— 2 5 8* * 2 Sinder 1 n e el tim Apfe) Viackt,(Evi, 1 2. tu be⸗ Sesundbeits: u deuen. i eidlich er 1 tren ven 4 — . 22222 3 — 1871. 5 Bonnerstag den 28. September. 114. cher A N 5 1 cr. Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Antelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnersteg und Samstag D beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich Au dreimal erscheinen wird. Das Abonnement beträgt bei den Poststellen vierteljährlich 38 kr., mit Bestell⸗ 1 geld 47 kr. Bei der Verlags⸗Expedition kostet das Blatt für das kommende Quartal 1 8 ctober 30 kr. Auswärtige Abonnenten find gebeten ihre Bestellungen bei den Poststellen oder 9a Postboten baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt und vollzählige Exemplare geliefert werden können. Die Expedition. Amtlicher Theil. VPrent zun i ch n 5 der nach§. 7 der Bestimmungen für die Ausführung der Volkszählung im Großherzogthum Hessen vom 1. September 1871 für den Kreis Friedberg bestellten Zählungscommissionen sowie der Gemeinden und der Wohnplätze, auf welche die Thätigkeit derselben sich erstrecken soll. 5 Namen Der Zählungscommissionen 8 Namen Der Zählungscommissionen 2 der Gemeinde und f 3 ꝗ 0 2 der Gemeinde und 8 8 Wobnplatz. Vorsitzender. Mitglieder. 8 Wohnplatz. Vorsitzender. Mi glieder. 11 Assenheim Gr. Bürgermeister Best Kammerrath Fresenius. 26 Nieder-Mörlen Gr. Bürgermeister Möbs Gr. Beigeordnete Rack. Friedeich Koch Georg Wex II. 21 Bauernheim 7 5 Väth Gr. Beigeordnete Höres. 27 Nieder-Rosbach 1* Groh Gr. Beigeordnele Buch. Georg Walther VI. Gemeinde-Einn. Bullmann. 3 Beienheim 4 8 Huber August Stein. 28 Nieder-Weisel 1 8 Reuter Johann Georg Kißler II. „Johannes Breidenbach. 5 2 Gerhard Adami. a 4 Bodenrod* 5 Schäfer Gr. Beigeordnete Hofmann VI.[29 Nieder-Wöͤllstadt 5 7 Stoll 75 Beigeordnete N 05 Peter Wörner. onrad Heinrich Bausch. 5 Bönstadt„„ Geibel Gr. Beigeordnele Wiegand. 30 Oter-Florstadt 5* Dauernheim 25 9 Schultheis. Georg Lang. aspar Reichhold. 6 Bruchenbrücken 8 3 Wagner Gr. Beigeordnete Marloff. 1 Ober-Mörlen 5 Jeckel Anton Nikolai. 1 Früherer Bürgermeister Best. 5 N f Oemeinde⸗Einnebmer König. 7 Butzbach 1 N Küche! Gr. Bligeordncte Vogt. 32 Ober Rosbach mit 4 1 Blecher Gr. Beigeordnete Becker. Moritz Kuhl. Bainhardshof 1 Philipp Ruppel. Jakob Wißler. 111 33 Ober-Wöllstadt 1 5 Feuerbach Jöhen 1 82 J. Gröninger VIII. Johann Heinri eitz. 8Dorheim 5 7 Reuß Gr. Beigeordnete Bingel. 34 Ockstadt mit Stras-, 7 Gröninger Gr. Beigeordnete Dienst. Heinrich Reuß. heim Andreas Gröninger. 9 Dorn⸗Assenheim 5* Rack Joh. Anton Weitz. 35 Oes Gr. Beigeordnete Fett Gemeinderath Naumann. Johann Anton Jung. Konrad Fett. 10 Fauerbach b. Fr. 1 2 Helferich Johannes Neisel. 36 Oppershosen Gr. Bürgermeister Schmidt Andreas Altenheimer. Wilhelm Philippi. l Nikolaus Kipp. 11 Fauerbach v. d. H. b. Philipps Gr. Beigeordnete Winter II.[37 Ossenheim 1 5 Maul 8* Fr. Keller. Johannes Werner. a Aut e Fricrri opp. 2 Friedberg mit Forsi⸗⸗ 4 Foucar Gr. Beigeordnete Steinbäußer.] 38] Ostheim 1 12 Schneider Jakob Schneider II. haus Winterstein Gr. Beigeordnete Grödel. a 5 1 Konrad Zorn. 5 Eduard Ruths. 30 Pohl-Göns 4 5 Schöpf— n Jakob Morschel. Konrad e. 0 0 t Schmidt J. 40 Reichelsheim 5 Schmidt Gr. Beigeordn. Karl Schmidt. 3 Gambach.„ Laux Konrad Schmidt 1.. e. Fr. Konrad Karl Kammer. Friedrich Conrad. 4 Griedel 70 Fenchel Genen ü er 41 Rödgen 1 7 Wolf 155 2 9 50 Jehner. 4 Gemeinde-Einnehmer Ohly. Augu eimer. 8 18 d 20 d Adami 85 42 Rockenber Krämer Großh. Beigeordnete Georg 51 Hausen 5 9 Häuser Konrad Adami. co 9 60 9 bund 11 Heinrich Spaar. 0 midt II. N 5 Mohr Gr. Beigeordn. Konr. Schäfer. Al Bartholomäus Wild. 61 Hoch⸗Weisel 5„ Nikolaus 5 II. 43 Schwalheim 1 7 1 Hensel 3 dag eee Jehner. 0„ Zwier Georg Brucker J. Johannes Hensel. 71 Ilbenstadt„ 3 Rentamtmann Bernhard. 44 Södel 10 1 Reitz—* ö ir 1 Weber Konrad Müller. Johannes Ber el. 8 Kirch⸗Göns 0 5 Jobannes Braun III. 45 Staden„„ Dauch 30 mai d une N Heinrich Li ohannes Mai. 9 Lahe mit 0 7 Wufpf Tegan ele 46 Steinfurth 10. Schultheis Gr. Beigeordnete Alt. 10 Malbuch 7 5 f Philippi Gr. Beigeordnete Althenn. K b. 5. 1 Konrad Saltenberger. 47 Trais- Münzenberg 9 1 Gorr Helursc Ager Af g. 0 Keil Georg Geck. 10 Jag 5 1 Melbach„„ Georg Keller. 20 48 Weckesheim 1 5 Hilger Sehen 92 4 8* Reineck Gr. Beigeordnete Theis. 5. 22 None 0 Balthasar Repr.*. 49 Wisselsheim„„ Huber. II. 93 f l Gr. Beigeordnete Walther. An. 1 8 All„ [Münzenberg„ N Jäger Janes Diehl. 