wird hervorgehoben, daß die Qualität des Waizens die gehegten Erwartungen weitaus übertreffe. Von den Ostseehafen⸗ plätzen her wird der Verkehr in Winterfrüchten bereits als so belebt geschildert, wie es seit einer ganzen Reihe der Vorjahre nicht mehr beobachtet worden sei.— Die Nach- richten aus England sind noch zu sehr widersprechend und gestatten ein sicheres Urtheil nicht, doch neigen die Ansichten mehr dahin, daß die Qualität des englischen Weizens in diesem Jahre nicht die beste sei. Mit Sicherheit weiß man dagegen, daß in Belglen die Körnerfruchternte reichlich und gut ausgefallen ist. Amerikanische Berichte sind erst so spärlich vorhanden, daß eine Zurückhaltung im Urtheile geboten erscheint. Die diesjährige Futterernte ist, wie man von allen Seilen hört, recht reichlich ausgefallen. Die Vieh⸗ preise zeigen daher eine feste Heltung und die Lust zur Nachzucht ist besonders stark; allein bezüglich der Futter⸗ mischungen wird eine besondere Aufmerksamkeit erforderlich sein, denn die Qualität des Futters ist gering, theils weil es bei der Heuwendung mitunter eine starke Beregnung erfahren hat, theils weil es in einzelnen Perioden zu naß gewachsen ist. So soll die Luzerne in ihrem schnittfähigen Zustande im Mittel nahe 25 Proc. Trockensystem enthalten, allein 14 in verschiedenen Gegenden und Bodenlagen ge— wachsene Luzerneproben ergaben bet ihrer Untersuchung im Laboratorium der höheren landwirthschaftlichen Lehranstalt in Worms im Mittel nur 19,4 Proc. Trockensubstanz und die ebendaselbst ausgeführten Untersuchungen über Werths⸗ verminderung des beregneten Futters, ebenfalls Luzerne, zeigen bei 9 Versuchen eine Trockensubstanzverminderung von 3,4 Proc. im Mittel und zwar trifft dieselbe am stärksten die werthvolleren Nährstoffe. Die Landwirthe haben diesen Erscheinungen die gebührende Rechnung zu tragen und dürfen nicht denken, daß ihnen im Hinblicke auf die großen Vorräthe die Zuhilfenahme von Kleien und Oelkuchen erspart sei. Bekanntmachung. 2124 Der als Frucht- und Viehhändler in das Firmen⸗ regißer eingetragene Löb Fröhlich von Fauerbach v. d. H. hat die feinen beiden Söhnen Herz Fröhlich und Salomon Fröhlich ertheilte Procura vom 1. Sep— tember d. J. an zurückgenommen. Butzbach den 24. Auguft 1871. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmer. Ber s il iteferun g. 2127 Mittwoch den 6. Sepfember 1871, Vormittags 11 Ahr, soll die Lieferung des Brodbedarfs pro 4. Quar- tal 1871 für die Schwadronen zu Bußbach auf dem Büreau der Garnisonsverwaltung nach den daselbst zur Einsicht offen liegenden Bedingungen auf dem Wege der Summission vergeben werden. Butzbach den 26. August 1871. Becker, Major und Schwadronschef. Arbeits ⸗Versteigerung. 2128 Donnerstag den 31. August l. J., Nachmittags 2 Ubr, soll in dem Gemeindehause zu Fauerbach v. d. H. Glaserarbest und Schreinerarbeit, zusammen veranschlagt zu 32 fl., unter den vor der Versseigerung bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen versteigert und in Accord gegeben werden. Butz bach am 26. August 1871. Der Bezirks- Bauausseher Bur k. Grummetgras⸗Versteigerung. 2129 Donnesftag den 31. August, Morgens um 10 Uhr, soll das der biesigen Gemeinde gehörige Grummetgras auf biesigem Rathhause öffentlich meistbietend verstelgert rden. Fauerbach b. Fr. den 28. August 1871. Großherzogliche Bürgermelsteiei Fauerbach b. F. Helfrich. 2 2 & 2 2 8 8 8. 2 52 88 45 — 2 —— 2 8 2 g 8 8. 2 Die soeben erschienene Nummer 48—— 22 enthält: E 8 3 Der Daheimkalender ist da!— Der Münzthurm. Ein vaterländischer Roman von Georg Diltl.(Forts.) — Sonntagsmorgen. Nach dem Gemälde von Siegert. — Eine Characterfigur aus dem Berliner Maurerftrike, Mit Illustration von p. Lüders.— Aus der Welt der Börse. IV. Die Dessau'schen Bankkalastrophen.— Moderne Gesellschaftsreisen. Am Familientische: Giftige ßliegen.— Todtenstarr!— Aus der Nachlassen⸗ schaft der franzöfischen Gefangenen in Deutschland.— Kinderarbeit im Kriege. Zu dem Bilde von Nikutowski: Alles für's Vaterland!— Die Verwesung. Marmor⸗ gruppe von Schlüter. Illußratson zu Hlltl's Roman: „Der Münzthurm. Zu Bestellungen empfehlen sich Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg und Bad Nauheim. 