7 5 1871. Samstag den 29. April. M 50. Oberhessischer Anzeiger. Friedberger Intelligenzblatt. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 2— sch Amtlicher Theil. 0 Betreffend: Ausführungsbestimmungen zu dem Gesetze vom 5. Junt 1869 über die Portofrelbelten Fried 5 f b. im Gebiete des Norddeutschen Bundes, hier 2 W zwischen der eee en ee, * 4 Correspondenz in Staatsdienst⸗ und derjenigen in Gemeindeangelegen⸗ Lclurf 5 beiten in Nordhessen. ö N 1 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg N an die Großh. Bürgermeistereien, Großh. Polizeiverwaltung Bad-Nauheim, Großh. Polizei-Commissär zu Wickstadt und die l. ae Bezirksbauaufseher des Kreises. . cntalder, Sie erhalten demnächst durch die Post je ein Exemplar der obigen Ausführungsbestimmungen zu Ihrem Dienstgebrauch. Wir Frößrung det empfehlen Ihnen, sich mit den Bestimmungen vertraut zu machen und sich darnach zu bemessen. f vnd etdtter. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien wollen den vorsitzenden Mitgliedern der Kirchen⸗ und Schulvorstände sowie den Vorständen Dar der israelitischen Religionsgemeinden dieselben zur Einsicht mittheilen. J. V. d. K.: rmittags Haas, Kreis- Assessor. Achott, Deutsches Reich. die Artillerie von 9,3 und die Cavallerie von 7,3] mord an einem preußischen Hauptmann zur Last merkt, eroffne l Darmstadt, 26. April. Die„D. Ztg.“ theilt amtlich mit, daß S. K. H. der Großherzog an dem heutigen Tage, mit welchem ein halbes Jahr— hundert verflossen ist, seitdem derselbe in den Militärdienst eingetreten, das Militär ⸗Dienst⸗ pCt. ihrer Gesammtstärke, die Division einen solchen von 15 pCt. zu beklagen. — Die viel verbreitete Nachricht von der auf Ansuchen erfolgten Pensionirung des Finanz— ministers v. Schenk hat sich nicht bestätigt; der gelegt ist. Berlin, 26. April. Reichstag. Auf eine Interpellation Gerstner's, die Verkehrsstockungen auf den Eisenbahnen betreffend, entwickelt Staats⸗ minister Delbrück die Ursachen der jetzigen Uebel⸗ ascnder, Ehrenzeichen für 50 Dienstjahre angelegt hat, Großherzog genehmigte dieselbe nicht. stände.„Nach dem Präliminarfrieden wurde eine L ene 1.„um damit den Truppen ein sichtbares Zeichen der 11 Friedberg. In der am 10. ds. zu ungewöhnliche Menge Güter auf die Bahnen ge⸗ Anerkennung ihrer stets bewährten Treue und Echzell stattgefundenen größeren Versammlung worfen, namentlich ein großer Theil der Güter, * J Heß. Pflichterfüllung zu geben.“ in der Eisenbahn-Angelegeheit„Friedberg-Nidda welche im Winter sonst die Flußschifffahrt bewäl⸗ ——— Zur Feier des am 26. ds. Mts. statt- und Hungen-Laubach“ zum Anschluß an die ge- tigte, was während des strengen Winters unmög⸗ run tiber gehabten 50jährigen militärischen Jubiläums des sicherte Linie Alsfeld-Hersfeld und damit Her- lich war. Wir mußten Elsaß und Lothringen Slate Großherzogs waren Deputationen von allen stellung direkter Verbindungen mit allen Eisen- mit deutschem Eisenbahnmaterial und Personal fast — Truppentheilen der mobilen hessischen Division, bahnen nach Norden, Nordwesten, Nordosten, Osten, ausschließlich versorgen. Durch den Krieg wurde Farben sowie von denjenigen Regimentern, deren Inhaber] Südosten und Süden wurde bei der großen Wichtig: das Material der Bahnen ungewöhnlich abgenutzt, S. K. H. in der preußischen, bstereichischen, bape⸗ keit dieser Bahn für die Wetterau und den vorderen und ist jetzt tbeilweise ausrangirt. Man beurtheile rischen und russischen Armee ist, hier eingetroffen. Vogelsberg allseitig anerkannt, daß für diese daher die Bahnverhältnisse mit Schonung. Ganz etubeck Um 9 Uhr Morgens fand der Empfang dieser] Distrikte die Fertigstellung der angestrebten Ver- unausführbar ist die Gründung einer Eisenbahn⸗ ——ͤ— Deputationen statt. Die Unteroffiziere und Solda-bindungstbeile eine wahre und höchste Lebensfrage Centralstelle analog der Executivtommission für 1 ten erschienen dabei mit Sack und Pack und er- ist und demgemäß einstimmig beschlossen: 1) dem] die Militärverwaltung. Eine Enquete über die a regten namentlich die Russen Aufsehen. Außerdem rühmlichen Vorgange der Gemeinde Laubach, Verkehrsstockungen führt zu nichts. Wenn unsere digler baben noch der deutsche Kaiser, der Kaiser welche Geländevermessungen und Aufstellung eines Truppen aus Frankreich zurückkehren, wird sogar von Rußland, der König von Bayern, sowie einige andere Fürsten ihre Generaladjutanten hier— hergesandt, um die Glückwünsche ihrer Souveräne dem Großherzog zu übermitteln. Um halb 10 Uhr fand die Gratulationscour der Hofchargen ꝛc. statt. Um 3 Uhr war große Tafel im Schloß, wobei das garze Hoftheaterorchester die Tafelmusik ausführte, Abends Festoper im Theater. Nivellirungs-Planes hat vornehmen lassen, zu folgen und dieselben Vorarbeiten auf der Strecke Friedberg-Ober⸗Widdersheim, Richtung Reichels⸗ heim, Echzell ausführen, 2) diese Arbeiten sofort, bevor die Felder ausgestellt, geschehen zu lassen, 3) daß für die dadurch entstehenden, nicht sehr hoch kommenden, sich etwa auf 6— 700 fl be— laufenden Unkosten, sämmtliche dabei mitinteressirten eine noch größere Verkehrsstockung eintreten; daher bitte ich, nicht auf einer Enquete zu bestehen.