A de 9 * 8 tale UU v. W. itzel — beti. Self aft, Juccher. Auf gab n ae sbech, ta- Handling 9 5 — 17 ö 7 27 25 1 13 4 et Ne 1 bi Etat ede Aus iir Bi Nang 8 t Spttiul⸗ 1* daudtrvagel 8 verdau⸗ leidenden uber bgergtte . mnpfellau * 7 855 Das * Astbelet * 1 verfelbe en sen Taschen 7 — — gelen 1871. Donnerstag den 27. Juli. M d7. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Oberhessischer Anzeiger. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Auf dieses Blatt können für das zweite Halbjahr noch Abonnements angenommen und vollständige Exemplare desselben geliefert werden. — — 3 Um vorgekommenen unangenehmen Mißzverständnissen und Irrungen, entsteben können, für die Folge vorzubeugen, welche bei mündlichen Bestellungen von Inseraten leicht bitten wir Inserat⸗ Aufträge nur schriftlich aufgeben zu wollen. Die Expedition. Landwebrmannschasten. Ersatzreserve · und Amtlicher Theil. Betreffend: Unterfsützungen der Familien der zum Oienst einberufenen Neserve⸗ Friedberg den 25. Juli 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Erledigung unserer Auflage vom 6. d. M., Oberhess. Anzeiger Nr. 79, bringen J. B. d. K.: Haas, Kreis⸗Assessor. wir in Erinnerung. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Groß berzoglicher Schichtmeister Steinberger zu Beienheim ist als Gemeinde-Einnehmer für diese Gemeinde ernannt und in Pflichten genommen worden. Bekanntmachung. „Mit den direkten Steuern für Auguft l. J. werden auch die Brandentschädigungsbeiträge aus 1870 Vorschriften des Art. 8 im Gesetze vom 24. Dezember 1857— Regierungsblatt Nr. 5 5 bier für größere Summen Scheidemünze keine Verwendung mehr baden. Friedberg am 24. Juli 1871. erboben.— Bezüglich der Geldsorten müssen wir auf die 2 für 1858— aufmerksam machen, da wir durch Weglegung der Garnison von ⸗Einnehmerei Friedberg. Großherzogliche Distrikts t i Deutsches Reich. Darmstadt. Wie verlautet, soll in den nächsten Tagen wieder eine Abschlagszahlung auf die dem Großherzogthum gutkommende Rate der Kriegsentschädigung dahier eintreffen und zwar die Summe von etwas über fünf Millionen Gulden. — Kaiser Wilhelm kam am 24. d. Abends um 6 Uhr auf der Rückreise von Jugenheim nach Ems per Extrazug hier durch. Da die Reise in strengstem Incognito erfolgte und auch nur Wenigen bekannt war, so hatte sich nur ein kleines Publi- kum an der Bahn eingefunden, welches den Kaiser bei seiner Ankunst mit kräftigen Hochs begrüßte. Gießen. Nach dem amtlichen Personalbe- stande studiren auf unserer Universität in gegen⸗ wärtigem Sommersemester: Theologie 21, Rechts- wissenschaft 47, Medicin 58, Thierarzneikunde 4, Cameralwissenschaft 3, Architektur 11, Forstwissen; schaft 14, Mathematik 13, Philosophie und Phi- lologie 40, Pharmacie und Chemie 22, und 4 immatriculirte Zuhörer, so daß die Gesammtzahl 310 beträgt. Berlin. Im Reichskanzleramt ist man be. tits mit den Vorarbeiten für die nächste Reichs⸗ sesston beschäftigt. Die Arbeiten der Session dürften sich vorwiegend auf Erledigung finanzieller Vorlagen erstrecken und deren Abkürzung überhaupt nur möglich werden, wenn man sich über den Hauptpunct, den der Weiterbewilligung des ge— sorderten Pauschquantums für den Militäretat, geeinigt haben wird. — In hohen militärischen Kreisen verlautet der„Bank- und Handelsztg.“ zufolge, daß zwischen tem König von Bayern und dem Kronprinzen den Preußen Abmachungen gepflogen wurden, welche bezüglich der Armee bedeutende Aenderungen der Verträge zur Folge haben werden und von einer energischen Resignation des Königs zu Gunsten des Gesammtreichs Zeugniß geben. — Von dem Cultusminister sind, wie die „Voss. Z.“ meldet, Berichte über die klerikalen Bestrebungen in den einzelnen preußischen Provinzen eingefordert: auch die einzelnen e denten haben den Auftrag erhalten, über die Um- triebe der Ultramontanen in denjenigen Bezirken, in denen das katholische Element das weit über— wiegende ist, genau zu berichten. — Wie nach 1866 mit den Zündnadel⸗ gewehren, so scheint Deutschland nach dem letzten Feldzuge die Anregung zu einer allgemeinen Ein— führung der deutschen Hinterladungsgeschütze ge— geben zu haben. In England, Italien und Belgien stellt man eifrige Versuche mit dieser Geschütz— gattung an, während Frankreich noch während des Krieges selbst das Hinterladungssystem aceeptirt hat. In Rußland und der Türkei ist das preu— ßisch⸗deutsche Geschützsystem schon seit mehreren Jahren eingeführt. Trotzdem ist das Urtheil über die Art, wie sich die Hinterladungs-Feldgeschütze auf deutscher Seite bewährt haben, noch keines- wegs abgeschlossen. Es ergibt sich vielmehr aus einzelnen officiellen Schlachtberichten, daß der Ver— schluß dieser Geschütze bei heftigem und anhal— tendem Feuer vielfach schadhaft geworden ist. Ems. Der Kaiser begab sich am 24. d. über Mainz und Darmstadt nach Jugenheim zum Besuch des Kaisers und der Kaiserin von Ruß- land und kehrte am Abend nach Ems zurück. Hannover. Ueber