1871 Familie. ——— ng. delge zu mtintt u rden Daul, des Ledewehl termann. 5 8 sche, Band. dad * dirselde gegen Orrtebeinet ig. raren, Ptliht Hast et Schiß⸗ 7e Leonhardt 16⁵⁵ 1871. Donnerstag den 29. Juni. M 75. Oberhessischer Anzeiger. Friedberger Intelligenzblatt. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Abonnements⸗Eiuladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. * Das Abonnement beträgt bei der Verlagsexpedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel⸗ jährlich 47 kr., mit Bringerlohn. f W Der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. 2 Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗ f brechung eintritt. Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir den Anzeiger auch für das zweite Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Abbestellung erfolgt. Die Expedition. Amtlicher Theil. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden: Nr. 24. Nr. 651. Gesetz, betr. die Redaction des Strafgesetzbuchs für den Norddeutschen Bund als Strafgesetz für das Deutsche Reich. Vom 15. Mat 1871. Nr. 25. Nt. 652. Gesetz, betr. die Verbindlichkeit zum Schadensersatz für die bei dem Betriebe von Eisenbabnen, Bergwerken ꝛc. herbeigeführten Tödtungen und Körperverletzungen. Vom 7. Junt 1871.— Nr. 653. Gesetz, betr. die Inbaberpapieren mit Prämten. Vom 8. Juni 1871.— Nr. 654. Gesetz, detr. die Vereinigung von Elsaß und Lothringen mit dem Deutschen Reich. Vom 9. Juni 1871.— Nr. 655. Die Ernennung von Consuln betr. Nr. 26. Nr. 656. Friedens⸗Präliminarien zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich Vom 26. Februar 1871.— Nr. 657. Friedensvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Frankteich. Vom 10. Mai 1871.— Nr. 658. Addttional⸗Artikel zu dem am 21. Oktober 1867 zweschen der Pofverwaltung des Norddeutschen Bundes und der Postverwaltung der vereinigten Staaten von Amerika abgeschlossenen Vertrage für die Verbesserung des Poddienstes zwischen den beiden Ländern, sowie zu dem Additional Vertrag vom 7.—23. April 1871. Vom 31. März— 14. Mai 1871.— Nr. 659. Consulbestellung. Friedberg den 27. Juni 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die nachstehend abgedruckte Bekanntmachung Großherzoglicher(25.) Diviston wollen Sie sofort öffentlich bekannt machen lassen. n Haas, Kreis-⸗Assessor. Bekanntmachung. Der Verkauf der durch die Demobilmachung der Großherzoglich Hessischen(25.) Division disponibe! gewordenen Reit- und Zugpferde (eim Ganzen etwa 2500 Stück) wird am 26. d. M. zu Darmstadt, am 30. d. M. zu Mainz, am 4. Juli zu Nieder-Wöllstadt, N 1 Gießen,„ 5.„„ Babenhausen, F 5„ 3. Juli zu Heppenheim, Wörrstadt, „ 29.„„Heppenheim, Worms, Butzbach, Mainz, Nieder⸗Woöllstadt, ö„ 6.„„ Worrstadt Gießen,„ 4.„„ Babenhausen, „ 30.„„„Heppenheim, Worms, stattfinden. Die Versteigerungen werden zwischen 8 und 9 Uhr Vormittags beginnen. Provinzen zum Verkauf gebracht werden, in welchen sie ausgehoben wurden. Ueber die Zahl der an den einzelnen Verkaufstagen und Orten zur Veräußerung kommenden Pferde folgt weitere Bekanntmachung baldigst nach. Darmstadt den 26. Juni 1871. Soweit möglich werden die Pferde wieder in den gez. Ludwig, Prinz von Hessen, Generallieutenant und Commandeur der Gr. Hess.(25.) Division. ,,, ͤ Zetreffend: Die Unterhaltung der Hecken an öffentlichen Fahr- und Fußwegen und der Garteneinfriedtgungen. Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Junnern vom 22. d. M. zu Nr. M. d. J. 6424 wird das im Abdruck nach⸗ stehende Reglement rubricirten Betreffs vom 29. Juni 1865 für die Gemarkungen Bad-Nauheim, Dorheim, Dorn-Assendeim, Reichelsheim, Rödgen und Schwalheim hiermit für gültig erklärt. a d Friedberg den 26. Juni 1871. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. Bd. Ke Haas, Kreis⸗Assessor. Reglement, n die Unterhaltung der Hecken an öffentlichen Fahr- und Fußwegen und der Garteneinfriedigungen betreffend. Nach eingeholter Ermächtigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 26. l. M. zu Nr. M. d. J. 7716 wird auf Grund des Art. 31 des Feldstrafgesetzes vom 21. Sept. 1841 hiermit verfügt: §. 1. Alle Hecken an öffentlichen Fahr- und Fußwegen müssen in jedem Frühjahr bis zu einer Höhe von höchstens 5 und zu einer Breite von 2½ Fuß zurückgeschnitten und ebenso bis zum 15. August jeden Jahres die neuen Schößlinge wiederholt beschnitten und zurück— gebunden werden. §. 