—— stlinseist“ Serschbetrung* „ U m 6 d. Fertsch. —— Uuntubertin t n Asten 1 A k. * Sebtrupsun Sent, zelser „ gezes Nager; 14 Slatebittung, eit der ple“ 1 0. 40 Lager Got. felsenanellen. Mi. bttlacht alt vel Saat, Sur stl, u maine aultin N. Garde. lech, arten Handlunz M 74. zeiger. ö Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 1871. Oberhessischer! Friedberger Intelligenzblatt. Dienstag den 27. Juni. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. ——— Abonnements⸗ Einladung. 1 Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. ... Das Abonnement beträgt bei der jährlich 47 kr., mit Bringerlohn. a Der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. Bestellungen beliebe man baldigsst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter. brechung eintritt. N 5 für das zweite Halbjabr zusenden, wenn nicht Verlagsexpedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel⸗ Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir den Anzeiger auch ausdrücklich Abbestellung erfolgt. Die Expedition. Amtlicher Theil. Be Betreffend: Rinderpest. Erhaltener Mittheilung zu Folge ist am 16. d. Mis. die Rinderpest zu constatirt worden. Friedberg den 24. Juni 1871. „ nnen Niedermendig im Kreise Mayen, Reg.-Bez. Coblenz, Großherzogliches Kreisamt Friedberg. RN Haas, Kreis, Assessor. Deutsches Reich. 5 Darmstadt, 24. Juni. Das Großherzog⸗ liche Regierungsblatt Nr. 21 enthält folgende Cabinetsordre betr. die freiwillige Hülfsthätigkeit im Großberzogthum Hessen. Ludwig III. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein ꝛc. ꝛc. Nach jetzt er⸗ folgter Wiederkebr des Friedens gereicht es Uns zu hoher Genugthuung, der freiwilligen Opfer zu gedenken, welche die Bevölkerung des Groß berzogthums ohne Unterschied des Standes und Geschlechts, während des Ktieges, erfüllt von patriotischer Begeisterung und reinster Menschen⸗ liebe, für die Pflege der verwundeten uud kranken Soldaten, in so rühmlicher Weise gebracht hat. Schon bei dem Beginn des jetzt beendeten Krieges hatten der unter dem überall fördernden Protettorate Ihrer Großherzoglich Königlichen Hoheiten des Prinzen und der Prinzessin Carl von Hessen stehende Hülfsverein für die Kranken- pflege und Unterstützung der Soldaten im Felde und in enger Verbindung mit diesem der von Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Ludwig von Hessen selbstehätig präsidirte Alice-Frauenver— ein ihre zweckmäßig organisirte Wirksamkeit, unter Beihülfe von Zweigvereinen, welche sich in vielen Orten bildeten, im ganzen Lande ins Leben treten lassen. Berufs⸗Pflegerinnen, geistlichen wie weit lichen Standes, und freiwillige Pflegerinnen boten alsbald ihre Dienste an und widmeten sich der Pflege der verwundeten und kranken Krieger mit bewundernswerther Ausdauer und Aufopferung. Sanitätscorps, in verschiedenen Städten des Lan- des gebildet, zogen nach dem Kriegsschauplatze aue und leisteten dort, mit Bestehung großer Be⸗ schwerden und Gefahren, die ersprießlichsten Dienste. Andere, Männer und Frauen, machten sich die wieder gegeben, sondern auch den Vaterlandsver- theidigern die tröstliche Ueberzeugung gewährt, Opfer scheuten, um für ihr dieses Bewußtsein sicher mit dazu beigetragen, den freudigen Muth der tapferen Armee zu Ni in dem nun siegreich beendigten Kriege zu verleihen. tischen Wirkens fühlen Wir Uns gedrungen, Allen, welche sich hierbei in der einen oder anderen Weise betheiligt haben, Unsern Dank hierfür öffentlich auszudrücken. Darmstadt, den 22. Juni 1871. Ludwig. — Gutem Vernehmen Kammer der Stände am 29. d. und die zweite Kammer bereits am 28. d. wieder zusammentreten. — Die unterm 13. Juni l. J. zwischen dem Bevollmächtigten Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Hessen und denen Seiner Majestät des deutschen Kaisers und Königs von Preußen abgeschlossene Militärconvention, sowie das Schluß⸗ prototoll zu derselben sind den Ständen des Groß- herzogthums mit dem Ersuchen um Ertheilung der verfassungsmäßigen Zustimmung vorgelegt worden. Friedberg, 25. Juni. Die in der Gar— nisonsangelegenheit an S. K. H. den Großherzog committirte Deputation hat heute in einer zu diesem Zwecke zusammenberufenen, sehr zahlreich besuchten Versammlung im Saale zu. den. drei Schwertern ihren Bericht erstattet, der im Interesse der Sache hiermit zum Abdruck gebracht wird. Dieser Bericht lautet: Meine Herren! Die von der Einwohnerschaft Friedbergs wegen der Garnisonsangelegenheit an d. K. H. den Großherzog committirte Deputation Labung und Stärkung sowohl der zum Kampfe ausziehenden als der davon verwundet oder kran! zurückkehrenden Soldaten, die Ueberbringung von Liebesgaben an die in Feindesland stehenden Trup⸗ pen, die Anfertigung der nöthigen Gegenstände für die Lazarethe, die Sorge für die Familien der im Felde stehenden Soldaten persönlich zur Aufgabe, während freiwillige Gaben für alle diese edlen Zwecke in reichem Maße von allen Seiten, selbst aus dem fernen Auslande, gespendet wurden. Diese großartige Hülfe bat nicht allein vielen braven Kriegern das Leben erhalten und die Gesundheit hat die Verpflichtung über die Art und Weise, wie sie dem ihr gewordenen Auftrag nachdekommen ist, und über den Erfolg ihrer Misston Rechen- schaft abzulegen. Damit dies so vollständig und so genau wie möglich geschieht, hat sie diese Rechenschaftsablage in die Form einer schriftlichen Berichterstattung einkleiden zu müssen geglaubt und erlaube ich mir, Ihnen diesen Bericht hier⸗ mit vorzutragen. 