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Nach seinem Oelgemälde auf Polz übertragen von A. van der Venne.— Eine fefle Industrie⸗ Burg an der Nordsee. Von G. Kl. Mit Abbildung: Die Zollvereins⸗ Niederlage in Hamburg.— Soldat und Sänger. Ein Bild aus den Münchener Einzugsfeierlichkeiten. Von Eugen Gugel. — Erinnerungen aus dem heiligen Kriege. Nr. 9. Aus den Aufzeichnungen einer Pflegerin. II.— Blätter und Blüthen:„Sie koch nach Petrolcum.“ Von P. v. C. Mit Abbildung: Straßen-Execution nach der Einnahme von Parts. Nach einer Bleistiftskigze von F. W.— Der Heerwurm im Salon der Garten- slaube.— Aus Schwaben. Von G.— Kleiner Bries⸗ kasten.(Die Gartenlaube Nr. 34.) 2077 Ein perfect gerittenes und gefahrenes, elegantes gutes Pferd, Chocoladeschimmel, 8 Jahre alt, wird ohne Vermittlung zu verkaufen gesucht. Nähere Auskunft durch die Annoncen-Expedttton von Rudolf Mosse in Frankfurt a. M. Arbeiter und guten Verdienst. Friedberg im Auguft 1871. N Die Verwaltung der Friedberger Bergbau— 7¹ für die Eisenfteinverladung am Bahnhofe Friedberg finden sosort Beschäftigung 2088 Gesellschaft. 600 Gulden 2122 werden auf sichere Pppothek zu leihen gesucht. . ö 18 Rechnungen 5 1 7 1 mit Geschäfts- Firma 450 Buch 32 kr., in größeren 75 Quantitäten billiger, liefern a 2 7 Bindernagel& Schimpff— 2083 Marmor-, Granit-⸗ und Sandstein⸗Krenze, Denkmäler, Platten und Grabsteine werden schön und billig geliefert durch die Agentur des H. Heinemann in Nieder-Weisel bei Butzbach. An Magenkrampf, Berdau⸗- ungsschwäche etc. etc. Leidenden 585 wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich wickende Dr. wed. Doecks' sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Expedition d. Bl. Das Mittel ift nur direkt zu beziehen durch den Apotheker Doeceks in Harpstedt b. Bremen(wohin derselbe seinen Wohnfitz von Barnstorf verlegt hat). Die billigste u. beste Modenzeitung ist unstreitig Die Moden- welt. preis für das ganze Viertel- jahr 36 kr. 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Vorräthig bei Bindernagel und Schimpff in Friedberg und Nauheim: Neuer praktischer Univerfal-Vriefsteller für das geschäftliche und gesellige Leben. Ein Formular- und Muster-Guch zur Abfassung aller Gattungen von Briefen, Contraecten, Verträgen, Testamenten, Voll ⸗ machten, Quittungen, 8 K und andern Geschäfts⸗ Aufsätzen. Mit genauen Regeln über Briefstyl überhaupt und jede einzelne Briefgattung insbesondere, einer Anweisung zur Orthographie und Interpunetion und einer möglichst vollständigen Zusammenstellung aller üblichen Titulaturen. Uebst einer Auswahl von Stammbuchs aufsätzen und einem F rem d wörterbuch e. Bearbeitet von Dr. L. Kiesewetter. 20. verbesserte und vermehrte Auflage. Preis 54 kr. Pferde- und Fohlen-Markt zu Frankfurt a. M. N am 9., 10. und 11. Oktober 1871. a 2125 Dee vollftändig für 400 Pferde hergerichteten neuen prachtvollen Stallungen, umgeben mit schönsten Musterplätzen, welche noch durch eine große bedeckte Reitbahn vermehrt wurden, find zur Aufstellung feinerer Pferde bestimmt. 7 71 am 9. Oktob il die Besitzer der besten Prämiirung zu geg Den ung von Ehrenpretsen an die 5. 1. V am 11. Oktober, öffentlich vor Notar und Zeugen von 62 der önsten Neit⸗ erloosung und Wagenpferde, 10 vollständigen vier⸗ zwei⸗ und einspännigen Equi⸗ pagen, nebst completen Geschirren, sowie sonstigen Reit⸗ und Fahr⸗Nequisiten im Werthe von ca. fl. 70,000, wenn 40,000 Loose vergriffen find. Letztere à Thlr. 1.(fl. 1. 45) per Anfragen und Bestellungen auf Stallungen, sowie auf Loose, Stück, beliebe man franco an den Sectetär des unterzeichneten Vereins, Herrn C. Cappel zu richten, wo auch Uebernebmer einer größeren Anzahl von Loosen die näheren Bedingungen erfahren können. Den Aufträgen für Loose ist der Betrag franco mlt deutlicher Angabe der genauen Adresse beizufügen. Falls die Zusendunß franco und recommandirt gewünscht wird, find die erforderlichen Marken einzusenden. Auswärtige Theilnebmer, deren Adressen dem Secrelartat bekannt find, werden, salls ihnen ein größerer Gewinn zufällt, davon— soweit thunlich— mittelst Telegramm in Kenntniß gesetzt. Der Vorfitzende des landwirtbschaftlichen Vereins: Dr. Georg Haag. Grummetgras⸗Versteigerung. 