2. Desgleichen müssen die Garteneinfriedigungen stets in ordnungsmäßigem Zustande erhalten und etwaige Lücken in denselben ausgebessert werden. §. 3. Diejenigen, welche der Aufforderung der Localpolizei⸗ behoͤrde zur Zurückschneidung der Hecken und Zurückbinden der Schoͤß⸗ linge resp. zur Ausbesserung der Garteneinfriedigungen nicht innerhalb einer Frist von 14 Tagen nachkommen, verfallen in eine Strafe von 30 kr. bis 1 fl. 30 kr. Auch haben die Säumigen die Kosten zu tragen, welche durch das etwa nöthig werdende, von der Local polizeibehoͤrde anzuordnende Zurückschneiden der Hecken, Zurückbinden der Schoͤßlinge und Ergänzung der mangelhaften Garteneinfriedigungen entstehen. Friedberg den 29. Juni 1865. b Großherzogliches Kreisamt Friedberg. a ee. 2 Deutsches Reich. Darmstadt. Nach der unterm 13. Juni l J. zwischen den Bevollmächtigten S. K. H. des Großherzogs von Hessen und denen Sr. Majestät dem deutschen Kaiser abgeschlossenen Militärcon⸗ vention stellt Hessen 4 Infanterie-Regimenter zum eichsheer, welche außer ihrer früheren Bezeichnung die fortlaufenden Nummern 115— 118(inel.) führen. Jedes dieser Regimenter hat eine Stärke von 3 Bataillonen, mit Ausnahme des 2. Re- giments, welches aus nur 2 Bataillonen besteht. Die beiden Reiter Regimenter bleiben in ihrer seitherigen Formation zu je 5 Escadrons in preußischer Etatsstärke bestehen und führen die fortlaufenden Nummern 23 und 24 im deutschen Heer. Die 4 neu zu formirenden Landwehr ⸗Re⸗ gimenter werden zusammen 23 Compagnien haben. Die Artillerie besteht aus 6 Batterien. Diese Formation ist bis spätestens 1. Januar 1872 durchzuführen. Die Inhaberstellen verbleiben wie bisher den Regimentern ꝛc. und werden von S. K. H. dem Großherzoge verliehen. Der Fahneneid wird von den ihrer Militärpflicht ge— nügenden hessischen Staatsangehörigen in der bis- herigen Weise geleistet; an die Stelle der Wor e: „Sr. M. dem Könige von Preußen als Ober⸗ befehlshaber“ treten jedoch die Worte:„Sr. M. dem deutschen Kaiser.“ In den Farben, Ab- zeichen und dem Schnitt der dermaligen Beklei— dung treten diejenigen Aenderungen ein, welche durch Einführung der preußischen Gradabzeichen nothwendig werden. An den Helmen ꝛc. tragen alle Angehörigen des Contingents ohne Rückiicht auf ihre Staatsangebörigkeit den hessischen Wap penlöwen und die Landeskokarde. Die einem anderen Bundesstaate angehörigen Militärpersonen und Beamten tragen zugleich die Landeskokarde ihres Heimathsstaates. S. K. H. der Großherzog überträgt das ihm zustehende Recht der Ernennung, Beförderung und Versetzung der Offiziere, Porte⸗ peefähnriche, Aerzte und Militärbeamten auf S. M. den Kaiser, wobei Preußen erklärt, die Wünsche S. K. H. berücksichtigen zu wollen. Seine Ad— jutanten ernennt der Großherzog. Die von S. M. dem Kaiser ernannten Offiziere ꝛc. erhalten zu— gleich Patente von S. K. H. dem Großherzog und führen so lange sie dem Großherzoglichen Contingent angehören, das Prädicat„Großher— zoglich“. Sie stehen im Verbande der K. Preuß. Armee. Die gegenwärtig der Großh. Militär— formation angehörenden Offiziere, Portepeefähnriche, Aerzte und Beamten werden, insofern sie es wünschen und sie Preußischerseits übernommen werden, unter Beibehalt ihres Ranges und ihrer Anciennetät in den Verband der K. Preuß. Armee eingereiht, jedoch mit der Maßgabe, daß sie hierdurch nicht besser zu stehen kommen dürfen, als wenn sie von Anfang an in der Preuß. Armee gedient hätten. Indeß sollen Offiziere und Beamte, die sich her— vorragend tüchtig und verwendbar gezeigt haben und somit besonders empfohlen werden können, auch diejenige ausnahmsweise Berücksichtigung finden, die ihnen, wenn sie von vornherein in der Preuß. Armee gedient hätten, unbezweifelt durch bevor zugendes Avancement zu Theil geworden wäre. Die Offiziercorps werden nicht aufgelöst, sondern unterliegen nur den gewöhnlichen allmähligen Aenderungen. Der Großherzog hat aber das Recht, bei Seiner Person, beziehungsweise den Hes— sischen Truppentheilen, Offiziere à la suite nach freier Wahl zu ernennen, deren etwaige Besoldung und dereinstige Pensionirung jedoch nicht aus Reichsmitteln erfolgt. Die Offiziere, Portepee- fähnriche, Aerzte und Militärbeamten leisten den Fahnen beziehungsweise Beamteneid S. M. dem Kaiser und verpflichten