den traurigen Eisenbahn unfall bei Forbach hat General v. Voigts⸗-Rhetz heute durch die hiesigen Blätter bekannt machen lassen, daß vom Regiment 73 sechs, vom Regi- ment 74 ein Mann getödtet, außerdem 65 Ver wundete dem Lazareth in Forbach übergeben sind. Kassel. Von dem hier liegenden Ersatz— bataillon des hessischen Infanterieregiments Nr. 83 sind 800 Mann und von der hier liegen den Ersatz-Escadron des hessischen Husarenregi— ments Nr, 14 50 Mann nach Frankreich abge- gangen, wofür dort nach Ankunft derselben eine gleiche Zahl älterer gedienter Leute in die Heimath entlassen werden soll. Fulda. Por einigen Tagen passirten unseren Bahnhof 1 Ossizier und 26 Mann vem 74 In- fanterie-Regiment, welche 8,999,000 Frs. Kriegs ⸗ contribution nach Berlin überbrachten. Dieses Geld war in Beuteln à 10,000 Frs.= 1 Ctr. schwer verpackt; es waren lauter italienische Sil⸗ bermünzen à Stück 5 Frs. München. Für die Vorversammlung, welche zu Heidelberg am 5. August in Betreff des auf Ende September angesetzten Altkatholiken⸗Congresses stattfinden wird, sind vom hiesigen Actionscomite die Herren Prof. Dr. Joh. Huber, Staatsanwalt Streng und Dr. Zirngiebl delegirt. Auch werden sich Stiftsprobst v. Döllinger und Prof. Cornelius dorthin begeben. a — Graf Bray hat heute die nachgesuchte Entlassung als Ministerpräsident, Minister des Aeußern und Minister des königlichen Hauses er- halten. Staatsrath Daxenberger ist mit der pro⸗ visorischen Leitung des Ministeriums des Aeußern und des Ministeriums des königlichen Hauses be⸗ auftragt worden. Karlsruhe. Die letzten Personalverände⸗ rungen in dem badischen Officierscorps ergeben folgendes Verhältniß: Die Zahl der in den sechs Infanterie-Regimentern verbleibenden Officiere ist 268; die Zahl der in dieselben versetzten preußi⸗ schen Ossiziere 51. Bei der Cavallerie stellt sich das Verhältniß anders: da sind der verbleiben⸗ den Offiziere 50, der eintretenden preußischen 25. Bei der Artillerie haben bis jetzt keine Veränderungen stattgefunden, eben so nicht bei dem Pionier- und Train⸗Bataillon, jedoch stehen bei der Artillerie jedenfalls noch solche bevor. Die Gesammtzahl der in nicht badische Regimenter versetzten Offiziere ist 53. Die Gagen sind, na⸗ mentlich in den höheren Chargen, gegen früher bedeutend höher. — In Betreff der bei einer der letzten Sen- dungen französischer Kriegscontributions-Gelder abhanden gekommenen Summe von 12,000 Frs., die nach dem Einen in Frankfurt, nach dem An- dern im Badischen verloren gegangen sein soll, schreibt man der„Karlsr. Ztg.“ aus Straßburg, e — 2 1 8 e daß eine nähere Untersuchung als zuverlässig herausgestellt habe, daß die Entwendung in Straß burg während der Ueberladens von einem Güter— wagen auf einen andern stattgefunden. Ausland. Oesterteich. Pest. Im gestrigen Minister⸗ rath wurde die Vereinigung von Pest und Ofen zu einer Hauptstadt beschlossen. Frankreich. Paris. Man versichert, daß Jules Favre in Folge des Kammervotums, welches die Petitionen der Bischöfe an den Minister des Aeußern verweist, darauf beharre, sein Amt nieder— zulegen. — In Joinville le Pont soll es zwischen der Bevölterung und den deutschen Truppen zu Rei- berejen gekommen sein, wobei angeblich mehrere Personen verwundet wären. — Prinz Napoleon, welcher incognito nach Havre gekommen war, erhielt trotz Aufhebung der Verbannungs⸗Decrete, Weisung, sich auf's Schnellste wieder zu entfernen. Die Regierung erlaubt weder dem Kaiser noch der Kaiserin oder einem der beiden Prinzen den Aufenthalt in Frankreich. — Das„Journal officiel“ veröffentlicht ein Decret des Kriegsministers, durch welches eine Commission zur Prüfung der Waffen und des Kriegsmaterials eingesetzt wird. — Ueber die Behandlung der französischen Gefangenen in Deutschland ist von Seiten des auswärtigen Amtes auf Grund von Angaben zu— rückgekehrter Kriegsgefangener mehrfache Beschwerde geführt und sind dabei namentlich angebliche Vorkommnisse in Torgau und Dresden angezogen worden. Eine angestellte Untersuchung ergab be— reits den Ungrund dieser Beschwerden, doch hat auch die württembergische Regierung schon eine kleine Schrift in französischer Sprache erscheinen lassen, in welcher alle Verhältnisse der in württem⸗ bergischen Städten und Festungen internirten fran— zösischen Soldaten mit actenmäßiger und statisti⸗ scher Genauigkeit dargelegt worden sind. Diese Broschäre soll in Versailles namentlich unter Ab— geordneten mehrfach verbreitet werden. Es würde sich auch vielleicht empfehlen, den Rapport nun⸗ mehr dem Drucke zu übergeben, welchen im Januar d. J. der Großalmosenier der französischen Armee, Msgr. de Damas, nach seinem Besuche der in Deutschland befindlichen Kriegsgefangenen, zu dem er vom Fürsten Bismarck eigens autorisirt worden war, niedergeschrieben hat. Dieser Be— richt versichert u. A., daß in der größten Win- terkälte die in Posen Internirten sich ihm gegen⸗ über über nichts— als zu große