“ Erste Lesung des Antrages Schulze, betreffend die privatrechtliche Stellung von Vereinen. Staats- minister Delbrück erklärt, daß eine Aeußerung des Bundesrathes über die Stellung desselben zu der Vorlage für jetzt noch nicht erfolgen könne, worauf die Vorlage an eine Commission von 14 Mit- det en Lesetn— Am 26. d. feierte auch Generallieutenant[ Gemeinden mit einem verhältmäßigen Antheile gliedern verwiesen wird. Der Antrag Bamberger 1 v. Trotha sein 50 jähriges militärisches Jubiläum] aufzukommen haben. Das dahier bestehende Central-auf Niedersetzung einer Commission von 6 Reichs- * und wurde derselbe zum General der Cavalerie] Comite für Erbauung einer Wetterauer Verbin- tagsmitgliedern, um eine auf stenographischen Be— elrabnt. ernannt. dungs-Eisenbahn hat in Ausführung dieser Be- richten basirende summarische Reproduction der Aubert.— Der seit einigen Monaten als Stabschef schlusse an die betreffenden Bürgermeistereien ein] Reichstagsverhandlungen ins Leben zu rufen, wird g der hessischen Division functionirende Major Scherf Circular gerichtet, in welchem dasselbe die Bitte mit allen gegen 6 Stimmen angenommen. Der — hat das eiserne Kreuz erster Classe erhalten. um Bewilligung eines angemessenen Beitrags aus Antrag Kardorff's, betreffend die, entgegen den .— Nach einer im G. Jonghaus'schen Verlag der Gemeindekasse zur Bestreitung der durch die Bestimmungen des Handelsvertrags mit Italien e. dahier erschienenen Broschüre über den Krieg mit vorzunehmenden Vorarbeiten erwachsenden Kosten] vom 31. Dezember 1865, einigen italienischen Frankreich unter besonderer Berücksichtigung der ausspricht. Es ist zu hoffen, daß die Vertreter] Spiritusfabrikaten Seitens der italienischen Re- bessichen Truppen beträgt deren Gesammtverlust vom Beginn des Krieges bis zu Ende März d. J. 109 Officiere und 2161 Mannschaften 2270. Hiervon sind auf dem Schlachtfelde geblieben oder in Folge von Verwundung oder der interessirten Gemeinden, in richtiger Würdigung der hohen Wichtigkeit der projektirten Bahn für unsere Provinz, dem an dieselben gerichteten An- sinnen bereitwilligst entsprechen und das Ihrige zur baldigen Realistrung des Projektes beitragen werden. gierung gewährten Steuerermäßigungen, wird obne Debatte unter Zustimmung des Bundes commissärs Michaelis angenommen. — Gegenüber der Stärke des katholischen Centrums von 56 Mitgliedern ist es nicht ohne 1 Krankheit gestorben 44 Offtciere und 694 Mann Gießen. Am 25. d. verschied nach kurzem Interesse zu constatiren, daß die Gesammtzabhl 241.= 738; verwundet wurden 65 Ofsiciere und Krankenlager Dr. Alexander Winther, ordent⸗ der katholischen Mitglieder des Reichstags sich über 11. 0 5 1467 Mann= 1532. Von dem Gesammtverlust, licher Professor der medieinischen Fakultät. 125 beläuft. 0 A K treffen auf die Infanterie 1472 Mann, auf die Mainz. Die projektirte Erweiterung der— Durch eine vor Kurzem ergangene Ordre n Jäger 509 Mann, auf die Artillerie 162 Mann, Festungswerke von Mainz wird, wie das„Kobl. ist in Anbetracht der zeitigen Theuerungsverhäͤlt⸗ 96 auf die Capallerie 88 und auf sonstige Truppen- Tageblatt“ aus ganz zuverlässiger Quelle ver- nisse sämmtlichen immobilen Offizieren und Militär- 55 theile 30 Mann. Bringt man diese Verluste mitnimmt, nunmehr sofort in Angriff genommen.— beamten vom 1. Januar d. J. als die balbe frinbt U den in der Schrift niedergelegten Effectivstärken Unter einer 14 Köpfe starken Escorte würtem- Feldzulage bewilligt worden. 5 — In der königlichen Münze ist man dem der Chargen und Waffen in Relation, so ergibt sich ein Verlust an Officieren von 21½ pCt., an Mannschaften von 14, pCt. Die Jäger hatten einen Verlust von 24, die Infanterie von 0 6 bergischer Soldaten wurden vier, dem Vernehmen nach aus der Nähe von Reims stammende, an den Händen mit Stricken aneinander gebundene Franzosen hier eingebracht, welchen der Meuchel- Vernehmen nach jetzt mit dem Prägen der bron⸗ zenen Denkmünzen beschäftigt, welche von Seiner Majestät dem Kaiser zur Erinnerung an den Krieg Deutschlands(1870 bis 71) gegen Frankreich an alle Combattanten oder auf dem Kriegsschauplatze Mittbätige werden vertheilt werden. Es werden dieselben ganz in der Weise der Denkmünzen von 1813 bis 14 gefertigt werden, auf der einen Seite nur das eiserne Kreuz und auf der anderen die Jahreszahl enthaltend. Getragen werden sie, zum Unterschsede von den Erinnerungszeichen, welche von einzelnen Fürsten noch besonders verliehen werden möchten, am schwarz⸗weiß⸗rothen Bande. — In postalischen Kreisen wird über die mangelhafte Adressirung der Briefe ge⸗ klagt, die es veranlaßt, eine große Anzahl der selben als unbestellbar zu remittiren. Die Zahl der im vorigen Jahre im deutschen Postbezirke dieserhalb unbestellt gebliebenen Briefe wird nach dem„Staatsanz.“ auf 431,254 Stück beziffert. München. Es ist hier folgender Aufruf an alle Katholiken Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz erschienen: „Katholische Männer aus verschiedenen Ständen sind dahier zusammengetreten, um die Beschlüsse des vaticanischen Concils vom 18. Juli v. J. mit ihren staatsgefährlichen Consequenzen durch alle gesetzlich zulässigen Mittel zu be⸗ kämpfen. Dieselbe Bestrebung geht durch die ganze katho⸗ lische Welt. Die Unterzeichneten richten daher an alle Katholiken obiger Länder, welche ihre Bestrebungen theilen wollen, die freundliche Einladung, zum Zweck eines ein⸗ müthigen Vorgehens sich mit ihnen in Beziehung zu setzen. München, 20. April 1871. v. Wolf, Oberstaatsanwalt. Graf v. Moy, königl. Oberst⸗Ceremonienmeister. Graf Ludwig Arco⸗Valley. Dr. Berchtold, a. Professor der Rechte. Ludwig Brey, II. Vorstand des Gemeinde⸗Collegiums. v. Enhuber, Appellations⸗Gerichtsrath. Wilhelm Gail. Maler. Dr. Johannes Huber, Professor der Philosopbie. v. Molitor, Geheimrath und Oberappellations-Gerichts⸗ Direktor. Frhr. v. Perfall, Hof-Musik⸗ und Hoftheaier⸗ Intendant. Max Schaumberger, Kaufmann. Dr. von Schauß, königl. Münzwardein. Dr. Hermann Seuffert, a. Professor der Nechte. Dr. Karl Stieler. Streng, Staatsanwalt. Dr. Zerngiebl.