dug tugeteth⸗ 8 dersekt kochen ziemer. zue. 1 6 bei duber neter. ch. deudach did St. Cinnitt deu.— Sei. eee 1871. Donnerstag den 27. April. A 49. Oberhessisc er Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. 4 1 Betreffend: Die Anschaffung und Unterhaltung des Faselviehes in den Gemeinden des Kreises Friedberg. Friedberg den 23. April 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nachstehend theilen wir Ihnen die nach den Gutachten der Commissionsmitglieder aufgestellte Classisikationstabelle über den Zustand des Faselviehes bei dessen Untersuchung im Jahr 1871 zur Nachricht mit. Wir muͤssen beklagen, daß immer noch Gemeinden vorkommen, in denen diesem Gegenstand nicht die Sorgfalt und Ueberwachung gewidmet wird, wie er sie verdient. Für die Beseitigung des mangelhaften Befundes in der Unterhaltung ist ohne Verzug zu sorgen, nöthigenfalls sind entsprechende Abzüge an den für die Unterhaltung gezahlt werdenden Summen eintreten zu lassen; auch die Aufhebung der Verträge zu veranlassen. Wir erwarten von Ihnen, daß Sie es an der nböthigen Aufsicht und Fürsorge nicht fehlen lassen. Trapp. Uebersicht über den Zustand der Faselochsen im Kreise Friedberg im Jahr 1871. 13 Namen Namen Anzahl Der Faselochsen Urtheil über die Tüchtig?“ Namen Namen Anzahl Der Faselochfen Urtheil über die Tüchtig⸗ 8 der der gaser Schlag und keit der Faselochsen und[Ss der der alt= Schlag und keit der Faselochsen und 2 Gemeinden.] Faselochsenhalter. ochsen. Abstammung. ihrer Unterhaltung. Gemeinden. Faselochsenhalter. ochsen] Abstammung. ihrer Unterbaltung. 5 0 1 Assenheim Philipp Schmidt 2 Schweizerbast. Brauchbar, Haltung könnte 21 Melbach Joh. Philipp Hahn 3 Bernerbastard Sehr gut, Haltung sehr Wittwe besser und reinlicher sein. gut und reinlich. Dieselbe Bernerbastard Unbrauchbar, Haltung sehr Heinrich Frick Reiner Berner Sehr gut, Haltung gut schlecht u. sehr unreinlich. und reinlich. 2 Bauernheim[Georg Väth, Bür⸗ 1 Bernerbastard Sehr gut, Haltung sehr Georg C. Leopard Bernerbastard Gut, Haltung gut u. reinl. germeister gut und reinlich. 22 Münster Johs. Werner I. 1 Vogelsberger Gut, Haltung ziemlich. 3 Beienheim Christian Ph. Raab 2 Bernerbastard Gut, Haltung gut. 23 Münzenberg Spital 3 Vogelsberger Untauglich. Johannes Gräf Bernerbastard Brauchbar, Haltung gut Dasselbe Vogelsberger Brauchbar, Haltung mit⸗ und reinlich. telmäßig. 3 4 Bodenrod Peter Hofmann IX. 1 Vogelsberger Gut, Haltung gut u. rein. Der dritte Ochse war noch 5 Bönstadt Pachter Alles 2 Schweizerbast. Sehr gut, Haltung sehr anzukaufen, was bald g gut und reinlich. zu geschehen hat. 14 Friedrich Strauch Schweizerbast. Brauchbar, Haltung gut 24 Bad⸗Nauheim Peter Stoll 2 Schweizerbast. Brauchbar, Haltung sehr 0 g aber nicht ganz reinlich. gut und reinlich. 6 Bruchenbrücken Philipp Schneider 2 Bernerbastard Unbrauchbar, Haltung Johs. Mörler VI. Vogelsberger Brauchbar, Haltung ziem⸗ Wittwe schlecht und unreinlich. lich gut. ö Dieselbe Bernerbastard Brauchbar, Haltungkönnte 25 Nieder-Flor-⸗ Pachter Alles 3 Bernerbastard Sehr gut, Haltung sehr beesser u. viel reinl. sein. stadt gut und reinlich. 7 Bußzbach Karl Heil Wittwe 3 Bernerbastard Sehr gut, Haltung gut Pachter Brückmann Bernerbastard Desgleichen. ö und rein. Heinrich Karl Wilh. Bernerbastard Brauchbar„Haltung ziem⸗ Dieselbe Vogelsberger[Gut, Haltung gut u. rein. Scchaubach lich gut. Dieselbe Bernerbastard Desgleichen. 26 Nieder-Mörlen Anton Möbs II. 2 Bernerbastard Gut, Haltung gut, etwas 8 Dorheim Pachter Heil 3 Holländer Brauchbar, gute Haltung Wittwe unrein. und reinlich. Joh. Georg Jung Bernerbastard Sehr gut, Haltung gut Heinrich Reuß Schweizerbafl. Brauchbar, Haltung gut. und rein. Gotthard Bommers⸗ Bernerbastard Brauchbar, Haltung gut 27 Nieder-Ros- Pachter Schutt 2(Bernerbastard Gut, Haltung gut u. reinl. heim und reinlich. ba Heinrich Simon Bernerbastard Brauchbar, Haltung dsgl. 9 Dorn ⸗Assen⸗ Adam Rack II. 2 BBernerbastard Desgleichen. 28 Nieder⸗Weisel Gemeinde 3 Berner Sehr gut, Haltung gut heim Joh. Tobias Rack Bernerbastard Sehr gut, Haltung sehr(im Faselstall) und rein. gut und reinlich. Bernerbastard Brauchbar, Haltung gut 10 Fauerbach von Johs. Winter IV. 2 Vogelsberger[Sebr gut, Haltung gut und rein. 5 der Höhe und rein. Der dritte Fasel ist noch Konrad Philipps IX Vogelsberger[Gut, Haltung gut u. rein. anzuschaffen, was bald 11 Fauerbach bei Friedrich Helfrich, 2 Bernerbastard Sehr gut, Haltung sehr f. zu geschehen hat. Friedberg Bürgermeister gut und reinlich. 29 Nieder-Wöll⸗ Karl Puth 3(Reiner Berner. Sehr gut, Haltung sehr Der zweite Ochse fehlt und stadt gut und reinlich. ist baldigst anzuschaffen. Heinrich Weith Reiner Berner Brauchbar, Haltung ziem⸗ 12 Friedberg Die Stadt selbst 3 Bernerbastard Brauchbar, Haltung vor⸗ 1 lich gut. (im Faselstall) züglich und reinlich. Heinrich Stoll Reiner Berner Sehr gut, Haltung sehr Bernerbastard Sehr gut, Haltung vor— gut und reinlich. züglich und reinlich. 