Hitze in den Casematten beklagten. — In der Nacht vom Samstag auf den Sonntag kam ein Tranport von etwa 1000 Per- von Btest an, welche von einigen Soldaten es- cortirt waren. Es waren Leute, die bei der Einnahme von Paris gefangen genommen, nunmehr als wenig gravirt, in Freiheit gesetzt wurden. Versailles, 22. Juli. Sitzung der Nationalversammlung. Berathung der Petitionen, betteffend die weltliche Macht des Papstes. Thiers bedauerte die Auswerfung der vorliegenden Frage und sagte, er werde seine früheren Ansichten da⸗ rüber nicht verleugnen, er bemerke jedoch, daß die gegenwärtigen Ansichten auch in Frankreich zur Geltung kämen. Die bedauerlichen Lehren des Nationalitätsprincips hätten Frankreich von seiner traditionellen Politik der Erhaltung des europäi⸗ schen Gleichgewichts abgelenkt und Frankreich in das jüngste Unglück gestürzt. Vergeblich habe er früher darauf aufmerksam gemacht, daß die italienische Einheit die deutsche Einheit zur Folge haben würde, nunmehr, da Italien eine starke europäische Macht geworden, entstünde die Frage, was zu thun sei. Die französische Diplomatie dürfte nichts thun, was einen Krieg zur Folge haben könnte. Italien sei von ganz Europa unterstützt, die französische Politik auf Erhaltung des Friedens gerichtet. „Bemühen wir uns, die Armee zu reorganistren und den ihr eigenthümlichen Eigenschaften die Dis cirlin, den Unterricht und die Uebung hinzu- zufügen, nicht mit Hinblick auf einen Krieg, son⸗ dern aus Vorsicht, um Frankreich seinen hohen * Rang in der Welt zu bewahren.“ Frankreich babe gegen den Papst Pflichten zu erfüllen, Thiers habe keinen Brief an den Papst geschrieben, ihm auch keine Rathschläge zu ertheilen. Frankreich stehe dem Papste jederzeit offen. Die durch das Concordat geschaffenen Beziehungen erheischten die Unabhängigkeit des Papstes. Thiers wolle vor Allem die Politik und die Interessen Frankreichs nicht compromittiren, werde jedoch sein Möglichstes thun, um die Unabhängigkeit des Papstes zu ver⸗ theidigen. Bischof Dupanloup unterstützte die Forderungen der Petitionen von demselben Ge— sichtspunkte aus wie Thiers. Gambetta lobt die Festigkeit und Aufrichtigkeit der Auseinandersetzungen des Chefs der Executivgewalt und erklärt sich hier— mit einverstanden. Nach einer erregten Debatte wurde der von Gambetta unterstützte Antrag des Deputirten Barthes auf Uebergang zur Tagesord⸗ nung mit 403 gegen 262 Stimmen verworfen und die Ueberweisung der Petitionen an den Minister des Aeußern angenommen. Belgien. Brüssel. Die„Indeépendance“ schreibt aus Paris:„Die Demission Favre's ist höchst wahrscheinlich; derselbe votirte für die Marcel⸗Barth'sche Tagesordnung, während Thiers dagegen stimmte.“ Großbritannien. London. Wie es heißt, wird Disraeli am 31. d. M. im Unter- hause ein directes Mißtrauensvotum gegen die Regierung beantragen. In parlamentarischen Kreisen gilt die Ablehnung des Mißtrauensvotums Seitens des Unterhauses für zweifellos, dagegen dürfte das Oberhaus die Resolution des Herzogs v. Richmond annehmen.— Der Kronprinz des deutschen Reiches ist in Osborne eingetroffen.— — Die neueste Ueberlandpost bringt beun— ruhigende Nachrichten aus China. In Folge feindseliger Kundgebungen in Hankow hat der englische Admiral einige Kanonenboote zum Schutz der fremden Kolonie dahin gesandt. Die dortige eingeborene Bevölkerung ist durch Maueranschläge, welche zur Wiederholung der Tientsin-Massacre auffordern, in hohem Grade aufgeregt, und man besorgt in Honkong den Ausbruch einer blutigen Erhebung. — Die preußische Regierung hat neuerdings durch den englischen Gesandten in Berlin dem Gouverneur von Helgoland ihre dankende Aner— kennung für die stricte Wahrung der Neutralität, sowie für die bei vielen Gelegenheiten gezeigte Freundlichkeit gegen deutsche Kriegsschiffe ausge— sprochen. Italien. Turin. Die Eröffnung der Mont⸗Cenisbahn wurde bis November verschoben. — Behufs der Krönung Victor Emanuel's als ersten Konigs von Italien hat sich hier ein Comite gebildet.— Der Kronprinz Humbert wird außer dem spanischen Hofe noch die Höfe von Berlin, Wien und London besuchen. Spanien. Madrid. Zufolge einer Mel⸗ dung der„Agence Havas“ ist die brabsichtigte Zusammensetzung des neuen Ministeriums an der Weigerung Arostegto's, das Portefeuille der Fi⸗ nanzen zu übernehmen, gescheitert. Da nun zu ⸗ folge des„Impartial Trempe“ die Uebernahme des Finanzministeriums noch von verschiedenen Anderen verweigert wurde, so verzichtete Minister Serrano auf die Bildung eines neuen. Amerika Newyork. In Wassington explodirte das im Arsenal befindliche Pulver- magazin, wodurch eine Feuersbrunst entstand. Der Schaden wird auf eine Million Dollars ge⸗ schätzt. Ein Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. Friedberg. Seit Anfang der Woche wurde in unseren Feldern mit dem Schneiden der Frucht begonnen und zwar mit der Gerste, während Korn noch 8 bis 14 Tage zu seiner vollständigen Reife bedürfen wird. Friedberg. In Frankfurter Blättern wird ge⸗ meldet, daß sich in einem Gasthofe daselbst ein junger Mann aus Friedberg mit Cyankali vergiftet habe. Nach einem hinterlassenen Briefe an seinen Bruder soll der⸗ selbe ein Opfer des Hazaroͤspiels sein. Mit Bezug auf diese Mittheilung dürste bemerkt werden, daß der Betref⸗ fende nicht aus Friedberg gebürtig, wohl aber als Ge⸗ hülfe in einem hiesigen Geschäfte placirt war. 72 Homburg. Kürzlich wurde dahier auf Requisition der Anschuldigung verhaftet, einer Dame im Eisenbah coupee zwischen Darmstadt und Frankf rt a. M. ihr eine beträchtliche Geldsumme enthaltendes Portemmonai ent⸗ 0 wendet zu haben und ist berselbe heute nach Frankfurt abgeliefert worden. 