“ — Die bavyerischen Bischöfe berathen demnächst eine Petition an den Papst, um diesen zu der Erklärung zu bewegen, das Unfeblbarkeitsdogma habe auf weltliche Dinge keinen Bezug. — Die Nachricht, daß Döllinger, dem Kampfe ausweichend, sich zu seinem Freunde, Gesinnungs⸗ genossen und Schüler Lord Acton nach England begeben wollte, ist unbegründet. — Die Fortsetzung des Rücktransportes der französischen Kriegsgefangenen aus Bayern nach Frankreich soll höherer Weisung zufolge sofort eingestellt werden. — Professor Friedrich wird in einigen Tagen ein motivirtes Schreiben veröffentlichen, worin er die über ihn erklärte Excommunication nicht an- erkennt und sich für nicht excommunicirt erklärt. Ausland. Frankreich. Paris, 25. April. Die Commune hat die Besitznahme der leerstebenden Wohnungen in Paris angeordnet, um darin die Bewohner der unter dem Bombardement leidenden Quartiere unterzubringen. Das„Journal officiel“ sagt:„Ja Folge des Gerüchtes von einer unmittelbar bevorstehenden Räumung der Forts des rechten Ufers durch die Deutschen hatte es der Commandant des Forts von Vincennes für geboten erachtet, die Wälle des Forts zu armiren. Ein preußischer Parlamentäx erschien darauf und forderte die genaue Beobachtung der Convention vom 28. Januar. General Cluseret ließ darauf sofort die Bastjonen von Vincennes wieder bes— armiren.“ — 25. April, Morgens. Gestern wurde von Vanvres eine Recognoscirung in die Umgebungen von Chatillon unternommen. Die Versailler haben eine neue Batterie 500 Meter unterhalb des Plateaus errichtet. Auf der Seite nach Billan⸗ court haben einige Gefechte ohne bemerkenswerthes Resultat statigefunden. Es ist Befehl ertheilt worden, daß das Feuer heute Morgens 6 Uhr auf der ganzen Linie eingestellt werde.— Heute Morgen haben die Batterien von Meud on, Bre— teuil und Chatillon das Feuer gegen die Forte Issy und Vanvres, sowie den Point du jour, eröffnet. — Der„Verité“ zufolge würden alle mit Lebensmitteln beladenen Eisenbahnzüge, welche für Paris bestimmt seien, vor den Befestigungswerken angehalten. — 25. April, Abends. Eine leichte Kanonade wurde Nachmittags in der Richtung von Vanvres und Issy unterhalten. Die Bevölkerung der Ternes, von Neuilly und Sablonville, von der Einstellung der Feindseligkeiten Gebrauch machend, räumt ihre Wohnungen und kommt in Masse nach Paris. Alle diese Ortschaften gewähren ein Bild entsetzlicher Verwüstung. Die Regierungstruppen wie die Föderirten arbeiten emfig an der Erbauung neuer Barrikaden und der Ausbesserung der alten. Die Vorposten der ersteren stehen bereits 150 Meter diesseits der Kirche von Neuilly. Felix Pyad, dem dringenden Ersuchen seiner Wähler nachgebend, bleibt Mitglied der Commune.— Das Gerücht, die Preußen hätten Charenton ver- lassen, ist unbegründet. Dasselbe war dadurch entstanden, daß die Commune sowohl, wie die Regierung von Versailles gewisse neutrale Ort— schaften in der Nähe des Forts hatten besetzen lassen, wo die beiderseitigen Truppen sich nun in Erwartung der Uebergabe des letzteren in großer Zahl gegenüberstehen. St. Denis ist noch immer von den Preußen besetzt. — 26. April. Das Feuer hat auf der ganzen Linie mit großer Heftigkeit wieder begonnen. Während des Waffenstillstandes haben die Ver— sailler Chateau Becon noch mehr befestigt. Die selben baben gegen die Forts Montrouge, Vanvres, Issy und die zwischen deuselben liegenden Punkte wieder die Offensive ergriffen. Die Belagerungs- arbeiten sind bis zur zweiten Parallele vorgeschritten. Die Föderirten haben mehrere heftige Ausfälle gemacht, um die Arbeiter zu beunruhigen und kam es bierbei in der Nähe von Bagneux, Clamart und Chatillon zu erbitterten Kämpfen. Die Fö⸗ derirten scheinen einen ernstlichen Angriff auf die Südfront zu erwarten und haben ihre besten Ba⸗ taillone, sowie zahlreiche Artillerie dorthin dirigirt; im Quartier Montrouge jedoch sind die föderalen Streitkräfte nicht ausreichend, um einem heftigen Augriff Widerstand zu leisten; man sagt, die Mannschaften dieses Quartiers fingen an, nicht mehr beim Appell zu erscheinen. Die Kanonade gegen Vanvres und Montrouge ist äußerst heftig. die Forts antworten kaum noch, die Versailler überschütten dieselben mit Geschossen. Gewehrfeuer ertönt unmittelbar von den Wällen. Fünf Ka- nonenboote an der Brücke von Auteuil beschießen Meudon, Brimborion und Breteuil. — Der„Gaulois“ schreibt: Im Quartier des Generalstabs, Place Vendome, findet jeden Abend großes Diner zu 40 bis 50 Gedecken statt. Alle in den Häusern der Place Vendome aufbewahrten feinen Weine sind requirirt worden und das Hotel Bristol besitzt nicht eine einzige Flasche Wein mehr. Ale und Porter allein wurden unberührt gelassen. Man gibt sich kleinen Plün⸗ derungen hin, um nicht aus der Uebung zu kommen. Letzter Tage kam die Reihe an die kaiserliche Lingerie auf der Place Valois. Der Gerant und die Directricen dieses Etablissements, die Damen Wolf, wurden verhaftet. Hierauf legte man Hand an das Hotel des Marschalls Canrobert. Letzterer wurde in efligie verbrannt und ein Capitän des Generalstabs ließ den Waffenschrank und das Meublement des Ankleide— zimmers des Marschalls nach seiner Wohnung bringen. Versailles, 26. April. Das Fort von Issy hat seit heute Mittag aufgehört, auf das diesseitige Feuer zu antworten; die Batterien außerhalb desselben jedoch fahren fort, zu feuern. Eine Parallele ist gegen das Fort von Issy er⸗ öffnet worden. 