30 Ober⸗Florstadi[ Wilhelm Schultheis 1 Bernerbastard Brauchbar, Haltung könnte Der dritle Ochse fehlt und besser und reinlicher sein. ist baldigst anzuschaffen.] 31 Ober-Mörlen Martin König II.] 4 Vogelsberger Brauchbar, Haltung ziem⸗ 13 Gambach Pachter Kammer 3 Bernerbastard Gut, Haltung gut u. rein. lich und rein. Tobias Fenchel II. Vogelsberger Desgleichen. Philipp Jeckel Bernerbastard(Brauchb., Haltung schlecht. Konrad Bingel Bernerbastard Desgleichen. Heinrich König XI. Bernerbastard Untaugl., Haltung schlecht 14 Griedel Beigeordnete Wetz 3 Pogelsberger Gut, Haltung sehr gut. 5 und unrein. 0 Georg Bopp Berner Sehr gut, Haltung dsgl. Heinrich Gerhard Bernerbastard Gut, Haltung gut u. rein. Heinrich Bender Vogelsberger Untauglich. 32[Ober- Rosbach. Georg Stork II. 3 Schweizerbast. Brauchbar, Haltung könnte 15 Hausen 1 Der Ochse war noch an⸗ besser und reinlicher sein. zuschaffen, was sofort Georg Hock Schweizerbast. Gut, Haltung desgleichen. zu geschehen 85 Kaspar Hock Bernerbastard Ad d gut aber 6 Hoch-Weisel Peter Vogelsberger Sehr gut, Haltung sehr nicht reinlich genug. 16 Hoch sel Peter Kuhl 2 9 9 ga And 33 Ober⸗Wöllstad. Heinrich Gondolf IV.. 2 PBernerbastard Gut, Haltung desgleichen. Heinrich Haub II. Vogelsberger Brauchb., Haltung mittel⸗ Philipp Diehl Bernerbastard Brauchbar, Haltung gut mäßig und unrein. Aude ee eter Haas III. Schweizerbast. Brauchbar, Haltung sehr[34 Ockstadt Heinrich Gröninger 3 Vogelsberger esgleichen. 1994 Ng 2 egeebe schlecht u. sehr unreinl. f Bernerbastard Desgleichen. Augustin Haas III. Schweizerbast. Gut, Haltung gut und Bernerbastard Sehr gut, Haltung desgl. reinlich. f sGlech 35 Oppershofen Junge, Wittwe 2 Bernerbastard 110 175 3 Haltung i a onrad II. Vogelsberger Brauchbar, Haltun echt ehr echt. 5 18 Kirch⸗Göns[Konrad Jung II 2 Vogelsberg ner 1105 5 Johannes Hoffmann Vogelsb. Bast.] Gut, Haltung gut u. rein. Johannes Bach II. Vogelsberger Brauchbar, Haltung gut 36 Ossenheim Christian Schäfer 2 BBernerbastard e gut, lig sehr und rein. gut und re 5 10 5 uz Jun 2 Vogelsberger Brauchbar, Haltung ziem⸗ Georg Walther Bernerbastard Gut, Haltung desgleichen. 19. Lorenz Jung 9 9 1 78 37 Ostheim Peter Schneider III. 2 Schweizerbast. Brauchbar, Haltung ziem⸗ Heinr. Schneider II. Vogelsberger[Gut, Haltung gut u. rein. f lich aber unrein. 20 Maibach Konrad Althenn 1 Vogelsberger[Gut, Haltung mittelmäßig. Jacob Schneider V. Vogelsberger Desgleichen. n 3 Namen Namen Anzahl[Der Faselochsen Urtheil über die Tüchtig⸗[ Namen Namen Wr Der Faselochsen Arche 5 ber die Tüchsig⸗ S8 der der Fasel. Schlag und keit der Faselochen und Ss der der Fasel. Schlag und keit der Faselochsen und Gemeinden. J Faselochsenhalter. ochsen.] Abstammung. ihrer Unterhaltung. Gemeinden. Faselochsenhalter. ochsen.] Abstammung. ihrer Unterhaltung. 38 Pohl⸗Göns Anton Pommer III] 2 Vogelsberger Brauchbar, Haltung ziem: 44 Staden Heinrich Hammel 2 Bernerbastard Gut, Haltung desgleichen. lich. Der zweite Ochse fehlt und Anton Pommer II. Vogelsberger Brauchbar, Haltung gut ist bald anzuschaffen. und rein. 45 Steinfurth Heinrich Reif 2[Berner Sehr gut, Haltung gut 39 Reichelsheim Theodor Nohl 4[Bernerbastard Brauchbar, Haltung ziem⸗ und rein. lich gut und reinlich. Der zweite Fafel ist noch Friedrich Konrad Bernerbastard Gut, Haltung sehr gut anzuschaffen, was bald und reinlich. zu geschehen hat. Wilhelm Bopp Reiner Berner Sehr gut, Haltung des- 46 Tr.⸗Münzenb. Georg Haub 1 Vogelsberger Gut, Haltung sehr schlecht gleichen. und unrein. Karl Schmidt Bernerbastard Brauchbar, Haltung gut f 47 Weckesheim Joh. Georg Stephanf 2 Bernerbastard[Sehr gut, Haltung sehr und reinlich. gut und reinlich. 40 Rockenberg Ludwig Haumann 2 Bernerbastard Sehr gut, Haltung auch Conrad Lind V. Bernerbastard Brauchbar, Haltung gut sehr gut und rein. und reinlich. Derselbe Bernerbastard[Gut, Haltung gut. 48 Wisselsheim A. Leonhard II. Frauf 1 Bernerbastard Gut, Haltung gut u. rein. 41[Rödgen M. Jehner 1 Schweizerbast. Gut, Haltung gut und 49 Wölfersheim(Christoph Löschhorn] 3 Pogelsbergerb. 7 Aan sehr gut rein. und reinlich. 42 Schwalheim Georg Jehner I. 1 Bernerbastard[Brauchbar, Haltung gut Wilb. Heyer Schweizerbast. Unbrauchb., Haltung dsgl. und reinlich. Konrad Kraft Bernerbastard Brauchbar, Haltung gut 43 Södel Gemeinde 2 Reiner Berner Sehr gut, Haltung vor- und reinlich. (im Faselstall) züglich und reinlich. 