en , eu kehr⸗ . neider, 4 * Samstag den 28. Januar. 1871.* 12. 4 4 1 1 J. 3 berhessischer Anzeiger. Friedberger Intelligenzblatt. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 2 x — Für Februar und März kann man bei der Post mit 32 kr. abonniren. Bei der Verlags-Expedition werden nur halbjährige Abonnements(resp. für 5 Monate) angenommen. So weit der Vorrath reicht, werden die Rummern vom Monat Januar gratis nachgeliefert. Nr. 1. Nr. 602. Allerhöchfter Erlaß derselben mit demjenigen det Oberpost⸗Direktion in Vom 1. Januar 1871.— Nr. 604. Consulernennung. Nr. 2. Nr. 605. Allerböchster Erlaß vom Sterling vom 6, Januar 1871. Betreffend: Den Ausbruch der Blatternkrankheit. an Großherzogliche beachtung der zu ihrer Verhütung bestehenden Anordnungen. lassen, ihre Befolgung auf das Sorgfältigste Art. 349. Wer die von der Polizeiverwaltungeb Einbruch ansteckender Krankheiten unier Menschen angeordneten Sperr⸗ und Scche⸗ wird mit einet Geldbuße von 3 bis 20 fl. oder Gesängniß cungsanstalten verletzt, dis zu 8 Tagen bestrast. Art. 350. Wer die beim wirklichen Ausbruche unter Menschen von der Verbreitung det Krankheit augeordneten Sperr- und mit einer Geldbuße von 8 bis 30 fl. oder Gesängniß Ar!. 351. Wenn bei cinem Menschen die trase von 1 bis 10 fl., verpflichtet, Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen vom 28. Dezember 1870, betreffend die Aufhebung der Oberpost⸗ Direktion in Köln.— Nr. 603. Polizeiverwallung zur Abwendung der Gefahren und gegen Stcherungsanstalten verletzt, wird von 3 bis 14 Tagen bestraft. Menschen⸗Blauternkraukheit zum Ausbruch kommt, so ist derjenige, welchem dessen Pflege obliegt oder, wenn ein soscher 15 icht vorhanden, det Hausbesitzer oder dessen Siellvertteter, bei Vermeidung einer davon der Polizeiverwaltungsbehörde oder Amtlicher Theil. Bundes publizirt worden. Aachen und Vereinigung des Geschäftskreises Bekanntmachung, betr. die Ausgabe verzinslicher Schatzanweisungen im Betrage von 10 Millionen Thaler. 10. Januar 1871, betreffend die Aus gabe verzinslicher Schatzanweisungen im Betrage von 1,971,600 Thler. a Nr. 3. Nr. 606. Bekanntmachung, betreffend die Ausgabe fünspeozenliger Schatzanweisungen im ferneren Betrag von 51,000,000 Thaler oder 7,500,000 Livers Friedberg am 26. Januar 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Polizeiverwaltung in Bad⸗Nauheim, den Großherzoglichen Polizeicommissär zu Wickstadt und die Großherzoglichen Bürgermeistereien. In verschiedenen Gemeinden des Kreises sind personen an Blattern erkrankt und liegt deren Weiter verbreitung offenbar en Nicht⸗ und zur Nachachtung von uns(oder der Localpolizeibehörde in dringenden Fällen) getroffenen Wir beauftragen Sie daher die nachstehenden Bestimmungen des Polizeistraf-Gesetzes in Ihren Gemeinden veröffentlichen zu zu überwachen und jede Zuwiderhandlung sofort zur Anzeige zu bringen. ehörde gegen den drohenden Trapp. einem inländischen zur Praxis ermächtigten Arzte die Anzeige zu machen, sobalb er von der ansteckenden und gefährlichen Natur der Krankheit Kenntniß erhält. Art. 352. Wer die von der Polizeiverwaltungsdehörde wegen Vernichtung oder Reinigung von Kleibungen, Leinenzeug, Beitwerk oder anderen Geräthschaften, welche von Personen gebraucht worden sind, die an einer ansteckenden Krankheit darntedergelegen, ertheilten Vorschristen nicht vesolgt, wird mit einer Geldbuße von 3 bis 20 fl. oder Gefängniß bis zu 8 Tagen destraftz außerdem werden jene Gegen⸗ stände confiscirt. Art. 354. Eltern, Pflegeltern oder Vormünder, welche der Aufforderung der Sanitätspolizeibebörde, ihre Kinder oder Pflegkinder impfen zu lassen, nicht entsprechen, verfallen in eine Geldbuße von 1 bis 10 fl.; bei erschwerenden Umständen kaun auf Gefängniß dis zu 8 Tagen erkannt werden. einer ansteckenden Krankheit Bekanntmachung. Dle Feldstrafen von der 6. Pertode 1870 können an den bestimmten Zabltagen Dienftag und Donnerffag, Uhr, an das unte. zeichnete Rentamt dezahlt wetten. Februar, Vormittags von 8 bis 10 Uhr, bei Herrn Morgens von 8 bis 12 und Mi'tags von 2 dis Als desonderen Erbebungstag für den Landgerichtsbezirk Butzbach destimmen wir Mittwoch den Gaflwirtb ZJoutz zu Butzbach. Wir er sucden die Groß berzoglichen Bürgermeiftercien dieses im Interesse ihrer Orts angehörigen mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen, daß nach dem 5. Februar die Mahnung erfolgt. Friedberg den 22. Januar 1871. Großberzogliches Rentamt Frlebberg in de ck. 1 Kriegs nachrichten. Officielle militärische Nachrichten. Versailles, 24. Jan. In dem Ausfall ⸗ gefechte vom 19. d. vor Paris betrug der Verlust auf deutscher Seite an Todten, Verwundeten und Bermißten 39 Osstiztere und 616 Mann. Der Berlust des Feindes wird auf 6000 Mann geschätzt, da allein über 1000 vor der diesseitigen Front liegen gebliebene Todte des Feindes constatirt worden sind. Gegen die Nordfront von Paris ind neue Batterien auf nähere Distanzen in Thaͤtigkeit getreten. Abtheilungen der Südarmee haben südlich von Vesan gon im Rücken der Bourbaki'schen Armee een Doubs überschritten und 33 Eisenbahnwagen, um Theil mit Proviant beladen, im Bahnhoft don St. Vit genommen. v. Podbielsky. Granville, 25. Jan., 3 Uhr 25 Min. Longwy seit 8 Tagen beschossen, hat soeben capitulirt. 4000 Gefangene, 200 Geschütze genommen. Ich besetze heute Nittag die Festung. v. Krenski. Verfalls, 26. Jan. Offleielle Pariser Herichte geben die Stärke der französischen Corps, wilche am 19. gegen das 5. Corps aussselen, auf über 100,000 Mann an. Der Verlust der ersten erstattet sind, Frankreich bestimmt seine eigene Armee betrug in der Schlacht bei St. Quentin am 9 Regierungsform. Diese Bedingungen werden 19. Jan. au Todten und Verwundeten 94 Offiziere. 10h Wing 3000 Mann.. Pod bieteg“ von französischer Seite für allzu bart gehalten. ö — Ein anderweitiges Telegramm aus Ver- sailles vom 25. Januar besagt:„Jules Favrt f 1 erbat einen Geleitsschein für Picard und Dorian 4 1 * 5 0 0 8— Dee damit dieselben sich nach Versallles begeben könnten d.: e mi 0* 5 0 ö und an den dortigen Berathungen Theil nähmen.“ lations-Vorschlägen eingetroffen. Derselbe— Nach einem weiteren Telegramm der„Dailh verlangt Abzug der Garnison mit kriegetischen News“ aus Versailles vom 25. Januar hat sich Ehren. Trochu ist krank Favre hat den Jules Favre inzwischen nach Paris zurückbegeben. 5 g 1 Das Bombardement danert fort. Grafen Bismarck gesprochen. General Vinoy a— g 2 Versailles, 22. Jan. Das Bombardement commandirt an Stelle Trochu 8. Die For„, St. Deuis erzielt gute Resultate. Das derung der Franzosen ist unzulässig; die Feuer des Feindes war beute Überall sehr matt. Feststellung der Bedingungen erfordert Zeit. In St. Denis wie in Paris bemerkt man der Ferner kommt über London folgendes Telegramm aus Versailles vom 24. d.: Graf Bismarck hat folgende Bedingungen gestellt: Die preußischen Truppen besetzen die Jorts. Die französischen Linientruppen und Mobilgarden gehen gefangen nach Deutsch— land. Die unentwaffneten Nationalgarden besetzen Paris. Deutschland erhält den Elsaß und Lothringen. Die Deutschen be— setzen die Champagne, bis die Kriegskosten schiedene Feuersbrünste. Aus Versailles vom 23. Januar wird gemeldet:„Eine Batterie wurde 800 Schritte von Fort Issy errichtet. Vier Batterien wurden gegenüber Mont Valerien auf den Höhen von Bougival, Vautresson und der Bergerie gebaut.