27. April. Das Dorf Moulineaux, welches von zwei Bataillonen der Föderirten be— setzt gehalten wurde, ist gestern von einer 300 Mann starken Abtheilung Regierungstruppen, worun⸗ ter sich 100 Mann Seesoldaten befanden, ange— griffen und genommen worden. Ursere Verluste betrugen 25 Todte und Verwundete, die Verluste der Föderirten sind viel beträchtlicher. Die dies— seitigen Batterien fahren fort, Fort Issy und die übrigen Positionen der Insurgenten zu beschießen. Reims. Ein Circular Thiers sagt: Die in Cherbourg, Cambrai und Auxerre gebildeten Corps nebst den aus Deutschland zurückgebrachten Gefangenen nahmen ihre Aufstellung in Versailles. Hier werden daraus zwei getrennte Corps unter den Generälen Douai und Clinchant gebildet. Amiens. Von Creil aus wurde ein Zug mit Lebensmitteln, die nach Paris bestimmt waren, des Nachts abgelassen. Derselbe wurde unterwegs angebalten und nach seiner Abgangsstation zurück expedirt.— Die Blokade von Paris hat begonnen. Großbritannien. London. Die„Times“ melden: Versailles, 25. April. Die Lage ist un⸗ verändert. Der Mont Valerien und die Batterien bei Courbevoie beschießen Levallois, Clichy und das Maillotthor. Die Föderirten beschießen Schloß Becon. Die Beschießung der Forts Issy und Vanvres dauert ohne Erfolg fort. Der Specialcorrespondent des Blattes benutzte den Waffenstillstand, am am Dienstag Neuilly und Ternes zu besuchen. Das Thor ist beschädigt, aber ohne Bresche. In der Avenue der Ternes und den anstoßenden Straßen herrscht Ruhe. In Neuilly kamen die Einwohner, meistens Weiber und Kinder, nach dreiwöchentlicher Gefangenschaft in den Kellern, an's Tageslicht. Eine große Menge Leichen sind noch unbegraben. Die Ver- sailler Truppen haben die Weinvorräthe hinweg⸗ genommen. Ihr Benehmen war brutal; sie ver⸗ boten, mit den Nationalgarden zu sprechen. Es herrscht gegenseitig große Erbitterung und ist alle Aussicht vorhanden, daß das Feuer mit Heftigkeit wieder eröffnet wird. Italien. Florenz. Die Justizeommission theilt dem Senate mit, die Regierung werde einen Gesetzentwurf, betreffend vollständige Trennung der Kirche vom Staate, einbringen. — Der Ministerrath berieth unter dem Vor- sitze des Königs über die Verlegung der Haupt stadt nach Rom. Die Partei Lanza's stimmte für Aufschiebung, während Sella daraus eine Cabinetsfrage machte. * Friedberg. Von einem Unteroffiziere unseres ersten Jäger⸗Bataillons erhalten wir eine Zuschrift mit der Bute, derselben zur Beruhigung der Angehörigen unserer Soldaten in der Heimalb einen Platz im, Oberh. Anzeiger“ einzuräumen. Wir entsprechen gerne diesem Wunsche und lassen den Brief, soweit er unsere Leser interessiren kaun, hier folgen:„Donjeux, 25. April. Heute tas ich zufällig Ihr werthes Blatt Overh. Anzeiger vom 22. d. Mis.) und erlaube mir bezüglich der dort geflellten Fragen über unsere angeblich sehr mangelhafte Verpflegung Ihnen mitzutheilen, daß die Verpflegung unserer Division gegenwärtig nichts zu wünschen übrig läßt und eine Unterstützung aus der Heimath überflüssig sein würde. Wir bekommen ganz die gleiche Verpflegung wie unsere anderen deutschen Brüder, und es ist bis jetzt noch kein Truppentheil vor dem andern hierin bevorzugt worden.“ * Friedberg. Nach einer Bekanntmachung des General⸗ Postamts können vom 25. April ab wieder Privatpäckereien zur Postbeförderung an die im Elsaß und in Deutsch⸗ Lothringen, sowie in den occupirten französischen Gebieten stehenden deulschen Truppen, Militär- und Civil⸗Beamten angenommen werden Eine Garantie für die richtige und pünktliche Ueberkunft der Privatpäckereien kann die Post⸗Verwaltung nach Lage der Verhältnisse nicht über⸗ nehmen. Das Gewicht des einzelnen Stückes darf über 5 Pfund nicht hinausgehen, im Uebrigen sind die Be dingungen für die Annahme der Privatpäckereien die in der Bekantmachung vom 10. Oct. 1870 angegebenen: Größe nicht erheblich über 13 Zoll lang, 6 Zoll breit, 4 Zoll hoch, Verpackung in recht feste Cartonbebältnisse mit Leinwandüberzug und aufgeklebten Correspondenz-Karte, Namhaftmachung des Absenders auf der Abresse, Frankirungs⸗ zwang bei der Einlieferung, Frankirung durch Aufklebung von Freimarken im Beitrage von 5 Sgr., bezw. 18 kr. sünd. W. auf die Correspondenzkarie. — Friedberg. Die Maikäfer scheinen sich in diesem Frühjahre in außergewöhnlicher Menge einzustellen, denn schon während der kälteren Tage der letzten Wochen sah man einzelne fliegen. Seit wir wärmere Abende gaben, schwärmen dieselben in großer Zahl. Es möchte rathsam erscheinen, alsbald für deren Vertilgung bedacht zu sein, ehe sie zu sehr überhand genommen. Frankfurt. Die etwas mysteriöse Meldung von einem aufgefundenen Skelett eines Knaben ist dahin zu reduciren, daß nicht mehr und nicht weniger als der obere Theil eines menschlichen Schädels im Verein mit verschiedenen Thieiknochen an jenem Orte aufgefunden ward. Aus Nassau, im April. Aus Herschbach, Amt Selters, geht der„Mitielrh. Z.“ folgende Cor respondenz zu:„Die Wiltwe Klein dahier derlor in diesem Kriege ihre beiden einzigen Söhne, den einen bei Weißenburg, den andern bei Sedan.