8 Am 21. d. M. wandte sich die Deputation an die Flügeladjutantur Sr. K. H. mit dem daß auch die in der Heimath Zurückgebliebenen keine mittags Wohl mitzuwirken Zeit wurd und für ihre Angehörigen zu sorgen, und hat die wohlwollend auf, sprach sich über alle hier ein⸗ schlagenden Verhältnisse auf das Eingehendste aus und zu beleben und ihr die Kraft zur Ausdauer und äußerte sich dahin: Er beklage die Calamität, Ersuchen, sie zu einer Audienz aumelden zu wollen und sckon am 22. traf die Antwort ein, daß S. K. H. die Deputation den 23. d. M. Vor⸗ 9 Uhr empfangen wolle. Zur bestimmten die Audienz gewährt. S. K. H. nahm Adresse, deren Inhalt Ihnen bekannt ist, sehr welche Friedberg betroffen, don Herzen und dies In voller Anerkennung dieses edlen und patrio- um so mehr, als er eine ganz besondere Vorliebe für unsere Stadt hege und als er sehr wohl wisse, welche ganz enormen Nachtheile deren Gesammt- einwohnerschaft durch den Verlust der Garnison erleiden müsse; daß Friedberg die Garnison ver⸗ loren, beruhe auf einer Entschließung, die nicht nach wird die erste von ihm, sondern von der jetzt maßgebenden und allein entscheidenden Gewalt Sr. Majestät dem deutschen Kaiser ausgegangen sei; könne er in Militärangelegenheiten noch gebieten, wie früher, dann wäre es zu dieser Maßregel nimmermehr gekommen oder er würde doch sofort bestimmen, daß Friedberg eine andere Garnison erhalte, so aber, wie die Dinge jetzt lägen, denen er selbst sich fügen müsse und im Interesse unseres Gesammt⸗ vaterlandes und in Achtung abgeschlossener Ver⸗ träge sich ohne Rückhalt füge, könne er für sich in der Sache nichts machen, er werde aber die Be⸗ mühungen der Stadt Friedberg, wieder in den Besitz einer Garnison zu gelangen, nach Kräften unterstützen, er rathe dringend, es an energischen Bemühungen nicht fehlen zu lassen und er empfehle der Deputation, sofort bei dem Divisionär der hessischen Truppen, Sr. Gr. H., dem Prinzen Ludwig, um eine Audienz nachzusuchen, demselben die Lage und Wünsche Friedbergs vorzustellen und hierbei hervorzuheben, daß Höchsterselbst der Deputation anempfohlen habe, sich an ihn, den Prinzen, zu wenden. Unter den wiederholten Versicherungen seines Wohlwollens für Friedberg wurde bierauf die Deputation entlassen. Die Deputation begab sich nunmehr sofort in das Palais Sr. Gr. H. des Prinzen Ludwig und ließ sich zu einer Audienz anmelden. Die⸗ selbe wurde augenblicklich gewährt und empfingen S. Gr. H. die Deputation auf das Freundlichste. Nachdem S. Gr. H. die Wünsche der Deputation entgegengenommen, erklärten Dieselben, die Ver⸗ legung der Garnison sei aus militärischen Gründen erfolgt, könne nicht mehr rückgängig gemacht werden und er werde sich, wie er sich der Deputation gegenüber ganz offen aussprechen müsse, gegen eine jede Aenderung, namentlich aber da; gegen aussprechen, daß ein Bataillon der Garnison Gießen nach Friedberg dislocirt werde; wenn aber für das zweite, dermalen in Gießen garnisonirende Regiwent noch ein drittes Bataillon errichtet werde, was indessen noch eine Frage der Zeit sei, dann könne vielleicht Friedberg zur Garnison dieses Bataillons bestimmt werden. Endlich sprachen sich S. G. H. nach weiterem Verhandeln noch dahin aus, daß Sie, wenn es die Verhältnisse erlaubten, veranlassen wollten, daß vorläufig we⸗ nigstens eine Compagnie Infanterie nach Friedberg abwechselnd gelegt werde. Um sich über die Gründe der Garnisonsver— legung auf das Genaueste zu informiren und um auf diese Weise auch Mittel und Wege in Er- fahrung zu bringen, die für jetzt oder doch für die Zukunft eine Aenderung der dermaligen Sachlage möglich machen dürften, begab sich die Deputation hierauf in das Kriegsministerium. Auch dort hatte sich die Deputation eines sehr freundlichen Empfangs zu erfreuen. Herr Oberst Dornseiff und Herr Oberkriegsrath Niepoth sprachen übereinstimmend ihr Bedauern darüber aus, daß Friedberg seine Garnison verloren habe, erklärten aber ebenso übereinstimmend, daß die Maßregel nur auf rein militärischen Gründen beruhe, weil es einestheils zum feststehenden Princip geworden sei, Garnisonen nur in größere Städte oder doch nur an solche Orte, die für die Militärzwecke und Bedürfnisse ausgiebige Einrichtungen besitzen und in die Bezirke der betreffenden Landwehrstämme zu legen und weil es anderutheils nicht angemessen sei, Regimenter zu vertheilen, wenn dies äußerst umgangen werden könne. Sie erklärten ferner, daß wenn für das zweite Regiment ein drittes Bataillon errichtet werde, Friedberg