50 Wohnbach Heinrich Philippi 2 BBernerbastard Gut, Haltung gut u. reinl. Bernerbastard Unbrauchbar, Haltung gut Der zweite Ochse fehlt und und reinlich. ist alsbald anzuschaffen. Hiernach sind nach den vorstehenden Einträgen: Sehr gut 35 gut brauchbar 37 untauglich 7 noch anzuschaffen 8 Summa 107 Belreffend: Die Ausführung der Maß- und Gewichtsordnung für den Norddeutschen Bund, hier das auf Metermaß begründete einheitliche Format für gebrannte Mauersteine. Friedberg den 25. April 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Von Großherzoglichem Ministerium der Finanzen ist in Ueber⸗ einstimmung mit Großherzoglichem Ministerium des Innern bestimmt worden, daß vom 1. Januar 1872 an bei allen unter Leitung der Großherzoglichen Kreisbauämter zur Ausführun nur Backsteine zu verwenden sind, die im gebr Länge haben von 28 Centimeter, eine Breite von 12 Centimeter und eine Dicke von g kommenden Bauten annten Zustand eine 6½ Centimeter, welche Dimensionen vom 1. Januar 1872 an auch im Königreich Preußen als allgemeine Regel eingeführt werden. Wir beauftragen diejenigen von Ihnen, in deren Gemeinden Ziegeleibesitzer und Russensteinfabrikanten sich befinden, dieselben hier— von in Kenntniß zu setzen. r a pe Deutsches Reich. Darmstadt. Dem Verleger und Redakteur der hier erscheinenden„Allgemeinen Militär-Ztg.“, Eduard Zernin(einem Nichtmilitär), ist,„um die vorzüglichen Leistungen, durch welche sich dieses Fachblatt, seitdem es unter seiner Leitung steht, auszeichnet, anzuerkengen“, von dem Großherzog der Charakter als Oberlieutenant der Infanterie A la suite ertheilt worden. — Seit einigen Tagen ist auf dem Louisen⸗ platze dahier eine bedeutende Anzahl von dem auf Hessen entfallenen Antheil der erbeuteten fran— zösischen Geschütze aufgestellt. Es befinden sich darunter allein über 30 Feldgeschütze aller Kaliber, sowohl glatte als auch gezogene Vorder- und Hinterlader. Ganz besonders aber ziehen die großen Positions-Geschütze und Mörser, aus fast allen eroberten französischen Festungen, die Auf— merksamkeit auf sich, darunter ein riesiger 24pfün⸗ diger gezogener Hinterlader aus Soissons, ferner 22 cent. Haubitze und namenklich 2 große Ge— schütze aus Fort d' Jvry, von denen das eine, ein 16⸗Pfünder, durch einen gut gezielten Schuß auf die Mündung demontirt ist. Außerdem sind noch verschiedene kleine Berggeschütze, die lebhaft an die früheren, jetzt noch in Museen aufbewahrlen Feldschlangen erinnern, sowie 2 ganz neue Mitrailleusen, welch letztere bei Paris erbeutet wurden, ausgestellt. Die Ausstellung zieht fort während ein großes Publikum an sich. Berlin, 24. April. Reichstag. Bei der dritten Berathung des Gesetzes über die 120 Millionen- Anleihe erklärte Fürst Bismarck: Wir durften hoffen, daß der Präliminarfrieden von der französischen Regierung ausgeführt würde. Die— selbe traf Vorbereitungen zur Zahlung der ersten zwei Millarden, aber trotz dieser Zahlung würden die Forts von den deutschen Truppen noch nicht geräumt werden, da die Räumung erst nach dem definitiven Friedensschluß eintreten soll. Trotz dieses in den Verhältnissen liegenden Zwanges kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß die Brüsseles Friedensverhandlungen nicht so rasch, wie wir erwartet, vorschreiten. Frankreich scheint zu hoffen, nach seiner späteren Erstarkung andere Bedingungen zu erlangen; wir werden jedoch nach keiner Richtung hin eine Abschwächung der Frie— denspräliminarien dulden. Als die Pariser Be— wegung ausbrach, haben wir eine Abweichung von den Friedenspräliminarien nicht monirt, welche darin bestand, daß die Versailler Regierung mehr als 40,000 Mann zwischen Seine und Loire hielt. Jetzt sind wir zu einem großen finanziellen Auf wand genöthigt, und müssen einen erheblicheren Truppenbestand in Frankreich unterhalten, als vorauszusehen war. Wenn der Versailler Re— gierung ihre Aufgabe nicht gelingt, so können wir jetzt noch nicht übersehen, welche Truppenanhäufung und unter welcher Anführung nothwendig werden wird. Wir müssen so stark dort sein, um jeder Eventualität gewachsen zu sein. Frankreich will morgen die rückständigen Verpflegungsgelder nebst Zinsen zahlen und auch am 1. Mai die fälligen Gelder entrichten. Wenn Frankreich dies nicht kann, werden wir mit Bedauern wieder zu Natural Requisitionen übergehen müssen. In die inneren Verhältnisse Frankreichs wollen wir uns nicht ein— mischen, so nahe die Versuchung liegt; doch halte ich die Zusage einer Enthaltung um jeden Preis nicht für indicirt; dies würde nur eine Aufmun— terung der Steaflosigkeit nach allen Seiten hin sein. Nur wenn unser Recht und Interesse an- gegriffen oder gefährdet wird, werden wir dieselben vertheidigen.(Lebhafter Beifall.) Nach einer kurzen Debatte wird hierauf das Gesetz über die 120 Millionen-Anleihe mit allen gegen 6 Stimmen angenommen. Es folgt hierauf die erste Berathung des Gesetzentwurfs, betr. die Inhaberpapiere mit Prämien. Nach längerer Debatte und nachdem der Finanzminister auf den gegenwärtigen uner— träglichen Zustand der Bestimmungen bezüglich der Prämienanleihen hingewiesen hatte, wurde die Vorlage an eine besondere Commission von 21 Mitgliedern verwiesen. — 25. April. Reichstag. Dritte Berathung des Antrages S ulze auf Diätengewährung. Bei der Abstimmung wird zunächst das Amen— dement Elben als§. 