50 Wickstadt Gr. Polizeicommissär Schallas Het 1 a 1 S Gr. Beigeordnete Gebringer. 8 1 1 5 1 24] Bad⸗Nauheim 1 Schutt Gemefsltac Langsdorf. 51 Wölfersheim Gr. Bürgermeister Heyer Wi an, Hofmann. Gemeinderath Weis. 3 9 0 5 Gemeinderath Grünbaum. 52] Wohnbach 1. Philippi. ee e 9 Pieder⸗ Wagner Gr. Beigeordnete Schaubach. ohannes Philtppi ö 23JWRieder⸗ Florfabt. 4 aner Christian Weigand II. Vorstehende Uebersicht wird nach Vorschrift des F. 8 der Bestimmungen für die Ausführung der Volkszählung im Großherzogthum Hessen S iermi öffentlichen Kenntniß gebracht. tom 1. September 1871 hiermit zur öffen ee eee Friedberg am 26. September 1871. Ter a p p. Betreffend: Den im Monat Oktober l. J. vorzunehmenden Wlesengang. Friedberg den 24. September 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Im Monat Oktober muß nach den Bestimmungen der Wiesen— den Wiesenvorständen unter Zuziehung der Feldschützen und Wiesenwärter vorgenommen werden. Wir beauftragen Sie daher, dieselben hierzu aufzufordern und die über den Wiesengang aufzunehmenden Protokolle bis zum 10. Novem⸗ Polizeiordnung der Wiesengang von ber l. J. längstens vorzulegen. In diesem Protokolle haben die Wiesenvorstände, was denselben noch besonders zu eröffnen ist, hauptsächlich zunehmen: Ihnen getroffen die Entfernung die Unterhaltung folgende Punkte aus⸗ und 29 der Wie 1) Ob die Anerdnungen, welche sie bei dem im Monat März l. J 3) Verbesserungsvor vorgenommenen Wiesengang getroffen haben, befolgt worden sind und welche nicht. 2) Welche Anordnungen von den Wiesenvorständen zur Beseitigung der bei dem diesmaligen Wiesengang vorgefundenen Mängel von namentlich solche vom 7. Oktober Betreffend: Die Unterhaltung der Hecken an öffentlichen Fahr- und Fußwegen und der Garten- einfriedigungen. Wir empfehlen den Wiesenvorständen hierbei besonders ihr Augenmerk auf die Reinigung der Wiesen von Gestrüpp, Gesträuch, Moos, worden sind oder vorgeschlagen werden. der Herbstzeitlosen, des Erdauswurfs aus den Be- oder Entwässerungsgräben, die Verebnung der Maulwurfs⸗ hügel und dergl. (Art. 24 der Wiesenpolizeiordnung) und auf der Ent, und Bewässerungsgräben(Art. 28 senpolizeiordnung) zu richten und hierbei nach den bestehenden Bestimmungen zu verfahren. schläge in Bezug auf größere Wiesenfluren, „zu deren Ausführung das Wiesenculturgesetz 1830 Anwendung finden muß. Man erwartet, daß die Wiesenvorstände hiernach genau verfahren, Trapp. Friedberg den 26. September 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir machen die Wahrnehmung, daß in den meisten Gemeinden des Kreises die Bestimmungen des Reglements vom 29. Juni 1865, abgedruckt in Nr. 52 des Intelligenzblattes von 1865, nicht beachtet werden, finden uns deßhalb veranlaßt, Ihnen aufzutragen, diese Be— stimmungen in Ihren Gemeinden öffentlich bekannt machen und deren Nichtbeachtung zur Anzeige bringen zu lassen. Für Ausführung derselbden noch in diesem Jahre werden Sie angemessene Termine festsetzen. e ö Deutsches Reich. Berlin. Der Reichskanzler ist am 22. d. nach seinen Besitzungen im Herzogthum Lauenburg abgereist. Wie verlautet, wird Legationsrath Bucher demselben dorthin folgen. — Zur Zeitungs ⸗Steuerfrage schreibt das „Fremdenblatt“:„Die anwesenden Mitglieder der Fortschrittspartei haben sich bei einer jüngst Statt gehabten Versammlung geeinigt, beim Zusammen- tritt des legislativen Körpers entschieden für Auf hebung des Zeitungsstempels vorzugehen. Es wurde mitgetheilt, daß der Herr Finanz ⸗Minister nicht gegen dieses Vorhaben sich erklären werde.“ — Nach dem Flottengründungsplan soll der Marineverwaltung im Jahre 1872 eine Summe von 8,000,000 Thlrn. überwiesen werden. Hier— von werden etwa 2,250,000 Thaler auf Schiffs- bauten und Armirungen und 430,000 Thaler für das Torpedowesen als einmalige Ausgaben ver— wendet werden. In Bezug auf die Errichtung einer Torpedo- Abtheilung erfährt die„C. St.“, daß dieselbe aus einem Capitain zur See als Commandeur, 2 Capitain-Lieutenants, 7 Lieute- nants, 5 Deckofficieren, 30 Matrosen-Unteroffi⸗ cieren, 200 Matrosen, 2 Lazarethgehülfen und 2 Büchsenmachern bestehen wird. Zur Herstellung von Fahrzeugen für den Torpedodienst sollen etwa 200,000 Thlr. verwendet werden. — Die Nachricht, daß der Reichstag zum Donnerstag den 19. Oct. zusammenberufen wird, scheint sich zu bestätigen. Ju gut unterrichteten Kreisen ist man wenigstens, wie die„W. Ztg.