sich zugleich mittelst Reverses: das Wohl und Beste S. K. H. des Großherzogs zu fördern, Schaden und Nachtheile von Dem— selben und seinem Hausc und Lande abzuwenden. Offiziere, Portepeesähnriche, Aerzte und Beamte der gegenwärtigen Großherzoglichen Militärfor- mation, welche nicht gezeigt sind, in die Preuß. Armee einzutreten oder Preußischerseits nicht über- nommen werden, scheiden vorbehaltlich ihrer allge— meinen Dienstverpflichtung aus dem Großherzog⸗ lichen Contingent aus und werden, falls sie pensionsberechtigt sind, nach den ihnen günstigen Reichs-(Preußischen) oder Hessischen Normen pensionirt. In der bisherigen Uniform und den Uniformsabzeichen der Offiziere ꝛc. des Contingents wird durch ihre Aufnahme in den Verband der Preuß. Armee, sofern nicht S. K. H. der Groß⸗ herzog Annäherung an die Preuß. Muster ver⸗ fügt, Nichts geändert. Die Division bleibt für gewöhnlich im Großherzogthum. Sollten politische Interessen eine Dislocation nothwendig machen, so wird der Kaiser sich mit dem Großherzog ins, Vernehmen setzen. Das Großherzogliche Con- tingent tritt vom 1. Januar 1872 ab in den Etat und die Verwaltung des Reichsheeres und zwar speciell in die der Preuß. Armee. Die nach dem Militér-⸗Etat zur Unterhaltung des Hessischen Con— tingents bestimmten Beträge werden daher der K. Preuß Militärverwaltung zur Verfügung ge— stellt, wogegen diese die Verpflichtung übernimmt, sämmtliche Bedürfnisse des Hessischen Contingents zu bestreiten, ohne daß ihr daraus dem Groß: herzogthume gegenüber irgend ein Anspruch auf weitere Leistungen erwächst. Demgemäß werden sämmtliche Ausgaben, welche bisher aus dem Hess. Militär-Etat bestritten worden sind, namentlich auch die Pensionen, ständigen Unterstützungen, Zuschüsse zur Offiziers⸗ und Unteroffiziers-Wittwen— Kasse vom genannten Tage ab von der Preuß. Militärverwaltung übernommen. Die Convention bezieht sich nicht auf das Großherzogliche Gen- darmerie- Corps. Dasselbe behält jedoch seinen militärischen Charakter und bleibt der militärischen Gerichtsbarkeit unterworfen. Die Rechte S. K. H. des Großherzogs in Beziehung auf die militärische Gerichtsbarkeit des Gendarmerie-Corps bleibt in ihrem bisherigen Umfange aufrecht erhalten. Die Hessischen Staatsangehörigen sollen in allen auf das Militärwesen sich beziehenden Verhältnissen, so namentlich auch in Betreff der Benutzung der vorhandenen oder noch zu errichtenden militärischen Bildungs- und Erziehungs-Anstalten den Preuß. Staatsangehörigen völlig gleichgestellt sein. — Wie verlautet, hat der Professor der Physik am Polytechnikum zu Zürich, Kohlrausch, einen an ihn ergangenen Ruf an die polßtechnische Schule in Darmstadt angenommen. — Der Großherzog hat den seitherigen ersten Beigeordneten der Stadt Mainz, Karl Racké, zum Bürgermeister, den Buchdruckereibesitzer Friedrich Wallau zum ersten und den Weinhändler Hermann Reinach II. zum zweiten Beigeordneten von Mainz ernannt. Ir e e r, e eee unserer Garnisonsfrage an S. K. H. den Groß- herzog abgegangene Petitions- Deputation hat über das Resultat ihrer Mission in öffentlicher Bürger⸗Versammlung einen ausführlichen, durch den heutigen Anzeiger auch in weiteren Kreisen verbreiteten Bericht erstattet, und darin gesagt, im Kriegs⸗Ministerium zu Darmstadt sei der De— putation unter Anderem auch erklärt worden: „Man habe in den maßgebenden militärischen „Kreisen nicht annehmen können, daß die Stadt „Friedberg auf eine Garnison besonders Gewicht „lege, einestheils, weil sich die Stadt bei mili— „tärischen Anforderungen nichts weniger als zu— „vorkommend gezeigt habe, und anderntheils, weil „— während doch schon längere Zeit von der „Möglichkeit einer Aenderung der Garnisonsver— „hältnisse die Rede gewesen sei, doch von Seiten „der Stadt Friedberg nicht gerade besondere Be— „mühungen zur Erhaltung der Garnison ge— „schehen seien.