3 angenommen, welcher lautet:„Das gegenwärtige Gesetz findet keine An— wendung auf den im März 1871 gewählten Reichstag.“ Sodann wird das Gesetz mit 186 gegen 128 Stimmen angenommen. Zwei Mit— glieder enthalten sich der Abstimmung. — Die„Kreuzzeitung“ erfährt, daß Fücst Bismarck dem Bundesrathe eine Vorlage betreffs der Nothwendigkeit der Errichtung eines Parla- mentsgebäudes gemacht habe.— Der„Staats- anzeiger“ bestätigt die Wiederaufnahme der Be— förderung von fünspfündigen Packeten mit der Feldpost. — Ueber die Bezeichnung der bisherigen Ver— treter des Nordbundes im Auslande waren bisher die Angaben verschieden. Nach der„Weserztg.“ ist jetzt entschieden worden, daß dieselben den amt lichen Titel„kaiserlich deutsche“ Botschafter, bez. Gesandte, Geschäftsträger u. s. w. führen werden. — Das in Breslau zusammengetretene Comite zur Errichtung eines Standbildes Kaiser Wilhelm's hat sich wieder aufgelöst, nachdem auf eine vertrauliche Anfrage der Kaiser mit Entschie— denheit erklärte, die Errichtung eines Standbildes bei seinen Lebzeiten nicht gestatten zu wollen. München, 23. April. So eben wurde in der Frauenkirche die Excommunication Döllinger's und in der Ludwigskirche die Friedrich's von der Kanzel verkündigt.— Professor Friedrich hat bei dem Cultusminister um die Erlaubniß nachgesucht, seine kirchlichen Funktionen fortsetzen zu dürfen, da der Erzbischof nicht berechtigt sei, ihn wegen Nicht⸗ anerkennung eines staatlicherseits gleichfalls nicht anerkannten Dogmas zu excommunieiren. — Der König leidet an einer starken catar⸗ rhalischen Affection. Die Feier des Georgisestes ist auf nächsten Mittwoch verschoben. a Ausland. Desterreich. Wien, 23. April. Die amtliche„Wiener Zeitung“ bringt ein kaiserliches Handschreiben, durch welches die Delegationen auf den 22. Mai nach Wien einberufen werden. Schweiz. Bern. Am 23. Morgens 6 Uhr ist Brienz neuerdings durch eine Erdabstürzung heimgesucht worden. Zwei Häuser wurden weg— gerissen und mehrere zerstört. Frankreich. Paris, 23. April. Ein offizieller Bericht vom 22. sagt: Zwei vom Oberst Okolowicz errichtete 24⸗Pfünder-Batterien haben das schreckliche Feuer der feindlichen Batterien zwischen Tour und Maison Carrée zum Schweigen gebracht. Die untere Batterie des Schlosses Becon ist in Folge des Feuers der Batterie auf 22 n1 1— — 2 r 12 — 3 S nene. 21202 g d usa eee nö ps e a eee ee Aas g Bae 1— begl „ deltung auf ung gut . uu. l. Ogde schlt und * baff 1871. eises. enen vom allgemeine Oemtinden tselden dier⸗ a pp. lage betreffs tints Parla⸗ Der„Staats ⸗ zune der Be⸗ en mit der iderigen Ver ⸗ watts bisher Vesttzig.“ den den amt Altr, bez. 2 Iren erden. nutngetretent dilets Kaiser zachten auf nit Culschit It. 1 9 9 garen cal Ototgistüt Mam f S 1 kt 1 re! 2 en f GT τ e e S angegen de; ar ee ö ö e 7 7 Place Beranger vollständig verstummt. ½ Uhr Nachts griffen die Versailler in beträcht- licher Zahl die vor den Forts Issy und Vanvres gezogenen Gräben an. Zehn Mitrailleusenschüsse genügten, sie in die Flucht zu treiben. Eine halbe Stunde darauf wiederholte der Feind den Angriff mit demselben Mißerfolg.— Eine in St. Denis gestern angeschlagene Bekanntmachung des preußischen Commandanten vom 21. verfügt, daß alle Flüchtlinge und Nichteinwohner, welche kein festes Domicil besitzen, die Stadt in 48 Stunden zu verlassen haben. — Die Nachricht, daß französische Truppen in St. Denis eingerückt seien, erweist sich als grundlos; nicht ein einziges Detachement hat den Ort betreten. Alle über die angebliche Räumung der Forts durch die Preußen umlaufenden Gerüchte werden als vollständig erfunden betrachtet. Eine Ordre Cluseret's ertheilt die Genehmigung zur Einstellung der Feindseligkeiten, damit die Bewohner Neuilly's diesen Ort räumen können. Man glaubt, die Waffenruhe werde noch heute eintreten. — Ein Befehl der Commune ruft alle Männer von 19—55 Jahren zu den Nationalgarden. — 23. April. In der letzten Sitzung der Commune haben Pyat, Rogeard und Briosne ihre Demisston eingereicht. Clement verlangte darauf die Verhaftung Ppat's, die aber von der Versammlung nicht genehmigt wurde. — 24. April. Eine Meldung Cluseret's vom 23. April kündigt den Abschluß eines Waffenstill— standes für Neuilly an und sagt darüber: Die Lage zu Asnieres ist vortrefflich. Gestern kein Zusammenstoß von Bedeutung. In Asnieres sind Defensivarbeiten in großem Maßstabe von uns ausgeführt worden.