“ General v. Tresckow meldet aus Bourogne, daß die Franzosen in Montbeliard deutsche Leichen mit abgeschnittenen Nasen und Ohren zurückgelassen und vertrags- widrig aus Handfeuerwaffen mit Sprenggeschossen und Schrot geschossen . ——— 1 — — — — haben. Eine Commission ist zur Untersuchung eingesetzt. — In der Beantwortung des vom General Trochu an den deueschen Generalstabschef gerich · teten Schreibens, in welchem über die Beschießung von Lazarethen u. s. w. in Paris Klage geführt wird, foll von General v. Moltke darauf hin⸗ gewiesen worden sein, wie die deutsche Kriegs- führung sich überhaupt seit Beginn des Kampfes im August 9. J. durch eine besondere Humanität ausgezeichnet habe; wie diese Humanität keinerlei Einschränlungen erfahren, selbst als man von französischer Seite sich bemüssigt gefunden, oft das Kreuz der Genfer Convention nicht zu respektiren und dem ganzen Kriege den Charakter eines in alle Schichten Tod und Verderben tragenven VBolkskrieges aufzuprägen. Deßhalb sei auch zu. nächst jeder Argwohn zurückzuweisen, als seien die Hospize und Lazarethe vorzugsweise Zielpunkte unserer Belagerungs-⸗ Artillerie. Wir wären indeß nicht immer in der Lage, das Einschlagen und die Endziele der in die Stadt geschleuderten Ge: schosse genau beobachten zu können, sobald aber die atmosphärischen Zustände gestatten würden. uns ein deutlicheres, vom Nebel und trüber Luft nicht behindertes Bild von der Tragweite und den Einschlagspunkten unserer Granaten zu bilden, so solle nichte unversucht gelassen werden, eine Wiederholung der Gefährdung solcher Anstalten für Kranke und Verwundete nach Kräften zu verhindern. Aus Sdres wird über den am 19. d- von den Belagerten unternommenen Ausfall be- richtet: Am 19. d. starker Ausfall der Franzosen aus dem Fort Valerien gegen die Slellungen des 5. Armeecorps auf der Linie St. Cloud⸗Bougival. Die Angaben über die Stärke der gegen Tages- anbruch ausgebrochenen Massen vartiren zwischen 28 und 50 Bataillonen. Es mögen die als Reserven aufgestellten Mobilgarden mitgezählt sein. Der Kampf war ungemein hartnäckig. Die Fran- josen rückten mit anerkennenswerther Bravour gegen den Nordrand des Waldes und Parkes von St. Cloud vor und setzten sich in den Besitz der Montretout⸗Schanze, aus welcher sie erst Abends 9 Uhr wieder vertrieben wurden. Das Klein- gewehr⸗ und Mitrailleusenfeuer war äußerst heftig und währte fast 12 Stunden. Dazu feuerte der Mont Valerien mit seinen schwersten Geschützen, während die Batterien am Point du jour Sepres mit Granaten bewarfen. Abends kamen noch bayerische Truppen ins Gefecht, das zu den hef⸗ tigsten gezählt wird, welche das 5. Corps bis jetzt zu bestehen hatte. Von der 21. Division waren nur 2 Bataillone des 88. Regiments daran betheiligt. Um 11 Uhr Nachts befanden die Vorposten sich wieder in den alten Stellungen. Die Franzosen blieben die Nacht über am Süd abhange des Mont Valerien und wir erwarteten heute früh die Fortsetzung des Kampfes, die jedoch nicht erfolgte. Unsere Verluste sind, der Hart- näckigkeit des Gefechtes in coupirtem Terrain entsprechend, bedeutend. Ich erinnere mich nicht, außer Wörth ein so heftiges Feuer gehört zu haben. — Ein anderer Bericht aus Versailles sagt: Gegen 8 Uhr Morgens kam der Feind auf der ganzen Süd- und Südwestlinie mit einer kolossalen Streitkraft von gegen 100,000 Mann heraus. Der Kampf begann bei Sevres, zog sich nach Meudon, Garches, St. Cloud, Vaucresson Malmaison, Bougival 1h. Der Feind entwickelte aus seinen Batterien und Mitrailleusen, denen sich der Chassepot zugesellte, ein so hefliges und starkes Feuer, wie man es nicht in den Schlachten von Wörth und Sedan gehört hat. Unsere Be⸗ lagerungsbatterien erwiderten auf das Lebhafteste, während unsere Feldbatterien des coupirten und waldigen Terrains halber nur mit Schwierigkeit auffahren konnten. Das Schlachtfeld dehnte sich in Folge der großen Entwickelung des Feindes immer mehr aus, so daß es fast zwei deutsche Meilen umfaßte. Unsere Batterien feuerten von Louviciennes und St. Germain aus auf die vor⸗ geschobenen Batterien des Mont Valerien mit großer Präcision; die zwischen Lacelle und Bou⸗ goal aufgestellten Batterien feuerten auf die von Rueil debbuchirenden feindlichen Regimenter. Immer von Neuem wurde der Feind trotz seiner dreifachen Uebermacht zurückgeworfen; die von unseren Truppen in den verflossenen drei Monaten ausgeführten Verschanzungen und Verhaue bildeten für den Feind unübersteigliche Hinder nisse. Die Schlacht, denn als solche muß die gestrige Affaire bezeichnet werden, währte von Morgens 8 Uhr bis Abends 6 Uhr, wo mit der eintretenden Nacht das Feuer theilweise verstummte. — Die preußischen Batterien gegen St. Denis sind folgendermaßen aufgestellt: Die erste, 6 24 pfünder steht bei St. Gratien, rechts von der Eisenbahn nach Rouen und feuert gegen Fort Briehe; die zweite, auch mit 24 pfündern armirt, ist in la Barbe ganz nahe bei Mont morency; die dritte steht bei la Chevrette, beinahe Montmorency gegenüber. Die vierte steht in der Nähe von Pierresitte. Auf der Höhe hinter Stains finden sich vier Mörserbatterien. Zwischen Garches und Dugny ist die 9. Batterie und nahe bei le Bourget die zehnte. Die Franzosen hatten offenbar nicht die geringste Ahnung von der Er⸗ richtung dieser Bakterien, als sie von ihnen be⸗ schossen wurden. — Der„Staatsanzeiger“ schreibt: Auf der Strecke, auf welcher zwischen Nanzig und Toul durch die Sprengung der Moselbrücke eine Unterbrechung rer Schienenverbindung herbeige⸗ führt worden ist, sind von der Postverwaltung unter Heranziehung der in den Postdepots zu Metz, Nanzig und Chateau Thierry in Re serve gehaltenen Pferde und Wagen unverzüglich Schnell, Güter- und Kariolposten eingerichtet worden, so daß die regelmäßige Feldpostbeförderung von und nach den Armeen, sowie der Courierdienst zwischen Berlin und Versailles gesichert ist, wenngleich wegen der Umladungen u. s. w. cine Verringerung in der bisherigen Schnelligeit unvermeidlich ist. Aus Baden. Die„Karlst. Ztg.“ erklärt sich das Fehlen aller offiziellen Nachrichten von der deutschen Südarmee aus dem möglichen Mangel einer telegraphischen Verbindung zwischen Ver ⸗ sailles und Dijon. Wahrscheinlich werden dieser Tage in der Gegend von Döle und Besangon seht ernste Kämpfe stattfinden. General v. Man teuffel ist auf einer Umgehung des Generals Bourbaki begriffen. Alle deutschen Armeen im Südosten wie im Westen und im Norden Frank- reichs setzen ihre Operationen kräftig fort.