3 Nidda. Die Papierfabrik des Herrn Hammerschmibt zu Ober⸗Schmitten ist am 23. d. abgebrannt. Der Schaden soll ein sehr bedeutender sein.* J. Fraukfurt. Unter allen den zahlreichen und merkwürdigen Thieren, welche die Sammlung des Zoolo⸗ gischen Gartens in Frankfurt a. M. umfaßt, hat vielleicht noch niemals eines in ähnlicher Weise die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich gezogen wie die beiden Chimpansen. Gehört diese Affenart an und für sich schon zu dem Sel⸗ tensten, was ein zoologischer Garten zu bieten vermag, da das Einfangen solcher Thiere in den afrikanischen Wilb⸗ großen Schwierigkeiten verbunden sind, so darf es geradezu als ein höchst merkwürdiger Glücksfall bezeichnet werden, daß es gelungen ist, zwei Exemplare dieser Gattung fast gleichzeing von verschiedenen Seiten zu erlangen. Bisher fand sich diese Art nur sehr vereinzelt in den größten Thiergärten Europas vor und nur in London und Ham⸗ burg gab sich bisweilen Gelegenheit, zwei Chimpansen auf einmal zu sehen. Zusammenleben betrachten kann. Und das Thun und Treiben dieset von den Naturforschern mit Recht als „Waldmenschen“ bezeichneten Affen ist in der That in höchstem Grade merkwürdig, denn jede Bewegung, jede Miene bekundet die nahe Verwandschaft mit den Menschen. In besonders auffälliger Weise tritt dieses hervor, wenn sie ihre Nahrung mit Löffeln zu sich nehmen, sich die Zähne stochern oder am Abend sich zum Schlafen in eine wollene Decke einhüllen. Es sollte Niemand versäumen sich diese merkmürdigen Thiere anzusehen und gewiß bietet der am Sonntag den 30. Juli stattfindende außerordent⸗ liche 12. Tag vielen hiezu eine willkommne Gelegenheit. Auch verschiedene andere Thiere sind in neuerer Zeit ein⸗ getroffen, unter denen wir namentlsch ein paar ostindische Kronlauben hervorheben. Diese prächtigen Vögel sind wirkliche Tauben, obwohl sie einen Haushahn an Größe übertreffen und haben ihre Benennung von der zierlichen Federkrone, welche Ihre Küpfe ziert.* Offenbach. Ueber die Anlage der Offenbach⸗Hanauer Eisenbahn ist die letzte Bestimmung erfolgt, und wird dieselbe nicht, wie früher beabsichtigt, bei Oberrad in die Offenbach⸗Sachsenhäuser Bahn einmünden, sondern an Oberrad vorüberfahren und ihren Weg nach Sachsenhausen durch die ehemalige Schmitz'sche Eisengießerei nehmen und ihr Ende an der Mörfelder Landstraße erreichen, wo der Hauptbahnhof errichtet wird. Der Bahnbau wird nach sachkundiger Berechnung kostspielig. Bei Offenbach wird der Bahnhof seine Stelle nicht, wie noch in letzter Zeit projectirt, hinter dem Tulpenhof, sondern nächst dem Ho⸗ spital an der Darmstädter Landstraße erhalten, und soll nach Vollendung der neuen Bahn die jetzt von hier nach Sachsenhausen resp. Frankfurt führende Bahn gänzlich cassirt werden. Darmstadt. Hiesige Blätter erzählen, am Montag, als Kaiser Wilhelm auf seiner Rückreise nach Ems den hiesigen Bahnhof passirte, habe sich auch ein blutjunger ampulirter preußischer Lieutenant in einem Fayrstuhl auf den Perron rollen lassen, um seinen Kriegsherrn zu be⸗ grüßen, welch' Letzterer, als er des Verwundeten ansichtig wurde, denselben an den Waggon fahren ließ, ihm die Hand reichte und sich während der Zeit des Aufenthaltes auf's Freundlichste mit demselben unterhielt. Als der Zug sich unter dem Hurrahrufen der Anwesenden wieder in Bewegung setzte und der noch sehr leidende Offizier unter großen Anstrengungen sich ein wenig aufzurichten versuchte, um dem Kaiser die Honneurs zu machen, drohle ihm derselbe mit dem Finger, indem er ihn aufforderte, sich ja recht zu schonen. Worms. Ueber den schon mehr erwähnten schwim · menden Circus des Amerikaners Lent zu Mannheim. welcher dieser Tage im Schlepptau eines Remorqueurs dahier angekommen ist und am Krahnen beigelegt hat, gibt die „W. 3.