(Ihr ältester Sohn blieb vor einigen Jahren beim Bau einer Eisenbahn todt) Durch Fleiß und Sparsamkeit hatten die Söhne ihre Mutter nicht allein bisher ernährt, sondern ihr auch ein Häuschen ge⸗ baut. Nun liegen sie, die für die Ehre und Unabhängig⸗ * deschäigt, a. du Urnts n Kube. Jr eikens Weiber Oasanginschast Cine große tn. Dit Ber- rechen. Es 8g und ist alle T dit Heftigktit Nuß gtemmission ig Perde einen Trennung der att dem Vor⸗ ag dtt Haupt- lanzd's stimmte l daraus eine — nesete unserts Zuscchrist mit der Angthörigen letz m, Odetd. n gtrnt cue td Anzeiger rem un bett geßellin et Verpflegung 1 AAsetet Aschen übrig ab übarftüfsg laude Verpflegung 1 be ii bis jetzt ecvel zug! tung ber Genttal⸗ Prtwatpäckertien „* in Dtutch⸗ cen Gcbielen en die in 7* 1* ntatbtnen: 1 ann so tapfer gefiriiten, in Frankreich begraben und die alte, arme, gebrochene Mutter wird, wenn nicht bald der Tod ihrem Elende ein Ende macht — auf Kesten der Gemeinde an den Wenigstnehmenden veraccordirt.“ Verloosung. Freiburger 15⸗Fre.⸗Locse. Serien⸗Ziebung am 15. April. Serte 45 268 284 458 598 1016 1096 1105 1242 1386 1399 1596 1622 1668 1813 2196 2264 2366 2433 2440 2445 2761 2890 3037 3147 3190 3227 3256 3422 36/8 3651 3660 3805 3891 3947 3966 4018 4181 4298 4299 4484 4564 4573 4639 5025 5490 5692 5814 5914 6384 6390 6403 64/7 6418 6473 6495 6636 6640 6674 6880 6931 7018 7270 7420 7427 7446 7649 7676 7692 7783 7793 7984 Landwirthschaftliches. Frankfurt, 24. April. Gestern fand in dem Hörsaale der Senkenbergischen Bibliothek der Zusammentritt des Gründurgscomite's der an hiesigem Orte projektirten landwirthschaftlichen Creditbank statt. Es gehören demselben nicht nur die namhaftesten Landwirthe des Großherzogthums Hessen, der Provinz Hessen⸗Nassau und der an— grenzenden bayrischen Distrikte an, sondern es sind demselben auch hervorragende hiesige Vertreter der Induslrie, des Bank- und Versicherungswesens gewonnen. Es gehören zu demselben namentlich der um die Landwirthschast bochverdiente Graf sich auch für Gemeinden empfehlen, das Unter⸗ Otto von Laubach, der scheidende und der neu— berufene Generalsecretär der Landwirthschaftlichen Vereine des Großherzogthums Hessen, die Herren Dr. Krämer und Herr v. Langsdorff. Diese Zu- sammensetzung verbürgt dem landwirthschaftlichen Publikum die Errichtung eines durchaus soliden Bankinstituts, welches den in den Statuten aus- gesprochenen Zweck: „Den Landwirthen die Gelegenheit zu ver— „schaffen, durch merkantilische Betreibung ihrer „Geldgeschäfte die Vortheile und Verkehrs- „erleichterungen des Kaufmanns zu genießen, „sowie ihnen die zu ihrem Wirthschafts- und „Geschäftsbetriebe nöthigen Credite und Geld- „mittel zu gewähren und zu beschaffen,“ unausgesetzt verfolgen wird. Die dem Unternehmen allseitig entgegengetra— genen Sympathien, die in großer Zahl bereits erfolgten Zeichnungen von Actien beweisen zur Genüge das Zeitgemäße des Unternehmens und lassen erwarten, daß die erste Serie des Aetien. capitals, welche im Betrage von Thlr. 250,000 im Laufe der Woche vorzugsweise dem landwirth⸗ schaftlichen Publikum zur Zeichnung angeboten boerden wird, um so mehr sofort vollständig Unter- kommen sindet, als eine außer allem Zweifel steht. Besonders wird es günstige Rentabilität nehmen durch Actienzeichnungen zu fördern und sich die Verbindung mit demselben zu sichern, da sich die Bank ausweislich der Statuten die be⸗ sondere Aufgabe stellt, den Gemeinden Darlehen zu gewähren und durch Ausgabe von Kommunal- Anlehensobligationen das Kapital für dieselben heranzuziehen. Mit allen landwirthschaftlichen und gewerblichen Genossenschaften des Geschäftsgebiets wird die engste Verbindung angestrebt werden und dürfte in dieser Hinsicht das junge Institut voll⸗ ständigere und ersprießlichere Dienste leisten, als die den Süddeutschen seit Jahren vergeblich in Aussicht gestellte Kommandite der Genossenschafts— bank in Berlin. In der gestrigen Sitzung des Gründungs- Comite's der landwirthschaftlichen Creditbank wurde aus seiner Mitte ein geschäftsleitender Ausschuß niedergesetzt, welcher bis zur Ernennung der Direktoren als Vorstand der Anstalt fungiren wird, und welchem die Herren L. Baist, Direktor der chemischen Fabrik Griesheim, Justizrath Dr. jur. Geyger von Assenheim, Dr. jur. Ferdinand Hahn, General-Agent der Magdeburger Feuerversicherungs⸗ Gesellschaft, Dr. jur. Knopf, Direktor des Hypo⸗ thekencreditvereins, Herr J. P. Petsch⸗Goll(vom Hause J. Goll& Söhne) und Herr S. A. Scheidel angehören. 577 Mein füt die diesjährige Saison wohlassortirtes Tapeten⸗Lager bringe in empfehlende Eringerung. eorg Groß. E Beh- und Hirschgeweihe * f 2. ee eee Neisel. Ein Clavier 1026 zu vermiethen. Wo? sagt d. Exp. d. Bl. 700 Gulden 1062 liegen zum Ausleihen berest. Wo? sagt die Expedition d. Bl. Ein wohlerzogener Zunge, 1064 welcher die Schreinerprofession erlernen will, kann in die Lehre treten bei Christian Valentin. Eiserne Balken 1057 fär Stall- und Kellergewölbe stels vorräthig bei Friedberg.* 5 David Grödel Söhne. Eine Militärperson 1051(Sergeant) wünscht für einen Militärpflichtigen einzustehen. Nähere Auskunft ertheilt Lehrer Ewald in Nieder Erlenbach. Ein braver Junge 1052 kann beate die Lehre treten bel Rampe, Schneidermeister, in Irterberg. Nachahmung. 1077 Ungeachtet des gesetzlichen Deponats der Vignetten, gibt es fast keine größere Stadt in Deutschland, wo nicht die Verpackung der Stollwerck'schen Brustbonbons mehr oder minder täuschend nachgeahmt wird, zum Theil sogar unter Mißbrauch des Namens. Man wolle daher auf den Siegelverschluß genau achten. Strohlappen für 15 kr. Strohhüte für 24 kr. 1072 bel Elise Hanau, geb. Simon. hepshuchen! 