„Mot d' Ordre“ zeigt an, daß Thiers gestern die Delegation empfangen habe, welche einen Waffenstillstand zu Gunsten der Ein— wohner von Neuilly zu verlangen beauftragt war, und außerdem eine Verständigung auf Grundlage der einfachen Anerkennung der Municipalfreiheiten von Paris vorschlagen sollte. Thiers antwortete: Hinsichtlich des ersten Punktes würde General Ladmirault einen Waffenstillstand auf Dauer der zur Räumung der bombardirten Ortschaften absolut nöthigen Zeit zugestehen, über den zweiten Punkt sei keine Verständigung möglich, da er sich gegen— wärtig nur an das ven dei Versammlung an— genommene Municipalgesetz halten könne.— Die Kirchen St. Roche und St. Sulpiee sind wieder geöff— net und die Geistlichen derselben in Freiheit gesetzt. — 24. April. Den Tag über sind leichte Scharmützel bei Neuilly signalisirt. Das Bom— bardement war heftig. Eisenbahnzüge mit Zufuhr kommen nicht mehr an, sie werden bei St. Denis angehalten. Die Verbindungen der Nordbahn werden abgeschnitten werden.— Mehrere Bataillone haben diese Nacht sich geweigert, zu marschiren. Es tritt Entmuthigung ein. — 24. April. Es ist heute kein Waffenstill— stand eingetreten. Viele Personen, welche nach Neuilly fuhren, um dort ihre Freunde aufzusuchen, waren genöthigt. schleunigst zurückzukehren. Gra— naten sielen in Masse in allen Quartieren nördlich vom Triumphbogen. Heute Nachmittag wurde versichert, daß ein Waffenstillstand morgen von 9 Uhr Vormittags bis 5 Uhr Abends eintreten würde; Delegirte von Paris und Versailles wür⸗ den bei den Vorposten gegenwärtig sein, um die Ausführung der Convention zu überwachen. Einige Plänkeleien fanden heute bei Asnieres und Neuilly vom einen Seineufer zum anderen statt. Die Versailler fahren fort, auf der Insel Grande Jatte und bei Gennevilliers bedeutende Erdarbeiten auszuführen. Das Feuer der gepanzerten Eisen- bahnwagen nöthigte die Versailler, ihre Batterien bei Schloß Becon einige Metres zurückzuverlegen; auch wurde cine Versailler Batterie, welche sich in Asnieres befand, durch diese Wagen zum Schweigen gebracht. — 24. April. Ein Dekret der Commune bestimmt, daß sämmtliche Vorräthe von Petroleum, die in Paris vorhanden sind, in den drei nächsten Tagen der Regierung überliefert werden sollen, ebenso alle chemischen Produkte und gerostatische Maschinen. Seit Samstag sind 170 junge Leute aus Gegen] dem 10. Arrondissement gewaltsam gepreßt worden in Ausführung des neuen Rekrutirungsgesetzes. — Cluseret hat die Straßenbettelei verboten, damit man nicht erkenne, welche colossalen Dimen— sionen bereits das Elend angenommen, das die rothe Herrschaft über Paris gebracht. Man sah u. A. ein Ehepaar betteln, beide fast 70 Jahr alt, der Mann war mehreremale Deputirter unter Louis Philipp, die Frau eine Generalstochter mit 20,000 Frs. Rente, in voriger Woche war ihr Haus zerstört und alle Besitztitel verbrannt. Versailles, 22. April. Eine von der Nationalversammlung abgesandte Commission hat die im Militärhospiial befindlichen Verwundeten besucht und den Aerzten und barmherzigen Schwestern den Dank der Versammlung für die bewiesene Hin- gebung ausgesprochen.— In Paris macht sich der Mangel an Lebensmitteln sehr füblbar; auch be— ginnt es an genügenden Streitkräften zu fehlen, um die Kämpfenden zu unterstützen und abzulösen. — 23. April. Das amtliche Blatt veröffent- licht die Namen mehrerer ehemaliger Sträflinge, welche sich unter den neulich gemachten Gefangenen befinden. Der Mont Valerien hat gestern die Porte d' Auteuil und den Point du jour beschossen, wo die Insurgenten eine Batterie errichtet haben. — Für Neuilly beginnt Montag Morgen 8 Uhr eine Waffenruhe und dauert bis zur Nacht. — Die Zahlung der halben Milliarde wird dementirt. Die Deutschen behalten sämmtliche Nordforts besetzt. In der letzten Nacht griff Dombrowski Asnieres an, nahm die erste Barri— kade, wurde aber bei der zweiten über die erste Stellung wieder zurückgeworfen. — 24. April. Den Meldungen einiger Blätter entgegen hat ein Angriff noch nicht begonnen, nur der Mont Valerien fährt fort, die Positionen der Insurgenten zu beschießen. Neue Truppen sind gestern und beute hierselbst eingetroffen. Die Nachricht des„Gaulois“, daß die Regierungs- truppen gestern das Fort von Charenton besetzt hätten, ist unrichtig. Man versichert, die Preußen hätten gestern in St. Denis in Folge von Streitig— keiten mit der Commune einen für Paris bestimmten Zug mit Lebensmitteln angehalten. Die Batterien der Insurgenten haben gestern den diesseitigen auf dem Mont Valerien, dem Schloß Becon und den anderen, welche gegen sie feuerten, nur schwach und ohne Erfolg geantwortet. — 24. April. Das„Paris-Journal“ meldet, daß Ducrot seine Demission gegeben hat, weil er sich mit einigen Mitgliedern der Regitrung nicht im Einverständniß befindet. Gestern fanden zwei Berathungen des Ministeriums statt. — 25. April. Das„Journal officiel“ mel— det:„Eine 200 Mann starke Insurgenten-Ab— theilung hat vergangenen Sonntag Bagnenx an— gegriffen, wo zwei Compagnien Regierungstruppen sich verbarricadirt hatten. Die Insurgenten wurden zurückgeworfen. Ein gestern von einer etwa 1000 Mann starken Abtheilung neuerdings unternommener Angriff hatte dasselbe Schicksal wie der erste. Die feindliche Avantgarde erlitt sehr beträchtliche Verluste und büßte eine Fahne ein, deren Träger gefaugen genommen wurde.