“ solgende nähere Beschreibung: Das Schiff hat 87 Meter Linge, 28 Meter Breite und nur 10 Zoll Tief⸗ bang. Dieser Wasserpalast, welcher schon vou Nußen im⸗ ponirt, gewährt in seinem Innern einen wirklich großar⸗ tigen und prachtvollen Anblick. Unten in der Mitte des colossalen Baues liegt die sehr geräumige Reitbahn, welche nach vorn zu den Pferdeställen führt; nach der Langen⸗ seite rechts und links aufsteigend, schließen sich in langen Reihen und überaus praktischer Eintheilung die verschie⸗ denen für 2000 Zuschauer berechneten Sitz- und Stehplätze an, während in zwei quer durchlaufenden und übereinander liegenden Reihen die Logenplätze hübsch angebracht sind. Eine fürstliche Loge überragt nach hinten stolz die übrigen Plätze und ihr entgegengesetzt befindet sich das Orchester. Die Wappen und Farben der Uferstaaten und Uferstädte des Rheins sind sinnreich angebracht, und alle Zugänge sind so breit und bequem angelegt, daß ein sehr rasches Entleeren des Circus stattfinden kann. Ein ständiges Circus⸗Orchester unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Badewitz spielt während der Vorstellungen, welche dem Publikum nicht uur Proben in der höheren Reitkunst und Pferdedressur ablegen, sondern auch in der Gymnastik Vorzügliches zeigen. Bei der Pause halten wir Gelegen⸗ heit, der sehr eleganten oberen Restauration einen kurzen Besuch abzustatten. Von hier an die Brüstung der obersten Plätze vortreiend, hat man einen wahrhaft wundervollen Ausblick auf den ganzen Circusraum. des Frankfurter Polizei-Präsidiums ein Engländer unter Raume befindet sich eine zweite Restauraston, welche über Es entsteht für den Beschauer ein wesentlich anderes Bild, wenn er anstalt eines einsamen und dadurch gelangweilten Thieres zwei solche in ihrem nissen und der Transport nach Europa mit ungemein In dem unteren 4 000 9 erteicht große! mr ein von Ft Jruhalt sein B Anzei größere und E und 5 weiber haben 7 2 — 2 G hement gegen di dorderur Bad — 5 1892 5 werden ö f ö Sgteibn 90 Sf . dlesse dienlich 115 dri 1 Aunthallet t i be —— schmackhaste Speisen und frische Getränke verfügt. Auch ein ausgezeichnetes Glas Bier von Sick in Speyer wird daselbst verzapft. Hier oben befindet sich in einem Zim⸗ merchen eine vollständige Miniatur Druckerei, welche die nothigen Drucksachen liefert. Für Alles ist gesorgt in diesem prächtigen Bau, welcher auch einen großen Gas— apparat und einen vollständigen Löschapparat besitzt. Alles ist elegant eingerichtet und wohl durchdacht. Eine feine, überall hin wahrnehmbare Hand leitet und ordnet das schön gegliederte und sinnreiche Ganze. Mainz. Die noch im hiesigen Lazareth sich befin⸗ denden 3 kranken Franzosen werden kommenden Monlag in's Hospital nach Straßburg verbracht. Im Ganzen wurden von den Franzosen hier 975 beerdigt und fand die letzte Beerdigung am 11. d. M. stait. Schaffhausen. Vor einigen Tagen hat am Rhein— fall von Schaffhausen ein beklagenswerther Unfall staltge— funden. Eine russische Dame, die, wie man allgemein sagt, eine sehr geübte und kühne Schwimmerin sein soll, beging die Tollkühnheit, oberhalb des Falles aus dem Be— reich der sicheren Badehäuser hinaus zu schwimmen. Sie wurde von dem reißenden Strom fortgerissen und ver— schwand in dem brausenden Gischt des Falls. Es war keine Möglichkeit, sie zu retten; sie wurde als Leiche unterbalb herausgezogen. Tübingen. Die Witiwe des Dichters Ludwig Uhland hat die reiche Büchersammlung ihres verewigten Gatten in der Art der Universität zum Geschenk gemacht, daß sie ihr gestattete alle Werke auszuwählen, welche für die Ein⸗ verleibung in die Universitätsbibliothek geeignet erschienen. In Folge der vorgenommenen Verzeichnung und Aus- scheidung hat die Universitätsbibliothek etwa die Hälfte der genannten Sammlung, ungefähr 1750 Bände und Bändchen, erworben. Aus Manila wird vom 25. Mai über die Bildung eines neuen Vulcans berichtet: Was man längst mit bangen Abhnungen voraussah— den Ausbruch eines Vul— cans— hat sich jetzt in einer so traurigen, wie unerwar⸗ teten Weise mit der Bildung eines ganz neuen Vulcans bestätigt. Die Insel sollte der Schauplatz dieses furcht— baren Ereignisses werden. Die Insel Camiguim war nach und nach vom größten Theile ihrer Bewohner verlassen worden, obwohl eine Flucht überall auf den umliegenden Inseln ihre Gefahren bot, denn jeder Distrikt wurde in letzterer Zeit mehr oder weniger von Erschütterungen heimgesucht. Da endlich ließ sich am 1. Mai, Abends 5 Uhr, aus einem beim Dorfe Catarman aussteigenden Berge donnerähnliches Getöse vernehmen, das, von ein⸗ zelnen heftigen Stößen, wie Kanonenschüssen, unterbrochen, die Luft weithin erschütterte und stets an Kraft zunahm, bis denn schließlich mit lautem Gekrach sich der Boden spaltete und den empörten Elementen einen Ausweg von 1500 Fuß öffnete. Rauch und Asche, Erde und Steine wurden ausgeworfen und weit und weiter liegende Ort— 88 schaften damit überdeckt. Dann trat eine längere Pause ein, doch nur, um ber entfesselten Natur Zeit zu größerm Ausbruche zu lassen. Dieser erfolgte bald darauf, um 7 Uhr, bei Einbruch der Nacht und begrub leider bei einem Feuerregen an 200 Menschen, die aus Neugierde sich schnell um den Krater versammelt hatten. Bis zum Augenblicke des Berichts hatte man 50 Leichen hervorge⸗ zogen. Merkwürdig ist, daß dem gewaltigen Vorfalle keine