121 fete frisch von der Mühle bei Wilh. Fertsch, Germania(neu) Mittwoch 3. Mai.“ Cimbria, Mittwoch, 10. Mai. Morgens. Westphalia, Mittwoch, 17. Mai. Näheres bei dem Schiffsmakler 42 sowie den alleinigen Generalagenten ö Carl Nacké& Cie. in Mainz. Friedberg bei Chr. Hecht. und Neigung zu Gicht und Scropheln. er Verdauungsorgane, habituelle Stubhlbeschwer⸗ 0 Von vorzüglicher Wirkung gegen Trägbeit en, Bleichsucht, Blutleere, Hämorrhoiden 4 d d Das Flacon Paftillen, in welchem die Salze aus einem Litre Rakoczy enthatten, konet 30 kr.— Nur allein ächt in Friedberg bei Hofapotheker C. 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Güter nach Uebereinkunft. für das Großherzogthum Hessen 1060 Der Unterzeichnete hat ein möblirtes freundliches Zimmer zu vermiethen. 4 griedberg den 27. April 1871. E. Trapp IV., Hofgerichts⸗Advocat. Zwei Schreinerlehrlinge 1078 können bei mir in die Lehre treten. Kost und Logis im Dause. Heinrich Wagner, Schreinermeister. Einen feuerfesten Kassaschrank, 1054 sehr gut erhalten, bat zu verkaufen in Auftrag Friedberg. Maier Schwarz, Hoftarator. 918 Eine geräumige, noch wenig gebrauchte Hundehütte i zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Brodpreise vom 18. bis 30. April. Nach eigener Angabe der Bäcker. Unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 18.—30. April. Nach eigener Angabe der Metzger. Unverändert. Geld Cours. Frankfurt am 27. April 1871. Preussische Kassenschelue fl. 1 15— 170 Preuss. Friedrichsd'o r 8 3839 e ee eee e„ 9 45—47 Holländische fl. 10 Stücke.„ 9 55—57 Ducaten 4 ö„ 5 3638 7 al marco. n 20 Franes-Stü cke„ 9 26½—27½, Englische Sovereiguns e Russ. Imperlales„ 9 46—48 Denn 5 2 27½—28½ Lager-Bier. C. F. Walz. Das Neueste in Strohhüten, Sonnen- K uegenschirmen 605 empfiehlt zu reellen Preisen K. Friedrich, neben der Post. 991 Alle Sorten Tuch, Buckskin in allen Dessins, fertige Damen Paleotts von 3 fl. 30 kr. an, sowie Kleiderstoffe und alle in dieses Fach einschlagende Waaren empfiehlt billigst 45 S. Hirschhorn. Geschälls-Empfehlung. Bad Nauh 1050 Ich erlaube mir ein verehrliches Publikum, besonders meine hiesige werthe Kundschaft, darauf aufmerksam zu machen, daß zu der beginnenden Saison mein Lager wieder auf das Vollständigste assortirt ist und daß ich durch directen Bezug von größeren Quantitäten der hauptsächlichsten Artikel, besonders Eigarren, Colonialwaaren, Deliea— tessen ꝛc. ꝛc. vollkommen im Stande bin, mit allen reellen Geschäften in größeren Städten stets zu coneurriren. Bei Engros⸗ Abnahme ent⸗ sprechenden Rabatt. Ph. J. Weiss. Bekanntmachung. 1069 Dienstag den 2. Mat, Nachmittags 2 ÜUbr anfangend, werden in der Turnhalle öffent. lich an den Meistbietenden versteigert: Rothwein, Porzellan, Blechgeschirre, Dürrobst, 2 Heerde bester Construction, 2 eiserne und 1 kupferner Waschkessel und sonstige Gegenstände. Wer allenfalls noch Mobiliargegenstände vom Hülfsverein zu empfangen hat, lasse sie Montag Nachmittag von 2— 4 Uhr in Empfang nehmen, andernfalls solche als Geschenke betrachtet werden. Die zur Versteigerung kommenden Gegenstände können Montag den 1. Mai von 2— 4 Uhr eingesehen werden. Friedberg den 28. April 1871. Für das Comité: Jean Huber. Hamm& Schmiede-Kahlen à 36 Kreuzer pr. Centner Bender& Schwarz. 1070 bei Billige Dielen 1058 habe in Folge der bei Laufach stattgehabten Entgleisung eines Güterzugs, wo von der königl. bayr. Bahn sämmtliche gute Dielen, sowie 18 Fuß lange gute Latten vortheilhaft kaufte, abzugeben. Das Lager befindet sich am Bahnhof Nauheim und kann für mich die Ziegelei an Station Nauheim jederzeit sehr billig verkaufen. Montags und Freitags bin persönlich am Bahnhof. S. Moses in Steinfurth Geschäfts-Empfehlung. 1024 Eine reichhaltige Auswahl in Buckskin zu Herren- und Knabenanzügen, leinenen und baumwollenen Hosenstoffen, Tibet, Lüstre, leinenen und baum⸗ wollenen Schürz and Bettzeugen, Barchend, Zwillich, Cattun, Blaudruck, Hausmacher und schlesinger Leinen empfiehlt zu sehr billigen Preisen einri artmann 9 wich Harkm a Wilh. Fertsch. Danksagung. 1059 Bei meiner Abreise aus hlesigem Reserve⸗Lazareth, in welchem ich selt 25. August v. J. in Folge einer sehr schweren Verwundung gelegen, erlaube ich mir Herrn Medieinalrath Dr. Erhardt und Chtrurgen Herrn Deuring für ihre ausgezeichnete unermüdliche Behand⸗ lung, den Herrn Vorständen des Hülfsverelns, den Herrn Ph. Pfeffer, ir. W. Henkel, den Damen z. Z. in Kursaal II., sowie vielen Bewohnern Nauheims für die außerordentlich vielen Beweise von Güte meinen tiefst⸗ schuldigen Dank auszusprechen, und sage ihnen Allen hiermit ein herzliches Lebewohl. Bad⸗ Nauheim am 26. April 1871. Friedrich Homburg, im 3. Garde ⸗Regiment z. F. 1056 Der Verkauf der Sparkochheerde neuester Consiruction, aus der Fabrik von Ph. Roeder in Darmstadt, ift uns für den Kreis Friedberg übertragen worden und halten wir uns bet Bedarf bestens empfohlen. Friedberg. 