“— Thiers besichtigte gestern mit Mar Mahon die bei Cbatillon ge— zogenen Gräben. Havre. Vier große Dampfschiffe der Trans— atlantischen Compagnie, welche nach Hamburg abgegangen waren, um Kriegsgefangene abzuholen, sind leer zurückgelehrt. Großbritannien, London. Die„Times“ melden aus Versailles: Die Regierungstruppen haben Fort Charenton besetzt. In der National- versammlung besteht eine einflußreiche Partei, welche für die Candidatur des Herzogs von Aumale zum Präsidenten der Republik agitirt. In drei Provinzen bildet sich eine starke Partei zu Gunsten Napoleons. Gestern hatte Tü iers eine Unterredung mit dem Kronprinzen von Sachsen und General v. Fabrice zu St. Denis. Spanien. Madrid. In der Sitzung der Cortes erklärte Castelar den Krieg ber Neepubnenne gegen die savopische Dynastie und kündigte zugleich den Antrag an, wonach diese Dynastie der Thron-! rechte verlustig erklärt würde. ä »Schwalheim. Am Sonntag Nachmittag wurde unter entsprechenden Feierlichkeiten eine Friebenslinbe in hiesiger Gemarkung gesetzt. Gießen. Während der Sitzungen des Schwurge⸗ richtshoss vom II. Quartal d. J. wurde in folgenden Anklatzesachen eikannt:— Am 17. April gegen Werner Hedrich von Lauterbach, weil er sich in einer dortigen Apotheke— deren Besitzer die Offtein auf einen Augen⸗ blick verlassen hatte— aus dem in einem Recepturtische befindlichen Geldkäsichen die Summe von 2 fl. 6 kr. widerrechtlich zueigneie und hierdurch im 4. Rückfalle handelte, in oontumatiam eine Gefängnißstrafe von 1 Jahr und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren.— Denselben gegen Conrad Kehr von Kirch⸗Göns, weil er sich am 15. Januar d. J. aus dem Laden des Hermann Bücking zu Alsfeld, in welchem er bettelte und auch ein Geschenk erhielt, zwei sogenannte Seelenwärmer im Werthe von 52-56 resp. 56—58 kr. widerrechtlich zueignete und hierdurch im 3. Rückfalle han⸗ delte, eine Zuchthausstrase von 1 Jahr 3 Monat und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren.— Den 18. April gegen Conrad Klos von Nieder ⸗Weisel, wegen zu verschiedenen Zeiten begangener Gelddiebstähle von 3 fl. 10 kr. resp. 4 fl., sowie wegen widerrechtlicher Zueignung zweier eiserner Keile im Werthe von 1 fl., eine Zuchthausstrafe von 1½ Jahr und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren. — Denselben gegen Conrad Albus von Michelnau wegen Meineids, in contumatiam eine Gefängnißstrafe von 1 Jahr 5 Monat, an welcher jedoch die während der Zeit vom 3. Januar bis 3. März a. o. unverschuldet erlittene Haft als verbüßt in Abzug zu bringen sei.— Außerdem wurde derselbe der bürgerlichen Ebrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren für verlustig eiklärt.— Den 19. April gegen Johannes Adolph III. von Burkhards, weil er am 15. Februar l. J. gegen Abend unweit Schotien auf der von da nach Gedern führenden Staatsstraße dem Peter Groth von Burkhards mit Gewalt gegen dessen Person einen demselben gehörigen Geldbeutel nebst Inhalt— Acht Gulden und einigen Kreuzern— in der Absicht weggenommen hat, sich diese Sachen rechtswidrig zuzu⸗ eignen, eine Gefängnißstrafe von 6 Jahren, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren und Stellung unter Polizei⸗Aufsicht.— Den 20. April gegen Georg Heinrich Döring von Alsfeld, wegen Brandstistung — zu welcher das Motiv in dem Umstande gelegen sein soll, daß ihm die Eigenthümerin der eingeäscherten Scheuer Nachtlager verweigert habe— eine Zuchthausstrafe von 6 Jahren, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren und Stellung unter Polizei-Aufsicht. — Den 21. April gegen Adam Schäser von Hutzdorf, wegen Meineids, Gefängnißstrafe von 4½ Monaten. Frankfurt. Wie man vernimmt, soll den Beamten der Staatseisenbahnen, deren Kräste settber durch die massenhasten Militärtraneporte Tag und Nacht in Anspruch genommen wurden, eine Remuneration gewährt werden, welche einem 1½ monatlichen Gehalte des Beamten gleichkommt. Landau. Der hiesige„Eilbote“ meldet eine Säbel— Affaire, die in der Bierbrauerei zwischen einem Geniesol— daten und einem Arttllerie-Trompeter gespielt hat und wobei dem ersteren die linke Hand abgehauen wurde. Der Verwundete hatte ungeschädigt den ganzen Krieg in Frank— reich mitgemacht. Der herbeigerufene Arzt mußte die nur noch an einem Fleischfetzen hängende Hand völlig ablösen. Auch trug der Verletzte noch eine Kopfwunde davon. Berlin. Ein Strike so absonderlicher Art, daß man ihn mit Recht als„noch nicht dagewesen“ bezeichnen darf, steht bevor. Die Herren Schuhmacherlehrburschen werden sich demnächst, wie die„Ger. Zig.