meteorologischen Anzeichen vorangingen, wodurch das Volk noch hätte an die neue Gefahr gemahnt werden können, die für den Augenblick wenigstens ganz unvermuthet er⸗ folgte. Dec Krater hatte bei der besagten Länge von ca. 1500 Fuß eine Breite von 150 und eine Tiefe von 27 Fuß. Lokalgewerbverein zu Friedberg. Samstag den 29. l. M. soll eine Sitzung abgehalten werden, wozu man außer den Vereinsgliedern auch die übrigen Gewerbtreibenden einladet, weil ein Vortrag über das neue Maaß- und Gewichtssystem der einzige Gegen⸗ stand der Tagesordnung ist. Friedberg den 25. Juli 1871. Der Vorstand. Re u ß. UAeber Werth und Uutzen des Annoncirens. a Bei der Ueberfluthung des Publikums mit Neuigkeiten ist für jeden Einzelnen die Veröffentlichung seiner Leistungen eine unabweisbare Nothwendigkeit geworden. Sie kann bewirkt werden durch Anzeigen in den öffentlichen Blättern, Inserate, durch besondere Bekanntmachungen, Prospecte, Maueranschläge und Placate. 5 Vor allen Mitteln der Veröffentlichung verdient die Anzeige, Inserat den Vorzug, weil es das mindest kosispieligste ist und seinen Zweck am sichersten erreicht insoferne zum Annonciren nur das geeignete Blatt gewählt wird, vor Allem aber ein Blatt, das wirklich einen ausgedehnten Leserkreis hat und nicht eine fingirte große Auflage nur auf der Stirne trägt. Allerdings steht der Nutzen der Anzeige im genauesten Verhältnisse zu dem Werthe der angezeigten Gegenstände; denn find diese schlecht, so verführen sie den Käufer nur einmal, sind sie gut, so ist der Erfolg ganz unberechenbar. von Freund zu Freund, von Bekannischaft zu Bekanntischa ft. In diesem Falle schafft die Anzeige eine Kundschaft und regt überdies die mündliche Empfehlung an Der Zweck der Anzeige kann nur der sein, den Verbraucher aufmerksam zu machen; denselben zu fesseln, ist die Aufgabe der Waare selbst. Der wesentliche Inhalt der Anzeige ist deshalb die Firma des Verkäufers, die dem Auge des Publikums nicht oft genug vorgeführt werden kann. So wenig der Verkäufer sein Verkaufsschild nur einen Tag lang aushängt und dann einzieht, so wenig sollte derselbe unterlassen, seine Firma so oftals möglich anzuzeigen, denn die Anzeige sucht den Köufer in seiner Behausung auf, die Firma muß den Käufer selbst auf der Straße suchen. In keinem Lande der Welt ist der Handel und Verkehr so blühend, als in den nordamerikanischen Staaten und England und man nehme nur eine der dortigen größeren Zeitungen oder jedes andere Bekanntmachungsmittel in die Hand, und man wird finden, daß man dort den Nutzen der Inserate mehr zu schätzen weiß als bei uns. Was von den Kaufleuten, Fabrikanten und Gewerbtreibenden, gilt von allen anderen Geschäftsleuten, und namentlich von den„Rhedern, den Dampfschifffahrts⸗ und Eisenbahngesellschaften, von Auswanderungsbureau's; Bade-Anstalten und Heilquellen; Bildungs- und Erziehungs-Anstalten; Gewerbs- und Handelsschulen; Heilanstalten und Heilmitteln; Hotels und Gasthöfen u. s. w.“ Die Anzeige ist mit einem Worte eine Verpflanzung der Firma aus der engen Straße der kleinen Stadt auf den Markt der Welt und vor das Auge der geschäfts⸗ treibenden Menge, und danach mag Jeder bemessen, ob und welchen Erfolg für den gesammten Geschäftsverkehr des Einzelnen eine selche veränderte Weise der Ankündigung haben könne und haben müsse. Das Gesagte genügt, um nicht im Zweifel zu sein über Werth und Nutzen des Annoneirens. Oesfentliche Aufforderung. 1883 Nachdem der Gastwirtbh Konrad Hofmann II. von Schwalbeim zur Abwendung des Concursprozesses über sein Vermögen um Zusammenberufung seiner Gläubiger zum Zwecke des Abschlusses eines Stundungs⸗ oder Nachlaß⸗ Vertrags gebeten hat, werden die Gläu— biger desselben zur Anmeidung ihrer Forderungen und zum Versuche der Güte auf Montag den 14. August d. J., Morgens peäcis 8 Uhr, unter dem Rechtsnachtheile bierher vorgeladen, daß die ausbleibenden oder nicht gehörig vertretenen Gläubiger als den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen Gläu— biger beigetreten angesehen und, falls ein Arran⸗ gement zu Stande kommt, mit etwaigen Einwendungen gegen die Angabe dee Schuldners über die Größe ihrer Forderungen ausgeschlessen würden. Bad⸗ Nauheim am 15. Juli 1871. Großberzogliches Landgericht Bad Nauheim. Ulrich, Schnittspahn, Landrichter. Landgerichts Assessor. Versteigerungs⸗ Anzeige. 1892 Freitag den 28. Juli d. J., Vormittags 10 Ubr, werden in hiesigem Rathhause nachstehend verzeichnete Schreibmalerialien, als: f 5 60 Stück Federkasten, 30 Dutzend Schreibhefte, 6 Groß Blelfedern, sowie eine Partie Zeichen- und Schreibpapier, oͤffentlich meifibietend gegen Baarzablung versteigert. Friedberg den 24. Juli 18717. i Jichorriogliche⸗ Ortsgericht Friedberg. ß ou ear. Holz- und Streulaub-Versteigerung. 