— Die Franzosen haben die bei der Räumung Dijons zurückgebliebenen deutschen Verwundeten und Kranken bei der Wiederannäherung unserer Truppen aus Dijon weg und nach Lyon verbringen lassen. Es ist dies die schon mehrmals von ihnen prac⸗ ticirte Art, wobei sie dann auf solche Weise in ihre Hände gefallene Verwundtte für Gefangene gelten lassen, während sie anderwärts ihre eigenen Verwundeten auf's Unverzeiblichste ohne ärztliche Hülfe zurücklassen, wie es jetzt wiederum bei dem, wie es scheint, sehr eiligen Rückzug Bourbaki's geschehen ist. Aus Baden. Südlich von Besangon dürften noch Kämpfe bevorstehen, da es offen⸗ bar auf eine Umgehung Bourbaki's abgesehen ist, der auch dem vorerst noch in Dijon fest⸗ gehaltenen Garibaldi keine Hülfe bringen kann. Dijon selbst ist durch die Besetzung Döles für die Franzosen unhaltbar geworden. Wir haben auch sonstige Anzeichen, daß die Umgehung Bourbaki's bereits als gelungen zu betrachten ist.— In unserm Oberlande, das durch den heldenmüthigen Widerstand des Corps Werder vor Belfort von einer leicht begreiflichen großen Besorgniß befreit worden ist, denkt man daran, der Dankbarkeit gegen dessen ebenso umsichtigen wie tapferen Führer, den General v. Werder, einen würdigen Ausdruck zu geben, und sind dazu, wie man vernimmt, in Freiburg bereits Schritte geschehen. — Die Nachrichten über die Kämpfe bei Dijon, obwohl sie immer noch ausschließlich aus französischer Quelle stammen, scheinen zu beweisen, daß Garibaldi sich am 21, 22. und 23. nördlich der Stadt gegen das 2. Armee⸗ corps zu behaupten wußte. Der Kampf muß sehr hartnäckig gewesen sein. Man erwartet deßhalb mit Ungeduld die Nachrichten von deutscher Seite. Augsburg. Die„Allg. Ztg.“ enthält fol ⸗ gendes Telegramm:„Bern, 24. Jan. Glahy und Roches(bei Blamont) wurden heute von den Preußen gestürmt und genommen, die Franzosen auf Villars zurückgeworfen.“ Basel. Trotz Bourbaki's Rückzug von Belfort kann man die Absicht, die Festung zu enisetzen, noch nicht als aufgegeben betrachten. Im Gegentheil sollen neue Anstrengungen zu diesem Zwecke gemacht werden. So verlautet aus einer gut unterrichteten Quelle, daß von Lyon her 50,000 Mann bereits auf dem Marsche sind, um die Operationen Bourbaki's zu unterstützen. Auch von Pruntrut her wird diese Meinung durch eine Depesche verstärkt, welche meldet, daß man dort an der Grenze eine größere Action erwarte. Bern, 2. Jan. Der„Bund“ bringt fol⸗ gendes Telegramm aus Pruntrut vom beutigen Tage:„Ein französisches Corps unter General Bressolles steht in der Nähe der Grenze. Das Hauptquartier desselben ist in Pierre Fontaine. In Blamont gehen drei französische Batterien“ Genf, 24. Jan. Nach Privatnachrichten aus Lyon ist es am 22. und 23. Januar zu heftigen Kämpfen zwischen Garibaldianern und dem Feinde gekommen. Zu einer Entscheidung sollen dieselben nicht geführt haben. Nach den letzten Berichten haben sick die Garibaldianer in der Stadt(Dijon 2) behauptet.. Hessen. Darmstadt. Ueber die Verluste des Großherzoglichen 2. Infanterie-Regiments in dem Gefecht bei Briare am 14. Jan. veröffentlicht die„Darmst. Ztg.“ weiter folgende Liste: 3. Compagnie. Musk. Jesaias Binge, Rendel, l. v., Schuß i. d. l. Seite; liegt in Ouzouer sur Loire. Musk. Theodor Faatz, Schotten, l. v., Schuß i. d. l. Oberbein; liegt in Briaxe. Musk. Joh. Ph. Klossert, Mühlheim, deim Patrouillen⸗ gang nach Dozouer bei Ousson schw. v., konnie derselbe nicht mitgenommen werden. Musk. Heinrich Carl Leuck, Wallenhausen, vermißt. ö 4. Compagnie. Musk. Sebast. Blöser, Hartmannsgain, l. v., Schuß in den Fuß; liegt in Ouzouer. 5. Compagnte. Lieutenant August Weimar, Nidda, schw. v., Schuß d. d. r. Oberschenkel; liegt in Orleans. Musk. Louie Seibert, Hungen, l. v., Streisschuß am Hals; liegt in Ouzoner. 6. Compagnie. Musk. Georg Weber, Lauterbach, vermißt. 7. Compagnie. Corporal Johann Bapiist Krantz, Bingen, vermißt. Musk. Heinrich Wahl, Angersvach, vermißt. Muok. Heinrich Jordan, Storndorf, vermißt. Musk. (in Gien krank zurückgeblieben). 8. Compagnie. beide Beine; liegt in Briare. Musk. Johs. Hubeler, Londorf, schw. v., Schuß d. d. l. Hand; liegt in Orleans. d. d. r. Vorderarm; liegt in Orleans. Musk. Georg Lotz, Burgbracht, schw. v, Schuß d. d. l. Oberschenkel; liegt in Orleans. Muek Jacob Adolph, Un terschwarz, l. v., Prellschuß a. I. Bein; liegt in Orleans. Musk. Carl Faatz, Butzbach, todt, Schuß d, d. Brust. Musk. Ludwig Hofmann, Schotten, todt, Schuß i. d. Unterleib.. Musk. Heinrich Weil. Rockenberg, todt, Schuß d. d. Kopf. Mainz. Zwei französische Offiziere ersuchten dieser Tage die Militärbehörde um Rücknahme ihres gegebenen Ehrenwortes. Als Grund gaben Beide an, sie könnten mit einem Gehalt von 12 daher ihres Ehrenwortes entbunden sein. fangenen in der Citadelle. 1 Preußen. Berlin. Die Ansprache, welche der König am 18. d. gelegentlich der Kaiserpro⸗ clamirunz im Schlosse von Versailles an die ver? sammelten Fürsten hielt, lautet folgendermaßen; „In Gemeinschaft mit der Gesammtheit der sich der vom König von Bayern an mich ge⸗ Johann Martin Salzmann, Laubach, vermißt, Corporal Carl Spiiß, Leusel, schw. v., Schuß durch Musk. Friedrich Feuerbach, Holzhausen, schw. v., Schuß Thalern per Monat nicht auskommen und wollten Die zwei Offiziere sitzen nun mit den übrigen Ge⸗ 1 deutschen Fürsten und freien Städte haben Sie richteten Aufforderung angeschlossen, mit der Wieder- I 10 ä n r — sche im g burt cut.* denen *** un N wertüge— berstellung des deutschen Reiches die deutsche Kaiserwürde für mich und meine Gas beler zu zu übernedmen. Ich habe ihnen bereits schrist⸗ lic meinen Dank für das kundgegebene Vertrauen und den Entschluß ausgesprochen, Ihrer Auf- forderung Folge zu leisten. Diesen Entschluß babe ich gefaßt in der Hoffaung, daß es mir ge— lingen werde, die mit der Kaiserwürde verbundenen Yflichten zum Segen Deutschlands zu erfüllen. Dem deutschen Volke gebe ich meinen Entschluß durch eine beute von mir erlassene Proclamation kund, zu deren Verlesung ich meinen Kanzler auffordere.“ — Die„Provinzial Correspondenz“ meldet: Unsere Operationen in Nordfrankreich werden demnächst im Zusammenbhang mit den Bewegungen des rechten Flügels unserer zweiten Armee(unter dem Großberzog von Mecklenburg) noch eine größere Ausdehnung und Bedeutung gewinnen. — Dasselbe Blatt schreibt: Nachdem auch die baperische Landesvertretung den Vertrag wegen r Strg des Zutritts Baverns zum deutschen Bunde ge⸗ ter. das nehmig: hat und da mithin der erste deutsche t dentum Reichstag unter Betheiligung aller deutschen denterin Staaten zu berufen sein wird, so ist es unerläß— ane lich, den Termin für die Berufung des Reichs⸗ Jute. tages und zunäachst den Wahltermin so festzusetzen, N n nankunz Las ken derer in —— 2 die Berlust—5 daß auch in Bapern die Vorbereitungen in Ge— mäßheit des Wahlgesetzes ordnungsmäßig statt⸗ finden können. Demzufolge ist als Wahltermin der 3. März, als Termin für die Berufung des Reichstages der 9. März in Aussicht genommen. Der Bundesrath wird voraussichtlich zum 20. Fe- druar berufen werden. nta u. Oesterreich. Wien. Die„Presse“ schreibt: eule„Seit geraumer Zeit erfolgt der Eingang der ät: Steuern so reichlich, daß der cisleithanische Finanzmirister nach der Auszahlung des Januar ⸗ % csdoupons noch über baare Cassenbestände bis zu 260 11 300 Millionen verfügen soll.