Hoffnung habe, dessen Garnison zu werden, vorausgesetzt jedoch, daß nicht gleich nahe gelegene Orte concurrirten und ihre Concurrenz durch Militärzwecken entsprechende Of⸗ ferten zu unterstützen wüßten. Beide Herren er⸗ klärten übrigens noch, worauf auch schon Seine Großherzogliche Hobeit Prinz Ludwig hingedeutet hatte, daß man in den maßgebenden militärischen Kreisen nicht habe annehmen können, daß die Stadt Friedberg auf eine Garnison besonderes Gewicht lege, einestheils, weil sich die Stadt bei militärischen Anforderungen nichts weniger als zu⸗ vorkommend gezeigt habe und anderntheils, weil, während doch schon längere Zeit von der Mög- lichkeit einer Aenderung der Barnisonsverhältnisse die Rede gewesen sei, doch von Seiten Friedbergs nicht gerade besondere Bemühungen zur Erhaltung der Garnison geschehen seien. Endlich eröffneten beide Herren noch der Deputation, daß nicht Friedberg, sondern Worms die Garnison verloren haben würde, wenn der ursprüngliche Organisations— plan durchgeführt worden sei, aß dieser Plan aber, ihnen selbst unvermuthet, von der Reichs- militärgewalt eine andere Gestaltung erlitten habe. Aussichten auf einen augenblicklichen Erfolg liegen also nicht vor; allein alle Hoffnung ist jedoch nicht verloren und die Stadt Friedberg ist der Unterstützung Seiner Königlichen Hoheit des Groß— herzogs sicher, wenn sie es an weiteren energischen Bimühungen, namentlich zur Zeit der Formation eines dritten Bataillons des zweiten Regiments nicht fehlen läßt. Dies meine Herren, ist die getreue Darstellung dessen, was die Deputation gethan und erfahren hat und es erübrigt der Deputation, welche mit dieser Berichterstattung ihre Mission für beendigt ansehen muß, nuc noch ihren Dank für das Ver- trauen auszusprechen, mit welchem Sie dieselbe beehrt haben. Friedberg, den 25. Juni 1871. Drentauo. Curlman. Foncar. Schimpff. Seyd. Der Verlesung dieses Berichtes durch Herrn Hefgerichts⸗ Advokaten Seyd foigte unter dessen Leitung eine längete und lebhafte Besprechung der für unsere Stadt so sehr wichtigen Garnisons⸗ Angelegenheit und einigte man sich schließlich zu dem einmüthigen Beschlusse, in der von S. K. H. dem Großherzoge angedeuteten Weise mit größter Energie alle Kräfte zur Wiedererlangung einer Garnison rechtzeitig aufzubieten. Mit der ernsten Mahnung, daß die ganze Einwohnerschaft Fried- bergs in vereintem Streben Hand in Hand gehen und Jeder das Seine zur Erreichung dieses Zieles beitragen müsse, was gewiß allseitig ge schehen werde, wurde die Versammlung geschlossen. * Friedberg. Nach der„Darmst. Ztg.“ ist gleichzeitig mit dem Erlasse der in vorstehen⸗ dem Art.„Darmstadt“ mitgetheilten Cabinetsordre dem Ministerium des Innern eine Allerhöchste Entschließung zugegangen, durch welche das Militär⸗Sanitäts⸗Kreuz an 387 Personen verliehen wird. Dasselbe erhielten in unseren nächsten Kreisen: Prof. Dr. Köhler, Naufm. Huber, Reablehrer Dr. Ed. Schmid, Georg Hieronymus, Frau Regierungsrath Trapp, Frl. Hilda Dieffen— bach, Frau Ramspeck, Kreisarzt Dr. Lorenz, Dr. med. Wagner, Director Schäfer, Major Hauß, sämmtlich in Friedberg; Bürgermeister Schutt, Medieinalrath Dr. Ehrhard, Medieinalr. Dr. Bode, pract. Arzt Dr. Bode jun., Bade- meister Meister, sämmtlich in Bad⸗Nauheim; Frau Landrichter Gilmer in Butzbach, Kammerherr Wilhelm Löw zu Steinfurth, Pfarrer Heinrich Gust. Landmann in Rendel, Frau Gräfin v. Unruh in Groß⸗Karben, Frau Marie Berna in Büdes- heim, Frau Kreisrath v. Zangen in Vilbel, Frau Carolina Kinee in Nieder-Eschbach, Frl. Marie Eisenmenger in Höchst a. d. N., Frl. Johanna Hoffmann aus Altenstadt. Friedberg. Am 24. Juni traf das 2. Bataillon des 2. Regiments auf seinem Marsch nach Gießen in unserer reichgeschmückten Stadt ein und wurde hier einquartiert. Am Mainzerthore vom Stadtvorstand, sowie von weißgekleideten Jungfrauen begrüßt, wurden die Truppen mit einem wahren Blumenregen überschüttek. Jeder Einwohner bemühte sich durch zuvorkommendes Benehmen und liebevolle Aufnahme in seinem Hause die Soldaten merken zu lassen, daß sie wieder auf heimischem Boden sich befinden. Am 25. Juni zog das 1. Bataillon desselben Regiments bier durch. An beiden Tagen wurden die Truppen seitens des„Verpflegungscomités für durchpassirende Krieger“ bewirthet. Dienstag Vormittag den 27. Juni erwartet man den Durchmarsch der in Butzbach garnisonirenden Reiterei unter Begleitung der Musik des betreffenden Regiments. Es wäre wohl am Platze, wenn der Schmuck unserer Straßen bis dahin erhalten bliebe und die theil— weise schon eingezogenen Fahnen wieder ausge— steckt würden. Berlin. Der für Berlin ernannte fran— zösische Geschäftsträger, Marquis de Gabriae, seither erster Botschaftssecretär in Petersburg, ist gestern früh hier eingetroffen und hat Abends seine Reise nach Versailles fortgesetzt. Derselbe kehrt in etwa acht Tagen hierher zurück, um seinen Posten anzutreten. — Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht die Gesetze, betreffend den Ersatz der Kriegsschäden, die Entschädigung der Rhederei und die Be— schaffung von Betriebsmitteln für die Eisenbahnen in Elsaß⸗Lothringen, ferner das Gesetz über die Beihülfen an ausgewiesene Deuische und das Ge— setz, betreffend den Erweiterungsbau des Dienst gebäudes des Reichskanzleramtes. 