“ Der Gemeinderath der Stadt Friedberg kann einen solchen Vorhalt, insbesondere bezüglich des ersten Punktes, nicht mit Stillschweigen hinnehmen, um so weniger, als seine Mitglieder sich bewußt sind, jederzeit und insbesondere bei Verhandlungen über militärische Anforderungen immer ihrer Eides pflicht eingedenk das Interesse der von ihnen ver— tretenen Gemeinde getreulich gewahrt und dabei sich bemüht zu haben, den militärischen Anforde— rungen gegenüber sich entgegenkommend und will— fährig zu zeigen. s Die wenigen Fälle, in denen hierzu Veran— lassung gegeben war, sind das vor einigen Jahren vorgelegene Projekt einer Vergrößerung der Kloster⸗ kaserne, wobei der Stadtvorstand aus eigenem Antriebe freiwillig mehr offerirt und angeboten hat, als verlangt worden war; ebenso ist bei An⸗ legung neuer Schießplätze Seitens der 5 Alles gewährt und geschaffen worden, was die Militär⸗ bebörde verlangt bat und auch bei der kurz vor dem Ausbruch des Krieges in Aussicht genommenen Vergrößerung des Exercierplatzes hat der Stadt— vorstand mit Bereitwilligkeit den an ihn gemachten Anforderungen entsprochen. Was den zweiten Punkt anbelangt, so ist die Rechtfertigung des Stadtvorstandes bezüglich seines Thuns und Lassens eine noch leichtere, denn der— selbe kann urkundlich nachweisen, daß er bereits im Monat März d. J., als die ersten Gerüchte von Garnisons veränderungen auftauchten, sofort in Betreff der Garnisons-Angelegenheit eine Ein⸗ gabe an S. K. H. den Großherzog gerichtet, hierauf bei der persönlichen Hierherkunft Aller- höchstdesselben durch eine Deputation aus seiner Mitte den Gegenstand in Erinnerung bringen und befürworten lassen und hierbei die huldreichsten und hoffnungerregendsten Zusicherungen erhalten hat; am 17. d. M. ist eine Deputation des Ge⸗ meinderaths wegen dieser Angelegenheit wiederholt bei S. K. H. zur Audienz gewesen, und endlich noch, um nichts zu versäumen, hat sich der Stadt— vorstand mit einer Eingabe an das Kgl. Preuß. Kriegs⸗Ministerium nach Berlin gewendet, von wo gestern bereits Antwort eingelaufen ist. Wenn nun schließlich, all' diesen Bemühungen entgegen, unsere bis dahin genährten Hoffnungen nicht in Erfüllung gegangen sind, so wird dies dem Stadtvorstand nicht zum Vorwurf gemacht werden können; derselbe hat das Bewußtsein, Alles gethan zu haben, was in seinen Kräften stand, um einen solchen Ausgang abzuwenden, und kann er dieserhalb mit Zuversicht vor seine Mitbürger treten, um so mehr, als er auch ferner⸗ hin in dieser Angelegenheit das Interesse der Stadt nach Kräften zu wahren sich bestreben wird und bereits weitere Schritte in dieser Beziehung an— gebahnt hat. Der Bürgermeister und Gemeinderath der Stadt Friedberg. * Friedberg. Da unlängst Hr. Oeconomie⸗ rath Dr. Krämer sein Mandat als Landtags⸗ Abgeordneter des Wahlkreises Ossenheim(12. oberhessischer Wahlbezirk) in Folge seines Abgangs nach Zürich niedergelegt hat, so ist eine Neuwahl angeordnet worden. Gießen. Unter dem vieltausendstimmigen Jubel einer unübersehbaren Volksmenge hielt am 26. d. um 10 Uhr das 2. Inf.⸗Reg. seinen Ein⸗ zug. Das Regiment wurde an einem großartig gebauten, überaus schönen Triumphbogen von dem Bürgermeister und Stavptvorstande begrüßt. Die Stadt selbst war in einen Wald umgewandelt, mit Triumphbogen, Fahnen, Wimpeln, Guirlanden, Transparenten und Schmuck aller Art. Die Sol⸗ daten wurden von den Quartiergebern gespeist und erhielten von der Stadt eine Geldgabe. Abends folgte allgemeine Illumination, später ein Festball und noch ein großes Essen zu Ehren des Offiziercorps. f Berlin. Die Allgem. Militär Zeitung be— richtet, daß nach dem Abschluß des Militärver⸗ trages mit dem Großherzogthum Hessen die Ver— handlungen wegen Umformung der württembergischen Truppen zu einem 13. deutschen Armeecorps be— gonnen haben.(Die Truppenmacht des deutschen Reiches würde also, mit Einschluß der beiden bayerischen Corps und des preußischen Gardecorps, auf 18 Armrecorps und eine Division, die groß- herzoglich hessische, belaufen, welche letztere dem 11. Armeecorpe als dritte Division angeschlossen ist.) — Die Occupationsarmee in Frankreich hat rasch redreirt werden können. Während im April und in der Hälfte des Mai noch 500,000 Mann auf feindlichem Gebiete standen, sind jetzt nur noch 140,000 Mann deutsche Truppen enseits der, Grenze und in längstens vierzebn Tagen oder drei Wochen werden nur noch 120,000 Mann dort sein.. — Ueber die Ausbreitung und Verbindungen an, sosort e eint Ein. 1 dnichte, ut Alg. ent stidtt Trugen unt daldreichsen 1 krgalten en des Ge ⸗ e diederzolt unt tadlich L en Stadt- N. Preuß det, don co 1 Bemühungen 1 Hoffnungen eit dies n gteßartig dat den den bt. Die wird im Gemeindehaus zu Fauerbach b. Fr. die zur An Magenkrampf, Verdau- der Internationale, deren Sitz in London ist, sind