“ erzählt, in einem Locale in der Oranienstraße„versammeln“, und die Tages- ordnung wird in dem Antrage bestehen: Die Berliner Schusterjungen verlangen die Abschaffung der Sonntags— arbeit und Beschränkung der Arbeitszelt an den Wochen— tagen auf die Zeit von 6 Uhr früh bis 7 Uhr Abends— event, erfolgt Arbeitseinstellung. 1033 Im Ver sage der Unterzeichneten erschien soeben: Der neue Maß⸗ und Gewichtsumrechner für das Großherzogthum Hessen von G. Köpp. Preis: 6 Kreuzer. Ferner ist nun vollständig und bereits in zweiter Auflage erschienen: Neue Aufgabensammlung Zum schriftlichen Rechnen Nr nach der metrischen Maß- und Gewichts-Ordnung 5 G. Köpp. on Preis für Heft 1: 4 kr. 1 Wei nn „ 1„ 6. 7*** 4: 6** „ 1 N. 9 Bensheim im April 1871. Lehrmittelanflalt J. Ehrhard& Comp. Lieferung für das Landeszuchthaus. 966 Mittwoch den 3. Mai d. J., Vormittags 10 Ubr, wird dahter die Lieferung von 10 Centner frischer Butter in Ausgeboten von se 1 Centner öffentlich versteigert. Marienschloß den 18. April 1871. Großherzogliche Landeszuchthaus⸗Direellon. Seribao. Oeffentliche Aufforderung. 1034 Forderungen und dingliche Rechte an den Nach⸗ laß des Bergmanns Johannes Schörr III. von Weckesbeim sind innerbalb 14 Tagen dabter anzumelden, widrigenfalls sie bei Regelung der Vermögensverhält⸗ nisse nicht berücksichtigt werden. Friedberg den 21. April 1871. Groß berzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts Assessor. Bekanntmachung. 1028 Die Lieferung von 9 Kgr, breite Rundköpfe = 1000 Stück, 50 Kgr. kleine Rundköpfe— 1000 Stück 8 Pfund schwer, 50 Kgr. Thornägel— 1000 Stück 15 Pfund schwer, 10 Kgr. Schloßnägel— 1000 Stück 3 Pfund schwer, 10 Kgr. Schloßgägel= 1000 Stück 2 Pfund schwer, 25 Kgr. Drabtstiften über 3 Zoll lang, 100 Kgr. Drahtstiften 2 bis 3 Zoll lang, 15 Kgr. Drabt⸗ stiften unter 2 Zoll lang, 100 Kgr. Werg, 150 Kgr. Sackkordel, 10 Kgr. Stränge, 5 Kgr. Sägekordel, 5 Kar. Zweidraht, 1 Kar. Zimmerschnur und 1 Seil, 90 Fuß lang, 1 Zoll dick, sollen auf dem Submissionswege in dem auf Dienstag den 2. Mai d. J., Vormittags 10 Übr, in unser Geschäftslokal anberaumten Termin zu den in demselben bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Mindeflfordernden vergeben werden. Bad⸗Naubeim den 24. April 1871. We Nauheim. i Versteigerung von Baumaterialien zu Bad- Nauheim. 1018 Montag den 1. Mai d. J., Vormittags um 8 Uhr, sollen zu Bad Naubeim die durch den Abbruch des Reserve⸗Lazareths in der Trinkballe daselbst entbehrlich gewordenen Materialen, als: Bretter(größtentbeils in natürlicher Länge) und gezimmertes Wandholz von circa 11.000 Quapratsuß doppelter Verschalung, Latten*), 15 Thüren mit Schloß und Band, 20 Fenßer, Strob, Dachpappe und Tapeten, 11 Oefen mit Rohr ꝛc. ꝛcf. in einzelnen Loosen, an den Melstbtetenden gegen baare Zahlung versteigert werden. Frtedberg den 22. April 1871. Großherzogliche Reserve-Lazareth-Commission. Hoffmann. ) Berichtigend wird bemerkt, daß bet dem Abdruck dieser Anzeige in vor. Nr. irtthümlich Betten statt Latten stebt. vreirst enge rung. 1029 Dienstag den 2. Mal d. J. werden in den Difrikten Heldwald, Hainbach und Wilgenbusch des Stammheimer Domanialwaldes versteigert: 25½ Stecken Buchen⸗Scheitbolz, 15 5 Eschen⸗ 5 1„ Aaspen—„ 27 ½ Buchen⸗Prügelholz, 14½ 5 Eichen⸗ 5 1840 Wellen Buchen Reisholz, 1112„ Eichen 0 425 Nadel: ꝛc.„ , 25 Etschen⸗Bau- und Werkholz⸗Stämme von zu— sammen 3567 Cubikfuß, 2 Fichten-Bau⸗ und Werkholz-Stämme von zu sammen 103 Cubiksuß. Anfang Morgens präcis halb 10 Ubr im Distrikt Heidwald an der Chaussee. Heldenbergen am 23. April 1871. Großherzogliche Oberförsteret Altenstadt. Jochem, Verwalter. Anzeige. 1035 Im Monat Februar d. J. wurde eine eichene Bohle, 29 Fuß lang, 18 Zoll breit und 5 Zoll dick, in hiesiger Gemarkung aus der Nidda gezogen. Der Eigenthümer kann dieselbe gegen Bezahlung der Inserat— gebühren und sonstigen Kosten dahter innerhalb 8 Tagen in Empfang nehmen. Burg⸗Gräfenrode am 14. April 1871. Großherzogliche Bügermeisteret Burg-Gräfenrode. Mo scherosch. Holz Versteigerung. 1031 Montag den 1. Mai 1871 soll in dem Ostheimer A Oistrikt Hessel, nachstehendes Brennholz, als: 54 Stecken Buchen⸗Scheltholz, 15 5„ Prügelbolz, 154% 1„ Stockholz, 8975 Stück„ Wellen versteigert werden. Die Zusammenkunft ift präcis Morgens 9 Uhr an der Münsterer Gränze. Ostheim am 22. April 1871. Großherzogliche Bürgermristerel Osthelm. ier. rischen Regierung garantirt. Ziehungen am 15. Mai, 45. August, 15. Uovember, 15. Jebtuar. Haupttreffer: fl. 250,000, 200,000, 150,000, 100,000, ꝛc. ꝛc. Jedes Loos muß mit mindestens fl. 104 Steuerabzug.