0 — Den bayerischen Mannschaften, welche zu dem Einzuge der Truppen hierher entsendet worden sind, ungefähr 150 an der Zahl, hat, wie die „Spen. Ztg.“ mittheilt, Se. Maj. der König Ludwig von Bayern laut nach hier gelangtem Befehl für die Dauer des Aufenthaltes in Berlin eine Extrazulage bewilligt. Dieselbe ist für den Feldwebel auf 3, für den Unteroffizier auf 2 und den Gemeinen auf 1 Gulden pre Tag festgesetzt. — Det„Reichsanzeiger“ veröffentlicht einen kaiserlichen Erlaß, worin der Kaiser, für die an⸗ läßlich des Truppeneinzuges und der Friedensfeier von Gemeinden, Festgenossenschasten und einzelnen Personen ihm dargebrachten Glückwünsche seinen Dank ausspricht. Das genannte Blatt veröffent- licht ferner eine allerhöchste Cabinetsordre betref— fend die Bildung von Armeeinspectionen. Die erste Armeeinspection umfaßt das erste, fünfte und sechste, die zweite das vierte, siebente u. neunte, die dritte das achte, zwölfte, vierzehnte, und fünf⸗ zehnte, die vierte das elfte und dreizehnte Armee · corps und die periodische Inspizirung des ersten und zweiten bayrischen Armeecorps. Das zweite, dritte und zehnte Armeccorps sind einer Armee⸗ inspection vorläusig nicht zugewiesen. Der. Reichs⸗ anzeiger“ veröffentlicht weiter eine Bekanntmachung, betreffend die Vorschriften zur Ausführung des Prämiengesetzes. Bremen. In der Sitzung der Bürgerschaft wurde der Antrag angenommen, daß zum dauern⸗ den Gedächtniß an den glorreichen Frieden des Jahres 1871 silberne Denkmünzen zum Werth von 1 Thaler Gold zum Gesammtbetrag von 25,000 Thlr. ausgeprägt werden. Leipzig. Die Durchtraneporte der Truppen des zweiten Armeecorps, welche am Dienstag den 20. d. M. begonnen haben, sind durch ein ent- setzliches Eisenbahnunglück unterbrochen worden. Der vorige Nacht um 1 Uhr auf der Berliner Bahn von bier abgelassene Zug, auf welchem sich das zweite Bataillon des Grenadier-Regiments Ne, 2 in der Stärke von 4 Offizieren und 1023 Mann befand, ist zwischen Rackwitz und Zschortau, den beiden nächsten Stationen von hier aus, da⸗ durch verunglückt, daß infolge einer Entgleisung mehrere Wagen aufkinandergedrängt und zertrüm⸗ mert wurden. Leider haben hierbei 21 brave Soldaten, denen es vergönnt war, die Gefahren und Strapazen des Krieges glücklich zu überstehen, ihren Tod gefunden, während 42 Mann mehr oder weniger schwer verwundet worden sind. Die Unglücksstelle soll mit ihren Trümmerg einen ent⸗ setzlichen Eindruck machen. Einen ebenso ergrei⸗ fenden Anblick gewähren die Verletzten, welche hierher in das Barackenlazareth geschafft werden. Aerzte und Sanitätssoldaten sind an Ort und Stelle. Die Ursache der Entgleisung ist bis jetzt noch nicht ermittelt.— Weiter wird noch gemel⸗ det, daß die Verunglückten bereits bei Zschortau in einem gemeinsamen Grabe der heimischen Erde übergeben worden. Auch sie starben den Tod fürs Vaterland! Friede ihrer Asche! Die unver⸗ sehrt gebliebenen Kameraden haben ihnen die mili⸗ tärischen Ehren erwiesen und über ihr Grab ge— schossen. 1 Ludwigshafen. Der„Pf. Kur.“ erzählt: Am Samstage hielten 2 Militärzüge im hiesigen Bahuhofe, einer mit heimkehrenden 71ern und im daneben liegenden Grleise ein solcher mit Fran⸗ zosen. Letztere hatten Gelegenheit, dig Freude und den Jubel der deutschen Känpfer mit anzusehen und gaben ihrem Grimme durch mancherlei Ge⸗ berden Ausdruck, ohne jedoch thätlich zu werden. Ein anderer Transport derselben jedoch die auf der Strecke nach Weißenburg einem rückkehrenden Zuge begegneten, warfen beim Vorüberfahren mit Flaschen, Gläsern ꝛc. in die Wagen unserer Sol— daten hinein. Wie mitgetheilt wird, befindet sich eine namhafte Anzahl derselben zu Straßburg in sicherem Gewahrsam. Straßburg. Vor einigen Abenden hat, nach dem„Niederrh. Kur.“ zwischen französischen Ge⸗ fangenen und Civilisten einerseits und deutschen Soldaten andererseits eine bedauerliche Schlägerei stattgefunden, wobei aus mehreren Häusern mit Steinen auf die deutschen Soldaten geworfen, aas einem Hause auch heißes Wasser herabgeschüttet wurde. Bedeutender Auflauf und Verhaftungen sind selbstverständlich.— Wie die„Volkszeitung“ aus militärischen Kreisen vernimmt, dürfte die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in Elsaß⸗ a schon in der allernächsten Zeit bevor⸗ stehen. Ausland. Frankreich. Paris. Das„Journal officiel“ veröffentlicht die Bedingungen der neuen Anleihe. Dieselbe besteht aus 5 pCt. Renten, zum Cours von 82. 50 ausgegeben, mit Zinsge⸗ nuß vom 1. Juli 1871. Der Nettopreis der Emission, d. h. unter Einrechnung der Einzahlungs⸗ termine und der Escomptebonification, stellt sich auf 79.27. Die Zinscoupons werden vierteljähr⸗ lich bezahlt, und zwar am 16. Februar, 16. Mai, persch der Truppe Dienstaz den buchen sic 1 · Ntginentt e und 10²³ * Icchorten, det A, de · W Luatgleisurz 23 aut zertrün- i A bine die Gtsahtt n überstehen, Mann ntbt 1 int. Du tinen ent benso ergrti pelt deßt perde. u On un i bis jetzt nech gemel⸗ % gschortar nig Erde ben Ted Dir unrtr⸗ 1 dit nil t Oiad ge ⸗ dtn u.