2126 Das diesjährige Grummetgras von den nachbenannten Freiherrlich Lö w' chen Wiesen kommt zur öffent⸗ lichen Versteigerung: 2131 in kleinen Schoppen zu 3 kr. großen zu 4 kr. verzapft. H. Sei b. Bad⸗Nau be im. Ein gesandt. 2130 Auf der Straße nach Ockstadt, in der Nähe des israelitischen Friedhofs, verpesten in Masse dorthin ge⸗ tragene, in Verwesung übergehende Elerschalen die Luft. Es dürste wohl im Interesse aller Vorübergehenden— und selbst unserer Stadt— liegen, wenn die Orts⸗ behörde, gemahnt durch das Herannahen der Cholera, hler schnelle Abhülfe gewähren wollte. Friedberg, 27. August 1871. Neue holländische Pollhäringe! Wilhelm Fertsch. * f jeder Arbeiterklasse finden fort⸗ Bergleute während Beschäftigung auf den Ober⸗Rosbacher Gruben der unterzeichneten Grubenverwaltung und können jederzeit unter den üblichen reglementmäßigen Bedingungen für Ein⸗ und Austritt in den Knappschafts⸗ verband mit voller Berechtigung eintreten. Friedberg im August 1871. Die Verwaltung der Friedberger Bergbau⸗ 2068 Gesellschaft. Wilhelm Berubeck, Colonial-, Material-& Farbwaaren⸗Handlung in Friedberg 1487 nächfst der Burg. Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren. e Taschentücher, weiß und farbig, Kragen, Manschetten, Herrenkragen, Vorhemden, Moiré⸗ schürzen sowie Hosenträger bei K. Friedrich neten der Pofl. FFP 2133 Am 26. d. M. starb nach längerem Leiden unser innigst geliebter Gatte, Vater, Schwieger⸗ vater und Großvater Johannes Heß in einem Alter 72 Jahren. Indem wir Ver⸗ wandten, Freunden und Bekannten hiermit Nach- richt geben, sagen wir zugleich Allen, welche den Dahingeschiedenen zur letzten Ruhestätte geleiteten, unsern innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. 2 1956 bei Größe der Versteigerungstermin. 2 Wiesen. Gemarkung. steig 197 Ort d. Zusammenkunft. 2 715 2 Morgen. 45 20 Nieder⸗Florstadt Montag den 4. September, Vor- bei Herrn Gastwirth Schöhl. 5 mittags 10 Uhr, 2 9 Bauernheim Dienstag den 5. September, Vor⸗ bel Herrn Gastwirth Höres. mittags 10 Uhr, Nieder⸗Forstadt den 24. August 1871. Dle Freiherrlich Löw'sche Rentei. M ü u Lex. Die höhere landwirthschaftliche Lehranstalt n Worms a. Rh., 2132 academisch eingerichtet und nach ihrem Decennalberichte von 567 Landwirthen im Alter von 17 bis 45 Jahren aus allen Ländern besucht, beginnt unter Zusammenwirkung von 11 Fachlehrern ihr nächstes Semestet am 1. November. Nur strebsame und gesittete Lrute, welchen es im Ernste darum zu thun ist, sich die in gegenwärtiger Zeit unentbehrlichen Fachkenntnisse anzueignen, wollen sich wegen näherer Auskunft wenden an den Director Dr. Schneider. Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg erschien soeben: Predigten aus der Kriegszeit 187071. Von Dr. K. Köhler, Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 24. Auguft. Dem Dlrector der Friedberger Bergbau⸗ Gesellschaft Friedrich Ernst August Stifft ein Sohn Friedrich Karl Wilhelm Florus, geb. den 10. Jult. Beerdig te: 21. August. Margaretha Elisabetha Holler, Töchterchen des Ortsbürgers zu Fauecbach und Eisenbahnbedtensteken Rudolf Holler, alt 5 Monate 23 Tage, 1 den 19. August. 23. August. Margaretha Elisabetha Ritzel, geb. Ulrich, Ebesrau des verstorbenen hiesigen Bürgers und Schmiedmeisters Philipp und 17 Tage, 1 21. August. 17 alt 79 Jahre 8 Monate 23. Auguft. Katharina Ellsabetha Emilie Loulse Schneider, Töchterchen des Lehrers an der Groß h. Taub⸗ stummen⸗Anstalt Johannes Schneider, alt 10 Monate 22 Tage, 1 den 21. August. 26. August. Friedrich Wilhelm Klein, Söhnchen des Sergeanten von der Stammmannschaft des II. Bat. des II. Großh. Landwehr-Regiments Christoph Klein, alt 3 Monate 7 Tage, k den 25. Auguft. Professor am evangelischen Predigerseminar und Pfarrer zu Friedberg. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Preis: 30 ke. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Frankfurter Bier, — 22— ——— 1 9 9 . a— 5 2. 2