jetzt von allen größeren Staaten Erhebungen und Untersuchungen angestellt worden, welche be— reits zu den überraschendsten Resultaten über die weitverzweigte Ausbreitung, welche diese socialistische Verbindung bereits erreicht hat, geführt haben. Die Ermittelungen werden in Folge dessen jetzt mit noch größerem Eifer und nach gemeinsamem Princip fortgesetzt. Für das deutsche Reich ist die Leitung dieser Untersuchungen und Forschungen einem unserer gewiegtesten Criminalisten übertragen worden. Stettin. Der Katser und der Kronprinz trafen hier ein und ließen sich die am Sonnabend zrrückgekehrten Truppen vorstellen. Der Kaiser hielt an die 9. Compagnie des 2. Regiments, welche von dem Eisendahnunglück bei Leipzig be⸗ troffen wurde, eine Ansprache und kehrte alsdann mit dem Kronprinzen sogleich nach Berlin zurück. Ems. Die Kaiserin von Rußland ist mit der Großfürstin Marie und den Großfürsten Ser— gius und Paul nach Bad Petersthal abgereist. Mülhausen. Folgende Bekanntmachung liest man in der„Neuen Mülh. Ztg.“:„An die Herren Maires, Polizei⸗Commissarien, Gendarmen und Polizei-Sergeanten des Kreises. An Bahn— höfen und anderen Verkehrsstellen hört man noch vielfach von Kinderschaaren in demonstrativer Weise die Rufe:„Vive la France, à bas la Prusse“, und dergleichen. Aus Veranlassung mehrerer Nachfragen bemerke ich Ihnen, daß solche harm— lose Vorgänge— natürlich, so weit nicht eine thatsächliche Belästigung des Publikums damit ver— bunden ist— polizeilich nicht zu beachten sind. Sollten hier und da einige Erwachsene in den Haufen sein, so lassen Sie dieselben ruhig mit den Kindern schreien, Mülhausen, 17. Juni 1871. Der Kreis Director: Dr. Schulze.“ Ausland. Desterreich Wien. Es wird unterrich⸗ teterseits bestätigt, daß Hohenlohe dem Cardinal Antonelli in Rom in längerer Unterredung die Absichten des Kaisers auseinandersetzte und erklärte, es könne von einer Intervention Oesterreichs keine Rede sein; eben so wenig könne von Gesetzen, die behufs Feststellung der Beziebungen zur Kirche geschaffen seien, abgewichen werden. Frankreich. Paris, 26. Juni. Die Privattelegraphie ist vollständig wiederhergestellt. — Das Haus Rothschild zeigt an, daß es mit creditanstalt betraut ist.— Baron Emil Erlanger wird in der Finanzwelt als der zukünftige deutsche Generalconsul bezeichnet. — Das republikanische Centralcomite der Tur— bigostraße hat seine Doe aufgestellt. Gambetta steht an der Spitze derse en; er hat die Candidatur angenommen. — Es heißt jetzt, daß die Kriegsgerichte von Versailles ihre Verhandlungen erst nach den Wahlen eröffnen werden. Rochefort ist mit Rück sicht auf seine angegriffene Gesundheit nach dem Hospital von Versailles gebracht worden. Versailles. Der Präsident der National— versammlung theilt mit, daß die Revue abbestellt sei, weil der Regen den Boden aufgeweicht und unprakticabel gemacht habe. Spanien. Madrid, 24. Juni, Abends. Da die Minister auf der Absicht, ibre Demission zu geben, bestehen, ist der Marschall Serano um 8 Uhr zum Könige berusen worden. Man glaubt, er werde ein neues Cabinet bilden. Frankfurt. Mehrere junge Leute, welche sich am Samstag Abend angeblich zu einer Feldbergpartie zusam⸗ menfinden wollten und von welcher der eine mit einem doppelläufigen Lefeaucheux⸗Terzerol bewaffnet war, verließen, nachdem die Partie nicht zu Siande gekommen, um 11 Uhr das Casé Neuf, um sich nach Hause zu begeben. Der Besitzer des Terzerols, ein 19 jähriger Commis, welcher dasselbe am Abende mit 2 scharfen Patronen geladen hatte, war auf dem Gange nach der Straße bemüht, dieselben herauszunehmen, was ihm bei der einen leicht gelang, während sich die andere festgesteckt hatte. Er brachte die Läufe wieder in ihre richtige Lage, glaubte den Hahn des geladenen Laufes in Ruhe gesetzt zu haben und drückte den anderen los. Er hafte aber die Läufe verwechselt, die Waffe entlud sich und traf die Kugel den vor ihm ste gen⸗ den und ihm zusebenden Freund so unglücklich, daß der bedauernswerthe noch nicht 18 Jahre alte junge Mann in wenigen Minuten sein Leben in den Armen Votüberge— hender ausgehaucht hatte. Der junge Mann, der auf so unglückliche Weise den Tod gefunden, halte ecst vor wenigen Tagen das Examen als Einjähriger ge macht und ist aus Wiesbaden. Coblenz. Die Ninderpest, welche vor einigen Mo- naten in den an beiden Ufern