“ schreibt, der Meinung, daß die Einberufung nicht früher erfolgen wird. — Seit dem 1. Sept. d. J., dem Tage, an welchem die südstaatlichen Mitglieder des Gerichts- hofes in ihr Amt eingeführt wurden, nennt sich das frühere Bundes⸗Oberhandelsgericht in seinen Urtheilen ꝛc. Reichs Oberbandelsgericht. — Der„National- Ztg.“ zufolge wurde die Note des Grafen Arnim, betreffend die Mißhand— lungen Deutscher in Lyon, von Hrn. v. Rémusat sofort nach seiner Rückkehr beantwortet. Der französische Minister erkennt vollständig die Ge⸗ rechtigteit der erhobenen Beschwerden an und ver— spricht im Namen der Regierung, es werde Alles geschehen, um dem Skandal in Lyon ein Ende zu machen und den Deutschen Schutz zu verschaffen. — Ein früher in Paris sich aufhaltender und bei Ausbruch des Krieges von den Franzosen unter die Fremdenlegion in Afrika eingestellter junger Mann aus der Pfalz(Steinbach), der vor Kurzem endlich von dort nach Hause entlassen worden, hat in Neunkirchen, wie man der„Elb. Ztg.“ von da mittheilt, die Anzeige gemacht, daß sich in Afrita noch eine Menge(?) deutscher Soldaten(in Kasematten) befinde, darunter meh- rere aus der Neunkirchener Gegend, z. B. Wiebels⸗ kirchen, Welles weiler ꝛc., welche sämmtlich in den Verlustlisten als vermißt aufgeführt sind. Diese batten ihn inständig gebeten, bei den Behörden in Deutschland hiervon Anzeige zu machen, indem denselben in Afrika nie gestattet worden sei, irgend eine Nachricht von ihrem Dasein in ihre Heimath gelangen zu lassen.— Man darf sicher erwarten, daß diese Mittheilung Anlaß zu ernsten Recherchen der deutschen Reichsregierung sein werde. Kassel. Der lang ersehnte Rückmarsch der 22. Division, der das 83. Infanterie-Regiment und das 14. Husaren⸗Regiment angehören, ist er⸗ folgt und hielt dieselbe am 25. d. ihren festlichen Einzug in unsere geschmückte Stadt. Das 83. In- fanterie-Regiment hat mehr als 30 Schlachten und Gefechte ruhmvoll bestanden und wesentlich zum Siege des deutschen Heeres beigetragen, hat aber auch sehr bedeutende Verluste erlitten. Der Kronprinz Friedrich Wilhelm, welcher seit einiger Zeit mit Familie zu Wilhelmshöhe Aufenthalt ge— nommen hat, betheiligte sich mit seinem ältesten Sohne am Einzuge. 5 Wiesbaden. Unter dem beispiellosen Jubel einer unabsehbaren Volksmenge fand am 25. d. Mittags 1 Uhr der Einzug der hiesigen Artillerie- Abtheilung statt. Als der Tapfersten Einer ward namentlich der mit dem eisernen Kreuz 1. Classe decorirte und bei Orleans schwerverwundete Haupt— mann Reichert allenthalben ausgezeichnet und mit einem goldenen Lorbeerkranz geschmückt. München, 24. September. Zu dem heute in der Nikolaikirche von den Altkatholiken abge— haltenen Gottesdienste, bei welchem Dr. Michelis die Messe las, hatten sich viele Delegirte, sowie eine große Menge anderer Andächltigen eingefunden. Nach der Messe wurden Gebete für Abwendung der der Kirche drohenden Gefahr und für die ver⸗ storbenen Altkatholiken, namentlich für Professor Zenger, gesprochen. Die Feier ging in höchst würdiger, erhebender und ruhiger Weise vor sich. — 24. Sept. In der heuligen letzten öffent— lichen Versammlung der Altkatholiken sprachen Reinkens, Stumpff, Tangermann und Michelis.“ Wegen vorgerückter Zeit konnte die Verlesung des Programms der Altkatholiken nicht mehr erfolgen. Professor von Schulte gab nach einem Hoch auf Döllinger den Vorsitz an Oberstaatsanwalt Wolff zurück. Dieser schloß die Versammlung mit einem Hoch auf König Ludwig. Während der Ver— handlungen waren zahlreiche Zustimmungs- und Glückwunschtelegramme eingegangen. wälder aus Breslau, welcher Studien halber die hiesige Universität frequentirte, ist vom Erzbischof von München suspendirt worden, weil er den Congreß der Altkatholiken besucht hatte.— Wie man veraimmt, hat Pfarrvicar Pöppl an der St. Nikolai-Kirche, in der Prof. Dr. Friedrich eine katholische Trauung vorgenommen hat, heute eine Trauerfahne heraushängen lassen und neuerdings gegen die Benützung der Kirche Einsprache erhoben. Straßburg. Am 23. d. sollte, wie die — Ein junger tüchtiger Theologe, Dr. Hirsch⸗ „Straßb. Ztg.