8 5 David Grödel Söhne. Neu angekommen 1071 eine Partie Nögligsbauben von 18 kr. an bis zu den feinsten zu sebr billigen Preisen bet Elise Hanau, geb. Simon. Gebraunten Java-Kaffee, 1076 beste Qualität à 52 kr. pr. Pfund, empfiehlt A. Zuntz seel. Wittwe in Bonn. Dieser aus den besten Javasorten bereitete Kaffee ist derart gebrannt, daß Aroma und Wohlgeschmack zur vollsten Entwicklung gelangen. Dadurch ist bei An⸗ wendung desselben zu einem wohlschmeckenden und kräftigen Tranke ein geringeres Quantum nöthig, als bei Kaffee, der auf gewöhnliche Weise gebrannt ist. Den Verkauf für Friedberg habe ich Frau Wittwe Louis Simon übertragen. Im Kleidermachen, 1073 in und außer dem Hause, empfiehlt sich Marie Lochmann, in der Burg. Eine Dreschmaschiue 1061 nebst Locomobile, engl. Construction, in Lincoln gebaut, stebt zu verfaufen bet Franz Philippi in usingen. 1041 Vielseitigen Wünschen entgegenkommend, eröffnet Unterzeichnete einen Cur sus zur schnellen und gründlichen Erlernung des Kleidermachens resp. Maßnehmen, Zuschneiden, Nichten und Anprobiren, und nimmt jederzeit An⸗ meldungen entgegen. Frau Lehrer J. Heß. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Sonntag Jubilate. Pfarramtswoche: Herr Diaconus Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. Nachmittags: Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormitlags: Herr Reallehrer Wir th. Nachmittags: Fällt aus. Am Sonntag Cantate(7. Mai) wird das heil. Abend⸗ mahl in der Burgkirche gefeiert. l Katholische Gemeinde. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. 3. Sonntag nach Ostern. Vormittags: 10 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Mor⸗ gens 7½ Uhr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs Blatt Nr. 17, Praktischer Rathgeber Nr. 3 und eine Beilage.) Süßt Orangen! — 2—— 1 k. an bis ber ged. Sinen. gaffte, 18, empfichlt Uwe bertitete Kaffee geh geschnad zut rh f bel Au⸗ der nt frastigen 5 e Laffte, % Biltwt en, tur fczli sich Lochmann, iir en, l Liacoln n Usingen. 3 antud, tröffuet Beilage. Hberhessischer Ameiger. u Haha e i, rü n g 1029 Oienstag den 2. Mal d. J. werden in den Disselkten deldwald, Hainbach und Wilgenbusch des Stammheimer Domantalwaldes versteigert: 25½ Stecken Buchen ⸗Scheitbolz, Gießen im April 1871. 914 Nachdem das Reserve⸗Lazareth in dem academischen Hospital zu Gießen wieder auf⸗ gehoben und dasselbe von Militärs vollständig geräumt ist, so steht dasselbe mit vermehrtem Material zur Aufnahme von Civilkranken unter den früher bekannt gegebenen Bedingungen wieder bereit. Die Direktion des academischen Hospitals: Dr. Wernher. Dr. Seitz. 18 17 Eichen⸗ 7 1„ Aaopen⸗ 7 27„ Buchen⸗Prügelbolz, 14½„ Eichen⸗„ 1840 Wellen Buchen Reisholz, 1112„Eichen„ 42⁵„„ Nadels ꝛc. 25 Eichen⸗Bau- und Werkbolz⸗Stämme von zu⸗ sammen 3567 Cubikfuß, 2 Fichten⸗Bau⸗ und Werkbolz⸗Stämme von zu⸗ sammen 103 Cubiksuß. Anfang Morgens präcts halb 10 Ubr im Distrikt Heidwald an der Chaussee. 5 deldenbergen am 23. April 1871. Großherzogliche Oderforsterel Altenstadt. ch e m, Verwalter. Jo 5 Holz- Verstei Holz-Versteigerung. 1043 Dienstag und Mittwoch den 16. und 1 Mai d. J. sollen in dem Gräflich Stolberg'schen Revier Usenborn, Disirtkte Krebegrund, Kühwald, Schneider⸗ zipf und Hammerwald, nachfolgende Holzsortimente ver— sieigert werden: 570 Stecken Buchen⸗Scheitholz 11 Klasse, J 1 11„ Eichen-* 263„ Buchen-⸗Ast Prügel holz, 25 7 Eichen;* 1 420„ Buchen-⸗Stockholz, 48„ Eichen„ 596„ Buchen⸗Astreiser, 35„ Eichen? 164 Eichen⸗Stämme von 8—56“ lang, 5½—39“ dick mit 10,279 Cubiksuß, 33 Buchen Stämme von 1040“ lang, 14—31“ dick mit 2017 Cubilsuß, 5 19 Ahorn⸗Stämme von 20-26“ lang, 7—20“ dick mit 1286 Cubikfuß, 1 Kirschbaum⸗Stamm von 20“ lang, mit 29 Cubikfuß, 4 7 Birken⸗Stämme von 10-55“ lang, 877 11 ½ dick mit 127 Cubiksuß, 1 27 Eichen⸗ Stangen von 12-26“ lang, 4-5“ dick mit 84 Cubllfuß. Den erssen Tag kommt das Brennholz, den zweiten das Bau-, Werk- und Nutzbolz zum Ausgebot; die Eichen sind von besonderer Güte und mehrere Stämme zu Wellbäumen geeignet Zusammenkunft an belden Tagen Morgens 9 Uhr im Distrikt Krebsgrund unweit des Oeconomiehofes Loutsenlust bei Hirzenhain. Gedern den 24. April 1871. Gräfliche Oberförsteret Gedern. Kirchner. Bekanntmachung. 1044 Dienstag den 2. Mai 1871, Vormittags 10 Ubr, wird auf dem Ralhhaus dahier ein Faselochs, 2½ Jahr alt, Rolbscheck, als über zählig, öffentlich meistbietend verstelgert. Assenbeim am 26. April 1871. 6 g Großherzogliche ar Assenheim. e 13½“ dick Heu- und Hafer-Versteigerung. 1045 Dienstag den 2. Mat, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Bürgermeisterel⸗Büreau die der Gemeinde ge⸗ börigen 20 Malter Hafer und 30 Centner Deu meist⸗ bietend versteigert werden. Bruchenbrücken den 26. April 1871. Großherzogliche nn Btuchenbrücken. ft. Heu⸗Versteigerung. 1046 Montag den 1. Mal l. J., Nachmittags 1 Uhr, sollen 70 Ceniner der Gemeinve gehöriges Heu öffent⸗ lich meisibletend versteigert werden. Ilbenstadt den 25. April 1871. Großherzogliche Bürgermeisteret Ilbenstadt. 3 wer. Holz ⸗Verstei gerung. 1055 Oonnerstag den 4. Mai l. 3, Vormtttags 9 Uhr, sollen im Walde der Gemelnde Sbdel 103 Eichen Bau. und Werkholz Stämme 1344 Cubilfuß, 1 Vuchen⸗Werkbolz Stamm= 88 Cubiksuß, 230 Nadelholz⸗Stämme= 6974 Cubikfuß enthaltend, darunter viele Silber- oder Weißtannen von 15“ Ourchmesser und 65“ Länge nochmals verstelgert werden. Södel am 26. April 1871. offentlichen Versteigerung: Holzversteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 1047 Mittwoch den 10. und Donnerstag den 11. Mai kommen aus dem Distrikte„Stein“ zur Scheit. Prügel. Stock. Rels. Buchen⸗Stecken 533 166 189 634 Eichen⸗„ 77 ⁰ͤ 13 90 13 Nadelh.