“ Frankreich. Bordeauz, 24. Jan. Aue i Lenr-un. pon wird der Regierung gemeldet, daß die Eisen⸗ r d L. bahnlinte Lyon-Besangon-Byans in der Rähe von 8 Quinzey durch feindliche plänkler unterbrochen i worder ist. Ans Paris liegen keine Nachrichten vor. , Een Ueber Faidherbe ist man sehr ungehalten, da der⸗ selbe nach stinem ersten Siege auf Arras, nach seinem zweiten auf Lille zurückging und man fürchte, sein dritter 885 möchte ihn nach Belgien a bringen. Ueber das Bombardement von Paris NN zeigt sch die Bevölkerung um so entrüsteter, als beinahe jede Familie Anverwandte in der Haupt- 7 8 stadt zählt Augenblicklich passiren sehr viele Trupper durch Bordeaux; die pferde sind sehr „ dent A abgemagert und viele Soldaten fußkrank. Man K hat jetzt die Kirchen zur Eisquartierung benützt, —— was die Geistlichkeit in Aufregung brachte. * e 24. Januar.(Officiell.) Eine Depesche aus Dijon vom 23. Januar, Abende 4 Uhr, eh e neldet:„Dijon wird seit 1 ubr Nachmittage sehr heftig von einer starken preußischen Colonnt „ e aus Nordwesten angegriffen. Jedermann ist auf eta seinem Posten. 5 Uhr 16 Min.: Der Feind hat * 0 das 1500 Meter entfernte Poullly und Chateau St. Apolinaire besetzt. Man sagt, Ricciotti sei umzingelt. 6 Uhr 15 Min.: Der Feind zieht — 1 sich geschlagen zurück. Ricciotti hat die Fahne des 61. Linien Regiments genommen.“(Noch —„% immer fehlen über die Vorgänge un Dijon allt W Nachrichten von deutscher Seite.) t gn f— Die Regierung verbreitet folgende Nach- t cn 45 zichten: In Folge der Weigerung des Grafen eee Bie marc, einen Geleitschein an Juses Favre, als Seit 1. Vertrcter Frankreichs auf der Londoner Conferenz, 1 ves zu ertheilen, hat die Regierung beschlossen, allt f 0 1 Beschlüsse der Conferenz, welche an den gegen⸗ 1 wärtig bestebenden Verträgen irgend welch“ Aende- ngen rung herbeiführen, als nicht vorbanden zu betrachten. Dare, 24. Jau. Der Feind hat Orbet 105 200 wieder geräumt, nachdem er der Stadt eint 5 n Contribution don 40,000 Francs auferlegt hatte. nn Der Maite und drei Municipalräthe wurden Aehe gefangen fortgeführt. Den Vormarsch auf Lisseur 0. 1 daben dit Preußen eingestellt. Die Bewegung , var nur besttmmt, den Vormarsch von stärkeren 4.„ eeinklichen Truppenmassen auf Rouen zu decken. 1 1 69„ theilung, d 20,000 M 1 Mr Beben Fehn Lille, 22. Jan. Preußen sind in Soleemes, Bendegies, Catean und Masnieres erschienen. Cambrai soll bembarditt werden. Die französische Nordarmte wird Cantonnemente in Douai, Lille und Arras beziehen. Nach Lille ist eine Division bestimmt. Faidberbe erklärt in feinem neuesten Tagtabefehl, die Preußen hätten nicht einen ein- zigen Mann auf dem Schlachtfelde von St. Quentin zum Gesangenen gemacht. — 23. Jan. Von dem Bahnhose von Arras wurde sämmtliches Eisenbahnmaterial nordwärts weggeschafft, nachdem aus Boileux das Anrücken des Feindes gemeldet werden war. 24. Jan. Preußische Colonnen von 6000 Mann sind von Cambrai nach Vis en Artois und Roenx(beide Ortschasten im Arrond. Arras) abmarschirt.— Gambelta ist gestern Abende 10 Uhr nach Calais abgereist, wo das Schiff„Hirondelle“ bereit liegt, ibn nach Cberbourg zu bringen. — Aus Ablon vom 22. d. wird der„Indep.“ telegraphirt, daß Longwy in Folge des Bombar⸗ demente in Brand gerathen sei. Am 21. und die ganzt folgende Nacht brannte es in der Stadt; das Centrum derselben hat stark gelitten. — Aus Blondain, 24. Jan., wird tele⸗ graphirt:„Die 15,000 Preußen, welche Cambrai umzingelten, sind abgezogen. Man signalisirt ihre Anwesenhest bei Rocux, welches in der Umgegend von Arras liegt. Die Faidherbe'sche Armee wird schnell reorganisirt.“ — Nachrichten von Angers vom 20. d. melden, daß die Ulanen die Gegend der Flecht und Chateau-Gonthier(zwischen Angers und Laval) geraumt haben und sich auf de Mans zurückzogen. Man meldet, daß die Preußen Tours wieder ge⸗ räumt haben. Belgien Brüssel. Zwei Bataillone det diesigen Garnison, Grenadiere, Carabiniere und Artillerie, find an dit Grenze beordert.„Etoile delge“ zufolge sind die Umgebungen von Lille, Douai und Arras unter Wasser gesetzt worden. Aus Arlon wird vom 24. d. geweldet, daß Longwy durch die Beschießung großen Schaden gelitten dat. Die Kirche, das Stadthaus und mehrere Häuser sind stark beschädigt. Heute hat das Bombardement nachgelassen. Bei Roeux, im Arronbissement Arras, waren prrußische Plänkler erschienen. — Herisson, der Adjutant Trochu's, welcher in das deutsche Hauptquartier mit dem Ansuchen eines 48 stündigen Waffenstillstandes gesandt wurde, soll, wie verlautet, auch den Auftrag gehabt baben, sich über die Stimmung zu informiren, welcher Vorschlage wegen Räumung der Haupt- fladt Seitens der Besatzungstruppen im feindlichen Hauptquartier begegnen würden. — Die„Independance“ bestätigt, daß die Beschießung von Cambrai am 23. Jan. Nach- mittags 2 Uhr begonnen hat. Daffelbe Blatt meldet bezüglich des Rücktrittes Trochu's, daß daran gedacht werde, daß La Ronciere das Com- mando der gegen den Feind zu verwendenden Truppen übernehme, dagegen Trochu Gouverneur von Paris bleibe. — Die„Gazette de France“ bezeichnet den von dem Präfecten der Haute Garonne, Duportal, auf den 21. d. nach Toulouse einberufenen Con- greß der Rothen als eine öffentliche Gefahr.— Briese aus Lille schildern die dort berrschende allgemeine Trauer. Von 1400 Liller Mobilgar⸗ disten sind nur 400 heimgekehrt.— Man erwartet neue Kämpfe und die Wiederaufnahme der Be⸗ lagerung durch die deutschen Truppen, deren An- kunft in der Gegend von Douai signalisirt ist. Großbritannien. London. Aus Lille wird gemeldet:„In der Schlacht bet St. Quentin waren französischerseits 4 Divistonen im Gefecht. Movilisirte Nationalgarden weigerten sich, zu mar- schiren und warfen die Waffen weg. Das Kriegs- mattrial wird von Arras hierhergebracht. Im ganzen Norden herrscht äußerste Entmuthigung.“ —„Times“ knüpft an die Behauptung, daß Oraf Bismarck die vollständige Annahme der deutschen Friedensbedingungen Seitens der Kalserin Eugenie unter der Zustimmung des Kaisers Napolton besitze, Ralsonnemente, welche den Be⸗ denken gegen eine Unterstützung der Wiederein⸗ führung des Kaiserreichs durch Deutschland Aus- druck geben. Anderweitige Nachrichten als die der„Times“ liegen bierüber nicht vor.— Die Conferenz hat sich bis zum 31. Jan. vertagt. — Aus Havre wird gemeldet, daß sich deutsche Truppen bei Caen, westlich von Honfleur, zwei Meilen von der Küste, in bedeutender Masse contentriren. Man vermuthet, daß ein Unter⸗ nehmen gegen Cherbourg beabsichtigt wird.— Mehrere Prinzen von Orleans, namentlich der Prinz v. Joinville und der Herzog v. Chartres, welche seit zwei Monaten in framzösischen Heeren gedient haben, sind bierber zurückgekehrt.— In Paris sind, da die Meblvorräthe auf die Neige geben, die von den Bauern zur Aussaat bisher zurückgehaltenen Vorräthe in Anspruch genommer— — Sicherem Vernehmen nach machte Jules Favrt an Oto Russell in Versaihes die Mit- theilung, daß er Paris nicht verlassen werde. Italien. Florenz, 25. Januar. Die Deputirtenkammer setzte die Berathung über die Garantievertröäge mit dem Papste fort. Der Senat nahm die beiden ersten Artikel des Ge— setzes über die Verlegung der Hauptstadt mit großer Majorität nach der Regierungs vorlage an und verwarf den von der Commission gestellten Abänderungsantrag. Frankfurt. Die in den letzten acht Tagen nach Frankreich per Eisendahn verbrachten Reserven und Gr⸗ satztruppen werden der Zahl nach auf über 30,000 Mann geschätzt. Vorgestern passirten allein 7 Züge aus dem Norden uusere Bahnböfe. Ebenso bedeutend und unauf⸗ hörlich geen die Munitionszüge nach Frankreich hier durch.