“ meldet, die Quittung über die sämmtlichen hier geleisteten Abschlagszahlungen von der französischen Kriegscontribution ausgestellt werden. Im Ganzen sind hier eingezahlt worden 125 Millionen vor dem 10. Juli in sranzösischen Banknoten und 947 Millionen in Wechseln und Geld vom 10. Juli bis zum 23. Septb. Die letztere Summe setzt sich in folgender Art zusammen: Wechsel 722,349,855 Frs. 92 C.; verschiedene Banknoten 6,794,343 Frs. 38 C.; französisches Gold 109,001,502 Frs. 85 C.; französische Fünffrankenstücke 63,016,695 Frs.; deutsches Geld 45,823,460 Frs. 14 C. Ausland. Frankreich. Paris. Dem„Siecle“ zu⸗ folge wird die ständige Commisston der National- versammlung am 25. d. in Versailles zusammen⸗ treten. Alle Journale melden, daß die Regierung die demnächstige Zahlung der vierten halben Mlliarde der Kriegscontribution vorbereite. Der„Moniteur“ bemerkt diesbezüglich: Wenn die Operation ge— lingt, so wird die Räumung der sechs Departe— ments nicht auf sich warten lassen und das Berliner Cabinet sich in die Nothwendigkeit versetzt sehen, uns andere Concessionen anzubieten, falls es darauf beharrte, Zollbestimmungen zu Gunsten der el⸗ sässisch-lothringischen Manufactur⸗Erzeugnisse zu fordern. — Der„Siecle“ schreibt:„Das genaue Ver- zeichniß unserer Verluste während des Krieges von 1870/1 ist beendigt. 89,000 unserer Soldaten sind auf den Schlachtfeldern geblieben oder in Folge ihrer Wunden in den Lazarethen unterlegen. Von diesen 89,000 Soldaten sind 26,000 bei Forbach, Reichshofen, Cony, Gravelotte, Saint⸗ Privat und in den rings um Metz vom 1. Sept. bis zum 27. Octb. gelieferten Kämpfen gefallen; ungefähr 10,000 sind in Sedan unterlegen. Die Belagerung von Paris hat uns nicht weniger als 17,000 Mann gekostet. Die Verluste der Loire- Armee unter dem Commando der Generale d' Aurelles de Paladines und Chanzy belaufen sich auf 22,000 Mann; unter Bourbaki sind 7000 ge⸗ fallen; die Nordarmee hat 3500 und die A mee Garibaldi's 1600 Mann verloren. Die Belage- rungen von Straßburg, Toul, Bitsch, Dieden⸗ hofen, Montmédy, Verdun, Pfalzburg, Mozieres und Belfort haben Frankreich mehr als 2000 seiner Söhne gekostet. Was die Zahl der Ver- wundeten betrifft, so kennt man dieselbe noch nicht genau, aber man darf vermuthen, daß sie die Zahl der Todten bei weitem übersteigt.“ — Wie die„Constitution“ hört, wollen die Abgeordneten der Linken sich bei Herrn Thiers für Henri Rochefort verwenden und auch an die Begnadigungscommission ein Collectivgesuch zu Gunsten ihres ehemaligen Collegen richten. — Bhyzzüglich der Note des Grafen Arnim behauptet das„Journal de Lion“, daß die ange— 1 f 28. Juni 1865 tagen, diest gi, rtr p. — Ang iber d. stieblungtn vt: nen antgeftl. Nuzgqahlt wolde * un tanzöfischn u Qacsdu A. Sqib, die t An zusennn L. mieschickert L, asche fast. L; dulches Get „Sic“ gn · ter National · Ls insan den- dit Kegicrurz kalten Alliarde Der„Arniten“ erer! 9 : Ersagrist 10 des guat! Ber. dt Kriz ven ett Seidel eben en u Aunbes umlegen 7 1 5000 b — wë— führten Thatsachen auf unbedeutende Vorgänge zurückzuführen seien, die keineswegs eine diploma⸗ tische Intervention erheischten. Die französischen Journale rathen, sich aller Gewaltthätigkeiten oder Reibereien zu enthalten und sich den Deutschen gegenüber nur darauf zu beschränken, keine deut- schen Erzeugnisse zu kaufen und keine Deutschen zu beschäftigen. Die vierte halbe Milliarde soll, nach Briefen der„Agance Havas“ aus Versailles, mittelst Schatzscheinen, adossirt von den ersten Bank— häusern Europas, zablbar zu London im April und Mai nächsten Jahres, bezahlt werden. — Die indirecten Einnahmen, wie die Er— trägnisse des Octroi, soken sich überall den Ergeb- nissen der früheren Jahre gleichstellen, dieselben sogar theilweise übertreffen. Versailles. Am nächsten Donnerstag soll die permanente Commisston der Nationalversamm⸗ lung sich mit den bonapartistischen Umtrieben in der Armee beschäftigen. Sie wird, wie man glaubt, eine Untersuchung beantragen. — Das erste Kriegsgericht von Versailles verurtbeilte unter dem Vorsitz des Obersten Pittié den Soldaten Louis Boyeux vom 69. Linien- regiment, welcher nach dem 18. März mit seinem Regiment im Luxembourg-Garten lag, sich selbst zum Abfall verleiten ließ und auch seine Came— raden zu überreden suchte, mit den Föderirten zu fraternistren, wobei er dieselben sogar mit Gewalt zurückhalten wollte, zum Tode. Auch das vierte Kriegsgericht fällte ein über Erwarten strenges Urtheil. Die 41 jäbrige Wittwe Marie Moussu war ergriffen worden, wie sie das Haus Nr. 22 der Avenue d'Italie mit einem in Oel getränkten Stoffe in Brand zu stecken suchte. Dieselbe wurde, nachdem der öffentliche Ankläger, Hauptmann Jouenne, darauf gedrungen hatte, ein Exempel zu statuiren, zum Tode verurtheilt. Aus Besangon wird gemeldet, daß in verschiedenen Departemente wiederholt Attentate auf Militärs der Occupationsarmee verübt worden sind und daß sich hierdurch der commandirende General der 4. Division veranlaßt gesehen hat, den Be- lagerungszustand für die betreffenden