des Rheines gelegenen Ortschaften unseres Regierungsbezirks sehr bedeutende Verluste gebracht und ganz verschwunden war, ist jetzt abermals, durch oberländisches Vieb eingeschleppt in dem benachbarten Niedermendig ausgebrochen. Die Zahl des sofort getödteten Viehes ist sehr groß, und wurde die Sperre für die umliegenden Kreise sofort angeordnet. Aus der Schweiz. Nach neuesten Mittheilungen ist die Inbetriebsetzung der Mont⸗Cenis-Bahn, die für den Monat August projectirt war, schon aus dem Grunde zwe erstickten und einer kaum mit dem Leben davon kam. Zudem sieigert sich bie Hitze anf eine für die Passirenden kaum zu ertragende Höhe, da die Eigenwärme des Tun⸗ nels schon 82 Grab C beträgt. Man sucht nun durch Bensilation und Anschaffung von rauchverzehrenben Loeo⸗ motiven nach Möglichkeit, nachzuhelfen. Der Wetteraner Zweigverein der Gustav- Adolf- Stiftung beabsichtigt, Sonntag den 9. Juli Nachmittags 2 Uhr in der Gemeinde Reichelsheim sein Jahresfest zu feiern. Herr Decan Strack von Großen-Buseck wird die Fesipredigt halten. Alle Freunde des Vereins werden zur Theilnahme an diesem Feste freundlichst eingeladen. Der Vorstand. Anregung. Der(boffentlich nur momentane) Verlust unserer Garnison stellt an jeden um das Wohl der Stadt befümmerten Bürger die Frage: Auf welche Weise kann das geschästliche Friedberg ge⸗ hoben und das Leben und Treiben gleich anderen blühenden Städten vermehrt werden? Durch Fabriken läßt sich dies herbeiführen und wenn Einzelne solche nicht anlegen, so vereinige man sich und errichte solche auf Actien. So gut wie andere Städte Verkehr und Wohlfahrt durch Fabriken erhielten, ebenso gut kann es auch Fried- berg, und Einsender dieses hatte die Freude schon einiges Angeregte sich verwirklichen zu sehen— gibt sich auch jetzt der Hoffnung bin— daß die Unternehmenden Friedbergs sich dahin vereinigen, Fabriken vorerst in Verbrauchsartikeln, als Cigarren und Tabak, Korbflechterei, Seifenfabrik ꝛc. zu errichten. S. Erfrischung der durchpassirenden Truppen. ö 26. Liste der Gaben aus hiesiger Stadt und Umgegend. An Geld. Kirchenopfer von Münzenberg durch Herrn Pfarrer Kleederger 28 fl. 8 kr., von Herrn Baron A. von Harnier in Echzell 5 fl., Büchsengeld 9 kr., zu⸗ sammen 33 fl. 17 kr., wofür wir den freundlichen Gebern unsern besten Dank sagen. Das Comits. Kaffeeküche an der Bahn. Alle Diejenigen, welche noch Forderungen an die Kaffee- nicht zu erwarten, als in dem 1% deutsche Meilen langen küche zu machen haben, wollen die Rechnungen an Herrn Tunnel die Rauqhmassen in solcher Weise sich anhäufen, der Auszahlung der Rente der preußischen Boden— daß bet dem ersten Durchfuhrversuch von drei Maschinisten J. Koob innerhalb 3 Tagen abgeben. G. Schwarz, Schriftführer. ener g 1609 Frettag den 30. Juni l. J., Vormittags 9 Ubr anfangend, sollen in den Freiherrlich von Ritter'schen Waldungen zu Hof passelheck versteigert werden: 4 Stecken Elchen- Scheitholz, 7„ Prügelbolz, Wellen Reiserholz, 4 Laß Allerleiholz, Stück geschälte Eichen Stangen zu Baum⸗ ftützen ze. geeignet, 2 Zoll Durchmesser und 20-25 Fuß lang. Die Zusammenkunfi ist Ufinger Straße. Friedberg den 22. Zuni 1871. In Auftrag der Frelderrlich von Ritter'schen Gutsver— waltung zu Rüdesheim. Send Bekanntmachung. 1662 Montag den 3. Jult l. J., Vormittags 11 Uhr, Schaͤlholz, im Lohschlag nächst der Herstellung der Usa am Mühlgraben auf der Kuhweide zu Fauerbach erforderliche Steinlieferung zu Rollpflaster, 6,5 Klafter, veranschlagt zu 273 fl., Grundarbelt mit An⸗ fertigung des Rollpflasters, veranschlagt zu 107 fl. 48 kr., öffentllch an den Wenignehmenden versteigert. Voran⸗ schlaag und Bedingungungen liegen guf Großherzoglicher Bürgermeisteret Fauerbach b. F. zur Einsicht offen. Fauerbach b. F. den 24. Juni 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach b. F. e ebenen ungsschwäche etc. etc. Leidenden 585 wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich wickende Pr. med. Doecks' sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Expedhion d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu bezlehen durch den Apotheker Doeels in Parpstedt b. Bremen(wohin derselbe einen Wohnfitz von Barnstorf verlegt hat), —— 7 1 Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 1668 Künftigen Montag den 3. Zult, Morgens 9 Uhr, auf dem Schlagweg, am Weldenseeeck und Albacher Wald arfangend, sollen nochmals versteigert werden; 151 flarke Eichen⸗Bauholz⸗Stämme von 6065 Cubilkf. 