— Hiesige Blätter melden: Von einem durch⸗ passirenden Offizier haben wir die nachflehende ausopferungs⸗ volle Heldenthal eines preußischen Landwehrmannes ver⸗ nommen. Zur Bewachung einer Eisenbahnbrücke hinter Nancy waren Landwehrleute concentrirt; dieseiden wurden aber von einer übermächtigen Zahl Franctiteurs überfallen und niedergemetzelt. Auch unser Held erhielt mehrere Stich, und Schußwunden. Derselde hatte jedoch noch so viel Geistesgegenwart und Aufopferungs gefühl, daß er mit Aufwand aller Kräfte, die ibm noch geblieben, dem beranbrausenden Zug etwa 1000 Schritte enigegenlüf und denselben zum Sieben brachte, sonst wäre derselde unfehl⸗ bat in die bochgeschwollene Mosel gefallen, da die Franc⸗ tireurs die Brücke vorher gesprengt bauen. Wir erzählen diese Heldenthat, wie wir sie von einem Offizier, der von dem Schauplatz der Thal auf Urlaub zu seiner Recon⸗ valescenz bier durchpassirte, vernommen baben. Frankfurt. Wie verlautet, bat das Pferdemarkt⸗ Comue, im Hinblick auf die politische Lage, die dis zum Frübjahr eine endliche Regelung der Verbältnisse nicht erwarien läßt, deschlossen, von der Abhaltung des für Ende März in Aussicht genommenen Frühjahr ⸗Pferde⸗ markis, zu welchem alle Vorbereitungen schon beendigt waren, Umgang zu nebmen. Sollte der Friede früßer eintreten, so dürfte der Markt im kommenden Sommer abgehalten werden. 5 Darmstadt. Auf der Strecke Darmstadt⸗Aschaffendurg sprangz am Samstag Nachmittag ein auf dem Transport befindlicher Offizier der Mobil garde wihrend der Fahrt zum Waggon hinaus und suchte zu enifliezen. Die Wach⸗ mannschaften gewährten den Flüchtling und schossen ihn der Ordre gemäß aus dem Wagen des davon kilenden Zuges zusammen. Mainz. Ein gefangener Franzose(Elsässer) Rürzte sich vor einigen Tagen aus einer Kaserne in Castel in den Hof und blieb auf der Stelle lodt.— Die Mann⸗ schaften der neu gebildeten Garnison-Balaillene sind dereits alle cungetrossen. Die Garde⸗Cüxassiere erregen allgemeine Bewunderung,(6 sind durchgängig währe Riesen.— Seit Beginn des Krieges starben dis zur verflossenen Woche 800 Franzosen in den hiesigen Lazarethen.— Wiesbaden. Die dieser Tage geschlossene Sammlung für die Notbleidenden in Straßburg und Kehl bat in Wiesbaden 5736 fl. 40 ke. ertragen, von denen 1000 fl. an die Bürgermeisterei in Kehl und 4736 fl. 40 kr. an das Hülfscomite in Straßburg überschickt worden. . 1 Es ist in der Natur des Alters begründet, 218 daß auch die Athmungsorgane durch trägeren Blut⸗ umlauf. Schleimanhäufung u. s. w. iheilweise ihren Dienst versagen. Dadurch entstebhen Kurzathmigkeit, Verschleimung, chronische Kalarrhe und ähnliche Ungunedmlichketten. Es gibt aber ein sehr natürliches, einfaches Mittel, um sich von dicsen fatalen Beschwerden moͤglichst zu befreien. Ein solches Mitlel, welches die Lunge anseuchtet, die Trocken⸗ beit mildert, den Schleim löst, ist der bekannte L. W. Egers'sche Neue Extract, erfunden und all in sabrieict von L. W. Egero in Breslau und nur echt zu haben bei Jos. Hoffmann in Friedberg. Zu der Friedberger find so viele Gewinne eingegangen, daß sich die selben nunmehr auf 400 belaufen. den 2. Febrnar hinausgerückt, und lönnen fortwährend Lorse von uns bezogen werden, Verloosung dankend entgegennehmen werden. Friedberg den N. Jaruar 1871. Anna Theobald Wahl. Emilie Das Comité: Elise Simon Augusle Groß. Marie Simon. Groß. Anna Wahl. Verloosung Wir baben deshalb die Aus stelungsdauer bis Donnerstag wie wir auch gerne noch weitere Geschenke zur. Ottilie Storch. Mathilde Weis. Emilie Sophie Ramspeck. Vorschuß-& Creditverein zu Kriedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) 24 Spar und Darlehen Jinsen pro 1870 find von heute an bis zum 31. d. M. gen Vorzeigung der betreffenden Spar Einlagen Bücher und Darlehen⸗ Schuldscheine an unserer Kasse zu erheben. Friedberg, 4. Januar 1871. Der Vorstand: Hecht. Weis. Ermus. Große wollene und seidene Halstücher 74 für Herren und Damen auß erst billig bei K. Friedrich neben der Post. Praunschweiger Flachs 189 billigt bei Georg Groß. Bepshuchen! 121 flets frisch von der Mühle bei Wilh. Fertsch Ein möblirtes Zimmer 179 bat zu vermieten E. Müller in d er U a g a — * g. Aufstoßen. Verdauungs⸗ Atbemnoth und Harngries. Vorräthig in in mit Gebr.⸗Anw. 8 30 kr. nur— Schachte 110 Wissenschoftlich empfohlen gegen Magen: katarrhe, Säureb lden schwaͤche, 2 plombirten Die Administration der Felsen 2 — u 2 e =* Versteigerung. 188 Montag den 30. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll auf freiwilliges Anstehen der Nachlaß der verfiorbenen Jost Kinzenbach's Eheleute, be stehend in: Kanapee, Kommoden, Schränken, Tischen, Stühlen, Beitstellen und sonftigen Haus- und Küchengeräth⸗ schaften, in der Behausung des Herrn K. Lang am Mainzerthor öffentlich meistbietend verstelgert werden. Unterhosen und Zacken 222 bet Conrad Heß, gegenüber dem Rathhause. Zugelaufen. 214 Lin kleiner Metzgerbund, gelb, rauhhaarig, ist mit am 25. Januar zugelaufen. Der Eigenthümer kann denselben gegen Erflattung der Inserataebühten bei mit in Empfang nehmen. zrledberg. Joh. Walz III. Maschinengarn und Einschlagbaumwolle, 231 sowie alle Sorten Strickgarne, empfehlen billigst Geschwister Schloß. allein ächt in Friedbergbel Hosapotheker C. Görtz. Kalender pro 1871. Illustrirter Soldatenkalender 18 kr. Iunstrirter Familienkalender 14„ Hessischer Hausfreund 8„ Gustav⸗ Adolf Kalender Fa Land-Kalender 3 do. do. durchschossen 4 1 1 Lahrer Hinkende Bote, Werriedner Laubfroschkalender 12 vel Binder nagel& Schimpff. Türkische! Bamberger Zwetschen 112 in ganz vorzüglicher Waaxe bei Wilh. Fertsch. Für einen tüchtigen Jungen, 107 obne Unterschled der Confesslon, ist in Gießen in einem Colonialwaaren⸗Geschäft eine Stelle offen und kann das Lehrgeld abverdient werden. Baidige Anmel⸗ dung bei G. Schulhof in Frtedberg. Idmi p mg s ag ustobo zz uu u ugogz 120 nv h oe nt uhu 12d autogenes hn e! Wagon begun 1450 Gulden 186 tönnen aus der Kirchenkasse zu Reichelsheim gegen genügende Sicherheit ausgeliehen werden. Reichelsheim am 20. Januar 1871. Der evangelische Kirchenvorstand. Durchsichtige Glycerinseise! 12⁰ anerkannt bestes Mitte! zur Verschönerung der Daut, empfiehlt in Stücken zu 4. 6. 9. 10 12. 18 kr. Wilh. Fertsch. von W. Stuppel in Alpirsbach. 5 Dieses Universalheilmittel erweist sich nach dem Gutachten der hohen königl. Obermedizinal⸗ Collegien in München, sowie in Stuttgart bei Husten, Heiserkeit, Brustschmerzen, Verschleimung der Lungen und der Luftröhren als überaus wohl thätig, zumal bei Krampf und Keuchbusten be⸗ sö dern diese Brusbonbons den Auswurf des jähen, steckenden Schleimes, mildert sofolt den Reiz im Kehlkopfe und beseitigt in kurzer Zeit den befttgsten Husten. Preis 23 ½ Schachtel 14 kr., ½ Schachtel 7 kr. bet J. A. Windecker in Friedberg. FFFFFPFPFPFFTTTTTTTTTTT Geld- Cours. Frankfurt am 26. Januar 1871. Preussische Kassenscheiue fl. 1 44%—45½½ Preuss. Friedriechsd'or„ 9 52—59 Pistolen„; el eie e Holländische fl. 10 Stücke„ 9 54—56 Ducaten e „ al mareo. 