Departements zu verfügen und die alsbaldige Ablieferung aller Waffen zu befehlen. Rußland. Zum Zwecke der Feststellung all⸗ gemeiner Grundsätze für die Gründung und Ein- richtung der Volksschulen in Rußland soll im Spätherbst eine Delegirten- Versammlung sämmt⸗ licher ständischen Gubernial-Landtage in Moskau abgehalten werden, zu der schon jetzt umfassende Vorbereitungen getroffen werden. Amerika. Newpork. Nachrichten aus Tortola(Stadt auf der Insel gleichen Namens) melden, daß daselbst 7000 Personen durch ein Erdbeben obdachlos geworden sind. — Aus Cuba wird gemeldet, daß ein spanisches Kriegsschiff auf ein britisches Schiff geschossen und dasselbe angelegt hat. Der britische Consul und die Regierung von Hayti suchen die Sache aus— zugleichen. — Nach den offiziellen Berichten über die Getreideernte in den Vereinigten Staaten ist die Waizenernte günstiger, die Roggenernte weniger befriedigend ausgefallen, die Ernte in Gerste ist mittelmäßig. — Die„Illinois Staatszeitung“ schreibt: „Von Newyork aus sendet ein„General-Agent“ John C. Jacobsohn Circuläre an die Presse mit dem Programm einer„Süd-Carolina-Land- und Einwanderungs-Association“. Es soll nach dem- selben das Land fast verschenkt, und überdies noch eine halbe Million Dollars in großen, bereits in Charleston errichteten Gebäuden ausgelboost werden. Bei dieser Gelegenheit ist es ganz besonders auf deutsche Gimpel abgesehen.“ Darmstadt. Die Arbeiten zum hiesigen„Saalbau? sind in Angriff genommen, und zwar mit Abholzen des Terrains. München. Der vierte Congreß deutscher Landwirthe soll nach den Beschlüssen des Ausschusses am 20. Februar 1872 in Berlin zusammentreten und vier Tage dauern. Hauptgegenstände der Berathung sind die Wegebau- und Steuerfrage, Bank- und Münzwesen, fachgemäße Ausbil dung der landwirthschaftlichen Jugend, namentlich zur Erlangung des Rechts auf den einjihrigen freiwilligen Militärdienst, Frage der Differential-Tarife der Eisenbahnen. Berlin. Eine Vergleichung der gegenwärtigen Ber⸗ liner Fleischpreise ꝛc. mit den Preisen der Lebensmittel in anderen Städten, namentlich Miiteldeuischlands, muß zu mancherlei Betrachtungen Veranlassung bieten. Es kostete nämlich am 22. d. in Berlin nach den Mittheilungen des„Staatsanzeigers“ das Rindfleisch 3 Pfd. 4 Sgr. (Suppenfleisch) und 6 Sgr. 6 Pf. das Filet, während der Preis für Bratenfleisch 5 Sgr. 5 Pf. stand. In Kreuzer übertragen galt also das Pfund 14—23 ke., wo⸗ bei zu bemerken ist, daß in Berlin die anderwärts übliche Zugabe nicht existirt. Man erhält in Berlin Fleisch für sein Geld, nicht Knochen. Schweinefleisch galt 5 Sgr. — 6 Sgr. 6 Pf. oder 18—23 kr., Hammelfleisch 4 Sgr. 6 Pf.— 5 Sgr. 6 Pf. oder 16— 20 kr., Kalbfleisch 3 Sgr. 6 Pf.— 6 Sgr. oder 12— 21 kr., Butter per Pfd. 9 Sgr.— 12 Sgr. oder 31— 42 kr., Eier per Mandel(16 Stück) 7 Sgr.— 7 Sgr. 6 Pf. ober 24— 26 kr., Kartoffeln per Metze(nahezu 1 Kumpf) 1 Sgr. 3 Pf.— 1 Sgr. 9 Pf. ober 4—6 ke., Bohnen per Metze 8—10 Sgr. oder 28—35 ke., Linsen per Metze 7 Sgr. oder 25 kr., Erbsen per Metze 6 Sgr. ober 21 kr. Breslau. In einem Waggon des am 13. Abends von Breslau nach Berlin abgelassenen Schnellzuges ist ein frecher Raubanfall ausgeübt worden. In Liegnitz stieg auf der dem Perron entgegengesetzten Seite, das Dunkel der Nacht benutzend, ein Mann in dem Moment, als sich der Zug in Bewegung setzte, in das Damen⸗Coups zweiter Classe und forderte dort unter den rohesten Drohungen das Geld und Geschmeide von sämmtlichen mitreisenden Damen. Nachdem diese, vom Schrecken über⸗ wälligt und das Unmögliche einer augenblicklichen Hülfe einsehend, ihm all ihr Hab und Gut überlassen, entfernte sich der Freche wieder in dem Augenblick, als der Zug in Bunzlau anhielt. Den Recherchen der Bahnhofs verwal⸗ tung zu Bunzlau gelang es jedoch, den Verbrecher zu er⸗ wischen und in sicheres Gewahrsam zu bringen. Das ge⸗ raubte Gut wurde noch bei ihm vorgefunden. Bern. Der„Bund“ meldet: Der Postdampfer „Bruenig“ ist auf dem Vierwaldstädter⸗See in den Grund gebohrt worden. Von 20 Passagieren sind 15 gerettet, die andern werden vermißt. Im Gouvernement Moskau im Kreise Podol wurden mebrere Leichen von Kindern und Frauen aufge⸗ funden, die von einem wilden Thiere angefressen und theilweise zerrissen waren. Bald darauf wurde die Auf⸗ findung einer größeren Anzahl auf gleiche Weise zuge⸗ richteter und verstümmelter Leichen aus anderen benach⸗ barten Kreisen desselben Gouvernements, namentlich aus den Kreisen Moskau, Carycyn, Sierpuchowo und Dmitrowo gemeldet. Etwa 