— Oiese Loose sind bet allen Bank⸗ sewelligen Tagescourse zu haben. Ungarische Prämien fl. 100⸗Loose. 1032 Otese Loose, unstreitig zu den sichersten Lotterte⸗Papleren gehörend, find von der köntglich unga⸗ „gezogen werden. Die Gewinne erleiden keinen und Wechselhäusern des In- und Auslandes zum Holz-Versteigerung. 1030 Freitag den 28. l. M., Vormittags 9 Uhr an⸗ fangend, soll im Butzbacher Stadtwald, Dtistrikt Dillen⸗ berg und Jungwald, nachverzeichnetes Gehölz meist⸗ dietend versteigert werden, als: 4½ Stecken Buchen- und Aspen Scheitholz, 56„ Prügel holz, 11½„ Eichen- und Aspen Prügelholz, 55„ Buchen⸗Stockholz, 2„ Eichen⸗ und Aspen⸗Stockholz, sowie 21825 Wellen Buchen- und 1575„ Eichen- und Aspen⸗Reisbolz. Die Zusammenkunft ist im Jungwald auf der Grube „Johanna.“ Buß bach am 22. April 1871. ee Butzbach. 1 Magensalz, 435 bekannt als Bullrichs Untversal Reinigungssalz gegen Magensäure, Sodbrennen ꝛc. ꝛc. in /, ½, / Pfunden empfiehlt J. A. Windecker in Friedberg. Frische Repskuchen 604 billigst bei Georg Groß. Vorzügliche Ruhrkohlen 1038 offertren wir à 36 kr. in Folge billigerer Ein⸗ käufe und Tarifermäßigung. Friedberg. Gebrüder Grödel. 2 2 E Gf 2 85 Daheim 1 3 * 8 2 g N 88 5 Die soeben erschienene Nummer 30 5 3 8 enthält: 8.2 880 85 Die Passage an der Brücke von Neuillp bet Paris. Von unserm Specialartisten H. Lüders.— Wider den Erbfeind! V. Novelle von Ernst Wichert.— Moltke und der oberbalrische Zitherspieler.— Mittler, der Neflor der deutschen Buchhändler(Schluß.) Mit Mittler's Portrait.— Sechs Monate in franzoͤsischer Gefangen⸗ schaft. VII VIII. Von unserm Berichterstatter Max von Schlägel.— Am Familientische: An der Brücke von Neutilly.— Die Deutschen in Parts. Zu den Bildern: Der Erste in Paris und der Letzte in Parie. Von unserm Specialartisten W. Friedrich. Zu Bestellungen empfehlen sich Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Portland⸗Cement 1010 billigst bei Wilhelm Bernbeck. Uch- und Hitschgeweihe ee ee Eine Wohnung 1040 in meinem Hinterhause ist per 15. Juli zu ver⸗ miethen. Ph. Dan. Kümmich. Ein Clavier 1028 lu vemteldenr. Ne? lag d. Eng d. Emser Pastillen, 147 aus den Salzen der König-Wilhelms-Felsen⸗ quellen bereitet, ärztlich empfohlen gegen Magen— beschwerden, als Catarrhe, Verschleimung, Säurebildung, Aufstoßen und Verdauungsschwäche, Preis der plom⸗ birten Schachtel 30 kr. Nur allein ächt auf Lager in Friedberg bet Hof-Apotheker C. Görtz. Die Administration der Felsenquellen. Richard Wagners Kaisermarsch zweihändig von Taustg à 36 kr. 1 leichter arrangirt à 36„ vierhändig 60„ à 54„ ist vorräthig bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Turnverein. 1039 Freitag den 28., Abends 8 Ubr, Generalver⸗ sammlung.(Abhör der Rechnung, Eröffnung des Sommerturnens.) Allseitiges Erscheinen wird erbeten. 1036 Der Unterzeichnete wird vom 1. Mal an für die ganze Dauer der Badezeit regelmäßig Vormittags in Nauheim sein. Friedberg am 25. April 1871. Dr. med. A. Schott, pract. Arzt. g 1041 Vielseitigen Wünschen entgegenkommend, eröffnet Unterzeichnete einen Cursus zur schnellen und gründlichen Erlernung des Kleidermachens resp. Maßnehmen, Zuschneiden, Richten und Anprobiren, und nimmt jederzeit An⸗ meldungen entgegen. Frau Lehrer J. Heß. E i n L O gi S bat zu vermletben 971 Konrad König an der Stadtschule. Sorten Oelfarben 821 in bester Qualität empfiehlt Wilhelm Bernbeck. Zu vermiethen ist der untere Stock meines Hauses. Heinrich Mondigler. 1021 Todesanzeige und Danksagung. 1037 Es bat dem Allmächtigen gefallen, am 22. April, Nachmittags 3½ Uhr, unseren unver⸗ geßlichen Gatten, Vater, Schwiegervater und Großvater Ambros Konrad Oberländer in seinem 79. Lebensjahre nach kurzem Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. Zugleich sagen wir allen Denjenigen, welche ihn zu seiner letzten Ruhestätte geleitet haben, unseren innigsten Dank mit der Bitte, um stille Theilnahme. Ote trauernden Hinterbliebenen. Frucht preise. Per Malter. Friedberg, 25. April. Waizen 14 fl. 35 kr. z Kor! 10 fl. 30 fr.; Gerste 8 fl. 45 kr. 3 Hafer 5 fl. 40 kr. Frankfurt, 24. April.(200 Zollpfund,) Watzen 14153; Korn 11; Gerste—; Hafer 10-10%; Rüböl (100 Zollpfd.) ohne Faß 26; Branntwein(50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß—. Grünberg, 22. April. Waizen 13 fl. 10 kr.; Korn 10 fl. 50 kr.; Gerste 7 fl. 44 kr.; Hafer 5 fl. 54 kr.; Molter— fl.— kr.; Erbsen 15 fl. 12 kr.; Wicken— fl. — tr.; Saamen 19 fl. 30 kr.; Kartoffeln 3 fl. 20 kr. Mainz, 21. April. Waizen 13 fl. 19 kr.3 Korn 11 fl. 19 tr.; Gerste 7 fl.— kr.; Hafer— fl.— kr.; Kartoffeln 5 fl.— kr.; Reggenstrob per 100 Gebund 44 fl. Israelitischer Gottesdienst in Friedberg. Beg in n Freitag Abend 69% Uhr. Samstag Morgen 8 Uhr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 83 1—