“ tgibll: n dicsigen Len und in uit Fras⸗ 4 Fnude um bit anzusebe nacherlei G. 1 verdes, ch dit 44 rüdlihtenden laben Aaserer 800, dert fd 552rnal 1* 71¹ ele, 0 3507 me,— b 4“ * 4˙00 15 2 1! * a 16. August, 16. November. Die Unterzeichnungen; werden am 27. Juni eröffnet, und geschlossen, sobald das Anlehen gedeckt ist. Jedenfalls wird die Zeichnungsfrist nicht über den 30. Juni ver- längert. Versailles. Das„Journal officiel“ zeigt an, daß die in Aussicht genommene Truppenrevue endgültig auf Sonntag, den 25. Juni, anberaumt ist.— Das amtliche Organ erklärt die angeblichen vom„Gaulobis“ veröffentlichten Depeschen Thiers' an Mac Mahon für vollständig falsch. — Nächsten Montag wird die Unterzeichnung auf die neue Anleihe eröffnet. Der Emissions— cours soll sich mit Zurechnung der Bonificationen auf eirta 80 stellen, was eine Verzinsung von 6 ¼ Procent ergeben würde. Wie versichert wird, soll die Zahlung der nückständigen Zinsen in Lon— don erfolgen. — 24. Juni. Nationalversammlung. Auf eine Anfrage Schölcher's erwiedert der Minister des Innern, Lambrecht, daß es die Regierung noch nicht für angezeigt erachte, den Belage— rungszustand von Paris aufzuheben, daß sie jedoch beschlossen habe, den Kundgebungen mittelst Anschlag und den öffentlichen Versamm— lungen keinerlei Hindernisse in den Weg zu stellen. Nur den Ausdruck aufrührerischer Doctrinen werde die Regierung nicht gestatten; dieselbe wolle, daß die Wahlen vollständig frei sowohl von administrativem Einfluß als vom Drucke der ordnungsfeindlichen Elemente vor sich gingen. Großbritannien. London. Die, Times“ melden aus Paris vom 24. Juni:„Das Verhör von Rochefort und Assy wurde in Folge der Entdeckung von Papieren, welche deren Beziehungen zu der Commune und der Internationale betreffen, aufgehoben.“— Der„Daily Telegraph“ meldet aus Paris, daß das Haus Rothschild 1200 Millionen der neuen Anleihe zeichnen werde. Italien. Florenz. Der Minister des Innern hat die Auflösung der italienischen Ab— theilung der internationalen Arbeitergesellschaft angeordnet. — Ein vertrauliches Circularschreiben Thiers! beauftragt die französischen Gesandten, alle Ge— rüchte von einer feindlichen Gesinnung Frankreichs gegen Italien, sowie die Behauptung, Frankreich gedenke die weltliche Macht des Papstthums wieder herzustellen, entschieden zu dementiren. Darmstadt. Aus dem nahen Brauns hard melden hiesige Blätter: Am 20. d. wurde dahier einer der heimkehrenden bessischen Krieger, ein Cavalerist des 2. Reiter-Regiments, Johannes Kloster aus Abenheim in Rheinhessen, zur letzten Rubestätte geleitet. Gesund und munter, verschont ge— blieben von seindlichem Geschoß, lehrte derselbe aus Frank⸗ reich in die Heimath zurück und wurde am Morgen des 20. d. mit einer Abtheilung seiner Kameraden dahier in die Wohnung des Ph. Heyd einquartiert, um den fol⸗ genden Tag(21. d.) den vereinten festlichen Einzug der hess. Truppen in Darmstadt mitzufeiern. Aber das Ge— schick wollte es anders! Nachmittags gegen 5 Uhr zog ein Gewitter über den hiesigen Ort und ein Blitzstrabl tödtete den gerade in seinem Quartier in der oberen Stube mit Mantelrollen beschäftigten Soldaten an der Seite zweier Kameraden, welche uur starke Erschütterungen er⸗ litten. Die Frau des Hauses erlitt in der unteren Stube nur eine leichte Erschütterung. In Griesheim bei Darmstadt wurde am 23. d. eine Frau vom Blitz erschlagen. Mainz. ie 16jährige Tochter eines hiesigen Be— wohners ist seit Sonntag mit einem jungen gefangenen Franzosen, welcher bei demselben arbeitete, spurlos ver— schwunden. Metzger, Postsekretär Dr. med. Münch und Dr. Schneider, Vorstand der höheren Landwirthschaftlichen Lehranstalt in Worms, haben am 18. Juni, als am Tage der glorreichen deutschen Friedensfeier den Entschluß gefaßt, die vatrio⸗ tischen deutschen Dichtungen aus den Jahren 1870 und 1871 zu sammeln und solche als ein Zeitgemälde zum Besten des deutschen Invaltdensonds als Dichteralbum, enthaltend diejenigen nationalen Schöpfungen, die in Folge der Be⸗ geisterung, die sie erweckten, zum ruhmreichen Siege und zur Entstehung des neuen deutschen Reiches beigetragen haben, im Drucke erscheinen zu lassen. Sie haben an die gesammte öffentliche Presse Deutschlands das Ersuchen gerichtet, alle Nummern der Zeitungen, welche patriotische Dichtungen aus dem genannten Zeitraume enthalten, ge⸗ neigtest einzusenden und bitten auch um Zusendung der⸗ jenigen Dichtungen, welche im Drucke erschienen sind, obne in Zeitungen übergegangen zu sein. Ludwigshafen. Ein äußerst frecher Gaunerstreich wurde dieser Tage in Ludwigshafen verübt. Einem Fremden wurde sein Taschenbuch, das eine namhaf e Summe in Papiergeld enthielt, von 3 Strolchen, vor denen