5 5 20 20 Franes-Stücke.„ 9 31—32 Englische Sovereigns.„ 11 55—59 Russ. Imperiale. 4„ 9 47—49 Dollars in Gold„2 27—28 (Hierzu Unterhaltungs Blatt Nr. 4 und eine Beilage.) 204 Sonntag den 29. Januar 1871, Abends 7½ Uhr, Cheatralische 5 Unterhaltung u e lb a ch im Saale des rn. Wirtb Philippf, veranstaltet von einigen Friedberger Dilettanten zum Besten des Friedberger Comites für Ver⸗ pflegung der durchpassirenden Truppen. Zur Aufführung kommen: Die Lützower, Die Weihe der Fahne. Vaterländisches Schauspiel mit Gesang in 3 Abtheilungen. Hierauf: Irren ist menschlich. Komische Scene. Einzelbillets: Erster Plotz 30 kr., zwetter Platz 18 kr. find dis zum Sonntag Nachmittag 5 Uhr bet Herrn Wirih Philipvi und Adends an der Kasse zu haben. Der Saal ist geheizt. Neue Iteiwillige Pürgerseuerweht. 216 General⸗Versammlung, Samstag Abend 8 Ubr im oberen Locale des Herrn C. F. Walz. Außer anderen wichtigen Fragen fteht die Wahl des Vorftandes für die Periode 18711873 auf der Tages⸗ ordnung. Der Vor dand. Der gefangene Originalspion 215 des Herriedener Laubfroschkalenders und Wetterpropheten ist wieder freigelässen und hat aun in seinem Kalender für 1871 eine voll standige Kriegsgeschichte mit den drolligsten Kriegsanek⸗ doten u.. w. niedergelegt. Alle Welt rauft sich um diesen Kalender, der durch alle Buchhandlungen und Buchbinder, in Friedberg durch Bindernagel und Schimpff, um 12 kr. zu beziehen ist. Erbsen, Linen, Bohnen, 190 gutkochende, bei Georg Groß. Winterhandschuhe 73 billigst bei K. Friedrich neben der Post. Ein Lehrling 132 kann eintreten bei in Assen heim. Apen. Kräuter. Liauut! Feinstes Magenbitter) 4 113 ist wieder in frischer Füllung angekommen bel Wilh. Fertsch. Airchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. s 4. Sonntag nach Epiphanias. Pfarramiswoche Herr Pfarrer Köhler. Gottesdieust in der Stadtkirche; Vormittags: Herr Candidat Werner. Nachmittags: Hert Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche: 6 Vormittags: Herr Pfarcer Köhler. 1 Nachmittags: Herr Candidat Reich. 1 Katholische Gemtinde. 4. Sonntag nach Epiphanie. Vormittags: 10 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmitiags: ½2 Uhr Christenlehre und Endacht. Beginn des Gottesdienstes an den Wechentagen Mor, gens 7¼ Uhr. f 3 Verantw. RNedact.: Hermann Schimpff. Oruck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Auguste Pfeiffer. 1 Schlossermeister Karl Gräßf pl, Duettanten b für Ber, tuppen. wer, fahne. „ cketungen schlich. other Rat ng J mr del 4 teßr un habn Aerweht. Sentag Adem 7 82 dt Wahl det nu Taz n Berend inalspion alenders und rassen 27. 2¹ 1 rvollstandige 1 Kriegtanek⸗ felt rauft sich Shrdtusgtn unt Sudernagtl * Abr, wird dabier die Lieferung von 80 Stecken Buchen⸗ Beilage. Lieferung für das Landeszuchthaus. 210 Mittwoch den 8. Februar l. J., Vormittags 10 Scheitholz I. Classe, in Ausgeboten von je 5 Stecken, oͤffentlich versteigert. Marienschloß den 25. Januar 1871. Großberzogliche Landeszuchthaus⸗ Direction Scriba. Gefundene Gegenstände vom Johre 1870. 208 Teppich, 1 Tuchmantel, 3 Taschentücher, 1 Mabne mit einem Tuch, 1 Federmesser, 1 Gürtel, 1 Stock 1 Kinderbütchen, 1 Kamlsol, 1 Tragband, 1 Regen- schirm, 1 Brille mit Futteral, 1 Ueberzieher, mehrere Portemennates mit kleinen Geldbelrägen, eine Summe von 8 fl. 30 kr. in diversen Geldsorten, sowie mehrere Schlüssel. Die Elgentdümer werden bierdurch aufge · sordert ihre verlorenen Gegenstände binnen 14 Tagen dei unterzeichneter Stelle in Empfang zu nehmen, indem nach Ablauf dieser Frist dieselden auf Ve langen an die Finder abgegeben oder zu Gunsten eines städ tischen Wohltbätigkeitsfonds versteigert werden. zrtedberg am 24. Januar 1871. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg Fou car. Mobiliar ⸗Versteigerung. 228 Olenstag den 31. Januar d. J., Nachmittags 2 Abr, sollen in der Bebausung des J. G. Schneider am Neuentbor die zum Nachlasse der Valentin Scheuer⸗ manns Witwe dahler gebörenden Mobtlien, destehend in 1 Commode, 1 Tisch, 4 Stühlen, 1 Bettstelle, Bett⸗ werk, Kleidern, Weißzeug, Küchen- und sonsiigen Haus gerälbschaften erbabtbeitungedalder öffentlich gegen Baar · zahlung versteigert werden. ßrledderg am 26. Januar 1871. Großberzoglich's Ortsgericht Friedberg l Fouc ar. Güter Versteigerung. 229 Mutwoch den 1. Februar d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in biesigem Rathbause die zum Nachlasse der Job. Joß Künzenbach's Eheleute gehörenden Güter⸗ flücke: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 5. 72. 41. Grabgarten am EUernpfußl, 7. 11. 352. Acker an der Warte, auf Antiag der Erben nochmals oͤffentlich meistbietend versteigert werden. 5 zrtedberg den 26. Januar 1871. Großherzogliches Ortsgericht Friedderg Fes g ar. Bekanntmachung. 213 Donnersiag den 2. Februar d. J., Vormmtags um 10 ubr, sollen im Nodbelmet Gerieindewald, in dem Oiüritie Wellenberg, folgende Holzsortimente öffentlich meifbietend versteigert werden: 87 Stecken Buchen Scheitholz, 86/„ Buchen⸗Prügelholz. 166% Buchen⸗Stodbolz, 1180 Stück Buchen Wellen. 1 1 Die Zusammenkunst ift auf der Waldbabn. Gegen verschriftsmäßige Bürgscheine wird Zahlungs- O berhessischer Anzeiger. M12. Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actien-Gesellschast. Directe Post-Dampfschifffahrt zwischen IAM BURG XA NENW-10ORK vermittelst der Post-Dampfschiffe Thuringia, Mittwoch, 22. Febr. Cimbria, Mittwoch, 8. März. Wassagepreise: Erste Cajüte Pr. Ert. Rthlr. 165, Zweite Cajute Pr. Crt. Ridlr. 100, Zwischendeck Pr. Crt. Riblr. 35. Fracht L. 2.— pr. 40 bamb. Cubiksuß mit 15% Primage, für ord. Güter nach Uebereinkunft. Briefporto von u. nach den Verein. Staaten 8 Sgr. Briese zu bezeichnen„per Hamburger Dampfschiff.“ Näheres bei dem Schiffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Ddamburg, sowie den alleinigen Generalagenten für das Großherzogthum Hessen Carl Nacké& Cie. in Mainz. Friedberg bei Chr. Hecht. Silesia, Mittwoch, 8. Febr. Morgens. Morgens. 42 Vorschuß-& Creditverein zu Kriedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Wir nehmen jeder Zeit Kapitalien auf Spareinlagen à 4%. Beträge von fl 500 an bei halbjähriger Kündigung gegen Schuldschein n 4½%. Zins Anfang einen Tag nach der Einlage. Unsere Kasse ist au den Wochentagen von 8 bis 12 Uhr offen. 219 Der Vorstand. Hecht. Ermus. Weis. Original-Mähmaschinen Singer Manufacturing Cie. in New- Tork. Lit. A. Neue Familien-Nähmaschinen fl. 79. Nr. 2 Maschinen für Schneider fl.. 100. Nr. 2„ mit Roltfuss f. Schuhmacher fl. 105. 52 Um vor Täuschung zu schützen, wird jeder Original Maschine ein Ursprungs⸗Cerxtisicat beigegeben, welches in New-Hork ausgestellt ist, die Nummer der Maschine enthält und meine Unterschrift trägt. Zur greßeren Bequemlichkeit des Publikums habe dem Herrn M. Mainz in Friedberg eine Niederlage meiner Maschinen übergeben und können solche zu obigen Preisen und unter vollständiger Garantie von demselben bezogen werden. G. Neidlinger. General-Agent der Singer Manufacturing Cie Zeil 37, Frankfurt a. M. frist dis 1. September d. 3. gestattet. Rodhelm den 24. Januar 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim a c obi. Holzversteigerung. 