2 Meilen von Moskau fand man an verschiedenen Stellen 13 menschliche Skelette, die vom Fleisch sast ganz entblößt waren und nur hin und wieder frische Blutspuren zeigten. Anfangs vermuthete man, daß Wölfe plötzliche Hetzjagden auf Menschen unternom⸗ men hätten, bis endlich aus der Stadt Carycyn die Nachricht eintraf, daß der blutgierige Feind dort gesehen worden sei. Der Beschreibung nach mußte man denselben für einen Tiger halten. Inzwischen wurde das schreckliche ligerähnliche Thier auch im Kreise Podol gesehen, und es wurde bald darauf festgestelt, daß es wirklich ein Tiger war. Nähere polizeiliche Nachforschungen ergaben nun, daß dieser Tiger ein Zögling des zoologischen Gartens in Krakau war, den die Direction an die Besitzerin einer Menagerie, Frau Heidenreich verkauft hatte, welcher noch auf der Reise nach Nischney⸗Nowgorod unweit Moskau aus dem Käfig enisprungen war. Frau Heidenreich hatte sich vor Strase gefürchtet und deßhalb unterlassen, der Polizei von der Flucht des Tigers Anzeige zu machen. Im Kreise Podol wurde bald darauf auch eine Hyäne gesehen, die aus dem Tbiergarten des Fürsten Wiaziemski entsprungen war. Zum Glück wurde das gefährliche Raub thier schnell erlegt, noch ehe es Schaden angerichtet hatte. Havre. Der von Newyork hier eingetroffene Post⸗ dampfer„Lafayette“ ist(nach einem Telegramm der „Hamb. Nachr.“) mit ganzer Ladung verbrannt. Der Dampfer hatte Getreide, Baumwolle ꝛc. im Werth von 4—6 Millionen in Ladung; die Ursache des Brandes ist unbekannt. Die Mannschaft rettete sich. Obligations-Verloosung. 2134 Bei der am Heutigen statigefundenen Verloosung det Altensfädter Partial⸗Obligationen find die folgenden Nr. zur Rückzahlung auf den 31. Dezember d. J. ge⸗ zogen worden: Nr. 82, 4 905 jede über 200 fl.= 600 fl. „ 90, Den Inhabern dieser Obligationen wird solches hier⸗ durch mit dem Anfügen mitgetheilt, daß diese Kapitalien bis längstens zum Ende d. J. bei der hiesigen Ge⸗ meindekasse erhoben werden müssen, indem von da ab davon keine weiteren Zinsen mehr vergütet werden. Altenfladt den 26. Auquft 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Altenstadt. Kreuder. Obligations ⸗Verloosung. 2367 Den Inhabern der Nummern 47 und 50 der Obligationen der Gemeinde Ober Saulheim 3 100 fl. diene hiermit zur Nachricht, daß dieselden zur Rück⸗ zahlung ausgeloost worden sind und sie daher vom 1. Januar 1872 an nicht mehr verziast werden. Bis zum 15. Dezember l. J. kann deren Betrag bei unserm Wemeinde⸗Elnnehmer, von dort an aber bet dem Hand⸗ lungshause S. Lindheimer und Söhne zu Frank⸗ furt a. M. empfangen werden. Ober⸗Saulhelm den 22. September 1871. Großherzogliche Bürgermeisteret Ober⸗Saul heim. 2 Kö fler 1222 Sparkochherde p 4 2310 vorzüglichster Construktion mit Ausmauerung, à fl. 35. und fl. 42, per Stück. Ph. Dan. Kümmich. r lauer Vitriol! 2336 in schönster Qualität und zu billigstem Preis bei Wilh. Fertsch. Vergebung von Bauarbeiten. 2364 Ote bei Erbauung eines zweistöckigen Wobnhauses auf dem Großherzoglichen Braunkohlenbergwerk„Lud⸗ wigshoffnung“ bei Melbach vorkommenden Arbeiten und Baumaterialtenlieferungen, nämlich: kr. Maurerarbett, veranschlagt zu 1340 53 Steinhauetarbeit 972 12 Zimmerarbeit 1648 23 Dachdeckerarbeit 615 49 Schreinerarbeit 1164 57 Schlosserarbelt 413 9 Glaserarbeit 428 42 Weiß binderarbeit 1321 26 Spenglerarbeit 79 42 Materialten, als: Bruchfteine 284 Kublkmeter, Mauersand 120 N Kalk 42 05 Russensteine 87000 Stück sollen auf dem Soumisfionsweg in Accord gegeben werden. Pläne, Voranschläge und Bedingungen konnen in dem Büreau des Unterzeichneten in Bad-Nauheim vom 26. September bis zum 4. Oktober d. J., Vor⸗ mittags von 8 bis 12 Uhr, eingesehen werden. Die Soumissionen find verschlossen an Großberzogliches Bergamt Dorbheim mit der Aufschrift:„Soumission⸗ versehen bis zum 5. Oktober c., Vormittags 10 Uhr, einzusenden. Bergwerk Dorheim den 24. September 1871. OGroßherzogliches Bergamt Dorheim. Tecklenburg. Obstbaͤume, 2377 finden in einer hlesigen Bürgersfamilie bei fteund⸗ licher Aufnahme Logis und Kost. Näheres bei der Exp. Jaselochs⸗Versteigerung. 2383 Dienftag den 3. Oktober d. J., des Mittags 12 Uhr, soll in biesigem Rathbause ein der Gemeinde zustehender Faselochs, zum Schlachten geeignet, öffent⸗ lich versteigert werden. Dorheim den 26. September 1871. Großberzogliche 1 Dorheim. e u 6. Bekanntmachung. 2374 Die am 1. l. M. fällig gewesenen Holzgelder sind binnen 14 Tagen, von heute an zu dezahien, gegen⸗ falle das gerichtliche Verfahren eingelettet werden wird. Wickstadt den 22. September 1871. Gräfliche Forftkasse daselbft. 