er es unvorsichtiger Weise geöffnet hatte, plötzlich mit Gewalt entrissen. Der Eile der nachsetzenden Poltzei gelang es, die Diebe trotz ihres nicht unbeträchtlichen Vor⸗ sprunges am diesseitigen Rheinufer zu erreichen und ding⸗ sest zu machen. Einen Theil des Geldes, den die Strolche, als sie nicht mehr entkommen zu können glaubten, fort⸗ geworfen halten, fand im Schloßgarten ein armes Kind, der Rest fand sich in dem Taschenbuch vor. Den Dieben, wie wir hören, 3 Ungarn, wird in der Pfalz der Proceß gemacht werden. Vom Bodensee. Ueber die Wassernoth im schweiz'ri⸗ schen Rheinthal lauten die Berichte höchst traurig. Bei Buchs, Burgerau, Sevelen kamen Dammbrüche vor, von der Bahnstation Au bis Rüthi ist der größere Theil des Tbals überschwemmt. Der Schaden soll in manchen Orten größer sein, als bei der Ueberschwemmung im October 1888. Der Eisenbahnverkehr von Au bis Särgans ist unter- brochen, da die Bahnlinie an verschiedenen Orten beschädigt ist. Seit zwei Tagen ist der See um 0,46 Meter 16“ württ. gestiegen; einer Wasserzufluß von beiläufig 700 Millionen württ. Eimer. Mobiliar- Versteigerung. 1617 Donnerstag den 29. Juni d. J., Vormittags 9 Ubr anfangend, sollen in der Behausung der ver⸗ storbenen Leopold Bucheckers Wittwe dahier die zu deren Nachlasse gebörenden Mobilien, bestebend in Tischen, Stühlen, Bänken, Tommoden, Schränken, Bertftellen, Kleidern, Weißzeug, Bettwerk, Glue und Porzellan sowie verschiedenen Haus- und Küchengerätben öffentlich meist⸗ bietend gegen Baarzablung versteigert werden. Friedberg den 22. Juni 1871. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. Fou car. Seil Aer ste ig e x u, urg. 1609 Freitag den 30. Juni l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in den Freiherrlich von Ritter'schen Waldungen zu Pof passelheck versteigert werden: 4 Stecken Eichen⸗Scheitbolz, 35½„ 5 Prügelbolz,] Schälholz, 4727 Wellen Reiserholz, 4 Läfse Allerketholz, 255 Stück geschälte Eichen⸗ Stangen zu Baum⸗— flützen ꝛc. geeignet, 2 Zoll Durchmesser und 20-25 Zuß lang. Die Zusammenkunft ist Ufinger Straße. Friedberg den 22. Juni 1871. In Auftrag der Freiberrlich von Ritter'schen Gutsver⸗ waltung zu Rüdesheim. . Güterversteigerung und Verpachtung. 1649 Montag den 3. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag der Elisabetha Möhling deren nachbeschriebene Güterflücke: Gemarkung Friedberg. im Lohschlag nächst der Flur. Nr. Kiftr. 9. 91. 165. Acker Großwartfeld, 10. 33. 240 Acker Lachenseld das Eychen, 14. 150. 219. Acker hinter der Töpfenkaut oͤffentlich meistbietend verstelgert und die Stücke Flur. Nr. Klstr. 10. 79. 208. Acker Lachenfeld, 13. 276. 330. Acker am Dachspfad, 14. 80. 177. Acker Großgalgenfeld auf 6 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Friedberg am 24. Junt 1871. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Foucar. 1614 Ein kräftig gebautes Chaischen, elnspännig und nur für zwel Personen eingerichtet, bal zu verkaufen F. Jacoby in Vuldel. Ein braves Dienstmädchen, 1651 welches kochen kann, wird sofort in Dienst gesucht. Näheres bei der Expeditlon d. Bl. Oeffentliche Aufforderung. 1642 Nachdem zwischen dem überschuldeten Leopold Halberstadt dadier und der Mehrzabl der bekannten Gläubiger desselben am 17. Mai d. J. ein gütliches Abkommen zu Stande gekommen ist, dessen Einsicht auf unserem Actuartate gestattet ist, werden etwaige un⸗ bekannte Gläudiger des L. Halderstadt aufgefordert, Einwendungen gegen dieses Arrangement sogewiß bis zum 25. Jult d. J. bei dem unterzeichneten Gericht vor⸗ zubringen, als sonst dasselbe gerichtoseitig bestätigt und in Volzug gesetzt werden wird. Butzbach den 17. Juni 1871. Großberzogliches Landgericht Butzbach. Dr. Gilmer, Königer, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Steinkohlen-Lieferung für die Garnisonverwaltung Butzbach. 1638 Die Lieferung von 1500 Centner Steinkohlen und 8 Stecken Kiefern- Scheitholz wird Donnerstag den 13. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, im Soumissions- weg vergeben. Die Lieferungsbedingungen können auf unserem Büteau, Zimmer Nr. 4 der Reitercaserne, in den Nachmittagsstunden eingeseben werden. Butzbach den 20. Juni 1871. Großherzogliche Garnisonsverwaltung Butzbach. Bauer, Stabsquartiermeister. 1644 Nach mißlungenem Güteversuch ist der förmliche Concurs über das Vermögen des Wilhelm Westphal und dessen Ehefrau Katharina geb. Schäfer zu Oderissig⸗ beim erkannt und Termin zur Schuldenliquidation beim Rechtsnachtheil der Ausschließung auf den 25. Ju lind. J., Vormittags 9 dis 10 Uhr, als Contumazirzeit vor das unterzeichnete Gericht— Schloßstraße Nr. 26— anberaumt worden. Das demnächst ergebende Präclufiv⸗ decret wird nur durch Anschlag im Gerichtslocal de- kangt gemacht. Hanau am 22. Juni 1871. Königliches Amtsgericht Abtheilung II. Cö st leer. vdt. Störckel. Koehrlingsgesuch. 