1886 Frellag den 28. d. M., Morgens 8 Uhr, werden im Gemeindewald Nleder⸗Rosbach 40 Haufen Streulaub, sowse nachstehende Holzsortimente öffentlich meistbie tend verfleigert: i / Stecken Eichen⸗Prügelbolz, 7 5„ Stockholz, 30 Stuck„ Wellen, 17 10 Fichten! N 1 Eichen Stamm von 30 Cubikfuß enthaltend. Oie Zusammenkunft ist am Pflanzgarten an der asserdöll. . en den 25. Juli 1871. Groh berzogliche eee Niedet⸗Rosbach. 175%. Holz- Versteigerung. 1883 Die am 19. d. M. im biesigen Gemeindewalde abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und der erste Abfahrtag auf Freitag den 28. d. M. festgesetzt worden. Ober⸗Mörlen den 25. Juli 1871. Großherzogliche Bürgermeisteret Ober-Mörlen. eig een — X—* Holz-Versteigerung. 1887 Dienstag den 1. August d. J., Vormittags 9 Ubr, sollen in dem Freiherrlich v. Rotbschild'schen Walde „Altenberg“ 7050 Stück Eichen-Schälwellen öffentlich meiftbietend versteigert werden. Okardben den 25. Juli 1871. Fretherrlicher Revierförster ö Hilgenreiner. 1869 100 Maurer- und Steinhauer⸗ Gesellen werden deim Bau einer neuen Brücke bei Wabern zum Lohn von 1 bis 1% Thaler pro Tag gesucht von Bad⸗Nauheim. E. Aletter, Bauunternehmer. 1860 In meinem neu erbauten Hause vor der Stadt ist der obere Stock mit Zugebör und Hausgarten zu vermtethen und kann bis Ende September bezogen werden. Fr. Rodaug. Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim ist vorrätbig Neuster Taschen-Fahrplan. b N für die Mittel Rheingegend, Hessen, Nossan, Frankfurt, Rhein⸗Preußen. Nützlich für die, welche Singvögel balten: Unterricht für Liebhaber der Kanarienvögel, wie dieselben zum Nutzen und Vergnügen in und außer der Hecke am zweckmäßigsten debandelt werden müssen. Vebst Anweisung Nachtigallen, Stieglitze, Hänf⸗ linge, Zeisige, Dompfaffen, Amseln und Stagare zu fangen, zu zähmen und zu unterrichten. 6. verb. Aufl. Preis 36 kr. Dieses nützliche Buch entbält nicht nur, wie 1) Sing⸗ vögel zu füttern, sondern auch 2) zu zieden, zu unterrichten und auszustopfen sind. Vorrätbig bei Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg und Bad Nauheim. 1896 Unter jacke und Unterhosen zu verschiedenen Preisen bei K. Friedrich neden der Post in Friedderg. Die Gartenlaube. Nr. 29. Inbalt: Ich weiß. Aus dem poetischen Nachlasse des Freiherrn Carl von Fircks.— Die stumme Signora. Eine Erinnerung aus der Mappe eines ehemaligen Leip⸗ ziger Studenten. Von Karl Wartendurg.— Wieder unter dem Lindendaum. Gedicht von Hermann Oelschläger. Mit Illustration. Für die Gartenlaube compontrt von B. Woltze in Weimar.— Aus der Ge⸗ schlchte eines alten Pfarrhauses. Von Pfarrer Ferdinand Lucius.(Schlub.)— Erinnerungen aus dem betligen Kriege. Nr. 8. Aus den Aufzeichnungen einer Pflege⸗ rin. I. Von F. K.— Aus den Tagen des Berliner Jubels Mit Abbildung: Auf dem Pariser Platz in Berlin am 16. Juni 1871.— Nach der Natur aufgenommen von unserem Feldmaler F. W. Heine.— Blätter und Biültben: Von der entsetzlichen Ueder⸗ schwemmung in Tachau im Egerer Kreis.— Ein Post⸗ engel.— Damen Gasthäuser.— Ein alter Vater sucht seinen Sohn.— Kleiner Briefkasten. 1802 Wiedereröffnung der Turnhalle. 1884 Sonntag den 30. ds. Mts., Nachmittags 3 Uhr, Versammlung der Mitglieder des Turnvereins auf der Nauheimer Chaussee, nächst der Stadt. Zug auf den Turnplatz. Schau⸗ turuen. Geselliges Zusammensein, Harmoniemusik. Fur Wirthschaft auf dem Turnplatz ist ge⸗ sorgt. Abends 8 Uhr Tanzvergnügen im Saale der drei Schwerter. Die außerordentlichen Mitglieder des Vereins, sowie die besonders geladenen Gäste wer— den zur Theilnahme am Zug, sowie den sonstigen Veranstaltungen freundlichst eingeladen. Der Vorstand des Turnvereins. Joologischer Garten in Frankfurt a. M. 1878 Sonntag den 30. Juli von Morgens 6 Uhr bis Abends ist der Eintritts preis auf 12 Kreuzer per Person ermäßigt. Nachmittags 4 Uhr Concert vom Musik. Corps des Rhein. Dragoner Regiments Nr. 5. Der Verwaltungsrath. Angekommen: Ein Paar Krontauben aus Ostindien. 3 5* e Zur gefälligen Peachtung. 1881 Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die Thora⸗Einweihung der israel. Religionsgemeinde Bellersheim, Obbornbofen und Wohnbach wie bestimmt am 28. und 29. d. M. abgehalten wird, und zwar beginnt der Zug Freitag Nachmittags 3 Uhr von Bellers- beim aus nach Obbornhofen zur Synagoge, wozu wir weiter noch bemerken, daß an beiden Tagen Ball und zwar nicht bei Herrn Sack in Wohnbach, sondern bei Herrn Gastwirth Hahn Cum Braunfelser Hof) zu Bellersheim, unter Mitwirkung der be⸗ stimmen Musik(Cappel aus Neustadt) stattfindet und laden nochmals höflichst ein. Das Comite. Bekanntmachung. Der nächste Markt für Fett-, Zucht⸗, Milch- und Arbeitsvieh aller Gattungen zu Offenbach findet siatt Mittwoch den 16. August l. J., Morgens 7 Uhr. Für Stallungen ist hinlänglich Sorge getragen und kann das Vieh schon Tags vorher eingestellt werden. Für diejenigen Verkäufer, welche die an Anzahl und Qualität vorzüglichsten Partien Fett-, Zucht, Milch- und Arbeitsvieh zu Markt bringen, werden wie früher Prämien, bestehend in silbernen Pocalen, Diplomen 1c., zur Concurrenz