212 Mittwoch den 1. Februar l. J., Vormittags 10 Ubr, sollen in dem Gräflich Solms Laubach'schen Walde zu Engelthal, folgende Holzsortimente öffenilich an den Meisibletenden versteigert werden; 8 Stecken Birken Prügelholz, 450 Stück Eichen Wellen, . 3700 Birken⸗Wellen und 2850„ Saldweiden⸗Wellen. Engeltbal am 25. Januar 1872. Die Oräflich Solms-Laubach'sche Rentei Gern daa en. 300 Gulden 200 Kapital liegen im Ganzen oder auch getrennt in der Kirchenkasse zu Ober⸗Wöllfladt zum Ausleihen berest. Ober⸗Wöllstadt den 24. Januar 1871. ö Veith, Kirchenrechner. Ein Wohnhaus . 230 auf der Breitenstraße i unter sehr vorthellhaften Bedpingungen zu verkaufen. Näheres beider Exped. d. Bl. — Mobiliar- Versteigerung. 227 Montag den 30. d. M., Vormittags 10 Ubdr, läßt Unterzeichneter auf Antrag Groß berzoglichen Land⸗ gerichis Friedberg in der Bebausung des Deinrich Herrmann u Ockstadt folgende Gegenstände gegen Baarzablung öffentlich versietgern und zwar durch den Greßberzoglichen Ortsgerichte vorsteber: 1) 1 fettes Mastschwein, 2) 3 Fuder verschiedenes Strob, 3) 15 Centner Heu, 4) 10 Ceniner Grummet, 5) 15 dis 20 Malter Kartoffeln und 6) 25 Körbe Dickwurz. Odsfladt am 27. Januar 1871. Mobiliar⸗Versteigerung. 226 Wittwoch den 1. Februar, Vormittags 9 UÜUbr anfangend läßt Frau Rentmetster Wels dahier in ibrer Behausung nachfolgende Gegenffände, als: 2 Sopha, Stühle, Kommode, Tische, Schränke, 1 Pianine, 2 Violinen, mebrere große Spiegel, Stand, Ward und Taschenuhren, einige Bellen nebst Bettssellen, Weihzeug, Silber, als: Vocleg⸗ und Eßlöffel, Leuchter ꝛc., Zinn, Flinten, P flolen, ZJegdiaschen u. s. w., Meßlustrumente, Herrnkleider, Küchen⸗ und Gartengerälbschaften ꝛc. zc. öffentlich gegen gleich baare Zahlung versteigern. Ossenbelm den 26. Januar 1871. In Auftrag: N 0 Großberzogliches Ortogericht Ossen beim H. Dienst Iv. Mau!. Bekanntmachung. 225 Die am 25. d. M. im diesigen Gemeindewald, Distrtet Eichkopf, abgebaltene Holzdersteigetung bat die Genehmigung erbalten und ist Donnerstag den 2. Februar d. J. der ersse Abfuhrtag. Ztegenberg den 28. Januar 1871. Groß berzogliche Bürgermelsterel Langenbain Rumpf. Ein Lehrling kann eintreten be: Ebristoph Ritzel, Friedberg. Hof- Schmied. Ein Laufmädchen 221 wird für Petritag gesucht. Näheres bel der Exped. Braunkohlenklein, 43 als Brennmatertal zum Vermischen mit Stein- kohlen, verkauft billigst Die Ziegelei am Bahnhof zu Bad Nauheim. 217 f ö N f — 223 —Uä—ä—ä ³——— Edietal ladung. Betreffend: Dle Legaltsirung des Grund⸗ buchs der Gemarkung Ossheim. Etwaige Einwendungen betreffs der nachgenannten Items, Ostheimer Gemarkung, für welche die dabel genannten Etgenthümer sich urkundlich nicht aus⸗ weisen können, solche aber durch Erfizung erworben zu baden bescheinigten, sind binnen vier Wochen dahier an- zumelden, als sonst die Anerkennung angenommen und die zum Eintrage nötbigen Urkunden ausgestellt werden; 1) IV. 127. Arna Margaretha, Jobannes Born II. 3) 4 50 6 7 89 90 10 11) 12) 13) 14) 15) 16) 17) 18) 19) 20 210 22 25) 29. 30) 31) Frau, geb. Hildebrond, von Ostheim. IV. 129. Johannes Gatzert IV. daselbff. I. 1102. 1147. Heinrich Gatzert daselbst. I. 828. Johann Conrad Gatzert II. daselbst. VII. 804. derselbe und seine Frau Eltsabetba, geb. Dartmannsheim. I. 48. 49. 91. 189 272. 547, 734. 735. 746 1100. 1134. 1135. II. 185. 919. III. 557. IV. 34. 88. 123. 134. 161. 174. 207. 213. 218. 219 · 244. 245. 282. 323. 366. 372.(zu alt 560,14 561,1. 562,6. 9. 563,12.) IV. 413. 4285. 4295. 433. zu alt 646,1.) 448. 469. VI. 561. 566. 750. 861. I. 1399 bis 1403. II. 1402 bis 1409. III. 589. bis 592. IV. 584 bis 591. V. 831. bie 834. VI. 1034. bis 1040. VII. 1339. bis 1346. VIII. 760. bis 762 IX. 501. bis 505. X. 635. 636. Gemeinde Ostheim. g III. 93. 344. Adam Häuser's Frau Maria Mar garetha, geb. Reitz, daselbst. IV. 128. 129. Johann Jacob Gatzert IV. I. 832. 834. 656.(zu alt 2045) 101 ½. Heinrich Jung III. daselbst. TV. 160. Konrad Kolter daselbst. I. 1317.(vorm. Namen des Johann Jost Kolter) VII. 353/10. Anna Margaretba, geb. Kolter, Jodann Jost Kolters verstorbene Frau, modo Erden dasebst. IV. 116. Johann Georg Ludwig Dritter daselbst. VIII. 70.(vorm. Namen des Matthäus Diebl J.) Zobann Georg Michel Kinder erster Ehe daselbst. IV. 333.(vorm. Namen des Conrads Möckel) Eva, geb. Möckel, Conrad Zons Frau von da. VI. 132. V 549.(vorm. Namen der Anna Marta Gatzert daselbst) Jacob Müller daselbst. IV. 381. 382.(vorm. Namen des Conrad Schäfer) Michel Schmidis Wittwe Elise, geb. Schäfer, daselbst. X. 292.(vorm. Namen des Johann Peter Möckel) dieselbe. VII. 302. Jobann Georg Schneider II. daselbst. I. 191 200. Jost Päuser und Frau, geb. Erle, daselbst. f I. 1315, VI. 102. Jobannes Erle Wittwe Christine, geb. Müller, daselbst. III. 510. Conrad Schneider VII. daselbst. VII. 24. 175. Jubtitb Kolter, Jobann Schneider J. Frau daselbff. 1. 102. 103. 306. 308. 416. 690. 694. 707. 736. 852. 385. 531. 665. 1133. 1347. 136 1. 1264.(zu alt 1114, 2.) II. 246 644 7690. 778. 949 1017 1032. 1101. 1349. III. 15. 489. 516. 558. IV. 256. 271. 377. 555. 556. V. 154. 176. 270. 348. 444. 540. 573. 584. 735. VI. 43. 74.(zu alt 874,9.) VI. 139. 278. 315. 472 888. VII. 92. (zu alt 1845 24.) 184 224. 277. 282. 501. 1119. 1180. VIII. 3. 150. 439. 610. 710 IX. 102. 113. 196. 240. 392. 455. 456 492. X. 105. 135. 180. 282. 314. 417. 507. Sophte, geb. Steinbauer, Johannes Zorn II. Frau daseibst. I. 16.(vorm. Namen der verstorbenen Mutler Conrad Zorn II. Witwe) Johannes Zorn II. daselbst. „I. 15(vorm. Namen deren verstorbenen Mutter Conrat Zorn II. Wiltwe) Job. Jacob Gatzert III. Wittwe Anna Katharina, geb. Zorn, daselbst. I. 240. Johannes Mobr II. daselbst. III. 521. Hermann Stenge“s II. Frau Eva, geb. Kolter, daselbst. I. 470. II. 1083. 1379. IV. 45. 230 566. V. 58. 178. 290. 336. 368. 677. 763 828. VI. 143. 195. 206 337. 417. 441. 783. 804. VII. 76. 653. 662. 894. 980. 1023. 1034. VIII 55. 177. 379. 584. IX. 220. 382. X. 245. Kugelhaus zu Butzbach I. 187. 323. 493. 525. 822. 85 1. 860. 877. 900. 935. 1021. 1130. II. 16. 21. 57. 98. 180. 237. 285. 600. 650. 670. 672. 962. 1009. 105. 1351. III. 6. 26. 64. 65 161. 169. 206 267. 291. IV. 434. V 275. 281. 362. 394. 523. VI. 66. 103. 341. 374. 424. 442. 521. 629. 700. 762. 772. 818 963. VII. 85. 158. 179. 265. 301. 441. 483. 534. 576. 581. 657. 668. 630. 878. 890. 971. 1095. 1204. 1207. 1296. 1310. VIII. 11. 32. 95. 113. 136. 295. 557. IX. 48. 125, 159. 239. 255. 288. 318. 394. 403. 436. X. 5. 20. 143. 199. 229. 234. 296. 301. 430. 497. 498. 558, 582. II. 567. Pfarrei zu Ostheim. I. 188(½ Kirchenkasten, ¾ Gemeinde) die Ge⸗ meinde und der Kitcherkasten zu Oftheim. I. 290. 358. 774. 1239. 1298. II. 789. 861. 891, 1257. IV. 110. 149. 335. 393. 479. 500. VI. 340. 183. VII. 67. 15 474, 824, VIII. 741. 748. X. 334. Confad Ruppel I. dafelbst. 32) VII. 220.(vorm. Namen des Peter Stein) I. 1153. 1268. II. 918. 1249. III. 88. IV. 108. 113. 483. 499. VI. 142. 304. 315. VII. 348. 