1 5 eee 3118167„Stangen von 4102 Cubekfuß. Alsdann wird Dienstag den 4., des Morgens um 9 Uhr hierselbst anfangend, folgendes Brennholz versteigert: 9 Stecken Buchen Scheitholz, wobei auch Hain⸗ buchen Kammholz, 144 Stecken Eichen⸗, Tannen u. Aspen⸗Prügel. holz, wobei auch 10füßiges Eichenholz, 85½ Stecken Eichen- und Tannen⸗Stockholz, 5300 Wellen Elchen⸗Reisholz, 2122⁵ Tannen Forstreiser, meiffens zu Bohnenstangen geeignet und 450 Wellen Weichbolz. Lich am 27. Juni 1871. zürstliche Oberförsteret Lich. Eigenbrodt. Arbeits ⸗Versteigerung. 1603 Freitag den 30. Junt, Vormittags 9 Uhr, sollen zu Ober Wöllsftadt zur Herstellung des Stegs Über die Roßbach bei der Hatnmüble folgende Arbeiten ver⸗ steigert werden: fl. kr. 1) Zimmerarbeit, It. Kostenüberschlag 40 30 2) Weißbindetarbeit I 3) Schlossetarbeit 3 36 Friedberg den 24. Juni 1871. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider. undemist 2673 kauft in der Glacéleder- Gerberei [Arbeits ⸗Versteigerung. 1664 Montag den 3. Juli, Nachmittags 3 Uhr, werden in Dorn-Assenheim die zur Herfsellung der Pfarr⸗ wohnung erforderlichen Arbeiten bei Gaftwirth Klein an die Wenigffnehmenden in Accord gegeben werden: 1) Schreinerarbeit, it. Kostenüberschlag 150 fl. 55 kr. 2) Weißbinderardeit F 3). Glaserarbeit 30-7 24— 4) Pflofterardelt mit Materiallieferung 30„— Friedberg den 24. Juni 1871. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider. 1665 Nach der vorflehenden Versteigerung wird zur Erbauung eines Kanals im Meerried an die Wenigst⸗ nebmenden in Accord gegeben: fl. kr. 1) Maurerarbeit, it Kostenüberschlag 11 44 2) Brechen, Fahren und Aufsetzen von 6 50 Kbm. Mauersteinen 20 48 3) Graben, Fahren und Messen von 1,75 Kbm. Sand 3 51 4) Lieferung von grauem Kalk= 0,75 Kbm. 6— 5) Lieferung von dartgebrannten Russensteinen, 350 Stück 5 15 Friedberg den 24. Juni 1871. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider Lehrlingsgesuch. 1473 Ein mit tüchtigen Schulkennintssen versehener lunger Mensch aus guter Familie kann in eine blesige Handlung als Lehrling eintreten. Näberes bei der Expedision d. Bl. Berichtigung. In dem Inserate Nr. 1615, Oberhestscher Anzeiger Nr. 73, von Jacob Stengel II. in Ober⸗Ros dach ist ein Druckfehler unterlaufen, indem es dort erbeden Fritz Müller, Weißgerber. statt erhoben heißen sollte. 7 Bad Nauheim.— Kursaal. Freitag den 30. Juni 1871. Docal-& Instrumental-Concert von Frl. Marie Langenschwarz⸗ Hoffmann, Piansstin aus Paris, Frau Reger, Altistin aus Frankfurt a. M., Herrn Coloman Schmidt, erster Tenorist des Frankfurter Stadt⸗Theaters und dem Kurorchester unter Direktion des Herrn Edm. Neumann. Aufang 7½ Uhr. Eintrittskarte à 1 fl. 45 kr. sind bei dem Portier des Kurhauses zu erhalten. Prämien ⸗Anleihgesetz betr. 1671 Die Abstempelung der dem Prämien Anleibegesetz unterworfenen Anlehensloose, wie Freiburger, Mailänder und alle österreichischen Loose besorgt gegen kleine Provision H. Grünbaum. Bad⸗ Nauheim. Billigstes illustrirtes Familienblatt: 1676 Wöchentlich 2 Bogen.— Vierteljährlich 54 kr., mithin der Bogen 1661 nur ca. 1½ kr. Aus den vielen interessanten Beiträgen, welche der Gartenlaube für das 3. Quartal bereits vorliegen, heben wir, abgesehen von den fortlaufenden Kriegserinnerungen, sowie den Berliner Einzugs- bildern, nur die des novelltfiischen Tbeils hervor. Derselbe wird, außer den Schlußcapiteln der E. Werner⸗ schen Novelle„Ein Held der Feder“, eine kurze Erzählung von E. Vacano unter dem Titel:„Das Ge⸗ beimniß des alten Kärner“ enthalten und dann Anfang Aug ust mit dem Abdruck des längst erwarteten Romans beginnen: „Das Haideprinzeßchen“ von E. Matlitt. Alle Postämter und Buchhandlungen, in Friedberg Bindernagel& Schimpff, nehmen Besellungen an. Die Verlagshandlung von Ernst Keil in Leipzig. Lebensversicherungsbank für Deutschland in Gotha. Versicherungsbestand am z. Juni 1871 69,369,600 Thir, Effektiver Fonds am 1. Juni 1871 17,300,000„ Jahreseinnahme pr. 1870 3,170,037„ Dividende der Versicherten im J. 18711 84 Proz., *„ 9.„„ 1872 5 g 8 7. 