ausgesetzt. Großherzogliche Bürgermeisterei Offenbach. Hir schmann. Zwei Mehlkasten, 1866 mit je zwei Gefachen, ganz neu, sehr dillig zu verkaufen bei Bad- Naubetm. Louis Löb. Für Lehrer in Städten und größeren Orten, 1882 welche geneigt wären, eine eben so passende als, bel entsprechender Thätigkeit, sehr einträgliche Neben⸗ beschäftigung zu übernehmen, wollen ihre gef. Adressen unter B. B. 107 an die Expeditton d. Bl. portofret einsenden. Gemeinde- Voranschläge 1895 nach neuester Vorschrift, sowie alle anderen Formularien find flets vorräthig bei C. C. Weis, gegenüber dem Pötel Trapp. Der Krieg mit Frankreich von 1870 bis 1871. Eine Kriegsgeschichte für das Volk, enthaltend: sämmtliche offiziellen Telegramme, die wichtigeren amt⸗ lichen Aktenstücke, Thronreden, Armeebefehle und Pro⸗ clamationen, sowie die interessanteren Privattelegramme und Zettungsnachrichten, nebst einer Verlustlifse und einer Liste der sämmtlichen in diesem Kriege den An⸗ gebörtgen der Großherzoglich Hessischen Division zu Theil gewordenen Auszeichnungen. Mit besonderer Berücksichtigung der Groß⸗ herzoglich Hessischen Diviston. Zusammengedzellt und durch verbindenden Text ergänzt von Ferdinand Dieffenbach. Darmstadt. G. Jonghaus'sche Hofbuchhandlung, Verlag. Gr. do geheftet. 128 Seiten. Preis 30 kr. Vorräthig det Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim. 1879 Wilhelm Berubeck, Neue freiwillige 9 Bürger- Feuerwehr. 3 1891 Freitag Adend 8½ Uhr General. versammlung im Windecke r'schen Garten, Lokale. Der Vorstand. 1870 Samstag den 29. Jult findet auf vielseltiges Verlangen Ball für Israeliten flatt, wozu freundlichst einladet Butzbach. Jacob Seulburger, Gasthaus zum Löwen. 1868 Samflag den 29. Juli findet auf dem Selzer⸗ brunnen ein Ball für Israeliten statt, wozu freundlichst einladet P. Weitzel. Gefunden. 1889 Eine goldene Uhr wurde am 22. Juli zwlschen Büdingen und Rinderbügen gefunden. Der Eigen⸗ thümer soll ein Wetterauer sein, dessen Name jed unbekannt ist. Abzuholen dei Lehrer Schindel Rinderbügen gegen Erstattung der Inseratgebühren. Einen Schmiedgesellen 1890 sucht zu sofortigem Eintritt Christoph Ritzel, of- Schmied. Foulards, 252 seidene Umknöpftücher, schwarze scidene Halstücher und Halsbinden bei K. Friedrich neben der Post. 1893 Lateinischen und griechtschen Privatunterricht ertheilt wer? sagt die Expedition d. Bl. Todesanzeige. 1885 Heute Nacht um 2 Uhr endiate ein sanfter Tod das Leiden unserer geliebten Schwester, Schwägerin und Tante der Frau Johannes Weidmann II. Wittwer, ged. Ewald. Indem wir dieses Freunden und Bekannten mittheilen, biiten wir um flille Theilnahme. Ockstadt den 25. Juli 1871. Die trauerden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag den 27. d. M., des Morgens 8 Uhr, statt. Frucht prei se. Per Malter. Friedberg, 25. Juli. Waizen 14 fl.— ti z Kor! 10 fl.— kr.; Gerste 7 fl. 30 kr.; Hafer 5 fl. 40 kr. Frankfurt, 24. Juli.(200 Zollpfund.) Waizen 13¼½—14½'; Kor! 10½—“/; Gerste—; Hafer 9½— 10; Rüböl(100 Zollpfd.) ohne Faß 263 Branntwein (50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß—. Grünberg, 22. Juli. Waizen 14 fl. 16 kr. Korn 11 fl. 5 kr.; Gerste 7 fl. 46 kr.; Hafer 5 fl. 56 ke.; Molter— fl.— kr.; Erbsen 14 fl.— kr.; Wicken— fl. — kr.; Saamen— fl.— kr.; Kartoffeln 5 fl. 50 kr. Mainz, 21. Juli. Waizen 12 fl. 22 kr. Korn 10 fl. 4 kr.; Gerste 6 fl. 30 kr.; Hafer— fl.— kr.; 7 5. 2* 8 Kartoffeln 6 fl. 30 kr.; Reggenstroh per 100 Gebund Colonial-, Material-& Farbwaaren⸗Handlung Stehende Ge 0 chäftsanzeigen 40—45 fl. in Friedberg sowse Geld Cours 1487 nächs der Burg. Aunnoncen jeder Att 411 265284 187 Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren. J vermittelt in. zu den coulantesten ieee ene edingungen die 8 7 8 r Preußische Friedrichsd'or.. fl. 9 58-59 Waagen und Gewichte enen erden e e olländische fl. Se.— 1836 nach neuer Vorschrift empfiehlt G.. D a u be& C o mp. 1 n ne„ 5 34—36 Lauterbach a. Oberhess. Bahn. in Frankfurt a. M. Ducaten al marco 85 35—37 Jean Becker. und macht hauptsächlich die Geschäfte firmen aller 20 ⸗Frankenstücke» 9 20—21ʃ Branchen, Patentinhaber, Aerzte, Lehrer, Englische Sovereigns 13 51—53 Agenten, Importeure, Spediteure ꝛc. ꝛc.] Nussische Imperiales 94041 gaater en ar auf die so nützlichen, faft unentbehrlich Dollars in Geld 2„ 2 24½— 25½ gewordenen N f 8 8 1880 zu den billigen Preisen find zu baben bei Stehenden Geschäftsauzeigen. Astatlitischer Gottesdienst in Friedberg. Mah& Oppenheimer. Ausführliche Zeltungsverzeichnisse, sowie jede Beginn: f N weitere Auskunft gratis franco. Freitag Abend 7 Uhr. 2 Eine Oeconomie-Haushälterin 1877 sucht weileres Engagement.— Franco⸗Offerten Samstag Morgen 8 Uhr. Verantw. Nedact.: Hermann Schimpff. Glacé-AMandschube Fe besorgt die Experition d. Bl. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 1 12 die 6 folge beim burg D Groß! erlassen Auerken welche zurücge theils hien, nungen mandeu dem G. den Di