1473 Ein mit tüchtigen Schulkenninissen versebener junger Mensch aus guter Familte kann in eine biesige Handlung als Lehrling eintreten. Näheres bei der Expedition d. Bl. 1627 Seine Rückkehr nach Bad-Naubeim bringt zur Kenntniß Bad-Nauheim den 22. Junt 1871. Dr. Eredner, prakt. Arzt. 1434 Ein zu⸗ findet verlässiger Bückergeselle gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung auf dem Lande. ö Die billigste u. deste Modenzeitung ist unstreitig Die Moden- welt. preis für das ganze Viertel- jahr 36 kr. In Deutschland hat die Modenwelt an Ruf und Verbreitung allen anderen Modezeitungen deu Rang abgelansen, was sie ihrem vortreff- lichen Inhalte, ihrer grossen Reich- haltigkeit und ihrem billigen Preise zu verdanken hat. Vornehmlich nimmt die Modenwelt Rücksicht auf die Bedürfnisse in der Familie, weniger auf die der grossen Welt. Sie empflehlt sich deshalb vorzugsweise allen Müttern und Töchtern, die Gefallen daran finden, ihte eigene und der Kinder Toilette, wie die gesammte Leibwäsche selbst herzustellen. 1647 Abonnements werden jederzeit augenommen bei Bindernagel& Sehimpff in Friedberg. Wilhelm Jerubeck, Colonial-, Material-& Farbwaaren-Handlung in Friedberg 1487 nächst det Burg. Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren. Das Hessische Wochenblatt, 1645 welches das einzige Organ in unserem Lande ist, welches die christlich conservativen Interessen in der er- giebigsten Weise wahrt und in seiner Ruündschau einen Ueberblick der politischen Tagesereianisse dietet, muß jetzt wieder bei allen Postanstalten und Landdriefträgern des In- und Auolandes bestellt werden, wenn in der Zusendung desselben keine Störung eintreten soll. Es kostet vom 1. Juli bis zum 1. October d. J. frei ins Haus nur 29 Kreuzer. Ortenderg im Grob. Hessen, 16. Juli 1871. Unstreitig das beste Mittel, worüber eine große Anzahl Atteste vorliegen. 1484 Alle, auch veraltete rheumalische und Gicht⸗Krank⸗ beiten durch Einreibungen beilbar: Flaschen 4 1 Thlr. 5 Sgr.— fl. 2— inel Verpackung nedst Gebrauchs anweisung gegen Posteinzaplung oder Nachnahme durch das Haupt⸗Depot Mainz zu dezieben. Undemtttelten senden wir gegen Nachwels ihrer Behörde ader nur durch das Haupt- Depot obige Prä— parate gratis. Bei Leichtkranken genügen 2 Flaschen. Uebernehmer erhalen Rabatt. J. Egener& Frey, Depots⸗ Wo? sagt die Exp. d. Bl. 503 biligst dei K. Friedrich neben der Post Worms. Die Herrn Hensing, Hauptzollamts Rendant, 5 e 2 147 5 Erklärung. 1656 Ein Artikel des Wetterauer Boten beschäftigt sich mit meiner Erklärung über die Garnisonsfrage in Nr. 72 dieses Blattes und entspricht vollständig dem Zweck, den ich er⸗ reichen wollte. Er concentrirt nämlich seine ganze Galle auf mein armes Haupt, indem er mir ein Sündenregister entrollt, das kaum schlimmer gedacht werden kann. Aber weit ent⸗ fernt hieran Anstoß zu nehmen, bin ich vielmehr gerne bereit den Blitzableiter für diese anonymen Zornesausbrüche abzugeben, wenn dadurch Schmähungen vermieden werden, die der Stadt Friedberg und ihren Bewohnern schädlich werden können. In Consequenz hievon verspreche ich dem anonymen Herrn Correspondenten, daß meiner Seits den Ergüssen seiner Feder kein Hinderniß(wie etwa durch Klage) bereitet werden soll, und ertheile demselben bezüglich meines guten Namens diejenige Freiheit, womit gewisse Vierfüßler angenehm privilegirt sind. Mich weiter mit dergleichen zu befassen, ist unter meiner Würde. Friedberg den 25. Juni 1871. Curtman. Joblogischer Garten in Frankfurt a. All. 1644 Sonntag den 2. Juli, Morgens von 6 Uhr bis 12 Ubr ist der Eintrittspreis auf 6 Kreuzer per Person ermäßigt. Von 12 bis 2 Uhr dleibt der Garten geschlossen. Der Verwaltungsrath. Angekommen: Ein Ehimpanee(menschenähnlicher Affe). Geboren: Ein Zebra. * 150 Bergarbeiter 1652 werden noch von der unterzeichneten Grubenverwaltung auf ihren Werken zu Ober⸗ Rosbach bei Friedberg eingestellt bei Zusicherung guten Verdienstes. Friedberg den 25. Juni 1871. Die Verwaltung der Friedberger VBergbaugesellschaft S4 1 fit 1654 Bis zum 15. Juli a. c. müssen alle auslandischen Prämienloose zur Abstempelung ein⸗ gereicht werden und sind wir bereit solche gegen geringe Provision zu besorgen. Gebrüder Arnstein. 2 Friedberg. Einladung zum Abonnement auf das mit dem 1. Juli 1871 beginnende Neu⸗Abonnement für den Frankfurter Anzeiger für Politik, Handel, Land- und Volkswirthschaft. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements-Preis per Quartal: 1) in Frankfurt a. M. von der Verlags ⸗Expedition zu beziehen: 1 fl. 36 kr. 2) in Baden, Bayern, Württemberg, Oesterreich, Luxemburg, sowie in den Staaten des i Bundes außer Preußen 27 Sgr.