-⸗„— 5— 11 12 Eichen⸗Stämme von 21—36“ Durch⸗ messer und 13-40“ Länge mit 2323 4 Eichen⸗Stämme von 6—9“ Durch-] Cubikfuß, messer und 30— 40“ Länge 4 Buchen Stämme von 7— 27“ Durchmesser und 20 30 Länge mit 318 Cubikfuß, 31 Nadel Stämme(Lärchen) von 5½—13“ Durch⸗ messer und 40—80“ Länge mit 981 Cub iksuß, 1 Esche⸗Stamm von 10“ Durchmesser und 30“ Länge mit 24 Cubikfuß. Das Eichen- und Buchen⸗Scheitholz eignet sich theil— weise zu Werkholz. Freitag den 12. Mai aus dem Distrikt„Wen⸗ delholz“. Scheit. Prügel. Stock. Reis. Buchen⸗Stecken 1 48½ 18¼ 440 Eichen⸗, Aspen⸗Stecken— 47— 128 Das Reisholz zum größten Theile Stammreiser. 8 Eichen Stämme von 6—9“ Durchmesser und 15— 40“ Länge mit 77 Cubikfuß, 2 Eichen ⸗Stangen von 4½— 5“ Durchmesser und 2530 Länge mit 10 Cubakfsuß, 392 gichten⸗Stangen von 1—5“ Durchmesser und 20— 43“ Länge mit 196 Cubikfuß. Sämmtliches Stammbolz im Stein kommt am erslen Tage von Nachmittags gegen 2 Uhr an zur Versteigerung. Die Zusammenkunft ist an den beiden ersten Tagen jedesmal Vormutags 9 Uhr an der„Bingottwiese“, am dritten Tage um dieselbe Zeit im„Wendelholz“ am Vicinalweg. Ortenberg am 21. April 1871. Großherzogliche Oberförsterei Ortenberg. Thaler. Mobiliar-Versteigerung. 1048 Montag den 1. Mai l. J., Vormittags 11 Uhr anfangend, will Frau Lehrer Döll Wittwe dahier wegen Räumung des Schulhauses veischiedene Gegenstände in unbenannter Zahl und Namen öffentlich meistbtetend versteigern lassen, namentlich einige Fuder Stroh, etwas Spreu, Heu und Grummet, 6 Stecken grünes und dürres Buchen- Scheitholz, 2 Bütten, eine Quantität Blenen⸗ flöcke, mehrere Dzirzon(Pavillon), zwei Jagdflinten Kapital⸗Gesuch. 1075 Die Stadt Friedberg beabfsichtigt mebrere Kapi⸗ talien bis zum Betrage von 3500 fl. aufzunehmen, deß⸗ fallfige Offerten wolle man alsbald bei dem Unterzeich⸗ neten einreichen. Friedberg den 27. April 1871. Srukrgal ice dee e Friedberg. o uc ar. Die städtischen Begrasungen 1074 für das Jahr 1871 sollen Dienstag den 2. Mai d. J., Vormittags 9 Uhr, in dem hiesigen Ratbhause in Ab⸗ theilungen öffentlich an den Meistbietenden verpachtet werden. Friedberg den W. April 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fouc ar. Holz ⸗Versteigerung. 1066 Montag den 1. Mai l. J., des Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen im Gemeindewald zu Kirch⸗ Gönsg, Disirikt Haid und Strath, versteigert werden: 5 Stecken Buchen-⸗Scheitholz, 97„„ Stockholz, 2200 Stück„ Wellen, 80 Stecken Klefern⸗Scheit- und Prügelholz, 2„ Stockholz, 1600 Stück„ Wellen, 77 Stämme Kiesern- Bauholz von 6- 12“ Durch⸗ messer und 20—45“ Länge und 10 Stück Kiefern-Stongen von 4“ Durchmesser und 20—35“ Länge. Der Anfang wird gemacht im Distrikt Haid mit dem Stammholz. Kirch⸗Göns den 26. April 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Kirch⸗-Göns. Weber. Holz-Versteigerung in den Gräflich Solms⸗Rödelheim'schen Waldungen. 1067 Freitag den 5. Mai l. J. kommen in dem Forstrevier Bainhards, Distrikt Oberwald und Unter⸗ wald, nachstehende Holzsortimente zur öffentlichen Ver⸗ steigerung: 20 Stecken Buchen⸗Stammprügelbolz, 20„ Eichen; mit sonfligem Zubehör, drei Lampen und verschledent Blech⸗ und Porcellangefäße, Mannskleider verschiedener Art, sodann eine große Quantität werthvoller zum Theil ganz neuer eleganter Bücher, theilweise für junge Studlosen gecignet. Wohnbach am 25. April 1871. In Auftrag: Philippi, Bürgermeiste. Bekanntmachung. 1065 ODte im Nieder⸗Weiseler Gemeindewald abge⸗ haltene Streulaub-Versteigerung vom 17. April 1871 hat die Genehmigung erhalten und ist der erste Fahrtag auf Montag den 1. Mat bestimmt worden. Die Holzversteigerungen vom 18. und 25 April 1871 im Nieder⸗Welseler Gemeindewald hat die Genehmigung erhalten und ift der erste Fahrtag auf Montag den 8. Mat bestimmt worden. Nieder-Weisel den 2. April 1871. Großherzogliche Bürgermeisteret Nieder-Weisel. rer. Bekanntmachung. 1068 Die im Langenhatner Gemeindewald abgehaltenen Dolzversteigerungen, am 13. April d. J., im Olistrikt Eichkopf, und am 26. April d. J., im Difirikt Hühner; pfad, haben dle Genehmigung erhalten und soll Dienstag den 2. Mal bei trockener Witterung der erste Abfahr- tag sein. Ziegenberg am 27. April 1871. Großherzogliche Bürger meisterel Langenbaln. Rumpf. Aus dem Kalkosen zu Arnsburg 1049 kann der Centner guter Kalk zum Preis von 40 kr. eee e eee Soͤdel. e 10„ Buchen⸗Stockholz, 1„Etchen⸗ 1 80„Buchen-⸗Retsholz, 34„ Cicher„ 5„ Nadel⸗„ 3400 Wellen Eichen-„ 200„ Lärchen⸗„ 4 Stecken Obstbaum⸗Scheitholz, 0 1 Reis holz, 2 f 1500 Gebund Ginstern, 80 Lärchen⸗Stangen von 4—5 Zoll mittlerem Durch⸗ messer, 25—35 Fuß Länge. Zusammenkunft am Forsthaus Bainbhards und An- fang der Versteigerung präeis 9 Uhr Vormittags. Wickstadt den 7. April 1871. Gräfliche Oberförsterei Assenbeim. Schal las. 10t7 Die Belle Etage eines neu hergerichteten Wohnhauses in Nauheim, in der Nähe des Landgerichts, bestehend aus 4 tapezirten heizbaren Zimmern, Küche, abgeschlossenem Vorplatze, 3 Mansarden, dolzstall, Keller⸗, Boden“, Waschküche⸗ und Gartenantheil, nebst sonstigen Bequemlichkeiten, ist sogleich unter sehr günsttgen Bedingungen zu vermiethen. Näheres im Euro- pälschen Hos in Nauheim Universal- agenliguecur 53 von Carl von Metternich in Mainz, io Flaschen zu 24 kr., 45 kr. und fl. 1. 24 kr. bei Pb. Dan. Kümmich. Steinkohlen, namentlich auch Schmiedekohlen, verkauft zu Portland⸗Cement bezogen werden. Die Kalkofenverwaltung. 1010 biligst bei Wilhelm Beräbeck. W. Fuhrländer Nachfolger, 4 Vilbeler Straße Nr. 23 in Frankfurt a. M., dem Pfau gegenüber. 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