1585 Diese Anstalt gewährt durch den großen Umfang und die solide bypothekarische Be⸗ legung der vorhandenen Fonds eben so nachhaltige Sicherheit, wie durch die unverkürzte Vertheilung der Ueberschüsse an die Versicherten möglichste Billigkeit der Versicherungskosten. Antragsformulare und neuester Rechenschaftsbericht werden unentgeltlich verabreicht in Friedberg i. d. W. durch Hofgerichts⸗Advokat G. Trapp II., „ Büdingen durch Ortseinnehmer Louis Höhler, „ Nidda durch Stadtrechner Mantel. Prämien⸗Anlehen. 1670 Die Abstempelung der dem Prämien, Anleihe-Gesetz unterworfenen Anlehens-Loose, wie Freiburger, Mailänder, alle österreichischen Loose ic., besorge ich durch Einreichen bei der K. Pr. Ober⸗Post⸗Casse hier gegen kleine Provision. Meier Schwarzschild, Frankfurt a. M. Zeil 58. 2 1675 Ein j kräfti Runkelrüben, Bur ch ächte Oberndörfer 1000 Stück fl. 1., Gemüsepflanzen 2 in diversen Sorten 1000 Stück fl. 2. 30 kr., empfiehlt findet dauernde Beschäftigung, Sommer wie Winter, bei ö * 18 0 5 Anzeige X Empfehlung.— Einem geehrten biesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß sich meln Schreibmaterialten⸗ 0 Geschäft und Buchbinderei nunmehr auf dem Marktplatz zwischen den beiden Apotheken befindet und bitte um f serneren geneigten Zuspruch. Friedberg den 16. Jund 1871. 5 e 1552 Wilhelm Weis. 1 kann in die Lehre Ein braver Junge aan be. 100 1672 Wilhelm Reuß, Metzger. Enthä 0 Nachricht. Zur Nachricht. 1667 Meine durch den Feldzug unterbrochene Praxis nehme ich mit dem Heutigen wieder auf und bin in meiner Wohnung, im Hause des Herrn W. L. Vogt Donne in der Haingasse 2 wie Ne Morgens vor 9 Uhr, am sichersten zu Hause anzutreffen. 9 Reichelsheim dei Friedberg am 27. Juni 1871. jährl. Dr. med. vet. G. Schäfer, prakt. Thierarzt. Wilhelm Bernubeck,* helm Colonial, Material-& Farbwaaren⸗Handlung in Friedberg* 1487 nächst der Burg. b Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren. * 1 2 Betre eue Aatjes-Häring 1436 bei Wilh. Fertsch. 2 Ein Logis, 1666 welches sogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen G. Magnus in der Vorstadt. .„ Versteigerung. 1669 Dienstag den 4. Juli, Nachmittags 2 Uhr, werden d dahier folgende Lazarethutensilien gegen baare nahm Zahlung versteigert; a wieder 3 Drahischienen, 4 Irrigateure, 9 Pincetten, 10 Ets⸗ ist vor beutel, 5 Elterbecken, 8 Thermometer und verschledene ö chtrurgische Instrumente; ferner: 43 elserne Bettstellen zu erw mit Strobsäcken, Keilkissen und Fußbrettern, 74 wollene bob die Decken, 25 Nachttische, 7 Leibstühle, 10 Regulirösen ung d mit Nohr, 2 Milchkannen, 4 große Blechtöpfe, 2 Tische, daten g 2 Wasserständer, eine Partie Bretter, 1 Badbütte 5 von Zink, 1 Seegragmatratze, 6 Kübel, 1 Eiskiste, Hülssve 1 Schubkarren, 1 Kaffeebrenner, 1 Brodschneidmaschine Zu erseh und andere Haus- und Küchengeräthe. befürwo Klopper beim den 27. Juni 1871. unseren Großherzogliche Reserve-Lazareth⸗Commission: di! Freih. d. Leonhardi. Landmann. Dr. Mom⸗ le in berger. Dr. Hauser. Stahl. Krieg 90 Großherzoglicher Bürgermeister Roßmann. Staat, 1 1434 Ein zu⸗ B 1 findet an die R verlässiger ückergeselle gegen jahung b guten Lohn dauernde Beschäftigung auf dem Lande. wüch u Wo? sagt die Exp. d. Bl. W rufen Versteigerung dan brdnung von Werkholz und Schreinerwerkzeug. Ehm 1494 Wegen Aufgabe des Geschäfts lätzt der unter- kigzunge zeichnete gegen gleich baare Zahlung Mittwoch den daß der 5. Juli, Vormittags 9 Uhr anfangend, Folgendes ver⸗ Sghulun steigern: ö 8 1) Eine große Partie Ki sch⸗, Nußbaum⸗, Eichen⸗ balwac und Kiefern⸗Boblen. ab seith 2) Verschiedene Nußbaum⸗ Stämme. 1 ur das 3) 5 Hobelbänke mit sämmtlichem, dazu gehörigen kurzer d Schreinerwerkzeug. 1 Donnerstag den 6. Jull, Vormittags 9 Uhr anfangend: genom 4) Verschiedene vollständige Betten, Kleiderschränke, Rinde) Tische, Stühle ꝛc., Weißzeug, Betiwerk und Haus⸗ st ein 9 geräthschaften. hitsen Butzbach im Juni 1871. 1 10K J. Krauß. 15. uw Ein Lehrling dn d 7 4 ihne 1674 der sofort Lohn erhält, wird gesucht von lützunge Seligmann, Weißgerber. ntragst ein Faden mit Comptoir, 1 ei füt 1612 in der besten Lage der Stadt, zu jedem Geschäft 1 ahnte 8 geeignet, ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen kunnen. werden. Auch können auf Verlangen einige Zimmer Aüͤche i dazu gegeben werden. 5 5 rwe l S. G. Katzenstein's Wittwe. big 5 f t Verantw. Red.: Hermann Schimpff. ibanez Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Agtsord die Gräfliche Gärtnerei Assenheim. 1477 H. Gonder.