1500 Gulden 2371 werden im Ganzen oder getrennt von der Ge⸗ meinde Wisselsheim zu leihen gesucht. Anmeldungen müssen binnen 8 Tagen auf dem Lureau des Uuter⸗ zeichneten eingereicht sein. Wisselsbeim den 27. September 1871. eee eee Wissels heim. u* Patent-Mals-Mehl von Brown& Polson in Paisly, Schottland, Hoflieferarten Ihrer Majestät der Königin von England, von den ersten ärztlichen Autoritäten wegen seiner leichten Verdauung als vorzügliches Nahrungsmittel far Säug— linge, Kinder und Reconvalescenten empfohlen. Außer- dem seyr geeignet für jede Haus haltung und Hoötets, da man auf eine rasche und vortheilbafte Weise sehr schmackhafte Speisen zubereiten, sowie Delicatessen aller Art, als Puddings, Omelettes, Blane mange, Confeet, Biscuits ꝛc. davon ansertigen kann. Alleiniger Vertreter. Neubürger 1943 in Köln, Ursulagarten⸗Straße 12 Niederlage in Friedberg bei W. Bernbeck. —— — —̃ͤͤ—— 1 N Kirchweihfest zu Bad⸗Nauheim. 2384 Sonntag den 1. und Montag den 2. Oktober findet in meinem Saale Tanzmusik 1 statt, wozu freundlichst einladet D. Fri tz. Joologischer Garten in Frankfurt a. Nl. 2370 Sonntag den 1. Oktober von Morgens 7 bis 12 Uhr(zum letztenmale in diesem Jahre) ist der Eintrittspreis auf 6 Kreuzer per Person ermäßigt. Von 12 bis 2 Uhr bleibt der Garten geschlossen. Der Verwaltungsrath. Ausstellung von Zeichnungen aus den inländischen Handwerkerschulen und von Schülerzeichnungen aus den Großherzoglichen Gymnasien und Aealschulen. 2375 Die diesjährige öffentliche Ausstellung von Zeichnungen der Schüler aus inländischen Handwerkerschulen, welche mit dem Landesgewerbverein in Verbindung stehen, findet in Gießen statt. Großherzogliches Ministerium hat genehmigt und Großherzogliche Ober Studien ⸗Direktion hat veranlaßt, daß, hiermit in Verbindung, auch eine Ausstellung von Zeichnungen der Schüler aus sämmtlichen inländischen Gymnasien und Real- schulen abgehalten wird. Das gemeinsame Ausstellungslocal für diese Zeichnungen ist die stadtische Turn⸗ halle in Gießen. Die Ausstellung wird Sonntag den 1. Oktober eröffnet und dauert bis incl. Sonntag den 15. Oktober. Während dieser Zeit ist das Ausstellungslokal tag⸗ lich von Morgens 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr geöffnet.— Der Zutritt ist jedem Interessenten, ob Mitglied oder Nichtmitglied des Landesgewerdvereins, unentgelt⸗ lich gestattet. Wir beehren uns auf diese Ausstellung aufmerksam zu machen und zu recht zahlreichem Besuch derselben einzuladen. Darmstadt den 24. September 1871. Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Schleiermacher. Fink. r e e ee ee eee ee ee ee ee Dc e. D. D e C 2368 Der in der Provinzial⸗Hauptstadt Gießen erscheinende „Gießener Anzeiger“ 5 ist das einzige amtliche Organ für die Provinztal Direktion Oberbessen bezw. den Kreis Gießen. 7 Derselde erscheint täglich außer Montags und kossel vierteljährlich nur 1 fl.(excl. Postaufschlags.) 6 Durch die große Verbreitung des Blattes nicht allein iu den bessischen Landen, sondern auch in den benachbarten preußischen Provinzen eignet sich der Anzeiger ganz vorzüglich zu lohnenden Veröffentlichungen aller Art. 5 In dem politischen Theil bringt derselbe die wichligsten politischen Nachrichten in übersichtlicher 0 und gedrängter Kürze und widmet den localen Angelegenheiten der Stadt Gießen besondere Beachtung. Der Sonntags, Mittwochs⸗ und Freitags Nummer wird ein Extrablatt„Gießener Familien⸗ G 05 blätter“ beigegeben. Die Expedition. FFCEFPFFPFCCCCCCCCCCCCCCCCCWCWCCCCTTCDCCCVCVCVVVVCVVVCVCVCVCVCVVCVCVCVCVCVCVCVCVCVCVCVVCVVͤCVCVCVCVCVCVCVCVCVCVCVCVCVCVCVV Wohnung gesucht, 2381 welche als Arbeiterquartier benutzt werden kann und aus 2 bis 3 Zimmern nebst Küche, Holzstall und Kellerraum zu bestehen hat. Die Verwaltung der Friedberger Bergbaugesellschaft. 