= 1 fl. 35 kr. 3) in ganz Preußen: 1 Thlr. 2/ Sgr. l 10 661 Mit stets wachsendem Erfolg hat die Verlagshandlung es im Auge bebalten, den Inhalt dieses Blattes den erhöhten Ansprüchen der Zeit anzupassen. Nach wie vor wird es in gedrängter aber ausreichender Kürze und den Partheizwecken fremd seinen Lesern die Weltbegebenheiten leicht faßlich uad übersichtlich zur Kenntniß bringen und dabei keinem größeren Blatte in der Schnelligkeit der Mittheilungen nachßehen. Die tteser und unmittelbar das Vaterland berührenden Fragen finden seldstverständlich besondere Beachtung. Außerdem bringt das Blat neben den täglichen Notizen über E n 140, Mittheilungen über Zoll- u. Steuerwesen, Verkehrs-⸗Anstalten, Börse, unter der Rubrik 7, cono list Volkswirthschaft und Statistik, sowie Berichte über Getreide⸗ märkte. Colontalwaarenhandel ꝛc., Rückschau und Resumé der Börsenwoche. Die täglich beigegebenen Familienblätter zu deren Mitarbeiter die beltebtesten Schriftsteller Deutschlands zählen, werden N stets das Interessanteste und Wissenswürdigste im Bereich der Belletristik, Kunst, Kteratur, Wissenschaft und des soctalen Lebens müthetlen. Wie der Leser einerseits die allgemein Interesse bietenden Bekanntmachungen der Behörden findet, find te von dem günstigsten Erfolge für den andererseits bei dem ausgebreiteten Leserkreis dieses Blattes In era 2 Aufgeber.— Probeblätter auf Vetlangen gratis. Frankfurt a. M. im Juni 1871. Bestellungen nehmen an alle Poffämter und in Frankfurt a. M. de Expedition, Buchgasse 3. Durch direkten Bezug unserer Briefcouverte von einer der renommittesten Fabriken sind wir in den Stand gesetzt von jetzt an zu enorm billigen Preisen zu liefern. Couverte von 12 kr. an per Hundert in allen Formaten, bis zu den dicksten und feinsten Sorten und zu allen Preisen. Friedberg und Nauheim. Bindernagel& Schimpff. Hegen-& Sonnenschimme“ Zapf Zapf junge 1658 werden prompt und billig auf das Dauerhafteste wird in Offenbach gesucht. Lohn 7—8 fl. per Monat. . 6 1 150 Kost, Logis und Wasche frei. Näheres bei Vatlungen werden zum en Schneidermeister ul Preis angekauft von S. Garde, Schirmmacher, 0 in uublag* um der Judengasse. lle Maljes-Häring Ein Hausbursche, Oblaten in Schachteln à 2 und 3 kr. empfehlen Bindernagel& Schimpff. (Eingsdt.) Erwachsene, welche Englisch oder Franz. durch Selbststud. erlernen oder sich darin vervollkommnen wollen, finden in dem brieflichen Sprach und Sprech ⸗Unterricht nach der Metbode Toussaint⸗Langen⸗ scheidt das anerkannt beste, in bereite 17. Aufl. bewährte(und verhältnißmäßig billigste) Hilfsmittel. Bei den zahlreich vochandenen, zum Theil von Druckfehlern und Irrtbümern wimmelnden Nachahmungen möchte es im Interesse jedes Selbsistudirenden liegen. bet der Wahl des Lehrganges, dem er sich anvertrauen will, vorsichtig zu sein und vor der Ent⸗ scheidung Vergleiche anzustellen, event, den Bei⸗ rath Sachverständiger einzuholen.— Brief 1 als Probe nebst Prospekt ist in allen Buch⸗ handlungen vorräthig. 1640 Lebewohl! 1660 Allen Freunden und Bekannten sagen wir vor unserer Abreise nach Darmstadt ein recht herzliches Lebewohl. Dorheimer Bergwerk den 26. Juni 1871. Winter nebst Familie. Danksagung. 1648 Allen Freunden und Bekannten, welche zu meiner Reise beigetragen haben, sage ich meinen besten Dank, desonders der Frl. Em. Wahl ein herzliches Lebewohl. Berlin den 24. Juni 1871. Johanna Bertermann. Eine Brieftasche, 1646 Rechnungen und dergleichen enthaltend, wurde verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dieselbe gegen eine Belohnung bet Herrn Kaufmann Oppenheimer dahier abzugeben. Danksf. anksagung. 1657 Allen denjenigen edlen Menschenfreunden, welche mir nebst meiner Familie während meiner Krankbeit so liebreiche und wohlthätige Unterfützung augedeihen ließen, ganz besonders aber der Frau Theobald, unsern herzlichsten Dank; ebenso fühle ich mich gedrungen, dem Herrn Dr. Lorenz für seine an mir vollzogenr um⸗ fichtige ärztliche Behandlung, sowie meinem treuen und liebevollen Pfleger D. Wohn den tiefgefühltesten Dank auszusprechen. Friedberg am 27. Juni 1871. Jakob Mahr. 7 1 steht billig zu verkaufen bei Schuh⸗ Ein Clavier machermstr. Jacob Leonhardt in Friedberg. 1655 1639 Abzugshalber ist bei dem Unterzeichneten eine vollständige Färberei, bestehend in eier neuen, gut construirten Mange, 2 großen Kippen, einer Warmkippe, 3 Kesseln, einigen Hundert guten Formen und allen dazu gehörigen kleinen Untenfilten, aus der Haad zu verkaufen. Gleichzeitig werden die Kunden, deren Farb⸗ waaren bei der Filiale Lich oder dahier liegen, gebeten, solche spätestens bis Ende Jult d. J. einzuiösen, widrigen⸗ falls die nicht eingelößen Waaren öffentlich meiftbietend versteigert werden müßten. Kloster Arnsburg bei Lich den 24. Juni 1871. Georg Bruder. Der untere Stock meines Hauses 1650 ist zu vermiethen H. Mondigler. Filet-Vecken, 18 die neusten und schönsten Muster, verkauft zu sehr billigen Preisen K. Friedrich neben der Post. Schwarze Kaiser-Cinte ist in Flaschen a 8 und 14 kr. stets zu haben bei Bindernagel& Schimpff. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 18. Juni. Dem hiesigen Bürger und Buchbinder⸗ meister Johann Adam Wendel ein Sohn Jobann Georg Adam, geboren den 28. Mai. 1659 welcher mit Pferden umgehen kann, wird gesucht von Georg Hieronimus. 1436 bei Wilh. Fertsch. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlog von Bindernagel& Schimpff. und Vert dem Bun sowi datt Prof bald Zett stehe Röd