367. X. 293. Peter Steins Frau Katharina, geb. Steinhauer. daselbff. 2 8 33) I. 1081. 1082. II. 39. 40. 775. 917. 1076. III. 428. 432. IV. 109. 283. 482. VI. 817. Hermann Steinhauer und Frau Anna Katharina, geb. Gatzert, daselbst. 34) I. 193. 194. 201. 202. 548. 1105. VII. 749. 80t. X. 315, die Schule daselbff. 35) II. 1127. VIII. 97.(vorm. Namen der Johannes Steinhauers Erben) Peter Steins Wittwe Katha⸗ ring, geb. Steinhauer, daselbst. 36) V. 758. IX. 402. Konrad Rühl daselbst. 37) I. 1199. IV. 70. 221. VI. 156. Johannes Rühl daselbft. 38) II. 1055. Beata Rühl. ö 39) X. 329.(vorm. Namen des Heinrich Berpbard zu Butzbach) Peter Häuser V. von Niedet⸗Weisel. 40) 0 280. 394. 991. Johannes Möckel von Hoch: eisel. 41) III. 130. 152. 193. 193.(vorm. Namen des Johannes Jung IV.) V. 144. Johannes Jung III. von Fauerbach. 42) II. 456.(vorm. Namen des Conrad Philipps III. von da) Johannes Born II. von da. 43) III. 370. 378. IV. 383.(vorm. Namen des Jacob Petrt) Jacob Petris Frau Katharina, geb. Reuter von da. 44) II. 272. 385. 523. III 18. V. 506. VI. 245. 444. IX. 251. 400. X. 23. Johannes Diehl V. von Hoch Weisel. 45) VI. 104. Johannes Diehl XII. daselbst. 46) I. 427. 737. 875. 951. II. 127. 156. 284. 288. 316. 499. 511. 603. 1337. VI. 305. 714. 1030. VII. 964. Johannes Diehl III. daselbff. 47) I. 305. 940. 965. 1052. II 56. 79. 322. III. 83. V. 435. 487. 568. VI. 18 77. 348. VII. 633. 661. 1009. VIII. 509. 659. IX. 32. 58. 137. 173. X. 27. Clavsenhospital zu Hoch Wessel. 48) I. 512. 528. 816. 905. III. 54. IV. 493. V. 45. 658. VIII. 327. 332. IX. 277. 298. 354. 489. X. 246. Pfarrei daselbff. 49) I. 954. 1045. II 223. 34. 386. 396. 1022. III. 70, gobanncs Schäfer J. daselbst. 50) 1. 459. 873, 925. 926. 933. 938. 1058. II. 235. 265. 295. 303. 304. 315. 544. 535. 592. III. 89. VI. 241. 267. 289. 695. IX. 269. X. 96. Philipp Scheppler II. daselbff. 51) I. 1325 Johannes Mohr III. von Ostheim 2 52) II. 972. Anng Margaretha Schnelder daf. 53) V. 755. Permann Stengel daselbst 54) VI 272, Matthias Schneider IV. daselbf 55) VII. 758. Andreas Schneider II. daselbst 56) VII. 807. Zost Stengels Wiltwe Elise, geb. Schneider daselbst 57) VIII. 536. Comad Schneider VII. daf. Butz bach den 16. Januar 1871. Großherzogliches Landgericht Bußbach Dr. Gilmer, Fresenius, Landrichter. Landgerchts⸗Assessor. Johann Schneide von Maidach. vorm. Namen d Mobiliar ⸗Versteigerung. 201 Dienstag den 31. d. M., Vormittags 9 Uhr an⸗ fangend, sollen in der Behausung der verstorbenen Jakob Krick's Eheleute dahier nachstehende Mobiltar— gegenstände, als: 1 Wagen nebst Zubehör, 1 Egge, 1 Pflug, 1 Obst⸗ kelter mit eisernen Schrauben nebst Mah'trog, 1 Fruchtfegemühle, sowle verschiedenes Stroh, Sprtu, Kartoffeln, Dickwurz, etne Partse Mist und sonst verschiedene Oeronomte-Gerätdschaften, sodann Welß ⸗ zeug, Bettwerk, Belistellen. Tische, Bänke zur Wirtb⸗ schaft geeignet und sonstige zur Haushalt und Wirth schaft passende Gegenstände, sowie verschiedene Fässer und circa 5 Ohm vorzüglicher Aepfelwein öffentlich gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Ossenheim den 25. Januar 1871. N In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Friedberg eee Ossenheim Okarben den 23. Januar 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Okarben Fauerb ach. Zu verkaufen drei Fichten 176 zu einem billigen Preis und zwar zwei à 106 Cubikfuß und eine von 71 Cubiksuß, alle eignen sich hauptsächlich zu Durchzügen. Nähere Auekunft ertheilt Johannes Schneider, Fangenhain bei Butzbach. * Kapitalien 184 bis zu 7000 fl. werden zu 4½ 0% ginsen tübr⸗ lich von der Gemeinde Wölfersheim zur Abtragung 0 4 der ihr gekündigten 4% Pfarrbesoldungs⸗Capitalien auf- zunebmen gesucht. Reflectanten werden gebeten, ihre 8 JN recht bald an den Unterzeichneten gelangen zu assen. Wölfersheim den 20. Januar 1871. b Großherzogliche N Wölfersheim e y er. Bekanntmachung. 220 Die Helzversteigerung vom 25. Januar 1871 ist genehmigt und der erste Fahrtag auf Montag den 30. d. M. festgestellt. Assenheim den 26. Jauuar 1871. Großherzogliche 1 Assenhelm e „* Mobiliar ⸗Versteigerung. 232 Mittwoch den 1. Februar, Vormittags 9 Uhr an⸗ fangend, läßt Phllipp Bär 1. Wittwe von Groß⸗ Karben nachfolgende Gegenstände unter den bet der Versleigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen erbverthellungshalber an den Meistbietenden versteigern: 2 noch gute Wagen⸗ und Ackerpferde nebst dem dazu gehörigen Wagen und Ackergeschier, 4 trächtige Kühe 4 felte Schweine, 4 Gänse, 1 vollständigen zweispännigen Wagen, 3 verschledene Pflüge, 2 Eggen, 1 Rangenmühle, 1 Fruchtfegemühle, 1 Pfuhlfaß, 1 Fruchtwaage, mehrere Bütten und Kässer, 3 große Wagenkücher und noch sonstige Oeconomiegeräthschaften, sowie circa 50 Centner Heu und 50 Centner Grummet, 1 Partle schönes Roggen, Wgizen⸗, Gersten⸗ und Haferstroh; bt 100 Malter Kartoffeln, 300 Centuer Raagen, 100 Körbe Spreu, eine Parlie Mifl und noch sonst Verschiedenes. f Die Versteigecung beginnt mit dem Vieh. Gegen genügende Bürgschaft wird Zahlungsfeist bis 1. September l. J. gestattet. 5 Groß Karben den 20. Januar 1871. In Auftrag Bär, Ortsgerichts⸗Versteher. Nenne 224 Mittwoch den 1. Februar l. J., Vormittags 11 Ubr, soll in dem Ratbbause zu Ober ⸗Eschbach ein der 3 Gemeinde zustehendes Wohnhaus mit Stallung, ein⸗ stöckig mit Kniestock, zusammen 41 Fuß lang, 20½½ Fuß J breit, aus Fachwänden von Eichenholz mit Ziegel⸗ bedachung, noch in ziemlich gutem Zuftande, öffenflich 0 an 0 5 Meisftbletenden auf den Abbruch versteigert ö werden. Vilbel ven 23. Januar 1871. 1 I 8 In Auftrag 5 orasbenodlicer Bergern lber ober a sgbac 3 e 4 Bezirks⸗Bauaufseher. 1 — 9 Holzversteigerung in der Ober försterei Ortenberg. 207 Mortag den 6. und Dienstag den 7. Februar kommen aus dem Distrikte Kleekopf zur Versteigerung: Schetdholz Prügelbolz Stockbolz Reis bolz Kiefern⸗Stecken 34 23 62/3 167 Buchen⸗„ 33 14 11 69 Eichen⸗*— 34 41 9436 b sowie ferner 294 Eichen⸗Stämme von 5½ 12“ Durchmesser und 20—557 Länge mit 5238 Cubikktuß. 318 Kiefern- und Lärchen⸗Stämme von 5½— 17“ Durchmesser und 20— 75“ Länge mit 10,779 Cubikfuß. 45 Echen⸗Stangen mit 20— 40 Länge u. 203 Cubf. 1 7 Lärchen⸗Stangen mit 2055 Länge und 48 Cubf. F Es wird am erslen Tag mit dem Brennholz ange⸗ 1 fangen. Nach Beendigung der Brennholzversteigerunag, gegen 11 Uhr Morgens, wird das Stammholz in An⸗ 4 griff genommen. 9 Das Stammholz eignet sich zu Bauholz, Pfosten, b Durchzügen, zu Schnittholz, Wagnerholz ꝛc. ꝛc. a Die Zusammenkunft ist an deiden Tagen um 9 Uhr Morgens am Kleekopf, am Lißberg⸗Schwickertshäuser b. Vinelnalwege. 1 Steigliebhaber können sich das Holz durch Forflwart 2 Freymann zu Lißderg vorzeigen lassen.* Ortenberg am 23. Januar 1871.. Großherzogliche Oberförsterel Ortenberg Taler. 1 5 Bekanntmachung.* 211 Für das biesige Bezirksgefängniß soll die Leferung von 12 Stecken Buchen⸗Scheitholz im Termin 15 Mittwoch den 1. Februar d. J., 2 Vormittags 10 Uhr, 1 a in dem Actuariatslecal des unterzeichneten Gerichts an 1 den Wenigstnehmenden vergeben werden. 1 Buß bach den 23. Januar 1871. 1 Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. G(lmer. I.