2339 Vor Beginn des 4. Quartals sehen wir uns veranlaßt zum Abonnement auf die 2 0 9 Main Zeitung die Bewohner Hessens ganz ergebenst einzuladen. Es dürfte keire Zeitung in allen Städten und Ortschaften Hessens so stark verbreitet und keine mit so reichlichen Nacheichten aus allen Theilen unseres Landes verseben sein, als die täglich erscheinende Main⸗Zeitung. Die Frische und Kraft der Leitartikel unseres Blattes ist bekannt, ebenso die echt deutsch⸗natianale und fortschrittliche Gesinnung der Main⸗Zettung. Für unsere fortdauernden Bemühungen durch Zuziehung neuer tüchtiger Kräfte und durch Anknüpfung neuer Verbindungen den Inhalt des Blattes nach allen Seiten bin reichhaltiger und gediegener zu machen, haben wir den Lohn unseres Strebens in einem auffallend starken Vachsthum unseres Blattes gefunden. Wir find dadurch auch in die Lage versetzt gewesen, den Raum unseres Blattes durch häufige Beilagen zu vergrößern, ohne den Preis des Abonnements zu erhöhen. Indem wic zum zahlreichen Abonnement auffordern, bemerken wir, daß jede Postanstalt ein solches gegen Erlegung von 1 fl. 42 kr. entgegennimmt. Daß Inserate in der Main⸗Zestung eines ganz besonderen Erfolges versichert find, braucht kaum hinzugefügt zu werden. Hochachtungssvollst Darmstadt im September 1871. Die Expedition der Main⸗Zeitung. o o& e Odo O ο eo Annonce. 2369 Bet der Unterzeichneten wird eine im Kleider⸗ machen gewandte Arbelterin angenommen, sowie Mädchen zur Lehre. Auch können unter vorthetlhaften Bedingungen im Nähen schon geübte Mädchen das Kleidermachen unentgeltlich erlernen bei Frau Julie Plitt, geb. Schut Kleid ermacherin in Gießen, wohnhaft im Stra ck'schen Hause, Neufadt. Schenkammen 2075 können stets Stelle erhalten durch Frau G. Schwabe, Bockgasse Nr. 6 in Frankfur a. M. 7 Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 26. September. Waizen 15 fl.— kr.; Kor! 9 fl.— tr.; Gerste 7fl. 20 kr. Hafer 5 fl. 15 kr. Frankfurt, 18. Sept.(200 Zollpfund.) Warzen 15½—15½; Kor 10½—10¾; Brauergerste 10— 10½; Hafer 7— 8; Rüböl(100 Zollpfd.) ohne Faß 26¾— 27; Branntwein(50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß—. Grünberg, 23. September. Waizen 15 fl. 20 kr. Korn 10 fl. 40 kr.; Gerste 7 fl. 5 kr.: Hafer 3 fl. 58 kr.; Molter 10 fl. 20 kr.; Erbsen 10. fl. 16 kr.; Wicken— fl. — kr.; Saamen 18 fl. 6 kr.; Kartoffeln 4 fl. 48 kr. Mainz, 22. Speiember. Waizen 15 fl. 27 fr.; Korn 10 fl. 5 kr. Gerste— fl.— kr.; Hafer 5 fl. 27 kr.; 2 5 fl.— kr.; Roggenstroh per 100 Gebund Versammlung des ratetane n weten zu Reichelsheim 2376 Sonntag den 1. October, Nachmittags 2 Uhr, im Gasthaus„Zur Lilie“, Tagesordnung: Berathung der Statuten.— Die Mitglieder, sowie die Freunde des Vereins werden hiermit freundlichst eingeladen. Der Veo r st an d. Casin o 2380 Generalversammsung und Vorstandswahl Samstag den 7. Oktober 1871, Abends 6 Uhr. Tagesordnung: Nechenschaftsablage und Voranschlag. a Der V 15 st an d. Curtman. fortwährend srische Bierhefe, per Schoppen 16 kr., für deren Güte garantirt wird. Bierbrauerel„Zum fteinernen Haus“ G Philippi. Zur gef. Beachtung. 2377 Durch die gegenwärtlgen Zeitverbältnisse gedrängt, ersuchen wir das geehrte Publikum böflichst unser seit⸗ heriges Honorar entsprechend erhöhen zu wollen. Im Vertrauen auf die Intelligenz des geschätzten Publikums find wir fest überzeugt, daß es die Berech⸗ tigung dieser bescheidenen— Demonstration erkennt. Die vereinigten Barbiere Friedbergs. Einen sehr guten Kochofen 2373 bat zu verkaufen Carl Hieronymus, Weißbindermeister. 2366 Ein akademisch gebildeter, sprachkundiger Lehrer sucht Hauslehrerstelle. * N* 2 Wein⸗Versteigerung. 2378 Donnerstag den 12. Oktober, Nachmit⸗ tags 3 Uhr, werden in Auftrag des Herrn W. F.“ Jäger und der Frau K. Birkenstock Wittwe, geb. Stein, von letzterer wegen Geschäftsaufgabe, nachver⸗ zeichnete, bestens gehaltene 5 Rhein- und Pfälzer⸗Weine, als: eirca /, ½,/ Stück 1869er, 2379 5„„ 1868er, e„„ r, 5„ 1866er, „ 1, ½, ½/ ½%„ 1808er, e„ 1862er, e„ 1889er, 77 175 7. 5 7 1858er, nl 185 7er, 771,. 5„ serner 2 Orbost, ½ und ½ Ohm 1868er Affenthaler Rothwein im Saale zur Harmonie, große Bocken⸗ straße Nr. 9, öffentlich an den Meißbietenden versteigert. J. Ruttmann, beeidigter Ausrufer. Proben werden Dienstag den 10. und Mitt⸗ woch den 11. Oktober, Vormittags von 10 bis 12 Uhr und Nachmittags von 3 bis 5 Uhr, in dem Kellet, Langflraße 25 und bet der Versteigerung verabreicht. Wilhelm Bernbeck, Colonial, Material⸗& Farbwaaren⸗Handlung in Friedberg 1487 nächst der Burg. Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren. Hausmädchen 2382 gesucht bis 1. oder 15. Oktober. Wo? sagt die Expedition d. Bl. „ * Geld Cours. Aa Frankfurt am 26. September 1871. Preußische Friedrichsd'or.... fl. 9 5859 Pistolen nnen Holländische fl. 10⸗»Stücke.„ 9 51—54 Ducaten j)) ĩ˙ Ducaten al maro.„ 5 35-37 20 ⸗Frankenstücke„ 9 14½—15½ Englische Sovereigns. ahh 11 4042 Russische Imperiales„ 9 35—37 Dollars in Gold ne Israelitischer Gottesdienst in Friedberg. Beg ei en Laubhüttenfest, Freitag Abend 59% Uhr. 5 Samstag Morgen 8 Uhr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. „